Mastercard-CEO Michael Miebach (#759)
18 Dec 2024 · 61 min
Michael Miebach, CEO of Mastercard, discusses how the company processes 150 billion transactions annually across 3.4 billion cards. Mastercard invests 8 billion dollars over five years in cybersecurity and tokenization, aiming to make Europe fully tokenized by 2030. Data and value-added services now generate 40 percent of revenue.
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Wir müssen nicht lange drumherum reden. Der Michael Miebach ist nach einer ganz bestimmten Lesart der erfolgreichste CEO, der hier je im Podcast zu Gast war. Und übrigens auch der erfolgreichste deutsche CEO überhaupt. Er leitet nämlich Mastercard und das ist aktuell die 18. wertvollste Firma der Welt. Nur Firmen wie Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Alphabet, Saudi Aramco, Meta, Tesla und solche sind wertvoller. Er spielt im Konzert der ganz, ganz Großen mit. Hat vielleicht nicht selbst so viel Wert erzeugt wie ein Herr Wirth oder andere Gäste, aber sicherlich auch extrem viel Wert in den letzten Jahren geschaffen. Er ist schon ganz lange bei Mastercard mit dabei, hat die Firma mit dahin geführt, wo sie jetzt ist, also ins Top-Ranking der wertvollsten börsennotierten Firmen der Welt. Er ist, glaube ich, auch der einzige überhaupt deutsche CEO unter den Top 50. Dazu kennt man ihn persönlich kaum, was ja ziemlich verrückt ist. Und ganz viele Menschen wissen auch gar nicht, was Mastercard überhaupt macht, wie es kommt, dass die so wertvoll sind, wie die ihr Geld verdienen. Über all das, über seinen Weg, über die Firma, über die Zukunft von Payment, von Fintech, von wertvollen Firmen in der Welt überhaupt haben wir gesprochen. Direkt rein ins Gespräch mit Michael Miebach. Auf geht's!
Let's go!
Go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt's im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram, und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem und besonders praktisch: Das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Herzlich willkommen, Michael Miebach.
Hi. Hallo, freut mich dabei zu sein und muss sagen, ich bin jetzt nicht so podcasterfahren. Das machen wir jetzt mal zusammen.
Ja, genau. Also dafür hast du ja wirklich in der Finance-Branche eine Reise hinter dir, sozusagen fast unter dem Radar in eine unfassbare Position jetzt. Also ich meine, wir reden von Mastercard, 500 Milliarden Market Cap. Das ist so zweimal SAP vom Wert her, also zweimal die wertvollste deutsche Firma. Es wird von dir geleitet, auch so, weiß ich nicht, so eine Hälfte von Facebook, also wie auch immer. Es ist wirklich eine extrem große Firma. Wie konnte das passieren?
Fing eigentlich alles an, ich habe in Passau studiert. Also ich will dir jetzt nicht meinen Lebenslauf erzählen, aber interessant. Hamburger? Ja, Hamburger. Aber ich wollte an sich an die Uni, die am weitesten weg ist von Hamburg, und das war dann nun mal Passau. Habe dann, glaube ich, die einzige einheimische Studentin kennengelernt, die auch heute meine Frau ist. Und die hat ein Semester vor mir ihren Abschluss gemacht und ging nach Frankfurt. Und dann habe ich mir überlegt, was ich denn mache im Leben. Und dann habe ich gesagt, eigentlich will ich nur da sein, wo meine Zukünftige ist, und kam nach Frankfurt. Und was gibt's in Frankfurt? Banken. Neumeinzer Straße 75, genau hier hinter der Taunusanlage. Am 1. Juli 1994 bin ich durch die Tür bei der Citibank. Und da fing es dann alles an. Und dann habe ich viele Jahre Banken gemacht und Kam dann über diese Geschicke, viel Zeit im Cash Management verbracht, auch bei der Citibank.
Sag mal, für die Leute, Cash Management ist?
Ja, also Bankenzahlungen, eine Bank zahlt die andere, Unternehmen zahlen anderes Unternehmen und so weiter. Also solche Dienstleistungen, die Banken dann für Unternehmen zur Verfügung stellen. Das fand ich ganz spannend in der Zeit. Hatte eigentlich angefangen mit Investment Banking, aber das war ein spannender Bereich und hatte so ein Gefühl für Zahlungen bekommen. Und dann ein ehemaliger Chef von mir, Auch mein Vorgänger in dieser Rolle, der ging dann zu Mastercard und hat mich irgendwann angerufen und hat gesagt: Hey, willst du nicht dazukommen? Meine erste Reaktion war: Also eigentlich ist Zahlungsverkehr nicht so spannend. Kam aber dann zusammen mit einem Mandat für eine Region, Mittlerer Osten und Afrika. Und das fand ich absolut faszinierend, weil alles, was ich die 14 Jahre vorher gemacht hatte, war sozusagen aus dem Fenster. Weil da gibt es keine Infrastruktur, da gibt es keine etablierten Rezepte und das war also: Let's rebuild the business. Das war so ein bisschen das Mandat und das war wahnsinnig spannend. Und heute, wenn ich mir die Firma so anschaue, Market Cap ist eine Sache, aber wie wir global dargestellt sind, das ist ein wirklich globales Geschäft, was wir machen. 220 Länder und Territorien, 3,4 Milliarden Karten.
2,4 Milliarden Karten, also Menschen, die eure Karte haben. Das ist ja wie viel Prozent der Weltbevölkerung?
Na, ich würde mal sagen, so knapp unter der Hälfte. Und so im Jahr, beziehungsweise das Netzwerk, wir hatten jetzt ja gerade den Black Friday und den Cyber Monday, in der Spitze 305.000 Systemnachrichten, die in der Sekunde durchs Netzwerk gehen. Und im Jahr machen wir 150 Milliarden Transaktionen. Also everything is about scale bei Mastercard. Und was am Ende der Scale ist in den 220 Ländern bei den 3,4 Milliarden Karten, ist was sehr Komplexes, was sich sehr einfach darstellt. Ich kann heute nach Spanien fahren und zahle irgendwo mit der Mastercard und was alles im Hintergrund abläuft, das merkt man eigentlich nicht. Aber das ist nicht nur eine Zahlung, die stattfindet, sondern es ist auch eine Zahlung, die richtig sicher ist in Zeiten von Cybersecurity-Risk und Fraud und Betrug und alles Mögliche. Da haben wir viel investiert, 8 Milliarden Dollar die letzten 5 Jahre, die dahinter stehen. Also was ganz Komplexes, was sich ganz simpel darstellt, überall auf der Welt, faszinierendes Geschäft. Als ich damals angefangen habe, fand ich es eher langweilig, aber mittlerweile, also Payment matters. Wenn man sich überlegt, die Wirtschaft heute ist zunehmend die digitale Wirtschaft und wir sind das Centerpiece der digitalen Wirtschaft.
Das heißt aber, der Weg war dann auch irgendwo ein Stück weit zufällig, also sozusagen von Frankfurt dann sozusagen nach Dubai bist du gleich gegangen, oder Dubai?
Ja, genau. Also das war noch mal so ein Zwischenschritt hier von der Citibank, dann auch in London, in Europa überall tätig, wie die Citibank das halt so macht. Die schickt ihre Talente um die Welt, ist so ein bisschen so die University of Banking. Fand ich ganz toll, ganz tolle Zeit. Und irgendwann kam der Anruf von der englischen Barclays Bank. Möchtest du unser Afrika-Geschäft leiten? Die grösste Bank auf dem Kontinent, 110 Jahre alt. Das war so ein Angebot out of— Das kann man sich gar nicht vorstellen. Ja, natürlich will ich das machen. Absolut faszinierend. Das war der Bezug zu der Region. Dann kam eben mein Vorgänger und hat gesagt: Du machst einen guten Job bei Barclays. Ich kann dich brauchen. Komm doch zu Mastercard. Wir waren gerade 3 Jahre nach dem IPO. Mastercards IPO war 2006, erfolgreichster IPO aller Zeiten. Und gesagt, come on, wir waren eine Association, also, und die Kunden gehörten Mastercard und umgekehrt. Das war so ein ganz komisches Setup, wie so eine Art Verein im Prinzip. Und dann hieß es daraus, daraus machen wir jetzt wirklich eine AG mit vollem kommerziellen Fokus und gerade diese ganze kulturelle Reise. Und sagt er, komm, das wird spannend. Und da habe ich gesagt, das ist sogar noch spannender als Afrika und Barclays, aber Diese Erfahrung in Afrika war faszinierend, weil nichts von dem, was normalerweise funktioniert, funktioniert in Afrika. Die Infrastruktur ist eine andere oder es gibt gar keine. Das Geschäft, was wir bei Mastercard in der Masse haben, Debitkarten, Kreditkarten, Konsumentenzahlungen, das findet dort häufig auf dem Telefon statt. Das ist Mobile-based. M-Pesa haben bestimmt viele deiner Hörer schon mal gehört. So von einem Telefon zum anderen Airtime-Punkte überweisen. Das waren alles völlig neue Spielregeln. Und danach bin ich dann Chief Product Officer geworden bei Mastercard und eben diese Erfahrung, dieses alles infrage zu stellen und sagen, wo kann man ein neues Produkt entwickeln, was nicht das Produkt ist, was wir schon seit 50 Jahren haben, nämlich eine Kreditkarte? Was kann anders funktionieren? Wo können wir neue Geschäftsfelder und neue Zahlungsströme aufmachen, in denen wir auch partizipieren und die wir auch besser machen können? Das war super cool. Na ja, und dann kam der Wechsel und wir haben eine Nachfolge gehabt. Da gibt es einen spannenden Artikel im Harvard Business Review über die Nachfolge, wie unser Aufsichtsrat das gemanagt hat. Ja, und dann am 25. Februar 2020 haben wir das bekannt gegeben und 2 Wochen danach gingen die USA in den Lockdown und innerhalb von 6 Wochen ist unser Revenue quasi Fall off a cliff, so auf Neudeutsch. Und ja, wir mussten alles grundlegend neu überdenken, weil alle Leute, die Zahlungen gemacht haben im Laden, machten sie nicht mehr im Laden, sondern alles war nur noch online. Und der Teil der Welt, der nicht online war, hat eigentlich gar nichts gemacht. Und da mussten wir ganz schnell uns quasi auf der Stelle drehen und versuchen, das neu anzugehen. Das war ein etwas überraschender Start. Das stand auch nicht in der Job Description.
