Bewerbung nach Kündigung – was beachten?

In diesem etwa 30‑minütigen Live‑Stream diskutieren die Moderatoren (SPEAKER A und Stefan) praxisnahe Strategien für Bewerbungen nach einer Kündigung oder Eigenkündigung. Sie beginnen mit der grundsätzlichen Frage, ob eine Kündigung im Lebenslauf erwähnt werden sollte, und kommen zu dem Ergebnis, dass sie nur dann kurz und neutral genannt werden sollte, wenn sie unvermeidlich ist. Anschließend stellen sie drei Kündigungs‑Szenarien vor – betriebsbedingte (unverschuldet), eigenverschuldete (selbstverschuldet/verhaltensbedingt) und Eigenkündigung – und geben für jedes eine einzeilige Formulierung im Lebenslauf (z. B. „betriebsbedingte Kündigung“, „Kündigung auf eigenen Wunsch“, „einvernehmliche Trennung wegen beruflicher Neuorientierung“). Sie betonen, dass die Motivation für die neue Position (Hinzu‑Motivation) im Anschreiben im Vordergrund stehen muss und die Kündigung dort nicht rechtfertigt werden soll. Weiterhin erklären sie, wann Lücken im Lebenslauf als unproblematisch gelten (bis zu 2‑3 Monate) und wie man kurze Arbeitslosigkeit oder Probezeit‑Kündigungen handhabt. Sie geben Tipps zum Umgang mit einem schlechten oder fehlenden Arbeitszeugnis, nennen rechtliche Mindestanforderungen (mindestens befriedigend) und Alternativen (Empfehlungsschreiben, Tätigkeitsbeschreibung, einfaches Zeugnis). Sonderfälle wie krankheitsbedingte Kündigungen und Kündigungen in der Probezeit werden ebenfalls behandelt, inklusive Formulierungsvorschlägen. Abschließend raten sie, das eigene Profil zu schärfen, sich als Spezialist zu positionieren und nicht verzweifelt zu wirken, und verweisen auf weiterführende Artikel auf den Plattformen Karrierebibel und Bewerbungsschreiber.
Chapters
Endlich mal eine Technik, die funktioniert.
Ja, heute noch viel im Lauf, muss 5,5 km laufen.
So, dann würde ich sagen, die Uhr schlägt um, wir gehen, wir gehen mal richtig live.
Mach das.
So, ihr Lieben, der Stefan trinkt auch gerade ein Glas Wasser. Wir sind mal wieder live mit einem spannenden Thema, nämlich die Bewerbung nach der Kündigung. Darauf gekommen sind wir, weil natürlich diese Woche viel passiert ist, leider nicht so positive Sachen. Nämlich Volkswagen hat zum Beispiel angekündigt, gleich 100.000 Mitarbeiter zu entlassen und 4 Werke zu zumachen. Heißt, da könnten demnächst viele Leute gekündigt werden. Vielleicht hast du aber auch vor vor Kurzem deinen Job verloren oder es droht eine Kündigung oder du hast selber vor zu kündigen. In diesem Fall sprechen wir also über das Thema Bewerbung nach der Kündigung. Wir steigen vielleicht gleich mal mit der wichtigen und spannenden Frage ein: Lieber Stefan, sollte man es denn überhaupt erwähnen?
Ja, nicht unbedingt. Also grundsätzlich sprechen wir oder sind wir beide ja Fans von der Hinzumotivation. Ich denke, das Das weiß auch jeder, der in dem Bereich tätig ist. Genau, und eine Kündigung ist ja im Grunde nur als Hinzumotivation verkaufbar, wenn man selber gekündigt hat, quasi. Das ist auch der einfachere Fall natürlich, weil man ja aktiv nach einer neuen beruflichen Herausforderung sucht. Also da kann man das durchaus schon mal so verpacken. Ein Vorteil ist immer so ein bisschen, Man steht ab einem gewissen Datum sicher zur Verfügung. Das ist wirklich der Vorteil. Da weiß der Arbeitgeber, der potenzielle, ganz genau, ah okay, der zum 30.06. ist da gekündigt, dann kann der theoretisch ab dem 1.07. anfangen. Genau, aber grundsätzlich gibt es natürlich auch Nachteile irgendwie, warum man das kommunizieren sollte, vor allem wenn es nicht, nicht von einem selber kam. Da gehen wir noch im weiteren Verlauf drauf ein. Aber in jedem Fall können wir jetzt schon mal vorab sagen, bevor wir auf die einzelnen Fälle eingehen, es sollte jetzt nicht allzu viel Raum einnehmen, denke ich.
Also ich würde auch immer sagen, Kündigung erwähnen, ja oder nein? Tendenziell nein, es sei denn, es muss sein, und wenn, dann überhaupt nur nur im Lebenslauf und da auch nur ganz, ganz schlank. Das Thema ist immer heikel, ich weiß, man fühlt sich auch mal immer so ein bisschen als Opfer und ach, das macht jetzt meinen Lebenslauf kaputt. Aber die Sorge können wir euch nehmen. An der Stelle macht euch einfach bewusst, eine Kündigung heute ist sowieso keine Chance, keine Schande in diesem Arbeitsmarkt. Und wenn überhaupt, dann hat das nur ganz wenig Raum in der Bewerbung. Es interessiert eigentlich Arbeitgeber auch nicht wirklich. Entscheidend ist, und das hat der Stefan ja gerade schon gesagt, die sogenannte Hinzu-Motivation hin zu dem neuen Arbeitgeber. Und damit punktest du vor allen Dingen. Also der Lebenslauf hat immer noch die wichtigste Qualifikation, ist spezifisch auf diesen Arbeitgeber zugeschnitten. Und im Anschreiben würde ich schon mal gar nicht erwähnende Kündigung auch nicht rechtfertigen, bloß nicht, sondern da wirklich das Positive herausstreichen. Warum bin ich motiviert, diesen Job zu machen? Warum möchte ich unbedingt zu diesem Unternehmen?
