Neue Ads-Strategie für mehr Leads | Berend Heins Interview
15 Apr 2024 · 41 min
A German podcast interview (host Robert Heineke with guest Behrendt Heinz) about building and running a profitable, small e‑commerce consulting business. Central themes: their one‑to‑one, high-touch consulting model for e‑commerce/Amazon brands (clients scaling from ~10k/month to seven‑eight‑figure revenue), acquisition tactics (Meta ads funneling to a podcast landing page, entertaining cold ads + extensive retargeting), content mix (podcast as a primary lead source, YouTube/shorts, Instagram/TikTok), and strategic choices around team size, profitability and product-market fit.
Questions this episode answers
April 15, 2024.
Around 3.5 people (three full-time plus one minijobber).
Clients usually start around €10–15k per month.
They stated they can support clients up to about €1 million per month.
About €10k per month.
Chapters
Wie baut man sich ein digitales Beratungsunternehmen auf, das nicht nur richtig Spaß macht, sondern auch noch sehr profitabel ist? Genau diese Frage habe ich mit meinem heutigen Gast Behrendt Heinz diskutiert, der sich ein kleines und feines Beratungsunternehmen aufgebaut hat in den letzten Jahren und das in einem der umkämpftesten Märkte und zwar in dem E Commerce Bereich. Und gleichzeitig hat Behrendt meine Aufmerksamkeit gewonnen, weil er eine unglaublich coole Marketingstrategie ausgepackt hat in dem Vorgespräch und ich freue mich, das mit ihm zu diskutieren und und wie er sein Beratungsunternehmen wirklich erfolgreich aufgebaut hat und heute führt. Ich freue mich auf ein wahnsinnig spannendes Interview heute. Bernd, du hast tatsächlich in einem der Vorgespräche meine Aufmerksamkeit bekommen, indem du erzählt hast, dass du Werbeanzeigen auf Podcast Folgen machst. Und da dachte ich mir, ah, der Mann hat Plan von dem, was er da tut und da muss mehr dahinter stecken, weil du tatsächlich in einem absoluten Haifischbecken unterwegs bist. E Commerce Beratung, ich glaube, einer der umkämpftesten Märkte, den es irgendwie im deutschsprachigen Raum gibt. Ich freue mich, dass du hier bist und wir ein bisschen darüber diskutieren können, was du in deiner Beratung machst und vor allem, wie du diesen täglichen Kampf seit Jahren anscheinend ganz gut gewinnst.
Geil, Robert, ich freue mich und du hast vollkommen recht, es ist ein Haifischbecken.
Ja, vielleicht fangen wir vorne ein bisschen an. Du machst das ja unter deinem Namen, Bernd Heinz, sozusagen. Wie sieht die Beratung aus? Wer sind da eure Kunden und was macht ihr mit denen?
Yes. Unsere Kunden sind E Commerce Brands oder Amazon Brands, die mit einem Online Shop durchstarten wollen, meistens so irgendwo zwischen 10 und K, die bei uns starten und wir begleiten sie dann eben auf sieben bis achtstellige Umsätze. Und unsere Beratung sieht so aus, dass wir eins zu eins mit den Leuten zusammenarbeiten. Wir hatten früher auch mal so einen Gruppencoaching Ansatz, das mittlerweile eine Sache, von der wir uns sehr krass distanzieren, was wir nicht mehr machen. Das heißt, jeder Kunde hat Zugriff zu meinem persönlichen Kalender und kann sich jederzeit einbuchen und wir sind eher wie so ein temporärer Co Founder, Co CEO, sage ich mal, für unsere Kunden.
Cool und Wenn du von wir redest, wie viele Leute seid ihr?
Wir sind tatsächlich ein relativ kleines Team. Wir sind aktuell dreieinhalb Leute, drei voll mit mir und einen Minijobber und ein Zwerg. Ja, genau.
Gefällt mir. Ich habe das Gefühl, dass wirklich, ja, ich weiß nicht, so Gruppenprogramm haben wir uns auch irgendwann komplett von distanziert. Ich habe auch das Gefühl, dass einfach für die Kunden kein gutes Erlebnis ist. Ich glaube, dass es bestimmten Preispunkt dafür gibt, wo man das rechtfertigen kann, dieses weniger interessante Erlebnis oder dies weniger gute Erlebnis. Aber ich glaube, das Entscheidende ist, dass man auch selbst entscheiden muss als Founder mit wem, also wie will man mit den Kunden zusammenzuarbeiten Und das haben wir auch gemerkt, dass eins zu eins einfach viel mehr Spaß macht, viel mehr Ergebnisse erzielt und das cool zu hören, dass ihr das auch macht, weil wahrscheinlich auch viele E Comme Founder das irgendwie vermissen, wirklich so intensiv von euch betreut zu werden.
Ja, safe. Und dadurch, dass wir nicht mit Anfängern, also brutalen Anfängern oder Dropshippern irgendwie zusammenarbeiten, macht es halt einfach auch keinen Sinn, Gruppen Coaching anzubieten, weil es einfach mega individuell ist und auch ein gewisses Pricing, sage ich mal, durchgesetzt werden kann.
Kannst du erzählen, wie so also vielleicht einen ehemaligen Kunden oder so oder einen aus der Zusammenarbeit aktuell, wie man sich so eine Zusammenarbeit vorstellen kann? Weil ich kann mir vorstellen, mit Kick Off startet ihr sortiert wahrscheinlich, wo der Shop steht, wie dann eine Roadmap aussehen kann, aber auch so die Klaviatur, wie ihr spielt, weil es ja schon recht komplexes Geschäftsmodell, wenn man so E Com sich anguckt, welche Kompetenzen ihr da alle abdeckt.
