Fitnessgeräte für Denzel Washington und Co.: Gym80-CEO Simal Yilmaz (#946)
4 Oct 2026 · 77 min
In this OMR podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews Simal Yilmaz, the CEO and majority owner of Gym80, a German manufacturer of high‑end strength‑training equipment based in Gelsenkirchen. Yilmaz recounts his unconventional career path – from industrial mechanic, wrestler, American‑football player, door‑man and personal bodyguard for the former owner of Gym80 – to service technician, production manager and eventually managing director. He explains how he and a former Life‑Fitness executive (Ari van Winkloof) performed a management‑buy‑out (MBO) of the company in 2006, grew the workforce from ~50 to 350 employees, expanded the production area to over 65,000 m² and set a target of €100 million in annual revenue. The conversation covers Gym80’s product portfolio (≈650 machines, core strength‑training line, upcoming cardio line), its “Made in Germany” philosophy, the decision to keep production domestic despite cheaper Asian alternatives, and its global sales network (USA, South Korea, UAE, 60+ overseas sales reps, 11 subsidiaries). Yilmaz shares anecdotes about celebrity clients (Denzel Washington, The Rock, Lenny Kravitz, David Beckham, Cristiano Ronaldo), the partnership and later split with McFit founder Rainer Schaller, the impact of COVID‑19, and the company’s focus on quality, safety and design. He details a major reinvestment strategy: retaining all profits in the business, investing roughly €6 million annually, and building a new 5,000 m² Gym80 Campus in Gelsenkirchen that will house offices, a showroom, a cafeteria, employee accommodation and a partnership with the Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheit. Yilmaz highlights his son’s role as product manager driving new equipment development, including collaborations with Andreas Bürzel and the creation of innovative machines such as a Sliding‑Hip device. The interview also touches on high‑net‑worth private installations (yachts, celebrity homes), Yilmaz’s intense work schedule (seven days a week, early‑morning start), personal health regimen (healthy diet, occasional protein/creatine, no anabolic substances), and his future vision of continued growth, possible succession to his son, and maintaining family ownership.
Chapters
Ob nun Denzel Washington, The Rock, Lenny Kravitz, wer auch immer, Weltstars haben eins gemeinsam: Sie haben häufig in ihren Häusern Fitnessgeräte aus Gelsenkirchen. Hätte man so wahrscheinlich nicht vermutet. Dahinter steht auch eine unglaubliche Geschichte, und zwar die von dem Siemal Schimi Yilmaz. Mir wurde der Schimi vor kurzem vorgestellt von Jakob Fatih, einem Unternehmer aus Essen, den ich selber schon hier im Podcast hatte, der selber in sich eine faszinierende Story hat. Aber wie auch immer, der Schimi, um den es hier geht, ist gelernter Industriemechaniker, Ringer, American-Football-Spieler, Türsteher und war dann Personenschützer des früheren Besitzers von Gym80, ein damals kleines Unternehmen, das Fitnessgeräte gebaut hat, von der Beinpresse bis zur Hantelbank. Und da fängt dann der Schimi an zu arbeiten, wird erst Produktionsleiter, später übernimmt er dann die ganze Firma und führt sie auf heute fast 100 Millionen Euro Umsatz. Wie das ging, warum seine Geräte noch immer im Ruhrgebiet gefertigt werden und nicht in China, wie die ganzen Geräte bei den Promis landen und umgekehrt seine ganze sehr relevante Beziehung zum mittlerweile verstorbenen McFit-Gründer Rainer Schöller. All das gibt's hier im Podcast. Eine wirklich sehr bewegende, inspirierende Folge und die Geschichte vom Schimi, ja, wirklich auf ganz vielen Ebenen sehr, sehr erfreulich. Und damit rein ins Gespräch mit Schimi Yilmaz.
Auf geht's! Let's go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westerheier. Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht. Vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Herzlich willkommen, Schimi.
Hi. Vielen Dank für die Einladung.
Ja, sehr gerne. Sehr, sehr gerne. Du musst mal ein bisschen aufklären. Du arbeitest und deine Firma sitzt in Gelsenkirchen. Soweit so gut. Da bin ich ja nun besonders Fan von. Aber du bist Dortmunder und lebst jetzt, glaube ich, in Waltrop.
Exakt, ganz genau.
Also mehr Ruhrpott geht nicht?
Nee, mehr Ruhrpott geht wirklich nicht.
Jetzt sprichst du mit dem Essener. Okay, gewürdigt. Und also ich muss sagen, ich finde die Geschichte deswegen, so was hatten wir noch nie. Also um es mal ganz kurz zusammenzufassen, ich hoffe, es stimmt, wenn ich das richtig überrissen habe. Dann warst du ursprünglich mal der Personenschützer von dem Gründer der Firma, die dir heute gehört.
Ja, nicht ganz. Es war nicht der Gründer der Firma, sondern das war der Inhaber der Firma. Walter Herden ist der Gründer der Firma. Der hat die Firma Gym80 1980, der Name sagt es ja, 1980 gegründet und hat es 1990 an Herrn Tillmann, Wolfgang Tillmann, verkauft. Und ich war dann der Personenschützer. Allerdings, wie gesagt, das habe ich nur nebenbei gemacht.
Was hast du im Hauptjob damals gemacht?
Im Hauptjob bin ich tatsächlich auch Handwerker. Ich bin gelernter Industriemechaniker und hatte meine Lehre gemacht, habe meinen Beruf auch ausgeübt. Das fand ich auch sowieso schon spannend, weil ich halt Handwerker war und weil Metall und Stahl sowieso meine Materie war. Den Job halt nebenberuflich gemacht hatte. Ich war jung, ich brauchte das Geld und hatte Zeit. Und ich hatte— wir sind jetzt mittendrin in der Story, wie ich dann zu Gym 80 gekommen bin. Ich war auch nebenher Türsteher und da habe ich jemand kennengelernt. Das war der, er selber hatte eine Detektei gehabt, leider schon verstorben jetzt. Und wir haben uns kennengelernt, wir haben uns verstanden und dann hat er mich gefragt, ob ich ob ich nicht auf jemanden als Personenschützer aufpassen will oder kann. Ich sage, ja klar, würde ich machen, weil ich hatte eh Zeit. Zu der Zeit war ich tatsächlich lange, lange krankgeschrieben. Ich war American-Footballspieler auch, habe sehr viel gegen Hamburg gespielt, Hamburg Blue Devils, und war verletzt, hatte eh eine Verletzung, hatte Krankenschein, hatte Zeit. Da habe ich gesagt, okay, das mache ich dann.
Warum brauchte dieser Eigentümer einer Am Ende geht es ja um eine Firma, die Fitnessgeräte produziert. Macht ihr ja bis heute. Warum brauchst du da Personenschutz?
Ich habe einen verstrahlten Bruder gehabt, der laut, der sehr laut und handgreiflich auch mal geworden ist. Der war, der eigene Bruder, der war auch schon ein paar Mal in der Psychiatrie gewesen und war auch selber mal Mitarbeiter. Deswegen hat er die Mitarbeiter bedroht, Kunden auch angepöbelt. Und ich meine, es wäre wahrscheinlich nie ernsthaft was passiert, dass er irgendwie so richtig handgreiflich geworden wäre. Aber er wollte ihn nicht in der Firma sehen, er wollte ihn nicht auf dem Betriebsgelände sehen und somit haben sie dann jemanden gebraucht und so fing dann meine Startlinie bei Gym 80 an.
Und dann hast du den Inhaber kennengelernt und der hat dann entdeckt, okay, was du eigentlich im Hauptberuf machst, ist ja ganz hilfreich für eine Firma, die Fitnessgeräte herstellt.
Fast, fast. Ich habe mich dann tatsächlich, ich war Aus, aus, vom gebrochenen Herzen, Liebesschmerz. Meine damalige Freundin hat mich dann verlassen, weil sie war auch Bankangestellte, also Landeszentralbankangestellte, und ich war halt Türsteher. Habe zwar einen festen Job gehabt, American-Footballspieler, sowieso Wochenenden immer weg oder viel weg, wenn die Saison da war. Und dann habe ich auch noch den Job als Personenschützer angenommen. Wenig Zeit gehabt und sie hat sich quasi ihr Leben so ein bisschen anders vorgestellt. Sie war noch ein Jahr älter als ich, also damit auch wesentlich reifer im Kopf als ich. Ich hatte natürlich nur Flausen im Kopf. Und dann hat sie irgendwann mal gesagt, so geht das mit ihr und mir nicht weiter. Und sie hat mich verlassen und ich wollte ihr eigentlich beweisen, dass ich auch anders kann. So, das war dann, wo ich dann die Bewerbung bei Gym 80 hingeschickt habe oder meinem damaligem Chef auch die Bewerbung persönlich gegeben habe, hat er erst abgelehnt tatsächlich. Hat erst gesagt, nee, ich will niemanden abwerben. Und dann musste ich ihm erstmal erklären, dass ich gar nicht hauptberuflich dieses Thema mache und dass ich eigentlich auch beruflich wirklich, dass das halt schon sehr artverwandt ist, was da passiert und was ich kann. Oder eigentlich auch ein Schlosser baut alles. Ja, und dann hat er sich das überlegt und hat gesagt, okay, komm, dann versuchen wir es mal. Und so war dann—
hast du als Schlosser angefangen?
Dann, ich habe als Servicemonteur angefangen, bin dann quer durch Deutschland gefahren, habe dann Wartung gemacht, habe Aufbauten gemacht, habe Reparaturen gemacht, wenn mal ein Seil gerissen war oder so.
Wie groß war die Firma damals?
Die war 50 Mitarbeiter circa. Und Umsatz, also 12 Millionen D-Mark Umsatz, das war 1993. Ich glaube, '92 hatte ich bei ihm, ich habe das, dieses Personenschutzthema sollte 6 Wochen gehen, ging aber 12 Monate. Das habe ich dann auch 12 Monate gemacht, und dann habe ich mich dann da halt beworben, und dann hat er mich genommen.
Und ja, so bist du da sozusagen sukzessive aufgestiegen in der Firma, also Ich muss noch mal kurz zurückspulen.