Sehr spezifisch.
Das ist der sogenannte Unternehmensbezug. Und was biete ich an Mehrwert? Das ist auf jeden Fall ganz wichtig. Wenn wir von der Kündigung sprechen im Lebenslauf, dann vor allen Dingen beim letzten Job. Die Jobs davor interessiert einen auch gar nicht mehr, da würde ich es auch nicht erwähnen. Und dann ist es tatsächlich nur eine Zeile, die man da maximal in den Lebenslauf einbaut. Und hier unterscheiden wir insgesamt 3 Fälle, die blende ich mal ganz kurz ein, dann können wir die vielleicht gerade noch durchdeklinieren. Die 3 Fälle sind Die unverschuldete Kündigung, die selbstverschuldete, das ist der heikelste Fall, und die Eigenkündigung. Also bei der unverschuldeten, man sieht das hier schon an der Stelle, da reden wir von einer betriebsbedingten Kündigung. Das ist dieser Case VW und andere vielleicht Arbeitgeber, die gerade insolvent gegangen sind, Startups, die demnächst nicht mehr gibt. Na, sowas ist unverschuldet, und da reicht einfach unter die aktuelle Position drunter zu schreiben beispielsweise die Formulierung betriebsbedingte Kündigung. Damit ist alles gesagt, da kann kein Mensch was für, der Arbeitgeber sowieso nicht. Und das Wichtigste, was da sozusagen im Subtext drinsteckt, das ist der Teil, es liegt nicht an mir und es liegt auch nicht an meinen Qualifikationen. Und damit ist das Thema auch für potenzielle Arbeitgeber in der Zukunft erledigt. Ich spring gerade mal auf den unteren Punkt, die Eigenkündigung, denn dann sprechen wir gleich ganz ausführlich, Stefan, über die selbstverschuldete, weil die ist ja der schwierigste Case. Bei der Eigenkündigung eigentlich auch kein Problem. Du hast selber gekündigt, weil du einfach keinen Bock mehr auf deinen aktuellen Job hattest oder weil du eben ein besseres Angebot hast oder weil du dich für diesen Job bei diesem neuen Arbeitgeber gerade interessierst. Und auch da reicht die Formulierung berufliche Neuorientierung und Kündigung auf eigenen Wunsch. Der Teil davor, berufliche Neuorientierung, kannst du dir auch sparen. Entscheidend ist auf eigenen Wunsch. Das ist die Formulierung sozusagen, der heimliche Text, der dem neuen Arbeitgeber signalisiert, Ich habe gekündigt, es war mein Wunsch und nicht der des anderen Arbeitgebers. Und damit bist du auch wieder fein raus. Und jetzt kommen wir zu dem schwierigen Fall der selbstverschuldeten, der wahrscheinlich verhaltensbedingten Kündigung. Also hier hat man tatsächlich Mist gebaut oder seinen Job verloren, weil man sich einfach falsch verhalten hat. Und der ist natürlich schwierig. Da haben wir jetzt hier die Formulierung einvernehmliche Trennung wegen beruflicher Neuorientierung. Das ist eine Na ja, wie soll ich sagen, halb gemogelte, sehr vage Formulierung, die sehr steil am Wind segelt zwischen Legalität und Illegalität. Also vielleicht magst du dazu was sagen, Stefan, sonst rede ich die ganze Zeit alleine.
Ja, den schwierigen Part überlässt du mir.
Nee, ich kann auch weitermachen.
Ich dachte gerade, oh, ich rede schon wieder zu viel. Ich will ja auch noch weiter zum Thema gehen. Nee, also klar, grundsätzlich der Punkt, Lebenslauf sollte man unterschreiben, deswegen, sollte man auch keine falschen Angaben machen. Genau, ich sehe das aber noch im Rahmen, kommt auf den Fall an, aber ich sehe es noch im Rahmen des Vertretbaren tatsächlich. Außer man wollte es auf gar keinen Fall, dann wäre einvernehmlich irgendwie natürlich nicht ganz richtig, dann vielleicht auch nur Trennung wegen beruflicher Neuorientierung. Das passt auf jeden Fall immer. Weil man muss sich ja beruflich neu orientieren. Deswegen finde ich deine Formulierung, die du hier vorgeschlagen hast, echt auch gut. Einvernehmlich könnte man dann noch mal gucken, ob das so der Wahrheit dann entspricht. Wenn man da aber auch irgendwie— Meistens ist das so, die meisten Kunden, mit denen ich echt Kontakt habe, auch jetzt gerade im Outplacement, da bin ich meistens immer involviert am Anfang, weil das immer größere Projekte sind quasi. Und das ist halt immer so irgendwie, die wurden schon gekündigt, aber es immer so, sie sehen auch das Positive daran. Also es war meistens im ersten Moment irgendwie nicht cool, aber dann haben sie es so akzeptiert und finden es eigentlich auch gar nicht schlecht. Und dann ist das ja schon einvernehmlich, wenn man es genau nimmt. Und genau, damit habe ich von meiner Seite alles gesagt dazu. Willst du noch was ergänzen?
