Er löste den KI-Agenten-Hype aus: Openclaw-Gründer Peter Steinberger (#908)
24 May 2026 · 44 min
Peter Steinberger built OpenClaw, an AI-agent framework that went viral from a WhatsApp group to 200,000 Discord users. The tool reads Slack, Discord, Notion, and email, then automates tasks like testing and code generation. Steinberger recently joined OpenAI to explore how large labs operate at scale.
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Wenn man für das bisherige Tech-Jahr eine Überschrift suchen müsste, wäre wahrscheinlich irgendwas mit Agenten angemessen. Und dazu passend haben wir jetzt denjenigen im Podcast, der den absoluten Überagenten gebaut hat, nämlich OpenCLaw, ein Open-Source-Projekt. Mittlerweile ist der Peter Steinberger, ein Österreicher, für OpenAI tätig, ist dahin gewechselt. Seine Firma oder sein Projekt OpenCLaw ist sogar in China extrem groß, wird extrem viel genutzt, hat die ganze KI-Branche umgekrempelt. Umso besser, endlich mal mit ihm sprechen zu können. Wir hatten es schon ehrlicherweise auf dem OMR Festival geplant. Das ging dann nicht. Das Gespräch mit Peter Steinberger hat übrigens geführt mein Kollege, derjenige, mit dem ich OMR anfangs aufgebaut habe, der Christian Bitzer, lebt seit vielen, vielen Jahren im Silicon Valley, ist da unser Brückenkopf, macht einen eigenen Podcast namens OMR Silicon Valley Update und hat sozusagen als Korrespondent jetzt hier an meiner Stelle mit Peter Steinberger gesprochen.
Auf geht's!
Let's go!
Go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
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Moin Peter!
Servus!
Grüß dich! Erstmal vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst. Ich weiß, du bist der meistgefragteste Mann. Bevor wir einsteigen in den Content, ich habe eine brennende Frage vorab, und zwar: Als das alles so crazy um dich wurde und Mark Zuckerberg und Sam Altman und so hinter dir her waren, da haben die dich ja angeblich angerufen. Hast du erst gedacht, das wäre ein Prank, oder dachtest du, ja klar rufen die mich an?
Na, also erst habe ich mit einem ehemaligen Bekannten geschrieben und dann meinte er so, ja, der Mark wäre telefonisch, sonst hätte er einen Termin ausgemacht. Und ich so, Ihr macht das nicht, wenn man Termine im Kalender hat. Können wir ja gleich machen. Ja, Moment, 10 Minuten, der muss noch fertig coden.
Okay, okay. Und dann haben die dich einfach angerufen. Okay, okay, okay. Also ist auf jeden Fall ein guter Teaser. Wir wollen aber vorne anfangen, wir wollen dich erstmal kennenlernen. Und deswegen erstmal, wo kommst du eigentlich her? Aus deinem sehr sympathischen Dialekt weiß man natürlich, dass du Österreicher bist, aber wie bist du aufgewachsen? Gab es irgendwie eine Prägung von den Eltern? Erzähl mal.
Wie bin ich aufgewachsen? Als Kind nur Mama und noch Schweine gehabt, als ich ganz klein war, dann nur Hühner. Also wir waren ja bei einer Farm und eigentlich so ganz behütet am Land gewachsen.
Okay, okay. Und war für dich von— also warst du so ein typisches Nerd-Kind irgendwie mit Computer im Keller und hast irgendwie schon mit 12 angefangen zu programmieren, oder wann war so dein erster Kontakt mit dem Computer?
Am PC mit 133 MHz, also relativ spät. Davor war einfach Geld doch. Ja, selber arbeiten müssen.
Okay, okay. Und ich meine, wann ging das dann los, dass du gesagt hast, okay, irgendwie klickt es hier bei mir irgendwie besser? Weiß nicht, hast du dann in der Schule schon gemerkt, okay, ich baue hier irgendwelche coolen Sachen und andere nicht um mich herum? Oder kam das dann später in der Uni? Erzähl mal so ein bisschen den Weg, wie das dann weiterging.
Ja, die Kurzfassung war, ich glaube, Sport war das einzige Fach, in dem ich nicht eine 1 gehabt habe.
Wirklich? Okay, okay.
Ja, ich war eher ein ruhiges Kind und habe gerne getüftelt und viel Elektronik gemacht. Wo ich dann Computer gehabt habe und dann entdeckt habe, dass man damit programmieren kann, habe ich halt Webseiten gebaut und Kopierschutz für Disketten und so weiter.
Okay, und dann hast du studiert, ja, auch was mit Informatik. Wie ging das dann weiter? Hast du dann irgendwie überlegt, okay, ich bin jetzt erst mal irgendwo angestellt und mache mal einen normalen Job, oder war da irgendwie so ein Unternehmer-Gen in dir vielleicht schon irgendwie früh vorhanden? Wann hast du deine erste Firma oder wann hast du dein erstes Geld verdient mit irgendwas aus dem Internet?
Also ich glaube, ganz instrumentell war das, dass ich niemanden gehabt habe, der mir das Studium finanzieren hat können. Das heißt, während die anderen Ferien gehabt haben, habe ich halt Vollzeit gearbeitet und sonst immer Halbzeit nebenbei. Und da habe ich halt in diese Firma gekommen und die haben mir so ein dickes Buch hingelegt Microsoft Foundation Classes und dann hat man gesagt, bau eine Windows-App. Da habe ich dann gelernt, wie man programmiert, also mit viel Schmerz und Google. Google war damals schon ein Ding. Auf der Uni hat man mehr Survival gelernt, habe ich das Gefühl gehabt, und Strategie, wie man halt seine Leute findet, seine Gruppen findet, damit man sich durch dieses komplexe System irgendwie durchkämpft. Aber Programmieren habe ich eigentlich nie in der Uni gelernt.
Und hast du damals schon so Probleme gesehen? Es gibt ja diese berühmte Geschichte von dir, von deiner ersten Firma, dass du irgendwie so ein PDF auf irgendeinem Handy gesehen hast und das war irgendwie kacke und du hast irgendwie so ein Problem gesehen. Also wann war für dich so das erste Mal, dass du so Probleme gesehen hast und gesagt hast, die muss man reparieren? Also gibt es noch irgendwelche entscheidenden Momente davor, bevor das dann richtig mit der ersten richtigen Firma losging?
