Janna Ensthaler, wie hast du in Anthropic investiert? (#935)
26 Aug 2026 · 68 min
In this OMR podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews entrepreneur‑turned‑investor Janna Ensthaler. The conversation moves from her daily routine and "golden rules" for balancing work, motherhood and personal time, to the mechanics of her investment work and how she leverages a small team to generate outsized returns. Ensthaler explains why she deliberately avoids large sponsorship deals and prefers to fund her own wardrobe, emphasizing financial efficiency. A large portion of the interview is devoted to her unconventional stance on inheritance: she plans to give her children no automatic wealth, instead fostering drive through sport and personal responsibility, and discusses alternative structures such as foundations. The dialogue then shifts to her role on the TV show "Die Höhle der Löwen", the dynamics among the investors, and the authenticity of the show. Ensthaler shares her political philosophy – a liberal‑conservative outlook wary of state overreach, citing concerns about surveillance, bureaucracy and the legacy of East‑German authoritarianism. She critiques current climate‑policy approaches, arguing that Europe’s aggressive decarbonisation harms its economy while global emissions continue to rise, and calls for pragmatic, real‑political solutions. The episode closes with personal reflections on her bucket‑list, family goals, and a desire to leave the world a little better, ending with a scenic reference to the Lüneburger Heide.
Chapters
Seit ihrem ersten Besuch vor ungefähr 9 Jahren hat sich die Welt der Jana Ensthaler sehr geändert.
Damals war sie noch eine sehr zurückgezogene Person, die vor allen Dingen Firmen gebaut hat.
Mittlerweile heißt sie anders, hat zahlreiche Investments gemacht, damit sehr viel Geld verdient, ist eine öffentliche Person geworden, unter anderem auch Fernsehlöwin bei DHDL, obwohl sie es erst eigentlich nie wollte. Warum doch, hat sie mir erklärt. Außerdem hat sie mittlerweile sehr, sehr pointierte politische Meinungen, die sie sich nicht scheut zu teilen. Heute also die große Reise durch die Projekte, Meinungen und Erlebnisse der Jana Enzthaler. Auf geht's!
Let's go! Go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram, und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de.
Ein ganz, ganz großes Comeback nach—
wie viele Jahre sind es jetzt?
9 Jahren?
9 Jahre.
Da warst du hier und damals hattest du 3 Firmen schon gegründet und hast mir erzählt, du willst auf gar keinen Fall Löwin werden, zu der DHL gehen und hast in Hamburg gewohnt und hießt auch noch anders. Und es ist extrem viel passiert bei dir in all den Jahren. Und meine Lieblingsgeschichte ist eigentlich die, dass du damals gesagt hast, ey, du kennst hier die Gegend, wo wir in Hamburg sitzen, weil dieser Fleischgroßmarkt, der hier um die Ecke ist, auch eine Weile dein Zuhause war. Mittlerweile ist der Fleischgroßmarkt nicht mehr dein Zuhause.
Nein, wirklich nicht. Aber in Hamburg habe ich gelebt und es ist echt verrückt. Wahnsinn. Ja, schön, dich wiederzusehen. Und wir kennen uns ja eh seit diesen 9 Jahren, aber es ist echt fantastisch, was passiert ist. Auch bei dir verrückt.
Ich bin noch weiterhin hier.
Dein Podcaststudio war damals so eine kleine Holzbox ohne Kameras und jetzt sind wir hier so Hightech.
Podcasting hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt, aber wir sitzen immer noch hier in Wurfweite des Schlachthofs.
Aber bei dir sind diese frühen Firmen so ein bisschen alle abgeschlossen. Du hast ja damals Kaiserwetter hieß es, gemacht, also ein Gastrokonzept. Ab und zu sehe ich noch so Autos rumfahren in Hamburg, aber da bist du raus, ne?
Das gibt es und das habe ich 2017 verkauft und das war so meine erste unternehmerische Zeit. Die war genial, weil ich habe einmal wirklich so mit Mitte 20 einen kleinen Suppen- und Salatladen in der Innenstadt übernommen. Ich wollte aus der Unternehmensberatung raus, ich wollte irgendwie sowas ganz crazy Neues machen und unternehmerisch erstmal so gucken, wie das im kleinen Format funktioniert. Und dann habe ich wirklich diesen Laden übernommen und wusste von gar nichts und habe dann angefangen, mich morgens um 4 auf dem Gemüsegroßmarkt, habe das eingekauft, habe das mitgeschnippelt, habe es verkauft, habe abends die Kasse gemacht, abgeschlossen, eat, sleep, repeat. Und das war auch, also es war eine richtig harte Zeit, weil Gastronomie aufzubauen ist super, super hart und ich hatte keine Ahnung von Personalführung. Dann haben sie mir am Anfang Geld aus der Kasse gestohlen, da musste ich mir noch mal ein bisschen Geld leihen, damit die Firma wieder irgendwie liquide wird. Und dann habe ich das aber zum Glück ganz gut umgeändert in Kaiserwetter und die Umsätze sind gewachsen und wir waren zum Schluss fast 100 Mitarbeiter.
Wie viele Läden?
Wir hatten eigentlich nur 2, 3 Läden, aber wir haben ganz viel Catering gemacht und deswegen hatte ich auch 7000 Quadratmeter Produktionsfläche am Fleischgroßmarkt direkt gegenüber von dir hier und habe da wirklich mit meinen 12 Köchen, hatte einen kleinen Jana irgendwie, diese Riesengastronomieküchen bedient und das war echt eine total coole und aber auch verrückte Zeit und habe dann parallel aber auch angefangen, mit Olli Samwer über Glossybox zu reden und das zu gründen und habe deswegen auch gesagt, Also bei Gasto musst du auch echt vor Ort sein und habe dann entschieden, das zu verkaufen. Habe ich auch gut verkauft, aber es war eine unfassbar tolle Zeit. Ich glaube, die unternehmerische Zeit, die mich am meisten geprägt hat, so also auch menschlich.
Also noch mal ganz kurz für alle, die nicht ganz so familiär sind mit deinem Background davor: Hast du studiert irgendwie auch so an Top-Schulen in Oxford, ne? Ja, ich habe in Oxford studiert und dann Unternehmensberatung gemacht und dann das und dann Glossybox. Es war so ein Teil aus so einer Rocket-Internet-Idee damals, Was damals ja auch so eigentlich fast schon normal war. Man geht irgendwie zu Rocket als ehemalige Beraterin oder Berater und versucht mal schnell was Skalierbares aufzubauen. Das habt ihr dann gemacht, aber auch nicht lange.
Ich habe Glossybox gegründet vor Olli Samba und habe dann, also das waren die ersten 3 Jahre, die ich dabei war, und das ging ja super, super schnell. Also wir haben ja das in Jahr 2, hatten wir schon 250 Mitarbeiter, hatten das schon in 15 Ländern. Es war dann auch schon auf 15 Millionen Umsatz in Jahr 2. Und das wurde ja dann für 50 Millionen, also mit 50 Millionen Umsatz an die Hat Group verkauft. Es gibt auch heute noch, hat auch heute noch 50 Millionen Umsatz.
Das waren so Boxen mit so Beautyprodukten, die man dann so sampeln konnte, ne?
Also das war eigentlich ein Modell, das wir uns aus Amerika abgeschaut haben, wie so ungefähr alles, was Rock on Internet damals gemacht hat. Und es hat super viel Spaß gemacht, es war eine super Zeit und es war auch erfolgreich.
Und dann bist du da raus und dann hast du noch mal gegründet und das war auch noch in Hamburg, erinnere ich mich, eine Firma, die Eventflächen vermarktet, ne?
Genau, erst Eventflächen, dann haben wir eine Software drüber gebaut, die Events eigentlich auch plant und vermittelt. Und das ist einfach so ein SaaS-Tool und Marktplatz geworden für Kongresse und Events europaweit mittlerweile und sitzt hier weiterhin.
Event Inc., ne?
Event Inc.
Gibt's immer noch?
Ja, hat zweistelligen Millionenumsatz, ist auch super gelaufen. Ich habe es nie geschafft, die Milliardenfirma zu bauen, aber ich habe immer so von null bis paar hundert Mitarbeitern Firmen inkubiert und das hat echt Spaß gemacht und ich habe auch alle gut geexitet.
Also das heißt, Event Inc. ist auch von dir verkauft worden sozusagen am Ende?
Zum großen Teil verkauft. Also ich habe noch ein bisschen Besserungsschein und so weiter, aber das ist wirklich abgeschlossen, das Unternehmerschein.
Wem gehört das heute?
Paul Philipp Herrmann und ein paar anderen Investoren, also dem Gründer. Ich hatte dann zur Hälfte, kam dann sozusagen Mitgründer mit dazu und der führt das weiterhin und macht das super.
Okay, aber es ist also am Ende ging es darum, man sucht irgendwie eine Seminarfläche und dann konnte man gucken und hast du sozusagen in jeweiligen Städten wirklich nur einen Marktplatz, also wirklich so ein Marktplatz für Eventflächen, ne?
War ein super Modell. Das waren so diese Directory-Modelle, wo du einfach so 5 Millionen Umsatz hast und fast keine Kosten. Also das ist das Coole an Directories, dass du einfach kaum, also außer SEO und SEA-Kosten damals.
Und dann, wenn ich es richtig verfolgt habe, hast du dann irgendwann gesagt, okay, jetzt werde ich Investorin.
Ja, das war irgendwie Zeit dann. Ich war ja auch schon Mutter mit 30 und habe gesagt, ich habe jetzt echt viel gegründet, ich habe irgendwie viel Erfahrung und es macht mir Spaß, das irgendwie bei mehreren Firmen einzubringen. Und da kam so die Entscheidung, auch wirklich einen Fonds zu bauen. Und dann haben wir GGF gebaut. Und GGF ist ein 100-Millionen-Pool, den wir dann in frühphasige Energy-Tech-Startups investiert haben.
GGF steht für Green Generation?
Ja, Green Generation Fund. Also die Idee war da wirklich zu sagen, wir bauen frühphasige Startups in Deutschland und helfen denen zu wachsen im Energy-Tech-Bereich und im Food-Tech-Bereich. Und das haben wir dann zusammen gegründet, zu zweit, 2 Gründungspartner. Haben diesen Topf geraised.
Also du und eine Bekannte?
Ja, genau. Und haben mit diesem Geld dann in Pre-Seed-, Seed-, Series-A-Startups hauptsächlich in Europa, aber auch in Amerika 5 Jahre lang investiert und das ist jetzt abinvestiert.
Wie viel war denn gefordert? 50 Millionen oder mehr?
100 Millionen.
Und das ist alles ausgegeben?
Ja, wir haben dann noch ein bisschen Follow-on-Geld. Also du hältst dann immer ein bisschen Geld zurück, dass du noch in die super laufenden Startups dann noch nachträglich nachinvestierst. Und das ist aber die Initial Investments, also die ersten das Portfolio anzulegen. Das haben wir jetzt durch und das steht jetzt da. Das sieht super aus, sind tolle Firmen dabei.
Was glaubst du, ist aus den 100 Millionen, was wird daraus werden so Größenordnung? Was meinst du?
Oh, das kannst du wirklich überhaupt nicht sagen, weil auch gerade in Europa hast du es oft erstmal Wert um Papier. Also du bist oft noch nicht geexited, ja, das heißt dann MOIC. Und wenn du Glück hast, werden dann 200 Millionen draus oder 300 Millionen, und wenn du Pech hast, werden 150 Millionen draus.
Auf jeden Fall mehr.
Ja, also ich denke schon. Also wie es im Moment aussieht, ja.
Also ich meine, es ist ja auch nicht unvorstellbar, dass es weniger wird. Also ich meine, wenn man das Geld investiert, dann ist es weg.
