Der Kostüm-König: Deiters-Chef Herbert Geiss (#875)
28 Jan 2026 · 64 min
Herbert Geiss built Deiters into Germany's leading costume retailer with 34 stores by ditching discounts and focusing on seasonal peaks around Carnival and Halloween. He's expanding to Berlin, Dresden, and Leipzig, while online still accounts for only 8 percent of sales. Geiss is exploring international locations like Amsterdam and New York.
Chapters
In wenigen Tagen ist wieder Karnevalshochphase in Deutschland, also in den jeweiligen Karnevalshochburgen. Ein Milliardengeschäft. Und wir haben jemanden gefunden, der da mittlerweile wirklich eine richtig gute Firma aufgebaut hat innerhalb dieser Karnevalswelt, aber mittlerweile auch ganz clever ganzjährig. Derjenige sitzt natürlich in Köln, heißt Herbert Geiß, hat eine kleine Firma übernommen von seinem Onkel und daraus mittlerweile ein Imperium gebaut mit 34 Kostümkaufhäusern, also riesigen Läden. Ich war da vor Ort. Es ist wirklich wie ein Warenhaus, mehrere Etagen voller Karnevalsutensilien, Tausende von Produkten. Und das Ganze möchte er jetzt gerne internationalisieren. Ein wirklich ungewöhnlicher Typ, selber gekleidet übrigens, bei YouTube kann man es sehen, wie ein italienischer Kaufmann, aber verkauft Karnevalsartikel, macht selber kein Social Media. Aber natürlich wird mit seinen Sachen extrem viel Social Media gemacht. Und wenn der Name Herbert Geiss bekannt vorkommt, Ihr täuscht euch nicht, es handelt sich um den ebenfalls extrem geschäftstüchtigen, smarten Cousin von Robert Geiss. Und damit direkt rein ins Gespräch mit Herbert Geiss am größten Standort in der Nähe von Köln. Wir waren in Frechen bei ihm in der Firma. Auf geht's!
Let's go, go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
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Hallo Herbert.
Hi, schön, dass ihr da seid.
Kann man so sagen, oder? Du bist der größte Karnevalshändler oder Anbieter der Welt.
Also wir gucken in dem Segment natürlich überall links und rechts. Ich habe bis jetzt noch keinen größeren gefunden, der so verrückt ist, so was zu machen. Deswegen herzlich willkommen im größten Karnevalskaufhaus der Welt.
Also Kaufhaus ist ja ein bisschen untertrieben, weil es gibt glaube ich 30 Filialen und einen Onlineshop.
34 sind wir jetzt, haben noch 3 letztes Jahr dazugenommen und wachsen stetig und freuen uns, dass die Welt durch uns ein bisschen bunter wird.
Und der Weg dahin war jetzt, sagen wir mal, relativ ungewöhnlich, vielleicht nicht ganz so, weil Köln und Karneval, und ich glaube, deine Familie hat eine Karnevalshistorie, wenn man hier rumläuft, Abzeichen, und deine Eltern beide in Funkmariechen, hast du mir erzählt, oder deine Mutter und so. Aber du hast Wirtschaftsgymnasium gemacht und dann im Betrieb angefangen von damals deinem Onkel, glaube ich, und das war jemand, der hat irgendwie so Schausteller beliefert, meine ich?
Ja, unsere Firma ist jetzt mittlerweile über 100 Jahre alt. Wir sind, oder ich bin in vierter Generation und Im Ursprung haben wir Verzierungen auf Torten, also Blumen gemacht. Daraus wurden irgendwann mal Kunstblumen am Stiel. Das wurde dann Trostpreis an Schießbuden, also Schaustellerbedarf, und so hat man sich an vielen saisonalen Themen immer wieder bedient, wie Ostern, Weihnachten und so weiter. Jetzt gibt es natürlich dann 100 Jahre später auch mal irgendwie ganz viele neue Feste, die wir jetzt mittlerweile bedienen, und ich habe dann von meinem Onkel noch in meiner Ausbildung seine Anteile gekauft und bin dann eigentlich sehr früh ins kalte Wasser.
Mit 20?
Ich habe mit 20 die Firma übernommen und habe im Endeffekt einen Großhandelsbetrieb im Kölner Westen übernommen mit einer Halle. Da war mein Vater noch an der Halle mit beteiligt, aber so internes Thema, und habe damit im Endeffekt mit Deiters gestartet.
Und warum wollte dein Onkel das damals abgeben?
Ich meine, mein Onkel wollte eigentlich schon viel früher aufhören und sein Rentenleben so ein bisschen anders verbringen. Er hat aber auch den Absprung nicht geschafft, weil aus den eigenen Kindern, die waren versorgt. Und ja, dann hat man irgendwann auf mich, den Nachzügler, gewartet, weil mein Vater mich dann ein bisschen später gekriegt hat als die anderen aus der Familie. Und ja, so bin ich dann mit 19 nicht ins Gespräch gekommen, aber so wurde dann im Endeffekt der Deal dann gemacht. Und dann bin ich mit 20 zum 1.4.2003 Inhaber geworden.
Und wie groß war das Unternehmen damals? Wir reden wahrscheinlich von einer relativ kleinen Firma dann.
Es war ein B2B-Business rein mit Schaustellern und Gewerbetreibenden auf vielen saisonalen Themen. Und wir hatten damals 20 Mitarbeiter.
Also noch kein Millionenumsatz?
Ein bisschen, ja, doch, doch, ein bisschen. War schon eine gute Firma in der Form, was sie da gemacht hat, aber ist natürlich mit dem, was wir jetzt heute machen, nicht mehr vergleichbar.
Okay, und das heißt, du hast dann die Anteile auch dann abgestottert, irgendwie über die ersten Jahre dann den Kaufpreis sozusagen bezahlt?
Genau, ja, also das war noch vor Basel II, da war das noch alles möglich.
Hast den Kredit genommen?
Ja klar, und mein Vater war zwar auch dabei und hat dabei auch geholfen, auch ganz klar, Aber wir haben schon alles auf eine Karte gesetzt damit, oder ich zumindest.
Und als 20-Jähriger war dir denn das Potenzial klar, oder hast du gedacht, okay, ich mache jetzt einfach mal das hier so weiter wie bisher und damit komme ich dann auch gut klar?
Also ich glaube, in einem Familienunternehmen ist es eigentlich immer so, dass natürlich irgendwie die Generation, die aktuell arbeitet, immer so den Blick auf die Nachfolge hat. Und bei mir, ich war immer mit 20% vielleicht noch irgendwie mit was anderem beschäftigt. Eine reine Kaufmannsfamilie und haben so das Handeln so ein bisschen im Blut. Aber trotzdem war das natürlich irgendwie so ein Stück weit schon in die Wiege gelegt. Mein Vater war auch mit meinem Onkel lange zusammen in der Firma. Die haben sich irgendwann zerstritten, deswegen ist mein Vater raus und dann bin ich rein und mein Vater ist dann auch wieder mit dazugekommen, mehr so als Belustiger als wirklich Geschäftsführer. So haben wir im Endeffekt dann den Familienbetrieb in der Nachfolge dann intern in der Familie auch gerettet.
Also hast du da schon gesehen, was man daraus machen könnte, oder hast du einfach gedacht, naja, ich muss es jetzt eh machen und die warten da auf mich, ich habe eine gewisse Verantwortung? Das war ja noch gar kein Karnevals- oder Kostüm in dem Sinne wie heute. Das war ja was ganz anderes eigentlich.
Ja, ich meine, es war eine Firma, die am Ende eine Familie ernährt hat, und dann steigt man auch in die Fußstapfen mit ein. Aber das Potenzial, so wie das heute ist, hätte ich mir jetzt damals nicht ausmalen können. Man ist ein junger Mensch, der da auch noch in der Ausbildung war. Trotzdem ist der Handelstypus bei mir immer in mir gewesen. Also da hat man schon irgendwie immer so das ein oder andere auch gemangelt, auch schon früher, und hat am Ende versucht, immer den Fokus aufs Handeln zu legen mit Einkauf und Verkauf. Und nee, also man hat sich da im Endeffekt, ich sage das immer so ein bisschen, learning by doing, dann doch relativ schnell, nicht mit Step by Step, sondern mit größeren Schritten hat man sich dann schon entwickelt. Also ich habe schon, glaube ich, mit der Übernahme viele Themen richtig gesetzt, gespürt und dann auch den richtigen Weg weiterverfolgt. Viel probiert, hat nicht immer alles funktioniert, aber immer in einem Maße, was gesund war.
Und war das dann so, wie man sich das vorstellt? Du hast da reingeguckt und dann gesehen, okay, immer wenn wir Kostüme anbieten vor Karneval, knallt es richtig, und dann auf einmal gibt es so was wie Halloween, und dann wird auch gekauft, und dann hast du anhand der Zahlen, oder ist ja dann noch nicht schwer, gedacht, okay, dann machen wir jetzt mehr davon, oder waren das irgendwie andere Impulse?
Also wir hatten eigentlich ein rein klassisches Großhandelsgeschäft, und die Zahlungsmoral unserer Kunden, das war nicht so das Beste. Und dann haben wir irgendwann gesagt, wir haben dann immer im Frühjahr Ware verkauft, die auf Ziel war. Die Leute haben nicht bezahlt und wir mussten dann irgendwie so halbjährlich nachbestellen. Wie bezahlen, wenn kein Geld da ist? Und haben wir gesagt, okay, oder ich habe dann gesagt, das mache ich auf gar keinen Fall. Wir machen hier Cash and Carry. Wenn Ware rausgeht, auch wenn ich auf Marge verzichten muss, aber die ist bezahlt. Dann ist es auch ein ehrliches Geschäft. Und dann haben wir eigentlich gesagt, da Karneval bei uns im Endeffekt so der Fokus war, wo natürlich sehr hohe Frequenz in kurzer Zeit war, haben wir gesagt, wir legen den Fokus auf Verkleidung. Und so war dann im Endeffekt ein sehr saisonal abhängiges Geschäftsthema, das wir im Endeffekt nur Januar und Februar so als Geschäft hatten, und haben dann eigentlich relativ schnell viele Themen dazu genommen, die eben sortimentsnichtfremd waren, aber passen könnten. Da war dann Oktoberfest mit dabei, dann war Halloween auch noch nicht so ausgereift, wie das jetzt heute der Fall ist, und so sind dann halt viele Sortimente dazugekommen, aber dann rein halt im Endverbrauchersegment, ne.
Und dann hast du auch sozusagen selber angefangen, Halloween-Partys zu organisieren, habe ich gelesen. Um halt sozusagen die Nachfrage quasi zu kreieren.
