Harry Kane als Investor: 3Bears-Gründerin Caroline Nichols (#818)
13 Jul 2025 · 60 min
In this OMR Podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews Caroline Nichols, co‑founder of Three Bears, a German brand that sells ready‑to‑eat porridge, overnight oats and cereal products. Caroline recounts her personal journey from studying cultural studies in Passau, through a market‑research role at Tesco in London, to spotting a rapid growth trend in "hot cereals" and deciding to launch a premium, fruit‑sweetened porridge in Germany. She describes the early bootstrapping phase with a €10,000 personal investment, DIY product development, and leveraging press coverage to gain the first retail listings. The conversation covers the branding process (initially "Mottkorn" then "Three Bears"), the first production partnership with a small baker, and the launch of an online shop on Shopify/Squarespace. Caroline explains the strategic appearance on the TV show "Die Höhle der Löwen", where the company sold 30 % equity for €150,000 to Frank Thelen and Juliette Williams, gaining massive media exposure. She details subsequent growth to €15‑16 million annual revenue, a roughly 30 % year‑on‑year increase, and a balanced 50/50 online‑offline sales mix. The interview delves into the recent minority equity investment by football star Harry Kane (≈5 % stake) and co‑branded cereal launch, as well as other football‑player investors. Caroline outlines the current distribution network (Edeka, Albert Heijn in the Netherlands, other German chains) and the importance of influencer marketing, press, and Meta ads. She discusses product differentiation (Nutri‑Score A/B, fruit‑based sweetening, overnight oats), the couple’s internal role split (Caroline on brand, sales, product; Tim on finance, logistics), and the decision to stay bootstrapped while considering a future funding round. Future plans include deeper internationalisation, new product categories, a subscription model, and scaling the team. The episode also contains sponsor reads for Qonto, Hiscox, eGym, and Scalable Capital.
Chapters
Als wir uns in den letzten Jahren gefragt haben, aus welchen Industrien wohl spannende Podcast-Gäste kommen könnten, dachten wir auf jeden Fall Technologie, KI, Marketing natürlich. Aber wo sie häufig wirklich herkommen, ist Food. Von der Quality Group mit ESN und Moore bis Gustavo Gusto, von Hitchies bis zu Sunday Natural. Da tut sich einiges, da gibt es spannende neue Persönlichkeiten und Geschichten. Und genau so eine ist auch die Caroline Nichols. Also englischer Nachname, deutscher Vorname. Warum, erklärt sie gleich. Sie erklärt auch, warum Ihre Firma Three Bears heißt und am Ende Porridge, also Haferbrei, verkauft. Was ist da die Marktlücke gewesen? Wie groß ist die Firma? Wie kommt es, dass Harry Kane bei ihr investiert ist? Außerdem habe ich mitbekommen, neben Harry Kane hat sie mir gar nicht so offen erzählt, mittlerweile eine ganze Reihe von anderen Fußballern bei Three Bears investiert. Was ist da los? Die ganze wirklich inspirierende Selfmade-Geschichte von null auf Harry Kane jetzt mit Caroline Nichols.
Auf geht's! Let's go!
Go, go! Herzlich willkommen! Willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem: Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt es bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundensupport, und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Kontoo wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Wir sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Kontoo einen sehr, sehr guten Job Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Hallo Caro!
Hallo Philipp!
So, du bist irgendwie gebürtig aus München?
Nee, aus Ansbach in Franken.
Ja, okay, aber die grobe Ecke stimmt.
Ja, Süddeutschland.
Erzähl mal so ein bisschen deinen Karrierepfad. Wie bist du zur Gründung von dieser Firma gekommen?
Ja, wo fange ich an? Also ich habe in Passau studiert. Ich komme aus Süddeutschland, habe in Passau studiert. Kulturwissenschaften.
Home of my Müsli damals.
Home of my Müsli. Da habe ich auch sogar teilweise gejobbt. Da gab es den ersten Mal Müsli Store.
Ja, die kommen auch daher, die Jungs. Das war doch wahrscheinlich die erste Inspiration.
Da kommen die ganzen Cerealien her.
Ich wollte gerade schon so eine neue Storyline kreieren. Guck mal, Passau und das. Aber okay, scheint nicht zu stimmen.
Man konnte damals noch kein Unternehmertum studieren. Also ich bin Diplom-Kulturwirtin. Totally random. Man macht alles und nichts. Und ich bin dann damals danach, also währenddessen schon nach England gegangen, habe dort Auslandspraktikum gemacht, meinen Mann kennengelernt. Der heißt Tim Nichols. Deswegen denken auch viele oft, ich heiße Caroline. Aber ich hieß früher Steingruber. Also schon sehr bayerisch. Und dann Long story short, nach dem Studium sind wir zusammen nach London gegangen. Ich habe in der Food-Branche angefangen zu arbeiten, in der Marktforschung, also für Tesco im Endeffekt, für den Marktforschungsagenturarm. Und da sind so 2 Sachen passiert. Ich habe zum einen in den Zahlen halt einfach gesehen, okay, crazy, Hot Cereals hieß es damals, Porridge ist total am Aufsteigen einfach. Also Traditional Cereals waren im Decline, Hot Cereals total am Wachsen. Und dann kam so das Zweite dazu, dass ich, egal wo ich in London war, Cafés, im Office, alle haben einfach nur noch Porridge gegessen und ich hatte immer, und darüber spricht immer keiner so gern, aber ich hatte schon immer, seit ich denken kann, Probleme mit meinem Darm. Reizdarm, ist ja auch eine Volkskrankheit, und habe dann auch irgendwann gedacht, ja okay, dann probiere ich das halt auch mal. Ich bin so mit Brot, Brezen groß geworden Und das klingt jetzt echt blöd und es soll jetzt auch keine emotional Story sein, aber es hat mein Leben verändert, weil ich tatsächlich einfach so in Balance— der Darm ist ja auch ein großes Organ neben Herz und Hirn, für alles für uns so wichtig. Und das hat mein Leben so verändert, dass ich dachte, okay, da ist jetzt ein Markt, der krass wächst. Porridge. Ich selbst habe festgestellt, was für einen krassen Impact es auf mich haben kann, wenn ich jeden Tag mit Porridge starte und warum gibt es das in Deutschland noch nicht? Und das war vor 10 Jahren, vor 11, 10 Jahren, als wir die Idee hatten. Dieses Buch Da mit Scham, ich weiß nicht, ob du es gehört hast, ist alles voll durch die Decke gegangen. Es ging auch so, Weizen ist schlecht, und also es war so Awareness da. Und das war eigentlich so der Punkt, dass ich gesagt habe—
Aus dem Marktforschungsjob in London heraus dann eine Firma in Deutschland zu gründen, ohne jetzt jede Gründererfahrung abseits von meinem Müsli-Jobben. Ist ja schon auch ungewöhnlich.
Ja, also wir waren völlig naiv. Keine Ahnung.
Und dann haben wir das beide gemacht.
Ja, weil also ich wollte eigentlich nicht unbedingt gründen. Ich bin auch eher ein sicherheitsliebender Mensch. Ich weiß nicht, wie ich hier gelandet bin. Aber Tim meinte immer so, der war schon so ein bisschen purpose lost, also so im Job. Der kam eher so Finance, Logistics, meinte so, boah, ich will irgendwie mehr vom Leben als angestellt sein und für andere Geld verdienen. Und ich war eigentlich ganz happy, fand es auch super spannend. Ich habe London geliebt. Und dann dachte ich so, dann habe ich aber den Need so krass gesehen. Dann fing ich an, in Deutschland immer wenn ich zurück war, zu recherchieren. Dachte so, bin in die Supermärkte gegangen, dachte, da ist so eine Lücke für dieses Produkt einfach, ne. Es gab kein Porridge. Und dann war einfach irgendwann der Ehrgeiz, glaube ich, so groß. Ich habe einfach diesen Market Need so krass gesehen, dass ich dachte, wenn wir das jetzt nicht machen, dann macht es jemand anders.
Wie fing man das dann an? Also kommt man erstmal wieder nach Hamburg oder nach München gezogen oder nach Bayern gezogen?
Also ich war dann auf einmal on fire. Ich habe gesagt, wir müssen es machen. Da hatte Tim dann aber auf einmal einen Vertrag, der hat dann als Contractor gearbeitet. Er so, ja, ist jetzt eigentlich ganz geil, würde ich gerne noch ein bisschen bleiben. Da habe ich gesagt, dann gehe ich alleine. Also wir sind dann echt, also wir haben uns nicht getrennt oder so, aber ich bin einfach schon mal voraus, habe dann bei einer Markenagentur angefangen, weil ich auch dachte so, Da will ich eigentlich noch ein bisschen was lernen, wie man so eine Marke aufbaut. Ich bin jeden Morgen um 5 Uhr morgens aufgestanden, habe halt vor der Arbeit schon versucht, viel am Konzept zu arbeiten. Ich habe Mühlen angerufen, weil ich dachte, gut, wer kann jetzt hier mir Cerealien mischen? Wochenenden haben wir verbracht, wir haben alle Trockenfrüchte gekauft, die man sich denken kann, so zu Rossmann, dm, haben in der Küche einfach rumgemischt, weil ich gesagt habe, okay, also wenn wir das machen wollen, dann müsste es das geilste Porridge sein, das du dir vorstellen kannst. Es muss anders sein als alles, was es auf dem Markt gibt. Und da war für uns immer klar, es muss halt einfach mega lecker schmecken. Es muss weggehen von diesem Image breiig, haferschleimig. Also es ist ja nicht positiv besetzt, dieses Produkt. Und dann hatten wir irgendwann so 3 Mischungen. Die erste Sorte war Apfel-Zimt. Meine ganze Agentur hat immer nach Apfel-Zimt gerochen. Alle haben einfach nur verkostet.
Fokus, Fokus, ohne Ende. Deine Agentur war dein Hauptjob damals ja noch.
Ich war da, ja, ja, ich war die ganze Zeit noch in der Agentur.
In München dann aber?
Ja.
Und nebenher hast du dann da schon noch mal Sachen hinbestellt und dann da Verkostungen gemacht mit den Kollegen? Das ist ja auch entspannt von deinen Arbeitgebern, dass die machen, ja, du kannst alles hier machen.
