Darum scheitern 90 % aller Unternehmer | Stefan Merath Interview
7 May 2025 · 84 min
Interview (German) of entrepreneur/author Stefan Merath by Robert Heineke (recorded May 7, 2025). Merath recounts founding his first company in 1997, losing it to insolvency in 2003, then rebuilding and founding UnternehmerCoach in 2007. Main themes: the distinction between Fachkraft/Management/Unternehmerrollen, seven core entrepreneur tasks (vision, strategy, culture, Aufräumen, Umsetzung, Persönlichkeitsentwicklung, Nachfolge), habit-building (Master-Gewohnheit), customer-led product development, seminar-based implementation, cautious use of social media, and early team adoption of KI tools.
Chapters
Stefan Merath hat mit seinen Büchern und seinen Seminaren tausenden von Gründern und Unternehmern dabei geholfen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Und umso mehr freue ich mich, ihn wirklich ins Interview bekommen zu haben. Fast 90 Minuten sprechen wir darüber, was die größten Fehler von den meisten Gründern sind, worauf es jetzt wirklich im Marketing ankommt und was er aus seiner unternehmerischen Reise alles gelernt hat. Wenn du einen großen Schritt in deiner unternehmerischen Reise machen willst, dann hör dir diese Folge unbedingt bis zum Ende an. Heute einen ganz besonderen Gast. Stefan Merath ist zu Besuch. Stefan, schön, dass du da bist.
Ja, danke Robert, für die Einladung.
Ich muss ja sagen, großer Fan deiner Bücher. Ich habe mich durch einige durchgearbeitet und in der letzten Zeit habe ich gesehen, dass du immer aktiver auf LinkedIn geworden bist. Und da dachte ich mir, ah, da schnappe ich mal die Chance und ticker dich mal an, ob du offen für ein Interview bist. Und da habe ich bekommen, hat funktioniert. Umso schöner, dass du da bist und dir die Zeit nimmst. Hast du Lust, dich kurz vorzustellen, was du tust, wer du bist, um sozusagen die Grundlagen für dieses Interview zu schaffen?
Klar, kann ich machen. Also ich bin jetzt Unternehmer seit gut 28 Jahren, Anfang 97 mein erstes Unternehmen gegründet, Internetunternehmen damals. Es wuchs dann auch, also New Economy Phase, nur mit dem Unterschied, dass ich tatsächlich auch am Anfang Gewinne gemacht habe. Dann kamen Investoren ab, gab es erstens unterschiedliche Meinungen, zweitens eine ganze Menge Fehler von mir, Ergebnis war keine Gewinne mehr. Und davon das Ergebnis war dann im Jahr 2003 schließlich die Insolvenz. Das hat mich ordentlich durchgerüttelt erstmal und ich habe mich gefragt, okay, was waren eigentlich meine Fehler, was habe ich falsch gemacht? Also dass ich was falsch gemacht hatte, wusste ich aber nicht was. Und habe dann damals angefangen wirklich, also erst mal am nächsten Tag das zweite Unternehmen gegründet, dann angefangen Bücher zu lesen, so 100 150 Bücher pro Jahr über Unternehmensführung, so vielleicht zehn Seminare pro Jahr besucht, mir einen Coach genommen und relativ schnell doch recht viel über das Unternehmersein gelernt. Mit dem Ergebnis, dass ich So im Herbst 2004, also anderthalb Jahre später, mal meine Schulden weg hatte und das zweite Unternehmen ganz gut lief und plötzlich kamen Befreundete Unternehmer zu mir und fragten mich, ob ich ihnen helfen könnte. Und im ersten Moment dachte ich mir, was wollen die von mir? Ich bin ja gerade erst selber pleite gegangen. Und naja, dann sagten die zu mir, naja, ich gehe demnächst pleite. Du hast mir also eine Erfahrung voraus, die sehr wichtig für mich ist. Nach dieser spannende Perspektive habe mich mit denen hingesetzt, konnte ihnen helfen und hat richtig Spaß gemacht. Und dann kam durch Empfehlungen immer mehr. Die ersten Male habe ich das kostenlos gemacht, weil ich wusste gar nicht, ob ich das den helfen kann. Einfach Hobby aus Freundschaft und danach ist nach und nach ein Business draus geworden und es war halt irgendwann mal so spannend im Vergleich zu Software und Internet, was die zweite Firma auch gemacht hat, dass ich beschlossen habe, die zweite Firma zu verkaufen und Unternehmer Coach zu gründen. Das war 2007 und ab da habe ich dann zum einen die vier Bücher geschrieben, von denen du gesprochen hast. Also der Weg zum erfolgreichen Unternehmer kennen wahrscheinlich die meisten. Es ist auch in Deutschland das meistverkaufte Unternehmerbuch eines deutschen Autors, mittlerweile 4, 24 Auflage oder so Und dann das jüngste Buch kennen auch einige die Schwarz Gott Unternehmer und noch zwei zwischendrin. Und ich schreibe natürlich nicht nur Bücher, sondern Ich habe seit 2007 auch eine fünfstelligen Anzahl von Unternehmern geholfen, tatsächlich ihr Unternehmen anders aufzubauen. Also so vielleicht nicht ganz so kurz meine Vorstellung, aber damit man versteht, wie bin ich überhaupt dazu gekommen und warum mache ich das?
Ich würde auch noch mal ganz an den Anfang gehen, weil ich habe das Gefühl, gerade in Deutschland ist es halt nicht einfach sich selbstständig zu machen oder Unternehmer zu werden. Weißt du noch in der Zeit zurückgespult sozusagen, was deine Motivation war, diesen Schritt zu gehen und was es auch sozusagen dich überzeugt hat, diesen Weg sozusagen durchzuhalten, Weil ich weiß noch von Familie, von Freunden und von allen Seiten hat man sozusagen keine Ahnung. Da war immer der Onkel und der Verwandte, der auch pleite gegangen war und Gott, Robert, bleib bloß in diesem sicheren Job Und es hat super viel Überwindung gekostet, den Schritt zu gehen und sozusagen da unterwegs zu sein. Weißt du noch, wie das bei dir war?
Naja, bei mir gab es erstmal eine Antimotivation, weil ich war davor Angestellter, ich war wissenschaftlicher Mitarbeiter und sollte eine soziologische Untersuchung machen. Ich bin Soziologe und bei dieser soziologischen Untersuchung, die wurde bezahlt von einem Bundesministerium und die wollten was bestimmtes politisch durchsetzen. Da das aber ziemlich teuer gewesen wer braucht sie zuvor einen Nachweis, dass es funktioniert? Bei der Einstellung wurde mir gesagt, finden Sie heraus, dass das so und so ist, weil wir wollen ja was durchsetzen. Nicht ob, sondern das war genau so. Und dann habe ich zwei Jahre lang Zahlen hin und her geschoben, so nach dem Motto traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Und das war komplett sinnbefreit und ich habe das, wenn ich ehrlich bin, nur mit ganz viel Alkohol überstanden. Und naja, dann irgendwann habe ich mir gedacht, das ist nicht so ganz zukunftsfähig. Dann habe ich dort gekündigt. Das war Schritt eins, dann habe ich mit dem Alkohol aufgehört, war Schritt zwei. Dann habe ich erstmal eine Zeit lang als Freelancer gearbeitet und aus dem Freelancer sein, was weiß ich, Multimedia Programmierung und alles mögliche, was da gab, ist dann irgendwann mal, damals ist das Internet gerade entstanden, dann die Idee entstanden, mach doch eine Internetfirma. Also war so ein fließender Übergang aus.
Dem Freelancer sein, verstehe und gab es da Widerstände aus Familie, Freunden oder so.
Oder war das an dieser Stelle ehrlicherweise nicht? Die größeren Widerstände kamen, als ich meine zweite Firma verkaufen wollte, um was ganz Neues zu machen, nämlich das Coaching Business aufzubauen, haben wir alle gesagt, Mensch, jetzt hast doch gerade erst Insolvenz überwunden, jetzt funktioniert es ja gerade und dann verkaufst du es wieder und gibst alles auf Und also das war ziemlich hart bei Gründung. Ich glaube, die meisten haben gar nicht geblickt, was ich da machen, das Internet ja gar nicht.
Und ich wollte gerade sagen, du hast natürlich dieses Kapitel Insolvenz ist ja glaube ich für viele Leute krasser, krasser prägender sozusagen. Moment, kannst du da ein bisschen erzählen, wie du das erlebst hast, ob das sozusagen wirklich irgendwie Tiefpunkt war und vielleicht auch so ein bisschen die Überleitung zu dem Thema. Ich glaube, viele Leute sind ein bisschen am Kämpfen gerade, zumindest höre ich es auch gerade von befreundeten Unternehmern, dass zumindest die Wirtschaft jetzt nicht gerade ist, wie vielleicht noch vor ein paar Jahren, wo alles irgendwie automatisch lief, wie man in solchen Situationen irgendwie wie man damit umgeht und vielleicht auch da wieder sich rausarbeitet, weil ich glaube, wenn man erst mal in so einem Loch irgendwie drin ist, gar nicht so einfach da wieder rauszukommen.
Zum Herausarbeiten kann ich eigentlich bei der Krise damals ja nicht so viel sagen, sondern eher bei den Folgenkrisen, die es dann gab. Finanzkrise, Eurokrise, Corona Krise und so. Aber erstmal, wie war das damals mit der Insolvenz? Das ging ja nicht von einem Tag auf den anderen, sondern das war ein schleichender Prozess. Wir hatten Einerseits ab März 2003 2000 ging die New Economy langsam den Bach runter und in dieser Phase dann, als die New Economy den Bach runterging, haben wir im Herbst 2001 das Investment bekommen, wo ich dann dachte, okay, jetzt ist alles sicher. Wir hatten einen großen Sack voll Kohle und wollten dann praktisch von den ganzen Wettbewerbern, die es damals gab und die alle reihenweise pleite ging, die ganzen Kunden abwerben und so weiter. Leider habe ich, wenn ich jetzt rückblickend drauf schau, einen strategischen Fehler gemacht. Wir waren vor auf eine relativ kleine Zielgruppe fokussiert und hatten dann sehr spezialisierte Lösung und mit den Investoren zusammen haben wir dann versucht, den großen deutschen Markt zu erreichen und das war ziemlich dumm, weil auf einmal waren wir nicht mehr unterscheidbar, aber das wusste ich damals nicht. Also von daher, ich fand es prima, den großen deutschen Markt zu erobern. Plötzlich kamen immer weniger Kunden, gleichzeitig hatte ich wegen den Investoren ja mehr Leute eingestellt, das heißt, die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben ging tierisch auseinander und dann habe ich versucht, alles Mögliche zu retten, über die Software zu optimieren, neue Features einbauen, ne Marketingansatz, die Vertriebler zu schulen und dann irgendwann mal Kosteneinsparungen. So, also ich habe wirklich alles versucht. Dieses Versuchen war damals, ich würde mal sagen so Ich lag bei 100 bis 110 Stunden in der Woche, wo ich gekämpft habe. So wenn er jetzt von außen drauf guckst, ist klar, das ist ein endliches Konzept. Also ich war damals 37, 38, da hat man noch Energie und das geht einige Zeit, aber naja, nach nach dem Jahr Abwehrkampf war meine Energie halt auch zu Ende und ich war auch mit meinem Latein am Ende, weil ich hatte nach meinem Dafürhalten alles gemacht, versucht bei mehr zu verkaufen, Produkt zu optimieren, Kosten sparen und nichts hat wirklich geholfen und das war dann der Punkt, wo ich erstmal in wirkliches Loch gefallen bin und dann gab es eigentlich Zeitpunkt, das war schon, also jetzt ich hoffe, dass alle noch mal mit den Daten zusammenkommen im Dezember 2002 also Mai 2003 war die Insolvenz also etwa fünf, sechs Monate vor war eigentlich schon klar, okay das ist jetzt das Ende und ich muss Insolvenz anmelden habe dann damals alle Mitarbeiter rausgeworfen und dann so eigentlich zwei Wochen in meiner Bude rumgehangen und den Arsch nicht hochgekriegt, muss ich klar sagen und dann habe ich gedacht, okay, ich will es noch mal wissen und habe dann kurz vor Weihnachten zwei Tage lang telefoniert wie ein Irrer vielleicht 80 bis 100 Telefonate geführt und dann in diesen zwei Tagen tatsächlich noch mal zusätzliche neue Euro reingekriegt, genügend Zahlungsaufschübe hingekriegt, so dass noch mal weitergehen konnte. Dann habe ich ein paar von den Gekündigten reaktiviert und dann ging der Kampf noch mal weiter und Erst im Februar 2003 war eigentlich klar, da wurde mir klar, dass noch nicht mal mehr die Bestandskunden mit uns arbeiten wollten, weil sie anderthalb Jahre lang so ein Chaos erlebt haben. Da war klar, okay, die Insolvenz ist unvermeidlich und ab diesem Moment überkam ich interessanterweise eine tiefe innere Ruhe und wenn man mal zurückblickt in diese Zeit, das war ja nicht ganz Unaufgeregt, im März 2003 hat der Bush damals den Irakkrieg begonnen, auch nicht klar, was da passiert also war die New Economy ging gegen weiter baden und ich wusste okay, das ist jetzt zu Ende, was mache ich als nächstes und hatte dann drei Monate Zeit das Ganze vorzubereiten und das war eine sehr ruhige Zeit, wo ich viel über mich nachgedacht habe, was will ich eigentlich Und das hat mir die Voraussetzung gegeben, dass ich dann nach der Insolvenzanmeldung am nächsten Tag tatsächlich mein zweites Unternehmen gründen konnte, weil ich zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, was ich wollte was waren.
