Erfolgreicher Verkauf einer Agentur - Von 0 auf 40 Mitarbeiter und dann Exit I Interview Max Wolf
21 May 2024 · 46 min
Podcast interview (German) where Max Wolf recounts building an agency (Advertise) to 40+ employees and selling his share. He describes the emotional aftermath (loss of purpose), contrasts pragmatic quick buyouts with longer strategic exits that require extended transition/earn-outs and proving the business works without founders, and gives operational advice: target larger clients (benchmarks discussed), hire leadership early, set expectations via onboarding, and design the agency to be less founder-dependent. He now consults agency founders (one-on-one, small cohort) and focuses on a lifestyle-first approach.
Chapters
Heute gibt es eine unglaublich spannende Folge mit Maximilian Wolf, der das erreicht hat, was viele Agenturbesitzer gerne erreichen würden. Er hat innerhalb von zwei Jahren eine Agentur mit über 40 Mitarbeitern aufgebaut und dann seinen Anteil erfolgreich verkauft. Was er jetzt mit seiner freien Zeit macht und was er anderen Agenturbesitzern empfiehlt, erfährst du in der neuen Folge. Ich glaube, Advertise war wahrscheinlich so eine Erfolgsgeschichte, die auch so ein bisschen die Runde gemacht hat, was du gerade in der Vorbesprechung irgendwie gesagt hast, fand ich sehr spannend und ich glaube das vielleicht auch ein cooler Einstiegspunkt, dass du dahin gekommen bist, wo viele Agenturgründer, glaube ich, hinwollen. Ich habe das Gefühl, keine Ahnung, jeder der ein bisschen auf YouTube unterwegs ist, ist wahrscheinlich schon mal über Ivan Gazi etc. Gestolpert und ich glaube, es gibt so viele Agentur Gründer im Moment wie noch nie. Und ich glaube auch, dass es ein cooles Geschäftsmodell ist für viele gleichzeitig als jemand, der das sozusagen bis zu dieser Größe sozusagen erlebt hat, vielleicht auch aus deiner Erfahrung, wie du diese Jahre erlebt hast, was die Höhepunkte waren, was die Tiefpunkte waren und so ein bisschen Real Talk auch zu machen vielleicht wie es da oben ist, wenn man da ankommt.
Ja, genau. Weshalb ich das im Intro zu dir gesagt habe, ist, weil ich das Thema Realtalk angesprochen habe und mein Intro war hey, ich war da, wo viele hinwollen, aber das ist gar nicht so cool. Gar nicht so cool im Sinne von, ich habe das schon ganz oft von Leuten gehört, die aus dem Unternehmen rausgegangen sind, aus einer Agentur, Geld mitgenommen haben, erstmal nicht mehr arbeiten müssen, erst mal finanziell, finanzielle Freiheit ist immer relativ, aber nicht darauf angewiesen sind, erstmal die nächsten Jahre zu arbeiten. Und ja, ich bin so richtig in so ein Loch gefallen tatsächlich, also Loch heiß. Ich hatte erstmal keine Aufgabe mehr, ich hatte keinen Purpose mehr und habe mich den ganzen Tag gefragt, was mache ich jetzt in meiner Zeit? Und die Zeit bei Advertis war damals, die war echt wild. Also man kann sich vorstellen, dass mein Co Founder und ich und auch einige Teammitglieder sich so richtig in die Kammer eingeschlossen haben, so von morgens bis abends gefühlt und da einfach durchgehasselt haben. Und dann war quasi diese neue Lebensaufgabe einen Lebenssinn zu haben, ohne die Agentur natürlich noch, war noch überraschender für mich oder noch neuer für mich. Damals kann ich Anekdoten für die auspacken. Ich habe damals drei Monate lang das Licht im Badezimmer, die Glühbirne nicht ausgewechselt, im Dunkeln geduscht, weil es mir nicht wichtig genug war, die Glühbirne auszutauschen.
Solche Stories brauchen wir. Crazy shit.
Mittags muss ich irgendwie, ist wirklich kein Witz, mittags muss ich mir Unterhosen kaufen gehen, weil ich keine frisch gewaschenen mehr hatte, weil ich meine eigene Wäsche nicht mehr gewaschen habe quasi, sondern ich bin ins Büro gegangen. Morgens um Uhr war ich, das war nicht immer der Alltag, aber es gab viele Monate, wo ich um oder 6 Uhr im Büro war. Morgens und ich habe es auch teilweise eklig, aber ich habe mehrere, mehrere Tage manchmal auch die Klamotten auch tatsächlich, also T Shirt, Pulli auch nicht gewechselt, raus, zack, durchhusteln und naja, Langrede kurzer Sinn, letztes Jahr war ganz spannend auf jeden Fall mich noch mal neu zu entdecken, abseits von dem, mit dem ich mich identifiziert habe. Das heißt Identifikation als Geschäftsführer, als Gründer und das alles so mal nicht zu haben, war ganz spannend für mich, wo ich persönlich sehr viel über mich gelernt habe.
Was natürlich spannend ist, was mich auch interessiert ist, man hätte ja wahrscheinlich das bei Advertise irgendwie jahrelang weitermachen können. Gab es da irgendwie so einen Moment, wo du gemerkt hast, du musst da irgendwie raus, du musst aus der Firma irgendwie raus und du musst irgendwie noch mal dich selbst entdecken? Oder war es einfach, keine Ahnung, irgendwie ein Gefühl, dass du gesagt hast, ich muss irgendwie was anderes machen, weil ich kann mir vorstellen, manche Leute würden das dann 10, 15 Jahre durchziehen und ich glaube, dann kommt immer die gute Midlife Crisis oder so, dass sie dann irgendwann merken, oh Mann, ich bin da irgendwas hinterher gehechelt, was gar nicht sozusagen. Ich war tatsächlich auch ein paar Freunde von mir, die dann plötzlich 40 waren, Agenturen hatten und dann gemerkt haben, oh man, das war eigentlich gar nicht das, was ich machen wollte und dann sozusagen erst auf diese Reise gehen und es ja sehr reflektiert von dir auch irgendwie nach zwei bis drei Jahren schon zu merken ist irgendwie was anderes. Wie ist das gekommen.
Das was du also du hast ja paar Möglichkeiten Raum gestellt, weil es gewesen ist und es war auf jeden Fall das Gefühl und auch mein Körper hat mir gesagt so erstmal hat mein Körper mir gesagt mach mal eine Pause. Das heißt was waren die Sa die Symptome?
Also ich habe schon Nasenbluten täglich gehört von manchen und war so also ich glaube da spätestens sollte man ja auf seinen Körper hören.
