600 km Wüste & 8-stelliger Umsatz: Extremsportler Arda Saatci (#937)
2 Sept 2026 · 78 min
Extreme athlete Arda Saatci talks about running 600 km across Death Valley, building an eight-figure business, and his strategy of turning down most sponsorship deals unless they feel authentic. He's planning a major project and wants to become the face of sport itself.
Chapters
Vermutlich eine der imposantesten Folgen des Jahres. Mein heutiger Gast war vor einigen Jahren noch so an der Grenze zum Viertliga-Fußballer, dann Bauarbeiter, hat nebenher BWL studiert für seine Eltern und ist dann in den letzten Monaten eigentlich zu einem der krassesten Social-Media-Creator überhaupt in Deutschland geworden. Und zwar mit Extremsport, mit ganz viel Laufen, mit einem extrem gut trainierten Körper. Zuletzt hat er 1 Milliarde Impressions generiert, als er 600 Kilometer durchs Death Valley bis nach L.A. an die Küste gelaufen ist. Ein 80-köpfiges Produktions-Team Team war mit dabei, alles gesponsert von Red Bull. Er kooperiert mittlerweile generell mit globalen Marken. Der Arda Saçı ist im wahrsten Sinne des Wortes extrem. Er ist auch schon mal 3000 Kilometer durch Japan gelaufen, zahlreiche andere Sachen. Aber wie es dazu kam, wie seine ganze Geschichte in der Creator-Welt angefangen hat, wie sie sich entwickelt hat, was er nebenher so macht mit eigenen Marken. Es gibt eine Marke, die heißt Day One, mittlerweile auch schon wohl relativ relevante Umsätze. Und warum er trotzdem im entscheidenden Moment ein Longsleeve von Decathlon angehabt hat. Und er sagt selber, sein Ziel ist am Ende, auf einer Stufe zu stehen mit Menschen wie Michael Jordan oder Cristiano Ronaldo. Also wirklich große, große Ambitionen. Eine große Folge mit Arda Saçı. Aber bevor es losgeht, noch ein kurzer Hinweis zum Thema inspirierende Geschichten. Ich schicke doch jeden Freitag eine WhatsApp rum, gratis, werbefrei, mit 3 Links zu Podcasts, zu Dokus, zu Artikeln, zu Posts, die mich inspiriert haben, die ich gerne gelesen habe in der jeweiligen Woche. Wer das bekommen möchte, einfach im Linktree anmelden. Wir machen das Ganze mit unserem Partner Charles. Niemand kennt sich so gut aus mit WhatsApp-Kommunikation und und Messenger-Marketing wie Charles. Aber jetzt rein ins Gespräch mit Arda.
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Hi! Hallo, vielen Dank für die Einladung.
Ja, extrem gerne. Ich meine, ja, bei dir ist jetzt so richtig durch die Decke gegangen dieses Jahr, ne?
Es ist vieles passiert auf jeden Fall. Es war ein sehr einschlagendes Jahr, kann man so sagen.
Wenn man vorne anfängt, dann ist es ja auch recht schnell gegangen, aber es gibt schon ein paar Jahre, wo es nicht so unbedingt danach aussah. Du hast mal angefangen mit Fußball in Berlin, ganz normal, und hast die Hoffnung gehabt, du wirst Fußballer, wie alle Kinder, und warst auch relativ nah dran, habe ich gesehen. 5. Liga schon mit relativ jungen Jahren?
Ja, also wie du schon gesagt hast, ich glaube, Fußballer wollte jeder Junge werden irgendwie mal, also sehr viele. Und ich war einer davon. Und das war immer so mein Grundziel. Von 6 Jahren habe ich mit Fußball angefangen, bis 18 hat das so mein komplettes Leben bestimmt. Und ja, dann musste ich ehrlich zu mir selber sein mit 18, dass ich diesen ganz großen Sprung nicht geschafft habe. Und ich habe leider keine Ausrede mit einer Verletzung oder so was, sondern—
Also war es Talentfrage?
Ich glaube ja. Also keine Ahnung, wahrscheinlich haben meine Skills in diesem um diesen großen Sprung irgendwie zu machen. Ich war jetzt nicht unbedingt der technisch Begabteste. Bei mir kam das alles sehr durch Fleiß. Also ich war sehr schnell, habe viele Meter gemacht. Und über die Zeit, ich war damals immer sehr schmächtig, so Haut und Knochen. Und über die Zeit musste ich dann lernen, auch mehr zu essen und Krafttraining zu machen etc. Und habe das dann so ein bisschen kompensiert durch meine Physis, so Körpereinsatz etc. Das waren dann so meine Skills. Aber diese Grundausbildung, glaube ich, wenn ich jetzt so rückblickend betrachte, So, die ersten Fußballjahre habe ich glaube ich in zu niedrigen Mannschaften gespielt, um diese Base, diese Grundausbildung irgendwie erstmal zu sitzen. Ich habe mich erst sehr spät entwickelt und da war es dann vielleicht schon zu spät.
Mit, mit, also ich, ich habe gesehen, Berliner AK warst du ja, ne?
Genau, das war mein letztes U19-Jahr.
Genau, also war das schon die Herrenmannschaft da?
Nein, dann bin ich in die Herrenmannschaft in die Oberliga gewechselt zum Brandenburg-Verein und da habe ich ein Jahr Herren gespielt. In der 5. Liga, dann hätte ich von da in die Regionalliga wechseln können.
Was dann schon 4. Liga wäre, ne?
Genau. Und es wäre aber dann außerhalb Berlins gewesen. Dann war halt dann die Debatte, okay, fange ich jetzt ein Studium an? Da musste ich natürlich auch in Austausch mit meiner Familie gehen und habe dann gesagt, haben die gesagt, okay, also willst du jetzt außerhalb Berlins gehen? Weil Regionalliga ist so eine Liga, du trainierst eigentlich fast wie ein Profi, aber verdienst noch nicht so viel wie ein Profi.
Also die meisten, sag mal, schon echt guter Fußball, 100%, 100%. Aber das ist halt nicht von irgendwie so, aber du hörst oder ist schon da?
Nein, nein, ist schon auf jeden Fall sehr leistungsorientiert. Aber das halt so diese, diese Liga, wo du so meiner Meinung nach dich nicht zu lange aufhalten darfst. Es muss so diese 1, 2 Jahre, und dann muss eigentlich schon der Sprung dann hochkommen, eventuell 3. Liga, 2. Liga. Und das ist natürlich auch risikobehaftet, 100%. Und diese Entscheidung musste man sich treffen. Und ich dachte mir, okay, ich habe mir dann selber eingestanden, dass es eventuell für diesen ganz großen Sprung nicht gereicht hat.
Krass, ist ja schon, also wenn man das heutige Mindset von dir so sieht, was du auch sozusagen selber von dir sagst, immer weiter, immer weiter, dann hätte man das damals ja vermutet, dass du sagst, okay, 4. Liga bin ich jetzt schon, ich ziehe durch, ich gebe alles, ich komme in die Bundesliga oder so.
Ich war damals sehr, sehr, wie soll ich sagen, sehr unselbstbewusst. Also diese Denkweise, das hat ja auch sehr viel damit zu tun gehabt über die Zeit, Selbstentwicklung. Ich habe sehr viel Zeit mit mir selber verbracht. Was sind meine inneren Ängste? So als Jugendlicher hat man ja auch Zukunftsängste, 100%. Und wo will ich hin? Wo will ich als Mann stehen später? Vielleicht als Familienpapa? Wie auch immer man wahrgenommen werden will von der Gesellschaft. Und das hat sich dann erst wirklich nach dem Fußball so entwickelt, wo ich dann gesagt habe: Okay, ich möchte jetzt erst mal einen Einzelsport machen.
Boxen?
Genau, da fing es mit dem Boxen an. Und ja, um mich besser kennenzulernen.
Hattest du bei Boxen denn auch Ambitionen, das sozusagen auf einem hohen Niveau dann zu machen?
Mein Ziel war es nie, Profi zu werden. Also ich hatte, ich habe diesen Boxsport nicht betrieben, um jetzt irgendwie Profikämpfer zu werden. So, ich habe das gemacht, weil ich finde, Boxen, so Kampfsport, zeigt ganz schnell deine Grenzen, wo du bist. Weil wenn du alleine im Ring bist, da kann dir keiner helfen. Auch wenn die 3 Minuten laufen, dann bist du erstmal mit dir selber, also erstmal kämpfst du gegen jemand anderen und du kämpfst selber mit deinen Ängsten, mit deinen Dämonen. Weil wenn du einen auf die Nase bekommst, dann kommst du ganz schnell runter auf den Boden der Tatsachen. Und ja, das hat mir sehr viel gelehrt, hat mir sehr viel gelehrt. Ich war auch sehr ängstlich damals.
Aber war es dann irgendwann ein Thema, dass man gesagt hat, okay, ich gehe da jetzt hier richtig rein und versuche das auf hohem Niveau zu machen?
Ich habe sehr viele Sparringskämpfe und so gemacht. Ich habe viele Jungs, die deutsche Meister sind, die Olympia gekämpft haben etc., bei der Vorbereitung geholfen. Profijungs, war ich immer so deren Sparringspartner. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber für mich war wirklich nie so der Sinn, irgendwie jetzt den Weltmeistertitel zu holen.
Und parallel hast du dann BWL studiert, ne?
Genau, dann habe ich nebenbei BWL studiert. Muss ich ehrlich sagen, das habe ich nur für meine Eltern gemacht, um einfach diese Sicherheit in der Tasche zu haben, wie so ein Führerschein. Und ja, den habe ich auch dann mit viel Fleiß gemeistert.
Du hast ja in der Schule auch relativ gestruggelt am Anfang, hast du mal erzählt, ne? Also zweimal sitzen geblieben und so, habe ich irgendwie verstanden.
Zweimal sitzen geblieben, war auch nicht sonderlich guter Schüler. Ich hatte immer sehr Schwierigkeiten, Sachen zu lernen, oder dass es in meinem Kopf hängen bleibt. Wenn manche irgendwie eine Woche gebraucht haben, brauchte ich immer 3 Wochen. Ich hatte auch sehr lange Lese-Rechtschreibschwäche. Also ich konnte bis zur 6. Klasse ja nicht so richtig lesen und schreiben. Also ich musste sehr viel Nachhilfe dazu nehmen. Und in Sachen Diktaten und Gedichtsanalyse und diese ganzen Sachen und Inhaltsangabe schreiben und sowas, das war alles ein Horror für mich damals. Und ja, das habe ich dann auch versucht, dann mit viel Fleiß zu kompensieren. Das ist so ein roter Faden, der so durch mein Leben geht. So alles, immer wenn ich etwas erreichen wollte oder erreichen will, muss ich immer mehr reininvestieren. Jetzt würde man vielleicht sagen, ja, er ist talentiert im Sport oder so was, oder das ist alles so genetisch. Da muss ich sehr enttäuschen, das hat nichts damit zu tun.
Also du hast ja noch eine relativ harte Station gemacht, richtig auf dem Bau gearbeitet, habe ich gelesen, ne?
Ja, da bin ich meinem Papa auch sehr dankbar. Da mein Vater so in der Immobilienbaubranche tätig gewesen jahrelang, und für ihn war immer wichtig, auch einfach ja mehrere Facetten der Arbeitswelt zu sehen. Und mich hat er dann da arbeiten lassen.
Das heißt so richtig so, weiß ich, da Steine rumgetragen oder Schutt rumgeschleppt?