Ja, gerne. Also wichtig ist an der Stelle tatsächlich wirklich nur diese eine Zeile zu nehmen, nichts Weiteres. Und entscheidend ist tatsächlich, dass man halt darauf eingeht. Ich blende es noch mal gerade ein, dass man halt tatsächlich die berufliche Neuorientierung in den Vordergrund stellt. Also du hast richtig gesagt, berufliche Neuorientierung, Trennung wegen beruflicher Neuorientierung, das geht eigentlich immer. Ich finde es wichtig, dass die berufliche Neuorientierung da hinten drin steht, weil es so einen positiven Kick Kick, kick, kick, kick. So, ich orientiere mich aktiv, ich orientiere mich neu, in Klammern, ich musste, Klammer zu, aber das erwähne ich nicht. Und damit ist das Thema eigentlich gegessen. So, mehr würde ich da aber im Lebenslauf auch nicht schreiben. Und vielleicht muss man noch mal dazu sagen, wir reden ja, kurzer Exkurs, wann ist es eigentlich eine Lücke im Lebenslauf? Der Lebenslauf soll ja nicht nur wahr sein, sondern möglichst auch lückenlos sein. Und wir sprechen eigentlich als Profis von einer Lücke erst bei einer Auszeit von 2 bis 3 Monaten. Alles darunter gilt als Neuorientierung und natürlich Bewerbungsphase. Das heißt, wenn du jetzt gerade eben erst gekündigt worden bist, würde ich so sagen, alles, was wir gerade erzählt haben, gleich wieder vergessen und sagen: Erwähne es gar nicht, weil du dich gerade einfach neu orientierst und bewirbst. Und das ist völlig normal. Ob du jetzt selber gekündigt hast oder einen Jobwechsel aus ungekündigter Position machst, egal. Im Schnitt dauert es immer so 2, 3 Monate, bis man einen neuen Job hat. Teilweise bei dem jetzigen Arbeitsmarkt auch länger. Aber 2, 3 Monate ist so der Standard, wo man sagt, da muss man überhaupt nichts füllen irgendwie. Das ist eine normale, das ist keine Lücke, wie man sie als Profi versteht. Also gar nichts erwähnen. Wenn du jetzt, ich sag mal, seit einem halben Jahr arbeitslos bist, oder besser gesagt arbeitssuchend. Arbeitslos schreiben wir ja sowieso nie in der Bewerbung, sondern wenn, dann arbeitssuchend. Dann wird es erklärungsbedürftig. Und in diesem Fall reichen— ich blende es noch mal ein— reichen diese drei verschiedenen Formulierungen im Fall einer Kündigung im Lebenslauf völlig aus. Also wirklich eine Zeile, that's it. Mehr würde ich da nicht machen. Wichtiger finde ich dann an der Stelle, dass du auf jeden Fall ein Anschreiben dazu packst, weil ich bin ja sowieso, oder wir beide sind eigentlich große Fans von Anschreiben und Lebenslauf. Weil das Anschreiben halt den Vorteil hat, der Lebenslauf guckt nach hinten und gerade hinten war jetzt nicht so gut wegen der Kündigung. Das Anschreiben schaut nach vorne und zeigt eben die schon angesprochene Hinzumotivation. Und das ist halt immer sehr, sehr positiv und ist das, was den Arbeitgeber in spé auch wirklich überzeugen kann. Und deswegen finde ich ein Anschreiben an der Stelle sehr, sehr wichtig, weil es die Motivation verdeutlicht, einen klaren Unternehmensbezug herstellt. Und das ist so ein bisschen die Liebeserklärung an den neuen Arbeitgeber und das schmeichelt halt auch dem Personaler. Deswegen, ich würde immer eine Kombination machen: Anschreiben und Lebenslauf. Aber im Anschreiben selber wird die Kündigung, Stefan, korrigiere mich, gar nicht erwähnt.
Nein, also es gibt vielleicht Ausnahmefälle, wo man so sagt, der Vorteil, dass ich sofort zur Verfügung stehe, irgendwie ist so groß, das weiß ich aus irgendwelchen Gründen, dann kann man da irgendwie so ein bisschen Ich stehe auf jeden Fall ab dem ersten nächsten Monat zur Verfügung, weil ich selbst gekündigt habe oder so. Könnte man das so schreiben. Aber im Endeffekt ist die wichtige Info, dass du zur Verfügung stehst. Deswegen, also ich sehe da auch nicht die Notwendigkeit, da irgendwie drauf einzugehen. Vor allem, du hast auch nicht so viel Platz und es sollte nur das Relevanteste ins Anschreiben. Die Hinzumotivation, wie du gesagt hast, die Formulierung im Lebenslauf mit der beruflichen Neuorientierung ist ja schon Appetithäppchen auf diese Hinzumotivation und die wird dann im Anschreiben aufgegriffen. Genau, und so sollte es sein. Vielleicht noch eine Ergänzung, die mir gerade noch auf der Zunge lag. Wir hatten jetzt einen Fall, da hatten wir einen Kunden, den betreuen wir schon länger, Outplacement auch, und der brauchte jetzt quasi für eine Stelle ein Anschreiben und hat auch so gesagt, was er wie er sich das vorstellt. Genau, die Info gegeben. Und mein Lebenslauf müsste ja noch, den habe ich geändert, da müsste noch ergänzt werden, dass ja jetzt zum 31.05. die Stelle quasi ausgelaufen ist, weil er auch gekündigt wurde. Haben wir gesagt, ganz ehrlich, das ist jetzt Monat her, da steht einfach bis Mai 26, aber da muss ich doch jetzt nicht hinschreiben, seitdem bin ich arbeitslos, oder oder so. Also die Lücke ist so kurz, dass das irgendwie total egal ist. Also das darf keine Station sein im Lebenslauf, wenn es gerade erst passiert ist. Genau, das nur noch mal ergänzend, weil das jetzt ein konkreter Fall war. Genau, wir sind aber beim Anschreiben. Genau, hinzu Motivation habe ich gesagt. Wir haben eh nicht viel Platz. Und was wirklich, warum, was ich noch sagen wollte, was wirklich wichtig ist, bei einer Kündigung, warum das so wichtig ist, ist halt, es bleiben vielleicht auch Fragen offen, einfach. Also wenn du die Möglichkeit hast, ein Anschreiben einzureichen, mach das auf jeden Fall, weil sonst sitzt ja da vielleicht der Personaler und denkt so, hm, ich weiß, da war irgendwas mit einer Kündigung. Vielleicht weiß ich nicht, ob er es selber war oder das Unternehmen es war. Aber auf jeden Fall ist das irgendwie schon so ein Irgendwie, dass er sich allein darüber Gedanken macht, was war das wohl? Und ein Anschreiben ist auch nicht dabei. Also er hat überhaupt null Erklärung. Du lieferst null Erklärung, wenn du kein Anschreiben oder zumindest in der E-Mail irgendwie mal drauf eingehst, warum du dich überhaupt auf diese Stelle da bewirbst. Und da bleiben so Fragen offen und das ist total unnötig.
