Gelungener Start 2025 – trotz schwerer Zeiten
1 Dec 2025 · 12 min
Podcast (German) by JobGenius titled "Gelungener Start 2025 – trotz schwerer Zeiten" (recorded Jan 15, 2025). Hosts (JobGenius / Jochen) discuss economic uncertainty at the start of 2025 — rising unemployment (over 6%), planned job cuts (IW survey: 38% of employers plan cuts in 2025; 17% plan hires; industry: 44% plan cuts; services: 35% plan cuts). The episode gives advice on using crises as opportunities: reflect on goals, cultivate gratitude and resilience, focus on strengths, reduce social‑media consumption, invest in learning/mentors, and pursue projects or entrepreneurship (example: a 56‑year‑old friend considering self‑employment). Host plans biweekly episodes while searching for a co‑host.
Chapters
Hallo und herzlich willkommen zu oh my Job im neuen Jahr. Unser Podcast geht weiter, nur leider etwas anders als angekündigt. Ich hatte ja in der letzten Folge gesagt, dass wir im neuen Jahr mit neuem Konzept und neuem Partner starten. Leider hat sich das kurzfristig zerschlagen. Das war menschlich zwar enttäuschend, aber weiter geht es natürlich trotzdem mit dem Podcast, auch wenn ich mich jetzt nach einem neuen Co Host umsehen muss. Vielleicht ist es aber auch eine ganz gute Allegorie für den Start in dieses Jahr. Die Welt ist stark im Umbruch. In den USA tritt ein neuer Präsident an und auch bei uns wird kurzfristig neu gewählt. Vieles verändert sich und nicht alles unbedingt zum Besseren. Überschattet wird der Start ins neue Jahr von der aktuellen Rezession und den vielen Entlassungswellen, die gerade durch Deutschland wandern. Vier von zehn Unternehmen wollen 2025 Stellen abbauen. Wie damit umgehen? Wie bleibe ich positiv in solchen Zeiten und was kann ich jetzt machen? Darum geht es heute in der Folge von oh My Job.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Jochen May viel Spaß bei der heutigen Folge.
2024 war wirklich kein gutes Jahr. Laut Statistik stieg die Arbeitslosenquote zum ersten Mal seit acht Jahren auf über sechs Prozent. Dieses Jahr sieht es auch nicht wirklich besser aus. Laut einer IW Umfrage sagen 38 Prozent der Arbeitgeber, sie wollen 2025. Stellen abbauen. Nur 17 Prozent der Unternehmen wollen neue Mitarbeiter einstellen. Besonders düster sieht es in der Industrie aus. Hier planen 44 Prozent einen Stellenabbau. Die Dienstleister minus 35 Prozent. Kann man in solchen Zeiten überhaupt noch Karriere machen? Und was kann ich tun, um mich von all diesen negativen Gefühlen, Entwicklungen und Stimmungen nicht anstecken zu lassen? Zwei wichtige und berechtigte Fragen, zwei ausführliche Antworten dazu. Ja, auch in Krisenzeiten kann man Kannst du Karriere machen? So abgedroschen das auch klingt. Jede Krise kann eine Chance sein, wenn wir sie denn richtig nutzen. Was meine ich damit? Zunächst einmal sind Krisen, ob persönlich oder Jobkrisen, immer eine Art Weckruf. Der Mensch ist von Natur aus bequem, wenn alles immer positiv weitergeht. Werden wir immer fauler und verändern uns kaum noch und verändern auch keine Umstände. Muss ja auch nicht sein. Läuft ja bei mir alles klasse. Die erste große Chance der Krise besteht also darin, sein aktuelles Leben und den bisherigen Lebensweg zu reflektieren. Mache ich überhaupt noch das, was mich erfüllt? Bin ich noch auf Kurs und bringt mich das, was ich mache, meinen Job, mein Umfeld, meinen Zielen überhaupt näher? Durch die Krise schärft sich oft der Blick und wir fokussieren wieder auf das Wesentliche. Unsere Ziele rücken wieder ins Bewusstsein. Gleichzeitig fühlen viele dabei wieder Dankbarkeit für das, was sie