Ja, ich glaube, das hat auch hier jetzt mittlerweile sehr viel mit der Makroökonomie zu tun. Ja, also die Wirtschaft läuft einfach insgesamt nicht gut. Das erschwert dem Markt zu exiten für gute Preise. Die Leute kalkulieren das ein. Wie geht es mit Deutschland weiter? Und da muss man alles so ein bisschen schauen, dass die Start-ups wirklich auch das Kapital bekommen, erstmal überhaupt weiterzuwachsen. Oft kommt das dann ja ab gewissen Phasen nur noch aus Amerika. Ja, und das ist schon ein großer Deal.
Aber in deinem konkreten Falle wird es schon mehr werden?
So wie es jetzt aussieht, ja. Ich ahne es ja.
Und dann hast du in der Zeit dann irgendwann auch entschieden, okay, obwohl damals zum ersten Mal Sprachen, da hattest du glaube ich auch schon mal ein Angebot, irgendwie zu Hölle Löwen zu gehen und sozusagen öffentlicher deine Sachen zu machen. Da hast du, weiß ich noch ganz genau, gesagt, nee, ach, warum soll ich das machen und mit welchem welchem Argument eigentlich und so. Und dann habe ich irgendwann gelesen, okay, jetzt machst du nicht nur einen Fonds, sondern jetzt machst du auch Fernsehinvestorin.
Ja, also das war dann noch mal ein komplett neuer Schritt und eigentlich auch irre. Aber ich hatte irgendwie damals das Gefühl, ich bin jetzt wirklich Investorin und ich kann, ich sehe jeden Tag Startups, ich sehe jeden Tag so viele Startups und kann die bewerten und weiß ungefähr, was Sinn macht, was nicht Sinn macht. Und habe irgendwie schon das Gefühl dann gehabt, ich kann diese Rolle ausführen, ich bin wirklich Investorin und ich kann das auch on screen sein. Und Was mir dann irgendwie auch klar geworden ist, ist, dass wir in Deutschland halt wirklich diese Erfolgsstories brauchen, auch nicht nur für unsere kleine VC-Bubble, sondern auch wirklich für alle. Und das ist ja wirklich so der German Dream. Ja, du kommst rein, du weißt nicht, ob du Geld bekommst, ob du deine Firma bauen kannst, und dann pitchst du das, und in der Sekunde kannst du wirklich ein Millionär werden auf der Bewertung und kannst wirklich loslegen. Und da gibt's ja gigantische Success Stories, und das können dann Millionen von Leuten schauen. Sagen, vielleicht werde ich auch mal Unternehmer oder ich traue mich jetzt doch. Es geht ja auch viel um Mut bei Unternehmertum und deswegen liebe ich diese Show. Ich liebe diese Show.
Aber die Entscheidung, das zu machen, war dann auch so ein bisschen schon, ich will was zurückgeben, oder war das mehr so auch persönliches Interesse und Lust, sich zu zeigen, oder nach dem Motto, hey, die Show hilft, dem Land zu zeigen, wie es geht, und deswegen bin ich dabei?
Ich glaube, es war auch eine Neugier, wie ist es so on camera, das zu machen, auf jeden Fall. Aber Ich finde es super cool, eine Plattform zu bauen, und das war auch meine Entscheidung, also meine wirkliche Entscheidung, eine Plattform zu bauen, wo man auch mehr zurückgeben kann als sozusagen in seiner kleinen VC-Bubble. Das ist auf jeden Fall so ein Teil von mir, dass ich immer darüber nachdenke, wie können wir eigentlich unsere Gesellschaft besser machen, wie können wir unsere Zukunft besser machen in Deutschland, wie können wir darüber reden, was die nächsten Ideen sind. Und natürlich, wenn du eine größere Plattform hast, hören dir auch mehr Leute zu, zum Beispiel du heute.
Ja, ich bin nicht alleine, hoffentlich. Und wie viel hast du da schon investiert in den letzten Jahren bei der DHL? Haben wir so die Fakten dazu?
Also insgesamt Geld im Volumen würde ich das jetzt nicht preisgeben, aber ich habe jetzt über 10 Firmen angelegt. Also es ist ja schon so, also du sagst ja, dann dealst du die Firma im Nachhinein.
Prüfst nochmal, ob das alles so stimmt, was du gesagt hast.
Ja, genau. Und du investierst nicht in jede Firma, weil du ja gesagt hast, das geht gar nicht, weil oftmals Gründer wirklich was ganz anderes erzählen und das ist es einfach nicht so. Oder die Gründer sagen im Nachhinein, Sven ist ja super nett mit dir gewesen, aber eigentlich wollten wir nur für Marketing in die Show und jetzt nehmen wir den Deal nicht an. Ich habe oft auch mal für einen Deal zum Beispiel im Nachhinein mehr bezahlt, weil die einfach gesagt haben, hey, unsere Umsätze sind gewachsen, irgendwie handel dich jetzt hoch, was eigentlich auch nicht so ganz legit ist. Also du musst dann schon irgendwie zusammenkommen, das kann an beiden liegen, ja. So, und die Ratios dann irgendwie, dass so 2 Drittel der Startups klappen, ja. Und dann legst du dir halt so langsam dein Portfolio an und arbeitest mit denen, und da sind echt tolle Firmen dabei. Also der absolute Winner bei dem Portfolio, ich glaube, also Nalu zum Beispiel liebe ich. Das sind gesunde Gummibärchen, also Gummibärchen mit 80% weniger Zucker. Also es ist eigentlich so eine Haribo-Alternative. Du isst dasselbe, schmeckt genauso gut, und es ist aber einfach super gesund. Und das ist jetzt überall in dm, bei Müller, überall schon gelistet. Als die zu uns kamen, war lustigerweise auch Lena Gercke als Gastlehrerin mit dabei, und dann haben wir zusammen dort investiert. Da waren sie bei 20.000 Umsatz, und jetzt sind sie diesen Monat bei 300.000 € Umsatz.
Und das ist jetzt ein Jahr später erst so.
Und dann helfen wir natürlich auch als Investoren nicht nur die Plattform zu bieten über die HDL, sondern wir haben das Packaging erstmal neu gemacht, Lena und ich, und dann haben wir die Kontakte hergestellt, dass sie wirklich in diese großen Drogeriemärkte kommen. Also wir sind dann auch schon echt aktive Angels, weil das ist ja eine frühe Phase, wo auch wahnsinnig viel passieren muss, und es ist dann toll, sowas wachsen zu sehen. Das war auch eine besonders schöne Story, weil die Gründer sind so ganz bescheiden und ganz hier aus Hamburg und wurden auch zum Teil so ein bisschen gebasht bei dem Pitch, und es war so ein bisschen so ein Underdog-Investment auch, wo wir gesagt haben, nö, wir sehen das anders, wir finden euch mega. Und dann zu sehen, wie die so wachsen und so erfolgreich werden, ist einfach auch genial.
Und wie viel gehört dir in der Firma so Größenordnung?
Ja, bei der Firma haben wir jetzt 10%, also wir haben 20%, dann die noch nicht zusammen gehabt.
Und jetzt also jeder 10?
Genau.
Und das ist aber schon, dass man da jetzt mal 100.000 € reinstecken muss, ohne geht's ja nicht.
Ja, muss Geld reinstecken, aber in dem Falle ist es—
Dass man öffentlich sagt, ich gebe dir jetzt irgendwie 100.000 €, dafür möchte ich gerne 20% haben oder sowas? Also sind die Zahlen nicht öffentlich?
Ja, total. Also was habt ihr denn da reingesteckt? Also ich habe dann noch nicht mal 100.000 für die 10% reingetan.
Okay, also die haben sich auf jeden Fall gelohnt.
Ja, die werden sich lohnen, auf jeden Fall. Und das wird aber, das ist ja frühphasig so, dass du machst 5 Investments und 4 lohnen sich nicht und eins lohnt sich. Und das ist auch die Kalkulation. Das ist ja sogar auch bei Y Combinator in Amerika so, dass es so eine hohe Ausfallrate gibt. Das ist im VC komplett normal. Und trotzdem ist ja der Gesamt-IRR zum Beispiel jetzt bei Y Combinator 176%.
Also der beste Frühphasen-Inkubator der Welt.
Und also nur als Beispiel, der Gesamt-IRR auf Y Combinator ist 176%. Das heißt, du musst frühphasig immer happy sein abzuschreiben und das auch als normal empfinden.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise, und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer und oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Ist ja so fast ein bisschen Frank Thelen Playbook, also in der Gummibärchenfirma. Der hat ja auch so ganz viele Food Investments gemacht, irgendwie Gewürze und Drinks und so. Und das hat am Ende, also ist das das Prinzip der Show, am besten Sachen zu machen, die so B2C sind und die dann über den Handel skalieren?
Also ich glaube auch, dass du gute Tech-Sachen dort findest. Und ehrlich gesagt, also das ist wirklich crazy, jetzt kommt die nächste Staffel wieder und ich bin jetzt auch schon länger dabei, aber die Gründer werden jede einzelne Staffel besser. Und das sage ich nicht zum Marketing, sondern das ist phänomenal, was wir jetzt im Frühjahr gedreht haben, mit welchen Gründern, mit welchen Leuten gekommen sind. Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass sie woanders schwieriger Geld finden, oder es liegt daran, dass die Show einfach immer besser wird gerade. Aber das sind wirklich kompetitive Gründer und die kommen auch mit ganz kompetitiven Pricings reinlaufen, also Bewertungen. Und das ist so ein Play oder so ein Game, was ich in Deutschland einfach ganz gerne spiele, dass man wirklich sehr, sehr früh reingeht zu echt fair niedrigen Bewertungen und dann wirklich hilft, über die eigene Plattform das größer zu machen. Und da ist B2C natürlich extrem dankbar, hast du total recht, weil ja, B2C ist einfach natürlich über die Show dann easy zu vermarkten. Und dann hast du natürlich auch über gewisse Multiplier und sowas die Möglichkeit, wirklich das schnell zu skalieren. Passt zu der Show total gut. Also was ich dann gerne mache, ist so Food, Health, Longevity, das sind Themen, die auch zu mir passen.
Also es gibt die gesunde Gummibärchenfirma. Noch eine andere Firma, die du da hast?
Ich habe zum Beispiel Joyn, das ist eine Gutscheinfirma, die funktioniert super gut. Die machen eigentlich Gutscheine für jedermann. Also die haben einfach ein Modell entwickelt, wo du wirklich in jedem Saturn überall hängen kannst und dann kannst du mit dem Gutschein wirklich alles kaufen, was du möchtest. Also nicht nur die Saturn-Sachen, sondern alles, was es im Internet gibt. Du musst das einfach eintippen, so wie Wunschgutschein. Ja, genau, aber besser, viel besser.
Wunschgutschein ist ja eine Monstermaschine.
Ja, genau, und auch super lukrativ, dass die sozusagen, das ist wie Nalu, Harry Brodin, ein bisschen was vom Markt weggraben möchte, mit Joy Wunschgutschein was vom Markt weggraben. Gute, gute Gründer, bringt Spaß. Also, und auch noch mal letzte, also jetzt kommen ja noch mal ein paar neue Investments, die ich gerade tätige. Es ist wirklich cool, was gerade kommt. Ich nehme das mittlerweile wirklich auch ernst als als virtuellen Quelle. Das habe ich am Anfang nicht so gewusst, ob das so wirklich nicht auch einfach noch hier und da auch ein bisschen so Nettigkeit ist, dass man ein paar Gründer zusammenarbeitet, die man bei DHL trifft. Aber es ist einfach zu gut die Qualität geworden bei DHL, dass man nicht auch sagen kann, da kann man echt Kohle mit verdienen.