Problem ist, ich greife eine Software an und dann ist sie überall Probleme. Also dieses Gen, dass man überall Imperfektionen sieht und ich bin immer so ein gewisser Backmagnet. Ich schaffe das immer, alles kaputt zu machen. Ja, das war immer schon eine Gabe von mir.
Dann lass uns da noch mal kurz weitergehen. Also du hast ja dann eine eigene Firma gegründet, dann hast du die aufgebaut, ich glaube über 10 Jahre, und hast das dann ja nachher gebootstrapped für über 100 Millionen verkauft. Wir sprechen vielleicht am Ende noch mal kurz über diese Geschichte, aber weshalb wir ja vor allen Dingen miteinander sprechen wollen, ist diese ganze Welt rund um OpenClaw. Und es ist ja extrem um dich gerade bescheren. Du warst auf einem TED Talk, habe ich gesehen. Lex Friedman hat dich im Podcast gehabt. Und ich glaube aber trotzdem, dass gerade so im deutschen Markt sicherlich noch einige Leute sind, die immer noch nicht so richtig greifen können, was eigentlich OpenClaw ist. Die denken alle, es ist irgendwas halt mit AI und das sind irgendwelche Agenten, die für einen arbeiten. Aber vielleicht kannst du noch mal ganz kurz erzählen, eigentlich diese Geschichte, wie du dazu gekommen bist und bis zu dem Punkt irgendwie, was hat heute OpenClaw vielleicht, was sind 3 Sachen, die OpenClaw heute für dich gemacht hat?
Wo fangen wir an?
In Marrakesch vielleicht?
Ich fange am besten an bei meinem ganzen AI-Jahr. Wenn wir jetzt ehrlich sind, mache ich das jetzt seit 18 Monaten. Vorher habe ich 3 Jahre lang das Leben genossen und bin dann so richtig reingesickert in das ganze Thema im April. Und da war schon dieses Need da, dass ich halt einen Prop-up gebe und dann laufe ich in die Küche und entweder es funktioniert und das Ding rennt eine halbe Stunde oder irgendwas gibt es und es hört nach 5 Minuten auf. Und wenn du dann eine halbe Stunde was anderes machst und dann zurückkommst und es wartet eigentlich auf einen Input, dann war das wieder so, okay, 20 Minuten abwarten. Und da war eigentlich schon dieser Need da, ich hätte gern irgendwas, um meinen Agent da fernzusteuern. Dann habe ich ein Open-Source-Projekt gebaut aus einem Hackathon raus, Vibe Tunnel, also eigentlich ein bisschen als Joke entstanden, ist aber dann relativ erfolgreich geworden. Aber das war irgendwie das falsche Format. Also so einfach eins zu eins das Terminal aufs Handy zu bringen, it works, but it doesn't feel good. Es ist die falsche Abstraktion. Das war aber verdammt viel Arbeit und ich habe dann irgendwie gedacht, das werden eh die großen Labs alle bauen. Obviously, das ist so was Essentielles, das kommt sicher. Irgendwie war es dann November und niemand hat es gebaut. Dann denke ich mir so, könnte man sich alles selber machen. Und habe dann das Ding einfach gebaut und dann die erste Version in einer Stunde zusammengehackt und dann noch mal ein paar Stunden dazu gebaut, dass Bilder gehen. Dann relativ schnell gemerkt, wie nice das ist, also wie praktisch es eigentlich ist, dass man sich selber Nee, da wartet Twitter.
Also ich frage mich halt, du hast das ja erst mal für dich selber gebaut, hast ja gerade auch gesagt, um das so zu lösen. Und dann gibt es ja diese Geschichte, dass du dann irgendwie irgendwo hingeflogen bist in Urlaub und hast das immer mehr benutzt. Und dann plötzlich über Nacht ist es ja zu so einem Erfolg geworden. Ich will einfach verstehen, wie du das geschafft hast. Also natürlich ist es eine geile Product Experience und so, aber du warst ja nun auch 3 Jahre vorher irgendwie so ein bisschen offline und hast nicht irgendwie groß in der Welt umherposaunt. Diese Produkte, die du vorher gebaut hast, haben natürlich ein bisschen Traction schon gehabt. Aber wie hast du diesen, also wie ist dieser virale Moment dann entstanden, dass plötzlich irgendwie das ganze Internet über dich spricht? Meinst du, es ist einfach ein Zufall oder hattest du irgendwie doch ein großes Following bei X?
Der virale Moment hat mir doch einen Monat gekostet, um rauszufinden, wie ich das hinkriege. Vor allem diese Dissonanz, ich habe das ja schon gemerkt, wow, das ist Richtig beeindruckend. Das ist ja wirklich nur in den letzten Monaten gekommen, dass die Agenten so gut geworden sind im Probleme lösen und dass das so ein, okay, wenn die programmieren können, dann ist das ja eine Form von Probleme lösen und das abstrahiert alle anderen Themen auch. Das heißt, die sind halt einfach wahnsinnig gut im jedes Problem lösen. Bei mir hat es relativ schnell geklickt und dann habe ich halt das auch Freunden gezeigt, habe so eine WhatsApp-Gruppe gemacht und dann waren die entweder Freaked out oder begeistert oder Mischung aus beiden. Aber es hat niemanden kalt gelassen. Ich weiß noch, wie meine nicht technischen Freunde dann gemeint haben, sie wollen das unbedingt. Und ich so, you should not have this yet. Es ist noch nicht so weit. Und die dann richtig so ein bisschen angepisst waren. Sag mal, zeigst du mir das jetzt und dann kann ich das nicht haben? Ich habe überall starke Reaktionen gekriegt. Auf Twitter habe ich mir doch über meine 15 Jahre, wo ich da drauf war, ein gutes Following gebaut. Also auch weil ich öfter mal halt die Dinge so sage, wie sie sind, und halt auch mal anecke. Nichts gekommen. Also auf Twitter hat es niemand gecheckt. Ein paar wenige Leute haben kontribuiert, es war nicht null. Aber ich habe diese Dissonanz nicht verstanden. So fast so wie, dass man es nicht erklären kann, oder dass man es dann quasi, man muss damit spielen, um zu verstehen, wie cool das ist. Und habe dann eine Weile überlegt, wie kann ich das den Leuten zeigen, bis