Ich habe sehr früh sehr transparent zu meinem Chef gesagt, du, ich sag's dir ganz ehrlich, es ist eine Zwischenstation. Ich gebe für euch alles. Also ich habe ja auch wirklich für die schon viel gearbeitet, aber ich bin nebenbei schon an dem. Und ich glaube ehrlicherweise, dass er nicht gedacht hat, dass ich das wirklich mache. Witzigerweise übrigens, in der Agentur war auch der Gründer von Reishunger, und als ich ihm das dann gesagt habe damals, meinte er so, boah, nicht der Nächste, der jetzt hier mit so einem Food-Startup wieder abhaut. Aber ja, also irgendwann, genau, aber es war schon naiv.
Und hast du dann auch irgendwann gesagt, okay, jetzt nach den ersten Mischungen und dann kündige ich, oder war das dann schon der erste Umsatz da und so?
Nee, nee, nee, da war ja noch überhaupt keine Marke. Also wir haben tatsächlich, es war wie so ein kleiner Hürdenlauf, immer wenn du so Ah, da kommt die nächste Hürde. Ah stimmt, wir brauchen ja noch eine Marke. Also dann irgendwie Markennamen. Du fängst dann mit einem weißen Blatt Papier an und wir hatten auch vorher noch nie gegründet. Also so first. Ich hatte auch keine Ahnung von, wie viel Geld wir brauchen werden und so. Dann haben wir irgendwie irgendwann einen Produzenten gefunden. Dann haben wir die Marke entwickelt.
Wo kommt denn der Markenname her? Also Three Bears, drei Bären?
Der kommt von einem englischen Märchen von Goldglöckchen und den drei Bären. Hast du noch nie gehört? Ist in England, Amerika riesengroß. Also wenn du Three Bears sagst—
hilfreich für den deutschen Markt.
Wir waren irgendwann so verzweifelt. Wir hatten einen Markennamen vorher. Ich weiß noch genau, wir saßen dann zusammen. Irgendwann habe ich gesagt, ich habe keine Ahnung, wie wir uns nennen sollen. Uns war wichtig, dass wir kernig sind, dass rüberkommt, das ist so. Dann wollten wir uns Kernstück nennen, weil es kerniges Porridge sein soll. Und dann habe ich irgendwann— und immer waren die Domains vergeben. Wir saßen mit dem Laptop. Und dann hatten wir irgendwann, kam dann auf einmal Mottkorn raus.
Mottkorn?
Ja, das war unser erster Markenname. Von Haferkorn mal modern, war meine Überlegung. Tim, der natürlich super schlecht Deutsch spricht, er so: Mottkorn sounds a bit shitty. Und ich habe ihn dann quasi so überredet. Und als wir dann den Produzenten gefunden haben, weiß ich noch, dass ich ihn da so überredet habe, für uns das erste Mal zu produzieren. Da meinte er so: Ja, wie heißt denn das Ding überhaupt? Ich so: Ja, Mottkorn. Und der sah mich echt an, der so: Das könnt ihr nicht machen. Also Mordkommission, Lebensmittel-Motte, Modrik. Wirklich, da habe ich diese ganzen Assoziationen hingeschmissen. Und dann ich so, okay, okay. Und ich bin eigentlich gern so ein Listenabarbeiter. Ich denke so, geil, next step. Und dann bin ich einfach zu Tim nach Hause, ich so, du, ich glaube, wir müssen noch mal einen Markennamen. Und dann haben wir einfach 100 Freunden eine E-Mail-Survey geschickt, weil er kam schon immer so auf diese Idee Three Bears. Und ich habe gesagt, kennt keiner in Deutschland. Ich glaube nicht, das wird funktionieren. Und haben die dann da abstimmen lassen mit verschiedenen Namen und dann kam Three Bears raus. Und ganz ehrlich, die Leute assoziieren so, das ist so die Marke mit den Bären und das passt irgendwie. Wir merken jetzt, wo es an Internationalisierung geht, dass es tatsächlich auch positiv sein kann.
Wer war der erste Produzent? Habt ihr dann eine Mühle gefunden tatsächlich oder einen Mühlenbetreiber?
Nein, wir haben einen alten Bäckermeister gefunden, Der hat damals für ein anderes— ich war dann irgendwann so verzweifelt, weil ich festgestellt habe, dass die Mühlen, diese Mühlenshops oft alle gar nicht mehr selbst produzieren. Da gibt es dann große Produzenten, da machen die einfach mal die Sticker von der jeweiligen Mühle drauf, Dorfmühle soundso, und es gibt da gar nicht unbedingt— und dann hatte ich einen alten Bäckermeister gefunden über ein anderes Startup, und zu der Zeit gab es ja nicht viele Startups im Supermarkt. Es gab irgendwie eben mal Müsli, Und dann habe ich ein Startup, kann ich auch hier sagen, also ist jetzt ein guter Freund, Coawach. Kennst du die? Die machen Kakao mit Guarana und die hatten diese Packungen überall bei Edeka. Und dann habe ich gedacht, ich schreibe denen jetzt einfach, wo lassen die das mischen? Weil im Endeffekt, wer Kakao mischen kann, der kann vielleicht auch so für mich. Und so kamen wir dann zu dem ersten Produzenten.
Okay, und dann hattet ihr also Produzenten, also die Marke, dann habt ihr irgendwie Verpackung, das Ganze macht dann der Produzent. Was hat denn der ganze Ramp-up, so die erste Phase überhaupt gekostet?
Also wir sind mit 10.000 € gestartet, Erspartes. Die waren dann weg nach der ersten Produktion. Dann haben wir den Onlineshop angemacht, den haben wir auch selbst gebaut. Mit Shopify? Nee, wir sind dann relativ früh zu Shopify. Es war glaube ich noch irgendwie Square.
Squarespace? Ja, natürlich. Squarespace ist unser Partner hier. Das passt mal ganz gut. Damit kann man anfangen. Man kann die Domain hosten, haben ganz viele Tools, kenne ich.
Und dann hat— wir haben uns immer alles selbst beigebracht, weil wir einfach gesagt haben, vielleicht ist es Das ist ja eine totale Schnapsidee. Wir geben uns 6 Monate, wir gucken, wie weit wir kommen. Dann haben wir den Onlineshop angemacht und wir hatten auch keine Ahnung von Online-Marketing und auch kein Geld mehr. Dann haben wir gesagt, okay, wie machen wir jetzt weiter? Dann sind wir über Presse relativ gut gewachsen. Also ich glaube ja auch noch viel an Presse tatsächlich und wir hatten dann einen Süddeutschen-Artikel. 2 große Seiten: Dieses Startup will die Brezel angreifen oder so. Also es war ja auch die Story, war so random irgendwie. Jetzt bringen die ja Porridge nach Deutschland. Also viele haben mich auch ausgelacht.
Ist denn Porridge ein Produkt, das so ungewöhnlich ist? Weil ich meine, Porridge schon länger zu kennen, auch so aus USA-Zeiten und so, Osterschulter und dann irgendwie da immer schon Porridge irgendwie auch erlebt. Und in Deutschland gab es das ja irgendwie auch. Ja. Meine ich schon jetzt nicht erst seit euch. Es war irgendwie da. Es war jetzt halt nicht so modern und cool und breit, aber es war irgendwie schon da. Man konnte schon Porridge auch kaufen und machen. Und es ist ja bis heute jetzt auch nichts, was eine Rocket Science ist. Kann man jetzt nicht patentieren oder so. Es fühlt sich jetzt nicht so wahnsinnig differenziert an.
Ja, ja. Das war immer das, was der Tim auch gesagt hat. Das ist ja keine Rocket Science. Also erstens mal ja, es gab auch vor uns schon Menschen vor 10 Jahren, die in Deutschland sich vielleicht Porridge mal zubereitet haben mit Basic-Haferflocken. Aber es gab im Supermarkt tatsächlich kein Porridge-Offering. Gab es nicht. Es gab, als wir gestartet sind, so im Reformhaus im Bio-Bereich so ein bisschen so Hildegard-von-Bingen-Brei tatsächlich und so, oder Guten-Morgen-Brei. Die hießen auch so, die heißen auch heute noch so, aber dass jemand quasi Also cleane Fertigmischungen, das war ja immer so unser Ansatz. Wir bieten dir alles in der Mischung schon an. Du hast gefriergetrocknete Erdbeerstückchen drin, du hast Apfel drin, du hast Zimt drin. Wir süßen nur mit der Frucht und wir haben so eine kernig-cremige Konsistenz. Es ist einfach deine No-Worries-Mischung. Genauso wie du dir ja auch sagen könntest, ich mische mir ja mein Müsli zu Hause selbst an. Machst du aber auch nicht. Und der Müslimarkt ist in den 80ern damals gestartet und ist groß mittlerweile, sind wir halt schon so rangegangen, dass wir gesagt haben, wir starten diese Kategorie Porridge und die gab es da nicht und die gibt es mittlerweile schon, weil in jedem Supermarkt, in den du gehst, hast du jetzt die altbekannten Marken, die dann auch auf einmal ihre Flocken in Porridge auf den einen oder anderen Art machen.
Mittlerweile machen das auch viele andere und also dieser Edge, den ihr hattet, der war dann schnell einholbar, oder weil die, sagen wir mal, Incumbents, so heißt es ja immer, so diese bestehenden Firmen haben halt dann nämlich schnell begriffen, okay, das ist jetzt hier ein neues Thema, mischen wir jetzt auch mal Porridge rein, da Porridge ruckzuck. Ich habe mal geguckt, wer macht jetzt alles mittlerweile Porridge? Sag mal so die wichtigsten Wettbewerber, die ihr da habt, die jetzt alle unterwegs sind in dem Bereich.
Also Köln macht natürlich auch Porridge, Vitalis hat dann angefangen Porridge zu machen, sogar Ruf, die kennt man so aus dem Backwarenbereich. Es gab dann die ganzen Eigenmarken natürlich, Alnatura hat Porridge gemacht, Seitenbacher.
MyMüsli hat auch Porridge?
MyMüsli hatte davor schon Porridge gemacht, hatte nicht funktioniert und hat dann auch noch mal neu aufgelegt.
Koro macht Porridge?
Ja, aber tatsächlich nur Proteinporridge, nur ein, zwei Sorten. Also das ist—
Müssen wir ein bisschen mehr machen vielleicht? Bei Koro sind wir ganz klein beteiligt.
