Investor Florian Heinemann (#782)
9 Mar 2025 · 70 min
In this OMR Podcast episode, host Philipp Westermeier interviews veteran investor Florian Heinemann (Project A, former Rocket Internet executive). Heinemann reflects on his career, the evolution of the European startup ecosystem, and the shift from rapid flip culture to longer‑term founder commitment. They discuss recent high‑profile exits (Zalando, About You), the challenges of achieving large exits in Europe, and the scarcity of IPOs. Heinemann outlines Project A’s current investment focus, spanning AI‑driven med‑tech, defense‑related software, logistics hubs, recycling marketplaces, and EV‑charging infrastructure, emphasizing a move away from pure e‑commerce. The conversation expands to broader European tech successes (Spotify, Adyen, Booking, Celonis, Flixbus, Revolut, Trade Republic, Bitpanda) and the need for coordinated industrial policy to support deep‑tech areas such as electric aviation (Lilium, Isar Aerospace), fusion, chips, and defense procurement. He also shares views on talent migration, the impact of German politics and the recent Bundestag election on growth, and the importance of a growth‑oriented, predictable policy environment. Additional topics include the potential impact of EU tariffs and tax fairness on tech firms, the role of Shein and Temu as a warning for European e‑commerce, a candid discussion of Heinemann’s personal crypto holdings, the significance of stablecoins like Tether and their real‑world use cases, speculation on the upcoming German Digital Minister (candidates Verena Pausder and Julia Jäckel) and broader political dynamics, and updates on Project A’s fundraising activities and upcoming events. The episode also contains sponsor reads for Qonto, Hiscox, and Scalable Capital, and touches on Heinemann’s personal media habits and content strategy.
Chapters
Da ist er wieder, der gute alte Florian Heinemann. Jemandem, dem ich generell sehr dankbar bin für viele Auftritte über die Jahre hier im Podcast, für die Unterstützung von OMR seit wirklich Stunde eins. Meine vorherige Firma hat er mitfinanziert mit seinem Fonds Project A. Davor war er mal Geschäftsführer bei Rocket Internet, hat verschiedenste große Firmen mitfinanziert in der ganz frühen Phase: Zalando, Trivago, viele weitere. Und seit all den Jahren macht er aber im Hauptjob neben Aufsichtsrat und Beiratsmandaten vor allen Dingen einen großen Venture-Capital-Fonds und denkt entsprechend viel über die digitale Wirtschaftswelt nach. Er macht auch regelmäßig einen Podcast bei Alex Graf in der Kassenzone. Da gibt es den Monthly Heinemann, den ich regelmäßig höre. Und jetzt gibt es hier einmal quasi den Yearly Heinemann, das große Update zu den verschiedensten Entwicklungen der Wirtschafts- und Digitalwelt von und mit Florian Heinemann. Das Ganze übrigens keine Anlageberatung, auch wenn wir ganz konkret über verschiedenste Titel und Fonds gesprochen haben. Und selbstverständlich wird der Flo natürlich auch am 6. und 7. Mai beim OMR Festival in Hamburg zugegen sein. Wer also Anknüpfung sucht, schreibt ihm eine Mail. Vielleicht kann man sich da vor Ort treffen. Jetzt aber erstmal rein ins große Heinemann-Update. Auf geht's!
Let's go! Go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt's im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram, und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Hallo Florian.
Moin moin.
Wie sieht es gerade aus? Das Letzte, was wir gesprochen haben, war die Sonderfolge About You und Zalando. Gar nicht so lange her, aber halt im Kontext einer Sonderfolge. Der Deal war ganz positiv, oder?
Ja, also für Zalando auf jeden Fall. Also ich glaube, das wird eine gute Sache und ich glaube auch going forward für About You, für das About-You-Geschäft, auch für Scale sicherlich. Also nee, ich bin da, ich glaube, das ist eine gute Sache, eine Konsolidierung, die glaube ich für alle Beteiligten Benefits hat.
Und ja, warst du überrascht, dass die Ottos doch rausgegangen sind? Ich hätte gedacht, dass die würden vielleicht irgendwie bei Zalando investiert bleiben, aber das wollen sie wohl nicht.
Genau, also das kam ja dann im Nachhinein raus, dass ich hätte vermutet, dass man dabei bleibt, aber die Policy bei Otto ist ja so ein bisschen, wir wollen eigentlich nur, klar, wir machen ein paar Venture-Sachen, unter anderem eben bei uns, aber wir wollen eigentlich nur an Geschäften beteiligt sein, wo wir auch irgendwie wesentlich beteiligt sind und auch irgendwie einen unternehmerischen Einfluss haben. Das ist ja so ein bisschen die Begründung und insofern sind die da raus. Ich glaube, die Gründer, also Tarek und so weiter, sind aber nach meinem Verständnis weiter an Bord. Also nicht nur sozusagen mit ihren Positionen, sondern auch, oder mit ihren Rollen, sondern auch kapitalmäßig. Ja, genau. Aber da war auf jeden Fall eine überraschende Geschichte.
Hattest du in einer der beiden Firmen nicht Geld?
Nee, nee, nee. Also genau, ich war ja mal bei Zalando, hatte ich, war ich ja investiert damals über Rocket, bin dann aber raus, weil ich quasi unterbeteiligt war bei den Sumwas oder bei Rocket. Und die sind ja immer relativ schnell draußen. Das heißt, die Ich weiß gar nicht mehr, wie schnell, aber nach dem IPO bin ich dann auch komplett raus, weil ich quasi unterbeteiligt war da und hatte mich dann da verabschiedet. Aber im Nachhinein war gar keine so schlechte Bewertung. Also ich glaube, am Ende war es dann irgendwie 5 Milliarden oder so was. Und gut, jetzt sind sie 10 wert, aber zwischendurch waren sie auch bei 6, 7 und das ja auch schon. Wann war der Börsengang Zalando?
2014? Ja, schon lange her.
Also schon ein paar Jahre her. Insofern war das glaube ich ganz gut. Nee, und About You war ich Beirat vor ein paar Jahren, bis Bestseller eingestiegen ist. Aber da hatte ich nie eine kapitalmäßige Beteiligung.
Würdest du eigentlich generell so sagen, dass wir ein bisschen eine neue Zeit erleben? Weil du hast ja auch damals die Rocket-Zeit erlebt, wo man was gegründet hat, auch als Person, und dann war man nach 1, 2 Jahren raus oder nach 3 Jahren. Oder man hat dann versucht, möglichst schnell so auch zu flippen, auch als Gründer. Das war ja das Prinzip von Rocket sowieso, aber es war auch die ganze Gründerwelt war so, dass man sagte, okay, ich baue jetzt eine Firma oder eigentlich bin ich Serial-Entrepreneur am besten, mache dann irgendwie in den nächsten 10 Jahren 3 Firmen nacheinander alle weg und verkaufe jede einzelne. Dass sich das total verändert hat, dass heutzutage wirklich eher der Klassiker ist, du machst was und machst dann über 10 Jahre. Du siehst jetzt ja bei Zalando, Robert und David sind noch dabei, bei Bautütarek jetzt auch schon lange dabei, das ganze Team. Und bei vielen Firmen, auch bei euch im Portfolio, Trade Republic, das sind N26, alles Firmen, wo die Gründer jetzt teilweise über Jahre, Jahrzehnte an Bord bleiben. Ist eine neue Welt.
Ja, was heißt eine neue Welt? Ich glaube, das ist ehrlicherweise bei Themen, die ganz gut laufen oder sehr gut laufen, ist das auch die Realität ehrlicherweise, dass man dann irgendwann merkt, eine gute Firma braucht halt, selbst wenn sie sich sehr schnell entwickelt, du hast jetzt gerade auch im AI-Bereich Themen vielleicht, die wahnsinnig Rückenwind haben, aber ich glaube, eine sehr gute Firma braucht einfach 5 bis 10 Jahre, bis sie überhaupt auf einer gewissen Flughöhe ist. Also selbst wenn du wirklich Gas gibst, und dann merkst du schon, das auch ganz, ganz spannend, die Diskussion, die du da mit den Gründern hast, die denken dann ja so ein bisschen, also wenn du sie früh fragst, dann denke ich schon so, oder 5 bis 6 Jahren, dann bin ich durch, und dann muss ich im Prinzip dann was anderes machen, und dann brauche ich wieder eine neue Herausforderung. Und wenn du dann aber natürlich gerade in einer sehr, sehr gut laufenden Firma bist, muss man natürlich schon sich fragen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch mal sowas in der Größenordnung baue, wo ich dann auch wieder diese Gestaltungsmöglichkeiten habe, Also viele sind dann, merken, da merkst du schon so, drehen dann im Prinzip ihren Fokus von, ich möchte auch damit ein Stück weit Geld verdienen, hin zu, wo kann ich eigentlich möglichst viel Impact haben und wo habe ich sozusagen einen gewissen Gestaltungsspielraum und Gestaltungsmöglichkeiten. Und klar, wenn du Vorstand bist von Zalando, dann hast du natürlich wahnsinnige Ressourcen, um auch Dinge eben zu bewegen und zu machen. Und ich glaube, dann dreht sich auch so ein bisschen die Sichtweise oder die Prioritäten, was spannend ist und was nicht spannend ist. Und insofern glaube ich, ist ist das eine ganz normale menschliche Entwicklung, dann irgendwann für sich selbst zu realisieren, eigentlich macht es dann auch Sinn, bei sowas dabei zu bleiben.
Also gerade derjenige, der jetzt 2, 3 Firmen nacheinander macht, das gibt's eigentlich nicht mehr so, wie es das damals gab.
Also ich glaube, du, vor allen Dingen war natürlich auch die Exit, wir brauchen ja große Exits, ne. Also Investoren jetzt investieren, das sind ja, wenn du irgendwie, was ich, ein Fonds wie wir jetzt oder Cherry oder Headline oder so, du brauchst ja dann mehrere 100 Millionen Exits und idealerweise sogar noch mehr. Das heißt, die absolute Größenordnung an Firma, die man erreichen muss sozusagen, damit das auch ein ist für alle Beteiligten, die ist einfach eine andere und das dauert einfach länger. Ja, so, und ich glaube, die, und du merkst eben auch, die Firmen, die jetzt gebaut werden, sind sicherlich auch noch mal weniger Execution-fokussiert, stärker Technologie- und Produkt-fokussiert, und das dauert einfach eine gewisse Zeit.
Was würdest du sagen, wie lange dauert es, bis man überhaupt absehen kann, ob eine Firma wirklich ein Erfolg wird?
Ja, also früher hätte ich dir gesagt, so vor 3, 4 Jahren, dann weißt du eigentlich schon, ob das Ding Product-Market-Fit hat und so weiter. Bloß ich glaube, was ja so die Lehre aus 2020 oder 2021, man kann natürlich auch Firmen kaputt machen, wenn man dann eben zu viel Geld dann raised und auf einer zu hohen Bewertung und dann hast du auf einmal enttäuschte Erwartungen, du hast Liquidationspräferenzen, die vor dir stehen. Das heißt, es ist durchaus möglich, auch sehr, sehr gut initial gestartete Firmen, die nach 3, 4 Jahren wie die nächsten Gewinner aussehen, dass man die wirklich innerhalb von 2, 3 Jahren mit ein paar falschen Entscheidungen, insbesondere auch zu hohe Bewertungen, zu viel Geld geraced, dass man die Firmen auch kaputt macht. Obwohl die eigentlich einen gewissen guten Kern haben. Insofern, ich bin immer wieder überrascht, wie viele Firmen, die eigentlich super aussehen, auch nach 7, 8, 10 Jahren dann doch noch mal wieder aus der Kurve fallen. Was du seltener erlebst, das muss man fairerweise sagen, den anderen Weg, dass du sagst, so eine Firma dümpelt so 3, 4, 5, 6 Jahre vor sich hin und dann hast du sozusagen so diesen Phönix aus der Asche. Das siehst du eigentlich selten, aber Startup-Unternehmen sind dann doch anfälliger, als man das vermuten würde.