So, das wäre spannend auch sozusagen was hast du rückblickend sozusagen als größte Learnings da rausgenommen, weil da muss man ja sehr in den Spiegel gucken und auch sehr davon überzeugt sein, dass man halt rausgefunden hat, woran es Gelegenheit hat sozusagen, um dann auch wieder den Mut zu nehmen und zu sagen, hey, ich mache das jetzt noch mal, weil die meisten Leute würden wahrscheinlich sagen, hey, ich gebe jetzt irgendwie auf und suche mir wieder einen Job. Aber du warst ja felsenfest überzeugt.
Also zuerst mal rückblickend, das habe ich damals nicht begriffen, rückblickend betrachtet würde ich sagen, das war super schlau, dass ich gleich am nächsten Tag wieder gegründet habe, weil wenn ich das nicht gemacht hätte, dann hätte ich mich zu Hause hingesetzt und dann wären die Zweifel hochgekommen und aus dem Zweifel raus dann noch mal zu gründen ist viel schwerer. Also von daher in der Aktion bleiben war unglaublich schlau. Was mir aber damals nicht klar war. Also ich habe es halt einfach einfach gemacht. So was habe ich gelernt. Für mich die wichtigste Erkenntnis, es gibt einen Unterschied, das ist auch in meinem ersten Buch und eigentlich in allen weiteren Büchern immer mal wieder punktuell beschrieben. Es gibt einen Unterschied zwischen drei verschiedenen Rollen im Unternehmen. Es gibt die Fachkraftaufgaben, es gibt die Managementaufgaben und die Unternehmeraufgaben. Fachkraftaufgaben ist zum Beispiel Programmieren, Verkaufen, Rechnungen schreiben und all diese Dinge, die getan werden müssen, womit das Geld ins Unternehmen reinkommt. Die Managementaufgaben sind Strukturen und Systeme zu schaffen, mehrere Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationen, trotzdem eine Leistung mit einer vergleichbaren Qualität rauskriegt und dass das ganze System funktioniert. Und der Unternehmer ist so der, der die Idee hinter dem Ganzen hat, die Vision, die Strategie, die Werte, der für eine Kultur steht und diese Strategie im Unternehmen verankern sollte. Die meisten und ich damals auch, fangen an als Fachkräfte. Also ich war ein super Programmierer, habe dann irgendwann mal gelernt, konnte dann auch irgendwann mal ganz gut verkaufen, aber es war ja auch Fachkraft, tät das funktioniert, wenn ich allein bin oder nur 2, 3, 4 Leute um mich herum habe, funktioniert es super. Nur hatte ich dann halt irgendwann mal 30 leute um mich rum und wenn dann der Chef sich die ganze Zeit in irgendeinem Programmcode vergräbt oder bei irgendwelchen Interessenten draußen ist zum Verkaufen, wissen die Mitarbeiter, die drin sind, halt nicht, was soll ich eigentlich tun, wie soll ich zusammenarbeiten, entsteht ein riesen Chaos und eine riesen Orientierungslosigkeit. Genau das habe ich gemacht und für mich das wichtige Learning war, mach sofort wie möglich mindestens ein bisschen Managementaufgaben und mehr Unternehmeraufgaben. Sprich mach dir Gedanken über die Strategie. Und da ich damals nur in den Fachkraftaufgaben drin war, hatte ich keine Zeit, mir über Strategie Gedanken zu machen. Deswegen habe ich auch nicht gesehen, dass ich einen strategischen Fehler machte und deswegen die Konsequenz pleite verstehe.
Und dieses Modell, glaube ich, auch mit Fachkraftmanagement und Unternehmeraufgaben hilft wahrscheinlich auch super viel Klarheit zu bekommen in seinem eigenen Unternehmen, wo man gerade unterwegs ist. Und das heißt sozusagen, ja, ich glaube, vielleicht ist auch, da wäre ich auch gespannt, wie du das bei dann am Ende deinen heutigen Kunden so siehst, sozusagen, was deren Herausforderungen sind, also wo die da stecken bleiben. Aber um da sozusagen in der Zeit zu bleiben, das war auch das, was du dann reflektiert hast, zu sagen, hey, im nächsten Unternehmen von Tag 1 gehe ich mit einer klaren Vision rein, gehe ich mit einer klaren Strategie rein und versuch dann sozusagen Leute zu finden für die Fachkraftaufgaben oder wie warst du gedanklich sozusagen daran?
Bei der Neugründung war ich auch erstmal allein bzw. War noch eine partnerin dabei, mit 15 Prozent beteiligt, die aber zu der Zeit gerade ihr Kind bekommen hatte. Das heißt, die war eigentlich auch nicht richtig aktiv. Also von daher war ich allein weitestgehend und deswegen musste ich am Anfang wieder alle drei Aufgaben machen. Aber mir war klar, so früh wie möglich mehr Unternehmeraufgaben zu machen. Und das war halt für mich am Anfang eben meine persönliche Weiterentwicklung sind Unternehmeraufgaben und da habe ich sehr viel Energie reingesteckt und in die Strategieoptimierung habe ich sehr viel Energie reingesteckt. Und Fachkraftaufgaben habe ich eigentlich nur so viel gemacht, dass das Unternehmen in den ersten Monaten überleben konnte. Ich wollte da nicht riesig wachsen, sondern nur überleben. Und nachdem die Strategie dann klar war und dann plötzlich neue Kunden kamen, habe ich dann gleich die richtigen Mitarbeiter entsprechend gefunden.
Lass doch mal da oben sozusagen bleiben, weil mich das neugierig macht, weil ich habe das Gefühl, auch bei mir in den letzten Jahren war es immer so, Weiterbildung oder so war was, was man irgendwie gefühlt im Urlaub ab und zu gemacht hat oder so nach Feierabend, aber nie priorisiert habe groß und in den letzten Wochen und Monaten sehr verändert habe und das wirklich in meine Arbeitszeit sozusagen reingepackt habe, fühlte sich am Anfang ein bisschen komisch an, aber so wie du sozusagen gesagt hast, glaube ich, ist es eine Aufgabe als Unternehmer immer sich weiterzuentwickeln und besser zu werden. Was sind denn aus deiner Sicht so die größten Unternehmeraufgaben, die man hat, die man im Blick haben sollte, sozusagen neben denen, die du vielleicht schon genannt hast?
Das sind insgesamt sieben, die auch im ersten Buch beschrieben sind. Das erste ist für mich das Thema Vision und Werte, das zweite Strategie und Positionierung. Das dritte ist Kultur und andere Leute. Also wie will ich mit anderen Leuten überhaupt zusammenarbeiten? Das vierte, darüber habe ich noch nicht gesprochen, ist das Thema Aufräumen, Weil wenn ich anfange mit irgendwas, dann kommen neue Aufgaben dazu, kommen neue Aufgaben dazu, kommen neue Aufgaben dazu, irgendwann müllt mein Arbeitsbereich zu und wenn ich dann nicht systematisch aufräumen und entsorgt zuerst bei mir und später dann im Unternehmen, da kommen ja irgendwelche neuen Produktideen dazu, die nicht funktionieren, die werden aber halblebig mitgezogen und so auch da an dieser Stelle völlig klar. Aufräumen ist Für mich der 4. Aufgabenbereich. Der 5. Ist praktisch Umsetzung sichern und in die Wege leiten. Das ist so die Schnittstelle, wenn das Unternehmen bisschen größer ist zu dem Manager, der praktisch die Systeme schafft. Dann der sechste Bereich hat man gerade, ist eben der Bereich Persönlichkeit entwickeln, weil also ich habe schon so einen schönen Satz auf mein erstes Buch hinten drauf geschrieben. Wenn das Unternehmen wächst, dann hast du als Unternehmer zwei Möglichkeiten. Entweder du wächst als Persönlichkeit mit und hast Erfolg oder dein Unternehmen wächst über den Kopf und du gehst runter. Da hast du die Wahl. Und deswegen ist Persönlichkeitsentwicklung ist ein Mast ab einer bestimmten Größe. Also mit ein, zwei, drei Leuten kriege ich das auch so noch auf die Reihe. Aber sobald es größer wird, muss ich, weil ich muss anfangen Leute zu führen und mich selber zu führen. Also es ist zwingend notwendig, Sondern der siebte Aufgabenbereich ist für mich das Thema Nachfolge sichern. Was meine ich damit, dass das klingt im ersten Moment verrückt, gerade wenn ich gründe, dann denke ich mir naja, ich will jetzt mein Unternehmen führen, ich will jetzt nicht an den Nachfolger, denn nur noch mal zu den Aufgaben zurück. Ich kann das mit den Fachkraft-, Manager und Unternehmeraufgaben auch anders darstellen. Ich versuche es mal so rum zu Programmierer produziert Programme, Schuster produziert Schuhe und Unternehmer produziert Unternehmen, also Softwareunternehmen produziert keine Programme, er produziert ein Softwareunternehmen und das ist eine völlig andere Aufgabe. Und wenn ich so ein Produkt unabhängig von mir sehe, also mein Unternehmen ist unabhängig von mir, denke ich immer dran, okay, irgendwann wird es Nachfolger haben. Ob das jetzt die Kinder sind, ob das ein Finanzinvestor ist, ob das ein strategischer Investor ist, wer auch immer, aber der will, wenn er das Unternehmen übernimmt, einen gewissen Nutzen daraus haben und den Nutzen hat er nur, wenn das Unternehmen wiederum seinen Kunden einen Nutzen bietet und seinen zukünftigen Kunden, dann wird überhaupt jemand auf die Idee kommen, das Ding zu kaufen. Das heißt, meine Aufgabe ist immer, das Unternehmen als Produkt zu sehen. Und das betrifft diesen siebten Aufgabenbereich des Unternehmers. Ich habe noch in Klammern einen achten zugefügt, der aber nur für bestimmte Arten von Unternehmen wichtig ist. Wenn man also in bestimmten Fällen muss ich Botschafter meines Unternehmens werden, was weiß ich, ein Wolfgang Krupp, der von Trigema mit dem Affen oder so ist Botschafter seines Unternehmens oder früher der Klaus Hipp Babynahrung, dafür stehe ich mit meinem Namen. Das heißt, die sind Botschafter ihres Unternehmens. Funktionieren auch viele Unternehmen, ohne dass der Unternehmer Botschafter wird, aber in manchen Branchen und Unternehmensarten ist es einfach nützlich und hilfreich. Und dann muss ich das halt auch noch sagen.
Stimmt. Was würdest du denn sagen, auch die, du hast ja ein paar Unternehmer mittlerweile begleitet, nicht allzu wenig. Was würdest du denn sagen bei diesen sieben oder acht Dimensionen? Wo würdest du sagen, klemmt es bei den meisten.
Eigentlich ehrlicherweise bei all diesen Dingen, Aber es fängt an bei diesem Thema Fachkraft, Manager und Unternehmer, die meisten mach viel zu viele Fachkraftaufgaben, haben deswegen viel zu wenig Zeit für die Unternehmeraufgaben und weil sie da zu wenig Zeit haben, klemmt das in allen sieben oder acht Bereichen. Also das wäre die Antwort.
