Eine Milliarde Euro Umsatz - sieben Jahre nach dem Abi: Freecash-Gründer Moritz Holländer (#950)
18 Oct 2026 · 60 min
In diesem OMR‑Podcast interviewt Philipp Westermeyer den jungen Gründer Moritz Holländer, der kurz nach dem Abitur 2019 Almedia/FreeCash gründete – ein Reward‑Advertising‑Plattform für Mobile‑Games. Moritz erklärt, wie er aus dem In‑Game‑Item‑Skins‑Markt ein skalierbares Offer‑Wall‑Modell entwickelte, das Nutzer für das Spielen von Mobile‑Games mit Cash‑ und Gutschein‑Rewards belohnt und Werbetreibenden (vor allem Mobile‑Game‑Publisher) qualifizierte Nutzer liefert. Das Unternehmen hat heute rund 170‑180 Mitarbeitende (hauptsächlich in Berlin, London, China, USA), erwirtschaftet 300 Mio $ Umsatz (ca. 320 Mio $) und strebt ein Milliarden‑Umsatz‑Ziel innerhalb von 7 Jahren an. Moritz spricht über das rasante Wachstum (300 % YoY), die Marktgröße (30 Mrd $ Mobile‑Gaming‑Ad‑Spend, davon ~3 Mrd $ für Reward‑Plattformen, wovon FreeCash etwa ein Drittel hält), die Konkurrenz (Edgeo, Missplay, Aplike etc.), die Herausforderungen mit App‑Store‑Sperrungen, Vorwürfen zu Daten‑ und Scam‑Vorwürfen sowie die Notwendigkeit von hohem Marketing‑Spend (über 30 Mio $ pro Monat) und Nutzer‑Payouts. Er beschreibt die Unternehmens‑Kultur (Büro‑Präsenz, diverse Teams, Recruiting‑Strategie, virtuelle Aktien), die Finanzierung (bootstrapped, keine externen Investoren, gelegentliche Kredite von Familie, mögliche zukünftige Debt‑Finanzierung) und die langfristige Vision, das Reward‑Advertising‑Modell über Gaming hinaus auf andere Branchen zu erweitern. Zudem wird das Branding (FreeCash‑Name) und die Nutzung von Prominenten (z. B. Dieter Bohlen) für Marketing diskutiert. Das Gespräch liefert Einblicke in Gründer‑Motivation, Produkt‑Roadmap (z. B. „Link“‑Feature), Wettbewerbs‑ und Markt‑Strategie sowie operative Details eines schnell wachsenden, kapital‑unabhängigen Tech‑Start‑ups.
Chapters
In meinem Kopf und im Kopf unserer Podcast-Redaktion hat dieser Podcast hier dieses Format verschiedener Kompetenzen oder Fähigkeiten. Die großen CEO-Interviews vielleicht oder die Unternehmerlegenden und auch Menschen, von denen man vorher unternehmerisch, wirtschaftlich eigentlich noch nie was gehört hat oder vielleicht generell eigentlich noch nie was gehört hat und die hier zum ersten Mal aufpoppen und man denkt: Wow! Das war vor kurzem so, als Yannick Nolden von Solargo da war oder vielleicht Cornelius Schmidt von Zellerfeld. Und es ist eben jetzt so mit Moritz Holländer. Ich habe zum ersten Mal von Moritz Holländer gehört, als mir mein Podcast-Kollege hier vom Ohne Aktien mit Schwert Podcast, der Noah Leidinger, von seinem Urlaub erzählte. Und zwar war er wohl im Urlaub unter anderem mit verschiedenen Leuten aus der Gründerszene, auch so Mobile-Gründern, und die haben dann von ihrem Kumpel Moritz erzählt, der angeblich gerade ein Bootstrapped Unicorn bauen würde, also eine Milliardenfirma ohne Investoren, der auf eine Milliarde Umsatz auch gerade hochlaufe. Und dann erzählte mir Noah diese Geschichte und ich dachte, okay, Kann ich mir eigentlich vorstellen, dass es so jemanden wirklich gibt hier in Deutschland? Würde mich sehr, sehr wundern. Und wir haben da ein bisschen angefangen zu graben und siehe da, es gibt ihn mutmaßlich wirklich. Ich habe die Zahlen, die gleich im Podcast genannt werden, nicht alle fact-checken können, nicht alle verifizieren können. Aber ich würde mich sehr wundern, wenn sie komplett grob falsch wären. Was man auch bei der Recherche findet: Es gibt eine ganze Reihe Artikel, die sich mit der Firma Almedia, so heißt das Unternehmen von Moritz, beschäftigen, die kritisch sind zum Geschäftsmodell, die darauf hinweisen, dass die zentrale App der Firma, nämlich FreeCash, auch in verschiedenen App Stores schon häufiger gesperrt war. All das sieht man da, aber am Ende erstmal eine faszinierende Geschichte. Ich habe den Moritz auf all diese Dinge angesprochen und es war wirklich spektakulär.
Auf geht's! Let's go, go, go!
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2019 sogar.
Habe ich hier falsch recherchiert, ein Jahr mich vertan.
Ja, nee, aber 2019 habe ich Abi gemacht und relativ direkt danach eigentlich gegründet.
Genau, 7 Jahre her. Und jetzt lauft ihr, um es mal vorwegzunehmen, auf eine Milliarde Umsatz zu.
Ja, kann man so sagen.
Also das ist ja schon einfach Craziness.
Ja, hat sich so entwickelt, wie gesagt. Also es war halt, hat sich langsam so in die Richtung entwickelt. Am Anfang natürlich sehr klein und auch nicht mit dem Plan. Als ich gegründet habe, war es jetzt nicht das Ziel, die eine Milliarde so schnell zu erreichen. Oder was heißt so schnell? Ist jetzt auch nicht so schnell, aber war nie—
7 Jahre.
7 Jahre, genau. War nie krasses Ziel, aber es hat sich so entwickelt und wir sind in einem sehr, sehr guten Bereich unterwegs, sage ich mal. Und deswegen, genau, ist es auf jeden Fall realistisch gewesen.
Und welche Leistungskurse hattest du?
Ich hatte Mathe und Informatik, aber ich bin eigentlich nicht so der Informatiker. Also ich hatte es zwar, aber bei Engineering und so bin ich bei uns nicht drin. Habe auch immer da andere Leute gehabt, aber ich war eher so mathematisch schon immer unterwegs.
Und wie bist du zu dem Thema gekommen? Es ist ja, wenn man über das Geschäftsmodell gleich mal spricht, nicht sehr offensichtlich, was ihr da macht. Es ist wirklich schwer zu verstehen, auch für Leute, die jetzt nicht aus dem Mobile Gaming kommen. Also beschreib mal, wie es losging und was ihr am Ende genau macht.
Ja, wie es losging, war am Anfang, habe ich mich einfach umgeschaut, was kann ich für ein Business machen, Businessmodell gesucht und halt viel Research gemacht und geschaut, wo ich mich auskenne, was es so gibt.
Also du wolltest was gründen?
Ich wollte was gründen, auf jeden Fall. Also auch schon immer, sage ich mal so, auch mit Vielleicht, wenn man nochmal zurückgeht, so als ich 11, 12 war, habe ich immer schon verschiedene kleine Sachen gemacht, irgendwelche Side-Hustles, irgendwelche Sachen verkauft oder irgendwas gemacht und halt immer gewusst, okay, ich will was gründen, dann wenn ich kann oder wenn ich dann mehr Zeit habe und so weiter. Und nach dem Abi habe ich dann geschaut, okay, jetzt habe ich die Zeit, was kann ich machen? Habe so ein bisschen Research gemacht in verschiedene Bereiche und ich habe mich halt umgeschaut in diesem Ingame-Item-Bereich. Also es gab oder es gibt immer noch in Spielen wie Fortnite, Roblox, Counter-Strike und anderen Games solche Skins. Ich weiß nicht, ob du das kennst, sind diese Ingame-Items, die einen Echtgeldwert oft haben auch.
Die kauft man einfach.
Kauft man einfach, gibt man Geld aus, hat man irgendwas Cooles im Spiel und so. Und viele Leute wollen dafür kein Geld ausgeben, aber man will es trotzdem haben, sage ich mal. Und es gab halt schon damals viele Seiten, wo du halt einfach Umfragen machen kannst und irgendwelche Tasks machen kannst, um dann kostenlos diese Dinger zu bekommen, anstatt 10 Euro auszugeben selber oder noch mehr.
Also man nimmt an einer Umfrage teil und als Dank dafür bekommt man dann irgendwie ein Schwert oder so was.
Ungefähr, also du kriegst irgendwie Punkte auf der Seite und kannst dann die einlösen für unter anderem diese Items, genau, beispielsweise. Und da gab es halt viele Seiten von, also es gab vor allem in Counter-Strike, wo ich dann geschaut habe, gab es 5, 6 Seiten und habe halt gesehen, okay, die machen alle 10.000, 20.000 Euro Umsatz pro Monat oder irgendwie sowas, also jetzt nicht ultra viel, aber für mich damals viel. Und ich habe direkt gesehen, also man hat relativ offensichtlich gesehen, da gibt es viele Flaws, also es ist jetzt nicht so fancy vielleicht, sieht nicht gut aus, Marketing nicht gut. Und habe halt gesagt, okay, das kann man ein bisschen besser machen und habe das als Einstiegspunkt genommen.
Waren das auch deutsche Unternehmer, die das da gemacht haben, diese kleinen Seiten?
War meistens international, aus Norwegen, paar aus USA, aber es gab so 5, 6, keine großen wie gesagt. Und da habe ich halt gesagt, okay, lass es einfach machen. Hatte jemand, der schon viele Seiten developed hatte, der hatte sogar eine Seite, die ähnlich war, also der hatte schon eine eigene Seite in einem anderen Bereich und habe halt gesagt, lass doch zusammen so eine Seite in diesem Skins-Bereich machen. Und dann haben wir von ihm, die erste hieß dann freeskins.com. Also es ist praktisch die gleiche wie jetzt. Es ist praktisch Freeskins wurde zu Freecash, was wir jetzt haben. Und das war der Anfang.
Genau. Okay. Und warst du selber so in diesem Gaming unterwegs? Hast du auch viel gezockt?
Das war schon ein bisschen vorher, also dann, wo ich jünger war. Aber als ich dann Abi gemacht habe und so, dann eher so in die Richtung Business mich umgeschaut, also nicht mehr so viel gezockt. Aber genau, ich kann mich schon ein bisschen aus.
Und sozusagen studieren, Ausbildung war jetzt für dich kein Thema?
Ich habe es trotzdem gemacht, also ich habe es versucht, ich habe überlegt, was ich machen kann, habe dann zur gleichen Zeit glaube ich E-Commerce angefangen, also einfach so vorfahren zu schauen, vielleicht kann ich dann was Eigenes damit machen.
Aber E-Commerce zu studieren, oder?
Ja, E-Commerce studieren, es gab da so eine Uni in Berlin, aber ich habe relativ schnell gemerkt, es macht irgendwie nicht so wirklich Sinn. Also ich war dann auch nur ein paar Wochen da, habe dann noch irgendwie BWL mich angemeldet mal und so, um zu schauen, aber war auch nicht wirklich da. Also ich habe halt versucht zu gucken, aber nee, nicht wirklich eigentlich.
Also und weil dir relativ schnell klar war, Was man da lernt, das weißt du eh schon.
Genau, also nicht unbedingt, dass ich es unbedingt schon weiß, aber es bringt mir nicht wirklich was für dieses eigene Business. Also es war sehr theoretisch und dann habe ich gesagt, okay, jetzt more straightforward wäre es einfach, das selber zu machen und dann zu gucken, okay, wie baue ich dieses Business nach und mache es besser.
Sind deine Eltern auch Unternehmer?
Nee, nee, die sind Lehrer, irgendwas mit Theater, also nicht wirklich.
Okay, und sind die jetzt mittlerweile ein bisschen irritiert darüber, wie das dann so alles läuft?
Ja, also wahrscheinlich schon. Ich meine, die haben es mittlerweile mehr verstanden. Ich habe ihnen immer erklärt so über die Jahre, was ich genau mache. Die waren auch bei uns bei der Office-Eröffnung zum Beispiel da, haben das so ein bisschen alles mitbekommen und so und finden es auch cool mittlerweile. So ganz mit drin waren sie jetzt nie.
Und was hat dich so krass zum Unternehmertum hingepusht?
Ich glaube eigentlich schon relativ früh, dass ich so immer gemerkt habe, ich will gerne was Eigenes machen oder ich würde gerne einfach ein eigenes Business machen. Ich weiß wirklich nicht genau, woher das kommt, aber ich habe relativ früh gemerkt, eigentlich so, ich muss so ein eigenes Business machen.
Aber war das irgendwie eine, weiß nicht, hast du einen Film geguckt oder irgendwelche Vorbilder im echten Leben, Onkel oder irgendwie, keine Ahnung?
