Bewerbungsstrategie + alternative Jobsuche

In dieser Live‑Sendung von JobGenius diskutieren der Moderator (Speaker A) und der Experte Stefan eine systematische Bewerbungsstrategie, die in sieben aufeinander aufbauenden Schritten erklärt wird. Der Einstieg beginnt mit einer gründlichen Selbstanalyse: persönliche Ziele, Stärken‑Schwächen‑Profil, externe Lebensumstände und mögliche Zwischenschritte werden erfasst, um einen klaren Karriereplan für die nächsten Jahre zu definieren. Darauf aufbauend wird das persönliche Kompetenz‑ und Markenprofil geschärft, wobei ein spitzes, spezialisiertes Profil gegenüber einem breiten „Schrot‑auf‑Korn“-Ansatz bevorzugt wird – sowohl im Lebenslauf als auch in Social‑Media‑Profilen (LinkedIn, XING). Der dritte Schritt fokussiert die Arbeitgeberidentifikation: KI‑gestützte Prompts werden eingesetzt, um passende Unternehmen, Branchen und sogar bislang unbekannte Berufsbilder zu finden; zudem werden alternative, spezialisierte Jobbörsen und Nischenplattformen vorgestellt. Im vierten Schritt wird der Arbeitsmarkt analysiert, um aktuelle Skill‑Gaps zu erkennen und gezielte Weiterbildungen (kurz‑ oder langfristig) zu planen. Der fünfte Schritt beschreibt die mehrgleisige Bewerbungs‑Taktik: Initiativbewerbungen, klassische Stellenanzeigen, Jobmessen, passive Sichtbarkeit über ein geschärftes Online‑Profil und die Nutzung des verdeckten Arbeitsmarktes. Anschließend werden im sechsten Schritt Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Anlagen) individuell auf jede Stelle zugeschnitten und auf ATS‑Kompatibilität geprüft. Der siebte und letzte Schritt betont das kontinuierliche Feedback‑Management: Absagen aktiv nach Gründen fragen, Unterlagen iterativ optimieren und die gesamte Jobsuche als Projekt mit klaren Meilensteinen und regelmäßiger Evaluation behandeln. Die Sendung richtet sich an ein breites Publikum, insbesondere an Berufserfahrene und Ü‑50‑Kandidaten, und vermittelt einen praxisnahen, ermutigenden Ton, der zum systematischen Vorgehen motiviert.
Chapters
So ihr Lieben, wir sind wieder live mit einer neuen Folge. Diesmal haben wir vorgezogen und Und zwar, weil nächste Woche bin ich gar nicht da, da bin ich in Spanien und wir müssen sowieso ein bisschen auf Urlaubszeiten und sowas achten. Deswegen sind wir heute schon auf Sendung. Mit dabei ist natürlich wie immer, da ist er, der Stefan. Und wir sprechen heute über die Bewerbungsstrategie und um alternative Jobsuche. Warum machen wir das? Weil wir glauben, dass im Moment, glaube ich, viel im Markt Verzweiflung ist. Viele Leute, die nach einem Job suchen und viele Absagen bekommen. Das haben wir auch schon letztes Mal in der Sendung gemacht. Die war erst letzte Woche mit euren FAQs. Und heute wollen wir einfach noch mal das Thema Bewerbungsstrategie aufgreifen. Und ich fange vielleicht gleich mal an, damit wir nicht so viel Zeit vertrödeln. Wir haben uns eine Agenda gesetzt, wie wir vorgehen wollen. Wir haben mehrere Punkte. So sieht es aus. Die kann ich schon mal einblenden. Darum wird es heute gehen. Diese 7 Punkte gehen wir alle der Reihe nach durch und sprechen genau darüber mit euch, Worauf kommt es in einer vernünftigen, strukturierten und systematischen Bewerbungsstrategie an? Und ihr seht es schon, der erste Punkt ist die Selbstanalyse. Und den setze ich deswegen ganz an den Anfang, weil mir persönlich aus der Erfahrung, auch aus Coachings, ist immer wieder klar geworden, dass viele Leute starten, ohne vorher eine Selbstanalyse gemacht zu haben. Das ist so trivial und doch so wichtig, dass man sich zunächst einmal fragt, was Will ich eigentlich? Was sind meine Stärken? Worauf kommt es an? Also was kann ich und wo will ich hin? Und das ist ganz, ganz wichtig, dass man sich so ein, ich sag mal, auch wenn das Wort vielleicht gerade nicht so hip ist, einen Karriereplan macht. Dass man sich überlegt, wie sieht das denn in den nächsten 3, 4, 5 Jahren aus? Wie möchte ich mich beruflich entwickeln? Und warum ist das wichtig? Weil daraus abgeleitet sich natürlich viele andere Sachen ergeben, nämlich welcher Arbeitgeber passt überhaupt zu meinen Zielen? Welcher Job, welche Branche zahlt überhaupt auf diese Ziele ein? Und mit dem, was ich kann, auch hier wieder die Selbstanalyse: Wer sucht mich gerade überhaupt? Also da stecken ganz, ganz viele Sachen drin. Deswegen ist der erste Schritt immer die Selbstreflexion. Und an der Stelle ganz klassisch: viele Zettel machen, Pro- und Contra-Listen beispielsweise für Arbeitgeber. Was ist mir wichtig? Was ist Was ist mir nicht so wichtig? Eine Stärken-Schwächen-Analyse. Was kann ich besonders gut? Was unterscheidet mich von vielen anderen Bewerbern? Was kann ich besser als die? Was wird am Markt gesucht? Was ist weniger wichtig? Und wo gibt es da sozusagen die Schnittmenge? Das ist das Erste, was man immer machen sollte. Ohne diese Selbstanalyse ist das eher so ein Stochern im Nebel und so ein bisschen Lotto spielen beinahe. Kann klappen. Es kann auch funktionieren, wenn man da so ganz normal vorgeht. Aber ganz häufig kassiert man eben auch mehr Absagen. Dann gleich mal auf den nächsten Punkt zu gucken. Stefan, hast du dazu noch was zu ergänzen? Sonst gehe ich direkt auf den zweiten.