Alles Mögliche, alles Mögliche, was, was gebraucht wurde. An körperlicher Arbeit, also im Hausbau sozusagen, wo man sich vorstellt, okay, Abriss, alles Mögliche, also wo Hilfe gebraucht wurde, richtig für eine, für eine, für eine, also neben meinem Studium, es war dann meistens dann, ich habe ein duales Studium gemacht, also ich habe nebenbei eh schon auf dem Bau gearbeitet, also nur im Bauunternehmen, und dann war es dann eher dann so halt, dass dann am Wochenende Samstag, Sonntag noch zusätzlich dann auf den Baustellen vom Papa dann gearbeitet habe, und wo dann halt Zeit war, ob es in den Ferien war, wo auch immer, Und dann kam irgendwann bei dir aber so der Fitnesssport und diese ganze Welle übers Boxen rein. Genau, dann ist das bei mir so entwickelt, dass es so beim Boxen, sagt ja der Trainer dann irgendwann, ey, geht doch mal laufen die Woche, so gut für die Kondition. Und das habe ich dann gemacht, und da habe ich halt sehr schnell erkannt, dass okay, Laufen ist so ein stumpfer Sport, auch irgendwie ein langweiliger Sport, aber du hast sehr viel Zeit mit dir selber und sehr viel Zeit mit deinen Gedanken. So diese eigenen Dialoge irgendwie zu haben beim Laufen. Ich glaube, jeder, der mal laufen gegangen ist, kennt das so, wenn du anfängst, auf einmal auf die Uhr zu schauen und irgendwie die Zeit vergeht nicht und du hast irgendwie keinen Bock mehr. Und da fing dann bei mir so diese Selbstentwicklung an, so wirklich wortwörtlich mit meinem Schweinehund zu reden und mich selber zu fragen, warum kommt das so? Warum will der mich immer wieder in diese Bequemlichkeit ziehen? Und diese Bequemlichkeit, wenn du zu lange in dieser Bequemlichkeit bleibst, kommst du nie an dein Ziel an. Du musst über diese Grenzen hinausgehen und du musst dich selber weiterentwickeln. Du musst in unangenehme Situationen rein, um einfach ja deine Ziele zu erreichen oder einfach ein besserer Mensch, ein besserer Sportler, dich irgendwie weiterzuentwickeln. Und das ist ja nicht nur im Sport so, das ist ja auch in der Arbeit so. Wenn du mehr haben willst, musst du auch mehr dafür tun. Das ist ganz einfach. Und sobald dann immer diese Gedanken kamen, dass ich irgendwie keinen Bock mehr hatte, wollte ich die Kontrolle über mich selber behalten und Habe gesagt, okay, nein, aus Prinzip mache ich 500 Meter mehr, 1 Kilometer mehr oder 100 Meter mehr, ist ja scheißegal. Hauptsache, du machst einen Schritt mehr als den vorigen Tag oder vorige Woche. Und so hat sich das alles hochgeschaukelt, dass ich dann immer mehr wollte. Und irgendwann ging es dann um Halbmarathons. Und wie oft kann ich den Halbmarathon wiederholen? Dann war das irgendwann meine Tagesroutine. Dann okay, dann 30 Kilometer, aber einfach nur um sich selber zu zeigen. Einfach, es ging nur um mein eigenes Ego. Es ging nur um diesen jungen Mann im Spiegel, zu beweisen, dass das für mich nicht so möglich ist, dass egal was du haben willst, dir holen kannst.
Okay, und dann hast du aber auch angefangen mit, also mit Kraftsport, Krafttraining.
Das hat schon auf alles projiziert, ob es im Schwimmen war, im Radfahren war, bei Klimmzügen, Liegestützen, alles ging dann so ins Extreme. Ich habe es versucht, ins Extreme zu pushen.
Und genau, aber was am Freundeskreis so, dass andere Buddies das auch gemacht haben, ihr wart dann so eine Clique und so? Nein, nein, wirklich nicht.
Nein, nein, das war One-Man-Show.
Das heißt, du warst dann mit dir alleine, hast aber für dich entschieden, ey, ich hatte auch sehr wenig soziale Kontakte, ich habe mich auch sehr abgekapselt.
Ich habe, mein Freundeskreis ist eh jetzt schon, ich habe einen sehr engen Freundeskreis, ich habe keine vielen Freunde, aber sehr wahre Freunde.
Aus Fußballzeiten so oder aus Schulzeiten noch oder so?
Nee, auch so über die Zeit einfach entwickelt, auch in der Uni-Zeit.
Und wie kam es denn dazu, dann in das Social-Media-Game einzusteigen?
Gute Frage. Das ist nach meinem Studium, nachdem ich meinen Bachelor abgeschlossen habe. Guter Freund von mir, Eli, der war auch schon hier. Ja, genau, mit dem habe ich damals zusammen Fußball gespielt.
Okay, daher kennt ihr euch.
Genau, da kennen wir uns schon. U17, glaube ich, haben zusammengespielt, oder U16, weiß gar nicht mehr genau. Und der hat damals schon gestreamt, aber ich hatte gar keine Ahnung von YouTube oder habe auch nichts verfolgt an Streamern oder Twitch. Ich war da voll so in meiner eigenen Welt. Und der hat dann angefangen, so darüber zu reden, bisschen den Leuten auch zu erzählen, was ich mache. Weil immer wenn es ums Thema Sport ging, hat er mich immer nach Rat gefragt oder nach Tipps gefragt. Und genau, das hat dann so eine Eigendynamik angenommen. Und auch meine Freunde haben halt immer zu mir gesagt, ey, das motiviert uns, mach doch halt doch mal eine Kamera drauf. So, vielleicht wird das, das wird schon irgendwie Anklang nehmen. So, wenn das uns motiviert, dann wird das vielleicht auch andere Menschen motivieren. Und es hat dann so eine Eigendynamik angekommen. Dann habe ich eine Zeit lang auch einen anderen Streamer trainiert gehabt in Hamburg.
Und das war als Fitnesstrainer, oder?
Genau, das war dann so.
Wer war das?
Micky. Okay.
Und hast du das bei dem dann mitgeguckt?
Der ist dann auf mich aufmerksam geworden durch Eli damals in seinen Streams und hatte mir dann einfach random geschrieben und meinte, ey, ich habe einen Boxkampf demnächst, willst du mich darauf vorbereiten? Und ich dachte mir, ja, warum nicht? Machen wir so. Und dann habe ich das einfach gemacht. Und in der Zeit fing es dann einfach an, dass ich irgendwie eine Kamera draufgehalten habe.
Und weißt du noch genau, wann du dann den YouTube-Kanal aufgemacht hast?
Vor 4 Jahren war das.
Und hast du selber einfach irgendwie bei dir zu Hause am Rechner gesessen oder so, am Handy?
Und okay, jetzt, nein, ich habe mit Elektronik keine Ahnung. Also so Cutten und sowas war gar nicht meine Baustelle. Da habe ich meinen jetzigen, auch meinen jetzigen Kameramann kennengelernt in der Zeit. Und der hat mich dann damals von Anfang an da unterstützt.
Also der hat auch sozusagen den Kanal aufgemacht und die ganzen Sachen.
Genau, wir haben zusammen halt den, ich habe dann gesagt, er hat dann für mich alles eingerichtet gehabt, den YouTube-Kanal. Und genau, dann haben wir dann Woche für Woche dann einfach Videos rausgehauen, die am Anfang nur meine Kumpels sich angeguckt haben und drunter kommentiert haben. Und irgendwie hat es dann eine Dynamik angenommen und irgendwie ging es dann in den Algorithmus, wie man so schön sagt.
Aber da war es ja noch ein Hobby für dich, da war ja noch nicht klar, dass man daraus einen Beruf machen kann, oder?
Ich wollte es erstmal gar nicht. Also ich wurde eigentlich so ein bisschen, nicht genötigt, aber so ein bisschen reingedrungen, weil ich bin eigentlich kein Mensch, der so gerne so krass im Mittelpunkt steht oder sagt, hier bin ich und mich so gerne zeigt. Ich bin eigentlich gerne immer so für mich und versuche einfach meine Sachen so abzuspulen. Und also für mich ist es immer noch manchmal unangenehm. Also ich kann immer noch nicht einfach jetzt, wenn ich jetzt irgendwo im Supermarkt bin oder so, jetzt die Kamera rausholen und wenn Leute um mich herum sind, in die Kamera reden und sagen, ey Leute, ich mache jetzt das und das. So, ich fühle mich, ich achte immer noch, dass ich in einen Gang reingehe, wo vielleicht keiner gerade ist oder so, weil es irgendwie, keine Ahnung.
Wenn man sieht, sie auch bei Instagram guckt, du hast glaube ich bei Instagram, weiß ich nicht, bislang irgendwie 70, 80 Posts nur gemacht, also über Lifetime. Also es gibt einen Post von 2017, wo du so ein Foto machst, irgendwie glaube mit Istanbul im Hintergrund.
Ja, genau.
Und dann folgen mir 60 Posten, das war's. Also das ist der ganze Account. Insofern ist nicht so viel.
Also ja, ich glaube vielleicht bin ich in der Hinsicht nicht so der beste Content Creator.
Okay, also aber es hat funktioniert, ja. Also, ich meine, dein Kameramann hat auf jeden Fall einen gigantischen Job gemacht, wenn er das angefangen hat für dich.
Aber mein ganzes Team hat einen super Job gemacht. Also mittlerweile sind es ja mehrere Leute und die unterstützen mich in jeglicher Hinsicht und versuchen mir so den Weg zu ebnen, dass ich halt mich wirklich nur aufs Training, auf das, was ich umsetzen will, zu konzentrieren.
Und ja. Aber zu der Zeit, als du angefangen hast mit YouTube, da war dann in deinem Kopf wahrscheinlich noch die Frage, okay, wie verdiene ich jetzt Geld, was mache ich als ersten Einstiegsjob oder so?
Also für mich war immer das klar, natürlich muss man Geld verdienen, so, das ist klar. Also die Miete zahlt sich nicht von alleine oder der Lebensunterhalt. Aber für mich war immer so dieses Ziel einfach, ey, lass mich einfach so gut, so viel genug verdienen, dass ich einfach meinen Sport machen kann, meine Miete zahlen kann, irgendwie was Gutes zu essen habe, und das war's. So, für mich war jetzt nie so dieses Ich möchte das und das fahren und sowas. Hauptsache irgendwie, ich stelle meine Eltern irgendwie in der Hinsicht zufrieden, dass sie keine Kopfschmerzen haben, dass der Junge irgendwie ein Tagträumer ist und irgendwie nur durch die Gegend rennt, so seine Miete zahlen kann, eventuell für seine, in der Zukunft für seine Familie sorgen kann, dass ich meine Supplements umsonst kriege, vielleicht ein paar Schuhe geschenkt bekomme, und dann bin ich der glücklichste Junge der Welt.
So, wahrscheinlich sonst Personal Trainer geworden, möglicherweise, oder so.
Nee, das war nicht so meine Absicht. Das war nicht so meine Absicht. Ich wollte schon als Profisportler, also als Athlet, in der Gesellschaft wahrgenommen werden. Also so, aber das war für mich auch jahrelang einfach ein Fragezeichen, wie das irgendwie funktionieren kann. Weil wenn, nachdem du Fußball aufgehört hast, kommt ja nicht der Gedanke irgendwie, okay, jetzt werde ich Basketballer und Basketballprofi, sondern du denkst dir so, okay, ich werde jetzt nicht der nächste Kenianer, der unter 2 Stunden Marathon läuft. Ich werde auch nicht Michael Phelps, der jetzt Olympia dann noch Gold holt und die 100-Meter-Rekorde knackt. So, ist einfach zu spät, so, für die, um das einzuholen. Was mache ich so? Okay, ich weiß, was für ein Input ich reingebe. Ich weiß, was für ein Fleiß ich an den Tag lege. Ich weiß, dass ich Sachen machen kann oder mache, bereit bin zu machen, was es so eventuell noch nicht gab vorher. Dieses Risiko bin ich gewollt einzugehen. Und aber wie, wie wird man dann trotzdem irgendwie ein Sportler, der dadurch Geld verdient? Also es war für mich auch immer, weil ich von Social Media und so auch keine Ahnung hatte, für mich war das so, ja okay. Aber irgendwas in meiner, irgendwas in mir hat trotzdem gesagt, irgendwie das wird sich irgendwie auszahlen. Es war sehr komisch, auch wenn, also es war auch eine sehr schwierige Zeit für mich in der Zeit, weil meine Familie hat das nicht verstanden, was ich mache. So einen auf, also was machst du da, so was jagst du hinterher? Gar nicht so, dass sie mir das irgendwie ausreden wollten, sondern einfach ein Fragezeichen, weil es glaube ich ein normales, normale Sache, dass Kinder, dass Eltern sich irgendwie Sorgen machen um die Kinder, dass sie sich nicht irgendwie in der Sache verrennen oder irgendwie unglücklich werden in Zukunft. Und auch so die Leute drumherum, ob es in der Schule war oder Uni, so das war immer so ein bisschen, außer meine Jungs, hat das jeder immer so ein bisschen nicht belächelt, ja eventuell auch vielleicht der eine oder andere belächelt oder nicht so ganz ernst genommen.
Aber eine klassische Bewerbung hast du nie geschrieben nach dem Motto, jetzt ist BWL-Studium fertig, jetzt gehe ich mal hin und kriege mein Geld?
Das war wirklich so ein fließender Übergang. Es war wirklich gefühlt, nachdem ich meinen Bachelor abgegeben hatte, hatte mir dann der Streamer damals geschrieben gehabt, und war das so wirklich so ein fließender Übergang. Und dann ging es aber in den Betrieb arbeiten können, sorry, ich hätte in dem Betrieb aber arbeiten können, wo ich dann mein duales Studium abgeschlossen hatte.
Was haben die gemacht?
Was war das für ein Bauunternehmen?
Und dann ging es aber mit YouTube relativ schnell, dass man sehen konnte, okay, da kommt was.