Also ich habe lange immer gedacht, XING wäre die Firma, die ich am liebsten selber gegründet habe. Habe ich dem Lars auch immer gesagt, Lars Hinrichs, Mensch, das ist ein Traum, so eine Firma zu haben und mega geile Gründung, auch mit dem Paid-Modell dahinter, Abo-Modell und so. Ja, aber ist jetzt auch, hat es auch jetzt glaube ich gerade aktuell schwieriger.
Du musst dich einfach kontinuierlich weiterentwickeln und das ist eben die Schwierigkeit. Bei den allermeisten digitalen Modellen kannst du dich eben nicht auf dem ausruhen und wenn du dann diese Weiterentwicklung, wenn du das nicht schaffst, kontinuierlich wirklich auf dem Schirm zu haben und das ist ja auch der Grund, warum sich die Facebooks und so weiter so verhalten oder Metas, wie sie sich verhalten, kontinuierlich neue Wetten, da Metaverse, hier Instagram kaufen, da Oculus kaufen, so, also kontinuierlich im Prinzip auf der Suche nach dem nächsten Wachstumstreiber und lieber mal eine Fehlentscheidung, als sozusagen da gar nichts zu machen. Und ich glaube, das ist so ein bisschen die Denke, die man sich im Prinzip aneignen muss, dass man eben sich nicht darauf verlassen kann, dass ein Geschäftsmodell, was einmal ganz gut funktioniert, einmal auf einer ganz guten Trajektorie ist, dass das eben so bleibt. Und ich glaube, das ist die Schwierigkeit, weil du im Prinzip kontinuierlich diesen Hunger quasi in der Firma behalten musst. Und das ist eben nicht so einfach.
Gibt es eigentlich jetzt, also wir schweifen ab von dem, worüber wir eigentlich sprechen wollten, aber weil ich es gerade interessant finde, aus den letzten Jahren so in Europa insbesondere oder aus Deutschland heraus Firmen, die du gesehen hast, jetzt unabhängig von eurem Portfolio, ja oder nein, aber wo du sagst, das hätte ich im Zweifel auch noch mal gerne gemacht oder wäre ich gerne dabei gewesen, das ist richtig ein geiles Modell, was auch dich so ein bisschen inspiriert vielleicht zu sagen, guck mal, es geht doch. Also hat es da irgendwas gegeben so in den letzten Jahren, was dir so im Kopf ist, wie bei mir früher was gesinkt. Da habe ich wirklich gesagt, wow, das hätte so zu mir gepasst, finde ich. Aber Lars hat es gemacht, hat es auch super gemacht, und dann war er immer raus.
Was ist eine Reihe von Firmen? Also ich glaube Booking ganz klar aus Amsterdam, was mittlerweile dann auch eine amerikanische Firma ist in der Börsenliste. Adyen finde ich eine der beeindruckendsten Firmen aus Holland auch, ne, auch aus Holland klar Spotify. Also insofern, es gibt schon, gibt schon eine Reihe von Firmen, die, die, wo ich sagen würde, das ist echt sehr gut unterwegs. Ist Celonis mit Sicherheit auch ein sehr guter, interessanter Space, scheinen auch einen sehr guten Job zu machen. Flixbus, ja, da war ja Cherry früh mit dabei, da waren wir nicht mit dabei. Also insofern sicherlich Revolut, ja. Wobei ich glaube, dass Trade Republic— und Revolut ist vielleicht vor allen Dingen auch deshalb spannend, weil es ja wirklich jetzt nicht in der gesamten Welt, aber schon relativ globalen Anspruch hat mittlerweile als eine der sozusagen Neobanken, die es gibt. Und ich glaube, Trade Republic ist da natürlich ein bisschen hinterher in der Entwicklung jetzt rein zeitlich. Aber ich glaube, Trade Republic hat auch durchaus die Chance, da eine Firma in der Größenordnung zu werden. Und natürlich ganz klar Spotify. Also ich glaube, das ist vom Börsenwert wahrscheinlich von den Firmen, die wir jetzt gerade genannt haben, außer Booking, wo man jetzt beide so um die 100 Milliarden würde ich sagen. Also ich glaube Spotify sogar 150 oder so was. Also insofern, und wo ja auch Daniel Ek das ja auch noch macht. Also der ist wohl ein bisschen an die Seite getreten. Gibt es jetzt irgendwie 2, 3 andere, die das primär führen, aber auch noch dabei ist. So, also klar, bisschen nachgelagert vielleicht ein Transferwise oder Wise, wie sie mittlerweile heißen. Aber es gibt schon eine Reihe von super Firmen.
Ja, ich sage nur mal eine Schublade tiefer. Zwar hatte ich vor kurzem eine Podcastaufnahme, also 2 Schubladen tiefer, auch 3, aber fand ich trotzdem für meinen Space so Content ganz interessant. Eine junge Dame, ich hatte den Namen schon ein paar Mal gehört, aber nicht so die Story präsent. Julie Lepic macht Erotik-Hörbücher, Erotik-Audio. Hat mir erzählt, 15 Millionen Abo-Umsatz, das hat sie quasi mehr oder weniger gebootstrapped und die Kosten sind jetzt nicht so hoch, weil dieses erotische Content, der vergeht halt nicht, den kann man auch über Jahre nutzen. Also ich habe dann so rausgehört, das ist auch sehr profitabel. Das hat sie innerhalb von 4, 5 Jahren so hochgezogen. Also ich meine, ist jetzt natürlich nicht irgendwie vergleichbar mit den Kategorien, die du gerade gesagt hast, aber auch das fand ich so, ich dachte, okay, es gibt ja doch so Startup-Geschichten, die jetzt ohne großes Funding und dann auch gar nicht in die ganz obere Liga rein müssen, weil es total cool ist, wenn man sagt, okay, 15 Millionen Abo-Umsatz sind wahrscheinlich je nach Wachstum fast 100 Millionen wert, also in der heutigen Welt. Ja, je nachdem, oder?
Absolut, also sehr, sehr beeindruckend. Und wie du schon sagst, ich glaube, das ist eben auch noch mal eine Erkenntnis, nur die wenigsten Unternehmen brauchen auch dieses Venture-Capital-Funding, was dich dann aber auch auf eine sehr enge Bahn schiebt. Ich glaube, das muss man sich auch mal klarmachen als Gründer. In dem Moment, wenn du halt einmal diesen Venture-Track betrittst, dann hast du halt eine sehr starke Pfadabhängigkeit und dann musst du im Prinzip auch dieses extreme Wachstum produzieren. Du musst dann mehrere 100 Millionen wert werden und das ist dann auch nicht mehr reversibel so richtig. Und deswegen, also ich glaube, man muss sich das schon immer sehr genau als Gründer überlegen und mein Gefühl ist auch bis heute, dass viele auch so ein bisschen, ich will nicht sagen unüberlegt, aber dass man das eben schon eine Reihe von Leuten nicht komplett bis zu Ende durchdacht, diesen Venture-Track beschreiten, weil der natürlich so vermeintlich sexy ist, aber der passt dann eben wirklich nur für ein sehr enges Spektrum von Firmen. Das darf man eben immer nicht vergessen. Für die allermeisten Firmen ist eben Venture Capital gar nicht die richtige Finanzierungsform.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/OMR. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Obwohl es jetzt auch in den letzten Jahren— wir überlegen gerade sogar beim OMR Festival ein Panel zu machen mit sozusagen überraschenden Stars, noch nicht mal aus der Generation von Trade oder von Spotify, weil das sind ja auch schon Firmen, die jetzt über 10 Jahre alt sind zum Teil.
Trade nicht ganz, aber ja.
Und auch da so ein bisschen vielleicht hier ein ermutigender Podcast neben wahrscheinlich anderen Themen, die wir gleich noch haben werden, die nicht so ermutigend sind. Aber ein paar finde ich jetzt ganz interessant, mal vielleicht zu droppen oder deine Meinung zu hören. Und da habe ich so eine Liste gemacht, wen wir alles in so ein Panel reinnehmen könnten. Große Bühne bei uns, so Leute, die jetzt wirklich ja was Krasses gebaut haben. Dann fallen mir da überraschende Sachen ein. Erik Demuth mit Bitpanda, auch eine krasse Geschichte, einer der größten Kryptobörsen, zumindest mal Europas, aber schon auch weltweit relevant, die jetzt richtig große Sponsorings machen und so. Ist eine österreichische Firma, aber von einem deutschen Typen mehr oder weniger mitgemacht. So Bitpanda. Dann hast du die Quality Group mit ESN und Mooren. Nahrungsergänzungsmittel, Private-Equity-Case, wahrscheinlich mittlerweile auch über eine Milliarde wert. Dann hast du sogar Hyrox.
Auch selber Ahnung.
Moritz Fürste und Christian Tötzke, wo man auch sagt, okay, die haben irgendwie, das ist global, die machen da mittlerweile, ich habe Gerüchte gehört, irgendwie geht es auch über 100 Millionen Umsatz, machen da über eine Million Teilnehmer. Ein Wahnsinn. Also das haben die in ein paar Jahren aufgebaut.
10 Jahre alt, ne, vielleicht?
Wenn überhaupt. Und auch mit relativ wenig Cash, dann hast du einen Hyrox. Und dann ist mir als Letztes aufgefallen, was auch, finde ich, am Schirm ist, noch nicht ganz in der Liga, aber hat auch zuletzt Finanzierungsrunde gemacht, 300 Millionen Bewertung, Zellerfeld hier aus Hamburg. Das kennt man ja so als, dachte man so ein bisschen, ja, so ein verrückter 3D-Drucker-Ding. Am Ende produzieren die jetzt Maschinen, ist Maschinenbauer, mit dem man Schuhe drucken kann oder Schuhe produzieren kann. Du gibst oben die Pellets rein in Plastik und dann unten kommt wirklich ein fertiger Schuh raus, ohne alles, ohne irgendeine Frau in Asien, die da klebt, oder einen Mann, der da klebt. Und die wollen wirklich, die These ist, die globale Schuhbranche zu verändern und sagen, Schuhe können jetzt vor Ort gedruckt werden, die müssen wir nicht mehr irgendwo. Und da sind jetzt Nike dahinter, da ist Peter Thiel eingestiegen, da ist der Fonds eingestiegen, der bei Tesla in der Frührunde dabei war. Hier in Hamburg wird ja okay und relativ starkes Mode, also Software, Hardware, Brand. Ja, also da, das gibt es, gibt es schon die, die, die neuen deutschen Stars sozusagen.
Und ich finde, und ich finde es halt, wir müssen mehr von diesen Beispielen auf, auf die Bühne zerren und in sozusagen die sozusagen, dass die Aufmerksamkeit kriegen, weil wie du sagst, ich glaube, man muss einfach viele unternehmerische Beispiele sehen, damit eben mehr Leute dazu inspiriert werden, sich selbstständig zu machen, in welcher Form auch immer, ob jetzt VC-finanziert, 2, 3 private Investoren, bootstrapped. Und ich glaube, je mehr Beispiele man sieht, mit denen man sozusagen relaten kann, desto besser ist es, weil wir brauchen natürlich mehr von diesem Unternehmertum. Also ich glaube, wir haben jetzt in Europa einfach wenig Produktivitätsfortschritt, wenig Wachstum. USA hat uns komplett abgehängt die letzten 10 Jahre. Und ich glaube, das wird nur gehen mit mehr Unternehmertum. Aus dem Mittelstand, aber natürlich auch durch Neugründungen. Und ich glaube, jede Form von sozusagen erfolgreichem Unternehmertum ist zeigenswert und sollte eben mehr Aufmerksamkeit kriegen.