schon haben oder erreicht haben. Das, was wir bisher als selbstverständlich erachtet und einfach so hingenommen haben. Gesundheit zum Beispiel, Freunde, eine liebevolle Partnerschaft oder Familie, Sicherheit und Lebensqualität. All das sind Dinge, die alles andere sind als normal. Erst recht, wenn man sich mal gerade den Rest der Welt so anschaut. Das ist ja gar nicht so weit. Kriege in der Ukraine, in Israel, Krisen in anderen Ländern, Hungersnot, Krankheitsepidemien und und und. Uns geht es eigentlich immer noch verdammt gut. Ebenso ist es keine Binse, dass uns Krisen persönlich stärker machen. Erfolg lullt ein. Wer aber eine Krise bewältigt, der gewinnt an Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit. Wir wissen und lernen, wenn ich das geschafft habe, dann schaffe ich auch alles andere. Und gar nicht so selten wirkt die Krise wie ein Sieb für unseren Freundeskreis. Wir kennen, wer wirklich dazugehört, auf wen Verlass ist, wer weiterhin an unserer Seite steht und wer nur labert und Freund ist, solange wir in der Sonne stehen. All das sind die positiven Seiten von schweren Zeiten, die wir nicht aus den Augen lassen sollten. Und ich sage das jetzt mal ganz Die meisten Menschen behaupten von sich, dass sie kreativ sind oder dass sie einen Job suchen, in dem sie kreativ sein können. Aber jetzt in der Krise findest du heraus, wie kreativ du wirklich bist. Welche Ideen und Strategien entwickelst du gerade für dich heute und in den nächsten Tagen, um das Beste daraus zu machen? Bist du dann wirklich so kreativ oder sitzt du einfach nur da, jammerst und zeigst mit dem Finger auf andere oder die Regierung, die doch bitte für dich machen muss, dass wieder alles so bequem läuft wie früher, wo es gut war? Selbst wenn aktuell keine berufliche Neuorientierung oder ein Jobwechsel für dich in Frage kommen, weil die Zeiten vielleicht zu unsicher sind, weil es in der Nähe keine echten Alternativen gibt und du auch nicht umziehen willst. So bleibt doch immer noch die Option, sich weiterzubilden und jetzt schon die Weichen zu stellen oder Projekte zu initiieren und zu starten, die dich dann, wenn die Zeiten wieder besser werden, sofort deinem Ziel näher bringen. Frag dich doch einfach was ist mir in Zukunft wichtig? Wohin will ich mich entwickeln, nicht nur beruflich. Was bedeuten Erfolg und Karriere für mich heute und in Zukunft? Indem du dich solchen Fragen stellst und den Jahresanfang nicht nur alleine dafür nutzt, sondern auch die nächsten Tage und Wochen, gewinnst du Klarheit, Orientierung und kannst auch wieder viel aktiver deinen Kurs bestimmen und deine Entwicklung steuern. Ein positiver Nebeneffekt Wer Bewusstsein Leben im Wortsinn führt, verlier das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Ja, um dich herum schlagen die Wellen hoch, keine Frage, aber du navigierst jetzt dahin durch, aktiv und ganz bewusst, statt dich davon wie so eine Nussschale treiben zu lassen. Die zweite Frage Was kann ich tun, um mich von den negativen Gefühlen nicht anstecken zu lassen? Mein persönlicher Tipp Weniger Social Media konsumieren. Unsere Gedanken haben eine oft unterschätzte Macht auf unsere Realität, womit wir unseren Geist füttern. Das wird zu unserer Wirklichkeit. Und wenn ich mir so anschaue, was in Social Media diese Tage so gepostet wird, bin ich mir schon lange nicht mehr sicher, ob uns das allen so gut tut. Ja, wir können filtern, negatives wegblocken im Wortsinn, aber damit erzeugen wir natürlich auch wieder nur eine neue Filterblase und Bubble. Ich glaube, dass es viel besser ist, gesünder und klüger in derselben Lebenszeit, die wir auf