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ich habe auch schon drüber nachgedacht, nicht wirklich. Ich dachte mir einfach, es würde einfach, also dass es mir mega Spaß machen würde, dass es cool wäre, so sein eigenes Ding machen zu können und so. So da wachsen zu können, wie man halt, wie man es halt schafft. So und das Coole ist halt so ein bisschen dieses Thema, dass man kein, also man hat wirklich keine kein Cap. Also man kann wirklich so weit gehen, wie wie man halt will. Man muss nicht irgendwie auf irgendwelche Sachen hören. Also ich glaube, es war halt dieses Gefühl, dass man halt einfach, dass es so unbegrenzt ist, sage ich mal. Ja.
Und hast du schon immer so auch im Sport also intensive Sachen gemacht?
Ehrlich gesagt nicht wirklich. Also es war immer bei mir vor allem dieses Business-Ding, dieses Unternehmerische. Also auch da habe ich halt wie gesagt viele Sachen gemacht zwischendrin.
Aber irgendwas wurde schon mal sagen wir mal paar tausend Euro verdient hast?
Ja, ja, auf jeden Fall. Also da viele Sachen gemacht, zum Beispiel irgendwelche, das war jetzt sehr basic, aber damals halt irgendwelche YouTube-Videos hochgeladen und halt Affiliate-mäßig irgendwelche Sachen promotet und dann darüber paar hundert, also damals waren es halt paar hundert, als ich dann so 11, 12 war und so, oder halt ja genau in diese Richtung eher, aber nicht ein richtiges Unternehmen gehabt sozusagen.
Okay, aber jetzt nicht Zeitung austragen oder so?
Ich wollte es machen, aber das war dann halt mit 14 und da habe ich dann andere Sachen gemacht, oder es war dann schon ein bisschen später und dann hatte ich irgendwelche anderen Side-Hustles, aber ja, ein paar Side-Hustles, sehr spannend.
Also Affiliate-Marketing auf YouTube mit 14 oder mit 11 oder 12 ist schon okay.
Ja, sowas halt, genau. Und sonst einfach beispielsweise eBay-Sachen verkauft, irgendwelche Services geresellt, irgendwelche Websites geresellt, also irgendwie so Basic-Sachen wie irgendjemand will eine Website kaufen und ich hole einen Freelancer und der macht die Website. Also so wirklich sehr Basic-Sachen, aber halt immer überlegt, okay, wie kann ich das so ein bisschen skalieren. Also ich hätte jetzt selber nicht die Website gemacht, das hätte ich dann Ich habe damals auch überlegt, mit Informatik wäre cool, selber zu coden. Aber ich hatte immer das Gefühl, es wäre besser, wenn ich jemanden beauftrage, es zu machen. Und das war immer so ein bisschen das Mindset. Aber natürlich arbeite ich auch selber viel an den Sachen. Aber am besten immer so, dass es skalierbar ist.
Wie viele Leute habt ihr jetzt?
Jetzt sind wir insgesamt, glaube ich, 170, 180 mittlerweile. In Berlin vor allem 150. Und dann nochmal in London sind wir nochmal jetzt, heuern wir gerade 5 Leute, sind wir gerade, aber wird nochmal größer. China haben wir ein paar Leute und sonst remote noch ein paar und USA auch.
Und aus eurem Business, wo ihr sozusagen eine Webseite hattet und dann konnte man sich da anmelden und dann irgendwas ausfüllen, Fragebogen, und dann bekam man dafür halt irgendeinen Benefit in einem Spiel. Da habt ihr dann sozusagen von dem jeweiligen Spielbetreiber ja eine Provision für bekommen.
Nicht wirklich, sondern das Businessmodell ist praktisch, wir haben zwei Seiten. Wir haben einmal die Userseite und der User will was bekommen. Und auf der anderen Seite haben wir den Advertiser, der will einen Nutzer bekommen. Und so ist es immer noch. Und der Nutzer macht praktisch diese Third, also am Anfang war es Third-Party-B2B-Kunden. Das heißt, es gibt im Business sogenannte Offerwalls, die arbeiten mit vielen Advertising-Kunden zusammen, beispielsweise jetzt irgendwelchen Spielen. Und diese Offerwalls integrieren wir bei Freeskins oder haben wir bei Freeskins integriert. Der Nutzer klickt drauf, sieht irgendein Spiel, kann es spielen und dann der andere, der Advertiser zahlt diese Third Party.
Also nochmal den Fluss des Geldes, weil ich glaube, vielen ist es nach wie vor nicht klar. Der Nutzer zahlt euch nicht. Ist sozusagen derjenige, der dann irgendwas macht und dann irgendwo ein Kunde wird in dem Spiel. Das ist alles soweit irgendwie für euch egal. Den müsst ihr dahin lenken. Zahlen tun euch aber doch die Spielbetreiber, oder nicht?
Genau, die Spielbetreiber. Ach so, ja genau, so macht es Sinn. Am Ende des Tages nicht das Spiel, wo der Nutzer dann die Gegenstände für bekommt. Also jetzt nochmal, um auf Freescan zurückzukommen, nicht dieses Spiel, sondern halt die Betreibenden, die sozusagen einen Nutzer gewinnen. Also praktisch jetzt das Handyspiel, das nur ein Nutzer will. Zahlt uns. Und damals waren es halt—
oder der Fragebogen.
Genau, oder der Fragebogen.
Also genau, also derjenige, wo der Nutzer dann irgendwas macht, was er sonst nicht machen würde, in dem Spiel diesen Skin dann günstiger rausgeben, das ist irgendwie nicht derjenige, der zahlt, sondern derjenige, der sozusagen den Nutzer dazu bekommt, was zu machen, was er normal nicht machen würde.
Genau, also der, der das Spiel advertised praktisch, und damals war es halt über Third Parties, das heißt damals hatten wir diese Offer Walls und die hatten die Werbetreibenden an hinten dran, sage ich mal, und diesen Step haben wir dann irgendwann gecuttet. Das heißt, jetzt arbeiten wir direkt mit den Werbekunden und direkt mit den Nutzern ja schon immer. Das heißt, Games kommen zu uns und auch andere Firmen, vor allem gerade Games, vor allem gerade Mobile Games, kommen zu uns und wollen Nutzer kaufen. Und das Businessmodell ist ein bisschen, dass wir halt genau diese Nutzer haben, die etwas machen wollen, und wir haben halt Nutzer, die gerade vor allem Spiele spielen wollen. Und unser Modell ist es, dass wir den Nutzer engagieren. Das heißt, Wir schaffen es, einen Nutzer, der ein Spiel eh spielen würde, zum Beispiel ein Nutzer kommt eigentlich auf den Google Play Store, spielt ein Spiel, würde 10 Euro ausgeben oder 10 Euro in Werbung einnehmen, weil er halt Werbung schaut. Wir schaffen es halt, indem wir zum Beispiel jetzt dem Nutzer Rewards geben bei uns, um dieses Spiel zu spielen, dass der Nutzer zum Beispiel ein bisschen mehr spielt und ein bisschen mehr dran bleibt, weil es halt mehr Fun ist.
Also am Ende muss man das vielleicht nochmal präziser aufschlüsseln, weil es gibt ja jetzt 2 Spiele, die da eine Rolle spielen. Einmal das Spiel, in dem ich was bekomme, und einmal das andere Spiel, das ich auch spiele, das ich aber sonst vielleicht nicht gespielt hätte, und das dafür bereit ist zu bezahlen. Also statt dem Fragebogen ist das dann auf einmal jetzt ein Spiel geworden. Fragebogen ist ja für den normalen Hörer vielleicht noch einfacher zu verstehen, den würde man sonst nicht ausfüllen, hat man keinen Bock drauf. Okay, habt ihr da Menschen für gefunden, die das machen, um halt im anderen Spiel was zu bekommen? Und jetzt ist es so, es gibt halt auch einfach Spielehersteller oder Spieleanbieter, Mobile Games, die wollen Nutzer haben logischerweise. Beschafft denen die, indem ihr in anderen Spielen denen dafür Vorteile verschafft, sozusagen.
Ich glaube, ich hätte noch was besser erklären müssen am Anfang. Das Ding ist, am Anfang war das Modell halt so mit Free Skins. Damals war es halt so, dass der Nutzer zum Beispiel irgendwelche Gegenstände ausgezahlt hat. Mittlerweile ist das unter 1%. Das heißt, mittlerweile ist es halt so, der Nutzer zahlt PayPal aus, Amazon-Gutscheine, wie auch immer, Visa-Karten. Das heißt, der Nutzer will am Ende meistens einfach Cash oder irgendwelche Gutscheine, nichts in einem Spiel. Und vor allem bei uns sind, wie gesagt, die Werbetreibenden dann Spiele, die neue Nutzer wollen.
Okay, okay, okay. Das heißt, man weiß am Ende, wenn man zu euch geht, man bekommt vielleicht einen Amazon-Gutschein, man bekommt irgendwie am Ende auch Geld, wenn man halt an einem Spiel teilnimmt, mit dem ihr zusammenarbeitet.
Genau. Und das Modell ist ein bisschen, dass wir einfach sagen, wir wollen eigentlich Nutzer, die darauf eh Bock haben. Das heißt, wir sagen so ein bisschen brandingmäßig, sei also be smart oder do what you love. Also mach, was du eh tun würdest, was du eh gerne machst. Und kriegt ein paar Rewards dafür. Das heißt, wir wollen jetzt nicht irgendwie jemanden überreden, unbedingt mittlerweile noch so irgendwas zu machen, worauf er keinen Bock hat, sondern eher in die Richtung, komm zu uns und guck dir ein paar Spiele an, die du eh spielen würdest, aber wir schaffen es dann halt mit unserem Businessmodell, mehr Incentives zu schaffen, dass der Nutzer halt mehr dranbleibt. Und ich glaube, das ist auch der Unterschied zu einer herkömmlichen Werbung. Das heißt, der Nutzer würde jetzt zum Beispiel bei Meta oder so eine Ad sehen, er würde praktisch eine Video-Ad sehen und klickt dann entweder aufs Spiel drauf oder nicht, lädt die App runter oder nicht und spielt dann oder nicht. Vom Nutzer eigentlich abhängig und nicht von Meta. Und bei uns halt so, du kommst zu uns, holst dir ein Spiel von FreeCash praktisch und wir geben dir dann halt ein paar kleine Rewards, dass du weiterspielst, dass du dran bleibst. Und so können wir halt die Retention beeinflussen und der Nutzer hat mehr Spaß, hat mehr Incentives und der Werbetreibende hat halt more engaged User.
Also der Werbetreibende ist das Spiel.
Genau, praktisch.
Es gibt ja aber auch so ein paar Beispiele, wo ihr sozusagen auch Leute dafür bezahlt habt, nicht nur, dass sie irgendwo spielen oder oder Fragebögen ausfüllen, sondern dass die sich einfach Werbung angucken, also Videos angucken?
Es gibt es, also das gab es mal zwischendrin über diese Third-Party-Provider, aber das war unter 1%, also es ist nicht wirklich das Modell, weil das nicht wirklich gut funktioniert. Unser Modell ist wirklich, dass wir es halt schaffen, den Nutzer zu engagieren. Das heißt, und das wird eher weniger durch ein Video passieren, sondern wirklich eher durch diese Incentives, die wir setzen. Das heißt zum Beispiel bei einem Spiel, du würdest zu uns kommen, lädst dir ein Spiel runter und du kriegst dann halt irgendwie 20 Cent, Level 1 zu kommen. 50 Cent Level 2 zu kommen und so weiter. Und das ist eher das Modell, weil dann können wir halt wirklich schaffen, dass der Nutzer, wie gesagt, mehr spielt und mehr Bock drauf hat auf das Spiel als sonst. Und das ist ja auch das herkömmliche Modell, was wir auch sagen, woran wir uns orientieren, zum Beispiel jetzt mit Amex und Co. Weil am Ende des Tages zum Beispiel—
Sind das eure Kunden?
Sind nicht unsere Kunden, aber als Vergleich mal sozusagen, dass bei Amex und so ist es ja auch so, der Nutzer bucht jetzt keine Flüge, weil er dafür Punkte bekommt, aber der Nutzer hat vielleicht ein bisschen mehr Bock drauf und kriegt ein bisschen was zurück. Und bei uns halt noch der kleine Unterschied, dass wir halt nicht nur diese 3%, 2% Cashback geben, was ein bisschen straightforward wäre, sondern wir machen es halt wirklich, dass der Nutzer halt so ein bisschen engaged wird über Zeit. Also zum Beispiel, wenn wir jetzt mit Revolut arbeiten würden, was wir jetzt gerade nicht tun, würden wir jetzt nicht, keine Ahnung, 3 Euro geben, dass du dir einen Account machst, sondern wir würden halt 3 Euro geben, dass du einen Account machst, dann geben wir nochmal 5 Euro, wenn du eine Karte bestellst, 10 Euro, wenn du irgendwie dein Gehalt auf Revolut überweist, und so können wir den User halt da so ein bisschen reinfunneln. Und einfach ein bisschen besseren Zentrum schaffen als herkömmliche Werbung.