Ja, nur vielleicht noch, dass es ein paar externe Faktoren gibt, auf die man achten sollte, über die man sich bewusst sein sollte. Wie zum Beispiel: Habe ich Kinder? Wie alt sind die? Habe ich Bock, jeden Tag bis 19 Uhr zu arbeiten? Ja, sollte ich mich selbstständig machen, wenn ich gewisse Fixkosten habe und was dann ein gewisses Risiko hat? Das ist so. Aber ich glaube, das hat jeder auf dem Schirm. Aber genau das sollte man sich auch vielleicht einmal vor Augen führen. Was sind externe Faktoren? Genau, weil wenn ich mir so einen Job baue, so, boah, ich will jetzt eigentlich Führungskraft sein und voll Verantwortung übernehmen und so. Und dann aber nach 2 und so einen Job annehme und nach 2 Wochen feststelle, das kann ich im Moment gar nicht leisten aufgrund meiner familiären Situation oder so, ist das doof. Das gehört halt auch noch zur Selbstanalyse, externe Faktoren.
Absolut. Mir fällt in dem Zusammenhang natürlich noch ein, man könnte auch darüber nachdenken, ob man so einen Zwischenschritt geht. Auch das kann ja eine Lösung sein. Das heißt, hey, ich habe einen 5-Jahres-Plan, da möchte ich irgendwann mal sein, das wäre eigentlich der Job. Aber da komme ich so nicht hin. Was wäre denn die Zwischenlösung? Und das verrät man natürlich hinterher dem Arbeitgeber nicht, wo man sich bewirbt. Aber im Grunde genommen ist es so ein bisschen Trittbrett, wo man sagt, ich nehme jetzt diesen einen Job, um erst mal einen Fuß in der Tür zu haben, die ersten Erfahrungen zu sammeln, und mit denen kann ich mich dann hinterher weiter bewerben auf den Job, den ich eigentlich möchte. Und dann steht halt in 2, 3 Jahren neuer Jobwechsel an, und manchmal ist es ja sinnvoller, diesen Zwischenschritt zu gehen, weil der große Schritt aktuell gar nicht möglich ist. Also das vielleicht noch mal an der Stelle. Dann der zweite Punkt: Profil schärfen. Auch das ist im Prinzip das Ergebnis dieser Selbstanalyse, dass ich eben genau weiß, wer bin ich, was kann ich, was will ich. Und dann fange ich aber an, auch meine Kompetenzen zu sortieren, also ein echtes Kompetenzprofil zu machen. Ich sage, was sind sozusagen meine absoluten Stärken? Warum sollte mich ein Personaler für mich entscheiden? Worin liegt mein spezifischer Mehrwert? Was sind meine einschlägigen Erfahrungen? Und Was hat die Firma davon, wenn sie mich einstellt? Diese Fragen sind wichtig, auch noch mal im Vorfeld. Du kannst sie beispielsweise gebrauchen in deinem Lebenslauf. Ich glaube, wir haben letztes Mal, war auch die Frage bei so ein FAQ, Lebenslauf mit diesem kleinen Profil drin, Kompetenzprofil. Da kann man das im Zweifelsfall schon umformulieren und auf den Punkt bringen und einbauen. Dann hat man schon den ersten Versatz für den Lebenslauf, der dadurch viel überzeugender wird. Und natürlich heute nicht wegzudenken, das Ganze kann man auch auf Social Media, speziell natürlich LinkedIn und Xing einsetzen, um da sein Profil Profil zu schärfen. Das wird dann bei einem der nächsten Schritte bei der Bewerbungsstrategie noch mal wichtig. Also auch hier ganz, ganz wichtig, mach dir noch mal ganz klar, was ist mein Profil, schärfe das ganz, ganz klar. Und hier habe ich häufig den Eindruck, gerade bei Bewerbern, ich sag mal, die ein bisschen mehr Berufserfahrung haben, dass sie so anfangen, mit Schrot zu schießen. Also die werden sehr breit, natürlich, weil sie viele Erfahrungen haben, aber die werden sehr breit. Und dann hoffen sie, dass sie da vielleicht mal ein Treffer landen oder da ein Treffer landen. Das funktioniert aber in so einem engen Arbeitsmarkt, wie wir gerade haben, eher nicht. Ich würde immer empfehlen, das mache ich auch bei meinen Coachees immer, spitz zu gehen, also tatsächlich sich so weit zu fokussieren. Ja, eine Entscheidung für eine Sache ist immer eine Entscheidung gegen all die Alternativen, die übrig bleiben. Aber in dem Moment, wo du spitz wirst, hast du auch ein ganz trennscharfes Profil und kannst viel gezielter Unternehmen ansprechen. Ich glaube, heute stellen die auch eher keine Generalisten ein, sondern eher Spezialisten, weil Generalisten können alles und vielleicht auch nix. Deswegen spitze Marke, Personal Brand wirklich spitz fokussieren auf ein ganz trennscharfes Profil. Ich hatte neulich den Fall, haben wir auch schon mal, glaube ich, einer der vorletzten Sendungen gesprochen, eine Kandidatin auf LinkedIn gesehen, die hat halt auch Social Media und die war sehr breit aufgestellt und erzählte da so ein bisschen drüber in ihrem Profil und die hat überhaupt nicht klargemacht, wofür ist sie Expertin? Für YouTube oder LinkedIn, für Instagram oder für Blogs oder was auch immer? Und ist sie jetzt für Videos oder für Texte, für Bilder oder sonst irgendwas? Also wo waren ihre spezifischen Stärken? Und Social Media ist heute wahnsinnig breit und dadurch hat sie einfach an Profilschärfe verloren. Und ich glaube, das war dann auch nicht überzeugend genug an der Stelle.
