MeinFoto-Gründer Philipp Mühlbauer (#805)
28 May 2025 · 67 min
In this episode of the Out of Office podcast, host Philipp Westermeyer interviews Philipp Mühlbauer, the founder of MeinFoto and the Customization Group. The conversation traces the company’s journey from its early days importing reproduced oil paintings to becoming a leading mass‑customization platform with a global production footprint in Europe and the United States. Mühlbauer explains the multi‑brand go‑to‑market strategy that spans direct‑to‑consumer sites (meinFoto.de, canvasdiscount.com), B2B and B2B2C channels, and retail partnerships with chains like Aldi and Lidl. The discussion delves into the balance between performance‑marketing (ROAS‑positive, profit‑focused acquisition) and brand‑building investments (TV, TikTok, out‑of‑home), highlighting how the team continuously tests channel mixes. A large portion of the dialogue focuses on customer lifecycle management: email newsletters, SMS, WhatsApp, and AI‑driven segmentation that uses photo metadata and device data to predict life‑stage events (e.g., birthdays, school transitions) for timely, personalized offers. Mühlbauer acknowledges growing data‑privacy constraints and the shift away from reliance on third‑party tracking. The interview also covers product diversification—such as pandemic‑era personalized masks and upcoming sports‑licensing merchandise—and the ambition to expand into promotion‑product solutions for clubs and leagues. Growth targets are ambitious, aiming for near‑€1 billion in revenue, with ongoing M&A and partnership activities. Finally, Mühlbauer reflects on his personal commitment to the business, his vision for the next decade, and the cultural relevance of local traditions like Cologne’s Karneval in shaping brand identity.
Chapters
Uns erwartet heute eine Hidden Champion Folge, mal wieder, und zwar aus einem Bereich, den wir schon kennen, in dem es übrigens auch einige Hidden Champions gibt. Zuletzt noch mal der René Ruhland von myposter hier. Der Philipp Mühlbauer hat eine etwas ähnliche Geschichte. Angefangen mal Ölgemälde aus China zu importieren, dann begriffen, man kann dieses Thema Bilder und Druck ganz anders aufziehen. Hat meinfoto.de gegründet, daraus eine mittelständische Firma gemacht, arbeitet mittlerweile als White-Label-Dienstleister für Aldi und Lidl und hat Kapazitäten aufgebaut, Eine Milliarde Umsatz zu erreichen, da wollen sie hinkommen. Die ganze Geschichte von der Firma, die heute The Customization Group heißt, und von Philipp Mühlbauer und seiner Crew. Auf geht's!
Let's go!
Go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt's im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram, und den Einstieg gibt's bereits 0€. Außerdem und besonders praktisch: Das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitern.
Mitarbeitenden.
Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Hallo Philipp!
Hi! Hallo Philipp!
Ja, genau, hat man ab und zu mal, ja. Picanova. Also ich, bevor der Hinweis vom Sven kam, da mal in eure Richtung zu gucken, war mir das gar nicht so bewusst und eure Monster-Geschichte schon erst recht nicht. Was macht ihr?
Picanova ist einer der führenden Anbieter für personalisierte Fotoprodukte, vor allem aber im Bereich Mass Customization unterwegs, wie man heute so schön sagt. Das bedeutet, wir produzieren alles, was du mit dem Foto, aber auch mit deinem eigenen Design oder mit einem AI-generierten Bild personalisieren und gestalten kannst für dich, aber auch für Geschäftskunden und das weltweit.
Und das Ganze habt ihr angefangen vor rund 20 Jahren aus einer Garage in Köln?
Genau, da haben wir angefangen mit reproduzierten alten Meistern, also den Van Gogh auf Leinwand und so weiter. Den haben wir damals aus Asien importiert, dann aufgespannt und über eBay verkauft. So fing es an.
Also aber hat dann jemand in China wirklich Van Gogh gemalt?
Genau, es gab, wir haben dann über die Jahre ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner aufgebaut, wo es dann einem Malerwerkstatt gab, in der dann Experten für Van Gogh, für Monet, für Renoir und so weiter saßen. Und die haben dann den ganzen Tag für uns, sicherlich auch für andere Kunden weltweit, aber vor allem für uns eben alte Meister reproduziert.
Also okay, es ist ja schon ungewöhnlich, weil wir reden jetzt irgendwie von 2 Typen aus Köln, du und dein Bruder im Wesentlichen. Du bist jetzt 40, glaube ich, ne?
40, ja.
Das heißt, damals warst du dann irgendwie Anfang 20?
Es war nach dem Abi direkt, genau.
Wie kommt man dazu, aus China irgendwelche Leute zu finden, die dann da einen Van Gogh nachmalen und das dann hier zu verkaufen?
Also mein Bruder ist ein paar Jahre älter als ich und hat eigentlich immer schon Sourcing von allen möglichen Produkten in China betrieben und in Ostasien, vom Kugelschreiber über einen MP3-CD-Player. Und dann nach meinem Abi habe ich dann gesagt, was mache ich? Und dann haben wir zusammen irgendwie dieses Thema auf eBay gesehen, dann im Sourcing in Ostasien sozusagen wiedergefunden und haben gesagt, das können wir mal machen. Und dann bin ich rübergeflogen. Wann war das? September 2004. Genau, war in China und habe dann da auf der Canton Fairs eine damals, ich glaube heute immer noch der größten Gifting-Messen der Welt.
Also wo so Geschenkartikel.
Genau, alles Mögliche an Geschenkartikeln, auch Dekorationsartikeln und so weiter habe ich dann ja die ersten 1000 Ölgemälde gekauft.
Und das waren wirklich Van Goghs.
Genau, also.
Die wurden auch nicht von Maschinen gemalt, sondern von Menschen.
Von Menschen, genau.
Das sind schon auch begabte Maler.
Absolut, ja und nein. Es ist so, so ein bisschen kleine Anekdote. Schlüssel. Geschwisterpost, wenn ein nicht so begabter Maler sozusagen etwas von einem auch nicht so begabten Maler abmalt, kannst du dir vorstellen, was dann nach 100 Mal passiert. Und dann musste man einiges lernen, aber am Ende waren das tolle, für den Preis dekorative Kunstwerke mit einem großen Namen und das hat guten Absatz gefunden europaweit.
Und das war dann so eine Marge oder was hat man dann auf eBay bekommen für so ein Van Gogh?
Also der höchste Verkaufspreis, den wir jemals erzielt hatten damals, war für die Geburt der Venus von Alexandre Cabanel waren 390 Euro.
Und Kosten im Einkauf?
In 120 mal 80 Zentimetern Öl auf Leinwand. Kosten im Einkauf war damals, gut, es ist jetzt lange her, ich kann sagen, wahrscheinlich so 20 Dollar.
Okay, okay. Und also ging es los.
So ging es los.
Und dann ging es weiter Richtung Fotos.
Genau, dann ging es weiter Richtung Fotos. Wir haben dann relativ schnell gemerkt, dass wir nicht die Ersten sind auf dem Thema und der Bedarf oder die Nachfrage nach alten meistern irgendwie so ein bisschen gesättigt war. Und dann haben wir angefangen, uns erste Großformatdrucker zu kaufen, damals von der Firma NCAD, gibt es heute nicht mehr, wurde dann von Kodak gekauft und auch die gibt es ja nicht mehr so richtig. Und dann haben wir den Sonnenaufgang auf Leinwand gedruckt und vordefinierte auch Popkultur-Motive, die wir dann gestaltet haben, selber entwickelt haben, aber auch Stockfotografie und haben das dann auch wieder über Plattformen vor allem an den Endkunden verkauft. Das war sozusagen der zweite Pivot, den wir gemacht haben.
Und dann gab es noch einen?
Es gab 10 oder noch mehr insgesamt, ja. Aber wir haben dann relativ schnell, als wir das Business gestartet haben, da waren wir mit den Van Goghs unterwegs, haben wir eigene Galerien betrieben in Köln. Wir hatten zum Peak 4 Galerien, in denen dann Kunst zu einem affordable Preis verkauft wurde. Und nachdem wir aus dem alten Meistergeschäft rausgegangen sind, haben wir dann die Kapazitäten, die wir aufgebaut hatten in China, genutzt, um dort abstrakte eigene Kunstwerke mit den Partnern zusammen zu gestalten und dann malen zu lassen, die wir dann in den Läden vor allem, aber auch über eBay wieder verkauft haben. Genau, und so morphte dann das Geschäft zusammen aus den alten Meistern, Ölgemälde, Acrylproduktion und den gedruckten ersten vorgefertigten Designs, und das war ganz lange das Geschäft. Bis wir 2008 dann gesagt haben, okay, wir probieren jetzt dieses Google AdWords mal aus. Oder AdWords hieß es damals noch. Genau, und dann ist das Geschäft in eine ganz andere Richtung gegangen. Da haben wir nämlich begonnen Web-to-Print, also du lädst dein eigenes Foto hoch. Und damals 2008, das war ein Jahr nach der Einführung des iPhones, hatte plötzlich jeder eine Kamera in der Hand. Der ein iPhone hatte. Und diese Fotos haben wir dann mehr und mehr drucken können und haben dann das Urlaubsfoto auf Leinwand produziert und viele weitere Wanddekorationsprodukte damals. Und dann ja bis zu dem Katalog, den wir heute haben, Fotobücher und so weiter.
Ich meine, irgendwann ist da noch mal Investor eingestiegen in der früheren Phase.
Genau, es war auch 2008, da ist der Dumont Verlag eingestiegen.
Genau, und französischer BC?
Nee, der ist ein bisschen später eingestiegen.
Aber so viel Geld haben die euch wahrscheinlich gar nicht am Ende gegeben.
Ja, also ich darf dazu nichts sagen, aber bei Dumont Verlagswelt 2008 kann man sich vorstellen, was da das Thema war.
Finanzkrise, Anzeigen weg und so weiter. Also schwierige Zeiten.
So wahrscheinlich haben wir dann Anzeigen bekommen als Investment, aber wer weiß. Und genau, das war damals die Zeit.
Aber ich meine, wir reden heute über eine Firma, um das einmal fast forward zu machen, auch für die Hörer, die sich jetzt vielleicht fragen, okay, Kann man denn mit so Fotodrucken und Wanddekorationen so Geld verdienen? Ich meine, ihr macht einen Umsatz, also zumindest habe ich es im Bundesnetzwerk gesehen, 21 von 130 Millionen oder zumindest das so grob. Und wahrscheinlich dürfte es mittlerweile noch mehr sein, wenn ihr weitermacht. Also 150 Millionen schätze ich mal so heutzutage oder noch mehr.
Also das geht in die Richtung, ja.