Genau, also wir haben dann am Ende gesagt, Halloween ist immer ein starker Abend für Diskotheken und Veranstaltungen und die packen es aber nicht richtig an. Also auch in Köln war es damals noch nicht so hip, als Hexe oder als Dracula sich in die Bahn zu setzen. Das war dann immer noch so ein bisschen Shame. Und ja, dann haben wir am Ende die größte Halloween-Party Deutschlands gemacht in der Lanxess Arena. Und ja, so hat dann auf einmal plötzlich mediatechnisch jeder nicht nur über Trends von Kostümen berichtet, sondern auch über die größte Party. Und so haben wir uns dann eigentlich die Nachfrage selber geschaffen.
Und mittlerweile macht ihr trotzdem aber wahrscheinlich einen Großteil in den Monaten rund um Februar, wenn Karneval ist, oder wie verteilt sich das?
Also früher waren wir sehr stark abhängig, was Januar und Februar anging, aber mittlerweile muss man schon sagen, wir sind jetzt mittlerweile irgendwie bei 60% Karnevalsumsatz und der Rest verteilt sich ins Jahr. Wir haben abweichendes Wirtschaftsjahr zum 1.4., weil wir dann weniger zählen müssen, was die Inventur angeht. Dann ist hoffentlich so der größte Teil abverkauft, müssen wir nicht so viel zählen. Ist bei uns auch sehr aufwendig, alle Filialen dann körperliche Inventur zu machen. Und dann starten wir eigentlich schon direkt mit Abigäcks, Mottopartys, Mallorca-Openings, Festivalsaison geht los, Ibiza geht los.
Schlagermove in Hamburg.
Schlagermove in Hamburg nicht zu vergessen, ja. Da ist aber auch noch Potenzial für andere Verkleidungen. Und ja, so kommen wir dann eigentlich auch in Hier gibt es Sonnenschwingen hier in Köln, in Bonn und überall an anderen Stellen.
Oktoberfest habe ich gesehen mittlerweile.
Oktoberfest geht los und ist natürlich hier wieder anders wie im bayerischen Raum, aber ist natürlich auch sehr beliebt. Und dann geht es direkt in Halloween, dann kommt der 11.11. fürs Rheinland und wir finden schon immer wieder neue Themen, um auch speziell dich zu verkleiden im hohen Norden.
Und wie viele Kostüme braucht man? Also wenn man jetzt eins hat und die Menschen kaufen sich jedes Jahr ein neues oder ist das so im Schnitt, dass man ein Kostüm einmal anschafft und dann damit auch sozusagen 10 Jahre durchs Leben geht?
Also wir sagen ja immer, man kann nie Kostüme genug haben. Deswegen, jeder hat ja auch glaube ich zu Hause so eine Kostümtruhe, und wenn er auch irgendwie für eine Party unterjährig noch mal den Schnäuzer irgendwie rausholt für eine Cowboy-Party oder so, hat jeder irgendwie eine Kostümkiste. Deswegen ist das Kostüm auch der nachhaltigste Artikel, weil er wird nicht weggeschmissen. Es hat jeder glaube ich irgendwie so einen Kleiderschrank, wo irgendwas drin ist und was auch immer wieder rausgeholt wird. Aber die Leute kaufen schon im Endeffekt immer wieder einen neuen Charakter oder ja, ein neues Kostüm, um eben auch nicht erkannt zu werden.
Wahrscheinlich hast du auch keine Retouren oder geringe Retouren.
Wir haben online natürlich klar auch Retouren und wir haben auch Leute, die am Ende was kaufen und sich dann doch anders entscheiden, aber das ist jetzt sehr gering.
Also nicht so wie bei irgendeinem Zalando, wo man weiß—
Retourenquote ist bei uns, sag mal, sehr human, aber ist natürlich ein Thema.
Und es ist auch so, da dachte ich vielleicht, dass sowas passiert online zumindest, dass Leute weil nicht eine Woche vor Karneval bestellen und dann auf einmal ein paar Tage nach Karneval retournieren?
Ja, gibt's auch, aber am Ende, ich meine, wir sind jetzt nicht in einem Segment, wo man sagt, ich kaufe mir jetzt ein Abendkleid, zieh es an und dann schicke ich es wieder zurück, um wirklich dann so einen Nutzen oder Ausnutzen schon fast zu haben. Also gibt's alles, ja, gibt's gute wie schlechte Kunden, aber ich würde sagen, wir haben schon zum sehr hohen Anteil sehr gute Kunden, die am Ende auch das Kostüm einfach nutzen, so wie man es macht.
Und das erzählt ihr mittlerweile 2 Millionen Kunden im Jahr?
Wir haben 2 Millionen Kunden im Jahr, davon, ich denke, so 1,4 in Januar und Februar. Daran sieht man schon, dass wir am Ende einen hohen Anteil Karneval haben, und die Warenkörbe zu Halloween und Trachten sind natürlich noch mal höher, weil ja alles dann, ich sage jetzt mal, hochwertigere Ware ist, wo auch Halloween noch mal mehr gekauft wird von Latex, Effektschminke und Kontaktlinsen. Da wird so ein Kostüm noch mal ein bisschen aufwendiger. Aber 2 Millionen Kunden sind so die, die wir so jedes Jahr in alle Filialen durchschleusen.
Was für einen Warenkorb hast du normalerweise, wenn jetzt jemand zum Karneval kauft? Dann ist er sofort mit 100 € dabei mindestens, oder?
Das macht der Geldbeutel eigentlich, oder am Ende eigentlich gar nicht so der Geldbeutel, ob der groß oder klein ist. Ich glaube, der Karneval an sich ist so etwas auch für den Kleinen oder die kleine Frau. Das kann jeder erleben, auch mit einer günstigen Verkleidung. Was schön ist, ist, dass wir, glaube ich, das Kölner Gefühl zur fünften Jahreszeit in der jetzigen Zeit, glaube ich, ganz gut gebrauchen können, weil es den Leuten schon echt Freude bringt und weil auch, glaube ich, alle gleich sind, speziell im Kostüm. Also jegliche auch Motto-Party außerhalb des Karnevals ist natürlich weitaus sympathischer, weil man direkt mit jedem ins Gespräch kommt, anstatt so, wie ich jetzt heute im Schlips sitze, dann spricht man vielleicht nicht mit jedem, aber als Cowboy, als Clown oder als Matrose kommt man, glaube ich, einfacher ins Gespräch und ist kommunikativer. Deswegen tut es uns, glaube ich, ganz gut, dass wir momentan den Karneval so ein bisschen als Ventil nutzen können für den Rest, der so in der Region passiert.
Wie ging es denn sozusagen dann weiter? Also du hast den Laden übernommen, hast dann gemerkt, okay, die Richtung könnte es sein, hast gerade erklärt, Richtung B2C gedreht oder Richtung Cash sofort. Was waren denn die Schritte? Also dann hast du erstmal gemerkt, okay, hier das Ding mit mir sitzt hier zu klein, ich brauche einen weiteren Laden, oder war es dann der Onlinehandel, oder was waren sozusagen die frühen Turnarounds, die sozusagen die Geschichte ermöglicht haben?
Also für uns war es im ersten Step einmal, uns von dem anderen Sortiment komplett zu trennen. Dann haben wir Möglichkeiten gehabt, eben auch neu einzukaufen. Das waren auch für uns auch neue Einkaufsquellen. Wir haben uns an vielen Lieferanten bedient, konnten natürlich dann dementsprechend in dem Bereich mehr einkaufen, haben dann auch angefangen, selber zu importieren. Selber zu produzieren und haben dann am Ende im Endeffekt, ich sage jetzt mal so, pro Jahr immer einen Laden dazugenommen. Das konnten wir logistisch gut handeln und sind im Endeffekt dann Step by Step groß geworden und aus eigenem Cashflow und haben dann im Endeffekt in 2011 die Entscheidung getroffen, dass wir dann wirklich auch an dem Standort, wo ich gestartet bin, einfach viel zu klein geworden sind und haben dann ja jetzt hier in Frechen dann neu gebaut zu unseren Bedürfnissen, also nahe Köln sozusagen. Genau, und haben dann am Schluss relativ schnell hier das Grundstück auch noch dazu gekauft und haben dann 3 Jahre später dann auch noch mal hier neue Logistik und Verwaltung gebaut, weil wir dann doch eben nicht mehr eine Filiale, sondern dann haben wir so 5, 6 pro Jahr aufgemacht, und dann musste halt auch alles irgendwie mitwachsen, ne.
Wo waren denn die ersten Filialen? In Köln erstmal, ich glaube, hier mit Leuten 3 oder 4 Stück in Köln, habe ich gesehen.
Genau, wir haben Köln zuerst aufgemacht, dann kam in Bonn eine Filiale und Dann haben wir glaube ich Leverkusen gemacht, Bergisch Gladbach. Also wir sind eigentlich so in dem Speckgürtel von Köln größer geworden, uns nach außen orientiert. Für uns war es dann, wenn man so ein bisschen in Expansion guckt, ist für uns immer so das Thema: Wie jeck ist eine Stadt? Ein normaler Textiler, der kann sagen, ich brauche die und die Frequenz, ich kann das und das Quadratmeter bezahlen und dann funktioniert, ich sage jetzt mal, Textil überall. Bei uns ist aber der Faktor: Wie verkleidungswütig ist so eine Stadt? Natürlich nirgendwo in der Statistik zu erlesen. Wir können viel aus unserem Webshop sehen, wo kommen Bestellungen her, aber auch erst jetzt. Also ich meine, wenn man am Ende noch klein ist, dann hat man natürlich keine Riesenauswertung über den Webshop, den es auch damals in der Form so auch nicht gab. Und dann ist es eigentlich immer so ein Learning by Doing gewesen, und dann haben wir immer versucht, ja, in einem risikominimierten Gefühl dann Filialen zu eröffnen.
Wo war die erste denn außerhalb des Speckgürtels?
Boah, ich glaube, das Krasseste, was wir gemacht haben, was glaube ich viel Diskussion ausgelöst hat, war, dass wir nach Berlin gegangen sind. Also wir waren in Berlin, da hat mein Vater noch gelebt, dann habe ich den mitgeschleppt und dann haben wir am Alexanderplatz in der Filiale gestanden. Das war eine Riesenbaustelle. Dann haben wir auf den Fernsehturm geguckt und mein Vater und ich uns angeguckt und gesagt, also wenn, dann hier. Und dann sind wir immer dann hingeflogen und mit dem Taxi und dann haben wir die Taxifahrer gefragt, wo feiert ihr Karneval? Und wo kauft ihr? Ja, sowas brauchen wir hier gar nicht. Scheiße, was haben wir hier gemacht? Und am Ende muss man sagen, zu Halloween eine unserer besten Filialen. Und da suchen wir auch noch einen Standort, oder vielleicht auch 3, um Berlin abzudecken, weil Berlin ist halt groß. Ja, muss man sagen, ist am Ende unsere größte Stadt mit über 4 Millionen Einwohnern. Da wird schon einer sich verkleiden. Ja, und so geht der Kölner halt da dran, ein bisschen aus dem Bauch raus, und es hat halt funktioniert. Deswegen, ja, wir suchen weiter. Wir sind jetzt vorletztes Jahr nach Dresden gegangen, Da sagt auch jeder, was will der in Dresden? Und dann haben wir Leipzig noch mit ans Netz genommen, das funktioniert.