Ich bin durch und durch Sportler, schon früher auch gewesen. Heute jetzt nicht mehr ganz so, weil es halt altertechnisch und Knochen nicht mehr. Ja, und deswegen war für mich immer irgendwie alles zu optimieren, auch in meinem Sport. Ich habe vorher gerungen, ich war vorher Ringer, in meiner Kindheit war ich Ringer und habe sehr viel trainiert und wirklich, ich habe immer den Wenn ich einen Kampf verloren habe, habe ich es zwar dem Gewinner gegönnt, aber trotzdem, innerlich war ich ein schlechter Verlierer, weil ich wusste immer, es kann immer besser werden und ich muss besser werden. Und das war immer so meine Triebfeder, also mich nie damit zufriedenzugeben. Und dann war ich im Service gewesen und das war für mich so, zur damaligen Zeit gab es nur einen Falk Atlas, so einen Faltplan, Deutschlands Straßen aufgemalt waren. Und ich musste mich da reinfuchsen, hatte vorher noch nie eine Straßenkarte gelesen und bin ja nie aus Dortmund rausgekommen. Und dann musste ich so in Deutschland die große weite Welt so durchfahren, habe mich da auch schnell reingefuchst. Und die Anlieferstellen, die ich hatte, die waren so zusammengewürfelt und das gefiel mir überhaupt nicht. Und da habe ich mir gedacht, warum schickt der mich nach Hamburg? Nächsten Tag nach München und dann nach Bremen. Da habe ich mir gedacht, hey, das wäre doch viel besser, wenn er das doch, der damalige Serviceleiter, wenn er das doch so ein bisschen optimieren würde, das Thema. Also nehme ich Bremen und Hamburg und fahre dann übernächsten Tag nach München oder nach Süddeutschland. Ja, und so fing das an, dass ich mir da Gedanken drüber gemacht habe und habe mir auch gedacht, so, nee, so, das mache ich jetzt auch nicht mehr länger, weil das war wirklich von Pontus nach Pilatus zu fahren, hat gar nicht gebockt. Um die Geräte dann irgendwie zu reparieren, zu Geräte aufzubauen, zu reparieren, zu warten. Also wir hatten seinerzeit natürlich auch ein paar Cardios gehabt, die auch gewartet werden mussten, aber es war einfach planlos. Die, die, der, der Service war halt unorganisiert. Ja, und dann habe ich gesagt, so meinem Serviceleiter, du, ich möchte aufhören. Und dann habe ich intern getauscht, dann habe ich die Montage geleitet, waren wir zu viert mit mir, 4 Leute. Heute sind es, ich glaube, 40 nur in der Montage. Dann habe ich die Montage geleitet. Das war mir schon mehr das, was ich mir wirklich dann auch darunter vorgestellt habe. Da hat dann tatsächlich, um deine Frage dann zu beantworten, mein Chef gesehen, was ich eigentlich so mache und kann und immer zuverlässig. Dann hat mein Chef das tatsächlich, der Herr Tillmann, gesehen und mich gefördert. Mich an die Hand genommen und mir wirklich auch so, also er ist mein Mentor. Die Vaterrolle für mich hat er übernommen. Und dann habe ich irgendwie so auch das Gefühl immer gehabt, ich muss nicht mir was beweisen, sondern ihm es beweisen, dass ich das kann. Und ich wollte ihn nie enttäuschen. Toi, toi, toi, habe ich bis jetzt nicht gemacht. Er ist am Leben. Ihm geht es leider nicht ganz so gut. Er ist am Leben und wir haben immer noch Kontakt.
Was habt ihr da immer hergestellt?
Kraftgeräte.
Gibt es da so ein Gerät? Also Hanteln oder diese Geräte, wo man so draufliegt?
Richtig Krafttrainingsmaschinen. Also eine Drückbankmaschine oder Beinpresse, Beinstrecker und so wie diese bei McFit und FitDix.
Was ist so das Evergreen oder der Bestseller, den man da so hat?
Ja, gibt viele. Also es gibt ja so ein Fitnessstudio, hat ja ungefähr so 30, 35 Maschinen, die man immer haben muss. Eine Bizeps-, eine Bankdrückmaschine, Beinstrecker, Beinpresse, Unibänke. Also das sind die Hauptläufer.
Okay, und die werden bis heute auch in Gelsenkirchen gebaut?
Die werden 100% in Gelsenkirchen hergestellt.
Also am Ende seid ihr Wettbewerber von Technogym oder solchen Sachen?
Ja, oder die Mitbewohner von uns.
Okay, okay. Also dann wieder kurz zurück zu deinem, wir kommen noch mal drauf zu sprechen, aber erstmal dein Lebenslauf. Also du warst dann Betriebsleiter und die Tochter hatte das Unternehmen übernommen.
Übernommen.
Und ich glaube mit ihrem Mann oder so, da kommt noch ein Männername vor.
Ari van Winkloof.
Ja, genau.
Das war der Vizepräsident von Life Fitness, der war 14 Jahre, war der bei Life Fitness Vizepräsident auch. Holländer. Und die beiden haben sich gesehen und verliebt ineinander. Und dann wurde der Van Winkloff gekündigt bei Life Fitness. Life Fitness macht, ist die Firma auch wie Gym 80, die stellen Kraftgeräte her und Cardios auch her. Und ich nehme einen Schluck. Und er war verantwortlich für abgesehen von USA war er verantwortlich für, für Europa, Südamerika, und ich glaube, Asien war auch noch so in seinem Aufgabengebiet. War für mehrere 100 Millionen Euro Umsatz verantwortlich.
Aber ist dann da raus?
Ist dann da raus. Und dann, weil mein Chef kannte ihn sehr gut, und, und der sollte dann zu uns kommen und das Unternehmen auch mit restrukturieren, quasi stand eigentlich mehr oder weniger zum Verkauf. Und dann hat Herr van Winkloof die Tochter getroffen und haben sich verliebt ineinander. Und er ist dann bei uns auch als Geschäftsführer 2006 angefangen, also so wie ich auch. Bin dann 2006—
ach, dann bist du auch zum Geschäftsführer aufgestiegen?
Ich bin 2006 in die Geschäftsführung dann aufgestiegen.
Von der Tochter dann quasi berufen worden? Ja, mit ihrem Partner zusammen.
Mit ihrem Partner. Ich glaube, da waren sie noch gar nicht verheiratet auch, aber bin dann in die Geschäftsführung berufen worden. Ja, war ich Geschäftsführer, also da war ich schon mal da. Und ja, und dann haben wir gemeinsam das Unternehmen viele Jahre, also 13, 14 Jahre zusammen geführt, auch recht gut geführt. Sind dann von irgendwann, also als ich da anfing, waren es 12.000 D-Mark Umsatz zu bis 25 Millionen Euro Umsatz gestiegen.
25 Millionen Umsatz, aber heute ist noch mehr, ne?
Naja, heute ist natürlich viel, viel mehr. Also wir streben jetzt heute fast 100 Millionen an.
Glückwunsch!
Danke, danke.
Aber da hast du irgendwie jetzt aber so gedeichselt, dass du es dann auch kaufen konntest, den Laden.
Ja, das war so, dass ich tatsächlich mit der Philosophie, also wir sind 13, 14 Jahre gemeinsam ich gegangen, auch gut und war auch spaßig und hat auch Spaß gemacht, war witzig. Aber irgendwann habe ich das Unternehmen woanders gesehen. Ich habe das Unternehmen so in einer anderen Richtung gesehen und meine Partner, die haben es in einer anderen Richtung gesehen. Ich war das schwächste Glied in der Kette und dann gab es für mich ein Gespräch, auch mit der Familie zusammen, also mit der Inhaberin und dem Herrn vom Winklerhof. Und ich habe dann auch gesagt, so kann ich einfach nicht mehr weitermachen, weil ich erkenne das Unternehmen nicht mehr. Wollte dann eigentlich auch aufhören, tatsächlich wollte eine große Kette, eine Fitnessstudio-Kette, wollte ich mit 2 Partnern noch in Österreich aufmachen. Und einer, der uns da auch echt unterstützt hätte, oder bzw. auch das ganze Geld bereitgestellt hätte. Also Multimilliardär, den Namen will ich jetzt gerade nicht nennen.
Okay, aber hattest du alles schon vorbereitet?
War alles soweit auch vorbereitet tatsächlich. Und dann gab es dann noch mal ein Gespräch und wir hatten uns dann unterhalten und dann sollte eigentlich die Philosophie, so wie ich denen das auch gesagt habe, wie ich mir das vorstelle in der Firma, wollten wir dann auch angehen.
Was hat dich gestört? Also ich meine, du warst ja Geschäftsführer. Was wurde in der Firma gemacht, was dir nicht gefallen hat?
Ja, das ist, sagen wir mal so, es wurde nicht mehr, der Fokus war nicht da. Der Fokus war nicht da für das, was wir eigentlich stehen. Wir hatten uns selbst im, also wir haben zu viel gemacht, wir haben zu viele Baustellen gehabt und die Baustellen wurden nicht abgearbeitet. Es wurden zu viele Projekte gemacht, aber nicht unser Kerngeschäft. Das Kerngeschäft wurde komplett vergessen. Es war so weit, dass Studiobetreiber in unserer Nähe aus dem Ruhrgebiet uns gar nicht mehr angefragt haben, weil die gar nicht mehr auf dem Schirm hatten, dass Gym 80 überhaupt noch so existiert in der Form. Also wir haben, wir haben uns verwässert, wir haben uns mit zu vielen Sachen verwässert. Und ich stand immer dafür, dass wir der beste Kraftgerätehersteller sind, qualitativ in Deutschland produzierend. Und, und das war immer so mein Credo und mein Motto. Und ich habe immer gesagt, wir müssen den Fokus immer da drauf legen, das, was wir am besten können, wo wir auch unsere Rechnung mit bezahlen können, war genau das. Und haben uns dann immer nur auf einen großen Kunden auch verlassen. Wir waren seinerzeit schon mit McFit auch unterwegs, Rainer Schaller damals. Genau. Und ja, und da haben wir unseren quasi, quasi so, ja, okay, unser Forecast war immer auch, mit dem machen wir die und die Millionen, und dann kommen wir noch von rechts und links ein paar Kunden, die immer bei uns gekauft haben. Ich meine, wir hatten auch schon seinerzeit auch unsere Fans, aber es war kein Wachstum da, ne. Und, und ich habe es anders gesehen, ich habe es tatsächlich anders gesehen und habe gesagt, ey, wir müssen uns einfach fokussieren. Und das war, das war da nicht, und das hat mich sehr gestört, sehr gestört. Auf jeden Fall gab es dann noch mal ein Gespräch, und dann habe ich gesagt, Leute, so sieht's jetzt aus, entweder geht ihr oder ich gehe, und das ist dann aber auch Gesetz. Und dann haben wir uns unterhalten und haben dann Gespräche geführt. Und dann hat der Van Winkloof auch gesagt, dass er dann mit seiner Frau noch mal spricht. Und dann kamen sie natürlich zurück und haben gesagt, okay, alles klar, dann nehmen die das Angebot an und die gehen. Und damit hatte ich eigentlich auch gar nicht gerechnet, tatsächlich.
Und dann musstest du den Laden kaufen.
Ja, und dann stand ich da wieder ohne Geld und mit meinem kurzen Hemd. Ja, muss ich den Laden natürlich kaufen.
Was war denn der Laden damals wert?
Ja, war schon zweistellig.
Also wir reden schon 10, 15 Millionen sowas?
Ja, also wir reden schon Anfang zweistellig.
Also 10, 15 ist ja dann nicht so falsch.
Ja, genau.
Und dann musstest du das finanzieren? Hast du deinem Investor gesagt, jetzt hör mal auf mit Fitnessstudios in Österreich?
Wir haben ein MBO gemacht, Management Buyout, und haben das dann nachher ein Earnout daraus gemacht und, kennt, weißt, ne?
Ja, also du kaufst irgendwie die Firma und musst das dann schrittweise jedes Jahr abzahlen.
Exakt, ganz genau, jeden Monat quasi. Aber aus dem Ergebnis heraus, exakt, aus dem Ergebnis heraus muss ich dann jeden Monat, also das Unternehmen musste das natürlich auch erwirtschaften, ne?
Und zeitweise sah es dann nicht so aus, ob es das dann das auch erwirtschaftet, und Ja, es ist schon auch ein Wort, wenn man sagt, okay, ich zahle jetzt mal 15 Millionen, nehme ich jetzt mal hier so als Kredit oder wie auch immer, als Schulden, die du zurückzahlen musst aus der Firma heraus. Das ist ja schon für jemanden, der das vorher nicht hatte und so, das ist schon okay, alles klar, jetzt habe ich Schulden, ernsthaft.