Also das ist 150 Millionen Umsatz auf einem sehr profitablen Business.
Genau, also im Peak haben wir gemacht, in Covid haben wir über 200 Millionen US-Dollar Umsatz gehabt.
Okay, also ist ja schon Für, sagen wir mal, eine Firma, die jetzt, wenn ich mir die Investments, die es zwar gegeben hat, angucke, aber das ist ja trotzdem nicht sehr viel Geld vergleichsweise, also eher fast nahezu bootstrapped. Du, dein Bruder und noch ein Kumpel, glaube ich. Wahnsinnsleistung. Also jetzt Richtung—
Nur wir zusammen. Also wir hatten in den Anfangsphasen, so wie das immer ist, eben sicherlich den ein oder anderen Mitgesellschafter, irgendwie Angel, Friends and Family, aber jetzt im Wesentlichen die treibende Kraft sind mein Bruder und ich.
Okay, also Wahnsinn. Das da so hinzuziehen. Und plus, man kennt euch ja gar nicht so. Also ich meine, euer wichtigster Konkurrent, zumindest den man so ein bisschen mehr kennt, ist vielleicht CEWE.
Ja, am Ende sage ich immer, wir haben eigentlich keinen Wettbewerb, weil der, also keinen personifizierbaren Wettbewerb, weil der Wettbewerb eigentlich bei uns, du musst wissen, wir sind heutzutage, jetzt mal fast forward zu heute, sind wir mit meinfoto.de in Deutschland Marktführer im Niedrigpreissegment. Als Vollsortimenter im Fotofinishing-Bereich. Also vom Fotobuch, Fotoabzug, Leinwand, Heimtextilien, Apparel produzieren wir alles. Und da sind wir Preisführer und CEWE ist ein Marktbegleiter, aber ist im Hochpreissegment unterwegs und daher kein Wettbewerber.
Okay.
Also in unserer Definition. Und was wir eigentlich als Wettbewerb verstehen, ist vor allem das selbstgemachte, gebastelte Produkt. Also wenn man jetzt zum Muttertag, der bald kommt, irgendwie der Mama ein Bild selber malt als kleines Kind, dann ist das eigentlich der Wettbewerb. Und was wir gerne hätten, ist, dass der Papa dann eine schöne Collage oder ein schönes Fotobuch macht und das der Mutter schenkt zum Muttertag.
Okay, okay. Also, aber es gibt ja schon noch ein paar andere so im Bereich von Kartenmacherei. Hatte ich hier mal vor ein paar Monaten, vor Jahren mit Leuten schon zu Gast, auch ein erfolgreiches Business, was so ähnlich funktioniert. Also man designt was, lädt was hoch mehr oder weniger und dann wird es gedruckt und versendet irgendwie von jemand anderem. Da gibt es schon eine Welt von.
Absolut, also das soll sich jetzt auch nicht despektierlich anhören. Ich schätze den Wettbewerb oder die Marktbegleiter, die wir haben, von CEWE über die von dir genannten und auch die anderen Gäste aus unserer Branche, die hier waren, kenne ich alle persönlich.
René Frohland haben wir auch noch für Megaline.
Genau, René oder auch den Vorstand von CEWE. Wir sind sozusagen, ob man es jetzt Frenemies nennt oder wie auch immer, wir verstehen uns und respektieren uns am Ende des Tages, konzentrieren uns aber lieber auf uns selber, weil wir sozusagen die eigenen Stärken und die Dinge, die eben noch nicht so gut laufen, weiter optimieren wollen sozusagen.
Und mittlerweile seid ihr ja auch nicht mehr nur in Deutschland, sondern weltweit unterwegs.
Genau, also wir produzieren in Stettin in Polen für den europäischen Markt und in Phoenix und in Miami für den US-Markt. Genau. Und welche, wie groß ist der US-Markt im Vergleich? Der US-Markt ist zweites Land. Deutschland größer Markt, dann USA, dann UK.
Und eure Kernprodukte sind jetzt aber nach wie vor Fotobücher?
Also Kernprodukt, wir kommen aus der Wand. Wir haben das früher, wir haben begonnen in 2008 mit einem Shop. Das war eigentlich, den gibt's heute nicht mehr, aber der hieß meinbild.de. Und meinbild.de war auch der Name des Galeriekonzeptes, was wir damals betrieben haben. Und meinbild.de war der Shop, mit dem es sozusagen anfing. Und da waren wir mit einem Produkt, das war die Leinwand, in einem Land, das war Deutschland, in einem Werbekanal, das war Google Ads. Und dann haben wir gesagt, wir wollten eigentlich nach der Prämisse der 3D-Wachstumsstrategie wachsen. Das heißt mehr Länder, mehr Channels, mehr Produkte. Und Deutschland ist immer sozusagen der, wenn du das indexierst auf 100 bei uns, und alle anderen Märkte folgen dann dem Vorbild. Und so haben wir das dann gemacht und sind dann in 2009, glaube ich, in 6 europäische Märkte expandiert, also ganz Westeuropa plus UK. Und dann in 2010 sind wir in die USA gegangen, und auch gleichzeitig in 2010 sind wir mit der eigenen— ich hatte ja eben gesagt, im Einkauf liegt der Segen— mit der eigenen Holzfabrik nach Lettland gegangen.
Wir haben genau nämlich eine Holzfabrik in Lettland eröffnet.
Genau, die haben wir aufgebaut, weil die sehr tief integrierte Supply Chain, sehen wir in diesen Tagen, uns damals schon super wichtig war. Warum? Weil wir eben nicht viel Geld hatten, aber so viel Bedarf nach Holz Keilrahmen hatten, dass es kein Unternehmen gab, was diesen Bedarf hätte stillen können. Und deswegen haben wir gesagt, dann bauen wir es selbst.
Und das Holz ist dann Holzkacheln, hast du gerade gesagt?
Holzkeilrahmen. Also für einen Leimandruck brauchst du Keilrahmen. Das sind diese Rahmen mit Nut und Feder, kennst vielleicht vom Künstlerbedarf, die man ineinander steckt, und dann kann man darauf eine Leinwand aufspannen. Und das ist eins der Vorprodukte, die wir in rauen Mengen, sage ich jetzt mal, brauchen.
Also wie viele Produkte Verschickt ihr mir?
Millionen an Produkten jedes Jahr.
Also, und aber Rahmenprodukte sind das Größte, oder das ist es eher das Fotobuch, oder was?
Generell die Kategorie des Wanddekors ist das größte Produktsegment. Also Leinwand, Aludibond, gerahmte Poster, irgendwie alles Mögliche.
Und was kostet das so bei euch im Schnitt?
Geht los, je nachdem welche Kampagne du findest sozusagen und ob es eine Aktion Gibt irgendwie so bei 3€ für eine 20 x 20 Leinwand. Es gibt ab und zu auch schon mal eine Gratisaktion.
Das kann man profitabel hinbekommen? Für 3€ was drucken, was verschicken?
Plus Versandkosten. Die sind 6,90€, so dann bist du für 10€ dabei. Aber es gibt auch Kundengewinnungsmaßnahmen, wo wir auch mal für gratis ein solches Produkt anbieten für Neukunden gegen die Versandkosten. Genau.
Was kostet eine Fabrik zu bauen, zu eröffnen? Also ich stelle mir jetzt vor, so eine Autofabrik ist es wahrscheinlich nicht, sondern ist das jetzt irgendwie ein Monsterinvestment?
Also es ist so, dass wir relativ asset light sind dann doch, weil wir die Fabrik an sich nicht besitzen. Wir mieten die Fabriken. Wir betreiben aber den Produktionsbetrieb, die Maschinen, die wir nutzen. Sind teuer, ja, aber wir haben sehr viel Durchsatz und am Ende des Tages finanziell läuft das ja alles über Abschreibungen und so weiter und kannst auch finanzieren. Mal kauft man eine Maschine cash. Also ich kann jetzt da und will jetzt auch da irgendwie keinen Eurobetrag hinter eine einzelne Fabrik setzen. Wichtig ist, dass wir immer aus dem Geld, was wir verdient haben, immer uns weiterentwickelt haben, die nächste Fabrik aufgebaut haben oder uns vergrößert und so weiter.
Und wenn man das Geschäft gut betreibt, so meine Lieblingsfrage, dann macht man damit schon 30% Marge oder so was oder noch mehr?
30% macht keiner Marge in unserem Geschäft, aber schon im guten zweistelligen Prozentbereich ist das durchaus möglich.
Und werbekanalsmäßig, jetzt hast du gesagt, Google AdWords hat euch am Anfang sehr geholfen, mittlerweile dürfte das ja auch komplett ausgemaxt sein, weil da jetzt alle drauf gekommen sind und da alle irgendwie im Auktionsverfahren an die Grenze gehen. Das heißt also für Google super, aber Da wird man jetzt nicht mehr den Wettbewerb schlagen können.
Doch, wir schlagen den Wettbewerb. Wir sind super aufgestellt im Performance-Marketing, glaube ich. So, wir lassen das auch regelmäßig challengen, aber man kann und muss sich, glaube ich, immer weiter verbessern. Und auch die aktuellen Möglichkeiten mit AI liefern uns ganz viele neue Ideen und Inspiration dafür, was wir alles noch tun können. Seit ChatGPT in 2022 rauskam, sind wir quasi zur AI-first Company geworden. Und so bauen wir selber in unserem Betrieb Lösungen im SEO-Bereich. Zum Beispiel haben wir den ersten SEO-Agent jetzt gebaut, der eben für uns Aufgaben übernimmt, um auch im Marketing sozusagen an vorderster Front weiter mit tätig zu sein.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Und aber welche Kanäle sind es nach wie vor?
Search, also das heißt Google, sowohl organisch als auch Paid. Es ist Social, organisch als auch Paid. Wir machen TV-Werbung, Affiliate in den größten Märkten, auch relativ immer für die jeweilige Marke. Wir haben eine Mehrmarkenstrategie, also die Company, du hast eben Picanova gesagt, Picanova hieß der Konzern früher. Wir haben uns dann rebrandet in in the Customization Group. Warum? Weil im Prinzip Picanova steht sehr für Foto, aber wir sind nicht nur Foto, sondern wir sind viel mehr. Wir produzieren ja auch Apparel, wir produzieren Tassen oder auch andere Produkte, die jetzt nicht klassisch als Fotoprodukt, Fotopapier oder Wanddekorationsprodukt angesehen werden. Und deswegen haben wir uns dieses neue Branding gegeben. The Customization Group. Genau. Warum? Hatte ich eben gesagt, im Prinzip, um einmal kurz noch die Lines zu erklären, Business Lines. Wir haben den B2C-Bereich, da ist meinfoto.de unsere größte Marke. Dann haben wir sozusagen aus diesen Millionen und Abermillionen von Kundeninteraktionen jedes Jahr, die wir haben im B2C-Bereich, haben wir eine sehr hohe Reputation aufgebaut. Wir haben, kann man so sagen, sehr, sehr gute Reviews, sind wahrscheinlich in den meisten Ländern, in denen wir aktiv sind, die bestbewertete Foto-Full-Service-Plattform. Und das ist auch wirklich ein entscheidender Das ist sozusagen Peer, nicht Peer Pressure, sondern das nennt sich Social Proof am Ende des Tages. Das sind echte Bewertungen, die Kunden müssen selber die Bewertung schreiben und wenn es mal nicht gut klappt, dann müssen wir daraus lernen und so weiter, aber in der Regel klappt es sehr gut. Wir haben irgendwie 4,8 von 5 Sternen auf allen Plattformen, also Trusted Shops, Trustpilot und so weiter.