Ja, also sagen wir mal so, das Thema, wenn überhaupt, wird wahrscheinlich eher noch mal im Bewerbungsschreiben thematisiert. Das kann durchaus vorkommen. Und für den Fall, dass es passiert, würde ich jetzt an der Stelle gerne verweisen auf unsere beiden Artikel. Also wir haben beide auf unserer Seite, sowohl bei der Karrierebibel als auch auf den Bewerbungsschreiber-Seiten, haben wir Artikel dazu mit Formulierungen für das Bewerbungsschreiben. Die gehen aber immer in dieselbe Richtung. Also ich kann mal ganz kurz hier das Fenster wechseln irgendwie. Ich habe mir das mal aufgeklappt. Also bei betriebsbedingt oder so, dann kannst du so was sagen wie aufgrund Aufgrund einer weitreichenden Umstrukturierung des Unternehmens wurde leider meine Niederlassung geschlossen, oder aufgrund familiärer Verpflichtungen kommt für uns ein Umzug derzeit nicht infrage, und deswegen habe ich, musste ich einfach kündigen oder ist mir gekündigt worden. Du kannst aber auch bei der Eigenkündigung sagen: Ich hatte in meiner bisherigen Position zunehmend das Gefühl, unter meinen Möglichkeiten zu bleiben, auch wenn mir das Arbeitsklima dort sehr zugesagt hat. Wichtiger Punkt: Positiv bleiben. Spürte ich dort perspektivische Grenzen, Als wurde also Zeit für eine berufliche Neuorientierung. So, und also da gibt es genug Formulierungen, die man sich durchlesen kann bei euch, bei uns. Wenn überhaupt, wird es wie gesagt dann tendenziell eher im Bewerbungsschreiben erwähnt und dann ist auch Bewerbungsschreiben, sozusagen im Bewerbungsgespräch und dann ist auch wirklich gut an der Stelle. Also das, was ich mir jetzt noch vorstellen könnte, was ein Case sein könnte, ein Problem Case. Und bevor ich da vielleicht drauf eingehe oder wir weiter diskutieren, noch mal kurzer Hinweis für alle, die gerade zuschauen, wenn ihr wollt, Wo auch immer ihr gerade zuschaut, Facebook, YouTube, LinkedIn, ihr könnt Kommentare schreiben unter den Stream als Frage auch gerne. Wenn ihr eine Frage habt allgemein zu dem Thema oder zum allgemeinen Bewerbungsthema, schreibt den Kommentar, wir sehen den, wir können ihn auch einblenden, wenn ihr das möchtet, und beantworten natürlich auch wie immer live in der Sendung hier Fragen. So, jetzt haben wir noch mal einen Spezialfall. Vielleicht, um das abzuschließen, ganz, ganz wichtig ist, dass man in Anschreiben und auch im Lebenslauf auf keinen Fall in so eine Rechtfertigung reinkommt und auch nicht emotional wird, auch wenn man vielleicht selber gerade angefressen ist, weil, oder Angst hat, weil man gerade gekündigt wurde. Bleibt neutral, sachlich. Du bist kein Bittsteller, du bist kein Opfer, du bist immer ein super Leistungsträger, der sich gerade bei dem neuen Arbeitgeber bewirbt und deswegen seine absoluten Qualifikationen, seine Stärken, seine Soft Skills und Hard Skills sehr, sehr gerne dort einbringen will.
So.
Sag mal, vielleicht den, den noch ein Problem Case. Du bist gekündigt worden, das ist ja immer unser Problem Case. Die alle anderen sind eher unproblematisch und hast vielleicht ein nicht so allzu optimales Arbeitszeugnis. Was machen wir mit dem Teil? Weil ich sag mal, das Arbeitszeugnis wird, ich glaube, die Bedeutung nimmt allmählich ab, aber es hat natürlich bei einigen Unternehmen immer noch eine starke Bedeutung und hohen Stellenwert bei den ein oder anderen Personaler und jetzt Könnte der ein oder andere denken, mein Arbeitsverhältnis ist aber nicht so gut, schmälert das meine Chancen? Ich glaube, auch hier können wir Entwarnung geben, oder Stefan?
