Mit Hautpflege zum Millionen-Business: Nø Cosmetics-Gründerin Caroline Kroll (#927)
29 Jul 2026 · 65 min
In diesem OMR‑Podcast‑Interview spricht Gründerin Caroline Kroll über die Entwicklung von Nø Cosmetics, ihre Haltung zu Unternehmenswerten und Exit‑Möglichkeiten, und stellt ihr neues, rein online‑basierte Make‑up‑Projekt TRCD (The R Code) vor. Sie erklärt, warum sie aktuell keinen Verkauf oder externe Investoren in Betracht zieht, betont die Bedeutung von Bauchgefühl und persönlicher Freude am Unternehmertum und beschreibt, wie die Marke Nø von einer Garage‑Produktionsstätte zu einem €60 Mio‑Unternehmen mit Vertrieb über dm, Rossmann und internationale Märkte wuchs. Kroll erläutert die strategische Entscheidung, TRCD als kleines, selbst‑finanziertes Side‑Project zu starten, um nach einem Burn‑out‑ähnlichen Zeitraum wieder kreative Freiheit zu finden. Sie spricht über Produkt‑ und Preispositionierung (Dekorative Kosmetik, leicht über Drogerie‑Preis, aber nicht im Luxussegment), die Rolle von Social‑Media‑Feedback (z. B. Urea‑Geruch in einer Creme), Marketing‑Ausgaben (über 1 Mio € jährlich) und die geplanten Kanäle (Instagram, TikTok, Pinterest, YouTube Shorts, Print‑Aktivierungen). Weiterhin diskutiert sie die Wettbewerbssituation, die Bedeutung von Dupes, die Herausforderung, zwischen Drogerie‑ und Luxus‑Marken zu positionieren, und die persönliche Motivation, ein „Herzensprojekt“ zu schaffen, das ihr kreative Freiheit gibt, während Nø weiterhin ihr Haupt‑Business bleibt. Abschließend reflektiert sie die familiäre Unterstützung, die Balance zwischen CEO‑Rollen und neuen Projekten und gibt einen Ausblick auf die bevorstehende Launch‑Phase am 12. September, ihrem Geburtstag.
Chapters
Heute eine Familienunternehmerin-Folge der ganz anderen Art, also anders als man denkt. Und zwar hat die Caro Kroll kein Unternehmen für Generationen gebaut, zumindest bisher nicht, auch nicht übernommen, sondern sie hat eine Firma bootstrapped aufgebaut in den letzten 8 Jahren, macht mittlerweile mit NO Cosmetics rund 60 Millionen Euro Umsatz. Aber die Firma ist am Ende familiengeführt. Ihre Mutter macht den Onlineshop, die Schwester das Design, der Vater ist Berater und Caro ist halt Chefin und Gründerin. Und diese Folge passt hervorragend zur Aufnahme von vor einigen Tagen mit dem Christoph Werner, dem Eigentümer und Chef von dm. Denn NO Cosmetics ist im Wesentlichen über den Handel und über dm gewachsen. Wie ging es da los? Wie kamen sie da überhaupt ins Regal? Wie konnten sie ihre Hautpflegemarke gegen all die anderen Hautpflegemarken differenzieren? Welche Rolle hat der berühmte Influencer und ehemalige Podcastgast Leon X Skincare dabei gespielt? Und ganz zum Schluss gab es noch etwas persönliche, spezielle News von Caro. Wo sie sich gar nicht sicher war, wie viel sie da jetzt schon von teilen wollte. Aber wir haben recht viel drin.
Auf geht's! Let's go!
Go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung. Und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt es bereits ab 0€. Außerdem Und besonders praktisch: Das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitern. Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de.
Hallo Caroline Kroll!
Hi, danke, dass ich da sein darf.
Ja, Caro Kroll ist nicht zu verwechseln mit Carmen Kroll. Als Erstes mal, ich glaube, der eine oder andere, der bei Social Media so ein bisschen nicht so tief drin ist, der hat das Gefühl, da sind zwei so Ladies im Bereich, sagen wir mal, Schönheit, Pflege, Beauty auf Instagram unterwegs.
Ich finde es total lustig, weil du es gerade eben gesagt hast und ich eine Sekunde gebraucht habe, weil Carmen für mich mit Fashion total assoziiert wird. Aber ja, definitiv. Und das ist lustig, weil wir sind nicht verwandt oder irgendwas und haben trotzdem sehr viele Gemeinsamkeiten, haben wir dann festgestellt.
Also für alle, die das jetzt einmal im Kopf separieren müssen: Carmen war ja auch schon mal zu Gast vor einigen Jahren, aber macht was ganz anderes, ist in der Reichweite auch noch ganz woanders. Aber bei dir ist es halt vor allen Dingen ein Kosmetik-Business. Knowcosmetics heißt die Firma und es ist losgegangen in Dormagen, wo du in den Drogerien Dormagens aufgewachsen bist, habe ich gehört.
Ja, bin ich. Ja, ich komme aus einer Kleinstadt, beziehungsweise das ist eigentlich schon hochgegriffen. Ich komme eigentlich aus einem Dorf, neben der Kleinstadt und da gab es nicht so viel zu tun, außer irgendwie ein Kino und ein dm. Und das Kino ist dann irgendwann tatsächlich abgebrannt und dann hatten wir nur noch den dm und dann bin ich da halt immerhin gedackelt. Und ja, das hat dann da tatsächlich angefangen im Keller meines Elternhauses.