Ich glaube, das erste Jahr war relativ jetzt nicht allzu sehr gesund gewachsen, aber es war jetzt irgendwie kein Riesenhype, der jetzt irgendwie ausgeschlagen ist. Nach einer Weile sind dann einfach, hat sich dann wirklich daraus irgendwie so eine kleine Community gebildet. Und wie genau das dann so dann, aber du hast es nicht so optimiert.
Ich meine, es gibt ja so eine MrBeast-artig, dass man genau weiß, okay, ich muss folgenden Thumbnail drauf machen, ich muss das so machen, ich muss irgendwie irgendwie mit anderen kollaborieren, um das weiterzuentwickeln. Das hast du nicht so im Fokus gehabt?
Nee, so habe ich nicht gedacht. Also einfach nur, ich zeige das, was ich mache. Ich versuche, meinen Alltag zu zeigen. Ich brauche den Leuten irgendwie Tipps zu geben auf authentischste Art und Weise.
Und du hast ja gutes Talent, so auch so Begriffe zu formen. Also schon so eigentlich so für Storytelling, obwohl du so zurückhaltender Typ bist. So dieses You vs. You, diese Cyborg, das sind ja alles so, oder Super jetzt, ist ja alles so. Du hast also verschiedene Worte schon erschaffen und so kleinere Marken kreiert. Das ist jetzt ja nicht, also 3 Stücke schon fallen mir sofort ein. War das damals schon so, dass du gemerkt hast, okay, ich habe da Spaß dran, oder ich habe, war das so ein bisschen so, immerhin so Storytelling war dein Talent?
Nee, bei mir kommt das alles sehr intuitiv, muss ich ehrlich sagen. Also ich habe ein gutes Bauchgefühl dabei, ich mache mir Gedanken und es kommt sehr organisch. Also ich schreibe keine Skripte und sage, okay, ich möchte das so und so jetzt rüberbringen, oder ich erfinde jetzt ein Wort, dann soll dieses Okay, und dann wann war dann die erste?
Du nennst es ja Cyborg Challenge. Also einmal im Jahr machst du was Besonderes Krasses. Genau. Und wann war die erste? 2024. Und da warst du aber noch wahrscheinlich.
Das war glaube ich zwei Jahre nachdem ich YouTube gemacht habe.
War das schon klar, dass das kann ein richtiger Job werden für dich?
Ja, da habe ich schon Geld verdient mit YouTube nach zwei Jahren. Auch gutes gutes Geld verdient. Hatte da auch schon meinen ersten Sponsor. Das ging schon schnell, 2 Jahren von, von ich fange mal an bis hin, es gibt schon, da war halt mein erster Sponsor, war halt eine, habe meine Supplements umsonst bekommen und durfte mir für ein bestimmtes Budget im Monat, ich glaube 250€ waren das, durfte ich mir dann noch zusätzlich etwas bestellen im Store und habe dann durch die YouTube-Videos, ich weiß gar nicht, wäre gelogen, Paar hundert Euro. Ja, paar hundert Euro verdient.
Und okay, dann ist ja trotzdem das schon da so ein bisschen fast der Traum dann sichtbar.
Also man fängt an und dann, ja klar, also man hat dann gemerkt, okay, das nimmt irgendwie Form an. Und umso mehr, umso höher es geht und umso mehr man da reinsteckt, kann sich natürlich daraus mehr entwickeln, 100%.
Und dann hast du, okay, um das jetzt irgendwie einmal ein bisschen voranzutreiben oder neue Elemente zu schaffen, mache ich mal so eine verrückte Sache und Stell das in den Mittelpunkt.
Also für mich war erstmal das Grundziel, für mich ist immer, also die Grundessenz bei allem ist bei mir, ich sehe mich immer erstmal als Sportler. Ich versuche erstmal immer, mich in Situationen zu begeben, wo ich als Sportler wachsen kann. Ob es Challenges sind, was bringt mich aus der Reserve, wo breche ich meine Komfortzone, was muss ich machen, um mich weiterzuentwickeln. Und dann überlege ich mir erst, wie kann man das dann eventuell noch mit der Kamera begleiten. So, weil diese sportlichen Sachen würde ich auch machen, wenn die Kamera nicht läuft. Und das werde ich auch machen, wenn die Kamera irgendwann nicht mehr laufen sollte. Weil das einfach mein innerlicher Antrieb ist, mich einfach weiterzuentwickeln und als Sportler einfach besser zu werden. Und wir haben uns dann über Gedanken gemacht, also ich habe mir Gedanken gemacht, was ich machen kann. Und für mich hat sich dann irgendwie so ein Puzzle zusammengetan. So, um das jetzt bisschen so kürzer zu brechen, ich war noch nie in Amerika, ich war noch nie in New York. Okay, dann versuchen wir mal hinzulaufen. Okay, so, und das war erstmal so die Grundidee. Und dann haben wir versucht, okay, wie können wir die Route bauen? So, mir ist schon klar, dass dazwischen Atlantik ist, dann aber ich bin auch ein guter Schwimmer. Dann war erstmal, dann war erstmal wirklich die, die Debatte irgendwie auch irgendwie zu gucken, ob man irgendwie rüberschwimmen kann. Aber das hätte die Logistik einfach, also da war ich auch mit den, also rein finanziell hätte man das nicht, also hätte ich das nicht irgendwie stemmen können, so, weil ich wäre über ein Jahr im Wasser gewesen, so, das hätte den Rahmen gesprengt. Da muss ich okay sagen, okay, das war vielleicht jetzt nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Dann haben wir überlegt, okay, dann laufe ich halt bis an den äußersten Punkt, bis zum Atlantik, bis nach Porto. Bis sozusagen das Wasser beginnt, von Berlin nach Porto. Und von Porto fliegen wir dann nach Boston, also auch direkt an der Küste, und laufen dann von Boston runter nach New York. Es waren insgesamt 3000 Kilometer. Und genau, dann sind wir auf die Reise gegangen.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer und oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/OMR, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Und das war dann schon auch mit Team, also waren schon ein paar Leute involviert?
Genau, also das Grund— wir waren 3 Leute, 3 Leute, 4 Leute.
Du hast ja wahrscheinlich finanziert. Ich meine, die haben das ja alle nur gemacht, weil du sagst, okay, ich zahle euch das.
Genau, also gewisse Partner, ein, zwei Partner haben mir geholfen, aber meistens bin ich dann in Vorkasse gegangen.
Ich meine, das ist ja auch schon sehr unternehmerisch zu sagen, okay, ich habe jetzt Bock auf so ein Projekt, ich hole mir jetzt Leute, die mich dabei unterstützen, wahrscheinlich sportlich, dann irgendwie medial. Das ist ja schon eine Vision und irgendwie so ein bisschen unternehmerischer Antrieb.
100%, also ich bin schon ein risikofreudiger Mensch.
Und dann, was war dann, der Kameramann war nur ganz am Anfang und dann hast du irgendwelche Freunde dazu geholt?
Genau, dann war es noch mein Cutter, also mein Kameramann und ein Cutter, der YouTube-Videos schneidet. Da habe ich zu ihm gesagt, ey, ich habe diese, diese Sache vor, willst du mit dabei sein? Und er hat gesagt, ja klar, ich bin mit dabei. Und dann haben wir halt Camper organisiert etc. und sind dann losgegangen.
Was, was hat damals so ein Projekt gekostet, so Größenordnung, wenn man sich das überlegt und man will sowas mal machen? Das hat man wahrscheinlich all in 10.000, 15.000 € oder so, 20, noch mehr.
Ja, irgendwie sowas würde ich schon sagen.
Ja, Flüge, Honorare, genau, irgendwie Versorgung und sowas. Also relativ low budget. Also Leute, in der Filmwelt würden wir sagen Low-Budget-Film.
Ja, also versucht so Low Budget wie möglich das umzusetzen.
Ja, okay.
Also ich glaube, das Teuerste war wahrscheinlich die Kamera, die wir dann investiert haben, weil wir wollten, dass die Qualität der Videos halt hoch ist. Und da hatten wir Gott sei Dank eine Kooperation dann mit dem Camper. So, wir haben gesagt, was wir vorhaben. Am Anfang haben die das noch nicht, mussten wir zahlen. Und nach einer Weile, wo die gesehen haben, okay, das hat irgendwie, die Leute kriegen das mit und die haben selber mitgenommen, die gesagt, okay, die restliche Zeit sponsern wir das. Haltet einfach mal irgendwie den Namen von uns irgendwie in die Kamera und macht dann für Werbung. Und dann haben die uns das sozusagen dann gesponsert in dem Sinne. Und genau, Supplements und so habe ich ja eh bekommen für die Reise. Und Lebensmittel mussten wir halt dann selber einkaufen.
Flüge und das Ganze.
Genau, Flüge wurden wir, haben dann, hat dann auch mein Sponsor dann für uns übernommen gehabt. Also es ging dann eigentlich eher um um die Lebensmittel und so.
War das vor der Klimmzug-1000-Klimmzüge-in-2-Stunden-Challenge oder danach?
Gute Frage, ich weiß gar nicht mehr.
Ach, das war noch in der Frühzeit, ne? Das hat mich persönlich am allermeisten beeindruckt. 1000 Klimmzüge in 2 Stunden.
Bisschen weniger.
Wie viel sind es geworden?
Ne, ich meine bisschen weniger an Minuten.
Ach so, okay.
Nein.
Aber okay, das war schon auch eines deiner ersten Projekte. Das war dann kein Laufprojekt, das war ja so ein Kraftprojekt.
Das war ein Streaming, da habe ich einfach gestreamt. Manchmal habe ich eine Zeit lang, bin ich einfach live gegangen und habe dann wo ich Klimmzüge gemacht habe, bin ich einfach live gegangen und habe das dann gestreamt gehabt.
Und waren das dann damals schon so Hunderttausende, die geguckt haben?
Nein, nein, nein, das waren, ich weiß nicht, ich glaube, der Stream waren 150 Menschen, 200 Menschen.
Wirklich? Okay, das ist ja auch sehr vieles.
Also jetzt natürlich zu der, was jetzt ist, aber irgendwie 200 Menschen erstmal dazu zu bewegen, jemanden stumpf anderthalb Stunden bei Klimmzügen zuzuschauen, ist glaube ich jetzt vom Entertainment-Faktor jetzt nicht so wie ein klassischer Streamer, der irgendwie Spiele spielt. Ich glaube, da bildet sich dann glaube ich eine andere emotionale Bindung zu den Menschen, weil wenn du dir diese 200 Menschen, habe ich dann eventuell so krass vielleicht zum Sport motiviert oder zum gesünderen Lifestyle motiviert, was sie vielleicht für ihr Leben nicht vergessen werden. Vielleicht ist es auch nicht so, aber war das, war das bei Twitch? Weil ich bin auch keiner, der viel redet. Also ich habe wirklich einfach meine Klimmzüge gemacht. Hintergrundmusik angemacht und da war jetzt kein Entertainment-Faktor und irgendwas jetzt erklärt, sondern du hast mich die ganze Zeit nur mich auf den Stuhl setzen sehen. Sobald der Timer die Minute um war, bin ich an die Clips gegangen, habe mich wieder hingesetzt, habe ab und zu gesagt, ey Leute, was geht, und mehr nicht. Also da war jetzt irgendwie kein Entertainment dabei.
Das war aber Twitch dann wahrscheinlich, ne?
Das war auf Twitch, genau.
Also deine Plattformen sind heutzutage von der Größe her irgendwie YouTube, Instagram und Twitch?
Genau, und TikTok. Aber TikTok habe ich nicht auf meinem Handy, das leite ich nicht selber.
Okay, okay.
Das heißt also, mit der App will ich nichts zu tun haben. Also ich persönlich auf meinem Handy, also ich scrolle nicht oder so was.
Hat denn sozusagen dieses Umfeld von Eli und so geholfen, dass die am Anfang auch das gefeiert haben und so? Oder ich meine, wahrscheinlich hören das ja sehr viele und fragen sich, okay, ist so was möglich? Kann das jeder schaffen, der den Willen hat? Also braucht man ja auch ein bisschen Glück und Zufall und so, oder auch vielleicht irgendwie, dass ihr euch kanntet oder dass du andere kanntest, die sozusagen hier in Berlin Sachen gemacht haben.
Also wäre gelogen natürlich, wenn ich sagen würde, ja, er hat mir nicht geholfen, 100%. Also er hat mir geholfen, dafür bin ich ihm auch dankbar, das weiß er auch. Und aber ich sehe das immer so wie als Metapher: Wenn du dich jetzt auf einen Marathon anmeldest, vielleicht kauft dir jemand die Startnummer, dass du dieses Schild auf dem T-Shirt hast, aber die Kilometer musst du selber laufen. Niemand kann für dich die Kilometer laufen, niemand kann für dich den Content generieren. So, jeder ist für sich selber verantwortlich und So, er hat mir eventuell eine Tür geöffnet und den Weg bin ich selber gegangen.