Ja, gebe ich dir vollkommen recht. Also gerade bei LinkedIn, wenn man das mal so beobachtet, wen man auch selber im Feed hat oder so, und da gibt es natürlich auch Statistiken zu über die erfolgreichsten LinkedIn-Influencer oder wie man immer die auch nennt. Das sind welche, die sich auf Themen fokussieren. Das ist einfach so. Ich kann, wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwie sage, ich will was im Marketing, könnte irgendwie Social Media sein, ich würde aber auch irgendwie Newsletter-E-Mail machen oder so. Also gerade bei LinkedIn sollte man sich entscheiden, wenn man für etwas gefunden werden will und wenn man auch sogar Bock hat irgendwie und Zeit hat, Content zu produzieren, dann würde ich mich ganz klar für ein Thema entscheiden.
Ja, und gerade bei diesem Fokussieren und Gefundenwerden, das ist ja einer, ich blende noch mal hier unsere Folie ein, das ist später hier unter Punkt 5 natürlich ein ganz, ganz wichtiger Punkt wieder. Also all das zahlt auch darauf ein, auf die späteren Strategien, die halt noch kommen. Gehen wir mal zu Punkt 3: Arbeitgeber identifizieren. Das ist eigentlich auch so im ersten Moment vielleicht für den einen oder für die anderen ein No-Brainer, dass man sagt, Arbeitgeber identifizieren muss ich ja gar nicht machen. Ich gucke einfach auf den Stellenmarkt und dann finde ich schon irgendwie Arbeitgeber. Nee, ich glaube auch hier, das Prinzip Schrott funktioniert wieder nicht, sondern auch hier würde ich mir, und da kommt KI ins Spiel, hier würde ich mir von der KI ganz gezielt durch einschlägige Prompts helfen lassen, sozusagen, welche Arbeitgeber kommen für meine Ziele überhaupt in Frage? Hier kann man die KI beispielsweise fragen, seine Stärken und sein Kompetenzprofil einfach mal hochladen und sagen: Finde mir mal passende Arbeitgeber für diese Stärken. Oder welche Arbeitgeber in Branche X, die ich dann vielleicht schon identifiziert habe, wo ich sage, in der Branche würde ich eigentlich gerne arbeiten. Finde mir mal passende Arbeitgeber in der Nähe vor Ort. Manchmal will man ja auch oder kann man auch nicht umziehen für den Job, die genau das anbieten, die dafür geeignet werden. Da kann KI sehr, sehr schnell den Markt einfach analysieren und dir im Zweifelsfall Arbeitgeber ausspucken, die dazu perfekt passen. Und auch hier würde ich nicht nur immer über die klassischen Jobbörsen vorgehen, sondern ganz gezielt auch mal gucken am Markt. Wir haben vor einiger Zeit auf der Karrierebibel einen Artikel gemacht zum Thema alternative Jobbörsen zu Stepstone und Co., also die üblichen Verdächtigen. Auch hier gibt es tolle spezialisierte Jobbörsen für ganz bestimmte Berufe, ganz bestimmte Branchen, ganz bestimmte Jobs. Das ist alles ein bisschen nischiger und kleiner und die Auswahl ist nicht so groß, aber die lohnen sich ganz häufig, weil die manchmal ganz spannende Jobs einfach haben. Und wenn du schon bei der Arbeitgebersuche bist, kannst du es natürlich auch auf Jobprofile ausweiten. Auch das finde ich jetzt noch mal ganz, ganz wichtig, dass man sagt, das hat mir schon mal, dass dieses Thema latente Prägung. Wir suchen ja normalerweise per Suchbegriff immer nur nach Jobs, die ich halt schon kenne. Also wenn ich sage Feuerwehrmann, Polizist werden, Bäcker, Maurer oder so was, das kennt man ja alles. Aber es gibt so viele neue Berufe, deren Namen man vielleicht gar nicht kennt. Und wenn man den nicht kennt, kann man ihn auch als Suchbegriff nicht eingeben. Und damit schränkt man seine Suche automatisch ein. Auch hier kann die KI helfen, indem du sie einfach mal fragst: Welche neuen Berufe gibt es, die zu meinem Stärkenprofil passen oder zu meinen Berufszielen und und und und spuck mir mal einfach neue Berufsbilder aus und dann schaue ich mir die an. Die kann man ja heute im Internet überall nachlesen und sich darüber ein bisschen informieren. Und dann stellt man auf einmal fest: Wow, das ist ja eigentlich ein ganz cooler Job. Den kannte ich vorher noch gar nicht. Und da fällt mir immer meine Fallen mir mal meine Beispiele damals bei VOX und JobSwitch ein. Da haben wir ja auch manchmal für Leute Jobs gefunden, da sind die nie drauf gekommen. Also der, wie hieß er noch gleich? Bernd? Nee, nicht Bernd, hieß er nicht, aber ist auch egal. Der halt im Prinzip PR-Manager war und den haben wir dann hinterher zu der GOP einfach mal gepackt und da hätte er dann sozusagen Konzepte entwickeln können. Auch da wäre der im Leben nicht drauf gekommen, aber einfach weil sein Profil gut gepasst hat. Oder eben meine Becky, die dann Wedding Plannerin auf Mauritius geworden ist, da wäre die auch am Leben nicht draufgekommen. Manchmal ist der Fokus einfach zu eng und den kann man sich entweder durch ein Coaching weiten lassen, soll aber gar keine Werbung sein, oder eben durch die KI.