Trusted Shops, Trustpilot, Google.
Genau, Google auch. Google ist so ein bisschen anders, weil da muss man ja sozusagen keinen Proof bringen. Das heißt, da gibt es sicherlich auch mal Schindluder, die, wo Kunden oder nicht Kunden, sondern jemand eine Bewertung schreibt, was man da nicht mehr nachvollziehen kann. Aber in der Regel ist das echtes Kundenfeedback, und das ist auch überdurchschnittlich gut, würde ich sagen. Okay, und das hilft euch, und das gehört dazu, so, das gehört dazu, und das hilft natürlich dann auch mit dem Preis in Kombination, dass die Kunden überzeugt werden, dann auch bei uns kaufen.
Wie heißt euer US-Shop?
Wir haben mehrere Shops in USA, der größte nennt sich canvasdiscount.com.
Aber warum macht es für euch Sinn, so verschiedene Marken zu haben? Ich meine, wäre es nicht sinnvoller, wenn man sagt, okay, wir machen jetzt Fernsehwerbung, dass das alles auf eine Marke gehen würde?
Absolut, wir hatten früher nicht das Geld, um eine globale Marke aufzubauen. Wir haben uns eher dafür entschieden, dass wir generische Keyword-Domains in jedem Land besetzen, die eigentlich in der Regel immer rund um das Thema Foto gestrickt sind, und damit dann über SEO zu ranken und sozusagen dem Kunden direkt zu erklären, was wir tun, versus es aufladen zu müssen über Branding oder Upper Funnel.
Aber jetzt im Nachhinein, wo man eine gewisse Größe erreicht hat, ist es fast, da wäre es jetzt eigentlich wahrscheinlich wünschenswerter, man hätte eine ganz starke Marke.
Das ist die Frage. Ich meine, du hast ja eben gesagt, wir reden nicht so viel über uns. Man kriegt ja auch nicht so viel, sozusagen, man ist nicht so transparent, man kann irgendwie Dinge ausprobieren, wenn man verschiedene Marken hat. Es hat auch Vorteile, und ich glaube, heutzutage würde ich sagen, überwiegen eher die Vorteile als die Nachteile, jetzt nicht eine globale Single Brand zu haben.
Welches eurer ganzen Portfolio an Brands die bekannteste oder die man als Endkunde am ehesten kennen würde?
meinfoto.de.
meinfoto.de.
Genau, wir partnern auch mit, also Die Business Lines im B2B-Bereich habe ich noch nicht erklärt, das wollte ich eben machen. Dann sind wir zu den Reviews gegangen. Da haben wir auch einen Partnerbereich, wo wir mit großen Retailern und Aldi und so, ne? Genau, richtig, genau. So machen wir den Fotoservice mit und für die Partner.
Also das heißt, wenn man bei Aldi ein Fotobuch machen möchte, dann seid ihr das am Ende?
Genau.
Und ist das ähnlich wie bei normalem Lebensmitteleinzelhandel, wie man sich so vorstellt, dass man dann da so mit 2% oder 1% Marge rausgeht?
Ich kann dazu nichts sagen, aber es ist so, wir sollten an jedem Buch verdienen, sonst wären wir wahrscheinlich nicht der richtige Partner. Für uns ist der Endkunde am Ende immer im Zentrum. Alles, was wir tun, dreht sich darum, dass der happy ist oder sie happy ist und zurückkommt. Weil wenn sie nicht zurückkommen, dann müssen wir sie wieder teuer über Google zurückholen. Und das weißt du ja auch, das macht keinen Spaß.
Also das heißt, ihr habt dieses direkte B2C-Geschäft, oder? Und dann haben wir B2B2C.
Genau, B2B2C, das nennt sich bei uns Partnergeschäft, wo wir auch den Webshop betreiben, wo wir im Prinzip alles umsetzen, ähnlich wie im D2C-Bereich. Und der letzte Bereich ist der B2B-Bereich, wo wir nicht auftauchen gegenüber dem letztendlichen Endkunden. Da sind wir dann Technologieprovider und Produktionspartner zugleich für zum Beispiel Solo-Entrepreneure, die einen Shopify-Shop haben in einer speziellen Nische und die dann sagen, ich brauche einen, der mir mein Merch macht, ich brauche einen, der die Tassen macht, ich brauche einen, der dann irgendwie die Wanddekoration macht. Und da sind wir Solution Provider mit der Marke merchone.com. Unter dieser Marke haben wir jetzt, das ist im Prinzip die Neuerung, alle unsere B2B-Themen gruppiert. Es fängt an im Partnerbereich mit dem von dir eben genannten Partnern. Dann kommt der Reseller-Bereich, so nennen wir den, wo wir dann für die Shopify-, aber auch die Etsy- und so weiter Stores dieser Welt im Hintergrund produzieren und direkt an den Endkunden versenden, auch weltweit. Und der letzte Bereich ist der, den bauen wir gerade auf, das ist der Corporate-Bereich. Da werden wir Promotional Products machen und Corporate Gifts. Das heißt also Personalisierung noch mal um die Ecke gedacht, jetzt Sportanalogie. Im Stadion einer der großen Sponsoren sponsert für den ganzen B2B-Bereich, wenn es da was kälter ist, irgendwie 10.000 Decken, die dann personalisiert sind mit dem Verein und dem Logo des Sponsors zum Beispiel. Genau, das machen wir auch.
Was ist aktuell der stärkste Bereich?
Also historisch kommen wir einfach aus dem B2C-Bereich, das ist der größte Bereich noch.
Okay, aber ich meine, wenn man Aldi hat, dann ist ja schon das Gefühl, da müsste einiges durchlaufen.
Absolut, also alle unsere Partner sind toll und wir arbeiten da sehr partnerschaftlich zusammen, entwickeln das, und am Ende sind wir mit dem Partner auch kürzlich gelauncht in den alten Ländern, in Österreich und der Schweiz, sind da auch sehr zufrieden mit dem Launch, und mal schauen, was noch so kommt.
Okay, okay. Und in den USA, wie kam das?
Also die Idee, dahin zu gehen? Also sozusagen Naivität und einfach zu sagen, wir machen das, just do it. Vor wie vielen Jahren war das? Vor 15 Jahren. 2010. Wir haben 2010 in Miami in einem eher sozusagen heruntergekommenen Stadtviertel, obwohl war gar nicht so heruntergekommen, so ein bisschen auch in dem ganzen Künstlerbereich, nicht Miami Beach, sondern Mainland sozusagen Miami, haben wir die erste kleine Druckerei aufgebaut, wo wir dann auch genau das Geschäft repliziert haben, was wir in Europa gemacht haben. Also Performance Marketing, Wall Decor, damit fing es an. Genau, und dann gab es da schon Player in den USA, oder war das? Ja, absolut, es gibt in den USA viele Player, der Markt aber anders, denn es gibt einige wenige sehr große in den USA, kaum kleine. Das ist der große Unterschied, und das Average Order Value ist viel höher als in Europa, und der Verkaufspreis der Einzelprodukte ist auch anders. So, und natürlich ist das Land größer, das heißt, du hast auch Herausforderungen, die du so jetzt nicht hast wie in Europa im Logistik-, im Shippingbereich. Spannend, verschiedene Zeitzonen und so weiter, aber die homogene Währung und eine sozusagen Nation als Absatzmarkt ist schon sehr attraktiv gewesen.
Wenn ich das so höre, jetzt frage ich mal provokant, also wir wissen, dass es eine geile Story ist. Ich habe mir mal die Zahlen angeguckt von CEWE, also dem Marktführer, die sind auch börsennotiert. So an der Börse, weiß ich nicht, ist ja gerade ein bisschen volatil, aber 700 Millionen. Market Cap haben die, machen 70 Millionen Gewinn, zumindest haben die es in 24 gemacht, über fast eine Milliarde Umsatz. Eine Milliarde Umsatz, also das heißt so jetzt schon noch relevant größer als ihr.
Ja, eine Milliarde Umsatz haben wir auch Produktionskapazität.
Also wenn man das mit Apple vergleichen würde, dann wäre das schon auch so, dass ihr, also werdet ihr—
Also wir sind open for business und eine Milliarde Produktionskapazität haben wir, wenn wir alle unsere Produktion quasi wie im Weihnachtsgeschäft auslasten, dann wären wir auch bei einer Milliarde. Natürlich ist das noch ein weiter Weg, aber sozusagen, dass das Ziel, das muss das Ziel sein.
Aber das heißt, dann ist Zewa also gar nicht so viel größer. Der Umsatz, den die hier nennen in ihren Zahlen, ist es auch Produktionskapazität?
Nein, das ist natürlich der echte Umsatz.
Okay, okay.
Ich wollte sozusagen auch ein bisschen provokant zurückschießen. Okay, okay. Nein, also die machen das gut in ihrem Segment. Sicherlich da auch Lob an die Kollegen.
Aber warum sind die so weit vorne? Ich meine, man müsste doch eigentlich—
CEWE ist irgendwie 40, 50 Jahre, wenn mich nicht alles täuscht, alt als Company. Und das sind diejenigen, die ganz früh begonnen haben, als es noch Schlecker gab, die Analogfotografie zu entwickeln. Also ich kenne das noch, wenn ich diese quietschenden Fotos im Schlecker abgeholt habe für meine Eltern. Das war damals von CEWE. Und die haben es halt gut geschafft, dann die Transformation ins digitale Foto. Den digitalen Fotoabzug hinzubekommen, und da haben wir mit der Firma noch gar nicht gestartet. Also wir haben so ein bisschen mehr Unternehmenshistorie, würde ich sagen, aber das ist auf jeden Fall ein Ziel. Und am Ende des Tages ist ja der Umsatz von CEWE— ich will jetzt nicht zu sehr über CEWE reden— natürlich auch M&A-geschwängert. Das ist auch etwas, was wir uns anschauen, also durch Übernahmen wachsen, nicht nur organisch, aber das ist da natürlich auch in dem Umsatz drin.