Haben die auch Karneval dort?
Wir machen das dann jetzt dazu. Also wir müssen, wenn ja keiner ein Angebot hat, dann kann auch keiner was kaufen, dann lebt es auch nicht davon. Aber ich glaube, die Leipziger und Dresdner, die verirren sich schon.
Aber da gibt es keine Karnevalstradition. Ich meine, in Mainz gibt es ja glaube ich noch eine so oder in bestimmten anderen Städten außerhalb von Köln gibt es es ja auch noch, aber dort auch?
Ja, im östlichen Bereich gibt es, Cottbus hat einen großen Zug, Berlin haben wir auch damals einen Hauptstadtzug implementiert. Am Ku'damm für 2 Jahre, haben wir am Ende dann 500.000 Besucher gehabt. Es ist anders wie in Köln, ja, aber es hat Spaß gemacht.
Aber du sagst das eben, Zug implementiert, das heißt, du hast entschieden, es gibt einen Karnevalszug in Berlin, dann hast du den da angefragt bei der Stadt, ob man das machen kann, und dann?
Ja, und dann hat also wirklich auch die Stadtverwaltung und auch, wir haben dann vor Ort mit dem Berliner Festkomitee, ich weiß gar nicht mehr, wie sie heißen genau, haben wir dann da den Zug organisiert, alles auf unsere Kosten. Wir haben aus Köln noch mal einen ganzen Flieger mit 200 Kölner Jecken mitgenommen, damit die auch denen zeigen, wie Kamelle geschmissen wird. Und das war echt ein geiler Tag, und da bin ich auch echt stolz drauf, dass wir, sagen wir mal, die Möglichkeit haben, solche Sachen zu machen, die dann ein Stück weit, wenn man sich die Videos anschaut, die wir da gemacht haben, schon stolz drauf sind.
Aber warum gibt's die dann nicht mehr?
Weil der Kulturkarneval da angekommen ist. Das ist so wie Halloween. Wir haben die Party dreimal gemacht, das haben uns jetzt viele ich will nicht sagen kopiert, aber bespielen das Thema Halloween an dem Abend besser. Das heißt, wir sind ja klassisch kein Veranstalter. Wir haben den Stein ins Rollen gebracht und haben am Ende damit dann— kommen wir jetzt der Sache wieder nach, wie wir unser Geld verdienen, dass Kostüme verkaufen. Deswegen freuen wir uns über jegliche Veranstaltung, wo Verkleidung auch eine Rolle spielt. Und wenn wir es nicht selber machen müssen, ist das nicht das Schlechteste.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
In Hamburg habt ihr das glaube ich auch mal versucht. Da habe ich gesehen, da gab es irgendwie im Hamburger Luxusbereich im Hanseviertel da Hohe Bleichen und diese Straße. Hattet ihr auch mal einen Laden, aber das war kein Treffer?
Wir waren am Neuen Wall zwischen Chanel und Armani oder Escada, ich weiß es gar nicht mehr. Da sucht man uns jetzt nicht. Wie bei uns dann morgens um 10 Uhr die Türen aufgingen und unser Clown auf der Straße stand, da haben oben alle aus dem Büro rausgeguckt, was ist denn hier nicht richtig? Das war aber auch ein Pop-up, der für uns auch nur interimsweise geplant war und war nicht der Erfolg. Aber ich muss sagen, wir sind ja jetzt wieder in Hamburg und da sind wir sehr zufrieden im Center.
Okay, also im Einkaufszentrum dann?
Genau, im Mercator Center in Altona.
Okay, und was ist mit Benachbarten im Ausland? Ist das auch schon Thema?
Ja, wir haben dieses Jahr Weihnachtsfeier gehabt und wir erzählen unseren Mitarbeitern immer viel, was ist passiert, zeigen das sehr toll über Bewegtbild, wo wir alle Leute so emotional abholen in alle Richtungen. Und jetzt habe ich mir dieses Jahr gesagt, dieses Jahr geht es ins Ausland, komme was wolle. Also wir haben schon Pläne gehabt, die haben leider nicht funktioniert, aber komme was wolle, wir werden dieses Jahr ins Ausland gehen.
Aber wir reden dann von Schweiz, Österreich oder schon von Frankreich, Polen?
Also Österreich ist für uns ein Thema in Wien. Wir haben Holland, was ja grenznah hier ist, aber wir wollen halt nicht in die Grenznähe. Wenn, glaube ich, werden wir nach Amsterdam gehen. Wo auch unterjährig die Party so ein bisschen Thema ist. Es gibt viele Sachen, wo wir noch viel probieren können, viele Stellschrauben haben. Für uns ist jetzt nach so einer Session auch wieder viel zu kontrollieren, viel auszuwerten, um zu gucken, wo können wir noch Schräubchen besser drehen. Auch wir haben da natürlich Potenzial und für uns ist aber das Thema Expansion an allererster Stelle.
Und was muss ein Laden Umsatz machen, damit er für euch Sinn macht? Also braucht man einen Millionenjahresumsatz mit so einem Laden oder 2?
Also wir sagen zu Umsatzzahlen gar nichts. Wir versuchen schon am Ende für uns aus dem Bauch raus wieder eine Planung herbeizuführen, wo wir sagen, wir wollen natürlich Geld verdienen, aber wenn ein Laden, dem muss man natürlich auch ein bisschen Zeit geben, dass er erwachsen wird, aber das geht bei uns relativ schnell. Wir versuchen dann natürlich, wenn wir einen neuen Standort machen, Verträge zu machen, dass wir jetzt nicht langfristig sind. Aber wir gehen schon mit dem Investor ran, dass wir einem Standort 3 bis 5 Jahre geben. Sonst macht es keinen Sinn. Pop-up-Dinger sind logistisch ein Riesenaufwand und deswegen sind all unsere Standorte, die wir haben, alle 365 Tage außerhalb der Feiertage und Sonntage auf. Da versuchen wir schon natürlich dann am Ende die auch zu implementieren und dann auch dementsprechend offen zu halten.
Also jetzt Umsatz sagst du nichts zu. Ich habe trotzdem natürlich recherchiert und geguckt. Es gibt eine Zahl im Netz aus 24, da angeblich war Umsatz so zwischen 40 und 50 Millionen. Ich habe gedacht, das sei jetzt zu wenig bei all dem, was ihr so treibt hier.
Ja, also ob die Zahl jetzt richtig ist, lasse ich mal dahingestellt. Aber wir sind natürlich am Ende jemand, der klar versucht, einen hohen Umsatz zu generieren. Aber wir sind keine Menschen, die Umsatz generieren um jeden Preis. Das ist auch so ein Thema, was den stationären Handel vom Online so ein bisschen unterscheidet. Wenn man online da sein will und großen Umsatz macht, macht man alle drumherum, Suchmaschinen und Co., natürlich enorm stark. Und da sind wir natürlich irgendwie so, dass wir da Oldschool unterwegs sind, wollen natürlich auch Geld verdienen.
Deswegen, wie viel Prozent des Umsatzes, des Geschäfts macht denn online aus? Also ist das wie ein Laden oder ist es mehr die Hälfte des Geschäfts?
Also wir sind eigentlich ähnlich unterwegs wie der Textilbereich. Wir machen 8% online, 8%, das ist ja gar nicht so viel. Genau, aber das ist bei Inditex, H&M ähnlich. Man meint immer, dass das so viel höher ist, aber wir sind stationär sehr stark.
Okay, bei 34 Standorten, ich mache jetzt mal die Mathematik im Kopf, gut, dann könnten ja so 50 Millionen schon passen, wenn man überlegt, das weiß ich nicht, die großen Standorte machen sicherlich mehr als eine Million, die kleinen vielleicht ein bisschen weniger. So, bin ich jetzt nicht komplett riesig offen.
Wenn du dich als Controller hier bewerben willst, sag Bescheid. Nee, Spaß Seite. Also am Ende, es muss alles irgendwie funktionieren. Wir haben große Herausforderungen eben, was bei uns den Wandel angeht, speziell im Lohnbereich, Energiekosten etc. Da haben wir natürlich auch mit zu tun, speziell wenn wir auch am Ende sagen, wir sind ja kein Karnevalsladen, wir haben ja keine, ich sag mal, kleinen Lädchen. Das sind am Ende große Geschäfte ab 1000 Quadratmeter aufwärts. Jetzt hier in Frechen mit 5000 Quadratmetern, wo man auch mit 2 Mitarbeitern nicht zurechtkommt, weil die suchen sich ja dann gegenseitig den Tag. Deswegen, also wir sind schon angewiesen darauf, dass eben auch unsere Hauptzeiten auch funktionieren, und da tun wir auch relativ viel für.
Und die ganze Ware, das wird aber von euch selber auch in Teilen produziert, hast du gesagt, oder aber dann in Asien lasst ihr produzieren? So muss ich mir das vorstellen.
Genau, ja, wir würden es gerne hier machen, aber am Ende muss man sagen, die Fertigkeiten, so wie wir produzieren, ist hier schwierig, ist auch im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht das, was der Kunde am Ende bezahlen möchte. Ja, das muss man einfach sagen. Wir versuchen schon jetzt, das ist auch so eine Aufgabe jetzt für nächstes Jahr, noch mal im Kostümbereich einfach hochwertiger zu werden, dass wir die Kunden noch mal auch anders abholen, weil schon viele auch eben Wert auf Qualität legen. Und ja, so haben wir im Einkauf jedes Jahr 5000 neue Artikel, die designt, kreiert werden müssen, mit Verpackung, mit allen Richtlinien, die eingehalten werden müssen.
5000 zusätzliche, oder habt ihr dann insgesamt 5000?
Ja, wir haben Artikel, die dann natürlich irgendwann auch mal dem Trend obliegen, dass sie dann auslaufen, und dann kommen immer wieder neue Artikel dazu. Aber wir haben so 5000 neue Artikel, die jedes Jahr kreiert werden.
Aber ihr habt ja von Wimpern, also Fake-Wimpern, bis hin zu, also sagen wir mal, Kisten fürs Gesicht, bis hin zu dann irgendwelchen Clownsnasen und dann riesige Kostüme, Lederhosen separat. Also es ist ja schon breit.
Ist viel, ja. Ist viel Arbeit.
Viele SKUs.
Bitte?
Viele SKUs, würde man sagen.
Genau, ja.
Verschiedensten Größen dann auch noch und so. Genau, da bist du dann selber regelmäßig in China und hast da einen Hersteller, mit dem du das dann hochgefahren hast?