Vielleicht weiß ich von wem du sprichst Bei mir war es kein Nasenbluten, bei mir waren es Kopfschmerzen und es gibt da wirklich die also ich kenne mich mittlerweile im Thema ganz gut aus, weil ich im letzten Jahr sehr stark bei mir geschaut drauf habe wie kann ich mehr mit meiner Intuition leben Das heißt wir im Business, wir leben ja jeden Tag quasi aus dem Verstand heraus das heißt wir schauen was macht jetzt rational am meisten Sinn das ist auch das wo wir uns jeden Tag darauf konditionieren und auch optimieren Wir trainieren das Gehirn, aber wir trainieren halt nicht das Gefühl so und ich habe halt monatelang nicht auf mein Gefühl gehört, dass man gesagt hat so jetzt habe eine normale Zeiten wo du aufstehst normale Schlafzeit, ernähr dich mal vernünftig fangen Sport wieder an es auch mal ganz gut Urlaub zu nehmen. Wir haben über Jahre lang gar keinen Urlaub richtig genommen und irgendwann mein Körper mir gezeigt so jetzt zack Max jetzt mache ich quasi jetzt mache ich mal Stopp und dann war ich wirklich über viele Wochen ging es mir gar nicht gut und das war auch die Zeit in der ich dann reflektiert habe tatsächlich wo ich auf den Gedanken gekommen bin, dass ich was anderes machen möchte Das heißt lange Rede kurzer Sinn ich bin an einem Punkt gewesen, wo ich damals vor vier, fünf Jahren noch gar nicht gedacht habe dahin komme das heißt viele Ziele erreicht und teilweise auch übertroffen gehabt und dann hat mein Körper mein Gefühl mir gesagt so schau mal genauer hin was ist eigentlich Und dann habe ich gemerkt, dass Performance Marketing, das war damals ein super Vehikel für mich um das rauszulassen Energie, Neugierde an Ehrgeiz irgendwie aber es war nicht das Thema, was mich nach drei vier Jahren noch so gecatcht hat, als dass ich authentisch als Geschäftsführer und Gründer meine Rolle, dass ich, da saß ich nicht mehr im richtigen Seed sozusagen. Das heißt, ich habe festgestellt, eigentlich mein Anspruch an mich ist es jeden Tag aufzustehen mit der bestmöglichsten Energie. Am Sonntag will ich direkt drauf brennen, Montag wieder quasi hier im Office zu sitzen Und das war irgendwann einfach einfach weniger geworden. Und dementsprechend habe ich mir gesagt, so das ist nicht das wie, wie ich für mein Leben, wie ich mein Leben leben möchte und nicht wie ich arbeiten möchte, weil ich weiß wie es ist halt so ein Drive zu haben, den ich jetzt auch wieder habe und das war einfach nicht mehr vorhanden. Und dann habe ich gesagt so zack, woran liegt das? Okay, vielleicht ist es nicht mehr das, was du jetzt möchtest. Man muss auch ganz offen sagen, dass sich eine, die Rolle als Geschäftsführer ändert sich ja auch, wenn man so stark wächst. Das heißt, Wenn man eine 40 Leute Agentur hat, dann sind die Rollen, die man hat, ganz andere als mit 10, 20 oder vielleicht 25 Mitarbeitern. Das heißt, wir hatten ja auch mehrere Führungskräfte, wir hatten auch eine zweite Führungsebene zu dem Zeitpunkt noch und da war ich halt, da bin ich mehr der Verwalter geworden, umso größer Agentur wird, desto mehr geht es um People und Brand und ich bin halt die Person, die dann doch einfach mehr der Anschieber ist statt quasi der Verwalter. Und das war auch so ein Ausschlag für mich, weshalb ich gedacht habe, so ja, möchte ich mich mal entdecken.
Ja voll gut, weil witzigerweise war das auch unternehmerisch für mich etwas, was ich glaube ich im letzten Jahr oder so erst so richtig entdeckt habe, das auch glaube ich nach außen immer geguckt habe, ey, oh man, alle bauen mehr Mitarbeiter auf, muss jetzt auch mitmachen Und dann genau in diese Rolle gerückt bin, die du auch beschrieben hast, dass man mehr der Manager und der Verwalter wird, todunglücklich war. Also ich habe jetzt auch über die Zeit rausgefunden, dass halt so Creation irgendwie so ein bisschen meine Überschrift ist, dass mir einfach Spaß macht, Dinge zu erstellen, Sachen zu bauen, Projekte umzusetzen, Content zu erstellen, Produkte für unsere Kunden zu bauen, aber dass ich nicht weiter weg davon sein könnte, irgendwie der leidenschaftliche Manager zu sein. Und ich glaube, das muss man über sich selbst auch entlang des Weges erst mal rausfinden. Und ich habe so viele Leute auch gesehen, die einfach in diese Falle getappt sind, weil so, okay, alle wachsen, es gehört dazu, dass man Team aufbauen muss und dass man dann aber plötzlich so merkt, oh, das ist vielleicht gar nicht meine Rolle irgendwie. Und das ist halt cool, dass du dieses Reflexionsvermögen dann auch hattest und gesagt, hey, hier komme ich irgendwie nicht weiter, was vielleicht auch für viele spannend ist. Und vielleicht kannst du ein bisschen berichten, ich weiß nicht, wie ausführlich du darüber reden kannst, aber wie so ein Exit sozusagen funktioniert, weil ich glaube, das ist ja auch für viele dann noch so ein bisschen der Traum, das hinzubekommen und nicht irgendwie, keine Ahnung, irgendwie verbrannte Erde zu hinterlassen oder gar nicht für das, was man aufgebaut hat, irgendwie rewarded zu werden, irgendwie in irgendeiner Form von Verkauf oder so. Kannst ein bisschen erzählen, wie das gelaufen ist, was ihr da hinbekommen habt oder was du da hinbekommen hast für dich gerne.
Also man muss das Ganze aus zwei Seiten betrachten. Generell ist ein Exit ja, also ein Exit kann man auf verschiedene Wege bestreiten und leider muss ich sagen, dass der Exit, den ich gemacht habe, nicht der Bilderbuch Exit ist. Das heißt, der Bilderbuch Exit ist ja, du hast einen Käufer, entweder kauft er dich strategisch oder der will sich mehr Umsatz dazu kaufen. Und dann ist es aber auch total gängig, wenn du so ein Case hast. Das heißt, meistens sind es irgendwie, meistens sind es andere Agenturen oder es ist ein Private Equity Unternehmen, das letztendlich so einen Kauf tätigt, dann ist es so und das wissen die meisten auch nicht. Und vielleicht ist da noch ganz cool, darauf einzugehen. Dann ist ja so, dass die Geschäftsführer halt für Mindestzeitraum noch im Unternehmen bleiben müssen.
Es gibt immer diese Übergangsphase, richtig?
Genau. Es gibt nicht nur die Übergangsphase, es gibt auch die Phase, in der quasi die Due Diligence noch stattfindet, das heißt die Prüfung und auch die Anbahnungsphase der Prüfung. Das heißt, diese Anbahnungsphase, bevor es überhaupt zur Unterschrift kommt, die dauert oft, ist keine Seltenheit, dass das so einhalb Jahre dauert, weil wenn man das richtig gut vorbereiten möchte, ist nämlich auch eine Krux bei der ganzen Sache, dann stellt man im besten Fall ein Führungsteam ein oder auch schon andere Geschäftsführer ein, die man in der Zeit schon installiert, um den Käufern gut zu signalisieren, hey, die Agentur funktioniert auch ohne mich, weil eine inhabergeführte Agentur steht und fällt mit den Inhabern. Und genau, das heißt, der Prozess ist wahnsinnig lange, die Anbahnung ist lange und der Verkauf an sich, dieser Earn Out, der dauert meistens auch so nicht selten, dass das so zwei Jahre mindestens dauert. Das heißt, die Käufer wollen natürlich sicherstellen, dass wenn die Geschäftsführer die Agentur verlassen, die Gewinne noch genauso reinkommen, wie es dann auch ursprünglich der Fall war. So, das heißt, hätte ich den Weg gewählt, habe ich nicht gewählt, bzw. Das hätte für mich bedeutet, dass ich halt noch für zum einen hätte mein Co Founder zum gleichen Zeitpunkt das Gleiche auch wollen müssen, damit ich quasi sowas auch mache, weil niemand kauft eigentlich nur Anteile, also 50 Prozent der Anteile, sondern meistens ist quasi die gesamtheitliche Agentur auch verkauft wird und das hätte für mich geesen, dass ich noch 3 bis 4 drin bleibe ungefähr oder ist das mein Horizont gewesen sein müsste damit, auf den ich mich committe und darauf habe ich keine Lust. Dementsprechend war es einfach tatsächlich ganz total sehr unkompliziert. Ich habe mich einfach mit meinem Co Found auf eine Summe geeinigt und das wird mir dann quasi seit dem Zeitpunkt quasi laufen monatliche Zahlungen, damit die Agentur sich das überhaupt leisten kann, das Ganze stemmen. Aber so war das. Das heißt, der Nachteil ist also viel weniger Geld rausbekommen, als wenn das jetzt strategisch gekauft werden würde. Offensichtlich natürlich auch. Zudem auch mein. Aber viel Zeit gewonnen, richtig, genau, viel Zeit gewonnen, zudem ja dann auch gar nicht sichergestellt war. Ich bin ja tatsächlich dann sehr schnell rausgegangen, das heißt, die Übergangsphase war sehr kurz und genau, da man dann gar nicht prognostizieren konnte, wir sind jetzt die nächsten Jahre, gerade auch weil vor einem Jahr die Situation recht unsicher war, habe auf jeden Fall viel Geld auf der Straße liegen lassen, was ich hätte mitnehmen können, hätte ich das Ganze strategisch angegangen. Richtig, genau.