Ja, vielleicht. Ich kenne den Florian ganz gut.
Florian, mach mal ein bisschen mehr Porridge!
Ja, nee, aber ja, und es ist ja eigentlich eher ein Kompliment. Also ich weiß, das sagt man immer so, aber es tut natürlich auch der Marke trotzdem gut, wenn es auf einmal eine ganze Area gibt im Supermarkt. Ich glaube, das war schon auch so. Wir waren dann bei der Höhle der Löwen relativ kurz nach Gründung. Wir hatten gerade unsere erste Praktikantin eingestellt. Dann sind wir dahin und konnten auf so einer großen Plattform die Geschichte erzählen.
Ihr habt noch nichts im Handel gehabt und noch kaum was verkauft und da wart ihr schon bei der Höhle der Löwen?
Ja, also wir hatten gerade unsere erste— nee, wir hatten 2 Listungen vor der Höhle der Löwen. Wir hatten hier Hamburg, frag mich nicht, wie der auf uns aufmerksam kam, der Einkäufer, Famila. Ich wusste noch nicht mal, was Famila ist. Ich komme aus Süddeutschland.
Also der hat euch angerufen und gesagt, wir würden das gerne wissen?
Ja, Trendscout Famila damals, super netter Einkäufer und hat gesagt, ich will das unbedingt.
In Bonn? Das heißt, die haben bei euch in Bonn angerufen? Ja. Das träumt man erst mal, dass so was Grünes dann—
Ja, ja. Und ich hatte ja keine Ahnung von nichts. Also heute weiß ich noch mal auch mehr zu schätzen, wie viel das eigentlich wert war. Und vermutlich hat er es in dem Süddeutschen-Artikel gesehen. Oder wir waren noch bei Galileo, das war so ein Beitrag.
Da wart ihr überall schon in der Süddeutschen? Sagen wir mal, noch eigentlich nichts verkauft. Nee. Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht. Ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und Und online abschließen kann man unter hiscox.de/OMR. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Wirklich? Also wir hatten noch keine Listungen. Der Süddeutsche-Artikel damals, wenn du so neu bist an dem Markt, dann hast du natürlich— ich weiß noch, da waren wir dann bei Shopify, da habe ich diesen Sound angemacht, wenn es so pingt, wenn ein Order reinkommt. Damals so: Wow, erster Order! Also das war schon—
Habt ihr dann Marketing gemacht im Internet so ein bisschen? Also über den Shop dann irgendwie Google-Anzeigen geschaltet oder so? Aber wo kamen die ersten Kunden her?
Die kamen tatsächlich über Pressearbeit. Also wir haben schon viele Artikel bekommen dann. Ich habe irgendwie da angefangen, ganz gutes Netzwerk aufzubauen, weil wir sind ja auch bei Zero gestartet. Wir haben ja beide lang in England gearbeitet. Wir hatten ja hier wenig, aber es war wirklich dann der Galileo-Beitrag. Dann hat man schon angefangen, Newsletter, CRM so ein bisschen aufzubauen, die Leute zu rekontaktieren.
Aber woher wusstest du solche Sachen? Also woher wusstest du jetzt, wie so CRM funktioniert? Das haben wir alles rudimentär selbst aufgebaut. Das wäre jetzt ja vernünftig.
Aber ich muss ehrlich sagen, also wir haben wirklich im Onlinebereich die ersten Jahre wenig gemacht, weil dann kam eben so schnell Die Höhle der Löwen. Da kam auch eine E-Mail rein, das weiß ich noch, mit 3 Bären- und 3 Löwen-Emojis. Und also die haben uns natürlich nicht direkt eingeladen, sondern die haben gesagt, wie wäre es denn, wenn ihr euch mal bewerbt? Und dann haben wir uns beworben und dann kam die Einladung zu dem Dreh im Februar. Und wir hatten im—
wir reden 2017, ne?
Genau, und wir hatten im Mai 2016 erst den Onlineshop angemacht. Das heißt, wir waren noch total im Learning. Was passiert hier eigentlich? Und dann waren wir eine Woche später da in dem Studio und haben die Geschichte und das Märchen erzählt. Wir haben das so nachgespielt auch.
Das Märchen von?
Von Goldlöckchen und den 3 Bären. Weil das ist ja so, sie bricht in die Bärenhütte ein, probiert jede Schale Porridge, und unser Claim war damals auch, wir machen das genau richtige Porridge. Und ich habe halt, also mir war schon immer wichtig—
Verstehe, verstehe.
Aber du musst ja Geschichten erzählen. Also das machst du ja auch immer wieder, weil wie du schon sagst, jeder könnte Porridge mischen. Also keiner würde so viel Frucht reinpacken wie wir, weil das ist den anderen zu teuer. Aber jeder könnte das per se. Und du musst natürlich deine USPs gut erzählen können, die Geschichten gut erzählen können und in den Köpfen bleiben. Und ich werde heute noch, ich werde so oft auf die Höhle der Löwen angesprochen, weil Diese Gründerstory und das Märchen damals, das hat die Leute schon auch einfach bewegt und angesprochen.
Am Ende haben Frank Thelen und Juliette Williams, glaube ich, investiert und jeder hat 15% bekommen. Was haben sie euch dafür gegeben?
Jeweils 75.000.
Also ihr habt 150.000 € da mitgenommen an dem Abend dann sozusagen.
Ja.
Aber ein halbes Jahr später, als dann die Show wirklich auch ausgestrahlt wurde, da kam dann richtig auch dann Abverkauf drüber.
Ja. Das war ja, also 30% abzugeben ist natürlich schon so, okay, aber dadurch, dass wir, wir waren 6 Monate alt, wir hatten kein Netzwerk, ne, und wir haben wirklich damals eine Firmenbewertung, die das also entspricht.
Wenn man jetzt überlegt, 30%, 150.000, dann war die Firma dann irgendwie wert, weiß nicht, bis dann so ungefähr 750.000 oder sowas, ne, was jetzt in der Gründerwelt nicht so viel ist. Also viele Gründer haben noch nur PowerPoint und sagen schon, das ist jetzt hier 10 Millionen wert oder sowas, ne.
Ja, wir haben uns das ganz genau überlegt, wie weit wir gehen würden und so weiter. Aber ich glaube, das war für die Firma zu dem Zeitpunkt genau das Richtige, weil der Markt war da, das Interesse war da und wir haben so viel Medienwert dadurch auch bekommen. Wir hatten ja nicht nur die eine Ausstrahlung bei der Höhle der Löwen, sondern wir hatten seitdem, ich glaube, 7 Mal waren wir in der Show nochmals. Es gibt ja immer diese Wiederbesuche. Was wurde draus? Und das gibt es nur für erfolgreiche Stories und auch nur, wenn du ein Invest damals gemacht hast. Das ist meiner Meinung nach viel, viel mehr wert als jede Fernsehwerbung, weil die Aufmerksamkeit ist da und wir sehen das jedes Mal. Es ist ein krasser Peak im Shop, Traffic, Interesse, Menschen kaufen von Menschen. Das ist so diese— also ich fand es super und ich muss auch echt sagen, auch Frank zum Beispiel zu der Zeit, der hat ja extrem viel in Food investiert zu der Zeit.
Hat sich für ihn auch extrem gelohnt.
Ja, und wir hatten auf einmal halt 5 weitere Startups, die wir anrufen konnten, wenn wir Fragen zu Ankerkrauber dabei, Little Lunch, YFood kam ein bisschen später. Waren auch ein paar dabei. Lucellas, kennst du die?
Die Eiscreme?
Ja, genau.
Aus Hamburg, ja. Von dem Herrn Daibler, ne? Markus Schümmer.
Und Lizza, diese Leinsamenpizza, die gab es damals auch. Also waren einige dabei und wir haben wirklich innerhalb von Aufnahme bis zur Ausstrahlung haben wir alles einmal auf links gedreht. Wir haben die Produktion gewechselt, weil wir die natürlich viel mehr optimieren mussten. Viel höhere Mengen produzieren auf einmal. Wir haben die Logistik neu aufgesetzt, wir haben den Shop noch mal aufs nächste Level gebracht, allein Amazon, also da kamen echt viele Dinge dazu und deswegen war super für uns.
Und dann hat auch Judith Williams euch dann ins Teleshopping eingeführt, oder was?
Ja.
Hat es euch was gebracht? Ja, total. Wo warst du dabei? Bei HSE. Hast du selber da gestanden und dann Und dann verkauft man richtig ab. Ja, also wie viel, also war das damals alles online, also damals, oder war das dann irgendwie 80% online damals euer Umsatz, oder?
Nee, nee, nee, wir sind dann, also heute machen wir fifty-fifty, so circa, ne, jeder Monat schwankt so ein bisschen, aber circa 50% online und 50% offline.
Was macht ihr aktuell?
Läuft so auf 15, 16 Millionen dieses Jahr raus.
Okay, ja, aber ihr hattet schon mal mehr, oder nicht?
Nee.
Ich meine, ich hatte irgendwas mal von 35% so gelesen.
Nee, das war mal ein falsches Zitat von der Bild-Zeitung. Okay. Nee, nee, nee. Wir sind kontinuierlich jedes Jahr ungefähr 30% gewachsen.
Aber im Vergleich jetzt zu einem Ankerkraut und so, die sind doch jetzt mittlerweile schon noch mal deutlich größer, oder?
Ja, die sind natürlich auch eine andere— also ich glaube, jeder muss seinen Weg des Wachstums finden. Wir haben auch seit der Höhle der Löwen bis auf den Deal jetzt mit Harry Kane letztes Jahr Jahr nie wieder Geld eingesammelt. Also wir sind wirklich gebootstrapped profitabel gewachsen. Wir waren jedes Jahr profitabel bis auf ein Jahr. Wir haben in der Zeit, ich meine, wir sind ja auch ein Ehepaar, wir haben 2 Kinder bekommen, wir haben eine Familie aufgebaut und ich habe immer gesagt, weil das muss ich wirklich auch sagen, ich schätze unsere Investoren sehr und die haben uns immer machen lassen. Wir haben sehr frei diese Firma selbst aufgebaut und wir hatten damals einen krassen Hype von der Höhle der Löwen. Dann mussten wir uns aber auch ein bisschen selber finden. Was sind die Produkte, die jetzt wirklich funktionieren? Viele Prozesse aufsetzen, Team aufsetzen, und wir sind jetzt an dem Punkt, wo ich wirklich auch sehe, der Markt, das Momentum, das Potenzial ist riesig. Also wir starten jetzt noch mal richtig durch.
