Erotik für die Ohren: Femtasy-Gründerin Julie Lepique (#788)
30 Mar 2025 · 61 min
In diesem OMR-Podcast spricht Julie Lepique, Gründerin von Femtasy – einer Audio‑Erotika‑Plattform für Frauen – mit Host Philipp Westermeyer über die Entwicklung und Strategie ihres Unternehmens. Sie erklärt, warum Femtasy bewusst auf Frauen und vor allem jüngere Zielgruppen fokussiert ist, wie das Unternehmen schrittweise von der Produkt‑Markt‑Fit‑Phase über den Marketing‑Mix bis hin zur Internationalisierung vorgedrungen ist und welche Marktpotenziale (z. B. Menopause) noch offen bleiben. Marketing wird primär über Community‑ und Influencer‑Kanäle (Instagram, mehrere Sprach‑Accounts) gesteuert, große Marken‑Stunts werden bewusst vermieden. Julie schildert ihre persönliche Gründermotivation, die familiäre Reaktion und die Generationen‑übergreifende Akzeptanz von Sexualität. Sie gibt Einblick in zentrale Kennzahlen: über 1 Million monatliche Plays, Spitzen von 170 Millionen im Sommer, durchschnittliche Session‑Länge von ca. 15 Minuten, unterschiedliche Nutzungs‑Segmente (Heavy‑User, Stress‑Release‑Nutzung während Corona). Das Geschäftsmodell basiert auf einem Jahres‑Abonnement (≈ 95–120 €) mit hoher Jahres‑Bindungsrate. Finanzierung erfolgte über Angel‑Investoren (≈ 2,5 Mio €) und strategische Unterstützung durch Coaches aus dem Entrepreneur‑Organization‑Netzwerk. Julie spricht über mögliche Übernahmeangebote, ihre langfristige Vision, das aktuelle Fokus‑ und Durchhaltevermögen sowie die Balance zwischen Arbeit und Erholung. Abschließend wird das Produkt für Hörerinnen beworben und ein spezieller Promo‑Code (Philipp10) angeboten.
Chapters
Ganz ehrlich, ich hatte keine Ahnung, wie mich dieser Podcast beeindrucken würde. Und ich hatte auch keine Ahnung, dass man mit Audioerotik um die 15 Millionen Euro Abo-Umsatz machen kann. Aber genau das hat die Julie geschafft. Und wie sie es gemacht hat, extrem unternehmerisch, nahezu bootstrapped, einfach wirklich inspirierend für jeden, der Businesses baut, insbesondere im Bereich Content und Medienunternehmen, finde ich, ist das einfach ein super positives Beispiel. Und ja, es ist Erotik, es ist kein Porn. Aber noch mal zur Einordnung, wenn es denn am Ende 15 Millionen Euro Umsatz sind, wir haben da im Podcast ein bisschen drüber spekuliert, Das klang erst nach 10, im Nachgang habe ich rausgefunden, es sind wahrscheinlich eher 15. Dann dürfte die Firma um die 100 Millionen wert sein, wenn nicht sogar noch mehr. Und sie wächst ja weiter, hat ganz viele Optionen, wie sie erzählt hat. Also freut euch auf Audioerotik auf eine Art. Und freuen werden sich hoffentlich auch 4 mal 2 Personen, die uns eine Podcast-Bewertung auf einer der relevanten Plattformen, Apple oder Spotify im Wesentlichen, hinterlassen. Denn wir haben uns überlegt, alle, die das tun und die einen Screenshot ihrer Bewertung schicken an podcast@odoo.de, omr.com. Die nehmen teil an einer Verlosung um eben vier mal zwei OMR-Tickets für unser Festival am sechsten und siebten Mai. Die Julie war im letzten Jahr da auf der Bühne, ist aber in diesem Jahr zumindest als Gast da, hat sie mir erzählt. Also man kann da wahnsinnig viele Menschen treffen, man kann wahnsinnig viel hören und sehen. Wer dazu Lust hat und auch wer dazu keine Lust hat, aber diesen Podcast hier gerne hört, tut mir den Gefallen, hinterlasst eine Bewertung entweder bei Spotify oder bei Apple. Vielen Dank vorab und jetzt rein ins Gespräch mit Julie Lepic. Auf geht's!
Let's go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem: Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt's im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360 € Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Kontist wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, wir würden unsere Bewertungen natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Kontist ein sehr, sehr gutes Job macht. Alle Infos zu Konto unter Qonto.de.
Hi Julie. Hi. Also das ist schon korrekt, ne? Audioerotika sagt man zu eurem Angebot.
Genau, genau richtig.
Das ist am Ende, man hört dann erotische Geschichten.
Genau, das ist ein Teil davon. Also im Kern sind wir die weltweit erste Streamingplattform für Audioerotika, genau wie du gerade gesagt hast. Und du kannst dir quasi vorstellen wie ein Spotify für Female-Pleasure-Content. Also es ist ein großer Audiokatalog, 2000 Content Pieces, diverse Sprachen, diverse Fantasien, diverse Talents. Und dann genau geht es von sehr story-based, also quasi wie Mini-Erotik-Hörbüchern, hin zu sehr sounds-based, Sex-Sounds, Orgasmic Music, solche Sachen. Also breiter Katalog.
Aber deine Zielgruppe sind sehr stark dann offensichtlich Frauen?
Frauen ausschließlich unsere Zielgruppe. Ja, von den Nutzerinnen am Ende sind so knapp 90%, also es verirren sich auch ein paar Männer immer wieder.
Okay, aber du machst es auch nur für Frauen, also ich meine, es macht für Männer keinen Sinn, sagst du?
Ich glaube, es kann für Männer durchaus auch Sinn machen, aber unsere Mission ist sicher Frauen zu fokussieren. Genau, Liberating Pleasure für die Frau.
Okay, okay. Und jetzt vielleicht können wir mal einspielen, wie sich das anhört. Das müssen wir mal gucken, ob wir das im Hintergrund, also im Nachhinein mal, und du uns vielleicht eine Minute zur Verfügung stellst, wo man so hören kann. Also würde man jetzt hören, was du da verkaufst. You. Nothing compares to you.
You know you have eyes I can get lost in.
It feels incredible that you trust me like this.
The warmth of our bodies blending as we press our hips against one another's. Heat pooling in my stomach, making sure I can't think straight.
You must have known what it was doing to me. Those sexy little sounds you make. Which drives me crazy. How about I tell you exactly what you want to hear? It's up to you if you want to listen.
Okay, also jetzt habt ihr das Produkt erlebt.
Wie viele Menschen hören das so im Monat?
Boah, also ich kann dir sagen, was wir insgesamt an Nutzerinnen haben. Letztes Jahr tatsächlich auf der OMR habe ich im Mai gesagt, wir haben eine Million Nutzerinnen geknackt. Und jetzt, 10 Monate später, sind wir bei über 1,5 Millionen. Also wir haben gutes Momentum gerade.
Aber es sind eigentlich alle paid?
Ich wünschte, es wären alle paid. Sind wir noch nicht, aber auf dem Weg dahin sozusagen.
Und was kann man ohne paid nutzen dann?
Du kannst einen Free Trial machen, das heißt, du kannst wirklich all you can listen einmal quer durch den Audiokatalog hören für einige Tage, also je nach Kampagne zwischen 7, 14 oder 30 Tage.
Okay, und dann versuchst du den reinzukonvertieren dann in das kostenpflichtige?
Genau.
Okay, bevor wir jetzt sozusagen in die Geschäftsmodellmechaniken einsteigen, erstmal, wie kommt man zu sowas? Also ich meine, du hast irgendwie, habe ich gelesen, einen recht normalen Berufsanfang im BWL-Bereich, hast duales Studium gemacht, hier bei damals New Work oder XING hier in Hamburg gearbeitet, bist glaube ich Hamburgerin, und dann irgendwann ging es in die Richtung Gründerin.
Ja, also ich glaube ja total daran, dass Gründerpersönlichkeiten und die Themen ihrer Companies immer super eng verknüpft sind, zumindestens bei so Herzensgründungen, und das war bei mir auf jeden Fall eine. Und ich deswegen ist wichtig zu verstehen, dass für mich schon immer eigentlich Selbstbestimmung ein großes Thema war. Also ich war, weißt du, ich bin so, keine Ahnung, ich habe schon mit 4 im Urlaub irgendwie Steine gesammelt und die angemalt und wieder verkauft, um dann selbst entscheiden zu können, wann ich mir ein Eis am Kiosk kaufe und so. Mit 16 schon irgendwie x Jobs gehabt, mit 18, keine Ahnung, 4, 5 Monate allein durch Südamerika getourt und so. Und deswegen war für mich Selbstbestimmung schon immer ein ganz, ganz großes Thema. Und das ist das, was am Ende ja auch heute unser Purpose ist, also Liberating Pleasure. Und wie bin ich auf die Idee gekommen? Ich saß mit Freundinnen zusammen beim Abendessen, wir haben über unser Sex- und Datingleben gesprochen und waren ehrlicherweise sehr frustriert. Das war gerade die Zeit, wo Amorelie und Co. ganz groß geworden sind, also auf der, auf der Toyschiene gab es total viel, super viel tolle Toys. Es gab aber ganz, ganz wenig Content nur, mit denen wir uns als Frauen irgendwie wohlgefühlt haben, den wir gut fanden, den wir attraktiv fanden, wo wir das Gefühl hatten, es geht auch um uns als Frau. Und es ist nicht nur Content, der von Männern für Männer produziert ist. Und da hat bei dem Abendessen mir eine Freundin erzählt, dass sie tatsächlich Visual Mainstream Content nutzt.
Das willst du als Video?
Genau, genau. So ganzen Mainstream-Tube-Plattformen.
Also YouPorn und so?