Also du bist also offensichtlich da scheinbar wirklich so aus Freizeit als Hobby zum dm gegangen.
Ja, habe ich geliebt. Gab ja auch nicht so viel, aber habe ich geliebt.
Okay, und dann Aber erstmal ganz klassisch, fand ich interessant, Hotelfachfrauenlehre gemacht, also Ausbildung auch auf einer guten Adresse.
Ja, ich bin genau mit 18 direkt nach Berlin gezogen und habe dann eine Ausbildung gemacht zur Hotelfachfrau im Ritz-Carlton, also einem 5-Sterne-Hotel, und es hat mich auf jeden Fall nachhaltig geprägt, also definitiv. Und ich glaube, deswegen sehe ich vielleicht auch manche Dinge immer noch anders, als ich es ohne die Lehre getan hätte.
Zum Beispiel?
Zum Beispiel, wie Service funktioniert, aber auch beispielsweise, man hat immer gesagt, 5 Minuten vor der Zeit ist wahre Pünktlichkeit. Und auch das harte Arbeiten, das ist definitiv ja auch immer mit dabei gewesen. Und deswegen glaube ich, habe ich jetzt auch einen Drive, den ich vielleicht sonst nicht hätte.
Und dann hast du danach noch studiert, ne?
Genau, ich habe gleichzeitig NOO gegründet und angefangen zu studieren, also ein Vollzeitstudium im Marketing Management auf Englisch gemacht und habe in der gleichen Woche, wo mein Studium begonnen hat, das erste Shooting für NOO Cosmetics gemacht.
Und das ist aber auch ein bisschen dann von deinem Vater inspiriert gewesen, oder? Das mit, also eine Kosmetikmarke zu gründen, oder? Also nicht nur von deiner Jugend in den Drogerien, sondern auch irgendwie noch, dein Vater war auch in der Branche, ne?
Ja, mein Papa hat im Vertrieb angefangen, als ich noch ganz, ganz klein war, und hat dann irgendwann ins Marketing gewechselt. Und tatsächlich bin ich, glaube ich, eine der wenigen, denen der Papa erklärt hat, wie ein Kajalstift funktioniert. Also ich weiß noch, er hat Vertrieb bei L'Oréal gemacht, genau, und dann Marketing, und ist dann in unterschiedliche Bereiche, Haarpflege und so weiter, gegangen. Und ich weiß noch, wie wir in der Küche oder nee, ich glaube, es war im Flur, standen und er mir erklärt hat, wie man Kajal verwendet, also das am Auge. Und er meinte, jetzt stich dir bloß nicht das Auge aus, sonst wird Mama später sauer. Und ja, deswegen, das hat schon mich, das hat mir von Anfang an einen Drive gegeben. Ich habe immer gesehen, was es da so Cooles gibt, und er durfte natürlich auch so Trendscouting-Reisen machen nach Amerika oder sowas, und das fand ich immer mega cool. Und dann kam die Idee, das gemeinsam zu machen.
Wie muss man sich das vorstellen? Also ihr sitzt dann da zu Hause und du fängst mit dem Studium an und er ist Unternehmensberater, selbstständig, und dann sagt man, Mensch, lass uns doch gemeinsam eine Kosmetikmarke gründen.
Also das Ganze hat tatsächlich noch einen kleinen Ticken vorher angefangen, und zwar hat mein Papa sich ein Backpiece stechen lassen. Das ist ein großes Rückentattoo und er hat dann gesucht nach einer Tattoo-Pflege, die er cool findet, die irgendwie zu ihm passt und die wirklich gut ist, und hat dann mehrere Nächte im Sitzen geschlafen, weil alles irgendwie doof war.
Weil es so weh tat?
Ja, genau, weil es so weh tat. Und dann irgendwann kam dann die Idee, vielleicht machen wir eine Creme. Er hat dann ein Buch gelesen und haben dann eine Creme gemacht. Und da haben wir dann auch unseren Geschäftspartner Robert kennengelernt, weil er diese Creme hergestellt hat. Und dann hat mein Papa diese Creme herstellen lassen und hat die 5000 Cremes in die Garage von meinen Eltern gepackt. Da war vorher ein Auto. Das heißt, meine Mama fand das gar nicht so toll, dass da auf einmal 5000 Cremes waren.
Aber warum 5000? Man musste 5000 abnehmen als Mindestabnahme?
Ich glaube, das war die Mindestabnahmemenge.
Und der Robert hatte einen eigenen sozusagen Abfüller für Kosmetik, oder wie war das?
Genau, er ist ein Produktionsunternehmen in der zweiten Generation und das hat sein Papa gegründet und er führt das weiter.
Also eine Fabrik in Deutschland, die Kosmetik herstellt?
Exakt.
Für andere Brands?