Bekannter Partner bei uns, eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist: Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen. Die hängengeblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen da mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke, aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen, denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitnessangebot von eGym ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, Das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026 und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes. Aber wobei Revolut ist jetzt ja kein Game, das ist ja schon eine echte Bank. Also insofern, aber warum macht man das mit denen nicht? Klingt jetzt ja ganz plausibel.
Ja, macht Sinn. Ich glaube, ist auch geplant oder machen wir auch teilweise schon, aber der Mobile-Gaming-Markt ist halt einfach extrem groß. Das Ding ist, Mobile Gaming, also Mobile Gaming Kunden geben pro Jahr ungefähr 30 Milliarden aus für Werbung.
30 Milliarden?
30 Milliarden jedes Jahr.
Global?
Global, genau. Und die nehmen über 100 Milliarden ein selber, also in Einnahmen über Werbung und Purchases. Und das ist halt ein super attraktiver Markt für uns. Und unsere Kategorie in diesem Segment hat gerade ungefähr einen Anteil von 10%. Das heißt, 3 Milliarden werden auf Reward-Plattformen wie unserer ausgegeben.
Also habt ihr schon ein Drittel dieses Marktes?
Ungefähr, genau. Gerade ungefähr ein Drittel.
Wer sind die anderen beiden Player?
Beispielsweise in Hamburg Edgeo spielt da mit. Die haben es ein bisschen anders als wir, das Modell, dass die eher mit Third-Party-Kunden arbeiten als selber eigene Plattform betreiben. Machen die auch, aber es ist ein kleineres Ding für die. Und sonst gibt es viele, viele Unternehmen, also Missplay, TestaUp, es gibt da viele, viele Apps, die das Gleiche machen.
Ist ja schon spannend, dass es sozusagen in diesem 3-Milliarden-Markt, global gesehen nicht so riesig, aber trotzdem, dass die beiden Marktführer dann scheinbar deutsche Firmen sind. Aus Berlin ihr und aus Hamburg die Kollegen von Aplike, heißt das glaube ich, der Jonas Thiemann, der auch schon mal vor Jahren hier war, den ich schon ein paar Jahre kenne. Also da ist Deutschland nämlich stark scheinbar.
Ja, das ist sehr cool. Es gibt noch welche aus Kanada wie Misplay, aber vor allem Deutschland ist sehr, sehr stark. Und wir glauben halt fundamental, dass diese Kategorie weiter wachsen wird. Nämlich was wir oft gerne sagen, was ich gerne sage, ist, dass wenn man zurückguckt bei Mobile Games vor allem, und deswegen fokussieren wir uns auch so auf Mobile Games, weil es da sehr straightforward ist, das Modell zu erklären. Mobile Games haben damals Geld gekostet. Das heißt Kunden, also ich weiß auch noch, damals hat man sich Doodle Jump oder so für 1 Euro runtergeladen im App Store. Und irgendwann kam diese Free-to-Play-Zeit, wo auf einmal die Spiele kostenlos waren und jeder hat sich gedacht, okay, wieso sollte ich jetzt noch 1 Euro bezahlen, ich kann ja auch das andere Spiel, das sehr ähnlich ist, kostenlos bekommen. Und die Spiele haben auf einmal 10-mal so viele oder 100-mal so viele Nutzer bekommen und konnten dann die Nutzer durch Werbung und Käufe monetarisieren. Und für den Nutzer ist am Ende des Tages einfach, wieso sollte ich jetzt noch Geld ausgeben? Und wir glauben halt, dass die nächste Stage ist dann halt Get Rewarded to Play, also werde belohnt fürs Spielen. Und da sind wir halt tätig und das heißt, am Ende des Tages, wenn der Nutzer weiß, er kann zu uns kommen und Rewards bekommen, wenn er Spiele spielt, also ein bisschen was zurückbekommen, ist es einfach deutlich besser, als einfach Spiele for free zu spielen. Und deswegen sagen wir halt, also wir sehen auch gerade im letzten Jahr zum Beispiel, wir haben jetzt irgendwie Wachstum von 300% in den letzten 12 Monaten.
Was hattet ihr, Umsatz oder in Bezug auf?
Umsatz jetzt, auf Umsatz bezogen.
Was hattet ihr, 25 Umsatz, was war das so?
300 Millionen, 320 ungefähr, ich glaube, es waren Dollar. Und jetzt genau, wahrscheinlich, hoffentlich dann 3-mal so viel mindestens. Das Ding ist, dass praktisch dieser Markt weiter wachsen wird, denken wir, weil wir halt sagen, für den Nutzer, User first, für den Nutzer ist es einfach besser. Und wir denken halt, dass im Mobile-Gaming-Markt der Großteil in diese Firmen geht. Und es ist auch einfach eine coole Idee, weil wenn man halt drüber überlegt, jetzt der generelle Mobile-Gaming-Markt auf 35 Milliarden zum Beispiel geht und Player wie wir Marktanteil gewinnen, heißt es, dass am Ende von diesen 35 Milliarden, vielleicht wenn der Markt um 5 Milliarden wächst, 5 Milliarden ungefähr an die Nutzer gehen. Und das ist so eigentlich das coole am Modell auch.
Also am Ende so ein bisschen Robin-Hood-artig, man tut dem Nutzer was Gutes, so vom Storytelling her.
Vom Storytelling her schon, und am Ende des Tages ist es auch so, ein Teil des Adspends geht zum Kunden, und das macht es halt auch, das gibt uns überhaupt die Möglichkeit, so doll zu wachsen, weil Advertising generell ist ein riesiger Markt, also zum Beispiel Advertising ist ein 1000-Milliarden-Markt, also nicht 30, sondern 1000 global, also nicht nur auf Games beschränkt, und ein paar der größten Firmen der Welt sind natürlich nur auf Advertising aufgebaut, wie Meta. 2000 Milliarden wert ungefähr oder fast 2000 Milliarden wert und deren Businessmodell, was wir halt gerne sagen, ist halt der Teil mit der Werbung ist der Teil, den die Nutzer nicht gerne mögen und das ist der Teil, wieso Meta so viel wert ist und das machen wir halt zu unserem Kern, dass wir diesen Teil als unser Business erkennen und sagen halt okay, der Nutzer kriegt was zurück und deswegen haben wir haben wir überhaupt eine Chance attraktiver für den Nutzer zu sein, auf unsere Ads zu mit unseren Ads zu engagieren, aber auch besser für den Advertiser bei uns Geld auszugeben.
Also am Ende ist schon fast die Hoffnung irgendwann bricht man aus diesem lukrativen Games-Segment aus, obwohl das schon spannend ist, und bricht in die normale Welt hinein, also wie Meta am Ende natürlich auch, und greift die an, weil man am Ende einen etwas organischeren und natürlicheren Zugang hat zu Werbung.
Das wäre sehr, also klingt sehr ambitioniert, wäre auch der Plan auf lange Sicht, da mehr aus Gaming rauszugehen, und ich glaube halt aber, erstens ist natürlich Meta so, so groß und super erfolgreich und hat natürlich diese ganzen Nutzer, die einfach zu Instagram und Facebook und so weiter so schon kommen. Das heißt, Natürlich wird es immer geben und es wird schwierig und der Fokus bleibt natürlich jetzt auf Gaming, weil es halt so straightforward ist, wie ich schon meinte. Aber genau, auf lange Sicht, der erste Step ist jetzt erstmal Gaming zu maximieren und dann noch auf Non-Gaming rauszugehen, also zu erweitern.
Aber es gibt ja auch sozusagen gegen euch immer mal wieder so Vorwürfe, was ihr da macht, sei nicht ganz sauber und das sei so ein Scam und ihr würdet mit Daten handeln. Da gibt es ja so viele, wenn man es ein bisschen auch schlechte Kommentare, also es ist jetzt ja kein komplett cleanes Modell, zumindest aktuell, oder war es in der Vergangenheit nicht?
Der Vorwurf mit den Daten ist einfach nicht true, also der Vorwurf mit Daten ist einfach nicht wahr. Wir verkaufen keine Daten, das stimmt einfach nicht. Unser Businessmodell ist einfach ein anderes, also das ist einfach genau, entspricht nicht der Wahrheit. Was man natürlich vorwerfen kann, ist, dass erstens viele werfen vor, dass man nicht so viel verdient, und das ist deswegen auch der Grund, wieso wir jetzt im Messaging eher so sind, mach etwas, worauf du eh Bock hast. Also wenn du zu uns kommst mit der Hoffnung, dass du mehr als den Mindestlohn bekommst und dann 10 Stunden spielst und dann irgendwie 200 Euro verdienst, Das ist einfach die falsche Erwartungshaltung. Genau, das ist ein, sage ich mal, valider Vorwurf. Und genau, sonst würde ich eigentlich sagen, muss man da ein bisschen von wegkommen und einfach in die Richtung gehen, okay, guck mal, es ist einfach eine bessere Form von Werbung.
Es gab ja mal sogar die Situation, dass ich glaube, Apple oder Google euch auch rausgenommen haben für eine Weile aus dem App Store. Da gab es einen TechCrunch-Artikel, wirst du alles ja genau in Erinnerung haben. Das war ja wahrscheinlich auch für euch existenziell damals, nehme ich an, wenn ihr eure App, wo man das alles machen kann, Wenn die dann auf einmal aus den Apps rausgenommen wird, das ist ja heftig.
Das war richtig schlimm für uns. Das war jetzt vor 4 Monaten oder 5 Monaten ungefähr mittlerweile schon. Und der Grund war ein bisschen wieder zurückzuführen auf das, was ich gerade erzählt habe zur Historie. Nämlich war damals dieses Modell nicht gern gesehen und Apple hat gesehen, dass wir eine App hatten und die wurde damals entfernt aufgrund des Businessmodells. Weil Apple hat damals gesagt, wir wollen keine Apps, die andere App-Downloads incentivieren. Diese Regel hat Apple aber geändert vor einem Jahr oder vor anderthalb Jahren und wir wurden dann entfernt, weil wir aber schon mal eine App hatten, die schon mal deshalb entfernt wurde. Und deswegen war es so ein bisschen so ein Missverständnis mit Apple. Und genau, mit Apple und Google haben wir es dann alles geklärt. Wir haben natürlich die Bestätigung bekommen, dass wir uns an alle Richtlinien halten. Deswegen sind wir auch wieder da.
Ihr seid ja auch teilweise Nummer 1 in den App Stores. Ich meine, eure App ist ja dann da wirklich global in verschiedenen Ländern auf den Topplätzen.
Ja, genau. Also jetzt gerade leider nicht mehr Top 1, aber so Top Top 20 sehr häufig noch in Deutschland, Top 50 ungefähr meistens gerade. Genau, also die machen sehr viel TV-Werbung, alles Mögliche, geben sehr, sehr viel Geld für Werbung aus. Und genau deshalb, also wir sind zum Glück jetzt sehr cool mit den ganzen Stores.
Die kennen euch mittlerweile gut, weil wenn man da in den Topplätzen ist über Wochen oder Monate, dann wissen die schon, wer das ist ungefähr.
Genau, genau. Und wie ich auch meinte, so am Ende des Tages, sie würden einen nicht reinlassen, wenn man sich an irgendwelche Sachen nicht hält. Und für uns auch, je größer man wird, desto relevanter wird es natürlich auch, dass man ein gutes Image hat. Und deswegen ist natürlich für uns sehr wichtig, dass dieses negative Feedback, dass wir das angehen und sozusagen an den Themen arbeiten, an denen wir uns noch verbessern müssen.
Und ihr holt eure Nutzer selber initial, aber auch dann aus TikTok raus, also ihr macht auch wahnsinnig viel Marketing, um erstmal den Leuten zu zeigen, dass es euch gibt und dass man über euch dann in diese Games ein bisschen attraktiver reinsliden kann.
Genau, also am Ende des Tages haben wir zwei riesige Kostenblöcke, nämlich einmal Marketing selber für unsere eigene App, das heißt, wir machen extrem viel Social-Werbung, Facebook, TikTok, Vor allem auch DSPs, AppLovin und Co., also in den Games selber machen wir sehr viel Werbung und das ist der eine große Kostenblock und der zweite große Kostenblock ist praktisch User Payouts, das heißt, wie viel wir ausgeben an Nutzer, um die Spiele zu spielen und mit diesen zwei Kosten, genau, das sind die zwei großen Punkte für uns und Marketing ist natürlich essenziell, weil am Ende des Tages müssen die Leute erstmal FreeCash kennen und auf lange Sicht wird es natürlich weniger in Prozent, aber gerade ist es natürlich noch ein sehr, sehr großer Kostenblock.