Oder sind ganz viele verschiedene? Wir besuchen China 2, 3 Mal im Jahr, eben auch um die Fabriken zu besuchen, um auch Prozesse dafür von unserer Seite auch zu verbessern mit den Sachen, die wir einfach brauchen, ja. Und gucken viel Stoff, gucken viel nach neuen Artikeln, kreieren viel von hier aus. Und aber das geht, wer Kostüme macht, macht Kostüme, der eine macht Brillen, der andere macht Perücken, der andere macht das. Und wir haben aber eine sehr langfristige Verbindung zu allen Leuten.
Und ja, bist du da der Platzhirsch? Ja, aber ich habe jetzt noch nicht so viele andere wahrgenommen. Also wer ist der größte Wettbewerber?
Wettbewerb ist, so wie wir aufgestellt sind, relativ schwierig. Es gibt klar Unternehmen, die am Ende stationär und auch einen Onlineshop haben. Es gibt viele, die online nur bespielen, die dann auftauchen. Aber so wie wir jetzt aufgestellt sind, dass du so ein großes Flächennetz hast und das auch ganzjährig betreibst, glaube ich, gibt es nicht mehr so viele.
Und Amazon? Verkauft ihr auf Amazon?
Machen wir auch mit Artikeln, die wir exklusiv haben, eben auch um am Ende den Vergleich nicht zu haben, weil wir wollen am Ende ein Unternehmen sein, was erfolgreich ist. Erfolgreich für unsere Mitarbeiter, erfolgreich mit der Ausrichtung nach vorne. Dafür müssen wir auch Dinge investieren und auch erfolgreich sein. Und wenn wir am Ende nur noch einen Artikel über den Preis vergleichen und Qualität hinten runterfällt, dann ist das für uns am Ende auch nicht mehr das Geschäftsmodell, was wir betreiben möchten.
Aber ich meine, trotzdem, der Wettbewerb ist ja wahrscheinlich schon so. Also wenn ich jetzt lese, irgendwie die ganzen SHEIN und Temu haben ja jetzt irgendwie dem Fashionhandel das Leben schwer gemacht. Die werden ja auch Karnevalssachen, nehme ich an, versuchen noch einzukaufen.
Gibt's. Wir haben eine tolle Sache gemacht. Wir haben jetzt zu, ich glaube, Dezember war es, haben wir alle Mitarbeiter hier aus Verwaltung gebeten, eben bei diversen Portalen einzukaufen. Und dann haben wir das mal einfach ausgewertet. Was kommt da an? Wie kommt das an? Wie lange hat es gedauert? Wie ist das Pricing etc.? Und das ist auch im Endeffekt diskutieren wir jetzt aktuell über Trump viel über Zölle. Das ist ein Thema, was auch die Bundesregierung hier mal klar zurren muss, wenn hier natürlich Artikel über chinesische Märkte verkauft werden, wo keiner Einkommensteuer abführt, keiner Mehrwertsteuer-Thematiken hat. Hat, dann kann man natürlich alles 20, 30% günstiger verkaufen. Würde ich auch tun, wenn ich die Mehrwertsteuer nicht abführen müsste oder diverse andere soziale Dinge noch bespielen muss. Und für uns ist eigentlich ein Learning dabei gewesen von den Mitarbeitern, wo man einfach sagt, das ist am Ende nicht die Qualität, die wir verkaufen. Und es hat auch enorm viele Unterschiede, weil du wartest lange drauf, teils geht's schnell, ist die Qualität nicht gut. Also ich glaube, jeder, der es schon mal gemacht hat, hat so seine Erfahrung damit und ich würde das jetzt sagen, ja, ist ein Spieler auf dem Markt, ist aber für uns keine Konkurrenz. Also das würde ich jetzt ganz klar so bestätigen, dass wir da jetzt keinen—
Und so eine Zalando oder so, ich meine, die könnten da auch eine Kategorie Karnevalskostüme dazu machen. Die haben ja eh die Logistik wahrscheinlich, aber tun die auch nicht. Ist wahrscheinlich zu klein für die.
Viel Spaß mit der Restware, die am Aschermittwoch übrig bleibt. Auch die muss verarbeitet werden. Das können nur Leute, die das 365 Tage im Jahr machen.
Das heißt, du nimmst dann auch Sachen, die im Kanal hängen geblieben sind, dann bietest du die halt Halloween, kommen die wieder neu in Verkauf?
Unsere Ware hat ja im Endeffekt nicht so den Trend, dass die jetzt schlecht wird, sondern wir haben ja am Ende, ich sage jetzt mal, die Trends, die wir in Szene setzen, die verkaufen wir auch ab. Und bei uns, ich sag mal klassisch, ein Schottenkostüm wird ja nicht schlecht, also das obliegt ja keinem Trend. Und das wird ja bei uns auch jetzt nicht schlecht, weil es bei uns im Geschäft hängt.
Was verkaufst du denn am meisten? Was ist denn so das Brot-und-Butter-Kostüm? Die meisten wollen Cowboy sein oder Schotte oder?
Das ist jedes Jahr unterschiedlich. Also es gibt viele Trends, wo wir natürlich Richtung Streamingdienste mittlerweile gucken. Früher haben wir in den Kinokalender geguckt, was kommt Neues, was passiert auf der Welt. Das sind alles Themen, die uns natürlich irgendwie schnell einen schnellen Trend zuspielen. Aber wenn man so klassisch in die klassischen Kostüme reingeht, die jetzt nicht irgendeiner Marke oder irgendeinem Film oder irgendwas unterliegen, dann sind das so Sachen, die wir durch Stoffe einfach neu inszenieren, neue Schnitte machen, die wir dann auch für uns ins Trendbuch setzen, die wir festlegen.
Ihr habt ja auch auf der Webseite so ein bisschen so wirklich wie so ein Fashionportal, wo dann steht, irgendwie so, weiß ich nicht, Kostüme oder Trendkostüme oder Kostüme im Trend oder Outfit im Trend und so. Also wie man das eigentlich von irgendwelchen Net-a-Porter oder so kennt. Also das ist schon—
Genau, wir haben Trends, die wir selber bestimmen und die der Kunde auch gerne annimmt. Jetzt haben wir im Dezember mit der Band Druckluft den Editionsset Karnevalsmaus. Jetzt wollen alle Karnevalsmäuse werden, und da müssen wir natürlich auch schnell sein, dass wir dann am Ende auch so eine Karnevalsmaus kreieren und dementsprechend dann auch ein großes Spektrum da anbieten. Das ist halt auch so ein Thema, was wir ja federführend dann auch mit inszenieren und auch da relativ die Augen offen haben und schnell reagieren.
Aber es gibt ja schon so ein paar Neuigkeiten, wenn man jetzt bei euch so rumläuft, war ich ganz überrascht zu sehen, so Lizenzpartnerschaften offensichtlich. Da gibt es also irgendwie Heubrause-Kostüme oder Kleiner Feigling-Kostüme. Also es scheint dann so zu sein, dass du auf diese oder diese Marken auf dich zukommen oder wie auch immer. Also musst du erklären, wie es läuft?
Also wir haben wir haben viele Anfragen natürlich diverser Natur, die auf uns zukommen. Ich glaube, für uns wirklich eine sehr tolle Kooperation war das Thema Haribo, dass wir im Endeffekt alles, was so jeder aus der Tüte zum Naschen kennt, jetzt auf der Straße ist. Haben die dich angesprochen oder du Wir haben schon mal mit denen eine Anfrage gestartet, das ist irgendwie so nicht gefruchtet, und dann kamen die auf uns zu und sagten, wir wollen doch eigentlich mit euch zusammenarbeiten. Da sagten wir, das wollten wir auch vor 2 Jahren. Ja, und dann großer Konzern, konnte es dann irgendwie sich keiner erklären, aber dann haben wir echt, muss ich auch sagen, sehr vernünftige Basis gefunden, haben im ersten Jahr sensationell das Thema implementiert und auch verkauft.
Also wir reden von 20.000 oder 100.000 Haribo-Bärchen, die da rumgelaufen sind?
Ja, so zwischen 50.000 und 100.000 Kostüme waren das schon.
Das ist ja schon auch wirklich ein Marketing-Impact dann.
Ja, aber man muss natürlich sagen, das ist dann ein Trend. Also ich meine, kann ich jetzt nicht 10 Jahre Haribo mitnehmen. Also freue ich mich drüber, klar, weil das mögen die Erwachsenen ja ebenso, wie der Spruch ist. Aber wir müssen natürlich da uns immer wieder neu erfinden.
Aber ich meine auch gerade, wenn ich jetzt so eine Brand wäre, jetzt vielleicht sogar zuhöre, und weiß nicht, Red Bull, dann kommen die Dosen, dann laufen die Leute als Dose rum, oder Haben wir gewollt, wollte Red Bull nicht, weil es zur Markenstrategie nicht passt oder zur Marke nicht gehört. Okay, aber es gibt ja wahrscheinlich trotzdem eine ganze Reihe von anderen Marken, wenn man jetzt überlegt, das ist ja eine Art von fast kostenlosem, emotionalem—
Ja, aber wir wollen natürlich auch politisch nachhaltig bleiben in dem Thema, weil wir am Ende natürlich jetzt nicht hier den Supermarkt aufmachen, so dass wir jetzt am Ende das Supermarktregal bei uns verlängern im Kostüm. Wir wollen ja schon am Ende auch die Kostüme, die, ich sage jetzt mal so, klassisch sind, wie der Clown, wie der Cowboy oder Berufsthemen, die wollen wir natürlich auch beibehalten und dann können wir nicht nur eben auf Marke gehen. Das würde uns auch zu abhängig machen von gewissen Sachen. Wenn Sachen funktionieren und da glaube ich auch, dass wir auch die einzigen sind, die sowas umsetzen können. Ja, es ist atypisch, dass man einen Harembobo Bea oder Pico Balla plötzlich auf der Straße im Kostüm sieht. Ich glaube, dass so verrückt sich das anhört, das kann auch nur so eine verrückte Firma wie wir auch verkaufen. Das ist einfach so.
Also ich habe irgendwie mir sagen lassen, wenn man im Karneval vielleicht als Single unterwegs ist und man möchte gerne das andere Geschlecht besonders effektiv kennenlernen, dann soll man sich in einen Beruf verkleiden. Das wäre besonders zielführend. Ist das so?
Ich glaube, das kommt ganz auf den Gegenüber an. Wir haben ja mittlerweile ganz viele Charaktere und Wünsche im Austausch, was Partnerschaften angeht, und da ist der Karneval, glaube ich, sehr bunt. Also wenn der eine auf den Papagei steht und der andere eher auf den Polizisten, dann let's go.
Gibt es denn jetzt viele Donald Trumps und so?