Ja, das ist so ein Fall tatsächlich, wo man so überlegen muss oder wo man schnell dazu neigt, dann halt sich zu rechtfertigen oder so. Und da ist vielleicht schon, also in dem Fall kann man schon das im Anschreiben vielleicht auch schon aufgreifen, um da irgendwie was abzukürzen.
Federn.
Also, wie macht man das? Man könnte so zum Beispiel irgendwie sagen, dass man, dass man irgendwie, dass man sich getrennt hat. Man hat ja viel Trennung wegen beruflicher Neuorientierung im Lebenslauf schon stehen. Arbeitszeugnis nicht so gut, dass es irgendwie, also wenn man politisch bleiben quasi irgendwie, man kann natürlich irgendwie so was unterschiedliche Auffassungen über, über wie man irgendwas macht oder so. Ich finde es eher besser, wenn man, wenn man aber so ein bisschen vielleicht in die Aufgaben auch reingeht und so, dass man eher sagt, dass der, der, der, also unterschiedliche Auffassungen über Ausgestaltung der Rolle oder so, weil ich, und dann wieder diese Hinzubrücke baut, weil ich möchte in Zukunft das und das machen und deswegen habe ich mich bei Ihnen beworben. Das ist so der Weg, den ich so mitgebe.
Das geht gerade in eine ganz andere Richtung, als ich gedacht habe, dass du gehst.
Ah, okay.
Ich dachte, wir reden über das Arbeitszeugnis. Deswegen, ich merke gerade, ich denke immer, wo will er hin? Aber okay, ich dachte Arbeitszeugnis. Also was ich als Entwarnung sagen wollte zum Thema Arbeitszeugnis, es gibt da einen Präzedenzfall, ein Urteil vom Bundesarbeitsgericht, was sagt, das Arbeitszeugnis, Genau, das Arbeitszeugnis, jetzt weißt du, worauf ich hinaus wollte. Das Arbeitszeugnis muss immer befriedigend sein, mindestens. Wenn es schlechter ist, also Note 3 befriedigend, wenn es schlechter ist, ausreichend, mangelhaft, muss der Arbeitgeber das beweisen. Das kann er in der Regel nicht, es sei denn, du hast wirklich irgendwie das Tafelsilber gestohlen oder Sabotage betrieben und die Firma angezündet oder so was, dann wird es schwierig. Das ist aber auch ein, glaube ich, ein sehr großer Ausnahmecase. Wenn es besser sein sollte als die Note befriedigend, also gut oder sehr gut, dann steht der Arbeitnehmer in der Beweispflicht. Insofern Entwarnung, also du kriegst mindestens befriedigendes Zeugnis. Die wenigsten Arbeitgeber lassen sich da auf einen Rechtsstreit mit dir ein. Wenn du sagst, ich will aber mindestens eine 3 haben, wenn die eine 4 dir geben wollen, dann müssen sie im Zweifelsfall mit dir vor Gericht beweisen, weisen, das wird immer schwierig. Machen Sie nicht, also kriegst du mindestens die Note 3, das ist vollkommen okay. Und je nachdem, mit guten Argumenten kriegst du auch eine 2 durch. Insofern Entwarnung an der Stelle für das Arbeitszeugnis. Und wenn es denn doch wider Erwarten noch mal ein Ausnahmecase super, super schlecht sein sollte und du denkst, okay, ich habe wirklich den Laden angezündet oder sonst irgendwas oder geklaut und bin dabei eben aufgefallen oder habe der Praktikantin an den Popo gegriffen und deswegen bin ich gekündigt worden wegen sexueller Belästigung, auch ganz schlecht. Und das, okay, das darf eh nicht im Arbeitszeugnis drinstehen, aber deswegen gibt es dann halt auch eine richtig schlechte Note. Machen wir mal so einen Fall, dann gibt es Alternativen. In diesem Fall würde ich immer sagen, muss man das Arbeitszeugnis entweder nicht einreichen und greift beispielsweise auf einen Empfehlungsschreiben zurück von einem früheren Arbeitgeber als Alternative. Zweite Alternative ist die Tätigkeitsbeschreibung, das ist so eine Art Selbst ausgestelltes Arbeitszeugnis hat natürlich nicht den Stellenwert, aber man, das, was du vorhin angesprochen hast, liest noch mal die ganzen Aufgaben. Was habe ich da gemacht? Was habe ich da geleistet? Und so weiter. Und wenn du Glück hast, unterschreibt es vielleicht noch irgendwie ein alter Abteilungsleiter oder irgendein Personaler aus dem Unternehmen. Das wäre ja ganz gut. Das hat nicht den Stellenwert eines Arbeitszeugnisses, ist aber so eine Krücke. Und die dritte Alternative, die mir einfällt, ist das einfache Arbeitszeugnis. Also das qualifizierte Arbeitszeugnis, das enthält ja die Noten, mit Sozialverhalten und so weiter und so fort und Leistungsverhalten und Leistungsbeschreibung. Und das Einfahrerzeugnis sagt eigentlich nur, du warst da, du hast das und das und das und das gemacht und jetzt bist du raus.
Wobei man da sagen muss, der eine oder andere erfahrene Personaler weiß dann, wird dann vielleicht auch hellhörig, muss man ehrlicherweise auch sagen. Wenn du da 10 Jahre warst und ein einfaches Arbeitsverhältnis hast, ist komisch. Genau, ist total komisch.
