OMR Classic: Achraf Ait Bouzalim (6PM)
28 Aug 2026 · 68 min
In this German-language OMR podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews Achraf Ait Bouzalim, founder of the streetwear label 6PM. The conversation covers Achraf’s personal support network and how friends act like an "army" during crises, his reflections on wealth, cars, and lifestyle choices, and the role of authenticity in his brand. He explains the organic growth of 6PM through Instagram, collaborations with rappers, and selective partnerships with athletes and influencers, while emphasizing that he only works with projects he genuinely likes. The interview delves into production logistics, packaging security, low return rates, and the decision to keep sales exclusive to the online shop, abandoning physical retail. Achraf discusses his modest team, reliance on investors for back‑office tasks, and his hands‑on involvement in creative and business decisions. He shares his personal style, love for fashion, and occasional forays into jewelry design with a Texas jeweler. Philanthropic actions, such as donating clothes to family, charities, and his Moroccan‑heritage community, are highlighted. Finally, Achraf outlines his ambitious expansion plans for the US and Asian markets, revenue aspirations, and the desire to build a larger company while staying true to his personal taste and community‑driven ethos.
Chapters
Letzter Freitag im Monat, entsprechend folgt nun eine OMR Classic Folge, in diesem Falle aus dem Jahr 2021.
Ich musste an mein Gespräch mit dem Ashraf denken, mehrfach in den letzten Wochen. Zum ersten Mal, als beim WM-Finale eine Unterhose von ihm viral gegangen ist, weil Lamine Yamal sie getragen hat. Also im Finale hat einer der wichtigsten Spieler Spaniens seine Unterhose getragen. Ich habe im Podcast mit dem Daniel Grida von Hugo Boss darüber gesprochen und immer dabei an an Ashraf gedacht und mein Gespräch, wie gesagt, aus dem Jahr 2021. Wie hat er seine Marke 6PM aufgebaut? Wie ist er so weit gekommen? Und damit rein ins Gespräch aus dem Jahr 2021 mit 6PM-Gründer Ashraf.
Auf geht's! Let's go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
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Herr Aschraf, hi! Wir sind ja beide nominiert, deswegen sitzen wir hier in München zusammen im Hotelzimmer für die About You Awards und haben uns noch gar nicht kennengelernt. Aber ich habe schon viel jetzt von dir gelesen, wir haben auch schon über dich geschrieben. Du machst eine Modemarke, die heißt 6 PM. Richtig. Erzähl mal so ein bisschen deinen Hintergrund, also wann das losgegangen ist, wie du dich selber siehst.
Wann das losgegangen ist, war ungefähr 2016. Da hatte ich Bock, irgendwie meine eigenen Klamotten zu machen. Also ich war schon früh, früh, früh, früh, früh, früh schon klamottenverrückt, also regelrecht verrückt.
Du bist jetzt auch erst Anfang 20 oder so, ne?
Ich bin 25 jetzt. Und ja, dann wollte ich irgendwie meine eigenen Klamotten machen, habe mir gedacht, okay, wenn der Pulli so und so ist oder wenn die Shorts noch so und so wäre, dann wäre sie einfach so perfekt für mich. Also wenn du jetzt ein Shirt kaufst, du sagst, okay, dieser Schnitt ist der perfekte Schnitt für mich. Und ich habe dann halt immer Abänderungen gehabt und wo ich meinte, wenn es so wäre und so wäre, dann wäre das perfekt für mich. Und dann wollte ich erstmal so Klamotten so erstmal so für mich machen. Aber dann habe ich schnell gemerkt, okay, das geht nicht so einfach. Also du rufst nicht irgendwo an und sagst, hey Bro, kannst du mir mal ein T-Shirt machen? Und dann macht dir jemand ein T-Shirt. Nee, du musstest da wirklich Mindeststücknahmen haben. Die waren damals bei mindestens 1000 Stück. Und es war halt einfach viel. Wie willst du 1000 Pullis oder Shirts verkaufen, wenn du keine Kundschaft hast? Dafür brauchst du ja Kundschaft. Und ja, aber irgendwie habe ich mich getraut.
Da warst du Anfang 20?
Ja, da war ich 2016, vor 4 Jahren.
Hast du Abi gemacht und dann auch Uni?
Ja, ich habe da zu dem Zeitpunkt, da war ich zwischen 20 und 21, da habe ich mich in der Uni eingeschrieben.
Für Modedesign oder für?
Nee, nee, ich habe BWL. Ich war immer gut in BWL, VWL und sowas. Und dann habe ich mich darauf fokussiert und dann kam halt die Idee, das zu machen. Damals gab es halt aber auch noch niemanden, wo ich so geguckt habe: Okay, krass, eine deutsche Marke, eine junge deutsche Marke, die so wächst oder wie die das machen. Das war ja einfach komplett kaltes Wasser. Also du musstest dich da komplett reintasten und auch sehr oft hinfallen.
Aber hast du eine andere Marke, so eine US-Marke als Vorbild gehabt? Fandest du Supreme gut oder irgendwas in der Art?
Ja, ja, klar, klar, klar. Aber das waren ja für mich Weltmarken und so weit weg. Also ich habe in meinem Kinderzimmer jetzt nicht gedacht, okay, ich werde jetzt Supreme. Das war jetzt nicht so. Das war so, okay, ich will meine eigenen Klamotten machen und will sie selbst tragen und will mir einfach vielleicht Kunden aufbauen. Und irgendwann kam das halt so, ey, wie krass wäre das, wenn du auf die Straße gehst und siehst einfach, Leute tragen deine Klamotten. Was für ein Gefühl muss das sein? So habe ich mir das immer vorgestellt. Aber ich habe gedacht, niemals, dass es passieren wird. Also ich habe niemals gedacht, dass es passieren wird. Klar, ich habe die ganze Zeit dran geglaubt am Anfang. Ich habe immer dran geglaubt, aber ich habe jetzt nicht gedacht, dass es jetzt so poppt. Ich habe es mir immer gewünscht, immer, immer gewünscht, gewünscht. Und deswegen bin ich auch so lange drangeblieben. Aber ich hätte mir im Leben nicht gedacht, dass es so—
Und wie ist es heute? Also was für Klamotten machst du vor allen Dingen? T-Shirts, Sweats vor allen Dingen?
Ja, alles. Also einfach Streetwear, alles. Hosen, Jeans, Poloshirts machen wir jetzt.
Auch Jacken und Schuhe und so?
Ja, Schuhe nicht. Alles außer Schuhe. Alles außer Schuhe. Kopfbedeckung hatten wir auch noch nicht, aber kommt jetzt auch. Aber alles außer Schuhe machen wir.
Und wie bist du dahin gekommen, sozusagen so ein breites Sortiment zu haben? Wir sprechen ja gleich drüber, dass das ja auch wirklich gut gekauft wird. Aber wie ist diese Reise für dich losgegangen? Hast du direkt angefangen mit Instagram oder wo hast du angefangen, sozusagen für die Mode zu werben?
Alles nur immer über Instagram.
Auch damals schon?
Zu 16 schon? Ja, zu 16 schon. Wie gesagt, da fing diese Schnapsidee an, diese Brand zu machen. Da habe ich erstmal einen Namen gebraucht und habe mir gedacht, oh mein Gott, was soll ich jetzt für einen Namen nehmen? Und es darf sich auch irgendwie auch nicht so cringe anhören oder irgendwie so, oh mein Gott. Und zu dem Zeitpunkt habe ich mir gedacht, okay, es muss ein englisches Wort sein, was sich halt einfach jeder merken kann, was halt einfach im Kopf bleibt. Und wenn ich frage, Philipp, woher ist dein Pulli? Dass du dann sagst, dass deine Antwort sich cool anhört und jetzt nicht so, oh mein Gott, was ist das denn für eine komische Marke? Und belächelt wird der Name. Und ja, da habe ich mir immer früher auf Instagram, wenn ich so eine Caption machen wollte, früher so war das immer, da habe ich mir so Songtexte angeguckt und so, wie die Titel von Songs hießen. Nachts lag ich so in meinem Bett und habe Songtexte angeguckt, um zu überlegen, welchen Namen soll ich nehmen. Und ich habe schon echt lange gebrainstormt, nichts gefunden. Und dann habe ich einen Song gesehen, 6 PM in New York von Drake. Und ich habe mir gedacht, 6 PM, krass. Wie heißt sein Hoodie? 6 PM, krass. Okay, am nächsten Morgen direkt dem Patentanwalt geschrieben. Er so, es ist frei. Und nach Recherche hat er gesehen, es ist frei. Und dann habe ich es direkt patentieren lassen. Erst dann habe ich das Logo angefangen. Und bin damit rangegangen. Vorher war einfach nur Research, weil bringt ja nichts, jetzt 6PM überall drauf zu drucken und zu machen, auf einmal sagt der Patentanwalt dir, nee, die Marke gibt's nicht.
Und was waren die ersten Klamotten, die du gemacht hast? Waren es T-Shirts? Waren es Pullover?
Es waren 2 Sweaters, also 2 Sweaters und eine Jogginghose.
Okay, und hast du dann das Logo da besonders groß drauf gemacht?
Komischerweise gar kein Logo. Okay, es war eigentlich gar kein Logo. Ich wollte Zu dem Zeitpunkt war ich so voll auf diesem minimalistischen, kein Branding Film und hatte da einfach gar kein Logo platziert. Also ich hatte Details, wo man so erkannt hat, dass es XVM ist, aber ich habe kein Logo platziert.
Okay, und dann wie hast du die ersten Pieces verkauft?
Versucht über einen Onlineshop natürlich.
Also mit Shopify was eingerichtet?
Ja genau, zu dem Zeitpunkt auch nicht. Also zu dem Zeitpunkt hatte ich auch nicht mal Shopify, da hatte ich schon eine andere so einen anderen Anbieter, der aber nicht so geil war. Und ja, ich habe auch meine Pakete— niemand hat mir— das ist ja das Ding, du konntest dich halt nicht informieren damals. Ich habe eine Bestellung bekommen, bin in den Keller von meinem Partner gegangen. Wir hatten uns Lager aufgebaut im Keller von meinem damaligen Partner noch und bin da einfach hingefahren, auch wenn er nicht zu Hause war. Habe bei seinen Eltern angerufen: Hi, Ich bin's, Ashraf, ich komme jetzt vorbei, ich muss Pakete machen. Dann sagt er: Komm vorbei, Ashraf. Dann bin ich dahingefahren, in den Keller runter, habe die Pullis rausgeholt, habe diese zusammengefaltet, die Kiste, und habe dann einfach vorher immer bei der Post diese gelben Zettel rausgeholt. Also wie wenn du jetzt zur Post gehst und ein Paket verschicken willst, holst du dir diese gelben Zettel und trägst erstmal deinen Namen mit deiner Hand ein und auf der anderen Seite den deines Kunden. Und das habe ich einfach so fast 2 Jahre gemacht, weil mir auch niemand gesagt hat: Ey, Junge, du kriegst bei DHL bessere Preise, wenn du auf Masse machst und Geschäftsportal hast. Da kriegst du viel bessere Preise und du kannst einfach auch automatisch drücken. Es gibt ein Programm, was es automatisch frankiert. Das wusste ich nicht, das wusste ich 2 Jahre nicht, weißt du. Und das sind halt die Dinge, so jetzt weiß man sowas, weil man halt sieht, wie andere Marken das halt machen. Und es gibt ja auch YouTube-Videos etc. pp. Zu dem Zeitpunkt gab's sowas einfach nicht.
Und wie haben dich damals die ersten Käufer überhaupt gefunden? Also das du was zu verschenken hast?