Ich meine, wenn man überlegt, wie viel Lebensmittelumsatz ist ja irgendwie—
Jeder muss frühstücken.
Genau, ja, ja, also 15 Millionen, das kann man ja eigentlich, sage ich mal, jetzt in einer Kleinstadt irgendwie Umsatz machen, jetzt mal hart gesprochen. Da musst du noch Harry Kane und so, der ist ja auch noch dazu gekommen, da müsste ja schon viel mehr gehen eigentlich, oder?
Der ist ja jetzt ganz frisch erst dabei. Also wir haben jetzt wirklich vor 2 Wochen, vor 3 Wochen haben wir die Cereals gelauncht mit ihm, sein eigenes Produkt. Das kommt jetzt, wir haben jetzt Listungen abgeschlossen, Edeka und so weiter.
Wie habt ihr den eigentlich eingefangen? Wo habt ihr den her?
Den haben wir angefragt. Wie? Du, da gibt es verschiedene Wege, aber es ist kein Vitamin B. Also ich habe Über Instagram eine Nachricht geschrieben? So ungefähr. Also nicht ihm, aber ich habe— Seiner Frau? Das hätte ich mal versuchen sollen. Nee, Tim hat immer Ideen und er denkt auch immer sehr viel größer als ich teilweise noch. Und ich bin so eine Umsetzerin. Und als er damals zum FC Bayern gewechselt hat, saß er neben mir auf dem Sofa und meinte so: Das wäre doch der perfekte Markenbotschafter für uns. So Engländer, Familienvater, hat 4 Kinder, Spitzenathlet, aber auch keine Drama-Storys und so weiter. Und wir wollen ja als Marke, das ist mir auch immer ganz wichtig, wir wollen sehr nahbar, aber auch nicht polarisierend sein. Jeder muss frühstücken, wir haben Produkte für alle. Also wir haben jetzt viel über Porridge gesprochen, was jetzt wirklich unsere absolute Bestselling-Range ist, sind die Overnight Oats. Ich habe dir ja was geschickt gehabt, aber merkst du die Cereals? Das sind die Riegel.
Also ich ernähre mich ja quasi jetzt nur noch von den Overnight Oats.
Das ist quasi Porridge kalt und du machst es dir über Nacht im Kühlschrank. Und wir haben da Sorten wie Eiskaffee, Erdbeere und so weiter.
Und ist das für dich gesund?
Ja, ich esse auch nichts anderes morgens. Also du hast eine Handvoll Früchte.
Würde Richard Wolff das als gesund durchgehen lassen?
Weiß ich nicht, muss ich ihn fragen. Bitte nicht über mich da sprechen. Aber du, es ist halt, also Hafer grundsätzlich, es gibt ja auch Menschen, die ernähren sich Paleo oder whatever. Aber Hafer und Haferflocken sind für unseren Darm einfach super gut bekömmlich für die meisten. Außer du hast jetzt eine Hardcore-Zöliakie. Und wenn du da eine Handvoll Trockenfrüchte dazu machst, wie zum Beispiel, weiß ich nicht, bei unserer Sorte eben Erdbeeren, haben wir Leinsamen drin, gefriergetrocknete Erdbeerstücke. Und diese Mischung schmeckt nicht nur mega gut, sondern ja, ich sage, sie ist gesund. Das darf man offiziell immer nicht sagen in der Lebensmittelbranche, weil das ein Health Claim Aber bei dieser Ampel, da gibt es ja so verschiedene— den Nutri-Score.
Genau, Nutri-Score. Seid ihr da A oder B?
Fast alle Produkte sind A oder B.
Dann sind wir mal ganz kurz zurück, weil wir es übersprungen haben. Harry Kane, also du hast mir nicht so ganz verraten, wem hast du das geschrieben? Nicht ihm, sondern wem?
Na ja, ich habe ehrlicherweise einfach, genau, als er gewechselt hat, dann haben wir irgendwie rausgefunden, dass er mehr Herzensprojekte machen will, mehr Investitionen auch statt nur irgendwelche großen Commercial Deals. Und dann habe ich recherchiert, wer da eigentlich hinter ihm steht. Die haben ja alle einen Manager und das ist alles Open Knowledge. Googeln, da gibt es die Harry-Kane-Company und er wird von seinem Bruder und seinem Papa, das ist quasi, die sind Geschäftsführer dieser kleinen Company. Und dann habe ich auch auf LinkedIn geguckt, wer da arbeitet. That's it.
Und dann hast du denen geschrieben, hey, ich bin irgendwie hier auch aus München, wir haben jetzt so ein kleines— dann haben die gesagt, komm mal vorbei.
So ungefähr. Ich habe ein Pitch Deck gebaut und dann ging das Die haben sich tatsächlich, so viel zum Thema Three Bears, die haben sich sofort in den Markennamen verliebt. Also das war so das Erste, wenn ein Engländer Three Bears hört. Also sein Bruder meinte auch so, hä, warum hat noch kein anderer Porridge gemacht mit, und warum ist es nicht irgendwie, ne? Wir haben es ja auch europaweit geschützt, den Markennamen, und auch in den USA. Und dann haben sie die Produkte probiert und waren auch so, okay, richtig gut. Und dann, ja, Es war, glaube ich, einfach—
Dann kam der Harry irgendwann mal dazu und dann habt ihr gesagt: Hi! Und dann war natürlich dein Mann auch Engländer und dann hat das Ganze gepasst.
Wir durften dann mal ins Stadion und ihn kennenlernen. Da war aber dann schon viel besprochen, sage ich jetzt mal.
Und jetzt hat er sich auch direkt eingekauft. Das ist ja nicht nur jemand, der jetzt Werbung vermittelt, sondern der hat auch Anteile übernommen.
Ja, aber auch total fair und ist für uns natürlich jetzt, wie gesagt—
Ich habe gesehen oder nachgeguckt gehabt, Das sind so 5% ungefähr der Firma, ne?
Ja.
Und dafür macht er dann jetzt also einiges. Er ist auf den Verpackungen drauf, postet über euch, nehme ich an?
Ja, regelmäßig und auch nicht nur, also es ist jetzt kein One-off oder nach 3 Monaten ist der Deal wieder vorbei oder so, sondern das geht jetzt schon für längere Zeit. Also wir haben regelmäßig Shootings und er steht da voll dahinter. Und es hilft natürlich jetzt auch. Also Thema Internationalisierung ist für uns jetzt tatsächlich sehr groß. Ja, es ist so the next step. Wir hatten das eigentlich auch immer ein bisschen, weil wir auch wegen—
Macht es Sinn, jetzt mit 15 Millionen Euro Umsatz schon zu internationalisieren? Muss man nicht erst mal den deutschen Markt voll erobern?
Ich glaube, du kannst— Also ich weiß, es ist ja immer so dieses: Wie machst du es? Core Market versus— Wir gehen immer so gern nach diesem 80/20. Natürlich ist 80% unserer Aufmerksamkeit noch auf dem Core Market. Weil da auch noch unglaublich viel Potenzial ist.
Mega, ich meine, du musst ja in Deutschland in der Lage sein, ich sag mal, das war hart, 2, 3, 400 Millionen. Ich hatte vor kurzem Gustavo Gusto, die Pizza-Kollegen, also die sind alle im neunstelligen Bereich. Und wie hattet ihr Ankerkraut? Just Spice ist glaube ich nicht mehr ganz so, oder war aber auch schon relativ weit oben. Ich überlege gerade, wer noch so jetzt aus dem Foodbereich, gut, Koro ist eher auch jetzt mittlerweile ein Handelskonzept mit dabei. 15 Millionen? Da geht doch viel mehr in Deutschland. Ja, ich muss dir ganz ehrlich sagen— eine Listung bei Edeka national, da muss doch mehr sein.
Also der Porridge-Markt ist ja trotzdem ein Nischenmarkt. Deswegen jetzt zum Beispiel auch die Cereals. Viel, viel mehr Menschen essen ja auch noch Cereals. Da haben wir jetzt 3 große Listungen, die jetzt dann kommen. Es kommt dieses Jahr auch noch mal eine große TV-Ausstrahlung und so weiter. Die Sachen müssen ja erst alle so ein bisschen passieren. Dann wurden wir natürlich im Porridge auch viel kopiert. Jetzt kommen große die Overnight Oats langsam in die Märkte. Das haben wir natürlich jetzt erstmal online viel getestet, kennen die Zahlen, aber ich glaube trotzdem, dass du beides machen kannst, weil natürlich haben wir jetzt Harry Kane. Wir wären ja blöd, wenn wir nicht in UK Gespräche führen, wo er nächstes Jahr WM, also es ist ein Riesenpotenzial für uns.
Vor allem ist es ja noch 1, 2 Jahre, vielleicht noch so groß wie der war.
Also beides, wir können beides machen.
Wir müssen jetzt Vollgas geben.
Ja, ich weiß.
Jetzt mal auch wieder so ein bisschen, es ist natürlich alles schwierig und wahnsinnig krass, was ihr da schon erreicht habt. Dennoch erstmal so, ist es denn, wenn man jetzt einmal schon da ist, dann so viel schwieriger zu sagen, okay, ich habe jetzt eine Listung bei Familia, ich habe jetzt das, ich habe jetzt das, dann noch die dritte, vierte, fünfte Listung zu bekommen? Müsste ja eigentlich einfacher sein, weil andere sehen, okay, guck mal, mit denen kann man arbeiten, weil ihr schon irgendwelche Referenzen und KPIs mitbringt. Da muss man eigentlich hingehen können, jetzt kann man es richtig ausrollen.
Aber das ist ja jetzt auch so tatsächlich. Also diese Innovation kam ja jetzt auch allererst, die kommen auch erst dieses Jahr so richtig. Und natürlich ist es einfacher, weil wenn ich jetzt mit, weiß ich nicht, Müller, Rossmann, whatever, wir haben ja viele Partner, können wir natürlich— bisher haben wir ja hauptsächlich Porridge gemacht, muss man einfach so sagen. Und wenn ich jetzt mit Innovationen komme, kriege ich die natürlich leichter rein, als wenn ich erst mal rausfinden muss, wer ist der Einkäufer.