Genau, genau. Aber sie dreht ihr Handy um und sieht sozusagen gar nichts, sondern hört nur und lässt dann quasi den Sound mit ihrer Fantasie arbeiten. Und das fand ich super faszinierend und hat für viel Aufruhr am Tisch gesorgt. Und dann bin ich an dem Abend nach Hause gegangen und habe angefangen zu recherchieren und bin auf einen Reddit-Thread gestoßen damals. Und in diesem Thread hatte ein Texaner mit einer ziemlich guten Stimme seine ganz privaten Dirty-Talk-Audiofiles hochgeladen. Okay, genau. Und diese Dirty-Talk-Audiofiles hatten dann wirklich Threads von Raving-Fans und ganz viele Plays und so. Und ich dachte mir so, interessant, okay, die Freundin scheint nicht die Einzige zu sein. Genau, und dann habe ich selbst mal reingehört, und das war der Moment, an dem ich dann verstanden habe, Audio funktioniert tatsächlich richtig gut. Und bin dann, war super fasziniert, bin weiter in die Recherche gegangen und habe einen großen, großen Artikel damals in der Zeit gefunden von einem der bekanntesten deutschen Sexualtherapeuten und Forscher, Professor Dr. Ulrich Klement, der witzigerweise genau das damals gesagt hat, dass Männer eben viel stärker auf visuelle Stimuli reagieren und Frauen es Zitat, erotischer finden, Geschichten zu hören. Also Männer sind viel expliziter unterwegs, Frauen impliziter. Und ja, von da weg war ich hooked und habe irgendwie angefangen, große Surveys aufzubereiten mit über 1500 Frauen, die zu surveillen, zu sprechen und so weiter, weil es auch ein Riesen-Data-Gap gibt in dem Bereich. Also sowieso Health-Data Männer versus Frauen, weißt du, wahrscheinlich sind große Unterschiede. Wenn es dann noch Richtung Sexuality und Pleasure geht, ist es noch mal ein größerer Gap. Ja, und da kam am Ende raus, 70% der Frauen wünschen sich eine andere Art von Adult Content.
Und es gab auch kein Vorbild in den USA oder sowas?
Nee, wir waren die weltweit Ersten. Wir haben eigentlich die ganze Content-Kategorie erschaffen. Also es gab Audioerotika vorher nicht, es war ein kompletter Bruch.
Es gab keine Hörbücher oder so?
Es gab Erotik-Hörbücher, aber da ist ein großer Unterschied. Das sind dann eher so 8-, 9-, 15-stündige Geschichten, wo wirklich, das ist ein ein Buch, in dem auch Erotik stattfindet. Das ist zwar unter anderem die größte, je nach Quelle, die größte oder zweitgrößte Kategorie auf Audible und Co., auch BookBeat und so weiß ich auch, dass die einfach extrem weit verbreitet sind, aber es ist was ganz anderes. Am Ende machen wir ja wirklich kurze Audios. Unsere Audios sind so bis zu 15, 20 Minuten maximal lang. Ist ein anderer Use Case.
Und Podcasts gibt's da auch keine solchen?
Nee, das ist also, na klar, es gibt Sex-Podcasts, aber das sind zwei Leute, die über Sex reden. Unser Use Case ist ja ein anderer. Im Kern kannst du dir vorstellen, dass wir drei Use Cases haben. Der erste ist wirklich so Self-Discovery, das heißt, Frauen finden heraus, was, welche Fantasie finden sie gut, was macht sie an, eher so Edutainment. Wir haben auch so wirklich Anleitung zu Self-Touch, wie funktioniert das überhaupt, also Discovery würde ich das nennen, Self-Discovery. Dann der zweite Bereich ist wirklich Pure Pleasure, Das heißt, da geht's darum, in Stimmung kommen, Self-Touch, zum Höhepunkt kommen. Das ist unser Main-Use-Case. Und dann gibt's aber auch den dritten Use-Case und Content dafür, der so in Richtung Stressbewältigung, Health und Wellbeing geht. Das heißt, wir haben zum Beispiel, launchen jetzt eine Sexual Anxiety Class, gemeinsam entwickelt mit Psychologinnen, wo es wirklich darum geht, so ja, den Stress rund um Sexualität, den manche Menschen empfinden, gerade Postpartum und so weiter, Postpartum nach der Geburt des Kindes bei einer Frau, genau, zu lösen. Also du siehst, es ist wirklich breiter Use Case.
Okay, und also dann hattest du da irgendwie dann diese Idee, hast dann angefangen zu lesen und zu recherchieren, und dann bist du alleine losgelaufen, hast du, okay, jetzt fange ich mal an, oder also sag mal so die ersten Schritte. Viele hören ja auch zu und haben vielleicht selber den Wunsch, irgendwie zu gründen, zu gründen mit anderen Themen wahrscheinlich, aber trotzdem.
Ja, ziemlich genauso war das. Ich bin dann los, habe wirklich erstmal versucht, ganz genau zu verstehen. Also 1500 Frauen gesurveyt, gemeinsam mit denen dann ehrlicherweise. Ich habe von denen dann so 300 bis 400 ausgewählt und mit denen so eine Art Co-Creation-Ansatz gemacht. Das heißt wirklich jedes Audio, was ich am Ende produziert hatte, mit denen erstmal vorab gegeben zu haben.
Und du hast selber produziert?
Nicht ich persönlich, ich habe den Content aufgenommen, aber genau, ich bin losgelaufen, habe versucht, Autorinnen zu finden, habe versucht, Stimmen zu finden, Creator Talents, die das vertonen.
Und du hast deinen Job dann schon gekündigt gehabt bei XING damals?
Genau, ich habe den Job bei XING gekündigt, nachdem ich die User-Research-Phase abgeschlossen hatte. Also das habe ich vorher gemacht oder parallel gemacht, um wirklich einmal zu verstehen, wie groß ist dieser Markt. Und als ich gemerkt habe, okay, der ist riesig, habe ich dann gekündigt. Und dann bin ich los und habe wirklich, ja, mit den ersten, hatte dann eine Liste aus diesen User-Research-Insights, habe die ersten 100 Fantasien, wusste, was sind die Top 100 Fantasie.
Wie findet man so eine Erotikautorin dann?
Ja, schwierig. Ganz am Anfang bin ich da in Schauspielschulen, in Facebook-Gruppen damals, also wirklich breit gestreut und mal geguckt, was so passiert. Mittlerweile sind wir an dem Punkt, dass wir jeden Monat so viele Anfragen bekommen, die wir gar nicht mehr aufnehmen können.
Von Leuten, die für euch schreiben wollen?
Von Leuten, die für uns schreiben und aufnehmen wollen. Ja, ist ein Riesending.
Okay, aber damals bist du dann irgendwie so Schauspielschulen?
Ja, hallo, ich habe hier eine Aussage, kann ich die wirklich so nach Und hast du dann Aushänge im Foyer gemacht? Ja, und die dann so—
hast du Lust, für den Erotikplattform zu schreiben?
Genau, und dann kam häufig erstmal die Direktorin oder Direktor oder Geschäftsführerin oder so von der Schauspielschule und hat gesagt, das geht hier nicht, so nicht. Aber du, ich kann nur sagen, eine unserer absoluten Hype-Stimmen im deutschsprachigen Markt, der Raphael heißt der, den habe tatsächlich ich damals gefunden.
Wie hast du den gefunden?
Über eine Facebook-Gruppe.
Wie viele Stimmen habt ihr denn mittlerweile?
Viele, so live auf der Plattform 200.
Okay, und die habt ihr dann alle irgendwie kontaktiert und die arbeiten alle logischerweise remote, schicken ihre Sachen zu, ihr kauft das ein und fertig?
Genau, also der Prozess läuft eigentlich so, dass wir den Auftrag geben. Also wir machen quasi inhouse, definieren wir, was wir produzieren wollen, auf Basis von Daten. Wir sitzen ja mittlerweile auf einem unglaublichen Datenschatz dazu, weil wir natürlich sehen, was gut funktioniert. Auf Basis von unserer internen Expertise. Wir haben ein Team da sitzen, die sich supergut auskennen, auch gerade in dem Space. Unsere Aufgabe ist ja am Ende, Frauen besser zu verstehen, als sie sich teilweise selbst oder als sie sich vielleicht trauen würden, das zu sagen. So, das machen die. Und dann der dritte Teil sind so Popculture-Trends. Daraus erstellen wir ein Briefing. Also Popculture-Trends, zum Beispiel Bridgerton, Riesenerfolg gewesen letztes Jahr. Dann haben wir eine Audioreihe Inspired davon gemacht.
Aber nicht mit denselben Stimmen dann?
Nee, aber wirklich mit den Konzepten und so, dass du halt wirklich dich in deiner Fantasie da rein transportieren kannst. Ist ja auch kein Geheimnis, dass viele Frauen irgendwie diese ganzen Serien und Co., Netflix und Co., das ist ja, wie soll ich sagen, der Grundschatz für ganz viele Fantasien. So, und wir nutzen das dann und bieten quasi die Verlängerung da als Audio. Sexy Audio.
Okay, also du warst alleine, hast dann irgendwie dir dann überlegt, jetzt mal ganz am Anfang, um das einmal zu verstehen, die ersten Schritte: Wer kann das so was schreiben? Und dann hast du das eingebrieft und dann hast du Leute gefunden, Männer dann, die das dann sprechen?
Männer und Frauen, also auch Frauen. Genau, die sprechen das ein. Also erstmal geht der Auftrag an die Autorin, die schreibt das Skript fertig, kommt wieder zu uns, wird einmal qualitätsgecheckt, ob das zu unseren Werten passt, unserem ethischen und Female-First-Manifesto sozusagen. Und dann wird das an die Stimmen weitergegeben. Die nehmen das auf, wir schicken denen Home-Recording-Sets zu. Das heißt, die nehmen zu Hause auf, schicken uns das Audio zurück, es wird editiert und probegehört und dann auf die Plattform gestellt.
Und ist das eine Plattform, also ist das eine aufwendige Technologie, sowas zu bauen? Das klingt jetzt irgendwie nicht so ganz so trivial.
Die Plattform selber?
Ja.
Das ist eine Streaming-Plattform.
Also habt ihr White Label?
Nee, haben wir selbst gebaut.
Okay.
Haben wir selbst gebaut.
Also schon bisschen Aufwand, bis der Prototyp live ist.
Ja, genau. Also ganz am Anfang war das eine super basic, habe ich irgendein Landingpage-Tool genommen, da gab es keine Paywall und gar nichts. Also habe da einfach die 10 Audios draufgesetzt, habe irgendwie gesagt, habe eine Survey hinten dran, sobald das Audio fertig war, konntest du eine Survey beantworten und habe das mal in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gestreut und dann geguckt, was so passiert.
Aber man braucht schon eine richtige Plattform. Ich meine, ich mache zum Beispiel häufiger mal auch Hinweise auf Squarespace oder so. Die haben ja sowas auch, so eine Paywall. Das macht ihr aber nicht?
Nee, ist wirklich von uns.
Also selber alles gebaut?
Alles selbst gebaut, ja.