Dann eher eine Empfehlung schreiben machen.
Genau, wenn du da nicht so lange warst, dann ist es so, wo man sagen kann, vielleicht hat er auch nur so eins gekriegt.
In der Probezeit zum Beispiel, Kündigung in der Probezeit. Probezeit nicht überstanden, das ist so kurz, wie will man da deine Leistung dann sozusagen das halt vor allem wirklich abschließend beurteilen. Ich finde, in so kurzen Zeitraum, da würde dann auch ein einfaches Arbeitszeugnis ausreichen.
Ja, genau, dann, dass du das zusätzlich anforderst und das einfach einreichst, dann hat es nicht so ein Geschmäckle, weil du selber mit dem Arbeitszeugnis dann in dem Fall nicht zufrieden bist, dann würde ich auch eher das einreichen, da gebe ich dir recht. Genau, grundsätzlich sollte man aber natürlich sich auf dem Arbeitsplatz, das sei noch mal an dieser Stelle gesagt, so, Benehmen, dass man natürlich nicht, nicht das Unternehmen geneigt ist, dich fristlos oder so zu kündigen. Genau, das ist natürlich immer so ein Worst Case. Genau, das sei jetzt nur mal so gesagt. Wir sind auf der Seite der guten Menschen. Das wollte ich nur noch mal sagen.
Genau. Wollte immer noch mal so ein paar Extremfälle darstellen.
Ja, ja, um das Beste darzustellen.
Ist mir auch klar. Genau so. Und jetzt haben wir noch einen Fall. Der fällt mir gerade ein. Kündigungen wegen Krankheit. Also warst lange Zeit erkrankt, also krankheitsbedingte, Profibegriff ist personenbedingte Kündigung. Warst lange Zeit krank, vielleicht Burnout, vielleicht Depression, irgendwie so was. Und deswegen bist du gekündigt worden. Normalerweise kann man wegen Krankheit nicht gekündigt werden, aber wenn die Prognose erst mal negativ war, dann gibt es eine Möglichkeit für den Arbeitgeber, dich zu kündigen. Und dann bist du aber genesen nach einem Burnout zum Beispiel, bist jetzt ein halbes Jahr, ein ganzes Jahr lang ausgefallen, kommst wieder zurück, planst einen Wiedereinstieg, hast natürlich jetzt auch eine längere Lücke im Lebenslauf, die erklärungsbedürftig ist. Und da finde ich, kann man sozusagen die krankheitsbedingte Kündigung durchaus erwähnen. Also kann man sagen, entscheidend ist an der Stelle, dass man dann aber einen Nachsatz schreibt. Inzwischen vollständige Genesung und wieder voll einsatzbereit oder fähig. Und das ist sozusagen auch wieder so eine wichtige Formulierung, an der man ganz klar dann ablesen kann: Alles klar, Entwarnung für dich, lieber Arbeitgeber, ja, ich war krank. Was genau, geht dich auch gar nichts an, muss ich auch nicht schreiben. Aber ich erwähne noch mal, ich bin inzwischen vollständig genesen und du musst dir keine Sorgen machen, alles ist wieder tippi toppi, so wie es immer war.
Ja, genau. Also ich bin auch ein Freund von Transparenz tatsächlich, und man muss natürlich sagen, nicht jeder sieht das vielleicht so, und du weißt auch nicht, ob das im Endeffekt beim empfangenden Unternehmen gut oder schlecht ankommt. Aber ich denke so, es ist immer der bessere Weg eigentlich, weil wenn ich da irgendwas unerklärt lasse, Man sieht schon irgendwie lange Ausfallzeit und dann hat der, da war wirklich so eine Lücke. Längere Lücken sehen immer so doof aus und dann gehe ich lieber irgendwie transparent damit um, finde ich, und erkläre das so, dass ich halt wirklich in der Zeit nicht arbeiten konnte, dass es gar nicht an mir lag. Und um dann noch mal da wieder zu dieser Hinzumotivation, und jetzt habe ich wieder voll, ich bin vollständig genesen und habe richtig, richtig Bock, ich brenne. Also bei mir kommt so was immer auch als Arbeitgeber, kam so was in der Vergangenheit wirklich immer gut an.