Eigentlich würde man doch, wenn man so von draußen auf das Segment guckt, immer denken, irgendwann müsste mal so ein Private-Equity-Player kommen und sagen, ich konsolidiere mal den ganzen Space. Da gibt es jetzt halt irgendwie den René Ruhland, hatten wir ja hier von MyPoster, auch im, ich glaube, was ist es, neunstelligen Umsatzbereich unterwegs. Da gibt es euch, da gibt es jetzt die Cevis, da gibt es halt noch zahlreiche andere. Warum ist da nie so jemand gekommen und gesagt, jetzt machen wir da mal einen ganz großen Player draus und sammeln mal da alle ein?
Das weiß ich nicht, da musst du die Private Equities fragen.
Aber spricht irgendwas dagegen oder? Habt ihr selber auch mal erwartet, dass das kommen würde, oder haben da schon Leute angeklopft bei euch sogar?
Also bei uns klopfen viele Leute an, ja, aus verschiedenen Gründen. Aber am Ende geht es ja, glaube ich, darum, wenn du gerne machst, was du tust, dann geht es gar nicht so sehr darum, wie du da zum Ziel kommst, sondern einfach nur, dass du daran arbeitest oder darauf hinarbeitest, dahin zu kommen. Und du hast jetzt Private Equity genannt, die ja eigentlich sozusagen der Konsolidierer sind, die treibende Kraft dann. In unserem Fall wollen wir eigentlich die treibende Kraft sein. Am Ende haben wir ein Unternehmen gebaut, was jetzt sehr groß ist von den Umsatzzahlen her, irgendwie für unsere Verhältnisse schon gut, aber wir haben noch viel Weg sozusagen zu gehen bis zu der Kapazität, die wir theoretisch heute haben, und wir verdienen auch Geld, und natürlich kann man damit selber auch auf Zukauf gehen. Und das ist etwas, was wir uns sehr aktiv anschauen. Es gibt da verschiedene Modelle. Ein Modell ist dadurch, dass wir selber herstellen, das gab es früher im Verlagsbereich, wir nennen das Products for Equity. Also stell dir vor, du arbeitest irgendwie mit einem der Shopify-Store-Startup-Jungs zusammen und sagst irgendwie, wir geben dir Anlauffinanzierung in Form von Naturalrabatt auf unsere Produkte. Fangen wir an und dann kannst du dadurch zusammenkommen. Das ist ein Modell, was wir gerne machen. Und das Zweite ist natürlich auch, dass wir uns hier und da, das ist in diesen Zeiten leider ja irgendwie normal geworden, auch Market-Leiter anschauen, wo es nicht so gut läuft, oder vielleicht auch Market-Leiter, die selber keine integrierte Supply Chain haben, also zukaufen fremd, die dann zu integrieren auf unserer Plattform und dadurch dann auch weiter zu wachsen und direkt Synergien rauszuholen.
Das habt ihr schon mittlerweile auch schon ein bisschen gemacht?
Wir haben kleineres M&A gemacht, schauen uns aber auch viele Cases an. Es kommt auch irgendwie regelmäßig was rein, ohne dass wir jetzt groß den Aufruf gestartet haben, dass wir open for business sind oder auch für M&A. Aber nee, es kommt einiges rein.
Also wer jetzt hier zuhört und hat noch irgendwie so eine kleine Web-to-Print-Plattform oder irgendeine Tätigkeit und möchte die gerne loswerden, kann sich bei dir melden.
Ja, also wenn jemand was loswerden will, ist das ja immer so, das ist ja schon so negativ konnotiert. Wir sind offen für Gespräche, gucken uns gerne alles an, sprechen mit jedem, so es unsere Zeit zulässt. Und genau, es gibt halt auch, wie ich sagte, verschiedene Modelle, wo man vielleicht auch über Optionen erstmal nicht sich gesellschaftsrechtlich irgendwie verbandeln muss, sondern irgendwie man findet ein Agreement, wo wir dann später Optionen ziehen können. Also gibt verschiedene Möglichkeiten. Also wenn es jemanden gibt in der Branche, der Interesse hat, dann soll er sich gerne melden. So, das ist sicherlich möglich.
Und sag mal, ist es denn noch ein Wachstumsmarkt an sich oder ist es eher ein Verdrängungsmarkt mittlerweile? Also wenn du jetzt sagst, da ist noch viel möglich, dann sagst du, es ist aus Kapazitätsgründen, also ihr könnt noch mehr produzieren. Das ist ja vermeintlich immer leicht herstellbar. Also aber die Frage ist ja, ist so viel Bedarf noch im Markt drin oder nimmt man dann eher einem anderen was weg oder wächst der Markt noch?
Ich glaube, beides ist der Fall. Also es ist so, wie du gesagt hast, durch das irgendwie billige Geld der letzten Jahre sind viele nicht nachhaltige Wettbewerber entstanden, die nicht alle unbedingt Kostendisziplin sich auf die Fahne schreiben. Das heißt, wir gehen davon aus, dass der Markt sich konsolidieren wird, sei es aktiv oder eben einfach so dadurch, dass Anbieter aus dem Markt droppen werden. Dann werden Marktanteile wieder frei, die wir übernehmen werden und auch schon aktuell tun. Aber andererseits ist natürlich die ganze Flut an Fotos und auch der Wunsch der Menschen nach Individualität und auch nach etwas irgendwie Haptischem, was die Erinnerung festhält, sind zwei Trends, die uns weiter glauben lassen, und das sehen wir auch in den Zahlen, dass das Geschäft wächst. Es wächst jetzt nicht irgendwie mit exponentiellen Wachstumsraten, aber es wächst gut und stetig.
Also wir reden von 10% Wachstum im Jahr, oder?
Genau, also je nachdem, welche Branche der Segmente, in denen wir tätig sind, du dir anschaust. Der Bereich des sogenannten Print-on-Demands, in dem wir aktiv sind, was dann das Reseller-Business ist, wo die die Shopify-Shops und andere dann auf unserer Plattform produzieren lassen. Das wächst, ich glaube, auf über 32 Milliarden, allein die Größe des US-Markts in den nächsten 5 Jahren. Also es ist ein spannender Markt, der— oder wir sind in vielen spannenden Märkten aktiv, die für uns insgesamt ein großes Potenzial darstellen. Und so sind halt die Wachstumschancen groß genug, sodass wir auch weiterhin im Rahmen dessen wachsen können.
Wie viele Menschen arbeiten bei euch?
Über 500 aktuell, aber in der Peak Season, also irgendwie, wir haben mehrere Peaks: Valentinstag, Muttertag, Ostern nicht so richtig, dann irgendwie Back-to-School-Fotobücher, wenn man aus den Sommerferien kommt, und dann geht's los mit Black Friday, Cyber Monday und dem eigentlichen Weihnachtsgeschäft.
Das ist die Hälfte des Businesses, oder?
Ja, kannst du sagen. Und da rampst du dann natürlich hoch in den vierstelligen Bereich an Mitarbeitern. Also über die verschiedenen Beschäftigungsformen von Leiharbeitern, Zeitarbeit und so weiter gibt es verschiedene Modelle in verschiedenen Ländern, in denen wir aktiv sind.
Und wollen eure Investoren, also ich meine, auch wenn das jetzt damals sicherlich super Deals waren, auch nicht mal eines Tages raus? Also die französischen VCs oder die Dumont-Kollegen?
Ich kann nicht für die sprechen, aber ich glaube, die sind ganz happy, so wie es aktuell läuft. Nur am Ende muss man natürlich auch sehen, wie ich eben schon sagte, uns geht es nicht so sehr darum, was andere irgendwie wollen oder was die Zielsetzung von anderen ist, sondern uns geht es um unser Unternehmen, wie wir das weiterbringen, wie wir uns im Wettbewerbsumfeld oder in dem Markt, in den Märkten, in denen wir uns bewegen, positionieren und weiterentwickeln. Und das ist eigentlich das, worum es geht. Und wenn dabei die Investoren auch noch happy sind, dann ist das doch super für alle.
Und du sagst, jetzt ist da mit der ganzen AI-Entwicklung noch mal richtig dynamisch reingekommen. Also was heißt es bei euch AI-first?
Also wir sind eine AI-first Company. Wir haben begonnen im November 2022, als ChatGPT das Licht sozusagen in der Form, die wir jetzt alle kennen auf der Welt, irgendwie das Licht der Welt erblickt hat, haben wir uns da komplett reingestürzt und haben die ganze Firma umgebaut zur Arbeit mit und durch AI. Im Prinzip ist AI das Operating System, auf dem TCG heute läuft. Wir in jedem Bereich, sei es irgendwie, du kannst durch alle Abteilungen gehen, HR, IT, Legal, Marketing, überall. Also klar, es gibt halt so Klassiker wie im Kundenservice zum Beispiel, dass du das ganze Thema automatisierst. Aber was wir machen, was eigentlich ganz gut ist, weil es einfach mit unserem Fokus auf unsere Endkunden auch zu tun hat, wir Wir haben, wir lesen das Customer Feedback, 360-Grad-Customer-Feedback, also Kundenservice-Interaktionen, irgendwie Transcripts von Calls, Chats, dann Onsite-Feedbacks, und das wird alles verarbeitet und dann von unserem, wir haben ein eigenes AI-Backend gebaut, in dem wir für verschiedenste Use Cases immer die neuesten Large Language Models implementieren, die dann von unserem Team auf die jeweiligen Use Cases sozusagen heruntergetestet werden wie in einer Testarena, nur eben nicht öffentlich, sondern intern bei uns. Und da ergibt sich dann immer daraus, welchen Prozess man wie mit welchem LLM am besten umsetzen kann. Und so lesen wir eben das Customer Feedback, um zu verstehen, wo es gerade in Anführungsstrichen irgendwie Dinge zu optimieren gibt, welche Gründe im Customer Service gerade am relevantesten sind und so weiter und so fort.
Bekannter Partner bei uns: eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist: Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke, aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen, denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitnessangebot von eGym ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026. Und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes.
Das ist sicherlich ein großes Thema. Ansonsten aber auch das ganze Thema Text-to-Image oder Image-to-Image. Also hier die schöne Tasse, die ich dir mitgebracht habe, die ist so ein Beispiel dafür.
Ja, mir als Prinz.