Also wie der das erste Mal gewählt worden ist, war das ein Thema, was wir natürlich aufnehmen. Ob das dann am Ende die Verkleidung ist, weil einer das ins Lustige zieht, hat es auf jeden Fall die Trends gegeben, die spielen wir auch jetzt momentan. Das ist nicht so stark, es sei denn, er lässt sich morgen was Neues ausdenken, dann stehen wir mit roten Krawatten und Perücke im Prag.
Was ist 26 der Trend?
Wir haben ganz viel, also wir haben sehr viel Glitzer gemacht. Wir kommen ja nicht nur aus Themen, dass wir jetzt sagen, so jetzt ist der Schotte oder Haribo jetzt total im Trend, sondern wir versuchen natürlich auch viele Sachen im Kostüm über andere Stoffe noch mal zu machen. Wir haben letztes Jahr Cord zum Beispiel mit in Szene gesetzt und jetzt haben wir dieses Jahr Kooperation mit Kleiner Feigling, wo wir auch lange drauf gearbeitet haben, dass wir es jetzt hinbekommen haben. Wir haben Rot-Weiß hier in Köln ganz, ganz stark. Also es gibt, glaube ich, keine Stadt, die sich nicht nur über den FC, sondern eben über die Farben und übers Stadtwappen so identifiziert, wie der Kölner das macht oder die Kölnerin. Das ist für uns super stark. Und ja, jetzt müssen wir mal schauen, ob unsere Trends, die wir festgelegt haben oder vorgegeben haben, ob die am Ende auch so vom Kunden angenommen werden. Aber das sieht ganz gut aus.
Ich habe das Gefühl, es gibt auch, also als ich im Ruhrgebiet früher als Kind so Karneval erlebt habe, da war das so Cowboy, dann hatte man eine Weste vielleicht und Gürtel und so. Und jetzt gibt es ja schon so Ganzkörperkostüme. Also du gehst da rein und hast du wirklich komplett so ein Overall mit allem Drum und Dran. Also ist auch in deinem Sinne der Warenkorb und das wird aufwendiger und größer und es gibt dann noch Hüte dazu und es wird schon ein bisschen verrückter. Ist in deinem Sinne?
Also wir wollen natürlich am Ende einen hohen Warenkorb haben, weil das natürlich das, was uns auch den Umsatz beschert. Ist ja klar, wir wollen den Leuten natürlich schon am Ende auch viel verkaufen. Dafür machen wir morgens die Tür auf. Aber wir sind natürlich am Ende immer darauf bedacht, dass wir auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis finden. Also wenn wir am Ende, ich sage jetzt mal, qualitativ zu niedrig werden, bringt es uns wirtschaftlich natürlich auch irgendwie in eine Bredouille. Der Warenkorb muss bei uns dementsprechend immer höher werden, also muss hoch sein, weil sonst, wenn wir für 4,99 € ein Kostüm für jeden Verkauf machen würden und so eine Umsatz sprengen, ja, also würde das im Endeffekt komplett unsere Geschäftsmodelle kaputt machen. Deswegen sind wir schon darauf bedacht, dass die Kunden sich schon aufwendig verkleiden, ne.
Und wo holst du die Kunden her? Also ich meine, jetzt in Köln wahrscheinlich mittlerweile kennt man euch hier, aber wenn du neu irgendwo hingehst, schaltest du dann Instagram-Anzeigen, oder ist das irgendwie Word of Mouth und ihr macht dann da den Clown vor die Tür und dann wird davon gesprochen, oder wie kriegt man sozusagen den Laden aktiviert oder überhaupt eine Reichweite aufgebaut, Wir haben ganz früher klassische Werbung gemacht über Zeitung, Radio, Auto etc.
und haben vor 3, 4 Jahren so ein bisschen alles auf digital getrimmt. Das haben wir uns aber jetzt auch dieses Jahr noch mal neu zur Debatte gemacht, dass wir gesagt haben, wir müssen noch mal klassische Sachen noch mal bespielen, weil wir erreichen irgendwie digital eher dann doch nur eine jüngere Zielgruppe, weil ich sage jetzt mal, die Tante, die in der Severinsstraße oben den Mottoschal vielleicht auch kaufen würde, aber nicht mitkriegt, dass wir ihn haben, weil sie ihn eben nicht über ein Plakat in der Zeitung sieht, haben wir es ein bisschen geändert und man sieht auch, dass das vom Gefühl her, wir müssen es jetzt am Ende der Saison sehen, dass das dann doch auch am Ende dann auch wieder der richtige Weg ist. Es ist, glaube ich, ein gesunder Mix. Wenn wir einen neuen Laden machen, dann ist immer eine Frage: Sind wir in sehr frequentierter Lage? Dann fahren natürlich auch oder gehen viele Leute vorbei und dann spricht sich so was schnell rum, weil wir natürlich dann eben nicht klassisch ein Lebensmittelgeschäft sind. Wir sind ja dann schon schon ein auffälliger Laden, der Aufsehen für sich auf sich zieht. Und ja, dann werden die Standorte ganz klassisch bespielt. Im Sommer haben wir natürlich ein bisschen etwas ruhigere Zeit, was die Frequenz angeht, aber das ist für uns normal. Und dann versuchen wir natürlich, die Leute dann schon in unseren Hochzeiten dann auch reinzukriegen, eben über Werbung.
Und da gibt es nicht den einen Kanal, oder Instagram hat jetzt nicht viel geändert, dass du irgendwie die crazy Kostüme oder Was ist ein Mix aus allem?
Und da muss man halt auch selber für sich die richtige Schriftart wählen, die dann auch passt. Also ich meine, jeder, der auch im Einkauf sitzt, da hat jeder so seine Handschrift, und da muss man immer sehen, dass man die richtige findet.
Ein Thema, das im Podcast immer wieder aufkommt: In Europa denken wir oft, wir müssten uns entscheiden. Wollen wir die schnellste, beste Technik aus Übersee oder den sicheren Datenschutz aus der Heimat. Entweder Qualität oder Compliance. Umso erfreulicher aber, dass der Weltmarktführer für KI-Voice-Agenten direkt hier aus Europa kommt.
Hört selbst: Hey, ich bin ein ElevenLabs Agent. Wir sind nicht nur eine europäische Lösung, wir sind das weltweit leistungsfähigste System für autonome KI-Sprachagenten. Wir bieten die realistischsten Stimmen und die intelligentesten Modelle. Bei uns bekommt ihr keine europäische Alternative, sondern den globalen Goldstandard.
Du sagst also, mit ElevenLabs muss ich keinen Kompromiss eingehen?
Genauso ist es. Du musst keine Qualität opfern, um sicher zu sein. Unsere Agents werden komplett in der EU gehostet und sind DSGVO-konform und für Enterprises gemacht. Wir verbinden uns per API mit euren Systemen und lösen Probleme am Telefon oder im Chat. Chat in Millisekunden.
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Eigentlich müsste es ja fast eine Doku über euch geben, wenn man das so hört. Es gibt ja diese berühmte Penny-Doku aus dem Supermarkt in Hamburg, da in der Reeperbahn, wo sie am Ende des Supermarktgeschehens eine Doku gemacht haben. Oder ist so was nicht auch mal ein Thema? Haben mich ja schon Leute angesprochen, Mensch, dokumentier das mal. Es ist ja wirklich, wenn man hier durchläuft, man sieht ja die Leute, wie sie da in den Umkleidekabinen stehen. Es ist ja Dokumaterial.
Also hier ist auf jeden Tag passieren hier tausende von Filme und das wäre auf jeden Fall eine Serie oder eine Sendung wert, sich das mal hier anzuschauen.
Aber würdest du das zulassen, wenn jetzt jemand käme und zuhört und sagt, Mensch, wir machen jetzt mal hier irgendwie RTL zum Karneval, machen wir ein bisschen hier Dieters Live?
Also wir haben ja jeden Tag Anfragen von Presse, die vorbeikommen und dann eben für ihre Themen speziell dann Trends oder für andere Sachen eben dann hier aufnehmen. Und ja, wir spielen eine Rolle. Also es macht am Ende, macht es glaube ich auch den Mitarbeitern bei uns Spaß, wenn jetzt auch so High Season ist, weil natürlich auch viele verrückte Ideen hier ins Haus kommen und verrückte Leute und lustige Leute.
Also eine Doku, würdest du schon zulassen, wenn jetzt jemand fragen würde und sagen würde?
Wenn ich nicht direkt davor stehen muss, um das meiner Familie nachzumachen, dann kann man es gerne machen.
Ich meine, das ist insofern, frage ich das wirklich aus einem gewissen Hintergrund, denn ich habe dich vorher versucht zu finden, bei Instagram, und da gibt's dich nicht.
Nee, ich bin kein Social-Media-Typ, ne, wirklich gar nicht. Ich mache Social Media live, das macht alles für mich besser.
Das heißt wirklich kein Instagram-Account? Du guckst doch nicht nach, was machen andere oder so?
Also wenn ich eine Tür aufmachen muss, ich krieg schon auf, brauche ich kein Social Media für.
Krass, also auch LinkedIn auch nicht?
Nee.
Okay, also ich meine, ich brauche es nicht. Also es ist ja immer so eine gewisse Neugier, was macht der, was Was passiert da? Ist mir auch, glaube ich, zu anstrengend, jeden Tag irgendwie eine, weiß ich wie viel Stories zu posten, damit es auch am Ende interessant ist. Ja, ich kann viel erzählen. Wir können gerne abends essen gehen in Köln und dann erzähle ich dir alle Stories. Aber das dann halt Socializing live, ja, nicht zum Nachschauen.
Ja gut, wir leben in einer Welt, ist ja aufgefallen, wo Social Media eine gewisse Rolle spielt. Aber für dich, da bist du sozusagen souverän, sagst, nö, das lasse ich mir vorbei Vielleicht bin ich zu oldschool. Nicht schlecht, Respekt.
Zu alt.
Souverän muss man erstmal sein, souverän. Ich meine, die meisten sind zumindest neugierig und wollen da irgendwie reingucken oder so was. Nö, das lasse ich mal.
Wir haben ja unsere Social-Media-Leute, die machen das fleißig für den Clown.
Wie groß ist denn das Potenzial? Also wie viele Läden in Deutschland oder auch drumherum kann man machen? Also wenn du jetzt bei 34, gehst du sozusagen hier raus aus dem Laden, hast dann irgendwie 200, oder?
Ich will noch gar nicht rausgehen. Eines Tages. Aber ich glaube, das Potenzial ist für uns— ich vergleiche das immer noch mal mit den USA— also wenn wir in den USA wären, dann wäre das glaube ich eine never-ending story, weil dann ist zwar Halloween da sehr stark, aber wenn sowas natürlich dann am Ende an einem Standort in den USA funktioniert, dann ist USA da einfach noch mal anders.
Also überlegst du auch, das vielleicht in den USA mal zu probieren?
Ja, schauen wir mal. Nicht jetzt dieses Jahr, no pressure, aber ich bin schon sehr davon überzeugt, dass wir weltweit funktionieren.