Ich finde auch, also man muss ganz klar sagen, auch noch mal hier der Aufruf: Wenn ihr Fragen habt, Fragen gerne stellen und formulieren. Ich habe hier gerade was gesehen, da kommt so was rein, ist aber keine Frage. Von daher, also hier kam was rein: Bitte helfen Sie mir, ich suche einen Ausbildungsplatz irgendwie. Das ist jetzt keine Frage, da können wir jetzt irgendwie auch auch gerade nicht helfen, ja, in der Sendung hier einen Ausbildungsplatz ausschreiben. Also wird schwierig, erst recht wenn wir nicht wissen, was du für einen Hintergrund hast. Das nur so am Rande. So, aber entscheidend ist tatsächlich, glaube ich, noch mal, dass wenn du einen neuen Job suchst, aus welchen Gründen auch immer, ist für mich ganz, ganz wichtig, dass du dein Profil schärfst. Ich habe das jetzt, wir hatten das auch in einigen Sendungen davor auch schon, wenn du tatsächlich neuen Job suchst, dann geh spitz in den Arbeitsmarkt, hoppala, geh spitz in den Arbeitsmarkt rein. Also wir haben, ich hatte mal vor einiger Zeit den Case hier schon in der Sendung erwähnt, dass jemand dann so in Sachen Social Media so, ich kann alles, ne, so ich mache das, das war dann so völlig unspezifisch und die Assoziation, die ich dann hätte als Arbeitgeber, ist so kann alles und nix richtig. Und wenn in diesem aktuellen Arbeitsmarkt eine Regel gilt, dann ist es die: Eingestellt werden Spezialisten. Für Generalisten ist hier im Moment wenig Luft. Das ist einfach so. Und deswegen ist es wichtig, dass man sein Profil schärft auf LinkedIn, aber auch im Lebenslauf, gerne auch noch mal im Anschreiben ganz spitz reingehen, dich positionieren. Ich bin der oder die Superexpertin für den Bereich Dädädä. Und das sollte natürlich auch der Bereich sein, auf den du dich gerade bewirbst, und das nachweisen. Echte Experten, denen glaubt man, dass sie einen tollen Mehrwert bieten, und die suchst du im Zweifelsfall auch, die stellst du ein. Das gilt erst recht für eine Initiativbewerbung. So, ich kann alles, bitte gib mir einen Job, ist viel zu verzweifelt, hat keine Chance. Aber so, ich weiß, ihr sucht genau den Experten für, keine Ahnung, ich sage jetzt mal hier TikTok-Videos in Neonfarben oder so was. Also so eine völlig, völlig spitze Positionierung. Und wenn die tatsächlich gerade irgendwie Neon-Unternehmen sind und sagen, ja, das ist genau das, wir brauchen hier Social Media, wir haben auch gesagt, wir wollen TikTok machen und Neonfarben ist genau unser Ding, dann bist du unsere Frau, unser Mann. Und ich glaube, dass das immer noch am meisten Erfolg hat. Und wenn du gekündigt worden bist, selbst gekündigt hast, wichtig ist ein ganz spitzes, klares viel zu haben. Jemand, der so einen Bauchladen vor sich her trägt, so, ich kann alles, ich mache auch gerne dies, das und jenes, das waren mal in der Hochphase, ich weiß nicht, ob ich mich jetzt vertue, 2019 vor Corona oder so was, da ging echt alles, da war der Arbeitsmarkt leergefegt, da haben auch viele davon geschrieben, es gibt einen Bewerbermarkt, und in der Tat, da war es so, die Unternehmen haben damals händeringend Personal gesucht, und im Grunde genommen wurde ich eingestellt, wenn ich bei 3 auf den Bäumen war. Jetzt ist es andersrum. Jetzt stehen 3 Leute unten am Baum und der Baum ist ab. So.
Ja, genau. Ja, Ende '21, so Mitte, Ende '21. Das war auch so eine riesige Wechselwelle. Da wurde auch händeringend gesucht. Genau. Ich will das nur noch mal unterstreichen. Ich will auch den Zuschauern sagen, warum du das gesagt hast, diesen Punkt, warum der so wichtig ist für uns. Weil man in der Kündigung genau zum Gegenteil neigt. Wenn man nämlich gekündigt wird, denkt man so, oh Scheiße, ich brauche einen neuen Job. Und weil ich den unbedingt brauche, nehme ich so alles. Und so wirkt man einfach verzweifelt. Aber ich weiß, ihr seid verzweifelt, aber ihr dürft nicht so wirken. Und so sollte man da da auch drangehen, so genauso wie du es gesagt hast, überlegen, was suche ich, was ist mein Profil, ne, und wirklich ganz, ganz gezielt suchen und sich auch ein bisschen Zeit geben, einfach nicht sagen, boah, mein Ziel ist es jetzt, in 2 Monaten muss ich einen neuen Job haben. Gerade im Moment ist das unrealistisch, eher so über den Daumen gepeilt. Man sollte sich auch mal vielleicht mal so rechnen, dass man auch vielleicht auch mal ein halbes Jahr braucht, einfach Und das ist eher so. Ja, genau. Und deswegen wollte ich nur noch mal herausstellen, warum dein Punkt jetzt von gerade so wichtig war. Auch weil genau das Gegenteil wir nämlich so erleben bei unseren Kunden, dass sie genau dazu neigen. Ich brauche ein allgemeines Musteranschreiben, weil ich will mich auf alles bewerben.
Hauptsache, ich kriege schnell einen neuen Job. Genau.
Das Gegenteil ist der Fall.