Aber habt ihr gut gemanagt?
Haben wir gemanagt, ja. Team hat sich, ja, ich meine, hoffentlich hören viele unserer Mitarbeiter auch zu. Die Leute sind also zusammengerückt und haben gesagt, das ist auch eine Chance für uns, weil in der Zeit von Covid Cash war nicht mehr die Alternative. Es war nur noch digital, ganz klar. Und das ist natürlich auch eine Chance für uns, weil wir quasi, we are powering the digital economy. Und da haben wir gesagt, das ist unsere Chance. Was machen unsere Kunden jetzt anders? Dann kam die Zeit von erhöhter Inflation. Da hat sich das Kaufverhalten geändert. Viele Leute haben vielleicht kleinere Portionen gekauft, sind weniger essen gegangen und haben andere Dinge gemacht. Und da hat sich das Konsumentenverhalten grundlegend geändert. Da hatten wir wieder eine Gelegenheit, aber auch eine waren gezwungen, unser Geschäftsmodell anzupassen und die Kunden da zu treffen, wo sie dann waren. Also eine Zeit von den letzten 5 Jahren, seit ich angefangen habe, 4 Jahren, seit ich angefangen habe, eigentlich nur grundlegende Veränderungen und viel Agilität musste bewiesen werden. Und das war schon spannend.
Für Leute, die jetzt zuhören, die meisten sind wirtschaftsaffin, aber trotzdem glaube ich nicht allen ganz genau das Geschäftsmodell von euch bewusst. Wie funktioniert's?
Gut, also wenn du jetzt zu mir sagen würdest, ich hätte gerne eine Kreditkarte von dir, dann würde ich sagen, nee, da sind wir der falsche Ansprechpartner. Wir als Mastercard, es ist ein Zahlungsverkehrsnetzwerk. Die Karte wird ausgegeben von einer Bank in Deutschland beispielsweise und die wird dem Kunden in die Hand gedrückt. Aufs Website von der lokalen Volksbank und sagen, ich hätte jetzt gerne eine Mastercard und dann wird die ausgestellt. Dann hat man ein Stück Plastik in der Hand und eine App auf dem Telefon und dann kann man damit bezahlen. So wie funktioniert das? Auf der anderen Seite gibt es das Geschäft, in dem ich jetzt einkaufen gehe. Sagen wir mal, ich gehe in Supermarkt Rewe. Rewe wird irgendeinen einen Zahlungsverkehrsanbieter haben, der den Terminal an der Kasse powert, und dann lege ich die Karte da drauf, einmal Tap and Go, ganz easy. So, dieses Geschäft zwischen der Bank von dem Supermarkt und der Bank von dem Kunden, zwischen den beiden sind wir in der Mitte und stellen sicher, dass diese Zahlungen in Millisekunden passieren. Das sind die 150 Milliarden Transaktionen. Kunde bezahlt Geschäft, Geschäft bezahlt anderes Geschäft und so weiter. Jede dieser Transaktionen hat eine Network Fee, minimal. Da sind wir so im unteren Cent, weniger als 1 Cent pro Transaktion, das kleine Klickfee. Und das addiert sich halt auf. Warum? Was ist der Wert davon? Wir investieren in Cybersecurity, wir investieren in die Schnelligkeit des Netzwerkes, dass du dann nicht an der Kasse stehst, sondern dass das sofort passiert. Und all das ist eben dann in dieser Network Fee abgebildet und so funktioniert unser Geschäft.
Am Ende zahlen beide Seiten. Also sowohl der Bund als auch also der Rewe dann oder Edeka als auch der Kunde. Also am Ende ich als Mastercard-Nutzer zahle auch ein Stück beim Bund. Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise, und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Das hängt davon ab, inwiefern der Supermarkt das weitergibt oder nicht. Das ist sehr unterschiedlich in Unternehmen.
Ich bin zum Beispiel jetzt Kunde über eine Bank, dann würde ich über die Bank nicht mitbezahlen?
So, wenn du eine Karte von deiner Bank kriegst, die hat vielleicht eine Kartengebühr, wenn es eine Kreditkarte ist, die haben häufiger mal eine Gebühr, dann zahlst du an deine Bank dafür. Die Transaktion selber, das sind Kosten, die für den Supermarkt auftreten, und der gibt die entweder an den Kunden weiter oder baut sie in seine Preise ein.
Aber die Bank wird nicht gechargt von euch? Also die Deutsche Bank, die ist dann einfach Vertriebspartner sozusagen?
So ist es.
Also die müssen jetzt nicht dafür bezahlen, sondern das zahlt dann derjenige.
Also es ist ein B2B2C-Modell. Wir stehen hinter den Banken und den entsprechenden Banken der Supermärkte, und wenn wir bei dem Beispiel bleiben, und wir verbinden die, und die machen sich ihre Economics untereinander aus.
Am Ende ist es ja auch ein Marktplatzmodell, wo man möglichst viele Marktplatzteilnehmer haben muss, also auf der Vendoren-Seite, wenn man so möchte, also möglichst viele Supermärkte.
Der Marktplatz ist groß. 150 Millionen Akzeptanzpunkte haben wir weltweit, sind die am meisten akzeptierte Bezahlmethode der Welt, ist Mastercard, und etwa 27.000 Banken. Das sind fast alle Banken weltweit, die Mastercard auch anbieten.
Wie macht ihr das, dass die Bank dann mir jetzt eine Mastercard gibt, also eine Deutsche Bank Mastercard und nicht eine Deutsche Bank Visakarte oder eine andere. Also das ist ja schon auch ein Job, den ihr irgendwie lösen müsst, dass ihr da sozusagen—
Das ist absolut richtig. Wir müssen natürlich den Banken, die haben ja auch eine Wahl. Viele Banken weltweit entscheiden sich, dass sie dem Kunden die Wahl lassen. Andere sagen, ich hätte gerne einen strategischen Partner, jemand, der sich vielleicht nicht nur auf meinen Zahlungsbedarf einschießt, sondern der mir auch mit anderen Services hilft, zum Beispiel Cybersecurity, der dafür sorgt, dass meine Zahlungen auch sicher sind oder dass ich die Daten meiner Zahlungen, die Daten aller der Zahlungen, die ich als Deutsche Bank habe, auch nutzen kann, um weiter das Geschäft auszubauen. Also wir haben Lösungen, Data Insights, Cybersecurity-Lösungen und Zahlungsverkehrslösungen, nicht nur Karten. Es gibt ja auch alle möglichen anderen Zahlungen, P2P, Realtime Payments und so weiter. Wir machen das alles. Und auf der Basis entscheidet dann eine Bank, wer ist eigentlich mein strategischer Partner, wer kann denn für mich noch mehr machen, als einfach nur eine Zahlung von A nach B zu kriegen. Und so differenzieren wir uns auch zum Mitbewerber. Und heute, das können wir ja noch dazufügen, vor 10 Jahren etwa war der Revenue fast vollständig orientiert auf Konsumentenzahlungen. Heute sind etwa 40% unseres Revenues auf Lösungen, die Zahlungen besser und schneller machen, also Services, Zahlungs— kann ich gar nicht auf Deutsch sagen— Payment Related Services. Data Insights and Cybersecurity, 40% des Revenues. Das war damals null und heute schon 40%.
Okay.
Und damit sind wir stark differenziert im Markt und dementsprechend auch gefragt.
Und das zeigen dann aber auch dann die, sagen wir mal, die Vendoren, die dann noch mehr Informationen haben wollen über ihre Kunden, die mehr wissen wollen.
Genau, es sind nicht personalisierte Daten, sollte man dazufügen, das sind alles aggregierte Daten, wo es dann heißt, so, ja, diese Kartennummer hat dieses oder jene Güter oder Dienstleistungen gekauft und das Ganze addiert sich dann auf. Dann kann man ungefähr sehen, hier ist so eine Produktkategorie, die ist wirklich interessant, die wächst richtig und für einen Händler ist das eine spannende Information. Auf der ganzen Basis kann man auch makroökonomische Daten hergeben und damit reden wir mit Regierungen und sagen, sind eure Policies gut, wie entwickelt sich die Wirtschaft. Da kann man alles Mögliche draus ableiten, aber ja, wir wissen jetzt zum Beispiel nicht, dass es Philipp ist. Diese Information haben wir nicht, die hat nur die Bank.
