Vom Hafenarbeiter zum Milliarden-Textilimperium: Tom-Tailor-Gründer Uwe Schröder (#945)
30 Sept 2026 · 74 min
In OMR Podcast #945, host Philipp Westermeyer interviews Uwe Schröder, the self‑made founder of Tom Tailor. Schröder recounts his rise from a post‑war harbour‑worker to the creator of a multi‑billion‑euro fashion empire, detailing how he built a global supply chain in the 1960s, navigated the Vietnam war, and later scaled the brand through massive Asian production networks. The conversation shifts to modern ethical standards: Schröder explains how his company now employs a dedicated team to audit factories, ensuring no child labour or unsafe conditions, and why large fashion brands still rely on intermediaries for control and risk mitigation. He reflects on his deep personal ties to Asia, describing the communal, family‑like culture he experienced and still maintains. The interview also delves into his personal longevity regime—diet, daily walking, strength training, and a positive mindset—alongside anecdotes about his passion for horses, a former ranch in Argentina, and other luxury indulgences. Schröder shares hard‑won business lessons: the importance of a clear vision, disciplined work, cautious investment (real‑estate over speculation), and the necessity of trust while acknowledging past financial losses. He comments on the rapid transformation of China, the rise of e‑commerce platforms like Zalando, and the questionable practices of fast‑fashion giants Shein and Temu. Finally, he outlines his future plans—more travel, family time, and mentoring—while offering advice to young entrepreneurs about calculated risk, perseverance, and staying grounded.
Chapters
Uwe Schröder hat original mehr als 3 Jahre seines Lebens in einem Flugzeug verbracht, und das zeigt schon relativ gut, wie intensiv er sein Leben gelebt hat. Er ist der Gründer von Tom Tailor. Die haben angefangen in den 60er Jahren, Lieferketten aus Asien heraus aufzubauen nach Europa, nach Deutschland. Hat dann zwischenzeitlich mal 600.000 Hosen gefertigt, dafür aber auch monatelang in einer Fabrik geschlafen, alles aufs Spiel gesetzt. Dann kam der Vietnamkrieg, er war mittendrin, seine Fabrik dort wurde zerstört, aber Tom Tailor wurde trotzdem am Ende eine große Nummer, ist an die Börse gegangen. Am Ende war der Börsengang, wie er heute sagt, ein Fehler. Aber er hat immer noch genug Zeit und offensichtlich auch Geld, um in Argentinien Polopferde zu kaufen und zu züchten und so weiter und so weiter. Eine wirklich verrückte Folge, ganz, ganz großes Kino aus armen Verhältnissen nach dem Krieg in die erste Liga. Wenn es heute mehr Uwe Schröders in Deutschland gäbe, wären wir, glaube ich, noch mal ganz woanders. Und damit rein ins Gespräch mit Uwe Schröder. Auf geht's!
Let's go!
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Hallo Philipp.
Also dein Abenteuer fing in Hamburg an. Du bist Hamburger, ne?
Ich bin Hamburger, waschechter Hamburger, ja.
Und dann hast du hier sozusagen erstmal alles normal absolviert, Schule und so?
Ja, Schule. Ich bin ja Kriegskind leider noch, oder leider, was heißt leider, zum Glück vielleicht auch, und habe dann meine Schule hier gemacht. Ich wollte mein Abitur machen, mein Vater hat gesagt, komm, überhaupt nicht infrage, du musst Geld verdienen. Damit fing es dann an, meine Mutter, da gab es Krach mit meiner Mutter, dass ich dann wenigstens auf die höhere Handelsschule durfte. Das hat er dann genehmigt. Ja, und dann habe ich angefangen, dann habe ich angefangen, eine Lehre gemacht, Kaufmannslehre im Mundexport im Chilehaus. Und aber das war nicht mein Ding. Und dann bin ich durch Freunde, die ich kannte, indische Freunde, bin ich dann erstmal, habe ich überlegt, ich mache mich selbstständig. Und dann habe ich ein einen sehr guten Freund, eigentlich einer meiner besten Freunde, der leider verstorben ist, der war auch gut 20 Jahre älter, Bübchen Pönier, so nannte man ihn, Hans-Heinrich Pönier, mit dem zusammen haben wir dann 1962 uns selbstständig gemacht, indem ich praktisch Asien übernommen habe, den ganzen Einkauf und die Kollektion, und er den ganzen, ich sag mal, den Innendienst, das Geldliche und so weiter übernommen hat.
Also wie kamt ihr damals auf die Idee zu sagen, wir importieren jetzt Sachen aus Asien?
Du, weil ich einfach bemerkt habe, dass das gefehlt hat. Es gab ja nichts zu kaufen oder eben zu Preisen, die man auch damals nicht bezahlen konnte. Und ich hatte, wie gesagt, Verbindungen zu diesem Inder und ich habe bei Budnikowski gearbeitet, um mir Geld zu verdienen.
Also Budnikowski, das gab es damals schon, der Drogeriemarkt.
Ja, genau, genau. Und ganz kurz vielleicht erzählt, ich habe seinerzeit dann Musik gemacht und dann habe ich, um Geld zu verdienen, dann habe ich, wollte ich eine Vespa haben, bin ich zu meinem Vater gegangen und habe gesagt, du Papi, ich möchte mir eine Vespa kaufen, kostet 900 Mark. Dann hat er gesagt, gut, leih ich dir, aber mit Zinsen. Ich sage, ja, ist in Ordnung. Also dann bin ich, habe ich Schietgang gearbeitet im Hafen, Öltanker gereinigt, dann habe ich bei Budnikowski gearbeitet, Teller gewaschen im Hauptbahnhof und, und, und, und, und, habe mir meine 900 Euro, Mark verdient. Und dann bin ich zu meinem Vater gegangen, habe ihm die 900 Mark hingelegt, und er sagt, alles wunderbar, danke. Und sagt er, und jetzt kriegst du Zinsen. Da habe ich gesagt, Augenblick mal, Papi, ich bin dein Sohn. Das ist völlig egal, hat er gesagt. Du hast von mir Geld geliehen, das habe ich dir gegeben, jetzt musst du Zinsen zahlen. Daraus habe ich sehr viel gelernt übrigens, wollte ich damit nur sagen. Das war für mich eine sehr, sehr gute Geschichte, dass ich das für mein Leben nie vergessen habe.
Was hat dich das gelehrt?
Ja, dass man einfach, man kann nicht davon ausgehen, dass man Geld geschenkt bekommt, sondern man muss dafür arbeiten, man muss viel dafür tun und das sollte man auch weitergeben, auch in seinem ganzen Leben und das habe ich eben immer gemacht.
Aber das heißt, du hast angefangen zu arbeiten sehr früh und hast dann gemerkt, da könnte eine Lücke sein?
Ich habe mit 19 Jahren angefangen zu arbeiten Und dann habe ich mir überlegt, was könnte ich tun? Und ich wollte immer gerne meinen Vater, also meinen Stiefvater, vielleicht darf ich es kurz erzählen, mein Vater ist im Krieg gefallen, ich war einziger Sohn, dann hat der Bruder meines Vaters meiner Mutter geholfen und hat praktisch uns ernährt, uns beide. Und ja, daraus wurde dann, wie es manchmal passiert, Liebe. Es kamen 3 neue Kinder. Und ich habe dann, habe 3 Brüder noch, also wir sind 4 Jungs. Und ja, das war aber, ist für mich wie mein Vater, habe nie gewusst, dass das, oder nie gefühlt, dass es nicht mein Vater sein könnte.
Und dann hast du gesagt, okay, jetzt mit diesem Arbeiten, Handel ist dein Ding. Und dann war logisch Handel aus Asien, da fängt gerade was an. War das schon erkennbar?
Das war ja wirklich im Anfang. Das gab ja, ich meine, wer war schon in China? Kein Mensch. Wer war in Hongkong? Kein Mensch. Das war wirklich am Anfang und ich hatte, wie gesagt, zum Glück durch Freunde, einer meiner Freunde, der war Inder und sein Vater war ein ganz bekannter indischer Kaufmann, also der hat Fabriken gehabt.
Wie hast du denn so einen Freund gefunden in Hamburg?
Bitte?
Wie bist du denn in Hamburg gelandet?
Der lebte hier, der hat hier studiert und lebte hier und dann habe ich gesagt, du, Ich würde, ich muss irgendwie Geld verdienen, ich will raus. Für mich war immer mein Problem, ich bin sehr, wir haben in sehr ärmlichen Verhältnissen gelebt, wir hatten nicht viel Geld. Mein Vater ist zwar losgefahren dann und hat für 4 Kinder und Frau und so weiter mit dem Fahrrad, ist in die Heide gefahren, hat die Bauern, den Bauern mit Schnürsenkel, und so war es ja nach dem Kriege, Reißverschlüsse eingetauscht gegen Essen, gegen Eier und so weiter. So haben wir angefangen. Und ja, das wurde dann nachher professioneller, dass mein Vater dann auch dann die Bauernhöfe ausgestattet hat mit Textilien. Und so bin ich drauf gekommen, weil ich immer mitgefahren bin. Immer gesagt, das wäre eigentlich gar nicht schlecht, da kann man Geld mit verdienen. Aber ich will das anders machen. Ich wollte nicht so das machen, sondern wollte es dann etwas größerem Stil machen, weil ich mir überlegt habe, ich muss aus diesen, wie soll ich sagen, aus diesen Verhältnissen wollte ich rauskommen. Ich wollte immer versuchen, oben durch die Decke zu kommen. Das heißt nicht, meine ich jetzt, immens reich zu werden, sondern einfach, dass es mir besser geht, als es uns allen ging da zu der Zeit. Ja, das war eigentlich mein Grund, weswegen ich das gemacht habe. Und dann habe ich mit dem Jungen, mit dem Freund dann gesprochen. Was macht dein Vater denn? Ja, der macht Frotteetücher und all so Geschichten. Und die exportiert er überall hin. Ich sag, schick mir doch mal ein paar Muster. Na, dann hat er mir Muster geschickt. Dann bin ich mit diesen Mustern zu Herrn Löffler von Budnikowski gegangen. Ich sag, hör mal, ist das was für euch? Sagt er, was kostet denn das? Brauche ich nicht. Was kostet denn das? Ich habe gesagt, ja, so und so. Und er sagt, oh, das ist aber günstig. Stimmt das wirklich? Ich sag, ja, stimmt. Ja, dann bestelle ich mal. Dann haben wir ein paar tausend Teile bestellt. Dann habe ich die machen lassen. Also die, die Frotteetücher, die sind in Ballen noch damals gekommen mit dem Schiff. Das war nicht wie heute mit dem Container hochmodern, sondern die kamen in Ballen eingenäht. Die musste ich dann auspacken hier in Hamburg und dann haben wir die, haben wir die zum Waschen gebracht, damit die auch schön dick und diese Frotteetücher-Walkware wurde. Und dann habe ich sie im Gefängnis in Frankfurt abpacken lassen in Packungen.
Von den Gefangenen?
Ja.
Weil das am günstigsten war?
Ja, hier konnte ich sie hier die Deutsche Justizbehörde war so arrogant, die hat gesagt, das machen wir nicht. Ich habe gesagt, können doch Ihre Gefangenen, haben sie was zu tun und können auch noch Geld verdienen. Nee, das machen wir nicht. Der in Frankfurt hat gesagt, wunderbar, kommen Sie her, mache ich. Mit dem habe ich ein Riesengeschäft gemacht. Der hat nachher, ich glaube, eine halbe Million, eine Million Handtücher für mich verpackt. Ja, und da stand dann drauf, 2 Handtücher, 2,49 oder was auch immer. Ja, damit haben wir Geld verdient, damit haben wir sehr viel Geld verdient, muss ich sagen, zu dem Zeitpunkt.
Also mit Froschtüchern am Ende?
Ja.
Ziemlich einfach.