Am Anfang war es sehr schwer, um ehrlich zu sein, sehr, sehr schwer. Es war eigentlich 2 Jahre extrem, extrem, extrem schwer. Ich habe in meinem ersten Release, wie gesagt, ich hatte 10 Orders, da ging gar nichts. Also da sehr hoch verschuldet, habe meine Ware nicht rausbekommen aus meinem Lager. Ich habe mir überlegt, okay, was mache ich? Habe mir wie so ein— irgendwann, wo ich so richtig verzweifelt war, irgendwann, wo ich gemerkt habe, okay, Keiner will deinen Scheiß, weißt du. Und da habe ich auch versucht, so mit künstlicher Verknappung, ey, wir sind bald sold out und blablabla. Es hat keinen Schwanz interessiert. Die haben wahrscheinlich gedacht, Junge, was laberst du. Es war wirklich extrem schwer und ich habe mir halt dann gedacht, okay, was kann ich machen? Vielleicht wollen mich Stores haben. Wie kann ich meine Marke an die Kunden ranbringen? Wenn ich es nicht über meinen Kanal schaffe, dann versuche ich vielleicht, Leute anzuschreiben. Hi, ich habe eine Klamottenmarke, kannst du meine Klamotten tragen? Ging auch nicht. Also keine Antwort von niemandem bekommen. Dann habe ich einfach Stores jeden Tag angerufen. Jeden Tag Stores angerufen: Hi, ich habe eine Klamottenmarke. Könnt ihr nicht meine Klamotten hier platzieren? Kann ich euch eine E-Mail-Adresse schicken, wo ich euch ein Lookbook schicken kann? Ja, ja, schick, schick. Nie was gehört oder einfach aufgelegt und so. Also voll, voll, voll das harte Business, in Stores reinzukommen. Ist ja ganz, ganz schlimm. Also Die haben mich auch alle abgelehnt, weil die mir auch gesagt haben, hat mir einer mal erklärt wieso. Er hat mir halt gesagt, deine Marke ist zu, also für deine Qualität, die du da bietest, macht es für uns keinen Sinn. Deine EK-Preise, deine Einkaufspreise sind viel zu hoch. Also sind hoch, weil du qualitativ gut produzierst, aber du verkaufst, dein Verkaufspreis, dein Verkaufspunkt ist gar nicht so, der müsste viel höher sein. Aber ich wollte, habe mir gedacht, nein, ich will Mode machen für Leute, die sich halt die gute Qualität, sehr gute Qualität kaufen zu einem fairen Preis, sehr fairen Preis. Ich hätte, ich kann ja auch Hupolis für 200€ ansetzen und das wäre gerechtfertigt der Qualität gegenüber, aber ich wollte das nicht. Ich wollte einfach, dass jeder sich das irgendwie leisten kann, der vielleicht ein bisschen irgendwo nebenbei jobbt, der sich das leisten kann. Ich wollte einfach für die breite Masse was machen.
Und wo war denn der der Breakout, also wo du gemerkt hast, es springt an, es kam doch irgendwann Nachfrage auf?
Nachfrage kam auf mit der ersten, das erste Mal, da haben wir, ich habe OZ damals angeschrieben. Den Producer? Ja, genau, ganz, ganz am Anfang, ganz, ganz am Anfang habe ich ihn angeschrieben, habe ihm gesagt, Bro, da hatte man seinen Snap, nee, ich habe gesehen auf seinem Instagram seinen Instagram-Namen und habe halt den Namen einfach auf Snapchat damals eingegeben. Und hat es einfach gefunden. Und ich habe seine Stories gesehen, aber er war öffentlich, und ich habe ihm geschrieben, und die Nachricht ging durch. Ich habe geschrieben, hi, ich habe eine Klamottenmarke, kann ich dir was schicken? Zu dem Zeitpunkt war er noch nicht so weit, wie er jetzt natürlich ist.
Ist einer der krassesten deutschen Produzenten.
Amerikanisch, der Favorite-Produzent von den Amis zurzeit. Und zu dem Zeitpunkt war das gar nicht so. Ich glaube, ich hatte 2, 3 Placements in Amerika gehabt, aber er war noch nicht der, der er heute ist. Und wahrscheinlich heute würde ich nicht an ihn rankommen, muss man halt einfach ehrlich sagen. Und da habe ich ihm einfach geschrieben, hat mir einfach voll lieb, voll korrekt geschrieben: Ja, Bro, schick gerne rum, was hast du für Sachen? Habe ihm das geschickt, hat er die Sachen mitbekommen, meinte: Ja, Bro, ich kann die sogar im Interview anziehen. Ich habe jetzt ein Interview, da ziehe ich das an und so. Voll, voll, voll, voll, voll lieb und ich habe das extrem geschätzt. Und dann haben wir angefangen, da habe ich irgendwann mal gesehen, er spielt PlayStation und ich spiele ja auch PlayStation, habe damals sehr viel PlayStation gespielt. Ich habe ihm geschrieben: Bro, spielst du auch? Spielst du auf PS? 4 war das damals, spielst du auf PS4? So, ja. Und er sagt so, adde mich. Dann habe ich ihn einfach geaddet und dann haben wir halt einfach nächtelang durchgezockt.
Also du und Ozzy?
Ich und Ozzy. Wir kannten uns nicht. Also wir kannten uns so ein bisschen vom Schreiben. Da haben wir uns einfach jeden Abend 0 Uhr in der Lobby getroffen. Immer ich und er. Ich und er und seine Schweizer Freunde, seine Schulfreunde. Immer 0 Uhr in der Lobby getroffen, dann immer so bis 8 Uhr morgens.
Was habt ihr gespielt?
Call of Duty, die ganze Zeit zusammen. Immer, immer, immer. Dann hat er mir gesagt, Bro, komm online. Ich habe ihm geschrieben, Bro, komm online. Irgendwann habe ich dann Kappen verkauft, Caps, 6BM Caps. Und er hat geschrieben, Bro, ich will auch Kappen machen. Habe ich einfach gefragt, Bro, wollen wir zusammen machen? Und dann hat er gesagt, ja klar, lass machen. Und haben wir erstmal 50 Kappen online gestellt und die waren halt sofort weg.
Hatte er damals schon große Reichweite?
Schon, also schon ein bisschen.
Also womit ist Ozino bekannt geworden, das erste große Ding?
Boah, mit was ist er nicht— er hat dann auch, also in Deutschland mit Shindy, in Deutschland auf jeden Fall mit Shindy, mit Roly. Den Song Rowley, hat sehr viel Fishini in Deutschland produziert, deswegen kennen auch die Deutschen ihn. Aber er hat ja fast alles produziert. Tut sich leid produziert, er hat Heiß in the Room produziert, er hat Dubai Shit produziert, also er hat die krassesten Dinger produziert.
Ich guck mal gerade, wie groß ist der heute bei Insta? Wie groß ist der heute bei Insta?
Auf Insta hat der 200.000, 250.000 oder so. Trippie Redd hat der produziert, er hat sehr viele Amis produziert, sehr, sehr, sehr, sehr viele Amis. Er hat Grease von Drake produziert, die Single mit DJ Khaled. Er hat schon big, big, big Sachen produziert, er ist schon big. Er war auch mit Travis auf Tour, ja, genau.
Okay, und dann habt ihr sozusagen gemeinsam die Caps gemacht und dann wurde darüber deine Marke auch bekannter.
Genau, genau.
Dann haben Leute geguckt, okay, was sind die 6PM, und dann Hast du gemerkt, du hast langsam so ein bisschen—
Genau, da fing es aber ganz klein an, aber es war jetzt noch nicht das, was es jetzt da war. Dann hatte ich schon ein bisschen Leute, die das gekauft haben. Wir reden wirklich nicht von viel, wir reden von 20.000 € Jahresumsatz oder so, also nichts. Und dann war ich in einer sehr depressiven Phase, weil ich keine— weil ich wusste, okay, meine alten Sachen, die wurden nicht gekauft ganzheitlich, es wurden nur neue Sachen gekauft. Und ich habe halt einfach Geld gebraucht, um eine neue Kollektion zu machen, weil du lernst ja auch von Kollektion zu Kollektion, lernst du ja auch, was du verbessern musst oder was du ändern willst. Und dein Mindset verbessert sich auch. Also du siehst, okay, bei dieser Kollektion habe ich das und das falsch gemacht oder das und das hat mir nicht gefallen, das will ich bei der nächsten Kollektion verbessern. Wo war ich stehen geblieben?
Also wie ist dann wieder der Durchbruch gekommen? Also das war so ein bisschen, das war gutes Grundrauschen schon, aber dann noch nicht so richtig.
Noch nicht das Richtige, um jetzt wirklich davon zu leben. Ich habe auch davor nicht davon gelebt. Ich habe Smoothies verkauft, war noch in der Uni nebenbei. Also von 6PM konnte ich noch lange nicht leben. Und dann kam irgendwann eine E-Mail, genau vor 2 Jahren. Ich habe heute sogar eine Erinnerung auf Snapchat bekommen. Heute vor 2 Jahren habe ich die 6PM GmbH mit den Investoren gegründet und da kam eine E-Mail rein: Ja, wir wollen 10 bis 40% Ihres Unternehmens kaufen. Und da war so: Hä, wer will denn die Scheiße kaufen? Habe ich mir gedacht. Und dann bin ich einfach dahingegangen zum Termin und da waren wirklich Leute, die das wirklich kaufen wollten. Die haben sich alles angeguckt, die haben gesagt: Okay, großer Saftladen, was ihr da macht, aber Wir glauben an dich.
Und die klangen auch sehr cool.
Ja, und lass es starten. Mir hat einfach Kapital gefehlt, um freie Kollektionen zu machen. Das war das Problem. Mir hat einfach jemand gefehlt, der mir sagt: Hier, Ashraf, hier hast du Geld, mach eine Kollektion. Oder: Ich mache eine Kollektion, so und so viel kostet sie. Und die konnten mir das Geld halt geben.
Und dann hast du die Kollektion gemacht mit deren Geld?
Genau, mit deren Geld die Kollektion gemacht. Das war die Push-to-Exit-Kollektion. Die war auch nicht sofort ausverkauft, die war nach 2 Monaten ausverkauft. Und ich habe auch da jeden Tag, bin ich ins Office gegangen, habe halt versucht, dass Stores mich in den Store nehmen, weil 10.000 € am ersten Tag gemacht, das war für mich krass. Also um ehrlich zu sein, es war für mich unfassbar.
Und wie war das damals? Worüber haben die dann diese Push-to-Exit-Sachen gefunden da?
Das habe ich dann, ich war halt dann auch ein bisschen mit ein paar Künstlern befreundet und ein paar Leute, und ein paar Leute haben es auch immer für mich gepostet etc.
Also du bist schon irgendwie so in dieser ganzen auch Rapszene dann drin gewesen?
Genau, genau. Ich war schon, ja genau, ich war da schon durchaus sie auch Und durch Reezy bin ich da reingekommen in die ganze Szene und hatte dann einfach ein bisschen Support gehabt. Und so fing das dann halt an, dass ich mir so eine kleine Base aufgebaut habe. Aber ich bin nicht sold out gegangen. Ich hatte auch nicht so viele Sachen in der Push-to-Exit-Kollektion und es ging nach 2 Monaten ausverkauft. Ich war auch dann in einem Store in Hamburg.
Wo warst du?
Animal Tracks war der erste Store, der mir die Plattform gegeben hat. Kolonaden? Ja, ja, die haben—
Richie Löffler macht das dann?
Ja, und der Mischa.