Am Ende ist es natürlich ein sehr, sehr starkes Geschäftsmodell, kann man auch sehen, sonst wäre die Firma ja auch nicht so wertvoll. Also die ganzen kleinen Transaktionen und diese ganzen Services, die du gerade beschrieben hast, die addieren sich auf, zumindest habe ich es gesehen, letztes Jahr knapp 25 Milliarden Dollar Umsatz. Und das ist auch am Ende super profitabler Umsatz. Also da bleibt sehr viel von hängen. Ich glaube fast 50% oder so. Das ist einfach ein super starkes Geschäftsmodell geworden.
Ist es. Und es ist ja auch so, wenn man sich das anschaut, gerade nach Covid die Digitalisierung der Wirtschaft hat dramatisch zugenommen. Also die digitalen Zahlungsverkehrslösungen sind absolut in Demand. Da ist schon mal so ein Grundwachstum. Das Thema Cybersecurity in einer sich beständig digitalisierenderen Welt ist immer wichtiger. Jeder braucht Cybersecurity-Lösungen. Teilweise sind das Lösungen, die sich direkt mit der Zahlung befestigen. Ist es jetzt eine Betrugs- Betrugszahlung oder sollte die Zahlung tatsächlich durchgehen? Und dann gibt es noch Cybersecurity-Lösungen, die viel breiter aufgestellt sind. So, was sind meine Cybersecurity-Threats? Wer attackiert mein System und so weiter? Wir machen das alles und das zusammen, das sind so grundlegende Trends. Digitalisierung ist ein grundlegender Trend, Cybersecurity ist ein grundlegender Trend in der Wirtschaft und das sind so Sachen, die eigentlich außer Frage stehen. Und wenn wir dann zum Kunden gehen und sagen, wir können euch mit Digitalisierung helfen und mit Cybersecurity, dann sagt Da ist die Tür halt offen und dementsprechend, das bildet sich halt auch im Wachstum ab.
Wie nutzen denn die meisten Kunden euch? Also ich kenne das vor allen Dingen von mir. Ich mache irgendwie Apple Pay, dann habe ich meine Karte auf dem iPhone und drücke da zweimal drauf und dann halte ich die irgendwie hin. Das ist so Tap and Go, was du meintest. Aber es gibt wahrscheinlich auch viele, die einfach die echte Karte in die Hand nehmen und irgendwo—
Gibt es auch. Gute Experience. Ja, zum Beispiel so in der U-Bahn ganz easy einmal Tap and Go.
Also für mich ist es eine super Experience.
Genau.
Aber ich meine, wenn man die Karte rausholt, ist es schon aufwendiger, aber machen wahrscheinlich auch sehr viele. Und dann gibt es ja auch online, da muss man dann auch eine Karte mit Nummer und so dann eingeben, um dann irgendwie online bezahlen zu können.
Das ist alles, das passiert alles so, aber die Trends ändern sich. Also wenn wir jetzt, bleiben wir gleich mal beim ersten Beispiel in der U-Bahn weltweit. Ich glaube, wir haben mit über 700 Public-Transport-Systemen weltweit nun Verträge, wo das nicht mehr über einen Automaten geht, wo man sich eine Fahrkarte kauft und dann reingeht, sondern einfach Tap and Go auf der MTA in New York. Absolut, das ist ein gutes Beispiel. Das erste Beispiel war Transport of London, also die Tube in London, einfach Tap and Go durchgehen. So, das ändert grundsätzlich das Verhalten. Dann kam das Thema Telefon auf und die ursprünglichen Apple Pay Experience war so, dass es einen Tick langsam war. Und wenn man dann morgens in die U-Bahn gegangen ist und hat so gemacht und dann ging das nicht, dann ist sofort hinterher in einen reingerannt. Und das war dann irgendwie unangenehm und auch hat nicht so gut funktioniert. Dann wurden diese Express Settings reingesetzt. Das kann man auch heute sehen, wenn du im Handy nachguckst, Public Transport Express Setting. Und jetzt geht es sofort, da muss man auch nicht mehr freischalten, da musst du gar nicht mehr doppelt drücken.
Aber ihr, diejenigen, die dann zu den Subway-Gesellschaften hingeht und MTA.
Genau, ich würde sagen, Leute, das ist der Vorteil, wenn ihr das macht. Die ganze Abwechslung ist deutlich günstiger, weil du keine Automaten mehr aufstellen musst und all diese Sachen. Du musst dann halt nur entsprechend diese Kosten der Fares entsprechend berechnen. Und das ist Software, die letztendlich in unserem System dann abgebildet ist, wo man sagen kann, also der fährt weiter als der andere und entsprechend ist dann der Preis auch ein anderer.
Aber du musst ja die ganzen Turnstiles ausrüsten und sowas alles.
Ja, aber das rechnet sich über die Zeit. Viele haben das gemacht. Also wir machen gar nicht Turnstiles selber. Da gibt es dann wiederum Experten oder Firmen, die darauf spezialisiert sind. Aber wir machen die ganze Abwicklung im Hintergrund.
Okay, okay. Und online müsst ihr irgendwie zu irgendwelchen Shopbetreibern hingehen, zu den Großen, und sagen, Mensch, zu einem guten Shopping-Erlebnis gehört auch hier, dass man mit Mastercard bezahlen kann.
Ja, und was du gesagt hast, das Eintippen einer langen Zahl ist natürlich nicht angenehm. Das ist auch unsicher, weil du tippst dann soeben deine Kreditkarten ins offene Netz und das ist keine gute Idee.
Und dann noch die Prüfziffer eingeben und so.
Ja, genau. Und dann wird der, der Merchant dann womöglich gehackt und dann haben wir schon ein Problem. Das ist also nicht ideal. Also hier ist die Entwicklung ganz klar hin und die generelle Entwicklung im Onlinehandel ist die sogenannte Tokenisierung. Das heißt, deine Daten sind irgendwo bei einer Bank sicher gelagert, aber wenn du eine Transaktion machen willst, dann wird ein einmaliger Code generiert, ein Token, und der fließt in die Transaktion online. Also der Händler weiß, Deine Daten kommen einmal für diesen einen Zweck, für diese eine Transaktion. Ich habe ein paar Turnschuhe online gekauft und das ist der Betrag zu dem Zeitpunkt. Es kann nicht für nichts anderes genutzt werden. Also die Zeit des Eintippens von 16-stelligen Nummern ist yesterday. Wir haben gerade mandatiert vor einem Monat oder so, dass wir bis 2030 in Europa die erste Region weltweit sein wollen, wo nur noch tokenisierte Zahlungen geleistet werden.
Was heißt, ich halte, was mache ich dann? Also ich bin dann auf der Checkoutpage und dann kommt was?
Der Händler greift von deiner Bank diesen einmaligen Token ab, da ist die Connection und muss zum Beispiel durch Biometrics, also hast eine Kamera auf deinem Laptop und der sieht, okay, das ist Philipp, okay, dann weiß ich, dann rufe ich das ab und dann geht das Ganze durch. Super sicher, so wie es am Telefon heute auch ist.
Aber das ist doch nicht so flächendeckend, also bei mir ist noch nicht angekommen, also noch immer sicher.
Wir haben auch noch nicht 2030, ne?
Ja, okay, okay, okay.
Aber das ist Also wir haben jetzt tokenisiert, wir sind über mittlerweile, wir haben über 2 Milliarden Transaktionen im Monat, die tokenisiert sind. Also das geht, wie gesagt, 150 Milliarden im Jahr. Also das ist rapide, das wächst rapide, sodass wir diese Einmal-Passwörter und diese SMS, wo dir sagt, das musst du jetzt noch mal nachgeben, das letztendlich wird das alles Biometrics sein, wo du dann deine Face ID von deinem Telefon zum Beispiel, die steht dafür, dass damit wird die Zahlung dann freigegeben. Läuft im Hintergrund ab.
Und dann habt ihr eine ganze Reihe von Firmen, wo ich mich gerade—
Übrigens faszinierend, dieses Gespräch auf Deutsch zu führen, weil die Hälfte von den Sachen habe ich noch nie auf Deutsch gesagt. Das Wort Tokenisierung ist, ich weiß gar nicht, ob es das überhaupt gibt im Deutschen, aber dann hast du es jetzt zum ersten Mal gehört.
Good job!
Aber sag mal, das war so ein echter Test.
Manchmal frage ich mich, welche dieser ganzen Firmen, die da auch mit draußen spielen, sind Wettbewerber von euch und welche sind Partner? Also zum Beispiel nehmen wir mal Apple. Das ist jetzt ein Partner oder auch eine Partner.