Social Media verumdatteln, gute Bücher zu lesen oder in sinnvolle Fortbildungen zu investieren oder sich Vorbilder und Mentoren zu suchen, von denen wir lernen können oder die uns neue Horizonte und Perspektiven eröffnen. Zugegeben, die findet man nicht an jeder Ecke. Das kostet wieder Zeit und Mühe und das ist mit Sicherheit auch anstrengender, als auf TikTok oder LinkedIn herumzudaddeln, wo inzwischen aber doch nur alle versuchen, irgendein Image oder hohe Reichweiten aufzubauen und dadurch ein eigenes Business zu starten. Am Ende will jeder in Social Media doch nur, dass ihm andere folgen. Aber ganz Bringt dich das weiter, wenn du anderen folgst. Oft zieht es Menschen ja noch runter, sei es, weil sie neidisch auf das scheinbar viel bessere Leben der anderen schauen und unglücklich werden oder weil die Kakophonie des Jammerns und Wehklagens in Social Media uns am Ende doch nur runterzieht. Such dir lieber ein Umfeld, das positiv denkt und Chancen sucht oder erkennt, statt immer nur den nächsten Weltuntergang heraufzubeschwören. Ein zweiter wichtiger Schritt ist, sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen und das eigene Wohlbefinden zu fördern. Ruf dir doch mal in Erinnerung, was du schon alles aus eigener Kraft geschafft und erreicht hast und womit Jeder Mensch hat Talente, die er oder sie nutzen kann und sollte, erst recht in einer Krise. Und darauf kannst du dich jetzt wieder konzentrieren. Ich zum Beispiel treffe mich in diesem Jahr wieder deutlich mehr mit Freunden oder auch Fremden und suche den persönlichen Austausch. Mir gibt das viel mehr als irgendwelche Posts auf Social Media. Schöne Abende mit guten Gesprächen, gutem Essen und gutem Wein wirken auf mich jedenfalls nachhaltiger und sind echter als neue Follower. Vor allem kannst du diese Menschen auch mal anrufen, wenn du einen guten Rat brauchst. Naja, und nicht zuletzt kannst du in diesen Zeiten auch etwas ganz Neues überlegen. Ein guter Freund von mir, ebenfalls 56 denkt gerade darüber nach, sich zum ersten Mal in seinem Leben selbstständig zu machen. Mit 56 zugegeben, die Geschäftsideen und Geschäftsmodelle sind noch nicht ganz ausgereift, aber wir kauen da gemeinsam drauf herum, entwickeln einfach mal Ideen und diese wieder weiter. Mir macht das Spaß, mit einem guten Freund einen neuen Lebensweg zu entwickeln und er gewinnt vielleicht ja auch ganz neue Einsichten und eine zweite Karriere. So etwas baut uns beide auf. Und wie sieht es bei dir aus? Wie begegnest du gerade den Veränderungen in diesen Tagen? Okay, du hörst schon mal diesen Podcast und die Entscheidung, die unterstütze ich natürlich ganz uneigennützig. Aber wie geht es danach weiter, wenn der Podcast gleich zu Ende ist? Lässt du dich anstecken und wieder runterziehen oder nutzt du die Zeit, um deine Ziele zu schärfen, um dich neu auszurichten und einfach wieder mehr dein Ding zu machen über alle Hindernisse und Herausforderungen hinweg? Das wünsche ich dir auf jeden Fall für 2025 das neue Jahr. Wir hören uns derweil erst in zwei Wochen wieder den wöchentlichen Rhythmus bisher von oh My Job, das schaffe ich leider nicht mehr. Aber solange ich noch nach einem neuen Co Host suche, versuche ich zumindest alle zwei Wochen eine neue Folge zu produzieren. Ich freue mich, wenn wir uns wiederhören. Also bleib dran und abonniere gleich diesen Kanal auf Spotify, apple Podcast oder YouTube. Ich freue mich auf dich in zwei Wochen. Dein Jochen.
Das war oh My Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht, den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns dann von.
Wir.
Freuen uns auf ein Wiederhören.