Verstehe. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wie kriegst du denn jemanden da raus? Das wäre super spannend. Also ich kann mir vorstellen, keine Ahnung, vielleicht hast du auch jemanden im Kopf in der letzten Zeit oder so, der sehr präsent vielleicht war, der genau diese Situation hatte zu viele Fachkraftaufgaben, vielleicht Management vernachlässigt, Unternehmeraufgaben sozusagen auch irgendwie links liegen lasse. Was wäre denn dein Modell? Hat man Da Zeithorizonte von 30 Tagen, von 90 Tagen oder von 180 Tagen? Und wie würdest du so jemandem sagen, was er zu tun hat in den.
Nächsten Wochen und Monaten, Das hängt tatsächlich immer von der konkreten Situation ab, Also habe ich irgendwie fünf Mitarbeiter, habe ich 30 Mitarbeiter, stehe ich kurz vor der Insolvenz, habe ich noch genug Geld auf dem Konto, bin ich kurz vor dem Burnout, geht es mir gesundheitlich gut? Das heißt, das sind alles Einflussfaktoren, die führen zum anderen Herangehen. Ich mache mal jetzt ein Fall, der auch einigermaßen bekannt ist, weil er hat auch dann irgendwann mal das Vorwort von meinem dritten Buch, glaube ich, geschrieben, Das war ein Seminar 2008, da kam ein Unternehmer, der Andreas Now mit damals 13 Mitarbeitern, Softwareunternehmen, das Unternehmen stand kurz vor der Insolvenz, es waren drei Gesellschafter, jeweils 33 Prozent und er war eigentlich, hat seinen Gesellschaftern schon gesagt, ich gehe raus. Und dann ist er durch Zufall noch auf mein erstes Buch gestoßen, hat geguckt, gibt es da ein Seminar zu? War zwei Wochen später, hat es gebucht und hat seinen beiden Gesellschaftern Wartet mal noch einen Moment, ich gehe noch zu dem Seminar, vielleicht finde ich da ja noch was. Bei diesem Seminar hat er jetzt erstmal dieses Modell Fachkraft, Manager und Unternehmer gelernt, was dazu führte, dass die alle drei für sich beschlossen haben, wer ist eigentlich der Unternehmer Und die anderen beiden haben gesagt, sie machen die Managerrollen. Das war ziemlich, ziemlich einvernehmlich, weil die hatten gar keine Lust auf die Unternehmerrolle. Dann hat der Andreas die Unternehmerrolle übernommen, das war das erste. Das zweite, weil er hat ja, ich weiß nicht, 95 Prozent Fachkraftaufgaben gemacht, auch 80 Stunden in der Woche gearbeitet. Er hat mal aufgeräumt, das heißt seine ganzen Aufgaben versucht ans Team zu übergeben und weil er festgestellt hat, das Team ist auch überlastet, hat er auch im Unternehmen erstmal aufgeräumt und nach kurzer Aufräumaktion, etwa zwei Wochen, war nicht mehr Arbeit für 13 Leute da, sondern Arbeit nur noch für 11 Leute und dann hat er Luft gehabt, seine Sachen zu übergeben. Das war so der nächste Schritt. So dann hat er Zeit gehabt und sich überlegt, was mache ich denn jetzt? Das nächste, was er sich dann angeguckt hat, war die Strategie. Und dann hat er gesehen nach der Aufteilung, das nächste, was er gemacht hat, er hat mal geguckt, wie viel arbeite ich eigentlich? Das waren 80 Stunden und davon 95 Prozent Fachkraft auf Und dann war klar, okay, diese Fachkraftaufgaben müssen weg, hat dann aber schnell festgestellt, die Mitarbeiter in seinem Unternehmen waren auch überlastet, hat dann also ein Aufräummeeting im Unternehmen gemacht und hat dann innerhalb von zwei Wochen oder so in der Größenordnung die Arbeit von 13 Personen auf eine Arbeit für 11 Personen reduziert, weil sie ganz viel rausgeschmissen hatten. Und dann war Luft, seine Aufgaben abzugeben. Das war also der zweite Schritt, Aufräumen, Zeit schaffen. Nachdem man Zeit hat hatte, ist eben klar geworden, okay, unsere Strategie funktioniert nicht so richtig und ich müsste da mehr Kontakt mit meinen Kunden aufnehmen, hat eine Kundenkonferenz geplant und da haben sich extrem eng und intensiv mit ihren Kunden ausgetauscht. Da waren auch alle Programmierer dabei, dass sie auch den direkten Kundenkontakt kriegen und haben dann dort ein paar Maßnahmen beschlossen, was sie machen, um ihren Kunden bessere Leistung zu bieten. Das hat die Kunden überzeugt. Dann kamen erste Aufträge wieder rein. Ergebnis war, er hat es ja 2008 als das beste Jahr der Unternehmensgeschichte abgeschlossen, also im Mai war er noch fast insolvent, dann bestes Jahr der Unternehmensgeschichte. Dann hat er ganz viele andere Dinge gemacht. Er hat angefangen an der Kultur, an den Systemen, an den Prozessen zu arbeiten und das Ergebnis war schließlich, 2014 ist er bei Top Job zum besten Arbeitgeber Deutschlands gekürt worden. Und das war halt der Weg. Und manche Sachen gehen sehr schnell, wenn ich entsprechend radikal rangehe. Also das Aufräumen kann sehr schnell gehen mit der Strategie kann auch sehr schnell gehen. Ich würde es aber, wenn es nicht wirklich kurz vor knapp ist, gar nicht unbedingt empfehlen, superschnell zu machen, weil das Problem ist, wenn ich, also Angenommen, ich arbeite 80 Stunden in der Woche, jetzt gebe ich einen Schwung von meinetwegen 70 oder 60 Stunden meiner Arbeit an Mitarbeiter ab und macht es innerhalb von 14 Tagen. Das ist völlig klar, dass ich die Mitarbeiter gar nicht vernünftig einarbeiten kann. Die machen es halt so nach bester Vorstellung und das funktioniert auch eine Weile, aber irgendwann so nach drei oder sechs Monaten kommt eine Riesenwelle von Problemen zu mir zurück, die ich dann wieder abarbeiten muss. Deswegen würde ich sagen, wenn es nicht brennt in der Hütte, dann versuch lieber langsam und systematisch abzugeben und das Ganze gründlich zu machen. Spart unglaublich viel Folgeprobleme hintendran.
Ja, das verstehe ich, das ist sehr sehr spannend, weil ich habe das Gefühl, ja, in der Situation bin ich auch. Also ich glaube, diese Auflistung hilft ungemein, wahrscheinlich mal eine Woche irgendwie seine Aufgaben zu tracken, was man so macht und dann in diesen drei Kategorien sozusagen aufzuteilen. Ich glaube, da wird man sehr klar, in was für Aufgaben man da jede Woche sozusagen hängt und wie man das vielleicht irgendwie ein bisschen cleverer macht. Was hältst du denn davon? Das finde ich halt super spannend, das so ein bisschen einzuordnen, weil das hat bei mir das ganze Gerüst so ein bisschen ins Wackeln gebracht. Es gibt zum Beispiel mittlerweile so CEOs und Gründer, einer fällt mir ein, Russell Brunson ist von großen Softwareunternehmen in Amerika zum Beispiel, die machen so Software, da kommen zum Beispiel diese Watts hierher und der ist halt Marketing Genie durch und durch und der hat am Ende das Konstrukt eigentlich so gebaut, dass er mehr oder weniger der Hauptverantwortliche für deren Marketing ist. Genau das, was du gesagt hast, diese Dimension 8 irgendwie, dass er der Botschafter ist für das Unternehmen und hat so alles andere im Unternehmen sozusagen abgegeben. Also alle anderen Aufgaben macht sein Team, Softwareentwicklung, Support. Also was beißt sich das mit deinem Modell? Weil da hinge ich so ganz lange, hing da so, ich habe eigentlich viel zu sehr Lust auch auf Marketing Fachaufgaben. Gleichzeitig will ich aber auch Unternehmer werden, der irgendwie ein Team hat. Und jetzt habe ich da so ein Hybrid Modell gefunden, dass ich halt zu der einen Seite sozusagen relativ viel auch noch fachlich in unserem Marketing mache, weil ich da einfach Freude dran habe, Aber auf der anderen Seite sozusagen habe ich ein Team und eine Partnerin sozusagen, die sich um das Team und die Managementaufgaben etc. Kümmert. Wie würdest du denn so ein Modell, wie vielleicht auch, keine Ahnung, man es bei manchen Amis so sieht oder wahrscheinlich gibt es sowas auch in Deutschland, wie würdest du denn sowas beurteilen? Passt das in das Modell rein oder ist das dann Ausreißer?
Naja, im Prinzip schon, weil letzten Endes, das Ganze ist ein Modell erstmal Und wenn ich mal frage, das ist ja ein gradueller Übergang, wenn ich ganz am Anfang allein, dann muss ich so oder so Fachkraftaufgaben machen, wenn das Unternehmen größer wird, muss ich Unternehmeraufgaben machen. Aber die Frage ist, wie viel Prozent? Und wenn ich jetzt mal so Idealfall nehmen würde, dann glaube ich als Einzelselbstständiger würde ich 30 Prozent etwa Unternehmeraufgaben machen. Davon im Wesentlichen Strategie, Positionierung und Marketing hängt da logischerweise hinten dran. Und persönlich, das sind die zwei Bereiche, auf die ich mich am Anfang konzentrieren würde. Wenn das Unternehmen wächst, ich habe Dann irgendwann mal 20 30 Leute, würde ich in Richtung 70 Prozent Unternehmeraufgaben denken und den Rest aufsplitten zwischen Management und Fachkraftaufgaben. Warum mache ich noch Fachkraftaufgaben? Gehe ich jetzt mal zu meinem eigenen konkreten Fall. Ich gebe ja Seminare für Unternehmer, diese Seminare gebe ich noch zum größeren Teil selbst. Das ist eine Fachkraftaufgabe. Es gibt viele andere Fachkraftaufgaben, was weiß ich, Wir haben Mastermind Gruppen, Unternehmertrainingsgruppen, andere Seminare, die machen Coaches von mir, aber einige Seminare mache ich eben wie gesagt noch selbst. So, das war mir wichtig von Anfang an das zu tun, aus einem ganz einfachen Grund, weil ich brauche, wenn ich die Strategie für das Unternehmen entwickeln will, brauche ich einen unmittelbaren Kundenkontakt und den habe ich bei den Seminaren. Wenn ich jetzt keine Seminare mehr halten würde, würde ich nur noch in meinem Büro rumhocken oder mit meinen Mitarbeitern sprechen, hätte ich keinen Kontakt mehr zu den Kunden und wäre irgendwann unfähig Strategie zu entwickeln. Deswegen habe ich mir von vornherein gesagt, okay, eine bestimmte Menge an Kundenkontakt brauche ich. Und das war damals vor der Gründung von Unternehmercoach, habe ich für mich festgelegt, ich bin maximal 50 Tage pro Jahr bin ich draußen bei Seminaren, Einzelcoachings und so weiter. Und das habe ich alle Jahre, mit Ausnahme von drei Jahren, sage ich gleich was zu, habe ich das auch wirklich eingehalten. Es waren nur maximal 50 Tage. Und damit habe ich einerseits die Fachkraftarbeit, die mir auch unglaublich Spaß macht, Seminare zu halten, weil das sehe ich unmittelbar bei meinen Kunden, was ich bewegt habe, eine unmittelbare Wirksamkeit. Das ist die eine Seite. Und auf der anderen Seite habe ich genügend Zeit und Ressourcen, mein Team zu entwickeln, an der Strategie arbeiten und mein Management Team anzuleiten. Wichtig halte ich nur von Anfang an eine klare Grenze, sich zu setzen und die wirklich einzuhalten. Und das ist bei mir jetzt relativ leicht, weil diese Tage draußen, diese Fachkraftaufgaben, da bin ich ja nicht im Büro. Das heißt Von daher kann ich relativ klar trennen. Das eine ist die Fachkraftarbeit, das ist draußen, das andere ist Management und Unternehmeraufgaben, das ist drin. So, das ist für mich die Unterscheidung.