Also wir überlegen gerade so ein Panel zu bauen. Ich meine, es gäbe noch weitere. In Helsingfors haben wir noch ein Panel gesprochen. Das ist glaube ich auch relativ gut bei euch. Die ganzen Defense-Sachen, die jetzt kommen. Aus bekannten Anlässen, sind jetzt irgendwie gerade auch, glaube ich, recht nachgefragt. Also es geht schon was, das war die erste Botschaft.
Absolut, es geht auf jeden Fall was und man kriegt auch, das muss man eben auch sagen, viele von den Firmen, die du gerade angesprochen hast, kriegen auch Funding aus den USA. Also auch sozusagen, es heißt ja immer, man tut sich schwer hier mit späterphasigen Fundings, aber die guten Firmen, das stimmt natürlich auch, also unser Fundingmarkt ist nicht so groß wie in den USA, aber es hat sich dramatisch weiterentwickelt und es ist weiterhin so, muss man sagen, dass die guten Firmen, die in Europa gebaut werden, dass die global Zugriff haben auf sehr spannende Investoren und da auch Finanzierung kriegen. Und ich glaube, was man nicht vergessen darf, und ich glaube, das ist eine große Stärke, die wir haben, die Kosten, die Betriebskosten einer Firma hier, klar, wir haben hier mehr Bürokratie und so weiter, verstehe ich alles, aber um eine Firma sozusagen hier zu betreiben, ist halt viel günstiger als in den USA. Wir haben super Talente, also insofern, ich glaube auch, jetzt ist eine Chance, noch mal eine Reihe von Leuten auch aus den USA wieder zurückzuholen, um dass sie eben hier mitarbeiten wollen an Firmen, war klar. Man kann sich jetzt über Donald Trump wahrscheinlich noch nicht mal mehr streiten. Also ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass viele, auch gerade Leute mit europäischen Wurzeln, sagen, ich kann mir auch gut vorstellen, wieder nach Europa zurückzukommen, wenn hier die entsprechenden sozusagen unternehmerischen Opportunitäten sind, da hat man glaube ich eine sehr gute Chance, auch Leute dazu zu bewegen, dann hier ihr Know-how einzubringen.
Und ich glaube, das ist vielleicht eine ganz gute Chance, Kriegt man ab und zu mal mit, so aus dem Kreis auch von Wissenschaftlern und so, dass Leute aus dieser Community sagen, jetzt auch so die Trump-Aktivitäten oder Maßnahmen da im Bereich Wissenschaftsförderung, Fundings kommen da wohl nicht so gut an, sagen wir es mal so. Und da haben wohl einige gesagt, okay, das ist nicht das Umfeld, in dem ich tätig sein will. Also es kann sein, dass dafür auf eine ungeahnte Art und Weise Trump den Europäern einen Gefallen tut, ohne das jetzt bewusst so zu meinen.
Also das war nicht die Absicht, aber ich glaube, was wir halt noch nicht hinbekommen, und ich meine, wir werden auch aus den USA. Das ist natürlich das Bemerkenswerte dort. Klar, du hast ein tolles Funding-Ökosystem, aber es ist natürlich immer noch der Attraktionspunkt für Top-Talente weltweit, die dann eben auch über die Unis kommen und dann bleiben und dann eben sich selbstständig machen. Und was wir eben noch nicht in dem Maße hinbekommen, sicherlich jetzt Ausnahmen Cambridge oder Oxford oder so, aber in der Breite wirklich das Top-Talent anzuziehen und die dann eben auch hier zu behalten und vor allen Dingen auch diesen Transfer ins Unternehmertum. Also das, was jetzt an der LMU TU sicherlich jetzt sehr, sehr gut funktioniert hat, immer besser funktioniert die letzten 10 Jahre. Das muss es halt an viel mehr Stellen noch in Europa geben, um dann eben diesen Impuls oder diesen Mechanismus, den man in den USA ja an zig Stellen beobachten kann, am MIT, am Caltech, in Stanford und so weiter. Top-Wissenschaftler kommen aus allen Ländern dorthin und ein Teil von denen macht sich dann da eben selbstständig und ist eben in diesem Ökosystem dann direkt drin. Und ich glaube, dieses Wissenschaftsnahe Entrepreneurship Zyklus, den, da tun wir uns eben noch schwer mit, aber da gibt es keinen fundamentalen Grund, warum das nicht klappen sollte. Also ich glaube, ich hoffe, dass das jetzt sozusagen das Signal ist für uns oder für Europa, da eben sich stärker in so eine Richtung zu drehen und zu orientieren.
Wie in dem Kontext guckst du auf die Bundestagswahl in den letzten Tagen?
Ja, also ich glaube, wie gesagt, wir brauchen globales Top-Talent und das wird natürlich nicht angezogen durch eine starke AfD. Ich glaube, da Und ich meine, jeder Mensch, der nicht komplett bescheuert ist, sieht halt, wir brauchen Zuwanderung. Man kann sich jetzt darüber streiten, in welchem Ausmaß brauchen wir Zuwanderung, aus welchen Ländern. Aber ich glaube, dass wir sozusagen als Europa es schaffen müssen, möglichst attraktiv zu sein für Talente aus der ganzen Welt. Und Talente heißt eben nicht nur zwangsläufig Wissenschaftler. Wir brauchen Handwerker und so weiter. Also jeder, der sich hier einbringen will, davon brauchen wir Menschen. Da braucht man sich die demografische Entwicklung nicht anzugucken. Da hilft natürlich eine AfD nicht. Ich vermute sozusagen, In dem Kontext, den wir jetzt sozusagen hatten, ist da der Outcome jetzt wahrscheinlich noch einer der besseren, also mit einer stabilen CDU. Ich hätte ehrlicherweise persönlich es nicht schlecht gefunden, das mit den Grünen zu kombinieren, weil ich glaube, sozusagen diese Kombination aus Klimaschutz und sozusagen einer stärkeren, sozusagen klassischen Wirtschaftsorientierung, die hätte uns wahrscheinlich gut getan, wenn man es geschafft hätte, das in funktionsfähige Regierung zu kriegen. Aber so ist es jetzt auch wunderbar. Ich glaube, was halt wichtig ist, dass man jetzt eben sich schnell einigt auf eine Regierungsbildung und dass sozusagen der Einfluss von Menschen wie Saskia Esken nicht so groß ist. Ja, weil ich glaube, es wird halt, ich glaube, das muss halt jedem klar sein. Und ich glaube, das ist vielen noch nicht in der Konsequenz klar. Wir brauchen für alles, was jetzt kommt, egal ob es European Resilience ist, ob es Klimaschutz ist, ob es sozusagen, wir müssen, wir brauchen eine wachsende Wirtschaft. Ohne das werden alle Aufgaben nicht lösbar sein. Und ich glaube, die bewegen uns halt in eine Welt rein, und ich versuche das ja immer unideologisch zu sehen, da zählt halt wirtschaftliche und auch militärische Macht. Und die wird nur aufzubauen sein, wenn wir eben eine wachsende Wirtschaft haben. Und deswegen ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass man nicht versucht, so diesen Widerspruch aufzumachen zwischen, dass das Kapital und sozusagen die Arbeit oder die Kapitalisten und die Arbeitenden, das ist einfach ein überkommenes Weltbild, sondern du musst beides miteinander kombinieren und wir brauchen eine wachsende Wirtschaft, um diese Aufgaben stemmen zu können und ich glaube, das muss man anerkennen und nur dann, ich glaube, uns muss ja klar sein, nur dann, wenn wir wirtschaftlich mächtig und militärisch mächtig sind als Europa, nur dann werden wir auch in der Lage sein, die Wertewelt, die uns wichtig ist, sozusagen zu verteidigen und rauszutragen und als attraktives Modell zu präsentieren. Und ich glaube, das muss halt den handelnden Personen klar sein. Und klimafreundliche Technologien können da ein Baustein sein und müssen ein Baustein sein. Aber ich glaube, man darf eben, man muss eben, und das ist glaube ich das, was der letzten Regierung nicht so gelungen ist, man muss eben über Anreize steuern und eben nicht über Verbote und ideologische, zu stark ideologisch geprägte sozusagen Maßnahmen. Und ich glaube, wenn der Regierung das gelingt und wie ist ja auch alternativlos. Also es muss ja in irgendeiner Weise funktionieren. Dann hoffe ich, und ich hoffe, dass das für uns jetzt so ein bisschen der Weckruf ist, dass wir als Europa da stärker in die richtige Richtung uns entwickeln.
Ein paar Innovationen, technologische Möglichkeiten, die hier immer wieder diskutiert wurden, scheinen jetzt am Ende doch nicht geklappt zu haben. Ich habe in den letzten Wochen mal mit Jan Beckers gesprochen, auch mit Frank Thelen gesprochen. Immer war das Thema natürlich wieder Lilium und Flugtaxen und das Ganze. Ganze aus der Ferne sieht es jetzt endgültig vorbei aus, obwohl es ja immer wieder noch neue Finanzierungskandidaten gab. Und irgendwie, wie blickst du auf diese ganze Saga bislang?
Ja, ich tue mich da schwer. Ich kann ehrlicherweise, ich wundere mich auch immer, dass Leute da so meinungsstark sind, was Lilium angeht. Ich kann nicht beurteilen, wie sozusagen tragfähig diese Technologie gewesen wäre. Ich glaube, das ist auch nicht der springende Punkt. Ich glaube, wir müssen, wir brauchen eine europäische Industriepolitik. Da kann sicherlich Elektro sozusagen Fliegerei, kann da sicherlich ein Bestandteil von sein. So, ich glaube, wichtig ist halt, man sollte es nicht an einzelnen Firmen festmachen. Also das ist, und ich glaube, das war auch so ein bisschen der Fehler, der kommunikative Fehler, den die Leute gemacht haben, die das sehr stark gepusht haben. Man hat es eben zu stark zugespitzt auf Lilium und ich glaube, man muss halt, wir brauchen generell eine andere sozusagen Förderkultur in Europa, wo wir halt sagen, das sind unsere 5, 6, 7 Technologiebereiche, die wir fördern wollen. Und dann braucht man im Prinzip halt Systeme, die in der Lage sind, idealerweise eben nicht Einzelfirmen auf Einzelfallbasis dann zu fördern, sondern wo man wirklich eben versucht, systematische Schemes aufzubauen, die halt für gewisse Technologien dafür sorgen, dass wir dort sowohl Know-how aufbauen als auch dieses Know-how dann eben in Firmen übersetzen. Und ja, also ich, nur weil jetzt Lilium nicht gefördert wurde, und wie gesagt, ich würde mir kein Urteil anmaßen, was jetzt irgendwie die technologische Machbarkeit angeht, aber nur weil das jetzt nicht gefördert wurde, ist das mit Sicherheit nicht der Untergang des Deep-Tech-Standorts Deutschland. Andererseits brauchen wir natürlich schon eine leistungsfähigere, sozusagen leistungsfähigeres System, um solche Themen entsprechend zu fördern. Also wenn du jetzt ein Isar Aerospace hast oder so, es muss einfach klar sein, wie kommt ein Isar Aerospace, wenn die Technologie funktioniert, zuverlässig an Aufträge? Wie kann man so einer Firma vielleicht auch helfen, sozusagen von staatlicher Seite gewisse Aufträge vorzufinanzieren? Wie kann man vielleicht auch Investments in solche Technologiefelder steuerlich fördern, um das attraktiver zu machen. So, und da gehört sicherlich ein Isar Aerospace zu, da gehört wahrscheinlich auch Elektrofliegerei zu, da gehört sicherlich sowas dazu wie Marvel Fusion, oder also generell Fusionsreaktoren, das ist Zukunftstechnologie. Wir werden mit Sicherheit, brauchen wir eigene Chip-Technologien hier, wir brauchen der ganze Bereich Defense, kommt noch mal dazu. Ich glaube, wir müssen uns insgesamt überlegen auf europäischer Ebene, wie schaffe ich es, aus dieser Einzelfalllogik rauszukommen hin zu, das sind die 7, 8, 10 Technologiefelder, die wollen wir fördern. So machen wir das im Mittelstand, so fördern wir Start-ups und so sorgen wir auch dafür, dass der Staat, häufig hilft es ja auch schon, wenn der Staat zuverlässiger Kunde ist. Wir sehen es jetzt ja auch im Bereich Defence, viel passiert da jetzt auch gerade oder deutlich mehr als vorher zumindest, weil im Prinzip die Armeen in Europa oder auch die NATO-Armeen deutlich schneller und experimentierfreudiger bereit sind, von Start-ups zu sourcen. Das reicht häufig schon, da brauchst du gar keine Förderung mehr, sondern alleine wenn sozusagen dort Anreize geschaffen werden, um eben mit solchen Firmen früh zusammenzuarbeiten, passiert schon viel in die richtige Richtung. Und wie gesagt, ich meine, du hast ja auch schon hier mal das Beispiel Palmer Luckey, ne, wir brauchen, brauchen wir auch, ne, weil das natürlich auch dazu führen wird, dass die ganzen Kosten, weil das ist ja sozusagen eins der Riesenprobleme, die die USA auch haben, Zum einen geben sie wahnsinnig viel Geld für die Fans aus und das ist ja auch alles gut, aber viel natürlich auch sehr ineffizient. Und wenn du solche Start-ups wie Anduril anguckst, dann sorgt das, wenn die erfolgreich sind, natürlich auch zu einem dramatischen Effizienzgewinn im Aufbau von Wehrfähigkeit. Und deswegen ist glaube ich auch da, und das gilt ja nicht nur für den Bereich, es gilt eigentlich für alle Technologiebereiche, Start-ups oder innovative KMUs können halt wahnsinnig dazu beitragen, dass man eben mehr sozusagen effektiv das Geld nutzen kann, ja, was da reinfließt.