Okay, und aber es ist am Ende nur eigenes Geld. Du hast jetzt nicht irgendwie einen Fonds, aus dem du das bezahlst, sondern das machst du mit eigenem Geld?
Ja, absolut. Was ich manchmal mache, ist, dass ich dann, wenn wir wissen, dass wir es machen wollen, dass ich überlege, welche anderen Angels würden Sinn machen, noch mit dazu zu holen, damit wir wirklich so eine sehr schlagkräftige Angel-Truppe haben, die dann auch wirklich helfen an verschiedenen Enden.
Aber generell hat die Show ja auch so ein nächstes Level erreicht, wenn man euch da sitzen sieht. Ihr seid jetzt alle gestylt, es ist ja so ein bisschen schon so ein bisschen so Wetten, dass-artig. Also wenn du dir mal deine Outfits anguckst, das habe ich auch das Gefühl, hast du dir nicht 2 Stunden vorher ausgedacht, was man da so anzieht. Also Ralf Dümmel ja auch nicht. Das ist schon echt durchgetaktet. Und also Plattform bauen heißt dann auch komplett, man nutzt diese Bühne, um sich selber so ein bisschen auf die nächste Ebene zu schießen.
Ja, also was meinst du damit?
Ja, du hast ja gesagt, Plattform bauen, da hilft die Show, da trägt die Show zu bei. Also man baut sich als Person auch noch mal einfach auf.
Was wirklich toll ist und was man glaube ich von außen gar nicht so verstehen würde, ist, dass halt, wenn du weißt, dass halt Millionen Leute zuschauen und dass diese Fernsehkameras dich durchleuchten, nicht nur wie du aussiehst. Das ist ja, da fragt man sich dann auch, wie möchte ich aussehen für Millionen von Leuten und wie möchte ich mich zeigen? Aber noch viel mehr, wer willst du sein so als Mensch? Und das ist für mich die coolste Reise ever gewesen, weil du dann wirklich darüber nachdenkst, wer bin ich eigentlich und was möchte ich verkörpern, was ist eigentlich meine Verantwortung, mir geht's richtig gut im Leben, ich habe viel erreicht, aber ich will zurückgeben an die Gründer, ich möchte das irgendwie auch vermitteln. Und das ist auch eine Reise so zu sich selber. Interessanterweise. Dann arbeitest du natürlich, ich habe auch mit dem Coach gearbeitet, ne, gesagt, wie wirkst du eigentlich im Fernsehen, red nicht so schnell, Jana, oder was auch immer. Und dann lernt man viel über sich, das ist echt cool.
Und was hast du also am Ende rausgefunden, also wie möchtest du sein?
Ich glaube, bei mir ist es wirklich so, dass ich halt, ich bin Mutter von 3 Kindern, ich habe eigentlich ein sehr großes Herz, und das kommt manchmal nicht so raus, weil ich norddeutsch bin und dann auch sehr straight Businessfrau. Und ich glaube auch, aber diese beiden Dinge sind eigentlich ganz cool zusammen zu vereinen, zu sagen, ich bin jemand eigentlich, der ja auch wirklich an diesen Gründern hängt und für die da sein möchte, ähnlich wie ich an meinen Kindern hänge und für die da sein möchte. Und gleichzeitig möchte ich aber auch klar sein und ehrlich sein. Ich finde, es ist gerade sowieso eine Zeit in Deutschland, wo Leute nicht wirklich ehrlich und klar sind, weil sie immer Angst haben, dass man nicht sagen darf, was man sagen möchte. Und ich finde, das ist Teil von mir. Ich möchte einfach super gerne sagen, was ich denke.
Also generell hast du dich aber irgendwie entschieden, jetzt auch wenn man so Instagram sieht oder LinkedIn, du schreibst du da auch teilweise Kommentare, wo man weiß, die werden anecken? Was steckt dahinter? Also wirklich die Idee, ich möchte eine Stimme haben?
Also wenn du jetzt zum Beispiel meine LinkedIn-Posts oder so ansprichst und auch jetzt, was ich mit Welt mache, die Stimmen der Wirtschaft und so, wo ich—
Das ist ein neues Projekt, also wo du jetzt von Axel Springer offensichtlich angesprochen wurdest als eine von 3 Stimmen der Wirtschaft. Wollen die jetzt aufbauen.
Genau, also wir sind jetzt zu dritt mit Daniel Stelter und Christian Miele und gehen dann einfach regelmäßig dort ins Studio bei Welt TV und werden sozusagen zu Wirtschaftsthemen befragt. Und unsere Aufgabe ist da so ein bisschen, unsere Meinung abzugeben als sozusagen operative Leute aus der Wirtschaft. Wir sind keine Journalisten, wir sind Leute, die tatsächlich in the weeds sind und Dinge sehen, in Amerika sind und hier sind und da vielleicht ein bisschen was preisgeben können von dem, wie wir glauben, was gerade passiert. Das bringt unfassbar viel Spaß. Das ist Ein super Format, haben wir gerade erst angefangen.
Aber du fühlst schon so einen Drang oder eine Verpflichtung, was beizutragen oder dich zu äußern?
Also ich weiß auch gar nicht, wo das herkommt, aber ich glaube, es gibt einfach so zwei Typen von Menschen. Es gibt einmal die, die gerne für sich arbeiten und ihre Familie und auch gerne dabei so ihr Ding machen. Und es gibt, glaube ich, Leute, die darüber hinaus so ein Gefühl haben für eine gesellschaftliche Verantwortung. Und auch keins von beiden ist schlechter oder besser. Aber bei mir ist es leider, leider so, dass ich das irgendwie nicht ertrage, so eine Person der Öffentlichkeit zu sein und auch in der Wirtschaft so viel mitbekomme, in der Wirtschaft, und dann einfach merke, hier geht's überhaupt nicht gut gerade in Deutschland, und hier machen wir super, super viele Fehler. Und wenn wir das so weitermachen, fährt das gegen die Wand. Und dann noch mal, ich bin Mutter von 3 Kindern, ich möchte auch, dass unsere Kinder irgendwann ein cooles Leben hier haben. Und wir machen das gerade, was wir gerade machen in der Politik, auf die Kosten der nächsten Generation. Und auch wenn das quasi mich einiges kostet und auch mich vielleicht kontrovers hier und da darstellt. Ich möchte einfach genau sagen, was ich denke, was wir machen sollten und was die Gefahren sind, auf die wir zulaufen. Und das mache ich einfach.
Was läuft falsch?
Was läuft falsch? Also ich glaube, wir haben einfach eine sehr wirtschaftsfeindliche Politik. Und ich meine, Wirtschaft ist ja einfach alles. Von der Wirtschaft aus wird das Sozialsystem gefüttert, die Renten, die Umverteilung. Und wenn wir den Wohlstand nicht erwirtschaften in der Privatwirtschaft, dann werden wir den auch nicht umverteilen können in der Form. Dann haben wir auch nicht dieses soziale System erhalten können. Und ich glaube, dass viele Leute in der Politik einfach im Moment lustigerweise denken, dass sie es einfach nur umverteilen müssen, aber sich nicht mehr darum kümmern, wie kann eigentlich eine Wirtschaft auch in der Zukunft bestehen, wachsen und erfolgreich sein. Und was konkret falsch läuft, sind Energiepreise, sind viel zu hoch. Das haben wir selbst verschuldet. Wir haben die Atomkraftwerke hochgebombt, und das ist einfach grausam vielen Unternehmern, gerade aus der Industrie gegenüber, die einfach ihre Existenzgrundlage so verlieren. Wir haben dieses Jahr schon 500.000 Industriejobs verloren. Und das ist erst der Anfang. Also Energiepreise, dann haben wir einen Arbeitsmarkt, der überhaupt nicht mehr anregt zum Arbeiten. Leute können vom Bürgergeld, gehen unfassbar ungerne wieder in die niedrig bezahlten Jobs, weil sie so versteuert sind, dass Leute oft gerne Bürgergeld nehmen und schwarz arbeiten. Dann hast du wieder eine unfassbar hohe Abgabe so im mittleren Lohnbereich, wo Leute sich bisschen was erarbeitet haben an Lohn und dann wirklich schon fast die Hälfte abgeben müssen. Da sind wir Zweiter von allen 38 OECD-Ländern, die mit was Lohnabgaben angeht.
Aber glaubst du, dass diese Sachen so ein Erkenntnisproblem gibt, dass man das nicht— also mein Gefühl ist, das ist schon eigentlich bekannt. Also man müsste das jetzt gar nicht mehr so raustragen, man muss es wirklich einfach ändern.
Ja, was macht das? Macht die ja jetztige Regierung ja gar nicht. Und ich glaube auch, ich frage mich, ob das wirklich so erkannt wird, wenn jetzt irgendwie Lars Klingbeil sich neulich vor eine Kamera setzt und sagt, wir, ja, wir schauen jetzt mal wirklich, wer hier noch alle Steuern hinterzieht. Und wenn jetzt jemand böse ist und Steuern hinterzieht, dann ist halt der Porsche und die Rolex weg. Also wenn man so ein Lingo anwendet, anwendet, ja, obwohl ich natürlich dafür bin, dass Steuerhinterzieher verfolgt werden sollen, der macht glaube ich jedem, der einen Porsche fährt und eine Rolex hat und sich bisschen Wurscht an Arbeit hat, vielleicht seit 10 Jahren auf eine Rolex gespart hat und sich daran freut, ein ungutes Gefühl. Und ich glaube, dass da schon eine gewisse Wirtschaftsfeindlichkeit drin ist. Und ich glaube nicht, dass das komplett so erkannt wurde, was gerade in der Wirtschaft passiert. Glaube ich nicht.
Was würdest du, wenn du jetzt Kanzlerin wärst oder Finanzministerin, was wären so die ersten 2 Sachen, wo du sagst, das Das kann man doch offensichtlich einfach ändern.
Also Energiepreise auf jeden Fall, ich würde den Arbeitsmarkt verändern.
Ich würde auch Energiepreise, aber die kann man ja nicht einfach ändern.
Also du musst, wir müssen sofort wieder Atomkraftwerke bauen, wir müssen die 10 Jahre, bis die in Ordnung sind. Wir haben noch 5, die, die noch stehen, die kann, da musst du 2 Milliarden ungefähr in die Hand nehmen, um die zu bauen. Du musst Solar ausbauen, du musst einfach autarker werden.
Was heißt, du würdest also Energiepolitik, habe ich verstanden, dann sagst du Arbeitsmarktpolitik. Ja, was wäre denn da so die Maßnahme?
Also ich würde, ich würde die Lohnsteuern komplett verändern. Und ich würde erstmal wie in Dänemark auch gucken, dass Leute, die vom Bürgergeld in die ersten Gehälter gehen, dass sie auch noch mal einen Teil vom Bürgergeld behalten dürfen, dass sie sozusagen wirklich Anreize haben, im Arbeitsmarkt zu bleiben und sich da ihre Gehälter zu erhöhen. Und dann würde ich die Lohnabgaben im mittleren Bereich auch weit über 70.000 € hinaus einfach drastisch reduzieren, damit Leute wirklich wieder, dass Arbeit sich wirklich lohnt. So, und das ist auch, du kannst ja mit super Steuersystem, wo du erstmal Leute entlastest, auch wieder neue Leute aus dem Ausland, neue Investoren anziehen. Und sozusagen ist dann der gesamte Steuertopf wird dann gar nicht so viel kleiner, wenn du es richtig machst. Und das ist immer, ich glaube, der Trugschluss, dass man immer mehr Steuern, immer mehr Steuern, um irgendwie unsere ganzen Schulden zu tragen. Aber diese Steuern führen dazu, dass wir in der Zukunft keine Einnahmen haben werden. Also man muss auch wieder leistungsorientierte Steuersysteme bauen, ein Teil. Aber es gibt noch so viele andere Sachen, die ich machen würde.