ich dann ein Portal für Discord eingebaut habe. Also original war es ja ein WhatsApp-Relay, und dann einfach mal einen Channel gemacht habe, glaube ich, das 1., 2., 3. Jänner, war ganz Anfang des Jahres, und dann einfach mal die Leute reingelassen habe. Und da sind die Leute gekommen und haben zugeschaut, wie ich quasi, damals war es noch CloudBot, CloudBot baue. Oder wie ich das Ding dann einfach durch mein Netzwerk durchhänge mit SSH und Dinge löse, die vom Heubner nicht möglich gewesen wären. Und da hat es dann einfach bei den ersten Leuten geklickt. Die haben dann Pulverkisten geschickt und darüber gesprochen. Und dann ist es irgendwann zu den ersten Influencern gekommen. Und da habe ich dann schon gemerkt, so wow, jetzt geht das Ding ab. Ja, die nächsten Monate habe ich irgendwie sehr wenig geschlafen und sehr viel gearbeitet.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht. Ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Das glaube ich. Nur noch mal, damit man das wirklich versteht. Also am Anfang war es ja im Prinzip einfach ein Chatbot. Also das irgendwie. Es gibt diese eine Geschichte, die ich von dir gehört habe, dass irgendwie mit dem geschrieben, warst in Marrakesch, da gerade im Urlaub und hast eigentlich immer nur Text hin und her geschrieben. Und dann hast du irgendwann einfach eine Voice-Nachricht geschickt, weil man halt einfach so Voice schickt, ohne das zu reflektieren. Und dann hat eben OpenClaw selber halt realisiert, okay, das ist ein Voice, ich installiere mir jetzt halt das richtige Setup und schicke halt die Antwort wieder zurück. Das ist ja, also du bist ja selber da in gewisser Weise auch so reingestolpert. Aber wann hast du halt realisiert, okay, da kann halt wirklich was richtig Großes draus werden? War das das Ziel? Also du hast ja diese verschiedenen Projekte ausprobiert. Hast du schon gesagt, okay, it's the year of AI, ich will jetzt wieder was, ich will jetzt wieder angreifen, ich will irgendwas Großes bauen?
Honestly, eigentlich nicht. Ich wollte einfach wieder, ich habe mich gefreut, dass ich wieder Spaß habe, Dinge zu bauen. Und habe dann auch angefangen, Software für mich zu bauen und Probleme zu lösen und zu lernen und einfach ganz viele neue Technologien ausprobieren. Ganz ewig lang habe ich iOS und macOS und die kleine Ecke gemacht. Und jetzt mache ich dann noch was mit React und mit Go und mit TypeScript. Also ich habe einfach rumgespielt und Dinge gebaut und Spaß dabei gehabt. Also das war jetzt nicht geplant, dass ich jetzt sagen muss, ich muss irgendwas Großes machen. Nein, ich wollte einfach, mich hat das fasziniert, dass jetzt mit wie gut damals eigentlich schon Coding-Agenten funktioniert haben. Und ich habe gemerkt, das wird alles verändern. Ja, dann quasi jede freie Minute dafür verwendet zu lernen, wie man damit am besten und am effektivsten Dinge baut, und habe gleichzeitig viel Spaß dabei gehabt, Dinge zu bauen. Da plant man nicht, dass jetzt irgend so was Weltveränderndes rauskommt.
Ja, ja, klar, so geht's, ne? Ich finde es halt einfach eine schöne Inspiration. Ich hatte neulich einen Podcast gehört mit dem Erfinder von oder dem Engineering Lead von Claude Code. Und da hat er irgendwie gesagt, dass nur 5% vom Code bisher von AI geschrieben werden. Das ist irgendwie vor 6 Wochen oder so gewesen. Und dass wir immer noch ganz am Anfang stehen. Also dass halt 95%, ich sage mal so artisanal coding, die Leute schreiben halt immer noch Code mit der Hand in ganz vielen Firmen. Und das ist immer noch irgendwie so early ist, dass man sich einfach hinsetzen muss und einfach ausprobieren muss. Ich glaube, das ist auch am Ende des Tages, warst du natürlich noch mal ein bisschen früher dran und hast halt einfach ausprobiert, und dann irgendwann hat halt was geklickt. Wenn du jetzt heute auf dein OpenClaw schaust, ich hatte ja gerade Nick Turley bei mir auf der Bühne bei OMR, und er hat ja auch erzählt, wie er das halt auch benutzt hat und wo aber auch dann vielleicht nicht ganz so viel ist mehr benutzt und jetzt natürlich ganz stark an ChatGPT selber arbeitet, aber Wofür nutzt du das heute? Was sind so 2, 3 Sachen, die du einfach konstant mit deinem Open Claw besprichst? Oder was macht das für dich?
Ich finde es unglaublich praktisch, wenn ich irgendwo on the go bin, so quasi hilft mir das zu finden. Wenn ich irgendwo auf Reisen bin, zum Orientieren. Für meine ganzen, inzwischen habe ich 2 Wohnungen. Ich habe doch noch was in Wien und jetzt in London. Da habe ich quasi jedes Mal eine Claw, die das Haus verwaltet und sich um alles kümmert. Und mir Messages schickt, wenn die Putzfrau kommt oder so. Ich verwende es so zum Researchen, wenn ich irgendwas Neues finde, und dann als Sparringpartner bei der Arbeit. Also so habe ich da mein kleines Telekom-Fenster und chatte mit dem Ding.
Und für jemanden, der das jetzt noch nicht benutzt hat, ich meine, was du jetzt gerade sagst, außer dass eine SMS kommt, wenn die Putzfrau kommt, das kann ich ja auch einfach an ChatGPT machen. Ich kann ja auch einfach, es ist ja auch mein Sparringpartner oder für viele Leute der Sparringpartner, dass man durch Ideen durchdenkt und so. Es ist halt nicht ganz so proaktiv, man muss halt immer irgendwie fragen und dann kommt was zurück, anstatt dass es halt von selber kommt. Also wo siehst du da so die größten Unterschiede?
Okay, also Ideen sind oft bei mir so: Hey, schau dir das Open-Source-Projekt an, was ist da spannend dabei? Dann musst du das Open-Source-Ding auschecken, irgendwohin kopieren, kompilieren, starten. Das geht schon mal nicht in ChatGPT.
Ja.