Okay, was hat das gekostet, erstmal so eine Plattform hinzubekommen? Größenordnung? Ein paar hunderttausend Euro wahrscheinlich?
Ja, so um den Dreh.
Und wo hast du die hergehabt?
Da habe ich eine erste Angel-Runde gemacht. Wir sind ja mittlerweile, wachsen ja profitabel und komplett aus unserem eigenen Cashflow, auch schon seit 5 Jahren, also schon ziemlich lang. Aber die allerersten Ich habe 2 kleinere Angelrunden damals gemacht mit super coolen Angels auch. Also so, wer ist da dabei? Rolf Schrömgans von Trivago, Holger Seim von Blinkist, Thomas Bachem, Diana zur Löwen, Mike Neff von Doodle.
Und die kanntest du alle?
Also aus deinem vorherigen Job? Und hast du die angeschrieben, hey, ich habe das und das vor, habt ihr Bock reinzukommen?
Nee, ich kannte von denen niemanden, ehrlich gesagt. Aber ich hatte damals, war ja in dem Corporate Development Team, also Inhouse Consulting. Wir haben unter anderem auch Startups aufgekauft, und eines der Startups, was wir aufgekauft hatten, Die Gründer dann haben bei mir dann investiert und durch die habe ich dann ehrlicherweise auch die Kontakte bekommen und Netzwerk und so.
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten, aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Und wie viele Leute seid ihr heute?
Im Team sind wir so 33 gerade.
Und dann lass noch mal einmal kurz die Historie zu Ende erzählen. Das heißt, du hast dann da so Geld eingesammelt, dann den Content beschafft, und dann, wo findet man die ersten zahlenden Nutzer? Wo kommen die her?
Die allerersten haben wir über wirklich tatsächlich Influencer-Marketing gemacht. Also man muss verstehen, dass wir uns sehr lange auf Product-Market-Fit erstmal fokussiert haben. Ja, also wirklich die ersten Jahre haben wir Content produziert, die Nutzerin verstanden, und eher an der Seite ein bisschen vermarktet, um die Vermarktungskanäle zu validieren. Die allererste Kampagne, oder kann man eigentlich gar nicht Kampagne nennen, also den allerersten Marketing-Euro, den wir gespendet haben, war tatsächlich über Influencer-Marketing. Genau, es war ein Blogeintrag damals von einer Influencerin, weil mich auch sehr interessiert hat. Ich hatte immer die Hypothese, dass wir das brauchen, um Vertrauen aufzubauen, und das hat super gut— deswegen wollte ich es validieren. Es hat mittlerweile super gut geklappt, ist unser zweitgrößter Marketingkanal und der größte.
Meta. Also okay, also das heißt, ihr dürft auch auf den Plattformen für erotische Inhalte werben?
Wir dürfen auf den Plattformen werben, ja. Wir haben auf allen, sind oder waren aktiv auf, würde ich sagen, eigentlich allen großen, also Meta, Google, Pinterest, TikTok, Taboola und so weiter und so fort.
Okay, aber Influencer ist das Zweitgrößte?
Influencer ist das Zweitgrößte.
Ich meine, es gibt ja eine Trennung, wenn du jetzt pornografische Inhalte hättest, dann dürftest du dann nirgendwo werben, ne? Genau, also Porn darf man glaube ich nicht bewerben auf Meta. Nicht genau, auf Google glaube ich auch nicht. Also auf der—
genau, da darfst du es nicht. Auf Influencer-Marketing kannst du natürlich machen, wenn du Leute findest.
Ja, ja, ja, cool. Dann müssen nächstes Jahr irgendwo ausspielen und so, ne?
Ja, genau.
Okay, aber jedenfalls, ihr findet Influencer und vor allen Dingen Influencerinnen, die Lust haben, euch dann zu bewerben.
Ja, genau.
Und sind das dann, sagen wir mal, Leute, die nebenbei auch noch Fashion-Sachen machen und die man so kennt oder so?
Ja, total. Also um mal ein paar Namen zu nennen, wir haben im Kamuschka, Carmen und Niklas Kroll, auch schon mal hier, Diana zur Löwen, genau, Diana zur Löwen, Alexa's Earth, Vanitia Blum, auch im Podcastbereich durchaus so 230er, Lifestyle Longevity, Dr. Kathi Ernst, Christine Zeller und so, also sehr breite, würde ich sagen. Uns gelingt es total, da Influencerinnen und Content Creatorinnen für zu Gewinnen, auf jeden Fall.
Okay, und dann, was muss man bezahlen, wenn man euch jetzt irgendwie abonnieren möchte, oder wenn man jetzt mitmachen möchte? Was kostet ein Abo?
So ein Jahresabo kostet zwischen so ungefähr 95 und 120 € im Jahr, also grob 10 € im Monat. Ja, so um den Dreh.
Und das ist das normale Abo, was man so verkauft, also das ist so eine Standardvariante, ein Jahr?
Genau, also genau, wir haben Monats- und Jahresabos, aber 90%, über 90% ehrlicherweise unserer Kundinnen gehen ins Jahresabo. Okay, das heißt, man hat ein Long-Term-Commitment.
Long-Term, ein Jahr ist lange.
Ja, du, aber dann kann ich dir sagen, dass dann ins zweite Jahr— in Deutschland gehen glaube ich so 45%—
also okay, also die Hälfte ist rausgegangen, die andere Hälfte bleibt so.
Ja, das ist für Subscription richtig stark.
Und wie viel habt ihr jetzt aktuell an Abonnenten aktuell live? Also wie viele sind jetzt gerade aktiv?
Wenn du es vielleicht in Stadiengrößen hören willst, Wie viel hat, was ist das, dein Münchensignal, die Duna?
Dortmund? 80.000 Zuschauer.
Ja, kannst du schon—
2 davon, 3 davon, 4 davon, 5.
Bald dann.
Paar hunderttausend Abonnenten. Aber dann ist es ja auch schon ein richtiges Cash-Business. Also ich meine, wenn ich jetzt überlege, sagen wir mal 100 € im Schnitt im Jahr.
Ja, also wenn du versuchst auszurechnen, versuchst du den Jahres— Frag mich.
Ja, ja, gerne, gerne, gerne.
Sind wir so niedrig achtstellig.
Wow, wow, super! Das ist ja schon gigantisch. Also ja, ja, und ich meine, ihr habt jetzt ja auch nicht so viel Kosten. Also ich meine, die Herstellung, das Marketing, profitabel, ja, ja, gut, profitabel ist ja auch von bis, ne? Aber ich meine, wenn ich mir überlege, macht jetzt sagen wir mal 10 Millionen Euro Umsatz, was ja auch noch so eine, also Recurring- und Subscription-Umsatz ist, ist ja auch sehr, sehr hohe Umsatzqualität. Also dann 10 Millionen, ich sag jetzt mal 10 Millionen, und dann was habt ihr für Kostenpositionen? Also den Content einmal zu erstellen, okay, genau, das ist verschwindend gering.
Das ist unser, das ist ein Marketing-Business. Also meine Kosten sind Marketing und People. Aber 40 Leute sind jetzt auch nicht, also du hast gerade 40 Leute, 30 so.
Ja gut, also ist ja von der Kostenposition her bei 10 Millionen Umsatz ist ja auch nicht gigantisch groß dann.
Nee, genau. Und es ist ein sehr attraktives Geschäft, auf jeden Fall. Und dann Marketing, also bist du Einkommensmillionärin? Du, ich reinvestiere natürlich alles in die Firma.
Okay, okay.
Also Wie gesagt, wir haben ja—
wenn man das so hört, dann denkt man sich, wann ging das los mit der Gründung? Wann habt ihr gegründet?
Also vor 6,5 Jahren ungefähr sind wir live gegangen.
Aber es ist ja eigentlich das, was man sich, was ich glaube, ganz viele Menschen vorstellen. Okay, ich habe da auf einer Party eine gute Idee, ich recherchiere mal, ich habe dann so Leute gefunden, die sich jetzt auch auskennen, gute Leute, die dann da mir ein bisschen Geld geben, und 6 Jahre später habe ich irgendwie Millionen-Business und es läuft. Also das ist eigentlich schon fast ein Traum. Gab es auch Rückschläge?
Boah, viele. Ja, boah, das stellen sich ja immer Leute, denken immer, Erfolg kommt über Nacht, ne? Aber so ist es ja überhaupt nicht. Du musst ja jeden einzelnen Tag, you need to show up every single fucking day, so, das ist einfach so. Und da die Arbeit reinstecken. Und klar gab es total viele Rückschläge, aber ehrlicherweise waren es auch oft die Rückschläge, die es dann, die danach irgendwie zu großen Erfolgen geführt haben. So muss man auch ganz ehrlich sagen. Noch ein Beispiel? Boah, wir haben zum Beispiel Wir hatten auf Meta mal die Situation, dass einzelne Ads rejected wurden, und dann haben wir Budget umgeschiftet, weil wir gesagt haben, okay, wir müssen jetzt irgendwie hier das Budget umshiften, bevor wir— während wir weitere Ads produzieren, und haben dann einfach auf eine neue Sprache geschiftet. Und so ist einer unserer— so ist einer unserer neuesten Märkte entstanden, der englischsprachige Markt.
Okay, das heißt, ihr macht mittlerweile auch englischsprachigen Content für den englischen Markt?
Ja, Deutsch, Englisch, Französisch. Super spannend.
Okay, aber Deutschland ist das Größte, oder welches ist das Größte?
Deutschland ist das Größte.
Aber ich meine, eigentlich hätte England oder englischsprachiger Content viel mehr Potenzial.
Es hat riesig— also wir haben das wirklich gerade erst vor ein paar Monaten durch diese— das ist eigentlich aus so einer Challenge, ist irgendwie eine große Erfolgsgeschichte entstanden, haben wir das erst live gestellt. Aber ja, Unit Economics sind super spannend. Also es ist auf jeden Fall, das Modell ist auf jeden Fall transferable. Und ja, ich bin gespannt, was wir damit 2025 so machen.
Okay, was ist das Ziel? Also wie viel Umsatz, glaubst du, kann man dieses Jahr machen?
Boah, also ich kann dir sagen, dass wir eine Payback-Periode von null haben. Also wir reinvestieren, also jeder Euro, den wir investieren, kommt sofort zurück.
Jeder neue akquirierte Nutzer ist sofort—
refinanziert sich sofort.
Okay, das heißt, ihr habt ja auch irgendwie bei 100 € Abo-Preis im Schnitt könnt ihr für Werbung ausgeben dann 99 € so ungefähr. Das lohnt sich immer noch.