Was waren eure letzten Investments? Habt ihr irgendwas gemacht in dem Bereich? Oder generell, was mal so rauszuhören, so dein Day-to-Day-Business, was hat Project A zuletzt so finanziert?
Ja, also ich meine, du kennst ja, ne, Quantum hast du, kennst du ja, das ist auch mein Podcast. Wir machen da, machen da weiter in dem Bereich. ARCS-Landsysteme, das sind so autonome Fahrzeuge auch für den Bereich. Wir haben aber auch, wie gesagt, jetzt eine Menge gemacht, auch einige Themen im AI-Bereich. Rematic zum Beispiel, da geht es um ein AI-Startup, was im Prinzip in der Lage ist, Medizintechnikfirmen dabei zu helfen, mit Regulatorik auf AI-Basis besser klarzukommen. Also wenn sich sozusagen regulatorische Anforderungen ändern für Medizintechnikunternehmen, was ja sehr schnell passiert in verschiedensten Ländern, dann hilft die AI dabei oder eine sehr gezielte AI dabei, sozusagen Veränderungsbedarfe für die eigenen Produktdokumentationen zu finden. Das ist so ein Thema, was mit Sicherheit was Gutes sein wird. Labrys haben wir ja gerade gemacht. Das ist so an der Mischung oder an der Schnittstelle zwischen Defense und sozusagen humanitärer Hilfe. Da geht es also sozusagen um letztendlich ein System, was dabei hilft, oder eine Softwarelösung, die dabei hilft, Einsätze auf der Softwareseite zu koordinieren, also sowohl im Battlefield als auch auch theoretisch humanitäre Einsätze, wo es ja immer darum geht, wie kann ich die verschiedenen Parteien in einem System koordinieren, ne. So, und Labrys hilft dabei, ist ein UK-Startup, wo wir relativ jetzt auch defenslastig mittlerweile, ja, wo also ich würde sagen so vielleicht 25% oder so, also vielleicht so null mal vor paar Jahren, wo man nur über E-Commerce redete und sowas, das schon krass, ja, das schon, das ist schon genau, ist schon, ist schon viel, was wir da machen, ne. Relay ist auch ein ganz spannendes Startup, die jetzt gerade auch noch mal eine größere Runde gemacht haben. Da geht es um letztendlich eine sehr effiziente dezentrale Hubstruktur für Logistikauslieferungen, also wieder was ganz anderes, ne. Also die jetzt den Temus, Sheins, den Vinteds dieser Welt in UK dabei helfen, sehr effizient letztendlich die letzte Meile zu überbrücken, indem man letztendlich dezentrale Hubs, die sonst sozusagen aus irgendwelchen Läden oder Boutiquen oder sonst irgendwas bestehen, die als Logistiklager nutzt. Und dann letztendlich die letzte Meile mit dezentralen Fahrradkurieren dann überbrückt. AI-basiert, hat die Kosten dann noch mal erheblich gesenkt.
Wo kommt die Firma her?
Die kommt aus England. Ein anderes Thema, was ich super finde, Metycle, habe jetzt auch gerade eine Runde gemacht. Da geht es um, das ist ein Recyclingmarktplatz oder ein Marktplatz für Recycling, recycelte Metalle sozusagen. Also sie nehmen Metalle aus der Fertigung in chinesischen Fabriken oder irgendwo anders, wo viel produziert wird, zerlegen das in Einzelbestandteile und verkaufen es dann an Leute weiter, die das dann wieder neu nutzen. Also letztendlich ein B2B-Marktplatz für Sekundärmetalle. Also sehr weites Spektrum. Oder Enapi ist auch was, was wir gerade gemacht haben, auch gerade noch mal eine neue Runde gemacht. Da geht es darum, sozusagen zwischen den verschiedenen Anbietern von letztendlich Elektro, also Electric Vehicle Charging, da, das sind ja sehr viele Anbieter, und du willst ja letztendlich als Endkonsument wenig Komplexität haben. Und die stellen letztendlich so eine Art Clearinghouse-Lösung zwischen diesen verschiedenen Anbietern zur Verfügung. Ja, so, und da haben wir jetzt auch vor einem Jahr ungefähr investiert. Also insofern, du siehst, Du siehst ein breites Spektrum zwischen Climate, Defense, B2B. Also insofern, uns wird nicht langweilig.
Aber E-Commerce und so ist jetzt erstmal nicht mehr da?
Wenig, ja.
Also klassisch so Digital Content?
Ab und zu im Private-Equity-Bereich noch, wo wir auch unterwegs sind, da machen wir noch was E-Commerce-Lastiges. Aber ansonsten ist es schon 80, 90% B2B mittlerweile. Das ist schon so. Aber ich glaube, das ist auch, wenn du überlegst, was können die erfolgreichen Ventures aus Europa sagen? Und das ist ja das Tolle auch, was wir letzten— deswegen bin ich auch bullisch grundsätzlich. Ich meine, wir sehen, die schlauesten Leute in Europa sind ja tendenziell an Ingenieurshochschulen. Ich kann das sagen als BWL-Absolvent. So, und die haben halt angefangen, über Initiativen wie CDTM, aber auch in Aachen und so weiter, in Cambridge, sich halt selbstständig zu machen, immer mehr. Und ich glaube, das ist die Basis von Firmen, die, wenn es gut funktioniert, unseren Wohlstand sichern wird. Also, und das sind natürlich die, wo wir dann auch dabei sein wollen. Also insofern Ich glaube, nichts gegen E-Commerce-Startups, alles gut, aber viele von den Dingen, die wir jetzt eben auch sehen, irgendwelche D2C-Brands oder so, Snocks zum Beispiel ist ein super Beispiel. Das ist eine super Firma, aber die hätte wahrscheinlich VC eher kaputt gemacht, ja, so, also weil du einfach mit zu viel Geld dann wieder zu hohe Erwartungen erzeugst. Und da kannst du, und ich glaube, das ist dann auch fein, und ich glaube, das haben wir für die Zeit irgendwie lernen müssen. Ich würde gerne wieder mehr machen im E-Commerce-Bereich, E-Commerce sozusagen Infrastructure-Bereich. Das ist natürlich gerade auch so ein bisschen unter die Räder gekommen mit sozusagen der allgemeinen Handelsskepsis. Und ich glaube, das muss nicht sein, weil ich glaube, E-Commerce an sich oder Digitally Enabled Commerce gibt es ja weiterhin, gerade auch im B2B-Bereich, noch wahnsinnig viel Potenzial. Also insofern, ich glaube, wenn da sich die Stimmung wieder ein bisschen dreht, hoffentlich, dann wird das auch wieder besser. Aber da haben wir jetzt auch nicht so viel gemacht, obwohl ich da grundsätzlich positiv bin.
Wie blickst du auf die Entwicklung rund um Lidl? Ich meine, die machen ja jetzt auch richtig Gas, also aus der Lidl-Power heraus, die sie ja haben mit ihrem Lebensmitteleinzelhandel, gibt es da jetzt irgendwie Cloud-Lösungen, Security-Lösungen, alles Mögliche, Beratungsangebote. Bist du da involviert? Wie siehst du das?
Ich bin da nicht involviert. Ich habe mit ein paar Leuten Kontakt sozusagen aus dem Lidl-Universum, ja, so, und es gibt ja so Leute, die sagen, ja, ist alles klein und wird nicht mithalten können und so, aber ich denke mal, also ich finde es, ich will nicht sagen, es ist alternativlos, aber ich finde es gut, dass sozusagen Menschen oder sozusagen Firmen aus Europa oder Organisationen aus Europa, die ja diese Firepower haben, dann eben auch so groß denken. Machen die sicherlich, dann machen die alles richtig und ist jetzt jede Komponente da zukunftsträchtig? Wahrscheinlich nicht. Aber ich finde sozusagen die Größenordnung, in denen da gedacht wird, auch was sozusagen das Zusammenbringen von sozusagen Forschungseinrichtungen da am Standort Heilbronn, kann man sich jetzt ob man das nicht vielleicht irgendwo woanders machen müsste als in Heilbronn. Aber ich sozusagen die Größenordnung, in denen da gedacht wird und die Mittel, die da eingesetzt werden, das ist super. Und ich denke auch, dass da was Vernünftiges bei rauskommen wird. Also ich, und aus meiner Sicht ist es alternativlos. Also gerade wenn wir sozusagen diesen Weg European Resilience, das ist ja nicht nur Defense, das ist, wir brauchen ja in jedem Bereich eigentlich leistungsfähige Technologien. Wir brauchen ein eigenes Starlink, wir brauchen, also also wo man sich dann letztendlich auch wird drauf verlassen können. Also insofern, und ich finde, da gibt es eine Person mit Herrn Schwarz, der das eben jetzt vorantreibt oder es finanziert, dass das vorangetrieben wird. Und das sollten aus meiner Sicht noch deutlich mehr europäische sozusagen Familien oder eben Firmen machen, die in der Lage sind, in den Größenordnungen zu denken und zu handeln. Ich finde es gut, wenn es, wenn, wenn das Nachahmer finden würde und, und wahrscheinlich auch, wenn sich mehr von denen zusammentun würden, um solche Projekte voranzutreiben. Weil ich glaube, letztendlich, wenn man das ernst nimmt, worüber wir auch gerade schon gesprochen haben oder was wir gerade in der Welt beobachten können, dass wir mehr europäische Lösungen brauchen, dann geht es wahrscheinlich nur so, also zumindest vom grundsätzlichen Ansatz.