Genau, und auch pharmazeutische Produkte, also ganz vielen super hoher Standard, der höchste, den es aktuell gibt. Und ja, dann hat er diese Tattoo-Creme hergestellt und darüber kamen wir dann irgendwie ins Gespräch. Und ich habe dann meinem Papa geholfen, irgendwie mit der Webseite, mit Marketing, habe irgendwie versucht, das Ganze auf Social Media ein bisschen größer zu machen und habe auch jeden Tag 40 Gratisproben per Post verschickt in irgendwelchen Briefumschlägen. Und irgendwann, während wir das gemacht haben, habe ich gemerkt, okay, die Tattoo-Creme ist ganz cool, aber es ist gar nicht meine Ästhetik und gar nicht unbedingt das, was ich machen wollen würde. Und dann haben wir uns zu dritt, also Robert, mein Papa und ich, zusammengetan und haben NO Cosmetics gegründet.
Und also noch mal kurz zurück zur Tattoo-Creme: Ist die dann verkauft worden am Ende?
Also die ist inzwischen die NO Tattoo-Creme, noch verbesserte Formel, aber es ist immer noch der gleiche Ansatz.
Okay, und also das heißt, die Garage ist wieder leer sozusagen?
Die Garage. Wir haben am Ende nicht alles verkauft. Also ich glaube, mein Papa, der ist der Meinung, dass es immer noch gut ist, die Sachen. Das heißt, manchmal holt er noch so ein altes Sachet aus seiner Tasche und bietet mir das an. Ich sage so: Nee, alles gut, passt schon, ich nehme eine andere. Aber ich liebe die. Ich habe die tatsächlich auch an meiner Tasche, die ich gerade dabei habe, einfach draußen dranhängen als Mini, falls ich irgendwie mir die Hände eincremen will oder irgendwie so.
Okay, okay. Also das heißt, so ging es dann los und dann hast du dir was Neues ausgedacht. Also keine Tattoo-Creme, sondern was für eine Creme? Was macht die genau?
Wir haben dann angefangen mit 5 Produkten, haben uns quasi so eine Basic-Line überlegt, mit der wir anfangen wollen, und wir wollten immer High-Performer-Produkte machen. Das heißt, das Normale oder die normale Herangehensweise in der Kosmetik sind Linien, und wir haben nicht in Linien gedacht, sondern wir haben anfangs immer mit Hero Products angefangen. Bedeutet, dass wir quasi den einen Reiniger machen wollten, das eine Serum, das eine Öl und so weiter. Und damit haben wir dann angefangen und wollten dann in die Drogerie. Und sind dann über auch unterschiedliche Umstände dann auch in die Drogerie gekommen.
Aber es klingt jetzt so eine Mischung zwischen zu einfach und größenwahnsinnig. Also man sitzt jetzt da irgendwie da mal im Dormagen und hat dann so eine Connection zu einem Hersteller, den man irgendwie kennt, und dann ein Vater, der sozusagen jetzt auf einer normalen Ebene, weiß ja glaube ich nicht Chef oder so was von L'Oréal da unterwegs war, und eine Studentin und sagen, okay, wir machen jetzt mal unsere eigene Marke, und dann macht man das, und dann geht es direkt zu dm. Also ist schon ein bisschen ungewöhnlich.
Es ist auf jeden Fall ein ungewöhnliches Konstrukt, weil wir quasi ein Produktionsunternehmen zusammen mit einem Marketingunternehmen sind, die sich zusammengetan haben und jeder gesagt hat, hey, jeder tut das, was die Person am besten kann. Und deswegen haben wir anfangs das Marketing quasi halt übernommen, also immer noch, aber deswegen war quasi der Anfangsgedanke, dass wir das Marketing übernehmen und er die Produktion. Und dann haben wir uns überlegt, was wir gerne für Produkte pitchen wollen würden, und da wir uns mit E-Commerce überhaupt nicht ausgekannt haben, haben wir ohne Onlineshop gestartet und sind direkt zu dm Drogeriemarkt gegangen und haben dort gepitcht.
Kann man einfach anrufen und sagen, hey, ich habe hier was gebaut und lass mal reden?
Also mein Papa kannte dort jemanden und hat die Person gefragt. Aber ich weiß von dm, dass man auch auf jeden Fall quasi eine Mail schreiben kann und sagen kann, hey, wir haben eine coole Marke, wir würden gerne pitchen. Und dann haben wir gepitcht und dann durften wir zu einer Messe quasi gehen, die von dm war damals, durften uns 3 Tage lang beweisen und dann durften wir nach der Messe, nachdem die daraus unsere Performance gemessen haben, einen Monat auf ein limitiertes Innovationsfeld, heißt das. Das kennst du vielleicht auch aus deinen Drogeriemarktbesuchen. Und zwar ist das so ein Pappaufsteller, der bei den Haaren oder bei der Skincare in der Mitte oben steht. Und das ist das sogenannte Innovationsfeld. Und da dürfen nur neue Produkte drauf, nichts anderes. Und dann haben wir dieses Innovationsfeld für einen Monat bekommen. Das war, ich glaube, Juni 2019 müsste das gewesen sein. Und daran wurde dann unsere Performance gemessen, wie schnell das in einem Monat abverkauft wurde. Und danach wurden wir dann eingelistet und waren dann im November drin.
Und habt ihr das besonders irgendwie gehebelt? Also in der Zeit, als ihr dann da in diesem Innovationsfeld gestanden habt, war das dann so, dass ihr dann da externe Werbung geschaltet habt oder dass du da bei Instagram irgendwas gezaubert hast?