Offensichtlich eine sehr politische Person, die sich da auch sehr ziemlich tief eingräbt, also da jetzt viel drüber nachdenkt offensichtlich. Aber das in der Politik selber, oder sprichst du viel mit Politikern? Ja, also parteiübergreifend?
Ja, absolut. Also ich spreche super gerne mit Politikern. Das ist einfach so mein—
also regional oder auch—
weißt du, es gibt Zeiten, da würde ich jetzt sagen, alles läuft, ich muss nicht mit denen sprechen. Aber im Moment müssen wir alle was machen, finde ich. So Leute, die in der Wirtschaft zu was gekommen sind und Also ich empfinde es so ein bisschen als meine Pflicht auch zu schauen, wie kriegen wir jetzt eigentlich wieder so eine wirtschaftsliberale, konservativ-liberale Situation hin, die ja eigentlich fast 70% aller Deutschen wollen, damit wir hier überleben als Deutschland. Wir werden rechts und links sowas von abgehängt gerade von China und von Amerika. Das können wir nicht auf uns sitzen lassen. Da sind wir in der Substanz einfach viel zu gut dafür. Wir haben ja tolle Leute hier, wir haben wahnsinnig viel Innovation, wir hätten eigentlich lustigerweise alles, was es braucht, auch um diese KI-Welle jetzt richtig mitzunehmen mit coolen neuen Firmen und so weiter, viel mehr als super viele andere Länder. Aber wir schießen Eigentor nach Eigentor. Der Staat verbaut uns das auch durch Bürokratie, ganz anderes Thema, und das sofort gelöst werden muss. Und diese ganze— es ist ja verrückt, dass wir uns eigentlich selber damit kaputt machen, obwohl wir es gar nicht müssten.
Aber glaubst du, dass es nicht so ein bisschen ist so, wie heißt immer dieses Buch, Gulliver Wo man so sich gar nicht mehr richtig bewegen kann. Also ich glaube, meine Wahrnehmung ist, die meisten Politiker, die erkennen das schon, aber es ist einfach wahnsinnig schwer, das in einer Struktur, die wir uns geschaffen haben über Jahre, auch mit der EU und mit der föderalen Struktur, das mal eben so zu ändern. Also ich meine, die, sagen wir, bauen jetzt wieder Atomkraftwerke, okay, ja, dauert 10 Jahre. Oder wir ändern mal kurz eben den Arbeitsmarkt, da gibt es ja auch, es ist ja nicht ganz so einfach. Am Ende.
Also, also, oder es ist zum einen nicht einfach durch diese, durch diese paralysierenden Systeme, von denen du sprichst, aber es ist letztendlich doch richtig, richtig einfach, weil wenn du wirklich mit dem Herz bei der Sache wärst, zumindest mal Friedrich Merz, ja, und der diese Umfragen sieht, ja, wie viele Leute ihn eigentlich noch sehen als Kanzler und so, und dann müsstest du doch in der Situation schon längst sagen, Leute, ich habe das Mandat nicht mehr, lasst uns Neuwahlen machen, lasst uns gucken, wie es hier weitergeht. Aber in der Konstellation habe ich das Mandat nicht mehr, und daran siehst du, dass du eigentlich Leute im Moment in der Regierung hast, die das aus machtpolitischen Gründen machen. Das sind Berufspolitiker, die wollen diesen Titel, die wollen das Gehalt, vielleicht wollen sie auch die Rente. Und das ist super gefährlich, weil du musst es für die Sache machen als Politiker. Du musst auch bereit sein, Entscheidungen zu treffen, die dich eventuell sogar aus dem Amt katapultieren. Schröder hat es vielleicht auch die Wahl damals gekostet, dass er diese krassen Reformen gemacht hat, aber er hat sie gemacht. Und auf diesem wahnsinnig großartigen Werk von ihm ist eigentlich letztendlich Angela Merkel ewig lang gesegnet. Ja, genau. Und ich glaube, so musst du agieren. Du musst für die Leute handeln. Und das sehe ich irgendwie kaum noch. Also das macht mir echt Sorgen.
Wenn du da nach der Show dann irgendwann mal sagen willst, okay, next step ist jetzt, ich werde selber aktiv.
Ich sag jetzt nicht mehr, was ich mache als Nächstes, weil das hat das letzte Mal nicht so gut geklappt, als ich gesagt habe, ich mache kein DHDL. Aber ich Ich weiß es nicht. Ich habe jetzt, mein Jüngster ist noch nicht mal 4, und ich glaube, das ist definitiv im Moment nicht kompatibel mit der Politik.
Aber eines Tages vielleicht schon.
Vielleicht. Und bist du da, wo wir alle sind in 10 oder 20 Jahren? Das wissen wir so überhaupt nicht mehr, weil die Welt, es wird so anders mit KI, mit allem, was kommt, mit dieser Geopolitik. Ich glaube, eins ist safe, wenn wir uns in 10 Jahren hier wiedersehen, dann ist noch mal mehr passiert als Also bei mir ist es so, ich sitze immer noch neben dem Schlachthof wahrscheinlich. Ja, wahrscheinlich hast du das Problem, Philipp.
Okay, aber du hast ja selber auch schon mal eine Weile jetzt innerhalb der 9 Jahre, die wir jetzt nicht gesprochen haben, zumindest hier nicht, hast du ja schon im Ausland gelebt und so und dich am Ende trotzdem entschieden, wieder hierher zu kommen. Es hätte ja auch anders laufen können, weil viele andere so in deiner Position sagen ja, okay, dann gehe ich jetzt in die USA oder gehe jetzt zumindest mal nach Mallorca oder Dubai oder so. Das war für dich jetzt keine Option, obwohl du mal eine Weile lang da warst?
Ich bin ja totaler Amerika-Fan, ich finde die super, und ich finde es auch total schade, dass wir die so bashen, weil die sind so, das sind echt Leute, die in der Gemeinschaft viel machen, die ganz nett zueinander sind im Alltag, die Ziele haben, die hart arbeiten. Wir tun immer so, als ob wir so ähnliche Gesellschaften haben, weil wir ja auch dieses Vogue versus Tradwife und so weiter. Diese ganzen Dynamiken sind ja ähnlich dort und hier. Aber das ist eine sehr junge Gesellschaft, die wissen noch, dass sie aus dem Wilden Westen gerade aus ihren Zelten geschlüpft sind und sind dankbar für ihren Reichtum und glauben an diesen American Dream, ob es ihn jetzt gibt oder nicht. Aber die sind, die haben noch so wahnsinnig viel Energie und haben Bock auf die Zukunft. Das beobachte ich hier nicht so. Und deswegen, ich liebe Amerika und die Opportunities. Podcast haben wir gerade drüber gesprochen, ne? Die ersten 10 Podcasts in Amerika machen über 50 Millionen Umsatz. Ja, das ist egal, in welche Industrie du schaust, du hast einfach das Zehnfache mittlerweile. Siehst du auch in der VC-Industrie bei uns zum Beispiel. Als ich 2021 den Fonds gegründet habe, hatten wir ein Drittel des Budgets der Amerikaner. Heute ist es nur noch ein Sechstel. Die hängen uns einfach auch im Silicon Valley sowas von ab. Deswegen investiere ich auch privat ausschließlich nur noch dort. Ja, deswegen die neue Plattform, die ich jetzt baue nach meinem jetzigen Fonds. Wird ausschließlich in Amerika investieren, in spätphasige Firmen. Und das mache ich mit amerikanischen Partnern zusammen, einfach nur, weil, weißt du, wenn ich investiere, dann investiere ich ja oft auch mit anderen Leuten. Dann muss ich denen in die Augen schauen und sagen, wo kann ich dein Geld in schnellster Weise risikobereinigt am besten anlegen? Und das ist einfach in keinster Weise mehr vergleichbar zu dem, was hier ist. Die Schnelligkeit, die Kapitaldecke, die Möglichkeit, Secondaries zu machen, das Wachstum. Ich habe jetzt irgendwie im März in Anthropic investiert, da hatten die 30 Milliarden Umsatz und jetzt haben sie jetzt im Sommer 100 Milliarden Umsatz.
Wie hast du das gemacht mit Anthropic? Also das ist ja noch gar nicht öffentlich. Also das heißt, du kennst jemanden, der dich da investieren lässt oder so?
Ja, genau. Also wir bauen dann so SPVs und mit den SPVs investieren wir.
Also SPVs, so Special Purpose Companies, die ja nur dafür existieren, um damit in Anthropic reinzuinvestieren.
Also was ich jetzt weiterhin mache mit meinem eigenen Kapital und mit Friends and Family, ist einfach, in diese spätphasigen Silicon-Valley-Zehnender zu investieren, die einfach pre-IPO sind und die trotzdem noch extrem stark wachsen, wo einfach wenig Leute rankommen. Und sozusagen, das ist auch einfach mein—
Aber wie kommst du da ran? Ich meine, das ist ja jetzt schon der Weg von Deutschland bis hin— Ich kenne jemanden, der mich im Silicon Valley in solche Firmen reininvestieren lässt, die ja nun gar nicht öffentlich sind. Wie geht das?
Ich glaube, ich war ja 8 Jahre in England und habe dort studiert. Ich habe deswegen unfassbar viele Freunde, die auch dann darüber gegangen sind. Also dieses angelsächsische, internationale Netzwerk ist schon immer meins gewesen und auch Ludwig, mein Mann, investiert da eigentlich nur noch ausschließlich. Wir haben da auch ein enormes Portfolio an Firmen angelegt und ich glaube, wir sind wahrscheinlich die Familie, die am meisten Access hat dort und auch sehr eng ist mit den großen Köpfen dort. Und ich glaube, das gibt mir die Möglichkeit, dort auch dann wirklich auf den Cap Table von Dingen zu kommen, wirklich auch mit dabei zu sein. Nochmal, ich glaube schon, dass es auch ein heated Markt ist, der mal eine Korrektur erfahren kann, weil die Bewertungen natürlich crazy sind. Aber die KI-Welle ist die allergrößte Innovationswelle, die die Welt jemals gesehen hat. Die ist hier, um zu bleiben, die ist real und die ist nochmal viel größer als diese Google-, Apple-, Facebook-, Amazon-Welle, also die Cloud-Computing-Welle. Und wir werden hier jetzt Dinge sehen in der Wertentwicklung von einfach einfachen KI-Firmen, die das Leben effizienter machen, bis hin zu komplett neuen Innovationen, an die wir hätten nie denken können, aber die KI selber für uns erfunden hat. Die nächsten 10, 20 Jahre werden phänomenal und wir Deutschen sind ja immer so positiv, auch gefährlich, aber auch, also wir Deutschen sind ja dann nur so, oh Gott, das ist ja richtig gefährlich, die KI wird ausbrechen und dann wird sie uns wie in so einem Hunger Games Szenario kolonisieren und bedrohen und kontrollieren. Also wir Deutschen haben dann ja sofort immer Angst und dann geht es nach Brüssel und dann gibt es einen riesen KI-Act und dann wird erstmal alles verboten und so, dann gucken wir uns das erstmal an. Und dann nehmen wir diese Entwicklung nicht mit. Und die Wahrheit ist, die Katze ist aus dem Sack, die kannst du auch nicht mehr einholen. Und for better or worse, ich würde schon gerne eine internationale Regulierung auf dem Thema sehen, weil es wirklich auch Gefahr mit sich bringt. Aber jetzt kommt die positive Seite und die beleuchten wir ja nie, dass halt KI uns so viel ermöglichen wird, wovon wir hätten nur träumen können. Ja, also die Anzahl der wissenschaftlichen Ergebnisse pro Jahr wird ab jetzt sich verfünf- bis verzehnfachen. Das heißt, wir werden wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren eventuell Krebs heilen, also große Krankheiten heilen können. Wir werden vielleicht älter werden, vielleicht werden wir alle 150 oder zumindest unsere Kinder. Wir werden vielleicht auf dem Mars fliegen. Wir werden einfach so viel, wir werden vielleicht Abundant Energy haben, vielleicht sogar, wie Elon Musk sagt, Abundant Money. Das kann sehr gut sein mit dem, was jetzt kommt. Und ist das nicht genial? Also das sollte doch unsere Kinder und alle zum Träumen anregen, dass wir noch mal eine ganz andere Form von Menschsein zusammenbringen können.