So Apple hat vor vielen Jahren angefangen. Es waren die ersten mit Tokenisierung. Da haben wir eigentlich die Technologie entwickelt mit Apple und für Apple. Die haben gesagt, wir wollen nicht mehr rumtippen auf unserem Telefon. Apple is all about the experience. Da muss easy sein und super und seamless und one click. Mit denen haben wir das entwickelt. Und heute deren Zahlungsexperience für den Endkunden auf dem Telefon, wie einfach das ist, wie du das vorhin beschrieben hast, Doppelklick oder eben in Public Transport überhaupt kein Klick mehr, da hältst du nur noch dein Telefon drauf. Das hat dazu geführt, dass die Nutzung von elektronischen, digitalisierten Zahlungen gegenüber Bargeld dramatisch zugenommen hat. Also, es ist ein super Partner, weil das so eine gute Experience ist, dass mehr Leute die Produkte nutzen wollen, und da partizipieren wir natürlich. PayPal, ähnlicher, ja, PayPal-Zahlungen häufig. Was ist im PayPal Wallet drin? Eine Mastercard. Was ist im Apple Pay drin? Eine Mastercard. Da gibt es natürlich auch andere Karten, eh klar, aber letztendlich ist so eine Art Vertriebspartnerlogik. Ja, wir sind das Netzwerk im Hintergrund, wir wickeln das alles ab und die gehen raus zum Endkunden und haben eine gute Experience, wo der Endkunde sagt, das möchte ich nutzen.
Okay, bei PayPal bin ich überrascht, weil ich dachte, dass das irgendwie auch teilweise Leistungen sind, die ihr auch erbringen möchtet, die die erbringen. Aber nein, das ist—
Also ich habe das vorhin ja, diesen Term da genutzt, B2B2C. Das zweite B, 2C, das ist PayPal und wir sind B2B.
Wobei jetzt, wenn ich jetzt bei About You oder Zalando oder so einkaufe, dann habe ich ja beim Checkout die Wahl, wie ich jetzt bezahlen möchte. Dann kann ich mich ja entscheiden zwischen Mastercard und PayPal. Und wenn ich dann PayPal nehme, dann ist die Transaktion für euch weg.
Ist sie nicht, weil irgendwas ist hinter diesem PayPal Wallet. Was ist in deinem PayPal Wallet? Hoffentlich eine Mastercard, vielleicht auch ein Bankkonto. Das kann auch sein. Dann wäre es weg von uns. Das gibt es in einer ganzen Reihe von Ländern. Aber viele Leute wollen einfach Card on File, einfach mal die Karte ins Wallet nehmen. Und damit ist es für mich gegessen. Ich muss darüber nicht mehr nachdenken. Insofern PayPal ist ein super großer Partner von uns. Machen spannende Geschichten. Alle Wallets sind letztendlich Partner von uns. Wenn ich nach Singapur gehe, Grab. Grab ist das lokale Rideshare-Wallet, aber mittlerweile zur Super-App mutiert. Da kann man alles Mögliche mit seinem Grab-Wallet machen und wir sind strategischer Partner von Grab, wo auch die Mastercard hinterlegt ist und die bieten dann dem Kunden an, was auch immer sie anbieten.
Was sind so die größten Wallets der Welt? Also ein paar, die man wahrscheinlich noch gar nicht gehört hat.
PayPal und Apple sind mal die, die man ganz vorne genommen hat. Den Südosten Ostasien, das ist Grab zum Beispiel. In Südamerika gibt es alle möglichen, MercadoLibre, Pago und so weiter. Also es gibt so regionale Champions und eben die großen digitalen Viertel. Google Wallet ist auch ziemlich groß. Amazon Pay ist auch ein Wallet.
Und dann ist es halt so, ihr macht natürlich Vertrieb zu all diesen Händlern, das habe ich ja verstanden. Die müsst ihr sozusagen ansprechen, dass die euch einbauen. Das macht für die auch irgendwie Sinn, weil am Ende wollen die auch, dass der Nutzer beim Checkout nicht hängen bleibt.
Für die großen Händler machen wir es direkt, für kleinere Händler können wir nicht direkt machen. Wir sind 33.000 Leute weltweit, also wir können und wollen auch nicht überall sozusagen auf Neudeutsch Feet on Street haben. Das geht dann über Zahlungsverkehrsabwickler, die das dann machen, so ein Stripe zum Beispiel. Ja, da machen wir eine Partnerschaft mit Stripe und Stripe geht raus und besucht die kleinen Firmen und sagt, hey, wir können für euch die Abwicklung, die Annahme von digitalen Zahlungen ganz einfach einfach darstellen. Hier ist unsere Website, hier ist unsere App und das machen wir für euch.
Und dann seid ihr auch wieder dahinter.
Da sind wir auch wieder dahinter.
Bei SumUp wahrscheinlich ähnlich.
So ist es, die sind auch ein Partner.
Das ist ja sozusagen auch alles diese Welt der kleinen Merchants, die dann sozusagen.
Ja, genau.
Okay, und auf der Endkunde, die macht dann ja auch eine Menge Marketing. Also man kennt euch ja, ihr sponsert Dinge. Das tut ihr aber, damit halt dann Leute wie ich sagen, Mensch, ich möchte jetzt gerne, weil genau, hier haben wir die Kaffeedecke oder Untersetzer. Mit Mastercard, aber es gibt ja auch Sponsoring im größeren Stil, also bei großen Events und so.
Also ich meine, das ist schon so, also wir sind ein Fintech, ein richtig großes, aber wir sind nicht nur ein Fintech, wir haben auch eine große Brand, eine Consumer Brand, und das ist auch wichtig, weil warum ist es wichtig? Wenn es um Zahlungen und Geld geht, dann ist das Thema Vertrauen und das Gefühl der Sicherheit wichtig. Diese zwei Kreise hier, diese auf Neudeutsch interlocking circles, stehen eben dafür, dass das eine sichere Zahlung ist. Wenn ich irgendwo in Südostasien bin und ich kann irgendwie bezahlen, aber ich sehe das Logo, dann weiß ich, muss ich mir keine Gedanken machen. Also der Wert der Marke für uns ist besonders wichtig. Dann ist es aber auch so, dass Marken funktionieren halt nicht nur über Rationalität, sondern auch irgendwie über Leidenschaft und den Kunden wirklich ansprechen im richtigen Moment. Weil wenn ich eine Zahlung mache, keiner wacht morgens auf und will eine Zahlung machen. Ich will ja irgendwann, ich mir irgendwas kaufen, was ich schon immer wollte, oder ich möchte die Reise machen, oder ich will mir einen Traum erfüllen, oder wie auch immer. Und wenn da die Marke auch irgendwie als Enabler gesehen wird, das ist auch toll. Und so sind wir dann auch vor vielen Jahren mal auf die Priceless-Idee gekommen. Das ist also unser Markenlogo Priceless, was eigentlich verdeutlichen soll, es gibt mehr als nur Güter und Dienstleistungen. Es geht um die Erfahrung und Dafür steht die Marke und insofern das ist eine der Top Ten Marken weltweit.
Ja, glaube ich. Also man kennt das Zeichen, man kennt euch. Aber am Ende macht ihr das halt irgendwie. Ich habe es verstanden wegen Vertrauen und Wiedererkennbarkeit.
Ja.
Und damit dann Leute wie ich, die dann irgendwie sich überlegen, was setze ich, was bitte ich jetzt meine Bank mir für eine Karte zu geben, dass ich dann sage Mastercard am Ende.
Genau, so ist es. Und genau. Und wenn ich jetzt beispielsweise, sagen wir mal. Bist du Fußballfan?
Ja.
Okay, gehst du zur UEFA Champions League, sind wir Sponsor, da gibt es natürlich, du siehst erstmal die Bandenwerbung, eh klar, das ist relativ präsent, aber dann auch Erfahrungen im Stadion, wo wir spezielle Aktivierungen machen und der Kunde sagt, hey, you know, die habe ich doch schon mal gesehen. Ja, ich nehme lieber die Karte, weil ich bin halt auch Fußballfan und irgendwie, die unterstützen meinen Sport, finde ich gut. Wir haben jetzt gerade eine Partnerschaft in der Formel 1 begonnen. Ein Sport, der mittlerweile weltweit ist, richtig stark im Kommen, seit Netflix Drive to Survive rausgebracht hat. Also wir versuchen auch immer zu sehen, wo geht der Kundengeschmack hin, was sind so die Passionen, die Leidenschaften, und versuchen da auch präsent zu sein.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice. Und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht. Und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee- Masterclass habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingscafés entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Aber es gibt ja eine ganze Menge oder gar nicht so viel. Es gibt ein paar Firmen, die zwingen euch dazu, sozusagen Geld für Marketing und Werbung auszugeben, weil sie, wenn ein ähnliches Modell betreiben. Das sind wahrscheinlich jetzt im ersten Visa, oder?
Sagen wir mal, Ähnliches ist glaube ich eine gute Beschreibung. Visa macht natürlich auch Marketing, aber ich meine diese ganze Wahrheit der 4 Ps: Product, Marketing, Promotion und so weiter. Das ist wahr, das gehört einfach dazu, wenn du ein Endprodukt hast. Und wir machen das ja nicht nur für Konsumenten, wir machen auch Marketing und stellen unsere Marke da im B2B-Bereich für unsere Zahlung, für unsere Lösung im Cybersecurity-Bereich. Wenn wir mit Cybersecurity-Experten in Firmen reden, die müssen natürlich auch uns wiedererkennen und sagen, oh, das ist eine Firma, die bringe ich nicht nur mit Konsumentenzahlung zusammen, sondern auch mit Cybersecurity. Also unser Marketing ist ganz breit aufgestellt. Das ist nicht nur Konsumentenmarketing und nicht nur Sponsorships, sondern auch sehr, wie das jede, wir haben ja vorhin über SAP gesprochen, die machen auch Marketing, SAP HANA am Flughafen oder so. Da ist also eine sehr, sehr breite Aktivität. Aber wie gesagt, Top-10-Brand in der Welt.