Also wenn du willst, so ein bisschen R&D-Projekt, das ist eins von vielen Image-to-Image-Projekten, die wir entwickelt haben. Warum? Weil uns geht es eigentlich darum herauszufinden, was ist das Content-Piece der Zukunft, die Ressource, aus dem sozusagen unsere haptischen Druckprodukte oder Mass-Customized-Produkte dann erstellt werden. Ist es das AI-generierte Motiv oder ist es—
Was habt ihr denn, eine Kooperation mit irgendwie so einem Midjourney oder solchen Bildgeneratoren?
Nee, wir sind da LLM-agnostisch. Wir arbeiten mit allen Technologien, die es da aktuell gibt, gucken uns alles an. Ja, und das eine ist mal besser als das andere. Man muss ja in diesen Zeiten irgendwie sehr, sehr dynamisch da unterwegs sein, irgendwie im Wochentakt dann die eigenen Prozesse anpassen. Aber dadurch sind wir eben in der Lage, für unsere Kunden irgendwie an der Vorfront der aktuellen Technologien zu sein.
Und merkt ihr das, dass immer mehr Kunden jetzt AI-generierte Bilder hochladen und sowas? Wollen die die auch dann wirklich haptisch haben? Haben die so einen Wert für die Menschen?
Ja, es gibt Bereiche wie jetzt, das kann man jetzt sagen, das ist so ein bisschen so ein Spaßprodukt, weil wer will sich als König oder als Prinzessin oder als Prinz irgendwie haben auf der Tasse? Aber es gibt eben andere Produkte auch, wo wir ganz klar sehen, dass es super wichtig ist, AI-Features im Prozess zu haben, zum Beispiel im Fotobuchbereich. Da werden von der AI die Fotos, die du hochlädst, kuratiert und die besten werden ausgewählt. Wir haben ein Fotobuch gelauncht, nennt sich Quick Fotobuch oder One Minute Fotobuch. Und da kannst du eben alle Fotos hochladen, 100 Fotos oder wie auch immer, wie viele du hochladen möchtest. Und dann wählt die AI eben die besten Fotos aus und packt die in ein Fotobuch für dich. Und dann bist du in einer Minute fertig. Wohingegen so klassischerweise man denkt, Fotobuch brauche ich eher Stunden, wenn nicht Tage für, um das schön zu designen und so weiter. Und das ist eben ein Segment, was wir da abdecken, was funktioniert.
Aber dennoch, ich höre es jetzt nicht so an, als wenn jetzt diese AI-Fotoschwemme dafür sorgt, dass jetzt Wahnsinnswachstumsraten in eurem Merchandise oder in euren haptischen Produkten dann resultieren?
Am Ende ist es so, dass das vielleicht jetzt noch nicht der Fall ist, ja, irgendwie, wenn es aktuell zum Umsatz irgendwie vielleicht im einstelligen, leicht zweistelligen Prozentbereich beiträgt, ist es so, dass wir immer schon mit allem, was wir getan haben, sozusagen vielleicht ein, zwei Schritte zu früh dran waren und dann aber, wenn der Zeitpunkt kam, als es dann relevant wurde, ready waren für das, was dann sozusagen von Endkundenseite gefragt werden würde. Und so sehen wir das auch. Am Ende geht es bei uns um, wenn du das mal so siehst, um Editoren. Also welche Editoren haben wir, betreiben wir auf unseren Webshops, mit denen die Kunden, sei es ein Foto oder ein Text, in ein Content-Piece verwandeln können, was dann am Ende von uns gedruckt und customised wird auf dem haptischen Endprodukt. Und AI ist da sozusagen Mittel zum Zweck. Ich muss aber jetzt nicht immer ein AI-Produkt wie in dem Fall hier so leicht cartoonig herstellen, sondern das kann ich machen, aber es wird sicherlich auch so sein, dass Kunden auch in Zukunft weiter ihre Urlaubsfotos hochladen und die dann designen.
Oder die Fotokategorie, mit der die meisten Menschen was bedrucken möchten, das sind ja wahrscheinlich so Motive, die einem besonders was bedeuten. Also weiß ich nicht, ein Hochzeitsfoto oder ein Foto von einem Kind oder Baby oder so.
Familienfotos.
Familienfotos.
Genau.
Das zeigt ja, also die sind ja eher nicht AI-generiert.
Nee, genau. Aber das schauen wir uns gerade an für den kommenden Muttertag. Am 11. Mai haben wir einen Family-Portrait-Editor gebaut mit AI. Der eben ermöglicht, dann ein Foto, ein Familienporträt hochzuladen und das dann von AI gestalten zu lassen. Also da gibt es verschiedene Filter, die sehr sophisticated sind, zum Teil so Watercolor-Filter oder leichter Comic-Filter. Und das ist nicht so, wie man das von früher kennt, dass da einfach so ein Skin drübergelegt wird, sondern es wird wirklich durch die AI freigestellt und dann teilweise nachgezeichnet und so weiter. Und das funktioniert sehr gut, da sind wir sehr positiv.
Und wenn ihr jetzt zum Beispiel so eine exklusive Integration bei Spotify, bei Shopify bekämt, dann wäre das wahrscheinlich das Monsterwachstum für euch. Wenn jetzt irgendwie alle, die Shopify betreiben, euch drucken würden hinterher, dann ging es richtig ab.
Ja, wir arbeiten ja auch mit Shopify.
Nicht jetzt, dass jeder Shopify-Shop automatisch euch vorinstalliert hat.
Nee, nee, nee, nee.
Das wäre ein Traum.
Das wäre super, ja. Aber sozusagen, es gibt viele spannende Partner, Modelle, die wir uns vorstellen können. Aber ob es jetzt der Traum ist, weiß ich nicht. Am Ende, der Traum ist eigentlich, das haben wir früher immer gesagt, Christmas every day. Das ist der Traum. Also jeden Tag, wenn wir Weihnachtsgeschäft haben, dann lade ich dich mal ein zu einer in unsere Produktion, dann siehst du mal, was ich meine, weil da geht's ab. Wie man sich sozusagen vorstellt, die Wichtel kurz vor Weihnachten sozusagen in Spitzbergen, wenn die da die Pakete packen. So, das ist das, wofür wir irgendwie das ganze Jahr über antreten. Den Menschen in allen Ländern sozusagen ein schönes Weihnachtsgeschäft zu machen mit den Erinnerungen, die wir für sie festhalten.
Wie schnell geht das denn? Also wenn jetzt ich am 23. noch ein Geschenk brauche, könnt ihr dann am 24. noch ausliefern?
Na, wohin?
Aber sag mal so generell, euer Zyklus, wie läuft der?
Also wir sind ready to ship in 24 Stunden. Das ist das Ziel und das glaube ich musst du im Wettbewerb auch machen. Und dann kommt es auf unsere Vermarkter an, ja, und die sind mal schneller, mal nicht so schnell, aber in der Regel zwischen 2 bis 3 Tagen sind wir beim Endkunden von Bestelldatum, Bestellzeitpunkt an bis zur Auslieferung.
Dennoch, wahrscheinlich ist es jetzt irgendwie, ich habe gerade über Shopify so ein bisschen jetzt, ist ja auch lustig gemeint, weil wahrscheinlich werden die jetzt nicht einen Partner exklusiv daran lassen oder so, aber müsste man nicht den nächsten Aldi finden oder den nächsten großen, den nächsten Walmart finden, der mit euch dann das alles umsetzt? Ist sowas in der Mache?
Also ich muss Man muss es nochmal unterstreichen, wie gesagt, am Ende, das sind ja Partnerschaften. Das heißt, man muss ja, man sammelt jetzt nicht Logos, um Logos zu haben sozusagen. Man muss hier alle auch happy machen und mit allen auch einen Modus finden, in dem man erfolgreich zusammenarbeitet. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Und dann kann man sich natürlich vorstellen, dass man mit weiteren Partnern auch spricht und dadurch noch mehr Inspiration bekommt, auch besser wird. Und klar, habe ja gesagt, wir sind da offen für alles. Und wie gesagt, von der Wand über das Heimtextilprodukt, Teppiche, Wallpaper, also hier Tapeten, bis zu deinem Hoodie, wenn da jetzt dein OMR-Logo drauf sein soll, machen wir das alles. Und die Tasse.
Und gibt es da irgendwelche Kategorien, an denen ihr noch arbeitet oder von denen ihr träumt, die noch richtiges Wachstum bedeuten könnten? Also ich meine, weil das sind jetzt auch sozusagen Sachen, da würde man wahrscheinlich jetzt in einem Workshop drauf kommen, Mensch, du kannst was bedrucken, dann Tasse, Tapete, Hoodie, so habe ich ja was nicht gesehen, aber okay, wenn da sind wir noch dran, wenn das gelingt, dann geht's richtig ab.
Also es ist so, man musste diese Idee in die Köpfe der potenziellen B2B-Partner bringen, und deswegen starten wir auch mit den Promotion-Product-Themen aktuell, weil ganz viele Promotion Products werden eben noch über den klassischen Weg des Sourcings in Asien irgendwie bezogen, hergestellt, aber das ist ja nicht vergleichbar. Die Menschen heutzutage wollen irgendwie sustainably hergestellte Produkte haben, irgendwie kurze Lieferwege und jetzt nicht irgendwie dann im Container oder im Flieger von irgendwo zu irgendwelchen Bedingungen, die keiner weiß, irgendwie Produkte sourcen mit ihrer Brand drauf. Und es geht darum, irgendwie in Use Cases zu denken. Und die Produkte, die wir verkaufen, sind am Ende erstmal auf Endkunden zugeschnitten, aber In vielen Fällen lässt sich daraus eben auch ein sehr spannendes Geschäftsmodell für B2B-Partner entwickeln. So, und wird noch einiges kommen, über das ich jetzt leider nicht sprechen kann, im Promotional-Products-Bereich. Einen sehr, sehr spannenden Kunden gerade aufgebaut, aber wer weiß.
Aber ihr verschiebt euer Geschäft also ein bisschen auch von B2C, also wo ihr hergekommen seid, jetzt immer mehr in Richtung B2B? Also Promotional Products sind ja schon auch B2B-Produkte.
Ja, aber nicht verschieben, sondern ergänzen, weil wir haben ein sehr saisonales Geschäft. Das ist kein Geheimnis, das ist bei jedem in der Industrie so. Und natürlich muss man sich fragen, okay, wie kann ich es schaffen, dass ich die Phasen, wo ich jetzt nicht irgendwie Weihnachtsgeschäft habe, fülle mit spannenden Produkten? Und da ist das ganze Werbemittel, Promotional Products, aber auch Corporate-Gifting-Business natürlich sehr spannend, weil das eben dann nicht unbedingt stattfindet direkt im Weihnachtsgeschäft, sondern deutlich früher über das Jahr hinweg. So, und das ist auch mit ein Grund, warum wir sozusagen uns darauf gerade fokussieren.