Also Geld hatten wir nicht, deswegen habe ich das alles organisch gemacht. Also ich habe den Hashtag #DMHall durchgescrollt, habe überall kommentiert. Natürlich waren wir bei keinem DMHall dabei. Also am Anfang, man hat immer die DMHalls sich angeguckt und es wurden alle Brands gekauft außer der eigenen. Und dann habe ich immer drunter geschrieben: Hey, diesmal waren wir ja leider nicht dabei, aber vielleicht beim nächsten Mal.
Influencerinnen, die das gemacht haben, die einen DM-Haul gemacht haben?
Bei allem. Ich weiß gar nicht, wie viele Beiträge ich am Tag kommentiert habe.
Also reden wir von einer Größenordnung von ein paar 100?
Ja, also ich habe wirklich den ganzen Tag alles geguckt, habe überall auf Facebook, auf Instagram alles geschaut, was irgendwelche Leute gekauft haben, und habe immer kommentiert und unsere Sachen gepitcht, habe die dann auch an unterschiedliche Leute geschickt und habe gleichzeitig halt versucht, organisch auf Instagram zu wachsen.
Also wobei dein persönlicher Account ist jetzt gar nicht so groß bei Instagram. Also ich meine, ich glaube so 50.000, du hast auch noch, ne?
Kleiner, ja, 26.000 hat mein kleiner Account. Genau, also das ist ja mein persönlicher Account quasi, wo ich durch den Alltag mitnehme, und der No-Account hat 150.000.
Okay, also, aber auch das ist jetzt ja dann, wenn man jetzt überlegt, dann damals war das ja wahrscheinlich kein so großer Account, der euch jetzt brutal hat helfen können.
Nee, null. Das, wir waren da auf jeden Fall unter 10.000 Followern unterwegs.
Das heißt, die Hilfe kam dann eher durch dieses aggressive Kommentieren am Ende?
Da unter anderem. Ich glaube auch, dass der Drogeriemarkt an sich schon eine enorme Kraft hat, einfach weil die Sachen, die da im Regal stehen, sind ja quasi legit. Und vor 8 Jahren sah der Drogeriemarkt auch noch ganz anders aus, also das Regal. Und wir haben dann Sachen gemacht, die genau auf ein Hautbedürfnis ausgezahlt haben und nicht— also früher stand auf den Produkten ganz oft für jeden Hauttyp drauf, auf allgemein, wenn du was aus dem Regal gegriffen hast. Und es war definitiv nicht einfach, weil wir dann zu einer Zeit gekommen sind, gleichzeitig mit ganz vielen Celebrity-Marken oder Influencer-Marken, und die natürlich halt eine viel, viel größere Reichweite hatten. Die Leute haben aber unsere Sachen ausprobiert, fanden die gut, und dann eigentlich ist es dann erst mehr durch die Decke gegangen, als wir unsere Serenkollektion gelauncht haben. Also quasi Seren sind sehr, sehr— Seren sind konzentrierte Dinge, die du quasi für eine Sache haben möchtest, also für Hautalterung entgegenwirken, für unreine Haut, für und so weiter. Und das haben wir dann limitiert auch wieder auf ein Feld gebracht und das hat dann echt richtig gut funktioniert und das hat dann gemacht, dass wir unser Sortiment erweitern konnten und die Leute dann das, was sie im Regal gefunden haben, weitergekauft haben.
Also klingt trotzdem erstmal nach einem krassen Weg, dass der funktioniert, weil man denken würde, so einfach kann es gar nicht sein, dass man sich da zusammensetzt, was baut und dann das sozusagen dann da mal präsentieren darf. Auf einer Messe und dann über Instagram ein bisschen mit Kommentaren und also ohne Paid Advertising, dass es dann so gekauft wird. Also habt ihr schon ein gutes Timing gehabt oder auch eine gute Lücke getroffen.
Auf jeden Fall. Ungewöhnlich ist das definitiv, aber ich hatte ja auch die Erfahrung von meinem Vater und das Konstrukt von Robert, der halt schon Maschinen hatte und der schon eine laufende Firma quasi hatte. Und ich glaube, dann kam auch sehr viel darüber, dass ich meine eigene Zielgruppe bin und deswegen halt versucht habe, genau in diesen Zahn der Zeit reinzuspielen.
No Cosmetics als Brand ist mehr so, man ist auch bewusst so ein bisschen gegen den Zeitgeist. No, also man sagt jetzt ein Ab, ist eher ungewöhnlich heutzutage, habe ich irgendwann mal sagen hören.
Ich habe das tatsächlich in meiner ersten Marketing-Lecture gehabt. Ich saß da, hatte ganz frisch gegründet, war super hyped, und dann sagt der Prof auf einmal: Ja, ganz wichtig, erste Regel im Marketing, sagt niemals nein, weil die Menschen wollen keine Negativität, die wollen nur positive Dinge. Es gibt genug negative Nachrichten im Alltag. Und ich saß da und hatte gerade eine Marke gegründet, die Nein heißt. Und habe gedacht, oh Gott, ich war 22, habe gedacht, oh Gott, oh Gott, oh Gott, der wird schon wissen, wovon er redet. Aber vielleicht war die Marke deswegen auch frei.