Was gebt ihr denn im Monat für Marketing aus?
Auf jeden Fall mehr als eine Million pro Tag, also über 30 Millionen pro Tag. Ja, also sehr, sehr viel. Vor allem, man sieht es in Deutschland nicht so viel. In Deutschland ist es jetzt nicht so viel, weil wir sind— Deutschland ist ungefähr 10% unseres Marktes oder unserer Märkte. Aber vor allem in den USA geben wir sehr, sehr viel Geld aus. Und genau.
Und wenn man das Geschäftsmodell so betreibt, wie es tut, dann kann man damit, weiß nicht, 10% Marge machen?
Sollte man können. Also wir sind gerade Unser Fokus ist es gerade einfach zu wachsen, weil wir halt sagen, die Kategorie wird weiterhin extrem viel Potenzial haben und die eine Milliarde kann zum Beispiel in 2, 3 Jahren 5 oder 10 Milliarden sein. Das heißt, für uns ist Fokus gerade wirklich komplett auf Wachstum, aber 10% wäre auf jeden Fall mehr als realistisch.
Aber macht ihr gerade nicht?
Machen wir nicht unbedingt. Auf jeden Fall ist gerade das Ziel, einfach so viel es geht zu wachsen und wenn es dann ein bisschen weniger ist, ist es okay. Aber es kann auch nicht null sein, weil wir haben halt keinen Investor.
Aber da muss man sich mal klarmachen, ihr könntet jetzt Wenn es mit der einen Milliarde klappt, dann könnte man auch dieses Jahr 100 Millionen Ergebnis machen. Also das am Ende du.
Am Ende des Tages wäre es nicht komplett unrealistisch, aber genau, wir müssen noch ein paar Sachen optimieren. Und wie ich es mir vorstelle, ist halt, wir können jederzeit, was heißt jederzeit, wir können auf lange Sicht unsere Modelle sehr krass verbessern, unser Produkt verbessern. Das heißt, wir haben zwei große Themen. Beispielsweise der Nutzer muss die richtigen Angebote sehen und die richtigen Rewards bekommen. Und wenn man halt diese Themen verbessert, kann man noch so viel rausholen. Und deswegen sage ich halt, Short-term ist mir egal, wenn wir jetzt nicht X erreichen, aber auf lange Sicht ist es auf jeden Fall machbar.
Und du denkst also, in den nächsten Jahren auf so 3, 4 Milliarden Umsatz wachsen?
Es ist realistisch, ja, genau. Also unsere Idee ist gerade, was wir nebenbei noch bauen, ist ein neues Produkt namens Link, was nochmal die andere Seite übernimmt. Das heißt, gerade bieten wir den Games an, dass sie bei uns Nutzer kaufen können, und mit Link schaffen wir es, dass wir in den Games integriert sind und praktisch die Nutzer, die zum Beispiel über Google oder AppLovin oder Organic vom Store kommen, dann auch ihren Freecash-Account connecten können und dann, obwohl sie nicht über uns kommen, Rewards bekommen können. Und wenn wir es schaffen, dieses Modell zu fahren, dann könnte es halt richtig groß werden, ja.
Ah, okay, das heißt, der Nutzer kommt dann aus dem Spiel heraus zu euch.
Genau.
Ihr müsst den Nutzer nicht mehr selber anschleppen, sondern der wird vom Spiel zu euch gebracht und nicht Spiele kopieren und dann, oioi, okay, okay.
Der spielt eh schon und dann kriegt er zusätzlich noch Rewards von uns und dann können wir unseren Mechanismus, den User zu rewarden, immer noch ausnutzen. Also wir können den User rewarden.
Aber ihr habt deutlich weniger Akquisitionskosten für Nutzer.
Genau, erstens das, und wir leben halt im Game. Also gerade praktisch muss man sich so vorstellen, wenn wir einen Milliarde-Anteil haben vom 30-Milliarden-Markt, kommen 3% der Nutzer, wenn jetzt alle Nutzer gleich viel wert wären, von uns. Und mit diesem neuen Modell ist praktisch jeder Nutzer, der etwas macht in dem Spiel, der ein Spiel spielt, potenziell unser Nutzer und kann Rewards bekommen. Und das macht halt, wir leben dann im Spiel, und das ist halt extrem viel, also ist extrem cool. Und die Idee ist natürlich, dass wir das auch dann ausweiten können auf andere Bereiche, also dass du dann praktisch auch deinen Kaffeeshop an der Ecke connecten kannst. Und wenn wir das erstmal schaffen, dass die ganzen Partner von uns auch uns promoten, weil wir denen einen gewissen Mehrwert schaffen, dann könnte es halt richtig groß werden.
Was ist denn so eine Firma wert? Es gibt ja Multiples für Mobile-Marketing-Firmen. Was kriegen die so für ein Ergebnis-Multiple aktuell oder Umsatz-Multiple?
Ja, ich würde sagen, es ist schwierig zu sagen auf jeden Fall, aber wir sind in dem Bereich, also wir können halt sagen, wir sind entweder in Games oder in AdTech und wir sagen halt, wir sind eher eine AdTech-Firma, weil wir sind auch eher produktorientiert. Produkt und Tech-Klasse.
Advertising Technology, Werbetechnologie.
Genau, Werbetechnologie, und da sind die Multiplier auf jeden Fall höher. Am Ende des Tages richtig gut wäre 30 auf Profit, aber das ist gerade noch unrealistisch, weil man sieht ja auch zum Beispiel, wir können halt sehr stark wachsen, wir könnten aber auch, wenn wir jetzt nicht gut pushen, weil es gibt sehr viel Competition, können wir auch natürlich sehr stark wieder nicht wachsen oder fallen. Das heißt, der Markt muss sich noch etablieren, also es muss sich noch, es muss noch ein bisschen reifen, aber ich glaube, dann sind auf jeden Fall 10, 20, 30 X auf Profit realistisch, ja.
10 scheint mir auf jeden Fall realistisch, 20 vielleicht auch, und dann wären es ja jetzt schon heute mehr als eine Milliarde.
Wahrscheinlich schon, ja.
Und kommen ab und zu mal Leute und sprechen dich an und wollen sich beteiligen oder so?
Auf jeden Fall, ist auf jeden Fall immer ein Thema, und ich glaube, Investorensuche ist generell ein Thema. Wir haben ja, wie gesagt, keine, und wir hatten halt das Glück, dass wir so gewachsen sind, dass wir es nie wirklich brauchten. Also wir haben am Anfang, hatten wir halt, hatte ich halt 20.000, 30.000 Euro für Cashflow, für den Cashflow, und das ging dann so, man muss halt die Nutzer immer vorher ausbezahlen, wird später bezahlt. Das heißt, wenn du zu schnell wächst, wäre es ein Problem. Aber wir sind so statisch gewachsen über die Zeit, dass es nie zum Problem wurde. Und wir sind auch irgendwie dankbar, weil wir halt keinen Investor gerade brauchen und dann redet keiner rein und niemand muss irgendwie seine Shares verkaufen. Aber auf lange Sicht, wenn wir halt die Opportunity sehen, jetzt irgendwie nochmal Geld aufzunehmen, um nochmal stärker zu wachsen, werden wir auch nicht dagegengestellt. Aber ich würde sagen, gerade brauchen wir es einfach nicht.
Okay, aber das Wachstum war dann in den ersten Jahren entsprechend langsam. Oder es hat dir dann ermöglicht, das aus eigenem Cash aufzubauen, weil du hast schon recht, am Ende, wenn man da auszahlen muss, bevor man das Geld selber bekommt, dann hat man ja schon Cashflow-Herausforderungen.
Auf jeden Fall. Ich glaube, wir wurden nie wirklich limitiert dadurch, weil wir haben sehr kurze Cycles. Also es ist jetzt zum Beispiel nicht so, wenn du jetzt ein Spiel praktisch hast, dann kaufst du einen Nutzer heute ein und dein Payback ist zum Beispiel ein Jahr. Das heißt, du müsstest ein Jahr warten, bis der Nutzer so viel wieder in Werbung oder In-App-Purchases eingenommen hat für dich, dass du deine Kosten wieder raus hast. Weil wir ja nicht eigene Apps haben, sondern die Kunden uns bezahlen, sind diese Cycles viel kürzer. Also die sind dann nicht ein Jahr lang wie für einen Spielehersteller, sondern eher 30, 60 Tage, was so den Payment Terms entspricht. Und deswegen war es noch kurz genug, dass es nie zum Verhängnis wurde, auch wenn wir mal schnell gewachsen sind.
Hast du mit Banken das irgendwie zwischenfinanzieren müssen oder sowas?
Nie, also zum Glück nicht. Hatten wir nie machen müssen. Ich hatte einmal einen Kredit von meinem Vater, diese 30.000 mir genommen. Aber sonst, genau, sind wir gut durchgekommen.
Okay, und jetzt habt ihr irgendwie ein paar Millionen auf dem Konto Cash liegen.
Genau, jetzt ist jetzt gerade gut, aber wie gesagt, also wenn wir zum Beispiel Opportunities im Markt sehen mit Acquisitions oder Sonstiges, dann würden wir natürlich auch nochmal überlegen zu raisen. Ich würde mir auch überlegen, vielleicht Debt zu nehmen, weil wir dann halt, also wir müssen ja nicht Equity unbedingt abgeben, ist ja eher ein Cashflow-Thema bei uns oft, aber genau, an sich gerade alles gut.
Ihr habt doch schon mal auch eine kleinere App übernommen, ne?
Wir hatten mal eine App übernommen, Saber TC, die war von einem YouTuber Dave, der war da schon raus zu dem Zeitpunkt. Die haben halt Cashback gemacht, also eher Non-Gaming, und unsere Vision war so ein bisschen, die zu integrieren bei uns. Dann haben wir schon mal Non-Gaming ein bisschen besser abgedeckt, weil wir uns ja sehr auf Games fokussieren. Und haben wir auch gemacht und es lief auch ganz gut, aber wir haben weiterhin gesagt, okay, Fokus muss auf Gaming bleiben. Und ich glaube, Fokus ist bei uns auch das Wichtigste, dass wir wirklich schaffen, uns da nicht zu distracten. Aber ja, genau, haben wir auch gemacht.
Okay, und bei euch in der Firma, sind das meistens Deutsche, die arbeiten, oder ist das eine ganz bunte Truppe?
Ehrlich gesagt gar nicht. Also wir sind, glaube ich, vielleicht 10, 15% Deutsche und sonst einfach viele in Berlin, ziehen viele her natürlich und genau ganz divers.
Stellt euch bitte kurz vor, bei euch in der Firma klingelt das Telefon, aber das ganze Team ist in einem Meeting und keiner geht ran, obwohl am anderen Ende möglicherweise ein Neukunde ist, den man dann verliert. Und genau dafür hat unser heutiger Werbepartner Zipgate einen AI-Agent gebaut, der rangeht, wenn man keine Zeit hat. Und das Beste daran: Sona ist der erste KI-Telefonagent in Europa, der komplett kostenlos ist bei vollem Funktionsumfang. Man kann Sona in wenigen Minuten einrichten. Ich habe das sogar schon mal für euch hier getestet. Hallo, ich bin auf der Suche nach neuen Bildschirmen für unsere Büroräume und hätte gern dazu einen Termin in der kommenden Woche.
Klar, ich schaue einmal in den Kalender.
Passt dir Donnerstag um 14 Uhr? Kannst du bitte auch kurz checken, ob meine letzte Anfrage wegen der Drucker schon bearbeitet wurde? Moment, ich schaue ins Ticketsystem. Die läuft beim Support-Team. Ich leite dich direkt weiter. Der Agent versteht freie Sprache und eure Kundinnen und Kunden hören kein nerviges Drücken Sie die 1. Außerdem kann er direkt auf euer CRM, auf euer Ticketing-System, auf euren Kalender zugreifen und er kann direkt buchen, prüfen oder auch Termine und Informationen weiterleiten. Von der Telefonanlage bis zum eigenen Sprachenmodell baut Zipgate alles selbst. Mit über 20 Jahren Telefonie-Know-how und über einer Million Anrufen im Monat live vertrauen bereits mehr als 35.000 Unternehmen auf Zipgate. Und natürlich ist Zipgate DSGVO-konform mit eigenen Servern in Deutschland. Testet das Ganze doch einfach mal kostenlos aus, völlig risikofrei unter sona.zipgate.de. Den Link gibt es aber auch wie immer bei uns in den Shownotes. Und wie holst du die Leute ran? Also machst du das noch selber, dass du die Leute anschreibst und sagst, ey, willst du nicht bei mir arbeiten? Oder hast du jetzt eine kleine HR-Abteilung aufgebaut?