Ja, wer schon früh an später denkt und dafür Rücklagen aufbaut, hat dann den Kopf frei, um in seinem Geschäft voll durchzustarten. Und genau dafür gibt es unseren Partner Scalable Capital. Mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot kann man kostengünstig ab 2027 zum Beispiel in ETFs investieren, die euch eine maximale Grundzulage von 540€ pro Jahr plus Steuervorteilen plus Kinderzulage oder plus Berufseinsteigerbonus sichern. Bei Scalable könnt ihr euch dafür jetzt schon voranmelden und dann auch noch gleichzeitig etwas gewinnen. Ihr habt jetzt nämlich die Chance auf eine Bonuszahlung von wieder 540 €, und zwar jedes Jahr bis zum Renteneintritt. Was man dafür tun muss, ist Folgendes, nämlich sich einfach nur anmelden für das Altersvorsorgedepot von Scalable. Man ist dann automatisch mit im Lostopf mit dabei. Das gilt für Neu- als auch für Bestandskunden, und bis Dezember gibt es jeden Monat einen neuen Lostopf. Das heißt, wer sich noch im September voranmeldet für dieses Altersvorsorgedepot, nimmt an allen verbleibenden Ziehungen Teil und hat damit dann gleich 4 Gewinnchancen, nämlich jeden kommenden Monat bis Jahresende. Alle Gewinner werden dann im Januar 2027 gezogen. Infos zur Anmeldung und allem Weiteren unter scalable.capital/altersvorsorgedepot, ein Wort. Es gelten natürlich Teilnahmebedingungen und Kapitalanlagen bergen immer Risiken. Alle Infos auch noch mal bei uns hinter dem Link in den Shownotes. Obwohl jetzt die letzten Wochen auch europäische, deutsche Firmen, DAX, alle Rekorde brechen und also Börsen eigentlich laut kaufen, hat man das Gefühl, in den Private Markets, also bei euch, es fehlen die Exits. Also es ist, die großen Firmen, die könnten kaufen, die haben alle jetzt Firmenbewertungen, die sie einsetzen können, Anteile, die sie irgendwie zu Geld machen können, die sie tauschen können. Also an den Aktienmärkten floriert eigentlich sogar die Wirtschaft, aber das, was euch ja wirklich entscheidend wichtig sein muss, halt die Verkäufe eurer Portfoliofirmen, da hört man wenig.
Warum Ja, also ich glaube, du hast immer noch mehrere Gründe. Ich glaube, du hast immer noch ein gewisses Mismatch an Erwartungen von Leuten, die halt gerade 2020, 2021, 2019 investiert haben und immer noch hoffen, dass ihre Firmen sozusagen wieder zu diesen Bewertungen zurückkehren, die da bezahlt wurden. Also, und das ist sicherlich ein Thema. Klar, du hast ein anderes Zinsumfeld, und klar, du hast eben gerade immer noch gewisse Zurückhaltung, gerade in Europa, aber auch in den USA ist ja der sozusagen IPO-Markt, ist jetzt nicht so, dass da jetzt jede Woche 3 Firmen an die Börse gehen. Und wenn du dir die Pipeline anguckst, die da vorherrscht, was eigentlich alles an die Börse gehen müsste und will, da haben wir für wahrscheinlich 3, 4 Jahre Stau erstmal. So, und das muss sich auflösen, und eine Komponente dabei ist eben wirklich dieser Erwartungsmiss, Mismatch, also dass dann, dass man den auflöst, dass also Leute, die dann vielleicht auf 2021 da eingestiegen sind und gehofft haben, die Firma ist 20-mal ERA wert oder 30, das jetzt eben sagen, okay, ist jetzt eben 8-mal, ne. Und das wird wahrscheinlich auch so erstmal bleiben, und das ist eben, ist in Ordnung. Und es ist trotzdem, Liquidität hat auch einen Wert. Das heißt, ich schiebe das jetzt trotzdem an die Börse und bin bereit, das eben zu akzeptieren. Und was man schon sieht, dass die Private-Equity-Aktivität, die ja auch ein gewisser Treiber ist, dass das schon wieder leicht zugenommen hat. Aber klar, es ist alles auch sehr stark eine mentale, aber letztendlich eine psychologische Thematik. Ich glaube, wenn jetzt klar ist, wie es in der Ukraine weitergeht, wenn jetzt klar ist, auf welchem Weg sich Europa bewegen wird, Da hängt sicherlich ein Teil an der Bundesregierung, aber nicht nur. Ich glaube, für solche Themen, man braucht einfach Stabilität und man braucht Berechenbarkeit und man braucht Klarheit. Und die hatten wir halt einfach in den letzten 2, 3 Jahren nicht auf der makro- und auf der politischen Ebene. Und ich denke, in dem Moment, wenn sich das wieder dreht und natürlich hoffentlich es positive Zukunftsprognosen gibt, deswegen ist es, glaube ich, auch jetzt so wichtig, sozusagen egal, zu welchen Einigungen es jetzt kommt, dass gerade man auf europäischer Ebene versucht, stärker sozusagen zukunftsgerichtet zu agieren und wachstumsorientiert zu agieren. Und ich hoffe, wenn das gelingt, dass die Überzeugung im Markt sich in diese Richtung ein Stück weit stärker dreht. Und ich glaube, die Wahrscheinlichkeit dafür ist da, aber es gibt natürlich immer noch wahnsinnig viele Unsicherheitsaspekte. Und in dem Moment, wenn du zu hohe Unsicherheit hast, da passiert dann nicht viel. Und das ist genau das, was wir die letzten 3, 4 Jahre gesehen haben. Und ich glaube, solange sich das nicht auflöst, auflöst. Das ist nicht unbedingt operativ für die Firmen schlecht. Ich meine, wenn du eine gute operative Firma hast, die vernünftig funktioniert, dann kannst du auch eine gewisse Dauer eben überbrücken. Aber klar, also das ist jetzt schon eine sehr lange Durststrecke.
Ich war überrascht jetzt zum Beispiel, weil gerade vorgestern kam die Nachricht raus, Motel One wäre ja auch eine mega börsennotierte Firma eigentlich gewesen. Auch die sind jetzt erstmal den Weg gegangen, über Productivity. Also es scheint man scheint die Börse irgendwie, obwohl sie so gut läuft, irgendwie meiden zu wollen oder die Firmen trauen sich nicht ran. Ich meine, Motel One hätte ja alles gehabt. Also wenn man sich die Zahlen ich hatte den Herrn Müller auch mal hier im Podcast dachte mir okay das wird eines Tages ein großes Ding werden. Jetzt reden wir über mehrere Milliarden Bewertungen, die im Raum stehen. Aber oder auch Flixbus anderes Beispiel. Also ähnlich da dachte man auch immer hat was ja gerade auch schon erwähnt eine tolle Firma, die jetzt demnächst an die Börse gehen wird und das könnte dann so ein bisschen so ein auch so ein so ein Durchbruch sein, sondern Dosenöffner. Aber dann gehen die alle, lassen die sich sozusagen von dem Konsortium von Herrn Kühne und so erkaufen.
Ja gut, das war ja nur sozusagen, glaube ich, ein Drittel, dass eben die Frühphaseninvestoren raus sind. Ich glaube, der Weg an die Börse ist ja immer noch das Ziel, um dann auch den Exit wiederum für EQT und dann vielleicht auch für Herrn Kühne, wobei der wahrscheinlich dann auch dauerhaft dabei bleiben wird. Aber EQT muss ja irgendwann wieder raus. Das heißt, der Börsengang ist ja nur verschoben.
Meine Mutter war ja auch, ist ja auch ein Projekt, das irgendwann raus muss.
Ja, aber ich glaube, ein Thema ist natürlich schon auch, und das ist glaube ich ein strukturelleres Problem, und das ist eins der Themen, die wir auf jeden Fall ändern müssen. Wir haben halt keinen Technologie, keinen besonders starken technologieorientierten Kapitalmarkt hier in Europa. Das ist eben schon so, dass Firmen, die sozusagen eine gewisse Technologiekomponente in ihrem Geschäftsmodell haben, dass die halt schon das Gefühl haben, hier nicht fair beurteilt oder bewertet zu zu sein. So, und ich glaube, wir werden es nicht schaffen, mehr Firmen hier an die Börse zu kriegen, insbesondere aus dem Technologiebereich, wenn nicht das Gefühl stärker entsteht, letztendlich es gibt mehr Investoren hier in Europa, die in der Lage sind, Softwaremodelle zu beurteilen, da auch eine vernünftige Bewertung dranzuschreiben, wo dann auch Investoren sagen, die da frühphasig investieren, das macht für mich Sinn. Und ich glaube, das ist den europäischen Börsen nicht gelungen, sicherlich auch in den letzten Jahren, sicherlich auch, weil es eben zu kleinteilig ist. Du hast so Erfolgsbeispiele wie Adyen oder so, die ja glaube ich in Holland auch primär gelistet sind. Das geht schon, aber es sind natürlich nicht Dutzende von Firmen wie in den USA, und deswegen hast du zu wenige Analysten, die sich die Firmen angucken, du hast zu wenige Investoren, die darauf spezialisiert sind. Und das wird nur gehen, indem wir sicherlich die Aktivität, die wir in Europa haben, stärker konsolidieren. Und das ist auch meine Hoffnung, dass eben sozusagen das, was was wir jetzt gerade sehen in den USA, dass das eben die Europäer dazu treibt zu sagen, okay, es bringt halt nichts, wenn wir in Frankreich, in Paris, in Amsterdam und dann noch in London irgendwie Börsenplätze unterhalten, die alle unterkritisch sind, was Technologie angeht, sondern wir müssen einen Weg finden, hier zusammenzuarbeiten. Und ich hoffe sozusagen, dass jetzt die Ereignisse der letzten 6 Wochen nochmal dazu beitragen, vielleicht da die Ressentiments eben zu überwinden, weil ich glaube, das ist schon ein wesentliches Element. Und da kommt noch mal dazu, und an der Börse natürlich, das sagen ja auch viele, siehst du auch bei Springer, die gehen dann eben auch private, weil sie sagen, letztendlich ist uns die Börse zu kompliziert, wir machen das eben lieber mit einem, mit einem KKR. Gut, das hat man jetzt auch wieder aufgelöst, aber um im Prinzip unsere Strategien über 5 Jahre mal in Ruhe verfolgen zu können, ist die Börse nicht der richtige Ort. Also ich glaube, Börsen müssen sich schon auch fragen, bieten sie eine gute Experience für ihre Ist das nicht vielleicht zu teuer auch, das, was da passiert? Sind die Eintrittsbarrieren zu hoch? Sind die regulatorischen Anforderungen zu hoch, um eben für Firmen wie einem Springer, wo man auch sagt, das müsste eigentlich möglich sein, dass die da sagen, eigentlich macht eine Börsenlistung für uns Sinn? Und da müssen sich sicherlich auch die europäischen Börsen fragen, haben sie da in den letzten Jahren einen guten Job gemacht?
Ja, Auto1 fährt ein Comeback im Immerhin.
Und Zalando ist ja eigentlich auch ganz okay unterwegs.
Sag mal ein paar Worte zum Thema AI. Also als Laie guckst du drauf und denkst dir, Wahnsinn, was die alle wert sind. Dann gründet da die Frau Murati, die bei OpenAI wohl dabei war, und dann geht die raus und dann ist das sofort eine Milliarde wert oder so. So ein Lab, wo man noch gar nicht so genau weiß, was soll das eigentlich sein, ein Lab? Also wie verdient jetzt ein Lab Geld? Und bei vielen anderen ist es ja auch so, Anthropic und so, Bewertung, wo man so als, als ja börseninteressierter Mensch denkt, okay, krass. Und am Ende Produkte, wo ich nicht so ganz verstehe, wie wollen sie eigentlich jetzt differenzieren? Und auf der anderen Seite hörst du immer, die Modelle sind schon wieder überholt, so 4 Wochen später, und da gibt's wieder Neues. Und dann kommt irgendwie aus China da was, von dem keiner wusste, das machst du alles so zur Hälfte des Preises ungefähr, oder noch weniger. Was sehe ich da nicht? Wie guckst du da als sozusagen Invest, also als Finanzprofi Profi drauf.