Deine Kameras connecten geht auch nicht wirklich in ChatGPT. Also diese Barriere, wo es eigentlich dann Dinge auf deinem Computer oder auf dem Netzwerk braucht, doch hört es dann spätestens auf. Die Art und Weise, wie die AI mit dir kommuniziert, das Spannende ist, es ist inzwischen so viel Wissen in diesem World Knowledge drinnen, wenn du der AI sagst, du bist jetzt in WhatsApp, dann kriegst du andere Replies wie, du bist in einem Webbrowser und du bist ChatGPT, weil das Model selber schon weiß, was von ihm erwartet wird oder wie man in bestimmten Medien anders kommuniziert. Also das macht irgendwie einen Riesenunterschied. Es fühlt sich mehr an wie ein Sing und nicht nur wie ein Chatbot. Also gerade bei ChatGPT kriegst du oft so eine Wall of Text, die super ist, wenn du am Computer sitzt, aber nicht so toll ist, wenn du unterwegs bist.
Ja, du hast im Prinzip halt deinen persönlichen Assistenten irgendwie, also eine Seele in gewisser Weise, mit der du sprichst. Andere Leute haben vielleicht einen Assistenten oder einen Founders Associate oder so, der dann halt das Open-Source-Projekt sich anguckt und du kannst es halt einfach OpenClaw halt geben.
Das Coole ist halt, ich habe meine OpenClaw so gebaut, dass es so ziemlich alle Data Sources, die ich von irgendwo habe, angreifen kann. Es kann mein Slack lesen, mein Discord lesen, mein Notion lesen, mein Linear lesen, mein WhatsApp lesen, mein iMessage, meine E-Mails of course, mein Kalender. Es kann DJ spielen, es kann quasi YouTube auf mein Sonos spielen. Es weiß, wann ich wo bin, auf welchem Bildschirm ich gerade arbeite. Je mehr du dem Ding Zugriff gibst auf deine Daten, desto coolere Dinge kannst du machen. Ich kriege einen Ping von einer Message, wo mir irgendein Kumpel schreibt, hey, da gibt es einen Bug. Und ich schreibe einfach meinem Claw, hey, schau mal, was Omar geschrieben hat. Und brauche gar nicht mehr. Und 5 Minuten später habe ich meinen Pull Request mit dem Fix. Einfach nur, weil du halt je mehr du connectest, dann kann es wirklich den kompletten Workflow von vorne bis hinten durcharbeiten. Ja, und dann, und dann wird's richtig praktisch. Und jetzt auch, wo die im letzten halben Jahr, wo die, wo die Models so gut geworden sind, ist, dass du dann eigentlich auch vertrauen kannst, das, was unten rauskommt, funktioniert.
Ja, ich habe, habe das gehört bei Lex Friedman, da hast du auch gesagt, es ist auch nicht so schlimm, wenn es nicht perfekt ist, weil am Ende Es ist halt wie ein Mitarbeiter, der macht das vielleicht ein bisschen anders, als man selber es macht, aber es funktioniert und man rollt auch nicht zurück, sondern selbst wenn dann irgendwas nicht optimal ist, dann fixt man es halt nochmal und dann funktioniert es aber. Lass uns nochmal weitergehen jetzt. Also das Ding explodiert, du bist der meistgefragteste Mensch des Internets. Sam Altman, Mark Zuckerberg, all diese Leute rufen dich an. Nimm uns doch nochmal so ein bisschen mit, wie sah so diese Woche aus? Du hast ja irgendwie schon, du musst ja nicht arbeiten mehr, du hast ja irgendwie deinen Exit gehabt, du bist finanziell unabhängig. Wieso, also wieso sagt man dann, okay, weißt du was, ich baue das halt innerhalb von einem OpenAI? Also wie ging so diese Woche, was ist in dieser Woche passiert?
Was ist in den Wochen passiert? Also die ersten, das erste Monat ungefähr in Discord, wahnsinnig spannende Leute gekommen. Ich habe irgendwie richtig smarte AI-Researcher gehabt und halt Leute, die einfach generell Bilder waren, interessiert waren. Und es ist eine richtig coole Community gewesen, aber war halt nur irgendwo überschaubar und managebar. Dann irgendwann sind so die Floodgates aufgegangen und plötzlich waren es nicht mehr 100 Leute, sondern 1000 Leute und dann 10.000 Leute und jetzt sind es knapp 200.000 Leute. Und ich habe mich immer weiter zurückgezogen aus Discord, weil es einfach immer nicht mehr managebar war. Diese pure Flut an Leuten, die das ausprobieren wollten und Fragen hatten. Und ich bin komplett gedidost worden von Leuten. Und dann sind die ganzen Angebote gekommen mit Meta und OpenAI und so weiter. War das Ganze. Erstmal unreal, weil war nicht geplant und war nicht geplant, dass ich nochmal für eine Firma arbeite. Aber eben, wo ich dann mehr mit denen geredet habe und die Pläne, war es dann irgendwo doch sehr interessant.
Aber war es dann hauptsächlich eine menschliche Entscheidung, weil du einfach gesagt hast, das sind einfach so viele, so smarte Leute und mit denen so eng zusammenzuarbeiten, ist halt einfach noch mal ein ganz anderes Level? Oder ist es auch so, hey, die Opportunity ist einfach so geil und ich meine, das ist generational wealth. Was man da bekommen kann. Was was war für die was war für dich die Hauptmotivation?
Ganz ehrlich zwei Dinge. Ich habe quasi ein Jahr ganz viel gearbeitet, aber hauptsächlich by myself. So natürlich ich habe Open Source gemacht, wieder Contributions gehabt, aber letztendlich war war jeder Tag der Weg mir von von quasi von Bett zu Büro und und vielleicht irgendwo kurz woanders hin und wieder zum Bett. Und dann dieser Gedanke okay. Welche Firmen wären eigentlich interessant, wenn ich es mal wieder ändern würde? Nicht so wahnsinnig viele. Und sowohl Meta als auch OpenAI waren auf dieser kleinen Liste sehr weit oben. Und das zweite Ding war auch, dass ich einfach mal wissen wollte, wie tickt so eine große Firma? Die größte Firma davor war meine eigene. Ich war einfach neugierig, wie funktioniert das, wenn es nicht mehr— bei mir waren es knapp 70 Leute, wenn es jetzt 70 wären, sondern 7000 oder noch mal wesentlich mehr.
Also eigentlich eine Curiosity, einfach eine Neugier, und dann warum nicht?