Mittlerweile auch sehr viel selber. Also wir haben gemerkt, dass Recruiting eigentlich eins der wichtigsten Sachen ist, was man immer wieder mehr gemerkt hat. Das heißt, wir machen ein großes Team, 15 Leute oder so. Ich schreibe auch noch selber Leute an für Senior Roles, weil es halt so relevant ist und so wichtig. Aber ich würde sagen, Recruiting ist was, was wir sehr krass perfektionieren wollen und was wir auch sehr krass daran arbeiten, weil wir wirklich gemerkt haben, das macht so einen Unterschied. Und auch am Anfang, wo wir halt geschaut haben, wo wir angefangen haben, haben wir halt sehr darauf geschaut, dass Leute Erfahrung in der Industrie haben. Und jetzt gucken wir mehr darauf, dass Leute wirklich so den Values der Company entsprechen. Also wirklich so, wir gucken sehr viel auf Higher Agency, dass Leute wirklich so dieser Machermentalität haben und wirklich die Sachen angehen, ohne jetzt krass gefollowt zu werden. Und wir gucken viel auf einfach Motivation, dass Leute smart sind. Und genau da sind wir sehr gut mitgefahren.
Okay, aber was ist denn am Ende deine Motivation, Vision? Ich meine, du könntest das jetzt ja schon abgeben und hättest wahrscheinlich jetzt schon ein paar 100 Millionen. Und das wäre dann eigentlich schon wahrscheinlich für deine Eltern, für dein ganzes Umfeld, wärst der reichste Mann, weiß ich nicht, im Umfeld. Aber Ist nicht das Ziel.
Nee, ist nicht unbedingt das Ziel. Also das Ding war, ich wollte ja schon immer was Cooles machen, was groß werden kann. Und als ich damals gegründet habe, dachte ich mir, okay, Freeskins, wie es ja war, ist so ein kleines Sprungbrett vielleicht. Ich verkaufe es für 1, 2 Millionen und mache dann was Richtiges. Und mit der Zeit, vor allem in den letzten 2, 3 Jahren, habe ich halt gemerkt, okay, krass, dieses ganze Modell, diese ganze Industrie hat extrem viel Potenzial. Und auch die Leute, mit denen ich jetzt arbeite, das schafft man auch nicht so einfach. Wenn ich jetzt von null anfangen würde, wäre ich ja wieder ganz alleine eigentlich. Und ich habe gemerkt, diese Kombination aus extrem krassem Modell und krassen Leuten, die wir schon haben, ist einfach sehr, sehr selten. Allein so eine Industrie zu finden, die so viel Potenzial aufweist. Und was mich jetzt gerade motiviert, ist wirklich zu denken, wir haben das Potenzial, praktisch eine Category-Defining-Company zu bauen, also eine Firma in einer Kategorie, die es so gar nicht noch gibt, also so noch gar nicht gibt. Und es gibt praktisch kein Duolingo in unserer Kategorie, es gibt kein Meta, kein Instagram in unserer Kategorie, es gibt nicht diese eine App, die die Kategorie owned. Und ich glaube halt, dass Reward Advertising, wenn man darüber nachdenkt, einfach Sinn ergibt auf dem Papier. Und dass es diese Firma geben wird. Und wenn wir jetzt in 5 oder 10 Jahren zurückschauen, wollen wir halt diejenigen sein, die das groß gemacht haben. Und genau deswegen bin ich noch mega dran, einfach mega motiviert.
Und wer sind so die härtesten Wettbewerber?
Generell würde ich sagen, vor allem diese Firmen aus Hamburg, wie gesagt, und diese Art von Firmen, also Misplay und so weiter. Aber ich glaube, wie wir das Business angehen, ist halt wirklich zu sagen, okay, wir wollen gar nicht jetzt irgendwie ein paar Prozente mehr wachsen jedes Jahr, sondern wir wollen wirklich überlegen, Wie kann dieses Modell wirklich richtig groß werden? Also deswegen arbeiten wir an Themen wie Link, dass wir überall integriert sind. Deswegen denken wir natürlich auch weiterhin über Non-Gaming auf lange Sicht nach. Aber wir wollen wirklich überlegen, wie können wir diese App bauen, die gut genug für den Nutzer ist, dass der Nutzer wirklich dran bleibt und darauf Bock hat, mehrere Jahre Freecash zu benutzen. Und genau deswegen auch, wenn wir halt falsche Sachen versprechen, wenn wir Probleme haben in der App, ist es einfach nicht gut auf lange Sicht gesehen. Und wenn wir diese 10, 20 Milliarden Company bauen wollen, müssen wir da halt wirklich anders denken. Und das hat sich auch geändert über die Zeit. Also am Anfang haben wir halt überlegt immer, und da sind wir auch schnell gewachsen natürlich, dass wir gesagt haben, okay, wie können wir jetzt mehr Wert für den Advertiser erzeugen und dadurch dann mehr Geld einnehmen von den Advertisern und mehr Geld in User Acquisition investieren und so weiter. Und das Mindset hat sich ein bisschen geändert auf User First, dass wir wirklich überlegen, wie können wir noch besser für den Nutzer sein, wie können wir die Experience, die App noch more rewarding machen, also dass der User sie noch mehr benutzt, noch mehr gerne benutzt, dass er wirklich am Ende sagt, okay, war cool, es hat sich gelohnt für mich, es hat Spaß gemacht und deswegen haben wir unser Mindset in die Richtung sehr krass angepasst.
Ist denn der Name FreeCash da hilfreich? Ich meine, es klingt ja so ein bisschen shady, so im Internet so FreeCash, dann denken ja auch ein paar Leute vielleicht, whatever, bleib mir davon weg.
Ja, 100%, guter Punkt. Also ich glaube, FreeCash, der Name ist auf einer Seite sehr, sehr gut, der hat sich halt wie gesagt daraus aus dem Freeskins entwickelt. Auf der einen Seite ist es sehr gut, weil es natürlich auch catchy ist und die Leute wissen ein bisschen, was gemeint ist. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein bisschen ein Blocker manchmal im Branding und im Marketing. Und wir hatten diese Phase vor einem halben Jahr, wo wir gesagt haben, okay, was gibt es noch für Namen, wie können wir uns denn noch mal neu definieren vielleicht. Haben viel ausprobiert und haben am Ende des Tages gesagt, es gibt eigentlich jetzt keinen Namen, den wir wirklich so cool finden, dass es sich lohnen würde. Und wir wollen lieber mit Freecash unser Branding so anpassen, dass der Nutzer wirklich versteht, was gemeint ist. Unser Image so anpassen, dass es dann doch cool ist, weil an sich hat der Name schon viel, was auch sehr, sehr stark ist.
Okay, ihr habt ja auch so ein paar Sachen, die ungewöhnlich sind. Ihr habt zum Beispiel, habe ich gelesen, volle Anwesenheitspflicht im Büro, 5 Tage die Woche.
Ja, auf jeden Fall. Also haben wir vor 2, 3 Jahren geändert und ich glaube einfach, dass es dazu geführt hat, oder dass die Leute, die, also es gibt natürlich viele Leute, die sehr, sehr gut sind und die man dann nicht heilen kann, das wissen wir auch. Aber ich glaube, diese Kultur im Office, wo alle richtig Bock drauf haben, alle motiviert sind, alle miteinander arbeiten, man mal schnell Ideen exchangen kann, also schnell mit Leuten reden kann, ist einfach super hilfreich. Und wir haben wirklich das Gefühl gehabt, dass das einfach sehr zum Erfolg beigetragen hat. Wir waren ja auch 3 Jahre beispielsweise am Anfang remote zu fünft, hat gut funktioniert. Und es war dieses Gefühl wirklich am Anfang so, okay, alle wissen eh, was abgeht, man kennt sich so gut, man macht Chips zusammen, jeder ist im Bilde. Und wenn du dann mehr, also wenn mehr Leute am Start sind, dann wird es halt schwieriger. Und vor allem, wenn du dann nicht im Office bist, hast du halt diese Gaps und Erstens, das mit dem Büro ist ein wichtiger Punkt für uns, aber auch generell an Sachen zu arbeiten wie Knowledge Sharing, viel mit AI, dass Leute einfach viel selber researchen können und sich Informationen holen können. Und dass wir generell halt wollen, dass Leute dieses Generalisten-Mindset haben, dass wir versuchen, die Bereiche nicht so doll zu trennen, dass jemand in Produkt auch versteht, was Marketing macht und andersherum. Und ich glaube, das ist alles im Office viel einfacher.
Bist denn du selber so 7 Tage die Woche im Büro?
Vorübergehend gerade schon teilweise, also jetzt gerade zum Beispiel schon, aber es ist keine Erwartung auf jeden Fall. Es sind einfach 5 Tage für die Mitarbeiter, ich selber gerade schon mehr. Ist auch nicht das Ziel, für immer 7 Tage im Büro zu sein. Also ich bin jetzt auch nicht derjenige, der sagt, ich werde jetzt die nächsten 5 Jahre 7 Tage im Büro sein.
Wie war es in den letzten Jahren? War das auch so in den letzten Jahren?
Nicht unbedingt, also es hat sich so ergeben. Ich meine gerade zum Beispiel, ich würde sagen, jetzt arbeite ich am meisten im Vergleich zu vorher, weil halt gerade nochmal so viel zu holen ist, weil die Opportunity so groß ist und wir sind sehr krass am Hiring auch dran. Ich will natürlich Leute heuern, die Sachen abnehmen und ich will nicht, dass die Firma von mir abhängig ist am Ende des Tages. Also ich will das nicht für immer machen, aber ich glaube gerade ist es einfach so viel zu tun und so viel da, dass das einfach Spaß macht und sich einfach lohnt.
Also schöne Grüße an die Kollegen vom Manager Magazin. Die machen immer so Listen, die fünfhundertreichsten Deutschen. Ich glaube, da ist man ab vierhundert Millionen oder so was drauf auf der Liste. Tendenziell müssten die jetzt mal ihre Liste bearbeiten.
Ja, weiß nicht, aber vielleicht ja.
Wahnsinn! Aber wer hat dir denn geholfen? Also oder wie? Ich meine, was waren denn so irgendwelche Tippgeber, Hinweisgeber, wie man jetzt so eine Firma strukturiert? Du hast ja noch nicht mal scheinbar irgendwo anders ein Praktikum gemacht. Also ist das dann, weiß ich nicht, wenn du mit der Bank sprichst, die werden sich auch wundern und sagen, okay, was mit dem Jungen los? Was denn auf seinem Konto da? Oder was für Summen fließen hin und her? Irgendwer wird dir doch mal gesagt haben, achte mal darauf, mach das mal so, mach mal ein zweites Bankkonto auf oder mach mal irgendwas. Nicht sicher, mal Devisen ab, ich weiß es nicht. Machst alles mit YouTube-Videos, oder wer coacht dich?
Ich glaube, am Anfang war es sogar wirklich ein Problem, dass ich es nicht viel gemacht habe. Ich habe die ersten 3 Jahre wirklich mit niemandem darüber, also mit niemandem über dieses Business-Thema so viel geredet, also im Sinne von wirklich jetzt Tipps reingeholt, nicht wirklich. Einfach, genau, einfach mein Ding gemacht so ein bisschen. Und ich glaube, ich habe auch gemerkt, so okay, andere Leute, die jetzt Investoren haben, haben vielleicht da einfach manchmal Fehler nicht gemacht, die ich gemacht habe. Also ich habe wahrscheinlich viele Fehler selber gemacht, also bei, vor allem bei Hiring, beispielsweise wirklich sehr, sehr inexperienced gewesen, sehr wenig Erfahrung gehabt, sehr viele Entscheidungen getroffen, die jetzt nicht so gut waren. Und ich glaube, ich habe es dadurch auf die harte Tour gelernt. Aber trotzdem merke ich auch, oder habe ich auch gemerkt, dass manchmal man einfach Sachen schneller versteht, wenn man mit Leuten redet. Ich habe zum Beispiel jetzt seit einem halben Jahr oder Jahr rede ich mit dem Ex-CEO von Idealo viel, Philipp Peitsch. Der macht da viel in die Richtung, dass dann, also genau, ich habe so mit dem ein paar Mal eine Session, rede über so gewisse Themen, auch auf Auf Basis von Org-Design und so weiter, also solche Themen. Und das ist super hilfreich auf jeden Fall. Und ich glaube auch einfach viele coole Hires gemacht, die da viel sagen können.
Wie alt ist denn die älteste Person bei euch in der Firma?
Boah, ich will nichts Falsches sagen, aber wahrscheinlich, ich würde sagen ungefähr 50 vielleicht.
Ah okay, das schon.
Ja, das schon.
Das ist schon deutlich.
Auf jeden Fall.
Leute, die doppelt so alt sind wie du.
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Und ich sage auch, dass beides ist gut. Genau, also wir haben da keine klare Präferenz, vor allem jetzt auch für gewisse Themen. Wir sagen ja, wir sind eher eine Product-Tech-Company als eine Sales-Company, oder wollen wir eher sein, und das hat uns auch relativ weit gebracht. Und vor allem da brauchen wir halt wirklich krasse Engineers, und die sind dann meistens mehr Senior, und das ist auch vollkommen fein.