Absolut. Und ich sag dir, ich habe nicht eine Minute, nicht eine Sekunde bereut, das, was ich getan habe, nicht eine. Ich habe es, ich bin da jetzt auch nicht derjenige, der wirklich das durchleuchtet, komplett durchleuchtet und gemacht, getan und und.
Du kennst die ganze Firma. Ich meine, du warst ja jahrelang natürlich.
Ich kannte die Firma und ich wusste, wozu wir in der Lage sind, wozu wir fähig sind und ich habe mit vielen vielen meiner Mitarbeiter dann auch gesprochen und denen das auch gesagt und und habe natürlich auch drauf gehofft und bin auch zu Rainer Schaller gefahren und habe dem das auch mitgeteilt. Und er gab mir dann auch sein Versprechen, dass er halt auch bleibt und nicht irgendwie wechselt oder so, wenn er mitkriegt, dass die Geschäftsführung bzw. Inhaberwechsel ist. Und ja, so ist das dann auch gekommen. Und wie gesagt, das war 2017.
Und was hattet ihr damals an?
23 Millionen.
Das heißt immer noch mal vervierfacht dann schon bis heute, also in 10 Jahren jetzt fast.
Damals 23 Millionen.
Hast du mittlerweile alles abbezahlt?
Alles. Ich habe das, ich bin absolut, also ich sowieso, aber auch unser Unternehmen ist völlig bankenunabhängig und so 65% Eigenkapitalquote.
Wie viele Menschen arbeiten bei dir jetzt heute?
350.
350, okay. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung. Und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt es bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit. Vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Und das sind dann im Wesentlichen auch also Monteure und, und ja, das sind, das sind, das sind Handwerker.
Also wir haben ungefähr 30 Berufszweige im Unternehmen, mehr als 30 sogar. Das ist natürlich auch viel in der Verwaltung, ne. Und wir bilden auch selber aus, also wir bilden in der Verwaltung aus, wir bilden im Handwerk aus, also in der Werkstatt auch.
Und ihr wachst auch natürlich jedes Jahr.
Wir wachsen Also ich habe ja vorhin gesagt, früher waren es 5000 Quadratmeter. Als ich übernommen hatte, waren es etwas über 20.000 Quadratmeter, also die Produktionsfläche. Jetzt sind wir bei über 65.000 Quadratmetern. Okay, also wir wachsen extremst.
Ja, auch im Umsatz.
Also Umsatz streben wir jetzt gerade die, also nächstes Jahr werden die 100 Millionen dann auch geknackt. Also im Forecast sind die 100 Millionen drin, nur die kriegen wir dann auch nicht komplett so produziert. Aber im nächsten Jahr, weil wir auch sehr, sehr viel Geld investieren in den Standort.
Wo ist das denn in Gelsenkirchen? In welchem Stadtteil?
Schalke.
Ach wirklich? Direkt beim Stadion?
Witzigerweise in Schalke.
Wahnsinn!
Direkt Abfahrt 17, Schalke abfahren und dann ist Gewerbepark Schalke. Man sieht es auch von der Autobahn ganz groß, ganz groß die Halle Gym 80 beleuchtet.
Und wie wächst man? Also weil ihr dann immer neue Fitnessstudio-Ketten als Käufer gewinnt oder international?
Ja, weil wir einfach uns den Fokus erstmal wieder fokussiert haben und wir unsere Produktion wachsen lassen haben, unsere Produkte wachsen lassen haben. Wir sind jedes Jahr ungefähr so mit 15 neuen Geräten wieder auf die FIBO gegangen. Also neue Geräte heißt ganz neue Ideen, ganz neue Ideen, ganz neue Techniken, ganz neue Maschinen auf dem Markt gebracht oder alte vergessene Maschinen wieder aufleben lassen. Und unser Produktportfolio umfasst knapp 650 Maschinen, unterschiedliche Maschinen.
Aber wer kauft? Sind das denn Studioketten?
Studioketten, das sind Studio-, Einzelstudiebetreiber, Studioketten, also überwiegend natürlich auch große Studioketten weltweit. Wir sind auf allen Kontinenten. Und wir haben, wir haben 60, über 60 Handelsvertreter im Ausland, 11 eigene Tochterunternehmen, eigene in, in den Ländern USA, Australien.
USA, wirklich?
Ja, ja.
Also in den USA hat man das Gefühl, da müsste es doch, das ist ja das Mutterland des Bodybuildings, da müsste es doch Fitnessgerätehersteller en masse geben.
Gibt es, gibt es, aber halt alle vergleichbar, nur Gym 80 nicht.
Aber wie kann man sich differenzieren?
Du, das kannst du natürlich, wenn du trainierst, wenn du das Gerät spürst, wenn du einfach wirklich trainierst und gutes Training machst, dann spürst du das. Dann spürt jeder, der Sport, Kraftsport liebt, und jeder, der ein bisschen die Anatomie kennt und seinen Körper kennt, der spürt es schon. Also ich meine, ich werde jetzt nicht sitzen und hier sitzen und andere schlecht machen wollen, um Gottes Willen. Die anderen machen auch einen guten Job und machen es auch viel größer als wir, auch umsatztechnisch größer, sprich Life Fitness oder Techno.
Aber wie groß ist Techno? Techno ist ein Milliardentreiber oder so, ne?
Ja, die sind eine Milliarde groß.
Klar, aber die kommen auch dann sehr stark, habe ich das Gefühl, aus der digitalen Technologie.
Also die sind sehr stark in digital, auch richtig, waren wir auch tatsächlich. Wir hatten auch vor Technogym sogar motorisierte Kraftgeräte. Die kommen sehr stark in dem Hotellerie und aus dem Hotelleriebereich. Luxusgeräte will ich gar nicht sagen, aber halt die haben ihr Claim The Wellness Company und wir King of Machines. Und bei uns heißt auch Train Hard, No Wellness. Das ist unser Slogan. Also das ist, wir wollen, dass die Leute wirklich halt Krafttraining auch machen, ne. Und die kommen aus dem Hospitality-Bereich, also die machen zwar auch ein paar Ketten, aber So klar, die machen super guten Job, gar keine Frage.
Und eGym habe ich vor kurzem mal hier im Podcast gehabt, die sind ja auch so ein bisschen im Gerätebau tätig.
Philipp kenne ich auch gut.
Ah wirklich?
Ja, ja klar, wir kennen uns in der Branche.
Ja, der war hier.
Ja, ja, ich kenne ihn lange und gut. Ja, ja, also ich habe tatsächlich mir das auch angehört und musste hier und da ein bisschen schmunzeln auch.
Wobei?
Ja, nein, natürlich gehört vielleicht jetzt hier nicht hin, Aber das, was Philipp mit eGym gemacht hat, ist absolut hollow bonheur. Ziehe ich auch den Hut vor.
Das ist glaube ich auch ein Milliardenunternehmen von der Bewertung her.
Ja, von der Bewertung her. Aber wie gesagt, die haben den Fokus auch ganz woanders. Die haben es auch nicht auf dem Produkt. Wir sind Produzent von hochwertigen Kraftgeräten. Wir haben auch eine Marke. Wir sind weltweit unterwegs.
Und er macht ja vor allen Dingen Clubs, dass man sozusagen als Firma dort irgendwie beitreten kann.
Dieses Hansafit, da kannst du halt dich, das, was Philipp da auch gesagt hat, dass dein Arbeitgeber dich dann da irgendwo anmelden kann und du kannst in vielen anderen Clubs trainieren für Einmalzahlen.
Das ist sozusagen auch ein ergänzender Baustein. Ich glaube, die Geräte waren am Anfang da, mittlerweile ist das—
Genau, exakt.
Also eGym, okay.
Aber genau die gleichen Produkte, also motorisierte Produkte, haben wir früher auch gebaut.
Aber macht ihr nicht mehr?
Unser Fokus liegt halt wirklich auf manuellem Krafttraining.
Und wenn jetzt jemand ein Studio ausrüstet oder ein Hotel, kauft der dann immer von einer Marke, um es einheitlich zu haben, oder kauft der dann von euch und von Techno und von mehreren?
Ein Studio kauft— wir sind Kraftgerätehersteller und haben demnächst auch unser eigenes Cardio tatsächlich, aber wir sind wirklich halt der Spezialist, wir sind kein Generalist.
Aber das heißt, ein Studio kauft dann von euch 3 Geräte und von Techno auch noch mal 5 Geräte? Und die haben so eine Mischung an Geräten.
Also einer, der Gym 80 Studio ausstattet, der bleibt überwiegend bei den Gym 80 Kraftgeräten. Klar kann er auch hier und da mal mischen, aber wenn er dann Cardio, dann kauft er Gym 80 und Cardio bei Techno oder Life Fitness oder Matrix. Das machen sie schon, aber Hotelbetrieb, und deswegen ist da Techno auch sehr stark drin tatsächlich, weil der Hoteleinkäufer Der hat natürlich keine Lust, sich jetzt in der Branche umzugucken, wo sind die besten Cardiogeräte, wo ist der beste Kraftgerätehersteller. Der kauft meistens dann tatsächlich bei einem Hersteller, und da ist Techno natürlich sehr federführend und guten Job gemacht.
Gibt's denn noch was anderes, was ich jetzt übersehe? Also es gibt die Ketten, es gibt Einzelstudios logischerweise, also privat bei Leuten zu Hause. Klar. Okay, ist es dann auch über Webshop oder?
Ja, das läuft halt auch über Web oder auch halt wirklich so, dass wir direkte Anfragen auch bekommen.
Okay, das heißt, Leute ansagen, ich habe hier einen Fitnesskeller, genau, exakt, könnt ihr mal vorbeikommen, oder dann kommen—
wird tatsächlich immer mehr. Es war ja zu Corona-Zeit, war es ja auch schon extrem, aber wird tatsächlich immer mehr.
Aber eigene Shops habt ihr nicht?
Also eigene Shops haben wir nicht, nein, nein, das lohnt sich nicht. Wir haben eigene Ausstellungen, haben wir auch auf der Welt, so dass wir eigene Ausstattung, aber keine Shops, die wo die Kunden dahingehen und direkt dann direkt so kaufen. Wir sind ja auch kein Equipment-Hersteller, dafür sind wir einfach zu teuer tatsächlich.
Was kostet denn, wenn ich jetzt bei euch so eine Flachbank fürs Hanteltraining kaufen wollen würde, was muss ich da in die Hand nehmen?
Jetzt müsste ich dich fragen, eine normale Flachbank oder eine Universalbank, eine verstellbare, die kostet so 1.800 €.
1.800 € eine verstellbare Flachbank?
Ja, jetzt Listpreis, klar.
Und da kann man ein bisschen verhandeln?
Ja, ein bisschen. Wir sind ja ein deutsches Produkt. Wir können da nicht mit den Rabatten so rumschmeißen und wirklich den Listpreis hoch ansetzen und am Ende 50, 60% geben.
Und so eine Langhantelstange?