Ja, war ziemlich einfach, aber da habe ich gesagt, das ist nicht mein Ding, ich wollte gerne Mode machen und dann habe ich angefangen, mir zu überlegen, wo gehe ich jetzt hin, wo kann ich jetzt Mode kaufen oder zumindest modische Textilien kaufen und da auch wiederum habe ich jemanden kennengelernt hier in Hamburg, einen Importeur, der machte Der importierte Hemden aus Hongkong und mit dem habe ich mich dann zusammengetan und habe gesagt, ja, gib mir die mal. Dann habe ich die dann auch angeboten, eine Kollektion draus gemacht und habe die dann bei Karstadt, bei Pickelkloppen, bei Dückerhoff, Hettler und Lampe, all diese großen Häuser angeboten, habe da ganz gut verkauft. Und eines Tages haben die dann einen großen Fehler gemacht. Die haben dann mir die Kollektion gegeben. Die ich dann ja weiterverkauft habe, und habe ich umgedreht, da war der Lieferant drauf. Am nächsten Tag saß ich im Flugzeug mit Neckermann damals, mit Herrn Neckermann selbst, mit dem Junior, in der Maschine. Da flogen die das erste Mal touristisch, touristmäßig darüber nach China. Ja, nach Hongkong, wieder Hongkong gefahren, oder Privatflieger? Ja, nein, nicht mit Privatflieger, mit der großen Maschine. 300 Leute drin, und flogen wir nach Hongkong. Und dann stand ich dann in Hongkong, ich Hamburger Jung, keine Ahnung, noch nie in so einer großen Stadt gewesen. Und na, da habe ich mich durchgefragt, und dann bin ich dann auch in diese Fabrik gekommen. Damals hieß unsere Firma, die wir aufgemacht hatten, Henke und Co. Und dann habe ich gesagt, ich möchte gerne von Ihnen Hemden kaufen, ich weiß, dass Sie gute Hemden machen. Sagt er, ja, ich bin ausgebucht, ich habe alles verkauft, alles nach Deutschland. Ich sage, ja, verkaufen Sie an Henke und Co.? Sagt er, ja. Ich sage, das ist meine Firma. So, und so bin ich zu dem gekommen, und so fing das Geschäft an.
Das heißt, der hat dann über Mittelsmänner an euch verkauft?
Ja, der hat über Mittelsleute verkauft, und ich bin dann direkt zum Lieferanten gekommen und habe mit dem dann riesige Geschäfte gemacht. Haben wir, wir wurden dann sehr bald fast die, also einer der größten Importeure von Hemden in Deutschland, Millionen von Hemden verkauft.
Immer unter der Marke damals noch Henke und Co.?
Unter anonymen Marken für die Firmen.
Also das heißt, ihr habt so White-Label-Artikel?
Das war also keine Marke, sondern das war einfach nur ein Label, was die Leute haben wollten.
Und du bist dann aber sozusagen, jetzt hast du durch Zufall mitbekommen, wer der Produzent ist, dann bist du dahin geflogen, hast dich da nicht groß angekündigt, sondern einfach da quasi irgendwie in Hongkong irgendwo geklingelt und gesagt, Mensch, hallo, ich bin's. Und dann haben die dir mal einen Termin netterweise eingeräumt, weil du angereist warst von Ferne. Und dann hast du gesagt, okay, ich würde das gerne selber kaufen.
Ja, und dann habe ich gesagt, das bin ich, weil ich sagte, Den beliefere ich schon. Ich sag, das bin ich. Ja, und damit war das Geschäft dann getan. Da waren wir dann im Geschäft drin.
Das heißt, du hast den anderen Preis geboten, aber hast trotzdem eine gute Marge gehabt?
Ja, ich habe natürlich andere Preise gekriegt. Das war natürlich wesentlich interessanter. Wie gesagt, damit haben wir angefangen. Und dann bin ich irgendwann dann— Hongkong wurde ja dann auch zu schwierig, weil das ja eine große Stadt ist, wo Fabriken waren, aber das war dann auch nicht so günstig. Und da habe ich gesagt, ich muss mal nach China gehen. China, Das ist nun der Markt überhaupt. Dann bin ich nach Kanton zur Messe gefahren.
Wir reden also 70er Jahre oder so was?
Das war '67. '67. '62 haben wir angefangen. Das war '67, war ich dann in Kanton auf der Messe. Und da habe ich dann das Problem, weil da sprach natürlich kein Mensch Englisch, sprachen alle nur Chinesisch. Ich sprach ein bisschen Kantonesisch mittlerweile, weil ich ja sehr viel in Hongkong war dann zu der Zeit. Naja, man abends ausging und Mädchen kennengelernt hat, da war man ja noch jung und das ging schnell mit der Sprache.
Das heißt, du hast da wirklich ein bisschen gelernt?
Ja, ich habe also Kantonesisch einigermaßen sprechen können, aber eben das Problem ist, wenn du jetzt nach China gehst, wird Mandarin gesprochen, das ist eine völlig andere Sprache. So, da stand ich dann wieder vom Anfang, kein Wort verstanden, aber das ging dann alles gut. Ich habe dann mir diesen—
Das heißt, du kannst jetzt auch Mandarin ein bisschen sprechen?
Nee, nee, kann ich nicht.
Aber Englisch kann man klar?
Englisch, dann Englisch gesprochen und mit Händen und Füßen. Und dann habe ich mit den Jungs nachts, die waren ja alle so in meinem Alter, denn das waren ja alles Staatsbetriebe, das waren ja keine privaten Unternehmen. Und da habe ich mit denen abends richtig ein paar Flaschen Whisky getrunken und so weiter und gefeiert und gemacht. Da wurden das so langsam meine Freunde. Da habe ich gesagt, Jungs, was könnt ihr mir denn verkaufen? Denn in China konntest du ja zu der Zeit nichts bestellen, sondern konntest nur das kaufen, was die staatlichen Betriebe hergestellt haben. Ja, und so fing mein Geschäft an. Und dann kam er mit einer— kennst du Kord? Weißt du, was Babykord ist? Kordhose. Genau, der kam mit einem Stück Kord an und sagte, davon haben wir eine Million Meter liegen. Ich sagte, ist doch schön, wenig Ware und in den und den Farben. Ich sage, ja, finde ich interessant. Ich sage, da könnte ich meine Hose draus machen. Da habe ich mich hingesetzt, und habe mit dem chinesischen Schneider eine Hose, eine passende Hose für Deutschland gemacht, denn die Chinesen haben eine völlig andere Figur. Die haben ja keinen Po, kurze Beine, also da passt eigentlich gar nichts. So, heute ist es auch anders geworden, heute nähern sie sich ja an, das ist schon lange, lange her. Naja, und dann habe ich eine passende Hose zurechtgeschneidert, habe die Farbkarte genommen, habe ich gesagt, wie lange können die mir das an die Hand geben? Naja, 4, 6 Wochen kannst du das, das ist es für dich. Dann bin ich nach Hause gefahren, wieder 36 Stunden. Das war ja nicht wie heute ins Flugzeug ab nach Hongkong. Das ging über Ceylon, über Karachi, über Delhi, über Beirut.
Also 4-mal umsteigen oder so.
4-mal, furchtbar. Ja, aber war für mich natürlich alles sehr interessant. So, dann bin ich in Deutschland losgefahren, bin ich mich in mein Auto gesetzt und bin da zu meinen Kunden gefahren, zu Karstadt. Pegel und Kloppenburg und so weiter und so weiter und so weiter. Und habe, du wirst es nicht glauben, in 5 Tagen 660.000 Hosen verkauft.
In 5 Tagen 660.000?
In 5 Tagen 660.000, das muss man heute einmal zählen. Heute brauchen die da Monate dazu.
Und auf so einer Hose hast du dann eine Marge gehabt von?
Da habe ich dann eine gute Marge gehabt.
10, 20 Mark oder so?
Nein, nein, nein, das wäre zu schön gewesen. Wir waren froh mit einer Marge von einer Mark oder 1,50.
Ach, so wenig? Obwohl das jetzt—
Ja, es waren ja immerhin 600.000. Sag so, vielleicht haben wir auch zwei, ich weiß nicht mehr genau.
Also hast schon mal dann eine Million oder zwei in fünf Tagen, können wir machen.
Genau, genau. Und dann bin ich wieder zurückgefahren.
Das war ja damals noch viel mehr Geld als heute.
Ja, natürlich war es viel mehr Geld. Das war schon, denke ich mal, wenn wir das verdient hätten, haben, wenn wir wirklich ein oder zwei Mark an einem Stück verdient haben, dann waren wir mal zu, das war Glücksrausch, ne. Und dann bin ich zurückgefahren wieder nach Asien, jetzt musste ich ja die produzieren. Dann habe ich 2 Monate da in der Fabrik gelebt und habe die Hosen mit denen zusammengenäht, weil ich wusste, wenn das schiefgeht, dann ist mein Geschäft in Deutschland zu Ende. So, da habe ich 2 Monate da auf dem Schneidertisch gelegen mit den Chinesen und habe mich mit denen rumgeärgert und rumgehauen, bis dann die Hosen fertig waren und eingepackt waren in Kartons und dann aufs Schiff geladen wurden, und dann bin ich wieder zurückgefahren. Und das war dann auch eines unserer ersten wirklich ganz großen Geschäfte.
Aber ist noch genug größer als die Hemden und die Frontex?
Ja, das war viel größer.
Danach warst du sozusagen zum ersten Mal jetzt in Deutschland dann Millionär sozusagen?
Das würde ich nicht sagen, zu dem Zeitpunkt noch nicht. Zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber und dann haben wir eben, dann habe ich mir überlegt mit meinem Partner zusammen, der wie gesagt, der das macht, der das Ganze, die ganze Abwicklung, der hielt mir den Rücken frei, der hat alles in Deutschland gemacht, die Fakturierung und all das, was zu machen war, Rechnungswesen und, und, und. Und ich war eben fast nur in Asien, ich habe fast nur in Asien gelebt, um da die Beschaffung hinzubekommen. Ja, ich habe dann, und dann bin ich, wie gesagt, habe die, haben wir die, die Hemden nach Deutschland speditiert und dann verkauft, die Waren wie gesagt verkauft, nur ausgeliefert. Und dann, ja, dann haben wir uns überlegt, was machen wir jetzt? Denn so Angebote kriegst du ja nur immer sporadisch, die hast du ja nicht jeden Tag bekommen. Und dann haben wir gesagt, wir machen eine eigene Kollektion. Und dann haben wir angefangen zu überlegen, eine eigene Kollektion. Dann haben wir, habe ich mir Vertreter oder haben wir uns Vertreter gesucht. Dann haben wir Kollektionen aufgebaut, so wie wir uns das vorstellten, in einem Preissegment, was nicht teuer war, aber auch nicht ganz billig war, aber eine gute Qualität hatte. Und das haben wir bis heute. Das ist heute noch unser Know-how, dass wir gute Qualität für reasonable prices haben. Und das haben wir eben dann angefangen und damit ging es dann los. Damit haben wir dann Kollektionen gemacht und die dann erst in Hongkong und China produziert und dann eben in allen anderen Ländern.
Und irgendwann habt ihr auch eigene Fabriken gebaut, ne?
Wir haben eigene Fabriken gebaut. Wir hatten 3 eigene Fabriken, eine in Vietnam, 2 in Hongkong und eine in China.
War es damals schon schon der Marke Tom Taylor dann?
Da war noch die, dass die Marke Tom Taylor kam erst in den 80er Jahren.
Okay, das heißt damals war dann noch ohne Marke.
Immer noch ohne Label. Für jeden habe ich dafür Dückhoff ein Label gemacht, für Karstadt ein Label gemacht, für Dean Label gemacht und dann irgendwann haben wir gesagt, so jetzt machen wir unsere eigene Kollektion, wirklich eigene Kollektion, der Tom Taylor Kollektion. Wie kamen wir zum Namen Tom Taylor? Ich hatte diese Kombo, sie wieder zu den Jeans zurückkommen. Die Jeans, denen habe ich ein Label gegeben, Tom.