Ja, also was das Finanzprofi, also ich kann ja nur unsere Sichtweise, also ich meine, wir investieren ja auch zum Teil in dem Bereich. 11x zum Beispiel sind wir einer der größten Shareholder, dieses Mal Agentic AI, wo es im Prinzip darum geht, also jetzt in dem Fall Sales-Agenten loszuschicken, und da ist auch Andreessen eingestiegen und Benchmark und so weiter, also alles ganz toll. So, und wir sagen im Prinzip, wir investieren halt in Firmen, wo wir sehen oder wo wir hoffen, das aber natürlich immer eine Wette, dass die wahrscheinlich einen proprietären besseren Datensatz aufbauen als die Generalist-Player wie jetzt ein OpenAI und darüber dann die Existenzberechtigung sozusagen auch mittelfristig erzielen. Und unsere Hoffnung, also wir glauben halt sehr stark an Funktional oder eben, also im Fall jetzt, diesem Fall Sales oder eben branchenmäßig Spezialisierte wie jetzt Matic, ne, AI-Spieler, die halt letztendlich über ein besseres, spezifischeres letztendlich Datenmaterial und, und einen spezifischeren Feedback-Loop hoffentlich eben eine bessere Experience erzeugen und dadurch eben nicht nur ein Feature sind, sondern eine Company. Das ist ja so ein bisschen unsere Wette. Von den allgemeineren Playern, ne, die jetzt auch diese Riesenbewertungen kriegen, das ist schon, ja, also da wird es auf jeden Fall nur wenige Gewinner geben. Ich meine, auch viele Und zwangsläufig dann eben die anderen, das wird ein Komplettabschreiber, ne. Weil ich glaube, entweder wenn du sozusagen, und das ist eben ein Spiel, das spielen wir jetzt nicht mit, ne, weil wir auch dafür zu klein sind als Fonds, ne. Also wir sind ein 300-Millionen-Fonds. Wir sagen eigentlich, wir machen nur die Themen, wo wir im Prinzip die zumindest mal so ein Product-Market-Fit-Territory kriegen mit dem, was wir plus noch mal ein Partner dazu packen kann. Das sind dann so, was weiß ich, 30, 40, 50 Millionen. Das ist so das, was wir eben relativ gut aktiviert bekommen. Ist ja auch nicht wenig Geld so und dann die Firmen eben ready machen für nächstphasige Investoren. Das ist eben unser Ansatz und bei jetzt den Mistrals dieser Welt spielen wir halt dementsprechend eben nicht mit, weil wir eben so ein bisschen sagen, ob wir jetzt da Geld reintun oder nicht. Wir sind auf gar keinen Fall maßgeblich in irgendeiner Weise und klar, also die und es ist schon die Frage, wie man sich da eben differenzieren wird und die das ist ja auch das, was hier so ein Pip nach meinem Verständnis ja auch sagt. Du wirst da 2, 3 Gewinner haben, wenn es hochkommt. Einer von denen wird wahrscheinlich ein OpenAI sein. So, und was jetzt mit diesen ganzen anderen Modellen ist, die jetzt quasi Milliarden rechnen. Ja, also ist schon die Frage. Ich glaube, die werden sich schon irgendeine Spezialisierung suchen müssen oder irgendeine. Also, aber klar, wenn diese These wirklich stimmt, die ja teilweise kommen von Leuten, die sagen, ja, der AI-Markt ist natürlich im Prinzip der ganze Arbeitsmarkt, also die Lohnsumme, weil ich davon eben einen gewissen Prozentsatz eben da rausnehmen kann, dann hast du natürlich auch eine unfassbare Marktgröße. Da gibt es vielleicht auch mehrere von diesen Modellen. Aber so ist ja die Denke. Und andererseits ist ja sozusagen der Grund, warum da so Leute auf so hohen Bewertungen investieren, ist ja nicht, weil die Leute glauben, das wäre jetzt in dem Moment schon so viel wert, sondern wenn du halt ein neues LLM baust, dann musst du da halt mit mehreren 100 Millionen Investment antragen. Ne. Und damit die Gründer überhaupt noch irgendeinen Anteil haben, muss das Ding halt 2 Milliarden wert sein, weil sonst wäre halt die Verwässerung zu groß. So ist ja die Logik, ne. So, aber wie gesagt, wir werden es sehen. Das ist ja immer so im Venture-Bereich, 90 bis 95% der Returns sind auf 5 bis 10% der Companies konzentriert. So, und das ist in jedem Space so, und das wird auch im AI-Space so sein. Das heißt also, 5 bis 10% der Player setzen sich durch, und der Rest Rest wird quasi nicht wertlos, aber weniger wert sein, als da investiert wurde. Das ist völlig klar.
Sind nicht auch ein bisschen, oder das Geheimnis von so ganz großen Firmen und auch Gründerpersönlichkeiten am Ende, die dahinter stehen, irgendwo so die richtige These zu wagen? Also wir haben es ja von Elon Musk gelernt, der dann sagt, okay, meine These ist jetzt zum Mars oder irgendwie Elektroautos, das muss es jetzt geben. Und dann habe ich das bei einem etwas Kleineren, bei Christian Angermeier mal gelernt, der sagt irgendwie hier so Psychedelics, irgendwie die neue Da ist er am Ende auch in den letzten Jahren, glaube ich, damit weitergekommen und irgendwie bekannt geworden oder so, wie man es immer nennen möchte, dass er sehr stark diesen Trend so für sich genommen hat, da drauf gegangen ist. Und irgendwie suchen alle nach einer These jetzt zu sagen, AI geht den gesamten Arbeitsmarkt, das ist ja auch eine Weltklasse-These. Ja, absolut.
Aber nur mit solchen Thesen kriegst du natürlich auch die Ressourcen.
Aber ist ja Wahnsinn, also du brauchst eine verrückte These jetzt. Elon Musk hat ja das nächste Tunnel- Europa, Amerika Tunnel graben. So, okay, das ist einfach so noch nie gedacht und es ist einfach so over the top. Das ist schon wert, ne?
Ja, weil wenn du schon sozusagen so weißt, ich brauche diese Art von Ressourcen, also diese Größenordnung, dann ist das ja der einzige Weg, um diese Ressourcen zu mobilisieren. So, und ich meine, wenn du jetzt sagst, du, da sammelt OpenAI auf 250 Milliarden oder was ist die letzte Bewertung, dann musst du ja den Leuten verkaufen, also letztendlich bauen wir das, das wird mindestens so viel wert wie Google. Also weil sonst macht das ja keinen Sinn, ne, bei dem Risikoprofil auf 250 Milliarden, da musst du ja mindestens eine Chance haben, 1,2 oder 1,5 Billionen ist das ja dann, Bewertung zu erzielen, sonst macht ja ein Investment auf 250 Milliarden keinen Sinn, ne, bei OpenAI. So, und das geht natürlich nur mit diesen Wahnsinns- sozusagen Hypothesen dahinter. Aber das eben auch dann wiederum natürlich ein Stück weit die Gefahr, dass halt völlig klar ist, dass es nur wenigen Unternehmen dann eben gelingen wird. Auf der anderen Seite steigerst du natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, indem du eben auf diese Art und Weise Ressourcen mobilisierst, die du natürlich dann wiederum nur mit sowas, dann erzeugst du letztendlich eine self-fulfilling prophecy. Aber klar, die Grenze zu Theranos ist immer da.
Also voll scheitern und auch in Deutschland, glaube ich, ausgelacht werden, sagen, okay, der hat sie nicht mehr alle.
Und dann zu scheitern und auch natürlich ein Stück weit, ich will nicht sagen Betrug, aber wo du sagst, okay, da musst du natürlich auch.
Aber wenn man solche Thesen hat, dann ist natürlich Elektrotaxis oder Flugtaxis ja auch gar nicht schlecht.
Also ich würde dir, ich würde, egal was man jetzt davon hält und ob da jetzt vielleicht alles geschickt worden ist, aber ich würde Linium ist auf jeden Fall ein sehr lohnenswerter Ansatz gewesen. So muss man denken. Und dass Leute dabei scheitern, das ist nichts Verwerfliches. Also man kann es jetzt darüber streiten, ob die immer in jedem Moment richtig kommuniziert haben. Aber wir brauchen Leute, die genauso denken. Und ich habe auch gesehen, wie Leute, deren Urteil ich jetzt sehr schätze, die haben daran geglaubt, die haben an die Leute geglaubt, die glauben weiterhin an die Technologie. Technologie. Insofern, und genauso muss es ja sein, und dass Leute dann scheitern dabei, da sollte niemand hämisch drüber lachen, ne, so, sondern ich glaube, da ist viel privates Geld verbrannt worden. Aber wie gesagt, wenn, wenn, also wenn man sich anschaut, warum haben wir in Europa so wenig relevante Firmen und warum die Amerikaner so viele, weil du halt 10 sehr, sehr ernsthafte Ansätze brauchst, damit da ein Nvidia rauskommt oder ein Google, und wir haben nur ganz wenige davon. Also insofern sollten wir jetzt die nicht sozusagen verlachen, wenn so ein Ansatz eben nicht funktioniert. Das ist genau der falsche Spirit, und ich glaube, das wäre toll, wenn wir mehr von solchen Ansätzen hätten.
Was für AI-Apps und Produkte nutzt denn ein Florian Heilmann in seinem Tagesalltags-Life?
Ganz viel ChatGPT natürlich und für die intensivere Recherche und auch zur Unterstützung meiner Kinder Perplexity. Genau. Und das sind eigentlich die beiden Sachen, mit denen ich jetzt sozusagen für mich am meisten klarkomme. Und also sonst nutze ich ehrlicherweise nicht viel. Und dann jetzt hier noch, was ich mir immer fest vornehme, aber bisher nicht auf die Reihe gekriegt habe, ist aus meinem ganzen Content, den ich ja produziere, Social-Media-Posts irgendwie zu produzieren. Da müsste ich eigentlich auch deutlich mehr machen, aber mache ich nicht. Ich glaube, ich habe vor 2 Jahren das letzte Mal auf LinkedIn gepostet.
Also es gibt durchaus viele, die ja da beraten und auch Agenturen betreiben. Mir fällt eine Story Machine von Philipp Jessen und Kai Dickmann ein, die Celine Flores-Villa ist mit ihrer Firma. Und ich bin mir sicher, also bei mir klopfen sie ab und zu mal an und sagen, Mensch, wollen wir da nicht was machen? Du hättest vielleicht das Potenzial, bei LinkedIn noch ein bisschen erfolgreicher zu sein. Bei dir wahrscheinlich auch, aber du hast dich ja offensichtlich entschieden.
Ja, ich finde, ich habe das mal versucht, so ein bisschen. Ich habe mich damit, fühle mich damit nicht wohl irgendwie.
Wir sind noch die Generation Cringe.
Ja, ich denke da mal, boah. Also was ich ja mache mittlerweile, ist immer Manager Magazin so 3, 4 Mal im Jahr.
Schreibst du Kolumnen?
Ja, aber das mache ich auch mit dem Jonas Rest zusammen, so dem ich einfach inhaltlich da vertraue, der aber ein guter Typ ist, so da komme ich irgendwie mit klar. Aber es gibt einfach wen, also ich fühle mich da irgendwie, genau, ich bin da nicht so schmerzfrei irgendwie. Also Podcast lustigerweise schon, also da haue ich auch mal irgendwie ein paar Thesen raus, wo ich jetzt nicht so 3 Stunden drüber nachgedacht gedacht habe.