Und als dann die erste sozusagen große Challenge durch war, die große Reise da, die New York Sache, dann war auf jeden Fall schon klar, jetzt kommt was, da geht jetzt mehr.
Ja, dann ist ja genau, das ist auf jeden Fall schon sehr, hat auf jeden Fall andere Sphären angenommen, ferner von der Aufmerksamkeit von Abonnenten. Da war dann wirklich so klar, okay, da gibt es einen Arda Sáçı, der macht das und das. Dann war man so richtig auf dem Radar.
Und dann hast du dir überlegt, das Nächste machen wir jetzt in Japan.
Genau, die Japan-Geschichte kam schon als Idee während der New York Reise.
Auch weil du noch nie in Japan warst wahrscheinlich und dann gedacht, okay, mach jetzt.
Ja, also man überlegt sich natürlich so, welches Land ist interessant? Wo will man hin? Ja, wo will man hin? Welches Land ist interessant? Was und So Japan, man hat immer sehr viele Sachen über Japan gehört und keine Ahnung, irgendwie hat sich das dann für mich— ich bin ein sehr krasser Mensch, der auf Bauchgefühl achtet. Ich brauche so einen bestimmten Gänsehautmoment, wenn ich etwas höre oder mir etwas durch den Gedanken geht. Und da hatte ich einen Gänsehautmoment und dann dachte ich mir, okay, das ist das Richtige, Japan ist geil.
Wusstest du denn, wie lange Japan— ich meine, du bist ja Japan sozusagen von unten nach oben durchgelaufen. Genau. Und wusstest du irgendwie, wie lange das ist und hast du ein Gefühl dafür oder war das einfach so, ja, gucken wir mal, ach okay, Länge passt, mache ich mal?
Ja, genau. Also da war erstmal das Land erstmal wichtig, und das dann am Ende auch 3000 km waren, war Zufall. Es war wirklich auch fast genauso viel wie New York damals. Und da war dann für mich klar, okay, es ist jetzt genauso lang, also das wäre jetzt für mich dann in dem Sinne zu einfach, weil ich versuche jedes Jahr eine Schippe draufzulegen, was für mich persönlich betrifft, irgendwie aus meiner Komfortzone zu kommen. In New York bin ich jeden Tag Marathon gelaufen, 42 Kilometer. Dann war für mich klar, okay, wenn ich jetzt wieder 42 Kilometer laufe, befinde ich mich in meiner Komfortzone. Deswegen habe ich gesagt, okay, ich laufe jeden Tag 70 Kilometer und versuche diese 3000 Kilometer schneller zu überbrücken, zu schaffen.
Hast du denn damals schon gesehen, es gibt ja so ein Umfeld. Ich habe dann damals auch schon so Netflix-Dokus gesehen von Leuten, die mit dem Fahrrad krasse Sachen machen. Ich hatte schon mal vor Jahren auch den Jonas Deichmann im Podcast, den kennst du wahrscheinlich auch, der dann irgendwie 100 Triathlons voll gemacht. Das muss ja auch so diese Zeit gewesen sein. Hast du, hat man das beobachtet, dass da so eine neue quasi so Industrie oder so neue Welt sich auftut, wo halt verschiedene Leute krasse Sachen machen?
Ich muss ehrlich sagen, ich, ich, bei in Sachen Sport fokussiere ich mich wirklich nur auf mich selber. Also das ist so wirklich dieses You versus You. Es ist, es bringt mir nichts, irgendwas versuchen nachzuahmen oder zu gucken. Es gibt sehr viele Sportler, die mich inspirieren, oder wo ich sage, okay geil, das ist eine Eigenschaft, von der ich mir gerne was rausnehme. Aber nicht nur von Sportlern, es kann aus dem alltäglichen Menschen sein, was auch immer. Ich versuche immer gute Sachen irgendwie aus jeder Situation rauszunehmen. Aber mein Ansatz war es nie irgendwie jetzt zu sagen, okay, der macht das, also mache ich das jetzt auch oder so.
Das, das vergleicht sich, sagt okay, nein, nein, ein bisschen krasser als dass der macht.
Im Vergleich liegt immer die Abneigung. Das ist nicht mein Ansatz. Ich fokussiere auf mich selber. Ich weiß, was ich tun muss, um mich weiterzuentwickeln, und alles andere interessiert mich nicht.
Und dann war Japan abgeschlossen und man hat gemerkt, okay, jetzt muss die nächste Idee her. Und dann kam die Kalifornien-Idee.
Genau, dann kam vom Badwater Death Valley bis zum Santa Monica Pier. Genau, durch die Wüste.
Das Projekt, was dich am Ende, also jetzt vor ein paar Monaten abgeschlossen, auch komplett durch die Decke geschossen hat. Was hat dich da gelockt? Also ich meine, es ist ja eine relativ ungewöhnliche Strecke, auch nicht besonders angenehm, da irgendwie durch die Wüste zu laufen. Aber warum?
Ja, da war für mich klar, okay, jetzt wieder einfach ein Land zu durchqueren, habe ich in dem Moment nicht gefühlt. Ich muss irgendwie was anderes machen. Und ich fand diese Zeitkomponente sehr interessant, nicht nur gegen mich selber anzutreten, sondern auch gegen die Zeit. Irgendwie anzutreten. Und ich habe halt sehr lange überlegt, dieses Projekt hat wirklich ein bisschen länger gedauert für mich im Kopf zu reifen und zu überlegen, okay, was, welche Komponenten kann ich noch mit reinnehmen, was mich so aus der Reserve lockt oder was mich einfach in eine Situation bringt, die ich davor so noch nicht kannte. Und da war für mich, okay, dieser Schlafmangel-Aspekt hat mich sehr gereizt, so zu wissen, wie kann ich, wie meistere ich das.
Ist ja eigentlich ungesund, Schlafmangel.
Ich glaube, Extremsport oder Leistungssport auf irgendeinem Niveau ist kein Gesundheitssport mehr. Das ist, das ist glaube ich, das Risiko geht man ein, so bewusst ein. Aber ich versuche natürlich, der Sache so gut wie möglich entgegenzuwirken, um so lange wie möglich Sport machen zu können. Also ich bin keiner, der jetzt einfach dumm Kopf durch die Wand und irgendwelche unüberlegten Sachen macht. Weil ich weiß auch, wie viele junge Menschen mir zuschauen und sich eventuell daran Vorbild nehmen oder was auch immer, oder mich als Motivation sehen. Und dieser Verantwortung bin ich mir sehr bewusst. Und ich achte sehr drauf, wie ich versuche, wie soll ich es sagen, in der Hinsicht möchte ich kein schlechtes Vorbild sein einfach.
Okay, also Schlafmangel, sagst du, wenn man Profisportler ist, dann ist es generell nicht gesund, auch wenn man Boxer gewesen wäre, auch nicht, und Fußballer.
Es ist auch die einzige Sache, die man nicht trainieren kann. Du kannst alles trainieren außer Schlafmangel.
Aber du hast ja teilweise in der Vorbereitung auch schon krasse Sachen gemacht, also auch so bewusst Schlafmangel mal ausprobiert, zumindest 100%.
Also man probiert es aus, um einfach mal vielleicht für dein Unterbewusstsein zu sagen, okay, so fühlt sich das ungefähr an. Aber dein Körper adaptiert darauf nicht. Also das ist jetzt nicht so, dass du mehrere Tage davor mal einfach nicht schläfst und der Körper merkt sich das und weiß dann, okay, wie er damit umgehen soll, sondern dieser Faktor von der Evolution her, dass du einfach abends Melatonin ausschüttest und dein Körper müde wird, Das kann man nicht abstellen und das ist eine Sache, die einfach bleibt. Und manchmal geht man damit besser um. Das ist auch tagesformabhängig. Manchmal fühlst du dich besser, manchmal schlechter. Und in manchen Situationen ist es halt wirklich so dieses: Spielt die— ist das Glück an den Tagen vielleicht ein bisschen an meiner Seite und mein Körper kommt damit besser klar? Oder es wird die Sache noch schwerer. Aber dann auch, wenn es doch schwerer ist, dann ist es so, dann versucht man es trotzdem durchzuziehen.
Du hast ja in der Vorbereitung auch verschiedene Nahrungsmittel, glaube ich, getestet, Eiweiße getestet. Und also hast du, ich glaube, im SPORT1-Podcast erzählt, was du da alles gemacht hast. Es ist ja sehr, sehr umfangreich, also die Vorbereitung auch medizinisch mit verschiedenen Ärzten und so. Also da war schon irgendwie klar, das wird jetzt irgendwie bei dir alles ein bisschen professioneller auch.
Ja, 100%. Weil auch allgemein viele Partner dazugekommen sind und einfach die Professionalität nicht nur in unserem Team intern, sondern einfach drumherum immer mehr steigt und einfach das Risiko auch immer höher geht. Umso extremere Sachen du versuchst, umso höher ist auch das Risiko. Und man versucht der Sache, wie ich schon gesagt habe, entgegenzuwirken und versucht so gut wie möglich zu kontrollieren, wo man es kontrollieren kann, dass nichts schiefgeht.
Und irgendwann hat dann Red Bull angerufen, im Vorfeld gesagt: Okay, Wir haben das gesehen, was du da machst. Willst du nicht Red Bull Athlet werden?
Kurzfassung: Ja, war so weit. War jetzt nicht so kurz. Also die Verhandlungen und die Gespräche gingen sehr lange. 5, 6 Monate.
Das heißt, sie haben aber nach der Japan Challenge sozusagen sich gemeldet und vor logischerweise der Qualifikation.
Genau, die haben alles verfolgt gehabt und fanden mich als Athleten sehr interessant und haben sich dann bei meinem Management gemeldet. Haben uns dann eingeladen und so ging es dann.
Und dann hast du denen erzählt, das Nächste, was ich vorhabe, ist das. Und dann haben die gesagt, okay, wenn du das machst, dann gehen wir voll rein. Und am Ende wart ihr dann mit 40 Kameraleuten da unterwegs in der Wüste. Das hat ja dann Red Bull wahrscheinlich auch mit möglich gemacht, nehme ich an.
Ja, das war auch der ausschlaggebendste Punkt, warum es am Ende so zusammengeführt ist zwischen mir und Red Bull. Weil die mir das Gefühl gegeben haben, dass es keine Grenzen gibt und die Flügel, also keine Grenzen gibt anhand meiner Ideen. Wenn ich jetzt mit einer Idee komme, versuchen die es so gut wie möglich umzusetzen und mir sozusagen die Flügel dafür zu geben, nach den Sternen zu greifen. Und das war für mich so der ausschlaggebende Punkt zu sagen: Okay geil, das ist das, was ich brauche, das fehlt. An Power noch zusätzlich, um die Sache noch professioneller zu machen, um noch größer zu machen, um meine persönlichen Ziele noch zu erreichen, wo ich hin will, was ich machen will. Weil ich habe noch sehr viele Ideen, ich will noch sehr viele Sachen machen, und das war dann so der perfekte Fit dafür.
Und dann haben die gesagt, okay, du wirst jetzt bei uns sozusagen auch ein bisschen Face der Marke, und haben dir da schon relativ große Visionen auch aufgezeigt, wahrscheinlich?
Klar, also Ein bestimmtes Grundvertrauen ist da. Man wird nicht so schnell Red-Bull-Athlet. Das ist eine Sache für die, das ist der wertvollste Bereich bei denen in der Marke selber. Und klar, natürlich steigt in der Hinsicht auch der Erwartungsdruck. Da steigt für mich auch persönlich der Druck, einfach der Sache auch gerecht zu werden. Aber die haben natürlich das Potenzial gesehen. Haben gesagt, wir gehen da auch all in rein.
Und dennoch war es wahrscheinlich so, dass der Erfolg, also die Reichweite, ich glaube, es war über eine Milliarde Kontakte jetzt, die da gemacht wurden während deines Laufs da in Kalifornien. Und ich glaube, du hast da verschiedene Rekorde gebrochen, der meiste Twitch-Zuschauer oder Stream-Zuschauer überhaupt irgendwie. Es war wahrscheinlich mehr, als alle erwartet haben.
Ja, das auf jeden Fall. Also ich glaube, das hat keiner erwartet, dass das so ein Ausmaß annimmt. Dass es eventuell mehr wird als in Japan und New York, das war natürlich wahrscheinlich schon das Ziel so. Aber dass das solche exorbitanten Zahlen annimmt und so abgeht, das glaube ich nicht.