Ja, ja, ja, ich verstehe das. Also ich meine, wenn man keinen Job hat, kein Einkommen und die Kosten laufen weiter, dann hast du natürlich Not. Aber der Punkt ist ja, du sinkst in der Attraktivität, je verzweifelter du bist. Und vielleicht auch hier die Allegorie zum Flirten. Es ist ja beim Flirten nicht viel anders. Also wenn dich jemand anschmachtet, ob das jetzt eine Frau oder ein Mann ist, oder so, hast du den Eindruck, die sind verzweifelt, dann wirkt das total unattraktiv. Und natürlich ist es im Bewerbermarkt oder im Arbeitgebermarkt, wie auch immer, im Arbeitsmarkt, sagen wir mal allgemein, meinen, so ist es ganz genau dasselbe Prinzip. Das ist Psychologie, und die funktioniert bei uns Menschen natürlich egal in welchem Markt. Und ich glaube, ja, je unattraktiver du dich machst, desto schlechter die Chancen. Deswegen bitte niemals als Bittsteller auftreten, bitte niemals verzweifelt sein, niemals rechtfertigen und und und. Julia fragt hier gerade, da gibt es noch einen Kommentar, ich blende mal gerade ein. Gibt es das Video auch als Aufzeichnung zum noch mal Anhören? Ja, Gibt es, wir zeichnen das auf. Aber Achtung, Facebook und LinkedIn haben ihre Regeln mal wieder geändert. Da ist es nur einen Monat, soweit ich weiß, online, dann löschen die das wieder, wahrscheinlich weil die Datenbank sonst überquillt oder die Server. Bei YouTube bleibt es dauerhaft gespeichert. Da kannst du bei uns beiden in den Kanal reingehen. Also wir streamen auf beiden Kanälen, bei den Bewerbungsschreibern und bei uns auf der Karrierebibel. Und da klickst du oben auf den Reiter Streams und da sind auf jeden Fall alle unsere bisherigen Sendungen und diese Sendung natürlich habe ich auch, und da kann man das alles angucken. Da bleibt es auch dauerhaft gespeichert. Also von daher danke, nicht Julia, Julischka, glaube ich, würde es gesprochen, ne? Julischka, also vermute mal, ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen. Aber ja, auf jeden Fall, so ist es, die Videos bleiben erhalten. Bei Facebook und bei LinkedIn leider nicht dauerhaft, das ist halt deren AGB. Bei YouTube bleibt es aber. Genau, so, jetzt bin ich eigentlich auch durch. Ich habe gerade mal geguckt auf meinem Spickzettel, ich habe jetzt alles angesprochen beim Thema. Fragen sind jetzt auch keine gekommen außer der Frage nach der Aufzeichnung, die haben wir auch gleich beantwortet. Wenn du nichts mehr hast, dann haben wir eine halbe Stunde schon wieder gequatscht. Mehr wollten wir eh nie machen, das guckt ja sonst auch keiner mehr an. Genau, und dann machen wir an der Stelle wieder Schluss, sagen vielen Dank fürs Einschalten, fürs Zuschauen. Es waren auf jeden Fall einige wieder dabei, ich seht das hier immer auch. Wir freuen uns, wenn wir euch weiterhelfen konnten. Ansonsten stellt uns gerne Fragen per Mail oder hier als Kommentar. Wir beantworten die immer wieder gerne. Und ansonsten sind wir in 2 Wochen wieder für euch da und freuen uns schon auf die nächste Sendung. Thema kündigen wir wie immer rechtzeitig an. Bis dahin, ciao ciao! Moment, da kommt noch eine Frage. Die nehmen wir noch mit, oder? Nehmen wir die noch mit?
Ja, natürlich!
Komm, YouTube, da kommt gerade eine hier. Kündigung innerhalb der Probezeit, wie gehe ich jetzt vor? Bleibt die Position im Lebenslauf? Gute Frage, die nehmen wir noch mit. Das war eine schöne Frage. Willst du, Stefan, oder soll ich?
Ja, kurz vorher, kommt drauf an, einen Monat weglassen. Halbes Jahr ist natürlich schon eine Sache. Wenn du da was gemacht hast, vielleicht kriegst du sogar ein gutes Zeugnis, und das war hier vielleicht auch so ein bisschen betriebsbedingt. Ist ja auch ganz oft bei Probezeit betriebsbedingt. Bedingt, dann mit Ausnehmen, betriebsbedingte Kündigung. Genau, also kommt auf den Einzelfall an.
Ja, also auch von mir kurze Ergänzung noch dazu. Wenn das erst kurz passiert ist, wie gesagt, auch hier wieder das Thema Lücke im Lebenslauf. Wenn du zwischen der letzten Position und der jetzigen, wo du in der Probezeit warst und nicht übernommen worden bist, wenn da nicht länger, mehr als 3 Monate dazwischen sind, gar nicht erwähnen, einfach weiter auf Jobsuche sein, überhaupt kein Problem. Problem. Wenn eine größere Lücke entsteht, dann wie gesagt, das, was wir eingangs in der Sendung schon gesagt haben, ist auch kein Problem. Kündigung in der Probezeit, wichtig ist auch hier maximal eine kurze Erwähnung im Lebenslauf, mehr gar nicht, und im Anschreiben schon gar nicht erwähnen. Positiv nach vorne schauen, Hinzug, Motivation. Auch hierzu gibt es aber einen speziellen Artikel. Ich glaube, den habt ihr auch, ne? Wir haben ja, glaube ich, irgendwie sowieso sehr viele Überschneidungen, was das angeht. Wir haben auch einen Artikel auf der Wie will Kündigung in der Probezeit was tun? Kann man auch noch mal alles nachlesen. Und bei euch gibt es bestimmt auch einen, oder Stefan?
Weiß ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht. Ist schon natürlich ein spezieller Fall, aber ist durchaus möglich. Also zumindest haben wir das in, beim Kündigungsartikel auf jeden Fall drin.
Ja, genau. Also von daher, da gibt es auf jeden Fall auch noch mal Tipps. Aber wie gesagt, überhaupt kein Problem. Es kommt, wie gesagt, auf die Dauer an. Und ansonsten, ich blende es noch mal ganz kurz ein für den Fall, dass du später erst zugeschaut hast. Es gibt ja diese Formulierungen, unverschuldet, selbstverschuldet, oder bei Eigenkündigungen, die man nutzen kann. So, jetzt hoffe ich, dass wir die Frage alle beantwortet haben. Ist auch keine mehr gekommen, und deswegen, na, wie aus, so, und jetzt machen wir Schluss. Wünsche einen schönen Feierabend, schönen Abend, schöne Restwoche, schönes Wochenende. Bis denn dann, ciao ciao.