Verstehe. Aber der Kundenkontakt sozusagen ist das Entscheidende, weil ich bin bei dir. Es gab auch die Phase, wo ich das auch probiert habe. Dann habe ich eben irgendwie jemanden noch für Marketing eingestellt, der das übernehmen sollte. Und dann war ich Was mache ich jetzt? Also ich habe den Bezug total zu den Kunden verloren, was glaube ich einem immer auf die Füße fällt. Und auf der anderen Seite ist irgendwie das, also waren wir, glaube ich nicht groß genug, als dass das irgendwie den Tag ausgefüllt hätte an sozusagen Unternehmeraufgaben. Und ich glaube, deshalb hat das Modell sozusagen damals nicht funktioniert. Was spannend sozusagen wäre, auch noch mal von dreier Brille sozusagen zu hören. Mit den Unternehmeraufgaben hatten wir, mit den Fachkraftaufgaben hatten wir, wie man sozusagen da es irgendwie hinbekommt, das auch in seinen Alltag sozusagen zu integrieren. Ich finde das immer so das Schwierige, dass man irgendwie so von operativen Aufgaben irgendwie auch immer mal wieder gefressen wird und dann der Blocker sozusagen für die Unternehmeraufgaben immer der Erste ist, der irgendwie verschwindet. Hast du da einen Tipp, wie man das in seinen Alltag irgendwie integriert bekommt?
Für mich sind ein paar Punkte, die wichtig sind. Das Erste ist, und das unterschätzen die meisten immer dramatisch und kriege ich alleine hin, aber das Erste ist für mich tatsächlich ein unternehmerisches Umfeld in Form von Mastermind oder bei Seminaren oder Unternehmertrainingsgruppen, was wir eben anbieten. Das ist meines Erachtens nach der Schlüssel. Und zwar nicht nur, dass ich da halt Unternehmer kenne, die lerne ich, wenn ich zur IHK Veranstaltung gehe, lerne ich die auch kennen. Nur dort sind sie alle irgendwie am Vortanzen und ich bin der Größte und da kann ich mich nicht offen austauschen. Das heißt, ich brauche ein Unternehmerumfeld, wo ich mich offen austauschen kann, und zwar mit Unternehmern mit einem hohen Anspruch, die einen dann auch zwischendurch auf die Füße treten und sagen hey, als wir vor einer Woche telefoniert haben, hast du gesagt, du machst XY. Warum ist es nicht passiert und das ist jetzt schon zwei Wochen hintereinander nicht passiert. Das heißt, so eine Unterstützung ist meines Erachtens nach der Schlüssel, weil wir kommen immer wieder als Unternehmer in Situationen, wo wir gestresst, überlastet sind oder sonst irgendwas und dann fallen alle guten Vorsätze in sich zusammen und wir kommen dann erst so typischerweise nach zwei Monaten, schnappen wir wieder nach Luft, kommen nach oben, denken uns, hey, ich wollte ja eigentlich und dann fange ich wieder an. Aber dann sind schon zwei Monate verschwendet worden und das halte ich für einen Fehler. Also für mich wirklich das unternehmerische Umfeld ist wirklich der Schlüsselfaktor. So, dann nächstes ist ein klares Planungssystem. Beispielsweise bei mir sind die Urlaube, die werden als allererstes geplant und zwar bereits für 2027 sind die Urlaube geplant. Das zweite, was ich plane, das ist schwierig so lange voraus zu planen, aber ich versuche es, soweit es möglich ist, Seminare, externe, die ich besuchen werde. Das ist für mich das Zweitwichtigste und dann das drittwichtigste, deswegen muss ich bis 2027 planen, ist halt bei mir die Seminare für mein Kunden, weil wir relativ frühzeitig Hotelverträge und so weiter machen. Aber bevor ich die Seminare für meine Kunden plan, wird erst mein Urlaub geplant und meine Weiterbildung, damit es fix ist, idealerweise, wenn es geht auch schon mit Flugbuchung und allem, damit ich gar nicht erst auf die Idee komme, das wieder zu streichen.
Das ist clever. Also das ist ja auch dieses, keine Ahnung, bei so Kontensystemen gibt es das ja auch immer, dass man erstmal sich selbst bezahlt und dann alle anderen Rechnungen, dass man auch da erstmal den Urlaub bucht und die Weiterbildung bucht und dann sozusagen alle externen Termine irgendwie reinkommen lässt. Der Tipp gefällt mir sehr gut, weil ich habe das Gefühl, ich kann mir vorstellen, viele Unternehmer, dass die wirklich Urlaub machen, ist rar, aber wenn man wirklich mit drei Monaten, sechs Monaten Vorlauf oder so wie bei dir zwei Jahre Vorlauf, da hat man ja sozusagen genug Zeit, das allen zu kommunizieren und darum herum auch alles zu bauen.
Noch einen Punkt würde ich noch ergänzen und zwar, ich glaube mit die Schlüsselfähigkeit bei Unternehmern ist, dass man lernt, Gewohnheiten aufzubauen. Gewohnheiten aufzubauen ist eine Fähigkeit und die haben wir nirgends gelernt. Ich meine, der eine oder andere hat mal ein Buch gelesen, was weiß ich, die Ein Prozent Methode oder die Macht der Gewohnheiten oder wie die alle heißen, dann hat man ein Buch gelesen und die einzige Gewohnheit, die man dann trainiert hat, war ein Buch zu lesen. Also das bringt mich wirklich weiter. Und wenn ich mal anschaue, typischerweise, wie gut können wir Gewohnheiten aufbauen, da gibt es Untersuchungen zu den Neujahrsvorsätzen, dann nehmen sich die Leute immer neue Gewohnheiten vor, Sport, Ernährung, was weiß ich was, Rauchen, aufhören und so. Und wenn man dann Mitte Februar guckt, sind noch 7 Prozent bei ihrem Vorsatz geblieben und die anderen 93 Prozent haben aufgegeben. 7 Prozent, krass, 7 Prozent nach sechs Wochen. Und das ist jetzt natürlich fatal, weil ich habe ja irgendwie, ich habe mir ein Ziel gesetzt, ich habe Energie reingesetzt, ich habe vielleicht was anderes für den Sport, mit dem ich angefangen habe, irgendwie beiseite geschoben. Das heißt, da ging richtig Energie rein, nachher schaffe ich es nicht, bin frustriert und das macht was mit meinem Selbstbild, dass ich mir denke, ich bin eh nicht diszipliniert genug und so weiter. Das heißt, das führt echt in eine Absurdspirale rein. Ich habe jetzt die letzten Jahre auch bei mir selbst intensiv dran gearbeitet, also Gewohnheiten beschäftigen mich eigentlich seit 40 Jahren, aber die letzten Jahre noch mal richtig intensiv und bin mittlerweile, wenn ich mir eine neue Gewohnheit vornehme, bei einer quote von etwa 93, 95 Prozent, was die Umsetzung, also wenn ich was anfange, bin ich sechs Wochen später noch bei 95 Prozent dabei und das Ganze bei etwa 100 Gewohnheiten pro Jahr. Also super effiziente Methode, die man natürlich auch üben und trainieren muss, genauso wie ich was weiß ich, rechnen fange ich an mit 1, 1, 1, 2 und irgendwann mal, wenn ich es lang genug gemacht habe, kann ich auch integralrechn. So ähnlich ist bei Gewohnheiten halt auch. Also das ist jetzt nicht irgendwie durch mal ein Buch lesen oder durch zwei Tage was ausprobieren, sondern das ist ein richtiges Training, das Gewohnheiten aufbauen, aber ab dem Moment ändert sich restlos alles.
Ja, das wäre spannend sozusagen. Sind das bei dir persönliche Routinen und Gewohnheiten oder sind es auch so Unternehmergewohnheiten, die man irgendwie durchführen sollte?
Beides. Also das sind Gewohnheiten, was die Ernährung anbetrifft, Das sind Gewohnheiten in Bezug auf Sport, das sind Gewohnheiten Bezug auf Schlaf und so weiter, als diese ganzen persönlichen Dinge. Es sind aber auch so kleine Gewohnheiten und man darf Gewohnheiten nicht immer so großen Dingen denken, wie Rauchen aufhören oder so die Sau schwierig sind, sondern mach mal ein Beispiel. Man kann morgens als Unternehmer in sein Unternehmen reinkommen, geht in sein Büro, stellt die Tasche dorthin, schaltet den Computer an und liest die E Mails. Ist eine Gewohnheit. Oder ich komme morgens in mein Unternehmen rein, bevor ich unten zur Türe reingehe, bringe ich mich erstmal in einen positiven State. Mit diesem positiven State mache ich erstmal eine Rundwanderung über alle Mitarbeiter und spreche mit ihnen kurz ein persönliches Gespräch. Auf einmal fängt der Tag ganz anders an. Wenn ich die Rundwanderung fertig habe, gehe ich in mein Büro und setze mich an meine Tagesziele und guck um was geht es heute überhaupt, was will ich eigentlich machen? Und dann fange ich an mit dem Wichtigsten zu arbeiten und erst roundabout mittags gucke ich mal, was wollen die anderen denn eigentlich von mir und gucke in meine E Mail. Geht natürlich nicht, wenn ich noch viel Fachkraftaufgaben habe. Wenn dann ein Kunde irgendwie, dann muss ich reagieren, muss ich früher reingucken. Ich würde aber trotzdem bis zu dem anschauen und fokussieren auf die Ziele, würde ich das in jedem Fall machen. Dann kann ich danach noch mal E Mail gucken, aber dann trotzdem an den Zielen dranbleiben.
Das ist spannend, dass du das sagst, weil auch gerade in dem Ernährungsbereich und Fitnessbereich, keine Ahnung, ich habe in den letzten zwölf Monaten irgendwie 10 Kilo sozusagen verloren. Und das Spannende daran war, dass es auch nur ein ändern der Gewohnheiten war. Also radikal, aber auch die Fitnesstrainer. Ich glaube, die Guten sagen das halt auch, dass es alle wissen, wie man sich gesund ernährt. Jeder weiß, dass er Sport machen muss. Aber das in seinen Alltag zu bekommen und wie du sagst, dann auch innerhalb von 60 Tagen dann auch noch zu machen, ich glaube, das ist das Schwierige. Hast du Lust ein bisschen zu erzählen, wie du an sowas rangehst, wenn du sozusagen sowas implementieren willst?