Theoretisch können wir das machen, genau. Also manage ich die Company nicht, weil mir wichtig ist, dass wir auch— wir sind ja eben, wir wachsen komplett aus unserem eigenen Cashflow, wir haben kein VC-Geld im Hintergrund oder so. Das heißt, mir ist schon wichtig, dass wir eine gewisse Profitmarge haben, aber im Kern würde das theoretisch gehen. Und damit kannst du das natürlich sehr attraktiv hochskalieren.
Hast du im Nachhinein gesehen, nicht doch ein bisschen zu viel weggegeben von der Firma, wenn man es so hört? Die gehören jetzt in Anführungsstrichen schon noch 40%, aber halt auch nur noch 40%. 60% gehören Leuten, die jetzt gar nicht so viel Geld investiert haben. Ich meine, es gibt ja andere Businesses, da muss man Millionen und Abermillionen reinstecken, um erstmal dahin zu kommen, wo du jetzt bist. Also im Nachhinein hätte man es wahrscheinlich fast bootstrappen können.
Dann hätte man wahrscheinlich, hätte man das machen können. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich, also ich bin super dankbar für die Gesellschafter:innen, die da mit uns am Start sind, weil also in der Summe haben wir schon so zweieinhalb Millionen eingesammelt. Genau, das war halt ganz am Anfang und die haben an uns geglaubt, als wir noch lange vor der Welle waren. Weißt du, jetzt wird das ein Ding. Wir sind gerade haben auch deshalb so Momentum, nicht nur weil wir irgendwie Product Market Fit geknackt haben und Marketing Mix und sondern auch deshalb, weil gerade ganz krass gesellschaftlicher Rückenwind aufkommt, ne? Jetzt wird das ein Thema. Damals war das aber wir haben die Content-Kategorie erschaffen. Das gab's nicht. Es war kompletter Blue Ocean. Leute haben Ich wurde dafür ganz viel belächelt. So, und mittlerweile aus verschiedenen Gründen. Also ich persönlich glaube auch daran, dass special use case, special Plattform. Also stell dir vor, du hast da aus 2000 Audios auszuwählen. So, die User:innen filtern genau, die wissen genau, welche Stimme, die wissen genau, welches Szenario, um was geht's gerade und welche Fantasie ist gerade dein Thema.
Also wenn du jetzt eine Finanzierungsrunde machen müsstest, was wäre die Firma wohl wert? Ich meine, wahrscheinlich bei 10 Millionen oder noch mehr. Als absoluten Umsatz redet man schon fast von, weiß ich nicht, Richtung 100 Millionen Umsatz, Firmenbewertung.
Würde ich unterschreiben.
Also auch wenn es 80 wären, würdest du es wahrscheinlich nehmen?
Du, also gerade muss ich ja sagen, per se, also ich denke darüber nicht so viel nach. Mir macht das mega viel Spaß, was wir da machen. Ich glaube, es ist ein krasser Zeitpunkt gerade für Femtasy. Also du spürst wirklich, da verändert sich gerade was, auch in der Gesellschaft.
Deswegen, was die Veränderung ist dann, welche genau? Also dass Frauen jetzt noch mehr bereit sind, sowas zu hören, aber warum? Also was ist neu jetzt?
Genau, also insgesamt findet gerade so ein totaler popkultureller Shift statt zu mehr Female Gaze, ne? Also alles, was wirklich für Frauen produziert ist, wird wichtiger und größer. Frauen werden in wenigen Jahren, bin ich mir ganz sicher, die gleiche Qualität und Quantität an erotischen Inhalten für sie fordern, wie es auch für Bücher, Filme, Musik und so weiter der Fall ist. Du siehst eine totale generelle Entstigmatisierung von Themen. Also es gibt einen großen Trend, finde ich, so nehme ich es zumindest wahr, gerade auch so auf Social Media, TikTok ganz besonders, irgendwie von Oversharing. Siehst du wahrscheinlich auch, dass die ganzen, also sehr viele TikToks, die viral gehen, haben zum Beispiel, da geht es um echt Themen, über die vor ein paar Jahren noch gar nicht geredet wurde. Von so I'm grieving my child über First Days of a Heartbreak über Period über Sexuality und so weiter und so fort. Also das ist das Erste. Das Zweite, du siehst einfach, die ganze Romance-Kategorie nimmt total Schwung auf. Ich habe letzte Woche Fifty Shades of Grey-mäßig so das Buch. Genau, genau, genau. Ich habe letzte Woche im Wall Street Journal einen Artikel gelesen und mir wieder gedacht, krass, in welchen Reihen wir da spielen. Die Marktbegleiterinnen aus den USA zum Beispiel, die es mittlerweile ja gibt, ne, waren die weltweit Erste, aber mittlerweile gibt's einige. Da hat die Schwester von Elon Musk, gründet gerade Passionflix. Da geht's genau auch um diese Themen. Es geht um Audio und Film, auch so Verfilmung von, aber Erotikgeschichten werden verfilmt, Erotikromane. Die Schwester vom Snapchat-Gründer Evan Spiegel hat einen Marktbegleiter gegründet, Audio. Also da passiert gerade einfach super viel. Und dann muss man auch sagen, die dritte Sache, die ich stark sehe, ist eher in unseren eigenen Daten, dass wir nicht mehr nur noch Menschen in den und Userinnen in den Städten ansprechen. So, jetzt irgendwie ist kein Berliner Nischenthema, sondern du siehst, dass die Nutzerinnen mehr und mehr auch aufs Land gehen. Ja, also ich bin mir ganz sicher, dass das kein Nischenthema sein wird. So, oder als wir gestartet sind, gab es das gar nicht. Dann haben wir die Audiokategorie gegründet oder die Content-Kategorie Audioerotika gegründet, erfunden. Dann war es ein Nischenthema. Jetzt sind wir gerade Category Leader in der Nische. Und jetzt wird es aber raus aus so einem Nischen-, vielleicht so einem Underground-Thema. Das wird ein Massenphänomen, ganz sicher.
Wenn man das so hört, auch der Wettbewerb, muss man da nicht noch jetzt sozusagen doch noch mehr investieren und noch mehr Gas geben und noch schneller sozusagen auf englische Sprachversion gehen? Allzu zufällig, wie es gerade klang, da klang das so ein bisschen so, wir machen unser Ding und dann finden wir durch Zufall die englische Sprache. Also wenn man gleichzeitig hört, dass da jetzt irgendwelche Elon-Musk-Verwandten und Evan-Spiegel-Verwandten angreifen, Denkt man sich ja nicht, scheiße, muss ich jetzt nicht noch viel mehr Gas geben?
Also ich finde das erstmal super, dass es die gibt und die die Branche gemeinsam mit uns auch educaten.
Das hört man immer so, das ist so der typische Spruch bei Wettbewerb.
Das sagen alle so, ja, ich freue mich, dass es den Wettbewerb gibt, wir helfen.
Aber weißt du, der Punkt bei uns ist, dass wir wirklich Market Education brauchen. Es gab das nicht. Vor 3 Jahren noch haben mich Leute angeguckt, Audio was? Wenn ich gesagt habe Audioerotika. Deswegen, und die arbeiten auch teilweise echt mit coolen, sehr bekannten Promigesichtern. So Jesse Williams von Grey's Anatomy ist da ein Gesicht und so, ne. Also die educaten mit, by the way, sehr, sehr viel Budget. Die haben auch super viel, oder die haben auch signifikant mehr Geld als wir geraised. Educaten die den Markt, was für mich ehrlicherweise wirklich gut ist.
Und also ich, ja, Aber ihr seid auch wettbewerbsfähig vom Produkt her und von der Technologie her?
Ja, wir haben den größten Audiokatalog. Wir sind meiner Meinung nach immer noch die weltweit führende Plattform, auch im Vergleich.
Aber müsste es dann nicht noch viel schneller in irgendwelche neuen Länder gehen und Marketing machen, quer durch Europa zumindest mal, oder vielleicht auch sogar in Indien? Oder ich weiß nicht, Indien ist wahrscheinlich von den Abo-Preisen nicht so attraktiv.
Bisher muss ich sagen, war mein Fokus ganz klar darauf, erst mal profitables Wachstum zu erzeugen und erst mal fokussiert den Marketing-Mix zu knacken. Ich glaube nämlich, dass ganz, ganz viele Gründer und Gründerinnen das zu früh machen. Und jetzt erwischt mich aber an einem Punkt, wo wir ja, jetzt könnte das Sinn machen, darüber nachzudenken, und wir denken aktiv auch immer wieder drüber nach.
Das heißt, wenn jetzt jemand zuhört, der sagt, ich bin jetzt irgendwie High-Growth-VC oder Investor, das würdest du dir schon noch mal anhören?
Wenn jemand zuhört, der sagt, hey, ich glaube, ich kann dabei helfen, Femtasy größer und erfolgreicher zu machen, würde ich es mir mal anhören.
Und du kannst auch irgendwie dir vorstellen, logischerweise, wenn man das so sieht, warum soll jetzt bei 100 Millionen Euro Umsatz Schluss sein. Ich meine, rein theoretisch, wenn das jetzt irgendwie auf 10 Millionen hast mit relativ kleinen Märkten oder vergleichsweise eher kleineren Märkten und Hausmitteln, dann kann ja auch, da weiß ich nicht, kann man dann ein paar 100 Millionen Euro Umsatz machen.
Habe ich keinen Zweifel dran. Ich habe keinen Zweifel daran, dass das eine 100-Millionen-Company sein kann.
Also Umsatz?
Umsatz, ja, ja.
Okay, also nicht schlecht. Ja, was muss man tun? Also Marketing, und sagst du, kippst das Geld dann bei Meta in Instagram rein, in Facebook rein? Influencer-Deals, Podcast-Werbung machst du auch. Das klingt jetzt ja auch relativ simpel. Ich meine, klar, dann irgendwie Anzeigen bauen ist also in der heutigen Welt ja auch jetzt nicht kompletter Rocket Science.