Was hat dazu geführt, glaubst du? War das einfach am Ende die Challenge selber oder auch die Tatsache, dass du am Ende die Challenge jetzt gar nicht komplett geschafft hast, so in der Form, wie du es wolltest? Du warst ja ein bisschen länger unterwegs. Oder was hat am Ende den Ausschlag gegeben, dass es so krass explodiert ist?
Ich tue mich immer sehr schwer, mich selber so zu loben. Ich glaube, das wäre eigentlich eine gute Frage, die man so den Zuschauern stellen sollte, warum das jetzt auf einmal mehr war als bei den anderen Seasons.
Aber ich hatte gesagt, ein paar Elemente, wenn man da so aus Marketingsicht drauf guckt, was sie clever gemacht haben, was vorher nicht da war, dass dann auch große Influencer sich eingeschaltet haben. Große Influencer haben dann kommentiert oder haben in ihren Accounts darauf hingewiesen. Also da hatte man das Gefühl, dass da wird schon ein bisschen jetzt so was drumherum gebaut, also von Leuten, die Ahnung haben von Marketing, und dass du das nicht mehr so, ich mache das mal, also so wie 2 Jahre vorher noch. Also das hat sicherlich dazu beigetragen, aber einen Teil dessen, glaube ich, kann man nicht planen.
Ich glaube, das ist einfach wirklich, glaube ich, am Ende die Dynamik aus allem gewesen. Es ist so, glaube ich, diese Die Power, was auch ein Red Bull mit reingebracht hat, die Dynamik durch das Team selber, durch die Challenge selber. Eventuell war das vielleicht für die Zuschauer, weil es halt auch etwas kürzer war, kompakter war, der Spannungsbogen vielleicht höher, als wenn ich halt einen Monat, anderthalb Monate erstmal unterwegs bin. Dann ist es meistens so, dass der Anfang sehr abgeht. Dann in der Mitte wissen die Leute, okay, der ist jetzt erstmal lange unterwegs, dann flacht das so ein bisschen ab. Und zum Ende hin ist es dann wieder so, will dann wieder jeder dabei sein. Das ist glaube ich wieso auch beim Fußball, also vielleicht so am Anfang die Gruppenphasenspiele sind immer so geil, und dann, okay, nee, das ist vielleicht doch nicht so. Die Achtelfinale sind auch immer sehr spannend, schlechtes Beispiel, aber beim Tennis ist so, da will man ja eventuell vielleicht, aber das Finale ist dann trotzdem immer so das Spannendste, so wo dann jeder einschaltet. Aber ja, ich glaube, das war wirklich einfach so diese Dynamik aus allem zusammen, was dann dazu beigetragen hat.
Aber es waren ja auch wieder so verschiedene Storytelling-Elemente. Dann kam dann raus, deine Mutter wartet auf dich am Muttertag im Zielbereich irgendwie da in Los Angeles, und dann geht ihr zusammen Eis essen und so. Das hat ja schon irgendwie jemand sich ausgedacht, der ein bisschen Ahnung hat von sowas. Oder ein gutes Bauchgefühl?
Also, dass ich mit meiner Mama Eis essen gehen will, das war das— also, ich glaube, so eine Storyline kann man sich nicht mal ausdenken. Also, wie das so passiert ist. Mein Ziel war es wirklich schon, die 96 Stunden zu schaffen. Also, ich glaube, das hat man auch in dem Moment gesehen, dass ich einfach am Boden zerstört war. Ich war wirklich sehr traurig in dem Moment. Als ich es nicht geschafft habe. Aber für mich war dann wirklich klar, okay, das ist jetzt hier nicht zu Ende. Ich kann jetzt nicht einfach abbrechen. Ich bringe die Sache trotzdem zu Ende. Und auch in New York, für mich war immer das erste Versprechen, was ich meiner Familie gebe, dass ich gesund ins Ziel ankomme. Das ist für mich das Wichtigste. Und dieses Versprechen habe ich auch meiner Mama in dieser Challenge gegeben. Und ich wusste, dass sie halt am Ziel wartet. Und das mit Muttertag, das war ein Zufall. Und zwar wirklich, also ich hätte auch mit dir ein Eis gegessen, wäre kein Muttertag gewesen. Für mich ist jeden Tag Muttertag, von daher, ich mache das nicht an einem Tag abhängig.
Was hat sich niemand ausgedacht? Okay, also entweder er schafft die Zeit oder er schafft sie nicht, aber dann machen wir die Story mit der Mutter.
Warum sich das keiner ausgedacht hat? Weil normalerweise sollte die Challenge eine Woche vorher stattfinden, aber in der Zeit konnte das Red Bull Team nicht, weil in der Zeit ein Verstappen-Projekt auch war und die Ressourcen waren einfach nicht genug da. Deswegen mussten wir es eine Woche nach hinten verschieben. Also der Plan war eigentlich, es eine Woche vorher zu machen, und da wäre halt kein Muttertag gewesen. Also von daher war das wirklich, es sollte so sein, es sollte wirklich so sein. Es war so dieses Wie man so schön sagt, es war so geschrieben.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B- Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Du hast ja auch während des Rennens jetzt nicht so sehr verfolgt, was los war.
Also ich habe nichts mitbekommen.
Also die ganzen Kanäle und das alles wurde halt gemacht von deinem Team.
Genau, ich habe mich bewusst rausgezogen, weil ich— es macht natürlich emotional etwas mit dir. Also wenn du auf einmal merkst, wie viele Menschen dir zuschauen oder wie viel Zuspruch du bekommst, nicht fernab davon, dass du irgendwie übermütig wirst und dann mehr machst, sondern der Teufel in deinem Kopf oder der Schweinehund wird auch lauter, wenn du auf einmal Zahlen siehst und du, der, du hast schon jetzt schon deine jetzigen Rekorde gebrochen, die habe ich ja zwischenzeitlich jetzt schon gebrochen gehabt, oder die Followerzahlen sind so hoch gegangen, dass eine Bequemlichkeit in deinen Kopf kommt und dir einfach denkst, hätte ich ja zum Beispiel in dem Moment gesehen, als ich die 96 Stunden nicht geschafft habe, die 96 Stunden, ich habe gesagt, ich möchte 600 km in 96 Stunden schaffen, die Zeit ist abgelaufen, so hätte ich dann auf einmal gesehen, wie viel Follower ich in der Zeit vielleicht schon gemacht habe oder wie viel Zuschauer zuschauen, hätte ich vielleicht auch gesagt, okay, zufrieden, so reicht doch. Aber um einfach in die Situation nicht zu kommen, weil darum geht's gar nicht, und diese Stimmen einfach in meinem Kopf nicht da sein zu lassen, wollte ich damit nichts zu tun haben und einfach die Mission zu Ende bringen, die 600 km dann zu schaffen und gegen mein Schweinehund nicht zu verlieren und es mir dann selber zu beweisen.
Man muss ja mal sagen, das heißt, du hast ja auch eine Absprache mit deinem Team, wenn du da jetzt irgendwie selber gar nicht mehr in der Lage bist, sauber zu entscheiden, dann hätten dich aber auch Leute aus deinem Team da rausgenommen und gesagt, okay, jetzt ist Schluss. Obwohl du vielleicht noch den Willen hättest, aber der Körper gibt es nicht mehr her, dann hättest du auch aufgehört.
Ich bin, also eine Sache, die mir gut in die Karten spielt, oder was ich mir gut eigentlich kann, sehr gut Schmerzen unterdrücken und oder Schmerzen ausblenden, um in eine Phase reinzukommen, die dann als nicht mehr so gut ist für den Körper. Und das sollte man sich jetzt— also ich sage das jetzt offen, damit du es verstehst, aber das ist jetzt keine Sache, woran man sich ein Vorbild nehmen sollte. Wenn ich an der Ziellinie stehe, ist meine Grundintention, entweder ich komme ans Ziel an oder ich kippe um. Dass das natürlich nicht passiert, ist klar. Das will Das wollen meine Partner nicht, das will ich selber nicht, das will meine Familie nicht, das will keiner. Deswegen, bevor dieser Moment kommt, gebe ich meine Verantwortung den Ärzten und dem Team ab, dass wenn dann irgendwann dieser Punkt kommt, dass ich das nicht mehr für mich relativieren kann, dass es zu viel ist, dass die für mich die Fahne werfen können. Deswegen sage ich auch immer, dass das Sachen sind, wenn ich solche Sachen mache oder wenn Leute versuchen, das irgendwie nachzuahmen, Das muss professionell überwacht werden. Also das ist keine fahrlässige Sache, die man jetzt einfach an einem Wochenende mal machen sollte und irgendwie sagt, ja, ich habe jetzt Bock drauf, irgendwie mich komplett in Anführungsstrichen wegzuschießen. Sondern das ist ein Riesenrisiko, was man eingeht. Diesem Risiko bin ich mir auch bewusst. Aber dafür hat man dann Ärzte, die dann da früh genug einschreiten und sagen, ey, Alter, hier Schluss. Du gehst jetzt, das machst du nicht mehr weiter. So, weil mit dem Mindset gehe ich ran, um in diesen Tunnel muss ich persönlich auch reingehen, um einfach alles von mir abzuverlangen. Weil wenn ich mir immer diesen Plan B in meinem Kopf gebe, dann gebe ich nicht 100% bei Plan A. Und das ist das Mindset, mit was ich versuche, dann über die ganze Zeit irgendwie umzusetzen.
Wie groß war eigentlich das Team, dass du also 40 Kameraleute hattest?
40 Leute waren in Salzburg, also wir waren insgesamt 80 Leute.
Okay, also 40 vor Ort und 40 in Salzburg.
Genau, Salzburg, die sich dann um den Stream gekümmert haben, also die Redaktion.
Aber das heißt, mit dir auf der Strecke waren dann so 40, 50 Leute? Ist ja auch eine krasse Verantwortung. Ich meine, am Ende machen die das alle und du musst dann da irgendwie sehen, dass du ankommst. Es wird ja alles für dich gemacht.
Ja, deswegen war auch eine meiner größten Motivationen, einfach nicht die Menschen zu enttäuschen, weil Dieses Enttäuschen, als ich es nicht geschafft habe, Fußballer zu werden, habe ich in erster Linie das Gefühl gehabt, dass ich mich selber enttäuscht habe. Einfach enttäuscht habe, es nicht geschafft zu haben, irgendwie als Sportler in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Und auch irgendwo in sich meine Familie enttäuscht habe. Wenn du sie jetzt fragen würdest, die würden sagen, du hast uns nicht enttäuscht. Aber alles, was ich mache, mache ich für meine Familie. Ich wünsche, dass das meiner Familie gut geht, ob es finanziell ist, ob es im Leben ist. Ich wünsche denen das beste Leben, was ich machen kann. Und ich habe irgendwie die, die Kraft von Gott bekommen, mehr machen zu können vielleicht als, als jemand anderes. Und das versuche ich so viel wie möglich auszuschöpfen. Und wenn ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich Menschen wie soll ich das sagen, weil ich weiß, dass alle 100% geben in der Sache, und auch in dem Projekt haben alle 100% gegeben, möchte ich nicht die Person sein, an der es dann gescheitert ist, und diese Enttäuschung dann zu sehen, so dass das dann einfach nicht geklappt hat. Und das war auch so eine Motivation, dass das einfach nicht— vielleicht ist es auch, keine Ahnung, irgendwo ein Traumata, was ich habe, was ich kompensieren will. Aber diese Grundmotivation, einfach Menschen auf irgendeine Art und Weise nicht zu enttäuschen und der Sache gerecht zu werden, ist schon bei mir sehr hoch.
Würdest du jetzt, sagen wir mal, dein heutiges Dasein tauschen mit: Du spielst beim FC Bayern?
Gute Frage. Nein.
Willst du nicht? Also wenn man jetzt sagt: Okay, du bist jetzt Konrad Laimer oder Musiala oder so, dann würdest du sagen: Ich bleibe jetzt lieber bei dem, was ich jetzt gerade mache.
Nein, ich bin— das war so für mich bestimmt und das sollte so sein. Deswegen würde ich jetzt nichts missen, irgendwie was anderes machen zu wollen.
Die Anerkennung ist ja schon jetzt auf fast ähnlichem Niveau. Also als du zurückgeflogen bist, gibt es Bilder vom Flughafen, wo du hier gelandet bist. Stehen dann da Tausende von Leuten und empfangen dich. Also so ein bisschen so wie damals der Weltmeisterflieger oder so.
Ja, es ist verrückt. Also ich fühle mich natürlich sehr geehrt. Es ist für mich immer noch sehr surreal, was für Sphären das allgemein angenommen hat. Aber ja, ich versuche tagtäglich dafür dankbar zu sein.