Kann ich gleich machen. Ich würde aber gerne noch zu dem Fitness Ding was ergänzen. Ich war mal Gesundheitsseminar in den USA, es ging morgens um neun los, Dann kam der Seminarleiter auf die Bühne, Leute, schreibt mal drei Dinge auf, von denen ihr wisst, ihr solltet sie tun, um gesünder zu leben. Drei Sachen aufgeschrieben. Dann sagt er, okay, jetzt schreibt mal noch drei Dinge auf, von denen ihr wisst, ihr solltet sie lassen, um gesünder zu leben. Auch alle drei Dinge aufgeschrieben. Als alle aufgeschrieben hatten, sagte der so, jetzt ist das Seminar zu Ende, ging von der Bühne und war eine Viertelstunde nicht mehr zu sehen In dem Moment setzt echt einen Denkprozess ein, weil wissen tun wir das echt alle. Es geht wirklich nur um das Umsetzen und um diese Methodik und um nichts sonst. Also von daher, das ist wirklich waren Augenöffner. So jetzt wie mache ich das? Für mich gibt es eine zentrale Gewohnheit und die ist der Schlüssel für alles. Ist auch in dem neuesten Buch die Schwarzgurtunternehmer beschrieben. Das ist die sogenannte Master Gewohnheit. Master Gewohnheit, wenn ja mal überlegt so als Kind hattet ihr öfter mal so Situationen, so gute Fee und du hast jetzt drei Wünsche frei, welche Wünsche wären das? Und das gewitzte Kind hat dann zwei Wünsche losgeworfen und der dritte war noch drei Wünsche. So und dieser dritte Wunsch ist sozusagen die Mastergewohnheit oder der Masterwunsch. Und entsprechend gibt es eine Mastergewohnheit, die heißt letzten Endes die Gewohnheit, jeden Tag an seinen Gewohnheiten zu arbeiten. Also wenn ich jetzt mit einer Gewohnheit anfangen will, beispielsweise sage ich mir, ich will ab morgen Sport machen, so nächsten Tag stehe ich auf, mach alles Mögliche, was ich sonst mache. Abends stelle ich fest, oh scheiße, hab keinen Sport gemacht. So an dieser Stelle gehe ich jetzt mit der Master Gewohnheit her und überleg mir, warum habe ich vielleicht keinen Sport gemacht. Dann komme ich drauf, es war zu unspezifisch, weil Sport machen, was ist das? Ist es irgendwie Krafttraining? Ist es Laufen? Ist es Kampfsport? Keine Ahnung, war nicht definiert. So, also sage ich mir am nächsten Tag, am nächsten Morgen werde ich um 6 Uhr morgens eine Stunde laufen gehen. Das ist jetzt schon mal spezifisch. Nächsten Morgen, ich wach auf, denke mir, oh ne, ich habe keine Lust. Abends setze ich mich wieder zur Mastergewohnheit hin und denke mir, okay, was könnte ich an der Gewohnheit verändern, damit ich Lust drauf hab. Naja, denke ich drüber nach. Also ich hatte keine Lust, weil mir das zu viel erschien, eine Stunde laufen zu gehen. Eine. Also definiere ich die Gewohnheit um sie heißt jetzt morgen früh um 6 Uhr 5 Minuten laufen gehen. So, nächsten Morgen 6 Uhr, ich denke, okay, 5 Minuten kriege ich hin, gehe in die Schuhe, lauf 5 Minuten, bin beim 5 Minuten laufen dabei, denke mir, jetzt bin ich sowieso schon unterwegs und laufe noch 10 Minuten mehr, Viertelstunde, komme zurück, passt. Am Abend wird dann erstmal gefeiert, weil die Gewohnheit funktioniert hat. Das geht so zwei, drei Tage. Dann wache ich morgens um sechs auf, guck raus, scheiße es regnet und wieder nichts mit der Gewohnheit. So, abends setze ich mich wieder hin und überleg mir, was könnte ich tun, damit ich trotzdem laufen gehe. Auch dann, wenn es regnet, könnte man drüber nachdenken. Bestellt ihr irgendwelche Klamotten bei Amazon, könnte man drüber nachdenken. Die Gewohnheit wird vielleicht noch ein bisschen kleiner, nämlich nicht fünf Minuten laufen gehen, sondern die Gewohnheit heiß, Sportklamotten anziehen reicht. Und normalerweise, wenn ich die Sportklamotten angezogen habe, denke ich mir, jetzt kann ich auch rausgehen. So, nächster Morgen wache ich auf, regnet immer noch, Sportklamotten liegen nebendran. Ach nee, habe ich keine Lust, die anzuziehen, weil ich gehe ja eh nicht laufen. So, abends setze ich mich wieder hin und überlege mir, was kann ich optimieren. Okay, was könnte ich optimieren? Ich könnte die Sportklamotten anziehen, bevor ich jetzt Bett gehe. Also ziehe ich am Abend die Sportklamotten an, gehe in den Sportklamotten schlafen. Nächsten Morgen wache ich auf, es regnet. Ich denke mir, Sportklamotten, bis ich die jetzt gewechselt habe, kann ich auch noch Laufen gehen. Lauf 5 Minuten, weil ich muss ja nur 5 Minuten laufen gehen. Und so optimiere ich nach und nach die Routine immer weiter, bis ich wirklich in einen Rhythmus reingekommen bin, wo ich das jeden Tag mache. Und ich versuche so leicht und einfach wie möglich zu machen. Ich versuche mir Gedanken zu machen, wie komme ich bei der Tätigkeit in den Flow, was könnte mich daran hindern und schafft dann Lösungen eben wie beispielsweise Sportklamotten anziehen oder bei was weiß ich, wenn ich weniger Klotze gucken will, dann wird halt die Fernbedienung in Keller gebracht und dort in einer Waschmaschine versteckt, weil abends, wenn ich zu Hause bin, jetzt noch mal runter gehen, kein Bock. Also all solche Maßnahmen, die mir helfen, diese Gewohnheiten aufzubauen. Und das passiert in der Master Gewohnheit und was ich da alles mache machen kann, da haben wir auch, also im Buch, das sind so, ich würde sagen, fünf bis sieben Punkte drin, so Methoden, wo man lesen kann. Es gibt aber auch einen Kurs von uns Meister deiner Gewohnheiten 90 Tage lang, wo man dann praktisch 90 solche Elemente lernt, wie ich meine Gewohnheiten optimieren kann. Und wenn ich das trainiere, dann komme ich halt irgendwann mal auf die 93, 95 Prozent Erfolgsquote.
Das ist cool zu hören, weil ich habe das Gefühl, viele Leute gehen dann einmal joggen eine Stunde, super anstrengend und dann nie wieder. Aber dieses Iterative sozusagen auch bei diesen Sachen einzubauen und immer mehr ein Gefühl auch für sich selbst zu bekommen. Ich habe das auch mal probiert, habe irgendwie morgens Krafttraining gemacht, war völlig erschöpft, konnte gar nicht mehr arbeiten und dann habe ich erstmal eine Zeit wieder gar keinen Sport gemacht. Und da ja, wie du beschrieben hast, eigentlich ein super, super hilfreicher Prozess, nach und nach dahin zu kommen, welches Level man selbst irgendwie fahren kann und für einen gesund ist und dass man nicht völlig fertig ist. Was mich interessieren würde, so Schwarzgurt Unternehmer ist ja glaube ich auch das Werk sozusagen, was du zuletzt veröffentlicht hast. Was für dich macht so ein Schwarzgurt Unternehmer sozusagen aus, wenn du ihn beschreiben würdest? Gibt so, hast du so eine Person im Kopf, gibt es so Bereiche, die man gemeistert haben muss? Das ist wahrscheinlich dann auch so ein bisschen der Inhalt des Buches. Das würde mich interessieren, wie du den so charakterisiert.
Die meisten denken bei Schwarzgurtunternehmer wahrscheinlich erstmal an ganz viel Kohle verdienen und was weiß ich, Ferrari, Rolex und so weiter. Das ist es nun gerade nicht, wenn ich es erstmal abstrakt formulieren soll. Ich mache dann gleich noch ein konkretes Beispiel. Ein Schwarzgurtunternehmer ist für mich einer, der in jeder Situation aus einer inneren Ruhe raus agiert, was ich also nicht aus der Ruhe bringen lässt. Der in seinem Unternehmen, das klingt jetzt vielleicht ein Spirit, bisschen spirituell, ich erkläre es auch gleich auf, in seinem Unternehmen seine Seele zum Ausdruck bringt, damit das Leben seiner Mitarbeiter und Kunden bereichert. Und weil er das tut, wird er in Folge auch wirtschaftlich erfolgreich. Wirtschaftlich erfolgreich werden, ist nicht das Ziel, sondern die Folge sozusagen. Das ist für mich jetzt erstmal das Bild eines Schwarzgurtunternehmers. Jetzt mache ich es ein bisschen konkreter. Ich spring mal zurück an den Wann war es? 11. März oder 9. März 2020 Muss es gewesen sein. Mein Mitgesellschafter, der Andreas Müller und guter Freund, der macht in seinem Unternehmen Messen für Luxustourismus. So, wir erinnern uns zurück, da ging dann gerade Corona los und der hatte eine große Messe in Wien geplant mit ich weiß nicht, Million oder sowas an Kosten vorneweg und dann hat also in zwei Tagen hätte die gestartet und dann hat der Kanzler kurz damals in Österreich halt gesagt, okay, jetzt ist Corona, es finden keine Großveranstaltungen mehr statt. Das heißt, ihm brach sozusagen das Business, auf das er sich vorbereitet hat, wo unglaublich viel Kohle reingebrochen ist, reingeflossen ist, innerhalb von Minuten zusammen. Das heißt, er hat mehrere Millionen Umsatz vorgemacht und nach dieser Ankündigung war klar, okay, jetzt sind 0 Millionen und hatte damals 40 Mitarbeiter oder so in der Größenordnung. Und ich glaube, die meisten Unternehmer wären in der Situation so kurz vor der Schnappatmung gewesen oder der Puls wäre jedenfalls etwas höher gewesen als normal. Ich habe etwa eine Stunde, nachdem der Andreas das mitbekommen hat, habe ich mit ihm telefoniert und sein erster Satz zu mir Weißt du, Steffi, ich freue mich richtig auf die Zeit, die jetzt kommt, weil ich jetzt endlich das so richtig mal anwenden kann, was ich bei Unternehmer Coach alles gelernt habe. Also der hat sich wirklich gefreut auf die Zeit, langweilig war und was hat er dann gemacht? Natürlich musste er schauen, wie kriege ich das mit den Kosten hin und Kurzarbeit und die ganzen Themen. Aber vor allen Dingen hat er sich gefragt, okay, das betrifft jetzt nicht nur uns, sondern auch unsere Kunden. Die ganzen Hotels, die haben ja auch keine Kunden mehr, hat sich dann gefragt, wie kann ich dieser Branche helfen? Und das war seine Aufgabe die nächsten Monate, dass er sich Gedanken gemacht Wie kann ich meiner Branche helfen? Also nicht scheiße, wie kriege ich meinen Arsch gerettet, sondern wie kann ich anderen helfen? Wie kann ich meinen Mitarbeitern helfen? Wie kann ich meinen Kunden helfen? Führte dann dazu, dass die Kunden dann, als es dann wieder losging, so dankbar waren, dass sie massenhaft bei ihm bestellt haben. Das heißt, finanziell ging es dramatisch noch oben und Ende 21 ist er mit Awards aus der ganzen Branche überschüttet worden, weil er seinen Kunden so geholfen hat. Das ist dann die Folge hinten dran. Da hat er nicht am Anfang dran gedacht an irgendwelche Awards, weil was will ich mit irgendwelchen Awards? Kann ich eine Wand hängen? Ist schön. Er wollte den Menschen wirklich helfen. Und das ist für mich die Grundhaltung vom Schwarzgurt Unternehmer. Und aus dieser Haltung der inneren Ruhe raus agieren zu können, erfordert natürlich ein unglaubliches Training. Das geht nicht von jetzt auf gleich, genauso wie im Kampfsport, um da wirklich gut zu sein, braucht halt auch ein gewisses Training. Und deswegen kam diese Idee mit dem Schwarzgurtunternehmer zusammen.
Verstehe. Ja, das ist glaube ich in so einer Situation dann irgendwie, wie er also einen guten Frame auch genommen hat, so ja, jetzt kann ich endlich alles anwenden und jetzt kann ich das Ganze benutzen. Und das ist auch das, was ich sozusagen sehr bei dir sozusagen respektiere, dieses hohe Level an Kundenorientierung, was glaube ich auch nicht selbstverständlich ist. Und gleichzeitig gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass viele gar nicht so sehr mit Kundenfokussierung strugglen, sondern eher so mit Positionierung. Hast du da, da würde ich unglaublich gerne deinen Take mal hören, weil ich habe das Gefühl, viele Leute sitzen immer so gerne am Schreibtisch und überlegen sich irgendwas. Und gerade in unserem Fall sozusagen ist es so, dass die meisten Gründer, auch Unternehmer, mit denen wir zusammenarbeiten, die auch mit LinkedIn irgendwie als Lead Kanal anfangen wollen, meistens nur Empfehlungen und Netzwerk kennen und daher meistens blank sind, was Positionierung angeht, weil sie nie darauf angewiesen angewiesen waren. Hast du irgendwie ein paar Gedanken dazu.
Wie man eine richtige Positionierung Zurück zur Gründung von Unternehmercoach. Ich hatte ja mein Softwareunternehmen und dann kamen befreundete Unternehmer zu mir und Kannst du mir helfen? Zu diesem Zeitpunkt hatte ich überhaupt noch nicht die Idee und die Vorstellung, ich könnte jemals so was wie Unternehmercoach machen. Das heißt, das Ganze begann mit einem unmittelbaren, direkten, in Anführungszeichen Kundenkontakt. Sie waren insofern keine Kunden, weil sie Freunde waren und mir kein Geld bezahlt haben am Anfang, aber es waren die zukünftigen Kunden sozusagen von Unternehmercoach. Und dann habe ich gelernt, was brauchen die? Ich habe gelernt, was von dem, was ich für mein eigenes Unternehmen gelernt und umgesetzt habe, lässt sich transferieren, was nicht. Und nachdem dann immer mehr und mehr kamen, habe ich dann irgendwann mal angefangen Geld zu nehmen, habe noch mehr gelernt. Und also das heißt, die Strategie ist sozusagen immer im direkten Kundenkontakt entstanden. Und wenn ich die weitere Geschichte von Unternehmer Coach angucke, immer dann, wenn ich das gemacht habe, also beispielsweise habe ich angefangen mit dem Buch Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer, wo es um die Unternehmerrolle und so weiter ging und dann ein Seminar dazu und dann waren dort Kunden da und hinterher sagten sie so, jetzt habe ich das mit der Rolle und der Arbeitszeit und so weiter alles hingekriegt, aber ich brauche noch mehr zur Strategie, Kannst nicht auch was zur Strategie machen? Okay, habe ich ein Strategieseminar gemacht. Dann kamen die wieder und Hey, jetzt habe ich Strategie raus, aber ich kriege mein Team nicht mitgenommen, kann es nicht auch noch was zur Führung machen? Dann ist ein Führungsseminar entstanden. Also immer dann, wenn ich sozusagen aus dem Bedarf meiner Kunden raus neues Produkt entwickelt habe, hat es super funktioniert. Immer dann, wenn ich irgendeine Idee hatte, wo ich dachte, hey, das wäre cool, wenn man das machen ohne die Kunden zu fragen, war das ein riesiger Schuss in Ofen. Also nicht von außen unmittelbar. Also ich hatte zum Beispiel 2012 die Idee, ich hole Richard Prenson zu einer Veranstaltung nach Deutschland, habe ich dann auch gemacht, da hätten 3000 Leute hinkommen sollen, damit sich das Ganze alles wirtschaftlich rechnet. War nachher doch nur 1300, also für die 1300 die da waren, war es ein geiles Event. Auf meinem Konto stand halt irgendwie ein Minus von einer halben Million. Das war nicht so geil. Gut, ich im Gegensatz zu meiner ersten Insolvenz, hatte ich sie da zu diesem Zeitpunkt, dann ist es nicht so dramatisch. Aber das war halt einfach nicht meinen Kunden zuhören und denken, hey, das wäre cool, wenn der Richard Brenz nach Deutschland kommt und dass das ging halt einfach nach hinten los.