Genau, aber die Älteren der Firma sind tatsächlich Engineers. Ich hätte jetzt gedacht, irgendwie vielleicht ein Legal Counsel oder einen—
Das auch, das auch auf jeden Fall. Aber ich würde sagen, der Bereich Tech ist halt bei uns der größte, über 50 Leute, und deswegen vor allem der. Genau, aber bei zum Beispiel Growth-Themen und solchen Themen haben wir dann eher Leute, die direkt dann 2, 3 Jahre, vielleicht haben die studiert und dann 2, 3 Jahre einen Job gehabt, aber dann direkt zu uns, also dann eher frischer. Aber auch da brauchen wir mehr Seniorleute, also in beiden, wir brauchen beides eigentlich.
Aber nur mal so just for fun, es muss doch irgendwelche Anekdoten geben, wo man denkt, das kann nicht wahr sein. Also ich stelle mir vor, bei welcher Bank bist du mit der Firma?
Ich war davor bei der Sparkasse.
Bist du nicht mehr?
Mittlerweile nicht mehr, glaube ich. Wir sind jetzt vor allem bei Onlinebanken, vor allem bei Konto Revolut und so weiter.
Genau, weil das auch als Geschäftskonto besser ist, einfacher ist.
Es war immer, es gab immer Probleme und die waren auch, wir hatten die Firma erst in Mittel, also in Thüringen und dann war das auch noch mal ein Problem und deswegen, also die war einfach da angemeldet damals, weil ich wollte, da gab es irgendwie weniger, ich musste irgendwie eine Büroadresse holen und die war billiger in Erfurt, dann habe ich das angemeldet und dann war die Bank auch in Erfurt und es war alles nicht optimal und jetzt sind wir online und dann wurde die manchmal, ja, gab es Probleme und deswegen genau.
Okay, aber das heißt, die Banken sind wahrscheinlich das dann schon eher gewöhnt und fragen jetzt nicht unbedingt nach, da bist du jetzt ja nicht irgendwie am Schalter so oder irgendwie. Also, aber wahrscheinlich gibt es andere Lebenssituationen, weiß nicht, ab und zu schreiben die Leute über LinkedIn, dass sie dir einen Job anbieten und so, und du sagst ja, okay, eher nicht.
Es gibt bestimmt solche Situationen, und am Anfang vor allem auch beim Hiring war es manchmal ein Thema, so dass Leute da verwundert waren und so.
Du bist der Chef?
Ja, mäßig, genau. Aber es war eigentlich cool, also es gab nie jetzt irgendwas Schlimmes.
Immobilien, stell dir mal vor, wenn du da so eine Immobilie anbietest und Leute sagen, also sie wollen jetzt hier das Ding anbieten.
Ja, auf jeden Fall. Gibt solche Situationen, aber gar nicht so schlimm. Also ich habe da keine negativen Erfahrungen gemacht oder nichts krass Witziges, würde ich sagen, leider.
Aber du sagst ja generell, in Berlin ist auch gerade so eine neue Aufbruchsstimmung, hast du mir im Vorgespräch erzählt. Also nach der Rocket-Zeit war so ein bisschen irgendwie Stille, hatte man das Gefühl. Und du sagst, jetzt geht es wieder los.
Ich würde sagen, jetzt geht es wieder los. Ist auf jeden Fall sehr cool. Da sind auch viele Leute, die Initiative zeigen und da viel machen. Wie gesagt, Firmen wie Langdog, Peak, No Unity, gibt es viele Namen, die sehr coole Sachen machen. Und da auch sehr viele coole Leute anziehen, auch in die Stadt generell. Und man merkt es auf jeden Fall. Also man merkt da, es bewerben sich auch bei uns mittlerweile viel mehr Leute, die da richtig Bock drauf haben.
Aus USA und so was?
Vor allem aus Europa, nicht nur aus Berlin, aber Berlin ist schon so ein Hubspot, würde ich gerade sagen, in Europa. Und am Ende des Tages ist bei uns schon das Ding, dass wir wirklich sagen, wir haben ja nur 160 Leute und wir zum Beispiel, was wir uns gerne angucken manchmal, ist halt AppLovin als Beispiel. AppLovin ist eine Ad-Tech-Firma aus USA. Und die sind gerade mit 100 Milliarden bewertet und die haben 400 Leute. Also die haben praktisch nicht mal dreimal so viele Leute wie wir und die sind wahrscheinlich 50 bis 100 Mal so viel wert. Für mich zeigt sich dann, dass wir sehr selektiv sein müssen und wir suchen halt eine bestimmte Art von Leuten und deswegen ist es sehr wichtig für uns, dass die Leute mehr Bock auf Startups haben.
Okay, okay. Also 100 Milliarden, das meinst du, das ist möglich?
100 Milliarden ist sehr ambitioniert. Wir gucken meistens jetzt nicht so 10 Schritte voraus, sondern immer den nächsten Step. Also am Anfang, wie gesagt, hatte ich auf eine Million geguckt, auf 2 Millionen. Dann damals vor 2, 3 Jahren waren 100 Millionen auf jeden Fall ein cooles Ziel und dann vor 3 Jahren oder ich glaube vor zweieinhalb Jahren meinten wir eine Milliarde Umsatz und jetzt sagen wir 10 Milliarden. Also wir gucken jetzt eher auf 10 Milliarden, aber auf Umsatz in unserem Fall jetzt. Wie kommen wir dahin? Und dann werden wir nicht 100 Milliarden wert, aber man muss halt, ich finde, man muss immer dieses Zwischending schaffen zwischen ambitioniert, aber auch realistisch und ich mag es halt gerne, so ein Szenario zu haben, was wirklich erreichbar ist. Und ich würde sagen, 10 Milliarden mit den Plänen, die wir haben, ist auf jeden Fall nicht auszuschließen.
Okay, okay. Ist ja schon ziemlich verrückt. Ich meine, du hast ja als Vorbild, habe ich gesehen, Check24 auch.
Check24 hatten wir gesagt, weil die praktisch auch gebootstrapped haben fast. Also hat man zumindest so, klingt zumindest so, dass die da auch relativ autark sind.
Oder das Kapital ist investiert, aber nur ganz relativ klein.
Ich glaube auch nicht schon seit immer, glaube ich, aber die sind relativ autark unterwegs auf jeden Fall. Und das ist auf jeden Fall cool zu sehen. Also ich bin jetzt nicht anti-Raisin, wie ich schon meinte, aber ich finde es auf jeden Fall cool, dass die es gezeigt haben, aus Deutschland heraus so eine Firma zu bauen. Die sind vor allem halt auch im deutschen Markt unterwegs, aber bei uns auch, ja genau, ist schon ein Vorbild, würde ich sagen. Aber bei uns halt das Coole, dass wir wirklich sagen, auch weltweit gesehen könnten wir die Ersten sein, die das Rewarded Advertising so groß machen. Und das ist natürlich sehr motivierend.
Jetzt hast du deinen CTO beteiligt, ne?
Auf jeden Fall, genau. Also am Anfang so ein paar Key-Leute, die wir reingebracht haben. Also wir haben sehr, sehr viele Key-Leute, da bin ich auch sehr dankbar, weil Was ich auch sehe, am Anfang macht man ja manchmal irgendwelche Hires und die bleiben dann oft länger und wenn man Pech gehabt hat, waren die halt nicht so gut. Ich habe relativ schnell nach einem Jahr eigentlich Vadim gefunden, unseren CTO. Ich bin ja selber kein Ingenieur. Ich hatte praktisch dann viele Freelancer immer, viele Leute, mit vielen Leuten gearbeitet und die waren meistens einfach nicht so ambitioniert und habe dann Vadim zufällig auf einer Freelance-Seite kennengelernt, also sehr, sehr random. Also der hatte auch eigene Projekte und meinte einfach, okay, ich mache mal kurz so ein Freelance-Ding. Hat dann 2 Tage für uns irgendeine Cashout-Seite redesigned.
Ach so, aber remote.
Remote, einfach so 2, 3 Tage Projekt. Ich habe da halt viele Freelancer mir angeschaut und habe dann direkt gemerkt, okay krass, das ist nochmal was, ein Unterschied zu sonst. Und auch generell abgesehen davon haben wir noch jemanden von Product, der seit 5 Jahren dabei ist, Job. Jemanden, mit dem ich auf der Schule war, Martin, seit über 3 Jahren. Und diese Leute sind halt wirklich Key Players im Unternehmen, die dann haben da wirklich 20, 30 Leute unter sich teilweise oder noch mehr. Und genau, ist auch wichtig, dass die dann beteiligt sind, dass die dann auch—
Das heißt, du hast nicht nur den CTO, du hast mittlerweile einen Kreis von Leuten beteiligt?
Auf jeden Fall. Also generell haben wir VisOps in der Firma für die wichtigsten Leute, also Virtual Shares sozusagen. Und genau, paar Leute haben dann mehr, paar Leute weniger, aber ist auf jeden Fall für uns wichtig, dass die Leute auch wissen, es sind ja wenig Leute am Ende des Tages, und dass die Leute wissen, wenn wir für 10 Milliarden verkaufen, wenn wir für auch nur 2, 3 Milliarden verkaufen, dass es sich für alle richtig lohnt. Und genau, das ist so ein bisschen das Mindset.
Okay, es ist trotzdem irgendwie erstmal Schwer nachzuvollziehen, dass sowas möglich ist. Also das erinnert mich so ein bisschen an den Olli-Samba-Talk früher. Hast du das mal gehört?
Auf jeden Fall, ja. Ich war immer großer Fan. Also ich fand es immer sehr interessant zu hören, was die so gemacht haben. Leider mittlerweile sehr inaktiv. Also man hört ja nicht mehr viel von denen. Ich habe auch versucht, Oliver Samba mal zu kontaktieren, aber hat sich nicht gemeldet. Hat sich nicht gemeldet, leider.
Wirklich nicht?
Wirklich nicht. Auf WhatsApp nicht, aber vielleicht eines Tages.
Aber wenn er hört, was dahinter steckt, dann ist es ja mittlerweile seine Kragenweite.
Ja, er muss wahrscheinlich irgendeinen Sinn für sich sehen. Verstehe ich auch. Muss irgendwie investieren können oder so. Aber vielleicht ergibt sich ja was irgendwann.
Aber dafür habt ihr jetzt Dieter Bohlen.
Dieter Bohlen, ja genau.
Auch nicht schlecht, auch ein erfolgreicher Mensch.
Auch cool, ja sehr cool. Ich habe ihn leider nicht getroffen, das war ein Dreh in, ich glaube, Köln oder Hamburg, ich weiß gar nicht mehr genau. Ich konnte zu dem Zeitpunkt leider nicht, aber wir haben ihn genau jetzt für den deutschen Markt. Wir machen halt, wenn du halt so viel Geld ausgibst bei Marketing, dann musst du halt irgendwie gucken, was der nächste Step ist. Du gibst ja dann schon so viel auf Facebook und so aus, du kannst da, wenn du halt noch mal die Campaigns increasest, dann kommt da nicht mehr viel bei rum so. Und deswegen ist für uns der nächste Step halt dieses Celebrity und auch ein bisschen populär, also bekannte Gesichter. Und dann wollten wir jetzt sagen, okay, in den USA ist natürlich unser Heimmarkt, aber wer ist so der Krasseste, den wir in Deutschland bekommen können? Und das war in unserer Ansicht nach Dieter Bohlen. Und haben dann einen TV-Spot gemacht, Mobile Sports, und läuft sehr gut, also passt sehr gut.
Erzählt er denn, dass er selber das nutzt?
Ja, er zeigt so als Beispiel halt so, wenn du Handyspiele spielst und dafür keine Rewards bei Freecash bekommst, dann machst du was falsch, so ein bisschen von der Idee her, aber es ist auch so.
Ich werde häufiger mal gefragt, welche Tools wir bei OMR so nutzen, um die Firma mehr oder weniger am Laufen zu halten. Und ein zentrales Tool ist bei uns HubSpot. Meine Geschäftsführungskollegin, die Isa Gard, hat vor kurzem sogar bei OMR Reviews gesagt, das digitale Rückgrat von OMR sei HubSpot. Und insbesondere im Q4 eines Jahres weiß ich auch, was sie damit meint, denn genau wie viele Sales- Sales- und Marketingteams konzentrieren wir uns dann auch darauf, unsere Jahresziele zu erreichen. Und das Ganze wird deutlich einfacher, wenn zum Beispiel Kundendaten zentral an einem Ort liegen und man immer den Überblick hat. Und genau das, ihr ahnt es schon, kann HubSpot. Das sich selbst aktualisierende CRM von HubSpot verbindet Kundendaten, Teams und KI-Agenten an einem Ort. So kann Marketing mehr Nachfrage schaffen, Sales mehr Deals gewinnen und der Service dafür sorgen, dass Kundinnen und Kunden gerne wiederkommen. Mehr Einblicke dazu gibt es auf hubspot.de. Euer Heimatmarkt ist USA?