Nee, ich glaube, wir haben ehrlicherweise sehr, sehr gut 2 goldene Regeln vom Marketing verstanden, die aber ja Grundregeln eigentlich sind. Und das Erste ist, du musst einfach deine Zielgruppe wirklich gut verstehen und kennen. Und da geht es wirklich darum, das besser zu tun als sie vielleicht sich selbst. Ich kann Ihnen eine witzige Geschichte erzählen, die vor 2, 3 Wochen oder so passiert ist. Da hat eine Influencerin, mit der wir— ich hatte noch nie von der gehört, wir haben mit der noch nie gearbeitet— hat über eine unserer Marketing-E-Mails ein organisches TikTok gedreht, weil das für sie alltagsrelevant war. Was ist passiert? Wir haben quasi eine— wir schicken relativ viele E-Mails, neue Audios sind live, und wir haben in dieser E-Mail quasi aus der Perspektive der Stimme geschrieben und eine Zimmerreservierung weitergeleitet, weil in dem Audio ging es da um ein Date im Hotel. So, und dann war eigentlich die E-Mail nur forwardet, ihre Zimmerreservierung, und in der E-Mail stand nur hier für Freitagabend. So, und diese Nutzerin, die coincidentally auch Influencerin ist, saß auf der Couch und hat diese E-Mail bekommen und war erstmal so, was passiert hier? So Lieblingsstimme lädt sie ins Hotel, so, und hat darüber am Ende dann dieses TikTok gedreht, weil sie eben gesagt hat, ja krass, da hat mich jemand verstanden, weißt du. Also es geht da ihr natürlich nicht darum, hätte ich sie gefragt, so ein bisschen wie Henry Ford damals, glaube ich, gesagt hat, hätte ich Leute in der Kutsche gefragt, was wollt ihr, hätten sie gesagt, mehr Pferde oder so, und in Wahrheit brauchst du aber ein Auto. Und genauso ist das hier so eine Geschichte, ja. Hätte ich meine Nutzerin gefragt, wie möchtest du gerne über neue Audios erfahren hätte, hätte sie gesagt, ja, schick mir eine E-Mail und liste die Audios auf. Aber es geht im Kern darum, dass wir ein Gefühl verkaufen, ja. Und diese Nutzerin möchte desiren und sich desired fühlen, die möchte begehren und sich begehrt fühlen. Und das schaffen wir dann mit solchen E-Mails. So, und das meine ich mit, ich glaube, im Kern geht es darum, dass wir wirklich gerade bei unserem Produkt, wo wir manchmal nicht genau sagen können, was wir genau machen, oder Sachen auch immer noch tabuisiert sind oder Frauen, unsere Nutzerinnen, teilweise selber vielleicht gar nicht genau wissen, was sie wollen, ist es unsere Aufgabe, sie noch besser zu verstehen, als sie es selber tun, und das dann in den Marketingkanälen systematisch zu spielen.
Das war die eine goldene Regel.
Das war die eine goldene Regel.
Und die andere?
Und die zweite ist meiner Meinung nach, dass du es dann verstehen musst, diese Goldnuggets zu identifizieren und die dann einfach hoch und runter zu spielen, zu iterieren, zu optimieren.
Also Goldnuggets sind dann bestimmte Influencerinnen oder? Objektifizierung.
Du hast den Ball hingelegt.
Nein, ich meinte einzelne Marketing Assets, also einfach Kreativkonzepte, so, ne, die wirklich systematisch zu verstehen und dann dir nicht zu schade zu sein, die wirklich zu optimieren und zu iterieren. So, und da gehen wir so maximal systematisch vor. Das heißt, wir sehen anhand von KPIs, okay, da funktioniert, something is picking up, Und dann nehmen wir das und spielen das so lange und optimieren das so lange, bis es halt nicht mehr funktioniert. Auch da Beispiel: Wir haben mal eine Kampagne zu meinem 30. Geburtstag gemacht. Das war doch, das war schon das, guck mal, hast dich wieder rein, jetzt hast du wieder raus. Ja, war gerade. Und dann hat tatsächlich das so super gut funktioniert und dann hat hat das Team einfach diese Kampagne immer wieder gespielt und es führte dann dazu, dass wir teilweise—
Aber wie ging es dann an der 30. Geburtstag? Also was wurde dann da gemacht? Also die haben dir gratuliert oder?
Die haben einfach— bei uns funktioniert tatsächlich Personalisierung sehr gut. Also jemanden so Frontfrauen zu haben. Das bin gar nicht nur ich. Also ich mache das auch, aber bei uns ehrlicherweise unser ganzes Team sind auch die allermeisten von denen nehmen auch Ads für uns auf und so, weil die einfach dieses Produkt selber so lieben und den Purpose feiern. Und das funktioniert sehr gut, wenn du so einen persönlichen— deswegen auch Influencer-Marketing— wenn du einen persönlichen Kontaktpunkt zum Produkt hast. Genau, die haben dann irgendwie erzählt, das sind Julies Tipps, 3 Dinge, die sie gerne vor ihrem 30. Geburtstag oder so gewusst hätte. Das war der Startpunkt. Haben das dann iteriert und immer wieder gespielt, was dazu geführt hat, dass mir Leute teilweise mehrfach im Abstand von paar Wochen immer wieder zum 30. Geburtstag gratuliert haben. Weil das halt immer wieder dann auf Meta irgendwie an sie herangetragen wurde oder so.
Also das heißt, du gehst auch schon so richtig als Frontfrau bewusst raus. Ich habe das noch in Erinnerung, wie das bei Lea Kramer damals mit Amorelie war. Also da war sie ja noch nicht so die Lea Kramer, wie sie heute ist, aber auch schon, glaube ich, hat sie mir damals auch erzählt im Podcast, ziemlich bewusst für Sachen über ihre Person geworben, die sonst schwierig zu bewerben waren oder ein bisschen auch ungewöhnlich sind. Das heißt, man muss dann auch schon sich voll draufwerfen, und du hast auch keine Hemmungen, mit deinem Gesicht, Namen, deiner ganzen Person jetzt überall PR zu machen und für das Thema zu stehen.
Ja, nee, also wir dürfen ja überall werben. Das ist anders als bei Amoreline. Also wie gesagt, wir sind auf allen großen Werbeplattformen, sind oder waren wir aktiv, aber das funktioniert trotzdem besonders gut. Ich mache das wie gesagt auch, und ich habe da, ich stehe total hinter unserem Purpose. Ich glaube, das ist wichtig, was wir machen.
Ich habe heute meine Kollegin Kaja, unsere Head of People, hier mit im Studio, und zwar aus folgendem Grund: Wir haben gerade zum dritten Mal über die Recruiting-Plattform Instaffo jemanden eingestellt, und zwar diesmal unsere Product Lead Johanna. Also man hört schon, Instaffo ist nicht nur Partner hier im Podcast, sondern die helfen uns beim Recruiting wirklich weiter, oder Kaja?
Absolut.
Wir haben bei OMR ja eine recht starke Employer Brand, Trotzdem ist Instaffo eine riesige Hilfe im Recruiting und da ist halt echt cool, dass wir vorab keine Kosten haben, schnell Stellen veröffentlichen und innerhalb weniger Tage mit super gut passenden Talenten sprechen können.
Aber ihr hört es selbst. Wenn ihr also gerade Stellen offen habt, macht es doch gerne so wie wir auch. Bei Instaffo sehen nur Talente eure Stelle, die auch wirklich darauf passen und ihr müsst erst bezahlen, wenn auch wirklich jemand eingestellt wird. Als OMR-Hörerin, Hörer spart man außerdem 500€ auf die erste Einstellung einfach auf instaffo.com. Da gibt es eine kurze Demo und man kann sich registrieren. Also instavo.com/OMR.
Und PR kommt doch, also ich meine, du hast mir im Vorgespräch gesagt, dass du irgendwie schon alle Medien rauf und runter gespielt hast, weil alle sich bei dir gemeldet haben und alle das spannend finden, was du machst.
Ja, vor allen Dingen, also gerade als wir angefangen haben, vor Launch noch und rund um den Launch, das war wirklich wild. Und man muss ja sagen, ich habe mit 23 gegründet. Also ich hatte keine Ahnung, was da auf mich zukommt, bis dann irgendwie noch vor Launch, ja, was ich vorhin erzählt habe, so die Bild dann mich auf jedem einzelnen meiner Kommunikationskanäle, beruflich wie privat, innerhalb von ein paar Stunden kontaktiert hat und so. Also das Interesse ist massiv und ich finde das toll, dass es so ist, und wir nehmen das gerne mit.
Eigentlich müsstest du jetzt ja ein anderes Interesse— damals war es ja wahrscheinlich so ein bisschen sensationell, eine Frau aus der Businesswelt, macht jetzt so eine Audioerotik. Jetzt ist es ja eher so, hey krass, was da für ein Erfolg entstanden ist.
Ja, ja, total.
Aber das gibt wahrscheinlich weniger Resonanz als dieses etwas Sensationelle, ne?
Doch, gibt's. Also doch, das passiert schon auch, dass jetzt viel auch über unsere Company Culture wird viel berichtet. Hat jetzt gerade Interview mit der Welt und so.
Also wie ist die Company Culture? Was ist da besonders?
Ich glaube, dass wir relativ progressiv unterwegs sind und viele Dinge anders machen.
Zum Beispiel?
Ach du, also von der Art und Weise, wie wir Feedback leben, zum Beispiel das, was ich da jetzt auch noch mal erzählt habe, ist, ich habe ein Konzept bei uns entwickelt, das heißt Radical Candor Lunch. Das ist im Kern die Idee, dass du ein Exit-Interview mit deinem Team führst, bevor es geht, also wenn es da ist, und aber du so offen und ehrlich Feedback bekommst, so was sind wirklich, was sind die Themen, wenn du jetzt gehen würdest, was wäre das Schlechte, was du über uns sagen würdest und so, ne. Also solche Fragen, die wir da Und das ist jetzt nur ein konzeptionelles Beispiel, aber im Kern geht es halt darum, dass wir eine Company Culture schaffen, die ganz, ganz stark auf dem Konzept von Radical Candor, also wirklich kritischem Feedback und Ownership, basiert. Okay, aber warum machen wir das? Weil du natürlich auch den Space, den wir revolutionieren, das kannst du nicht so sehr auf traditionelle Weise machen, glaube ich. Da brauchst du eine andere Art, an Dinge ranzugehen. Und so wie wir das im Produkt machen, machen wir das eben auch auf Company-Culture-Ebene.
Okay, und warum macht man nicht jetzt auch Video als Nächstes?
Weil ich total an den Audio-Use-Case glaube, für Frauen vor allem.
Bei Podcasts ist es ja so, dass irgendwie alle darüber gerade reden, dass so Podcasts auch immer mehr in so eine Videowelt hineinschwappen und dass man da auch auf den Plattformen verfügbar sein muss.