Ja, das glaube ich auch. Spannend, dass du das sagst, weil am Ende wirklich auf seine Kunden zu hören und zu gucken, wo Bedarf ist, ist halt die einfachste Form, sich glaube ich, auch zu positionieren und Angebote zu erschaffen, statt irgendwie eine Idee, die man selber hat, was weiß ich, Richard Branson nach Deutschland zu holen und ein riesen Event zu machen. Ja, haben wahrscheinlich nicht hunderte danach gefragt und schon hat man dann am Ende die Quittung dafür.
Genau.
Was empfiehlst du denn? Und das wird mich auch neugierig machen, was dich motiviert hat, mit LinkedIn loszulegen und was auch heute sozusagen vielleicht Unternehmern so als Marketing Maßnahmen empfiehlst, ist natürlich immer nicht so allgemein gültig. Aber vielleicht auch da würde ich gerne deine Perspektive mal hören zu.
Also ich würde mit der Marketingmaßnahme, ich würde zu Beginn immer mit dem unmittelbaren Kontakt beginnen, also wirklich direkt mit dem Kunden sprechen, irgendwo dahin gehen, wo die Kunden sind, sie kennenlernen, auch wenn man sich vielleicht nicht traut, am Anfang trotzdem rauszugehen, weil der Austausch ist einfach auf einer ganz anderen Ebene als auf Social Media. Da ist halt unglaublich viel Show dabei an der Stelle, also diesen unmittelbaren Kontakt. Damit fängt es an. Wenn ich dann weiß, was die Leute wollen, dann kann ich langsam auf LinkedIn anfangen, da auch noch mehr Leute zu finden sozusagen. Was hat mich dazu getrieben, auf LinkedIn zu gehen? Kann ich auch ein Stück zurückgehen. Ich hab bisher vor, wann war es, Mai letzten Jahres, würde ich sagen, hatte ich so die Grundhaltung, die mit Abstand dümmste und unnötigste Erfindung des 21. Jahrhunderts. Also wenn man eine Erfindung des 21. JahRhunderts streichen könnte, ist es Social Media, weil nur Show, nur Ablenkung, also alles Gegenteil von guten Gewohnheiten, nur Radikalisierung, weil die Dinge, die halt extrem sind, stärker ausgespielt werden, weil sie Leute emotional stärker triggern und so weiter. Und ich hatte überhaupt keinen Bock zu so das war und meine Welt war die Welt der Bücher. Also ich habe Expertenpositionierung über Bücher gemacht und das hat herausragend funktioniert, funktioniert auch heute noch ganz gut, allerdings nicht mehr so gut, wie es ganz zu Beginn funktioniert hat, weil 2008, wenn du da Experte werden wolltest, wolltest, da hast du halt zwingend ein Buch geschrieben. Heute positionieren sich ganz viele Experten über Social Media. Diesen Bereich habe ich stark vernachlässigt gehabt und das hat sich dann ein Stück weit in den Verkaufszahlen der Bücher niedergeschlagen. Und an dieser Stelle war für mich klar, okay, um die Menschen überhaupt erstmal zu meinen Büchern zu bringen, muss ich auf Social media in Podcasts, YouTube und so weiter einfach präsenter sein. Das heißt, es war eine reine Notwendigkeit an der Stelle. Und am Anfang bin ich auch sehr stark und sehr intensiv eingestiegen und jetzt in letzter Zeit habe ich dann wieder einen Schritt zurückgemacht. Ich meine, ich muss auch dazu sagen, ich habe ein Team, das mich die ganze Zeit bei Social Media unterstützt, aber es war unglaublich wichtig mal zu verstehen und zu erleben, wie Social Media funktioniert, Weil davor, es gab zwar Stefan Merath, facebook und und LinkedIn Account, aber ich hatte noch nicht mal das Login dafür. Also ich wusste gar nicht, was da passiert. Und da einfach mal zu spüren, was da passiert, ist schon wichtig, um mit LinkedIn gut arbeiten zu können. Aber dann muss man auch nicht mehr alles selbst machen.
Hat sich dein Blick darauf geändert auf Social Media?
Ja und nein. Also ich würde sagen, es ist ein Umkehr gutes und wichtiges Marketing Tool. Man lernt auch durchaus interessante Leute kennen, die man sonst nicht kennengelernt hätte. Das ist so die Positivseite. Auf der anderen Seite, ich glaube, da ist unglaublich viel Gequatsche. Es ist permanent der eine kopiert vom nächsten. Also es ist irgendwann langweilig. Und heutzutage, wenn ich mir überlege, ich bin acht Stunden auf Social Media oder ich investiere acht Stunden in ein gutes Buch, ist die Antwort, ich investiere acht Stunden in gutes Buch, habe ich letzten Endes mehr davon. Und dann die Betrachtungsweise, was die Radikalisierung und die Extrempositionen anbetrifft, die sehe ich auch extrem kritisch. Und ich glaube, das hat auch zur Folge, dass in der ganzen westlichen Welt halt die Gesellschaft so auseinanderdriften und halte ich für sehr problematisch. Ich meine gut, es gibt eine Lösung, die halte ich nicht für viel besser in China. Man macht einfach zentral Zensur, dann habe ich das Problem nicht, dass er alle auseinanderdriften aber habe ich halt ein anderes Problem. Von daher nicht nicht cool.
Ja, ne, das stimmt schon auch, keine Ahnung, damit in den letzten Jahren irgendwie aufgewachsen zu sein und das halt wirklich wie so ein Riesensturm, in den man sich irgendwie begibt. Man muss immer wissen, was man will und dann schnellstmöglich wieder rausgehen. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich auch sehr nur noch als Produzent eigentlich auftrete und gar nicht als Konsument. Also keine Ahnung, ich erwische mich selten, dass ich durch den Link in FE scrolle oder so, weil keine Ahnung, wie du sagst, interessiert mich meistens nicht wahnsinnig, was da passiert. Und gleichzeitig ist die Gefahr, dass man plötzlich dann irgendwie eine halbe Stunde wieder irgendwo verschwunden ist, wo man gar nicht landen wollte.
Groß eine krasse Nummer. Es gibt Untersuchungen dazu. Also ich meine, diese ganzen Social Media Plattformen, die sind ja darauf angewiesen, weil sie ihr Geld nicht von uns kriegen, sondern von den Werbetreibenden, sind sie darauf angewiesen, dass die Leute so lange wie möglich drauf bleiben. So und damit haben wir die letzten 10, 15 Jahre dran gearbeitet. Wie bleiben die Leute länger drauf? Und gerade bei dem Feed, wo ich praktisch ein endloses Scrollen habe, was es früher gar nicht gab im Internet, da war eine Seite irgendwann zu Ende und fertig. Und dieses endlose Scrollen führt zu einer durchschnittlich höheren Verweildauer von 50 Prozent. 50 Prozent. Diese eine scheiß Funktion. Und das muss man sich mal bewusst machen. Und es gibt noch eine ganze Reihe anderer Funktionen, die zu ähnlichen Quoten führen. Das heißt, die arbeiten bewusst gegen uns als Nutzer, um uns da reinzuziehen, was wir eigentlich gar nicht wollen. Und Funktionen, die wir wollen würden, wie zum Beispiel, ich fände es bei LinkedIn ziemlich cool, wenn ich irgendwie Lust habe, abends wegzugehen, habe noch nichts geplant, da gucken zu können, welche meiner Freunde oder Kontakte sind eigentlich gerade in der Nähe und dann versuche ich mich live mit denen zu verabreden. Das wäre eine coole Funktion. Wer innerhalb eines Tages rein programmiert, machen die aber nicht, weil dann bin ich ja nicht mehr auf LinkedIn, sondern live mit irgendjemand am Essen und das wollen die ja nicht. Also von daher, die programmieren in gewissem Sinne bewusst gegen die Nutzer, um eben mehr Werbeeinnahmen zu erzielen.
Stimmt, das ist ein Dilemma, ja, das ist wirklich ein Dilemma, was sie haben, aber am Ende sitzen dir Milliarden Konzerne gegenüber, die da verdammt smarte Leute sitzen haben, die dafür sorgen, dass du noch länger sozusagen auf der Plattform bist. Und es ist auch immer spannend, wie raus radikal da getestet wird. Also zum Beispiel in den letzten Monaten war LinkedIn Videos sozusagen Feature auf der Plattform, wo sie geguckt haben, ob da was ist oder nicht. Andere Plattformen haben ja super Viel Erfolg damit, TikTok und so und drei Monate später ist der Feed plötzlich wieder weg, einfach runtergeschmissen, hat wahrscheinlich nicht zur durchschnittlichen Verweildauer auf der Plattform beigetragen. Zack ist das Feature wieder weg und alle Leute, die jetzt irgendwie groß investiert haben in Videos, gucken alle in die Röhre, weil sie denken so Mist, jetzt funktioniert das alles nicht mehr. Hast du, was mich persönlich sozusagen auch in unserem Fall irgendwie super interessieren würde, hast du ein Modell im Kopf, sozusagen so ein Phasenmodell von keine Ahnung, 0 bis 5 Mitarbeiter, 5 bis 10 Mitarbeiter, 10 bis 30 Mitarbeiter. Gibt es da was? Bist du da mal über was sozusagen gestolpert, dass so Phasen gibt nach auch Unternehmensgröße, was so die gängigen Herausforderungen sind?
Das ist mehr oder ist das schwierig zu eindimensional tatsächlich, weil da kommen Faktoren dazu, wie in welcher Branche bin ich jetzt unterwegs? Also jetzt mal angenommen, ich habe ein Softwareunternehmen, dann wenn ich fünf Mitarbeiter habe, habe ich in der Regel fünf Softwareentwickler und ich als Unternehmer schreib die Rechnungen und mache den Verkauf. Das heißt, ich habe letzten Endes fünf produktive Leute. Wenn ich jetzt wiederum eine Arztpraxis habe oder so ein medizinisches Versorgungszentrum, kleines, dann bin ich als Arzt der einzige, der fakturierbar ist und aussenrum springen drei, vier Arzthelferinnen, die aber kein Geld verdienen in dem Sinne, weil die kann ich ja den Kunden nicht abrechnen. Diese beiden Arten von Unternehmen muss ich komplett anders behandeln. Das heißt, es gibt kein so ein Standardmodell.
Ja, okay, das ist spannend zu hören, weil da hast du absolut recht, dass es immer je nach Branche sozusagen abhängig ist. Was mich interessieren würde, ist deinen Blick auf das Thema, also da auch noch mal keine Ahnung, wir haben uns selbst vor wahrscheinlich schon einem Jahr oder so sehr gezwungen, eigentlich jede Woche damit zu Arbeiten es sehr in unsere Workflows und in Alltag zu integrieren. Auf der einen Seite freue ich mich immens darüber, nehmen wir simple Sachen wie, keine Ahnung, diese Woche rollt so Sachen aus wie Bilderstellung wird Einfacher, sowas wie YouTube Thumbnails oder Bilder für Werbeanzeigen sind jetzt plötzlich nur noch drei Klicks sozusagen. Es haben alles Freelancer oder Mitarbeiter gemacht. Wie beobachtest du das? Also wie vielleicht auch geht man unternehmerisch da dran, weil ich habe das Gefühl, man muss so reinspringen, um zu verstehen, was damit möglich ist. Gleichzeitig wäre es spannend zu sehen, wie du diesen Blick darauf hast.