Aber ist das auch wirklich dann so ein Häuserkampf, dass man sozusagen jetzt um 15 Millionen Umsatz zu bekommen, muss man jetzt schon, also Familie Rossmann hast du gerade gesagt, irgendwie Müller, Edeka, muss man die, ich dachte, wenn dann einer kommt und findet es ganz gut bei den Mengen, die die so durchschieben können national durch ihr Filialnetzwerk, dass die sagen, ja gut, gib mal für 10 Millionen jetzt irgendwie die erste Order her, so ungefähr. Aber so ist es nicht.
Nee, nee, nee, natürlich nicht. Und ich will auch noch mal sagen, weil du auf diesen 15 Millionen so rumreitest, also du hast ja sicherlich auch oft Cases, nicht nur, aber wo einfach wahnsinnig viel Geld verbrannt wird oder reingesteckt wird vornherein schon.
Von Investoren?
Ja, das haben wir ja nicht gemacht. Also wir mussten ja jeden, wir mussten auch immer super, ja, ja, nur und auch bei Influencern, bis wir rausfinden, wer für uns funktioniert. Wir sind da super vorsichtig. Das heißt, jetzt, wenn dann auch das Momentum noch größer ist und so weiter, wollen wir natürlich auch noch ein bisschen mehr investieren.
Suchst du dir noch Investoren?
Ja, da wird wahrscheinlich bald ein paar Infos geben. Aber let's see.
Okay.
Ja, weil wir natürlich sehen, dass es, also noch mal, Dieses Momentum für auch die Produkte, die wir haben, und vor allem die Overnight Oats, so dieses neue, freshe, das macht noch keiner.
Aber seid ihr schon durch mit so einer Runde? Oder wenn jetzt jemand zuhört und sagt, Mensch, irgendwie finde ich jetzt ganz interessant, da kann ich helfen, wärt ihr noch offen für einen Investor?
Wahrscheinlich eher ein bisschen spät, um ehrlich zu sein.
Ja, ja, ja. Man kann ja eine Werbung machen. Man darf sich bei mir oder bei dir melden.
Maybe, ja. Why not? Aber eigentlich ist schon ja, aber let's see. Aber um noch mal auf das Momentum zu sprechen zu kommen, weil wir waren auch oft so ein bisschen dann kam Corona, dann kam Brexit, na dann musstest du ein bisschen gucken auch. Aber jetzt, wir kriegen jetzt eine nationale Listung bei Albert Heijn in den Niederlanden direkt from scratch 750 Märkte mit den Overnight Oats.
Was bringt das dann umsatzmäßig?
Du, das ja.
Also da ist man schon im siebenstelligen Bereich logischerweise.
Das ist schon, ja, ja, also das ist im sechsstelligen Bereich. Also für die Erstorder. Du weißt ja nicht, wie viel, wie es sich verkauft und so, aber nur um mal, also dafür, dass die jetzt eine deutsche Marke einlisten, weil sie sagen Overnight Oats, it's a thing, aber es bietet mir noch niemand an.
Albert Heijn ist der ganz große Lebensmitteleinzelhändler in Holland.
Das ist der Marktführer. Da kommt lange nichts.
Also wie Edeka oder Rewe oder so.
Also die haben sogar noch mehr. Da gibt es noch Jumbo, aber die haben schon eine krasse Dominanz. Und wir kriegen wirklich aktuell, sind da in mega spannenden Gesprächen, und da sehe ich schon einen Unterschied. Das war vor 2 Jahren nicht so, und das müssen wir natürlich mitnehmen. Und da kannst du noch so viel machen.
Also ich bin ja da auch großer Fan, gleichzeitig denkt man immer, wow, ihr müsst vielleicht noch mehr Gas geben, weil sonst ist so ein Momentum ja auch wieder schnell weg. Also es gibt ja Startups, da kann man bootstrappen, und da hat man irgendwie so eine Welt, die man alleine bespielen kann, wo man auch alleine vielleicht wachsen und durchkommen kann. Aber vielleicht ist eure Welt eine, wo man wirklich, wenn man jetzt nicht die Chance ergreift, das Zeitfenster schließt sich, dann kommen andere rein, dann ist man irgendwann, vielleicht hat man dann die Chance verpasst, eine größere Firma zu bauen, weil man nicht Geld aufgenommen hat. Also es gibt ja so Fälle, wo es auch Sinn macht, dann wirklich Geld aufzunehmen, und ihr könntet so ein Fall sein.
Ja, bin ich bei dir. Und ich glaube nämlich auch, weil wir lange versucht haben, was heißt versucht, das selbst zu machen, sage ich jetzt mal. Wir haben damals früh bei der Höhle der Löwen 30% abgegeben.
Im Nachhinein viel zu viel.
Wie gesagt, wir hatten so viel Coverage, Media-Coverage und so.
Aber ganz ehrlich, würdest du es noch mal so machen?
Ja, echt? Ja, sage ich dir ganz ehrlich.
Auch zu dem Preis?
Zu dem Zeitpunkt mit dem Wissens- und Erfahrungsstand, den wir hatten, und das hat uns so viel gebracht.
Ja klar, und wir waren noch naiv ein bisschen. Aber wenn man jetzt heute drauf guckt und jetzt mit heutigem Wissen, wo man jetzt nicht mehr so naiv ist.
Ja, aber wenn ich weiß, was uns was es alles gebracht hat, dass wir dann auch lange kein Geld aufnehmen mussten. Da war natürlich auch damals ultra viel Interesse, auch VC und so weiter, und wir konnten uns dagegen entscheiden, weil wir auch viele andere Marketing-Opportunitäten hatten und so. Das war schon super. Und wie gesagt, dann war dieser ganze Porridge-Hype und dann mussten wir uns auch erstmal so ein bisschen konsolidieren und haben aber lange eben gesagt, nee, jetzt wollen wir uns erstmal nachhaltig aufbauen. Das war einfach unser Zugang dazu. Dann hatte ich die Kinder, dann sind die erstmal da, das bist du auch total. Ich bin ja wirklich, wir hatten da keine Nanny oder so, ne?
Wir haben es alles selber gemacht. 150% Working Mom sozusagen.
100%, ja, 150%, total. Und jetzt merke ich, die sind jetzt 3 und 6, die sind auch so ein bisschen aus dem Gröbsten raus, sage ich jetzt mal. Wir haben wieder so, ich kann wieder so krass viel geben, auch noch mal mehr. Sogar wahrscheinlich in der Company. Ich brenne dafür so krass. Ich sehe dieses Momentum eigentlich fast wie vor 9 Jahren oder vor 10 Jahren, als ich die Idee hatte, gemeinsam mit Tim das eben zu machen. Und ich sagte, scheiße, da kommt jemand. Das ist jetzt so ein Momentum für— weil es gibt europaweit und eigentlich auch in Amerika wenig exciting Breakfast Brands, so wirklich so Better Oat Breakfast Brands. Und das wollen wir schon sein.
Bekannter Partner bei uns: eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist: Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke. Aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen. Denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitnessangebot von eGym ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026. Und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes. Ist es eigentlich irgendwie auch ein Erfolgsfaktor für euch jetzt so als Paar, das zu machen? Es gibt ja immer wieder so Paargründungen, aber nicht so oft. Aber jetzt irgendwie scheint es bei euch ja gut zu laufen.
Ja, Also früher wurde ich das oft eher andersrum gefragt, so, oh Gott, ist es nicht eher ein Riesenrisiko und was, wenn, wie und so.
Ich dachte, du fragst mal positiv.
Ja, finde ich total gut. Aber ich glaube, das ist tatsächlich, ich habe mir noch nie Sorgen machen müssen und ich höre das manchmal schon, dass ich irgendwie mehr arbeite als er oder so. Also noch nie habe ich gedacht, dass einer stärker am Strang zieht als der andere oder dass irgendwas unfair ist oder so. Wir sind ja auch super krass aufgeteilt, wer was macht. Also ich mache eben eher Marke, Sales, also ja auch Produktentwicklung und so, also diese Themen. Und er macht Finance, Business Improvement, Logistics, also so Backoffice. Und das ist eine super Aufteilung. Wir sehen uns teilweise, obwohl wir, also wir sind so 35 Leute, ne, wir sind in einem Büro, Aber es vergehen Tage, da haben wir noch nicht mal ein Meeting zusammen. Kann mal passieren, ne? Und dann ist es ehrlicherweise, es fühlt sich nicht so an, dass ich denke, oh mein Gott, ich sehe meinen Mann die ganze Zeit, ne, oder irgendwie so. Und ich kenne ihn halt einfach in- und auswendig, vertraue ihm zu 100%, und es funktioniert. Also thank God, ne? Aber es funktioniert einfach.
Was für ein Wert habt ihr denn da jetzt gemeinsam erschaffen? Also wenn ihr jetzt so eine Finanzierungsrunde aktuell macht, dann werdet ihr darüber nachgedacht haben, was die Firma so wert ist? Was würdest du sagen, was kannst du da für ein Fenster so?
Da gibt es verschiedenste Methoden, den Firmenwert zu ermitteln. Ja, also ich würde ihn halt Multiple on Revenue.
Was sind da so übliche Multiples?
Das kommt immer ganz drauf an. Also wir haben ja online und offline. Es gab Zeiten, da hat man irgendwie gesagt, Online-Marken, wenn du einen Online-Kanal hast, die werden so und so bewertet. Bei so einer Mischform wird oft auf ein Zweier- oder Dreier-Multiple angesetzt, sage ich jetzt mal so, dann kannst du es dir ja ausrechnen.
Na gut, aber dann sagen wir jetzt, ich nehme jetzt mal ein Dreier an, 15, 45, 50, Größenordnung 50 Millionen Firmenwert, ist das schon, also für 10 Jahre Arbeit und noch nebenher Familie und 2 Kinder, so schon ordentlich was entstanden.
Ja, maybe.
Danke. Ja, ich meine, euch gehören ja noch aktuell jetzt 60 oder 66% oder sowas. Großer Teil als Familie jetzt. Gibt es auch schon Angebote, das ganze Ding zu übernehmen? Also Firmen auf euch zukommen und sagen, jetzt Finanzierungsrunde, lass es mal sein, wir machen das alles und wir sind jetzt irgendwie hier ein großer Konzern in dem Bereich und wollen das jetzt übernehmen?