Ja, also größtenteils. Also erstmal im Onboarding geht es, wie du sagst es einmal so ein Rundumschlag, einmal so ein Aufräumen, auch einmal so ein Ausmisten. Teilweise dann auch auch Agenturen, die gekickt werden oder Freelancer, die gekickt werden direkt, weil es einfach keinen Sinn macht an der einen oder anderen Stelle. Und dann ist natürlich sehr, sehr Marketing lastig, logischerweise im E Commerce gerade auf dem Level. Das macht halt erst wirklich Spaß, wenn du halt ein paar Millionen irgendwie auch umsetzt im Jahr und Da dann primär Meta Ads sehr, sehr viel Google Ads sehr, sehr vie Influencer Marketing sehr, sehr viel und natürlich ganz Am Anfang auch das Thema Conversion Rate Optimierung, Offergestaltung und solche Geschichten, damit überhaupt das Marketing auch dann kommen immer wieder weitere Themen, sage ich mal dazu mit zunehmendem Wachstum, dann kommt man irgendwann an den Punkt, es kommen super viele Bestellungen rein, es muss halt irgendwie Ordnung reingebracht werden ins Controlling, in die Finanzen, in den Kundensupport, so Ticket Tools aufsetzen. Wir geben den Leuten dann einfach wirklich dann die Sachen, die sie halt jetzt gerade brauchen und das halt ein sehr sehr ganzheitlicher Ansatz, sage ich mal Und Beispielprojekte. Wir hatten eine Kundin mit einem kleinen Fashion Label hier aus Köln, hat so 10 15K im Monat ungefähr gemacht, also wirklich ganz ganz am Anfang, aber mega coole Brand und auch mega coole Gründerin und mit der sind wir gestartet und haben dann, das war letztes Jahr im Oktober oder November war es glaube ich Ende Oktober ungefähr, das heißt wir haben dann den ersten Monat direkt Black Week und so was gehabt. Eigentlich wollte die das komplett links liegen lassen, weil sie gesagt hat, Winter läuft bei uns immer richtig scheiße Und dann haben wir halt einmal angefangen überhaupt erstmal zu machen und dann halt eine geile Aktion, sage ich mal durchzuplanen in der Black Week und dann wurde direkt im ersten Monat der Umsatz verziehen. Das war auf jeden Fall ganz geil und auf dem Niveau wird es auch jetzt gerade gehalten durch die ersten Monate des Jahres. Glückwunsch das echt mega cooles Projekt gewesen. Ansonsten haben wir aber auch Projekte. Bei ihr war es so, dass sie alles alleine macht, also sie hat jetzt irgendwie gar keine Agenturen und Freelancer drin, was auch in vielen Fällen Sinn macht. Wir haben aber auch da keine klare Linie, sage ich mal, dass wir anti Agentur sind oder komplett nur auf Inhouse. Wir sind da eigentlich relativ based und gucken einfach was Sinnvolles. Ich habe eine andere Kundin, die ist schon ein Stückchen und da würde es jetzt zum Beispiel keinen Sinn machen, dass sie sich mit den Themen komplett alleine beschäftigt. Die ist mit uns gestartet, hat sie ungefähr so K im Monat gemacht und wir haben einmal das Ding mit ihr neu geordnet, Shop Positionierung einmal fokussiert, sage ich mal auf das Hauptthema und dann haben wir einfach geile Agenturen reingeholt für alle Plattformen und ihr ein vernünftiges Agenturen Setup gebaut und die macht jetzt mittlerweile so 6 7 800 K im Monat und das ist auch ein cooles Projekt, wo wir jetzt auch mittlerweile schon über zwei Jahre drin sind.
Ja, cool. Also das muss man ja sagen, man braucht schon ein ganz schönes Skillset, um sozusagen diese ganze Journey sozusagen abzudecken und das vielleicht auch etwas, was euch dann sozusagen als Agentur auszeichnet, das wie so ein One Stop Shop sozusagen ist, dass man für den gesamten Wachstum zu euch kommen kann. Und ist sozusagen das auch so Größen, die ihr maximal betreut habt, irgendwie Kundinnen und Kunden bis irgendwie K pro Monat oder bis wohin würdest du sagen, kannst du dich zuverlässig, würdest du dir das zuverlässig zutrauen?
Ja, ich würde ungefähr sagen bis Mio im Monat. Das können wir auf jeden Fall richtig gut. Und genau, das ist so, der sollte.
Ja für den einen oder anderen schon nicht ganz uninteressant sein.
Absolut, absolut. 100 Prozent. Ich meine, das ist auch, ich habe ja selbst auch einen Onlineshop aufgebaut vor einigen Jahren, der hat dann auch irgendwie seine zwei, zweieinhalb Mio oder so was gemacht im Jahr. So da habe ich selbst Erfahrung in dieser Richtung. Es wird natürlich immer größer, das merke ich schon über die letzten Jahre, weil man einfach mehr Expertise hat etc. Aber das ist so der Bereich, wo wir richtig gut sind. Also ich würde sagen, wir sind richtig gut, wenn man halt irgendwie ein Projekt hat, wo so ein Product Market Fit schon da ist oder zu erahnen ist, sage ich mal, das halt auf ein richtig geiles Level zu bringen, das halt Spaß macht und das zu professionalisieren, das ist unsere Stärke, würde ich sagen.
Das ist ja immer die Hälfte der Wahrheit. Also man merkt ja, es gibt sehr viele Anbieter, glaube ich, auch da draußen, die einen guten Job machen und dann kommt die andere Hälfte. Wie kriegt man jetzt die Aufmerksamkeit der Ecom Founder, wie du selbst gesagt hast, die glaube ich, aus jedem Winkel sozusagen bombardiert werden mit Pitches? Ich glaube, es gibt Agenturen, es gibt Berater wie irgendwie am Sand, am Meer. Was würdest du sagen, ist deine Geheimformel sozusagen geworden in den letzten Jahren, um doch weiterhin sozusagen Beratungskunden und das würde ja für Agenturkunden dann wahrscheinlich auch gelten, die Leute für euch zu überzeugen?
Ja, Boah, das ist eine sehr gute Frage. Da kommen auf jeden Fall so ein paar Sachen zusammen, würde ich sagen. Zum einen ist es, glaube ich, extrem wichtig, da eine Konstanz drin zu haben. Also wir machen konstant seit drei Jahren auf dieses Offer Marketing Ads und wir haben teilweise Sales Cycle, die gehen zwei.
Jahre Und das heißt, Funnel ist sozusagen Facebook Meta Ads auf Homepage, auf Homepage, ganz einfach so Gesprächs Funnel, wie man ihn taufen würde.
Stumpf ist Trumpf, bin ich ganz großer Verfechter davon. Das ist auf jeden Fall extrem wichtig, dass man permanent am Start ist, weil du brauchst einfach super viele Touchpoints und dann halt auch den richtigen Moment, sage ich mal, fürs Angebot. Ohne das geht es aus meiner Sicht nicht.
Da ist der größte Ad Spend sozusagen drauf.
Ja, okay, 100 Prozent, also mit Abstand der größte Teil. Genau, also die Konstanz extrem wichtig. Und dann ist bei uns, ich würde sagen, zwei Sachen machen es uns gerade möglich, dass wir richtig, richtig gut trotzdem trotz des großen Wettbewerbs, sage ich mal, noch wirtschaften können. Erste Sache, wir sind einfach ein bisschen anders als die meisten anderen Anbieter, sowohl von unserem Offer her, das ist der erste Punkt, weil wir halt einfach eins zu eins machen, sondern unsere Zielgruppe, die ist extrem verbrannt. Die haben alle schon schlechte Erfahrungen gemacht mit Agenturen, mit Beratung, wirklich, wir haben es fast in jedem Gespräch und das sind halt meistens dann irgendwie Gruppen, Modelle oder halt Agenturen. Wir sind halt einfach eine neue Lösung und eine Sache, die sie halt vermisst haben bei den anderen Lösungen, wir sind halt sehr auf Augenhöhe. Und das gepaart mit der dritten Sache und das ist einfach unsere Art, also unsere Werte, die wir ausstrahlen. Es sind ja viele in unserem Bereich, sage ich, unterwegs, die ein bisschen protzig unterwegs sind. Dicke Uhren nach außen tragen, du bist verwundert, nach draußen tragen, dicke Autos nach außen tragen, finde ich persönlich auch alles cool, mag ich auch, aber wir machen das überhaupt nicht. Wir sind halt von unseren Werten her und ich auch von meiner Person, das ist das, was ich auch lebe und was ich auch selbst verkörper. Ich bin halt sehr down to earth, sehr bodenständig, sehr entspannt und locker drauf, sehr nahbar, so einfach sehr auf Augenhöhe. Und das vermisst man halt einfach bei vielen anderen Anbietern. Und ich glaube, diese Mischung macht es.