Kostet 300, 400, 500 Euro, je nachdem, wenn du eine Olympiastange, eine richtige Olympiastange. Für den Privatgebrauch brauchst du natürlich jetzt keine, die 250 Kilo, 300 Kilo hält, aber Dann wird es natürlich günstiger, aber wenn es nach oben hin, kosten sie dann teilweise auch schon 800, 900 Euro. Also ist schon nicht günstig, so ein Fitnessstudio ausstatten, kostet schon einen Millionenbetrag.
Wirklich?
Ja, selbstverständlich, klar.
Also dann habe ich aber eins über mehrere Etagen und so, oder?
Ein Fitnessstudio von 1500, 2000 Quadratmetern komplett so mit Cardio, mit allem Drum und Dran. Da ist man schon ganz schnell bei 700.000, 800.000, 900.000, je nachdem, wenn das Studio natürlich größer wird, umso mehr Geräte, die da reinpassen.
Ist denn bei euch jetzt der Vertriebsweg Fitnessstudio der größte und dann kommen Hotels und dann kommt privat?
Größte ist tatsächlich Fitnessstudios und dann Hotels greifen wir jetzt auch an, machen wir jetzt auch, weil viele Jahre haben wir es wirklich auch nicht gemacht und haben da auch viel liegen lassen. Weil wie gesagt, ohne Cardio kommst du meistens in den Hotelbereich auch nicht rein. Da wir aber alles jetzt auch selber machen und auch das Design und wir können jedem unserer Kunden individuell wirklich Farbe, Polster, Logo, egal welches Logo, Verkleidung auslasern, können wir alles anpassen. Also gerade Designhotels können wir wirklich die Handschrift des Hotels können wir auf das Gerät reproduzieren oder was.
Was mich immer wundert bei den Hotels ist, oder auch häufig ärgert ehrlicherweise, ich komme zu einem Hotel, da sind da so 2 Laufbänder, ein Rudergerät und irgendwie dann noch so ein Hantelregal mit Hanteln bis zu 8 Kilo oder 10 Kilo. Dann denke ich mir, was soll das? Also ist nicht mal eine Klimmzugstange da, geschweige denn eine Langhantel oder so. Es ist wirklich für jemanden, der jetzt ein bisschen, sagen wir mal, Kraftsport oder Fitness, Kraftsport machen möchte, kommst da gar nicht weiter.
Ärgert mich Genauso tatsächlich. Ist es natürlich die, wenn die einen Punkt haben wollen, ist natürlich ein K.O.-Kriterium, wenn wenn du kein wenn du kein Fitnessstudio hast und mich ärgert's dann, wenn ich dann in die Hotels komme und dann halt auch an Technogym-Geräten dran trainieren muss.
Ja okay, das das ist bei dir nochmal doppelt schlimm. Aber ich ich denke mir manchmal jetzt da drei Laufbänder so ein bisschen, die dann da so voll.
Ja das ist das. Pseudo, das ist einfach Pseudo, damit sie es einfach haben.
Auf der Liste haben, damit sie ihr Hotel dann gerne bewerben können.
Exakt, damit sie werben können, Fitnessstudio oder Fitnessbereich. Ist ärgerlich, gebe ich dir vollkommen recht.
Aber okay, in den USA ist es ja so bei dem Hotel, da kommst du ins Fitnessstudio rein, da ist dann häufig wirklich richtig was geboten.
Ja, mittlerweile in Dubai tatsächlich auch. Aber wie gesagt, das ist dann wirklich für die Leute, die dann hobbymäßig Sport machen, dafür ist es auch okay. Dann reicht es auch.
Verkauft ihr denn jetzt mittlerweile mehr ins Ausland oder mehr in Deutschland?
Mehr Ausland.
Wirklich?
Ja.
Und welches ist denn der größte Markt da?
Ja, das ist unterschiedlich tatsächlich. Also mehr Ausland, wir unterteilen das halt mit USA, also mit Nicht-EU, mit Emiraten verkaufen wir sehr, sehr viel mittlerweile. Auch sehr, sehr, sehr groß Südkorea verkaufen wir extremst viel, also auch Millionenbeträge. Und USA auch, weil Südkorea auch die Fitnessindustrie gerade so boomt. Auch, und die Südkoreaner sind tatsächlich so wie die Schweizer, denen ist alles, was günstig ist und keine Qualität hat, kaufen die nicht. Also die Südkoreaner sind da schon, legen sehr, sehr viel Wert auf Qualität.
Okay, das heißt, Südkorea ist da für euch ein großer Markt?
Südkorea ist ein sehr großer Markt, da ist eine eigene Gesellschaft auch tatsächlich. Wir sind in den Ländern, wo wo wir extrem stark sind, sind wir, weil Ketten, Kierkegaard-Ketten arbeiten nicht gerne mit Händlern zusammen. Und da, wo wir stark sind, sind wir dann direkt auch, dass wir eine eigene Gesellschaft auch in den Ländern haben.
Okay, und ansonsten läuft dann der Vertrieb viel über Messen? Also du hast gerade FIWO erwähnt.
Ja, ja.
Das heißt, es gibt in Korea auch eine Fitnessmesse?
Ja, absolut. Wir waren früher, früher als ich übernommen habe, haben wir vielleicht auch 3 Veranstaltungen im Jahr gemacht. Mittlerweile sind es fast 40.
Also wo man Aussteller ist, dann wo man Aussteller ist, ja, weltweit, weltweit. Was ist die größte der Welt?
Die größte der Welt ist natürlich die FIBO, also die größte, bekannteste. Früher in Essen, viele Jahre in Essen und jetzt in Köln. Und das ist die bekannteste und auch so die namhafteste. Und auch klar gibt es mit Sicherheit auch Sportmessen in Asien wo ich auch schon ein paar Mal war, die auch vielleicht von der Fläche her größer sind, aber sie sind nicht so bedeutend. Also das ist so die weltweit größte Messe.
Und ist das ein, sagen wir mal, hochmargiges Geschäft, was ihr da betreibt?
Ja, also wenn man es gut macht, ja, richtig.
Also das heißt, wenn man da jetzt 100 Millionen Euro Umsatz macht, dann kann man schon mal 10 Millionen übrig behalten oder mehr?
Also die haben wir auch jetzt schon über.
Okay, also geht mehr.
Ja, ja, klar, auf jeden Fall klar.
Weil einfach sozusagen, wenn man schlägt halt also keine Hände dazwischen, man verkauft direkt dann.
Ja, also wir sind, wir wachsen auch wirklich all die Jahre, sind wir die letzten fünf, sechs Jahre immer zwanzig, fünfundzwanzig Prozent gewachsen mit Umsatz, mit auch unserer Gewinnmarge.
Aus eigenem Cashflow.
Aus alles aus eigenem Cash und ist immer so, also. Gute zweistellige Gewinnmarge auch.
Ich habe mal geguckt irgendwie bei Technogym, du sagst, die machen eine Milliarde Umsatz ungefähr, ne? Die sind jetzt irgendwie zweieinhalb Milliarden Market Cap, also Firmenwert, also oder Pi mal Daumen Firmenwert. Das heißt, da ist ein Multiple auf den Umsatz von 2 bis 3. Wenn man die Firma verkaufen wollte, wäre es bei, wäre dann dein Unternehmen auch 250.000 Millionen wert?
Ja, also tatsächlich Ja, ähnlich.
Aber kommt für dich nicht infrage?
Nee, also aktuell käme es für mich überhaupt nicht infrage, weil mein Sohn, der auch viele Jahre bei uns auch rangewachsen ist, auch Sport studiert hat, und ich selber das Thema auch und das Unternehmen, alle Menschen, die da sind, wir wirklich eine große Familie sind, auch echt mir ins Herz geschlossen habe und ich da wirklich die Leute auch liebe. Dass ich das, was ich tue, sehr liebe und sehr schätze und dass ich das auch machen darf. Und für mich ist das auch nicht wie arbeiten. Das ist einfach so, meine Zeit da zu verbringen mit Leuten, wo ich gerne mit denen zusammen bin. Wir unternehmen was. Das sind alles für mich Mitunternehmer. Und weil wir alle gemeinsam Sachen entwickeln, bauen, die Leute das sehr zu schätzen wissen, Klar, ich würde jetzt nie, nie sagen, aber wenn man ein Produktivunternehmen vorbeikommt und sagt, Mensch Jimmy, 250 Viertelmilliarde jetzt hier auf die Hand. Ich sag mal so, es kam schon einige vorbei, die da in, jetzt keine Milliarde, aber ich habe es abgelehnt. Ich habe schon Briefe nach Hause bekommen. Der Einzige, mit dem ich die Partnerschaft eingegangen war, war der Rainer Schaller. Und der war auch beteiligt, der war beteiligt. Wir haben jetzt einen Riesensprung gemacht, ne, von, von, also müsste eigentlich gleich mal noch mal zurückspringen um die Corona bzw. 2017 und dann die Übernahme 19 und dann kam ja auch Corona und dann zu Corona-Zeiten kam wirklich, wo soll ich mal, ich meine, ich glaube, mir war nur wichtig, einmal die deine Rolle zu nachvollziehen.
Da warst du ja schon Chef geworden, hast die Firma besetzt, hast dann Corona. Eine Herausforderung war, kann ich mir vorstellen.
Ja, tatsächlich war es eine Herausforderung und ich habe wirklich zum lieben Gott gebetet und gesagt: Lieber Gott, was genau haben wir jetzt falsch gemacht? Und irgendwie habe ich dann auch mitbekommen, dass ich eigentlich gar nichts falsch gemacht habe und ich bin da völlig wirklich ohne Angst an die Sache auch rangegangen und ich sage dir, so wahr ich hier sitze, wir haben nicht einen Tag Kurzarbeit gehabt zur Coronazeit, nicht einen. Die Produktion lief samstags, sonntags. Und wir haben, wie weißt du, wenn man an Karma glaubt, dann war das auch so. Und dann kam ja Rainer Schaller, hat ja dann genau in der Corona-Zeit auch für relativ günstig hat er Gold's Gym gekauft. Kennst ja die amerikanische Marke.
Ist ja so eine legendäre Marke, ja.
Genau, die legendärste eigentlich. Und dann wollte er unbedingt die Beteiligung mit Gym 80 auch haben.
Bei dir rein, ne?
Ja, genau. Und dann, weil ich Rainer schon über viele, viele Jahre kenne, also mehr als 2 Jahrzehnte uns auch gekannt haben, war das auch wie so ein Ritterschlag für mich. Und die Strategie, die er im Kopf hatte, mit uns als Unternehmen in die USA zu gehen und das Tor zu öffnen, seine ganzen Studios auszurüsten, absolut, und die ganzen Studios auszurüsten, und wir dann genau in der Corona-Zeit, wo wirklich alle um uns herum, alle, alle Großen, alle weltweit dicht hatten, waren wir am Produzieren. Und da habe ich gesagt, so, es gibt den lieben Gott. Und das war so für uns wirklich so ein, so ein Segen. Und wir haben ungefähr 200 Container in die USA geschickt. Es ging jeden Tag Container raus, obwohl die Container so extremst teuer waren zu der Zeit wegen Corona. Haben wir so 180, 200 Container, die wir, die wir verschickt haben, auf Lager gelegt haben. Und dann wurden die Geräte natürlich da überall in die Studios verteilt. Und ja, es war ein Segen.
Aber wann ist der Schiller dann gestorben? Das war dann auch danach, ne?
Das war 2022.
Also direkt nach Corona eigentlich.
Das ist jetzt das 4. Jahr.