Letztendlich ist das Schöne ja, ich muss nicht arbeiten. Also ich habe ja schon 13 Jahre geschuftet, die Firma aufgebaut, einen relativ guten Exit gehabt. Also was so rein ist vom Need, ist nicht mehr da. Ja, aber das, was sich die Leute immer vorstellen mit ganz lange und dann retire ich und dann genieße ich das restliche Leben, das ist langweilig. Ja, vor allem wenn man mal dieses, dieses Bildergehen drinnen hat. Das, ich war wirklich nach den 13 Jahren ziemlich kaputt, aber irgendwann kommt es wieder und dann erkennst du deinen Stil.
Ja, ja, verstehe ich, verstehe ich. Jetzt bist du bei OpenAI plötzlich im Konzern irgendwie mit— Konzern ist ja auch ein fieses Wort, ne? Also es ist ja wahrscheinlich, fühlt sich immer noch eher an wie Startup, aber trotzdem sind da 4000 Leute oder noch mehr. Du bist ja eigentlich schon eben dieser Solo-Bilder, ne? Also wie, wie, also kannst du da jetzt auf der gleichen Geschwindigkeit weiterarbeiten? Ich wollte die Frage eigentlich später stellen, aber mir fällt das jetzt gerade ein hier zu diesem Thema. Ich habe mal dein GitHub angeguckt und Dein bester Tag waren irgendwie 5349 Commits an einem Tag. Das sind ein Commit alle 16 Sekunden. Also wir machen, ich mache ja auch mit, mit Populai machen wir halt auch so Agentic Engineering, also komplexe Features an existierenden Codebases. Und meine Engineers hauen halt am Tag so 20, 30 PRs raus. Und damit habe ich das Gefühl, stechen wir schon total raus. Aber diese Zahl 5000 irgendwas, also das verstehe ich überhaupt nicht, wie man da, wie funktioniert das?
Das funktioniert nur, wenn irgendeinen großen Task hat, den man automatisieren kann. Zum Beispiel, geh durch alle Tests durch und verändere, wie man Assertions macht oder findDuplicates und so weiter. Das kriegst du nur mit so einem stupiden Code-Polierer dahin. Also 500.000 Commits, das geht schon eher mit echten Dingen. Aber generell, was überhaupt, dass man so viele Commits schiebt, ob abschicken kann, das geht erst seit paar Monaten. Ja klar, wir haben es jetzt in diesem Jahr entwickelt von, wow, ich kriege einen Dopamin-Hit, wenn es geht, zu, wenn die einmal einen Fehler macht, so, what did I do wrong? Und ich glaube, die Key-Komponente dabei ist, das Environment für den Agent so baust, dass er alles, was er baut, verifizieren kann. Ja, so, also Beispiel, du hast irgendwie einen Bug in LaunchD, nur bei macOS, Dann lasse ich den Agenten eine Remote-Box aufbauen, genau das Environment simulieren, um den Bug zu verifizieren, dann Fix schreiben, dann nochmal Environment simulieren, wo er verifizieren kann, dass es jetzt geht, und dann habe ich einen wirklichen End-to-End-Test, dass es wirklich korrekt ist. Und dann kann ich auch mit so einer Prompt, weil dafür habe ich auch schon Skills gemacht, dass es mehr oder weniger automatisch geht, Bis zum Commit, du musst ja dann nicht mehr wirklich drüberschauen oder halt dann vielleicht noch mal ganz kurz und kann halt jede Menge Dinge gleichzeitig machen.
Ja, ich finde es trotzdem mindstaggering, weil ich habe mir viele GitHub-Profile in meinem Leben angeguckt und niemand ist irgendwie auch nur ansatzweise, ich weiß nicht, ob es so Bestenlisten gibt. Also ich fand es trotzdem sehr beeindruckend. Erzähl doch mal, wie das jetzt weitergeht. Also du bist jetzt halt innerhalb von OpenAI, du baust jetzt an dem Produkt weiter? Es gibt jetzt eine Foundation, du arbeitest da mit einem meiner Lieblingspodcaster, mit dem Dave Morin, zusammen. Was, also wie, also was ist da jetzt das Ziel? Das ist einfach sicherer und mehr Adoption, oder ist es einfach nachher ein Feature innerhalb von ChatGPT, dass man das einfach mit benutzen kann so, und man muss sich, also wie, wo geht da, wo, was glaubst du, wo geht das hin?
Es geht in mehrere Richtungen. Erstens mal, dass ich wirklich stolz bin, dass OpenAI auch verstanden hat, dass für viele Leute heute irgendwie OpenCLAR dieses Bild von AI gewandelt, von es weird und kann ich nicht verstehen oder es ist komisch zu macht Spaß und von dem brauchen wir mehr. Also brauchen mehr Leute, die die Zeit nehmen, um AI zu verstehen, die dann versuchen, was damit zu bauen, irgendwie Teile zu automatisieren. Erstens mal, Token Consumption goes up, jeder gewinnt. Zweitens mal, wenn ich verstehe, was ich machen kann, dann kann ich mich vielleicht besser auf die Zukunft vorbereiten. Das ist mal ein gemeinsames Ziel. Und das Zweite ist, OpenClaws hat so ein schönes unglaublich flexibles agendisches Framework. Egal welches Enterprise-Produkt jetzt eine Firma rauskriegt, wird nie so flexibel sein wie OpenClaw, weil es einfach, du kannst es darauf hinstricken, genau in die Richtung, die du haben möchtest. Es ist wirklich so gebaut, dass es hackable ist. Das war so ein Design-Goal von Day One. Die Challenge, mit der mich jetzt gerade arbeite, ist, was fehlt noch, dass man halt wirklich OpenClaw in Enterprises einsetzen kann. Also da gibt es natürlich viel, ein Teil davon ist Public Opinion, weil eben ganz viele Leute ganz tolle Artikel geschrieben haben über das unsicherste Projekt der Welt, obwohl mein Argument ist, wenn man jetzt Products im YOLO-Modus startet, ist es genauso sicher oder unsicher. Und ein anderer Teil ist auch, was fehlt mir im Sinne von Audit Logs, wie kann man das Home Directory vom Enten so strukturieren, dass es vielleicht in einem Datenmagazin ist, das man snapshoten kann und monitoren kann, dass man die Files parsen kann und so weiter. Also diese ganzen tausend Kleinigkeiten, die Enten etwas finden wollen. Da arbeite ich gerade mit Microsoft und Atlassian zusammen, um zu schauen, was fehlt denn jetzt eigentlich noch. Weil die wollen das in ihrem Unternehmen ausrollen.