Richie Löffler, einer der besten deutschen Skateboardfahrer, früher gewesen.
Ganz Kultiv. Ja, der echt, echt, echt, echt sehr, sehr korrekt. Die haben mir die Chance gegeben, meine Sachen da zu platzieren.
Krass, Richie Löffler, der alte Vogel. Das hätte ich damals gesagt, okay, okay.
Und die haben mir halt gesagt, okay, wir glauben an dich. Du kannst die Sachen hier platzieren. Habe ich halt gemacht, da wurde es auch gut verkauft. Der hat auch einen Onlineshop. Und so habe ich dann einfach in 2 Monaten so ungefähr Stück für Stück meine Kollektion ausverkauft. Und habe dann— der größte Durchbruch kam dann halt mit der Logo-Vollkollektion. Da habe ich diese Trackpants gemacht. Ich habe mir gedacht, okay, habe halt meine Kollektion gemacht, die kam dann halt online, und ich sehe auf einmal eine sechsstellige Summe auf Shopify nach so paar Minuten. Und wenn du überlegst, von 10.000€ in 6 Stunden und von halbes Jahr davor 20.000 oder 30.000€ Jahresumsatz zu sechsstellig nach paar, nach 3, 4 Monaten.
Aber wie ging das? War die Klamotten so geil? Also war das diese Track, was war das?
Das waren so Trackpants, waren Only Wear After 6 PM Hoodies, Trackpants heißt einfach so eine Nylonhose und die war unten verstellbar. Die hatte einen Reißverschluss und einen Klettverschluss.
Für Männer und Frauen?
Männer und Frauen konnten das tragen, theoretisch. Und das hat so gut angelaufen. Also die Leute haben das so gefeiert.
Und es hat wieder deine Crew sozusagen ein bisschen gepusht und dann ging das aber quasi viral?
Genau, das ging dann mit der Kollektion viral. Dann war ich auch ausverkauft so das erste Mal. Animal Tracks hat mir davor noch mal die Möglichkeit gegeben, eine Woche vorm Release haben wir eine Pop-up-Party gemacht in Hamburg und da habe ich das erste Mal so meine Kunden gesehen und da habe ich auch das erste Mal Leute so nach Fotos gefragt und es war für mich so krass, weißt du, dass ich so das erste Mal die Leute sehe, die meine Klamotten tragen. Ich habe mich voll gefreut, bin auch wie so ein kleines Kind in mein Hotelzimmer gegangen, habe mich unnormal gefreut, dass da überhaupt Leute hinkamen. Ich konnte mir nicht mal vorstellen, dass da Leute hinkommen. Hinkommen.
Wie groß warst du damals bei Insta?
Boah, schwierig, schwierig. 20.000, 25.000, 30.000.
Dann hattest du schon ein bisschen was da schon?
Ja, bisschen hatte ich mir aufgebaut und dann ging es los. Dann ist mein Instagram extrem gewachsen.
Und das war dann aber auch, weil die alle über die Klamotten gesprochen haben oder weil du auch weiter große Support bekommen hast?
Auch größere Künstler haben mich angefangen anzuschreiben. Also ich habe niemanden angeschrieben, die haben mir geschrieben. Ich habe die kennengelernt, mir haben einfach größere Künstler geschrieben.
Loredana zum Beispiel ist ja irgendwie Fan von dir.
Loredana habe ich kennengelernt oder einfach große Künstler haben mich auch einfach angeschrieben, wie Nemo hat mir einfach geschrieben, der ist in meine DMs reingeslided, hat geschrieben, Bro, ich feier deine Klamotten. So einfach nur Props gegeben und es war für mich krass, weißt du, dass da eine so große Person mein Instagram sieht und mir noch schreibt. Er müsste mir nicht schreiben und so fing es halt an. Das Gute ist auch, oder bzw. das Positive an mir war, ich habe mich auch immer gut mit den Leuten verstanden. Also die Leute haben mich auch immer gemocht und ich habe sie gemocht. Es war für mich nie so, okay, ich schicke dir meine Klamotten, das ist Business. Ich habe dir die Klamotten wirklich geschickt, weil ich dich mag als Freund und nicht als— und ich wollte auch keine Posts haben. Also ich habe nie gesagt, Bro, kannst du bitte für mich posten, wenn du das jetzt bekommst? Habe ich nicht gemacht. Das haben die alles nur gemacht, weil sie mich gemocht haben als Mensch und auf freundschaftlicher Ebene einfach. Ich mag dich, Philipp, und Deswegen poste ich jetzt was von dir, aber du machst aus dem— ich mache es aus dem Herzen, ohne dass du mir jetzt sagst, ey, kannst du mir das mal posten?
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos Und online abschließen kann man unter hiscox.de/OMR, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Hast du in deinem ganzen Leben schon mal Geld ausgegeben für Werbung, für Marketing?
Leider noch nie.
Noch nie?
Noch nie.
Keine Instagram Ads?
Nee, wir haben, um ehrlich zu sein, hatten wir einmal Instagram Ads, aber das habe ich dann direkt weggemacht. Das war bei der Push to Exit Kollektion, da hatten wir so, ich glaube, wir hatten eine Woche das gemacht. Aber ich habe es, ich komme damit, ich fand es nicht cool, weil es so den Leuten, weil es zu aufdringlich ist. Die haben auch nur einen Startschuss versucht, meine Investoren, um mir das zu zeigen, um, die haben einen Beitrag mal beworben, um mir das mal zu zeigen, wie ich es finde. Und ich habe denen gesagt, nee, ich finde es nicht cool zu dem Zeitpunkt. Ich weiß nicht, ich habe gedacht, ich will mir das alles organisch aufbauen und nicht künstlich.
Aber auch bei Google Ads kann nicht nur, dass man, wenn man jetzt 6PM sucht, dass dann eine Anzeige erscheint von 6PM bei Google oder sowas?
Haben wir nicht, nee.
Guckst du dir an, ob da andere schalten? Deswegen gibt es das, eine andere auf das Suchwort 6PM, dass da irgendwelche anderen Shops gesehen.
Das habe ich gesehen jetzt vor 2 Wochen, hat eine Marke einfach auf 6PM Werbung geschaltet, also Anzeige geschaltet, und da stand auch 6PM Season Onlineshop, obwohl es gar nicht unser Onlineshop ist. Dann kommst du auf eine Marke, auf eine Seite, die halt, die halt nicht 6PM ist, und dann, und dann war ich so, und alle haben das, und meine ganzen Leute haben das schon geschickt, was soll das und was machen die da und Da habe ich einfach, also ich wollte jetzt keinen Instagram-Beef anfangen und so, und habe denen einfach geschrieben, hey Leute, hab denen einfach, hi Jungs, ich finde es irgendwie nicht so cool, was ihr da gemacht habt, weil ihr seid kein 6PM-Shop und ihr seid vor uns und schreibt, ihr seid offiziell 6PM-Shop. Das ist Irreführung für meine Kunden oder für Kunden, die vielleicht unseren Shop noch nicht kennen und nur von unserer Marke gehört haben, dass die ein bisschen da mit meinem Brot spielen und dass ich sie gerne bitten würde, das wegzumachen. Und dann geschrieben, oh mein Gott, wir sind voll froh, dass du uns geschrieben hast und blablabla. Machen wir weg, natürlich verstehen wir voll, wir machen es weg, es tut uns leid. Und haben nämlich noch gefragt, ob die 2 Codes bekommen für die Kollektion. Habe ich denen gerne gegeben, habe gesagt, alles gut, Jungs.
2 Kreuze heißt Codes.
Also deswegen, man kann Sachen auch immer friedlich klären, man muss nicht immer mit Anwälten.
Aber was heißt, da haben Leute versucht, auf deinen Namen zu bieten, also bei Google?
Ja, so. Und das, man Aber wir haben das jetzt eingestellt, dass man das nicht mehr machen kann. Man kann ja das sperren lassen. Ich kenne mich damit nicht so gut aus.
Und da sitzt du dann bei den Kollektionen wirklich selber zu Hause? Ich meine, du hast ja keine Schneiderlehre gemacht oder keinerlei Mode-Background, sondern du erfindest dann selber und denkst dir, so müsste eine Hose aussehen, dann zeichnest du die auf und dann gibst du die irgendeinem Produzenten, der macht die dann genauso?
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, sowieso nicht. Ich habe leider keine Schneiderlehre. Aber es gibt 1000 Sachen, du musst dich halt reinfuchsen. Es gibt YouTube, du kannst die Sachen auf YouTube— ich habe geguckt, wie man Illustrator macht, um überhaupt hinzubekommen, wie man Grafiken hinbekommt, weil damals hatte ich auch keinen Grafiker. Auch bei der Logo-Fall-Kollektion, auch bei der ersten Kollektion hatte ich keinen Grafiker, der das gemacht hat für mich oder dem ich da sagen konnte, ey Bro, kannst du so und so machen und der macht's dann. Nee, ich musste einfach selber da sitzen und gucken, wie ich das mache. Und habe da YouTube-Videos einfach geguckt und mich da einfach reingefuchst. Und wenn man das Programm Illustrator kennt, es ist ja so vielfältig. Wenn du ein paar Tage mal nicht auf dem Programm bist, da verlernst du schon extrem viele Sachen. Und ich hatte ein Maßband zu Hause und habe Sachen aufgezeichnet, Zentimeter hingeschrieben, wie das sein sollte. Habe mir Details überlegt, was man machen kann. Bin in die Türkei geflogen. Das war ein sehr guter Schritt von mir, um mir einfach mal eine Woche lang alles zeigen zu lassen.
In der Fabrik?
Genau, alles. Stoffhändler, habe jeden Stoffhändler angeguckt, war beim Patternmaker, ich war überall. Ich war bei den Leuten, die Siebdruck, Stickereien etc. machen, also Print House. Was für Printarten gibt es überhaupt? Weil ich kannte ja nur Siebdruck und Stick davor, also kennt man so. Aber es gibt noch viel, viel, viel, viel, viel, viel, viel mehr. Und das habe ich mir einfach alles zeigen lassen, alles fotografiert, mit meinem Handy alles fotografiert, mir in Ordner gemacht, alles in meinen Mood-Ordner gemacht und wusste halt alles, was eigentlich möglich ist. Und das hat mein Mindset auch komplett entfaltet. Und es gibt Programme, wie du Schnitte machen kannst, die sind sehr komplex. Aber da musst du dich einfach reinfuchsen und da musst du einfach in die Knie gehen. Auch wenn du schon Erfolg hast, musst du dich immer weiter ausbilden.
Was war denn bislang so dein, aus deiner eigenen Sicht, bestes Piece, was du sozusagen designt hast?
Beliebtestes oder bestes für mich?
Beides. Was war das beliebteste? Wahrscheinlich einfacher.
Das beliebteste 6PM-Produkt ist, glaube ich, mit Abstand, könnte man eigentlich nicht so sagen, aber ich glaube die Trackpants. Das war letztes Jahr so das beliebteste Produkt. Ich glaube auch diese rote Family and Friends Collegejacke, die war auch sehr, sehr, sehr gehypt von den Leuten. Und ich glaube auch diese Westen, die wir jetzt gemacht haben, diese Pufferwesten, auch ein sehr beliebtes Produkt von den Leuten. Also ich denke, das sind so die Key Pieces, die 6PM hat. Aber auch der Only Wear After 6PM Pulli. Ist auch so ein Key Piece.
Und sag mal, wenn man dich jetzt verfolgt, du trägst ja selber auch sehr viele Designerklamotten. Also ich glaube Prada-Weste. Hast du auch Marken, die dich inspirieren? Also welche Marken findest du selber geil? Also bist du auch Prada-Fan, bist du Gucci-Fan, bist du Balenciaga-Fan?