Und dann wurde dann die Partnerschaft wieder rückabgewickelt?
Ja, die haben wir wieder rückabgewickelt. Allerdings wollte ich jetzt nicht derjenige sein, der da anklopft und sagt, okay, ich will meine Anteile zurückhaben, weil wir hatten Verträge natürlich auch gemacht und in den Verträgen war auch glücklicherweise alles festgelegt mit Rückkaufsrecht und Vorkaufsrecht und was passiert, wenn einer von uns beiden auch stirbt, und war alles tatsächlich auch so ein bisschen schon mit eingeplant und eingepreist. Da haben die Muss man ehrlicherweise sagen, die Anwälte haben auch einen guten Job gemacht. Und das haben wir dann auch wieder zurück abgewickelt. Und ja, das Unternehmen gehört zu 100% mir und meiner Familie, also ist im Familienbesitz.
Und Gold's Gym und so, das gehört immer noch den Erben?
Das gehört den Erben, das gehört der RSG Group.
Also das, was Salah aufgebaut hat, das gehört jetzt seiner Familie sozusagen?
Genau, seinem Bruder, also der Familie quasi. Aber es gibt ja nur noch den Vater und den Bruder.
Und liefert ihr dann nach wie hin?
Ja, ja, ja, wir liefern. Also wir haben immer noch eine gute Geschäftsbeziehung, aber das ist jetzt nicht mehr so, wie es mal war. Rainer und ich waren richtig befreundet und es war halt wirklich ein Mensch, dem man extrem gerne zugehört hat. Der konnte wirklich auch Menschen so mitreißen, konnte Menschen motivieren, der hat Leute zusammengebracht, die eigentlich nie zusammengepasst hätten oder die sich nie gefunden hätten. Und wir liefern da noch hin. Und Rainer war wirklich ein Motivator, also ein absoluter Motivator.
Ich glaube, du hast ihn auch noch kurz vor seinem Tod getroffen oder gesehen. Du warst einer der Letzten, die ihn noch getroffen haben.
Ja, ich war in L.A. mit ihm, also beziehungsweise haben wir uns in L.A. getroffen und wir hatten am Tag noch uns zusammen getroffen in seinem Office und dann haben wir gesprochen und er hatte mir von seiner Reise erzählt nach Costa Rica. Und wir hatten eigentlich, eigentlich hatten wir ein Meeting und ein Abendessen, aber ich kam vom anderen Großkunden, kam ich ziemlich spät zurück und er war gerade am Gehen. Da haben wir uns getroffen, noch so im Vorbeigehen, und dann haben wir uns im Arm gelegen und uns gefreut, dass wir uns noch gesehen haben. Und da hat er mir von der Reise erzählt und Ja, und dann habe ich ihm gesagt, ich fliege dann auch heute noch zurück. Und dann sind wir, Caro, ich und noch ein Kollege, sind dann zurückgeflogen nach Frankfurt. Und 3 Stunden vor Frankfurt, vor Landung Frankfurt, habe ich auf die Uhr geguckt, wollte ich wissen, wie spät es ist, weil ich auch, weil es ein Nachtflug war und ich wollte schlafen und hatte auch geschlafen und wollte gucken, wie lange ich geschlafen habe. Und dann habe ich tatsächlich gesehen, dass ich Handyempfang hatte, obwohl ich mein Handy jetzt oben kein WLAN anmache oder so. Und dann habe ich ganz viele absurde Nachrichten bekommen gehabt, die ich aber leider nur so teilweise entziffern konnte, weil in der Branche haben mich Branchenkollegen angeschrieben und stand so, ey Schimi, was ist da für eine Scheiße passiert? Und ich konnte aber nur die Headlines lesen, aber jetzt keine Bilder öffnen, nichts. Und dann habe ich Caro geweckt. Ich sage, du Caro, stimme. Ich habe echt gedacht, irgendwas anderes wäre passiert, so am Gerät von uns oder was auch immer, weil mehrere das Gleiche auch geschrieben haben. Und dann hatte ich, haben wir versucht, WLAN reinzubekommen in mein Handy, ging nicht. Dann hatten wir den Steward oder die Stewardess kontaktiert. Sie hat es dann geschafft und dann war die Überschrift, die Bilder, die ich dann geöffnet habe: Rainer Schaller wird vermisst. Da kannst du dir vorstellen, so 3 Stunden vor, selber sitze ich im Flieger und 3 Stunden vor Landung und wie es dann uns auch ging. Das war so krank und so, also das war so ziemlich das Schlimmste. Da kriege ich jetzt sogar noch eine Gänsehaut, wenn ich darüber spreche. Das Krasseste, was ich so dann erlebt habe. Und als wir dann gelandet sind, dann kamen auch wirklich alle Nachrichten reingeschneit. Selbst meine Frau, die Gott sei Dank gewusst hat, dass ich ja in dem richtigen Flugzeug sitze, die dann zu Hause auch ganz, ganz viele Anrufe bekommen hat und WhatsApp bekommen hat. Viele haben gedacht, ich wäre— ich bin ja mit dem Flugzeug schon oft mitgeflogen. Ich bin mit dem gleichen Flugzeug, was abgestürzt ist, verunglückt ist, bin ich ja selber schon mitgeflogen. Und ich kannte ja alle da drin, alle im Flugzeug, und War schon eine krasse Nummer. Und meine Frau, die hat dann auch versucht, die Leute dann auch zu beruhigen. Und sie hat gesagt, du, ich habe mit dem Schimi gesprochen, ich habe mit ihm geschrieben, der sitzt in dem Flugzeug nach Frankfurt und dem ist nichts passiert. Und es war echt schon heftig.
Ist deine Frau eigentlich die Frau vom Anfang der Geschichte, als du—
Nee, nee, nee, nee, Gott sei Dank nicht. Nee, nee, das ist nicht die Frau. Die Frau habe ich dann dadurch, dass die andere Frau mich verlassen hat, dann meine Frau kennengelernt, bzw. kannten wir uns, aber uns dann lieben gelernt. Und Gott sei Dank ist es dann so gekommen. Manchmal hat so eine Trennung dann doch ein gutes Ende, ne, also so ein Neuanfang.
Ist es eigentlich für euch nach wie vor sinnvoll, das alles in Deutschland zu produzieren? Wenn man das so hört, da wusste man, dass die Frage kommt, tatsächlich.
Du, weil wir uns das jahrzehntelang auf die Fahne geschrieben haben, Made in Germany, und es war schon immer gut, was aus Deutschland kam, und das bleibt auch weiterhin gut, was aus Deutschland kommt. Und die Gedanken zu haben, dass wir das Unternehmen mal outsourcen, irgendwo nach Asien oder was weiß ich wohin, nee. Wir hatten mal einmal versucht, wirklich unsere Produkte, eine kleine Anzahl von Produkten, in Asien fertigen zu lassen. Komplett in die Hose gegangen. Obwohl ich einen deutschen Mitarbeiter in Asien lebend habe, der auch mit einer Asiatin verheiratet ist. Also die Qualität kriegen sie Gott sei Dank noch nicht so hin, wie wir es brauchen, wie unsere Kunden es brauchen. Und war ein Griff ins Klo und würde ich nie wieder tun.
Aber der Markt kommt da, irgendwann werden die ja auch in der Lage sein, Hantelbank herzustellen, nehme ich an.
Ja, das kriegen sie noch vielleicht hin, Hantelbank herzustellen. Zustande, aber alles andere nicht, leider. Oder Gott sei Dank.
Wo ist die größte produktionsseitige Herausforderung, wenn man dann irgendwie Zuggeräte machen muss?
Ja, ein Gerät zu bauen, ein Kraftgerät zu bauen, wo tagtäglich Menschen mit dran trainieren. Also unser oberstes Gebot, das magische Dreieck, ist wirklich immer die Sicherheit des Trainierenden. Und da wird schon bei den anderen, wird da auch vielleicht nicht immer drauf geguckt. Also wir gucken schon nach Scherstellen, Quetschgefahr und so weiter und so fort. Alle unsere Geräte sind TÜV-geprüft. Und dann kommt die Biomechanik, dann kommt wirklich der Preis, das Design, das muss alles so, das magische Dreieck muss dann auch zusammenpassen.
Also jetzt wo jemand, der sagen wir mal einen Large Language Model im AI-Bereich nachbauen kann, also in China, der kann vielleicht auch ein Fitnessgerät nachbauen, wäre jetzt meine naive Meinung.
Ja, schon oft kopiert, richtig oft kopiert, sehr oft kopiert, aber nie erreicht. Das ist das, was ich dir— ich bin sehr viel in Asien, wirklich sehr viel, und die Qualität, die lässt dann auch zu wünschen übrig, und die Biomechanik, die stimmt nicht, die Kraftkurven stimmen nicht, alles passt einfach nicht.
Ich habe heute meine Kollegin Kaja, unsere Head of People, hier mit im Studio, und zwar aus folgendem Grund: Wir haben gerade zum dritten Mal über die Recruiting-Plattform Instaffo jemanden eingestellt, und zwar diesmal unsere Product Lead Johanna. Also man hört schon, Instaffo ist nicht nur Partner hier im Podcast, sondern die helfen uns beim Recruiting wirklich weiter, oder Kaya?
Absolut. Wir haben bei OMR ja eine recht starke Employer Brand. Trotzdem ist Instaffo eine riesige Hilfe im Recruiting, und da ist halt echt cool, dass wir vorab keine Kosten haben, schnell Stellen veröffentlichen und innerhalb weniger Tage mit super gut passenden Talenten sprechen können.
Aber ihr hört es selbst, wenn ihr also gerade Stellen offen habt, macht es doch gerne so wie wir auch. Bei Instaffo sehen nur Talente eure Stelle, die auch wirklich darauf passen, und ihr müsst erst bezahlen, wenn auch wirklich jemand eingestellt wird. Als OMR-Hörerin, Hörer spart man außerdem 500€ auf die erste Einstellung. Einfach auf instaffo.com/omr gehen, da gibt's noch eine kurze Demo und man kann sich registrieren. Also instaffo.com/omr. OMR. Ich habe gesehen, man kann auch eure Geräte gar nicht so einfach nachkaufen. Also es ist irgendwie, wenn man so gebrauchte Fitnessgeräte kaufen will, da seid ihr nicht so stark, weil die wahrscheinlich einfach gut genutzt werden.
Ja, weil unsere Geräte, die sind wirklich langlebig, sehr langlebig, und der Zweitmarkt ist nicht so, ist sehr rar gesät. 75% aller gebauten Gym80-Geräte sind immer noch im Einsatz. Und extremst teuer. Wenn du mal ein Gym80-Gerät bekommst, so auf dem Zweitmarkt, wie eine Rolex oder AP, ja, werden schon sehr hoch gehandelt. Also das ist, das ist schon, schon aufgrund der so soliden Produktion, ja, aufgrund der, der sind sehr beliebt und die Geräte sind sehr beliebt und, und weil das Training am Gerät einfach richtig viel bringt und auch Spaß macht.
Und, und, oder ist das die Marke? Hast versucht, diese Marke auch so ein bisschen aufzuladen, so Ja, das haben wir.