Genau. Hinzuzufügen ist vielleicht an der Stelle noch, das, was du beschrieben hast, heißt nicht, ich suche nach konkreten Stellen, weil das kann KI zum Beispiel nicht so gut. Das wird auch jede KI so zugeben, glaube ich, weil einfach der Crawl-Rhythmus in dem Maße gar nicht gegeben ist, sondern KI versucht ja auch, bevor es aufs Web zugreift, quasi. Ja, genau. Also selbst ChatGPT ist ja mittlerweile klar, dass es relativ häufig Google anzapft dann einfach. Genau. Eine KI versucht immer aus seinem antrainierten Wissen natürlich Fragen zu beantworten in erster Linie. Und das geht natürlich nicht bei so aktueller Jobsuche. Welche Stellen sind heute neu online oder so? Da ganz klassisch direkt die Google-Suche mit Google for Jobs. Und die Stellenportale, Arbeitsagentur, Stepstone und so weiter. Genau das, was du aber beschrieben hast, das ist ein super KI-Case wirklich. Hier, das bringe ich mit, das sind meine Daten. Was für Jobs kommen für mich eigentlich in Frage? Das ist wirklich ein guter KI-Case. Ja, genau.
Und bevor wir jetzt noch weitermachen, noch mal kurz der Hinweis, deswegen auch dieses Bild. Wenn Fragen sind, wer jetzt auch immer gerade zuschaut, von wo ihr auch gerade zuschaut, auf LinkedIn, YouTube, Facebook, Twitch. Wir sind hier im Moment gleichzeitig in allen Kanälen. Stellt gerne Fragen per Kommentar, wir können die hier einblenden. Wenn ihr das nicht wollt, schreibt ihr anonym davor, wie immer bei dieser Sendung. Ihr könnt gerne Fragen stellen und die beantworten wir natürlich dann auch zwischendurch, gerade wenn auch Nachfragen kommen. Also das machen wir sehr gerne. Wir haben im Prinzip schon den Punkt 4, Arbeitsmarkt auswerten, schon angesprochen. Wir merken, so langsam passt die Strategie aufeinander zu. Also alles gehört so ein bisschen zusammen, aber eben der Reihe nach. Bei Arbeitsmarktauswerten war mir noch mal wichtig, dass man tatsächlich auch die KI fragen kann: Welche Stärken sind aktuell besonders gefragt? Oder welche Kompetenzen tauchen in vielen, vielen Stellenanzeigen aktuell auf und werden dort gesucht oder gefragt? Auch das kann einen Hinweis darauf geben, auf das sogenannte Kompetenz-Gap. Also wenn du sozusagen deine Stärken einfach nur mal abgleichst, das hast du im ersten Schritt getan, und dann feststellst, hm, das, was ich eigentlich möchte und was gerade gefragt ist, da fehlt mir aber noch das ein oder andere. Und das könnte an der Stelle dann der Punkt sein, wo du sagst, ich mache noch mal eine schnelle Weiterbildung, ich informiere mich noch mal, ich schule mich noch mal, entweder autodidaktisch sozusagen im Selbstcoaching über Videos, Bücher. Fachartikel oder ich suche mir eine Weiterbildung, die genau das anbietet, irgendwie so eine kompakte Weiterbildung und setzt dann noch mal drauf. Manchmal kann das natürlich auch eine längere Ausbildung sein, aber ich weiß zum Beispiel ein guter Freund von mir, der ist auch in meinem Alter schon, also ein bisschen älter, und der muss sich auch gerade neu orientieren, was in dem Alter nicht leicht ist mit Ü50, und der hat tatsächlich auch noch mal eine komplette Umschulung gemacht zum, wie heißt es jetzt, KI-Blablabla, also irgendwie so nicht Editor, Manager, KI-Manager, ich weiß nicht, auf jeden Fall ist das was gefördertes gewesen, auch von der IHK, und bildet sich dann noch mal bei 3 Module richtig taffes Zeug. Und der promptet jetzt wie ein Weltmeister und macht und richtig mit Prüfung und Zertifikat, also 3 Zertifikate. Der ist jetzt kurz vor der dritten Prüfung. So was kann man dann halt auch mal machen. Das waren jetzt auch 2 Monate, wo er sozusagen in der Weiterbildung war, jeden Tag. Also der ist auch gerade arbeitslos, deswegen hat er die Zeit dafür. Aber der geht dann noch mal richtig Gas, weil er sagt, ich muss mich eh umorientieren. Das, was ich bisher gemacht habe, funktioniert nicht mehr an der Stelle. Also auch hier gilt: Arbeitsmarkt noch mal ganz kräftig auswerten und sozusagen das Gap finden. Das Skill Gap ist es, glaube ich, der Fachbegriff, einfach rauszufinden, was fehlt mir noch an der einen oder anderen Stelle. So, und wenn wir das gemacht haben, und da stellst du jetzt gerade fest, wir haben immer noch keine Bewerbung geschrieben, sondern wir haben ganz, ganz viel Vorarbeit geleistet. Das ist das, ja, aber das ist das, warum Bewerbungsstrategie so wichtig ist und warum wir darüber sprechen. Sprechen. Diese Vorarbeit, die machen ganz viele nicht. Und deswegen glaube ich, funktionieren auch viele Bewerbungen nicht. Ja, das kostet Arbeit, das ist zeitintensiv. Wenn du Weiterbildung machst, vielleicht noch mehr. Aber das ist ein ganz, ganz wichtiger Hebel, um vor allen Dingen die Weichen zu stellen in die Zukunft. Auch hier denke ich wieder an unsere Ü50-Kandidaten, die dann vielleicht sagen, ist ja gar nicht mehr so lang. Doch, ist es. Mit Ü50, also wenn wir jetzt das Jahr 50 nehmen und davon ausgehen, dass Rente mit 67 noch gilt, Dann sind das 17 Jahre. Und mein Lieblingsbeispiel ist immer 17 Jahre. Überleg mal, wenn du aus der Uni oder aus der Schule rauskommst, was du in den ersten 17 Jahren alles erreichen kannst, was viele erreichen auch in den ersten 17 Jahren. Warum soll das denn mit 50 nicht gehen? Es braucht länger, es ist aufwendiger, müssen wir nicht drüber reden. Es ist nicht mehr so einfach, gebe ich alles zu. Aber 17 Jahre sind eine lange Zeit. Und im Zweifelsfall, sage ich immer, muss man halt vielleicht 2 Jahre noch mal Stahl fressen. Komplett sich umorientieren, irgendwas machen, und dann gibt man noch mal richtig Gas und hat dann aber noch 10, 15 richtig glückliche und erfolgreiche Jahre. Und natürlich wird der Fokus oder der Zeithorizont immer enger. Aber besagter Freund ist nicht nur Ü50, habe ich sogar ein bisschen geschummelt, der ist 60. Also auch der macht noch mal was ganz Neues und sagt sich: 7 Jahre habe ich ja noch, vielleicht sogar länger. Das nur an der Stelle. So, jetzt sind wir durch. Mit den ersten 4 Punkten. Und jetzt fangen wir mal an. Immer noch keine Bewerbung zu schreiben? Doch, eigentlich schon. Jetzt schreiben wir unsere Bewerbung und nutzen mehrere Kanäle. Und jetzt kommt der liebe Stefan ins Spiel, denn der sagt natürlich ganz klassisch: Bewerbung schreiben ist sozusagen dein Metier. Jetzt geht es um die Wurst.