Im Prinzip gehst du jetzt diesen Weg von: Ich bin irgendwie der Solo-Bilder und jetzt habe ich dieses smarte Environment um mich herum und ich habe irgendwie unlimited resources und plötzlich kann ich mit Microsoft und mit Atlassian und sonst wem arbeiten. Ich bin, also ganz egoistische Frage, ich bin ja auch Gründer hier in San Francisco und es ist echt schwer als Founder halt den richtigen Weg zu finden. Und manchmal fragt man sich immer so: Sollte man sich nicht einfach beim OpenAI bewerben und irgendwie versuchen, halt das, was man macht, halt auf so einem Level einfach weiterzubringen? Also ist das was, was du Leuten empfiehlst, dass du sagst, hey, am Ende des Tages werden sowieso die großen Labs die richtig coolen Sachen machen?
Der Markt ist so groß, dass die großen Labs können anders so viele Dinge gleichzeitig mit Fokus arbeiten, ne. Kann schon sein, dass die viele Dinge rausschmeißen, Aber nur weil man das Ding automatisieren kann, heißt das nicht, dass man das auch gut macht. Also wenn ich jetzt schon meinen Weg geführt hätte mit eine eigene Firma machen und das komplett durchzuziehen, dann würde ich das jedenfalls wieder machen, bevor ich jetzt zu einer großen Firma gehe. Das ist eine ganz andere Experience. Beides sehr spannend, vor allem OpenAI ist eine sehr einzigartige Firma, ist eher wie so ein bisschen mehr wie ein Startup an, wie viele Startups. Jeder arbeitet unglaublich hart. Also ich habe mir gedacht, ich bin verrückt, dass ich quasi 7 Tage die Woche arbeite. Das ist nicht so verrückt, wie man denkt, wenn man dann irgendwie plötzlich bei OpenAI ist und dann, ja, am Sonntag arbeite ich von zu Hause aus, sonst bin ich im Office.
Ja, das Mindset gibt es irgendwie hier im Umkreis, hier um dieses Office, 3 Kilometer, da macht das fast jede Firma so ungefähr, ne.
Das war so ein Ding, wo ich nach meinem Hiatus zurückgekommen bin und dann so richtig begeistert war. Die amerikanischen Freunde oder so, ja, let's go! Und die Leute in Österreich, ein bisschen aufpassen, dass nicht, dass du wieder Burnout kriegst und so, so bisschen langsamer treten. Und ich mir dachte so, ah, ihr versteht gar nichts, ja. Ich mache jetzt lieber wieder paar Jahre Vollgas. Und macht einfach wieder mal ja Auszeit, wie immer so konstant auf Prozent laufen. That's not me, ja. Und das muss man einfach verstehen. Okay, so funktioniere ich. Vielleicht ist es nicht der optimalste Weg, aber es ist der Weg, der mir am allermeisten Spaß macht. Und wenn mir was Spaß macht, dann bin ich einfach, dann ist es schwer, mich zurückzuhalten. Und Dann kommen da immer richtig gute Ideen raus.
Ich meine, du sprichst da was an mit Österreich oder Deutschland, ähnlich ja auch. Es ist ja schon auch ein bisschen schade, dass halt dann so Ausnahmetalente eben wie so ein Braindrain halt aus dem Land rausgezogen werden und hierher gehen. Siehst du das? Also wie siehst du das? Du ziehst ja jetzt auch nach San Francisco, hoffentlich bald. Ist das der einzige Weg oder ist das der Weg, den du jedem empfiehlst, der halt irgendwie größere Ambitions hat? Oder glaubst du, dass man eigentlich so was auch irgendwo in Zentraleuropa machen kann?
Erstens mal, ich habe das Ganze ja in Wien und ein bisschen in London gebaut. Also das kann man sehr wohl überall machen und vielleicht sogar einfacher, weil Jetzt ja mit Discord hast du doch sehr viel Groupthink. Wenn man ein bisschen weiter weg ist, dann hat man vielleicht ein bisschen ein anderes Environment oder einen anderen Zugang zu gewissen Dingen. Wenn man wissen will, wie tickt so eine richtig große Firma von innen, da wird es schon eher schwierig mit Europa. Also schau, das hat mir irgendwie— Meta war ganz schnell und OpenAI war auch sehr schnell und dann irgendwann, wo ich schon im Valley war, hat man einen Mist halt geschrieben. Mal telefonieren in 3 Wochen. Da war der Deal schon vorbei. Ich glaube, da ist ein großer Unterschied. Die laufen auf einer anderen Taktrate. Die wählen den Weg und dann let's fucking go und dann wird losgelaufen und bei uns schaut man halt doch erstmal rum und nö, nö. Da bist du nicht jeder. Ich habe richtig coole Freunde, die so richtig Gas geben, aber das Environment zieht einen halt schon ein bisschen in eine Richtung. Und dann, wenn ich in Welle bin, dann hast du nochmal eine ganz andere Energie. Und das wollte ich einfach wieder mal ein paar Jahre erleben. Ob ich jetzt alt werde, ich mache das, solange es mir Spaß macht. Und derzeit macht es unglaublich viel Spaß. Also allein schon den Zugang zu haben und zu sehen, welche coolen Dinge bei OpenAI in Zukunft rauskommen werden, ist richtig dangerous, weil das Problem ist, wenn du im Office bist und versuchst, dich zu konzentrieren, und dann hast du halt links und rechts ein Gespräch und beides ist so interessant. Also ich habe dann auch angefangen, wieder mehr zu Hause zu arbeiten, weil I cannot get fucking work done, wenn zu viel spannende Dinge da laufen. Zuzuschauen, wie das gebaut wird und da einen Teil mitmachen zu können. Unglaublich cool.