Okay, aber ihr habt ja also generell auch jetzt, wir haben jetzt gerade, ich habe Aldi erwähnt, du hast es ja so ein bisschen umschifft, aber wenn man so ein bisschen googelt, es gibt ja sogar noch mehr, ne? Ich meine Tchibo, Fressnapf, alles schon mal Firmen, die mit euch arbeiten. Ja, also habt ihr schon auch alles eigentlich relativ gefühlt ganz gut abgegrast?
Ja, ich weiß nicht, ob das jetzt das Ende der Fahnenstange ist, ne? Da muss man sich überlegen, ist ja nur ein Land. Ja, wir sitzen hier in Deutschland, sprechen von Deutschland, als wäre es sozusagen das Einzige, was wir bearbeiten, aber Wir sind natürlich international aktiv.
Bist du viel in USA?
Ja, ich war letzte Woche wieder da.
Okay, weil ich meine, das wäre jetzt so schon der, wenn man den Markt richtig knackt, wenn man da groß wird, dann hat man wahrscheinlich den größten Sprung.
Ja, also vom reinen Potenzial her, einzelne Volkswirtschaft ist das sicherlich so, ja, und da sind wir dran.
Aber da richtig rüberziehen und da Vollgas?
Nein, ich bin, also Headquarter ist in Deutschland und ich bin.
Aber muss man nicht, also um seine amerikanische Erfolgsgeschichte zu schreiben, dann doch mal selber vor Ort sein, dann ein paar Jahre, oder der jemand, euren besten Mann hinschicken, dass der dann da richtig auf Vollgas gibt und da vor Ort lebt und so?
Ja, am Ende kann das sein. Wir haben uns dafür entschieden, zentral aus dem Headquarter heraus die Operations im Marketing-Sales-Bereich aufzubauen. Gibt auch andere Modelle.
Also eher das alte Rocket-Modell, also ihr sitzt in Köln und bearbeitet die Länder aus Köln heraus, weil man ja so was, genau, so war es immer schon.
Wir haben noch ein, wir haben Office noch in Riga. Wo auch die Holzfabrik ist. Und dann sind wir in Stettin mit der Produktion für Europa. Und dann genau haben wir jetzt in Moldau, in Chișinău haben wir noch ein kleines Office. Genau, wir haben so ein paar kleine Satelliten, aber das Hauptbüro ist in Köln.
Und das ist auch so, also das heißt, wenn man jetzt da so Partnerschaft machen möchte mit USA, dann muss man da nicht im Markt unterwegs sein.
Wir sind ja im Markt unterwegs.
Ja, aber so nicht auch präsent, so persönlich.
Nein, nein, nein, das sind wir. Ich weiß nicht, was du meinst. Also am Ende natürlich diejenigen, die im Markt aktiv sind, die kennen uns, die kennen mich. So wie ich zu den europäischen Marktbegleitern ein gutes Verhältnis habe, habe ich das da auch. Und jetzt, man darf glaube ich den Sales-Prozess im Endkundenbereich nicht sozusagen mit dem im B2B-Bereich, was erzähle ich dir jetzt, du weißt es ja, sozusagen vergleichen. Das ist halt, wie der Sven immer so schön sagt, ein dickes Brett, aber da bohren wir weiter.
Ja, und am Ende ist ja wahrscheinlich der Wettbewerb einfach super hart da, und am Ende geht es um die Klickpreise und Was kostet denn so ein, also welchen Begriff, welches Keyword müsste ich dir, sollte ich dir am liebsten freischalten, wenn ich das könnte? Also wenn ich jetzt so entscheiden könnte, welches.
Der gesamte Wettbewerb geht weg, meinst du?
Genau, genau. Wenn ich sage, okay, sag mir ein Keyword, von dem du träumst, und dann darfst du allein drauf bieten oder darfst alleine einkaufen.
Okay, wahrscheinlich Geschenk.
Geschenk per se.
Und ja, gar nicht so natürlich sehr broad, aber das ist natürlich Nummer 1 Grund, warum Menschen zu uns kommen, ist Geschenk. Ja, das wissen wir, weil wir haben den Peak im Weihnachtsgeschäft und da zieht ja nicht unbedingt jeder um, sondern so ein Geschenkklick kostet, wenn man jetzt aktuell kaufen muss, kostet 10 € oder sowas. Ja, Geschenk ist ja auch jetzt in den aktuellsten irgendwie neuen Varianten von Google Ads irgendwie dann auch ganz oft im Broad-Bereich, so teuer ist das gar nicht. Teuer wird es bei Exact Match Fotobuch gestalten. Das ist glaube ich, oder Fotobuch ist glaube ich so das Nummer-1-Keyword, wo du dann im mehrere-Euro-Bereich bist pro Klick. Ja, genau. Aber wir sind auf 1 im organischen Ranking, deswegen ist das nicht so schlimm.
Ist denn, also darauf wollte ich eigentlich hinaus, also dieses Ganze, ich meine, Google muss ja scheinbar auch reagieren auf ChatGPT und auf andere Arten, wie jetzt Menschen suchen. Also ich sehe jetzt, dass ab und zu diese Google Gemini Lösung eingeblendet wird. Damit wird dann der organische Traffic noch weiter runter, die Sichtbarkeit noch weiter runtergedrückt. Ist dann irgendwann SEO als Organisches dann irgendwann tot? Weil das ist gar nicht mehr im sichtbaren Bereich, da geht niemand mehr hin.
Ich weiß nicht, wir haben angefangen, gab es noch 10 Google Ads auf einer Seite.
Ich weiß nicht, ob du das noch kennst, das war super.
Nee, da habe ich auch angefangen mit SEO. Da gab es ja, da war das halt so der erste Traffic, der erste Treffer war der organische Treffer und da war richtig, richtig Alarm drauf und dann waren da so ein paar Anzeigen rechts daneben. So, heute gehst du halt und bei vielen Suchern ist es halt so, dass du dann irgendwie ja erst die neue AI-Antworten, wie heißt das, dieses Antwortpaket, das dann herkommt?
Von Gemini oben, Zusammenfassung meinst du?
Genau, Zusammenfassung siehst du dann oben, dann kommen halt bezahlte Anzeigen, dann kommen teilweise noch irgendwelche anderen Hinweise und dann irgendwann kommen da unten die organischen. Das heißt, Ist das Thema jetzt irgendwann weg?
Nee, also das glaube ich nicht. Wir entwickeln uns super im organischen Ranking. Wir haben Top-Positionen.
Aber hilft es euch auch was?
Ja klar, wir machen signifikanten Umsatz mit unseren organischen Rankings. Man muss natürlich dranbleiben. Deswegen haben wir auch einen eigenen AI-Bot gebaut, AI-Agent gebaut, der uns im SEO unterstützt und hilft. Den haben wir jetzt gelauncht vor ein paar Tagen. Sieht sehr gut aus. Und man muss aber auch investieren. Also irgendwie klassisches SEO von Linkbuilding über das sonstige Housekeeping, was man machen muss, ist nötig. Und zum Thema AI ist es so, dass wir uns natürlich auch die Frage stellen, wird nicht die sozusagen getriggerte Suche über die AI-Tools nicht auch total relevant? Genau, das tracken wir natürlich auch und wir tracken, wie wir uns da positionieren können, wie wir da auftauchen, wie viel Traffic wir darüber bekommen. Und wir sehen natürlich, es steigt sehr gut an. Da gibt es auch verschiedene Anbieter, Technologien, die einem helfen, da dann auch entsprechend zu ranken. Genau, das wird immer relevanter, absolut.
Das heißt, der Suchtraffic verschiebt sich weg von Google, das hinzuweisen, nicht ChatGPT, dass Leute bei ChatGPT irgendwie eingeben, was ist das günstigste, schönste Fotobuch, wo kriege ich am schnellsten mein Foto, und dann Frage raus, und dann kommt da dann irgendwie—
Ich glaube, das beginnt gerade, aber ist alles noch vorgeplänkelt. Ich glaube, das geht so richtig los jetzt im Laufe dieses Jahres, wenn die Agents explodieren und wenn auch, ich sage mal, Apple jetzt ihr Problem in den Griff kriegen, dass sie die neue Apple Intelligence so bauen, dass wirklich das seamless wird für jeden Endnutzer und man sofort übernehmen kann. Ich glaube, WhatsApp hat jetzt auch die erste Integration zum eigenen KI-Agenten gelauncht. Ich weiß nicht, ob das mit Voice schon geht oder nur per Text, aber ich denke, dass Also WhatsApp, seit Neuestem sieht man halt so, wenn man da irgendwie in der WhatsApp-Suche, kann man da auch irgendwas anderes suchen. Genau, du kannst ja die AI fragen, die Meta-AI kannst du fragen und kannst dann irgendwie Fragen stellen, genauso gelernt, wie du das bei ChatGPT aktuell tust. Und ich glaube, da muss man dranbleiben, muss die ganzen Algorithmen und Ranking-Logiken probieren zu verstehen, um dann für den Moment, wenn es eine wirklich massenhafte Verbreitung und klar nutzen schon 100 Millionen Menschen irgendwie, ChatGPT oder noch mehr. Aber ich glaube, für die Zwecke des eigenen Konsums ist das eher noch nicht wirklich jetzt der Zeitpunkt, wo Google abgelöst wird. Aber es wird kommen und dafür bereiten wir uns vor.
Stellt euch vor, ihr könntet euren ganz eigenen personalisierten Newsletter auf Basis der Aktien in eurem Depot erstellen. Oder wie wäre es mit einer Anweisung wie: Hilf mir, meine ETF-Sparplanaufteilung so anzupassen, damit der KI-Anteil an Aktien 30% nicht überschreitet. Scalable Capital macht genau sowas ab jetzt mit Agentic Investing möglich. Als erste Bank Europas öffnet Scalable seine Plattform mit Agentic Investing für gängige KI-Assistenten wie ChatGPT oder wie Claude natürlich, ganz ohne jede zusätzliche Gebühr seitens Scalable. Damit kann man dann Trading, Sparpläne und Orders per Prompt einrichten, man kann personalisierte News erstellen, man kann natürlich eigene Analysen vorbereiten oder auch Steuererklärungen, und man kann ganz grundsätzlich eigene Tools und ein interaktives Dashboard für sein eigenes Depot entwickeln. Also ihr behaltet natürlich am Ende jederzeit die Kontrolle. Der Zugang via MCP lässt sich jederzeit aktivieren oder auch wieder deaktivieren, und Trades und Sparpläne werden erst dann ausgeführt, wenn ihr die persönliche Freigabe dafür gebt. Alle Infos zu diesem neuen Ansatz jetzt bei scalable.capital oder hinter dem Link bei uns in den Shownotes. Und bitte daran denken: Kapitalanlagen bergen immer Risiken.