Also macht auch total Sinn, wenn du über Vermarktung denkst, aber bei uns ist ja der Use-Case ein anderer. Bei uns geht es wirklich um die Fantasie, um die Vorstellungskraft. Ich glaube, unser Produkt ist eines der wenigen, wo du ja einen Sinn weniger ansprichst, nämlich nur auditiv statt auch vielleicht visuell, und damit das Produkt besser und wertvoller machst.
Aber das heißt auch generell so, die ganz offensichtlichen Expansions, Video, Männerzielgruppe, das machst du alles nicht, weil aber in dem Kernthema noch so viel Wachstum drin ist, dass Glaube ich absolut, dass da noch so viel Wachstum drin ist.
Und für uns ist auch das Vertrauen in die Marke extrem wichtig. Ja, also wirklich, wir stehen für Female Gaze. Wir stehen dafür. Female Gaze ist die Idee, aus der weiblichen, aus der und für die weibliche Perspektive Content anzubieten. Und das machen wir aus Produktsicht, Also wie wir Content erstellen. Das machen wir aber auch damit, wie wir als Marke auftreten, wie wir ein Anlaufpunkt für die Community sind und so weiter und so fort. Also wir haben zum Beispiel auch super erfolgreich auf dem französischen Markt einen Brand-Podcast gemacht, der nur ja eigentlich im Kern aufklärt. Wir haben, wir machen viel auch Content auf Instagram und Co., der wirklich aufklärt. So, das sind für uns keine Conversion-Treiber per se, aber wir haben da Reels mit 3, 4 Millionen Views, weil die Menschen das interessiert. Das ist ein Grundbedürfnis, über das wir hier reden.
Aber am Ende kommt das Wachstum oder das Ganze alles aus Social Media, also Influencer oder Paid auf Meta. Also am Ende ist es irgendwie alles Social Media. Das heißt, die klassischen Medien spielen gar keine Rolle, also irgendwie Fernsehen oder irgendwelche anderen?
Nee, Stand jetzt fokussieren wir uns auf das, was wirklich profitabel skaliert. Und was ich schnell messen und iterieren kann. Und da sind das die Kernkanäle.
Und könnte man noch mehr da an Marketinggeldern, könnte man da noch mehr reinschütten, wenn man sie hätte? Oder merkst du das dann schon, die, die CPOs hochgehen? Okay, aber das ist ja so dann, wo alle im Performance-Marketing immer von träumen, nach dem Motto, oh guck mal, ich habe hier ein CPO und ich könnte noch viel mehr ausgeben. Da wirst du aber nicht nervös, dass man sagt, okay, jetzt brauche ich, muss ich mir irgendwie mehr Cash beschaffen, um da noch weiter zu wachsen?
Nee, ich glaube, dass wir— also mein Fokus bisher war wirklich einfach profitabel zu skalieren und da so schnell wie möglich natürlich voranzugehen. Aber klar, ich meine, ich gucke mir jeden Tag an, was wir da machen, und wenn ich dann jetzt sehe, wie wir zum Beispiel auch auf englischsprachigen Märkten sehr, sehr attraktive Unit Economics hinbekommen. Klar überlege ich mir schon so Dinge wie, wie könnte ich noch, wie könnte ich die Geschwindigkeit deutlich anziehen.
So klar, aber das heißt einfach nicht mehr Geld.
Das heißt, selbst du kannst auch viel über die Nutzung von AI in der Vermarktung und so weiter gehen.
Also ja, was machen wir denn da? Also mit AI, weißt du, das ist jetzt ein Podcast, wo ich jetzt AI an anderer Stelle machen sollte.
Ja, interessant. Naja, also am Ende geht es darum, bei uns ist ganz, ganz wichtig, wie wir— also du hast gerade schon angesprochen, das sind Performance-Kanäle, Performance-Marketing-Kanäle. Bei uns geht aber auch ganz, ganz viel darum über Storytelling. Wie finden wir die richtigen Hebel, um unser Produkt klar und attraktiv und plattformkonform an die Nutzer:innen zu bekommen? Und da geht es am Ende ganz viel— ein großer Hebel ist für uns wirklich Creative Testing. Und wenn wir da irgendwie, keine Ahnung, 20, 30, 100, 200 Mal so schnell Content produzieren können oder könnten, also heißt dann irgendwelche Banner produzieren, irgendwelche Clips produzieren, genau, Ads, Ad Creatives, dann ist das ein Riesenhebel.
Und auf der Content-Seite, ist da AI irgendwie für euch ein Thema, dass man sagt, okay, irgendwann braucht man keine Darsteller mehr oder auch keine Skripterin mehr, das macht dann alles die AI, die Stories, und das kommt dann alles irgendwie aus der Maschine?
Also wäre schon cool, dann würdest du noch mal dein Kostenpotenzial sparen. Ich wollte gerade sagen, also aus Gründerinnensicht, klar, würde ich dir gerne sagen, könnte, ist genauso, oder können wir genauso machen. Aber faktisch ist es so, dass unser Produkt, wir verkaufen am Ende ja ein Gefühl, so, ne, und unser Produkt ist auf Intimität, auf Echtheit, auf Menschlichkeit total angewiesen. Wir testen immer wieder, wir gucken ganz viel uns auch zum Beispiel Non-Speech-Voice-AI an, also das ganze, ich nenne es mal ASMR-Thema drumherum, ja, also Atmer, Lippenbewegung und so weiter. Aber gerade ist das noch so, dass du das sofort heraushörst, ob das echt ist oder nicht.
Ich hatte vor kurzem irgendwie ein paar so AI-Use-Cases, von denen ich überrascht war, gelesen, und zwar ist auch teilweise Leute, die jetzt aufgrund ihres Alters oder Behinderung oder Krankheiten nicht mehr so sexuell aktiv sein können, dass da AI wohl, also wahrscheinlich auch Audio, ich habe gar nicht drüber nachgedacht, welche Form von Content-Darreichung, aber dass das teilweise auch Telefonate so one-on-one und so ein großer Markt sein soll für solche Use Cases. Sind das auch Nutzer von euch, also die jetzt nicht mehr so selber aktiv im Game sind auf Tinder oder sonst wo und sich selber ihre Bedürfnisse stillen können, weil sie halt das gerade nicht können?
Bei uns sind eher, Stand jetzt, Ich glaube, auch aufgrund der Art und Weise, wie wir die Marke geformt haben, sind es eher jüngere Nutzerinnen. Also bei uns sind die so zwischen 20 und Ende 30 alt, sind Menschen, die gerne discovern wollen, die Sachen entdecken wollen, die ja Pleasure erleben wollen. So, also es ist noch mal eine andere Zielgruppe, glaube ich, aber kann ich mir auch gut vorstellen, dass das funktioniert.
Aber man kann nicht alle Zielgruppen parallel ausprobieren. Ich meine, wenn man so—
deswegen, wir sind total spezifisch, deswegen auch ein ganz klarer Fokus auf Frauen. Ganz klarer Fokus auf jüngere Menschen. Genau, ganz klarer Fokus auf— wir arbeiten wirklich so, dass wir uns einzelne Buckets rausnehmen, einzelne Challenges rausnehmen, die fokussiert lösen und dann zur nächsten gehen. Das siehst du auch an der Gründungsgeschichte, ne? Also von wirklich erstmal Product-Market-Fit und ein paar Marketing-Tests, jetzt haben wir uns auf den Marketing-Mix fokussiert, jetzt haben wir den geknackt und jetzt geht's gerade um Internationalisierung. Schritt für Schritt.
Aber also ältere Zielgruppen, ich kann mir das eigentlich schon ganz gut vorstellen, dass man das irgendwie, ja, wenn man, weiß ich nicht, wenn die Frauen 50, 60 werden, dann ist ja wahrscheinlich wie bei Männern auch immer noch eine Libido und erotische Bedürfnisse noch da, oder?
Total, total. Also glaube ich, ist ein großer Markt auch rund um Menopause und so weiter. Per se geht da ganz viel, aber genau, wir fokussieren uns jetzt erstmal auf die Jüngeren.
Okay, aber so Marketing-Stunts habt ihr eigentlich nicht gemacht, also Kinowerbung oder irgendwelche etwas aggressiveren Sachen, so Plakate, die so, es gab doch mal so Seitensprung-Portale, die dann so krass aggressiv geworben haben auf dem Alexanderplatz mit Plakaten und so. Aber man könnte ja mit eurem Thema, wenn man sagt, okay, ich muss jetzt hier, aber ihr macht das relativ, sagen wir mal, eher so normal.
Ich glaube, unser Thema ist auf jeden Fall aufregend genug und deswegen nutzen wir eher die die Marketingkanäle, die halt für uns gut funktionieren. Also ich schaue, warum sollte ich sowas machen? Und wir haben in der Vergangenheit auch schon mal so einzelne Dinge produziert und live gestellt und so.
Wie groß ist euer Marketingbudget? Wahrscheinlich ein paar Millionen jetzt jedes Jahr?
Ja, ja.
Überrascht dich das?
Nein, ich überlege nur gerade so, was man damit alles machen könnte jetzt neben der klassischen— Total, aber schau, du kannst ja Trikotsponsor hier bei Verena Posters Fußballclub werden oder so.
Ja, schreibe ich dir gleich mal eine WhatsApp.
Also irgendwelche Ideen, die so ein bisschen Story machen und so. Also ihr scheint jetzt nicht so auf diese großen Headline-Grabbing-Ideen zu gehen.
Nee, wir machen wenig, das stimmt, wir machen wenig so Branding-Stunts oder so. Wir gehen über unsere Community selber, also wir haben ja über die, keine Ahnung, allein auf Instagram haben wir glaube ich auch eine Viertelmillion Follower oder so. Genau, wir haben einzelne, also verschiedene Accounts.
Warum das?
Wir haben einen französischen und einen deutschen. Aber ja, ansonsten sind wir nicht die Brand Marketeers.
Ich meine, man muss sich das noch mal vor Augen führen. Ich habe im Vorfeld geguckt, ich glaube die Zeit oder der Spiegel, die haben so Größenordnung paar hunderttausend Abos und teilweise noch Print- und Digitalabos, wo die halt Nächten Wert verkaufen, mit Hunderten von Journalisten daran arbeiten und so, dann spielst du ja bald in derselben Liga von Abonnenten wie halt Spiegel und Zeit. Nur halt mit Evergreen-Content, der wird ja nicht alt. Also ich meine, das, was du einmal produzierst, das kannst du ja dann—
das ist ja viel geiler als Nachrichten-Content, das muss man sich ja klar machen.