Einfach so?
Ja, weil Levi's hatte man ja damals, das war die einzige Jeans, die es gab. Und da habe ich ein Label Tom gemacht. Und dieses Label haben wir dann auch noch für andere Sachen verwendet, aber das fanden wir immer so eigentlich doof. Und dann haben wir gesagt, wir beide uns hingesetzt, so wie wir hier sitzen, und haben gesagt, was machen wir denn? Wir schneidern Tom Taylor.
Und dann war es da.
Das war's. Und da war die Marke gegründet, haben wir eintragen lassen, und durch dieses Penetrieren von Millionen und Abermillionen von Teilen hat sich das, dass heute in Deutschland, ich würde sagen, fast jeder Tom Taylor kennt.
Dann ist aber im Vietnamkrieg eure Fabrik auch, glaube ich, zerstört worden.
Ja, das war meine eigene Fabrik, die habe ich selber gebaut damals. Da hatte mein Partner gesagt, nö, da mache ich nicht mehr mit. Da habe ich gesagt, du, dann mache ich das. Halte das für sehr gut. Habe die Fabrik gebaut für 2500 Leute, mit Maschinen ausgestattet.
Wer hat das finanziert?
Ja, habe ich.
Alles selber finanziert?
Nee, habe ich finanziert mit einem Partner zusammen in Hongkong, der unser Büro machte. Mit dem habe ich das finanziert. Und ja, und dann kam der Krieg, leider Gottes. Und ich war da und man muss wirklich sagen, die Bomben schlugen, wenn man abends am Wasser saß. Beim Essen schon in die Vororte ein und habe gesagt, du musst weg, wenn du hier nicht abhaust, wenn die Vietcong hier runterkommen, die bringen dich um. Die lassen niemanden hier weggehen und wegkommen. Na ja, habe ich gesagt, aber ich kann doch nicht, ich bin pleite, wenn die Fabrik kaputt ist, bin ich pleite. Ja, trotzdem, willst du leben oder willst du Geld haben? Also was habe ich gemacht? Bin dann wirklich Ich glaube 4 oder 5 Tage bevor die, bevor der große, also der Knall kam, bevor die nach Saigon reinkamen, bin ich dann abgehauen, haben die mich rausgeschmuggelt mit dem Auto, mit Geld durch den Flughafen an die französische Air France Maschine und haben mich dann nach damals Bangkok geflogen.
Und dann war die Fabrik weg quasi?
Da war alles Geld weg. Alles weg. Ich war pleite. Ich war wirklich pleite. Ich persönlich pleite, die Firma nicht, aber ich persönlich.
Weil du hattest dafür gebürgt.
Ja, ich habe dafür gebürgt. So, und dann bin ich zu meinem Chinesen gegangen, habe ich gesagt, William, mit dem ich, wir, ich war sehr eng mit ihm, der ist auch 30, 25 Jahre älter gewesen als ich, und wir nannten uns Brüder, weil wir wirklich sehr eng zusammen waren. Und dann sagt er, du mach dir keine Sorgen. Ich sage, ich mache mir keine, ich mache mir Riesensorgen. Mittlerweile hatte ich auch schon ein Kind.
Wie alt warst du da so? Mitte 30 oder so?
Da war ich um die 30, genau. Da habe ich ja schon einen Sohn gehabt und Tochter kam auch. Und dann habe ich gesagt, du, ich mache mir Riesensorgen. Sagte, weißt du was, was brauchst du jetzt? Was brauchst du an Geld? Ich sage, eine Million brauche ich, damit ich das wieder wettmachen kann, denn das Geld ist weg. Hat er mir die eine Million gegeben. Okay. Ja, also ohne Unterschrift, ohne irgendwas hat er mir die eine Million gegeben. Damit habe ich dann wieder auf, glaube ich, eine neue Fabrik gebaut in Hongkong dann, die dann sehr gut geworden ist und die ich dann auch sehr profitabel verkauft habe. Dann hat er natürlich sein Geld wieder gekriegt.
Und so eine Fabrik, was hat denn die gekostet zu bauen, so eine Fabrik?
Das ist nicht so teuer da. Das ist nicht so, du kaufst die Maschinen, kaufst die Maschinen, das Gebäude wird aus Platten gebaut. Das ist ja nicht wie hier, das wird ja wesentlich einfacher gebaut. Also das ist nicht—
Also für eine Million kann man so eine Fabrik schon hinstellen?
Ja, mit einer Million kannst du das alles schaffen. Nein, die habe ich dann, wie gesagt, verkauft, oder Jahre später dann verkauft. Ich habe die dann 2 Jahre später verkauft an einen Amerikaner, und da habe ich ganz gut Geld dran verdient.
Hast du eine neue Fabrik gebaut?
Nee, dann habe ich keine mehr gebaut. Dann habe ich gesagt, wir brauchen keine Fabriken, weil sich das Geschäft so, wie soll ich sagen, verändert hat, dass wir in andere Länder mussten. Das Hongkong wurde zu teuer. Wir mussten, dann haben wir uns neue Länder gesucht. Wir mussten also ständig unterwegs sein. Das ist ja auch die Aufgabe eines Importeurs, Entwicklungshilfe zu leisten auf der einen Seite. Das haben wir ja gemacht, indem wir den Leuten nicht Geld, wie der Staat das macht, Geld gibt, was nachher weg ist, was sie aufgefuttert haben, sondern wir haben denen Arbeit gegeben, wo sie ihr Leben lang jetzt Geld mit verdienen können und auch für ihre Familien. Und das war, und dann bin ich los und dann bin ich nach Malaysia, Korea, Malaysia, in Japan, in Medawara eingekauft und überall produziert.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht. Ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/business. .de/OMR. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Aber das heißt, dein Leben war dann da vor allen Dingen vom Einkauf, von der Beschaffung geprägt davor?
Ich habe die Beschaffung gemacht, ich habe den Einkauf gemacht und deswegen war ich natürlich hauptsächlich in Asien und habe da eben auch viele, viele, eigentlich kannst du sagen, nicht am Stück, aber viele Jahre gelebt.
Und trotzdem ist ja dann parallel hier dieses Tom Taylor. Imperium hier entstanden.
Also das ist jetzt, das ist hier entstanden.
Das hast du ja auch mitgesteuert und geprägt.
Natürlich habe ich es mitgeprägt, denn wir haben hier natürlich, du, wir haben sehr viel gemacht. Wir haben auch Sportevents gemacht, wir haben Fußball, wir haben HSV, St. Pauli haben wir gesponsert und, und, und. Wir haben viele Sachen gemacht nachher. Und du, aber wie ich durch die Penetration dieser, durch das Penetrieren des Marktes durch Millionen und Abermillionen von Teilen Tom Taylor T-Shirts, Tom Taylor Sweatshirts mit Tom Taylor drauf, riesengroß. Das hat einfach, das hat das bewirkt.
Aber ihr habt es am Anfang dann aufgebaut sozusagen über den Handel.
Über den Handel, mit Vertretern.
Genau, und dann irgendwann habt ihr entschieden, okay, jetzt machen wir auch eigene Läden und machen Franchise.
Wir haben am Anfang mit Vertretern gehandelt, haben heute immer noch große, unser Großhandel ist immer noch sehr bedeutend von Tom Taylor und haben da mittlerweile 600 eigene Läden.
600 ist auch nicht wenig.
Nee, das ist nicht wenig.
Aber vor allen Dingen Deutschland oder so?
Deutschland, auch im Ostblock, aber hauptsächlich in Deutschland, Deutschland und Ostblock.
Und die hast du dann im Wesentlichen auch alle mitgeöffnet oder?
Ja, dafür haben wir natürlich Leute gehabt. Ich habe nicht alles, ich habe mich immer, ich bin eigentlich derjenige, der die Kollektion macht und der den Einkauf macht.
Und Kollektion machen heißt auch so ein bisschen so, heute würde man sagen so Creative Director oder so was.
Ja.
Aber das ist ja für jemanden, der jetzt nie eine Schneiderlehre gemacht hat oder nie so Fashion, einfach aus der Hüfte?
Man muss einen ganz guten Geschmack haben und ich habe mir gute Leute gesucht. Ich habe mittlerweile 60 Designer und insofern ist das ja, heute machen die das.
Und dann aber zu Peakzeiten, also oder der heutige Umsatz konnte ich nachgucken, ist so ungefähr eine halbe Milliarde, bisschen mehr als eine halbe Milliarde macht Tom Taylor.
Tom Taylor eine halbe Milliarde. Dann hatte sie noch, dann hat sie ja damals Bonita dazu gekauft. Das war ein Fehlgriff, das passte nicht zu uns und die Firma habe ich dann über Asmara rausgekauft.
Da können wir dann noch mal später drauf eingehen. Aber also erstmal Tom Taylor, der Aufbau klingt jetzt so einfach, so paar hundert Filialen, halbe Milliarde Umsatz, das ist ja schon—
Das ist natürlich alles nicht einfach. Oder ich muss so sagen, es war in der Zeit sicherlich einfacher, weil der Bedarf größer war, also die Nachfrage größer war als das Angebot, wesentlich größer war. Insofern konntest du verkaufen, sonst, ich meine, wo kannst du verkaufen, gehst in, in 10 Geschäfte, also 10 große Geschäfte, Karstadt, Peek& Clomburg, und die kaufen dir 600.000 Jeans ab. Findest du heute, die kaufen dir vielleicht 30.000 Jeans, aber auch nicht mehr. Das hat sich natürlich völlig geändert. Aber die Leute waren ja auch so, wir hatten damals die Gastarbeiter, Italiener, die Griechen, die Türken und so weiter, Portugiesen, die kamen bei uns in die Läden und kauften 20 Teile auf einmal, Hemden, Jeans, Hosen, alles, und haben das mit nach Hause genommen, weil das viel billiger war als in ihrem eigenen Land. Damit haben wir das meiste Geld am Anfang gemacht.
Okay, und ihr konntet Läden aufmachen quasi nach Belieben und sofort war der Laden profitabel?
Ja, die waren ziemlich schnell profitabel.
Und dann habt ihr gesagt, okay, das finanzieren wir auch alles selber, oder hast du dann irgendwann auch irgendwie Investoren an Bord geholt?
Ja, dann später, das ist sehr viel, sehr viel später. Ich fange mal, bleib mal erstmal eben. Und dann, wie gesagt, dann haben wir die, dann haben wir die, also damit haben wir da eigentlich sehr gutes Geschäft gemacht und waren sehr konkurrenzfähig und haben ja natürlich mit Auf und Abs, aber haben eigentlich immer gut, immer gut Geld verdient.
Also das heißt dann, damals war dann so ein Jahresergebnis schon auch im Millionenbereich? Ja, was ja damals, muss man sich mal vorgefühlen, in den 60er, 70er Jahren war das alles viel.
Du, wir haben ja, die Firma hat sich auch verändert. Wie ich schon sagte, 60 Designer. Wir haben angefangen, wir angefangen mit einem Schreibtisch, einem Telefon und einem Packer. Verstehst du? Wir waren, und mit meinem Partner waren wir 4 Leute. Und wenn das Telefon ging, dann hat einer das Telefon abgenommen. Ja, Henke und Co., ja, können Sie mich mal bitte verbinden mit Herrn Schröder? Ja, ich verbinde Sie. Aber den Hörer rübergegeben. Mehr hatten wir ja nicht. Also so haben wir angefangen. Und das war auch sehr lustig. Und wir haben, wenn der LKW kam, dann haben wir Hemd ausgezogen, freien Oberkörper und haben die Dinger entladen. Da war ja keiner da. Aber das hat uns allen gut getan, hat Spaß gemacht. Und wir haben ja auch den Erfolg gesehen und dass wir, und dann, und dann wurde es eben größer. Deswegen wollte ich das sagen. Dann kam natürlich, weil du sagst, eine Million verdient. Ja, ja, aber brutto. Denn du hast ja, denn wir haben dann mittlerweile 100 Angestellte gehabt, dann haben wir später 200 Angestellte gehabt, jetzt zum Schluss haben wir ohne die Läden schon 600 im Office. So, dann kommen die Läden dazu, dann hast du natürlich blitzschnell, ich glaube, wir haben heute ungefähr 3.500, 4.000 Angestellte.