Ja, also im Endeffekt können wir jetzt eine Sendung machen, die 3 Stunden dauert, nur zu dem Thema. Aber um es vielleicht mal auf den Punkt zu bringen, wenn ich so anfangen würde mit einer Bewerbung, würde ich mir erst mal den Lebenslauf zur Hand nehmen und einen Basis-Lebenslauf aufbereiten quasi. In einem Basis-Lebenslauf gehören alle beruflichen Stationen und alles, was irgendwie wichtig ist und alles, was man gemacht hat. Und da kannst du ruhig auch zu jeder Station viele Punkte aufschreiben, also wirklich alles, was du irgendwie relevant gemacht hast. Und genau, und dann ist der relativ lang einfach. Und damit kannst du aber erstmal arbeiten. Und genau, und dann solltest du natürlich weiter gucken irgendwie. Wo bewerbe ich mich denn jetzt wirklich? Und dann kommt natürlich die eigentliche Arbeit. Wir sind ja immer noch bei der klassischen Bewerbung gerade. Die ganzen Unterpunkte kommen gleich noch. Genau. Und dann sucht man sich natürlich ganz, ganz konkrete Stellen raus und dann beginnt eigentlich die richtige Arbeit.
Ja, die Anpassung.
Anschreiben. Genau. Anschreiben und Individualisierung des Lebenslaufs. Ganz wichtig. Ich habe jetzt noch außer Acht gelassen, dass natürlich man alle Unterlagen zusammenstellen sollte, Zeugnisse und so weiter. Also genau, die Anhänge, genau, das gehört natürlich auch dazu. Aber im Groben ist so, erstmal mit dem Lebenslauf anfangen, einen Basis-Lebenslauf erarbeiten und dann Stellen ganz konkret raussuchen und dann individualisieren.
Genau, die habe ich ja dank der Vorarbeit dieser anderen 4 Punkte, habe ich das ja alles. Und jetzt fange ich an, individuell zuzuschneiden. Und dann kommen die ganzen anderen Punkte, die ganzen anderen Möglichkeiten, Kanäle, die man nutzen kann für eine Bewerbung. Viele davon sind natürlich bekannt. Das ist jetzt auch keine Raketenwissenschaft. Da verraten wir jetzt auch keine Geheimnisse. Aber die Initiativbewerbung, glaube ich, in diesen Tagen ganz, ganz wichtig. Auch hier kann man sich übrigens von der KI helfen lassen, indem man sagt: Welche meiner Wunscharbeitgeber sind denn offen für eine Initiativbewerbung? Manche schreiben das ja wirklich auf ihre Webseite da und geben sogar Kontaktdaten.
An.
Und ich habe mal bei uns auf der, auf der Karrierebibel gibt es auch den Artikel zur Initiativbewerbung. Da sind auch Prompts, wie man bei KI danach suchen kann, nach passenden Arbeitgebern, die dafür offen sind. Und dann kriegt man auch eine ganze Liste. Man kann den Prompt sogar noch erweitern. Ich glaube, der ist auch schon entsprechend erweitert. Ansonsten findet man bei uns die auf jeden Fall auf der Seite. Gibt ja mehrere Bewerbungsratgeber, sodass man sich auch noch gleich die Kontaktdaten und E-Mail-Adressen dieser Ansprechpartner Partner, die für eine Initiativbewerbung, schwieriges Wort, zuständig sind, rausspucken kann. Und dann hat man tatsächlich eine tolle Liste, wo man sich dann direkt mit der Initiativbewerbung bewerben kann. Und nicht vergessen, der, haben wir die Folie noch? Ich guck mal gerade, ich glaube nicht. Doch, wir haben ihn noch. Guck mal da, der verdeckte Arbeitsmarkt. Damit zielst du ja auf den sogenannten verdeckten Stellenmarkt und der ist halt rund doppelt so groß wie der offizielle. Weil viele Stellen gar nicht offiziell ausgeschrieben werden oder noch nicht ausgeschrieben sind. Aber statistisch nutzen diesen verdeckten Stellenmarkt bis heute immer noch nur 5% der Bewerber. Das heißt, die Konkurrenz ist deutlich kleiner als im offiziellen. Jobmessen. Auch das ist natürlich ein Lowbrainer, aber es gibt sie ja jedes Jahr zuhauf. Einfach mal schauen in der Nähe. Es gibt diverse Jobmessen-Kalender. Schamlose Eigenwerbung gibt es auch da auf der Karrierebibel, aber es gibt sie auch woanders. Einfach mal reinschauen, Jobmesse in der Nähe suchen, einfach mal hingehen. Die kosten in der Regel wenig Eintritt, maximal 5 Das ist dann eher so eine No-Show-Rate und dafür kriegt man aber auch ganz ordentlich was. LinkedIn, XING haben wir auch schon angesprochen. Das ist diese passive Jobsuche. Ich werde gefunden und da merkst du jetzt wieder Punkt 2: Profil schärfen war ganz wichtig, denn jetzt kann ich auch gefunden werden mit meiner spitzen Profilierung. Spitzen Personal Brand kann ich jetzt auch da gefunden werden. Und ansonsten, auch das haben wir schon angesprochen, alternative Jobbörsen nutzen. Ganz, ganz wichtiger Punkt. Vergessen eben auch immer wieder viele. Nicht nur auf Stepstone, nicht nur auf Indeed schauen, nicht nur bei Monster und wie sie nicht alle heißen, Stellenanzeigen und und und, sondern eben auch mal die anderen Jobbörsen. Es gibt, glaube ich, in Deutschland, lass mich nicht lügen, über 200 oder so was Jobbörsen, hochspezialisierte.