Am Ende ja spannend. Und das heißt sozusagen, okay, Großteil des Media Budgets sozusagen geht auf Webseite auf das Telefonat. Kannst du erzählen, was ihr da pro Termin bezahlt?
Pro Termin, Boah, das ist eine sehr gute Frage. Lass mich mal ganz kurz gucken.
Das wäre spannend, was da in dem Space, was man da bezahlt.
Wir zahlen, also wir sind da recht günstig unterwegs tatsächlich. Wir zahlen, haben jetzt letzten Monat für einen Termin unter 150 gezahlt.
Krass, das ist sehr gut. Und dann sozusagen Ad Creatives, wechselt ihr irgendwie monatlich, wöchentlich oder wie sieht euer Ad Creative System aus?
Alle paar Monate, würde ich sagen. Wir haben eine Kampagne, die auf Neukunden geht, also wo wirklich komplett neue Kontakte generiert werden. Das sind dann auch die Ads, sage ich mal, wo die Werte extrem rüberkommen. Also einmal sozusagen, ja, aber wo wirklich auch bestehende Audience ausgeschlossen wird, um einfach neue Leute in den Funnel reinzuholen. Das sind dann so, vielleicht hast du die Ads schon mal gesehen, wo ich irgendwie so Sketche mache, am Anfang, so am Packen bin und so. Die sollen halt so ein bisschen zum Schmunzeln bringen, zum Lachen bringen, haben danach aber auch komplett Direct Response Inhalt, sage ich mal, der auch direkt konvertieren soll. Tun sie auch immer direkt, aber das ist halt ein geiler erster Touchpoint und das ist auch das, worauf wir immer wieder angesprochen werden, was halt im Kopf bleibt, sag ich mal, weil es sich halt einfach anders anfühlt als diese 100 Millionen Euro und keine Ahnung was.
Weißt du in die Gruppe ganz genau.
Das ist halt einfach irgendwie ein bisschen sympathischer und ich finde es auch ehrlich gesagt persönlich ziemlich geil, so mit ein bisschen Entertainment und Humor so da rauszugehen. Und dann haben wir eine fette Retargeting Kampagne, wo dann noch mal irgendwie sieben, acht verschiedene Formate mit diversen Versionen drin sind und die erweitern wir eigentlich ständig. Also da gerne schon jeden Monat eigentlich neue, was diese Banger in Anführungszeichen am Anfang angeht. Die machen wir vielleicht einmal pro Halbjahr, vielleicht zweimal, je nachdem.
Aber das ist spannend sozusagen. Du stichst in den Markt sozusagen mit einer Entertaining Ad, um die Welt in deinen Kosmos zu bekommen, um wahrscheinlich den Pixel sozusagen feuern zu lassen von den Leuten, die irgendwie richtig sind. Und die Conversion entstehen dann wahrscheinlich in den Retargeting Kampagnen sowieso.
Ich meine dadurch, dass wir auch dann so lange Sales Cycle haben. Klar sind immer Leute dabei, sie sofort anfragen und dann auch innerhalb Vom Erstkontakt nach 14 Tagen kaufen und Kunde werden. Ist halt einfach der kleinere Teil. Logischerweise müssen wir einfach diese ganzen anderen Ads, die müssen einfach permanent laufen, um uns in den Kopf Sind das dann.
Keine Ahnung, Sind das dann Ad Sets irgendwie für 15 Euro oder für was laufen die? Weil so eine Retargeting Audience wird ja nicht gigantisch groß sein.
Ich würde sagen, da gehen so 30 prozent des budgets geht ins Retargeting und da ist ein CBO kommt halt ins Setup, da wo halt dann die ganzen Ad Sets laufen. Also es sind dann pro Ad Set teilweise 10, 15 Euro am Tag, teilweise ein bisschen mehr.
Das ist noch mal gut zu hören. Das muss man ja wirklich sagen, dass Meta es da einem relativ leicht gemacht hat, irgendwie das Media Buying Thema sozusagen zu machen. Und ich mag dein einfaches Setup zu sagen, hey, mit einem richtig guten Ding gehen wir in den Markt und dann ist eigentlich unsere Kompetenz wahrscheinlich auch zu zeigen, im Retargeting möglichst viele unterschiedliche Touchpoints irgendwie aufzubauen, weil ich auch gerade witzigerweise vor ein paar Wochen erst diesen Funnel gelauncht habe, so wie ihr den habt und erschrocken war, wie schnell darüber Termine kamen und auch erschrocken war, dass auch nur einer von ein paar halt direkt irgendwie zugesagt hat, weil ich immer ein großer Fan war von Webinar Funnels, bis mich ein Kumpel überzeugt hat und meinte, ja Robert, wer geht in Webinare? Leute, die halt in der Journey noch viel weiter vorne sind, probier mal Leute zu kriegen, die direkten Termin buchen, die sind halt in der Marktphase, dass sie auch direkt sozusagen kaufen wollen und keine 50 ad spend später hatte ich den ersten Termin drin und ich war so, okay, das ist crazy shit.
Das ist, finde ich auch gut. Ich finde es auch immer ganz ehrlich, man kann extrem kompliziert aufsetzen, aber warum, warum zur Hölle? Es ist alles schon kompliziert genug. Einfach simpel halten die ganze Sache.
Das ist cool zu hören. Aber dann gibt es ja auch noch so ein Content Marketing Layer bei dir oder nicht? Da bist du doch auch recht aktiv. Was hast du da alles? Außer ich habe gehört, Behrendt, relativ große Schande, kein LinkedIn, was ist da los? Da muss ich ja heute dein Commitment kriegen dass ich dich da mal wieder sehe demnächst.
Du wirst mich dieses Jahr auf jeden Fall noch auf LinkedIn sehen, das kann ich sagen.
Weihnachtspost incoming vielleicht auch schon ein Stückchen vorher.
Genau, haben wir lange gemacht, machen wir seit dem Jahr ungefähr nicht mehr, weil mir die Plattform auf den Sack geht und weil wir uns von der Company ein bisschen verkleinert haben und wir uns einfach neu finden mussten, sage ich mal, was unseren Fokus angeht. Genau, aber ansonsten das Größte im Content Marketing ist auf jeden Fall der Podcast Onlineshop Geflüster heißt der. Der ist im E Commerce Bereich auch eigentlich sehr, sehr, sehr, sehr häufig in den Charts drin, Marketing Charts und so. Und der läuft echt konstant gut durch. Mache ich jetzt seit knapp über zwei Jahren. Und das ist echt der mit einer der wichtigsten Bestandteile, sage ich mal, in unserem Marketing, weil die Leute, die über den Podcast zu uns kommen und die das angeben bei der Terminbuchung, dass sie darüber aufmerksam geworden sind, die haben schon gekauft. So, das ist wirklich Bestellung annehmen. Das ist krank. Wirklich sehr, sehr krasser Unterschied zu gibt.