Über die Läden halt vor allen Dingen.
Über die Läden auch, ne.
Aber die Läden zu machen war dann auch der logische Schritt?
Ja, das war ein logischer Schritt, ja.
Und weil man einfach sah, das bedürfte, der Bedarf ist so groß, und dann nimmt man sich lieber, bevor man die Handelsmarge abgibt oder die Großhandelsmarge, dann macht man lieber selber den Verkauf.
Obwohl wir nach wie vor das beste Geschäft und auch den größten Profit im Großhandel haben. Okay. Da verdienen wir mehr als im Einzelhandel durch diese ganzen Gegebenheiten: Miete, Elektrizität, Ladenverkäufer und, und, und. Man stellt sich das immer so leicht vor, man sagt immer, da ist, aber da sind viele, viele Kosten dran.
Im Einzelhandel jetzt?
Ja, im Einzelhandel.
Und E-Commerce, war das für euch später noch ein Thema?
E-Commerce machen wir nach wie vor und sind wir auch ganz gut, nicht so extrem gut. Wir könnten eigentlich besser sein, eigentlich müssten wir 100 Millionen im Online machen, aber wir machen glaube ich um die 50 Millionen und ja, aber gutes Geschäft.
Und war das denn, weil du sagtest in den ganzen osteuropäischen Ländern, war das auch da sozusagen die Die Wende für euch dann noch mal so ein richtiger Beschleuniger, dass auf einmal konnte man dann Läden aufmachen in Polen und in—
Ja, wir haben Polen und Rumänien, Bulgarien, vor allem in Russland haben wir Riesengeschäft gemacht, ne. Das natürlich jetzt ein bisschen rückläufig, ja, bisschen rückläufig, haben wir Riesengeschäft gemacht, eigenes Büro in Moskau gehabt und eigene Läden in Moskau gehabt und, und, und, haben wir auch immer noch, aber das ist natürlich jetzt alles schwieriger geworden, ne.
Okay, okay, aber das heißt Du hast ja immer Chancen gesehen, die Chance der Beschaffung in Asien, die Chance des Vertriebs dann nach Osteuropa hinein. Um so eine Unternehmergeschichte schreiben zu können, braucht man ja auch dann so ein bestimmtes Timing-Glück, dass genau die Sachen passiert sind, als du sozusagen im richtigen Alter warst und so.
Du brauchst in diesem Beruf sicherlich sehr viel Fleiß und auch sehr viel eine Vision. Ich habe immer eine Vision in meinem Leben gehabt, wie ich gesagt habe, ich will durch die Decke. Das war schon immer meine— ich wollte dich— ich habe für mich war, vielleicht habe ich es auch noch kurz erzählt, für mich war immer, ich habe mir gesagt, wenn ich mir einmal in meinem Leben einen Porsche kaufen kann, dann habe ich es geschafft, dann bin ich da, wo ich hin will. Und das habe ich dann auch geschafft.
Wann war das soweit?
Da war ich 28, glaube ich, 28. Und seitdem fahre ich nichts anderes als nur Porsche.
Okay, gut zu hören, freut mich, Kollegen.
Immer wieder, ne, werde ich einfach Es ist auch so, ist für mich, ja, damit bin ich, das habe ich geschafft. Das war mein, das war mein, mein sehnlichster Wunsch. Wenn ich das schaffe, habe ich gesagt, dann bist du da angekommen, wo du gerne hin möchtest. Ich will nicht unbedingt zigfacher Millionär werden oder was. Mir geht das wunderbar. Aber wenn du dir einen Porsche leisten kannst, das war so meine, ja, wie soll ich sagen, die Linie, wo ich hin wollte.
Aber ich meine, die hast du ja zwischenzeitlich deutlich übersprungen. Ich meine, ihr habt ja dann irgendwann die Firma an die Börse gebracht? Ja. Also Tom Taylor war ja zwischenzeitlich so ein— was war da so die Marktkapitalisierung an der Spitze?
Was haben wir gehabt? Das brauchst du nicht sagen. Für 18 Euro, naja, waren auch 180 Millionen.
Market Cap?
Ja.
Für die Firma? Ist ja gar nicht so viel eigentlich.
Nee, nee, wir haben auch nur einen Teil verkauft. Also nicht alles.
Okay, es war nicht so viel an der Börse.
Und dann später haben wir dann einen Investor reingenommen. Wir hatten zwischendurch mal einen Investor rein, der auch diesen Börsengang unbedingt machen wollte, den ich wie gesagt nach wie vor nicht gut finde, denn der Börsengang ist für mich für ein mittelständisches Unternehmen, was wir waren, wir sind ja kein Großkonzern, ist das eher behindernd als, ich sag mal, bejahend, dass man das machen soll.
Das heißt, der Investor, den ihr vorher reingenommen hattet, der wollte gerne—
der wollte unbedingt, der wollte natürlich damit auch noch mal abkassieren, richtig, logischerweise. Und der wollte den machen. Und das war, also ich muss sagen, ich habe den, ich bin sehr negativ eingestellt zum Börsengang, jedenfalls die, die wir gemacht haben, weil einfach die Reportingpflichten und das Ganze, dieses, dieses, in diese Informationspflichten und dies und das und jenes, und du wirst sofort zerrissen, wenn irgendwas kommt, wenn du mal eine kleine Flaute hast, was du im Handel immer hast. Du kannst nicht jede, du machst nicht jede Saison Riesengewinne, sondern du machst mal ein Jahr gute Gewinne, dann machst du mal Verlust, dann machst du wieder Gewinne. Ich habe immer so gesagt, wir haben 7 Jahre, 7 fette Jahre und 7 magere Jahre. Und das stimmt, da ist was dran. Und dann in den 7 mageren Jahren wirst du fertig gemacht.
Aber warum hast du den Investor damals, also vor dem Börsengang, warum hast du den Investor reingenommen?
Mein Partner wollte aussteigen, der war alt genug, der wollte aussteigen. Ich will raus, ich will Geld haben. Und da habe ich gesagt, du gibst nur eins. Und der Investor wollte es eben auch, der wollte auch natürlich Kasse machen. Na ja gut, da habe ich gesagt, okay gut, machen wir es halt, ne.
Aber der Investor vorher, den brauchtet ihr, um überhaupt—
ja, weil wir einfach größer wurden und größer wurden, nicht mehr die Kapitaldecke hatten, ne.
Okay, okay, man braucht den Investor, und dann hat der Investor gerne den Börsengang haben wollen und dein Partner auch, weil die beide raus wollten.
Und dann ging der doch, mein Partner ging da doch raus. Und dann, ja, dann habe ich irgendwann gesagt, was soll ich den Laden jetzt alleine machen? Habe ich ihn an die, oder haben wir ihn an die Chinesen verkauft?
Schon als es an der Börse war?
Nein, nein, danach, danach, später. Als die Börse wieder raufging und wieder runterging, die Aktie kostete 18 €, da hätte man sie verkaufen sollen, aber da konnte ich sie nicht verkaufen. Wenn ich sie verkauft hätte, meine Anteile, hätte der Markt gesagt, wenn der verkauft, Was ist denn da los mit dem Laden? So, also habe ich nicht verkauft, und dann ging sie runter auf 1 €. Und ja, das geht in dem Bereich, geht das manchmal so schnell. Und dann habe ich, dann bin ich wieder in den, bin ich wieder in den Vorstand gegangen, da war ich im Aufsichtsrat mittlerweile, Vorstand rein, dann haben wir sie wieder auf 16 € hochgeknallt, und habe ich gesagt, so, jetzt gehe ich raus und verkaufe. Da wollte ich verkaufen, und dann schoss die Aktie wieder runter. Wie das manchmal im Leben ist.
Einfach aufgrund der Nachricht, dass du raus willst?
Ja, das weiß ich nicht. Ich war ja immer noch in der Firma, ich war im Aufsichtsrat, aber ich war eben nicht mehr CEO. Ich war ja 50 Jahre CEO und da habe ich gesagt, das muss eine Ordnung geben.
Aber gab es nicht die Chance, das irgendwie mal zu verkaufen an einen größeren Strategen sozusagen, der das ein bisschen einfacher verkauft?
Ja, der Chinese ist ein Stratege. Der ist ein Stratege und der macht das auch ganz gut, muss ich sagen. Ich bin ganz zufrieden, wie das läuft.
Also aktuell habe ich gesehen, machen so 50 Millionen Jahresergebnisse.
Ja gut, die ist ja Du darfst einzig vergessen, die Bonita, die ja zugerechnet wurde, ist ja weg. Die habe ich ja.
Okay, okay, okay. Also das heißt, die Investorengeschichte war durchaus turbulent. Sehr turbulent. Man brauchte Investoren irgendwann.
Ja, man brauchte Investoren, aber das waren da auch— Das Problem der Investoren, ich will jetzt nun nicht unbedingt gegen Investoren reden, aber das Problem ist, der kommt, der schießt Geld in die Firma ein und alle seine Kosten, 20, 30, 40 Millionen, kriegt die Firma oben drauf. Das heißt, die Firma verschuldet sich in dem Moment sofort mit einem Riesenpaket von Schulden. Das, was er nämlich verdienen will, der will ja dick dran verdienen, mit Zinsen und so, ja, und mit allem Drum und Dran. Und insofern hast du, hat der, die Firma eine größere Last zu tragen.
Und das heißt, am Ende konnte man da so viel Geld operativ gar nicht verdienen, wie am Ende an, an Verbindlichkeiten zu bedienen war es so.
Richtig.
Also im Nachhinein hätte man vielleicht Investor gar nicht an Bord nehmen sollen.
Man hätte einen reinnehmen sollen, der sagt, ich schieße hier 100 Millionen in die Firma ein und beteilige mich mit 20% oder 30% oder was. Sowas hätte man machen sollen. Aber damals, das war dann auch ungeschickt, muss ich sagen. Heute im Nachhinein muss ich sagen, was ungeschickt. Ich hätte es nicht gemacht mit dem Börsengang.
Mit allen Investoren vielleicht am liebsten gar nicht, oder?
Ja, überhaupt mit Investoren. Oder man nimmt einen, der auch für die Firma was bringt. Nicht nur Geld bringt, sondern auch Know-how bringt. Der vielleicht aus der gleichen Branche ist oder so. Dann könnte ich mir vorstellen, bringt das noch was.
Aber war denn für dich sozusagen ein Anteilsverkauf, hat dann ja nie stattgefunden. Das heißt, du hast dein ganzes Vermögen immer verdient operativ durch Dividendenausschüttungen?
Immer, immer nur so.
Und was war da, sagen wir mal, in den guten Jahren hat man zumindest mal ein paar Millionen Ergebnis gehabt, nehme ich an.
Ja, sicherlich haben wir ein paar Millionen Ergebnis gehabt, aber wir haben auch wieder Jahre gehabt, wo wir überhaupt keine Ergebnisse hatten.
Auch mal Minusjahre?
Auch mal Minus, natürlich hat es das gegeben.
Weil man sich verschätzt hat mit der Kollektion?
Marktsituation, Kollektionsverschätzung konnte nicht so schwerwiegend sein, aber wir haben natürlich auch mal Situationen im Markt gehabt, die da Überhaupt in 2008 zum Beispiel, da ist natürlich alles runtergegangen.
Da hatten wir natürlich auch Finanzkrisen und so.
Ja, da haben wir natürlich auch alle was mitbekommen.
Und während all der Zeit hast du ja auch durchaus, sagen wir mal, noch ein verrücktes Hobbyleben gehabt. Ich habe irgendwie gelesen, du hast irgendwie—
Zum Glück!