Das ist absolut ein Lovebrand. Also wir sind mittlerweile eine weltweite Marke. Man kennt uns auf der ganzen Welt, auf allen Kontinenten. Und das ist auch schon wirklich so ein Türöffner für Qualität, wenn im Studio Gym 80 steht. Ich meine, jetzt mache ich natürlich ein bisschen Eigenwerbung, aber so ist es. So kriegen wir das von unseren Kunden auch gesagt. Und wenn das Studio unsere Geräte auch stehen hat, dann ist da auch ein gewisser Anspruch dahinter vom Studiobetreiber.
Trainierst du selber viel?
Ich trainiere selber viel, ja.
Also auch jeden Tag?
Ja, ich versuche es zumindest. Man sieht es ja auch ein bisschen.
Also ich meine, es ist ja kein Geheimnis, dass man das bei dir auch erkennen kann.
Ich habe extra mal so ein bisschen tailliert angezogen. Nein, Quatsch. Aber ich trainiere natürlich, versuche natürlich jeden Tag zu trainieren. Bin natürlich so die letzte Zeit so ein bisschen geplagt mit Verletzungen und mit ein paar OPs und so weiter und so fort.
Zu viel trainiert, oder?
Nee, ich will nicht sagen zu viel, aber auch nicht falsch, um Gottes Willen. Aber in den jungen Jahren vielleicht zu viel mal was gemacht, wo ich das so jetzt im Alter anfängt. Ich bin schon zweimal am Knie operiert worden. Ich habe tatsächlich eine künstliche Teilprothese im Knie. Das wurde letztes Jahr gemacht.
Wenn du jetzt sozusagen mal so Bankdrücken machst, Flachbank, was drückst du dann?
Also du kannst mich fragen, was ich mal gedrückt habe. Da habe ich 180 Kilo gedrückt.
Hast du mal einmal?
Ja klar. Und 240 Kilo gebeugt.
Kniebeuge?
Kniebeuge, ja. Und jetzt sind das alles Übungen, die ich tatsächlich nicht mehr machen könnte.
Kreuzheben noch?
Kreuzheben habe ich auch bestimmt 200, 220 Kilo Kreuzheben gezogen.
Würdest du es nochmal machen? Im Nachhinein würdest du es empfehlen?
Ob ich das empfehlen würde? Empfehlen würde ich es.
Aber nicht mit so viel Gewicht?
Nein, nein, nein. Machen könnte ich es, aber jetzt nicht mit dem Gewicht, um Gottes Willen. Also das auf gar keinen Fall. Die Kraft, die lässt dann natürlich auch leider nach.
Aber bereust du, dass du das gemacht hast? Hast du deinen Körper damit kaputt gemacht, würdest du sagen?
Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall. Nein, nein, nein, nein, nein. Ich habe meinen Körper halt nicht kaputt gemacht. Ich habe ein paar Verletzungen gehabt. Also ich habe viele, viele Jahre, 14 Jahre American Football gespielt und habe Bänder gerissen gehabt, habe Schulter gebrochen gehabt und daher kommen meine Verletzungen, also nicht vom Krafttraining.
Und wenn du heute machst noch Klimmzüge? Ja, ja. Also kriegst du dann noch mal so 10, 15 Klimmzüge hin?
Ich kriege alle hin.
Wirklich?
Nein, also 10, 15 würde ich, kannst du mich nachts für wecken, klar. Wenn meine Verletzung im Arm Also wir machen auch mit meinen Jungs, mit meiner Trainingsgruppe machen wir auch mal so Challenge und da haben wir schon so 30 Stück am Stück gezogen.
Klimmzüge?
Ja, ja klar.
Das ist ja schon echt 30 am Stück, das ist ja richtig ordentlich.
Ja, aber da haben wir tatsächlich Sätze gemacht. Also wir wollten dann halt schon— ich habe einen guten Freund, Andreas Pürzel, auch da gehen die Grüße raus, der hat 24 Stunden lang Klimmzüge gemacht. Der hat über 2000 ich will jetzt nichts Falsches sagen, 2500 oder wirklich, der hat 24 Stunden lang, hat der für einen guten Zweck, hat der Klimmzüge gemacht.
Was sind denn aus deiner Sicht die 3, 4 Geräte oder Übungen entsprechend ja auch, die man haben muss? Also wenn ich jetzt bei mir zu Hause sage, ich habe jetzt im Keller, würde ich mir was hinstellen und Übungen machen, welche Übungen würdest du sagen oder welche Geräte?
Ja, also ist ja immer das Klassische, also Bankdrücken ist immer klassisch, trainiere die ganze Brust und Kniebeugen auch natürlich. Und was man immer so fürs Wochenende braucht, sind dicke Arme, wenn er Bizeps trainiert. Also das sind so immer die klassischen Übungen.
Aber die würdest du auch sagen, das ist das Erste, was man eigentlich einrichten sollte?
Ja, also das Erste, was, wenn du jetzt mich ansprichst und Keller, und da würde ich dir ein richtig geiles Gerät von uns empfehlen.
Also so ein Turm?
So eine Multi-Powerstation. Und da kannst du 200 unterschiedliche Übungen machen, tatsächlich.
Was kostet eine Multipowerstation?
Naja, die kostet so mit komplett ausgestattet 12.000.
Okay, das ist schon mal ein Kleinwagen.
Ja, aber kein Sportwagen.
Und macht ihr viel Marketing? Hast du irgendwelche Influencer, die für dich am Start sind oder sowas?
Sehr viel, also sehr viele bekannte Influencer. Und auch wir machen auch Marketing, machen wir alles selbst. Alles inhouse. Wir machen alles, wirklich alles inhouse.
Also es geht ja nicht nur über Messen, sondern es geht wirklich auch darum, dass ihr dann sozusagen Influencer bucht und die dann auf euren Geräten trainieren und Ähnliches.
Genau, genau.
Es sind viele Bekannte auch so, die, die, also wir haben Podcast mit dem Urs, kennst du den?
Ja, ja, kenne ich, kenne ich.
Ist der auch für euch tätig?
Ja, der Urs, wir haben tatsächlich noch keinen, also wir kennen sehr viele, haben sehr viele gemeinsame gute Kollegen sogar, ne, und Wir haben uns selbst zwar immer mal gesehen und getroffen auf FIBO und Messen und so, aber wir haben noch nie so zusammen gesprochen. Aber es wird die nächsten Tage, Wochen mit Sicherheit auch der Fall sein.
Kommen denn noch viele neue Fitnessstudios in Deutschland zum Beispiel raus?
Ja, absolut.
Ist der Markt noch nicht gesättigt? Also man hat das Gefühl, der Markt, der Markt, der sollte schon gesättigt sein.
Als ich '93 bei Gym 80 anfing, da hat man schon gesagt, boah, irgendwann ist der Markt ja voll, aber Gott sei Dank ist er nicht voll. Ich bin jetzt 33 Jahre im Unternehmen und es kommen immer wieder neue.
Selbst in Deutschland?
Also ich meine, dass man sich ein Business bauen kann, ist mir klar, aber— Also in Deutschland wächst der Markt extremst noch, wirklich.
Mit Studios?
Ja, selbstverständlich. Also wir haben ja gerade mal so eine Penetrationsrate von 12, 13, 14, maximal 13%, 14%, wenn noch 2, 3, 4% dazu käme, dass in Deutschland mehr Leute in die Studios gehen würden, würden die Studios in Deutschland gar nicht ausreichen. Also Jakob macht gerade eine neue Kette auf, Agent, gemeinsames Freundesessen, der auch schön, genau, genau, den, den haben wir auch komplett ausgestattet, wunderschönes Studio tatsächlich.
Wo ist das erste von, wo fängt jetzt an?
Berlin, ist, ist schon eröffnet und richtig, richtig toll geworden. Und ja, und in Deutschland wird gerade auch extrem viel gekauft, bestehende Studios gekauft und umgebaut. Und also Deutschland wächst auch extrem, ja, der Markt an sich wächst extrem. Wir sind echt in einer richtig, richtig guten Branche.
Das heißt, auch so ein Hi-Rox geholfen?
Ja, ist alles, was—
Die haben ja auch Geräte da stehen.
Ja, ja, absolut klar, sind meistens meistens aber Kleinstgeräte, ne, so, so equipmentmäßig. Aber Hyrox ist auch klar, ist auch ein Thema, ist auch ein gutes Thema und, und spricht auch Leute an, die sich bewegen, trainieren. Und, und viele Leute das dann ja auch machen, die, die dann aber auch wieder in, in die Studios ja auch danach gehen, ne. Finde ich, finde ich, finde ich echt ein spannendes, gutes Thema. Fing ja auch an mit CrossFit, mit Functional Training und Und jetzt Hi-Rocks, finde ich gut.
Okay, aber eigene Studios zu bauen ist für dich jetzt kein Thema? Du sagst, wir bleiben bei unserem Fokus, das ist Produktion von Geräten.
Ich habe tatsächlich eigene Studios, aber ich muss natürlich als Hersteller auch ein bisschen aufpassen. Ich kann ja schlecht konkurrieren mit meinen eigenen Kunden, weil wenn ich in ganz Deutschland, sind wir überall vertreten, wirklich überall. Und wenn ich jetzt an AI Fitness Geräte verkaufe, einen ganzen Club verkaufe für mehrere 100.000 und baue mir noch ein Fitnessstudio dahin neben McFit und AI und Fit 7-Eleven und wie die ganzen Kunden auch heißen, dann würden die irgendwann sagen, ey Kollege, was ist los? Du bist jetzt hier, erst kaufe ich bei dir und jetzt bist du auch noch mein Konkurrent.
Wie seid ihr eigentlich an diesen The Rock Dwayne Johnson gekommen? Da habe ich irgendwie mitbekommen, dass der auch mit euren Geräten trainiert.
Der ist ja zu uns gekommen. Ja, ja, gut. Nein, der Dude ist, das ist ja immer so, dass die dann auch ein Produkt sehen von uns auf Messen und das haben wollen. Dann haben sie ihre Personal Trainer, die das dann bei uns ordern. Und letztens war auch eine witzige Story, war war Lenny Kravitz bei uns in der Firma.
In Gelsenkirchen?
In Gelsenkirchen, ja. Der ist in Berlin, hat ja einen Tag vorher, hat er einen Auftritt gehabt, eine Tour, also seine Deutschlandtour oder Europatour, und ist dann mit seinem Bus, mit seinem, na wie heißt's? Tourbus. Tourbus, genau. Mit seinem Tourbus ist er von Berlin nach Gelsenkirchen gekommen und dann hat er sich die Produktion angeschaut, hat sich alles angeschaut und wir waren dann auch eingeladen auf ein Konzert am nächsten Abend.
Hat er ein paar Geräte gekauft?
Ja, ja, für die Bahamas, für sein Haus auf den Bahamas. Haben extra für ihn ein paar Geräte sogar noch entwickelt mit ihm zusammen auch, die er haben wollte.
Was wollte Lenny Kravitz für Geräte haben?
Was ist das denn so? Ja, der will sein eigenes Design haben. An den Verkleidungen lasern wir ihm sein eigenes Design aus, so Sachen, die er sich, Ornamente, die er sich so ausgesucht hat. Und dann witzig, war total witzig, der hat so geschwärmt davon, dass er direkt auf dem, also nach dem Konzert waren wir noch Backstage mit ihm, da hat er Denzel Washington angerufen auf FaceTime und da hat er mir Denzel gegeben. Und Denzel Washington hat auch sehr viele Geräte von uns, hat die über die USA gekauft, also über Gym USA. Und wir wussten, dass wir an Denzel Washington ausgeliefert haben, aber stand jetzt nie drin, welche Geräte jetzt für Denzel waren, weil das lief alles über die Gym 80 USA. Und da hat er mir sein Fitnessstudio gezeigt, also sein privates Fitnessstudio, und ist mit mir durchs Haus durchgelaufen. Da habe ich auch gedacht, wie geil ist das denn, dass Denzel Washington am anderen Ende auf dem Konzert von Lenny Kravitz war. Und das war so witzig, wir haben uns so totgelacht. Echt?