Aber also okay, dann ging es halt relativ rasant weiter. Also dann am Ende mit dm erstmal gewachsen.
dm-exklusiv tatsächlich, was auch auf jeden Fall ein guter Hebel ist, weil durch die Exklusivität kriegt man andere Chancen.
Man wird dann also mehr gezeigt und die geben einem mehr Chef-Space sozusagen.
Shelfspace nicht, aber unterschiedliche Marketingaktivierungen, die wir uns sonst niemals hätten leisten können. Unterschiedliche Dinge, also dass man vielleicht irgendwie mal ausgespielt wird für einen Coupon oder für bestimmte Aktivitäten oder dass wir beispielsweise auf diese Messe durften. Diese Messe, auf der wir waren, die hatte zum Beispiel keine Standgebühr. Man musste nur den Stand bezahlen, der oben drauf steht. Also dm hat da damals schon wirklich viel getan, weil die wollten, dass wir gemeinsam wachsen und war Das war ja auch ein Riesenvertrauensvorschuss von denen.
Wer war denn bei der Messe dann? Also wer hat denn da bei der Messe rumgeguckt? Was waren das für Gäste?
Also das war eine Messe, die nur dm-Brands darstellt. Die hieß Glow. Ich weiß nicht, ob du die zufällig schon mal gehört hast. Die hieß Glow by dm und das waren nur dm-Marken, die quasi da waren. Und da konnten dann normale Konsument:innen hingehen und dann die Marken halt so erleben. Und natürlich sind auch die Einkäufer:innen und alles da rumgesprungen.
Okay, okay. Und dann ging das hoch bis, sagen wir mal, wie viel Umsatz lief es dann so in den ersten Jahren hoch? 30, 40 Millionen oder so was?
Nee, in den ersten Jahren waren wir ganz klein. Da hatten wir so 3 Millionen, 7 Millionen.
Okay, okay. Und dann irgendwann habt ihr dann geöffnet und dann ging es richtig ab?
Wir haben dann nach mehreren Jahren dm, haben wir dann noch die Rossmann-Distribution dazugenommen und inzwischen sind wir im Dachbereich in 7500 Filialen.
Und jetzt seid ihr ja bei, ich habe so rausgehört, 70 Millionen Umsatz größtenteils, 60, 70 Millionen?
Ja.
Und das ist bei euch immer so, dass der Umsatz ist das, was verkauft wird in den Läden auch, oder nur, was ihr also, was ihr als Innenumsatz in der Firma habt?
Über die Läden, da habe ich ja keinen. Also mein Kunde, meine Kundin ist ja der Drogeriemarkt, und deswegen, das ist ja das Einzige, womit ich zu tun habe. Ich habe auch noch einen Onlineshop, aber den leitet meine Mama. Wir sind ja ein Familienbusiness, aber der ist auf jeden Fall viel, viel kleiner, und der ist auch von uns so eher ein Letztes Projekt.
Okay, also der trägt sich jetzt noch nicht so richtig wahrscheinlich.
Tragen schon, aber natürlich kann er nicht mit den Großen mithalten.
Und ihr habt auch eigene Filialen, oder?
2 Flagship Stores, einen in Köln und einen in Berlin.
Aber das heißt, am Ende seid ihr vor allen Dingen gewachsen auf dem Rückgrat der ganzen Drogerien?
Definitiv, ja.
Und also diese 60, 70 Millionen, die sind jetzt zutreffend so ungefähr?
Ja, 60 Millionen waren es letztes Jahr.
Und dieses Jahr, was wird es ungefähr?
Also dieses Jahr war es nicht so einfach. Ich glaube, das können mehrere Brands auch bestätigen. Es ist einfach aktuell nicht so leicht für den ganzen Fast Moving Consumer Goods Bereich. Wir sind gerade nicht im Minus, aber wir mussten halt auch trotzdem auf jeden Fall viel mehr investieren, um halt das Gleiche wieder ungefähr zu halten. Das heißt, ich hoffe, dass es ähnlich rauslaufen wird.
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise, und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer und oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Und ist einfach Konjunktur, also Konsumzurückhaltung, oder zu viele andere Brands, die reinkommen? Oder ich meine, man würde ja denken, wenn man so stark wächst, dass dann das Wachstum erst mal weitergeht.
Vermutlich ein Mix aus allem, würde ich denken. Die Drogerie hat definitiv aufgefahren, haben unterschiedliche Marken genommen. Es wächst alles weiter, es gibt immer mehr, was irgendwie auf dem Markt ist, immer mehr Wirkstoffe. Und ich glaube, dazu kommt auch, dass wir dieses Jahr auch bis jetzt Dinge gelauncht haben, die ein bisschen schwieriger sind zu erklären und die man halt auf jeden Fall erstmal nachvollziehen kann oder nachvollziehen können muss, sagen wir es so, und die man dann, wenn man es probiert hat, dann auf jeden Fall wieder kauft.
Was zum Beispiel habt ihr denn neu eingeführt?