Also von Wüstensegeln durch die Sahara bis Polopferde aus Argentinien importiert und exzessiv Polo gespielt. Das hast du ja auch noch alles parallel gemacht.
Das stimmt, das stimmt. Das habe ich gemacht. Bin ich auch sehr froh. Dass ich das gemacht habe und heute in meinen etwas älteren Jahren, 85, nächste Woche, nee, in 4 Wochen, unglaublich, unglaublich, und bin sehr zum Glück sehr sportlich gut drauf und mir geht's hervorragend und ich habe ja alle meine Knochen beim Polo kaputt gemacht, aber auch da muss ich sagen, das ist der schönste Sport der Welt, auch der teuerste, Das kann man sich eigentlich gar nicht leisten, aber ich konnte es mir leisten, weil auch Tom Taylor, weil wir eine Tom-Taylor-Kollektion im Sport, also eine Polokollektion gemacht haben.
Was ja ungewöhnlich ist für eine Massenmarke wie Tom Taylor. Polo ist jetzt ja nicht gerade ein Massensport.
Nee, nee, aber da haben wir eine exklusive Polokollektion gemacht, die sehr, sehr gut lief. Und da hat dann irgendwann der Nächste, der nach mir dann da war, der hat dann die versucht, auf ganz billig zu machen und Mengen draus zu machen.
Und der nächste CEO, und es ging völlig in die Hose. Aber zwischenzeitlich hat die, hat diese Polo-Marke auch Multimillionen Ergebnis gemacht, Umsatz gemacht.
Gutes Ergebnis gemacht mit der Firma. Und ich habe dadurch natürlich, und ich habe die, ich habe die Werbung dafür gemacht, ich habe, bin nur für Polo geritten, und wir haben Polo-Events gemacht und, und, und, und, und das hat natürlich, war ein Riesenwerbeeffekt, ne.
Okay, es war immer nur ein kleiner Teil von Tom Taylor, aber es war, hat getragen, Riesen für Tom Taylor, ein großer Werbeeffekt. Nein. Und dann hast du, also es gibt so Geschichten, habe ich irgendwie recherchiert, dass du aber auch dann nach Argentinien geflogen bist, da irgendwelche Polo-Pferde gekauft hast und sowas.
So ist das, so habe ich angefangen, ja. Bin losgefahren, ich hatte beim Fußball, wir hatten ja auch eine Fußballmannschaft bei uns in der Firma und ich war natürlich wilder Fußballspieler mit und kam natürlich immer zu spät, weil ich bis zum letzten Telefonate hatte und bin auf den Fußballplatz gekommen und dann sehe ich, schieß den Ball her und schießt und boom, Achillessehne. Achillessehne abgerissen. So, und dann bin ich ins Krankenhaus und derjenige, der mich operiert hat, auch ein Freund von mir, der sagte dann eines Abends, sagt er, du, ich komme nachher noch mal rein, ich muss jetzt zum Polo. Ich sag, wie, spielst du Polo? Sagt er, ja, ich spiel Polo. Ich sag, Mann, das ist aber das, was ich immer spielen wollte. Und dann sagt er, du, wenn du wieder laufen kannst, kannst du mal meine Pferde nehmen und dann kannst du mal reiten. Reiten konnte ich, weil ich früher als junger Mann schon Springen geritten habe und Military geritten habe.
Okay, also okay, ist ja aus kleinen Verhältnissen, kommt gar nicht so normal.
Ja, eben, eben. Und dann habe ich dann, als ich wieder laufen konnte, habe ich dann seine Pferde genommen und bin geritten und habe gesagt, das ist mein Sport. Und dann bin ich nach Argentinien gefahren, das war im Juli, bin im Oktober oder September nach Argentinien gefahren, habe mir gleich 5 Pferde gekauft.
Okay, und dann hast du die nach Deutschland—
Mit dem Flugzeug herschicken lassen. Auf Schiff geht er nicht, denn das überleben die nicht. Dieses Schaukeln, das können die nicht ab. Flugzeug ist schon schlimm genug, da verlieren sie schon 30, 40 Kilo.
Die Pferde?
Ja, ja, Nervosität. Ist ja ein Fluchttier.
Und dann hast du die aber irgendwie wieder aufgepäppelt und dann?
Dann habe ich die hergeholt, ja, die müssen dann 4 Wochen, 6 Wochen stehen und fressen und grasen. Ja, und dann habe ich die gespielt.
Und dann habe ich also Bundesliga oder Nationalmannschaft?
Ja, da haben wir dann deutsche Meisterschaften, dann haben wir Europameisterschaften, dann haben wir Und dann eben auch in der— ich habe eigentlich in der ganzen Welt gespielt. Ich habe in Argentinien gespielt, ganz viel. Jeden Winter in Argentinien gespielt. Ich habe in Dubai gespielt, in England, also überall.
Wie viel Zeit deines Lebens hast du im Flugzeug verbracht? Das ist ja, du musst ja—
Gute, gute Frage. Also meine Sekretärin hat es mir ausgerechnet. Sie sagt über 3 Jahre. Über 3 Jahre im Flugzeug gesessen? Über 3 Jahre im Flugzeug gesessen. Sie hat es mir ausgerechnet.
Weil du weißt, wenn du dann pendelst zwischen den Staaten.
Ja, ich bin ja oftmals, bin ich nach Hongkong geflogen, von Hongkong nach Deutschland geflogen, von Deutschland nach New York geflogen, da hatten wir auch ein Büro, wieder zurückgeflogen, wieder nach Hongkong geflogen. Ich bin ja immer um die Welt geflogen, immer hin und her geflogen, weil ich habe mich um alles gekümmert, sprich um Produktion gekümmert habe. Und dann bin ich manchmal zweimal im Monat nach Hongkong geflogen.
Und dann ab und zu mal nach Argentinien, um da irgendwie Polo zu spielen.
Das habe ich nur im Winter gemacht, ja, da ist ja der Sommer.
Ja, ja, aber das war dann nicht so.
Ich war auch vor 3 Wochen für 2 Tage in Hongkong.
Aber da geschäftlich?
Ja, geschäftlich, ja. Bin hingeflogen, wieder zurückgeflogen.
Aber wäre denn dein unternehmerischer Erfolg auch nur möglich gewesen wegen der großen Risiken? Würdest du sagen, das war—
Nein, das war nicht risikoreich. Das Risiko war natürlich, nach Asien zu gehen, logischerweise, und sich das alles aufzubauen. Das waren ja Fabriken. Du musst dir vorstellen, die hatten 10 Maschinen. Und ich habe gesagt, nun schafft euch mal ein paar Maschinen an. Hier habe ich einen Auftrag für euch und dann macht der so und so. Deswegen sage ich, das war im wahrsten Sinne des Wortes Entwicklungshilfe.
Nachher hatten die dann 30 Maschinen oder 40.
Heute haben die ja Maschinen, die sind ja viel moderner als hier. Die haben hochelektrische, hochautomatische Maschinen, wo auch nicht mehr viele Leute drinstehen. Also heute ist es ja was ganz anderes. Die heute produzieren, die ja Ware, die kannst du gar nicht mehr unterscheiden von Ware aus Italien oder Frankreich oder woher auch immer. Außer die Franzosen und die Italiener und alle produzieren auch alle und Armani und alle in China.
Du warst ja in so einer Generation, wo einige Unternehmer, Gerry Weber oder wie sie alle hießen, solche Marken gebaut haben.
Genau.
Und viele sind ja auch verstorben oder Marken im Sinne verstorben.
Ja, Gerry Weber zum Beispiel, ja, der hat ja Der hat seine Söhne aufgebaut oder vielmehr nicht aufgebaut und das ist wahrscheinlich der Grund, warum die pleite gegangen sind.
Weil sie das nicht gut gemacht haben?
Ja, ich habe versucht, immer gute Leute für mich, also bessere Leute als mich zu haben, damit der Laden läuft. Denn sonst hätte ich ja nicht in Asien rumsitzen können und, was heißt rumsitzen können, arbeiten können, neue Produktionsstätten aufsuchen. Neue Fabriken machen und und und. Das war ja meine Aufgabe.
Aber also einige sind weg von der aus der Generation Mark und andere sind ja auch massiv groß geworden. Hast du da die Inditex-Leute mal kennengelernt oder so was? Die müssen ja auch alle Asien.
Sarah, der ist ja der ist ja der ist wirklich gewaltig damit der Mann muss man sagen. Da kann man ja der kannst du nur einen Hut abnehmen. Der hat aber der hat der hat das ja in Spanien angefangen.
Aber zeitgleich quasi ne? Das muss ja der muss ja seiner Generation.
Ja der müsste auch. Ich habe 62 angefangen. Der bist du auch ungefähr gleich.
Aber man hat sich nie getroffen, das war jetzt nie so, dass man auf einer Messe oder—
Den hat man nie gesehen. Ich kenne viele Leute von Zara und wir produzieren auch für Zara und Mango und solche Leute, aber der hat einfach, der hat alles in Spanien, Südspanien gemacht, wo ja auch ganz Armut herrschte und auch in Portugal und hat dort alles produziert und zwar ganz schnell. Der hat gesehen im Fernsehen, das und das ist Mode, hat er das innerhalb von 4 Wochen, macht er heute noch, innerhalb von 4 Wochen oder 2 Wochen hat er das auf dem Ladentisch. Und das ist natürlich sein Riesenplus. Und hinzu kommt, dass ihm fast alle Gebäude, wo seine Läden drin sind, gehören ihm alle selbst.
Aber okay, obwohl man so aus einer ähnlichen Unternehmer- und Branchengeneration ist, hat man sich nie kennengelernt.
Du hast es verfolgt wahrscheinlich, aber ich kenne Gerry Weber, habe ich sehr gut gekannt, und solche Leute, die kannten wir alle hier.
Die Marco Polo Familie wahrscheinlich auch.
Ja, die auch, genau. Mit denen bin ich befreundet. Ja, mit denen bin ich befreundet. Max und wir kennen uns gut.
Und ja. Hugo Boss ist ja auch aus der. Ne, der ist ja schon früher groß. Das war schon.
Der war früher. Der war früher. Ja, die kenne ich auch gut. Die beiden Holies kenne ich sehr gut. Der eine ist ja gestorben. Die beiden Holies kenne ich sehr gut. Uwe, der ist noch da.
Aber es ist nicht so, dass man sich vorwirft, man hätte nicht noch was Größeres bauen können oder oder man hätte es anders machen müssen mit der Firma. Weil im Nachhinein jetzt götz den Chinesen. Ich glaube, du bist ja eben dann auch raus, ne? Sozusagen. Kann ich sagen, ich habe alles rausgeholt, ich bin froh, dass es so gekommen ist, oder denkt man sich, boah, da gibt es jetzt diesen Typen von Sarah, der hat da noch ein größeres Imperium gebaut. Wie blickst du drauf im Nachhinein?
Du, wie soll ich drauf blicken? Ich finde das beachtenswert, finde das toll, dass sie es gemacht hat, aber ich habe nicht unbedingt jetzt das Bedürfnis, dass ich auch so groß werde, sondern ich habe das, was ich geschaffen habe, muss ich sagen, damit bin ich sehr zufrieden, oder was wir geschaffen haben, Herr Pönja und ich. Damit bin ich sehr zufrieden und ich muss sagen, und auch stolz drauf, und das kann man auch sein.
Fällt es dir schwer, dass das jetzt quasi da den Chinesen gehört? Aber du kennst sie ja.
Ich bin ja nach wie vor im Unternehmen noch tätig, also bin beratend tätig, und das ist halt einfach meine Firma, immer noch. So fühle ich mich zumindest, und auch zu allen Veranstaltungen bin ich dabei, oder Ich muss, wenn jetzt irgendwelche Events sind, muss ich Reden halten. Das mache ich immer noch gern, weil das einfach, es ist einfach, es ist my heartbeat.