Also ich hab, das war ja Ende 22, Ende 22 kam ChatGPT raus. Wir haben dann Anfang 23 haben wir als erstes mal einen Teamtag gemacht, einen ganz ganzen Teamtag nur zur KI. So und im Vorfeld war mir völlig klar, das wird ziemlichen Durchbruch geben, das wird alles umwälzen. Also wirklich jedes Geschäftsmodell, auch die, die im Augenblick glauben, sie sind noch nicht betroffen, sie sind betroffen, sie wissen es nur noch nicht. Also es wird alles umwälzen. So und dann war mir klar, weil es so schnell sich entwickeln wird, bin ich gar nicht in der Lage als Unternehmer allein mich mit dem Thema zu beschäftigen und sozusagen so von oben runter eine Strategie für mein Unternehmen zu entwickeln. Deswegen haben wir damals beschlossen, dass jeder Mitarbeiter 5 bis 10 Prozent seiner Arbeitszeit für den Einsatz von und Versuche und Testen von KI irgendwie nutzen kann. Und das hat am Anfang noch nicht so richtig funktioniert. Dann haben wir irgendwann zusätzlich eingeführt, dass jeder bei einem Monat muss halt eine Optimierungsmöglichkeit mitbringen, wo er seinen Arbeitsplatz mit KI optimiert. Das heißt, da war ein bisschen Druck dahinter, wirklich dann Ergebnis zu bringen. Ab dem Moment hat es dann deutlich besser funktioniert Und jetzt sind wir in einem Zustand, dass eigentlich jeder bei uns im Unternehmen mit KI arbeitet, egal wer auch immer das ist. Ich weiß ehrlicherweise nicht, was die im Einzelnen machen, weil die kennen ihren Arbeitsplatz viel besser als ich. Das heißt, das war wirklich Richtung Selbstorganisation und Selbstermächtigung gedacht. Und ich glaube, anders lässt sich das mit KI auch gar nicht anwenden. Das ist sozusagen intern, was die Arbeitsweise anbetrifft. Ich glaube, es gibt noch eine andere Dimension. Und die andere Dimension ist, was betrifft denn die Leistungen gegenüber Kunden? Was passiert denn da? Und da hatte ich ja vor von diesem Gebrauch Gewohnheiten Kurs erzählt, den haben wir 23 aufgenommen und 23 war auch so Chat GPT gerade am Anfang. Und dann dachte ich, Mensch, für diese Master Gewohnheit, von der ich vorgesprochen habe, wenn es da ein KI Tool geben würde, das mir hilft bei der Mastergewohnheit, dass ich die optimieren kann, das wäre ja richtig cool. Und dann haben wir einfach als Test gestartet einen Kanal Chatbot spezialisiert auf die Optimierung der Mastergewohnheit, wo wir das ganze Know how von uns reingegeben haben. Und das ist jetzt Teil von diesem Gewohnheitenkurs. Das heißt, wenn ich nicht weiß, was mache ich denn jetzt bei der Mastergewohnheit oder wie kann ich das mit dem Sport morgens optimieren, dann sage ich dem halt kurz, okay, ich habe bislang das und das und das gemacht, was könnte ich jetzt als nächsten Schritt tun? Dann kriege ich das Feedback, muss ich nicht mehr nachdenken und kann so selber meine Gewohnheiten optimieren. Also das haben wir zum Beispiel gemacht und ich glaube, da wird noch viel, viel mehr an der Stelle passieren, Wobei ich ehrlicherweise im Coaching Bereich, ich schau natürlich schon und auch mein Team schaut, was machen die Wettbewerber Und klar, es gibt irgendwelche Chatbots und so weiter, was sie anbieten, aber wirklich was, wo man sagen kann, da steckt auch ein Businessmodell dahinter, wo dann praktisch praktisch Umsätze mit verknüpft sind, habe ich bislang noch nicht wirklich gesehen. Also bislang sind es halt so Add ons wie bei uns Gewohnheiten Kurs und dann gibt es ein kostenloses Add on, den KI Chatbot dazu, aber ein eigenes Businessmodell fehlt mir bislang noch und da bin ich gespannt, was noch kommen wird.
Ja, das stimmt. Es sind so inkrementelle Verbesserungen irgendwie. Also ja, aber ganze Geschäftsmodelle, da bin ich bei dir, das fehlt noch ein bisschen. Es kommen so langsam Tools raus, die das auch irgendwie zum Großteil integrieren, aber da bin ich absolut bei dir. Aber das über sein Team sozusagen und die auch so ein bisschen in die Verantwortung zu nehmen, einmal pro Monat irgendwie vorzustellen, wie sie ihren Bereich sozusagen optimiert haben, das ist ein cooler Gedanke, weil so glaube ich, nimmt es wahrscheinlich auch so ein bisschen die Berührungsängste, sich damit auseinanderzusetzen und gleichzeitig schafft es auch diesen Rahmen so ja, zeig mal ein bisschen, was du damit gemacht hast, weil ich glaube für den einzelnen Mitarbeiter ja auch, dass ein bisschen Luft am Ende schafft und man vielleicht auch irgendwie nervige, wiederholende Aufgaben irgendwie dadurch auch loswerden kann und sich das Leben leichter machen kann.
Wichtig ist allerdings, das klappt nur, wenn ich eine ziemlich gute Kultur im Unternehmen habe, wo also wirklich das Team eh schon experimentierfreudig ist, wo das Team eh schon zusammenarbeitet und so weiter. Und das hatten wir glücklicherweise schon. Also wir haben jetzt auch letztes Jahr bei Great Place to Work mitgemacht, diesen Wettbewerb und haben jetzt gerade vor kurzem dann die Platzierung gekriegt. Also wir sind dreimal gleich ausgezeichnet worden, einmal als drittbeste Arbeitgeber im Bereich Consulting, viertbester im Bereich kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland und dann kriegt man jetzt noch eins, da haben wir noch die Platzierung als bester Arbeitgeber in Baden Württemberg noch. Und mit so einem Team ist es natürlich vergleichsweise einfach solche Neuerungen und Experimente umzusetzen. Wenn ich mir so das normale Team in den meisten Unternehmen, das sind dann irgendwie, sagen wir mal bei 20 Leuten sind zwei, drei hoch motiviert, dann vielleicht 12 bis 15, die machen noch irgendwie mit und die anderen haben innerlich gekündigt. In so einem Team sowas umzusetzen ist natürlich verflucht schwer. Also ich muss immer gleichzeitig an der Kultur arbeiten, Das ist nicht nur ein technisches Problem.
Wie groß ist denn dein Team eigentlich?
Wir sind intern jetzt aktuell 18 Mitarbeiter und dann sind noch freie externe Coaches, Das sind derzeit 27 und die Coaches bei uns sind alles selbst Unternehmer, also nicht irgendwelche angestellten Coaches. Unsere Kunden sind ja auch nur Unternehmer und wenn der Unternehmer jetzt mit dem angestellten Coach sprechen sollte, der nie selbst Unternehmer war, dass ist immer ein bisschen problematisch. Sie haben alle mindestens zehn Jahre Unternehmererfahrung und die meisten sind früher Kunden von mir gewesen. Das heißt, die sind einmal sozusagen selbst durch und haben für sich erlebt, dass es wirklich zum Erfolg führt und haben das für sich umgesetzt und ihre Motivation ist jetzt das an andere weiterzugeben, was spannend wäre sozusagen.
Es ist ja wahrscheinlich auch eine Unternehmensgröße, die sich in den letzten Jahren irgendwie dann entwickelt hat, auf der ihr sozusagen unterwegs seid. Gibt es da also gibt es da keine Ahnung. Hast du manchmal so Gedanken wie was also würde es sich lohnen, das Ganze noch mal zu versuchen zu verdoppeln oder so? Also hast du solche Gedanken? Juckt es ein oder was sind die Dimensionen, auf die du sozusagen optimiert hast?
Hatte mal irgendwie finanzielle Gedanken. Das ist lange her. Es war logischerweise direkt nach der Insolvenz. Da hat man finanziell finanzielle Gedanken. Heute interessiert mich das 0,0 gar nicht. Also was mich interessiert ist erstens, wie baue ich eine Teamflow Kultur im Unternehmen auf, wo alle Mitarbeiter begeistert von dem sind, was wir machen und unseren Kunden helfen wollen Und wie kann ich unseren Kunden wirklich helfen? Also wir versuchen permanent zu optimieren. Die Seminare, also jetzt der Weg zum erfolgreichen Unternehmer halten wir jetzt demnächst zum 88 mal. Es war kein einziges Seminar, wo gleich war wie das vorherige. Mittlerweile sind die inkrementellen Schritte relativ klein, mal hier ein Prozent, dort ein Prozent und so. Aber jedes Mal zu optimieren und zwar immer in Bezug auf die Wirksamkeit. Also es geht mir nicht darum, Content zu vermitteln, sondern was lässt sich wirklich umsetzen und führt dazu, dass die Menschen und die Unternehmer wirklich was hinterher ändern. Das ist sozusagen mein Anliegen und da geht meine ganze Energie rein und die Folge ist, wenn ich das gut mach, dann erzählt es sich eh rum. Also aktuell ist so, dass etwa 60 Prozent der Leser meiner Bücher durch die Empfehlung eines anderen Unternehmers auf meine Bücher stoßen. Also dann erzählt sich eh rum und dann kommen auch die Umsätze irgendwann zustande als Folge. Aber es ist nicht mein Ziel.
Das ist so schön zu hören, weil ich habe das Gefühl, keine Ahnung, gerade da draußen, wie du gesagt hast, in der Social Media Welt eifert man irgendwelchen Porsche Fahrern und Rolex Trägern hinterher. Da will ich nicht sagen, ja genau das ist glaube ich nicht gerade der Hauptzweck deren Unternehmung, den Kunden wirklich helfen zu wollen und das halt schön zu sehen, dass sozusagen das auch dein Fokus der Firma ist, dass ihr da das Ganze verbessern wollt.
Absolut, ja. Was sind denn so war auch bei mir nebenbei während Corona. Ich meine, als wir dann keine Seminare mehr machen konnten, war blöd, die Nächste Überlegung war, wir können wir unseren Kunden, also Unternehmern, die gerade auch von Corona an Corona leiden, wie können wir den helfen? Und haben dann kostenlose Online Events gemacht, die 48 Stunden gingen kostenlos, wo 600 Unternehmer da waren und dann haben wir 600 Unternehmer zusammengebracht und die haben dann gemeinsam mit unserer Anleitung Ideen rausgesponnen. Da war es damals im april 2020 war das kann ich mich noch erinnern, da war ich in so einem Workshop drin und habe da angeleitet. Da war einer, der hatte Kino, war natürlich zu, dann war ein anderer, der hatte irgendwie ein Einzelhandelsgeschäft, aber nicht nicht Lebensmittel, sondern was anderes war auch zu. Und dann hat man noch einer, der war so Messeausstatter, so Großbildleinwände und so weiter, keine Messen, also hat er Lagerhalle voller Elektronikschrott gehabt, aber ein bisschen kombiniert und kam dann drauf, hey, wenn wir diese großbildleinwände auf dem Par-Parkplatz von dem Einzelhändler. Stellen und der Kinobesitzer die Filme auftreibt und sein Ticketing System hinten dran ballert, dann haben wir plötzlich ein Autokino und das ist damals bei uns entstanden, sowas und das hat sich ja dann über ganz Deutschland verbreitet aus dieser Idee raus. Also so war es ist mein Rangehen, ich wollte die Unternehmer unterstützen, das war komplett kostenlos wirklich hey, helfen, weil jetzt sind alle in der Krise, da halten wir zusammen, dass das ist so mein Herangehensweise.