Also bist du auf die amerikanische Regierung, so wie sie gerade ist, eher bullish? Die machen das eher richtig oder eher falsch?
Boah, die jetzige Regierung? Also in Deutschland wird es ja durchaus so, also überwiegend so gesehen als falsch. Was gut ist an der amerikanischen Regierung, ist immer, dass sie natürlich sehr viel wirtschaftsfreundlicher sind und auch das Silicon Valley fördern und auch Leute aus dem Silicon Valley wie zum Beispiel David Sacks dann mit in die Regierung setzen, die dann wiederum gute Gesetze mit kreieren. Der Krypto-Star David Sacks als Beispiel. Aber die jetzige Regierung hat unfassbar große Fehler, zum Beispiel auch den Iran-Krieg. Das ist die dümmste Idee ever und ist einfach super schade, dass Donald Trump den losgetreten hat. Und das führt zu nichts Gutem für die westliche Welt. Und auch die amerikanische Regierung hat extreme Probleme gehabt, zum Beispiel die Bondpreise. Und das ist hoch verschuldet, dieses Land, und die haben auch Probleme.
Aber du hättest ja locker bleiben können, nehme ich an, oder?
Ja, absolut. Also hör zu, das ist bei mir so, dass ich halt 2 Herzen in meiner Brust habe. Einmal das für meine Kinder, was möchte ich für meine Kinder. Da bin ich schon eher im Moment bei Amerika, weil ich einfach finde, dass die Opportunities da verzehnfacht sind und ich denen zutraue, da mitzuschwimmen in diesem größeren Haifischbecken. Aber für mich persönlich, ich bin, weißt du, 40, bin hier aufgewachsen, ich habe hier meinen Bruder, meine Freunde, mein Leben, meine Eltern. Also das ist meine Heimat, ja. Und wenn ich jetzt keine Kinder hätte, dann wäre ich ganz klar hier bleiben und für die Sache hier kämpfen. Das ist mein Platz, ist mein Fleischgroßmarkt und mein Leben. Das ist natürlich auch nicht das, da in Amerika braucht mich keiner.
Okay, aber das heißt, die Kinder halten dich aus der Politik so ein bisschen raus, zumindest jetzt noch?
Ja, also ich halte mich ja nicht wirklich raus.
Also du kommentierst Sachen, aber selber tätig zu werden, ich meine, du könntest ja auch irgendwie lokal was machen, aber man kann halt nicht alles machen. Der Tag hat nur 24 Stunden.
Ja, guck mal, also was Leute auch immer so ein bisschen denken bei mir, ist halt, dass diese ganze TV-Sache und so weiter, wie investiert sie da noch und so weiter, aber wir drehen 14 Tage im Jahr. Und mein Hauptaugenmerk ist auf dem Investieren und auf mein Daily Job ist eigentlich sehr sprödes Analysieren von Investments.
Also sag mal ein paar Worte zu der neuen Plattform, du hast ja gerade angedeutet, nach diesem Green Generation Fonds, den gab es jetzt, der läuft aus sozusagen, den machst du nicht weiter. Jetzt machst du was Neues, was ausschließlich in USA investiert. Wie wird das heißen?
Das heißt Zeta, also Z-E-T-A. Und das ist eigentlich, haben wir jetzt erstmal in den letzten Jahren so angefangen, testweise so kleine SPVs aufzulegen und dann in Einzelfirmen zu investieren. Das Nächste, was wir machen, ist jetzt in die nächsten 5 großen Second-Generation-AI-Winnern zu investieren. Also es ist dann so ein Portfolio von 5 Firmen, wahrscheinlich Waymo, Saronic. Also Waymo ist autonomes Fahren, Saronic ist maritime Defense. Crucial, das sind so AI-Infrastructure-Games. ElevenLabs ist AI. Aber das ist europäisch, oder? Ja, ja, hatten europäische Roots. Aber ich finde also, dass das super spannend ist, jetzt zu gucken, wer sind eigentlich die nächsten Anthropics und OpenAIs und so weiter, und in die zu investieren, bevor sie IPOen. So, und das Das ist zum Beispiel jetzt eine Plattform, in die wir investieren gemeinsam.
Wie viel Volumen wird es dann ergeben? Weiß man nicht.
Das ist auch so Friends and Family, aber das müssen wir auch nicht mehr. Also das lohnt sich erst so ab 50 Mio., ne, so in 5 Stück zu investieren dann.
Weil man pro ungefähr 10 Millionen braucht, damit man ernst genommen wird.
Genau, genau.
Also wenn er sagt, ich würde gerne 100.000 investieren, dann sagen alle, okay, kannst du nach Hause gehen.
Das geht nicht. Nee, 100.000 geht nicht. Aber sozusagen mit den guten Verbindungen kommst du auch mit kleineren Tickets rein, aber es ist schön, wenn man es bündelt. Und manchmal kommt man auch nicht rein, wenn man zu kleine Tickets hat. Das ist schon auch ein—
Sind denn von den aktuellen Winnern da irgendwelche schon bei dir irgendwie im Portfolio? Also Entropic hast du ja gesagt, aber noch was anderes?
SpaceX haben wir vor 2 Jahren gemacht, das war auch gut.
Ja, sehr gut.
Ja, sehr gut.
Aber hast du schon wieder verkauft?
Ja, das haben wir jetzt. Der Lockup ist gerade vorbei, jetzt kommen so die ersten— Es wird dann so in 3 Tranchen geexitet, bis Ende des Jahres alles geexitet.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B- Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Und das, aber dann nimmst du noch deutsche Gelder mit dazu oder nur wirklich nur eigene Sachen?
Nee, da nehmen wir, also das zum Beispiel, da habe ich jetzt selber investiert und das ist so mein neues Ding, weil ich hätte auch am Anfang, muss man eigenes Geld noch mal über den Aktienmarkt hinweg anzulegen und dann habe ich da aber sozusagen andere Familien mit reingenommen.
Also du sprichst Leute an und sagst, okay, wer hat Bock mitzumachen?
Ja, oder die sprechen mich an und ja, also es ist sehr so, es ist nicht mehr so, wir machen jetzt einen Fonds und der dauert 10 Jahre und wir schicken euch einmal im Jahr einen Report oder, also es ist so diese Ich mag diese Fondslogik nicht so gerne, weil ich möchte eigentlich eher so Liquiditätszyklen haben von so 2 bis im schlimmsten Falle 4, 5 Jahre rein und raus. Auch nicht mehr Follow-on, sondern einfach wirklich rein in diese Firmen, und dann wachsen die ja in Amerika. Das ist ja der Riesenunterschied, einfach extrem schnell. Beispiel jetzt eben Anthropic genannt, aber auch SpaceX, da haben wir auch vervierfacht in noch nicht mal 2 Jahren. Und das geht hier nicht in der Form, weil die Kapitaldecke es nicht hergibt, weil weil die Firmen hier nicht so groß werden. Also wenn du in Amerika die 7 größten Firmen gerade zusammenzählst, dann sind die so groß wie die gesamte europäische und britische Börse.
Aber du glaubst, dieses KI-Thema, das bleibt auch so? Also die Bewertungen, die da jetzt gerade im Raum stehen und so, das ist mehr oder weniger, wird das so bleiben?
Ich glaube schon, dass es eine Korrektur geben wird, und zwar wenn die Bond-Situation in Amerika immer noch schwieriger wird.
Also Bond heißt die Staatsanleihen?
Ja, die Staatsanleihen. Wenn die Staatsanleihenzinssätze weiterhin hochgehen und so weiter und die Amerikaner ihre eigene Schuld nicht mehr bedienen können, können, wird es schon Probleme geben und auch in den Bewertungen natürlich. Das wird auch das Silicon-Valley-Effekten. Oder es gibt auch andere Gründe. Es kann auch einfach sein, dass es plötzlich schlechtere Quartalszahlen gibt von den Großen, von den Anthropic und OpenAIs und so weiter. Und dann wird es vielleicht zwischenzeitlich ein bisschen reduzierte Bewertungen geben. Aber dass das, was die Firmen jetzt machen, hier ist und zu bleiben, ist für mich 100% sicher.
Es gibt ja ganz viele Leute, die auch sagen, so dieses AI, das ist auf jeden Fall wichtig, aber am Ende ist es total schwer, da irgendeinen Wert mit zu generieren. Also das hilft am Ende sogar den Endnutzern total. So ein bisschen so, weiß ich nicht, wie Impfstoff oder so was. Das ist auch super schwer für einzelne Firmen, daraus jetzt Geld zu generieren. Aber am Ende profitiert vor allen Dingen der Endnutzer am allermeisten. Aber es gibt nicht diese ein oder zwei Firmen, jetzt wie bei Google, die das Werbegeschäft haben, die sozusagen diese ganzen AI- Mehrwerte für sich, sozusagen für sich als Profit machen können.
Also wo in der Wertschöpfungskette vom Chip bis zu den Datencentern bis zu den LLMs und dann oben die Applications, wo der große Wert sich tummeln wird, das kann auch keiner sagen. Und ich glaube, ja, es ist eben zum Beispiel im LLM-Bereich eine Riesendiskussion gerade. Wie groß werden die ganzen Open-Source-Modelle? Wie viel werden Leute tatsächlich bezahlen letztendlich Anthropic und OpenAI für für die Benutzung, also für das Nutzen von diesen, von diesen Chats, ja, ChatGPT oder Claude und so weiter. Und das wird sich alles rausstellen, es wird dort Riesenverschiebungen geben. Aber one thing I'm sure of, wenn du da recht breit investiert bist und dabei bist, you're gonna do better than anyone ever in the history of investing.
Wirklich? Ja, also ich meine, auch ein anderes Beispiel, so Fluggesellschaften sind eigentlich total hilfreich. Also wir alle fliegen und es ist ein Riesengewinn für uns alle, so reisen zu können. Aber die Firmen selber, die haben davon nichts. Das sind ja eigentlich alles schlechte Firmen oder keine attraktiven Firmen, so Fluggesellschaften, obwohl sie was total Tolles machen. Und das könnte ja bei AFM auch so sein, dass am Ende—
Das kann auf der LLM-Ebene vielleicht so werden, dass es eine Commodity ist. Ja, da gebe ich dir vielleicht recht. Aber across the whole value chain, und da investieren wir ja überall, Da brauchst du ja trotzdem auch für Open Source brauchst du ja Chips. Und also kannst, könntest du dir ChatGPT und Claude oder so was weiter noch mal wegdenken in deiner Firma, in deiner täglichen Arbeit?
Wahrscheinlich nicht, nee. Aber Fluggesellschaften auch nicht. Also Fliegen auch nicht.
Das stimmt, aber das will ich ja so sagen, wenn das so ein Fluggesellschaftsmodell wird auf der LLM-Ebene, dann hast du ja trotzdem noch die Chips, die produziert werden müssen. Also wer ist mitunter am reichsten geworden im Gold Rush in Amerika? Die, die die Schaufeln verkauft haben. Da investieren wir auch. Also es ist sozusagen, du musst einfach die breite Wette gehen. Aber nochmal, du hast auch gerade gesagt, you will never work without Claude und OpenAI again oder ChatGPT again. Und das ist das, was mir die Sicherheit gibt.