Ja, und dann würdest du es am liebsten in New York machen, oder wo?
Wäre eine Option. Halloween ist in Amerika enorm stark.
Da gibt es nichts so?
Also es ist anders. Es ist alles so Beutelware, alles cheap, alles ist nicht so wie wir. Bei uns ist alles hängend, bei uns ist alles schon so mehr konfektionsähnlich, so wie man es eigentlich von einem Bekleidungsgeschäft kennt, dass eben Kostüme nicht im Beutel verpackt sind. Dann packt man es aus mit 6 Teilen, kriegt man nie wieder zusammengebaut. Ja, auch für uns schwierig. Deswegen ist bei uns halt alles hängend und alles irgendwie so, ich sag jetzt mal, schon konfektioniert, wie man es eigentlich auch anzieht, ne.
Das heißt also, okay, wenn das Potenzial global sein sollte, dann ist ja mit 200 Läden ist ja dann Kinderkram, dann könntest du wahrscheinlich eher 1000 machen oder so.
Also ich denke, in Deutschland, Deutschland hat ein Potenzial mit unseren Läden, wo wir auch sagen, da können wir alle mit bedienen, irgendwo zwischen 60 bis 100 Läden. Die werden natürlich nicht alle dann in der Größe sein, da werden mal Pop-up-Stores dabei sein, da werden kleinere Geschäfte sein, die eben ja ein kleineres Sortiment bespielen. Ja, aber ich glaube schon, dass das am Ende unser Sortiment deutschlandweit mal grundsätzlich in allen Bundesländern funktioniert. Und da haben wir auch noch ein paar Lücken, die wir bespielen wollen. Aber wir sind noch nicht in München. München ist relativ teures Pflaster für uns, muss ich auch sagen. Habe ich auch nicht so die Erfahrung mit, wo ist da der richtige Standpunkt, aber auch das steht jetzt nicht auf Prio 1 bei uns, aber wir haben viele Sachen. Wir haben Braunschweig, wir wollen Berlin noch mal einen zweiten Laden aufmachen, gibt's schon noch viel, was wir—
aber machst du 2, 3 Läden im Jahr auf?
Ist ja, ja, wir können auch mehr aufmachen, es muss passen halt, ne. Wenn, wenn am Ende der richtige Laden kommt, wo alles passt, war jetzt in Münster z.B. das Beispiel, haben uns angeguckt, dann sind wir zurückgefahren, hat's mir auf Vermieterseite nicht gepasst, hat Vermieter 4 Wochen später wieder angerufen, okay, wir können kommen. Und dann sind wir da auch relativ fix. Wir machen halt alles auch mit gelernten Leuten, die um uns rumarbeiten, externer Natur. Wir sind da schon sehr oldschool und sehr verlässlich, auch wir als Unternehmen. Wir haben ja auch eine Verantwortung auch den Leuten gegenüber, nicht nur unseren eigenen. Und es ist ein schönes System, macht auch echt viel Spaß, wenn man weiß, die Leute freuen sich auch, wenn wir eben auch in dem Segment wachsen, indem wir auch andere Leute mit auslasten.
Und wäre es für dich ein Thema, ich meine, wenn man das so hört, USA als Potenzial oder jetzt Deutschland noch mal verdoppeln, andere europäische Länder, ich meine, das ist ja vielleicht mehr, als man aus dem Cashflow machen kann, dann noch mal einen Partner mit reinzuholen. Ich meine, wenn das jetzt irgendwie ein Private Equity hört, der wird ja sagen, okay, das ist mal eine geile Wette, sozusagen vielleicht hier so den Nukleus und dann versuchen wir mal USA und machen aus einem mutmaßlich 50, 60 Millionen Euro Umsatz Ding halt ein Milliardenunternehmen. Wird es möglich sein?
Also ich bin sehr offen für viele Sachen. Es muss passen. Ich bin aber trotzdem am Ende auch jemand, der das natürlich hier von der Pike auf angefangen hat. Das ist so mein Zuhause. Ja, und ja, wie soll ich das sagen? Er ist schon schon sehr emotionaler Laden hier.
Du hast mal du kennst hier jeden und du weißt kennst jeden Handgriff. Du könntest hier jeden Job machen.
Würde ich sagen. Ja. Hast halt learning by doing. Ist halt nicht Rocket Science so aus dem Boden geschossen, sondern das ist halt schon mit einer gewissen Substanz erarbeitet, auch mit vielen Fehlern, durch Fehler gelernt. Aber ich würde schon sagen, dass mir jetzt hier heute keiner erklärt, wie das funktioniert. Also nicht besser als ich. Das soll nicht abgehoben oder arrogant wirken, aber am Ende, ich verbringe schon echt viel Zeit hier.
Heißt das so, wie ist dein Workleben? Also morgens um 8 Uhr hier irgendwie und dann?
Ich bin normalerweise immer so um halb 7 hier, aber da mein Sohn aber in die Schule muss und wir ein kleines Baby jetzt zu Hause haben, muss ich den Fahrdienst morgens machen. Deswegen bin ich erst um Viertel vor 8 hier. Aber jetzt um die Zeit bin ich schon auch bis abends dann spät da.
Also reden dann 9, 10, 11 Uhr?
Ja, so bis 8, halb 9, dann bin ich zu Hause.
Und das auch 5, 6, 7 Tage die Woche?
6 Tage die Woche, ja.
6 Tage die Woche in diesem, dieser Schlagzahl?
Genau.
Okay.
Ja, so ist der Einzelhandel.
Und dann schaffst du noch, habe ich gelesen, 7- bis 10-mal die Woche Sport zu machen.
Ja, das ist so, glaube ich, das System, was mich am Leben hält.
Was machst du dann abends nach der Arbeit?
Ich versuche zwischendurch noch mal schnell so eine Stunde zu verschwinden. Das ist heute dank euch nicht möglich, aber egal. Ich gehe morgens noch schwimmen und am Wochenende ein bisschen laufen. Ich mache Thai-Boxen. Und so alles Mögliche, alles was gut für den Körper ist.
Man muss ja kleiner Shoutout sagen, auch ein gemeinsamer Freund aus dem Sport hat uns zusammengebracht, der, der Arne Greskowiak, ne, also Podcaster mittlerweile, der irgendwie mit dir zusammen unterwegs ist und mit mir ja auch, also der verschiedenste Leute fit macht. Sport ist, passt irgendwie in dein Leben also auch noch rein scheinbar.
Es ist so ein bisschen mein Ventil für am Ende auch mal so ein Alltag irgendwie dann auch noch mal irgendwie was anderes zu sehen. Ich muss mich dann schon auch bewegen, um ein bisschen Dampf abzulassen zu dem normalen Alltag, den ich dann halt habe.
Aber hättest du auch Bock? Ich meine, dieses USA-Ding, das geht mir die ganze Zeit durch den Kopf. Ich meine, das ist ja schon, also du könntest ja wirklich dann vielleicht Weltmarktführer bauen.
Also wir haben natürlich immer wieder tausende Anfragen, auch speziell aus dem Thema PE, was Investments angeht, ob Beteiligung oder wie auch immer. Das wollte ich auch damit sagen, ich bin da nicht abgeneigt von, am Ende größere Schritte zu gehen. Und dann kommt auch am Ende natürlich auch ein Investment dazu. Das muss natürlich auch irgendwann, wenn man so groß denkt, muss natürlich auch das Gerüst da vernünftig gebaut werden. Also wir sind offen für alles und wollen aber dementsprechend schon wachsen. Und ich muss auch sagen, ich habe auch, wir haben ja auch Phasen schon erlebt während Corona, wo so ein Geschäftsmodell mal 2 Jahre komplett ein Berufsverbot bekommt, weil im Endeffekt keiner zusammenkommen kann. Da kann man kein Karneval feiern, Das war für uns schon eine schwere Zeit.
Da habt ihr ja auch Millionen verloren in den beiden Jahren, glaube ich.
Da haben wir auch 95% Umsatzverlust gehabt über 2 Jahre. Das war nicht so lustig, haben wir aber, glaube ich, dann auch gut gemanagt. Ich glaube, Corona war für jeden privaten Haushalt, für jede Schule, für jedes Kind, für jedes Elternhaus und für jedes Unternehmen, glaube ich, ein Stresstest. Den haben wir gut gemanagt und sind gut dadurch gekommen. Ja, möchte so was nicht noch mal erleben, weil es am Ende kein Managementfehler war, sondern das ist einfach, da bleibt die Welt mal kurz stehen. Auch da hat es viele Player gegeben, die dadurch, ja, ich sage jetzt mal, aus dem Boden geschossen sind, die aber jetzt mittlerweile dann auch wieder eingeholt werden. Da bleibe ich halt immer wieder bei dem Thema Oldschool. Es muss immer eine gewisse Basis haben, die gesund ist und die auch am Ende vernünftig funktioniert, die verbindlich, seriös ist. Und so wollen wir auch wachsen, und wir können auch am Ende schnell wachsen, ja, aber dafür müssen halt auch alle anderen Parameter passen. Und wie gesagt, ob es da am Ende jemanden gibt, der mitarbeiten will, den habe ich immer gesucht über die letzten 22, 23 Jahre, immer mal auch viel zusammen zu machen. Aber am Ende habe ich keinen gefunden, der Mühe, Invest, Zeit, Arbeit reinstecken wollte. Also habe ich es alleine gemacht. Deswegen haben wir auch nichts im Franchise oder irgendwie, wir machen alles selber.
Franchise wäre ja eigentlich auch eine Option.
Ja, aber am Ende finanzierst du es dann auch selber und dann kannst du es auch alleine machen. Also es gibt ja verschiedene Modelle, die man anstreben kann, aber bis jetzt haben wir alles alleine auf die Kette gekriegt. Wir gucken schon, ich will nicht sagen ins Weltall, aber wir wollen schon am Ende auch groß werden. Aber kommt Zeit, kommt Rat.
Ist eigentlich der Onkel, von dem du den Laden gekauft hast, auch der Vater von dem berühmten, fernsehberühmten Robert Geist, der auch schon mal im Podcast war?
Ja, genau.
Ach wirklich?
Das ist also dann der Cousin? Genau. Okay, und der hat ja auch noch einen Bruder, also der Robert, und die haben ja diese Uncle Sam Firma gemacht, also Fitnessklamotten, mit denen der Robert quasi sein erstes Geld verdient hat, bevor es dann im Fernsehen losging.
Genau.
Das hast du schon als sozusagen kleiner Cousin dann in Jugendtagen verfolgt, wie die Jungs da mit Uncle Sam groß geworden sind?
Familie ist, wie eben auch gesagt, eine Kaufmannsfamilie. Die zwei haben es, glaube ich, auch ganz gut gemacht. Die wären vielleicht dann sonst hier bei Daiters untergekommen.
Also eigentlich musst du denen fast dankbar sein, sonst hättest du es ja nicht bekommen.