Aber so war es halt sozusagen knackig und pragmatisch wahrscheinlich.
Ja, das war der absolute Vorteil, richtig, genau.
Aber ist ja auch eine schöne sozusagen, ja, also ich finde es eine schöne Version, es so zu machen, Weil hätte sie jetzt gesagt, ja keine Ahnung, wir haben mit irgendwelchen Private Equity Firmen gesprochen und die haben uns erstmal, keine Ahnung, 16 Seiten Verträge rübergeschickt, wenn das reicht und dann gab es irgendwie 27 Verhandlungsrunden oder so, kann ja wirklich dabei rauskommt, was weiß ich, dass der Co Founder noch total Lust hat, das weiterzuführen und man wirklich sagt, hey, lass uns doch irgendwie auf eine Summe einigen, ich will einfach nur so schnell wie möglich raus, ich merke, das ist es nicht und einfach einen pragmatischen Deal irgendwie finden und es ist ja cool, dass ihr da eine Lösung gefunden habt. Und dann bist du so in die Lehre gegangen oder wie ging das dann weiter?
Das, was ich noch hinzufügen kann, weil ich glaube, das ist ein ganz interessanter Fakt, weil auf mich kommen ja auch viele Agenturgründer zu und sagen, also wenn wir nicht Zusammenarbeit stehen, das heißt, wenn ich Agenturen berate, dann sagen die meisten so, mein Ziel ist es in 5 Jahren die Agentur zu verkaufen, in 10 Jahren. Und das, was ich immer wieder merke, was meistens gar nicht bewusst ist, ist, dass eine Agentur halt nicht so easy peasy zu verkaufen ist. Ein anderer Case, als wenn man zum Beispiel ein BC Produkt hat oder ein Softwareprodukt hat, was viel unabhängiger vom Geschäftsführer von Inhaber funktioniert. Das heißt, wenn du eine software hast, ein bc produkt, du machst jetzt 10 millionen euro umsatz beispielsweise, dann ist irgendwann relativ wenig noch abhängig vom Geschäftsführer, sondern funktioniert das Produkt, das System funktioniert. Und bei einer inhabergeführten Agentur, wie ich schon gesagt habe, ist es so, dass das Produkt quasi immer noch der Inhaber irgendwo ist. Das heißt, eine Agentur ist quasi gar nichts wert, wenn du dich nicht, also wenn du nicht beweisen kannst, dass das Geschäft zu 100 Prozent ohne dich läuft.
Mach mal als Gründer und Geschäftsführer drei Monate Urlaub bei einer Agentur und erzähl mir, dass sie weiter wächst und funktioniert die Agentur, ja, das wird ja kaum jemand der Fall sein, nur bei wenigen.
Und meistens natürlich nur bei denjenigen, die auch schon größer sind. Das hängt natürlich ganz vom Geschäftsmodell ab, was man aufbaut. Hat man eher ein Produkt quasi, was umso größer Kunden manchmal sind, umso krasser die Pitches sind, desto mehr ist der Inhaber auch noch drin. Wenn es so Fliessbandmodelle sind, wo ein Kunde so 1000 zahlt, dann kann man es auf Mitarbeiter übertragen, ist recht stabilisierbar, dann lässt sich das leichter operativ lösen vom Geschäftsführer. Aber du musst auch erst so eine kritische Maße an Umsatz und Mitarbeitern reichen, damit du auch quasi erst verkaufsfähig bist. Erst mit einer kritischen Maße hast du ja auch dann diese Führungsstrukturen, das heißt die Führungskräfte und potenzielle Geschäftsführer auch, die dein Geschäft übernehmen können. Bei den meisten Agenturen von 15 bis 20 Mitarbeitern ist das so gesehen oft gar nicht so richtig möglich, diese kritische Masche schon erreicht zu haben, weil du auch eine Mindestgröße haben musst, damit die Kosten sich überhaupt rechtfertigen für den ganzen Verkaufsprozess. Also was da alles anfällt an Notar, an Beratung, da gibt es Menschen, die nichts anderes machen, als Merger zu machen oder als diese Käufe zu beraten. Die lassen sich gut bezahlen. Also bisher teilweise mit acht Leuten, mit acht Rechtsanwälten in einem Call und jeder hat einen Stundensatz von 1000 Euro oder so.
Ja, da klingelt. Aber das ist wirklich, also das muss ich sagen, ja, vielleicht bin ich jetzt so ein bisschen der Exot aus der Hamburger Szene oder der ins Exil gegangen ist, aber ich habe tatsächlich bei meinem familiären Umfeld ein bisschen erlebt, dass Schwiegerväter von mir, und da gab es tatsächlich 2, 3, ich habe sie gefragt, was sie anders gemacht hätten, auch erfolgreiche Unternehmer und beide haben mir gesagt, witzigerweise unabhängig voneinander, mehr Sonne, weniger Arbeiten. Beide sind sozusagen mit über 60 jetzt irgendwie in den Süden gezogen und haben sozusagen die Arbeit an Team übergeben und weniger arbeiten. Einer davon irgendwie schwer krank geworden war, so mit Mitte 60 mache ich mir jetzt ein nettes Leben und krieg dann irgendwie die Diagnose mit Krebs. Und das war für mich so, immer wenn mir jemand sagt, ich gebe jetzt irgendwie noch mal fünf Jahre richtig Gas und dann verkaufe ich die Firma, ist für mich schon so, das ist ein Trugschluss. Also das ist ein gefährliches Dilemma sozusagen, weil ich glaube mittlerweile und habe meinen Weg so geformt, was, wenn ich nur noch zwei gute Jahre habe und ich dann sozusagen in diesen zwei guten Jahren jetzt irgendwie in diesen fünf, ich gebe fünf Jahre Gas, drin bin und dann verkaufe ich das Ding. Und das war tatsächlich auch der Grund, warum wir im Winter nach Spanien gezogen sind und ich auch gesagt habe, ich habe keine Ambition, jetzt irgendwie tausende von Mitarbeitern haben, sondern ich will jeden Tag Spaß haben, ich will mit Freude aufstehen, ich will mich an meine Arbeit setzen und fertig und werde wahrscheinlich nicht die Umsätze machen, die alle haben, was weiß ich, die in Hamburg sitzen und deutlich in Anführungszeichen erfolgreicher sind. Aber ich stelle sicher, dass ich nicht in die Falle tappe zu sagen, ich gebe jetzt noch mal fünf Jahre richtig Gas und dann, weil ich glaube, das ist wirklich eine Falle. Was sagst du diesen Leuten, die vielleicht, also klar, wahrscheinlich muss man ihnen geben, so guck mal, wenn du wirklich deine Agentur in fünf Jahren sozusagen verkaufen willst, musst du die und die Sachen richtig machen. Kommt dann nicht, aber trotzdem auch manchmal so was bei raus, so bist du wirklich eigentlich im richtigen Geschäftsmodell, wenn du die berätst oder machst du das gar nicht auf?
Doch, ich mache das schon auf. Also das, worum es mir meistens geht, ist halt realistische Erwartungshaltung zu setzen und das, wo sehr viele sind ja auch sehr FOMO getrieben. Das heißt, auf Link sieht man die tollsten Case Studies und alle denken, ah, ist total easy eine Agentur auf pro Monat zu skalieren, gar kein Thema, das mache ich hier die Frage, wie lange es dauert.