Ist es für dich im Alltag schwierig? Ich stelle mir vor, wenn du jetzt durch Berlin läufst, früher war das so: Okay, da joggt ein Typ. Jetzt ist es halt so: überall Leute dabei?
Ich versuche so gut es— also klar, natürlich ist es mehr, dass Leute mich erkennen oder dass Leute Fotos wollen, aber ich versuche mir für jeden Zeit zu nehmen und versuche auch der Sache jedem gerecht zu werden, auch so gut es geht. Aber ich versuche mich in der Hinsicht nicht so einzuschränken. Ich bin ich. Es gibt so in Amerika so ein Sprichwort, so People's Champ. Ich will einfach trotzdem, und das werde ich auch immer machen, egal wie, wie, was für eine Reichweite oder wohin es auch hingeht. Wenn ich Bock habe, meinen Döner zu essen, zu essen um die Ecke, dann wirst du mich am Dönermann sehen, oder mein halbes Hähnchen irgendwo, oder was auch immer. Das werde ich mir nicht nehmen lassen, egal wie es ist. Dann, wenn ich dann halt eine Stunde da stehe und mit jedem Bilder mache, dann soll es so sein. Aber das werde ich mir nicht nehmen lassen.
Hast du Leichtathletik-WM geguckt oder EM geguckt jetzt vor ein paar Wochen?
Nein.
Hast du gar nicht? Also dann sagen wir mal so, ich habe es wirklich gerne geguckt und Deutschland war da sehr erfolgreich. Da gab es jemanden, der hat dann irgendwie im 3000-Meter-Hindernislauf gewonnen, fand ich krass. Die Zehnkämpfer haben Gold und Silber geholt und so. Und dann hat sogar eine Speerwerferin, eine deutsche Speerwerferin, hat irgendwie, ich glaube, Bronze geholt. Und dann kam halt raus, hat sie nachher erzählt, dass sie nebenher in einer Kita arbeitet und sich das irgendwie kaum finanzieren kann, kriegt da keine Hilfe und so. Und nachher ist ja eigentlich verrückt, dass jetzt irgendwie sozusagen die klassischen Leichtathleten kriegen kaum Finanzierung und so, und auf einmal kommen halt neue Sportler wie du, und das funktioniert gigantisch. Aber denkt man sich ja, was machen die falsch, oder wundert man sich?
Also ich denke mir nicht, was die falsch machen. Die machen sehr vieles richtig, also in sportlicher Hinsicht. Ich weiß nicht, woran das liegt oder was es so ist. Ich glaube, das ist wirklich eine Frage, die man den Zuschauern stellen sollte. Warum man manche Sachen dann vielleicht eher sich gerne anschaut und das andere dann eher nicht. Da tue ich mich schwer, das zu beantworten. Ich möchte darauf auch in der Hinsicht keine These stellen, weil es, glaube ich, einfach der Sache nicht gerecht werden würde. Ich persönlich finde es natürlich sehr schade, dass solche Weltklasseleistungen nicht dementsprechend honoriert werden, wie das sein sollte. In jeglicher Hinsicht. Aber das siehst du ja nicht nur im Sport, das siehst du ja in alltäglichen Berufen. Ob es Hilfekräfte sind, ob es Ärzte sind, ob es Sanitäter sind. Meiner Meinung nach werden die alle zu wenig bezahlt oder kriegen nicht die richtige Anerkennung von der Gesellschaft, die es eigentlich benötigt. Deswegen ist das, glaube ich, so ein Punkt, den es in mehreren Facetten im Leben gibt. Woran es liegt? Weiß ich nicht.
Sportlich gesehen habe ich überlegt, irgendwie Zehnkämpfe, etwas für dich sein können. Du hast die Kraft und irgendwie die, die Lauf und diese Mischung, aber hast du wahrscheinlich nie für dich erwogen. Aber ich dachte so, als ich es auch gesehen habe, okay, von deinem ganzen Typus her, so Zehnkampf, diese verschiedenen Disziplinen und so, das hätte ich dir zugetraut.
Muss ich ehrlich sagen, habe ich mich mit der Disziplin, habe ich mich noch nicht so richtig auseinandergesetzt. Muss ich mir mal anschauen, was, welche Disziplinen da alles mit reinspielen. Aber ich glaube, das wäre mal eine Challenge.
Also so eine richtig geile, so mal einen Zehnkampf zu machen. Also generell mal zu gucken, wie viele Punkte du da holst. Das kann man ja so messen.
Ja, warum nicht?
Warum nicht? Was ich auch interessant fand, als du da deinen Run gemacht hast, also Run ist ein bisschen untertrieben, aber die Kalifornienreise gehabt hast, da gab es irgendwie eine Auch eine Ultraathletin, eine Frau. Und ich habe das dann so im Nebensatz gelesen und dachte mir, krass, die zur selben Zeit hat die auch, hast du sicher auch verfolgt, irgendwie so einen Lauf gemacht.
Ich habe es danach mitbekommen.
Ist dann irgendwie 409 Kilometer gelaufen, habe ich jetzt auch extra rausgeschrieben, 65 Stunden gebraucht und nur 19 Minuten geschlafen. Also sogar noch mal krasser eigentlich, nicht ganz dieselbe Distanz, aber denkt man sich da, okay, Was macht die falsch? Also, oder warum, was machst du anders? Es ist ja schon erstaunlich, das haben die wenigsten gesehen. Es gab dann irgendwann einen Artikel, weil das halt so zeitgleich passiert ist. Aber es passieren ja echt krasse Sachen auf der Welt. Am Ende gewinnt man ja auch bei aller Perfektion und harten Arbeit auch durch die Sympathie, die du ausstrahlst, und über die Reichweite und die Distribution.
Bestimmt, bestimmt. Also Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf antworten soll. Also ich weiß nicht, woran das liegt, warum eine Sache dann vielleicht mehr Aufmerksamkeit hat oder als das andere. Ich glaube, das ist einfach eine Dynamik, die sich entwickelt, oder eine Sympathie, oder was ist— ich glaube, ich glaube, guck mal, ich glaube, das ist ein gutes Beispiel. Wenn du jetzt 10 Leute fragst und fragst Sorry, wer ist dein Lieblingsfußballer?
Aktuell Wirtz, würde ich sagen.
Und von den Älteren, so von den Legenden, wer hat dich persönlich am meisten inspiriert oder wo du sagst, denen hast du am meisten Spaß gehabt zuzuschauen?
Ich fand zum Zugucken, kennst du noch Thomas Häßler? Der war ganz gut.
Was mochtest du an ihm?
Die Technik, so dass der so klein war und auf einmal überraschende Sachen gemacht hat. Damals, als ich ein Kind war, war der halt groß.
Genau, aber irgendwas hat dich ja an ihm fasziniert. Also irgendwie hast du ja eine Sympathie zu ihm aufgebaut. Genau, so wenn du jetzt jemand anderen fragst, vielleicht war es bei ihm Ronaldinho, bei dem anderen war sie dann—
Ronaldinho fand ich auch gern.
Oder genau, also das ist ja irgendwas, irgendwas sagt dir in dir, das ist irgendwie, ich fühle mich zu ihm verbunden, oder irgendwas finde ich sympathisch an ihm, obwohl er vielleicht auch von den Zahlen her— also es gibt ja von den Zahlen her mehr Fußballer, die mehr gewonnen haben als er, oder mehr Titel gemacht haben, oder mehr Tore geschossen haben. Aber wenn du ihn jetzt fragst, Ist das für ihn der beste Fußballer, den es jemals gab? So, warum ist das so? Aber diese Anfrage kann ich ja nicht beantworten. Das ist ja ein Gefühl, was einfach organisch einfach rauskommt, was, was für eine Verbindung du dann zu diesem Menschen hast.
So, das ist für dich Ronaldo der Typ, also Fußballer, den du am besten fandest selber?
Ja, auch Ronaldinho habe ich geliebt, einfach die Spielfreude, die er hat.
Auch andere Typen, fällt mir gerade auf, ne? Ronaldo ist ja schon echt eher der Athlet, der über so Körper und so kommt. Und Ronaldinho ist einfach so der Krasse, also so das Genie.
Ja, genau, einfach dieses Zahlen, Rekorde, alles im Übermaß. Aber diese Frage, warum mag ich jetzt Ronaldinho mehr als einen Zidane, kann ich nicht beantworten. Das ist einfach die Sympathie, die da ist, einfach dieses Gefühl. Das ist ein organisches Gefühl, was einfach rauskommt. Und ich glaube, das kann ich schwer beantworten, warum das bei den Menschen dann bei dem einen mehr ankommt oder bei dem anderen weniger. Also das ist, ich glaube, bei dir diese Frage kann dir auch ein Streamer nicht beantworten oder ein YouTuber nicht beantworten, warum jetzt seine Videos mehr geguckt werden. Oder ich keine Ahnung.
Aber du hast ja wirklich eine total faire Betrachtung. Mir ist noch mal ein anderer Typ eingefallen, wo ich dachte, okay, was sagt er eigentlich dazu? Und zwar sagen wir mal so 2, 3 Generationen zurück. Bist du vielleicht das heute? Was für meine Eltern so ein Arnold Schwarzenegger war.
Ich?
Ja.
Nee, ich glaube, dafür bin ich zu schmal.
Aber auch eine neue Sportart komplett sozusagen das durchzuspielen, da krass zu werden. Da gab es ja auch andere, der war ja auch nicht so der, aber dann hat der halt diese Sportart so dominiert und ist dann zu so einer krassen Figur geworden mit was Neuem. Das war damals neu, genau wie es heute ist. Jetzt bist Damals gab es dann irgendwelche Magazine, in denen war der dann drauf, und dann gab es halt Filme, da war der dann drin. Das ist ja heute alles nur in die heutige Zeit übertragen. Könntest du das sein? Also neue Sportarten, verrückte Sachen, neue Medien, die du bespielst, genau wie der damals. Nur, und das wollte ich eigentlich sagen, ist der dann irgendwann, um alles rauszuholen, in die USA gegangen und hat dann ja da sozusagen gesagt, okay, ich muss jetzt Karriere machen, ich will noch mehr, ich gehe jetzt in die USA. Ist das für dich auch ein Thema?
In die USA zu gehen?
Ja.
Leben würde ich da nicht, aber klar, also eine Verbindung zu USA besteht schon. Und fleißig am Englischlernen, also mein Englisch wird auch immer besser. Von daher klar, also die Internationalisierung oder international noch mehr Fuß zu fassen, ist natürlich auf der Bucketlist auch sehr weit oben.
Aber das ist das Schwarzenegger-Beispiel. Verrückt, größenwahnsinnig. Ich habe mich, was heißt verrückt, ich meine, von der, ich glaube, das ist möglich. Du müsstest jetzt nur auch Schauspieler werden oder in die Politik gehen eines Tages.
Nee, Politik ist nicht so mein Fall, das sollen, darüber sollen sich andere kümmern. Aber keine Ahnung, wenn, wenn Leute zu mir sagen, ey, ich sehe bei dir auch einen Schauspieler, eine Rolle passt, warum nicht bei Sparta oder bei Dings? Wie heißt der Film? Oh, das soll Gladiator.
Oh ja, okay, okay.
Gladiator, Sparta, warum nicht?
Aber ich meine, mit dir könnte man auf jeden Fall jetzt Filme richtig pushen. Also bei deinen Reichweiten und bei deiner Community. Du hast ja eine Community von Leuten, die würden ja alles gucken, was du machst.
Ja, ich bin offen.
Hat sich Netflix noch nie gemeldet?
Doch.
Aber? Kommt noch nichts?
Weiß man nicht.
Okay. Ich habe zumindest gesehen, ihr habt eine Doku. Ihr macht ja über jedes Abenteuer eine Doku. Aber die hast du jetzt ja selber released bei YouTube einfach, ne?
Ja, genau.
Also das heißt, beim nächsten dann vielleicht irgendwie im anderen, aber auch bewusst, um halt mehr Leute zu erreichen, oder?
Nee, in der Sache hat sich einfach richtig angefühlt, das auf meinen YouTube-Kanal hochzuladen.
Okay.
Also wir sind immer wieder in Gesprächen mit anderen Anbietern etc., aber es hat mich noch nicht irgendwie so zu 100% überzeugt.
Generell hast du ja auch schon Top-Partnerschaften: Red Bull. Ich glaube, wenn man dich verfolgt, sieht man jetzt Mercedes, AMG hast du kürzlich irgendwie übernommen, oder das ist schon eine Partnerschaft. Dann machst du ab und zu Hautpflege, aber es ist trotzdem noch nicht ganz so viel. Also du sagst wohl auch sehr viel ab.
Ja, also ich bin, wenn ich etwas mache, mache ich es bewusst und ich muss dahinter stehen können. Und genau, also ich selektiere sehr aus und mache nur bewusste Sachen.