Du, in 9 Jahren gibt es vielleicht immer mal irgendwie was, aber aktuell, aber ich wäre da jetzt auch nicht bereit dazu.
Ach, du würdest es jetzt gar nicht 100% verkaufen?
Also jetzt gerade nicht.
Wenn der Frank schon eine Food-Firma verkauft, der doch schon irgendwie Ankerkraut verkauft, der schon irgendwie Eher abverkauft, wenn du überall dabei warst, hast du schon noch richtig gute Chancen.
Aber was du jetzt gerade ja auch vorhin gesagt hast, dieses Momentum, warum ist das eigentlich? Also da ist ja noch so viel mehr, da geht noch so viel mehr, sowohl im Handel, aber auch online bei uns. Wir haben super gute KPIs online, wo wir auch einfach sagen, hey, also was wir für ein ROAS bei Meta, oder bei Meta machen wir erst seit letztem Jahr Oktober inhouse, und seitdem haben wir so viel mehr profitabler umstellen können. Und es geht eher darum, die Bottlenecks, also Wir brauchen einfach auch ein paar mehr Leute an manchen Stellen und so weiter und deswegen ja auch vielleicht mal ein bisschen Geld reingeben, um das Ganze aufs nächste Level zu bringen, weil einfach noch so viel Momentum da ist. Also da wäre ich ja, nee, da sehe ich einfach noch so viel Potenzial, was ich selbst machen will.
Aber auch weiterhin im Onlinehandel wirklich? Also ich meine, mittlerweile kommt es mir so vor, als wenn die meisten Firmen, die irgendwann mal online gestartet sind, dann doch merken, es lohnt sich dann doch weniger, der Fokus ist offline, da sind die großen Deals, da muss man sich dann auch drauf konzentrieren. Aber ihr kämpft auch weiter online?
Also wir kämpfen ja nicht, wir agieren online. Ich glaube tatsächlich, also es ist auch so das, was ich aus dem Markt auch höre, dass so dieses Hybrid, und das habe ich damals bei Tesco schon gelernt, kein Kunde kauft nur in einem Markt, also jeder kauft an verschiedensten Touchpoints. Und du musst nur überlegen, wie kannst du sie wo kriegen. Und während wir im Handel natürlich immer um Regalplatz kämpfen müssen und vielleicht 3 Sorten reinkriegen, können wir natürlich online die ganze Experience— also ich erzähle immer von den Overnight Oats, aber wir können halt online Limited Editions droppen. Wir haben Gläser dazu, die zeigen dir mit den Linien an, wie funktioniert denn das eigentlich mit den Overnight Oats. Da verkaufen wir Tausende davon. Das sind so viele Themen, Unser Online-Kanal ist nicht nur ein Verkaufskanal, sondern er ist ein Market-Research-Tool natürlich auch. Welche Sorten? Deswegen haben wir ja auch lange, sage ich mal, neue Kategorien getestet. Was funktioniert wirklich, bevor wir es überhaupt im Handel vorstellen? Weil mal kurz irgendwie Ware reinzuschieben hilft ja nichts, wenn sie sich nicht rausdreht. Also du musst ja auch immer gucken, was funktioniert. Und deswegen, ich glaube, beides hat total seine Berechtigung. Nur dieser Riesen-E-Com-Hype, wo manche vielleicht nur auf E-Com gesetzt haben. I don't know. Ich bin froh, dass wir verschiedene Kanäle haben, tatsächlich.
Ist es denn so, dass der Handel nicht auch sehen will, dass ihr Marketing macht und dass ihr Aktionen macht und sowas? Also kommt ihr leichter rein oder wird das in den Diskussionen, die du dann hast mit den Händlern, stark abgefragt, was ihr tut, damit das sich in deren Läden besser verkauft?
Ja, also Social Media. Du hast ja auch Philipp neulich mal bei dir gehabt. Also den Hölzler. Ja, ja, ja, genau.
Den kenne ich auch ganz gut.
Aber die wollen mittlerweile natürlich, ist es auch, also auch bei Harry Kane, bei den Serials jetzt zu zeigen, so, da wird auch Harry Kane dafür mal einen Post abgeben, da machen wir dies und jenes. Wir hatten jetzt eine große Rossmann-Aktion, die lief super auf Displays und so weiter, weil Rossmann wollen wir schon lange ins Regal auch zum Beispiel. Und dann, wenn du zeigen kannst, dass durch einige Posts, die du machst oder so, schon eine Riesenreichweite da drauf kommt und die Leute und die Community wirklich auch in den, also unsere Community da auch hingeht. Das ist ja für einen Retailer auch total attraktiv, wenn er merkt, dass er mit einer Marke noch mal neue Leute oder andere Leute begeistern kann, da in die Filiale zu kommen.
Was hältst du von Philipp Hitschler? Der gibt schon richtig Gas, ne? Ja, na ja. Also, wenn man den sieht, da müsste man ja fast sagen, da geht bei euch dann auch wieder noch mehr. Also, was der jetzt social abreißt. Ich meine, du hast glaube ich bei LinkedIn 13.000 Follower, ist ja schon auch irgendwie jetzt erheblich. Da ist schon ein Stückchen Arbeit dahinter. Sind jetzt nicht alles irgendwelche Freunde, sondern es ist schon richtig offensichtlich mehr als das. Aber der Philipp irgendwie, der hat mir da erzählt, 2, 3 Posts am Tag müssen sein und der fährt dann irgendwie zum Ballermann und macht da Songs und der gibt sich die volle Kanne.
Ja, macht er. Also wir kennen uns schon seit 5 Jahren oder so, weil wir in so einem Wirtschaftsclub zusammen waren von so Jungunternehmern. Und als ich ihn kennengelernt habe, habe ich auch gedacht, wow, crazy, what a drive. Mir wird schon oft manchmal gesagt, du hast so eine krasse Energie, aber da fühle ich mich eher so, wow, okay. Ich finde ihn wahnsinnig inspirierend und was er da wuppt und so. Aber ich glaube auch da, jede Marke muss wieder so, er ist natürlich total Personal Face für seine Marke. Will und kann ich das so für meine Marke sein? I don't know.
Also okay, aber ich meine, Was man zumindest von ihm lernen könnte, sind Kollaborationen. Ich meine, der macht ja jetzt irgendwie gerade McFlurry, McDonald's rauf und runter und so. Ist das auch was, was ihr versucht oder wo ihr dran seid? Aber da habe ich noch nicht so viel gefunden bislang.
Na doch, da haben wir schon einiges. Also das habe ich tatsächlich auch strategisch schon mal so vor 2 Jahren gesagt: Mensch, wie können wir denn jetzt so Brand Awareness steigern, auch in Kollaborationen? Also unsere erste Kollaboration war mit einer großen Influencerin, Sarah Harrison. Die hat ja auch 3,3 Millionen Follower. Die hatte da gerade das Promi-Backen gewonnen und wir wollten schon immer Knuspermüsli machen, aber so mit viel, mit extra viel Hafer drin. Aber sehr umkämpfter Markt. Könnte man ja mit ihr mal ausprobieren. Das war eher so ein Online-Produkt, aber das war so die erste Kooperation. Dann haben wir letztes Jahr so als Summer-Drop mit Paul Ripke Pari-Colada-Oats und Pari-Riegel gemacht. Wirklich so highly limited. Ja, es war bei uns im Shop nach 5 Wochen ausverkauft.
Also das ist natürlich, und da hat mich noch erwartet, dass Paul Ripke, der Meister der Kollaboration, und Philipp Hitschler, der Meister der Kollaboration, dass die noch nichts zusammen gemacht haben. Das ist eigentlich das, wenn diese Welt sich häufiger, also 10 Mal, das kann eigentlich passieren. Eigentlich ist das eine unglaubliche Situation, dass die beiden sich nicht gefunden haben.
Hätte ich, die müssen sich mal zusammenbringen.
Oder ich weiß nicht, kennen die sich schon? Also ich meine, die haben ja beide Instagram. Die werden sich gegenseitig nicht entgehen können.
Stimmt, das stimmt.
Ja, aber wenn einer von den beiden zuhört, dann go for it.
Außer dass der Paul so mit Zucker und Süßigkeiten, weiß ich nicht.
Er ist ja gerade auf seinem Gesundheitstrip.
Ja, ja, ja. Und das ist ihm schon auch wichtig. Also ich hatte schon, also er hat schon auch mit auf die Zutaten geguckt bei uns und so was.
Aber hast du beim letzten Mal, ich weiß, das ist schon eine Weile her, Podcast erzählt, dass er so viel Sport gemacht hat. Oder das hat er mir glaube ich nicht im Podcast, sondern danach erzählt, dass er irgendwie teilweise beim Fahrradfahren, fährt er irgendwie so, weiß nicht, 10 Stunden Fahrrad oder so am Stück. Und das hat er dann, da habe ich gesagt, da müsstest du doch krass auch viel abnehmen. Ja, müsste man eigentlich, aber ich haue mir dann teilweise auch saure Zungen rein beim Fahrradfahren. Hat er wörtlich gesagt.
Okay, okay, dann muss er mit dem Philipp sprechen. Ja, ja, das stimmt.
Fahrradfahren habe ich jetzt, jetzt fällt mir ein, André Greipel, habt ihr was gemacht mit dem, dem auch Deutscher, so Weltklasse, oder zumindest im Bereich Fahrradfahren.
Ja, der ist großer Fan tatsächlich.
Der wohnt bei euch?
Was meinst du? Der ruft auch bei euch an und sagt: Mensch, der hat mir neulich mal geschrieben, weil er hier in Hamburg sein erstes großes Radfestival macht irgendwo, ob wir das irgendwie mitsponsern wollen. Aber der, ich weiß gar nicht mehr, wie das kam. Das kam tatsächlich, also mein Mann ist ja begeisterter Rennradfahrer und es kam in Corona, dass er mit unserem Nachbarn, der da auch ultra begeistert ist, die sind die ganze Zeit immer zusammen dann Rennrad fahren gegangen. Und dann waren die beide so gehypt, dass sie gesagt haben: Ihr müsst mit dem Pocket Porridge, das sind unsere Riegel, ihr müsst die Rennradfahrer angehen, weil das die perfekte Größe ist und so weiter. Und dann habe ich, das ist ja so, wie du jetzt gemerkt hast, so meine Tendenz, ich schreibe dann einfach die Leute an und dann habe ich halt auch Rick Zabel, André Greipel, Markus Burghardt, Marcel Kittel, ich war wirklich mit ganz vielen im Austausch und die waren alle total begeistert. Und der André Greipel war so begeistert, dass er damals, dann hat er ja seine Karriere beendet, hatte so eine krasse ARD-Doku, Doku bekommen. Dann sah man ihn Kaffee machen und dann stand da einfach unser Produkt. Und das ist halt für mich so, also es war ja nicht bezahlt, er war einfach begeistert davon und das finde ich dann schon cool.