Halt mein Bier.
Genau, halt mein Bier, dann geht's los. Wo ich schon darüber aufkläre, ist quasi, ob die Leute sich, also erstmal stelle ich ein paar Fragen abzuklären, wie konkret ist der Plan und wie sehr sind sich über die Umstände bewusst, die das auch bedeutet.
Das heißt sowohl also die Downside sozusagen, also der Schmerz in Anführungszeichen, der Schmerz, genau.
Und auch, ob sie überhaupt wissen quasi, also ob sie wissen, wie jetzt hier genau ausschaut. Das heißt, alles, was ich gerade genannt habe, was Voraussetzung sein muss, um eine Agentur zu verkaufen, das meisten halt nicht bewusst. Und für meine Beratung ist das ganz wichtig, um von vornherein zu wissen, dass die Agentur bestenfalls, also gibt da verschiedene Möglichkeiten, der eine sagt, ich kann mir vorstellen, Exit zu machen, der andere sagt auf jeden Fall in fünf Jahren und dann möchte ich was anderes machen. Dann sagt ja, kann sein, aber eigentlich habe ich nicht das Ziel. Je nachdem, was die Leute beantworten, baue ich das natürlich in meine Beratung mit ein, um zu gucken, dass man die Agentur noch unabhängiger vom Geschäftsführer von Beginn auch macht. Das heißt, es geht darum halt von Beginn an die Dienstleistung vielleicht ein bisschen umzubauen. Es geht darum vielleicht früher auch die richtigen Führungskräfte einzustellen, bisschen mehr Leute, bisschen mehr Geld für Seniors auszugeben und die Leute vom Mindset auch schon ein bisschen drauf zu trimmen. Das Problem ist auf jeden Fall das, was du auch angesprochen im Agentur Business. Der Markt ist ja mittlerweile so kompetitiv und die meisten Märkte sind so gesättigt, dass wenn du von vornherein ein Exit machen, wenn du zwangsläufig festlegst, dass du einen Exit machst in fünf Jahren oder ein einziges Szenario ist quasi, dann ist es ja oft so, dass dir ein gewisses Maß an Passion fehlt, was du aber unbedingt brauchst, um bestehen zu mag. Das heißt also sagen wir jetzt mal, nehmen wir mal einen Arbeitstag und jetzt keine Ahnung, also umso mehr arbeiten, desto erfolgreicher kann es natürlich teilweise sein, aber umso weniger Passion du hast, desto schneller tritt der Grenznutzen ein, dass du irgendwann halt quasi.
Nicht mehr die extra Meile.
Gehst, nicht mehr die extra Meile gehst und deswegen ist es auf jeden Fall nicht immer der beste Motivator, würde ich sagen. Das heißt, die erfolgreichsten Leute sind ja erfolgreich in dem, weil sie das lieben, was sie machen und das kann schnell verloren gehen, wenn du merkst, es wird mal schwieriger und ich bin nur extrem vom Geld motiviert.
Das ist eigentlich spannend. Auch das, was du sozusagen kannst ja gleich mal ein bisschen beschreiben, was du in der Beratung sozusagen tust und auch vor allem wie du zu dem Angebot gekommen bist. Ich kann mir vorstellen, das ja recht natürlich wahrscheinlich entstanden ist, dass du ja wahrscheinlich auch so ein bisschen, ich habe das Gefühl, diese Agenturszene in Deutschland ist dann doch verdammt klein irgendwie. Also ich höre auch in Interviews gefühlt immer wieder die gleichen Namen und denke mir so echt ist die Szene so klein, aber sie scheint sehr klein zu sein. Das natürlich wahrscheinlich auch alle mitbekommen haben, was du da getan hast und dass du da ausgestiegen bist und dann wieder sozusagen zurück warst, ist das dann natürlich sozusagen entstanden, dass einfach Agenturgründer sich an dich gewendet haben und gesagt haben, hey Max, wie würdest du das irgendwie machen? Oder hast du gesagt, hey, ich kann mir wirklich vorstellen Beratung in dem Bereich zu machen und probiere das einfach mal für mich aus, weil du hast ja gesagt, die Passion ist wieder da, es macht Spaß irgendwie jeden Tag aufzustehen. Wie bist du zu dem Angebot gekommen und was machst du da heute?
Sag mal gerne einen Satz. Es war noch nie so einfach eine Agentur zu gründen, aber es war noch nie so schwer sie erfolgreich zu machen. Das so ein Satz, der ganz gut zutrifft. Also ich bin auf jeden Fall, wie es gekommen ist, ist ja mehrere Leute habe ich gefragt, ob ich mal Tipps geben kann und beraten kann. Ich das so probeweise mal gemacht habe gemerkt so hey, das liegt mir irgendwie und es macht mir sehr viel Spaß und dann habe ich so ein bisschen gecheckt, wie die Voraussetzungen sind und eigentlich hat alles zu getroffen, was ich jetzt quasi auch mit meinen Kunden, wenn ich jetzt eine Agentur Neugründung oder Business Gründung beraten würde, hat alles zugetroffen, was ich was gute Voraussetzungen waren, um da reinzugehen. Das heißt, der Markt ist valide. Es gibt so viel Nachfrage. Es gibt viele Anbieter, die beweisen, dass das Geschäftsmodell einfach wahnsinnig gut funktioniert und einfach sehr margenträchtig ist. Das heißt Consulting und Coaching Modell. Es gibt Anbieter, die beweisen, dass man Kunden über lange Zeit binden kann. Die Nachfrage ist sehr hoch. Leute sind super offen für Coaching, weil gerade Leute, die im Agenturbusiness sind, das sind ja meistens Leute, die sich halt nebenbei durch vielleicht schon Coachings oder durch andere Wissensformate halt ihr Knowledge aufgebaut haben. Dementsprechend sind sie oft sehr sehr kurz schon vor der Kaufentscheidung halt so ein Coaching zu buchen, wenn sie der Meinung sind, dass es auch Mehrwert für sie hat. Und ja, das heißt Zahlungsbereitschaft ist da und der Need ist einfach da. Dadurch, dass es noch nie so schwer war eine Agentur erfolgreich zu machen, wie jetzt gerade wenn man in einem kompetitiven Markt ist, dann braucht man Hilfe und dementsprechend war das dann hat alles für mich zusammengepasst. Der weitere Vorteil für mich ist ein persönliches Thema. Das aktuelle Geschäftsmodell ist perfekt geeignet für mein Leben, wie es mir aktuell aufbaue.
Das heißt also jetzt werden auch schon Glühbirnen mal gewechselt, wenn sie kaputt sind oder wie kann ich mir das vorstellen?
Glühbirnen gewechselt, jetzt wird der Hund ausgeführt, die Partnerin da Arbeit am Wochenende, nicht heute Abend geht zum Yoga.
Ja, erzähl mal, wie hast du dir das Leben aufgebaut? Weil ich habe das Gefühl, wer war das? Ich glaube, ich habe ein Interview von Grant oder so sozusagen gesehen und er wurde interviewt und da meinte auch der Interviewer so, wie zur Hölle sozusagen schaffst du das? Drei Kinder, irgendwie Ehefrau, zig Unternehmen irgendwie, wie kriegst du das alles hin? Und er meinte halt ganz einfach, ich habe nicht mein Leben für die Firmen gebaut, sondern ich habe die Firmen für mein Leben gebaut. Und es war so ein einfacher Change, habe ich das Gefühl. Ich glaube auch, dass man da sich so überlegen muss. Und das habe ich auch irgendwann entlang des Weges gemacht. Wie sieht so mein perfekter Alltag aus? Was kann ich leisten, was kann ich nicht leisten, was will ich auch, wo will ich Zeit sozusagen investieren? Und was kriege ich dann noch an Arbeitszeit irgendwie unter? Und das klingt ja auch bei dir sehr ähnlich und wäre spannend sozusagen, wie dein neuer Tag sozusagen jetzt auch aussieht und du sagst, hey, so fühlt sich das irgendwie gut an.