Ich mag Prada sehr. Ich inspiriere mich eher so an— ich inspiriere mich eigentlich an allem. Also ich gucke mir jetzt kein Produkt an und sage, oh mein Gott, genauso will ich das machen und ich kopiere das, weil das einfach scheiße ist. Das kann man nicht machen. Du kannst nicht irgendwelche Leute kopieren. Du spielst dann auch mit deren Brot. Auch wenn es wahrscheinlich Brat nicht jucken würde. Noch nicht. Aber nee, ich inspiriere mich an allem. Also ich habe so einen— kann ich auch gleich mal zeigen— ich habe so einen Mood-Ordner auf meinem Handy. Da ist alles drin. Da ist vielleicht eine geile Farbe vom Auto drin. Da ist ein Vibe vom Abendessen, wo ich mal geil Abendessen war, fand den Vibe so ästhetisch, dass ich jetzt unbedingt da reinmachen musste. Da sind vielleicht auch Kinderklamotten, da sind Frauenklamotten, da sind Frauenhandtaschen, wo ich vielleicht nur die Farbe krass finde oder die Details krass finde, um einfach mein Mindset weiterzuprägen oder wie nennt man das, zu erweitern.
Und siehst du dich selber als Streetwear-Marke? Sagst du, ich meine, Prada ist ja eine Luxusmarke eigentlich von der Herkunft her. Wie würdest du dich selber beschreiben? Also preislich bist du ja kein Prada, aber vom Style bist du eher vielleicht Supreme. Also was sagt dir 6PM?
Also 6PM ist eine Streetwear-Marke, so in dem Preissegment, in der Schiene ist das. Aber es ist natürlich keine High-Fashion-Marke. Bei Prada kriegst du nichts unter 1.000 €, da fängt's ja schon an beim Preis. Von Prada, aber es ist auf jeden Fall nicht eine schlechtere Qualität.
Machst du denn, ich meine, es wächst halt alles ein bisschen zusammen, also ich meine Supreme oder Palace, die machen ja auch so Kollabos mit, sagen wir mal, diesen ganzen Luxusmarken. Machst du sowas auch schon?
Ja, ist geplant, ist eine geplante Sache.
Das heißt, die melden sich jetzt auch bei dir und sagen jetzt auch, ey, komm, lass doch machen?
Ja, jetzt habe ich eine richtig, richtig große Kollabo. Ich habe jetzt immer eine Kollabo mit Ozzy. Das ist ja intern, also Ozzy ist ja Gesellschafter. Weil er mich ja immer supportet, habe ich ihm gesagt, Bro, ey, ich weiß nicht, wo die Reise hingeht, aber weil du mir immer geholfen hast, ich will dir 10% einfach schenken. Und Investoren wollen jetzt reinkommen, wir gründen jetzt eine GmbH, deswegen will ich dir 10% schenken. Und er hat gesagt, ja, gerne, ich freue mich, und ist nach Frankfurt gekommen, hat unterschrieben. Also eine interne Kollabo. Die mir auch immer sehr wichtig ist und die mir auch immer sehr viel Spaß macht mit ihm. Aber wir haben jetzt noch eine richtig, richtig, richtig große Kollabo mit einer großen, mit einem großen Unternehmen, sagen wir es mal, das jedes Kind kennt. Also wenn du in jede Schule gehst, so egal wo du hingehst, ja, könntest sogar, du könntest sogar, du könntest sogar nach Türkei gehen und fragen, die kennen das.
Okay, aber das ist nicht so, die haben mich angesprochen, der CEO hat mich Aber die investieren jetzt nicht in die Firma, sondern die machen einfach mit dir gemeinsam Klamotten dann?
Genau, wir machen Klamotten zusammen.
Okay, und erzähl mal, wie groß ist es jetzt? Also wenn du jetzt was— du machst ja bislang auch nur Drops, ne? Du machst ja keinen— also wenn man jetzt aktuell das hört und was kaufen möchte, wird man nichts finden, weil du machst nur irgendwie einen Drop und dann kann man kaufen.
Ja, genau, wir haben einen Drop, wir produzieren eine gewisse Stückzahl, die laden wir dann hoch. Und wenn es weg ist, ist es weg. Und dann ist—
wie oft macht ihr Drops?
Wir versuchen alle 2 Monate.
Alle 2 Monate?
Ja.
Und dann, wie viel haust du dann durch? Also wie viel, was schaffst du dann so für Mengen?
Viel.
Also schon so ein paar hunderttausend Pieces?
Nein, paar hunderttausend Pieces wäre ein bisschen zu viel.
Aber so 20.000, 30.000? Ja, so in der Größenordnung.
Kann ich nicht sozusagen.
Aber schon jetzt nicht verrückt?
Also du machst, es ist immer siebenstellig umsatzmäßig. Ja, okay, paar Minuten, zwei Minuten.
Aber das heißt, du machst dann irgendwie siebenstelligen Umsatz in paar Minuten und dann machst du jetzt noch mal eine Pause quasi?
Nee, du arbeitest ja nebenbei.
Ja klar, aber also jetzt umsatzmäßig, das heißt, du machst umsatzmäßig, ja ja, umsatzmäßig, weil dann ist wieder zwei Monate kein Einkommen und dann arbeitest du im Hintergrund und machst natürlich, bereitest vor und so und dann wieder Knopfdruck und dann geht's weiter.
Genau genau.
Und das ist doch wirklich dann jetzt mittlerweile alles immer weg. Also wenn du sagst, okay, ich droppe jetzt irgendwie Wie viele verschiedene Produkte hast du denn bei so einem Drop? Also sind das dann 10 oder 20 verschiedene Styles? Also sind es dann 2 Hoodies oder 10?
Kommt drauf an, immer auf die Kollektion. Also bei Records waren es jetzt ein bisschen weniger. Ich glaube, das waren 11 Pieces oder 10 Pieces. Ich weiß es gerade gar nicht, wenn man die Family Friends Pieces noch dazu zählt. Aber zum Beispiel bei der OZ-Kollektion sind das schon über 30 Pieces. Also das sind dann T-Shirts, Hosen, Hoodies, etc. pp. Tracksuit. Jeans, Taschen, Socken, Unterhemden.
Und dann ist wirklich restlos alles weg.
Das heißt, innerhalb von ein paar Stunden oder paar Minuten ist dann alles weg?
Paar Minuten immer.
Also das heißt, wenn dann noch ein letzter Rucksack da ist, dann wird er auch noch schnell weggekauft?
Ja, genau.
Alles ist verkauft.
Ja, das ist unglaublich. Also die kaufen dann wirklich alles. Du könntest wahrscheinlich sogar, das Ding ist, du könntest wahrscheinlich sogar das Dreifache noch verkaufen, aber du willst ja auch diese künstliche Verknappung.
Und was sind die Zielgruppen? Sind das dann Leute so in deinem Alter?
Ganz unterschiedlich. Also auch Leute, die zu mir kommen und mich auf der Straße sehen und wo ich Leute sehe, die meine Sachen tragen. Ganz, ganz unterschiedlich. Also es könnte jemand sein, der so alt ist wie ich, 25. Ich habe aber auch Leute gesehen, die 33 sind und meine Sachen anhaben. Aber ich sehe auch Leute, die vielleicht 15 sind oder 17. Also das Coole ist, Es ist eine sehr, sehr große Zielgruppe, die wir da treffen, und es freut mich auch.
Aber warum machst du nicht so Never-out-of-Stock-Sachen, also dass sozusagen ein paar Sachen immer da sind?
Das haben wir sogar vielleicht geplant, das zu machen. Wir überlegen uns da noch was, also das ist noch in den Kinderschuhen.
Und jetzt an Händler zu verkaufen, würdest du nicht mehr machen?
Gerade nicht.
Warum nicht?
Ich will die Exklusivität auf meinem Onlineshop haben und ich will sie keinem anderen geben. Also wieso auch? Du müsstest dann den Kuchen teilen mit jemandem.
Aber rein theoretisch, ich meine, wir haben dich heute Abend beide bei About You eingeladen. Ich weiß von denen, dass die sich wahrscheinlich mega freuen würden, wenn sie jetzt, so hat sich die Zeit verändert, dein Zeug bekämen. Aber du sagst, nee, Jungs, sorry, ich muss selber verkaufen.
Genau, also es haben mich auch große, große, also sehr große Unternehmen schon gefragt und auch schon sehr viel Geld dafür gezahlt. Zahlen wollen, damit ich irgendwie wenigstens NOS-Artikel oder etc. pp., also genau Sachen, oder einen Drop mit denen mache oder einen Drop über die machen laufen lasse oder nur ein Piece. Aber habe ich nie gemacht. Okay, ich habe, mache jetzt einmal was, mache ich bei StockX, werde ich einmal diese Friends and Family Westen, wirklich sehr, sehr, sehr geringe Stückzahl, weil StockX wollte es sehr, sehr exklusiv halten. Das wird auch kommen. Dann wird es einmal, also einmalig, einmal was bei StockX geben in einer sehr, sehr kleinen Stückzahl, 2 Westen.
Und haben die dich überredet? Nee, aber ich habe vor ungefähr einem Jahr mal mit dem Josh Luber, dem Gründer von StockX, Podcast gemacht, und da waren die noch gar nicht so in Deutschland präsent. Deswegen, das heißt, da gibt es jetzt jemand in USA offensichtlich dann schon, der dich jetzt hier identifiziert hat und sagt, okay, den Typ müssen wir ansprechen, den müssen wir überzeugen, was zu machen.
Das Geile bei StockX war, die haben halt, ich biete denen halt meine deutsche Community, dass sie halt die App runterladen, dafür im Gegenzug, das kann ich jetzt einfach sagen, platzieren die mich mehr in Amerika. Also schalten mit ihren ganzen Newslettern etc. pp., schicken die das raus, promoten es über die App. Die haben ja auch sehr viele Leute, also es ist eine Win-win-Situation theoretisch.
Gibt's eigentlich noch andere, sagen wir mal jetzt so Streetwear-Unternehmer wie dich in der Generation? Weil ich meine, es gibt ja in Deutschland so eine Generation von Designern, Lagerfeld und Joop und so, die Legenden, die jetzt alle so entweder schon verstorben sind oder so irgendwie 70, 80 Jahre alt sind. Und dann gefühlt gibt es danach ziemlich wenig. Und jetzt ist mein Gefühl, kommen wieder so ein paar mehr. Also du bist jetzt einer davon. Siehst du da rechts und links irgendwelche, die du wahrnimmst, mit denen du dich auch vielleicht austauschst?
Klar, sind auch viele Freunde von mir, die das auch machen. Also Justin, Lolo ist jetzt ein bisschen älter als wir.
Wer ist das?
Lolo von LFDY ist ein bisschen älter als wir. Aber er ist ja auch Marktführer.
Also er macht das schon.
Und ja, also da gibt's auf jeden Fall Leute, die das auch machen, und man kennt sich.
Und das gibt's jetzt auch ein bisschen wahrscheinlich, weil es auch Instagram gibt, ne?
Ja, genau.
Ist für dich Instagram die zentrale Plattform, oder gerade hast du mal Snapchat erwähnt, TikTok? Was ist für dich so wichtig?
Bei Lolo weiß ich nicht. Also ich spreche mal für mich und Justin. Ich glaube, für mich und Justin ist Instagram, also die Hauptplattform. Justin macht es noch über YouTube, aber ich habe keinen YouTube-Kanal. Aber über YouTube könnte man das theoretisch auch machen. Aber TikTok nicht? Man könnte es auch über TikTok machen, aber es passt nicht zu mir.