Ja, und aber du hast jetzt ja dann irgendwann, also, oder eine Episode, die wir noch mal vielleicht ansprechen wollen, ist, du hast ja irgendwann entschieden, als du noch voll operativ warst, ihr kauft Bonita.
Das ist ja auch ein, ein, ein, ein, nee, ich habe nicht entschieden, die, die, die, das falsch. Ich wollte Bonita damals gar nicht kaufen, sondern das hat der neue Vorstand entschieden. Wir waren Aufsichtsratsvorsitzender, also ich war Aufsichtsratsvorsitzender, und wir durften ja nur, wie das auch heißt, raten und beaufsichtigen. Wir können nicht sagen, nein, dürft ihr nicht kaufen, es sei denn schwerwiegend. Aber da waren so gute Berichte von Ernst& Young und, und, und, und solche Mappen, Cash Cow, Cash Cow, Cash Cow, haben wir gesagt, okay, dann kauft das Ding.
Also das war ja so Unterwäsche und sowas.
Nee, das war ein Damenleben. Bonita ist ein Damengeschäft für die Dame zwischen 50 und aufwärts.
Okay, hätte eigentlich ganz gut gepasst.
Ja, passt. Das hätte auch gut gepasst. Aber wir haben nicht, wie soll ich sagen, wir haben diese Sparte zu leicht genommen. Die haben gedacht, das machen wir mit der linken Hand so nebenbei. Nein, da muss man sich ganz besonders drum kümmern, weil diese Kundin eine ganz besondere Kundin ist. Die hat mehr Geld, die gibt auch mehr Geld aus, aber die will auch mehr Service haben, die will Qualität haben und, und, und, und, und. Und das hat man vergessen. Und das haben die, und dann ging das ja, sind die insolvent gegangen, also die Firma Bonita, nicht Domptela.
Aber die gehörte euch dann sozusagen?
Ja, ja, und dann war sie auf dem Markt und da wollten die alle die ausschlachten und da habe ich gesagt, mit meinem, mit jetzt meinem Partner da, Herrn Carsten Oberheide, haben wir gesagt, die können wir übernehmen.
Als du schon raus warst?
Haben wir die rausgekauft und ich mit Asmara, weil ich wollte, das wäre kontraproduktiv, ich bin bei Asmara beteiligt und kaufe jetzt privat noch mal wieder was raus. Das machen wir über Asmara und dann, ja, und heute läuft er dann. Heute haben wir aus 11, das waren um die 1000 Läden, Wir haben ungefähr 500 zugemacht, weil die überhaupt nicht profitabel waren. Überhaupt nicht. Die hat man nur, man hat nur voll diese versuchte Umsatz zu zu zu generieren, aber da kam nichts dabei raus. Dann haben wir gesagt, die machen wir zu. Wir haben jetzt noch ungefähr 500 Läden und die laufen profitabel.
Bei Bonita jetzt? Ja. Und dieses Asmara-Konstrukt, das ist entstanden mit einem chinesischen.
Asmara muss ich auch kurz erzählen. Wie gesagt, das mit einem mit einem Inner. Entstanden. Der machte mein, der machte in der Agentur, wo ich eingekauft habe in Indonesien, machte der das Büro und war eigentlich der beste Mann. Und wir kannten uns so ein paar Jahre, waren gut befreundet. Und dann sagte er eines Tages zu mir, Uwe, ich kann hier nicht mehr, ich muss hier weg, ich muss weg, ich will mich selbstständig machen. Ich sag, das kannst du auch, du, so wie du arbeitest, kannst du dich selbstständig machen. Er sagte, ich habe nur kein Geld. Ich sage, ja, und was brauchst du denn für Geld? Er sagte, um anzufangen brauche ich eine Million. Ich sage, okay, mir hat man auch mal geholfen, ich helfe dir jetzt auch, gib dir die Million, aber ihr, wir, du lässt mich sitzen, dann lernst du mich kennen, habe ich gesagt. Und dann, ja, dann hat er angefangen, da habe ich in der Firma das publiziert, ich habe gesagt, ich habe dem eine Million gegeben. Alle schrien um bis wahnsinnig Inder.
Aber war das für dich viel Geld oder war das für dich so richtig schon?
Das war viel Geld, ja. Und habe ich gesagt und da hat er gesagt ja und das das Geld ist weg, das siehst du nie wieder, den siehst du auch nie wieder. Ich sage hört mal zu, das ist mein Geld, was ich jetzt hier ausgebe und nicht euer Geld. Also haltet euren Mund. So was kam? Die erste Million kam. Er baute sein Büro auf. Ach so. Dann habe ich gesagt, okay, wenn ich das Geld gebe, musst du für uns Agent sein. Das musst du, die gesamte Ware in Asien besorgen. Das hat er auch sensationell gemacht. Nach dem ersten Jahr großer Erfolg, die Million wiederbekommen. Und jetzt? Ich brauche 2. Okay, habe ich ihm auch gegeben, 2 Millionen, also noch eine oben drauf. Und dann habe ich gesagt, du, ich habe gesehen, dass er Gewinne macht und dass er das wirklich sehr, sehr gut gemacht hat. Der war auch perfekt. Da habe ich gesagt, ich steige bei dir mit ein. Hat er sich natürlich gefreut. So bin ich eingestiegen bei ihm, bin ich heute noch, und ich muss sagen, der Laden verdient. Wir haben eins gemacht, wir haben 17 Büros mittlerweile.
17 Büros?
In Asien.
Also Handelsbüros am Ende?
Handelsbüros, wo wir auch alle Häuser selber gekauft haben, gehören uns, und machen damit den ganzen Weltmarkt.
Für welche Klamotten, welche Produkte?
Alles, was die Leute haben. Aber Crombie& Fitch ist einer unserer größten Kunden mit 300 Millionen. Okay. Und dann viele, viele andere. Die Deutschen, Marco Polo, Tom Taylor ist unser Kunde. Alle.
Das heißt, die Firma macht jetzt Milliardenumsatz?
Fast eine Milliarde. Also FOB, wenn du das rechnest auf Preise hier in Deutschland bis über 4 Milliarden. Macht schon gewaltige Stückzahlen. Gigantisch.
Wow, und das gehört jetzt im größeren Teil?
Nein, mir gehört es nicht zum großen Teil, das will ich jetzt gerade erzählen. Haben wir ganz viel gemacht, wir haben alle, Niki und ich, wir haben den größten Teil, aber auch nicht so viel. Wir haben zusammen, glaube ich, 30% und der Rest ist verteilt auf alle Büroleiter. Das heißt, jedes Büro ist für sich selbst verantwortlich. Ist beteiligt an der Firma. Und dadurch haben wir heute, wir haben jetzt 16 Beteiligungen oder 17 Beteiligungen, und die verdienen alle gutes Geld, und wir können alle ruhig schlafen. Da ist keiner mehr, der sich Kickbacks geben lässt oder wie auch immer.
Und das heißt, das Geschäftsmodell ist aber am Ende, ihr lasst produzieren und verkauft weiter?
Wir produzieren für, wie gesagt, für alle Großen der Welt, alle Großen der Welt. Und verkaufen denen die Ware. Das heißt, wir sind keine Agentur. Wir sagen, was willst du? Willst die Bluse haben für 10 Euro? Können wir dir machen. Okay, wir geben sie dir für 10 oder für 10,20. Wie viel Stück brauchst du? 100.000 Teile. Okay, machen wir in den Fabriken 3, 4, 5, 6, 7, werden produziert, dann kriegt ihr eine Rechnung bezahlt. Oder muss vorher per Anträge geschickt werden.
Also schon auch, das ist ein richtiges Produktions— also es ist nicht nur reiner Handel, sondern— okay.
Wir sind praktisch Verkäufer und Produzent, beides in einem.
Okay, aber ist es dann für dich wahrscheinlich wirtschaftlich attraktiver, also ähnlich wie die Anfangsjahre oder schon auch die guten Jahre von Tom Taylor?
Ja, kriege ich meine Dividende jedes Jahr und die ist nicht schlecht.
Okay, also das heißt, du hast zwar aus der Bekanntschaft zu diesem Inder und aus der Situation heraus jetzt eine Firmenbeteiligung und diese Firma hat dann auch jetzt Bonita gekauft, das ist auch mit drin?
Die Firma hat jetzt Bonita mitgekauft. Ich habe sie zuerst gekauft, habe sie dann Bonita übergeben, an Asmara übergeben.
Entschuldigung. Okay, okay, um das alles ein bisschen gebündelt zu haben.
Ja, sonst ist das alles hier, da und da, das ist nichts. Und wir beliefern ja Bonita sowieso, die Ware kriegt, die Ware für Bonita liefert nur Asmara.
Okay, also mittlerweile ist es dann im Haus, weil das eine Firma ist. Und so ein Asmara-Konstrukt, also mit Milliarden Euro Umsatz, hat man noch nie von gehört, ist eigentlich Wahnsinn.
Also ich mache jetzt nur 900, also fast an die, kommen an die eine Milliarde ran.
Und das wächst noch weiter?
Das wächst weiter, ja. Der Treiber ist dieser indische Unternehmer, mittlerweile alle, ja, mittlerweile alle, die verkaufen ja alle, die ganzen Büros verkaufen ja auch alle direkt, die Reisen machen, tun, verkaufen.
Könnte man sowas heute noch aufbauen? Also ist das irgendwie, wir haben letztes Jahr auf Bali unser 25.
Jubiläum gefeiert, haben alle Kunden eingeladen aus Amerika, überall her, und das ist 25 Jahre alt.
Aber ist denn dieser ganze Markt noch so, dass jetzt, wenn du jetzt heute auch so ein bisschen Goldgräber bist, wie du das damals warst, und sagst, okay, da ist ja scheinbar nach wie vor Bedarf in westlichen Märkten, oder generell Mode gibt es ja immer noch, da kommen jetzt neue Unternehmer und versuchen da noch irgendwie mitzuspielen, geht das noch?
Es geht eigentlich immer, du musst nur besser sein als die anderen, und wir sind in der Tat wirklich besser als alle anderen. Es gab ja schon solche Unternehmen, die weltweit das gemacht haben, aber wir sind da, muss ich sagen, wirklich führend.
Was muss man denn gut können?
Du musst einfach eine Vision haben, du musst exzellente Qualität liefern, du musst gute Preise machen, das heißt, du musst sehr strukturiert arbeiten, und das können wir und tun wir, und das ist unser Plus. Sonst wären wir nicht in 25 Jahren von null auf 970 Millionen.
Aber ich meine, am Ende, ich frage mich halt, weil ich diesen Markt so gar nicht einschätzen kann, wenn jetzt der junge Uwe heute mit 20 ins Flugzeug steigt und sagt, okay, ich fliege mal irgendwie nach Vietnam und fange mal an, da einzukaufen. Gibt es das noch so?
Schwierig, schwierig, schwierig, würde ich auch sagen, schwierig.
Weil einfach da jetzt alle präsent sind, du brauchst nicht viel bringen.
Alle Leute sind präsent, alle Alle, auch alle Kunden sind mittlerweile teilweise da direkt präsent. Das ist also, da muss man schon eine, muss man schon wirkliches, ja, wie soll ich sagen, eine geschlossene Kette haben. Und das haben wir. Wir haben alles, wir können alles in jedem Land besorgen. Wir haben in der Türkei ein Büro, wir haben in China 2 Büros, wir haben in Indien 2 Büros, wir haben in Bangladesch, in Kambodscha, in Indonesien, überall.
Und welcher von diesen Märkten ist da gerade der attraktivste? Ich habe das Gefühl, China. Ja, nach wie vor?
China nach wie vor, im Moment noch. Ganz stark gefolgt von Bangladesch, habe ich vergessen. Ganz stark gefolgt von Bangladesch und auch von Indien.
Und ist es mittlerweile so, man hat ja über Jahrzehnte mal gehört, dass die Arbeitsbedingungen da so schlecht sind, dass Kinder das machen?