Aber nochmal anders gefragt, ich kann schon mir vorstellen, dass du jetzt nicht so viel Lust hast, über den Wettbewerb zu sprechen, aber ich will mal verstehen, wen siehst denn du als Wettbewerb?
So, wenn ich mir— ich war gerade letztens in Brüssel und da habe ich bin dahin häufiger, ist eh klar, Gespräche mit der Kommission und so weiter. Und da kam dann die Frage auf, auch von der Kommission, wie ich die Wettbewerbssituation im europäischen Markt sehe. Und da habe ich die Antwort gegeben und gesagt, ich sehe, dass der europäische Markt mehr Auswahlmöglichkeiten an Zahlungen bietet als quasi überall auf der Welt. In Frankreich gibt es Cartes Bancaires, in Spanien gibt es ein P2B-System, Das heißt Visum, damit kann ich zahlen. Es gibt natürlich Visa, aber es gibt auch Girokarten, es gibt die Sparkassenkarte, es gibt alle möglichen Sachen in Europa. Also die Auswahlmöglichkeit ist breit aufgestellt. Es gibt eine sehr vereinfachte Darstellung, wo die Leute sagen, na ja, und es ist Visa und Mastercard oder Mastercard und Visa, und das stimmt einfach nicht. Das hat sich über die letzten 10 Jahre dramatisch geändert. Also es gibt viele Auswahlmöglichkeiten. Unsere Differenzierung ist in diesen zusätzlichen Dienstleistungen und in der weltweiten Akzeptanz. Also ich finde, da stehen wir ziemlich alleine und positiv da. Aber Visa macht Ähnliches, aber hat nicht die gleichen Services, ist geografisch anders aufgestellt als wir, und die ganzen anderen sind eher lokal aufgestellt. Aber für den Kunden Gibt es alle möglichen Wahlmöglichkeiten.
Aber man liest jetzt, dass sozusagen, oder ich habe Statistiken gesehen, dass diese ganzen Girocard-lokalen Player, dass die aber alle sich sehr schwer tun, dass ihr sozusagen schon als globale Firmen da den Markt stark anführt und immer mehr Marktanteile gewinnt.
Es ist natürlich schon so klar, in der weltweit connecteden Wirtschaft, wir können eine Zahlungsverkehrslösung anbieten, die ist europaweit, die ist weltweit. Ein lokales Zahlungssystem tut sich da schwer. Aber wir bieten auch Partnerschaften an und sagen, okay, also wenn ihr wollt in eurem Land euer eigenes System haben, das ist völlig okay, aber eure Kunden werden auch reisen. Dann könnt ihr unser Akzeptanzsystem nutzen und zum Beispiel dann in den USA, wenn man was weiß ich eine Reise macht, dann könnt ihr trotzdem über einen Mastercard-Akzeptanzpunkt zahlen. Das sind so Partnerschaften, da sind wir ganz offen. Aber wir finden natürlich auch, dass unser Produkt, und das ist auch so aufgestellt, sagen, es ist die beste Lösung aus einer Hand. Aber wenn ein Land oder eine Bank oder wer auch immer sagt, wir wollen unser eigenes Ding machen, dann, das ist zunehmend so, und das unterstützen wir auch. Wo ist denn das, also man sagt ja irgendwie Kreditkarten, also Kreditkarten, alle möglichen Karten, und nicht nur Karten.
Aber ich will jetzt auf das Wort Kreditkarten hinaus, weil Karte verstehe ich nur, also ich meine, das Es wird immer mehr Hintergrund, weil ich habe keine Karte mehr in der Hand, ich habe mein Handy in der Hand und lade da jetzt quasi euer Logo hoch und dann, oder auf, und dann tappe ich damit an. Also Karte verschwindet so langsam. Was ist denn mit Kredit selber? Ich meine, ich habe jetzt in dem ganzen Prozess von Kredit gar nicht so viel gehört. Also das heißt, am Ende vermittelt ihr Zahlungen. Wem gebt ihr Kredit?
Wir geben überhaupt keinen Kredit, den Kredit geben die Banken. Also wenn eine Bank sagt, eine große deutsche Bank sagen würde, ich habe eine Debitkarte, das ist im Prinzip eine direkte Verbindung zu meinem Konto und ich kann den Kontostand, über den kann ich verfügen und dann im Laden damit zahlen. Das macht eine Debitcard. Da ist aber kein Kredit. Entweder ich habe was auf dem Konto oder nicht. Eine Kreditkarte, da ist ein Kreditlimit dagegengesetzt. Sagen wir mal, es sind 5.000 Euro. Dann kann ich hergehen und kann die 5.000 Euro Kredit in Anspruch nehmen und kann trotzdem damit bezahlen. Und die Bank managt das Kreditrisiko und sagt, ja, ich schaue, dass ich ja den entsprechenden Kreditrahmen auswähle, und die kümmern sich auch um die Zinsen und wie die gesetzt sind und was sie halt auch sonst in Sachen anderweitigen Krediten, die sie sonst persönlichen Krediten, was weiß ich, zwischen mir und der Bank. Das hat mit uns überhaupt nichts zu tun. Wir wickeln die Zahlung ab, die dann auf Basis des Kredites stattfindet, und der Rest ist zwischen der Bank und Wenn man jetzt das so hört, gibt es denn noch viele Zahlungspartner, die ihr nicht habt?
Also jetzt, ich laufe jetzt mit wirklich tatsächlich eurer Karte viel durch die Gegend und habe selten Probleme damit zu bezahlen, inklusive jetzt kürzlich in London an der U-Bahn oder New York an der U-Bahn. Was wünschst du dir denn? Also wo musst du noch rein? Also wo müssen deine Vertriebsleute noch, wen müssen sie noch überzeugen?
So, der ganze Bereich von Zahlungen zwischen Unternehmen. Das ist fast alles Konto zu Konto. Das sind Zahlungen, die häufig keine zusätzlichen Services anbieten, zum Beispiel die Daten zu nutzen, die mit einer Zahlung stattfinden. Wenn ich heute eine Rechnung bezahle als Firma, dann könnte ich ja zusätzliche Informationen mitschicken und sagen, die Rechnung war, ist die Rechnung mit der Nummer für die 5 Güter, und von den 5 Gütern habe ich aber nur 4 bezahlt und das eine kommt später. Das ist so ein Set von Informationen, die wichtig sind, wenn Kunden, wenn Firmen und andere Firmen Geschäfte miteinander machen. Wenn es da eine Lösung gäbe, die das alles abbilden kann und das einfacher macht für die Firmen festzustellen, wer für was bezahlt wurde. So, das ist mal so ein Szenario. Solche Lösungen haben wir. Weltweit ist es aber so, dass dieser gesamte Bereich noch ziemlich in den Anfängen ist. Häufig, wenn du Das ist häufig noch sehr manuell in Firmen. Da sind große Abteilungen, die dann das Ganze auseinandertüfteln. Das kann man alles automatisiert abbilden. Das haben wir heute schon. Wir sind Marktführer weltweit in dem Bereich Reisen. Also wenn Reiseabwickler, Reiseplattformen wie Booking.com und Hotelkonzerne, wie die untereinander ihre gesamten Zahlungen abwickeln, darum geht's. Wie viele Zimmer haben wir gebucht und all diese ganzen Sachen, wenn die Firmen das dann austüfteln, da haben wir ein Geschäft, wo wir in der Mitte sind, und diese Zahlungsflüsse vereinfachen und darstellen. Und das ist ein neues Geschäftsfeld. Und dann kannst du jetzt hergehen und sagen, dann nimmst du den nächsten Sektor und den nächsten Sektor. Wir haben gerade unseren Investorentag gemacht vor 2 Wochen in New York und haben dargestellt, wie wir die nächsten 3 Jahre sehen. Und dieses Ganze, dieser ganze Bereich von Firmenzahlungen ist die große nächste Wachstumschance für uns, weil Konsumenten sind wir, wie du gesagt hast, richtig gut aufgestellt.
Muss man da Leute verdrängen oder muss man es einfach neu erschließen?
Das ist vorrangig neue Erschließung.
Aber was mir aufgefallen ist, es gibt ja durchaus sozusagen so Angeberkarten, sag ich jetzt mal. Wenn ich jetzt irgendwie so eine schwarze Karte, ich sag jetzt nicht von wem, oder so eine, wie heißt die, Centaurion-Karte, oder sie ist mir schon mal aufgefallen.
Von den gleichen Leuten, glaube ich.
Habt ihr sowas auch?
Da wir keine Karten selber ausgeben, machen wir das nicht, nein. Aber wenn sich, wenn dann eine Bank herkommt und sagt, wir wollen mit euch zusammenarbeiten, weil wir wollen auch so eine Karte rausgeben. Wir haben die ganzen Komponenten, um so ein Programm zusammenzusetzen, zum Beispiel Loyalty Management. Wenn du so eine Karte hast, so eine schwarze, dann kannst du wahrscheinlich irgendwelche Punkte sammeln. So, und diese ganze Technik dahinter, wie man das macht und dass die Punkte auch eingesetzt werden können und dass es auch eine ganze Reihe von Angeboten gibt, was ich mit den Punkten dann machen kann, zum Beispiel bei einer Mietwagengesellschaft oder einem Hotelkonzern. Wir haben diese ganzen Relationships, wir haben die Technik dahinter und wir können zu einer Bank sagen: Here's a card in a box. Und wenn sie schwarz sein soll, dann bitte mach das und wir helfen ihnen sogar noch mit dem Design. So, und dass der Vorteil ist von so einer Lösung, dass sie eben auf der Basis eines Zahlungsverkehrsnetzwerks läuft, was weltweit am meisten akzeptiert ist. Da gibt es eben halt andere, die sind eher nur limitiert einsetzbar.