Unser Heimatmarkt ist USA. Und genau, ich glaube, das ist auch eine der Sachen, wo man sich darauf fokussieren muss, immer einfach zu sagen, okay, in Deutschland ist natürlich immer extra cool, irgendwie hier dann noch zu sehen. So, man kennt die Leute besser, man hat ein bisschen mehr Nähe zu den ganzen Themen und man weiß vielleicht ein bisschen besser, was ankommt. Aber für uns, wir sagen immer Fokus auf USA und manchmal geraten wir da auch rein, dass wir irgendwelche coolen Sachen hier planen und dann denken wir immer, okay, in Deutschland vor allem iMedia promoten, vielleicht auch als Employer Brand. Genau, in Berlin machen wir jetzt eine Kampagne und so weiter. Aber eigentlich, also in Deutschland natürlich auch Marketing für FreeCash, aber am Ende des Tages ist USA der Markt, der alles entscheidet.
Ihr habt ja mittlerweile auch Offices, ich habe sogar gehört in Armenien eins.
Armenien hatten wir schon am Anfang, da war einer unserer Freelancer, hat da gearbeitet und der ist sehr, sehr gut. Dann haben wir gesagt, bauen wir da ein Team. Weil es natürlich sehr schwierig ist, Ingenieure zu finden. Es ist nicht unbedingt billiger, aber wir hatten da schon ein gutes Team halt. Und dann haben wir eins in China, weil da Mobile-Gaming-Kunden sehr groß sind, also die Firmen praktisch. Da ist Freecash gar nicht live, aber die Firmen arbeiten da halt. Und sonst haben wir jetzt London für Data, weil die in Berlin teilweise schwierig zu finden sind, und USA. Genau.
Und Data heißt dann einfach Kundenprofile verstehen und so was?
Data Science, also zu gucken praktisch, wie schaffen wir es wie Meta, User mit den richtigen Angeboten zu matchen? Und den Nutzern die richtigen Rewards zu geben, also die richtigen Belohnungen zu geben, damit sie richtig incentiviert sind.
Genau, wo bist denn du da sozusagen am tiefsten drin? Welche Themen?
Meine Themen würde ich sagen, sind auf jeden Fall User Acquisition einmal, also Marketing, aber da heuern wir jetzt zum Beispiel gerade eine VP-Person, VP of Marketing, dass ich da mich ein bisschen rausnehmen kann. Dann Growth, das sind die Advertiser-Kunden, also da haben wir 20, 30 Leute, die die Kunden betreuen, neue Kunden ranholen, aber vor allem auch managen. Und da haben wir eine Plattform wie Google Ads, wo Leute sich einloggen können, die Kampagnen managen können, alles so Self-Service, sage ich mal. Und dann Product, super wichtig, vor allem jetzt, weil wir halt sagen, unsere App FreeCash muss halt richtig clean sein. Also ich würde sagen, unsere App ist schon viel, viel besser als vor 2 Jahren, aber auch noch nicht perfekt.
Wie viele Menschen nutzen euch im Monat?
Auf jeden Fall über 5 Millionen monatliche aktive Nutzer.
Also weltweit?
Weltweit. Wir haben über, also fast 100 Millionen Signups jetzt insgesamt, also sehr, sehr viele Signups vor allem.
Aber es sind auch sehr, sehr viele inaktiv.
Genau, und das wird sich halt ändern mit diesem Thema Link und mit diesen ganzen Themen, dass wir es wirklich schaffen wollen, dass die Leute halt das Produkt so cool finden, dass sie es halt durchgehend benutzen, weil es einfach gut ist für sie. Und deswegen bin ich halt auch da dran, so FreeCash muss mehr Social werden, FreeCash muss mehr in den Alltag kommen. Und genau, also das ist einfach super wichtig gerade.
Ihr zahlt ja auch einzelnen Leuten richtig massive Gehälter. Also ich habe gesehen, also wahrscheinlich in Berlin nicht so ungewöhnlich, dass dann irgendwie mal so Menschen bei euch über eine Million Jahresgeld bekommen.
Ja, das wäre dann über Shares vor allem, also dieses Visaprogramm, dann nicht direkt Cash. Die Leute sollten auch incentiviert sein, da dranzubleiben natürlich. Aber es ist nicht, ja, gibt es auf jeden Fall bei uns und ist einfach super wichtig, weil die Leute sind sehr umkämpft und wir sagen aber, dass unser Businessmodell ist gerade so attraktiv, dass es nicht smart von uns wäre, bei den Gehältern zu sparen. Also wir müssen praktisch das beste Talent bekommen, weil das beste Talent kann bei uns einfach sehr, sehr viel rausholen.
Genau. Was ist denn jetzt für euch das größte Risiko, dass es jetzt nicht alles klappt mit den zukünftigen Milliardenumsatz oder so was?
Ich würde sagen, es ist ein sehr, sehr schnelllebiger Markt, also sehr viel Competition. Wenn wir jetzt so viel Umsatz machen und andere auch, dann zieht es natürlich viele Leute an. Viele Leute wollen das Gleiche machen, ist ja eigentlich ganz klar so. Viele Investoren kommen natürlich auch, geben Leuten extrem viele, also extrem große Summen. Und ich würde sagen, die Competition und auch die Urgency, die die Leute haben müssen, und ich glaube, das ist bei uns halt super gut, weil wir halt sehr driven sind und wir wollen halt einfach das meiste rausholen, weil wir sehen, okay, es ist so viel drin. Und ich glaube halt, die Firma kann 3, 4 und wie auch immer Milliarden wert sein, aber das Spektrum ist sehr, sehr groß. Und deswegen haben wir halt diese Urgency und wir müssen diese Urgency beibehalten, weil es ist relativ einfach zu sagen, wir wachsen eh und wir müssen halt wirklich schaffen, okay, machen wir wirklich alles richtig? Wo können wir noch mehr rausholen? Und das ist gerade der Gameplan, dass wir dranbleiben einfach.
Und machst du dir manchmal Gedanken, vielleicht ein bisschen was zu verkaufen, einfach um Sicherheit zu haben, wenn das jetzt so schnell läuft, dass nicht irgendwie im nächsten Jahr fuck wieder ein App Store euch blockt und dann kommt jemand anders mit Riesenfunding und überholt euch und dann War das mal alles geil und jetzt ist es weg und dann gibt man lieber ein bisschen was ab?
Ja, also ich würde sagen, erstens sind wir natürlich auf Risiken bedacht, dass wir halt gucken, okay, wir müssen halt uns an alles halten und einfach ein bisschen safer planen, weil wir schon viel zu verlieren haben einfach. Das heißt, wir sind schon, wie wir das Business betrachten, sehr vorsichtig. Andererseits sind wir natürlich auch trotzdem profitabel. Also wenn wir jetzt, wenn die Zahlen fallen würden, würde ich jetzt oder würden wir alle nicht bei null dastehen. Alle haben ja auch Anteile mit einem Strike-Preis, der deutlich geringer ist, als wo wir jetzt stehen. Das heißt, Totalverlust ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Und das Risiko ist am Ende des Tages trotzdem wert, weil die Upside so groß ist, würde ich sagen.
Also Investoren, die darauf gehofft haben, vielleicht mal 10% kaufen zu können, um dir ein bisschen Rentensicherheit zu geben, da hast du keine Lust zu?
Gerade nicht unbedingt, aber vielleicht ändert sich das irgendwann.
Wie ist denn dein Privatleben? Machst du denn was anderes? Hast du eine Freundin?
Gerade nicht, nee.
Aber gehst du dann irgendwie daten und dann fragt sie dich, was machst denn du so?
Ab und zu, also es kommt auf die Phase an. Zum Beispiel jetzt gerade die letzten Monate gar nicht.
Und du wärst jetzt eine ganz gute Partie.
Wie bitte?
Du wärst jetzt eine ganz gute Partie.
Ja, vielleicht, aber das Ding ist gerade, es ist schon schwierig, vor allem weil gerade sehr viel Stress ist, aber ich glaube, ich versuche auf jeden Fall nicht komplett alles zu ignorieren. Also ich versuche auch jetzt wieder mehr Sport zu machen. Also dieses Apple-Thema war sehr, sehr hart für uns. Wir waren da wirklich nur im Office, also mehrere Leute, nicht nur ich natürlich.
Aber was können wir machen? Am Ende ist ja das eine Nadelöhr. Also wenn Apple euch rausschmeißt, da kann man jetzt auch nicht groß viel machen. Man muss ja den einen Typen bei Apple überzeugen, euch reinzunehmen. So viel gibt es ja nicht.
Du musst nur daran arbeiten. Wir hatten wirklich so ein Team von 5, 6 Leuten, die wirklich 24/7 mit daran waren. Alle Wege überlegt haben, alles darzulegen, was machen wir oder wie können wir Apple zeigen, dass unser Modell legitim ist, wie können wir kooperieren. Also es war wirklich sehr intensiv und ich glaube halt, weil jetzt auch dieser Wachstumsschub nochmal ist, bin ich da nicht ganz von weggekommen und ich glaube halt, dass wir einfach ein bisschen, also ich will da ein bisschen aufpassen, dass es nicht zu doll wird. Also ich versuche ein bisschen Ausgleich und auch ein bisschen auf lange Sicht mehr Firing zu gehen, mehr Senior Role noch zu eiern, dass ich mich da ein bisschen mehr rausnehmen kann, aber mir macht es einfach mega Spaß, deswegen sehe ich es nicht negativ oder so.
Aber ich meine, man ist schon von diesen Apps natürlich abhängig, wie viele andere ja auch. Ist ja bei Spotify nichts anderes.
Genau, also wir sagen immer, wenn Leute auch fragen, okay, was sagt ihr dazu, ist halt das Thema so ein bisschen, es gibt Alternativen, wir haben eine Website, Leute können auf freecash.com gehen, deswegen ist unser Umsatz auch nicht komplett gefallen, als die App raus war. Und es gibt Third-Party-App-Stores, aber nichts kommt an die Apps ran. Also du musst halt wirklich einfach mit den Apps arbeiten und ich bin auch dankbar, dass die App-Stores so gut funktionieren natürlich, weil das auch einfach ein guter Distributionskanal für uns ist. Und sich jetzt darauf zu fokussieren, irgendwie sich extrem abzusichern, wäre der falsche Fokus mal wieder. Trotzdem sind wir uns natürlich dem bewusst, dass wir eine Abhängigkeit haben, aber wir sind da im guten Standing einfach. Und genau.
Wer war eigentlich, oder wann kam eigentlich der zweite Mitarbeiter dazu? Also wie groß war die Firma da schon?
Ich war ja praktisch am Anfang, wir waren zu zweit und der alte CTO ist praktisch ja gegangen und wir hatten dann den neuen. Das heißt, ich war eigentlich immer zu zweit eigentlich. Aber der zweite Mitarbeiter kam wahrscheinlich dann so mit Vadim zusammen nach einem Jahr ungefähr. Und dann waren wir halt wirklich in den ersten 2, 3 Jahren immer zwischen so 12 oder 15 Leuten vielleicht nach dem dritten Jahr. Und irgendwann habe ich halt gesagt, okay, drittes Jahr jetzt, lass bitte einfach ein Office in Berlin machen und das ein bisschen ernster nehmen.
Also wir haben es schon ernst genommen natürlich, aber vorher habt ihr alles remote gemacht.
Alles remote gemacht und wir hatten dann immer Trips. Es war mega, es war mega die coole Zeit. Ich habe es auch sehr genossen. Da war der Lifestyle auch anders. Da habe ich dann jetzt nicht vielleicht 7 Tage die Woche gearbeitet. Aber irgendwann habe ich gesagt, okay, also es ist so viel drin und entweder oder nicht. Also entweder richtig oder nicht. Und dann haben wir unser Office aufgemacht, damals mit 3, 4 Leuten. Es war auch einfach sehr random alles am Anfang. Wir haben wie gesagt die falschen Hires gemacht und hatten nicht so die Struktur. Wir haben an 1000 Sachen gearbeitet und wir hatten aber ein paar Key-Leute, die richtig gut waren, wie ich schon meinte. Und mit diesen Key-Leuten haben wir dann dieses Office wirklich hochgezogen, im ersten Jahr auf glaube ich 30, 40 Leute direkt und haben dann immer mehr gelernt. Und mit der Zeit wurde es dann einfach seriöser, besser, professioneller.
Und jetzt hast du so ein bisschen verstanden, okay, du kannst vielleicht wirklich eine eine richtig krasse Firma bauen.