Aber ich bin da, ja, aber du erkennst schon, also ich meine, mir geht es so, ich erkenne schon den Wert von so einer Reichweite in der heutigen Welt.
Ich meine, guck dir Harry Stavans an, also ich meine 20VC oder auch Andreessen, also Andreessen, der Fonds aus den USA, oder Harry Stavans ist letztendlich ein Fund, der auf Basis eines Podcasts geraced wurde. Also ohne großartigen Track Record, muss man sagen. Junger Typ, guter Typ, macht das super, der einfach letztendlich, ja, also das ist sein, es gibt ja, ja, also insofern, ich sehe den Wert, also das ist nicht der Punkt. Ich, ja, ich muss mich, fühle mich damit einfach nur noch nicht so wohl.
Aber irgendwann ist, habe ich das Gefühl, ich denke es mir für mich auch dann irgendwann, wenn man sich dann da, du müsstest ja auch mehr machen, glaube ich, ne?
Also du machst ja schon viel mehr als ich.
Mehr, klar, auch qua Job. Aber es gibt auch bei mir Leute, die sagen, und wahrscheinlich zu Recht, Mensch, mach das mal so, mach das mal so, und das könntest du auch noch mal irgendwie was zu machen. Und ich denke immer, ja, ich müsste, du hast es, stimmt, und dann mache ich es trotzdem nicht. Und es ist ein bisschen merkwürdig, weil ich mich da nicht mehr so richtig wohlfühle, aber gleichzeitig auch rational weiß, dass es richtig ist und dass es eigentlich der Tag wird kommen, wo ich denke, hätte ich es mal gemacht. Gemacht, dann ist der Zug abgefahren. Dann gibt es irgendwelche anderen Leute, die da riesige Accounts betreiben und darüber alle möglichen Sachen hebeln. Das hat ja einen Riesenwert, auch jetzt monetär am Ende.
Absolut. Und was ich mir auch immer sage, eigentlich ist es, ich meine, das kommt ja auch so ein bisschen dazu, wir hätten, also ich könnte natürlich oder müsste eigentlich auch viel mehr im englischsprachigen Bereich machen, weil wir natürlich da ganz klar, der Markt ist ein englischsprachiger. Project A ist in Deutschland sehr gut vertreten, glaube ich. Aber wir müssten natürlich in europäischer Form, wir investieren europäisch, Wir müssten natürlich auch deutlich mehr dort machen. Fangen wir jetzt auch an, so. Aber ich hätte natürlich vor Jahren schon, weil ich glaube nicht, dass auch der Content, den du jetzt hier machst, das hätte auch international totale Relevanz, ne. So, insofern glaube ich, und das gilt, glaube ich, für mich jetzt in gewissem Maße auch so, dass ich sicherlich da das eine oder andere hätte zu sagen hätte, was auch dort irgendwie vernünftig funktioniert.
Wie viel Beiräten und Aufsichtsräten, 10 Stück oder so. Also Menschen, die von Relevanz suchen, deine Nähe, dein Urteil.
So scheiße scheint es nicht zu sein. Also insofern, genau, könnte man da vielleicht schon ein bisschen mehr draus machen. Also wenn Harry Stemmings das irgendwie kriegt.
Aber der wird wahrscheinlich irgendwann dann damit rumlaufen und in den USA einen größeren Namen haben als ihr und damit nur Videos machen.
Viel größer. Was heißt jetzt schon? Viel größer. Also es ist unfassbar.
Allein auf Basis seines Content, seines Podcasts.
Aber du musst natürlich auch der Typ für sowas sein. Das bin ich nicht irgendwie. Also muss man auch mal irgendwie merken, man muss ja mal gucken, so wo hat man seine Stärken. Aber klar, also vielleicht müsste man sich dann auch zwingen, sagen, da gehe ich einfach mal ein bisschen stärker aus der Komfortzone.
Oder jemand holen, der das macht. Also ich meine, es gibt ja diese Agenturen, die das halt auch für CEOs, für Leute wie dich machen würden. Aber die anzuheuern und zu sagen, hier lieber Celine oder lieber Philipp Jessen, hier sind irgendwie 5.000 Euro, 10.000 Euro im Monat. Und jetzt gib Gas, morgen habe ich 100.000 Subscriber mehr.
Ja, ich hoffe. Ja, nee, nein, aber es ist, man muss sich einfach natürlich mit dem Content wohlfühlen und das ist eben so ein bisschen mein Thema, wo ich auch immer denke, da will ich dafür so viel Zeit jetzt irgendwie aufopfern, dass ich da dann, ja, aber grundsätzlich genau, also es wäre auf jeden Fall schlau gewesen, das deutlich früher zu machen und es wahrscheinlich immer noch nicht zu spät.
Treffen die Zölle, wenn sie denn kommen, die ja immer im Raum stehen, auch sozusagen die Tech-Branche hier in Europa, würdest du erwarten?
Ja, also ich glaube sozusagen, wen das natürlich auf jeden Fall treffen wird, und das sehen wir jetzt auch schon, und ich glaube, das ist natürlich sehr spannend, ist so ein Shein und Temu. Das wird ja, also ist ja auch ein Witz eigentlich, muss man sagen, dass das von Europa und auch von den USA so lange toleriert wurde. Ob jetzt irgendwelche Softwareprodukte stehen, da glaube ich nicht so stark im Fokus, ehrlicherweise. Also eben mein Gefühl wäre, dass das eher atmosphärischen Thema ist, als dass es jetzt wirklich ein großes Thema sein wird sozusagen für irgendwelche Start-ups. Was sicherlich ein Thema ist, und ich glaube, das sollte man sich mal genauer anschauen, und meine Hoffnung wäre auch, dass das Thema noch mal auf die Agenda kommt. Ich meine, es ist ja eigentlich ein Witz, muss man sagen, dass Google, Salesforce in Irland, Microsoft in Irland, Facebook in Irland Amazon in Luxemburg letztendlich hier ihre Dienstleistungen und Services anbieten für einen unfassbar geringen Steuersatz, weil sie letztendlich innereuropäische Steueroasen nutzen. Und meine Hoffnung wäre, dass sich an den Themen jetzt auch mal, dass sich das mal genauer angeschaut wird im Zuge dieser Thematik, wo einfach, da geht es gar nicht um Zölle, sondern einfach nur um Steuergerechtigkeit. So, und dass Europa oder die EU letztendlich es nicht toleriert, dass sie von Irland und Luxemburg Luxemburg wie Ransom gehalten wird für eigentlich einen marginalen Benefit. Also Irland geht es jetzt ganz gut, weil natürlich unfassbar große Summen durch Irland geschleust werden, da kriegen die halt ein paar Krümel von ab. So, aber eigentlich ist es natürlich als EU nicht tolerierbar sozusagen. Und letztendlich haben wir es über Jahre, Jahrzehnte jetzt ja nicht geschafft, das zu ändern. Aber ich glaube, letztendlich, das weiß jeder, der jetzt irgendwie sich so ein bisschen mit Außenhandel beschäftigt hat, Zölle sind sehr wahrscheinlich nicht der Weg. Und wir haben alle wahnsinnig, oder alle Länder haben wahnsinnig von Freihandel profitiert. Und meine Hoffnung wäre auch, dass sich dann irgendwann in den USA der Gedanke wieder durchsetzt, dass das maximal sozusagen auf Dauer nicht zu mehr Wohlstand, auch nicht für die Amerikaner, führt.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pump Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Nächstes Thema: Krypto. Bist du mittlerweile auch jetzt doch Krypto-Bro ein bisschen geworden? Hast du dich da jetzt noch mit Solana oder so eingedeckt und sowas?
Ich habe ein bisschen Ethereum und ein bisschen Bitcoin.
Seit Neuestem erst oder schon?
Nö, ja, also ich hatte mal ziemlich früh was, das habe ich dann aber wieder verkauft blöderweise. Und jetzt habe ich ein bisschen was, aber jetzt nicht viel. Wer sich lustigerweise damit intensiver beschäftigt, ist mein Solomann, der ist also totaler Fan. Aber ich meine, wir sehen es ja jetzt auch gerade wieder, also viel von diesen Projekten und auch von den Fonds, die in dem Bereich unterwegs sind, sind. Das korreliert halt mit Bitcoin letztendlich vom, also wenn der Bitcoin gut läuft, dann laufen diese ganzen Projekte auch irgendwie gut und dann sehen diese Kryptofonds auch irgendwie gut aus. Ja, also ich bin, ich bin da jetzt nicht wahnsinnig ideologisch und verteufel das oder so. Ich sehe schon den Sinn. Also jetzt gerade auch, wir haben uns auch gerade ein Startup intensiver angeschaut, die auf Stablecoin-Basis internationale Payments sozusagen deutlich günstiger beschleunigen können.
Weil es bei den Stablecoins Stablecoins, das ist glaube ich im Podcast zumindest hier noch nie so besprochen worden. Ich finde es wirklich krass, zum Beispiel hast du im Blick dieses Tether, was die als Firma für ein Ergebnis machen. Also wir reden davon irgendwie über 10 Milliarden. Also dieses Stablecoin ist schon ein wirkliches Business, das glaube ich viele so nicht auf dem Zettel haben und wo man sagt, okay, that's real.
Ja, und wo du auch einen realwirtschaftlichen Use Case hast. Absolut. Also insofern, ich glaube, man sollte wie immer im Leben, man sollte sozusagen nicht an die Dinge ideologisch rangehen und sagen, es ist alles Scheiße, scheiße. alles Betrüger. Ich glaube, Krypto hat sich null, null, null Gefallen getan damit, dass eben ja viele der Projekte und auch irgendwelche Meme-Coins, wo du sagst, so, dass der US-Präsident irgendwelche, also es ist ja alles Betrug, ne. Also ist schon irre. Und ich glaube, letztendlich täte die Kryptowirtschaft halt sehr, sehr gut dran, mehr von so realwirtschaftlich sinnvollen Projekten, wo es ja viel gibt, ne. Also wie gesagt, dieses Thema, was wir da gerade hatten, da geht es um Handels-, B2B-Handel, wo dann wirklich instant per Stablecoin sozusagen Strukturen instant große Payments sicher in irgendwelche Währungsräume einführen kannst und wo du dann sofort B2B-Trades tätigen kannst. So, und da gibt es ja noch zig weitere Use Cases. Also ich glaube, die Kryptowirtschaft sollte sich halt stärker auf Use Cases konzentrieren, die wirklich ernsthaft Mehrwert haben. Und leider ist es natürlich schon so, dass dass durch Anreize wieder eben viel natürlich passiert ist, was keinen großartigen Nutzen hatte, aber dazu geführt hat, dass Menschen, die mehr verstehen, Geld von Leuten abgegriffen haben, die weniger verstehen. Aber wir sehen es ja jetzt gerade. Trump wird eine Menge dafür tun, dass die US-Notenbank das als Währungsreserve mit einführen wird. Also ein Teil der US-Währungsreserven werden was sich wahrscheinlich Bitcoin-Basis sein, wenn sich die US-Notenbank dagegen nicht wehren kann. Und wir sehen ja, es wehrt sich ja aktuell niemand dagegen. Also insofern ernsthaft gegen Trump, weil er sozusagen Spätfolgen für sein eigenes Leben fürchtet. Und insofern kann ich mir schon gut vorstellen, wenn die USA einmal anfangen, das als Reservewährung einzuführen, dann ist zumindest mal der Bitcoin wahrscheinlich komplett akzeptiert und nicht mehr wegzudenken. Und dann wird sicherlich auch noch mal zu einer Kurssteigerung kommen müssen, weil einfach die Nachfrage so groß sein wird von Zentralbanken auf der ganzen Welt. So, und wie gesagt, meine Hoffnung ist schon, dass die transaktionskostensenkende Wirkung von solchen Strukturen und die Dezentralität von vielen dieser Strukturen, dass die einen Mehrwert haben wird. Insofern, ich bin bei Krypto, es ist aber trotzdem eine komische Geschichte, mega bullish, aber klar.