Weil ChatGPT weiß man ja jetzt noch nicht so genau, ob das nicht jetzt irgendwie doch ersetzt werden könnte mit Gemini oder anderen.
Ja genau, aber es wirst du mit irgendwas ersetzen, nicht mit wieder Google, oder?
Ja wahrscheinlich. Okay, also das heißt, du bist da extrem bullish und denkst auch irgendwie so KI, das Ganze wird uns eher besser machen. Wir sollten da eine positive Blick drauf haben und das eher ein bisschen umarmen und weniger Sorge haben, dass uns da jetzt die Maschinen irgendwie in den Krieg bringen oder unsere Jobs wegnehmen oder so was in der Art?
Also ich glaube, dass es natürlich eine Umschichtung geben wird, was du können musst, um relevant zu sein in diesem Arbeitsmarkt. Natürlich wird es Umbrüche geben. Du wirst vielleicht selber nicht mehr den Text schreiben als Journalist, aber du wirst ihn Q&Aen. Du wirst ihn schreiben lassen, dann wirst du ihn dir— du wirst dann vom Creator zum Q&Aler so ein bisschen. Das wird super oft passieren. Du guckst dir die Qualität an, die produziert wurde, und dann setzt, also gibst du sie frei und kannst dann an dem Tag natürlich sehr viel mehr schaffen. Aber dadurch, dass diese KI-Welle natürlich ganz viele neue Firmen kreieren wird und auch hier in Deutschland, wird es genug Arbeitsplätze geben, aber in ganz neuen Industrien, ganz neuen Arbeitsfeldern. Und ja, ein bisschen Umlernen bedeutet das schon, aber ich wäre sehr, sehr positiv, dass es nicht in der Gesamtheit dann so viele Arbeitsplätze auslöscht.
Ich meine, du hast ja auch schon irgendwie was veröffentlicht zu Geburtenraten und solchen Themen. Also sag mal, das ist ja schon auch wirklich sehr mutig und sehr weit weg von deinem normalen Thema. Aber du guckst dir alles Mögliche an, was die Gesellschaft offensichtlich gerade bewegt.
Geburtenrate, ja. Also das treibt mich um, weil ich gucke mir natürlich alles an, was die Wirtschaft sehr stark beeinflussen wird in der Zukunft. Und die Makroökonomie. Und das ist ein Thema, das eigentlich viel zu selten besprochen wird, weil wenn wir halt diese 1,35 Kinder haben pro Paar, dass die wir jetzt im Moment haben, dann werden wir uns, also in der Bevölkerung so klein werden, und das wird für unsere Wirtschaft ganz, ganz schwierig. Weil im Moment haben wir so 3 Leute im Arbeitsmarkt auf einen Rentner, dann in 2 Generationen sind schon 2, auf 2 nur noch Leute auf einen Rentner, ne. Also wir können dieses Rentensystem nicht mehr stützen, wir können unsere Wirtschaft nicht mehr stützen, mit dieser niedrigen Geburtenrate. Und ich finde es aber auch ein größeres gesellschaftliches Thema noch, weil es heißt ja, dass wir Frauen und Mütter irgendwie aufgehört haben, gerne Kinder zu haben. Das ist ja dann irgendwie doch auch die Wahrheit an der Sache. Ist in Amerika 1,6 nicht ganz so schlimm, aber in China haben sie es durch diese One-Child-Policy noch schlimmer mit 1. Also die gesamte Weltbevölkerung schrumpft, und das wird für die Wirtschaft eins der größten Faktoren sein, um um die wir uns kümmern müssen. Aber wir müssen uns halt auch überlegen, wie haben wir wieder Spaß an dem Thema Familie, Kinder, Mami sein, und warum wollen Frauen im Moment gerade weniger Kinder bekommen. Und da habe ich vielleicht auch so ein bisschen wieder eine Anti-Woke-Meinung, dass ich glaube, dass wir nicht nur als Feministinnen dafür kämpfen müssen, dass wir wie Männer am Arbeitsmarkt behandelt werden, sondern Ich glaube auch andersrum, es ist super wichtig, dass wir Frau sein dürfen, Mami sein dürfen, zu Hause sein dürfen und uns der Staat oder unser Ehemann beschützen muss in dieser Zeit. Und, und das ist, dass diese klassische Rolle des Mutterseins irgendwie in der Gesellschaft nicht unter den Tisch fallen darf, ja. Und das ist mir eine super wichtige Message, weil ja super viele Leute dann immer wieder zu mir sagen, ja, du hast direkt Kinder, du arbeitest so viel, das ist ja ein super Beispiel für Vereinbarkeit. Und dann sage ich immer so, nein, auf gar keinen Fall, das für meine Kinder jetzt heute nicht cool, dass ich hier bin, weil die haben vielleicht ein Problem in der Schule und ich hole sie halt nicht ab. Und das ist nicht fair zu sagen, dass das alles perfekt funktioniert, sondern du gibst einen Teil deiner Zeit mit deinen Kindern auf, wenn du arbeitest, und deine Kinder finden es schöner, wenn du zu Hause bist. Also meine größten Heldinnen sind auch oft Freundinnen in meinem Freundeskreis, die gesagt haben, ich bleibe zu Hause, auf jeden Fall die ersten 3 Jahre oder auch länger, und bin für die da. Und und liebe das, und das ist meine große Erfüllung. Ich glaube, das ist für die Kinder extrem schön, und das sollten wir mindestens genauso feiern wie diesen ganzen Arbeitsmarktfeminismus, wenn man es so nennen möchte. Aber ich finde, das ist unfair für die Frauen, die dann auf ein Event gehen und jemand sie fragt, hey, was machst du eigentlich beruflich? Und die sagen dann vielleicht, ich bin zu Hause bei den Kindern, und dann dreht sich derjenige ab in dem Moment und sagt, interessiert mich nicht, finde ich doof. Und das ist schade. Eigentlich müsste man ja in dem Moment sagen, wie genial, voll cool für deine Kinder. Erzähl mal, wie erziehst du die? Was machst du mit denen? Was inspiriert dich daran? Weil das eigentlich ja die wichtigsten Unternehmer unserer Zukunft sind, die eigentlich die Mütter, die die Kinder erziehen, weil das ist ja die konkreteste Form von Zukunftsgestaltung.
Ich verstehe es auch so ein bisschen immer, der Struggle, das abzuwägen. Wie viel arbeite ich? Wie viel mache ich Familie?
Und ich war da auch lange nicht so gut drin, und jetzt aber seit 2 Jahren habe ich das Gefühl, ich bin jetzt so richtig genau da, wo ich sein möchte, und lass tatsächlich um 14 Uhr den Stift fallen und bin bei den Kids.
Ach wirklich?
Ja.
Das heißt, du schaffst deine ganzen Aufgaben bis 14 Uhr?
Ja, ich meine, ich bin von 7:30 Uhr dann bis 14 Uhr am Schreibtisch. Und ja, also wenn ich jetzt Nachmittag— also ich habe da noch die andere goldene Regel: Ich bin nie mehr als anderthalb Tage in der Woche weg von den Kids. Das sind so die 2 Regeln. Und ich habe, seitdem ich 3 habe, eingeführt, dass ich mit jedem einzelnen Kind mindestens 2 Stunden Nachmittag alleine verbringe. Das ist auch noch die goldene Regel. Das muss immer im Kalender sein. Und da freuen die sich total drüber. Das finden sie dann mega. Und dann gehen wir in die Stadt und trinken Matcha-Latte und Kakao und hangen ab.
Aber auch wenn dann hier Dreh ist oder sowas, dann kommen die mit nach Köln zu RTL oder zu VOX und drehen da mit und so?
Ja, wenn sie— also das mache ich nicht häufig, aber das mache ich schon, weil die haben auch ein super cooles Leben zu Hause. Die machen sehr viel Sport und, und also manchmal wollen sie auch gar nicht, aber sie kommen, sie kommen. Also zum Beispiel heute Abend kommt meine Tochter und dann machen wir noch ein bisschen was zusammen.
Okay, und dann guckst du parallel irgendwie, wie dein Entropic Investment läuft und wo man noch so reinvestieren kann.
Ja, das ist natürlich auch eine super unfaire Geschichte als Investor, dass du halt sehr wenig Zeit brauchst für das, was du tust, im Vergleich zum Beispiel zum Chirurgen oder Anwalt oder sowas, der wirklich ja jeden Tag in der Praxis, im Büro sein muss und per Stunde quasi arbeitet. Als Investor arbeitest du ja eigentlich auch mit einem großen Team.
Hast denn du mittlerweile sozusagen mehr Geld als Investorin verdient oder mehr als Unternehmerin, als Gründerin?
Investorin.
Ja, aber das Manager Magazin hat jetzt noch nicht irgendwie den Fehler gemacht, dich auf der Reichenliste zu vergessen. Gute Frage, nächste Frage.
Ich bin auf jeden Fall auf einer super Liste heute Morgen gelandet. Die nervigste Mutter Braunschweigs. Kannst du mal etwas— die Liste, auf der Liste bin ich heute.
Wer führt denn solche Listen?
Meine älteste Tochter.
Okay, warum? Was hast du falsch gemacht?
Ach so, wenn alles falsch ist. Wir gehen Richtung Pubertät jetzt, ist auch für mich neu. Aber ja, ich bin echt peinlich. Ich weiß zum Beispiel nicht, wie man Peace macht. Peace macht man jetzt nicht mehr so, sondern das macht man jetzt irgendwie so.
Das piekst dahin.
Ja, anscheinend. Aber das weißt du ja, du bist ja hier auf der Schanze sozusagen.
Am Fleischgroßmarkt wissen die das noch nicht.
Du weißt das schon seit 5 Jahren nicht mehr so.
Okay, aber das heißt irgendwie, deine Kinder müssten schon gar nicht mehr arbeiten eigentlich.
Also das ist auch ein Riesenfehler, diese ganze Erbenwelt. Also meine Kinder werden nichts erben. Wirklich nicht? Die werden mit vielleicht nicht 60 freigeschaltet auf das Vermögen oder sowas. Denen werde ich allen sagen, Wenn es schlecht läuft, kannst du also schlafen. Bisschen Anschubgeld, wenn du was Ordentliches machst oder sowas. Education, klar, finanziere ich, aber es gibt keinen einzigen Cent. Wirklich? Ja. Warum? Weil ich bin mit auch einigen Erbenkindern aufgewachsen und das macht einen so kaputt, weil du keinen Antrieb hast.
Okay.
Das ist richtig gefährlich. Ich habe da echt viele Schicksale erlebt von echt tollen Kids, die zu früh zu viel Champagner, zu viel Koks, zu viel—
Ja gut, aber das sind ja Einzelfälle, wo dann offensichtlich das schlecht gemanagt wurde. Es gibt ja nun auch ganz andere Beispiele, wo halt Erben—
es gibt tolle Übergaben, aber es ist nicht einfach. Und, aber es ist immer so, bis 40 oder sowas ist es auch für die meisten Kinder, die dann quasi in die Familienunternehmen gehen, einfach nicht so easy. Die ist besser, wenn sie woanders erstmal groß und stark werden und dann sich sozusagen etwas gleichberechtigter neben den Vater setzen und sagen, hey, how do we do this now? Das ist also auch selbst da ist die Trajektorie super, wenn du erstmal so ein bisschen in der freien Wildbahn dein eigenes Leben gebaut hast.
Das verstehe ich ja schon, aber ist es denn nicht trotzdem eine zu harte Entscheidung? Mir fallen jetzt hier auch qua Job reichlich Leute ein, die eine Firma geerbt haben und das super gemacht haben.