Das ist ein spannendes Thema. Das, was ich festgestellt habe, ist jetzt mit der Erfahrung, die ich jetzt habe, die vor paar Jahren noch nicht hatte, dass diese ganzen Themen wie Biohacking, so wie kann ich irgendwie um 5 Uhr wie anfangen und wie kriege ich irgendwie, ich ernähre mich so und so, dann habe ich eine halbe Stunde, wie ich immer mehr produktiv sein kann und wie plane ich mir die Tasks ein. Natürlich geht es schon darum zu gucken, wie kann man sinnvoll seinen Tag strukturieren, keine Frage. Aber das, was ich jetzt merke ist, und das hätte ich damals auch anders gemacht, viel weniger Wert legen auf Biohacking. Das heißt, na klar, ich ernähre mich jetzt gesund und Co. Aber es geht mir jetzt weniger darum, jetzt nur 20 Gramm Zucker zu essen statt 30 Gramm Zucker, sondern das, wo letztendlich der größte Wert drin liegt, sind die strategischen Entscheidungen. Das heißt, jemand, der die richtigen, der genug Zeit für Strategie allokiert der wird ein viel besseres Leben als Unternehmer haben, als jemand, der viel mehr arbeitet und weniger Zeit auf Strategie allokiert. Das ist auch genau das, wo es im Agenturbusiness bei Agenturinhaber Innen ja oft auch scheitert. Die meisten stecken im operativen Geschäft fest, haben keine funktionierenden Prozesse, löschen überall Brände und dementsprechend haben sie keine Zeit für Strategie. Und wenn sie mal mehr Zeit sich noch nehmen würden, um grundsätzlich mal den Agentur Purpose, das Geschäftsmodell, die Positionierung zu hinterfragen, dann würden viele auch besser schlafen können.
Ja, stimmt. Man kann sich sozusagen, wenn das Setup falsch ist, kann man sich, glaube ich, gefühlt im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode arbeiten, ohne dass das sozusagen aufgeht. Und ich glaube, wie du sagst, es wäre auch spannend, sozusagen aus deiner Erfahrung mal zu hören, was so die größten Stolperfallen sozusagen im Agentur Business sind aus deiner Sicht. Also was vielleicht so auch die gängigen Fehler sind, weil das wird man Ich war bei einer Mastermind in Amerika, hier bei Clickfunnels, bei Russell Brunson und da war sozusagen ein Raum voller, glaube ich, Gründer, irgendwie so ab bis drei Millionen hoch oder so. Und da war halt ein Agentur Gründer dabei, der schon ein bisschen älter war, 40, hatte drei Kids und meinte irgendwie so in der vorstellung, er arbeitet 30 Minuten pro Tag, hat er irgendwie 10, 12 Mitarbeiter und eine Marge von irgendwie, keine Ahnung, 68 Prozent oder so. Du hättest eine Stecknadel fallen lassen können in dem Moment, weil alle in dem Raum hatten es erfolgreich geschafft, halt ihr Unternehmen auf diese Flughöhe zu bekommen, aber alle waren völlig überarbeitet. Und dann sitzt da so plötzlich so ein völlig entspannter Typ und war so, ist ja nicht so schwierig, einen guten Case rausgesucht, habe das Team irgendwie aufgesetzt, habe die sozusagen autonom aufgezogen, dass die alles alleine machen können und 30 Minuten frage ich halt meine Assistentin, was passiert ist und gebe ihr Feedback. Und das war es, während ich in den Bergen mit meinen Kindern bin und alle Leute waren so, wo kann ich buchen? Und er so, auf gar keinen Fall, ich will in den Bergen rumtouren. Und insofern war es spannend, auch aus deiner Erfahrung mal so was die großen Erfolgsfaktoren sind, um wirklich eine lukrative Agentur sich auch aufzubauen.
Ich habe die Frage von ihm noch nicht ganz beantwortet, aber die ist auch kurz beantwortet. Mein Tag ist tatsächlich, ich versuche ihn so stinknormal wie möglich zu machen, um einfach letztendlich auch ein gutes Leben für mich zu führen. Ein gutes Leben für mich heißt, dass ich Zeit für meine Hobbys habe, Zeit für meine Freunde, für meine Partnerin, für den Hund. Am Wochenende arbeite ich eigentlich gar nicht mehr.
Und widerstrebt dir das irgendwie oder fühlt sich das sehr natürlich an?
Es widerstrebt komplett meine Intuition.
Echt?
Aber ja, aber man muss ja auch bei uns Unternehmern muss man immer wieder sagen, auch es gibt eine aktive und passive Arbeitszeit und die passive Arbeitszeit findet dann halt statt, wenn die Arbeit aufhört. Da kommen die kreativen Phasen. Das heißt, wenn ein Hund spazieren geht, denkt 90 Prozent übers Business nach. Wenn ich dusche, denke über das Business nach. Am Wochenende, wenn ich auf der Liege sitze, liege, lege ich über, denke ich übers Business nach. Das und das ist halt immer eine Zeit, die wir nicht berücksichtigen. Aber ich merke, dass ich halt viel produktiver bin in den Zeiten, wo es darauf ankommt, wenn ich halt mehr Auszeiten habe auf die zweite Frage, was die Faktoren sind. Das, was einer der größten Fehler ist, den ich immer wieder sehe, ist, dass die Leute sich gar nicht grundsätzlich bewusst sind, was eigentlich quasi der Ursprung war, weshalb es Agenturen überhaupt gibt und wie es eine Agentur Kunde Beziehung ist und wie normalerweise, wie groß eigentlich Unternehmen auch sein müssen, um eine Agentur gut bezahlen zu können. Das heißt, die meisten Agenturen einfach viel zu kleine Kunden und da fängt die Wurzel ein übelst. Das heißt, mein Credo ist, wenn eine Unternehmen eigentlich nicht mindestens pro Monat auf den Tisch legen kann, um eine Agentur zu bezahlen in einem Page Social Modellen, Google Ads oder E Mail Marketing und Co. Dann ist das Unternehmen tendenziell zu klein. Das heißt nicht, dass man nicht eine Funktion des Geschäftsmodell darauf aufbauen kann, aber es ist viel einfacher, viel Kopfschmerzen befreiter, Man kann viel besser schlafen, wenn man halt große Kunden hat. Und ja, die meisten Kunden letztendlich die meisten Agenturen, die an Unternehmen verkaufen, die haben halt viel zu kleine Kunden und dementsprechend sind das Kunden, die sich gar nicht lange binden wollen, die können hohe Beträge zahlen. Eine richtig gute Agenturdienstleistung im Pelz Hochel beispielsweise. Du musst ja eigentlich mindestens heutzutage kriegen, bevor du überhaupt anfangen kannst zu arbeiten. Also mit 3000 kann heutzutage keiner. Was willst du machen im Paid Social. Also da kannst du eigentlich kein einziges Creative erstellen und bist dabei profitabel. Das ist der große Fehler. Kunden. Meine Benchmark ist eigentlich, Kunden müssen mindestens so 10 Millionen Umsatz machen im besten Fall. Kunden müssten in der Lage sein, mindestens zu zahlen und dann hat man letztendlich einen guten Ziel. Kunden alles, was drunter ist. Das heißt nicht, dass das nicht geht, aber es ist der schwere Weg. Und das ist auch das, wie wir mit Advertis damals gewachsen sind, am stärksten durchhalten. Provisionsmodell, wo die Kunden in der Lage waren, dann auch teilweise 40 pro Monat zu zahlen. Was ich heute sehe, wenn ich die erfolgreichen Agenturinhaber sehe, die sehr stark skaliert sind letzten Jahren, dann sind das vor allem auch im Performance Marketing die Modelle, die bei quasi über eine Beteiligung halt mitskalieren. Und ja, das Credo große Kunden ist das Wichtigste.