Genau, wir haben da auch so— Entschuldigung, dass ich dich jetzt unterbreche. Kein Problem. Genau. Ich habe da zufälligerweise nämlich heute noch mal— Wir haben so eine Liste mal erstellt und letztens mal geupdatet. Ich gehe da mal drüber. Das ist eine PDF. Auch aus verschiedenen Bereichen sind da Portale gelistet. Wer die haben möchte, kann mir gerne eine E-Mail schreiben, dann lasse ich ihm die zukommen. Da sind es irgendwie vielleicht 50 bis 70. Aber du hast sicherlich recht. Es gibt sicherlich 200. Warum ich aber das Thema, also den Punkt noch mal unterstreichen möchte: In Zeiten von Wirtschaftskrisen und Arbeitgebermarkt ist es halt so, dass ein Arbeitgeber mehr Bewerbungen bekommt als in anderen Zeiten. Das heißt aber auch, dass er es vielleicht auch nicht nötig hat, so viel Geld zu investieren und in die Hand zu nehmen. um auf den teuren Plattformen auszuschreiben, weil die größten sind ja in der Regel auch die teuren. Du hast sie ja gerade genannt und es kann durchaus sein, dass zum Beispiel ein Unternehmen sagt: Ach, wir schreiben erst mal nur auf unserer eigenen Seite aus. Karriereportal. Kommen doch eh genug Bewerbungen rein. Vielleicht listen sie dann noch bei Arbeitsagentur. Vergessen viele. Arbeitsagentur unbedingt. Bei Arbeitsagentur gibt es über 720.000 Stellen gerade online. Bei Stepstone sind es knapp über 170.000 aktuell. Da sieht man schon, klar, bei Stepstone werden andere Jobs auch ausgeschrieben oder ein großer Teilbereich dann auch nicht. Aber nur damit man das mal, den Unterschied merkt. Und das gilt aber genauso für Spezialjobbörsen oder so, dass man mal sagt: Ja komm, ich nehme mal die, da kostet mich eine Veröffentlichung der Stelle nur 100 und da weiß ich, da sind die Bewerbungen in der Regel, auch wenn es weniger sind, qualitativ lief aber gut. Ja, und in solchen Situationen, also so was machen Arbeitgeber und Unternehmen gerade. Und deswegen muss man sich bei der Suche tatsächlich nicht nur auf ein, zwei große Player verlassen, sondern sich ein bisschen breiter aufstellen, bisschen mehr Zeit investieren.
Ja, also ich habe gerade mal in einen von unseren Artikeln reingeschaut. Ich sehe hier gerade Jobs mit Sinn und gesellschaftlichem Impact. Da gibt es dann nachhaltige Jobs, Good Jobs, Talent for Good, TBD, By2. Dann gibt es Green Jobs, also mit Umweltfokus. Da gibt es die Börsen Jobverde, Green Energy Jobs, Green Jobs, Ökostellenmarkt, Biohandel. Und also es gibt so diverse ganz ungewöhnliche Sachen, ja, Nischenbörsen, Jobtensor, Jubel, Jobpushy und so weiter. Also es gibt wirklich zig verschiedene Jobbörsen, die man hier einfach mal ausprobieren kann. Und es schadet ja nicht, da reinzugucken, sich mal ein bisschen durchzuklicken, gerade wenn man den Fokus meinetwegen eben auf Öko-Jobs hat oder grüne Jobs oder nachhaltige Sachen oder irgendwas mit dem gesellschaftlichen Sinn und so weiter. Das ist ja, je nachdem wo der Schwerpunkt liegt, kann man da wirklich ganz tolle Sachen noch mal finden, weil teilweise dann auch gerade bei so Öko- oder eben auch gesellschaftlichen Jobs die NGOs gerne bei diesen Börsen dann halt andocken und nicht bei den großen, die sind denen viel zu teuer.
Ja, total. Oder anderes Beispiel, InterAmt zum Beispiel, vom Land und vom Bund, also von öffentlichen behörden, oder mir ist die Tage, die haben uns angesprochen wegen einer kleinen Kooperation, nenne ich hier einfach mal akademische Jobs. Die neue Jobbörse fand ich, aber die Idee total spannend, die crawlen quasi alle Jobs von Unis und Fachhochschulen, also für so für wissenschaftliche Tätigkeiten und so, fand ich auch total spannend, weil so was gab es tatsächlich dann auch, wenn ich gedacht hätte, dass es mittlerweile für alles eine Jobbörse gibt, das ist mir noch nicht begegnet, fand ich auch Das sind auch spannende Jobs.