Das ist natürlich gewesen. Aber heute, wir haben alleine 12 Leute, die nichts anderes machen, auch nur, die nur rumreisen und gucken, ob all das auch wirklich keine Kinderarbeit, soziale Verhältnisse, Toiletten, Küchen, dies, das, jenes wird immer geprüft.
Und also das heißt, das hat sich auch stark verbessert davor?
Ja, wesentlich verbessert. Und wir verifizieren das auch. Also die werden alle, die kriegen richtig Berichte darüber und das wird, nein, ich will nicht sagen, dass es es heute nicht mehr gibt, Aber es ist heute eine verschwindend kleine Anzahl.
Also das heißt, die ganzen Märkte haben sich professionalisiert.
Und die Firmen, mit denen wir arbeiten, das sind so große Fabriken, die könnten sich das gar nicht leisten. Das sind höchstens vielleicht so kleine Subcontractor, die die manchmal noch sich holen. Da könnte das vielleicht passieren, aber das darf eigentlich nicht.
Warum sind denn eigentlich diese großen Modefirmen nicht selber noch stärker vor Ort? Und warum, ich meine, am Ende nehmt ihr eine Marge raus. Warum kommt da nicht vielleicht irgendwie eine, du hast ja gerade gesagt, eine Abercrombie Fitch und sagt, okay, Wir sind jetzt so groß, wir gehen jetzt selber an die Fabriken ran, wir sind selber in Asien vor Ort. Warum erlauben sie eigentlich solche Mittelsmännerstrukturen wie eure weiterhin?
Weil sie einfach die Sicherheit haben wollen. Die Sicherheit, dass wirklich— guck mal, sie müssen ja alles kontrollieren. Du, wir machen eins, die unsere Büros, wenn du jetzt Evercore bleiben wir bei dem, der kauft jetzt 20.000 Jacken so in der Fabrik so und so. Jetzt steht unsere Leute stehen da von der ersten Sekunde die Meterware kommt rein wird kontrolliert. Jetzt beginnt die Produktion. Der steht da bis die Ware auf dem Container ist. Ist immer unsere Security dabei und prüft und kontrolliert und Stichproben rausguckt, ob er die Maße stimmt und und und. Das können die gar nicht. Wie sollen die das machen? Da müssen sie ein Apparat von wie wir auch 2000 Leuten.
Also sie akzeptieren, dass diese Wertschöpfungsstufe einfach extern ist und Sagen wir vorher, dass wir haben 2000, fast 2000 Leute in Hongkong, also in Asien.
Die müssen die ja sonst aufbauen und kontrollieren und, und, und. Und die bei uns durch die eigenen Büros, die wir haben, und dass die alle beteiligt sind, kontrollieren die sich ja von selbst. Verstehst du? Die, die werden nicht mehr uns betrügen, wie das früher war, dass sie hier ein Kickback und da ein Kickback bekommen haben.
Sowieso war das generell so früher, ne?
Ja, früher war es immer so. Der Chinese hat immer gesagt: Close one eye, but never close two eyes. Also lass mal was durchgehen, aber bloß nicht, sonst nimmt es Überhand.
War das auch deine große Stärke, sagen wir mal, auch so kulturübergreifend Freundschaften schließen zu können?
Ja, ich habe sehr, sehr viele Freunde in Asien. Ich habe, wie gesagt, auch lange da gelebt und ich habe sehr viel gelernt und sehr viel auch von den Chinesen gelernt und von den Asiaten gelernt. Und auch diese Familienzusammengehörigkeit, die ich auch heute hier pflege mit meinen Kindern. Ich habe ja nun mehrere Kinder und dadurch auch natürlich mehrere Freunde. Und in meinem Haus auch in Spanien, wir sind eigentlich immer so 15, 20 Leute da. Und das liebe ich einfach. Ich bin das einfach, diese Familienzusammengehörigkeit, das ist einfach so toll. Das kennt man ja gar nicht mehr in Deutschland.
Aber das hast du in Asien sozusagen so?
Das habe ich in Asien, also ich habe es zu Hause schon mitbekommen, aber ich habe es in Asien dann wirklich bemerkt und auch gelebt, wie die Urgroßmutter und der Urgroßvater und der Großvater und die Großmutter und die Kinder und wie das alles lebt da und wie das funktioniert. Es könnte auch anders, könnten die gar nicht funktionieren. Denn wenn die nicht alle mithelfen würden in dieser ganzen Kategorie der Arbeit, somit verdienen die auch Geld und haben zu essen. Damit haben sie sich früher über Wasser gehalten. Die Inder genauso.
Die Länder verändern sich ja auch. Ich meine, China ist jetzt ja ein ganz anderes Land als früher.
Ja, China ist ganz anders heute geworden. Das ist unbeschreiblich. Ich war gerade in China vor 2 Monaten oder 3 Monaten. Wenn du das siehst da, Die Städte sind grün, die haben Millionen von Bäumen gepflanzt, da fahren die Roboter rum und die Chinesen sind zufrieden, obwohl die Xi haben, die werden, du wirst ja, wenn du auch, wenn du durch die Straßen gehst, wirst du alle paar Minuten fotografiert und gefilmt. Geht nur blitz, blitz, blitz, blitz, überall, überall, im Auto auch. Aber sie sagen, es geht ihnen gut, Xi sorgt für seine Bürger, für seine Menschen. Und das tut er ohne Frage. Sie haben gut zu essen, sie leben gut, sie leben, ich will nicht sagen Wohlstand, aber es geht ihnen gut. Ich will nicht, auf dem Lande mag das anders sein, aber ich gehe jetzt nur von den ganz großen Städten, Shanghai und, und, und, und, und, und das appreciaten sie. Und die sind glücklich, die Chinesen sind wirklich erstmalig, muss ich sagen, sehr glücklich und fühlen sich wohl trotz dieser Beobachtung. Die man ja bei uns auch einführen will.
Welches von den ganzen asiatischen Ländern kennst du am besten? Wo hast du dich am meisten heimisch gefühlt?
Hongkong habe ich lange gelebt, Vietnam kenne ich sehr gut, und auch China kenne ich eigentlich gut. Indien kenne ich auch gut. Ich bin überall ja, ich bin ja überall sehr viel gewesen. Ich war keine gute Chefin und heute coache ich Führungskräfte. Und ich wurde mit 22 Jahren Führungskraft und musste ganz schön hart dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Werden. Heute bin ich Spiegel-Bestsellerautorin und erreiche auf LinkedIn Millionen Menschen. Wir sind Emma Isadora Hagen und Svantje Almers. Das ist Out of Office, der Business- und Karriere-Podcast. Wir teilen mit euch Karrieretipps, die wirklich funktionieren, egal ob es um Gehalt, Selbstmanagement oder die Frage geht, wie man kritische Gespräche richtig führt. Und dazu teilen wir mit euch die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und ordnen für euch den Hot Tea aus Businesswelt ein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann abonniert den Kanal und seid ab jetzt jeden Mittwoch mit uns out of office.
Aber was ist denn dein, dein, dein, heute würde man sagen Longevity Hack? Wenn ich dich jetzt so sehe, du bist 85, es ist einfach unvorstellbar, also wie du sprichst, wie du reist, wie du aussiehst. Wie macht man das? Einfach gute DNA, gute, gute, gute.
Wahrscheinlich eine gute DNA. Und ich bin einfach lebensfroh. Ich bin lebensfroh. Ich habe zwar einen Knacks mitgekriegt durch den Tod meiner Frau, aber da habe ich mich auch wieder davon erholt.
Wie lange ist das her?
Vor 3 Jahren. Und ich habe mittlerweile eine Partnerin gefunden in der Schweiz, bin sehr glücklich und noch 2 Kinder dazu übrigens. Jetzt habe ich 6 Kinder.
Ah, okay, weil die hatte schon Kinder.
Die hat 2 Kinder. Und ja, insofern, also wie gesagt, ich bin glücklich, wenn ich meine Familie um mich habe, meine Kinder da sind.
Machst du besondere Sachen beim Essen, beim Sport, irgendwas?
Also ich beim Essen, ich esse morgens und abends und am Tage nur ein bisschen Obst.
Okay.
Und mache viel Sport, gehe jeden Tag, versuche jeden Tag zu laufen. Also laufen darf ich nicht mehr, schnell gehen. Meine Knie erlauben mir nicht, dass ich laufe. Aber ich kann noch reiten und kann Skilaufen, alles wunderbar. Und ja, und esse abends und dann möglichst früh um 6 und esse sehr—
machst du so Muskeltraining?
Ja, ich mache nachmittags Muskeltraining, morgens laufen.
Aber so mit Personal Trainer oder einfach nur so?
Habe ich gehabt jetzt, ja. Nachdem ich habe jetzt mal neue Gelenke gekriegt hier in die Arme, gerade Schultergelenke. Schultergelenke geht wunderbar, alles wieder da. Und das habe ich jetzt da mit der Trainerin, habe ich mir das antrainiert.
Okay, das heißt, du investierst schon in deinen Körper und so?
Ja, ich investiere in meinen Körper. Ich habe ja auch nun, wie gesagt, eine neue Partnerin, da muss ich mich ja auch anstrengen.
Ja, du hast ja auch Jahre, wenn man dein Leben so hört, das war ja auch ultra hart. Also ich meine, diese 3 Jahre im Flugzeug, die gehen ja nicht spurlos an einem vorbei und diese ganzen Reisen und dann in einer Fabrik auf dem Schneidetisch schlafen da wochenlang und dann weiß ich nicht, Firma hoch und dann wieder Verluste und so. Es ist ja schon irgendwie so, wo man eigentlich nicht alt, aber doch.
Ja, aber ich muss dir sagen, in so den Jahren wird es— ich war ja jung, ich war 20, 30, 40, da merkst du das eigentlich gar nicht. Der Erfolg war da, ich war happy, ich habe viele Freunde gehabt, ich habe auch hier viele Freunde, und ja, ich bin eigentlich Viele Leute sagen Sunnyboy. Ich bin immer gut gelaunt. Ich habe nie schlechte Laune.
Als der Erfolg besonders groß war, was war das Verrückteste, was du dir immer gegönnt hast? War es irgendwie so, jetzt kaufe ich mir noch besondere Polopferde oder jetzt mache ich die—
Bestimmt habe ich mir Polopferde gekauft. Das war das Verrückteste. Ja, ich habe in der Hochzeit, als meine Kinder bei den beiden Töchtern gespielt haben und ich, da habe ich 24 Pferde gehabt.
Okay, die waren alle hier in Hamburg dann oder?
Die waren alle in Hamburg, ja, beziehungsweise auf Mallorca. Haben wir sie stehen gehabt, weil das Wetter besser ist für die Pferde.
Und dann habt ihr aber gespielt, dann überall auf der Welt?
Überall, überall. Und wir haben aber nur in Europa haben wir die Pferde mitgenommen, sonst haben wir uns welche geliehen. Dubai und so haben wir es immer Pferde.
Du hast doch am Ende noch eine Ranch gehabt in Argentinien, glaube ich, oder?
Ja, in Argentinien.
Ja, das ist ja nicht nur Pferde, du hast dann auch irgendwie so eine Ranch angefangen, aber das habe ich dann irgendwann aufgehört.
Das war nichts für mich, das war mehr die Zeit, habe ich nicht auch noch gehabt.
Eine Ranch zu betreiben?
Wir haben, ich habe mit einem Freund zusammen Pferde gezüchtet, aber das hat er nachher weitergemacht. Ja.
Und hast du noch irgendwas sozusagen vor? Oder wenn man so über dein Leben jetzt, ich meine, du bist ja noch fit. Was kommt noch?
Ja, also ich habe noch viel vor. Ich hoffe, dass der liebe Gott mir noch lange Zeit gibt. Also ich fühle mich gesundheitlich sensationell und Ich will noch viel Sport machen, ich will noch viel reisen.
Aber du hast eigentlich die Welt gesehen.