Also die haben auch schon mal Leute wahrscheinlich mehrere 100.000 € für was geboten, wo du sagst, brauche ich doch lieber nicht.
Oh, sehr viele, wirklich sehr viele. Da muss ich sehr oft in Clinch gehen, auch mit meinem Team selber, also ob es mein Management ist oder wie auch immer. Wenn ich das dann absage und ich sage, nee, das passt nicht, dann ist mir egal, was da für eine Summe ist.
Und was muss es haben, also wenn jetzt jemand zuhört, was muss es sein, dass es passt? Also wonach suchst du so ein bisschen? Also was überzeugt dich meistens?
Gute Frage. Bei Red Bull war es zum Beispiel einfach die Möglichkeiten, die Netzwerke zu bekommen, einfach die Projekte noch größer zu machen. Das war für mich der ausschlaggebendste Punkt, einfach so ein Riesenunternehmen, so ein Riesenteam hinter sich zu haben, was weltweit einfach vernetzt ist. Und egal in welchem Land man ist, irgendwie Leute hat, die sich dann darum kümmern könnten und sowas. Einfach das Netzwerk noch weiter zu erweitern. Bei den anderen Partnern, ob es jetzt ESN ist, für mich sind es die besten Supplements, benutze ich seit Jahren, auch vor meinem Social Media. Deswegen war das für mich ein perfekter Fit damals und immer noch. Und was noch? Mercedes-AMG, ich finde die Autos cool. Was soll ich dir sagen? Also ich meine, was ja auch irgendwie viele andere Autos cool, aber es ist für mich ein geiler Fit. Ich fahre die, die, die Autos machen. Ich bin jetzt nicht so ein Riesen-Autonerd, wäre auch gelogen, wenn ich jetzt sagen würde, ich kenne mich da aus mit perfekt Zylinder und was auch immer. Aber ich bin jahrelang Smart gefahren, den fahre ich immer noch, und das wissen die auch. Aber das wissen die auch, aber als die Partnerschaft natürlich dann zustande kam oder die Verbindung da zustande kam, war natürlich klar, dass man natürlich auch von denen Auto fahren muss. Und meine Familie hat sich gefreut. Was soll ich dir sagen?
Aber du hast dann viel sagen, also aber aber du hast bei deinem Lauf, das lass das noch mal kurz besprechen, da also auch verrückt eigentlich, wo dann irgendwie Hunderttausende Millionen Menschen geguckt haben, hast du dann als sozusagen zentrales Clothing Piece, also ein Longsleeve angehabt von irgendwie angeblich zumindest von Dickardlon für 20 Euro.
Ja, weil der das war ein bisschen und keine Partnerschaft. Was?
Keine Partnerschaft.
Das war keine Partnerschaft. Das war wo ich halt meine Tasche gepackt habe, also zwei Tage davor, wo wir wussten, wir reisen jetzt ab, bin schon mal die Liste durchgegangen an was ich an Klamotten habe, was ich brauche für die Reise etc. An Equipment etc. und habe alles so die Strichliste gemacht. Und habe das dann halt auch meinem Team geschickt. Und mein Trainer meinte dann so, ey, wir brauchen noch ein— wo ist dein UV-T-Shirt? Wir brauchen UV-T-Shirt im Death Valley, du hast nirgendwo Schatten, UV-T-Shirt. Und ich habe kein UV-T-Shirt. Okay, wo kriegen wir jetzt eins her? Dann habe ich gesagt zu meinen Jungs, ey, guck mal bitte irgendwie, wo man noch ein UV-T-Shirt irgendwie herbekommt, und nimmt einfach 2 Stück mit, so einfach zu haben. Und das war dann einfach das, was sie dann gefunden haben. Und dann habe ich das einfach mitgenommen. Also es war jetzt gar nicht irgendwie auf—
Aber es haben viele gefeiert oder es haben sich viele gewundert, weil man hat ja sehr viel Inszenierung, sehr viel Perfektion. Und dann ist es trotzdem, also es ist ja auch immer sehr sympathisch, dass man dann so ist.
Also die haben das gut für ihren Vorteil genutzt. Ich glaube, die haben eine gute Kampagne daraus gemacht. Aber sei denen gegönnt.
Und wo wir gerade über die ganzen Partnerschaften sprechen, was du ja auch machst seit ein paar Jahren, ist es mit einem Partner zusammen eine eigene Brand. Also Day One heißt die. Hast du auch da Klamotten von getragen, verschiedentlich? Ist das für dich ein Kernprojekt, oder ist das so, bis das Zug fährt, und ich glaube, der Alvaro, so heißt dein Kollege, der macht's, oder ist es für dich schon so auch, das ist die Zukunft?
Also es ist natürlich ein Baby von mir, also das sind das zweite Unternehmen, was ich gegründet hatte. Das erste war eine Fitness-App mit Eli zusammen, gibt's noch, genau. Parfum All. Und klar, ist natürlich mein Baby. Ich bin da das Gesicht, das Marketing läuft durch mich. Und genau, das Organisatorische oder Operative kümmert sich mein Geschäftspartner drum. Und ich bin aber Teil des Geschehens, mache mir Gedanken über die Klamotten, welche Materialien, was gut passt, weil im Endeffekt muss ich es auch tragen. Wenn ich dahinter stehen kann, kann ich es auch mit gutem Gewissen den Leuten nahebringen. Und genau so ergänzt man sich und versucht, die Sache voranzutreiben.
Ist da so, so guckt ihr so Gymshark oder andere Brands, die das so gebaut haben, oder ist es mehr so, ich brauche das Zeug, ich will das einfach selber machen? Also bist du da so richtig so unternehmerisch, wir bauen jetzt hier einen 100 Millionen oder, oder weiß ich nicht, eine Milliarde Unternehmen auf, oder ist das mehr so ein Side Hustle?
Also klar, natürlich ist es natürlich der Sinn und Zweck, ist natürlich die Sache so hoch zu bringen, wie es ist. So, das wäre das von jedem Unternehmen, glaube ich, so das Hauptziel. Aber ich persönlich versuche, fokussiere mich einfach darin, gute Sachen umzusetzen, gute Klamotten umzusetzen und einfach eine authentische Sache draus zu machen. Und ich bin immer fest davon überzeugt, wenn du hinter einer Sache stehst oder die Leute merken, dass es eine gute Sache ist, wird das so oder so irgendwie erfolgreich haben, früher oder später, ob es dann bei dem einen länger dauert oder weniger, also schneller geht, ist in der Sache erstmal irrelevant. Aber klar, das operative Drumherum, das ist eher, da kümmert sich eher mein Geschäftspartner drum.
Aber bist du so richtig, sagen wir mal, heiß auf das Thema? Also wüsstest du jetzt, wie viel Umsatz ihr im letzten Monat gemacht habt?
Oder doch, das weiß ich schon. Ja, okay, das weiß ich schon.
Ein Thema, das im Podcast immer wieder aufkommt: In Europa denken wir oft, wir müssten uns entscheiden. Wollen wir die schnellste, beste Technik aus Übersee oder den sicheren Datenschutz aus der Heimat? Entweder Qualität oder Compliance. Umso erfreulicher aber, dass der Weltmarktführer für KI-Voice-Agenten direkt hier aus Europa kommt. Hört selbst: Hey, ich bin ein ElevenLabs Agent.
Wir sind nicht nur eine europäische Lösung, wir sind das weltweit leistungsfähigste System für autonome KI-Sprachagenten. Wir bieten die realistischsten Stimmen und die intelligentesten Modelle. Bei uns bekommt ihr keine europäische Alternative, sondern den globalen Goldstandard.
Du sagst also, mit ElevenLabs muss ich keinen Kompromiss eingehen?
Genauso ist es. Du musst keine Qualität opfern, um sicher zu sein. Unsere Agents werden komplett in der EU gehostet und sind DSGVO-konform und für Enterprises gemacht. Wir verbinden uns per API mit euren Systemen und lösen Probleme am Telefon oder im Chat in Millisekunden.
Und Folgendes spricht ebenfalls für sich: Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut setzen bereits auf den Weltmarktführer für KI-Kundeninteraktion. Auch Bertelsmann und Freenet vertrauen auf ElevenLabs. Also hol dir das Beste aus beiden Welten: weltweite Spitzentechnologie und europäische Sicherheit. Starte jetzt auf elevenlabs.io/o Und auch meine Stimme wurde übrigens mit ElevenLabs erstellt. Was ist denn sozusagen das nächste Ding für dich? Also was kommt?
Es kommt was sehr Großes, aber es kommt was sehr Großes. Wir sind aber noch in der Ausarbeitung, noch in der Planung. Es ist noch nicht zu 100% in Stein gemeißelt, deswegen Aber nächstes Jahr erst oder dieses Jahr noch? Nächstes Jahr.
Also dieses Jahr ist jetzt für dich eher ein bisschen—
Ich gehe jetzt demnächst in die Vorbereitung.
Okay, das heißt, man hat dann schon ein halbes Jahr oder so was Vorlauf für so ein neues Abenteuer.
Genau. Allgemein auch an Ressourcen, was das Team drumherum einfach planen muss. Ob es von Red Bull Seite ist, ob es mein Team ist, ob sie der nächste Partner sind. Es soll alles größer werden, es soll alles besser werden. Das ist natürlich unser Anspruch, nicht nur für mich, nicht nur mein persönlicher Anspruch, eine bessere Leistung abzurufen, sondern auch der Anspruch der Partner, einfach einen besseren, ob es ein besserer Stream ist, ein besserer Content, was auch immer.
Aber diesen Gänsehautmoment hast du schon gehabt, also du weißt schon, was es ist, und willst es aber noch nicht veröffentlichen, oder ist es noch so ein bisschen, dass ihr gerade diskutiert, verschiedene Optionen? Man könnte das machen, könnte jenes machen, so ungefähr.
Ich muss ehrlich sagen, den Jens-Otto-Moment hatte ich letzte Woche.
Ah, okay.
Genau.
Und jetzt hast du dann, dann hast du den Kollegen erzählt, komm, das wäre mein Ding.
Aber den letzten Moment hatte ich letzte Woche. Ich habe den schon den ein oder anderen geäußert, aber dieses große Meeting, wo alle zusammensitzen, da habe ich es noch nicht geäußert.
Okay, und dann würden die auch mitreden können und sagen, ja, also macht Sinn oder macht keinen Sinn, oder challenge das noch mal und sagen, ey, willst du das wirklich machen?
Klar, also ich höre mir immer, das ist auch der Sinn der Sache, also wir challengen uns und jeder gibt so seinen Input damit rein oder eine Idee mit rein, aber der Grundbaustein kommt immer von mir. Also das, ich muss es fühlen. Also ich würde jetzt niemals etwas machen, nur weil jemand sagt, ey, mach das doch mal so oder so und so, würde ich sagen, ja, mach du doch so. Also es muss schon von mir kommen, ich muss das schon fühlen und ich muss dahinter stehen können und sagen, okay geil, das ist, das ist eine Sache, die mich aus der Reserve lockt. Das bringt mich aus meiner Komfortzone und das katapultiert mich in ein neues Level, sportlich, menschlich, mindsettechnisch. Und genau, aber ich höre mir natürlich auch andere Ideen an, wenn er sagt, ey, guck mal, vielleicht ändert sich dann der Startpunkt. So, das kann passieren. So, die Grundidee steht, aber vielleicht macht es mehr Sinn, da zu starten, weil keine Ahnung, da ein Denkmal ist oder so. Weißt du, was ich meine? Also das ist so die Storyline. Zum Beispiel bei der letzten Challenge wollten wir erstmal von Las Vegas starten zum Santa Monica Pier. Und dann hat sich das zwischenzeitlich geändert, dass wir in Badwater starten, weil wir dann durch Überlegungen— Las Vegas ist natürlich sehr spektakulär, geile Lichter, die Aufnahmen sind super, aber irgendwie hat sich das für mich nicht richtig angefühlt, weil Las Vegas nichts hat, für was ich stehe eigentlich. Casino, Glücksspiel hat jetzt nichts, für was ich so hinterstehe, warum ich jetzt da starten sollte. Dass man irgendwann vielleicht mal dadurch läuft oder so, das ist was anderes. Aber das so, ich finde so der Startpunkt und der Endpunkt sind schon so sehr tragende Sachen so, die sehr viel Bedeutung haben meiner Meinung nach. Und das muss schon Sinn ergeben. Und deswegen hat dann Badwater so der tiefste Punkt Nordamerikas hat sich dann für mich richtig angefühlt.
Und sozusagen die Perspektive ist für dich die nächsten Jahre. Machst du das so weiter?