Es die immer noch, die Ads, dass ihr im Retargeting gehen, die dann auf Podcast folgen, wirst du wahrscheinlich nicht kalt.
Machen oder doch auch kalt auf dem Podcast.
Und was konvertierst du da? Also was trackst du da?
Das ist eine sehr gute Frage. Ist gar nicht mal so einfach tatsächlich, weil du kannst ja auf Spotify raufleiten, auf Apple Podcast kannst du raufleiten, macht aber keinen Sinn, weil der Algorithmus kann gar nichts greifen und du kriegst am Ende einfach nur günstige Klicks dahin. Wir haben das alles mal ausgetestet. Wir hatten mal Variante 1 direkt auf die Plattform, ohne dass man es halt tracken konnte über ein, zwei Wochen lang. Variante 2 war die Variante, die wir auch jetzt heute noch haben. Das ist eine Podcast Seite, relativ simpel, kleine Header, wo einfach der Podcast gepitcht ist, darunter noch einmal ein bisschen Geschichte, glaube ich, von mir, dann der Podcast Player noch mal eingebunden, dass man noch mal eine Folgenübersicht hat, weil man das ja nicht direkt auf den ersten Blick sieht. Und dann darunter noch mal ein paar Case Studies und die Querverlinkung zur Homepage. Witzigerweise kommt darüber auch tatsächlich Termine rein, über die Ads dann innerhalb von sieben Tagen und auch von der Podcast Seite, sage ich mal. Und da optimieren wir auf den Button auf der Seite, wo es zum Podcast geht. Weil dann hast du ja wieder drei Buttons, Spotify, Apple und so weiter. Darauf optimieren wir. Und was wir sonst noch mal hatten, war so ein externes Tool, was immer deutlich besser war vom Tracking her und deutlich einfacher, deutlich schneller und so, wo dann einfach nur der Podcast war, man sich direkt die Plattform aussuchen konnte. Aber das mit der Website macht am meisten Sinn für uns, weil du halt gleichzeitig auch noch einen guten Touchpoint hast, gerade bei neuen Kontakten, weil die Leute direkt mal einen ersten Eindruck von mir bekommen und auch direkt zur Website hingeleitet werden.
Warum hat man das noch nie gehört? Das hört sich irgendwie so schlüssig an, habe ich das Gefühl.
Ist auch sehr simpel eigentlich. Und wir machen es eigentlich auch immer gleich. Man sieht es auch, wenn man bei uns in die Werbebibliothek reinkommt. Wir haben einmal im Monat, machen wir neue Creative Stufe fertig und das besteht dann einfach nur daraus, dass wir gucken die Folgen aus dem Monat, was davon macht irgendwie Sinn, auch auf neue Kontakte. Also wo hat man vielleicht auch direkt den Direct Response Ansatz wieder drin oder halt einen guten ersten Touchpoint und was klickt, was ist auch irgendwie clickbait genug, sage ich mal, dass es funktioniert. Dann machen wir die rein, lassen die Monat laufen und dann kommen wieder neue Sachen.
Echt geiler, geiler Funnel, muss man wirklich sagen, weil man steckt ja super viel Zeit und sozusagen und Aufwand auch in die Podcast Folgen rein. Ich habe immer das Gefühl, das sind immer zwei so Spiele, die man hatte. Man hat irgendwie kalte Werbeanzeigen in irgendeinen Funnel auf einer Webseite und dann hast du irgendwie durch Zufall schlittern die Leute dann in deinem Podcast. Also keine Ahnung, wenn du eine E Mail Liste hast, dann kannst du die Leute noch irgendwie halbwegs dahin lotsen, Aber die Abkürzung zu nehmen und sie direkt in deinen besten Content irgendwie zu schicken, ist ja irgendwie das Smarteste, was man machen kann.
100 Prozent. Ja, ist echt mega gut. Machen wir jetzt auch schon seit zwei Jahren, seit der Podcast da ist, schalten wir konstant Ads drauf und es macht einfach nur Sinn und es funktioniert richtig gut, weil wenn die Leute einmal im Podcast drin sind, dann kriegen wir selber.
Kann man ja auch so Binge Watchen irgendwie.
Ganz genau. Dann hören sich einfach alle Folgen an.
Crazy. Und da geht dann auch ein Teil vom Budget sozusagen kalt drauf irgendwie diese.
10 Prozent oder sowas.
Okay, das ist natürlich, das gefällt mir Behrendt, solche Strategien, die will ich heute aus dir rauskitzeln.
Da haben wir die erste wirklich.
Da haben wir wirklich die erste, weil ansonsten, was hast du als Agentur oder als Beratungs noch so für Alternativen? YouTube kann man noch machen und da.
Ein bisschen unterwegs machen wir auch. Boah, machen wir jetzt mit einer kleinen Pause zum Jahres oder zum Ende letzten Jahres gesagt, wir haben Team umgestellt und so. Da haben wir auch YouTube einmal eingedampft für einige Zeit, weil es einfach nicht der Hauptkanal ist halt einfach ein langfristiges Game, so muss ich hier nicht erzählen. Genau, da haben wir jetzt mittlerweile knapp 2, ne 1000 irgendwas Abonnenten, keine Ahnung. Also wirklich sehr am Anfang, sage ich mal, so ein paar Videos, die schon ein bisschen Reichweite gezogen haben. Wir kriegen auf jeden Fall immer mal wieder Leads darüber rein, auch Leute, die sonst nicht irgendwo uns kannten. Und da hauen wir Content raus. Nicht so vom Ansatz her wie du. Wir hatten ja schon drüber gesprochen, dass wir uns so richtig viel Zeit nehmen für die einzelnen Videos. Vereinzelt sind machen wir mal so wirklich Schritt für Schritt Anleitungen zum direkt Nachmachen, aber auch die sind schnell erstellt. Wir machen da eher so einen schnellen Ansatz, sage ich mal, weil es für mich, es passt besser zu mir, weil mein Content Workflow sieht so aus, um das kurz noch mal fertig zu machen. YouTube zweimal die Woche Podcast, zweimal die Woche Instagram, TikTok und YouTube dann auch noch Shorts Daily. Das ist eigentlich das, was wir im Content Marketing machen. Und ich stecke da vielleicht, wenn es hochkommt, ist es einen Tag im Monat, den ich da reinstecke, so ein bis anderthalb Shootings, würde ich sagen, die wir im Monat machen, wo ich meistens so ein bis zwei Stunden brauche, um die vorzubereiten. Und dann ist es ungefähr anderthalb Stunden Shooting und wir knallen einfach alles weg und die Shots ziehen wir einfach nur aus den Langformaten raus und das reicht.
Um euch sozusagen auszulasten und genug Inbound Lead zu bekommen. Ja, was habt ihr für einen monatlichen Ad Spend?