Also ist wahrscheinlich interessant zu sehen, wie schnell jetzt da sozusagen andere Suchplattformen relevant werden und wie man dann da werben kann. Ich meine, es hilft ja nichts, wenn da alle suchen und du kommst dann nicht mit deinem mit deinem Resultat irgendwie rein, ne? Bei Google wusstest du zumindest, wie SEO geht, du wusstest irgendwie, wie SEA, also wie man Anzeigen kauft. Weil wenn jetzt die suchen bei ChatGPT, ich wüsste jetzt gar nicht, wie man das beeinflussen kann für euch. Also wenn du jetzt sagst, wie komme ich denn bei ChatGPT, wie stelle ich denn sicher, dass ich da dann auch vorgeschlagen werde? Oder wüsstest du es?
Technisch kann ich es ja nicht erklären, aber wir arbeiten da mit Partnern zusammen, die uns die dafür sorgen, dass wir in diese Feeds dann entsprechend Ergebnisse aufgenommen werden.
Also muss Reddit irgendwas optimieren?
Ja, ich kann es ja technisch nicht genau erklären, aber auf jeden Fall sind wir, sind wir, werden wir angezeigt und werden auch immer besser und steigen in den Rankings, oder die Häufigkeit, in der wir angezeigt werden, steigt. Und unser Team macht da offensichtlich einen guten Job. Aber genau, wie genau es funktioniert, will ich vielleicht auch nicht sagen.
Okay, aber es ist aber am Ende, ihr merkt noch keinen Schwung beim Google-Traffic?
Also das Profil dessen, was gesucht wird, wie gesucht wird, und auch der zeitliche Bezug zu Sales Events, jetzt zum Beispiel Valentinstag oder Muttertag, hat sich schon verändert in den letzten Jahren. So, und woran das jetzt genau liegt, kann ich nicht sagen. Also wir probieren das irgendwie einzugrenzen und uns da stetig zu optimieren. Sicherlich haben wir auch einiges an der Aussteuerung im Performance-Marketing geändert. Sprich, so aggressiv, wie wir noch vor vielen Jahren waren, sind wir, glaube ich, gar nicht mehr so sehr, sondern wir probieren auch stärker in Richtung höhere Profitabilität auch im Bereich Performance-Marketing zu gehen.
Wir waren immer schon deutlich ROAS-positiv, aber auf dem ersten Kauf verdienen wir sofort Geld.
Genau. Aber da sozusagen ist ja auch ein Spread zwischen irgendwie ein bisschen Geld verdienen und viel Geld verdienen im ersten Sale. Und das probieren wir schon immer weiter zu optimieren, auszusteuern. Aber am Ende, das hattest du gerade schon mal angedeutet, das heißt auch so ein bisschen intentional vielleicht ein bisschen weniger Umsatz einfahren, der einfach zu teuer ist in der aktuellen Situation gegenüber dem, der dann viel profitabler ist und dafür ein bisschen weniger über den Performance-Marketing-Kanal.
Und sehr profitabel ist offensichtlich der Umsatz. Hattest du gerade schon mal angedeutet, der über CM kommt. Also wenn ihr es schafft, einen Kunden, den ihr einmal irgendwo gewonnen habt, dauerhaft am Ball zu halten, und dann ist er dann jedes Jahr Weihnachten bei euch bestellt, dass er am besten 4-mal im Jahr zu jedem relevanten Event bei euch das Foto macht. Das gibt's auch?
Ja, absolut.
Das heißt, so Kunden sind auch dann irgendwie jahrelang haltbar?
Ja, das geht schon.
Aber ist nicht im Schnitt?
Also normalerweise nicht im Schnitt, aber das geht. Und natürlich, deswegen muss man auch in die Zukunft investieren. Sich fragen, was ist denn jetzt der Editor, den ich brauche in 2 Jahren? Oder was ist das Produkt, was ich jetzt vielleicht noch nicht habe, was ich aber in anderthalb Jahren, was dann ein neues Champions-Produkt wird? So haben wir zum Beispiel auch in Covid, haben wir dann einfach personalisierte Mund-Nasen-Masken erfunden, aus der Not sozusagen herausgeboren, weil jetzt irgendwie wir den Demand gesehen haben von Kunden. Und haben das einfach gelauncht auf der Plattform und das, solange es ging, verkauft. Also wir sind da auch sehr anpassungsfähig sozusagen, was von Kundenseite aus an Anforderungen kommt.
Aber eigentlich müsstet ihr doch die absoluten CRM-Weltmeister sein. Also wenn ich mir vorstelle, wie hart der Kampf um den Erstkunden, den Erstkauf ist und wie gut man bei euch CRM machen kann. Ist ja keine Matratze, die man irgendwie alle paar Jahre nur kauft, sondern es ist ja durchaus 4-, 5-mal im Jahr gäbe es ja irgendwie eine Gelegenheit für einen Endkunden, Wie macht ihr das? Also habt ihr da irgendwie ein CRM? Weil ich hatte vor kurzem mal den Booking-CEO hier, der macht ja wirklich volle, volles Vollgas, prügelt halt irgendwelche Notifications und E-Mails und so rein, die Leute. Wie ist es bei euch?
Also es ist schon so, dass wir die verschiedenen Technologien, die es gibt, im CRM uns anschauen. Also jetzt sagen wir mal ganze Auto-Journeys, Automails, irgendwie ad hoc Newsletter auch zu verschiedensten Sales-Events, oder wenn eine Aktion jetzt noch mal stärker gepusht werden muss, weil doch mehr Kapazität da ist, zum Beispiel. Wir haben uns in den Märkten, in denen das geht, auch SMS-Marketing angeschaut. Das ist in USA ein ganz spannender Kanal, der gute Returns bringt. Und dann WhatsApp machen wir auch so ein bisschen hier mit dem Partner von euch. Genau, und so experimentieren wir in verschiedenen Richtungen, um einfach was zu tun, für den Kunden da zu sein, wenn er oder sie eine Gelegenheit hat oder den Need hat, wieder ein Event hat, sozusagen ein personalisiertes Fotoprodukt.
Über Jahre haben wir bei euch Millionen von Menschen mal irgendwas dann, das kann schon sein, ja. Also das heißt, ich schätze mal so ein Drittel eures Umsatzes macht ihr alleine mit dem, mit der, mit der CM, also mit den Adressen, die ihr schon habt, mit dem Newsletter?
Nicht so ganz falsch ist das, ja.
Schon massiv, ne? Also wenn man da gutes CM macht, also dass man ein Drittel, vielleicht sogar die Hälfte des Umsatzes daraus holen kann?
Das ist, das weiß ich nicht. Am Ende, was wir, was wir im CM umsetzen, ist natürlich auch immer der Spielball von technologischen Änderungen. Ja, wenn du jetzt dieses Tracking-Transparency-Thema dir bei den Big Tech anguckst, ist natürlich ein Pain für alle, die im E-Commerce unterwegs sind. Also sozusagen, man wird blinder mit jedem Jahr, weil einfach immer mehr Privacy-Maßnahmen ausgerollt werden. Und am Ende geht es uns ja, am Ende geht es uns nicht darum, jetzt die Device-Fingerabdrücke der Kunden zu kennen, um die zu kennen, sondern wir wollen ja einfach nur sozusagen helfend da sein, wenn sie Produkte suchen, die wir anbieten. Und das ist das, worum es geht. Aber wir verstehen natürlich, dass Big Tech eher möchte, dass man Werbeanzeigen kauft, als dass man die E-Mail-Adresse, die man on file hat, benutzt, um dich dann zu erreichen. Das ist natürlich ein ständiger Kampf. Und da machen wir aber und unser Team, glaube ich, einen ganz guten Job, um da einfach so gut es geht Umsatz reinzuholen.
Und WhatsApp-Marketing funktioniert auch. Also das heißt, man kann da richtig jetzt schon auch Millionen Umsatz mit machen mit WhatsApp.
WhatsApp? Das weiß ich nicht, aber perspektivisch sicherlich, ja. Kommt natürlich wie im CRM- oder Newsletter-Marketing-Bereich auf die Größe der Liste an.
Also ihr müsst ja eine riesige Liste haben. Aber also wenn ich mir so vorstelle, euer Produkt ist doch jetzt, also ihr habt doch, weiß ich nicht, wie viele Kunden, aktive Kunden habt ihr?
Also wir haben WhatsApp generell, nee, also ja, mehrere Dutzend Millionen. Ja, also große Kundenbasis.
Kann man da nicht noch mehr machen? Also könnte man nicht, also jetzt mal ganz abgesehen von einem Kerngeschäft, überlegen, denen auch andere Angebote zu schicken?
Klar, das ist klar, geht das. Also du musst natürlich immer so die Gesetzmäßigkeiten oder die Gesetze der Länder sozusagen, genau, musst du einhalten. Aber natürlich, am Ende, wir wissen ja auch sozusagen, woher kommen die Kunden, wenn sie ein Foto hochladen, dann dürfen wir das Foto auswerten. Wir sehen, mit welchem Device haben sie das Foto gemacht und so weiter. Verstehen, irgendwie haben sie das neueste iPhone oder haben sie eher ein iPhone, was irgendwie 4 Jahre alt ist? Könnte man natürlich drüber nachdenken, ob man dann solche Aktionen fährt.
Oder wenn ihr wisst, guck mal, das sind Kunden, die haben jetzt irgendwie Kinder gerade vor 4 Jahren eingeschult, dann werden die jetzt in 4 Jahren später wahrscheinlich aufs höhere Schuljahr gehen. Dann könnt ihr, also da gibt es ja viele Möglichkeiten.
Aber so, so, genau so funktioniert im Prinzip auch die Segmentierung und die sozusagen das besser verstehen. Was ist eigentlich der Zeitpunkt, an dem sich unsere Kunden in ihrer Life Journey sozusagen befinden? Was ist gerade der Status? Ja, sozusagen du lädst ein Foto, Familienfoto, Weihnachten, siehst das Datum im Foto, weißt, okay, das ist jetzt, oder weißt, das ist vor 2 Jahren. Und so probieren wir natürlich auch, und da hilft AI ganz besonders, besser zu verstehen, in welchem State sind eigentlich die Kunden. Und das dann millionenfach auf die Einzeltransaktion, den Einzelkunden runter zugeschnitten so bereitzustellen, dass CM damit arbeiten kann. Das ist sozusagen das nächste Step.