Okay.
Also ich mache das hauptsächlich über Instagram. Ich weiß, wie andere das machen, aber für mich passt es über Instagram am besten.
Und warum nicht TikTok? Also ich meine, was ist so vom, vom Medium her, das, das, das Unterschiedliche für dich?
Ich, ich selbst bin nicht auf der App. Also ich habe die App, aber so, ich gehe da vielleicht, vielleicht, vielleicht, vielleicht, vielleicht alle, alle, alle 4 Monate einmal kurz drauf und guck, wenn einer, mein Kumpel mir sagt, Bruder, guck dir das mal an, dann gucke ich mir irgendein Video an, lustiges Video an, und dann lache ich, haha, schreibe ich ihm, und das war's dann. Also ich bin nicht auf TikTok und Ich glaube, ich weiß nicht, ich kann mich damit noch nicht so identifizieren.
Also im Fashionbereich sagst du, selbst bei den heißesten Sachen ist Instagram irgendwie so das Ding?
Ja, aber es gibt auch viele, die mit Fashion TikTok machen. Das habe ich auch mitbekommen. Aber es ist irgendwie für mich, hat sich noch nicht so angefühlt, dass ich das machen will. Und ich muss auch immer Sachen machen, auf die ich Bock habe. Also nur weil jetzt jemand mir sagt, ey, mach TikTok, es läuft unfassbar, mache ich das nicht. Wenn ich darauf keinen Bock habe, habe ich darauf keinen Bock. Und wenn ich die App nicht fühle, fühle ich es nicht. Und wenn es irgendwann mal eine App geben würde, die ich unfassbar finde, aber die kein Schwanz kennt, würde ich auch trotzdem da drauf chillen und da vielleicht meinen Content versuchen aufzubauen, aber weil es mir dann Spaß machen würde. Aber ich verstehe auch TikTok, um ehrlich zu sein, ich verstehe auch nicht ganz genau, wie man diese Videos macht und so. Also ich bin da—
bei Instagram bist du jetzt wie viel? Wie groß bist du jetzt bei Instagram ungefähr? So 150?
Ja, 150.000.
Und das wächst auch weiter?
Ja. Ja, sehr gut.
Und du bist ja auch extrem aktiv. Also wenn man so guckt, du interagierst ja mit der Community, du beantwortest die Kommentare alle. Also das ist schon, sagen wir mal, Familie. Ja, aber also ich meine, das muss man erstmal machen. Also 150.000 Menschen, das heißt, wenn du was postest, kommen mal locker schnell 10.000 Kommentare, die du dann durcharbeitest.
Ja, die ganzen 10.000 Kommentare kann ich natürlich nicht durcharbeiten, aber ich interagiere sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel mit meinen Leuten auf Instagram.
Du feuerst ja auch die Drops an, indem du dann irgendwelchen Leuten Codes gibst und sowas alles. Genau, wie machst du es genau? Also wie ist das Prinzip?
Codes, das Codes-Prinzip ist theoretisch so, die kriegen das Passwort für die Seite 30 Minuten vorher, können die halt, wenn du das postest, also ich gebe denen die Codes schon viel früher, die haben die dann bei sich.
Wie schickst du denen die?
Per DM, ich persönlich per DM. Jeder Code, tausende von Leuten, tausende von Leuten.
Dann machst du wirklich 1000 DMs mit deinem Instagram-Account selber, ohne, gibt's da irgendwie so eine Software dafür?
Nein. Ich alles, ich iPhone Notizen sind alle Codes. Ich kopiere einen Code, mache einen grünen Haken dran, dass ich weiß, der ist schon benutzt. Gehe auf Instagram, schreibe ihm: Yo Bro, was geht? Hier ist dein Code.
Wow, aber das ist ja die Monsterarbeit! Ja, aber 1000 DMs verschicken oder noch mehr.
Ja, safe. Und der Chat endet ja nicht mit dieser einen Nachricht.
Wow, krass!
Das heißt, du bist dann sozusagen bei Instagram, hast du so Konversationen am Laufen mit irgendwie paar tausend Leuten.
Ja, safe. Einfach ein Gruppenchat, einfach ein Massenchat mit meinen ganzen Freunden, theoretisch.
Aber es ist dann—
ich kenne auch viele Kunden von mir, ich kenne auch viele Namen sehr und ich weiß auch, was der macht und wo der wohnt. Ich kenne auch viele Kunden von mir.
Aber sind das dann, sagen wir mal, wirklich Gruppenchats oder sind das alles One-on-One?
Nein, nein, alles One-on-One. Auch manchmal Gruppenchats. Sie laden mich auch manchmal in ihre Gruppenchats mit ihren Freunden rein. Du kannst ja dann annehmen und ich nehme dann an und schreibe mit denen, was geht. Dann schicken die mir Bilder, wie die in der Schule sitzen mit den Sixtienklamotten an. Ja, ja, so.
Aber ich meine, das heißt, ein Großteil deiner Arbeit ist ja auch einfach wirklich Instagram zu bearbeiten.
Genau, und deswegen hätte ich auch wahrscheinlich auch keine Zeit für TikTok, weißt du, weil ich so beschäftigt mit Instagram bin, dass ich nicht mal— ich müsste mich auf TikTok erstmal ein bisschen so herantasten und bisschen checken, wie man das alles macht, weil Ich habe gerade wirklich noch keinen blassen Schimmer, wie man diese Videos macht. Und da ich so beschäftigt bin mit Instagram—
was heißt, du bist dann am Tag so 10, 12 Stunden da, meinst du?
Nee, nee, nee, aber schon viel.
Also schon 6, 7 Stunden.
Also wenn ich auf Instagram gehe, wenn ich auf Instagram gehe, gehe ich nur, um Stories zu posten oder mit meinen Leuten zu kommunizieren. Was anderes mache ich nicht da.
Also du guckst dir jetzt nicht irgendwas an, lässt dich inspirieren, oder so ein bisschen so?
Klar, klar, klar, ich gucke mir auch Sachen an, so, aber ich, ich, ich, ich durchforste jetzt nicht stundenlang die Timeline. Ich habe einen Account, das ist nicht mein Ashraf-Account, da habe ich so paar Sachen gefolgt, also keine Privatperson, aber die einen inspirieren und wo ich weiß, die machen geilen Content. Und das gucke ich mir einfach an.
Ich habe heute meine Kollegin Kaja, unsere Head of People, hier mit im Studio, und zwar aus folgendem Grund: Wir haben gerade zum dritten Mal über die Recruiting-Plattform Instaffo jemanden eingestellt, und zwar diesmal unsere Product Lead Johanna. Also man hört schon, Instaffo ist nicht nur Partner hier im Podcast, sondern die helfen uns beim Recruiting wirklich weiter, oder Kaja?
Absolut. Wir haben bei OMR ja eine recht starke Employer Brand. Trotzdem ist Instaffo eine riesige Hilfe im Recruiting und da ist halt echt cool, dass wir vorab keine Kosten haben, schnell Stellen veröffentlichen und innerhalb weniger Tage mit super gut passenden Talenten sprechen können.
Aber ihr hört es selbst. Wenn ihr also gerade Stellen offen habt, macht es doch gerne so wie wir auch. Bei Instaffo sehen nur Talente eure Stelle, die auch wirklich darauf passen und ihr müsst erst bezahlen, wenn auch wirklich jemand eingestellt wird. Als OMR-Hörerin, Hörer spart man außerdem 500€ auf die erste Einstellung einfach auf instaffo.de. .com/OMR gehen. Da gibt es eine kurze Demo und man kann sich registrieren. Also instafo.com/OMR.
Okay, und dein 6PM-Account, wie wichtig ist der?
Der ist auch sehr, sehr wichtig.
Und den machst du auch selber?
Auch selber.
Wie groß ist der?
Der ist jetzt, ich glaube, bei 132.000.
Das heißt, du steuerst 2 100.000er-Accounts so nebenher und chattest auch da mit den Leuten und verteilst auch da Codes? Genau. Und ja, kann man das nicht an jemanden übergeben oder jemanden?
Aber dann bin ich es nicht mehr.
Aber ich meine, wie weit willst du es treiben? Irgendwann ist ja der Tag vorbei, irgendwann schaffst du ja nicht mehr.
Dann gibt's den nächsten Tag.
Ja gut, aber wenn, sag mal, stell dir mal vor, das ist irgendwie mal irgendwann, du schaffst ja auch nicht, du schaffst ja nicht, du versuchst das zu beantworten, was du am Tag schaffst.
So, wenn ich, mich schreiben ja auch manche, mich schreiben ja auch manche wirklich auch Das ist auch kein— das ist nicht gelogen. Mir schreiben auch Leute, Bro, ich habe Liebeskummer, Bro, ich habe Probleme da und da und da und da, mir geht's gerade nicht so gut, kannst du dann erzählen? Die schicken mir halt Memos, was los ist, und ich versuche die halt aufzubauen. Oder gerade Business läuft nicht oder was auch immer. Und da einfach ein offenes Ohr. Ich glaube, ich bin ein guter Freund für die.
Okay.
Und die sind wahrscheinlich auch gute Freunde für mich. Ich glaube, Merkt man ja. Also wenn ich sie brauche, sind sie ja da. Deswegen, egal bei welcher Situation es mir mal scheiße geht, zum Beispiel wo ich in Ibiza ausgeraubt wurde oder am Frankfurter Flughafen, die sind einfach wie eine Armee hinter mir. Und ich sehe das auch als meine Pflicht, da was zurückzugeben und auch mir die Zeit zu nehmen.
Aber glaubst du, das kannst du so weiter beibehalten? Ich meine, wenn deine Marke immer größer wird, irgendwann wird es ja nicht mehr möglich sein, also zumindest allen gerecht zu werden.
Ich weiß, aber ich werde immer mein Bestes geben, um das genauso weiterzumachen.
Und ist das nicht so, dass auch ein bisschen Neid entsteht? Ich meine, wenn man dich jetzt bei Instagram anguckt, du hast irgendwie— was für einen Karren fährst du gerade?
Unwichtig.
Aber schon, also jetzt nichts Normales. Also schon so, wo man in Frankfurt oder auch in Hamburg schon sagt, okay Alter, was ist das denn für eine Karre?
Ja, genau.
Also was ist das, ein Ferrari?
Ein Ferrari und ein Bentley.
Also ist ja schon so Recht ordentlich.
Und ich meine, ich will mir einen Smart holen. Ernsthaft? Weil einfach, ich finde das einfach, ich finde Smart richtig cool.
Okay, aber den Ferrari willst du nicht verkaufen?
Nee, aber einfach einen Smart für die Stadt, ein bisschen Cabrio. Ich finde es irgendwie voll cool. Okay, aber sag mal, ich fahre auch voll oft E-Scooter, also voll oft habe ich gar keinen Bock auf meine Autos. Ich nehme einfach so einen Scooter und düse vorbei und Leute denken, Arschloch! Und ich düse dann so Roller an denen vorbei, also voll entspannt.
Also ich bin Aber es ist ja trotzdem so, dass die Leute dir das auch gönnen irgendwie scheinbar, sonst gäbe es ja Hate. Also wenn du da jetzt irgendwie so einen Ferrari hast, dann sagt ja jeder, okay, so ein Penner, der hat so eine Karre und ich nicht. Aber ist nicht so.