Ich war überall, ja, stimmt. Aber jetzt habe ich ja eine Partnerin, der muss ich ja auch mal was zeigen. Vielleicht mit ihr zusammen. Meine Kinder reisen auch viel und ich möchte viel mit meinen Kindern zusammen machen. Für mich ist mein Leben, sind meine Kinder. Das ist wirklich wahr, muss ich sagen. Meine Freunde, meine Kinder, so diese Community. Das hält mich aufrecht und das hält mich jung und hält mich frisch und da fühle ich mich.
Was würdest du jungen Leuten heute raten? Also wenn jetzt jemand, der selber ist vielleicht 18, 19, 20 oder vielleicht Mitte 20 ist und sowas jetzt hier hört und denkt, okay, was ein Leben, was ein Abenteuer, gutes sonniges Gemüt kann man ja schlecht an jemandem raten.
Nee, aber erstmal muss man natürlich arbeiten. Ohne Arbeit geht das nicht, ohne Geld verdienen kann man sich auch keine Abenteuer leisten und ich würde jedem raten, er soll so wie ich das zum Beispiel gemacht habe, eine Vision haben, weil er irgendwie einen Punkt haben, wo er hin will und wenn er dem nachgeht, ein bisschen Glück hat und auch sich da rein versteift, dann wird das auch gelingen, glaube ich. Und im Sportbereich, ja, es gibt ja Leute, die sind— ich bin ein bisschen crazy, das weiß ich selbst. Aber ich kann nur wieder sagen, ja, der liebe Gott hat mich wirklich beschützt. Ich wäre wahrscheinlich schon längst weg gewesen sonst. Aber ich bin einfach so. Mich fasziniert die Gefahr. Ich sag mal, eine kalkulierbare Gefahr. Ich laufe nicht am Seil, zwischen zwei Bergen rum. Aber so die Gefahr ist schon für mich eigentlich etwas Faszinierendes.
Aber nur im Hobbybereich, nicht im Unternehmen?
Im Unternehmen überhaupt nicht, da bin ich sehr konservativ. Genauso auch mein Geld anlegen, ich bin sehr konservativ. Ich sage mir immer, ich habe mein Geld verdient, warum sollte ich das noch mal spekulativ jetzt versuchen zu verdoppeln?
Also hast du keine Immobilienprojekte gemacht?
Immobilien habe ich, ja, Immobilien habe ich. Die haben die Kinder, ich habe keine mehr. Ich habe alles schon meinen Kindern vererbt. Nein, aber ich sage mir, warum sollte ich jetzt das Geld, das, was ich schwer verdient habe, wirklich schwer verdient habe, warum soll ich das jetzt aufs Spiel setzen, um da eventuell das Doppelte zu kriegen oder vielleicht nur noch die Hälfte? Mache ich nicht. Dann habe ich lieber 4, 5% oder 3% Zinsen und bin damit zufrieden. Meine Devise. Gibt andere, die sind spekulativer, die sind da mehr für die Gefahr. Ich nicht, die liebe ich nicht. Die andere Gefahr liebe ich mehr.
Uwe, krass, krass, krass, krass. Also was ein Leben, was ein Leben. Aber du bräuchtest doch nichts, ne? Du würdest doch alles wieder genauso machen.
Ich bin, ich würde alles, ich würde es genauso wieder machen, genauso gleich machen. Vielleicht darf ich da eins sagen, wie ich angefangen habe mit meinem Partner 1962. Da bin ich dann zur Bank gegangen, wir beide zusammen, nachher ich allein, ein Herr Peters, Privatbank. Wir haben natürlich beide keinen Pfennig Geld. Und dann habe ich ihm meinen Plan vorgelegt, wie ich das machen wollte und und und. Und er sagt, ja, mein junger Mann, das sieht ja alles gut aus, und jetzt brauchen Sie Geld. Ich sag, ja. Was haben Sie denn an Sicherheiten? Da habe ich ihn angeguckt, habe gesagt, wissen Sie was, Gar keine, nur meine blauen Augen. Da hat er gesagt, Junge, ich habe schon so viele Fehler in meinem Leben gemacht, ich gebe Ihnen— der hat mir damals eine halbe Million, uns eine halbe Million gegeben, eine halbe Million als Treppenkapital. Als Banker, geh mal heute hin und versuch mal 10.000€ zu kriegen, kriegst du nicht. Und der hat mich im Grunde genommen verleitet, oder falls das verleitet Durch den bin ich dazu gekommen, dass ich auch gesagt habe, wenn ich dem vertraue, gebe ich ihm Geld. Wenn ich dem vertraue, gebe ich dem Geld. Ist nicht immer gut gegangen, muss ich leider sagen. Ist nicht immer gut gegangen. Das heißt also, bei dem Inder mit Asthma, heute, ich habe vorhin gerade mit ihm telefoniert, besten Freunde.
Aber es gab auch Leute, wo du sagst, den habe ich mal, weiß nicht, paar hunderttausend Euro gegeben und die waren dann weg.
Weg, weg, mehrfach, mehrfach. Der, der Inder ist sogar gekommen, als meine Frau gestorben war, gestorben ist, ist er extra von Singapur hergekommen und hat mit uns zusammen im Wohnzimmer gesessen und 3 Tage bei uns geblieben. Das ist schon was.
Der ist auch ein paar Jahre jünger wahrscheinlich als du, ne?
Der ist 55, 56.
Also okay, aber du wirst auch Leuten wieder vertrauen. Also das heißt, trotz aller auch die Rückschläge, die es auch gibt, am Ende hilft nichts, man muss weitermachen.
Ja gut, ich bin natürlich jetzt etwas vorsichtiger geworden. Aber wie gesagt, der Banker hat mich dazu, der hat gesagt, er hat mir auch gesagt damals, nicht direkt, aber im Sinne, und denkt dran, vielleicht braucht das auch irgendjemand mal, versucht das auch, wenn es kalkulierbar ist, das zu machen. Mit der, das war wirklich mein väterlicher Freund, der ist nachher, mit dem habe ich 40, 50 Millionen gemacht. Aber gut, da war das Running Business.
Das heißt, Sie hatten da mal 40, 50 Millionen wirklich auch Ausstände, also so im Sinne von Verbindlichkeiten?
Ja, ja klar, logisch. Wenn du 200 Millionen hast, kannst du easy mal 50 Millionen Außenstehende haben. Das geht schnell.
Aber was war so das stärkste Jahr? Okay, das war jetzt so, da gab es noch mal Jahre, wo dann so 10, 20, 30 Millionen reingekommen sind, oder noch mehr?
Das haben wir Zugänge gehabt. Das musst du ja auch bei dem Unternehmen. Wenn du 600, 700 Millionen umsetzt, musst du auch, wenn du nicht wenigstens, ich sag mal, 4% verdienst netto, Dann ist es schwierig, dann hast du Probleme. Der Wieses kommt ja auch immer mal wieder eine Pleite dazu und und und.
Karstadt-Pleite zum Beispiel hat mich ein Vermögen gekostet, weil weil die einfach ihre Ware hatten und und nicht bezahlt haben.
Kaufen und die bezahlen nicht dann. Da verlierst du schnell mal paar Millionen, zwei drei Millionen sind ruckzuck weg.
Aber ich meine, ist man nicht total verrückt, wenn man da so überlegt, wie es alles angefangen hat? Dann hat man auf einmal ein Jahr, wo man dann weiß nicht fünfzig sechzig Millionen Ergebnis hat und denkt sich. Wow, ja, da fängt man schon an durchzudrehen, oder nicht?
Ja, aber du darfst immer nicht vergessen, die 50 Millionen sind ja keine, ist ja kein Nettoeinkommen. Das ist das, was du brutto verdienst, und da gehen alle Unkosten ab. Also ich sag mal, wenn du, wenn du nachher wirklich, ich sag mal, 2, 3, 4% verdienst von deinem Umsatz als Dividende, sozusagen, ja, Dividende kriegst du weniger, wahrscheinlich sogar. Aber wenn du das verdienst, dann bist du schon happy, ne? Dann in der heutigen Zeit ist das alles nicht mehr so einfach, ne.
Wie hast denn du den ganzen Aufbau von Zalando und so verfolgt? Das ist ja jetzt auch irgendwie euer Segment.
Habt ihr die an, also wir machen über Zalando auch, verkaufen auch über Zalando oder über Amazon. Und ja, ich meine, den hat man ja damals nicht zugetraut, dass sie, die haben ja jahrelang nur Geld reingesteckt und nie ein Pfennig Geld verdient, aber jetzt verdienen sie gut.
Aber du hast es so beobachtet, Mensch, da kommen so junge Leute, bauen so einen Onlineshop, und dann hat man sich erstmal nichts mehr gedacht, und dann war man froh, dass die gekauft haben und gut war es.
Ja, die haben, ich meine, die haben es gigantisch gemacht, nicht? Die haben, kein Mensch hat es denen zugetraut, und die haben Investoren gefunden, die da wirklich Hunderte von Millionen reingesteckt haben. Und das ist, das, das rechnet sich jetzt, ohne Frage, sehr gut sogar.
Und diese chinesischen Anbieter, Shein und Temu und sowas, davon halte ich nicht viel.
Das ist, die sind, ist die Frage, ob die überhaupt noch hier weiter existieren werden, weil die natürlich auch sehr viel Ich sag mal, Stoffe verwenden, die man hier eigentlich gar nicht verwenden darf.
Das heißt, sie nutzen ja auch generell so ein bisschen so verschiedene Lücken, die es gibt.
Pestiziden und all sowas.
Also das, aber auch, es gibt also so Zolllücken, dass bestimmte Mindestwaren gar nicht bezahlt werden.
Aber sowas wird es immer geben. Mit solchen Leuten müssen wir immer leben.
Ja, was eine Geschichte. Was eine Geschichte. Vielen Dank, Uwe.
Ja, ich danke dir für den Aufenthalt.
War eine Wahnsinnsgeschichte.
Ja, danke, danke.
Danke dir. Ciao, ciao. Wem diese Folge aufgrund ihrer Lebensintensität vielleicht gefallen hat, dem empfehle ich dringend die Folge mit Roland Berger. Der hat auch so ein krasses Leben gehabt und hat davon berichtet. Ich glaube, das wird euch auch gefallen. Einfach googeln: Roland Berger OMR Podcast. In eigener Sache. Und zwar werde ich doch seit Jahren wirklich häufig gefragt, ob mir für eine offene Stelle irgendwo jemand einfällt. Und zwar als Arbeitnehmer, als Mitarbeiter an einem spannenden Projekt, in einem größeren Unternehmen, wie auch immer. Vom High-Profile-Job bis zum ganz normalen Profil ist alles dabei. Und häufig ist mir wirklich schon mal jemand eingefallen und ich habe Intros gemacht, Leute zusammengebracht. Dann kam häufig Monate später eine WhatsApp mit: Danke, heute ist mein erster Arbeitstag. Oder: Danke, passt perfekt. Wie auch immer, meistens hatte ich schon längst vergessen, dass ich da zwei Seiten zusammengebracht hatte. Und genau das möchte ich jetzt etwas professioneller aufziehen. Deshalb haben wir nach einiger Zeit des Testens jetzt ein eigenes Produkt erschaffen innerhalb von OMR, und zwar OMR Executive Search haben dafür extra einen neuen Kollegen an Bord geholt, und zwar den Sebastian Herrgott. Also ja, wirklich Herrgott. Er ist seit ganz vielen Jahren in der Branche und bringt genau solche Leute aus der Branche zusammen und hilft mir dabei. Wer also jetzt hier zuhört und gerade jemanden sucht auf Leadership-Ebene oder auch einen drunter im Marketing, in Digital, in Sales, in KI, dann schreibt uns bitte an ahead@omr.com. A-H-E-A-D, ahead. @omr.com. Das erste Gespräch mit Sebastian oder mit mir kostet gar nichts. Wir hören einfach zu, was oder wen ihr sucht, und dann wird der Sebastian oder auch ich für euch aktiv werden. Also meldet euch bitte.
Auf geht's!
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.