Also die werden auch unsere Firmen erben, aber halt viel zu spät dafür, dass es sich lohnt, darauf zu warten. Also sie können auch vielleicht— also das macht einen nicht glücklich, nur zu erben. Das ist eigentlich mit eins unter das Traurigste. Ich will jetzt keine Lanze brechen für die armen Erben alle da draußen, aber es ist wirklich schön, wenn man sich selber was aufbaut und selber auf was er stolz sein kann. Und daran glaube ich wirklich komplett, weil das Schlimmste, was du den Kindern nehmen kannst, ist den Drive. Und ich muss als Mutter eher dafür sorgen, dass sie wissen, was Drive ist. Ja, deswegen müssen meine Kinder alle irgendeinen Sport auf Leistung machen, weil weißt du, wenn du so anfängst im Leben, dann weißt du, was es bedeutet, hart zu arbeiten und auch dranzubleiben und auch mal harte Tage zu durchleben. Und diesen Grit, das brauchen halt Leute, und dann können sie damit sich schon selber was zurechtbauen.
Aber das heißt, okay, sie erben dann schon, aber nur später.
Ja klar, also ich würde es jetzt nicht weggeben.
Du kannst eine Stiftung machen, also weggeben kann man es schon.
Ja, es gibt ja auch Modelle, also ich habe es auch noch nicht final zu Ende gedacht, aber es gibt ja auch Modelle, wo du eine Stiftung hast und dann einfach die Kinder so wenig sozusagen in dem Gesamtvolumen bekommen fürs Leben, dass sie wissen, dass sie bei einem draufsetzen müssen.
Aber das heißt, du versuchst irgendwie dich zu fragen, wie kriegt man Ehrgeiz in die Kinder rein und einer der Punkt ist halt, den—
wie werden sie glücklich? Also wirklich, ich glaube, dass Menschen wirklich glücklich werden, wenn sie— ich glaube, du bist glücklicher relativ, wenn du aus einer Familie kommst ohne Kohle und einen Dönerladen hast, der gut läuft, als wenn du aus einer Familie kommst mit Kohle und nur von diesem Geld— ja, das Leben ist immer so relativ. Und ja, es ist—
aber ich meine, die ursprüngliche Frage war ja, Wenn sie dein Vermögen oder euer Vermögen, wie immer das, dann müssten sie nicht arbeiten. Also um sozusagen, ihr seid schon sehr erfolgreich oder du bist schon sehr erfolgreich als Investorin. Was für eine Show, fragen sich ja viele. Mensch, ist jetzt wirklich eine Erfolg— ist sie so erfolgreich wie Frank Thelen, ja oder nein? Ja oder nein?
Ja, natürlich.
Ist auch keine düstere Frage, ich meine, der ist ja sehr erfolgreich, der hat ja nun sehr gute Sachen gemacht.
Ja.
Wer ist denn dein Lieblingslöwe? Mit dem willst du am meisten, mit wem bist du so am engsten von denen?
Ich finde wirklich alle toll.
Ach komm, das ist jetzt nicht ehrlich.
Wir haben also schon auch lustige Momente am Set, weil was auch viele Leute nicht wissen, das ist ja total real da. Also es ist nicht gestaged. Wir gehen da wirklich runter, wir kennen die Startups nicht und wir battlen uns auch wirklich. Und da sagt man natürlich in dem Heat of the Moment Sachen zueinander oder ist sauer oder ist genervt.
Wirklich?
Ja, das ist alles real, die ganzen Emotionen. Und wenn wir hochgehen in die Garderoben, dann kann es auch mal sein, dass hier eine Tür knallt oder so. Es gab auch dieses, bei den letzten Dreharbeiten, ein Riesenbattle zwischen mir und einem der neuen Löwen. Das kommt aber erst in der nächsten Staffel.
Also das ist eher, okay, wer ist das?
An der neuen? Ja, ja, total. Also eine Riesenauseinandersetzung. Und das gibt es auch on camera. Und das ist ja auch gut so für die Show. Aber die Show ist schon gemacht, dass die Löwen gegeneinander arbeiten, wenn sie dann sozusagen ein Startup haben wollen. Und diese Emotionen sind auch zwischen uns, und das ist ja cool und real. Und ich glaube, wir haben einen guten Weg gefunden, dass wir danach ein Bierchen trinken und das auch— wir wissen, dass es auch einfach Teil des Formats ist. Ich bin super vielen Löwen extrem dankbar für auch sozusagen, wie sie mich aufgenommen haben. Und ich bin ja jetzt eigentlich die Einzige von den neuen Löwen, die dann noch geblieben ist jetzt aus der letzten Kohorte. Und jetzt gibt's ja schon wieder Jetzt bin ich ja quasi das Sandwichkind sozusagen. Es gibt den alten Löwenriegel, dann gibt's mich und dann gibt's jetzt zwei Neue, die dieses Jahr das erste Mal mitmachen.
Ja, ich kenne sie. Also ich bin nämlich stolz auf sie.
Du hast ja mit denen gesprochen.
Die haben mich mit dahingeschleppt, also Andreas und Johannes. Sind das gute Ergänzungen?
Ja, es ist lustig, also absolut. Und ja, auch super viel Erfahrung, die sie mitbringen. Andreas im Getränkebereich und Johannes als Snocks-Gründer im E-Commerce-Bereich. Einfach echt viel schon selber aufgebaut.
Es ist mittlerweile so, dass das, also wenn ich mir das angucke, wie ihr da also agiert, jetzt gerade bei dir, warum gibt es eigentlich keine Sponsoren? Also gibt es da nicht Klamottenmarken, die dich ausrüsten? Oder ist es mittlerweile, ist es ja schon so ein halbes, sagen wir mal, also man hat so viel Sichtbarkeit, und ich war ganz überrascht zu hören, dass du dir die Klamotten selber kaufst.
Ja, also wie soll ich das jetzt sagen, also weißt du, muss überlegen, was wir zum für Summen investieren. Also wenn ich jetzt einen Sponsorendeal mache und so weiter, das erstens würde ich nie gerne von einer Marke viel anziehen.
Doch, Boss oder so.
Ich weiß, du musstest den Rest deines Lebens im Boss rumlaufen, aber ich wollte das einfach nicht. Nee, und und das ich würde schon gerne so die die Freiheit haben, anzuziehen, was ich anziehen will. Also in the grand scheme of things, so wie mein Leben gebaut ist zwischen Investieren und so weiter, macht macht das den, wie nennt man das, macht das die Kuh nicht fett. Also es ist egal, das ist so ein kleines, so ein kleines Item, was die Kosten angeht.
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Okay, weil du mittlerweile mehr in die Show investierst im Sinne von Stylisten und so was allem und Klamotten, als dass du da rausbekommst als Honorar oder Ähnliches.
Weißt du, auch diese Keynotes und so weiter, da kriegen du und ich ja auch mittlerweile gute Honorare für, wenn wir irgendwo hingehen. Und das ist ja alles, das kannst du nie, also ein gutes Investment, wenn du gut investierst, kannst du den Return davon nirgendwo auf der Welt einfacher einfahren als so. Das sind so ganz andere Volumina, wenn du es gut machst, als mit jeder Sache wie Keynotes oder Klamotten-Sponsoring oder auch Instagram. Deswegen mache ich da jetzt auch nicht so viel, weil Ein bisschen was schon. Ja, aber auch nicht sozusagen eine Kiste.
Du hattest sogar eine Anfrage, irgendwie habe ich mal mitbekommen, von MGM, also einer der bekanntesten Modelagenturen, die mindestens ich kenne, oder vielleicht auch der Welt, aber vielleicht zumindest mal hier in Deutschland. Die haben dich ja scheinbar auch gesehen und gesagt, okay Mensch, irgendwie die neben dem Investieren könnte man ja noch als Model einsetzen, die Dame.
Ja, ja, ja, das war lustig und das hat mich natürlich auch gefreut und so. Das ist auch eine richtig coole Agentur. Und ich habe mir das auch so ein bisschen angeschaut. Und ja, ich glaube, da gab es auch eine sehr, sehr lustige Situation, wo dann echt ziemlich schnell rausgekommen ist, also musst dir vorstellen, es ist nicht jedes Marketingteam so, aber das war jetzt in einem bestimmten Job der Fall, dass es so ein super vokes, eher linkes Marketingteam war. Und dann habe ich gerade am Abend davor wieder irgendwas Politisches gepostet und das geht halt nicht überein. Also ich glaube, was eigentlich ziemlich schnell klar wurde, ist, dass halt meine politisch-wirtschaftliche Haltung, also eher konservativ und Konservativ-liberal würde ich es nennen. Ja, also sehr lustig, aber heute ist ja alles, was Helmut Schmidt gesagt hat, wäre rechtsradikal.
Ich meine, ich habe auch nicht rechtsradikal gesagt. Ich meine wirklich eher konservativ. Also du bist ja rechts, also jetzt nicht im Sinne von rechtsradikal, aber schon eher rechts.
Ich bin, weißt du, ich bin der Meinung, dass das von ganz links außen und ganz rechts außen einfach diese neuen, weißt du, wir haben es so im Blut, Gestapo, Stasi, Kontrollorgan, sobald uns was nicht passt. Das ist ja jüngste Geschichte. Und wir Deutschen haben Freiheit erst gerade neu gelernt, auch mit dem Kapitalismus. Ja, und ich glaube, Freiheit und die Werte, die wir in diesem neuen Grundgesetz dann gebaut haben, und dieses Nächstenliebe, Freiheit, Gemeinschaft, Gerechtigkeit, das ist alles noch ziemlich frisch. Und ich glaube, dass es gefährlich werden kann, wenn wir mal wieder sauer werden auf irgendwas, dass wir dann zurück in diese Kontroll- sozusagen Gestapo-Stasi-ähnlichen Zeiten gehen. Ich sehe Deutschland auch jetzt schon so ein bisschen als so eine Mini-DDR der Zukunft, wenn es so weitergeht.
Ja, also wo siehst du das, oder wo, was gibt dir den Hinweis?
Also du siehst schon, dass der Verfassungsschutz auch schon mal wieder ganz anders zugreift im Moment irgendwie. Du hast dann plötzlich so einen Rentner, der einfach nur über Habeck postet, du Schwachkopf, und dann steht am nächsten Tag irgendwie 2 Kriminalpolizisten bei ihm vor der Tür und beschlagnahmen sein iPad und Stefanie Hoff war das. Und das finde ich schon scary. Warum? Also es gibt genug andere Sachen zu tun. Wir haben die Kohle gerade eh nicht, um die irgendwie auf arme Rentner zu hetzen. Also der, die, der Verfassungsschutz ist heute anders unterwegs, und der, finde ich, unterstützt so einen machtpolitischen Apparat, der immer mehr Kontrolle möchte vom Bürger. Siehst du ja auch durch die Bürokratie, wie viel wir noch an Zusatzleistungen als, als Bürger leisten müssen, mit unseren Papieren, die wir ausfüllen müssen. Wir müssen wir dürfen das nicht und das nicht, und welches Gesetz müssen wir noch erlassen, damit wir die Bürger noch mehr strangulieren. Und dann haben wir da Genehmigungen, die wir ein Jahr nicht abgeben für ein Haus, das vielleicht gebaut werden möchte und so weiter. Das ist ja schon eine Art von neuer— der Staat als Drangsalierer eher als der Staat als Dienstleister. Und meine Meinung ist, dass wir das— dass dieser liberale Gedanke, dass der Staat ein Dienstleister sein muss, dass er für die Bürger da sein muss, dass er unseren Rücken freihalten muss, Und dass wir unter Freiheit und diesen Werten leben sollten, das ist das. Und das ist vielleicht auch noch nicht mal rechts oder links, aber ja, wahrscheinlich würde man sagen, ich bin liberal-konservativ.