Das hat man wirklich das Gefühl gehabt in der Zeit, das muss ich auch sagen, dass man plötzlich mit Leuten geredet hat, mit denen man vorher nicht so sehr geredet hat, weil man das Gefühl hatte, alle sitzen in dem gleichen Mist irgendwie und jetzt muss man sich super unterstützen, damit man irgendwie da gut durchkommt. Es war irgendwie so sehr die eine Seite blöd war, umso mehr war die andere Seite, glaube ich, positiv da dran. Was würdest du denn sagen, weil das passt sehr, sehr gut eigentlich darin, was für dich sozusagen Erfolg heute bedeutet? Also vielleicht nicht nur business wise, sondern auch persönlich, weil ich habe das Gefühl, man eifert immer wieder so Sachen hinterher. Aber ich habe in letzter Zeit auch viel drüber nachgedacht, hey, wir haben irgendwie happy Kunden, ich habe ein happy Team, ich habe irgendwie Zeit, um mit meiner Familie zu verbringen und am Ende des Monats bleibt Geld übrig, dachte mir so, irgendwie habe ich alle Dimensionen so getroffen, aber muss mich selbst immer wieder daran erinnern, weil man so denkt, man könnte das noch machen und das noch machen und und hier hat das jemand noch. Insofern wäre mal spannend zu hören, wie du sozusagen Erfolg siehst.
Also das sind für mich die tatsächlich die vielen kleinen Momente. Das ist, wenn ich mit einem Kunden auf dem Seminar spreche und dann gibt es so diesen einen Moment, wo plötzlich irgendwie aus vor ganz überspitzt ausgedrückt, guckt er wie so ein toter Fisch, wo plötzlich die Augen anfangen zu leuchten und so die Erkenntnis entsteht und ah, so könnte der Weg also sein. Und in diesem Moment merke ich, da hat sich was verändert und der wird sein Leben verändern. Das sind so kleine Momente. Oder gerade beim letzten Seminar ist ein Kunde zu mir gekommen, der sagte, Stefan, ich bin jetzt seit zwölf Jahren bei dir. Als ich vor zwölf Jahren kam, hatte ich nichts. Ich hatte kein Unternehmen, keine Partnerin, kein Geld, gar nichts. Jetzt habe ich 25 Millionen Umsatz, 2 Millionen netto pro Jahr, ich bin mit einer tollen Frau verheiratet und bin mega glücklich und das habe ich dir zu verdanken. So das ist jetzt ein geiles Feedback, das finde ich toll, diese Momente oder wenn Mitarbeiter im Unternehmen kommt mit einem Thema, wo er sagt, hey, diese Aufgabe überfordert mich gerade, kannst du mir helfen und ich dann irgendwie mit meinem Coaching Wissen natürlich relativ schnell Wege aufzeigen kann und der Mitarbeiter dann wirklich mit Freudestrahlen rausgeht und zwei Wochen später zu mir kommt und sagt, hey, hat total funktioniert, mir geht es jetzt viel besser und so. Und diese kleinen Momente sind, glaube ich, die Schlüsselmomente, wenn ich an die großen Ziele denke. Ich meine Gerade die diese Ferrari Rolex Leute, die sagen, setz dir ein Ziel, 10 Millionen Umsatz oder so, das dauert ja egal, abhängig davon, wo du gerade stehst, es dauert ja ein paar Jahre, bis du dort bist. So in der Zeit keine Freude, langer Weg bis dahin.
Und das habe ich aber auch das Gefühl sozusagen und schön, dass du das bestätigt, weil ich habe das Gefühl, wenn man es vielleicht auch so ein bisschen zusammenfasst, man muss die Freude an der Arbeit entwickeln, weil auch da das Kundenfeedback zu bekommen ist ja, dass man Freude an der Arbeit hat, den Leuten das beizubringen und dann sozusagen irgendwann das Feedback zu bekommen, hey, du hast mir wirklich wahnsinnig geholfen und ich habe das Gefühl, ich glaube, das geht auch ein bisschen mit der Idee von dem Flow Zustand einher, dass ich das, ich weiß noch, wir haben damals irgendwie mit einem Freund zusammen, haben wir so Sachbücher zusammengefasst und animiert. Ich müsste sogar nachgucken, ob wir dein Buch damals zusammengefasst haben und animiert. Und ich weiß noch, wie ich diese Bücher gelesen habe, diese Sachbücher, wie, keine Ahnung, wie man Freunde gewinnt oder Rich Dad, Poor Dad und so und wirklich Zeit und Raumfahrt vergessen habe, die zusammengefasst habe, wir am Ende die Tonspur aufgenommen haben, veröffentlicht haben und ich dachte mir, das hatte ich irgendwie, keine Ahnung, drei, vier Jahre zurückgespult, hatte ich diese Momente nicht mehr und dann dachte ich mir so, irgendwo ist das verloren gegangen, irgendwo sind diese Momente verloren gegangen und bin dann auf die Suche irgendwie gegangen, so nach meiner Genius Zone oder nach diesen Flow Zuständen und heute habe ich sie wieder. Und ich habe das Gefühl, das ist glaube ich auch immens wichtig, über sich selbst als Unternehmen, Unternehmer irgendwie zu lernen, wo man die hat und die zu fördern, oder?
Absolut. Ich meine, das ist auch das Thema tatsächlich vom neuen Buch, Wie komme ich in diese Flow Zustände und wie bringe ich mein Team in diese Flow Zuständere? Wenn man mal ganz ehrlich ist, die meisten Unternehmer finden sowas wie Führung und mit den Mitarbeitern irgendwas zu machen, ziemlich scheiße, die haben da gar keinen Bock drauf. Wenn ich irgendwas scheiße finde und keine Bock drauf habe, dann mache ich es natürlich auch nicht. Das Ergebnis, ich habe ein riesen Chaos, die Mitarbeiter sind noch unzufriedener und dann macht die Führung noch weniger Spaß. Dann komme ich in so einen Teufelskreis rein, sich selbst dahin zu entwickeln und sein Team dahin zu entwickeln, dass Führung anfängt Spaß zu machen, dass ich selbst beim Führen oder beim Strategieentwickeln oder bei den anderen unternehmerischen Aufgabenbereichen in einen Flow Zu Zustand kommen. Das ist der Schlüssel. Und wie mache ich das? Indem ich an meinen Gewohnheiten unten drunter arbeiten, weil die Gewohnheiten bringen mich in den Flow.
Ja, das ist spannend, dass du das sagst, weil ich glaube, genau das ist die Situation, dass man keine Freude an diesen Tätigkeiten hat, weil man keine Gewohnheit daran hat und dann sozusagen immer wieder in die Muster zurückfällt, indem man sozusagen vorher. Witzig, Stefanie musste gerade nachgucken, wirklich vor acht Jahren habe ich dein Buch damals zusammengefasst. Das hat Sogar Aufrufe auf YouTube. Ja, witzig. So schließt sich der Kreis. Ja.
Als Kunde gelandet.
Ich wollte gerade sagen, das war so witzig. Wir haben das bestimmt ein Jahr, anderthalb Jahre gemacht und es war einer der besten Marketinginstrumente auch für Autoren am Ende. Also auch da haben wir immer wieder nette Nachrichten irgendwie von Autoren bekommen, die gesagt haben, wir wussten nicht mal, dass das eine Dimension ist, so Buchzusammenfassung. Cool, dass du es gelesen hast und gemacht hast. Ich glaube, noch heute landen Leute darüber. Wir haben ja ordentlich was heute in diesem Interview sozusagen besprochen. Wo sollten denn Leute hingehen, die mal Lust haben, entweder sich ein Buch zu schnappen oder vielleicht auch bei einem Seminar von dir dabei zu sein. Willst du da mal teilen, wo man am besten hingeht?
Also gut, bei Buch ist relativ einfach, da geht man in der Regel zu Amazon, die allermeisten Leute, manche gehen auch in die Buchhandlung, kann man auch machen. Und bei Amazon, wenn jemand noch mich gar nicht kennt, würde ich tatsächlich heute mit dem Schwarz Gott Unternehmer einsteigen, also dem neuesten Buch. Die meisten, die mich kennen, sind wahrscheinlich mit dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer eingestiegen, also mit einem von den beiden. Ich würde eher den Schwarzgurt Unternehmer empfehlen zum Einstieg. Die anderen beiden Bücher zur Strategie und zur Führung würde ich dann sozusagen hintendran lesen. Je nachdem, was ist gerade die Herausforderung. Das kann das eine andere oder das andere sein. Das ist der Weg über die Bücher. Dann der andere Weg ist, zu uns in die Seminare zu kommen. Das halte ich tatsächlich, weil wir haben ein wirklich einzigartiges unternehmerisches Umfeld. Und ich habe ja während dem Interview auch gesagt, dass wir danach gucken, dass wirklich die Umsetzungsquote nach dem Seminar dramatisch hoch ist. Da sind wir bei 90 Prozent. Also das ist, wenn man wirklich umsetzen will und schnell umsetzen will, der Weg der Wahl. Also man kann sicherlich auch mit den Büchern einiges umsetzen, ist aber viel langsamer, man macht viel mehr Fehler. Und für mich ist Schnelligkeit beim Unternehmer sein, gerade in der Geschwindigkeit der heutigen Zeit mit KI und so weiter, ist viel mehr wert, als irgendwie ein bisschen Geld zu sparen. Also Deswegen, ich würde das Seminar empfehlen, da im Regelfall einsteigen mit dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer. Das ist sozusagen das Aufbauseminar zu beiden Büchern, wie kriege ich es konkret umgesetzt, wo auch die Erfahrungen aus diesen ganzen 20 Jahren, wo ich das jetzt mach bzw. 28 Jahren Unternehmer sein mit eingeschlossen sind. Wenn man da sich unsicher ist, einfach auf die Website gehen, da kann man entweder direkt das Seminar buchen, es gibt auch ein Video von Teilnehmern, was man dort anschauen kann, kann man dann entweder direkt buchen oder die andere Möglichkeit eben, wenn man sich noch unsicher ist, anrufen und Beratungstermin vereinbaren. Und an der Stelle ganz wichtig, das haben wir vorher nicht gesagt, ich habe zwar gesagt, ich habe kein Umsatzziel, aber wichtig ist, meine Mitarbeiter haben auch kein Umsatzziel. Das heißt, da sitzt kein Vertriebler am Telefon jetzt irgendwas verkaufen muss, weil ein Umsatzziel von mir hat, sondern meine Mitarbeiter, die da sitzen, die haben das Ziel, dem Kunden zuzuhören, rauszufinden, was er braucht und dann die richtige Lösung anzubieten, selbst dann, wenn die richtige Lösung nicht bei uns sein sollte. Also Beispiel Pärchen führt gemeinsam das Unternehmen und nach kurzem Gespräch stellt sich raus, die haben kein unternehmerisches Problem. Die haben bedeutet Beziehungsproblem. So an der Stelle, wir sind nicht die Experten für Beziehungsprobleme, Sagen wir, geh erstmal zum Paartherapeuten oder jemand der Beziehung, wenn ihr das klar habt, dann kommt gerne wieder, dann gucken wir uns das Unternehmerische an. Aber solange die Beziehungsprobleme haben, ist alles andere wie gemeinsame Strategieentwicklung ist für den Arsch, weil die kommen nie zusammen. So und die haben bei uns, die Mitarbeiter, wirklich die Aufgabe, so zu unterstützen und zu helfen und nicht den Umsatz zu machen. Und insbesondere der Sebastian, der erste Mitarbeiter wahrscheinlich ist, wenn man Beratungstermin ausmacht, der war früher selbst auch Unternehmer. Das heißt nicht irgendjemand, der sich überhaupt nicht in die Situation des Anrufen reinversetzen kann, sondern er kennt es aus persönlicher Erfahrung. Das macht auch nochmal einen dramatischen Unterschied. Also wer es nicht glaubt und denkt, der erzählt jetzt viel und da ist doch nur so ein Safe Mails Typ hinten dran. Einfach mal ausprobieren und schauen, ob ich die Wahrheit gesprochen habe oder nicht, weil das kostet ja noch nichts.
Das stimmt, das werden wir auch alles verlinken. Das hört sich auf jeden Fall super verlockend an. Vielen, vielen Dank dir, Stefan, dass du dir auch so viel Zeit genommen hast. Ich glaube, da war unglaublich viel mit dabei und auch ein guter Preview auf das, was, glaube ich, in den Büchern und in deinen Seminaren steckt. Vielen, vielen Dank dir.
Ja, hat mir mega Spaß gemacht. Und ich glaube, durch deine Fragen sind wir wirklich an ganz viele Themen herangestossen, die Unternehmer beschäftigen. Und ich hoffe, dass der eine oder andere der Zuhörer jetzt dadurch den ein oder anderen Impuls bekommen hat und anfängt, was zu verändern. Danke für die Einladung, Robert.
Sehr gerne. Davon kannst du ausgehen. Ich glaube, wer die Folge auf jeden Fall noch zwei, dreimal selber anhören und schreibt dann immer fleißig mit. Und insofern, da war ordentlich was drin. Vielen, vielen Dank dir.
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