Was ist denn eure erfolgreichste wiederkehrende Werbemaßnahme? Wir haben jetzt über viele Sachen gesprochen, die auch so einmalige Pushs setzen, also irgendwie eine Greipel-Doku, irgendwie ein Höhle der Löwen-Auftritt oder ein Recap oder sowas, aber man braucht ja am Ende für eine erfolgreiche Firma auch was, was man immer wieder anspielen kann, zumindest mal über ein paar Jahre hinweg vielleicht. Was ist das?
Im Marketing meinst du jetzt? Also was, sage ich mal, immer funktioniert, oder nicht immer, aber haben wir dann auch so vor 3, 4 Jahren so richtig aufgebaut, schon Influencer-Marketing als Kanal. Da merken wir einfach, weil dieses Storytelling, also es ist ja schon erklärungsbedürftig, warum sollte ich jetzt 3Vers kaufen, ist teurer als Haferflocken. Wie macht es eigentlich? Wie geht es mit den Overnight Oats? Warum sollte ich die essen? Warum tun die mir besser, als wenn ich einfach nur ein Müsli esse? Also diese Erklärungsbedürftigkeit, und da haben wir immer ein gutes Grundrauschen und einen sehr guten Return on Invest tatsächlich. Das ist einfach ein Kanal, der für uns funktioniert, aber auch nicht mit jedem Produkt. Also wenn wir zum Beispiel Riegel mit Influencern machen, hat nicht funktioniert, weil Riegel aufreißen, reinbeißen, wo ist die Story? Aber manche Produkte funktionieren da mega gut. Dann das Thema Meta Ads haben wir auch jetzt sehr viel mehr optimiert. Was ich noch mehr machen würde, tatsächlich gern, also da wollen wir jetzt so ein bisschen rangehen, ist das ganze Thema Loyalty und Abo, weil Abo haben wir einfach noch nicht gemacht.
Hat bei Müsli ja nicht funktioniert.
Ja, aber ich bin überzeugt davon, dass es funktionieren wird, weil ich mir denke, das ist ja eigentlich so ein— wir haben eine sehr gute Wiederkaufsrate auch. Die Leute, wenn sie einmal probieren, sind überzeugt. Warum sollten die nicht? Also es ist so Peace of Mind, wo ich schon glaube, dass das für uns funktionieren kann.
Sprich mit dem Max von MyMuesli. Ich glaube, die haben extrem vieles richtig gemacht, aber ich glaube, das Abo-Produkt hat für sie nicht funktioniert, wofür sie eigentlich bekannt waren, meine ich. Und sag mal, der Philipp Hitschler, der wäre, glaube ich, ein bisschen enttäuscht über das, was ihr da bei TikTok abzieht. Also es gibt da ja Vollgas und ich habe bei euch geguckt, 5100 Follower auf TikTok.
Es geht nicht um die Follower bei TikTok.
Okay, ja gut, aber das spricht trotzdem jetzt nicht dafür, dass ihr diesen Kanal Vollgas ernst nehmt. Machen wir auch nicht.
Machen wir noch nicht, weil das ist wieder ein Ressourcenthema. Also wir bräuchten da einfach auch noch mehr Leute. Und du, na ja, du machst halt, wenn du jetzt gerade— ich habe ja erklärt, wir haben ja alles von innen heraus aufgebaut. Wir haben jetzt hier keine große Finanzierungsrunde oder so hinter uns. Dann überlegst du natürlich, okay, Instagram funktioniert für uns, haben wir irgendwie fast 130.000 Follower, was für eine Marke sehr, sehr gut ist. Super krasse Engagement Rates. Ich weiß, wie viele Menschen ich mit einem Reel erreichen kann und ich weiß halt einfach, tausche mich auch viel mit Marken aus auf TikTok. Die wenigsten haben es geschafft, es zu kommerzialisieren, einfach. Auch wenn ich da krass viel Content raushaue, bis wann schaffe ich den Dreh, dass deswegen die Leute wirklich in den Supermarkt rennen? Das kann Jahre dauern, es kann auch gar nicht klappen. Und ich kenne keine Marke, aber korrigiere mich, die da wirklich auch zum Beispiel Traffic auf die Webseite hinkriegen. Weil die meisten— und Philipp hat jetzt nun mal auch ein Produkt, also er hat auch zu mir schon voll oft gesagt, Caro, du musst deine Marke auf Merchandise packen.
Philipp macht da irgendwelche sauren Zungen.
Ja, aber es ist seine Zielgruppe. Das ist seine Zielgruppe, die da ist. Also seine Produkte kosten 1 € im Angebot im Supermarkt und dann ist bei uns schon noch mal ein anderes Thema. Und wenn ich 18 bin, ist mir das Thema— also ja, ich glaube, da ist schon noch Potenzial, aber wir haben es einfach ausgespielt.
Ich meine, das ist völlig fair und zeigt, dass ihr euch das offensichtlich schon ganz bewusst seid, was ich jetzt auch nicht überraschend finde, aber ich wollte es einmal hören.
Aber ich bin auch immer noch so, ich habe jetzt auch neulich mal wieder eine Marke gesehen aus dem Foodbereich, wo ich dachte, die haben auch ein bisschen eine ältere Zielgruppe, weil unsere Hauptzielgruppe ist ja auch erst 25 bis 34 und dann Tendenz noch älter. Wo ich dachte, und dann habe ich aber auch noch mal gefragt, wisst ihr mal, ihr habt ja den TikTok-Shop jetzt gemacht, was kommt denn da an Umsatz rein? Das ist alles noch sehr klein einfach und deswegen haben wir bisher da noch keinen Fokus drauf gelegt. Aber ja, maybe one day.
Wer schon früh an später denkt, und dafür Rücklagen aufbaut, hat dann den Kopf frei, um in seinem Geschäft voll durchzustarten. Und genau dafür gibt es unseren Partner Scalable Capital. Mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot kann man kostengünstig ab 2027 zum Beispiel in ETFs investieren, die euch eine maximale Grundzulage von 540€ pro Jahr plus Steuervorteilen plus Kinderzulage oder plus Berufseinsteigerbonus sichern. Bei Scalable könnt ihr euch dafür jetzt schon voranmelden und dann auch noch gleichzeitig etwas gewinnen. Ihr habt jetzt nämlich die Chance auf eine Bonuszahlung von wieder 540€, und zwar jedes Jahr bis zum Renteneintritt. Was man dafür tun muss, ist Folgendes, nämlich sich einfach nur anmelden für das Altersvorsorgedepot von Scalable. Man ist dann automatisch mit im Lostopf mit dabei. Das gilt für Neu- als auch für Bestandskunden. Und bis Dezember gibt es jeden Monat einen neuen Lostopf. Das heißt, wer sich noch im September voranmeldet für dieses Altersvorsorgedepot, nimmt an allen verbleibenden Ziehungen teil und hat damit dann gleich 4 Gewinnchancen, nämlich jeden kommenden Monat bis Jahresende. Alle Gewinner werden dann im Januar 2027 gezogen. Infos zur Anmeldung und allem Weiteren unter scalable.capital/altersvorsorgedepot, ein Wort. Es gelten natürlich Teilnahmebedingungen und Kapitalanlagen bergen immer Risiken. Alle Infos auch noch mal bei uns hinter dem Link in den Shownotes. Das heißt, der nächste große Meilenstein ist dann, wenn dann demnächst mal eine Finanzierungsrunde kommt, habe ich jetzt so rausgehört, dann ist für euch wahrscheinlich in der Firmengeschichte das nächste große Ding. Dann versucht ihr Internationalisierung tatsächlich jetzt auch schon zu machen mit England und Harry Kane und so.
Ja, und Niederlande kommen jetzt. Wir sind in Gesprächen mit Italien und so weiter und einfach wirklich diese Overnight-Oats-Welle auch mitzunehmen, wo wir absoluter Vorreiter sind. Du siehst es in Amerika, Oatmeal, und auch da gibt es eine Marke, die heißt Oats Overnight, Die sind hier auch schon irgendwie im Bereich 160 Millionen Euro Umsatz oder so. In Deutschland? Nein, in Amerika. Machen nur diese eine Kategorie. Also da ist total viel Potenzial drin. Das ganze Thema mit Harry Kane, natürlich jetzt die Cereals, da kommen auch noch weitere Produkte, die ein Dach zu etablieren, wo er, wie du schon sagst, einer der besten Fußballspieler, die wir gerade haben, und auch super bekannt. Also da ist noch wahnsinnig viel Potenzial. Jetzt geht es darum, wie du schon sagst, dieses Potenzial voll auszuschöpfen, was wir haben.
Okay, und was glaubst du, ist drin? Also wie viel Umsatz kann man damit machen? Also wann würdest du sagen, jetzt bin ich doch mal ansprechbar für eine Komplettübernahme der Firma?
Das kann ich dir nicht genau sagen, aber also wie du ja vorhin schon gesagt hast, wenn du überlegst, dass wir, wo wir jetzt stehen, eigentlich bisher ja nur so mit einer Hauptkategorie Porridge ein bisschen, ne, so da, wo wir jetzt stehen, wenn du die nächsten 1, 2, Kategorien total erfolgreich allein nur im Handel aufschließen könntest, dann könntest du das natürlich schon direkt verdreifachen.
Okay, okay, okay. Na ja, also ich bin gespannt. Also ich glaube, da ist wirklich noch extrem viel drin. Ich meine, vielleicht noch ein Wort zur Lufthansa. Also Lufthansa habe ich gelesen, gab es an Bord der Lufthansa und der Eurowings.
Ja, wir hatten auch in Airlines.