Voll spannend. Den Winkel habe ich tatsächlich noch nie gehört und macht absolut Sinn, weil das ist ja wirklich eine Abwärtsspirale. Wenn du dann zu kleine Kunden hast, für die ist das dann wahrscheinlich viel Budget, wenn die, keine Ahnung, 2000 pro Monat oder so bezahlen, gucken dann gefühlt jeden Tag in ihren Ads Manager rein und du sitzt da und denkst dir ja, wir sind nicht mehr profitabel auf unserer Seite, können mit dem Werbebudget gefühlt gar nichts machen und das ja irgendwie so eine absolute Abwärtsspirale, die man machen kann. Würdest du sagen, dass das viele Agentur Gründer heute schon hinbekommen, überhaupt darüber nachzudenken, an größere Kunden ranzukommen? Oder ist das etwas, was du dann auch in der Beratung häufig als erstes machst? So hey, wo ist irgendwie eine lukrative Zielgruppe, wo du mit deiner Dienstleistung ran kannst?
Das, was ich oft sehe, ist natürlich versuchen viele Agenturen an große Kunden ranzukommen. Die haben die meisten falsche Vorstellungen davon, was groß überhaupt bedeutet. Hängt auch darauf an, in welcher Bubble man jetzt so ist. Wie du schon anfangs gesagt Du denkst die Agenturszene ist eigentlich recht klein, Tatsächlich ist sie viel größer, als man denkt. Der Markt ist so fragmentiert im Agenturmarkt. Man hat gar keinen Überblick, wenn man sich da nicht richtig mal hinsetzt, nicht damit beschäftigt. Es gibt so viele Agenturen, das kannst du gar nicht vorstellen, die die gleiche Dienstleistung machen. Aber die meisten sind Halt nicht auf LinkedIn richtig aktiv, sondern sind halt stille Mitleser. Und genau, die meisten wollen halt diese coolen, sexy DC Brands. Also wenn es, wenn ich auf LinkedIn mich jetzt bewege, wollen alle diese coolen, sexy Brands gewinnen. Das kann gute Strategie sein. Allerdings gibt es von diesen Brands halt nur begrenzt viele.
Das ist erstmal die eine Sache Materialschlacht.
Und der zweite Nachteil, den ich sehe, ist, dass das eigentlich gar nicht die richtigen Kunden oft sind, weil diese Kunden oft das Ziel haben, eigentlich diese Agenturdienstleistung zu inhausen. Das heißt, es besteht für Agenturen hohes Risiko gekündigt zu werden. Bei manchen Agenturen funktioniert das, aber bei vielen halt nicht. Das heißt, die meisten sind nicht in der Lage, die Qualität, das Fulfillment so gut zu gestalten, dass sie überhaupt den Kundenerfolg erzielen können, die Erwartungshaltung erfüllen können, mit dem Kunden skalieren können. Es gibt auch einen Unterschied meiner Wahrnehmung nach zwischen US-amerischen Markt und zwischen dem deutschen Markt. Das heißt, so ein Provisionsmodell aufzubauen, auf BC Brands zu gehen, ist im internationalen Markt viel besser, also viel bessere Voraussetzung als allein im deutschen. Allein auch wegen der Maße an Kunden, die es gibt. Das, was meistens auch im Schirm haben, sind, was sind so richtig klassische gute Agenturkunden? Das sind teilweise auch manche Kunden, die gar nicht so sexy, die man sich so sexy auf die Webseite schreibt. Das sind teilweise Mittelständler, die schnelle Entscheidungen treffen können. Das heißt, wenn man sich Unternehmen nimmt, der perfekte Agenturkunde ist meiner Meinung nach eigentlich ein Kunde, der Mittelstandskunde, der hat irgendwie So vielleicht so 200 Mitarbeiter, 250, 300 Mitarbeiter. Da kann der Geschäftsführer oder eine Ebene drunter noch relativ schnell Entscheidungen treffen, weil das Unternehmen gehört den Inhaber, ist keine Aktiengesellschaft, sondern Konzern. Wir haben sehr viel Budget, sehr viel Geld, also massenweise Kohle ist gar kein Problem, auch mal pro Monat auszugeben und mehr. Und das sind Kunden, die nicht gar nicht in der Lage sind und gar nicht das Mindset haben, diese Agenturdienstleistungen in den nächsten paar Jahren so schnell zu inhousen. Das heißt Kunden, die man langfristig auch wahrscheinlich gut binden kann. Zudem sind es Kunden, wo der Geschäftsführer gar nicht die Zeit hat jeden Tag in den Ad Account mit zu gucken oder dass das Marketingteam, Marketingleiter oder so auch gar nicht letztendlich jeden Tag die Agentur challengen möchte, sondern möchte einfach, dass es gut läuft. Und ja, das sind tatsächlich richtig angenehme Agenturkunden. Das sind Kunden, mit denen man Geld verdienen kann und wo man sorry aussprechen. Das hat Kunden, wo man die Erwartungshaltung auch gut erfüllen kann oft bei der Erwartungshaltung von einem Mittelständler beispielsweise je nachdem keiner gibt Geld für, keiner gibt Geld für nothing einfach aus. Jeder möchte letztendlich Mehrwert, jeder möchte sein Ziel erreichen, aber der Anspruch ist definitiv ein ganz anderer. Die geben ganz anderen Feuer unter den Hintern teilweise als die Gründer, wo das Team so 12, 15 Leute groß ist, wo der Gründer so viel Ahnung von Pelz Hochschule hat, dass er meistens schlauer ist als die Account Manager. Und das ist so die Wurzel allen Übelkeits oft, was ich sehe, dass das gar nicht bewusst ist den meisten sind halt auch nicht die Cases, mit denen man sich brüstet auf LinkedIn und nicht auf eine Webseite schreibt.
Und deshalb geht das ja schon nicht Max das müssen schon sexy Namen sein. Aber das ist so cool, weil es wirklich so strategische Dimension ist, die ich wirklich in der Form noch nie gehört habe. Witzigerweise haben wir auch in den letzten Jahren letztes Jahr verstärkt sozusagen eigentlich genau das sehr intuitiv gemacht. Also wir haben auch beobachtet, dass wirklich Gründer und Geschäftsführer, sagen wir mal ab fünf Mitarbeitern hoch bis zu teilweise 50 Mitarbeitern sehr dankbar sind, wenn man ihnen zeigt, wie LinkedIn als Lead Kanal funktioniert und dass wir auch gemerkt haben, das was wir mittlerweile können, weit über was weiß ich Content und Nachrichten hinaus ist wirklich Webinare, E Mail Marketing, auch LinkedIn Ads. Leuten zu zeigen, dass man mit dem Solo Selbstständigen damit relativ wenig helfen kann. Also es wirklich so mit einer Bazooka irgendwie auf Spatzen schießen Und das Spannende war halt wirklich, wenn du dann plötzlich so gestandenen agenturgründern mit irgendwie 30 Mitarbeitern hilfst LinkedIn zu machen professionell mit deren Erfahrung, was du auch schon gesagt hast, hast du plötzlich einen ganz anderen Hebel. Also wenn du plötzlich Profi hilfst dabei das aufzusetzen, dann hat er innerhalb von drei bis sechs Monaten die Ergebnisse, die mancher in fünf Jahren nicht hätte und ist zahlungsbereiter, ist glücklicher nach der Zusammenarbeit. Und ich war so was Ja, das macht ja schon einen signifikanten Unterschied, mit wem man da zusammenarbeitet. Und das eigentlich cool, dass du das auch sagst, da mal ein bisschen länger drüber nachzudenken, weil kannst jahrelang mit zu kleinen Kunden arbeiten und es wird sich nie was verändern. Insofern ist das ein cooler Appell.