Nee, ist nicht so, zum Glück. Aber weil die Leute auch wissen, dass ich mir das auch hart erarbeitet habe und dass ich glaube, eher meine Stories motivieren die Leute eher, anstatt dass sie so missgünstig sind, weil die wissen ganz genau, die kennen mich ja, die wissen ganz genau, dass ich vor vor 2 Jahren da stand und diese Marke zweieinhalb Jahre versucht habe aufzubauen, mir todesviele Schulden gemacht habe, richtig viel Lehrgeld bezahlt habe. Ich wurde von Leuten abgezogen, obwohl ich nicht mal Geld hatte. Leute haben mich einfach abgezogen, also Lieferanten etc. pp. Ich wurde komplett ausgezogen. Ich stand da theoretisch mit nichts da und habe trotzdem weitergemacht, habe trotzdem nicht einfach aufgegeben. Viele hätten, glaub mir, viele hätten aufgegeben.
Sind denn deine Eltern irgendwie in dem Business oder was machen die?
Nee, sind nicht in dem Business.
Die machen normale Jobs, sagen wir mal. Genau. Und wundern die sich, was du so treibst?
Die finden das gut. Also meine Eltern sind extrem stolz auf mich. Meine Mama sagt mir auch immer, dass sie sehr, sehr stolz auf mich ist und dass sie sich so freut.
Aber die wundern sich wahrscheinlich trotzdem?
Klar, meine Eltern werden ja auch irgendwie: Ey, dein Sohn hier und da und gibt's Codes? Mein Sohn will von deinem Sohn Codes. Also sie kriegen das auch mit. Mein Papa, meine Mama, Eltern haben auch nur Instagram. Wegen der Sache, also wegen mir haben die Instagram gemacht und folgen auch nur mir und Sixpm und meinem kleinen Bruder und halt meine Freunde, die ich halt markiere, um halt zu sehen, was ich alles mache. Und sehen meine Stories und schreiben dann in die Familiengruppe: Ashraf, das ist so toll, was du gemacht hast.
Aber wie ist deine Beziehung zum Rap? Also ich meine, am Ende ist das ziemlich eng verbunden, habe ich das Gefühl. Deine ganze Story fühlt sich auch so ein bisschen an wie sich viele heutige Newcomer-Künstler, die dann erfolgreich werden, ja, irgendwie schon. Also es ist Irgendwie ähnlich, nur dass du keine Musik machst, sondern Klamottenmacher.
Die Rapper bringen ihre Alben raus und promoten die, und ich bringe meine Klamotten raus und promote.
Aber so ist es doch wirklich, oder?
Ja, es ist, es ist, es ist ein guter Vergleich.
Du bist ja auch einer von denen.
Also ich habe jetzt irgendwie den About You Award quasi schon verloren, als ich gesehen habe, dass Loredana mit ihren 3 Millionen Followern gepostet hat: Voted for Ashraf, ich will eure Screenshots sehen. So, alles klar, brauche ich gar nicht anreisen.
Das Thema ist jetzt gerade verloren gegangen. Also ich meine, das Das ist ja schon sehr eng so.
Ja, ja, sehr, sehr eng. Aber das ist freundschaftlich. Also es ist wirklich sehr, sehr freundschaftlich. Und ich bin— die Leute, die mich posten, da kannst du sicher sein, ich bin mit denen allen richtig gut. Also, und ich sag so, das kommt vom Herzen.
Wenn die auf Tour gehen, dann tragen die deine Klamotten und sowas?
Nee, fragen mich so, wenn sie Bock haben, dann tragen sie sie. Wenn sie keinen Bock haben, tragen sie sie nicht.
Machst du für die dann extra Kollektionen und sowas? Dass du überlegst, das könnten denen gefallen?
Ja, aber z.B. Manche Sachen gebe ich so one-on-one raus. Also ich mache ein Sample, was es nur einmalig gibt. Das gebe ich dann einer Person, einfach weil ich denke, okay, das passt zu ihr oder zu der Person. Ich schenke ihm das.
Hast du neben Musikern auch irgendwie noch Sportler oder andere Bereiche, die du so abdeckst netzwerkmäßig?
Netzwerkmäßig, mir schreiben sehr viele Fußballer. Mit ein paar Fußballern bin ich auch so ein bisschen connected.
Also die auch Bundesliga spielen und irgendwie Fan sind?
Nur größer.
Also Champions League oder was?
Paul Pogba. Ernsthaft? Ja.
Krass. Aber es hat auch, sag mal, normale ist ja auch schon irgendwie nicht mehr ganz normaler Bundesligaspieler, so die irgendwie sagen, sind ja auch dann dein Alter und sagen, okay, geiles Zeug.
So Spieler in meinem Alter, die schreiben mir. Auch so Leute, die so 18, 19 sind, auch so in meinem Alter, die schreiben mir halt auch. Mir schreiben aber auch Spieler, die Deutsch können, aber woanders spielen, also nicht in Deutschland spielen, in der Türkei. Etc. pp. Fenerbahçe.
Und wann, wie viele Follower braucht man bei entweder dem 6PM-Account oder deinem Account, dass es so ein Tipping Point ist, wo es auf einmal so krass wird, dass du denkst, okay, jetzt meldet sich der, meldet sich der und es melden sich quasi nur noch blaue Haken oder irgendwelche krassen Leute? Wann war das so?
Schwierig, es kam irgendwann auf dem— also ich weiß es nicht, um ehrlich zu sein. Ich könnte jetzt keinen Zeitpunkt sagen, wo ich sage, okay, da fing es an, dass mir auf einmal jeder geschrieben hat, aber ich glaube ungefähr vor 13, 14 Monaten, 13 Monaten, 12 Monaten, so in der Spanne ungefähr, vor einem Jahr. Und, und Brand langsam an.
Und Brands, also das hast gerade erzählt, eine große Brand hat dich jetzt überredet, was zu machen, aber gibt's noch andere, die, also melden sich jetzt viele Shops, ich nehme an About You, Zalando, die wollen alle deine Sachen haben, und damit die Leute bei denen dann kaufen und die Leute einmal ins System reinkriegen und Adresse bekommen, gibt's noch andere Arten von Ideen, die Menschen jetzt mit dir haben?
Ja, es melden sich auch, ich mache auch Jetzt auch mit einer Marke, die in Atlanta voll am Poppen ist, in Amerika voll am Poppen ist. Mit der mache ich eine Kollabo jetzt.
Und die großen Sportmarken Nike, irgendwas in der Art oder so was? Adidas?
Eine sehr große Getränkemarke hat mich gefragt, aber ich habe die abgelehnt.
Weil nicht dein Ding?
Hat nicht gepasst. Also war einfach nicht das, was ich mag.
Und das ist dann so dein Bauchgefühl? Nach dem Motto: Mag ich nicht?
Ja, genau. Fühle ich nicht.
Okay.
Dann ist es einfach auch raus. Aber auch mich hat auch eine sehr, sehr große Marke gefragt, die früher sehr in war, die ich auch früher sehr viel getragen habe, mich auch gefragt, aber auch nein gesagt, weil nicht gepasst. Also einfach, weil ich es nicht gefühlt mehr habe. Also wenn ich was nicht mehr fühle oder nicht fühle, dann mache ich es nicht. Auch wenn ich würde niemals das für Geld machen. Auch z.B., ich kriege auch voll viele Anfragen für, hey Ashraf, kannst du mit unserem Produkt werben und wir zahlen dir wirklich, da sind die Zahlen wirklich, die bieten mir wirklich harte Summen an. Ich sage alles nein, alles nein, auch wenn ich das Produkt cool finde. Aber ich sage, ich will einfach keine Werbung auf meinem Instagram haben. Wenn ich Werbung mache, mache ich es aus dem Herzen, da will ich auch kein Geld. Aber ich will jetzt nicht, ey, gib mir Geld und ich poste dann was für dich. Okay, weil sowas habe ich auch nie gemacht, weißt du. Ich habe nie jemandem gesagt, ey, ich gebe dir Geld dafür, trägst meine Klamotten. Habe ich auch nie gemacht. Und irgendwie fühlt sich das für mich nicht so richtig an.
Machst du denn auf deine Klamotten mittlerweile die Marke wieder größer drauf oder so, dass man es überhaupt erkennt, wenn das jemand trägt?
Ja, es gibt plakative und nicht so plakative Sachen. Ein gemischtes Portfolio.
Okay, okay. Und wo erkennt man die Marke? Ansonsten sieht man ja natürlich das Schildchen und irgendwie so. Machst du da irgendwelche besonderen Pakete, wenn du die versendest? Ist das dann irgendwie so ein fancy Paket?
Ja, es ist in einem weißen Paket und da steht auch 6PM drauf, aber das werden wir jetzt, wenn die Kartons ausgehen, werden wir das ändern. Weil da gibt's den ein oder anderen DHL-Boten und DPD-Boten, der die 6pm-Pakete sieht und die sich ergaunert und die aufmacht und die Produkte klaut und leere Pakete den Kunden schickt. Und wenn du groß bei großen Marken einkaufst, wie Louis Vuitton, im Internet bestellst, da steht auch kein LV drauf auf dem Paket oder Prada. Das sind graue Kartons, machst auf und die sind von innen bedruckt. Und weil sie halt auch einfach Angst haben, dass es das, das Pakete geklaut werden. Und das machen wir jetzt auch. Ich habe mich immer früher gefragt, hä, warum machen die das immer? Weil ich es nicht gecheckt habe. Und dann hat es Sinn gemacht, als ich irgendwie gemerkt habe, es sind nicht viele Pakete, die geklaut werden, aber allein, dass überhaupt sowas passiert, darauf habe ich keinen Bock. Und allein, dass der Kunde dann so lange wartet und wo ist mein Paket? Und dass der Kunde sich so Sorgen um sein Paket macht und sich überhaupt kümmern muss, das will ich ihm einfach abnehmen. Und Hast du viele Retouren?
Also gibt's—
nee, also kommt nichts zurück, wirklich. Also mein Lager sagt mir auch immer, du hast die kleinste Retourenrate, die es gibt.
Also kann man deine Sachen auch weiterverkaufen? Also wenn man jetzt bei so einem Drop was bekommen hat, kann man dann weiterverkaufen auf StockX oder sowas?
Ja, auf— kannst du auf Grailed, auf eBay, ja, so halt. StockX weiß ich nicht, wahrscheinlich nach dem Drop.
Okay, okay. Und hast du irgendwie jetzt überlegt, könntest du dir vorstellen, irgendwie Geschäfte aufzumachen oder mal einen Store zu machen oder sowas?
Pop-up-Store würde ich mal gerne machen, wenn Corona hoffentlich irgendwann mal vorbei ist und es keine Gefahr mehr gibt.
Also irgendwie im KaDeWe oder drin?
Nee, einfach mir Off-Locations mieten und dann einfach einen Store bauen oder mir einen Store mieten und da einfach den gestalten und da einfach eine Woche vorher eine Kollektion verkaufen oder eine Kollektion zu machen, die es nur in diesen Pop-up-Geschichten gibt. Dann reise ich einfach mal 3 Wochen lang jede Woche in 2 Großstädte, Schweiz, Österreich, Deutschland, und einfach auch mal meine Kunden zu sehen. Es geht mir da um den— da geht's mir gar— da geht's nicht um Geld machen, da geht's mir einfach nur, ich will dahingehen, meine Kunden sehen, Feedback einholen, was die so sagen, die kennenlernen, also so face to face. Klar, ich kenne sie über Instagram, aber ist noch mal cooler, sie über face to face kennenzulernen und euch mal auch alle mal zusammen. Ich glaube, Das wäre voll cool und das würde mich auch voll freuen.
Und nach wie vor in ausgewählten Stores was zu verkaufen, also wie Animal Tracks in Hamburg? Machst du sowas überhaupt noch generell?