Aber was heißt die, diese, nehmen wir jetzt mal American Express beim Namen.
Ah, jetzt hast du es dann doch gesagt.
Ich habe auch nichts dagegen, also wir können ja alle nennen. Also ich bin Keine Werbung, ja? Sowieso nicht. Die sind sozusagen selber bemüht, um diesen Endkundenzugang selber sich zu erarbeiten. Also das heißt, die möchten, die unterscheiden sich da schon stark.
Anderes Geschäftsmodell. Genau. Amex ist auch eine Bank. Die machen auch selber den Kredit. Die geben die Karte raus. Die designen die Karte. Es ist eine End-to-End-Proposition, aber die ist regional deutlich limitierter und ist ein ganz anderes Geschäft. Weil hast du Credit auf deiner Bilanz und all diese Dinge. Das haben wir alles nicht. Wir haben Capital-Leitgeschäft, wir machen keinen Credit, wir überlassen das den Banken und sind zusammen mit den Banken im Wettbewerb.
Also einmal, ihr habt ja eine unfassbar geile Situation. Also ihr habt einmal diese Marke und dann managt ihr die Zahlung im Hintergrund. Und ich meine, wenn man sich das Geschäft anguckt, 25 Milliarden Dollar Umsatz und fast 2 Milliarden Gewinn, es ist einfach unglaublich. Also wer hat schon irgendwie solche Margen und hat dann auch Asset Light irgendwie auch gefühlt gut diversifiziert.
Aber es ist schon auch so, wir sitzen jetzt nicht da und drehen Däumchen. Das ist ein tolles Geschäftsmodell, es ist die richtige Strategie, aber wir müssen mit der ganzen Technologie-Change, mit der Digitalisierung der Welt, mit neuen Technologien ganz weit vorne sein, vorne investieren. Die Banken kommen zu uns und sagen, What about Blockchain? What about this? Real-time Payments, Zahlungen vom Telefon, ja, von einem Mobiltelefon zum anderen, all diese Sachen. Wir haben über das Thema Tokenization gesprochen. Wer hält das Ganze sicher? Wir investieren Milliarden und Milliarden, aber wir haben halt eben auch Scale aufgebaut über die Jahre, und deswegen funktioniert das eigentlich ganz gut. Aber es ist nicht so, dass wir uns zurücklehnen können. Der Markt sieht heute dramatisch anders aus, als er vor 5 Jahren aussah.
Manchmal gibt es ja den Vorwurf, am Ende, sag mal, Visa und ihr seid zwar nicht das Gleiche, aber sehr ähnlich. Also es gibt Ähnlichkeiten, sagen wir mal so, und dann gibt es auch nicht mehr ganz so viele andere. Das kann man ja auch lesen, ne?
Das kann man zwar lesen, aber habe ich ja vorhin gerade schon mal gesagt. Also heute, wir haben mehr Wettbewerb im Zahlungsbereich als jemals zuvor. Realtime Payments, ja, irgendwelche Staatssysteme, wo in Brasilien Pix, in in UK Faster Payments. Es gibt alle möglichen alternativen Systeme, die heute Zahlungen von A nach B bringen, und der Kunde kann entscheiden und sagen, wenn ich eine Mastercard-Zahlung mache, habe ich Zero Liability. Ich werde immer geschützt vor Betrug. Oder ich mache eine Zahlung, wo ich keinen Schutz habe, die ist vielleicht billiger und smarter, und so entscheiden sich die Kunden für unterschiedliche Szenarien, was sie machen wollen, und wir versuchen halt, denen differenzierte Lösungen Lösung zu haben, und das funktioniert auch soweit ganz gut.
Ist denn jetzt, um nochmal auf American Express zurückzukommen, sind die auch ein Partner von euch am Ende? Also nee, das ist schon auch alles Wettbewerb. Das heißt, die machen das dann auch am Ende End-to-End und jetzt nicht euer Zwischenstück? Also okay, so ist es. Okay, das ist ja auch dann Wettbewerber so auf eine Art, aber jetzt halt nur in einem sehr hochpreisigen Segment wahrscheinlich dann, ne?
Die, sagen wir mal, jetzt habe ich vorhin schon gesagt, die sind regional sehr konzentriert, viel in USA beispielsweise, auch in UK und dann in ein paar Ländern. Wir sind halt weltweit aufgestellt. Also da, in den Ländern bieten sie alternative Lösungen an zu denen, die wir anbieten. Und wir machen es halt in Partnerschaft mit vielen Banken und sie machen es selber. So, und dann gibt es, ist ganz klar, dass wir in Partnerschaft mit vielen Banken mehr Marktbreite erreichen als sie. Aber die haben halt auch größere Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette, weil sie alles selber machen. Und das ist so ein bisschen der Unterschied.
Wie siehst du das Thema Krypto generell? Du hast gerade schon Blockchain erwähnt.
So Krypto und Cryptocurrency, da ist natürlich viel Bewegung drin gewesen, ging ganz nach oben, dann hatten wir ein bisschen den Kryptowinter und jetzt geht es wieder in die andere Richtung. Wie wir darüber nachgedacht haben, ist, wenn jemand in eine Cryptocurrency, in eine Kryptowährung investieren möchte, dann ist das letztendlich, als ob er in einen Laden geht und sich was kauft. Also das ist eine Zahlung für ein Gut, für in dem Fall eine Investition, und das sollte letztendlich genauso einfach sein, als wenn ich in den Laden gehe und irgendwas kaufe. So haben wir darüber nachgedacht. Das ist aber nicht ganz so einfach. Viele dieser Krypto-Exchanges, da gibt's welche, die haben sich über die Zeit gut positioniert, und andere, da ging es halt schief. FTX ist so eines, ist Michael Lewis über Sam Bankman-Fried, ein geniales Buch. Ist so ein Beispiel. Also wir legen viel Wert auf, auch die Partner genau zu prüfen und auf Compliance zu achten. Haben gesagt, hier sind die Regeln, so muss das, nur diese Art von Transaktionen, und hier ist der Konsumentenschutz und so weiter. Also das machen wir, das ist mal so Table Stakes. Wenn Leute eine Mastercard haben, sollten die in der Lage sein, also sich auch Kryptowährung zu kaufen. Wenn sie das denn wollen, und wir machen dann so ein bisschen, prüfen die Partner. So, das ist das eine. Spannend wird es, wenn man über das Thema Blockchain im weiteren Sinn nachdenkt. Was kann diese Technologie? Sie kann helfen, so Probleme im Zahlungsverkehr zu lösen, zum Beispiel so länderübergreifende Zahlungen. Da muss man viel Liquidität vorhalten, viel Liquidität in unterschiedlichen Währungen. Wenn das alles über die Blockchain stattfinden würde, dann wäre das ganze Liquiditätsmanagement deutlich einfacher. Das ist für alle visible, das Netting funktioniert viel besser. Diese Idee, das finden viele von den Großbanken richtig gut. Also da gibt's so Partner, die zusammen so Pilotprojekte machen, so Partner wie JP Morgan und so weiter, die dann zusammenkommen und sagen, wir können diese Technologie auch anders nutzen. Wir haben da viel investiert über die letzten 10 Jahre, sind einer der Patentholder von Blockchain-Technologie. Es ist also ein spannender Bereich. So Parteien, die sich nicht kennen, die Zahlungen abwickeln wollten, und alles findet auf der Blockchain statt. Und damit kann dieses Vertrauensdefizit überwunden werden. Das ist genau das, was wir machen. Ist halt eine andere Technologie. Und deswegen haben wir gesagt, wir machen unser Netzwerk Stablecoin-ready. Das haben wir schon vor 2 Jahren gesagt, und das ist auch so. Und Jetzt bleibt noch abzuwarten, was die Regulatorik bringt und wann die Regulatorik sagt, das ist okay. Aber Pilotprojekte gibt es jede Menge, auch mit Zentralbanken, die da Interesse haben. Und da denke ich, bringen wir auch Kredibilität mit, weil wir eben Zahlungen schon immer gemacht haben.
Also bevor das euch disruptet, sagst du, gehen wir da vorher selber rein und zerstören es selber.
Ja, das ist sowieso immer der Ansatz. Ich meine, zu sagen Realtime Payments, vor 10 Jahren gab es das nicht so in Realtime. Zahlung von einem Konto zum anderen. Das ist also langsam wird es eine Realität. Wir haben den größten europäischen Provider vor 2016 gekauft und sind jetzt eben auch im Realtime-Bereich, weil letztendlich, wenn ich mit einem CEO einer deutschen Bank zusammensitze, möchte ich sagen, ich kann dein Partner sein für alle Arten von Zahlungen. Wir sind nicht auf We love cards, no question, aber es ist halt eben nicht die Antwort auf alles.
Stell dir vor, du kommst nach der Arbeit nach Hause. Und dein Keller steht unter Wasser. Die Nerven liegen blank, du bist gestresst und brauchst dringend Hilfe. Das Letzte, was du jetzt willst, ist eine blecherne Computerstimme, die dir sagt: Für Schadensmeldungen drücken Sie die 1. Aber mit ElevenLabs kann das auch so ablaufen: Hallo, hier ist Eleven.