Das heißt, du hast schon einige Superstar-Kunden?
Ja, ja klar, also David Beckham und Cristiano Ronaldo.
Ach, die kaufen alle bei euch?
Ja, die haben alle bei uns gekauft, oder beziehungsweise hatten wir mit Rainer so einen Diamond One gebaut, so ein auch so ein Multi-Gerät, so ein Multi-Power-Gerät, was wir auch so extrem geil designt hatten. Also wir sind absolute Design-Spezialisten. Ich lade dich gerne mal in die Firma ein. Das ist jetzt nicht nur Weil du gerade so gesagt hast, das kriegen die auch hin, ja, so eine Bank zu bauen, ja, aber das, wie wir es bauen, das kriegen die Gott sei Dank noch nicht hin. Und wir sind ein absolutes, ja, es steht auch ganz groß bei uns Design, Qualität, Design.
Also, und, und der Rock ist dann jetzt kein Testimonial von euch, sondern der ist einfach nur zufriedener Kunde, hat aber gepostet.
Exakt, genau.
Hast du jetzt nichts für bezahlt oder so?
Nein, überhaupt nicht. Also, wir haben für all diese Posts, haben wir nie was bezahlt, dass das Könnten wir uns wahrscheinlich gar nicht leisten, wenn der, wenn The Rock was postet.
Schalke-Sponsor?
Ja, das ist, das ist, das ist ein anderes Thema tatsächlich. Das ist, wir sponsern Schalke, weil wir natürlich die Bekanntheit auch als Unternehmen in der Region, weil wir auch natürlich Fachkräfte suchen und Fußball ist auch männerlastig und wenn man, wenn man ja jetzt auch, wir haben auch keine Trikotwerbung oder so. Wir haben Filme laufen natürlich im Stadion, und da posten wir jetzt, oder bzw. der Film läuft auch darauf hinaus, dass wir das Unternehmen präsentieren und nicht das Produkt. Also wir schreiben auch, wir suchen dich als Mitarbeiter. Also es ist Recruiting, was wir da machen, tatsächlich.
Als du damals gekauft hattest, war das alles von der Bank finanziert, oder musstest du noch Privatgeld leihen?
Du, gar nichts war von der Bank finanziert, weil die Bank natürlich mir auch gar nicht geglaubt hat, zugetraut hat. Und die Zahlen haben auch nicht das widergespiegelt, was ich in meiner Emotion heraus auch so gesagt habe, was für mich das Unternehmen wert wäre, weil darunter hätten sie es ohnehin nicht gegeben. Und ich hatte tatsächlich auch Leute um mich herum, die mir davon auch abgeraten haben und die wirklich da viel, viel tiefer im Thema sind und die auch gesagt haben, ey, du machst dich damit unglücklich. Und genau das Gegenteil ist passiert, und ich habe mich Gott sei Dank nicht unglücklich gemacht. Und ich habe das Geld, wie gesagt, ich habe, wir haben Management Buyout, also wo kam das Geld her?
Wer hat es dir denn geliehen?
Gar nicht, das Geld kam aus dem Unternehmen heraus. Ich habe es aus dem Unternehmen genommen, ne. Wir haben eine doppelstöckige Holding auch gemacht gehabt, und, und dann ist die nachher, die war gar kein Initial Das war alles Schritt für Schritt. Schritt für Schritt war die ersten 2 Jahre, war Schritt für Schritt. Und dann habe ich Gelder bekommen, dann kam Corona, dann gab es KfW-Mittel, und dann kam auch noch das Geld für die Anteile von Rainer Schaller. Und somit konnte ich der Familie dann Vergleich vorschlagen, weil dieses Earnout, das war auch so ein bisschen auf Messers Schneide, weil wie gesagt, ich musste auch in den Jahren, muss ich auch ein paar Abschreibungen machen für gewisse Themen, die ich nicht zu verantworten hatte, musste trotzdem die Abschreibung machen und somit hatte das Unternehmen das Geld nicht hundertprozentig erwirtschaften können, aber ein Earnout ist natürlich, das Unternehmen muss erst das Geld erwirtschaften, damit man das Geld auch verteilen kann. Hat auch was mit den Steuern natürlich, mit den Steuerabgaben nachher zu tun.
Was machst du jetzt, wenn du selber jetzt sozusagen gutes Ergebnis erwirtschaftest? Die Firma gehört dir, wird das alles wieder reinvestiert? Dann machst du, kaufst Immobilien in Gelsenkirchen?
Wir kaufen keine, also nein, nein. Ich habe das Geld all die Jahre, habe ich das Geld tatsächlich im Unternehmen gelassen. Ich habe, wir investieren jedes Jahr 6 Millionen circa ins Unternehmen auch wieder, um neue Produktionsgeräte zu kaufen. Also ich habe in den letzten 5 Jahren mehr als 20 Millionen aus eigenem Cash haben wir wieder investiert. Okay, also eigentlich alles Geld, was ich hätte mir als Gewinn ausschütten können, habe ich, habe ich ins Unternehmen auch gepackt.
Und das bleibt auch in den nächsten Jahren so?
Das, ja klar.
Also man braucht auch dann jetzt, um wachsen zu können, Muss man auch ständig weiter investieren.
Exakt, ganz genau. Wir bauen ja jetzt gerade tatsächlich, und das bauen wir selbst, einen Gym80 Campus. Vielleicht hast du davon was mitbekommen gehabt.
Nee, was war das?
Das wird auch noch mal knapp 5000 Quadratmeter großes Bürogebäude mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheit. Osterbrücken bauen wir, oder ich baue es, und die sind dann nachher Ankermieter auch mit da drin. Und die bilden dann auch Sportstudenten aus, also in allen Richtungen.
Das macht ihr in Osterbrücken oder in Gelsenkirchen?
In Gelsenkirchen. Und das wird noch mal ein Showroom, Büro, dann wird oben in den Etagen, werden wir noch so Schlafplätze machen für Mitarbeiter von uns, die aus internationalen Ländern kommen, oder Vertriebler, die auch aus dem Süden kommen, die dann in Gelsenkirchen übernachten. Plus Cafeteria, also bzw. eine Kantine, Cafeteria, dann Showroom-Erweiterung und Eventfläche. Das bauen wir gerade. Okay, ziemlich, ziemlich spannend, ziemlich groß. Und auch ich freue mich da auch total drauf, dass dass die Deutsche Hochschule da auch mitmacht bzw. dass die auch ihren Stützpunkt in Düsseldorf aufgeben und zu uns kommen, weil das hat es in der Branche noch nie gegeben, dass es diese Symbiose halt so zu studieren und direkt beim Hersteller auch an die Geräte plus auch man sieht, wie Geräte produziert werden. Also da freue ich mich total drauf.
Ich kenne es wirklich eins zu eins aus meinem Umfeld. Gründerinnen, Gründer, Selbstständige. Folgende Situation: Sonntagabend. Es war eigentlich eine gute Woche. Man hat neue Kunden vielleicht gewonnen, laufende Projekte, kommt voran und man schaut noch mal in sein Postfach und wird dann überrascht. Steuervorauszahlungen, eine Menge Rechnungen oder vielleicht sogar eine Lohnabrechnung stehen an. Und genau hier kommt unser Partner Lexware ins Spiel. Das Tool heißt Lexware Office und darüber laufen Rechnungen, Buchhaltung und auch Gehälter automatisch. Man sieht dann auf einen Blick, was reinkommt, was rausgeht und ob sich ein neuer Kunde auch wirklich rechnet. So entscheidet man am Ende auch mit Zahlen im Rücken und nicht nur nach Bauchgefühl. Über 650.000 Unternehmen nutzen schon Lexware, weil sie sich lieber um ihr Geschäft kümmern möchten als um den Bürokram. Lexware Office soll Unternehmertum einfach machen. Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts bekommen Lexware Office für 3 Monate zum halben Preis. Ihr findet alle Infos dazu bei uns in den Shownotes. Was ist deine Vision für die nächsten Jahre? Ist aber weitermachen, wachsen, Campus bauen und dann irgendwann an deinen Sohn übergeben.
Ja, mein Sohn ist schon total im Thema. Also mein Sohn ist verantwortlich für die Entwicklung der neuen Produkte, der ist Produktmanager und die ganzen neuen Geräte wachsen aus seinen Federn.
Was kann man denn so Neues an Innovationen da machen? Also ich meine, ich habe das Gefühl, du findest Geräte irgendwie immer gleich.
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, das ist aber nicht so. Da sind die wirklich, da passieren so viele neue Themen gerade auch und wir haben so viele neue Geräte auch zusammen mit Andreas Bürzel entwickelt. Vielleicht hast du da schon mal was von gehört, von Dust Gym. In Wien. Das ist wirklich eins der besten Studios und innovativsten und beklopptesten, also im positiven Sinne. Das ist einfach ein absoluter Mekka, so wie das Gold's Gym in Venice, in LA, ist es das Mekka aus Europa.
Okay, und aber dann, das heißt, dein Sohn, sozusagen bei euch produktverantwortlich oder Forschung und Entwicklung, der überlegt sich dann auch irgendwie, Neue Übungen, dann überlegt man sich, okay, was kann man—
neue Übungen, ich meine, der menschliche Körper ist ja schon durchgescannt, da wird jetzt nicht— wir werden jetzt kein Gerät für einen Mensch erfinden, was 3 Arme hat, ne. Also das werden wir jetzt auch nicht machen, aber die Übungen, die werden immer spezieller, immer professioneller, und auch das, was man früher wirklich auch in Vergessenheit geraten worden sind. Alte Geräte, die lassen wir wieder neu aufleben.
Also ich habe das Gefühl, so aus dem Ostblock irgendwelche Spezialübungen oder so was, die ein bisschen untergegangen sind, die kommen dann wieder.
Zum Beispiel, ja, ehrlich. Und auch letztens haben wir eine Sliding-Hip-Maschine entwickelt mit Andreas Pürzel auch zusammen. Und diese Übung gibt es, aber das Gerät gab es so in der Form noch nie. Und das haben wir jetzt gebaut.
Was macht eine Sliding-Hit-Maschine?
Ja, da trainierst du natürlich, ja, müsste ich dir jetzt vormachen, also da trainierst du den Unterkörper, also du trainierst deinen Gluteus, du trainierst deinen Rücken, machst mehrere Übungen. Du kannst dich einmal draufstellen und dann kannst du dich drauf hocken auf das Gerät und dann beugst du dich nach vorne in so einem Schlitten und dann hast du eine Langhantelstange, die geführt ist, bis innen hin, und dann beugst du dich nach vorne, und das natürlich mit Gewichten. Also ist eine extremst, extremst gute, geile Übung. Also wenn du die 3, 4, 5 Sätze gemacht hast, dann weißt du, was du getan hast. Da brauchst du den unteren Korpus nicht mehr trainieren, tatsächlich.