Gar nichts mehr.
Aber Richie kriegt den Kram noch?
Keiner kriegt mehr den Kram.
Echt?
Gar nicht mehr? Nur noch online?
Nur noch online.
Okay, weil du da so hart drauf aufpasst?
Ja, weil ich will es nur noch exklusiv haben über meinen Onlineshop. Du musst dir denken, wenn ich jetzt einen Release habe um 18 Uhr und die Leute denken, ach fuck, scheiß drauf, ich krieg's da eh nicht, ich gehe einfach morgen zu Animal Tracks. Oder zu Overkill und holst mir einfach da, weil ich den Storeleiter oder was auch immer kenne. Ist doch nicht fair, weißt du? Dann will ich lieber die ganze Aufmerksamkeit auf meinen Store und den ganzen Fokus auf meinen Store, anstatt 90% hier und 10% irgendwo anders.
Aber wie erklärst du dir das, dass irgendwie so viele Leute überhaupt so, sagen wir mal so, hinter diesen Klamotten her sind, selbst wenn die Labels ja klein sind? Ich meine, die Produkte sind hochwertig, aber es gibt ja jetzt keine Knappheit an Klamotten eigentlich. Also warum ist das so?
Es gibt keine Knappheit an Klamotten, aber du kaufst ja auch ausgewählte Pieces. Also ich bin halt so ein Typ, es gibt ja zigtausend Marken, aber ich trage ja nicht zigtausend, ich trage ja nicht alles. Manche treffen einfach das, was du willst, und es gibt bestimmt auch Leute, die sagen, ey, 6PM ist gar nichts für mich. Also gibt's ja auch. Also ich bringe jetzt nicht Klamotten raus, die jetzt jeder mag, aber mein Kundenkreis mag sie einfach so. Es gibt doch bestimmt den einen oder anderen Kunden, der sagt, okay, bei der Kollektion ist für mich nichts dabei, aber bei der nächsten dann wieder umso mehr.
Aber du trägst jetzt auch längst nicht nur deine eigenen Klamotten, sondern dich sieht man ja auch anders.
Ich kann ja nicht die ganze Zeit meine eigenen Klamotten tragen. Ich bin ja auch sehr, sehr modeverrückt und klamottenverrückt. Und ich kombiniere gerne 6PM mit irgendwelchen anderen Marken, die ich cool finde. Und manchmal trage ich auch nur 6PM.
Aber ja, gibt's denn irgendwelche Designer? Also bist du Fan von Virgil Abloh?
Ich will ja auch Leuten zeigen, dass du 6PM auch mit teuren Luxusmarken tragen kannst und das sehr gut aussieht. Ich will Leuten auch zeigen, dass man das auch sehr, sehr—
Ist der Hoodie da gerade, den du anhast, von 6PM?
Nee, der gerade nicht. Ich durfte ja wegen About You, du weißt ja, durfte man— wir dürfen ja keine, keine plakativen Logos etc. pp. anziehen. Ich wollte was aus der neuen Kollektion rausziehen. Anziehen. Habe das alles schon vorbereitet, hat mir aber auch Tune Strich durch die Rechnung gemacht.
Also für die Sendung heute Abend, okay.
Aber ist okay.
Bist du ein Fan von Virgil Abloh und solchen Leuten? Sind die für dich inspirierender oder ist das für dich dann wieder—
Virgil ist für mich auch sehr inspirierend, klar, was er halt so geschafft hat, ist schon insane. Das kann man nicht disrespekten. Aber es gibt keinen, wo ich jetzt sagen würde, okay, das ist der, der mich—
Aber der macht ja auch andere Sachen, der macht ja mittlerweile Weiß nicht, ich glaube Autos und Möbel.
Und deswegen, das feiere ich, weißt du, dass er einfach so viel, so viel Sachen.
Aber das ist bei dir nicht so, dass mittlerweile könnten sich jetzt ja auch irgendwelche Möbelhersteller oder halt Autohersteller bei dir melden, aber das passiert nicht?
Ich würde dir gerne viele Sachen sagen, aber ich kann manche Sachen noch nicht verraten.
Okay.
Aber klar, man kann auch in andere Sachen reingehen und wir werden auch in andere Sachen reingehen.
Das Virgil-Abloh-Playbook ist ja offen, man kann ja sehen, was der so gemacht hat. Der hat ja auch angefangen als Designer, und also er ist immer noch Designer, aber für Klamotten, und jetzt macht er irgendwie alles und denkt sich, glaube ich, jeder, der irgendwas Neues braucht, fragt den nach dem Motto: Kannst du mir nicht mal ein Hotel bauen? Und weiß nicht, was es alles gibt.
Ja, safe, safe.
Und das ist so auch ein Weg, den du dir vorstellen könntest?
Safe. Wahrscheinlich nicht so, aber anders, ähnlich. Aber ist schon so ein bisschen, also wenn es um Produktkatalog geht, klar, ich würde jetzt kein Auto bauen, aber wir werden auf jeden Fall Sachen machen, die nichts mit Klamotten zu tun haben auch.
Was heißt, wenn jetzt—
wir haben ja auch zum Beispiel eine Vinylplatte gemacht, die du dir an die Wand hängen kannst. Das sind ja Homeartikel, sowas du jetzt—
aber das macht er ja zum Teil auch mit irgendwelchen anderen Herstellern zusammen. Also ich sage jetzt mal, keine Ahnung, dann wer macht coole Möbel, du arbeitest mit anderen Firmen zusammen, du arbeitest mit deinen eigenen Produkten. Die buchen dich quasi einfach, stelle ich mir jetzt vor, die buchen dich oder kaufen dann gleichzeitig deine Rechte mit ein und so, oder Leute Manche fragen dich auch einfach für ein—
mich hat mal eine Fußballmannschaft gefragt, eine große Fußballmannschaft hat mich gefragt, ob ich ihren Fanshop machen würde.
Eine deutsche Fußballmannschaft?
Auch Bundesliga? Ja.
Aber wolltest du nicht?
Abgesagt.
Weil Fanshop ist nicht dein Ding?
Ich meine, ich gucke nicht so Fußball und deswegen, wie du schon merkst, ich mache nur Sachen, die ich so selber dahinter stehe und mag. Früher habe ich 8 Jahre Fußball gespielt, aber seitdem bin ich da auch raus. Ich weiß nicht mehr, wer wo spielt. Ich kenne die Spieler, die man kennen muss, und weiß, wer das und das und das macht. Aber ich kenne jetzt nicht von Bayern jeden Spieler. Und ich weiß auch gerade nicht, wo Bayern oder Eintracht Frankfurt auf der Tabelle stehen oder so. Ich verfolge das 0,0. Aber dafür kannst du mich zum Thema Klamotten fragen. Ich bin eher da drin.
Sag mal, ist für dich eigentlich, denkst du viel über Tech nach? Also wenn ich jetzt so höre, ich meine jetzt noch mal so, so wirklich so Technologiesachen, so Instagram und diese ganze Plattform, wie die funktionieren, was dafür neue Features gibt, wenn die jetzt irgendwie Reels machen, wenn die das machen, wie kann ich das irgendwie nutzen? Bist du da, bist du da sehr eng dran oder bist du so rumexperimentierst mit der App? Oder zum Beispiel, ich habe selber gerade tatsächlich investiert in eine Firma, die würde es vielleicht ermöglichen, muss mit den Kollegen mal sprechen, dass man solche ganzen DMs viel, viel schneller beantworten kann. So eine Art Content-Management-System oder so ein CM-System für so Messaging-Apps und sowas. Interessiert dich sowas?
Safe, mich interessiert es, aber noch nie so wirklich von sowas gehört. Und ja, wenn irgendwas kommen sollte.
Aber du machst auch alles selber?
Ja, genau. Was mir jetzt in meinem Alltag mich weiterbringt oder mich nach vorne bringt und mir irgendwie Arbeit erleichtern könnte, ohne dass es jetzt so ist, dass es nicht mehr ich selbst bin, dann klar.
Du hast mir im Vorgespräch erzählt, ihr seid gar nicht so viele. Du hast irgendwie ganz, ganz viele Leute, die für dich Arbeit machen als Freelancer oder so. Du versuchst bewusst ein kleines Team zu halten eigentlich?
Ich habe ein kleines Team, also weil ich auch meine Investoren habe und da halt auch Leute sind, aber von denen, das sind eher so Sachen im Hintergrund, so Buchhaltung etc. pp. Meinem Creative Team habe ich, habe ich 1, 2, ja, eigentlich so 2 Leute theoretisch, die das mit mir machen, aber auch erst seit letzter Kollektion. Davor habe ich das alles alleine gemacht. Und halt einfach ein Grafiker-Team habe ich, das sind Freelancer. Aber zum Beispiel bei uns im Lager sind sehr viele Leute, da sind, ich weiß nicht wie viele, sehr, sehr viele im Lager.
Du bist ja auch so vom Look her selber, also ich kenne dich ja vor allen Dingen von Instagram, auch relativ extravagant mit fetter Sonnenbrille und so. War das schon immer so oder hast du das in den letzten Jahren mit dem Erfolg hochgedreht?
War schon immer so. War schon immer so. Also ich war schon immer, ich bin schon immer ein bisschen mehr aufgefallen als alle anderen. Und auch schon in der Schule und so.
Von den Klamotten her immer?
Von den Klamotten her und immer mehr getraut als alle anderen und eher sehr sehr früh Sachen gecheckt, was andere noch nicht so gecheckt haben. Und, und wo ich auch am Anfang reist, so von meiner Frau auch nicht so beleidigt, also ich nicht gemobbt, sondern so, ey Bro, bitte zieh doch mal Sachen an, die dir passen und so. So war das eher, ey Bro, du kannst doch nicht so rausgehen und so. Die haben das halt alle noch nicht verstanden. Und dann halt einfach 2 Jahre später haben die es auch getragen.
Aber ist deine Geschmacks sozusagen ja Qualität, du hast so eine Art Voraussicht, was kommt. Hast du das in anderen Bereichen auch? Kannst du auch Musik so schnell fühlen? Das wird jetzt glaube ich der nächste große Sound oder so?
Klar, das ist immer nur mein persönlicher Geschmack und wenn mein persönlicher Geschmack dann noch erfolgreich wird, dann ist es cool. Da gab es schon den einen oder anderen Künstler, den ich schon früh gehört habe und der dann gepoppt ist, aber jetzt nicht wegen mir. Also er ist gepoppt, weil er ein guter, krasser Künstler war und ich aber schnell gesehen habe, okay, er trifft genau den Zeitgeist, den gerade Deutschland oder was auch immer braucht. Also man merkt es auch ganz schnell, also ich kann das sehen. Also oder auch in dem Fall fühlen, hören. Also ich kann es auch nur glauben, ich kann nicht vorhersehen, aber Ich kann schnell sehen, okay, ey, das ist nichts für mich, das ist was für mich. Und meistens ist das, was für mich ist, kommt dann auch später für alle. Feiern die anderen auch irgendwie, keine Ahnung.
Aber ist ja schon ein Talent.
Also ohne dass ich das jetzt poste oder was auch immer, den Leuten unter die Nase reibe. Also Sachen, die ich auch einfach sehe und nichts dazu sage, den Künstler nicht mal kenne und sage, okay, das ist krass. Wird dann auch krass irgendwann.
Und gut, du ziehst ja auch extrem viel rein, also hörst extrem viel Musik.
Ich höre sehr viel Musik, sehr, sehr viel Musik. Ich interessiere mich auch sehr, sehr viel für Musik.