Also meine Schwiegertochter beispielsweise, die arbeitet an der Uni und zwar nicht als Dozentin oder so was, sondern in der Verwaltung. Das ist ein ganz toller Job. Also da verdient die auch richtig gut Geld, hat tolle Arbeitszeiten, auch relativ sicher, weil öffentlicher Dienst. Also auch das können ganz, ganz spannende Jobs sein. Auf die kommt man vielleicht so gar nicht. Also deswegen unbedingt an der Stelle verschiedene Kanäle ausprobieren und immer mehrgleisig fahren. Also bitte nicht nur 50 Bewerbungen rausschicken und dann sagen, oh, dat war's, jetzt gucken wir mal, was passiert. Nein, parallel dein LinkedIn-Profil verbessern, Initiativbewerbungen schreiben, Jobbörsen durchforsten und und und. Also wirklich hier noch mal hier die Übersicht, Arbeitsmarkt checken und dann einfach so viel wie möglich geht. Aber es ist trotzdem nicht mit Schrot geschossen, denn wir haben ja Punkte 1, 2, 3, 4, das Ganze sehr spitz zugeschnitten. Wir kennen unser Profil und das Wichtigste ist, wir haben einen Plan. Du weißt einfach aufgrund der Vorarbeit, Punkt Nummer 1 und 2, was will ich, wo will ich hin in den nächsten Jahren. Und deswegen ist das, was du da machst, total gezielt und nicht einfach nur irgendwie wild beworben, Hauptsache Job, sondern du findest am Ende etwas, wo du auch in den nächsten 5 Jahren was von hast. Und vor allen Dingen, wo du dich beruflich in die Richtung entwickelst, in die du dich auch beruflich entwickeln willst. Und dann ist das am Ende einfach nicht so verschossen, um es mal so zu sagen. Und dann sind wir natürlich bei den Punkten 6 und 7. Die sind tatsächlich wieder Lowbrainer: Bewerbungsunterlagen optimieren und die Strategie optimieren. Also im Grunde genommen, jetzt kommt irgendwann der Teil, das gehört zu jeder Strategie dazu, die Auswertung. Also du hast eine ganze Vorarbeit gemacht, du hast deine Bewerbungen optimiert, gemacht, getan, du schickst sie raus, und jetzt gibt es Naja, sind wir ehrlich, wahrscheinlich erst mal viele Absagen, bis die entscheidende Zusage kommt. Davor gibt es immer nur Absagen. Das ist halt so. Bei der Zusage brauchst du dich dann auch irgendwann nicht mehr beenden. Ist die Strategie vorbei, du hast den Job. Aber vorher gibt es erst mal Absagen. Und jetzt ist ganz, ganz wichtig, dass ich noch mal analysiere, woran könnte es gelegen haben? Ganz selbstkritisch. Und ich glaube, mit dem Abstand, vielleicht auch von 1, 2 Wochen, sieht man auf seine ganze Bewerbungsstrategie, auf die Unterlagen noch mal mit einem anderen Auge und sagt: Ist das wirklich ansprechend? Frag mal deine Freunde, was die dazu sagen. Ist es wirklich so? Auf den ersten Blick, würde dich das ansprechen? Hast du den Eindruck, ich weiß, was du kannst, warum ich dich einstellen sollte? Kommt das überhaupt rüber? Wirken die professionell? Sind die heute ATS-konform oder habe ich vielleicht irgendeine olle alte Vorlage oder so ein KI-Slop verwendet. Ja, so irgendwie. Und dann kann man das Ganze noch mal optimieren. Und vielleicht kann man auch schon sehen, wo gab es den meisten Rücklauf. Auch hier finde ich ja Absagen gar nicht schlimm, wenn du merkst, auf dem Kanal gibt es zwar Absagen, aber es kommt überhaupt was zurück. Und auf dem Kanal kriege ich nicht mal eine Absage. Stichwort Ghosting. Kann das ja auch etwas sein. Entweder bespiele ich diesen Kanal nicht richtig und ich erreiche die Leute überhaupt gar nicht, deswegen kommt auch nichts zurück. Oder aber ich erreiche auf die Art und Weise letztendlich die Falschen. Die will ich auch nicht, die ghosten. Und dann kann ich die Kanäle auch noch mal besser auswählen und vielleicht auch noch mal die Prompts am Anfang, Punkte 1, 2, 3, 4, die Prompts verfeinern und dadurch noch mal eine neue Liste bekommen mit neuen Arbeitgebern woanders und meine Strategie einfach noch mal verfeinern.
Ja, ganz wichtiger Punkt an der Stelle: Unbedingt um Feedback fragen. Ja, ich würde wirklich jeder Absage würde ich sagen: Danke für die Info. Dann weiß ich, dass ich damit oder kann damit arbeiten. Dann weiß ich Bescheid. Aber ich bitte Sie, ich habe auch ein hartes Fell. Ich kann Kritik vertragen. Können Sie mir irgendwie sagen, woran es gelegen hat? Man bekommt heutzutage so wenig Rückmeldung und ich würde es gerne in Zukunft besser machen. Also ganz ehrlich, auf wie viele Absagen habe ich so eine Mail bekommen? Ganz, ganz selten. Und ich habe immer Feedback darauf gegeben.
Ja.
Und oft kriegen die— also ich verteile auch Standardabsagen, weil die Qualität der Unterlagen einfach zu schlecht ist, dass sie es verdient hätten, da noch richtig drauf einzugehen. Aber wenn einer nachfragt, dann sage ich ihm was dazu. Und das machen ganz, ganz wenig Leute mehr. Und du bleibst dadurch auch irgendwie gut in Erinnerung. Das muss man auch sagen. Vielleicht reicht, warst du ja nur knapp raus. Und dann hast du eine Standardabsage trotzdem gekriegt, fragst nach Feedback, ja, rufst dich in Erinnerung. So, und irgendwie dann springt doch noch einer ab und die wollen doch noch einen einladen. Und vielleicht erinnert man sich dann daran an dich, ja, positiv. Immer machen, ganz wichtig.