Ja, vor allem kurz oder kleine Kunden geht es darum, Verträge monatlich künden zu können, während letztlich ein großer Kunde direkt Hey, alles unter einem halben Jahr macht gar keinen Sinn, weil ich habe jetzt mein Budget für das Jahr und das will ich jetzt einplanen, So kann ich es geben. Und ich weiß, dass auch für Agenturenhaber nicht die besten Cases aus ihrer Wahrnehmung nach sind, weil sie denken, das ist mir zu langsam. Ich will eigentlich jetzt schnelles, agiles Marketing machen. Aber was oft nicht berücksichtigt ist, ist letztendlich, dass in erster Linie auch geguckt werden muss. So habe ich letztendlich als Agentur auch Spaß damit, was an Geld dabei rumkommt, bin ich profitabel damit und das wird vernachlässigt.
Das ist wirklich spannend, dass man sich sozusagen nicht von der Außendarstellung irgendwie treiben lassen sollte, so das sieht irgendwie cool auf LinkedIn aus, sondern das, was du, dass man vielleicht ein bisschen auch das Tempo rausnimmt, profitable und coole Kunden irgendwie hat, mit denen Spaß macht und dann schon irgendwie alles erreicht hat. Kriegt man denn, was mich interessieren würde. Ich glaube, Beratung ist ja noch mal ein bisschen ruhiger sozusagen, was du heute tust, als das Agenturgeschäft. Es war zumindest immer etwas, was ich auch mit gehadert habe, weil natürlich auch Leute uns immer gefragt haben, warum machst du das nicht für uns? Und ich so not a chance. Gar keine Lust drauf. Ich glaube einfach zu sehr daran, dass man es inhouse abbilden sollte. Was du auch gesagt hast, glaube ich einfach daran, wenn man da ein paar pfiffige Leute, dann kann man das ohne Probleme in house abbilden. Und zum anderen ist auch Freiheit zum Beispiel einer meiner höchsten Werte, sodass ich halt keine Anrufe am Wochenende haben will von irgendwelchen Leuten, die sagen keine Ahnung, Robert, Warum funktioniert mein LinkedIn Post nicht und ich glaube deshalb habe ich auch dieses Geschäftsmodell von Beratung sozusagen gewählt und hat auch alle seine Vor und Nachteile. Aber gibt es diese Vereinbarkeit von in Anführungszeichen deinem neuen Leben und diesem Agenturmodell? Also kriegst du es hin, weil ich kann mir vorstellen auch Leute, die zu dir kommen, Agenturgründer sind wahrscheinlich noch sehr auch in diesem Hustle Modus kriegt man die hin, dass man wirklich einen gesunden Alltag sozusagen gebaut bekommt und trotzdem dieses Geschäftsmodell fährt.
Auf jeden Fall, da geht es viel einmal um Erwartungshaltungsframing beim Verkauf, das heißt, wenn du ein Angebot abschließen, ist zweites ein guter Onboarding Prozess. Das ist das, was viele Agenturen auch falsch machen Normalerweise eigentlich sollte jeder Kunde, der zu dir kommt erstmal quasi ein automatisches also Video Onboarding bekommen, in dem ganz genau die Erwartungshaltung gesetzt werden, in dem gesagt wird, was passiert zu welchem Zeitpunkt, wie sieht die Zimmer aus. Das heißt auch selbst nach der Unterschrift müssen Kunden noch mal richtig gut erklärt bekommen, haarklein, wie das genau funktioniert.
Ruf mich gerne nicht am Wochenende an.
Genau und das ist auch ein Fehler, in dem man halt man muss halt die man muss halt diese Kunden ablehnen, also muss halt raus identifizieren, was sind die Kunden, die richtig unangenehm werden, die auch die falschen Erwartungshaltung haben. Wenn die Erwartungshaltung richtig gesetzt sind, dann kommt auch dieses Feuerlöschen auch gar nicht so oft zu. Also dann kommt das gar nicht zum Tragen, weil wenn ein kleines Feuer entsteht, dann ist es etwas, wo der Kunde darüber aufgeklärt ist.
Das ist so wichtig, dass du das sagst, weil ich habe auch das Gefühl, dass vieles sozusagen unbewusst ist sozusagen, was man einfach nicht kommuniziert hat, wo man sich dann später so ärgert und ich hatte auch noch vor ein paar Jahren die Fälle, keine Ahnung, wie Kunden an meine Telefonnummer gekommen sind, die mir dann aber WhatsApp Nachrichten geschrieben haben, also wirklich die wildesten Sachen irgendwie und ich habe dann auch höflich gesagt und ich glaube das traut sich vielleicht der eine oder andere nicht. Du schreibst mir Halt nicht bei WhatsApp schreibt sozusagen meinem Team eine E Mail, aber ich werde hier auf keine WhatsApp Nachricht von dir antworten. Das ist Familie und Freunden sozusagen vorbehalten. Und ich glaube der eine oder andere auch aus der Angst, dass er, was weiß ich nicht genug Kunden hat oder nicht genug hat, ist dann immer so, oh Gott. Und das ist witzigerweise auch das, was wir in den letzten Jahren nicht beobachtet haben, dass wir immer mehr mit Agenturgründern auch zusammengearbeitet haben, auch es unglaublich viel Spaß macht mit denen sozusagen LinkedIn zu erschließen. Weil ich habe das Gefühl, ich habe irgendwann mal dieses Hermosi Modell aufgeschnappt, dass es so Unternehmer gibt oder Gründer gibt, der mehr produktlastig sind und das welche gibt, die mehr Promotion lastig sind. Und ich glaube gerade Agenturgründer wählen das Geschäftsmodell, weil sie halt lieber mit Kunden zusammenarbeiten und sozusagen einen guten Job machen und guten Service machen. Ich würde sagen, ich bin mehr auf der Promotion Seite und lerne mal ein bisschen mehr mir Gedanken über das Produkt zu machen regelmäßig, aber so eine coole Synergie. Ich habe das Gefühl, ich muss die Jungs regelmäßig so aus ihrem Keller rausziehen. Und ja, auch wenn du ein gutes Angebot hast, muss die Welt schon davon erfahren. Und das Coole gerade bei Agentur Gründern ist, dass sie arbeiten können. Also das habe ich auch beobachtet, dass es manche Zielgruppen gibt, ich will hier keine adressieren, die halt nicht arbeiten können und auch nicht arbeiten wollen. Und das ist halt das Coole, dass gerade bei Agentur Gründern beobachtet habe, wenn die dann wissen, was zu tun ist, dann ist aber auch Attacke, let's go. Und dann ist halt cool zu sehen, dann plötzlich auch die Welt erfährt, was sie eigentlich hinter den Kulissen da tut, wie gut das funktionieren kann und wie gut auch LinkedIn als Plattform funktionieren. Kann. Ich würde mal sagen, auf die Zielgerade, damit wir auch in der Zeit bleiben. Max, was mich interessiert ist so, wie geht dein eigenes sozusagen Business? Wie gehst du da dran? Ich glaube, ich hatte verstanden, du bist noch One Man Show. Wie sieht da so die Roadmap aus? Gibt es da irgendwie, da muss ja wahrscheinlich auch innerlich so ein, wenn man So mal bis 40 Leute gewachsen ist, dann ist doch da bestimmt irgendwie sowas so das muss irgendwie alles schneller gehen und höher gehen und komm schon. Oder ist das so, ich gucke einfach mal, wo sich das hin entwickelt.