Ja, das ist wirklich. Ich habe letzte Woche bei OMR drei Tage lang versucht, aus Nick herauszufinden, was denn jetzt Johnny Eif da wirklich macht. Hat er mir natürlich nicht gesagt. Aber wenn man solche Zugänge hat, das ist natürlich. Also ja, das ist das ist sehr beneidenswert und also ich finde es total geil. Ich feier das. Ich feier das auch sehr. Wenn du jetzt aber, du sagst auch gerade so, ich meine, das ist ja total krass, was da passiert, ne? Da hat der aber auch irgendwie eine gewisse Verantwortung irgendwie, ne? Oder jetzt sag mal, das ganze Agentic Engineering Thema verändert ja auch, wie halt wie viele Menschen man dann noch braucht, ne? Wie denkst du darüber nach, so über diesen ganzen, diese Job-Loss-Fear, die die Leute haben? Ich sehe das ja immer sehr positiv, dass ich immer denke, ja, ey, aber das ermöglicht doch, es ist jedem so viel mehr zu machen und Das heißt ja nicht, dass man jeden feuert, sondern jeder, der da ist, kann jetzt so viel mehr schaffen. Aber wie siehst du so darauf?
Also wenn man jetzt nur am Beispiel bleibt bei Software: Wir sehen jetzt nicht, dass der Demand an Ingenieurs weniger wird, eher der Demand an— wir werden unglaublich mehr Software bauen, mehr Customized Software bauen, weil plötzlich alles so einfach geht. Da geht es einfach um die Messlatte, was man erwartet. Also wenn du irgendwie schaust, so der Lean Startup vor 10 Jahren, was man da quasi releasen hätte können, ist jetzt so ein halbstündiges Prompt. Das interessiert niemanden mehr, weil das Level jetzt so viel höher ist, was jetzt so die Basis ist, die man erwartet. Ich glaube, dass es durchaus einen Umbruch geben wird. Also das wird durchaus auch Herausforderungen haben, weil letztendlich Es gibt so viele Jobpositionen, die besser werden würden, wenn Menschen mehr Zeit und Fokus hätten. Selbst wenn ich jetzt so einen Ortstopp mental automatisieren kann, maybe, vielleicht kriege ich dann mehr als 5 Minuten Zeit, um meine Probleme zu besprechen.
Ja, also klar, siehst du das sehr positiv, und ich sehe es genauso. Ich frage mich immer, wie man dieses Mindset in die Leute reinkriegt, weil wenn du halt, also ich spreche ja mit vielen CEOs und CTOs auch, die irgendwie jetzt sagen, okay, wir müssen jetzt auch mal irgendwie Also wenn ich an das Wort Vibe-Coding höre, dann stellen sich immer meine Haare zu Berge, weil Vibe-Coding ist für mich halt eher so ein Schimpfwort in gewisser Weise.
Das hat mich gekillt. Ja, ich würde so eins der Lebensziele ist doch irgendwo so ein Wikipedia-Eintrag zu kriegen. Ja, steht es drauf: Austrian Vibe-Coder Peter Steinberger.
Okay, okay.
Delete, delete.
Ja, ja.
Manche nennen das Love at Scale, wenn du mal in meine Commits schaust. Ich würde sagen, ich mache agentisches Engineering. Also quasi, man denkt auch wirklich nach, was man da baut und was man da mit dem Agenten diskutiert. Und der schreibt dann den Code, aber ich verstehe das System. Der Joke ist dann eher so, wenn es dann so später als 3 Uhr morgens wird, dann switcht man irgendwann zum Vibe-Coding. Und dann hast du aber am nächsten Morgen die Regrets. Weil dann kommen halt die Bugs und dann kommt halt der ganze Slop, den du wieder aufräumen musst.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen. Im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso Milchkaffee Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazukaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Aber das ist so interessant, weil ich glaube, die Leute denken immer so ein bisschen, durch AI wird jetzt alles ganz einfach und ich muss nicht mehr nachdenken und ich kann jetzt einfach nur einen Satz sagen und dann kommt irgendwas raus. Bevor AI habe ich ja auch irgendwie mit dem Engineering-Team gesprochen. Ich habe irgendwie User Research gemacht, ich habe das alles aufgeschrieben, ich habe irgendwie im Deutschen ein Lastenheft geschrieben oder einen PID und habe mir wirklich Gedanken darüber gemacht, was ich halt will. Und dann habe ich es halt abgegeben fürs Engineering-Team und dann haben die das gebaut. Und so sehe ich das halt, dass halt am Ende des Tages musst du diese Gedanken immer noch machen. Und es wird ja, und dabei wird dir natürlich auch geholfen, aber dann kannst du es halt abgeben. Aber was ich trotzdem nicht verstehe, ist, warum so viele, gerade so CTOs, dann in Firmen irgendwie so eine— ich habe gerade gestern, habe ich ein YC-Startup hier in San Francisco getroffen, über unser Produkt mit denen gesprochen, und da hat der mir gesagt, ja, also für Backend-Arbeit kann man ja eher noch nicht benutzen, weil das funktioniert einfach nicht. Und ich denke mir dann immer so, wie kriegt man diese Leute so Wie kriegt man diese Curiosity aus denen raus, dass sie diese neuen Sachen auch ausprobieren und nicht einfach nur so abwehren und sagen, es funktioniert nicht?
Wenn ihr halt mit der Einstellung hingeht, es funktioniert nicht, dann wird es wahrscheinlich auch nicht funktionieren. Self-fulfilling prophecy.
Ja, vielleicht.
Ist es perfekt? Nein. Aber ich würde mal sagen, es ist sehr wohl ein Skill. Also das geht sogar so weit, dass ich Dass ich schon ungefähr ein Gefühl habe, wie lange wird das jetzt dauern, das Prompt, das ich dem Agenten gebe? Und wenn mein Gefühl sich nicht deckt mit der Realität, dann weiß ich, okay, irgendwo ist ein Denkfehler. Dann machst du einfach mal— früher hättest du auf Escape gedrückt und gefragt, hey, what's so hard? Jetzt gibt es /side, dass du quasi mit dem Ding chatten kannst auf einer Metaebene und einfach mal fragen kannst, wie läuft's? Where are your difficulties? Und dann kriegst du sofort so Und dann kannst du entweder das stehlen oder du musst vielleicht nur mal grundsätzlich was überdenken. Aber meistens sind es Kleinigkeiten, wo der Agent halt mal irgendwie im Kreis läuft. Spätestens seit 5.2, manche sagen 5.4, 5.5 war nochmal ein krasser Unterschied. Du musst das Ding alles bauen. Ja, da sind wir uns eher einig. Aber natürlich gibt es immer noch Leute, die das nicht sehen, und es wird immer Leute geben, die Artisan Handwritten Code machen, aber es wird halt irgendwann einfach eine Nische sein. Weil letztendlich für ganz viele Dinge ist good enough. Dinge, die wirklich kritisch sind, die überarbeitet man, bis sie richtig gut sind. Und ja, Teile schauen wir genauer an, Teile schauen wir weniger genau an. Wenn man das System versteht, dann weiß man ungefähr, was, was ist kritisch, wo muss ich kreativ werden mit Testen, und wo kann ich manchmal drüber nicken, weil das geht auf jeden Fall.