Der ist relativ überschaubar, ungefähr bei 10.
K. Ja, aber ist so eine gute Größe sozusagen, um darüber seine Termine sozusagen zu bekommen. Crazy. Wie gehst du mit der Marktsituation um? Du hast vielleicht auch ein paar Player sozusagen da draußen genannt, die es irgendwie gibt. Und ich habe das Gefühl, auch gerade auf der Content Seite wird es immer kompetitiver, weil die Inhalte auch immer besser werden. Wie gehst du damit um? Blendest du das aus? Konzentrierst du dich auf euch, auf eure Kundenarbeit? Oder was würdest du vielleicht auch anderen Agenturen, Gründern irgendwie sagen, die, keine Ahnung, zittern, weil sie nicht mit den Großen irgendwie mitspielen können? Wie geht man damit um?
Boah, das ist eine sehr gute Frage. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Inspiration oder inspiriert werden und ignorieren.
Oh, das ist eine gute Kombination.
Ist auf jeden Fall eine gute Kombination. Also ich schaue es mir punktuell mal an, was so gemacht wird. Ich meine, man kriegt es ja auch dann teilweise selbst in dem Feed so reingespült, was irgendwie läuft. Man kann immer was davon lernen und das sollte man auch auf jeden Fall tun, weil es hat ja auch immer einen Einfluss, sage ich mal, auf die Kontakte, die auch in deinem Kosmos, sage ich mal, unterwegs sind, weil die kriegen ja sowohl von dir als auch von den anderen Anbietern wahrscheinlich dann gezeigt. Zumindest hören wir auch diese Namen, sage ich schon immer bei uns in den Gesprächen. Und ich vermute mal, dass es auch bei den anderen ähnlich sein wird, dass unser Name da ab und zu mal fällt. Genau, und da muss man sich auf jeden Fall halt schauen, dass man da mithalten kann, was das angeht, was gemacht wird. Aber viel wichtiger für mich jetzt auch in den letzten 12 Monaten war das Ignorieren. Einfach unser Ding machen, zu gucken, was sind unsere Stärken, worüber stechen wir heraus, was ist das, was, wo eigentlich immer bei uns die besten Kunden, sage ich mal, herkommen, die Sachen einfach richtig gut zu machen und einfach einen geilen Job machen und sich nicht zu sehr beirren zu lassen, nach links und rechts zu gucken, sondern einfach das Ding zu machen, fertig.
Das hört sich gut an, weil ich glaube, die Mischung ist eigentlich perfekt, sich so ein bisschen Inspiration rauszuziehen und gleichzeitig irgendwie nicht sich davon verunsichern zu lassen und das wirklich irgendwie zu ignorieren. Das ist ein bisschen angesprochen, dass ihr auch euer Team sozusagen verkleinert habt. Wie bist du damit umgegangen? Weil ich glaube, das ist ja für viele auch immer so, so dunkle Nächte und die Sorge so, Gott, wir schrumpfen irgendwie und es geht alles nicht nur in eine Richtung. Aber ich habe auch irgendwie aus den Zeilen gelesen in der Interviewanbahnung, dass dir irgendwie total gut getan hat, hatte ich das Gefühl und meinte, es war einer der besten Schritte, die wir irgendwie gemacht haben. Da würde ich tatsächlich gerne mal hören, wie du das erlebt hast.
Ja, safe, gerne. Das war letztes Jahr im Juni, wo wir das gemacht haben. Davor das Jahr, da habe ich mich sehr viel verglichen, muss ich sagen. Und da hatte ich irgendwie gar nicht.
Kompliment geht raus.
Man kennt es ja, man ist unterwegs, man kriegt überall Werbeanzeigen angespielt, man kriegt von jedem zu hören, du musst größer werden, wenn du nicht, keine Ahnung, 10 Mio. Machst, bist du kompletter Lappen, was auch immer. Das kriegt man ja einfach mit. Und wenn man selbst dann irgendwie ein kompetitiver Typ ist und auch irgendwie eine Ambition hat, dann kann es schnell passieren. So ist zumindest bei mir gewesen, dass man halt irgendwie so ein bisschen sich verrennt in dieser ganzen Sache und eigentlich zu eigentlich nicht sich nicht auf die richtigen Sachen fokussiert. Und das war bei uns auf jeden Fall auch der Fall. Wir haben, ich war die ganze Zeit unterwegs, wir müssen heilen, wir müssen mehr Leute sein, dann können wir auch mehr Umsätze machen, wir müssen dies noch machen, wir müssen das noch machen, wir müssen hier auf YouTube am Start sein, wir müssen LinkedIn machen, wir müssen PR irgendwie generieren, wir müssen hier Blogartikel schreiben, alles irgendwie mitgenommen, was an Möglichkeiten da gab. Und da kam dann irgendwann der Moment so Alter, wofür mache ich das eigentlich alles? So, ich will ja nicht erst in drei Jahren richtig Spaß haben, auch finanziell richtig Spaß haben, soll jetzt Spaß machen und soll nach vorne gehen. Und das war dann ein Punkt, wo ich einfach gemerkt habe, irgendwas ist eine Schieflage. Das war tatsächlich auch der Punkt, wo wir dann umgestellt haben von Gruppen Coaching zu, weil das habe ich auch gemerkt, dass ich das nicht mehr gefühlt habe, dass wir dadurch einfach teilweise auch nicht so die geilsten Kunden und sowas hatten. Da waren dann einmal super viele Veränderungen und das war natürlich in dem Moment crazy und auch vorher crazy, weil man natürlich alles in Frage stellt in so einer Situation irgendwie. Ich meine, du hast ja dann auch irgendwo versagt als Führungskraft, wenn du dann irgendwie Leute rausschmeißen musst und merkst, irgendwie ist der Plan nicht so aufgegangen, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber am Ende des Tages gehört es dazu, da muss man Größe zeigen und das dann halt einfach machen, wie es richtig ist fürs Unternehmen. Und ich muss sagen, jetzt fast ein Jahr später, wie du gerade selbst schon gesagt hast, es war wirklich eine der wichtigsten und wenn nicht die wichtigste Entscheidung irgendwie in der Firmengeschichte. Und es hat so gut getan, weil wir heute, wir machen mehr als doppelten, fast dreifachen Umsatz mit der Hälfte der Leute und einem viel Linien Setup und haben viel geilere Kunden, viel geilere Ergebnisse. Ich habe viel mehr Spaß bei der Arbeit. Es macht einfach alles viel mehr Sinn.