Ja, es ist ein Mix aus beiden. Also meine Erfahrung ist auch Unternehmer die brennen, die hören nie auf zu brennen ist auch gut. Unternehmer die zu viel brennen hat man gesehen letzten zwei Jahren habe ich die Erfahrung gesammelt. Mir geht's bei mir geht es oft immer darum mich zu bremsen selber Ich muss lieber mir schauen so wie kann ich noch motivierter sein, wie kann ich noch raus? Ich muss mal gucken wie kann ich langsam machen so also wie kann ich meinen Schritt wieder zurückgehen und das auch eine Übung jeden Tag tatsächlich also nicht zu viel zu viel zu machen. Genau also schlussendlich bin gerade eine One Man Show da wo es mir jetzt hauptsächlich darum geht ist Kundenprobleme zu lösen und deshalb kann ich auch jedem nur empfehlen, der jetzt eine Agentur gründet es kommt auf an welchem Markt du bist. Also die Empfehlung geht sind die pauschale Empfehlungen, sondern oftmals nicht, sondern wenn man jetzt gründen würde beispielsweise versuche einfach die Probleme deiner Kunden zu lösen. Sprich ich baue jetzt keine Webseite, ich mache jetzt kein großes Marketing, außer ich auf LinkedIn poste, sondern ich konzentriere mich 100 Prozent auf meine Beratung, auf mein Produkt, auf meine Kunden. Ganz wichtig ist bei mir aktuell ich habe kein Massenprodukt, das heißt mein Produkt ist aktuell nicht darauf aufgelegt irgendwie jetzt 30 40 Leute in so einer Masterclass rein zu sondern Kunden kommen vor allen Dingen zu mir halt weil sie bei mir eine 1 zu 1 Betreuung geben. Das heißt ich standardisiere meine Prozesse schon so, weil ich damit einfach noch besseres Produkt baue und meinen Kunden noch besser helfen kann, ganz klar. Aber genau ich habe aktuell die sprechen.
Noch mit dir persönlich richtig genau und.
Ich löse auch zusammen auch mit denen persönlich auch Probleme, weil manche Probleme dann doch so individuell und komplex sind, dass sie von mir beantwortet werden müssen ohne eine Standardantwort. Ich habe jetzt neun Kunden, nächsten Monaten wird das wahrscheinlich auch so 11 12 wachsen. Genau vielleicht wechselt mein Kunde, vielleicht wird beendet, dann nehme ich neuen Kunden mit auf. Ich kann mir schon vorstellen in der Zukunft mal noch mal zusätzlich Leute mit dazu zu holen bei mir an Bord. Das Geschäftsmodell ist aber so profitabel tatsächlich also so ein margenträchtiges Geschäftsmodell ich das alleine erst mal so stark skalieren kann, da ich mir sehr viele Gedanken einfach drüber mache, wie kann ich weiter skalieren, aber das Produkt des Willen und nicht quasi des Geldes wegen, weil das Geld deswegen quasi, also da kommt genauso Frage zum Tragen, die du meinen Raum gebracht hast heute im Gespräch, so wie will ich mein Leben führen und wie viel Geld brauche ich eigentlich? Also was, wo macht es mich noch glücklich Und deswegen, ich weiß auf jeden Fall, wenn ich mehr Leute einstelle, kann das Produkt besser machen, weil ich einfach noch mehr Kompetenzen ins Boot holen kann. Ich kann mehr Unterstützung von Leuten holen, die viel besser sind in manchen Themen als ich und es gibt da einige von, in vielen Themen bin ich nicht gut und deswegen, es wird auf jeden Fall kommen, weil ich so einen Anspruch an das Produkt habe, dass ich das gar nicht alleine in der Qualität aufbauen möchte, wie es mein Anspruch ist.
Das ist ein schöner Ansatz und das hört man ja wirklich selten. Also dass man wirklich sagt, hey, wie kann man das Produkt mit was weiß ich Mitarbeitern noch mal so viel besser machen, dass es irgendwie den Kunden noch besser hilft und nicht aus dem Geldgetriebenen sozusagen, wie kommt der Cashflow irgendwie rein und das ist ja ein cooler Ansatz, dass man da noch mal rangeht und da gibt es ja auch genug Beweise im Markt, dass auch E Com und Agentur Consulting sozusagen sehr gut funktionieren kann. Das ist doch, ja, ich habe auch wirklich ein, zwei Fälle gehört, weiß nicht, ich habe das Buch von Rework mal gelesen von Basecamp ist glaube ich da die Story, die auch irgendwie so ein eingeschworenes Team waren von fünf Leuten und gesagt haben, hey, wir haben ja unsere eingespielte Band und wir wollen lieber über sozusagen mehr Kunden in den bestehenden sozusagen Angeboten nachdenken. Also wie kriegen wir einfach 1000 Basecamp Views auf, ohne dass wir zusätzlich Mitarbeiter brauchen und zum Beispiel Jason Oppenheim von Selling Sunset, der Makler, gleiches Spiel, ich habe keine Ahnung, 15 Makler, mit denen arbeite ich seit irgendwie 10 Jahren zusammen, ich will keine Kopfschmerzen haben und will keine, keine Ahnung, 90 90 Filialen haben. Und das fand ich halt so spannend, weil ich habe das gehört, das Gefühl, das hört man selten, also auch immer wieder, ist ja immer so. Und wie viele Mitarbeiter hast du und man muss sich irgendwie gefühlt immer so ein bisschen innerlich rechtfertigen, so ja eine Handvoll und das witzig, weil ich glaube, das ist auch ein schönes Beispiel, was du heute genannt hast. Völlig legitim Und ich glaube, man muss um sein eigenes Leben bauen, was für einen passt.
Total, absolut. Wir leben in einer, wir leben in einer Aufmerksamkeit Ökonomie, wo es immer nur darum geht, quasi nicht gut genug zu sein. Und es geht auf jeden Fall darum zu erlernen, denke ich, wie man das abspalten kann. Also im Business geht es darum, wie kann ich möglichst produktiv sein, wie kann ich beste Entscheidung kommen, wie kann ich möglichst viel rausholen, hör schneller weiter, zack, let's go. Privat Letztendlich geht es darum, Gang runter zu fahren, achtsam zu sein und dazu sagen, hey, mir ist egal, was jetzt eigentlich gerade passiert, ich will im Moment halt irgendwie sein und ich versuche zu versuchen am Wochenende mal nichts zu machen. So das ist auch mal eine gute Übung. Und von daher, jeder sollte auf sich selber schauen und sich nicht davon beeinflussen lassen, was andere für Agenturen aufbauen. Gibt ja auch immense Unterschiede, auch wie profitabel manche Agenturen überhaupt sind. Das heißt Agenturen, die machen mit zehn Mitarbeitern fünfmal so viel Umsatz wie eine Agentur mit 30 Mitarbeitern. Und dementsprechend optimiere ich jetzt bei mir auf jeden Fall auf Lebensqualität, auf das Produkt. Und ich weiß jetzt nicht, dass ich mit weniger Leuten mehr Geld verdienen kann, wenn ich die richtigen Steps anleite. Und von daher, ich versuche es erstmal einfach zu halten.
Perfekt. Ein schöneres Schlusswort hätte ich heute nicht finden können, Max, wenn ich jetzt Agentur Gründer bin und vielleicht noch einen der Plätze haben will bei dir, wo melde ich mich da Am besten.
Bei LinkedIn.
Perfekt. Ja, okay, das habe ich heute mitgenommen, obwohl ja, ich weiß noch nicht, wie ich das für mich gelöst bekomme. Also insofern, es war mir eine große Ehre, coole Sachen mitgenommen, wirklich Max heute, die ich auch in der Form noch nicht gehört habe, hat mir sehr, sehr gut gefallen, auch dieses Credo. Und insofern schaut bei Max vorbei, geht Da mal bei LinkedIn rein, schaut euch den Content an. Vielen, vielen Dank dir. Wenn dir das Interview mit Max gefallen hat, dann sieh dir unbedingt als nächstes das Interview mit Daniel Bittermon an, wo wir darüber sprechen, wie er Ecom Haus auf über 30 Mitarbeiter organisch skaliert hat. Und wir ihm dabei helfen konnten, wirklich LinkedIn als Lead Kanal aufzubauen. Perfekte Ergänzung zu dem Interview mit Max. Und insofern sehen wir uns im Interview mit Daniel. Bis gleich.
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