Zum Beispiel im Januar eine Adapinoid-Creme, heißt das. Adapinoid ist, vielleicht kennst du Retinol, und Adapinoid ist eine weitere Generation davon, effektiv, aber verträglicher. Und das zum Beispiel muss man auf jeden Fall doller erklären. Aber die Creme ist wunderbar. Das heißt, wir glauben halt daran. Wir gehen nicht nur nach dem, was den meisten Profit gibt, sondern auch das, was wir denken, was unsere Range sinnvoll erweitern könnte. Und das zum Beispiel ist eine Creme für unreine Haut, die wir vorher noch nicht so hatten. Eine Gelcreme. Und das war uns wichtig, dass wir auch Menschen mit unreiner Haut oder die keine, also die eine, Menschen, die eine Creme wollen, die halt auch leichter ist, dass wir das quasi auch erfüllen, den Need, der da ist.
Aber ihr richtet euch im Wesentlichen an jüngere Frauen?
Also wir haben keine festgelegte Zielgruppe. Unsere, würde ich sagen, Kernkaufschaft ist aber trotzdem quasi so mein Alter, also ungefähr mit irgendwie, ich bin jetzt 30, also ungefähr Mitte 20 bis Mitte 30, würde ich ungefähr schätzen. Und das ist aber dann sehr, sehr bunt gemischt und wir setzen uns auch dafür ein, dass es jede Zielgruppe erfüllen kann.
Aber was man auch irgendwie hören kann, wenn man sich ein bisschen mit dir beschäftigt oder im Vorfeld bisschen guckt, es ist durchaus eine lukrative Sache. Also ich meine, das ist schon am Ende eine Traumgeschichte. Also die Firma kann man sehr profitabel führen und ihr habt auch keine Investoren und da bleiben jedes Jahr ein paar Millionen übrig. Das ist ja schon auch was, will man mehr?
Es ist was ganz Tolles, besonders weil ich es mit meiner Familie weiterhin zusammen mache. Und ich mache schon selbst als kleines Kind, ich mache unfassbar gerne, was ich möchte. Also ich bin ein sehr, sehr starker Freigeist. Ich lasse mir sehr ungerne sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich weiß, das ist eine positive oder eine negative Eigenschaft, muss jeder für sich empfinden. Aber ich bin deswegen sehr froh, dass ich keine Fremdgelder aktuell drin habe, dass ich einfach machen kann, was ich für richtig halte. Und bis jetzt liege ich ja auch meistens ganz gut. Deswegen wird natürlich dann auch ein bisschen das Ganze bestärkt.
Aber ich meine, Nehmt ihr da schon was raus? Also wenn so eine Firma, ich glaube, man kann es glaube ich sehen, oder du hast auch schon mal erzählt, irgendwo so 7, 8 Millionen bleiben übrig in einem guten Jahr. Das nimmt man dann, um weiter zu wachsen und wieder in die Firma zu investieren, oder sagt man auch mal, jetzt nehme ich mir schon mal ein bisschen was raus und genieße das Leben?
Wir haben in den letzten Jahren sehr, sehr viele Investments getätigt. Also wir haben inzwischen 4 Büros, wir haben die 2 Läden, und wir haben auch unsere Personalstruktur geändert. Wir haben jetzt, vorher waren wir immer based on irgendwie Juniors erstmal einstellen, weil wir halt einfach immer gedacht haben, oh Gott, wir wissen nicht, wie es weitergeht. Und jetzt im letzten Jahr besonders haben wir sehr, sehr viel investiert, haben das Team anders aufgestellt, um auch mich ein bisschen zu entlasten, weil ich einfach auch körperlich und mental gemerkt habe, dass ich das nicht mehr alles leisten kann, was ich die letzten Jahre geleistet habe. Und deswegen ist es definitiv größtenteils eine Reinvestition, aber die ist auch notwendig, wenn man weiter wachsen will. Ich will nicht jetzt gerade einen Exit hinlegen und dann halt irgendwie mir ein schönes Leben machen, sondern ich trage jetzt gerade erst so ein bisschen die Früchte, oder ich habe jetzt gerade erstmal den Vorteil, den es hat, die Brand zu haben. Jetzt gerade ist so dieser erste Part, wo ich merke, cool, dafür habe ich die 8 Jahre gearbeitet, und dann will ich das ja jetzt nicht abgeben. Und das heißt, ich muss natürlich auch weiter investieren, damit es auch weiter wachsen kann.
Okay, aber worin muss man dann investieren? Also was sind da so die Themen, um jetzt dann doch vielleicht Wachstum hinzubekommen?
Internationalisierung, also da weiterschauen. In Personal, ich denke definitiv, dass es wichtig ist, Menschen ins Team zu holen, die Erfahrung haben, die bestimmtes ein bestimmtes Können mitbringen und natürlich auch in die Marketingaktivierungen. Also wir waren jetzt gerade bei Perukaville, haben 3 Tage lang, also ein Festival, haben 3 Tage lang—
war schon hier der Gründer, guter Podcast.
Also okay, habe ich noch nicht gehört, muss ich noch tun. Wir waren auf jeden Fall 3 Tage da mit einer Riesenaktivierung. Sowas haben wir noch nie vorher gemacht, das ist super, super teuer, aber wir wollten es halt einfach mal ausprobieren und gucken, wie viele Menschen wir darüber erreichen.
Die Festivalbesucher können dann da dann neben der Musik hören dann bei euch die die ganzen verschiedenen Produkte testen und sich mal eincremen sozusagen und so.