Endlich kann sich wirklich Copy Paste machen und genau das bestätigen. Genau diesen Transformation Prozess habe ich gefühlt in den letzten zwölf Monaten auch gemacht. Zielgruppe komplett gewechselt, mehr eins zu eins etabliert, wieder Freude an der Arbeit irgendwie gefunden, viel kleineres Team mittlerweile deutlich mehr Umsatz dadurch. Und vor allem, ich habe das Gefühl, keine Ahnung, aus dem Augenwinkel habe ich immer das Buch Profit First gesehen und dachte mir so, ja der Titel ist alles. Dann habe ich aber mal gelesen und dachte mir so und ich habe das Gefühl, in den letzten Jahren wurde auch immer so krass und das cool, dass du das gesagt hast, dieses ja, es geht natürlich um Status und den anderen zu zeigen, was man für ein toller Hecht ist. Und ich glaube einfach, die Mitarbeiteranzahl ist einfach so was, wo man sagen kann, ja, Ich habe irgendwie 20 Leute sitzen, aber irgendwann habe ich auch gemerkt, das wird überhaupt nicht meine Straße sein oder zumindest habe ich nicht den Business Case dafür. Außerdem habe ich überhaupt keine Lust auf Management, da bin ich komplett raus, außer ich finde da jemand, der da richtig Lust hat vielleicht. Aber einfach gemerkt, eigentlich ist so Profit pro Mitarbeiter die viel interessantere Kennzahl, was bleibt wirklich eng Und ich sehe das jetzt auch bei den einem oder anderen Kumpels, die sich halt riesen Kisten aufgebaut haben. Profitabilität leidet immer weiter darunter und dann gehst du auch nicht mal eben wieder zurück. Und ich habe das Gefühl, diese Phase irgendwie einmal durchzumachen und zu merken, hey, wer ist man eigentlich selbst als Gründer? Was macht einem eigentlich selbst Spaß, mit welchen Kunden will man auch zusammenarbeiten, dass das so entscheidend ist, um sich wirklich gesundes Unternehmen aufzubauen, was man auch in den nächsten fünf oder zehn Jahren irgendwie macht.
Extrem, ja, 100 Prozent. Das ist auf jeden Fall interessant, dass du was ähnliches durchgemacht hast.
Voll. Und das war wirklich ein ekliges. Es waren eklige erste Monate. Heute, denke ich mir.
Wie lange hat es gedauert, als bei euch dann richtig Rückenwind kam und es so richtig nach vorne gegangen ist nach den Änderungen?
Also das Verrückte, es gab so ein paar Fehler, die wir sozusagen gemacht haben, die einfach ein bisschen gebraucht haben, bis es funktioniert haben. A sind wir in einem relativ kompetitiven Markt, wie im Ecom Space eigentlich auch, dass sozusagen dieser LinkedIn Beratungsmarkt unglaublich crowded geworden ist und dass aber die Lösung, die die Anbieter sozusagen präsentieren im Markt immer die gleiche ist und eigentlich Social Selling ist. Jeder bringt dir Content und direkt Nachrichten bei. Das bedeutet, das haben wir inhaltlich längste Zeit auch unseren Kunden beigebracht und kannst du halt dem Markt nichts Neues mehr präsentieren und versuch mal was zu pushen, was jeder irgendwie mal gehört hat oder ein YouTube Video dazu findet. Das bedeutet, ich muss auch noch mal zurückgehen zum Produkt. Und da gibt es dieses coole Zitat von Homozi, der meinte, du machst Vertrieb, weil du kein Marketing kannst und du machst Marketing, weil du kein Produkt kannst. Und ich so, ey, hat er. Dann bin ich halt echt noch mal zurückgegangen und Ich hatte so, aha, Momente, wo andere Anbieter plötzlich ein besseres LinkedIn in Profil hatten als ich. Und ich war so, okay, das darf auf gar keinen Fall passieren, dass andere so die Basics besser machen als ich. Und dann bin ich wirklich zurückgegangen, auch mit meinem Team und haben gesagt, jetzt machen wir ein paar Sachen, aber die machen wir besser als jeder andere. Es ist das Profil, Es ist unser LinkedIn Content, es sind unsere YouTube Videos und unsere Live Trainings. Und wenn wir dann noch Ärzte zu schalten, diese fünf Sachen machen wir, aber wir machen sie einfach verdammt gut. Und das war cool zu sehen, weil das plötzlich aufgegangen ist, die Frage, wo.
Waren wir richtig gut machen und die richtig gut machen.
Und das war verrückt, weil der Moment, wo wir professioneller geworden sind, sind plötzlich unsere Kunden auch viel professioneller geworden, im Sinne von welchen Leuten wir Anfragen bekommen haben. Und ich habe das Gefühl, dass das natürlich immer Resonanzprinzip ist. So professionell wie du auftrittst, umso professionellere Kunden ziehst du an. Und wir hatten bis zu dem Zeitpunkt relativ viel, auch ein, zwei Jahre zurück mit Solo Selbstständigen zusammengearbeitet, weil sie einfach immer da waren. Es war gar nicht so, dass wir es ausgewählt haben, sondern gesagt haben, wir machen LinkedIn und wir machen Social Selling. Und die waren einfach da und wollten mit uns zusammenarbeiten. Und dann, wie du habe ich es irgendwie egoistisch gesagt und habe gesagt, hey, mit wem will ich eigentlich zusammenarbeiten? Und habe gemerkt, auch über die Jahre haben wir immer wieder vereinzelt mit irgendwie Gründern und Geschäftsführern zusammengearbeitet, von Beratungsunternehmen, von Agenturen, von Softwareunternehmen, die teilweise auch bis zu 10, 50 Mitarbeiter hatten. Und da haben wir aber nicht nur LinkedIn gemacht, sondern auch häufig über wirklich LinkedIn Ads geredet. Wir haben über Funnels geredet, wir haben über E Mail Marketing geredet und ich meinte, von denen will ich mehr haben. Und dann haben wir so nach und nach so ein, zwei Monaten gesamten Auftritt professionalisiert, paar Wordings geändert und plötzlich so die ersten Accounts gewonnen für die Zusammenarbeit. Und ich war so diese Leute kaufen jetzt bei uns. Wie geil ist das denn bitte? Und das kannst du vielleicht bestätigen. So in der Beratung ist einfach das. Und da gab es einen Schlüsselmoment. Es gab eine Woche, wo uns wirklich ein Kunde irgendwie stand ganz am Anfang seine Selbstständigkeit. Im Nachhinein würde ich den niemals wieder eine Zusammenarbeit lassen, der gesagt hat, was für ein unterirdischer Anbieter wir sind. Und in der gleichen Woche sagt Daniel Bittmon, was für ein krasser Anbieter wir sind, was für unglaublich gute Arbeit wir machen. Und das war wirklich, diese Woche war so, okay, die größte Variable in meinem Geschäftsmodell ist die Situation des Kunden. Da kann ich noch so den guten Job machen. Und dann war ich ich will mehr Daniels haben, ich will mehr Profis haben. Wie kann ich sozusagen meine Dienstleistung, mein Auftritt, mein alles so drehen, dass ich nur noch die anziehe und den anderen sagen muss, leider, ich kann nicht helfen. Und das habe ich bis dahin immer abgetan, weil ich immer wieder den Fehler auch bei uns gesucht habe, was können wir in der Beratung noch besser machen, bis mir klar geworden ist, ich würde sagen, 80 Prozent bringt der Kunde mit. Und wenn der noch nie was verkauft hat, werde ich den nicht in einem halben Jahr verkaufen beibringen.