Okay, ich habe zum Schluss noch ein paar persönliche Fragen. In meiner Podcast-Community wurde gefragt, wie viel Kilo du auf der Bank drückst. Du hast am Anfang gesagt, du hast überall eine 1 außer im Sport, aber siehst du ja ganz gut in Schuss aus, und deswegen, das war die erste Frage.
Ganz ehrlich, zu viel trainiert, dann hat man die Schulter verletzt. Ich glaube, das ist so die ganz typische Verletzung, die jeder hat. Und habe danach eine Weile Pause machen müssen und fange gerade erst wieder an, wo es auch schmerzhaft ist. Wenn ich jetzt ins Fitnessstudio gehe und jetzt drücke ich vielleicht noch 70 Kilo, bei falschem Gefühl über 100, und das tut immer ganz weh fürs Ego, aber ich weiß, ich komme da wieder hin.
Okay, kommen wir wieder hin. Sehr gut. Dann frage ich das immer meine Leute, die ich hier interviewe, ob sie sich vorstellen können, auch wieder nach Deutschland zurückzuziehen. Du ziehst ja jetzt gerade erst her, deswegen spare ich mir die Frage. Aber eine Frage, die ich trotzdem immer zum Schluss noch frage, ist so: Was macht dich noch aus außer deiner Arbeit? Also ich sage eigentlich immer so: What's one thing that is not on your LinkedIn profile? Aber gibt es noch irgendwas, wo du noch so— hast du noch irgendeinen One Percent Skill? Bist du total gut im Latte-Art-Machen oder Weiß ich nicht, oder hast du mal irgendwie Kilimanjaro bestiegen und hattest das niemandem von erzählt? Gibt es da noch irgendwas, was du da, dass wir noch was herauskitzeln können?
Ich habe einen NLP-Trainer gemacht und habe Leute therapiert und mache das immer wieder gerne. Das Betriebssystem des Hirns knacken. Das glaubt aber keiner, wenn ich das erzähle, weil es wirklich so ein diametral anderer Skill ist. Das waren so Dinge, die ich in 3 Jahren gemacht habe, wo ich wo ich ein bisschen über den Tellerrand geschaut habe, was könnte mich noch interessieren? Und das tatsächlich habe ich sehr spannend gefunden. Und das hat mir selber sehr viel geholfen, weil letztendlich kann man sehr gut an sich selbst arbeiten mit den Skills.
Okay, okay, spannend. Allerletzte Frage: Wenn jetzt hier ein CTO zuhört, der bisher kritisch über AI nachgedacht hat, was soll der heute machen? Soll der sich einen Mac Mini kaufen und OpenClaw installieren oder was empfiehlst du jemandem?
Bitte, bitte nicht noch ein Mac Mini. Wenn ich wenigstens Provision kriegen würde auf das Zeug. Ich habe das versucht, einen Monat lang zu bekämpfen, und das ist so, wie wenn du auf— da kann ich auf die Wand schreien und kriege mehr zurück. Die Leute wollten einfach einen Excuse, um den Mac Mini zu kaufen. Das habe ich dann nach einem Monat verstanden, habe mir dann gedacht, so, Peter, Let people enjoy things. Und habe mich dann immer gefreut, wenn sie einen Mac Mini kaufen. Ich habe mir dann ein Mac Studio gekauft, weil ich immer dachte, ich kann nicht alle Mac Mini kaufen. Ich kaufe das große Ding. Habe dann neben mir das Mac Studio stehen und es ist schön und es leuchtet. Und dem CTO würde ich sagen, Alter, hol dir einen Young-Ear-Cracked-AI-Pilled-Dude oder Girl. Dann lass dir das mal zeigen, weil die jüngeren Leute, die verwerten das so natural, weil die so viel History gehabt haben mit, ja, Software muss so viel Pain sein. Das geht jetzt einfach. Einfach mal zuschauen, wie das andere machen, das kann sehr eye-opening sein. Ist übrigens auch wahnsinnig spannend, wenn man einfach mal anderen Leuten zuhört, wie die mit ihren Agenten reden. Da gibt es so eine weite Bandbreite zwischen Also wirklich, bei manchen höre ich zu und dann denke ich mir so, okay, jetzt verstehe ich, was für eine Blödsinn rauskommt. Und bei manchen, bei manchen ist so, wo ich auch was mitnehmen kann und was lernen kann, ja. Aber either way, it's interesting.
Well, it's very interesting, dir zuzuhören. Vielen, vielen Dank, dass du dir hier die Zeit rausgeschnitten hast in deiner 7-0-Woche. Und Ja, du bist jederzeit hier im House of AI in San Francisco herzlich eingeladen, falls du demnächst hier bist, und ich würde mich freuen, dich zu sehen. Und ja, bis bald auf jeden Fall mal.
Bis bald.
Danke dir. Mach's gut. Tschüss.
Wem diese Folge gefallen hat, dem wird auf jeden Fall auch die Folge mit Nick Turley gefallen. Nick Turley ist aus Deutschland mittlerweile der Chef von ChatGPT, also innerhalb von OpenAI eine extrem wichtige Figur, war in den letzten beiden Jahren bei uns auf dem Festival, und Christian Büzer hat mit ihm vor ungefähr einem Jahr auch im Podcast gesprochen. Das kann man sich auf jeden Fall anhören. Und ansonsten vielleicht noch Guido Appenzeller, der deutsche KI-Partner bei Andreessen Horowitz, dem Super-VC aus dem Silicon Valley. Also Guido Appenzeller, mit dem habe ich gesprochen Anfang des Jahres. Im Zweifel einfach googeln: Nick Turley OMR Podcast oder Guido Appenzeller OMR Podcast, ihr werdet es finden. Bekannter Partner bei uns: eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist: Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke. Aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen. Denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitness-Angebot von EGYM ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird. Und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026. Und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt's bei uns im Linktree in den Shownotes.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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