Genau, also Perukaville, das System ist quasi, dass es eine Stadt ist und wir waren die Tankstelle und man konnte eine Hautberatung machen mit einem iPad, mit Menschen reden, konnte dann mit dem iPad seine Haut irgendwie einstufen und konnte sich dann eine Routine zusammenstellen. Man konnte Dinge gewinnen und man konnte eine Bastelstation, so kleine Minis nehmen und konnte daran dann Charms basteln und konnte sich die dann anhängen.
Hat das gut funktioniert?
Hat gut funktioniert. Wir hatten tatsächlich auf der Campsite, hatten wir, also das war quasi die Festivalside, und auf der Campsite hatten wir auch noch so SPF-Spender, und da mussten wir einmal in der Stunde ordentlich nachfüllen, weil das war super gutes Wetter und die Leute haben sich den ganzen Tag mit No Cosmetics Sonnencreme eingecremt.
Also aber generell habt ihr sozusagen den Hochlauf jetzt nicht deinem eigenen Account zu verdanken oder dem Firmenaccount. Also man kennt ja viele so Creator-Geschichten, wo eine Creatorin eine Marke aufgebaut hat und dann im Wesentlichen mit dem eigenen Account.
Das war bei dir nicht der Fall.
Also du hast das nicht irgendwie das sehr stark über dein eigenes Instagram gemacht, aber es gab so ein paar Creator, die euch doch stark geholfen haben, zum Beispiel auch Leon X Skincare. Das war schon mal auch ein Gamechanger, oder?
Enorm. Also die Collab, die wir haben mit Leon, das Kooperationsprodukt, wir haben 4 Stück und den Liquid Hydrator habe ich auch extra mal mitgebracht, weil der ist unser absoluter Bestseller.
Und das ist das, was Leon auch sehr stark unterstützt?
Das ist das, was er mit formuliert hat. Er ist ja Kosmetikentwickler und er hat da was ganz, ganz Tolles gemacht, was man all over den ganzen Körper verwenden kann, auf der Kopfhaut verwenden anwenden kann im Gesicht und hat damit wirklich einen Gamechanger gemacht, weil das in der Drogerie hat das vorher quasi gar nicht existiert. Also wir nennen diese Rubrik Liquids und das gab es nicht und du musst ja in eine Kategorie. Also ist das jetzt eine Creme, ist das ein Sonnenschutz, was ist das? Und das gab es nicht. Das heißt, wir wurden einsortiert mit den Mizellen, also Abschminkreinigungswassern, weil das vorher einfach noch nie so Liquids gab. Und da hat er einfach eine neue Kategorie mit uns in den Drogeriemarkt gebracht, die jetzt auf jeden Fall, wo wir nicht mehr die einzigen sind, die definitiv gewachsen ist. Aber das war wirklich wirklich ein Riesen-Gamechanger.
Und ist sozusagen jetzt von eurem Umsatz 80% das Produkt?
Das weiß ich nicht so richtig, das kann ich nicht sagen, aber ich weiß, wir verkaufen einen alle 10 Sekunden.
Okay, also dann wirst du wahrscheinlich schon sehr, sehr großen—
In der normalen, das ist das Mini, also in der normalen Größe.
Aber dann wirst du wahrscheinlich schon einen sehr großen Anteil haben an eurem Umsatz. Also am Ende ist ja auch dann vielleicht noch mal mehr zu verstehen, warum kann man so erfolgreich sein? Weil man halt ein neues Produkt erschaffen hat. Mit einem sehr großen Creator zusammen. Es ist ja, also wenn man so ein bisschen dekonstruieren will, wo kommt der Erfolg her jetzt für die Hörerinnen und Hörer, dann ist es natürlich so die Erzählungsgeschichte plus halt irgendwann sozusagen der Superfuel Leon, der nun wirklich wahrscheinlich so die Hausnummer ist im Skincare-Bereich, und der erfindet quasi ein neues Produkt und macht es dann selber auch mit euch gemeinsam groß.
Ja, also unter anderem. Wir haben auch zum Beispiel einen Reiniger oder eine Creme, mit denen wir, also wir sagen immer, wir versuchen die Drogerie Stück für Stück zu revolutionieren. Das heißt, wir waren zum Beispiel die Ersten, mit einer Creme, die einen bestimmten Inhaltsstoff, also der heißt Ceramide, das sind hauteigene Bausteine, die deine Haut und meine Haut haben. Und durch den Alltag wird das quasi ein bisschen, als würdest du dir eine Ziegelwand vorstellen und als würden immer wieder Ziegel rausfallen. Und Ceramide sind in der Lage, deine Hautbarriere aufzubauen. Und die sind super, super teuer. Davon gab es zu dem Zeitpunkt, als wir unsere Creme rausgebracht haben, 5 Stück, mehr gab es nicht. Und da kostet ein Ceramid, ein Kilo kostet 10.000€. Und wir wollten eine Creme rausbringen, die alle 5 Ceramide hat und 16,95 € kostet sie, glaube ich, also dafür machen. Und als wir das gepitcht haben, meinten alle Beteiligten: Seid ihr irre? Also wie soll das funktionieren? Wie sollen wir eine Creme machen mit so teuren Inhaltsstoffen? Aber wir haben halt gesagt, wir drehen das über die Menge, wir kriegen das hin. Und dann zum Beispiel ist das unsere absolute Bestseller-Creme geworden. Also es ist auf jeden Fall eine breit gestreute Sache aus Produkten, die wirklich funktionieren. Wir haben ein Produkt, das hat 39% Wiederkaufrate. Also das ist riesig, das ist enorm und deswegen, ich glaube, es geht sehr, sehr viel über Brand Loyalty, darüber, dass wir unsere Werte sehr stark haben, dass die Menschen das so empfinden.