Kann ich absolut bestätigen, dass auch meine Erfahrung, je mehr High Level der Kunde ist, desto einfacher ist es, den zufriedenzustellen und desto einfacher ist auch die Zusammenarbeit, desto besser setzt der.
Die Ergebnisse sind besser, Ergebnisse sind besser.
Upsells sind besser, weil das Ergebnis besser ist. Es ist wirklich eine positive.
Das darf man aber niemandem erzählen, habe ich das Gefühl. Ich habe das Gefühl, das hat sich in der Szene noch nicht so rumgesprochen, wirklich. Aber das Gute ist auch wirklich, dass es schwer nachzumachen ist. Also ich glaube auch jetzt sehe ich aus dem Augenwinkel, wie viele Leute ihre Profilslogans bei LinkedIn gewechselt haben und gesagt haben, hey, wir machen da jetzt auch irgendwas für Gründer. Aber da sitzen, und das haben wir halt gemerkt, auch in den Verkaufsgesprächen sitzen jetzt Vollprofis gegenüber. Da sitzt also da sitzt keiner aus meinem Team mit einem Leitfaden und erzählt einem gestandenen Gründer jetzt irgendwie, wie LinkedIn und Funnels funktionieren. Und das bedeutet, ich musste dann auch wieder in Sales irgendwie reinspringen, neuen Leitfaden entwickeln und jetzt kommen wir langsam dahin, dass die das auch trittsicherer aus meinem Team machen. Aber das war wirklich wie bei dir, glaube ich, so eine krasse Vorwärts Rolle. Und ich glaube auch, das ist die Story, die ich mir erzählt habe, dass die letzten zwei, drei Jahre, glaube ich, echt für viele super tough waren. Aber was willst du machen? Also ich glaube für keinen von uns ist die Option, sich anstellen zu lassen. Insofern kann man kämpfen und besser werden ist so.
Und ich meine, das gehört ja auch dazu. Das sieht man ja bei allen Unternehmern. Es gibt halt diese Rückschläge oder diese Zeiten, wo es halt einfach mal nach unten geht. Am Ende des Tages ist dann einfach nur eine Frage der Perspektive, was machst du halt draußen? Und wie wir an unsere beiden Beispiel sehen kann, man kann es halt einfach zu einer viel viel besseren Situation hin verändern und alles ist besser und das ist geil.
Was würdest du sagen, was mich interessiert? Was motiviert dich heute? Was lässt sich aufstehen? Was sind so die Glücksmomente, wo du sagst, hey, dafür, dafür mache ich meine Arbeit.
Das ist eine sehr gute Frage. Also die Glücksmomente sind am Ende, wenn es bei Kunden einfach richtig krass bergauf geht und ich so Liebesbriefchen schon fast bekomme und so dieser Hype. Ich habe gerade gestern eine Podcast Folge darüber gemacht, warum ich E Commerce liebe. Und das ist am Ende des Tages genau das, dieses Wachstum hinzubekommen, so zu merken, so die Idee, die wird richtig groß. Das funktioniert. Da ist einfach so ein Hype, so ein Glücksgefühl da bei den Kunden. Das überträgt sich dann am Ende auf mich. Ich muss aber auch sagen, ich bin aktuell insgesamt extrem happy mit meinem Leben. Nicht nur mit Business, das läuft richtig gut, sondern auch mit privat, mit meiner Verlobten etc. Es läuft alles echt richtig. Wir haben einen Hund uns zugelegt vor einiger Zeit und deswegen bin ich gerade ein bisschen, vielen Dank, bin ich gerade ein bisschen in diesem Modus. Ich mache einfach das, was ich mache, zu 100 Prozent, mache einfach einen guten Job, so boring business in Anführungszeichen. Einfach die Sachen, auf die es ankommt, richtig gut machen und genieße es einfach. Und das macht mir einfach gerade Freude.
Das ist so witzig, weil in den letzten Interviews, die ich geführt habe, ist gefühlt so der Tenor, es kann auch so ein Altersding sein. Ganz viele Leute, die ich so interviewt habe, sind so Anfang, Mitte, 30, wie alt bist du?
Ich bin 26.
Das ist gut, dann ist es junge Reife sozusagen. Aber in diesem Staat, es kann natürlich auch so nach der Corona und Krisenzeit jetzt eine Realisierung sein, dass größer, schneller, weiter halt kein Erfolgsgeheimnis irgendwie ist, sondern sich wirklich zu fragen und bei sich zu sein, was will ich eigentlich für mich? Ich will gute Arbeit haben, ich will mit einem coolen Team zusammenarbeiten, ich will mit coolen Kunden zusammenarbeiten und irgendwie ein bisschen Geld auf dem Konto haben und es cool zu hören, dass glaube ich, viele dahin gekommen sind und es nicht mehr nur um höher, schneller, weiter und wer hat den nächsten Porsche Irgendwie geht safe 100 Prozent.
Ich muss auch sagen, seitdem wir das alles umgeändert haben, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber so sechs, sieben Leute zu führen, anstatt drei Leute zu führen, ist halt tausendmal entspannter. Es ist deutlich, deutlich weniger als die Hälfte Aufwand, sage ich mal, dieses Team zu führen. Ist jetzt nicht so, dass ich da bleiben möchte, aber durch diese veränderte Situation, viel mehr Profit etc. Ist halt auch irgendwie so ein Seelenfrieden, gerade da der einfach leis ist.
Das muss ich auch sagen. Also das habe ich auch das Gefühl, dass mich lange davor gedrückt habe, die auch wirklich zu führen, weil ich immer so, ihr macht das schon irgendwie ist eine Formel, die nicht so richtig aufgeht, die müssen schon geführt werden. Ich glaube, ich habe extrem smart und pfiffige Leute, was mich super freut, weil das glaube ich auch nicht selbstverständlich ist, aber bin auch gedanklich so, ich baue mir so eine kleine Star Wars Cantina Band auf aus richtig guten Leuten und lass uns mal überlegen, was man aus denen rausholen kann, ohne irgendwie zusätzlich Leute einzustellen. Und manchmal sind es auch so Kleinigkeiten. Wir hatten früher Leute, irgendjemanden halbtags, der irgendwie so Admin Aufgaben und so gemacht hat, die hat uns verlassen und dann meinte ich, ey, wir stellen auf gar keinen Fall jemanden wieder dafür ein, lasst uns einfach eine virtuelle Assistenz irgendwie suchen, wirklich Ende Vom Lied, absolut 20 Vollprofis sich beworben dafür und die macht jetzt das, was die andere in irgendwie 30 Stunden pro Woche gemacht hat, macht die in 10 für die Hälfte des Preises. Ich dachte mir so, in manchen Sachen muss man auch einfach nur smarter werden ohne Spaß.
So ziemlich genau das gleiche habe ich auch erlebt.
Ich glaube, die Erlebnisse braucht man irgendwie, dass man da unternehmerisch, glaube ich auch schlauer wird und merkt, hey, jeder zusätzliche Mitarbeiter bringt nur zusätzliche Komplexität rein, hat Berechtigung, aber muss man sich immer auch gut durchdenken.