Also Nachrichten-Content, da musst du am nächsten Tag schon wieder was Neues schreiben, um den Abonnenten irgendwie zu begeistern. Bei dir, du machst es einmal und dann kannst du wahrscheinlich damit noch Leute erotisieren 10 Jahre später.
Absolut, wir sind eines der Top-Content-Businesses in Europa, auf jeden Fall.
Aber dafür seid ihr fast underreported, also was ihr da so auf die Beine stellt.
Echt?
Ja, wirklich.
Und dein Plan ist auch, die nächsten 5, 10 Jahre machst du das?
Also mir macht das viel Spaß, was wir machen. Ich glaube, wir sind in einer Top-Lage gerade. Insofern, ich mache das jetzt auf jeden Fall mal noch ein bisschen.
Und ab und zu Leute, die das kaufen wollen oder so jetzt schon sagen, das würde ja ganz gut zu uns passen, wir als Spotify oder wir als Audible, oder wir würden da gerne selber mitgestalten? Gab es auch schon, oder?
Gab es auch schon.
Aber hast du dich bislang dagegen entschieden, offensichtlich?
Du, also es gibt ja immer mal wieder Leute, die dann sagen, dass sie es spannend finden.
Das heißt, du hast irgendwie auch so Übernahmeangebote, sowas auch ausgeschlagen, gesagt, nee, lass mal, noch nicht?
Also bis ein Übernahmeangebot zustande kommt, musst du ja erstmal auch ein bisschen reden. Und ich habe meistens vorher schon gesagt, hey, vielen Dank fürs Interesse, wir können gerne weiter in Kontakt bleiben.
Ist das ein bisschen vielleicht auch dieser Erfolg jetzt die Belohnung dafür, dass du dich überwinden musst, das zu gründen, oder zumindest sozusagen dich mit so diesem Thema auch Erotik so stark persönlich zu assoziieren? Das ist ja schon, also ich stelle es mir ein bisschen Überwindung vor. Was denken jetzt deine Eltern? Was denken jetzt deine Freunde aus der Schule nach dem Motto, die Julie, früher war sie doch irgendwie so eine gute Schülerin? Hier in der Nähe von Hamburg, und jetzt machst du da diesen Erotik-Kram. War das für dich eine Überwindung?
Nee, also was ich— nee, eine Überwindung war es überhaupt nicht, weil ich wirklich diesen— weil ich das so stark gesehen habe, den Need. Ich habe das wirklich gesehen. Ich saß mit diesen Freundinnen abends am Tisch und habe gesehen, dass jede einzelne davon sagt, es gibt— wir sind irgendwie alle sprechen über Female Empowerment, aber es gibt keinen Content dafür. So, das habe ich total gefühlt und total gespürt. Und trotzdem sind da natürlich Situationen, also ich weiß noch genau, als ich das meinem Dad erzählt habe, ne, so, meinte der, ja, also to be fair, ich habe dem, ich habe erst gekündigt und noch ein bisschen weiter dran gearbeitet und dem dann irgendwann gesagt, dass ich übrigens meinen Job gekündigt habe. Und das war schon ein interessanter Moment, so mit meinem Vater dann das erste Mal.
Ist er auch Unternehmer oder irgendwie?
Der hat auch einen Unternehmerhintergrund, ja, aber trotzdem, was verkauft er? Ja, der hat viel auch Beratung und Co. gemacht, so, so.
Okay.
Und habe dem dann, ja, musste dem aber natürlich dann trotzdem irgendwie erstmal erklären, wie ich glaube, dass die weibliche Sexualität funktioniert und wieso das hier irgendwie, warum wir ganz dringend ein Audioerotika-Produkt brauchen. Es war schon kurz so, das war kurz komisch, und dann hat er aber super schnell auch den Use Case einfach verstanden. Witzig war auch, als als ich es meiner Oma erzählt habe. Die hat damals dann erzählt, wie sie— kennst du noch den Quelle-Katalog? Ja. Ganz hinten gab es die Sextoy-Section. Dann hat meine Oma mir erzählt, dass sie sich erinnert, wie sie damals mit einer Freundin irgendwie das erste Mal ganz hinten die Sextoy-Section entdeckt hat und so. Also da siehst du einfach, dieses Thema kennt keine Grenzen.
Auch Generationen vor uns hatten schon Sex.
Ja, genau.
That's what I'm saying. So, es ist einfach ein Grundbedürfnis, ja. Also so, und mittlerweile, ich bin da, mir macht das, also ich habe da so viel die letzten Jahre drüber geredet.
Und wie groß bist denn du selber mittlerweile bei Instagram? Hast du da irgendwie auch relativ nennenswerte Follower?
Ich muss sagen, ich mache leider, oh Gott, ich mache leider gar nichts bei Instagram. Ich, bei LinkedIn mache ich ein bisschen was, so keine Ahnung, glaube 25.000 oder so.
Das ist eigentlich auch zu wenig für den, für die ganze Story und für den Erfolg und so, oder?
Ja, musst du halt mehr posten, wahrscheinlich fange ich jetzt gerade an. Okay, aber ich muss sagen, ich fand teilweise auch, also bei Instagram wirklich poste ich gar nichts, sonst glaube ich, keine Ahnung, wahrscheinlich 5000 oder so. Aber da habe ich, ich glaube, vor 3 Jahren das letzte Mal irgendwas gemacht.
Warum ist Instagram so mittlerweile?
Nee, einfach weil ich mich auf andere Sachen konzentriert habe, weißt du. Ich habe wirklich mich aufs Business konzentriert.
Stell dir vor, du kommst nach der Arbeit nach Hause und dein Keller steht unter Wasser. Die Nerven liegen blank, du bist gestresst und brauchst dringend Hilfe. Das Letzte, was du jetzt willst, ist eine blecherne Computerstimme, die dir sagt: Für Schadensmeldungen drücken Sie die 1. Aber mit ElevenLabs kann das auch so ablaufen: Hallo, hier ist Eleven.
Was kann ich für Sie tun?
Hey, ich habe ein Problem. Mein Keller steht unter Wasser.
Oh nein, das tut mir leid. Machen Sie sich keine Sorgen. Unser Ziel als Versicherung ist es, Ihnen das Leben in dieser stressigen Situation leichter zu machen und nicht noch zu erschweren. Ich nehme den Schaden für Ihren Keller sofort auf.
Aber wie kann das sein, dass KI so menschlich klingt?
Das ist der neue Expressive Mode von ElevenLabs. Ich erkenne den Stress in deiner Stimme und passe meine Tonalität an. Ich höre nicht nur Wörter, ich verstehe die Emotion dahinter. Ich kann seufzen, lachen oder wie jetzt einfach eine beruhigende Stütze sein, während ich parallel den Gutachter für dich buche.
Also echte Empathie skaliert durch KI. Große Player wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut nutzen diesen Service bereits, um Kunden wirklich abzuholen. Es ist nicht mehr Mensch gegen Maschine, sondern Maschine für den Menschen. Erlebe die Zukunft der Kundeninteraktion auf elevenlabs.io/omr. Und ja, auch meine Stimme wurde mit ElevenLabs erstellt.
Du wirkst, wenn man das hört, dann so mega. Ist das Erfolgsgeheimnis vielleicht, dass du dann so krass fokussiert sein kannst? Also warum gibt es nicht jetzt 20 andere Beispiele wie dich? Also ist ja super wünschenswert für unsere Gesellschaft. Firmen, die funktionieren mit wenig Funding, was Großes oder was Erfolgreiches bauen. Was, also du hast natürlich ein gutes Thema getroffen offensichtlich, aber dann versuche ich noch nach anderen. Also bist du dann auch so, dass du dann total intensiv sein kannst und dann so Tag und Nacht und da bis nachts um 2 irgendwas sitzt und dann morgens um 6 weitermachst und alles andere wegblockst?
Ja, Tendenz Fokus. Also ich habe ein großes, ich glaube, ich habe sehr großes Durchhaltevermögen und das gerade bei dem Thema brauchst du es auch, ne? Weil wie gesagt, anfangs total unbekannt, dann brauchst du erstmal irgendwie Zeit und auch Ausdauer, damit irgendwie, damit du diese Schwelle überschreitest, wo Leute dann ja, erst verstehen, was das Produkt ist und so. Ich glaube, das ist ein großes Thema. Ich glaube schon, ich bin gut darin, dann auch Netzwerk aufzubauen und immer viel zu lernen. Ich bin super neugierig, also ich liebe es, mein größter Treiber, Progress und Dinge zu lernen. Das heißt, ich liebe auch so Coaching und solche Sachen und versuche einfach die ganze Zeit, immer besser zu werden. Und das, klar, führt dazu, dass ich jeden einzelnen Tag aufstehe und sehr stark intrinsisch motiviert bin, unser Produkt, unser Marketing, was wir tun.
Aber du arbeitest 7 Tage die Woche?
Mittlerweile bin ich auch sehr gut darin, mal gelernt zu haben, dass man auch mal eine Pause braucht. Aber ich liebe einfach das, was wir tun. Also ja, ich arbeite schon viel, ich arbeite schon viel, aber ich mache auch gerne Sport, ich reise gerne, ich mache gerne was mit meinen Freunden und Freundinnen und so. Mache schon auch andere Dinge.
Aber ja, und am Ende, wenn man sich überlegt, jetzt habe ich gerade 100 Millionen gesagt, ist das schon auch richtig, richtig erfolgreich. Also es gibt jetzt ja gar nicht so viele Gründer, Gründerinnen in Deutschland in den letzten Jahren, die jetzt von ihrem eigenen Anteil, wenn du es verkaufen würdest, wenn das jetzt jemand bezahlen würde, dann wäre es ja schon, könnte man ganz gut mit klarkommen.
Auf jeden Fall.
Aber machst du dir nicht viel Gedanken drüber? Du, wie gesagt, ich fokussiere mich gerade drauf, einfach, dass es ja auch eine Chance gäbe zu sagen, okay, Ich lasse andere Leute weitermachen und kann damit dann irgendwie schöne Reisen machen und mir ein schönes Haus kaufen, mit meiner Familie, keine Ahnung, das Leben genießen.
Das ist ein spannendes Business, Punkt. Und es ist für mich ein spannendes Business und es ist für andere ein spannendes Business. Aber wie gesagt, wir sind gerade an einem ultra spannenden Zeitpunkt. Warum sollte ich jetzt rausgehen?