Mein Booking würde es ja so machen und würde sagen: Okay, jetzt ist Sommer. Jetzt schickt mir irgendwie eine Mailing raus an alle. Bitte euren sammelt eure tollste Urlaubserinnerung aus dem Sommer. Hier ist der Discount. Oder jetzt ist in 14 Tagen Muttertag. Jetzt bitte das Buch produzieren für für die Mutter.
Genau. Aber so funktioniert es ja auch.
Aber so kann es halt nicht.
Genau, aber du kannst halt auch nicht immer auf die 12 nur mit jetzt hier wieder Geld ausgeben, da wieder Geld ausgeben. Am Ende des Tages musst du, und das probieren wir auch, irgendwie auch mal um die Ecke gedacht. Jetzt mal so Analogie im Sportbereich: Nike will die Leute ja irgendwie gesünder und sexy und sportlicher machen, aber eigentlich wollen die Schuhe verkaufen. So, aber die schicken dir jetzt nicht immer, hey, jetzt kauf mal Schuhe, sondern die sagen irgendwie, werd fitter und so weiter, und dann hintenrum kaufst du die Klamotten. Und die Schuhe. Und das ist sicherlich auch ein Weg, den wir stärker gehen werden und auch gehen müssen, um so einfach Kunden für unsere Produkte und die Erlebnisse— worum geht es eigentlich? Du packst das Produkt aus, freust dich auf, wie toll hier der sozusagen der Urlaub im Fotobuch und irgendwie du merkst, wie Emotionen transportiert werden. So, das ist etwas, was wir zum Beispiel im Bereich TikTok ganz, ganz stark spielen. Wir sind der größte TikTok-Account unserer Industrie in Deutschland. Haben wir glaube ich Hunderttausende und mehr Nutzer aktuell und ich glaube über 100 Millionen Views auf den ganzen Assets und da funktioniert das sehr gut, dieses Storytelling von echten sozusagen Kunden, die Produkt aufmachen und das geschenkt bekommen und dann irgendwie so.
Macht er auch Out-of-Home-Werbung?
Nee.
Also es ist eigentlich wieder mehr, dass ich sehe jetzt immer mehr Digitalfirmen, die jetzt auch irgendwie von Scalable Capital angefangen richtig abgefahrene Out-of-Home-Werbung machen. Also sie zunehmen.
Ja, ja, habe ich gesehen, finde ich gut. Was man so kennt, ist ja Sixt von früher noch. Ja klar, die auch komplett durchgespielt.
Aber eigentlich wäre es auch so, zur Urlaubssaison oder 14 Tage vor Muttertag zu sagen, einmal die ganze Plakatlandschaft runter.
Es ist am Ende die große Frage, will ich mehr in Performance-Marketing gehen oder will ich da bleiben oder will ich mich mehr Richtung Upper Funnel Brand aufstellen. So, das ist einfach die Frage. Was ist sozusagen der präferierte Weg? Wir testen das alles. Also Out of Home, ich glaube, wir haben es mal gemacht, aber es ist schon länger her. Podcast-Werbung haben wir auch mal ausprobiert.
Eigentlich müsste die am Flughafen, wenn ich mir vorstelle, am Flughafen ganz groß am Gepäckband. Man kommt an und schon während man irgendwie da den Koffer erwartet, macht man das Fotobuch fertig.
Ja, da gibt es ja andere sozusagen, die da werben.
Das heißt, die Flächen sind vergeben?
Ja, genau.
Wirklich?
Die Flächen sind vergeben, aber das ist am Ende, glaube ich, auch, muss das in einer Gesamtmarken-Orchestration gesehen werden. Und wir investieren einfach nicht so viel in Brand, sondern lieber da, wo der Kunde direkt kontextuell nach unseren oder intentional nach unseren Produkten sucht. Da sind wir dann, da sind wir dann auch auf 1 und da geben wir auch gerne Geld aus, weil da fühlen wir uns sehr komfortabel. Und jeder hat da sozusagen seinen Platz, aber wenn es sozusagen infinitiv Marketingbudget gäbe, wäre das natürlich cool. Also die Innenstädte Deutschlands pflastern sozusagen und noch mehr TV-Werbung.
Aber das ist ja eines der Schönheiten bei eurem Produkt, ist ja so bei allen Wettbewerbern, die ihr habt und so, es ist ein Produkt, das hat wenig Streuverluste tendenziell, das jeder braucht. Also ähnlich, ich habe das früher bei Zalando schon immer gedacht, Schuhe braucht jeder oder bei Vodafone, jeder braucht halt irgendwie einen Mobilfunkvertrag heutzutage und irgendwie ein Fotobuch oder eine Foto- oder eine Erinnerung. Das ist halt auch so wirklich zielgruppenübergreifend, also machen genauso gut 20-Jährige wie 60-Jährige. Und das eigentlich ist, wenn man, würde ich jetzt in eurer Logik sagen, okay, ihr seid zwar so eine Performance-Marketing-First-Company, aber eigentlich ist in eurem Umfeld doch, wo halt die Streuverluste so gering sind, auch derjenige im Vorteil, der Brand macht, weil das ist einfach dann attraktiv, ne?
Ja, absolut. Ich sag mal so, du erinnerst dich an die 3D-Wachstumsstrategie, und wenn ich da mal jetzt sozusagen uns Deutschland anschaue, da sind wir mit MeinFoto, sind wir einfach auch im TV unterwegs, und da investieren wir in Brand. Aber wir machen es halt sozusagen, langsam ist das falsche Wort, sondern wir machen es bedacht. Also wir investieren dann auch in Brand, checken, wie es läuft, und wenn es gut performt, dann investieren wir mehr in Brand und so weiter. In UK zum Beispiel machen wir auch TV-Werbung und investieren auch in Brand. Da haben wir auch einen guten Mix gefunden im Marketing-Mix, um das zu tun. Aber das machen wir halt nicht gleichzeitig in allen Ländern.
Und die nächsten 10 Jahre machst du den Job?
Ja, vielleicht noch länger, ne? Also ich bin ja noch jung.
In 10 Jahren bist du dann 50, das ist immer noch, also da kann man immer alles machen. Das heißt, das ist so dein Deine Lebensaufgabe auch jetzt?
Ja, ist sicherlich unser Lebenswerk und auch die Sache, für die wir massiv brennen.
Okay, okay, okay. Und kann man sowas noch, wahrscheinlich kriegt man es nicht mehr zu einer Milliardenkampagne, ne?
Doch klar, also die absolut.
Ich meine jetzt Valuation.
Ach so, ich habe jetzt Umsatz gedacht.
Ja, beides.
Aber warum sollte man dann nicht mindestens einmal umsatzwert sein? Nein, das finde ich jetzt eher sehr günstig.
Kennst du diese amerikanische Firma Fanatics? Ja.
Die sind ja jetzt auch so ein bisschen so in eure Richtung.
Also die machen ja auch Merchandise oder die ganzen Produkte für die NBA und so.
Ja, vor allem halt Sourcing in Asien dann.
Also Michael Rubin ist ja so eine Legende. Die sind jetzt ja zahlreichste Milliarden wert. Absolut. Ist das eine Inspiration für euch?
Also wir kennen die, wir kennen das Modell. Das richtet sich ja an Endconsumer.
Also das sind diejenigen, die hinter all dem NBA-Klamotten stecken.
Genau, das ganze Thema Lizenzen von Sportteams und so weiter ist noch mal eine ganz andere, komplett neue Welt. Also da musst du irgendwie richtig in die Vollen oder aus den Vollen schöpfen, investieren in die ganzen Rechte einkaufen und so weiter. Und dann bist du weiterhin mit dem Endkunden unterwegs und musst sozusagen jede einzelne Transaktion mit dem Endkunden machen. Was wir eher machen wollen, ist den ganzen Promotion-Products-Bereich genau mit diesen Rechteinhabern abzudecken. Das heißt irgendwie, den Sportvereinen dieser Welt im Prinzip über unsere Plattform Lösungen zu liefern, mit denen sie dann personalisiert für ihre Kunden oder ihre Mitglieder oder Mitarbeiter, whatever, personalisierten Merch und Promotion-Products anzubieten, die wir sozusagen auch aktuell in der B2C-Palette herstellen.
Schickt der 1. FC Köln, also deine Heimatstadt, jetzt schon irgendwie zu Weihnachten die Mail raus, deine Jahreserinnerung des FC hier irgendwie bitte drucken?
Da müssen wir noch dran arbeiten.
Wahnsinn, dass ihr das noch offen habt.
Ja, wir sind mit dem einen oder anderen Sportpartner auch in Gesprächen gerade, aber genau, FC, da arbeiten wir noch dran.
Okay, okay, okay. Ich meine, in Köln kennt man sich alle, ihr seid ja irgendwie auch im Karneval unterwegs. Ich habe gesehen, es gibt diese legendäre Kölner Karnevalcrew, die Goldenen Jungs, da bist glaube ich dein Bruder am Start, aber dann auch irgendwie Samverdommermut haben wir uns rausgesucht. Dirk Ströer, alle hängen da zusammen in Köln. Also die Stadt ist klein und man kennt sich da.
Ja, zu Gast in Köln, die Welt zu Gast in Köln am Karneval. Also Tradition, Ortspflege.
Karnevalsbücher.
Ja, Karnevalsbücher.
Spielt das eine Rolle? Oder hält man das lieber unter der Decke, was da passiert?
Lieber keine Fotos.
Ich kann dazu nichts sagen, aber ich sag mal so, das ist eine super Idee. Ich nehme ihn mal mit. Karnevalsbücher. Karnalsbücher, Karnalsbücher, Karnalsbücher.
Einige Leute, glaube ich, da kann ich auf keinen Bock haben, sagen, ey, das will ich lieber nehmen.
Man kann sich ja entscheiden, ob man es haben will.
Alles klar, Philipp, vielen Dank.
Danke, alles klar, ciao ciao.
Ich war keine gute Chefin und heute coache ich Führungskräfte. Und ich wurde mit 22 Jahren Führungskraft und musste ganz schön hart dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Heute bin ich Spiegel-Bestsellerautorin und erreiche auf LinkedIn Millionen Menschen. Wir sind Emma Isadora Hagen und Svantje Almers. Das ist Out of Office, der Business- und Karriere-Podcast. Wir teilen mit euch Karrieretipps, die wirklich funktionieren. Egal, ob es um Gehalt, Selbstmanagement oder die Frage geht, wie man kritische Gespräche richtig führt. Und dazu teilen wir mit euch die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und ordnen für euch den Hot Tea aus der Businesswelt ein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, wollt, dann abonniert den Kanal und seid ab jetzt jeden Mittwoch mit uns out of office.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
More from Mario


Vom Hafenarbeiter zum Milliarden-Textilimperium: Tom-Tailor-Gründer Uwe Schröder (#945)