Kann sein, man weiß es nicht. Aber am Ende haben sie es, glaube ich, ganz gut gemacht und sind definitiv auch gute Kaufleute gewesen.
Aber ihr habt jetzt nicht so einen engen Draht?
Nein, wir haben gar keinen Kontakt. Glaube ich, andere Sichtweisen, was das Leben angeht. Aber ist auch nicht schlimm. Ich habe keinen Beef, keinen Stress.
Aber ich habe den Robert erlebt und jeder kennt ihn ja so nahezu in Deutschland. Irgendwie rein vom äußeren Look her sind da schon Welten dazwischen. Also so sein, du bist jetzt hier, wer uns jetzt hier guckt, der weiß es, aber für die Podcast-Hörer vielleicht irgendwie Nadelstreifenanzug, Einstecktuch und Krawatte. Sieht schon aus wirklich wie so ein top italienischer Mailänder Kaufmann. Das ist schon.
Ob die jetzt besser sind als die Kölner, weiß ich nicht. Aber lass mal so stehen.
Optisch bist du auf jeden Fall Augenhöhe, würde ich sagen.
Nee, aber am Ende alles gut. Weißt du, Familie kann man sich nicht aussuchen und wir haben keinen Kontakt, was auch nicht schlimm ist.
Aber ich habe vor einem Jahr oder so, da war er sogar beim Kölner Karneval auf einem Auto drauf, also einem Karnevalszugfahrzeug ist er mitgefahren. Aber das war jetzt nicht von dir initiiert?
Nee, habe ich nichts mit zu tun.
Okay, okay. Aber ich meine, es wäre ja schon ein Zugpferd, also für euch tendenziell.
Weiß ich nicht, ob das so ein Zugpferd ist. Also man kann immer solche Sachen sich anschauen und das ist auch mit Sicherheit eine Art Entertainment. Er hat sich mit sich selber eine große Marke aufgebaut, die ihm ja, glaube ich, ja viel hilft. Aber wenn man am Ende damit auch was verkaufen will, dann—
also Robert-Geiss-Kostüme hast du nicht im Sortiment?
Ja, wir könnten einen machen.
Das wäre doch eigentlich ganz geil, ne?
Ja, wir könnten einen machen.
Also das würde hundertprozentig, würden das Leute anziehen. Also, oder auch, weiß ich nicht, die kamen, also das sind ja wirklich auch erkennbare Personen im positiven Sinne. Das wäre doch vielleicht die große Familienunion.
Schauen wir mal, schauen wir mal.
Okay, aber das heißt irgendwie, wenn man sich jetzt vorstellt, du finanzierst das alles aus eigener Kraft, dann ist ja der Cashflow, muss ja da sein, sonst könnte man ja nicht die Läden aufmachen. Das heißt, stelle ich mir dann das Umsatz, haben wir ja nur darüber spekuliert, aber Marge, ist es dann ähnlich wie im Fashionbereich oder ist das schon besser? Wahrscheinlich schon ein bisschen besser, oder?
Ja, was heißt besser? Also der Textil lebt natürlich irgendwo von hohen Margen und hat nachher einen Winter- und Sommerschlussverkauf, wo über Rabatte nachher irgendwie was rausgeht. Ist auch jedes Unternehmen anders. Es gibt Leute, die machen keine Rabatte im High Fashion oder im Luxussegment. Wir haben unsere Kalkulation, wir verkaufen geile Kostüme und keine Rabatte. Deswegen gibt's bei uns eine klare Marschrichtung, dass wir am Ende mit einem VK-Preis antreten. Und wenn wir natürlich jetzt irgendwie feststellen, da ist irgendwie ein Trend, der nicht funktioniert, oder ein Kostüm, was nicht funktioniert, dann können wir das auch reduzieren. Aber wir werben den Kunden jetzt nicht bei uns rein.
Kein Black Friday, nichts.
Ja, sowas gibt's bei uns nicht. Wir verkaufen Kostüme, keine Rabatte.
Und ist es dann besonders profitabel, wenn man was selber erfindet, also ein eigenes Kostüm? Am Ende ist egal, oder ob man jetzt den Feigling mit denen macht irgendwie, oder selber eine neue Idee hat, das ist am Ende, kommt das Gleiche raus, solange es verkauft?
Wir gucken, was zu uns passt. Wir haben viele Sachen, die wir auch am Ende jetzt nicht umsetzen. Wie gesagt, wir sind jetzt so an einem Punkt, wo wir viele Lizenzen haben, wo wir am Ende für uns auch erkennen, dass wir eben nicht der Supermarkt ähnlich aussehen wollen. Deswegen machen wir viele Kostüme jetzt eben wieder in Eigenregie, themenbezogen und nicht markenbezogen. Und das muss immer einen gesunden Mix haben. Das geht mal rauf, mal runter. Also Kostüme, die jetzt stark vor 10 Jahren out waren, die können auch jetzt wieder in werden. Das ist auch für mich total spannend, wenn ich Leute besuche oder auch bei uns in unseren alten Kostümfundus gehe von Kostümen, die wir mal vor 10 Jahren gemacht haben. Das finde ich total spannend. Was war da so? Alles Mögliche, wo Schnitte drin sind, wo Stoffe verwendet werden, die nicht mehr benutzt werden, wo man sagt, können wir wieder machen. Also so Geschichte ist schon cool. Wir gucken uns 1000 Sachen an. Victoria's Secret Shows angeguckt mit den Accessoires mit Flügeln, die die noch mal anders in Szene gesetzt haben. Sind so Sachen, die wir nächstes Jahr jetzt umsetzen werden, wo es eben nicht rein ein Federengelsflügel ist, sondern der wird dann eben aufblasbar, was auch leicht ist zum Anziehen. Da sind so ein paar auch so Daniel-Düsentrieb-Sachen dabei, die wir jetzt einfach ausprobieren.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin großer Fan von Präsenzoffice. Und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht. Und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Und aber selber im Karneval bist du dann gar nicht aktiv, weil du musst ja arbeiten?
Aktiv nicht. Wir feiern natürlich auch ab und zu mal Karneval. Wir haben, wir waren auch beim Rosenmontagszug schon mit dabei. Wir haben unsere eigene Tribüne gehabt. Wir gehen auch gerne irgendwo mal zu Bällen oder auch zu Sitzungen. Aber das ist ein-, zweimal im Jahr, wo wir das besuchen.
Okay, also Bälle heißt dann wirklich so dieses, wo man dann sitzt und dann vorne auf der Bühne wird dann, und dann trinkt man an Tischen und so was.
Diese Sitzungen, ganz normales Sitzungsprogramm oder eben Partybälle. Also Remmidemmi.
Ich bin da fast ein bisschen neidisch. Als jetzt sozusagen seit 20 Jahren Hamburger ist man das jetzt nicht so gewohnt. Da gibt es leider keine Sitzungen.
Ich habe dich ja eingeladen. Wir hätten ja heute Abend was machen können. Aber ich glaube, da ist so eine gewisse Angst, die da bei dir im Nacken ist. Aber gut, das soll jedem jeder so wie er ist.
Ja, also ich bin eher der Typ, der jetzt irgendwie denkt: Scheiße, wenn ich jetzt noch mal 25 wäre, ich würde den Laden in New York aufmachen wollen und würde dich jetzt bequatschen zu sagen: Irgendwie kann ich nicht Dieters New York machen. Aber wenn jetzt jemand zuhört, würdest du es machen? Also sagen, also jetzt nicht jetzt einen Investor, sondern vielleicht irgendjemand, der Bock hat, was zu machen und zu bewegen und zu sagen: Okay, gib mir die Chance, beliefere mich. Also Franchise hin oder her, aber ich würde für dich das New York Geschäft aufmachen.
Ja, krass. Let's go.
Ja, also das heißt, du suchst da jemanden, würde, wenn er jetzt kauft, wir haben 1000 Baustellen.
Wir sind ja hier, was uns angeht, relativ schmal aufgestellt. Wir haben einen Geschäftsführer, den Alex, und mich, wo im Endeffekt alles drüber geht. In der Größe, wo wir sind, werden glaube ich dann noch mal 3, 4 Leute extra irgendwann mal das Thema, wo wir einfach die Sparten, die wir bedienen, noch mal arbeiten insgesamt für dich.
700.
700?
Ja.
Okay, das kann, also da müssen wir Umsatz noch mal bisschen hochgehen. Also muss ich noch mal nachjustieren.
Das wäre gut.
Ja, aber auch meiner Kette.
Feel free für alle heute. Kassen sind auf.
Okay. Und da hast du noch andere Sachen auf dem, sozusagen neben der Expansion? Du sagst, okay, dann arbeiten wir noch. Gibt es da irgendwie eine Verlängerung der Wertschöpfungskette? Gut, das macht ihr ja schon selber. China, gibt es da irgendwelche anderen Kategorien, die man nicht sieht? Also ich habe jetzt schon überlegt, macht man jetzt noch irgendwie Food? Was gäbe es da? Sekt verkaufen macht keinen Sinn, aber irgendwas, was noch naheliegend ist, was ich jetzt noch nicht gecheckt habe.
Also wir suchen immer natürlich irgendwie nach sortimentsübergreifenden Sachen, die passen, die wir implementieren Wir waren ja eben kurz drüben, da sieht man ja, dass eigentlich schon fast gar kein Platz mehr ist für irgendwas. Und auch wenn man sagt, man bespielt im Sommer noch mal irgendwie mit einem anderen Sortiment gewisse Sachen, dann gehört natürlich da auch wieder ein Invest in Wareneinkauf rein. Die Ware, die da ist, muss eingelagert werden. Das ist natürlich auch ein hoher logistischer Aufwand. Es wäre, glaube ich, ganz cool, wenn wir eine Synergie finden würden mit irgendwem im Handel, der im Endeffekt im Sommer stark ist und im Winter schwach, sodass man sich Flächen teilen könnte. Das wäre, ich sage jetzt mal, so eine Optimierung der Kosten.
Also Eisdielen größer werden sozusagen?
Als Beispiel. Wir haben auch immer überlegt, nochmal an Motorradbekleidung irgendwie so zu spielen, aber die fangen auch schon relativ früh im Januar, Februar schon mit ihrer Saison an. Das hat nie funktioniert. Also wir gucken überall. Die Welt dreht sich momentan, glaube ich, schneller als je zuvor. Und aus den, ich sage jetzt mal, negativen Veränderungen, so wie wir sie hier in Deutschland irgendwie aufnehmen, ergeben sich auch Möglichkeiten. Da muss man Augen aufhaben.
Aber erlebst du das auch so? Also ich meine, du hast ja ein wachsendes Geschäft, nehme ich an. Also was wachst ihr im Jahr? 10%, 15%?
Ist unterschiedlich. Das kann man auf einzelne Filialen, gewinnt mal, verliert mal. Das ist aber bei uns—
Aber in der Gruppe sind es ja schon 10%.