Also ich finde, was du gerade beschreibst, es ist ja, also es gibt diese eine Mega-Brand Bitcoin, das hat einfach geklappt, da eine riesige Brand aufzubauen. Global. Und dann gibt es diese ganzen Sachen dahinter, wo man sich denkt, okay, was ist davon jetzt real und was ist irgendwie ein bisschen—
und dann Ethereum hat sicherlich auch geschafft.
Genau, genau. Und dann gibt es halt so immer die Aussage, ja, es gäbe ja keine richtigen Use Cases. Und dann auf einmal sehe ich so ein Tether, von dem ich lange nicht verstanden habe, wie groß es mittlerweile ist. Und vor ein paar Wochen durch Zufall bin ich drauf gestoßen, okay, was denn da los? Und das ist halt so merkwürdig in der Kommunikation, dass halt Leute wie ich, die eigentlich schon so versuchen, diese Digitalwelt bisschen zu beobachten, bei all dem anderen Hype und Sound oder Noise, den man da so hat, einfach das nicht gesehen habe, dass das irgendwie eine spannende Firma ist.
Ich glaube, die Use Cases, Tokenization macht Sinn. Klar, wenn du natürlich Scheiße tokenisierst, wird es dadurch nicht besser. Aber das sind ja Use Cases, die machen Sinn. Also ich glaube, die Transaktionskosten, auch irgendwelche sozusagen Share-Verwaltungen auf Blockchain-Basis. Also ich meine, wie wir da mit unserem oder ein Grundbuch auf Blockchain-Basis, das macht ja alles Sinn. Also insofern, wenn Leute glaube ich mehr daran arbeiten und mehr Akzeptanz dafür sozusagen erzeugt wird. Wie gesagt, die Kryptobranche hat sich glaube ich einfach keinen Gefallen getan oder wenige Player der Kryptobranche haben der Gesamtbranche keinen Gefallen getan, dass es halt so viele Betrugsfälle gab. Und das führt eben zu Gegenreaktionen und zu Regulierungen und das ist schade, weil ich glaube, das technologische Potenzial davon, wie gesagt, in realen Use Cases, die wirklich Mehrwert haben, ist ja durchaus da. Und es sind wahnsinnig viele schlaue Menschen, sind da reingewechselt in den Bereich. Die müssen sich halt auf sinnvolle Dinge konzentrieren und nicht auf easy, sozusagen hier, was war aber dein Ding früher? Make money quick oder get rich quick. Sondern eben—
Das war meine Frage, nicht mein Ding. Nicht, dass Leute jetzt glauben, ich hätte das früher mal gemacht. Nein, aber das habe ich auch mal ganz, ganz früher.
Es hast du immer, fandst du einfach eine spannende Geschichte, wie halt Menschen schnell wohlhabend werden. Und das ging halt, oder geht ja immer noch in dem Bereich halt schnell. Und ich glaube, das hat einfach negative Konsequenzen, die die Gesamtthematik oder das Gesamtfeld etwas in Misskredit bringen.
Also wir sprechen jetzt hier noch, bevor ein Digitalminister ernannt wurde. Es soll ja einen geben, hat ja Merz angekündigt, jetzt irgendwie, wenn er die Wahl gewinnt.
Das hat er ja.
Ja, aber es ist noch jetzt hier, während wir sprechen, niemand namentlich erwähnt worden. Was ist dein Tipp? Wer wird es?
Ja, also es gibt ja durchaus einige Stimmen aus meiner Branche, wenn man das so nennen darf, die jetzt versuchen würden, oder da Verena sehr stark.
Verena Pausder.
Verena Pausder, und das wäre super. Also Verena ist toll und ist in der Lage, glaube ich, Dinge voranzutreiben und Dinge mitzunehmen, Leute mitzunehmen und zu begeistern. Julia Jäckel ist ja auch im Gespräch.
Kennst du aus einigen Auszeiten.
Kenne ich auch. Ist auch eine tolle Frau. Also insofern die auch weiß ich aus eigener Erfahrung, in der Lage ist, auch schwierige Konstellationen von Menschen produktiv zu kanalisieren. Und das scheint ja in der Politik ein ziemlicher Core Skill zu sein, wie wir auch gerade wieder sehen im Oval Office. Also insofern, nee, wären beide super. Und ich glaube, es täte der Politik ja generell gut, da eine gewisse Durchlässigkeit zu gewährleisten, wie wir es in den USA ja auch haben. Da hast du eben auch Menschen, jetzt kann man sich gerade streiten, ob die Durchlässigkeit in jedem Fall so gut ist, wie wir jetzt, das ist ja schon ein ziemliches Gruselkabinett zum Teil. Aber wenn du eben Menschen sozusagen auf Kompetenzbasis heierst, aus jetzt in dem Fall dem Startup-Bereich, das wird sicherlich auch für andere Bereiche geben, wo das Sinn machen würde, also Bildung zum Beispiel. Also ich würde es begrüßen, ich finde beide Lösungen super und ich hoffe, dass die Regierung sich durchsetzt. Ja, also von dem, was ich so höre, gibt es schon sehr ernsthafte Überlegungen. Aber klar, das Problem ist natürlich immer, es gibt nur genau eine Konstellation von Koalitionen, die wir jetzt eben eigentlich so, und da wird schon erheblicher Druck drauf sein, welche Partei jetzt da wie viele Posten besetzt und ob dann eine CDU sagt, Ich verzichte auf einen Posten zugunsten von irgendwem, der da sozusagen jetzt von außen kommt. Das muss letztendlich Friedrich Merz durchsetzen. Und wenn der das durchsetzt, dann hat das eine Chance. Und es wäre sehr zu wünschen. Aber die Dynamik, ich meine, die letzten Jahre zeigt ja in solchen Parteien, das ist gerade in den großen Volksparteien nicht einfach durchsetzbar gewesen. Aber ich hoffe es. Also es wäre gut für Deutschland. Beide wären super für Deutschland. Für Deutschland.
Krass, die große Politik kommt da ein bisschen näher. Auf einmal kennt man die Akteure tatsächlich auch dann näher, als das früher der Fall war.
Ja, und genau, also ich meine, auch ein Kukiz zum Beispiel hat sich jetzt auch sehr bemüht so um die Startup-Szene, muss man sagen, war da ansprechbar.
Wenn der jetzt, sagen wir mal, vielleicht Finanzminister selber würde, und dann hast du vielleicht schon mal wirklich einen echt gut besetzten Posten, dann Goldman Sachs Background, dann hast du Herrn Merz mit BlackRock Background, also dann sind schon mal Leute, die in den USA wahrscheinlich irgendwie wissen, wie es läuft.
Hoffen wir, also wir werden sehen, aber genau, also ich glaube, man hat jetzt eben noch 4 Jahre, um sozusagen die extreme Dynamik etwas wieder einzudämmen und wir haben ja in den USA gesehen, ich meine Menschen wählen ja, Personen, auch wenn nicht so richtig klar ist, wie ihnen das eigentlich persönlich dann weiterhelfen wird. Und wir haben es ja bei der AfD auch gesehen. Ich meine, die AfD zeigt jetzt auch keine Perspektive für Ostdeutschland. Trotzdem wird das eben da, wird das da gewählt. Ja, und ich glaube, wir müssen es halt schaffen, oder diese Regierung muss es schaffen, die Dynamik und die Wahrnehmung bei einer relevanten Zahl von Menschen zu drehen, um glaube ich diesen Trend aufzuhalten. So, und ich hoffe sehr, sehr, sehr für uns alle, dass das gelingt.
Okay, also was ein Schlusswort. Nehmen wir so mit. Wir haben jetzt glaube ich einmal wirklich alles durch von Aktien, Krypto, KI natürlich, Project A, Current Situation, deine Vergangenheit oder deine die die ganz großen Themen von Lilium und Zalando. Habe ich was vergessen, was dich umtreibt aktuell so?
Nö, alles gut. Ja, also ich bin ja mich treibt viel um. Das kannst du nicht ändern leider.
Exits genau wahrscheinlich treiben mich um. Exits ja Liquidität.
Treibt mich um.
Aber da kannst du auch wenig selber machen. Ich meine, du kannst es ja schlecht irgendwie Leute anrufen.
Also eine Sache habe ich mir gemerkt, weiß gar nicht mehr, dass du mir gesagt hast, aber das ist auch so ein allgemeiner Platz: Gute Firmen werden gekauft, nicht verkauft. Ja, und das ist so ein bisschen das Thema. Ja, deswegen sitze ich da. Also wenn einer was kaufen will, Philipp gibt meine Kontaktdaten gerne weiter.
Da gibt es das, ein bisschen was zum Angebot, da ist die volle Auslage. Okay, alles klar. Wir sehen uns ja auch am 6. und 7. Mai. Du bist auf dem Festival vor Ort, wir machen gemeinsam ein bisschen kleine Randveranstaltung. Aber also, wer dich treffen will und vielleicht sagt, okay, ich habe nicht vielleicht den ganz großen Scheck dabei, aber ich suche nach einem, habe eine Monsteridee oder irgendwie, ich möchte gerne bei euch mit investieren oder irgendwas. Ich habe übrigens der Andreas Wieler, den du ja auch kennst, hätte mir nach dem Podcast hier erzählt, dass wirklich erhebliche Mengen an Geld in seinen Fonds geflossen sind, und zwar als irgendwie privat. Also sie haben sich bei ihm gemeldet und gesagt, Mensch, ich finde das Ding spannend. Der hatte von seinem Secondary-Fonds erzählt.
Ja, ist auch ein super Produkt, also macht total Sinn.
Und dann war ich ganz überrascht, dass irgendwann schrieb er mir und sagte mir, Philipp, ich weiß gar nicht, ob du das mitbekommen hast, aber ich habe jetzt hier so und so viel Millionen an Zufluss von Leuten, die zugehört hatten und das irgendwie spannend fanden. Also falls jemand sagt, okay, beim Wiele bin ich schon investiert und beim Flo wäre ich ja dabei. Es kommt ja bei euch auch demnächst irgendwann neue Form möglicherweise.
Ja genau, sind gerade Fundraising. Also können dann demnächst können wir Neuigkeiten verkünden.
Okay, das heißt man kommt gerne mehr rein, wenn man wollte.
Ah, müssen wir mal gucken.
Okay, okay.
Also weißt du, muss immer hard to get, muss man immer.
Okay, am sechsten und siebten Mai wird Flo ist in Hamburg. Ich hoffe viele von euch sind auch in Hamburg. In dem Sinne vielen Dank für deinen Aufenthalt hier heute.
Hat Spaß gemacht.
Alles klar.
Ciao ciao.
Ich war keine gute Chefin und heute coache ich Führungskräfte. Und ich wurde mit 22 Jahren Führungskraft und musste ganz schön hart dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Heute bin ich Spiegel-Bestsellerautorin und erreiche auf LinkedIn Millionen Menschen. Wir sind Emma Isadora Hagen und Svantje Almers. Das ist Out of Office, der Business- und Karriere-Podcast. Wir teilen mit euch Karrieretipps, die wirklich funktionieren. Egal, ob es um Gehalt, Selbstmanagement oder die Frage geht, wie man kritische Gespräche richtig führen. Und dazu teilen wir mit euch die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und ordnen für euch den Hot Tea aus der Businesswelt ein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann abonniert den Kanal und seid ab jetzt jeden Mittwoch mit uns out of office.
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