Genau, das ist der Gedanke, dass wir wirklich sagen, das ist jetzt der Shot für uns, was richtig Großes zu bauen, und wir wollen halt alles daran setzen und wirklich alles geben und halt gucken, okay, wie können wir weiterhin auf die richtigen Sachen fokussiert bleiben und nicht zu distracted werden, weil es halt einfach super einfach in einem Bereich wie unserem, du kannst im Marketing besser werden, du kannst im Produkt besser werden, du kannst im Growth besser werden und du kannst überall dein Business extrem gut wachsen. Also dein Business kann an allen Stellen wachsen und Der Skill ist es jetzt zu entscheiden, worauf wir uns fokussieren. Und das sind, obwohl wir so viele Leute sind, obwohl wir 170 Leute sind, kann man nicht an allem arbeiten. Und es sind dann am besten wirklich ein, zwei Sachen, die den Unterschied machen.
Okay, heftig. Hast du noch irgendwelche Bucketlist-Sachen, die du auch noch machen möchtest? Oder macht man sich ein bisschen Sorgen, dass man jetzt seine Jugendzeit, wo andere wahrscheinlich irgendwie feiern gehen oder jetzt wieder daten oder im Sport irgendwas erreichen, das lässt du ja alles liegen.
Ja, ich glaube, das ist halt der Trade-off, den ich eigentlich nicht machen möchte. Also hast du recht. Ich glaube halt, gerade ist für mich das Ziel, die Firma so ein bisschen so zu strukturieren, dass ich wirklich zum Beispiel nächstes Jahr dann einfach mal 2 Wochen Urlaub fahren kann, einfach mehr machen kann, am Wochenende vielleicht auch mal weniger arbeiten würde und so. Also mein Ziel ist es wirklich jetzt zum Beispiel nicht mit 30 zu sagen im Nachhinein, okay, ich habe jetzt die letzten 10 Jahre nur gearbeitet und cool, ich bin, oder es war alles mega erfolgreich und wir haben es geschafft. Sondern eher zu sagen, okay, die Jahre waren auch richtig cool. Und ich würde sagen, die letzten Jahre waren schon richtig cool. Ich habe auch viel, trotzdem viele Urlaube gemacht und trotzdem viel privat auch gemacht. Aber es sollte auf jeden Fall jetzt wieder in die Richtung gehen, mehr in die Richtung, weil nur das eine ist auch nicht alles.
Machst du viele Geschäftsreisen, dass du dann irgendwie beruflich in China oder Korea oder USA sein musst?
Das schon. Also auch coole Sachen, wir waren auch auf dem Oktoberfest mit der Company. Das macht ja auch eigentlich Spaß. Dann in den USA viel, gibt es viele Messen. China jetzt öfter, mehr relevanter. London. Also es ist schon sehr, es gibt sehr viel Ausgleich und das macht es dann auch wieder entspannter und spaßiger, sage ich mal, dass du da nicht nur im Office sitzt, sondern auch gut rumkommst. Und genau deswegen ist es gar nicht so einseitig, wie man denkt.
Fliegst du noch Commercial?
Meistens schon, ja. Aber nicht immer? Mit der Firma schon, wenn ich privat fliege, dann vielleicht nicht, aber so mit der Firma schon. Als gutes Beispiel.
Gibt es denn irgendwelche anderen Konsumwünsche, die man hat? Okay, wenn jetzt auf einmal so viele Millionen alleine jeden Tag durchs Marketing durchrauschen. Ich meine, das ist ja dein Geld. Du bist ja als nahezu 100%-Shareholder, ist es ja dein Geld. Das heißt, so ein Flug jetzt irgendwie mit dem Privatflugzeug, 15.000 € oder 10.000 € in Europa, ist ja für dich jetzt irgendwie eher so Rundungsdifferenz. So kann ich mir schon vorstellen, dass du das machst, ist ja irgendwie auch naheliegend. Aber gibt es noch was anderes, was du dir wünschst?
Ich glaube halt vielleicht irgendwann so ein paar coole Immobilien kaufen. Zum Beispiel in Schweden würde ich gerne mir ein Haus kaufen, riesiges Grundstück, da was machen. Genau, sonst einfach würde ich sagen, vor allem reisen mit Freunden, Familie, viel machen, also so in die Richtung eigentlich. Aber sonst habe ich eigentlich alles. Also es gibt jetzt nichts, wo ich sagen würde, ich verzichte aktiv drauf, außer halt vielleicht die Freizeit so ein bisschen gerade, was sich aber gerade ändert auch, würde ich sagen.
Okay, okay. Aber ich meine, crazy, also klamottenmäßig oder so, du bist jetzt nicht so, ich weiß nicht, wie bist du hergekommen? Mit dem Zug, glaube ich, oder so, ne?
Ja, mit der Deutschen Bahn, genau. Also jetzt nichts Krasses eigentlich.
Also du hast dir noch nichts gegönnt, irgendwas Verrücktes oder so? Einen Ferrari?
Ich habe mir nichts gegönnt. Ich habe ein paar Investments gemacht, ich habe eine Wohnung gekauft.
In Berlin.
In Berlin. Und ich habe in eine witzige Sache, ich habe in jemand vom Podcast investiert, auch der hier war. Wer denn? Boris Polenske.
In die Fahrschule?
Ja, genau.
123 Fahrschule.
123 Fahrschule, darin habe ich investiert.
Hast du das gehört, den Podcast?
Das habe ich darüber gehört, ja. Wirklich?
Hast du ihn angeschrieben und gesagt, kann ich bei dir investieren?
Ja, ich habe damals, war glaube ich schon jetzt 2, 3 Jahre her, ich habe halt selber Führerschein gemacht und habe halt mir immer gedacht, Fahrschule ist wirklich das perfekte Business, weil halt da sitzen keine Unternehmer, das sind halt irgendwelche Buden, sage ich mal jetzt hart gesagt, und niemand sieht so als Business. Und da habe ich halt mit einem Kollegen von mir halt überlegt, immer okay, wir müssen irgendwas mit Fahrschulen machen. Damals war es, gab Freescans, aber sehr klein so, und ich dachte, wäre einfach ein easy, easy Game so. Und dann hatten wir halt gesagt, okay, lass irgendwie so eine Uber für Fahrschule machen und so weiter. Und aber es wäre halt dumm gewesen, ich hatte keine Zeit so. Da habe ich einen Podcast gehört und dachte, okay, das ist eigentlich ein bisschen in die Richtung, was ich machen will, und habe dann halt da gut investiert. Kann man noch nicht sagen, ich würde sagen, okay, bis jetzt ist noch viel Upside, aber an sich, die Industrie hat Potenzial. Deswegen bin ich jetzt, ich bereue es nicht.
Versuchst du nicht in irgendwelche AI-Firmen reinzukommen oder die ganzen Sachen?
Ich würde es gerne machen, ich glaube, das wäre ein cooles Hobby, aber ich glaube, das ist erstens, bin ich nicht so der krasse Investor bis jetzt, und zweitens ist es einfach auch ein bisschen Defokus dann wieder. Also wir haben halt oft, das war auch immer so ein bisschen bei mir das Ding, im Business habe ich auch oft überlegt, cool, jetzt noch mal Cashback adden und jetzt noch mal hier das und das adden. Ich glaube, am Ende des Tages ist es oft die falsche Entscheidung. Und ich würde es machen in ein paar Jahren, wenn ich dann den Fokus habe dafür oder die Zeit. Aber gerade wäre es, glaube ich, ich würde keine guten Entscheidungen treffen.
Okay, okay. Das heißt, und diese Nummer zur Sicherheit, diese Milliarde dieses Jahr, die ist möglich im Umsatz?
Wir haben mal von der Runrate geredet, jetzt vor ein paar Monaten. Ich glaube, es ist auf jeden Fall ambitioniert, aber es ist nicht, also ich würde sagen 50/50.
Es ist ja noch 3 Quartale, sind ja schon im Sack. Also ihr müsst jetzt im letzten Quartal nochmal Gas geben. Ist denn das letzte Quartal ein gutes Quartal gewesen?
Sehr gut gewesen, ja genau. Das letzte, ach so, das Q4 wird sehr gut. Das Beste ist Q1, weil wie wir es halt sehen, ist das E-Commerce skatet sehr krass ab Q4 und deswegen werden die CPMs auch teurer für uns. Deswegen ist Q4, es gibt sehr viel Demand von den Nutzern auch, also viele Nutzer kommen, aber die Advertisingkosten für uns selber werden auch teurer. Trotzdem ist Q4 sehr gut, aber der beste Monat ist Q1. Aber ich denke, es ist trotzdem realistisch, das zu erreichen.
Förmisch oder Englisch?
Ja, komplett Englisch, alle Englisch. Ja, keiner redet eigentlich Deutsch.
Also du hast eigentlich schon normal in der Schule gelernt?
Ja, am Anfang, ich war auch nicht der Krasseste in Englisch, aber mit der Zeit dann mal so viel jetzt. Also ich rede eigentlich nur Englisch seit 6 Jahren. So businessmäßig läuft es gut.
Also genau. Hast du dir generell viel so bei YouTube auch beigebracht und so?
Englisch?
Ja, oder alles. Englisch wahrscheinlich dann auch deswegen ja so parallel.
Ja, ich glaube ehrlich gesagt sogar businessmäßig viel Podcast. Also auch ich habe viel OMR gehört, viele andere Podcasts gehört, viel gelernt. Und ich glaube, das war das Hauptding. Also ich glaube wirklich Podcast, ein paar so diese Jetzt mittlerweile mit diesen ein, zwei Leuten, die mir so ein bisschen helfen als Sparringpartner. Dann Senior Highers, würde ich sagen. Und extrem viele Fehler gemacht, einfach viele Sachen gelernt. Und das waren so die Main-Sachen. Aber jetzt so YouTube-Videos jetzt nicht so krass eigentlich.
Ja, sehr beeindruckend. Also gibt es glaube ich selten. Ist dir auch bewusst, dass es das jetzt nicht so oft gibt, ne?
Ja, es ist auf jeden Fall selten, aber auf jeden Fall, wir haben einen guten Bereich erwischt. Und deswegen sage ich auch, für mich ist einfach wichtig, genau deswegen so viel rauszuholen, weil es auch nicht einfach selbstverständlich ist, sowas zu finden überhaupt. Und wir haben schon gut performt, aber Genau, ja.
Im AI-Bereich gibt es das ja schon häufiger, muss man sagen. Da ist es natürlich so, wenn du jetzt in den USA guckst, die Hälfte der Leute, die da irgendwie jetzt sich in Milliardenrunden drehen, sind alle irgendwie so 28 oder so.
Ja, auf jeden Fall. Also AI ist nochmal was Neues, aber trotzdem auf jeden Fall genau.
Ja, okay. Werden wahrscheinlich einige denken, was habe ich falsch gemacht? Aber es ist halt irgendwie, man hat nichts falsch gemacht. Du hast einfach, glaube ich, da mega was richtig gemacht und einen Volltreffer gelandet. Mal gucken, wie es noch weitergeht. Ich drücke dir die Daumen. Danke, dass du rumgekommen bist.
Vielen Dank, hat Spaß gemacht.
Alles klar, ciao, ciao. So, wer bis hierhin gehört hat, der will vielleicht auch den im Podcast erwähnten größten Wettbewerber aus Hamburg, die Firma AppLike, die mehrheitlich zu Bertelsmann gehört, hören. Und das kann man tun, nämlich den Gründer Jonas Thiemann einfach bei uns OMR Podcast Jonas Thiemann AppLike googeln. Der Titel ist Dein Ernst? Dein Ernst?
Das ist der Titel?
Ja.
Es ist lächerlich, wenn ihr sagt, ihr habt noch nie Drogen genommen. Dafür ist das zu gut. Nee, das ist verboten. Sido ist ein französischer Name. Oh. Und ganz knapp, Sida auf Französisch ist AIDS.
Du hast immer komische Plüschtiere auf dem Beifahrersitz.
Was heißt denn jetzt komisch?
So eine Menge Plüschtiere. Ja. Ja?
Ja. Das ist ja der letzte untherapierte Jahrgang, diese Eltern, die wir haben.
Also nicht, dass das nicht vielleicht gut wäre, aber ich habe auch keinen Therapeuten. Und eigentlich ist das Ziel, dass jedes Mal auch irgendwas Ernstes darin vorkommt.
Soll ich über meinen verstorbenen Vater reden? Nee.
Was machen wir hier eigentlich gerade? Dann haut man sich halt die Fressen ein. Da ist sie halt nicht drauf klargekommen, glaube ich. Komisch. Sie leckt zweimal am Mon Chéri, da habe ich das Gefühl, ich gehe unter. Ist da nicht Kotzen langweilig? Kotzen? Wo? Wir reiten gerade einen Galopper des Jahres. Ja, Stuckimann, aber hier kann es ja gar nicht scheiße sein, weil jetzt sind wir ja hier. Dein Ernst?
Der neue Podcast von Benjamin von Stuttgart-Barre und Podstars bei OMR.
Jetzt reinhören. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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