Was kann ich für Sie tun?
Hey, ich hab ein Problem. Mein Keller steht unter Wasser.
Oh nein, das tut mir leid. Machen Sie sich keine Sorgen. Unser Ziel als Versicherung ist es, Ihnen das Leben in dieser stressigen Situation leichter zu machen und nicht noch zu erschweren. Ich nehme den Schaden für Ihren Keller sofort auf.
Aber wie kann das sein, dass KI so menschlich klingt?
Das ist der neue Expressive Mode von ElevenLabs. Ich erkenne den Stress in deiner Stimme und passe meine Tonalität an. Ich höre nicht nur Wörter, ich verstehe die Emotion dahinter. Ich kann Seufzen, lachen oder wie jetzt einfach eine beruhigende Stütze sein, während ich parallel den Gutachter für dich buche.
Also echte Empathie skaliert durch KI. Große Player wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut nutzen diesen Service bereits, um Kunden wirklich abzuholen. Es ist nicht mehr Mensch gegen Maschine, sondern Maschine für den Menschen. Erlebe die Zukunft der Kundeninteraktion auf elevenlabs.io/omr. Und ja, auch meine Stimme wurde mit ElevenLabs erstellt. Das heißt, bist du selber am Ende auch Krypto-Holder?
Ich nicht, nee. Mein Sohn, der hat mir letztens gesagt, er hätte $100 in Krypto investiert. Investiert und war super happy, weil er sagte, Dad, you're missing out. Aber ich mache eigentlich gar nichts an der Investitionsfront, weil irgendwie ich finde, es ist so ein Zeitklauer. Also ich habe jemanden, der mir ein bisschen hilft, sich darum zu kümmern.
Ich wollte gerade sagen, möglich wäre es. Ich meine, das wäre ja noch eine Frage, die ich mir auch noch aufgespart habe. Du führst da eine der größten Firmen der Welt. Das ist ja auch, nehme ich an, ganz gut bezahlt.
Ja, das kann man so sagen.
Also der Christian Sewing, der auch schon mal hier im Podcast war, Deutsche-Bank-Chef, da ist es, wenn man sich dafür interessiert, das ist halt auch transparent, das liegt dann je nachdem, wie es so läuft, rund um 10 Millionen. Da würdest du jetzt nicht tauschen wollen?
Da habe ich also wirklich noch nicht drüber nachgedacht. Aber ich glaube, ins Banking möchte ich auf jeden Fall nicht zurück.
Ich meinte nur rein gehaltlich.
Ja, ja, so, das habe ich den Vergleich nicht. Also mit dem habe ich heute Nachmittag nachgedacht, Zeit verbracht.
Aber okay, das heißt, da ist in den USA alles noch mal ganz bezahlt und da muss man sich jetzt irgendwie, da würdest du nicht nach Deutschland wechseln, weil das ist auch attraktiver wahrscheinlich.
Also ich kann wirklich sagen, dass das kein Kriterium ist, weil der Job ist super cool und es ist ein super cooles Geschäftsmodell. Ich wüsste nicht, warum ich jetzt diesen Wechsel machen wollte. Ich war 17 Jahre im Banking und ich bin jetzt eigentlich ganz froh, wo ich bin.
Okay, okay, also dann frage ich jetzt hier nicht weiter nach, aber ich höre raus, also so ein Christian Seving und so, das ist—
beklagen muss ich mich nicht, das ist auf jeden Fall richtig.
Ja, guckst du dir viele von den Sponsoring-Maßnahmen, die ihr so macht, selber auch an? Weil ich meine, ihr seid ja wirklich sehr stark präsent, haben wir gerade schon ein bisschen drüber gesprochen. Ist das was für dich selber auch?
Also viel, viel von dem Sponsoring, ich weiß Ich bin ja auch Konsument, also da sehe ich das natürlich selber auch und ich probiere auch immer alles aus. Wenn wir irgendeine Priceless Promotion mit American Airlines haben, dann probiere ich das auch immer alles aus und da fallen mir dann auch hin und wieder Dinge auf, die man vielleicht noch anders machen könnte oder was ich woanders gesehen habe. Da habe ich auch Spaß dran. Aber zum Beispiel so Sachen wie UEFA Champions League. Es ist eine tolle Sponsorship. Weltweit ist Fußball ganz weit vorne. Leute lieben Fußball. Ich bin Bayern-Fan persönlich und wenn es dann jetzt, haben wir das UEFA Champions League Finale in München jetzt nächstes Jahr. Das ist natürlich klasse. Da gehe ich dann auch hin.
Es gibt ja sogar mit Bayern, habe ich gesehen, so eine FC Bayern München Mastercard in Kooperation mit der HypoVereinsbank.
Absolut. Die habe ich gerade heute gekriegt. Die hatte ich nicht. Die fehlte mir und ich habe die Karte dann beantragt und ich habe sie dann auch bekommen, gerade heute. So, ich reise zurück nach New York mit meiner FC Bayern Karte, was natürlich sehr, sehr, sehr cool ist. Also diese Sponsorship, wir machen das in zwei Richtungen. Es ist wichtig für uns, noch mal zu diesem Bereich, wir, unser Geschäftsmodell orientiert auf Banken und auf Händler, so im großen Sinne. Die profitieren davon, wenn wir Konsumenten Aktionen machen, weil die dann bei dem entsprechenden Händler, wenn es eine Mastercard-Aktion gibt, haben die einen Vorteil davon. Das heißt, wir wollen unseren Händlern vermitteln, wie gut so ein Sponsorship sein kann und was das beim Konsumenten auslöst. Das heißt, wir laden die auch ein und sagen, das müsst ihr euch mal angucken. Kommt mal zu einem Champions-League-Spiel und seht, wenn da 700 Cardholder sind und die begeistert sind und was wir für priceless Momente eben kreieren können. Was weiß ich, dass da einer von den Balljungen zum Beispiel. Das ist so ein preisloses Moment, wenn man mit dem großen Spieler aufs Feld geht, solche Dinge. Und also da gibt es den Bereich, wo wir unseren direkten Kunden das Sponsorship vermitteln wollen und sagen, hier, das ist cool, das machen wir für die Endkunden, die auch bei euch einkaufen. Das Gleiche gilt auch für die Banken, sagen, wir haben Angebote, die gehen an den Endkunden, wir stehen aber nicht zwischen euch und unseren Kunden, aber so helfen wir euch. Und damit ist das letztendlich gut für alle Mastercard-Cardholder und den größeren Markt, aber auch für unsere direkten Kunden. So, das ist also die ganze Idee von Sponsorship. Wir haben jetzt gerade letztens, sind wir in die Formel 1 gegangen, weil das so ein Sport, der ist mittlerweile wirklich weltweit. Es war ein Sport, der war sehr männerorientiert. Das hat sich auch geändert über die letzten Jahre. Es sind die Fragen around Sustainability und wie grün ist der Sport. Auch das hat sich geändert. Die Formel 1 hat auch ein Commitment abgegeben. Also der Sport hat sich grundsätzlich geändert und da gibt es unheimlich viel Excitement.
Wie blickst du jetzt also aktuell gerade aus der US- oder aus der globalen Perspektive so auf die Wirtschaft? Ihr müsst ja Trends auch früh sehen. Also wenn eine Konjunktur lahmt, dann seid ihr die Ersten, die es merken, weil ich meine, dann bezahlen die Menschen weniger oder gar nicht mehr reduzieren?
Also wenn ich irgendwo ein Interview gebe, habe ich immer den Eindruck, dass wir gesehen werden wie das wirtschaftliche Orakel. So, Michael, was passiert jetzt? Wo geht's hin? Und es ist tatsächlich so. Ich meine, wir haben eben ein gutes Gefühl, zumindest fürs Konsumausgabenverhalten. Da haben wir Realtime-Daten weltweit und Und das ist natürlich sehr hilfreich. Das ist hilfreich für unsere Kunden. Das ist hilfreich auch für Regierungen. Viele Regierungen kommen zu uns und sagen, die wollen gerne wissen, wie deren Wirtschaftspolitik, wie effektiv die ist. Haben wir gesehen in den USA gerade in der letzten Legislaturperiode, wo ein paar Investitionsmaßnahmen über dieses IRA-Paket unter der Biden-Regierung gemacht wurden. Und da war eben die Frage, Funktioniert das jetzt oder nicht? Und dann haben wir eben Reports erstellt und gesagt, na ja, da hat sich das entsprechende Ausgabenverhältnis, da haben wir das Ausgabenverhalten verändert und da können wir sehen, das hat jetzt funktioniert oder nicht. Also so eine Datenlage haben wir aktuell, was wir sehen, und da kann ich auch nicht mehr sagen als über unsere Investorenkommunikation hinaus, aber das Konsumentenverhalten weltweit ziemlich gesund. Wir haben jetzt gerade gesehen, das Mastercard Economic Institute hat jetzt gerade gestern rausgebracht, wir hatten Black Friday, Cyber Monday, 3,42% USA ist hochgegangen für die Saison. Sehr interessant. Und da kann man mal ein bisschen so—
Und Deutschland?
Das kann ich dir jetzt nicht sagen.