Warum? Ja, weil dir jemand ein gutes Angebot macht. Aber es gibt kein—
I keep you posted.
Ah, okay.
Aber das heißt, es könnte sein, dass du auch schon Okay, okay.
Ich sag nichts. Ich sag gar nichts.
Okay, okay. Wie viel Plays habt ihr im Monat?
Boah, im Monat.
Wie viele Streams?
Also ich kann dir sagen, wir haben letzten Sommer 170 Millionen geknackt. Total.
Im Monat?
Nee, das wäre schön. Total, total.
170 Millionen Plays?
Ja, also.
Aber da habe ich ja. Jetzt haben wir. Ich wollte es gerade. Ich war jetzt gerade so mutig in meinem OMR-Podcast hier in Vermittlungssätzen. Wir haben ein bisschen mehr als eine Million Plays im Monat. Dann haben wir jetzt ja gar nicht so viel unterschiedliche Plays. Also Plays, weil ich meine, ich mache 12 Millionen Plays im Jahr dann offensichtlich so hier mit YouTube, wahrscheinlich sogar noch ein bisschen mehr. Und dann hast du ja wahrscheinlich jetzt klar, du wächst anders und du bist alles anders.
Aber ich wollte nur mal so die Plays verstehen.
Ja, du, Frage ist ja, was ist dein Use Case?
Ja, ja, das weiß ich schon.
Aber unser Use Case hat eine natürliche Cap. Das ist kein Daily-Usage-Produkt und das ist auch total okay.
Also die Usage ist dann auch so ein am Ende Orgasmus oder?
Je nach Zielgruppe, aber genau ist einer unserer Main, also ist unser Main Use Case.
Und das hat man ja nicht jeden Tag so ungefähr oder? Also kannst du zumindest, du kannst, du hast.
Also manche schon, wir haben auch Very Heavy User.
Oh no, ja.
Wir haben Very Very Heavy User.
Okay, also die nutzen das dann mehrfach auch gerne mehrfach am Tag.
Ernsthaft?
Yeah. Ach du, da gab es auch, du, unsere Daten sind ein Highlight. Wir haben damals als als Corona kam und dann die Menschen halt im Homeoffice waren, hast du auf einmal— normalerweise ist unser Usage-Time natürlich eigentlich eher am Abend— haben wir dann auf einmal in der Lunchbreak einen Peak gesehen. So, also das ist, du kannst, das ist ein, du siehst, das ist einfach alltagsrelevant für die Leute. Ja, du kannst daran Dinge ablesen, so wie die Usage-Zeiten sich verändern.
Du kannst ja auch ein bisschen gucken tatsächlich, ob die Leute im Homeoffice auch arbeiten oder halt andere Sachen machen.
Zum Beispiel. Also die hatten auf jeden Fall, wie gesagt, Stress Release ist auch einer unserer Use Cases, der war auf jeden Fall in der Corona-Zeit sehr gut.
Wie lange nutzt man das dann? Also hört man so 10 Minuten oder 5 oder 20?
Genau, die Audios sind so zwischen wenigen Minuten, sonst gibt's auch Audios mit so 3 Minuten bis hin zu, ja, so 15, 20 Minuten lang. Und je nachdem, wie viele du dir anhörst, aber im Schnitt würde ich sagen, sind so 15 Minuten guten Session Time.
Und wer unterstützt dich jetzt so? Also bei all den ganzen Fragen, jetzt nochmal Finanzierungsrunde machen, ja oder nein, so eine Firma führen, jetzt nicht zu sehr abzudriften, total super progressiv, und dann den Fokus zu verlieren darüber, aber gleichzeitig auch irgendwie nicht zu business-minded zu sein, so die richtige Mischung zu finden, die man wahrscheinlich braucht, und gute— ich meine, jetzt bist du jetzt auch noch nicht so alt— die richtige Führungspersönlichkeit zu sein. Es gibt jetzt ja keinen Chef in dem Sinne, und auch du bist ja recht jung Gründerin geworden. Also gibt es irgendwen, der dich da Das heißt, deine Eltern oder irgendwelchen Angel, oder wer macht das?
Ich habe ganz tolle Coaches, mit denen ich wirklich so Strategie und ja Strategiethemen viel bespreche.
Also was was für Coaches sind das auch von von Business Coaches oder?
Genau, also das sind einfach selbst ehemalige Unternehmer und Unternehmerinnen, die auch große Companies aufgebaut haben und mit denen ich dann regelmäßig alle zwei Wochen oder so spreche. Und da geht es dann um strategische Fragen, um Leadership-Themen, aber auch um teilweise auch so, wie geht es mir persönlich damit gerade, ja, was beschäftigt mich persönlich, weil wenn ich nicht leisten kann, dann klar schlägt das über auf die Company.
Wie hast du die gefunden, diese Coaches?
Tatsächlich über EO damals, Entrepreneur Organization.
So ein Unternehmerzirkel, den gibt es in verschiedenen Städten, wo man einen gewissen Mindestumsatz machen muss und dann wird man da im Zweifel eingeladen und dann ist man einmal im Monat in so einer Gesprächsrunde.
Genau, genau, da habe ich super früh gestartet. Also da war ich glaube ich nach dem ersten Jahr oder so dabei. Und genau, habe dann da auch so ein, zwei Jahre das mitgemacht, immer die Gesprächsrunden und die Trainings da. Und dann habe ich gemerkt, okay, jetzt ist irgendwie an der Zeit, dass ich einfach one-on-one jemanden brauche, der da die Company auch besser kennt und so. Genau.
Krass, also Glückwunsch, wirklich coole Geschichte. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn es davon noch viel mehr gäbe, weil Arbeitsplätze aus Deutschland heraus vielleicht irgendwie, also noch ist es wahrscheinlich nichts so europäisches Business, sagen wir zumindest mal, aber es könnte ja wirklich ein globales Business werden, wenn du es jetzt weiter beschleunigst und hinbekommst. Und ja, also ich glaube, für viele absoluter Traum, was du da gefunden hast.
Dankeschön.
Am Ende die Hemmschwelle irgendwie übersprungen, habe ich jetzt mir noch mal gemerkt, sowohl inhaltlich als auch überhaupt das zu machen, selbstständig zu werden. Aber natürlich wahrscheinlich auch ein Umfeld gehabt, so war damals bei XING, wenn du da schon so Akquisitionen mitgemacht hast, dann ist natürlich super nah dran an, wie geht Gründen, was, wie machen das Gründer dann. Das hat dich der Job natürlich auch schon da sehr, sehr gut rangeführt vielleicht, ne?
Also ich bin super dankbar für die Zeit damals und habe ganz, ganz viel gelernt. Ich muss aber sagen, dass mein damaliger Chef hat zu mir gesagt, Hey, du solltest wirklich Gründerin werden. Und ich war so, wovon redet der? Also ich hatte das für mich selber gar nicht auf dem Schirm, wirklich gar nicht. Es war wirklich die Idee, es war wirklich die Idee. Mich haben auch vorher schon Gründer mal gefragt, ob sie ein zweites Business, was die aufbauen wollten, ob ich irgendwie mitgründen will und so. Das hat mich nie, es hat mich nie gecatcht. Und ich habe es auch, ich hatte damals auch bei New Work auch wirklich, also wurde da sehr gefördert. Die haben mir angeboten, das Studium, Master zu finanzieren und so weiter und so fort und mich da noch weiter dann auch zu halten. Aber das war für mich nie, also Gründen war damals nicht auf der Agenda. Es kam wirklich über die Idee, das ist Herzensgründung.
Ja gut, okay, dann ist es umso besser. Aber auf der anderen Seite, wenn du es dann jetzt einmal wirklich weggeben solltest und dann hörst du auf damit, dann ist es auch wahrscheinlich sehr schwer, wieder was Neues zu finden. Vielleicht auch nicht, vielleicht findet man auch dann wieder, wenn man ein bisschen rumguckt.
Ich bin eine sehr neugierige Person, ich bin optimistisch, dass mir selbst da was einfallen würde. Du, und das Leben besteht ja auch aus ganz vielen, ganz vielen Dingen. Also, und gerade wie gesagt, bin ich sehr happy da, wo ich bin.
Okay, okay. Also, wer es selber ausprobieren möchte, die Damen, die hier zuhören, wahrscheinlich im Ersten, femtasy.com ist es, ne?
Genau.
Und dann kann man sich anmelden. Und genauso, vielleicht kann ich ja noch irgendwie Gratiscodes posten oder so was.
Ja, guck mal, wir machen Philipp10.
Genau, genau.
Die nächste Influencer-Marketing-Erfolgsliste kommst du dann auch mit drauf.
Alles klar, vielen Dank.
Cool, danke dir. Ciao, ciao.
In eigener Sache, und zwar werde ich doch seit Jahren wirklich häufig gefragt, ob mir für eine offene Stelle irgendwo jemand einfällt, und zwar als Arbeitnehmer, als Mitarbeiter an einem spannenden Projekt, in einem größeren Unternehmen, wie auch immer. Vom High-Profile-Job bis zum ganz normalen Profil ist alles dabei. Und häufig ist mir wirklich schon mal jemand eingefallen und ich habe Intros gemacht, Leute zusammengebracht, dann kam häufig Monate später eine WhatsApp mit Danke, heute ist mein erster Arbeitstag oder Danke, passt perfekt. Wie auch immer, meistens hatte ich schon längst vergessen, dass ich da zwei Seiten zusammengebracht hatte. Und genau das möchte ich jetzt etwas professioneller aufziehen. Deshalb haben wir nach einiger Zeit des Testens jetzt ein eigenes Produkt erschaffen innerhalb von OMR, und zwar OMR Executive Search. Haben dafür extra einen neuen Kollegen an Bord geholt, und zwar den Sebastian Herrgott. Also ja, wirklich Herrgott. Er ist seit ganz vielen Jahren in der Branche und bringt genau solche Leute aus der Branche zusammen und hilft mir dabei. Wer also jetzt hier zuhört und gerade jemanden sucht auf Leadership-Ebene oder auch einen drunter im Marketing, in Digital, in Sales, in KI, dann schreibt uns bitte an ahead@omr.com. A-H-E-A-D ahead@omr.com. Das erste Gespräch mit Sebastian oder mit mir kostet gar nichts. Wir hören einfach zu, was oder wen ihr sucht, und dann wird der Sebastian oder auch ich für euch aktiv werden. Also meldet euch bitte, auf geht's! Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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