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Und wo geht's jetzt hin, deine Reise? Also was machst du jetzt in den nächsten, was machst du in 10 Jahren? Was ist dein Plan?
Ich hoffe immer noch dasselbe.
Aber größer ist das Ziel?
Viel größer. Ich würde, ich hoffe, in 10 Jahren sind wir in Amerika platziert. Ich hoffe, in 10 Jahren sind wir auch in Asien platziert. Der asiatische Markt ist auch sehr, sehr wichtig. Und mal gucken, wo die Reise hingeht.
Also ich meine, sonst Supreme ist jetzt ja dann nicht mehr ganz außer Reichweite, rein theoretisch.
Okay, das ist jetzt auch schon noch mal eine andere Sache.
Ja, ja, ja, ja, aber ich meine, wir reden jetzt von 10 Jahren.
Klar, ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe.
Aber irgendwann musst du eine richtige Firma bauen, also dann, wo dann ein paar hundert Leute arbeiten.
Safe, safe, safe. Da sind wir auch gerade dabei, das Team noch mehr auszubauen, damit es diesen Standard bekommen kann.
Was macht es für einen Umsatz? Ein paar Milliarden oder so was vielleicht?
Ich glaube 500 Millionen.
500 Millionen.
Ich glaube. Also wenn du sagst, also die wurden ja auch gekauft für 2 Milliarden, eine Milliarde.
Genau, genau, genau. Also sowas davon.
Ich glaube, also Meines Erachtens machen die 500 Millionen Umsatz.
Ja, kann gut sein. Also ich bin auch nicht ganz präzise sicher, aber die von der VF Corporation wurden die vor kurzem gekauft, so eine börsennotierte Holding. Guckst du sowas anderes? Verfolgst du jetzt auch, wer kauft Reebok und so?
Nee, gucken meine Investoren.
Okay, okay. Aber das heißt, aktuell Umsatz bei dir ist dann so wie Bereich 10 Millionen irgendwas im Jahr? Ja, so größer. Also von, habe ich mir jetzt mal gerade im Kopf ausgerechnet, von den Drops alle 2 Monate ein, 6 Stück, und dann die Menge, so müsste irgendwann passen.
Ist ja, aber in dem Dreh kommt es irgendwann hin. Ich mag es nicht, um ehrlich zu sein, jetzt über Zahlen zu sprechen.
Ja, ich weiß, ja, ich weiß, ich muss ja trotzdem versuchen, irgendwas aus dir rauszulocken, zumindest ein bisschen, dass man ein bisschen Gefühl dafür kriegt. Und auch da zeigen, ich meine, dass die Leute verstehen, was damit ist. Ich meine, dass man das nicht falsch einschätzt, weil ich glaube, das ist ja schon mega krass. Also dass du aus dem Nichts das so hinbekommen hast.
Wenn du überlegst, dass wir vor 2 Jahren 30.000 gemacht haben, ja, Umsatz im Jahr, das ist schon eine krasse Steigerung.
Okay, okay, also ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Ich auch. Aber du bist jeden Tag auch dran, ne?
Also ich bin jeden Tag am Arbeiten, jeden Tag. Ich stehe um 9 Uhr auf, arbeite auch meistens auch voll oft bis 1 Uhr, also nachts. Bis 1 Uhr nachts, bis 2 Uhr nachts.
Also logischerweise keine große Familie, Kinder, Frau.
Oft esse ich gar nichts, den ganzen Tag gar nichts. Einfach nur das erste Mal zum Essen um 23 Uhr kurz esse ich was und dann geht's weiter.
Hast denn du irgendwie so einen Typen, der für dich jetzt sozusagen kaufmännische Sachen erledigt, Buchhaltung macht?
Meine Investoren, deren Team, damit muss ich mich zum Glück nicht befassen, aber klar, jede Entscheidung geht nicht über meinen Also ich kriege von allem mit und die brauchen auch für alles eine Bestätigung. Deswegen bin ich auch irgendwie gefühlt in jedem Bereich drin. Und ja, aber die Buchhaltung nehmen sie ab, aber alles andere bin ich dabei. Auch die ganzen neuen Kollabopartners etc. pp., die reden ja alle mit mir, wenn es dann um die Verträge geht. Bin ich auch immer in den Calls dabei, aber dann übernehmen einfach meine Investoren, weil die halt einfach sich viel besser auskennen in dem Ganzen.
Was ist denn da eigentlich deine? Du hast ja nur eine Marke, Six PM. Und ein bisschen bist du ja auch selber jetzt eine Marke, Ashraf.
Genau.
Oder? Also schon so ein bisschen beides bewusst.
Stimmt, oder?
Ja, ja, absolut. Also ich nehme das so wahr.
Ja, ich auch ein bisschen.
So, und allerletzte Frage.
Du hast jetzt da diese, das ist schon häufig aufgefallen, die Kette, die du um hast. Kann man die auch kaufen? Hast du dir selber die gemacht?
Nee, ich habe sie selber designt mit einem Juwelier aus Texas, und er macht auch für die ganzen NBA-Spieler Ketten und so. Und wir haben einfach nächtelang gefacetimed und haben wir einfach zusammen so eine Kette gemacht. Und der hat mir so 3D-Modelle geschickt.
Und sind das echte Steine? Krass, also relativ teure Kette.
Hast du Wrestling geguckt?
Nee.
Hast du nicht? Kennst du John Cena?
Ja, ja, klar.
Und der hat doch so einen Gürtel gehabt, den man so drehen konnte.
Okay, okay.
Und ich habe mir früher immer gedacht, oh mein Gott, ich will auch so ein Gürtel wie der, und ich habe den immer gefeiert. Und jetzt habe ich seinen kleinen Gürtel am Hals. Okay, aber davon kam die Inspiration.
Aber das heißt, das kann man jetzt— das ist nur für dich, sind nur Einzelstücke? Und hast du mit so einem Juwelier aus USA gefacetimed, hat er jetzt gebaut, dann hast du dem da irgendwie zigtausend überwiesen, und dann kam das irgendwann an. Krass. Also ich meine, du gibst auch echt viel Geld aus für Klamotten, muss man sagen.
Ja, safe. Aber macht es Spaß? Also Klamotten sind meine Leidenschaft, schon immer gewesen. Schon immer, immer, immer, immer, immer. Ich liebe Klamotten. Ich liebe es, neue Klamotten zu kaufen. Ich liebe es, neue Klamotten zu machen. Ich liebe es, neue Klamotten zu sehen.
Was machst du mit den ganzen, die du dann irgendwann ablegst? Verschenkst du die dann oder Altkleidersammlung?
Ich gebe viel meinem Bruder. Oder viele Sachen spende ich auch. Also dann geht es egal wohin. Also auch wirklich teure Designerpieces spenden wir. Meine Mama sammelt dann immer alles, schickt es nach Marokko, nach da und dahin, einfach an Leute, die das brauchen.
Sind deine Eltern gebürtiger Marokkaner?
Ja. Oder an Kinderheime etc. pp. Sowas mache ich auch gerne. An Weihnachten habe ich auch sehr viel im Kinderheim bin ich dahin gegangen und habe da auch Klamotten abgegeben und auch Sachen gespendet.
Und die so, okay krass, die kennen wahrscheinlich die Marken gar nicht.
Ja, also ich weiß nicht, ich habe es abgegeben und solche Sachen mache ich schon gerne.
Ashraf, mein Lieber, krasse Geschichte. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht. Endlich mal wieder ein deutscher Designer, Streetwear-Designer, der sozusagen jetzt hier unser Land nach vorne bringt, hoffentlich.
Ich hoffe.
Einkleidet.
Einkleidet.
Guckst du die Alten noch an? Hast du mal so eine Biografie über Wolfgang Joop oder so mal geguckt?
Nee. Von Joop nicht, nee.
Es gibt bei ZDF in der Mediathek so eine Biografie über die Unternehmerkarriere der Familie Joop. Muss man gucken.
Muss ich mal gucken.
Also es gibt ja gar nicht so viele Deutsche. Es gibt noch Philipp Plein, kennst du den?
Ja, kenne ich.
Auch persönlich?
Nee, nicht persönlich.
Aber die Geschichte von dem?
Die Geschichte von ihm kenne ich auch.
Aber so viele gibt es ja nicht.
Helmut Lang.
Genau, und deswegen steht das ja auch voll, wie die das gemacht haben. Also es ist schon so ein bisschen so, dass du so ein bisschen weißt, wie das so geht.
Klar, klar, aber das sind ja international, sind ja auch viele Haute-Couture-Marken, das läuft ja noch mal ganz anders, als was wir gerade machen.
Weil ihr macht Streetwear.
Ja, wir machen Streetwear, das ist noch was ganz, ganz anderes.
Gibt's denn da keinen Deutschen, der das schon mal gut gemacht hat? Titus, naja, Skateboardmarke, aber es war mehr ein Shop, ne?
Redest du von jetzt aktuell oder damals?
Damals. Was gab es denn sonst früher? Es war auch alles amerikanisches Zeug, ne? Also so die Sachen.
Ja, alles. Ja, also das, was ich kannte, war immer amerikanisch.
Palace ist aus UK, glaube ich.
Mir fällt jetzt auch auf Anhieb nicht jetzt eine deutsche Marke ein, die es früher gab.
Also jetzt gibt es 6PM.
Jetzt gibt es 6PM. Jetzt auch andere Marken.
Ja, ja, ja, genau.
Andere deutsche Marken gibt es auch.
Also ich drücke dir die Daumen für die Zukunft von 6PM. Ja, genau. Wir werden es wahrscheinlich weiterverfolgen irgendwie eines Tages. Laufen dann bei OMR beim Festival hoffentlich ganz viele Leute in 6PM-Klamotten rum und du stehst auf der Bühne und erklärst, wie du es gemacht hast.
Okay, Bombe!
Alles klar, ciao, ciao!
Danke, tschüss!
In eigener Sache, und zwar werde ich doch seit Jahren wirklich häufig gefragt, ob mir für eine offene Stelle irgendwo jemand einfällt, und zwar als Arbeitnehmer, als Mitarbeiter an einem spannenden Projekt, in einem größeren Unternehmen, wie auch immer, vom High-Profile-Job bis bis zum ganz normalen Profil ist alles dabei. Und häufig ist mir wirklich schon mal jemand eingefallen und ich habe Intros gemacht, Leute zusammengebracht. Dann kam häufig Monate später eine WhatsApp mit: Danke, heute ist mein erster Arbeitstag. Oder: Danke, passt perfekt. Wie auch immer, meistens hatte ich schon längst vergessen, dass ich da zwei Seiten zusammengebracht hatte. Und genau das möchte ich jetzt etwas professioneller aufziehen. Deshalb haben wir nach einiger Zeit des Testens jetzt ein eigenes Produkt erschaffen innerhalb von OMR. Und zwar OMR Executive Search haben dafür extra einen neuen Kollegen an Bord geholt, und zwar den Sebastian Herrgott. Also ja, wirklich Herrgott. Er ist seit ganz vielen Jahren in der Branche und bringt genau solche Leute aus der Branche zusammen und hilft mir dabei. Wer also jetzt hier zuhört und gerade jemanden sucht auf Leadership-Ebene oder auch einen drunter im Marketing, in Digital, in Sales, in KI, dann schreibt uns bitte an ahead@omr.com. A H E A D head at O M R Punkt com. Das erste Gespräch mit Sebastian oder mit mir kostet gar nichts. Wir hören einfach zu, was oder wen ihr sucht, und dann wird der Sebastian oder auch ich für euch aktiv werden. Also meldet euch bitte.
Auf geht's! Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei O M R.
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