Aber ist denn Deutschland, also man hört ja hierzulande viele, die da sehr—
Also habe ich jetzt keine Daten mitgebracht.
Aber wie ist denn dein persönlicher Blick auf Deutschland? Würdest du sagen, Also viele, die hier im Land sind, mit denen wir sprechen, auch höre ich häufiger gerade Sorgen, Klagen. Wir haben jetzt ja auch aktuell keine richtige Regierung oder eine, die jetzt sich demnächst ändert, und viele offene Fragen, sag ich mal so. Spürt man das oder sagst du, das ist eher temporär?
Also es ist im Aufgabenverhalten bisher zumindest nicht groß aufgefallen. Die größeren politischen Fragen, ich meine, so wie wir das aus unserem Geschäft sehen, das gesamte Thema Digitalisierung findet weiterhin statt. Ziemlich regardless, auf welche Regierung und so weiter. Das ist ein Trend, den sehen wir überall, der ist so grundlegend. Das habe ich auch vorher gesagt, das ist auch unsere Strategie. Das Interessante auch ist, je nachdem wie die politische Richtung ist oder nicht, gezahlt wird immer. Das ist also insofern auch grundlegend, da ändert sich auch nichts. Und wir haben unseren Fokus eben genau darauf.
Aber ich meine, generell bist du ja schon politischen Fragen, glaube ich, nahe. Dein Vorgänger, also auch ein sagen wir mal, in der Szene Legende, oder muss ein sehr prominenter Mensch sein in der Finanzwelt. AJ Banga, der ist jetzt Chef der Weltbank.
Die Welt in seinen Händen, genau, genau.
Also du hast im wahrsten Sinne des Wortes, ihr habt doch eine gute Nähe, die habt ihr auch lange zusammengearbeitet, hat dich glaube ich ein bisschen auch gefördert, wenn man das so, dann guckst du ja schon, sagen wir mal, aus einer sehr, sehr uniken Position auf die Wirtschaftswelt, zumindest mal.
Und absolut, ja.
Aber da bist du auch eher bullish und weniger besorgt?
Grundlegend, da komme ich wieder zurück auf diesen grundlegenden Trend der Digitalisierung. Cash, Schecks, ineffiziente Prozesse, das ist so ein für unser Geschäft zumindest ein großer Treiber und der ist auf vorhersehbare Zeit positiv. Da sind wir bullish. Wenn ich mir unsere Kunden angucke in verschiedenen Ländern, wenn ich mir unsere Kunden angucke in verschiedenen Sektoren, ist das Bild natürlich sehr gemixt. Da gibt es Länder, wo wir sagen, da, ja, was weiß ich, wenn ich eine commodityabhängige Wirtschaft habe, dann sieht das anders aus, je nachdem wie der Commodity Cycle ist, als woanders. Also bei uns addiert es sich auf, ich glaube, ich habe es vorhin gesagt, 220 Länder und Territorien. Das geht auch so im Gesamtbild zusammen, wo wir die gesamtglobale Wirtschaft sehen, und das sieht grundsätzlich positiv aus.
Und du machst dir auch jetzt keine Sorgen um die Robustheit aufgrund von Spannungen, Zöllen, all diesen Themen?
Wir monitoren das. Also jetzt zum Beispiel das Thema Zoll und Policy jetzt von der neuen amerikanischen Regierung. Es ist early days, die sind noch nicht mal eingeschworen. Das muss man jetzt sehen. Wahlkampf ist das eine, wie wird sich das in der Realität aussehen? Wir sind natürlich immer im Gespräch mit Regierungen, zwangsläufig auch, weil Zahlungen sind in vielen Ländern werden gesehen als Critical Infrastructure. Also insofern, also in einem Land mit einem Finanzminister zu sprechen, in einem Land mit anderen Regierungsmitgliedern zu sprechen, ist völlig normal für uns. Das machen wir häufig, aber es geht weniger um die Politik in der Masse. Es geht mehr darum, Wirtschaft und wie können wir der Wirtschaft helfen.
Deutscher oder Amerikaner aktuell? Oder beides?
Nur Deutscher.
Und das bleibt auch so, oder?
Gucken wir mal.
Eines Tages kommst du vielleicht zurück, oder?
Die Frage, was macht man vielleicht mal in einem anderen Lebensabschnitt? Meine Frau und ich, wir haben da hin und wieder mal drüber geredet, aber aktuell sind wir sehr happy. Wir wohnen in New York und finden das spannend. Und ja, also wir sind so zwischen beiden Kontinenten tatsächlich. Unsere Kinder sind in Europa, wir sind da drüben und ich bin gerne auch daheim in Bayern und dann bin ich aber auch gerne wieder in New York und das ist eigentlich super, dass man beides hat.
Also so einen Job kann man ja noch ein paar Jahre machen. Ich meine, du bist ja, wie alt bist du jetzt?
So, wir haben jetzt im Februar nächsten Jahres sind es dann 5 Jahre von dem Zeitpunkt, wo wir den Wechsel bekannt gegeben haben.
Okay, das heißt, du könntest es noch locker 10, 15 Jahre, also vom Alter her. Also wenn ich jetzt so sehe, ich habe dein Alter gar nicht irgendwie aufgeschrieben, aber müsste noch gehen.
Das müsste noch gehen, ja. Entspannend ist es allemal.
Also so eine Jamie-Diamond-Karriere.
Ich weiß gar nicht, wie oft Jamie schon gesagt hat, dass er retiert, aber dann retiert er doch nicht.
Kennst du den auch? Ja. Also wenn man einmal dann in der Welt, dann kennt man sich, tauscht sich aus.
Das ist ja, da gibt es natürlich diverse Foren, wo man zusammenkommt und dann gerade die US-Unternehmen dann auch eben in den USA, dort mit der Regierung und so, da trifft man sich immer wieder.
Wem gehört das eigentlich? Mastercard.
Bitte was?
Die Firma im Wesentlichen gehört, also ich glaube börsennotiert, und ich habe schon von dir im Vorgespräch gehört, ein Teil ist der norwegische Staatsfonds, aber gibt es sonst irgendwelche ganz besonderen Anker oder?
Nee, also die üblichen, die man erwarten würde für so eine Firma, die so eine Marktkapitalisierung hat wie ich, die großen Indexfonds, die nehmen natürlich anteilig dann Positionen auch in den größten Firmen, die den Index ausmachen, also ein BlackRock und Fidelity und so weiter. Das sind die großen Namen. Also wir haben vorrangig Long-Term-Institutional-Aktionäre, fast keine Retail.
Das ist also relativ stabil über die Jahre und hat sich eigentlich erstaunlich, weil es dann irgendwie, wenn man das Geschäftsmodell hört, ist doch was, wo man anlegen kann.
Vielleicht nach dem Podcast wird sich das ja vielleicht ändern.
Und wenn man so will, dann ist dein Chef dann der Aufsichtsratschef oder der Supervisor Board?
Das Supervisory Board, genau. Wir haben einen Non-Exec Chairman, also unsere Governance-Struktur ist so, es ist ein CEO und Non-Exec Chairman mit einem Aufsichtsrat und ja, mit denen verbringe ich viel Zeit. Amerikaner? Nee, wir haben einen sehr, sehr internationalen Aufsichtsrat. Wir haben Japaner, wir haben Amerikaner, wir haben Europäer, wir haben alles Mögliche. Wir haben eine weibliche Aufsichtsratschefin, das ist eher selten. Die kommt aus dem akademischen Bereich, war ehemals die Chefin der Government School der Columbia Universität, also weltweit in Government-Kreisen gut vernetzt und aufgestellt. Und es ist interessant, wenn man so als Praktiker mit einem Aufsichtsrat, der so einen Hintergrund hat, zusammenarbeitet. Also Finde ich ganz spannend und funktioniert auch sehr gut.
Okay, krass. Also für mich einen Einblick in eine neue Welt. Hast du wahrscheinlich auch gemerkt, dass ich diese Welt nicht so genau kenne und schon gar nicht—
Also ich habe es auch auf Deutsch noch nicht so erklärt. Also das fand ich deine Fragen richtig super. Will sehen, dass du das mal öfter auf Deutsch machst. Da kriegst du vielleicht noch ein bisschen Klarheit.
Da kommen wir alles weiter wieder. Seit du an Bord bist, hat sich der Börsenwert der Firma zumindest schon mal verdoppelt, glaube ich. Also wenn du bei der nächsten Verdopplung würdest, würde ich mich wieder Spätestens melden.
Lass uns mal wieder zusammensetzen.
Alles klar, vielen Dank.
Okay, dankeschön.
Ciao, ciao.
Ich war keine gute Chefin und heute coache ich Führungskräfte. Und ich wurde mit 22 Jahren Führungskraft und musste ganz schön hart dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Heute bin ich Spiegel-Bestsellerautorin und erreiche auf LinkedIn Millionen Menschen. Wir sind Emma Isadora Hagen und Svantje Almos. Das ist Out of Office. Der Business- und Karriere-Podcast. Wir teilen mit euch Karrieretipps, die wirklich funktionieren. Egal, ob es um Gehalt, Selbstmanagement oder die Frage geht, wie man kritische Gespräche richtig führt. Und dazu teilen wir mit euch die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und ordnen für euch den Hot Tea aus der Businesswelt ein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann abonniert den Kanal und seid ab jetzt jeden Mittwoch mit uns out of office.
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