Ja, gewinnen wir schon. Einstellig, nicht zweistellig.
Okay, aber ich meine, das heißt ja eigentlich, ja, die Herausforderungen sind da, aber du bist auch ein Beispiel von Sachen, die hier funktionieren. Also das ist ja schon erfreulich, also weil ich immer, dass viele klagen, ja, und gleichzeitig am Ende geht's trotzdem voran.
Nee, wir sind happy, also wir machen aber auch viel dafür, das muss man auch sagen, und muss man sich auch jeden Tag auch immer wieder motivieren, ja, an einen Punkt zu kommen, da hat man irgendwie gesagt, so, man steigt jetzt aus, muss man sich ja auch immer wieder die Frage stellen, was macht man dann? Ja, also ich bin jetzt 43, ich wollte jetzt nicht den ganzen Tag nur zu Hause sitzen, dann macht man irgendwas anderes. Und ich habe ja hier auch, also ich bin da wirklich stolz, wir haben eine geile Firma, ich habe tolle Mitarbeiter, das macht mir auch Spaß.
Ja, machst du noch die nächsten 20 Jahre gefühlt oder noch länger?
Gucken wir mal, schauen wir mal, aber Bock habe ich schon.
Ja, also ich meine, also würde schon Sachen zu tun finden. Ich habe gehört, also Hobbys gibt's auch, fährst kein Auto, solche Sachen.
Also man könnte schon was machen, man kann was machen, aber man muss natürlich auch, wenn man hier aussteigt, auch am Ende auch trotzdem Einkommen haben. Und ich bin nicht der Typ, der zu Hause sitzt, also ich muss schon, ich bin jeden Tag unter Strom.
Aber machst du Investments rechts und links oder so was, oder voller Fokus auf das Geschäft?
Gibt's auch, wir machen natürlich auch ein bisschen Immobilien, machen ein bisschen mit Aktien und Aber eigentlich hier so im Kölner Raum dann irgendwelche Flächen oder sowas? Überall, wo es passt. Also kann Gewerbe sein, kann privat sein, machen schon relativ viel.
Weil ich gerade den italienischen Kaufmann erwähnt habe, du bist ja für jemand, der 43 ist und dann eine Firma gebaut hat, sozusagen, da würde man denken, okay, der Style ist sozusagen anderer. Ich meine, ich glaube, vom Typ bist du ja auch dann jetzt nicht irgendwie ungewöhnlich, aber vom Look her schon. Also bewusst, dass du sagst, okay, Okay, ich will mich hier auch für die Mitarbeiter— wenn man dich jetzt auch im Netz googelt, dann sieht man dich eigentlich fast nie ohne Sakko oder ohne Krawatte.
Ich glaube, Kleider machen Leute, sagt man ja. Das ist ja auch bei uns im Kostümbereich so. Da gibt es ein bisschen andere Charaktere, aber ich finde, Kleidung ist nicht nur der Ausdruck von sich selbst, sondern ist auch ein Respekt dem Gegenüber. Und auch da sind Geschmäcker verschieden. Wenn einer drauf steht, einen Anzug anzuziehen, der andere halt lockerer ist, ist alles okay.
Aber für dich ist es schon so immer so gewesen?
Ich glaube, wenn man tiefgründig darüber nachdenkt, ist das ja jetzt nicht, kann man sagen, overdressed. Overdressed gibt's nicht. Also wenn einer wirklich verrückt in Mode ist, dann gibt's kein overdressed, dann ist man so.
Und das war bei dir schon immer so? Also das heißt, als der Arne zu mir sagte, Mensch, du musst mal den Herbert kennenlernen, das ist bestimmt ein mega geiler Podcast und so, und achte mal drauf, der ist immer top angezogen, ist unglaublich, wie der immer aussieht. Und jetzt kam ich ja gerade rein und siehe da, genau so ist es. Also das ist bei dir schon Kann sein, weiß ich nicht.
Also Alltag.
Aber eine normale Jeans oder so trägst du eher selten?
Trage ich auch, doch klar, aber nicht auf der Arbeit. Trage ich auch auf der Arbeit, aber am Ende, weiß nicht, so. Ich muss auch sagen, ich fühle mich auch wohl im Anzug. Also eine Jeans ist, glaube ich, nicht so gemütlich. Ist für mich nicht so gemütlich. Anzug ist gemütlicher.
Ja, okay, gut. Also legendäre Geschichte.
Du weißt ja, die Kölner sagen ja, jeder Jäger ist anders. Das passt dann bei mir ganz gut.
Absolut. Also du holst aus Köln wirklich alles raus. Das Geschäft wäre ohne Köln nicht möglich. Es gibt ja so Businesses, bei uns ist ja auch vielleicht ein bisschen so mit Hamburg und unseren Wurzeln, und das in deinem Laden steckt halt sehr viel Köln drin. Und ohne den Ausgangsort Köln hätte man wahrscheinlich so ein Geschäft nicht bauen können.
Ich glaube, Köln ist eher ein Gefühl. Und ich habe, man hat das, wenn man jetzt über die Karnevalstage in Köln unterwegs ist, dann sind diese, das kölsche Grundgesetz ist eins, das ist das Gefühl, wie die Leute mit der Stadt umgehen, wie stolz sie auf die Stadt sind. Es gibt, glaube ich, keine Stadt, die so stark besungen ist wie Köln. Und ich werde nie vergessen, wir haben eine Rosemontagstribüne bei uns vorm Laden gehabt und dann habe ich meine Schwiegereltern, die aus Heidelberg kommen, da gehabt und meine Schwiegermutter stand dann irgendwann nach einer halben Stunde da und hat gesagt: Jetzt verstehe ich euch Kölner. Und das kann man nicht erklären, das kann man nur fühlen. Und es ist einfach ein Gefühl, wo wirklich die Menschen, also die Zahl 11 hat ja im Karneval auch was zu sagen, die sagt, eins gegen eins ist gleich, und das ist auch so. Also egal, ob einer mehr, weniger groß, klein, dick, dünn ist, das spielt in Köln keine Rolle. Und das ist, glaube ich, das, was wir versuchen, überall überzustülpen. Aber man muss es halt immer auch mit einem gewissen Witz machen und nicht immer nur mit dieser Ernsthaftigkeit, wie der Rest der Bundesrepublik das macht. Deswegen sollten sich alle irgendwie so ein bisschen eine Scheibe von Köln abschneiden.
Habt ihr denn auch so berühmte Kölner oder generell Menschen, die euch sozusagen als Influencer— macht ihr sowas auch? Also ich komme gerade darauf, weil du sagst irgendwie Kölner, oder dieses— ist dann Podolski irgendwie bei euch Stammkunde und postet darüber und so, oder?
Also ich glaube, der Lukas kauft mit Sicherheit hier ein, meldet sich nicht, wenn er kommt, weil er es dann doch bezahlen möchte, glaube ich. Aber wir haben natürlich viele Prominente und auch Influencer, die bei uns einkaufen. Einkaufen kommen. Und ich glaube, gestern war Marc Eggers hier, der hat sein Musikvideo hier gedreht. Da freuen wir uns natürlich drüber, wenn am Ende auch Leute hier sind, die am Ende uns auch ein bisschen so als Bühne nutzen. Es ist immer nettes Miteinander. Die Leute kommen einkaufen, da geht es auch gar nicht darum zu sagen, hey, komm einkaufen, es gibt irgendwie was umsonst oder irgendwie so, sondern es ist einfach, wir haben uns ja auch diesen Punkt, dass wir dazugehören, ja auch erarbeitet. Und ich finde auch da der Respekt. Wenn ihr jetzt gleich weg seid, dann gehe ich auch drüben in den Laden und dann kann ich ihnen helfen. Dann haben die Leute schon Respekt davor, sagen, oh, der ist mit dabei.
Du bist ja wohl auch ab und zu mal an der Kasse, habe ich irgendwo gelesen.
Ja, muss auch sein, sonst verlernen wir ja unser Geschäftsmodell.
Also sitzt du auch irgendwie so am Samstag hier, wenn es richtig Action ist, dann hier bei euch?
Mir macht es auch Spaß, weil am Ende ist man mit dem Kunden in Kontakt. Der Kunde sagt, das war gut, das war schlecht. Jetzt haben wir nicht so viele negative Themen, Aber das macht Spaß, das macht einfach gute Laune. Und man verlernt das Geschäftsmodell nicht, weil für mich ist entscheidend, was der Kunde will. Wenn ich den Kunden nicht mehr kenne und nicht weiß, was der will, dann habe ich ja verloren.
Mit 2 Millionen Kunden, da kann man wahrscheinlich was anfangen.
Ich meine, da könntest du ja auch viel zu tun, wenn du die alle begrüßen willst.
Aber kennst du von deinen Leuten noch die meisten?
Ja, ich würde schon sagen, dass wir also hier rund um die länger da sind, die kenne ich schon alle.
Und die Läden machst du auch mit Leuten, wenn du sagst, okay, Leute, die hier sozusagen das Geschäft gelernt haben bei dir mal eine Weile, die setzt du dann, fragst dann, hast du Lust, nach Dresden zu gehen, und dann machen wir den Laden Dresden.
Wir fahren so Läden natürlich klar mit erfahrenen Mitarbeitern an, machen Schulungen vor Ort, wie wird mit Ware umgegangen, wie sind Abläufe bei uns im Geschäft. Klar, sonst funktioniert es ja nicht. Du kannst ja nicht einem Blinden Schlüssel geben und sagen, gib Gas.
Sehr beeindruckend, sehr beeindruckend. Also Ich muss mal irgendwann ein Karnevalsjahr einlegen, noch mal hier mitmachen. Ich höre das immer wieder und ich wüsste im Zweifel jetzt, wo ich mich da vorbereite.
Genau, ist cool. Bei uns fängt alles an.
Ja, weil wie viele Tage vorher muss man dann kommen, wo die Ware noch da ist?
Ja, wir haben schon genug. Also wir werden noch bis zum letzten Tag was finden für dich.
Ich habe gehört, du gehst immer irgendwie am Ende als Astronaut oder so, weil das übrig bleibt.
Ich muss das nehmen, was übrig bleibt. Ich habe zwar eine große Kostümkiste drüben oder woanders noch, aber ich muss das nehmen, was übrig bleibt.
Vielen, vielen Dank, Herbert. Sehr, sehr unterhaltsam und gutes Gelingen jetzt in den Tagen wahrscheinlich.
Dankeschön.
Ja, alles klar.
Können wir gebrauchen.
Jo, ciao, ciao.
Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch, was können wir noch besser machen, und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen, oder zumindest zu versuchen, ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse, was können wir tun. Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie zum Beispiel 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro oder ein OMR Report eurer Wahl, und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel Vier Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen, und wie gesagt, vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören nach hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank vorab!
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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