War das dann so, dass dann die Leute in der Agentur gesagt haben, okay, mit ihr kann man jetzt nicht so gut arbeiten, die hat eine zu starke Meinung?
Ja, absolut. Und ich glaube, die Meinung der Popkultur ist ja auch zunehmend auch geprägt durch— wir haben jetzt gerade das neue Lied von Shirin David, und da singt sie halt irgendwie, meine Datteln sind aus Palästina, free. So, und damit sagt sie ja Free Palästina, ne, und damit wird sie politisch. Und ich glaube, dass das überhaupt nicht übereingeht, dass wenn jemand anfängt, politisch zu sein, also als Werbegesicht in der Modelwelt musst du komplett neutral sein. Das siehst du auch an allen Personen, die da stark unterwegs sind. Lena Gercke würde nie was Politisches sagen, könnte sie gar nicht. Und das passt zu mir überhaupt nicht. Also ich bin einfach letztendlich dann doch eine Contentperson und jemand, der Wirtschaft und Politik viel Leidenschaft hat. Ja, und ich glaube, das passt einfach, das hat nicht gepasst, das würde nicht passen.
Also, aber das heißt, du machst dir schon eher große Sorgen, was ich auch interessant finde, aufgrund dann so dieses Erbes. Du sagst irgendwie, in den USA, die haben anderes Erbe, so, da was davor. Du glaubst also, das, was vor 60, 70 Jahren in einem Land passiert ist, dass das noch sehr prägend ist in der heutigen Zeit?
Ja, ich glaube das. Also guck mal, DDR hat sich ja auch erst vor kurzem aufgelöst und Ja, wir Deutschen sind, also wenn du so die roten Linien durch unsere ganze Geschichte ziehst, das ist immer das Gleiche, dass wir auch immer sozusagen extrem lange warten, bis was komplett gegen die Wand fahren. Und dann haben wir immer so ganz absolute neue Systeme, die wir dann bauen, Nationalsozialismus oder dann die DDR als Beispiel, ne, die wir dann irgendwie, und ich weiß nicht, warum wir jetzt denken, dass so ein linker Umverteilungsgedanke, den wir gerade schon so ein bisschen schüren, dass der zu irgendeiner Art von Erfolg führt. Weil wir haben es ja unter Lenin gesehen, wir haben es in der DDR gesehen, wir haben es immer wieder gesehen, dass Umverteilung alleine führt zu Armut und führt zu gar nichts. Ich weiß nicht, ob wir jetzt noch mal eine dritte Runde einleiten müssen von dem Mist, weil es wird wieder zu nichts führen. Aber keine Ahnung.
Ist es auf Social Media gemacht? Also mir fällt jetzt so New York ein, wo das beim Dani auch so jemand aus der linken Ecke jetzt da an der Macht ist. Hat das aus deiner Sicht auch Social-Media-Konsequenzen oder wäre das so oder so passiert?
Also auch so wie in so einem guten Ehestreit, ne? Natürlich, wenn du jetzt irgendwie Heidi Reichenick hier hättest und mich hier, dann liegt die Wahrheit ja immer in der Mitte. Und auch sozusagen diese ganze Bewegung von jungen Leuten, die wütend sind, die haben ja was zu sagen. Die haben ja auch Punkte, ja, zum Beispiel, dass sie wirklich Angst haben, dass es diesen American Dream nicht gibt, dass sie abgehängt werden, es wirklich bescheuert ist, dass es den Klimawandel gibt und dass keiner was macht. Das ist ja so.
Und das hast du ja auch extra diesen Fonds gebaut.
Ja, total. Also ich bin ja total, ich für mich, ich, den Klimawandel gibt es und wir müssen global was machen. Nur die Konsequenz ist dann falsch, dass man dann halt einfach die ganze Wirtschaft slasht und so weiter. Weil bevor wir dann hier quasi den Klimawandel gerettet haben mit unseren CO2-reduzierenden Maßnahmen, die ja toll funktionieren, wir haben ja in Europa unseren CO2 reduziert, schießt China das ganze Zeug durch den Kamin. Wir kreieren tausendmal mehr CO2, als wir in Europa jemals einsparen könnten. Den Klimawandel gibt's genauso für uns Europäer, aber da in der Zwischenzeit haben wir unsere Wirtschaft kaputt gemacht und haben noch nicht mal mehr was zu essen auf dem Tisch. Und das ist ja sozusagen dann die falsche Konsequenz, zu sagen, wir müssen das hier, solange die restliche Weltbevölkerung nicht mitmacht, können wir den Klimawandel als gegeben sehen und können nichts machen. Ja, und das ist zum Beispiel wichtig zu verstehen, dass wir unsere Macht auf der Weltbühne komplett verlieren durch unsere Lieferkettenschutzgesetze, durch unsere Bürokratie, durch unsere, das Kaputtmachen unseres Energiesystems. Aber wir werden den Klimawandel nicht stoppen, leider. Und das ist einfach, deswegen sollten wir gar nicht erst versuchen, leider. Wir müssen die, wir müssen realpolitisch denken und Und das glaube ich verwechseln viele Leute, wenn sie so konservative Leute wie mich reden hören, dass sie denken, sie hat kein Herz, ja, sie will, sie glaubt auch nicht mal an Klima. Stimmt nicht. Ich möchte einfach, dass wir in 20 Jahren hier keinen Bürgerkrieg haben, weil das haben wir way bevor der Klimawandel kommt.
Okay, was ist für dich so persönlich das Endszenario so 10, 20 Jahre down the road? Machst du dir Gedanken darüber?
Also ich habe hoffentlich 3 gesunde Kinder, das ist so mein wirkliches Ding. Also an erster Stelle, zweiter und dritter bin ich wirklich Mami und freue mich sie ins Leben zu entlassen und zu gucken, auf welche Unis sie gehen oder auch nicht auf die Unis.
Also erwartest du auch, dass sie auch im Zweifel so jetzt wie ihre Mutter da irgendwelche Ivy League oder Top-Unis und so?
Ich fände es, also für mich ist halt Ehrgeiz und das Erreichen von Dingen so ein bisschen Game, weil ich bin irgendwie auch seit meinen Late Twenties eigentlich sehr gläubig und spirituell. Und wenn für mich ist das Leben in sich und die Schönheit vom Am-Leben-Sein, ne, mit allen Kleinigkeiten, dem, was du, was ich heute Mittag essen werde und so weiter, das ist so 99% meiner Happiness, so. Und dann kannst du ja alles, was du erreichst, wenn du dann Lust hast, Dinge zu erleben, Sachen zu erschaffen, das kannst du so ein bisschen als Game sehen. Dann bist du gar nicht mehr so verbissen ehrgeizig, dann bist du eher so, let's find out how far we can go, also wie weit kann ich es bringen. Und wenn nicht, ist es auch kein Problem, so. Und ich glaube, diese Art von Ehrgeiz würde ich denen schon gerne beibringen, weil Wenn man viele Dinge macht im Leben und aufbaut, dann ist das Leben auch ein Stück weit spannender. Ich finde zum Beispiel Arbeiten spannender als immer im Urlaub sein.
Hast du noch auf deiner Bucketlist irgendwie persönliche Dinge drauf, wo du sagst, okay, let's see how far we can go? Also was heißt für dich persönlich irgendwelche Abenteuerurlaube oder noch eine Firma gründen irgendwann oder dann halt irgendwie Kanzlerin werden oder irgendwas in der Art oder noch mal in den Urlaub?
Also mein größtes, für mich mein Bucketlist-Item ist, dass ich irgendwie die Welt ein bisschen besser hinterlassen habe als als ich sie vorgefunden habe, mit dem, was ich getan habe. Das kann auch sein, dass ich einfach, also wirklich, ich engagiere mich auch in unserem Sportverein oder sowas, einfach so das Gefühl habe, das hat nett, nett irgendwie Sinn gemacht, dass ich für diese Gesellschaft am Leben war. So, das ist tatsächlich sehr ungreifbar. Und natürlich ist das auch, kann das sein, dass es irgendwann Richtung Lobbyismus oder Politik geht. Und für die Kinder sprechen die Parteien an?
Was sprechen die ab und zu Parteien an und fragen dich, ob du nicht Lust hast, was zu machen?
Ja, das auf jeden Fall. Aber das steht jetzt einmal wirklich nicht zur Debatte. So, und dann wirklich jedes Jahr, dass wir das, dass ich hier bin, möchte ich einfach auch wirklich mit der Familie genießen. Also zum Beispiel mein nächstes Bucketlist-Item ist jetzt gerade Blüte in der Lüneburger Heide, und da möchte ich mit dem Fahrrad durchfahren und mir diese ganze wunderschöne lila Blüte anschauen und Michi Politzer einem alten Freund von mir, den ich auch gerne habe.
Fährt demnächst mit mir nach Ruanda. Ja, also wir machen so eine OMR-Travelreise nach Ruanda und Michael Pulitz heißt mit dabei.
Also cool.
Ja, ist ja ein Afrikaner, du meinst denselben, der Afrika-Fotograf?
Ja, ja, genau, genau.
Und der ist auch in der Lüneburger Heide aktiv, wusste ich gar nicht.
Ja, das ist ja, es ist ja eins der großen Naturwunder der Welt, ist die Lüneburger Heide, ist direkt hier vor unserer Haustür. Und einfach so bei Sonnenaufgang dann durch die Lüneburger Heide zu fahren, stelle ich mir extrem schön Okay, also was ein Abschluss.
Also wir haben jetzt ja viele schwere und komplizierte Themen und du hast ja auch irgendwie jetzt hier ein bisschen Einblick gegeben in deine politische Gedankenwelt oder wirtschaftliche Gedankenwelt über das normale Maß hinaus. Insofern ein schöner Abschluss, die Lüneburger Heide. Vielen Dank.
Danke.
Alles klar. Ciao, ciao. So, wem diese Folge gefallen hat, dem könnte vielleicht auch eine Reise 9 Jahre zurück gefallen, als Jana zum ersten Mal hier war. Damals hieß sie Jana Schmidtholz. Also bitte googeln: Jana Schmidtholz OMR Podcast. Ihr werdet es finden. Und ansonsten noch der Hinweis: Es gibt zwei neue DHDL-Löwen, nämlich den Johannes Kliesch und den Andreas Herb.
Und auch die beiden waren ja schon mehrfach im Podcast zu Gast.
Einfach googeln: Johannes Kliesch OMR Podcast oder Andreas Herb OMR Podcast. Überall reden Menschen von KI, auch gerne hier im Podcast. Damit ihr auch mitsprechen könnt, gibt's jetzt von meinen Kollegen von OMR Education einen KI-Intensivkurs. In 6 Wochen wird man vom KI-Anwender zum KI-Enabler, insbesondere im Marketing. Man bekommt vermittelt, wie autonome Agentensysteme im Marketing eigenständig konzipiert, verknüpft und bei euch im Unternehmen verankert werden. Ihr seht, wie ihr die Effizienz eures Teams nachhaltig steigern könnt, und ihr könnt komplexe Marketing-Workflows anschließend automatisieren. Unser Kurs von OMR Education dauert ungefähr 6 Wochen und kombiniert Theorie und Praxis. Der zeitliche Aufwand liegt bei ungefähr 4 bis 5 Stunden pro Woche. Der Kurs richtet sich ganz konkret an Marketing-Leads, an Digitalstrateginnen und Strategen, an KI-interessierte Menschen mit mehreren Jahren Berufserfahrung, die selber KI-fest werden wollen und vor allen Dingen auch KI fest in ihre Prozesse integrieren möchten. Nach Abschluss des Kurses gibt es außerdem ein Zertifikat, von uns, von OMR Education. Alle Infos und Anmeldung dazu unter edu.omr.com/intensivkurs oder hier hinter dem Link bei uns in den Shownotes.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars by OMR.
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