Hast du auch schon mal so Yachten und sowas ausgerüstet?
Ja, haben wir auch, klar, haben wir schon.
Das heißt, bei den High-Net-Worth-Kunden, die wollen irgendwie auch euer Gerät auf ihrer Yacht haben?
Oft, oft auch russische Yachten. Ja, ja, haben wir.
Was war so der absurdeste Privatkunde? Also jetzt, ich meine, Denzel Washington ist jetzt ja sozusagen schon krass, aber warst du schon mal bei irgendwem zu Hause und dachtest, was denn hier los? Und hast da so einen Fitnesspark hingestellt?
Ja gut, also klar, Denzel Washington oder David Beckham haben wir ausgestattet. Mein Sohn war auch da. Also ja, man stellt Also wirklich, man stellt sich das immer so vor, dass die Leute dann auch so krass irgendwo leben. Klar ist es krass, wenn du bei David Beckham bist, aber ich war selber nicht da, aber mein Sohn sagte, ey Papa, eigentlich sind das auch ganz normale Menschen wie alle, wie du, ich, wie, weißt du, die wohnen zwar in London, hatten wir in seiner Villa, klar die krasseste Gegend, aber muss man natürlich auch mögen, denen ihr Stil, unser Geschmack ist, weißt du. Ist dann manchmal, ist das dann gar nicht alles so krass, wie man sich das so vorstellt, ne.
Und bist du 7 Tage am Arbeiten schon die Woche? Ich?
Ja, tatsächlich bin ich 7 Tage die Woche, ja. Ich bin jeden Tag in der Firma, jeden Tag.
Auch sonntags?
Auch sonntags, ja, weil wir arbeiten 7 Tage die Woche. Ach, und ja, ja, und ich bin, ich bin, um das mal zu erwähnen, ich bin jeden Morgen um tatsächlich 5 Uhr wach. Also 5 nach 5 klingelt mein Wecker, aber ich bin schon vor meinem Wecker wach und bin um 6 Uhr, also vor 6 bin ich auf der Arbeit. Ich trinke meinen Kaffee morgens, meinen ersten Kaffee immer auf der Arbeit. Und sonntags natürlich bleibe ich zu Hause, mit meiner Frau frühstücke ich und dann fahre ich zur Firma. Das ist der einzige Tag, wo ich mit meiner Frau tatsächlich zusammen frühstücke.
Und wie lange bist du dann in der Firma?
Ja, sonntags ist es so, dass ich wirklich da nicht, also Um 12 Uhr ist dann Training, da kommt unsere Trainingsgruppe sonntags, und dann bleibe ich meistens so von, von, wenn ich 10, halb 11 in der Firma bin, bin ich dann so bis 2 mit Training. Okay, normalen Werktag, normale Werktags bin ich 6 Uhr da und manchmal um 18 Uhr immer noch da oder 19, 20 Uhr, da ist je nachdem was zu tun. Wir haben eine Riesenausstellung, Riesenausstellung. Also Einladung geht jetzt, spreche ich jetzt aus, lade dich jetzt gerne ein zu uns. Nächstes Mal, wenn du in Essen bist, kommst du zu uns, ist nicht weit. Und da musst du dir die Ausstellung angucken.
Du musst— und du turnierst aber in der Ausstellung auch?
Ja, ja, wir haben eine riesengroße Ausstellung, die wirklich seinesgleichen sucht. Also sehr, sehr, sehr stilvoll und geschmackvoll eingerichtet. Also jeder, jeder, der da reinkommt, selbst Lenny Kravitz, der ja ein Designfreak ist, der ist ja ein absoluter Designfreak, der hat wirklich seinen Mund nicht mehr zugekriegt. Also es sucht schon echt seinesgleichen.
Aber es ist ja auch ein hartes Leben, also 7 Tage die Woche Vollgas.
Naja gut, das ist noch mal, das ist für mich, ist das nicht hart. Das ist, ich bin auch, ich bin jemand, der zum Beispiel hart ist für mich, wenn ich Urlaub mache, am Strand liege und nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll. Also das ganze 3 Tage mit mir machen, so 3 Tage am Strand, dann Ferienhäuschen hast du keins?
Doch. Wo denn?
In Marbella. Doch, wir haben Ferien, aber da ist am Haus auch immer was zu tun und deswegen ist es dann nicht ganz so langweilig. Aber meine Frau, die weiß auch schon ganz genau, mit mir ist jetzt nicht so Strandurlaub, ist so nicht mein Ding.
Machst du eigentlich auch viel, weil du so viel trainierst, Nahrungsergänzungsmittel? Also dass du das nimmst?
Ja, du, also erstmal ernähre ich mich sehr gesund. Meine Frau kocht wirklich jeden Tag auch und auch immer sehr frisch. Und klar gibt es dann Phasen, wo ich das dann auch— also Protein, Kreatin, Protein, klar. Ansonsten nichts? Nein, also wenn ihr jetzt meint so Anabolika, nein, nein, nein.
Testo?
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nehm ich nicht.
Okay.
Nein, nein, wenn du jetzt auf meine Augen guckst, das ist wegen meiner OP.
Ja, hast du mir vorher gesagt, also Gott sei Dank.
Nee, nee, das ist wegen meiner Augen-OP.
Also sagst du auch, man kann auch irgendwie durchaus kräftig sein?
Ich bin halt kräftig gebaut. Wie gesagt, mein Leben lang habe ich Sport gemacht tatsächlich. Also ich habe angefangen als Ringer, vom Ring tatsächlich zum Kung Fu, vom Kung Fu zum American Football. Das viele, viele Jahre, 14 Jahre. Und dann habe ich geboxt, viele Jahre.
Und ja, und guckst jetzt noch viel NFL? Bist du NFL noch eng dran?
So, ich bin tatsächlich, ja, mittlerweile gucke ich es ab und zu, aber ich gucke tatsächlich mehr, wir sind auch Sponsor bei Octagon, und ich war am Samstag jetzt noch in Frankfurt bei der Octagon.
Eckerlin gekämpft hat.
Ja, genau, ist auch ein Freund.
Und der ist danach ganz schnell K.O. gegangen.
Ja, leider, leider, leider, leider. Leider eigene Schuld, eigener Fehler, ist halt einfach so in den Arm reingerannt. Also schön abgewürgt worden und also war leider, muss man sagen. Ich habe es ihm so gegönnt und eigentlich hat er selber noch, ich habe noch telefoniert mit ihm und er sagte selber auch, es war meine eigene Schuld und war gar nicht, ja, also eigentlich hat man echt gedacht, der wäre wesentlich stärker, sein Gegner. Aber ich glaube schon, dass er den so in der zweiten Runde— der war schon mit dem Kopf in der zweiten Runde.
Aber das UFC ist schon was, was dich jetzt eher begeistert als Football gerade?
Du, ich habe das tatsächlich irgendwann abgelegt. Ich habe nach 14 Jahren Football irgendwann mal so abgelegt gehabt und habe mich dann so wirklich auf mein Berufsleben konzentriert und war viele, viele Jahre raus aus aus Football. Und dann kam das irgendwann über die letzten, ich sag mal, vielleicht 10 Jahre, war es ja so, dass das immer mehr, immer präsenter bei RTL geworden ist. Aber ich habe nie so richtig Zeit und die Muße gefunden, dann Fernsehen zu gucken. Ich gucke auch nicht so gerne Fernsehen und nicht so viel. Also ab und zu gucke ich mal Nachrichten, aber ich höre mir lieber Podcasts an.
Ja, zu Recht!
Ist wirklich so. Und oft schlafe ich auch dabei ein. Da muss ich mal zurückdenken, Rückspulen, überlegen, scheiße, was habe ich schon gehört.
Jetzt warst du selber in einem. Also vielen, vielen Dank, eine geile Geschichte. Ich drücke die Daumen für die weitere Expansion.
Ja, vielen Dank.
Und für die Übergabe vielleicht auch dann eines Tages, mal gucken, ob du auch all den Angeboten widerstehen kannst. Ich meine, wenn man da jetzt immer größer wird, die, die Private-Investoren, die suchen, die suchen auch nach Zielen.
Absolut. Also noch bin ich standhaft und ich denke, dass das wird auch die nächsten Jahre so. Du, das kann nie schaden, Und wenn man nicht fragt, kriegt man immer ein Nein. Und man kann sich alles immer anhören, aber—
Da bist du ja bald einer der reichsten Schalker.
Ich bin kein Schalker. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, das ist eigentlich schon ein bisschen—
Du weißt es nur noch nicht.
Ich bin ja reich. Wir sind ja schon Millionäre. Wir sind Herzensmillionäre. Und wir geben so vielen Menschen, geben wir natürlich auch, weißt du, die sind im Unternehmen, die arbeiten in Unternehmen, so viele Familien, und das macht mich viel glücklicher, als wenn ich noch paar Millionen habe. Also wir sind zufrieden.
Den Eindruck versprichst du auch.
Danke.
Vielen, vielen Dank, dass du gekommen bist.
Danke dir und vielen Dank für die Einladung.
Alles klar, ciao, ciao. So, wer bis hierhin durchgehört hat und das auch gerne getan hat, für den habe ich eine ganze Reihe von Empfehlungen. Als Erstes mal mein Gespräch mit Rainer Schaller vor einigen Jahren, gemeinsam mit Michael Trautmann damals. Dann mein Gespräch mit dem eGym-Gründer, dem Philipp Rösch-Schlanderer, mit dem wir auch hier in der Folge gerade gesprochen haben, kann man nachhören. Oder vielleicht die allerdringendste Empfehlung: mein Gespräch mit dem Jakob Fathi, dem Gründer unter anderem von FitX. Die allerfaszinierendste Geschichte. Alles findet ihr, wenn ihr googelt: Rainer Schaller OMR Podcast oder eGym-Gründer Philipp Rösch-Schlanderer OMR Podcast oder Jakob Fathi FitX und OMR Podcast. Sind auf jeden Fall 3 sehr hörenswerte Folgen.
Der Titel ist Dein Ernst?
Dein Ernst, das ist der Titel?
Ja.
Es ist lächerlich, wenn ihr sagt, ihr habt noch nie Drogen genommen. Dafür ist das zu gut.
Nee, das ist verboten. Sido ist ein französischer Name.
Oh.
Und ganz knapp, Sida auf Französisch ist AIDS.
Du hast immer komische Plüschtiere offenbar im Beifahrersitz. Was heißt denn hier komisch? So eine Menge Plüschtiere.
Ja.
Ja? Ja. Das ist ja der letzte untherapierte Jahrgang. Diese Eltern, die wir haben. Also nicht, dass das nicht vielleicht gut wäre, aber ich habe auch keinen Therapeuten. Und eigentlich ist das Ziel, dass jedes Mal auch irgendwas Ernstes darin vorkommt.
Soll ich über meinen verstorbenen Vater reden?
Nee. Was machen wir hier eigentlich gerade?
Dann haut man sich halt die Fressen an. Da ist sie nicht drauf klargekommen, glaube ich.
Komisch, ich leck zweimal an Mon Chéri, dann habe ich das Gefühl, ich kipp um.
Ist da nicht Kotzen langweilig?
Kotzen? Wir reiten gerade einen Galopper des Jahres.
Ja, ich tue meinen, aber hier kannst du gar nicht scheiße sein, weil jetzt Jetzt sind wir ja hier.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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