Immer machen. Ja, absolut. Du kannst ja nicht verlieren. Also das ist, glaube ich, die Rechnung ist einfach falsch zu sagen, ja, dann kriege ich nur so eine Standardantwort. Ja, kriegt man vielleicht, vielleicht auch, aber du kannst ja nur gewinnen. Mit Standard hast du nichts gewonnen, aber in dem Moment, wo du eben mehr bekommst, kannst du wieder optimieren, kannst wieder verfeinern. Alles ist besser, als nichts zu machen. Man gewinnt am Ende immer nur und kann nicht verlieren. Den Job nicht, würde jetzt mein Bekannter Martin Limbeck sagen, den Job nicht hast du schon. Ja, also deswegen kannst du nur gewinnen an der Stelle. Und ja, manchmal passiert es, dass Kandidaten abspringen. Habe ich auch schon erlebt, wenn wir Leute eingestellt haben, Hast dich für einen entschieden, dann gibt es ja auch Ghosting bei Bewerbern. Dann ghostet dich auf einmal der Bewerber und du denkst so: Hä? Erst war er so interessiert, jetzt keine Nachricht mehr. Ich hatte auch mal einen, der hat mich danach geblockt, wo ich sage: So, ich habe ja nichts getan. Also ich meine, warum kommen jetzt meine Mails sozusagen zurück und sind geblockt? Also ganz komisches Verhalten, wo ich denke, ich war jetzt auch nicht fies oder so, aber ja, gibt es dann auch schon mal. Und dann kommt Kandidat oder Kandidatin Nummer 2 ins Spiel. Und wenn du das ausgerechnet warst, die dann nachgefragt hat, dann freut man sich erst recht. Absolut, man kann nur gewinnen. Damit schließt sich dann sozusagen der Kreis, der Loop, und dann beginnt das Ganze wieder von vorne. Entscheidend ist aber tatsächlich, dass man sozusagen immer in diesem Loop drin bleibt und ich glaube, diesen gesamten Bewerbungsprozess wie ein Projekt behandelt. Also so wie man Projekt managen würde später im Job, so ist dein jetziges Projekt Jobsuche. Und das würde ich genau wie ein Projektmanagement angehen und eben auch strategisch angehen, systematisch, Schritt für Schritt aufeinander aufbauend, um wirklich fokussiert auf etwas zuzugehen. Und wenn man jetzt nicht gerade wie mein Freund über 60 ist und dann vielleicht einen sehr, sehr klaren Zeithorizont vor sich hat, sondern vielleicht noch in den 20ern oder in den 30ern oder 40ern ist, hat noch sehr, sehr viele Jahre vor sich, da ist es erst recht wichtig, dass man genau weiß, in welche Richtung will ich mich eigentlich orientieren. Wo möchte ich hin und zahlt das auf meine langfristigen Berufsziele ein? Sonst hangelt man sich immer nur von Zwischenstation zu Zwischenstation. Das kann klappen, aber irgendwann sieht es im Lebenslauf ja auch ein bisschen blöd aus. Also ist heute auch kein Beinbruch mehr, Brüche im Lebenslauf, Lücken im Lebenslauf, alles kein Beinbruch mehr. Aber je mehr roter Faden, desto überzeugender natürlich auch so ein Lebenslauf und desto besser. Deswegen, wenn ihr die Chance habt, von vornherein in die richtige Richtung zu gehen, dann tut es doch bitte.
Genau so ist das.
Haben wir noch Fragen? Also ich stelle jetzt mal an der Stelle, wir haben ja immer so einen leichten Zeitversatz, deswegen müssen wir immer noch ein bisschen nachreden. Wenn noch Fragen sind, ihr lieben Zuschauer, die ja gerade uns zuschaut, dann stellt sie gerne per Kommentar. Wir beantworten sie noch gerne. Ansonsten reden wir noch ein paar Kleinigkeiten, weil immer so ein Zeitversatz ich glaube, wir haben so ein Delay, wenn wir hier strahlen, bis es dann ankommt in Social Media, von ungefähr 20, 30 Sekunden ist immer das Delay. Deswegen müssen wir noch ein bisschen reden, bis es dann angekommen ist und die Frage geschrieben ist, und falls noch eine kommt, und dann reden wir einfach, damit wir hier nicht zumachen und dann kommt da noch eine Frage, wäre ja blöd. Aber wir beantworten die natürlich auch. Ansonsten, Stefan, kurze Frage: Nächste Sendung, wollen wir die schon mal ankündigen, das Datum? Weil wir haben jetzt, wie gesagt, ich bin nächste nächste Woche nicht da. Genau, wir haben nicht da, ne?
Und dann ja, oder, oder im anderen Unternehmen dann auch eingebunden mit Termin. Ich glaube, wir haben uns auf den 18. Juni haben wir uns geeinigt.
Deswegen vielleicht schon mal hier die Ankündigung, das ganz gut. Wir machen die nächste Sendung, dass er nicht in 2 Wochen wie sonst, wir machen sie dann in, ach guck mal, da kommt zumindest, danke schön, hat uns auch gefreut. Und wir kommen dann wieder am 18. Juni, you know, wieder um 17:30 Uhr mit der nächsten Sendung und denken uns bis dahin ein Thema aus. Aber ihr dürft euch natürlich auch eins wünschen. Also wenn euch gerade ein Thema unter den Nägeln brennt, schickt uns eine E-Mail. Wir freuen uns sehr darüber. Und dann geht es auf jeden Fall am 18. weiter. Das war die einzige Frage. Das war noch nicht mal eine Frage. Deswegen machen wir an der Stelle Schluss.
Alles klar.
Ich wünsche euch einen schönen Abend. Genießt die Sonne und dieses herrliche Wetter gerade in diesen Tagen. In diesem Sinne, bis zum 18. und bis dahin, ciao ciao!
Ciao!