Aber hatten, also es war kein großes Ding.
Na ja, die verändern immer wieder ihr Menü. Aber jetzt, wo du es sagst, also wir sind gerade auch mit Lufthansa im Gespräch.
Okay, okay. Ach so, das ist aber, scheint jetzt ja nicht so entscheidend gewesen zu sein, weil ich dachte mir, okay krass, Lufthansa. Ich habe gesehen eure Riegel bei Starbucks und so.
Ja, da sind wir auch. Ja, ja.
Aber das unterschlägst du ja so ein bisschen. Das sind ja krasse Referenzen.
Also ja, das sind auch noch relativ neue Wege für uns. Also wir sind eben Retail, online und wir haben dann auch angefangen langsam zu gucken, hey, wo wird noch gefrühstückt oder wo wird gesnackt, wo würde die Marke gut zupassen. Und mit den Riegeln, da wird es jetzt auch bald ein Rebranding geben. Also ich gucke bloß dahin, weil er da liegt. Aber das ist zum Beispiel so was, wo man auch mal sagen muss, ah okay, da müssen wir glaube ich noch mal ran. Weil dieser Riegel, der heißt Pocket Porridge aktuell, fanden wir damals unglaublich clever, weil wir gedacht haben, wir wollen nicht einfach nur einen Standardriegel machen. Der soll so satt machen wie ein Porridge. Der soll richtig viel Haferflocken drin haben, Top-Nährwerte, der ist quadratisch, nicht länglich und so weiter.
Wenn du die ganze Zeit über ihn sprichst, mache ich ihn mal auf.
Ja, mach das. Wir haben aber festgestellt, also die Leute finden den ultra lecker, weil er eben halt so ein Sattmacherriegel auch ist. Aber wir hatten ganz viel Feedback, vor allem auch von Männern, die würden ihn nie kaufen. Niemals. Warum? Weil Porridge draufsteht. Also manche haben auch gefragt, ach, wenn ich da Milch draufgieße, löst sich das dann auf und wird zu Porridge? Das quadratische Format fanden ganz viele bei dem Weißt du, wenn du irgendwo stehst und denkst, ich hätte gerne Bock auf einen Riegel, dann ist es fast schon für den Kopf wieder zu viel zu überlegen, was ist jetzt aber das? Und auch die Zeichnungen bisschen zu kindlich. Das heißt, der wird jetzt komplett gerebrandet.
Darf ich dazu einen Tipp geben, was ich hier im Podcast gelernt habe? Also ich habe es selber auch nur aufgeschnappt, aber die von Gustavo Gusto, die Kollegen, die haben mir erzählt, dass ein Großteil ihres Erfolgs am Anfang auch darauf zurückzuführen ist, dass sie ein ganz anderes Verpackungsdesign hatten bei der Pizza. Bitte ein bisschen andere Größe hatten sie, glaube ich, oder haben sie bis heute. Und da war das so weiß und mit so schwarzer Schrift. Also sah nicht aus wie die normale Pizza im Supermarkt im Tiefkühlregal, wo dann so eine Pizza drauf gedruckt ist und dann irgendwie so sieht es alles ein bisschen oben rechts ist irgendwie rot-blaues Logo, so von wem auch immer. Und da muss ich sagen, wenn ich jetzt das hier angucke, da hast du schon recht, das sieht aus wie wie so eine Regel. Und auch eure Cereal-Verpackungen, du hattest mir netterweise ein paar mitgebracht, die könnten jetzt auch von jemand anderem sein. Da steht natürlich dann schon Three Bears drauf, aber es ist jetzt nichts, dass man denkt, klar. Und ihr habt ja nichts zu verlieren, ihr könntet die jetzt ja komplett schwarz-weiß machen oder irgendwie so sehr ikonisch machen mit einem großen Bärenkopf vorne drauf, ich weiß es nicht, oder mit 3 Bärenköpfen so. Das nutzt ihr gar nicht. Ihr seid aus meiner Sicht jetzt, zumindest nach dem, was ich da jetzt gehört habe, Hätte ich jetzt gedacht, da auch viel zu angepasst mit dem Design eurer Verpackung.
Ach krass, ja, nee, also wir haben damals, als wir auch gestartet sind, haben wir uns natürlich auch das Bestehende, alles, was so auf den Regalen stand, angeguckt und keiner hat mit bolden, knalligen Farben auch gearbeitet und unsere Verpackungen sind ja sehr knallig. Rot, Gelb, die Sorten und so.
Also da stehen jetzt gerade 2 Verpackungen, die eine ist orange, die andere ist braun.
Die Cereals sind aber, das erkläre ich dir gleich, das ist wieder ein anderer Ansatz, aber die Porridge- und Overnight-Oats-Verpackungen sind sehr anders als das, was du sonst aus, sage ich mal so, Haferprodukten, Gesünderem kennst. Ganz anders, viel, viel knalliger. Und die Cereals, da bei den Cerealien, da siehst du normalerweise im Regal schon viele poppige Farben und da haben wir gesagt, da gehen wir eher auf die Flavor Profiles, also wirklich Zimt, einfach diese Zimtfarbe, die du kennst, damit auch Harry Kane noch stärker rauskommen kann als Fußballspieler. Und da darfst du auch nicht vergessen, da hast du die Familien auch als Hauptzielgruppe und die Fußballfans. Das heißt, du kannst gar nicht zu viele Messages, da sollte auch Three Bears mit großem Bärenkopf gar nicht zu krass im Vordergrund stehen.
Da fällt mir ein anderer Tipp ein, den ich auch hier schon mal bekommen habe, und zwar von den Katjes-Kollegen. Die waren auch schon mal im Podcast vor einer Weile und die haben mir erzählt, zum Beispiel, die haben ja Schokolade gekauft von Joko, Was er übrigens mit dem Max Wittrock gemeinsam gemacht hat, dem MyMuesli-Gründer, einem der Gründer. Und die haben gesagt, naja, nachdem wir das übernommen haben, haben wir entschieden, weil wir das auch schon, die Erfahrungswerte haben, da muss noch viel mehr Joghurt drauf. Das muss da richtig groß drauf sein. Jetzt sehe ich hier diesen Three Bears Pocket Perch und da ist nirgendwo Harry Kane drauf.
Na, da ist er ja auch nicht. Das ist ja nicht sein Riegel.
What the fuck?
Er kriegt doch seinen eigenen Riegel noch.
Ich würde das auf die ganze Marke draufkleben, nicht nur auf einen Riegel. Es muss auf die ganze Marke sein, oder nicht?
Nee, das sehe ich ein bisschen anders. Also wie gesagt, die Riegel werden ja jetzt gerebrandet, kommen jetzt dann bald. Aber er kriegt seine eigenen Riegel. Das sind noch mal besondere Riegel. Ich will jetzt auch nicht zu viel verraten. Da ist er natürlich auch fett drauf. Die passen auch noch mal viel mehr zu ihm als Athlet und Sportler. Aber wir haben ja als Marke 3Bears, also wir haben die Marke ja aufgebaut und ich will nicht, dass er auf jeder Produktlinie ist, weil wir auch bei manchen Produkten, auch bei den Overnight Oats, eine sehr weibliche Zielgruppe haben. Und ich weiß nicht, ob der dann jetzt überall da drauf sein muss. Weißt du, was ich meine? Und wir haben uns ganz lange mit ihm hingesetzt, aber auch die Zielgruppen angeguckt und halt überlegt, was brauchen so Fußballfans, Familien, die gerne Fußball gucken und so weiter, wo die Kids auch Fußballfans sind, und sind da bei 2 Kategorien eben angekommen: Cereals, die wir dann mit Hafer statt mit Weizen neu auflegen wollten, ohne Industriezucker, und eben die 2 Riegelsorten, die eben August kommen.
Ist eigentlich Porridge und das Ganze, die ganze Portfolio von euch eine attraktive vom Margenprofil her Kategorie?
Tja, Lebensmittel ist immer so ein Thema, ne? Also das ist nie, sind nie die größten Margen. Wir sind jetzt nicht in der Fashion oder was auch immer.
Also Philipp, ich würde sagen, über 10% Marge in seinem Geschäft wäre schon richtig gut.
Und er produziert selbst, ja.
Also er, wir haben ja Produktionspartner, dann hat man ja noch mal eine andere Marge.
Ich gebe jetzt die Margen jetzt hier nicht raus, ne, aber mehr oder weniger, also er hat gesagt, 10% ist schon gut. Ja, ja, finde ich jetzt schwierig.
Ja, also zu wenig.
Ja, also vor allem für E-Commerce auch und so, ne. Vielleicht hat er was anderes gesagt, aber ich meine, finde ich, fände ich jetzt schwierig.
Okay, also okay, das ist ja eine klare Aussage, dass du glaubst, in eurem Business zumindest ist sogar mehr als 10% möglich.
Ja, immerhin, aber Ja, also wir können da schon gesund wirtschaften, aber in also Lebensmittel und so, du musst dann ja, also du brauchst ja trotzdem auch Marketing-Spend, ne? Und da musst du schon gucken, wo du es hernimmst.
Ja, aber wenn man jetzt irgendwie 100 Millionen Umsatz macht, dann schafft man 10 Millionen Ergebnis bei 10% Marge. Das ist einfach zu rechnen. Das kann man dann schon, oder 15 Millionen Ergebnis kann man dann schon in den nächsten Jahren vielleicht mal damit holen.
Maybe.
Ja, auf jeden Fall. Das musst du dir zutrauen.
Ja, das mache ich jetzt.
Ich glaube, das ist das Ziel. Dann machen wir ein Update.
Ja, das machen wir.
Alles klar. Vielen Dank, dass du gekommen bist.
Ja, danke dir.
Viel Erfolg und Glückwunsch zu der Entwicklung plus allem Drum und Dran. Ich meine, auch mit Family und ist ja wirklich irgendwie was für eine Lebensphase.
Ja, ich komme dann wieder in 10 Jahren. Ja, vielleicht schon früher.
Okay, alles klar.
Gut.
Ciao, ciao.
Ja, ciao. Danke.
Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch? Was können wir noch besser machen? Und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen oder zumindest zu versuchen, ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse, Was können wir tun? Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie zum Beispiel 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro oder ein OMR Report eurer Wahl. Und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel Vier Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen. Und wie gesagt, vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören nach hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank vorab. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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