Also wenn du mich jetzt heute fragst, will ich das mehrere Jahre machen. Ich, ich, ich weiß nicht, wie ich denke in 2 Jahren, in 3 Jahren, das kann ich jetzt nicht voraussagen. Ich weiß auch, dass ich hoffentlich irgendwann ein Papa werde. So, ich will es werden, ich bin es keiner, ich will es werden, ich will irgendwann auch eine Familie gründen etc. Heißt nicht, dass das mich von, von irgendwas hindert, aber Klar, natürlich ist es so, man macht sich Gedanken, wie die Zukunft auszusehen hat etc., aber in meinem Kopf ist gerade, ich fühle mich noch am Anfang, ich bin gefühlt erst bei 15%, und also ich habe noch einiges vor.
Du hast ja schon ein paar Mal gesagt, als Vision ist für dich, du willst sozusagen die Person am besten weltweit sein für die Kategorie Sport.
Was meinst du damit? Also die einflussreichste Person in der Kategorie Sport, für mich heißt Also dieser Begriff Face of Sport heißt nicht irgendwie, der Beste in Sachen Sport zu sein, weil das kannst du eh nicht messen, oder der Beste in irgendwas zu sein. Für mich heißt Face of Sport zu sein, also die einflussreichste Person zu sein, dass irgendwann, das ist das Ziel, dass jede Person, die an Sport denkt, auch an meinen Namen denkt. So, und das ist für mich so, das Gesicht von Sport zu sein, so dass wenn du an Sport denkst oder versuchst, irgendwie an Motivation zu denken, an Disziplin zu denken, an Ernährung zu denken, dass an die Liste an Sportlern, die du hast im Kopf, keine Ahnung, wenn du jetzt an Sport denkst, vielleicht denkt der eine an Michael Jordan, der andere denkt an Cristiano Ronaldo, der andere denkt an Muhammad Ali, der andere denkt an wen auch immer. Gibt's 1000 Sportler, die einen Rieseneinpack haben auf die Gesellschaft, dass auf dieser Liste auch mein Platz, mein Name Platz findet. Und das heißt für mich, das heißt für mich Face of Sport. Ein großes Ziel, sehr großes Ziel.
Ja, aber ich versuche Wie bist du dazu gekommen? Also, ich meine, man muss ja erstmal von einem, sagen wir mal, wie du sagst, nicht sehr selbstbewussten Jungen zu jemandem, der sagt, okay, jetzt eigentlich ist mein Goal jetzt das, und das ist ja dann sozusagen komplett globale Dominanz. Das ist ja schon ein Weg.
100%, aber ich versuche, wie gesagt, immer nach den Sternen zu greifen, und das ist mein Ziel, und dafür gebe ich mein Bestes.
Du hast am Anfang ein bisschen häufiger noch von Supplements gesprochen und auch von frühen Sponsoren in dem Bereich. Was nimmst du eigentlich an normalen Tagen? Jetzt nicht im Wettkampf und nicht während der Aufgabe.
Da ändert sich nichts, ob ich jetzt im Wettkampf bin oder in meinem Alltäglichen. Ich nehme eigentlich so die Basics. Es ist eigentlich sehr simpel. Ich nehme Omega-3, ich nehme Vitamin D, ich nehme so ein Multivitamin, Athlete's Tech nennt sich das. Ich nehme Kreatin, ich nehme Magnesium abends vorm Schlafengehen in Kombination mit Ashwagandha, um einfach für die Regeneration was Gutes zu tun. Und Eiweißpulver. Mehr ist es eigentlich nicht. Rote-Bete-Saft trinke ich regelmäßig, jeden Tag.
Rote-Bete-Saft?
Rote-Bete-Saft, genau, 250 ml am Tag. Gibt richtig den Haufen Fülle. Okay, Ingwer esse ich jeden Tag, Ingwer mit Honig, Schwarzkümmelöl.
Also schon echt, sagen wir mal, das ist schon jetzt viel. Also ja, also okay, ist dein Job am Ende, klar, dein Körper ist dein Job.
Also ich das jetzt in dem Rahmen, dass du das nicht auch umsetzen könntest, theoretisch.
Ich versuche ja schon ein bisschen was für mich zu machen, aber das ist wahrscheinlich—
was hindert dich das? Was hindert dich jetzt morgens einfach einen Teelöffel Schwarzkümmelöl zu nehmen, kurz Honig, ein Ingwerstück in Honig zu tunken, zu essen und kurz in einer Minute Supplements zu dir zu nehmen?
Ja, also du hast schon recht, eine Routine von maximal 5 Minuten. Man muss natürlich auch alles dann da haben. Und ich bin heute Morgen, bin ich in Hamburg los, weiß nicht was, kurz nach 6, da habe ich dann auch Kreatin genommen und mir noch mein Müsli fertig gemacht für den Zug. Aber da hatte ich jetzt irgendwie, hätte ich jetzt noch Rote-Bete-Saft eingepackt? Wahrscheinlich nicht. Hätte ich noch schnell trinken können, wenn ich den eingekauft hätte. Und also wahrscheinlich geht's, wahrscheinlich geht's.
Es geht zu 100%.
Ja, du hast schon recht. Wie lange hast du denn gebraucht, um wieder runterzukommen? Also nach LA, nach der Ankunft, wie lange war dann Recovery und wann warst du wieder einigermaßen normal im Alltag angekommen?
Also ich hatte sehr angeschwollene Füße, ich hatte Entzündungen an den Knien und an den Hüften. Das hat ungefähr so eine Woche gedauert, da bin ich ein bisschen unrund gelaufen. Da konnte ich keine richtigen Schuhe anziehen, weil einfach die Schwellung zu groß war. Und nach einer Woche habe ich eigentlich wieder angefangen zu trainieren, also Krafttraining, lockere Läufe etc.
Also eine Woche und dann ist eigentlich schon fast wieder Alter?
Genau, es war dem geschuldet, weil ich halt Entzündungen und so hatte und meine Füße einfach noch— die Schwellung musste ich bisschen abwarten, dass sie bisschen runtergeht, dass ich in den Schuh reinpasse.
Das heißt, dann hast du wirklich so 2 Nummern größere Schuhe an?
Ich hatte auf der Challenge schon eineinhalb Nummern größer angezogen. Genau.
Jetzt noch mal für mich persönlich gefragt irgendwie: Ich habe ja schon gesehen, Klimmzüge trainierst du aktuell, machst du so Wiederholungen, 7 Stück mit 35 Kilo. Gewicht am Körper? Das ist aktuell dein normales Trainingslevel?
Das ist ein Teil meines Klimmzugstrainings. Also ich mache auch immer so eine Mischung aus mit Zusatzgewicht und wo du dann eine etwas niedrigere Wiederholungszahl hast, um einfach die Maximalkraft irgendwie, um einfach stärker zu werden. Und dann gibt es Sessions, wo du halt einfach sehr auf Ermüdung gehst und über eine Dauer so eine Stunde halt irgendwie bestimmte Minutenzahl immer so 10 Wiederholungen dass du dann so in einer Stunde 600 machst, so every minute on a minute, nennt sich das, dass du immer zu jeder vollen Minute den neuen Satz anfängst und dein Körper sozusagen angewöhnst, irgendwie die Übersäuerung so lange wie möglich, diesen Laktat irgendwie nach unten zu verschieben. Und genau, gibt's halt verschiedene Trainingsmethoden, mal so, mal so.
Was drückst du gerade an der Bank?
Boah, Bankdrücken habe ich lange nicht mehr gemacht, gute Frage. Bankdrücken habe ich lange nicht gemacht, keine Sache, die ich so Weil zu gefährlich, Schulterverletzungen? Ja, so eher Liegestütze. Und ich finde so andere, es gibt bessere Übungen, um die Kraft bei der Brust mehr zu gewährleisten. Ich finde so eine, so eine gute Brustpresse ist meiner Meinung nach, kannst du die Brust viel besser ansteuern als, als beim Bankdrücken.
Machst du Kreuzheben?
Kreuzheben mache ich ja.
Was machst du da so aktuell?
Mit der Trap Bar mache ich 210. Wow! Also ein Rep max.
Und Zehnersätze?
Zehnersätze, also 10 Wiederholungen meinst du? 170.
Okay, okay.
170, 180 so.
Okay, das ist deutlich mehr als ich. Es ist glaube ich so auf dem Niveau von so, ich habe vor kurzem mir ein Basketball-Nationalspieler erzählt, der würde das auch ungefähr so machen. Auf dem Niveau. Und aktuell Ruhepuls, wo liegst du da?
Ich habe jetzt leider meine Uhr nicht an, sonst hätte ich dir gleich gesagt, wie ich sie beim Sitzen sehe, aber beim Schlafen bin ich so bei 38, also unter 40 beim Schlafen, und so im Alltag bin ich so zwischen 38 und unter 50.
Was ich ziemlich verrückt fand, ist, als du angekommen bist in L.A., also nach den 600 Kilometern, dann bist du die letzten Kilometer nochmal in 4:30er Schnitt gelaufen. Wie geht sowas? Also ich meine, du hast es ja die ganze Zeit nicht geschafft oder nicht gewollt, ja. Und dann auf einmal zum Schluss, okay, ich habe noch irgendwas drin im Tank, jetzt haue ich alles raus, weil ich sehe da vorne schon das Meer.
Ja, ich hatte Bock aufs Eis mit meiner Mama.
4:30.
Ja, also nein, es ist glaube ich dann am Ende so diese, diese, wie man immer so schön sagt, diese dritte Lunge oder diese Euphorie, die dann einfach aufkommt. Dann entfachen sich einfach noch mal andere Kräfte. Kann man gar nicht so beschreiben. Ich hatte auf einmal gute Beine und es war einfach so diese Eigendynamik, auch der Ort, wo ich gerade war. Ich wurde eskortiert in dem Moment von der Polizei, so GTA-Real-Life-mäßig durch L.A. Es stehen auf einmal überall Leute, du merkst langsam so diese Euphorie der Menschen, überall stehen Leute, schreien dir zu und da passieren dann manchmal Sachen, die man im Nachgang vielleicht nicht so ganz erklären kann.
Was ist denn dein Trainings-Pace, wenn du jetzt hier so in Berlin normal läufst?
Boah, sehr unterschiedlich. Also wenn meine, meine normalen Ausdauerläufe sind so 5:30er ungefähr, aber wenn ich Intervalle mache, ist es auch 3:30, 3:45, so Intervalle. Kommt drauf an, welche, kommt drauf an, was für eine Distanz. Das ist immer sehr unterschiedlich. Und kannst du dann also Pulsbereichen, ich mich bewegen muss, ich achte eher auf Puls. Bei mir ist es eher auf Puls, auf irgendeinem bestimmten Pulsbereich zu sein.
Kannst du denn eine normale Trainingsrunde von früher hier noch laufen, oder geht das mittlerweile ein bisschen schwer? Also vielen, vielen Dank, dass du das alles hier erzählt hast, dass wir das Interview machen durften.
Vielen lieben Dank für die Einladung.
Ich bin gespannt, was das wird. Alles Gute.
Vielen lieben Dank. Dankeschön.
Alles klar. Bis später. Ja, genau.
Ciao, ciao.
In eigener Sache, und zwar werde ich doch seit Jahren wirklich häufig gefragt, ob mir für eine offene Stelle irgendwo jemand einfällt. Und zwar als Arbeitnehmer, als Mitarbeiter an einem spannenden Projekt in einem größeren Unternehmen, wie auch immer. Vom High-Profile-Job bis zum ganz normalen Profil ist alles dabei. Und häufig ist mir wirklich schon mal jemand eingefallen und ich habe Intros gemacht, Leute zusammengebracht. Dann kam häufig Monate später eine WhatsApp mit: Danke, heute ist mein erster Arbeitstag. Oder: Danke, passt perfekt. Wie auch immer, meistens hatte ich schon längst vergessen, dass ich da zwei Seiten zusammengebracht hatte. Und genau das möchte ich jetzt etwas professioneller aufziehen. Deshalb haben wir nach einiger Zeit des Testens jetzt ein eigenes Produkt erschaffen innerhalb von OMR, und zwar OMR Executive Search. Haben dafür extra einen neuen Kollegen an Bord geholt, und zwar den Sebastian Herrgott. Also ja, wirklich Herrgott. Er ist seit ganz vielen Jahren in der Branche und bringt genau solche Leute aus der Branche zusammen und hilft mir dabei. Wer also jetzt hier zuhört und gerade jemanden sucht auf Leadership-Ebene oder auch einen drunter im Marketing, in Digital, in Sales, in KI, Dann schreibt uns bitte an ahead@omr.com. Ahead@omr.com. Das erste Gespräch mit Sebastian oder mit mir kostet gar nichts. Wir hören einfach zu, was oder wen ihr sucht, und dann wird der Sebastian oder auch ich für euch aktiv werden. Also meldet euch bitte. Auf geht's! Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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