100 Prozent. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber bei mir ist jetzt so, ich bin jetzt mit dem Team so, sage ich mal, zehn Monate jetzt knapp unterwegs und so langsam kommt der Punkt und das wird jetzt auch passieren, dass wir auch wieder die eine oder andere Person einstellen. Ich will nicht auf diesem Level bleiben, auch wenn ich es gerade sehr genieße, weil ich schon die Ambition habe, noch weiter zu wachsen und das Ding noch größer zu machen, aber halt viel durchdachter mit hoffentlich deutlich weniger Fehlern, die ich mache, als beim letzten Mal.
Gleiches Spiel hier. Also ich habe das auch das Gefühl, dadurch, dass ich in den Sales wieder eingestiegen bin, das ist halt ganz cool, kriegen wir auch deutlich mehr Abschlüsse als vorher. Ich habe mich irgendwie, keine Ahnung, jahrelang davor gedrückt, weil man so ich bringe Leads und Anfragen und dann ist mein Job erledigt, weil ich auch immer halbwegs gute Leute hatte, die irgendwie verkaufen konnten. Aber es ist natürlich immer noch mal was anderes, wenn man auch ein paar Gespräche führt. Ich glaube, du hast als Gründer immer noch mal eine andere Closing Rate als andere. Und das Coole ist, bei unserem Geschäftsmodell skalieren wir eigentlich nur über die Berater dann am Ende, die die Kunden beraten. Ich habe das Gefühl, im Marketing und Sales habe ich irgendwie zwei Leute, die Mittel telefonieren können, da können wir ganz schön Volumen drehen und ich kriege eher ein Problem hinten in der Beratung. Und wenn ich eine Sache als ehemaliger Unternehmensberater gelernt habe, ist es gibt so viele pfiffige, smarte Leute, die gut beraten können, aber keine Lust haben auf Verkaufen, sodass ich das Gefühl habe, da ist jetzt nicht so wahnsinnig der Engpass, da jemanden zu finden, aber alles ein bisschen so gesünder und alles ein bisschen mit mehr Ruhe.
Sehr interessant, dass wir da eine ziemlich ähnliche Erfahrung, wirklich voll witzig, dass das.
So ähnlich irgendwie abgelaufen ist. Ja, wie gesagt, ich habe auch so sehr auf irgendwie höher, schneller, weiter irgendwie gegeiert und dachte, das wär's. Und auch gerade wirklich durch Profit First hat es mir so ein bisschen die Augen geöffnet. Man verarscht sich selber, dass man durch mehr Umsatz irgendwann die Hoffnung hat, dass dadurch mehr Gewinn entsteht. Ist halt nicht so. Dann gab es so ein paar Momente wie Ali Abdal, der YouTuber, der meinte auch, hey, ich habe Produkte, die halt immer eine hohe Marge haben und wenig Aufwand. Ich dachte mir so, man, wie kann so ein youtuber macht einen guten Job, aber so viel pfiffiger sein, auch in der Angebotserstellung etc. Und da meinte ich, wir haben ein unglaublich beratungsintensives Produkt. Preis war jetzt zu dem Zeitpunkt auch nicht wahnsinnig hoch, habe da super smarte Leute sitzen und wundere mich, warum am Ende des Tages nicht mehr übrig bleibt. Also irgendwie muss ich die Kalkulation schon vernünftig machen. Das muss jeden Tag eigentlich aufgehen, bei jedem Kunden nie gemacht. Hauptsache alle drei kann man viel drüber philosophieren. Was mich noch interessieren würde so, wie sieht dein Alltag aus? Wie strukturierst du dich? Hast du dich irgendwie so, keine Ahnung, gibt es so Tage, wo du Marketing und Sales machst? Oder wie, wann machst du deine Sales Calls? Wie machst du die Arbeit mit den Kunden? Wie kriegst du das? Alles Unternehmen allen gut.
Ich mache tatsächlich gar keine Sales Calls. Das macht alles Tobi bei uns im Team. Da bin ich raus. Genau, bei mir ist der Tag eigentlich immer ziemlich ähnlich und ziemlich langweilig. Boring Business, habe ich ja gerade gesagt. Ich bin eigentlich nachmittags immer in Calls mit Kunden oder auch mal hier in einem Interview oder mit dem Team, wobei es viel weniger geworden ist mit dem Team, was ich ganz angenehm finde. Das heißt, da bin ich echt durchgetaktet und morgens mache ich mein Deep Work, wo ich mich dann alle zwei, drei Wochen mal um, oder nicht alle zwei, drei Wochen, schon eher alle zwei Wochen Marketing kümmere, ob es jetzt Content Marketing ist oder neue Ads oder keine Ahnung was oder halt neue Inhalte, sage ich mal, für Kunden. So sieht es eigentlich bei mir aus. Ich mache relativ viel Sport, habe ich ja auch gerade eben. Stimmt, das neue Fahrrad ist da, Triathlon, das ist natürlich auch sehr, sehr zeitintensiv. Das heißt, meine Morgenden bestehen dann häufig aus Sport schon mal vor der Arbeit oder dann halt am Nachmittag oder auch mal zweimal ge. Genau, dann habe ich ja noch eine Freundin und einen Hund, die benötigen natürlich auch ein bisschen Zeit. Es ist eigentlich ziemlich routiniert gerade, aber ich finde es echt geil, diese Routine.
Da atmet man irgendwie auf. Ich genieße das auch sehr, dass da irgendwie Routine reingekommen ist und dass man nicht jede Woche irgendwie einen Hasen aus dem Hut zaubern muss, sondern ganz genau weiß, wie der Alltag irgendwie aussieht. Während da waren coole Sachen heute mit dabei. Für alle e Comfort, die vielleicht irgendwie Lust haben, an die Hand genommen zu werden, wo melden die sich am besten, wenn sie nicht direkt eine Werbeanzeige von dir im Feed haben?
Am besten nicht über LinkedIn aktuell der Weihnachtspost.
Ja, ich verlasse mich drauf, der kommt auf jeden Fall.
Aber wirklich nicht auf LinkedIn schreiben. Kann sein, dass die Nachricht untergeht, entweder bei uns über die Homepage Behrendt Heinz de oder einfach eine Instagram Nachricht schreiben. Beides in Ordnung. Und dann können wir gerne mal sprechen.
Perfekt. Vielen Vielen Dank für das coole Interview, hat sehr viel Spaß gemacht. Ich bin gespannt auf die weitere Reihe.
Yes, danke dir, Robert.
Wenn dir das Interview mit Behrendt gefallen hat, dann sieh dir unbedingt als nächstes das Interview mit Karl Weische an, der es geschafft hat, mit 25 Jahren eine Agentur mit 5 Millionen aufzubauen. In diesem Interview habe ich unglaublich viel mitgenommen. Und wenn du dir das Interview von Karl noch nicht angesehen hast, dann sehen wir uns im Interview dort.
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