Ich hätte jetzt gedacht, bei Kosmetikprodukten, also ich bin jetzt kein regelmäßiger Kosmetikkäufer außer von meiner Zahnpasta und von einer gewissen Hautcreme, aber die kaufe ich immer wieder. Also deswegen hätte ich gedacht, das muss eher 80 oder 90 oder 100% sein, weil also ich kaufe eigentlich die immer.
Nee, ich glaube, da bist du sehr besonders. Also es gibt da sehr viel Fluktuation von unterschiedlichen Marken. Du musst ja auch bedenken, wie viel Marketing es gibt, also wie viel im Fernsehen beispielsweise da ist. Und bei uns ist es so, dass die Menschen eine sehr hohe Markenloyalität haben und am liebsten würden sie alles von unserer Marke kaufen und versuchen dann ihre Routine auch so zusammenzustellen. Und das ist für uns sehr, sehr besonders. Wir versuchen da auch sehr viel zurückzugeben, ob es Charity ist, ob es Nachhaltigkeit ist, ob es Unterhaltung ist auf Social Media und versuchen die Leute halt so ein Gesamtpaket zu geben. Weil du eigentlich schon eine sehr, sehr hohe Fluktuation hast, weil es einfach so viel zum Ausprobieren gibt. Und teilweise ist da auch eine krasse Übersättigung im Markt.
Ist ja auch in den Zielgruppen unterschiedlich. Ich wäre in einer Zielgruppe, ich bin so der, weiß ich nicht, Mitte-40-Mann, der Zahnpasta kauft. Ist wahrscheinlich einfacher, bei der Stange zu halten als jetzt irgendwie die 25-jährige oder 30-jährige junge Frau, die Bock hat auf Gesichtskosmetik.
Definitiv, weil da ja auch ganz viel mit Unsicherheit auch in der Werbung gearbeitet wird. Also da ist ja ganz viel, du bist ja überfordert und weißt auch gar nicht genau, was soll ich jetzt alles tun? Wie soll ich? Also du hast konstant als Frau in diesem Alter diesen Druck, dass du denkst, mache ich schon genug? Sollte ich noch irgendwas anderes tun? Und da ist dann teilweise, glaube ich, notwendig, dass eine Marke einen an die Hand nimmt. Und deswegen, glaube ich, sind auch Skinfluencer so krass im Trend, unter anderem weil die einen an die Hand nehmen und erklären, weil da ganz, ganz viel einfach durch die Werbung kommt und man irgendwann überhaupt nicht mehr weiß, was jetzt eigentlich gerade die Wahrheit ist und was jetzt gerade wirklich was bringt.
Gibt es denn mehrere Leon Skin Cares in der Relevanz in Deutschland, die da so Influencer, also Skinfluencer?
Ich glaube nicht so groß, aber es gibt inzwischen wirklich viele, die auch sehr unterschiedlich sind.
Habt ihr viel mit denen gemacht? Also haben die euch in Summe alle geholfen oder wesentlich nur Leon?
Es haben auf jeden Fall schon auch andere geholfen.
Das heißt, da habt ihr auch ein bisschen Wachstum drüber generieren können, mit denen oder mit dieser Blase an Skinfluencern viel zu arbeiten?
Die sind total wichtig. Ich glaube, die sind auch wirklich wichtig für den allgemeinen Kosmetikmarkt, weil die Leute so überfordert sind, dass sie jemanden suchen, dem sie vertrauen können. Und deswegen, die sind definitiv ganz, ganz wichtig. Das gibt es ja auch schon für Haare und für Skincare und für alles Mögliche.
Weißt du, wenn man jetzt nicht so tief drinsteckt, diese Wertschöpfungskette zu verstehen, ist, da gibt es irgendwie einen Hersteller in Deutschland, dann gibt es irgendwie eine Unternehmerin wie dich, und dann gibt es diese, sagen wir mal, Skinfluencer und Menschen, die das sozusagen beschleunigen können. Und dann gibt es sozusagen dm und Rossmann dahinter, und dann schießt man es da so durch.
Theoretisch klingt das so ganz gut. Ob das dann wirklich genauso funktioniert, ist, glaube ich, immer sehr unterschiedlich, weil mein Nachteil, dass ich nicht E-Commerce-fokussiert bin, ist ja, dass ich es nicht weiß. Also ich weiß ja nicht genau, warum hat die Person jetzt mein Produkt gekauft? Hat die es gekauft, weil sie das für ihren Partner gekauft hat, weil der das eigentlich verwendet? Hat sie es gekauft, weil sie einen schlechten Tag hatte, weil sie einen guten Tag hatte oder weil sie irgendwie gerade ein akutes Problem hat? Das kann ich ja gar nicht so leicht nachvollziehen. Deswegen, wir machen Marktforschung, aber es ist natürlich viel, viel schwieriger. Deswegen machen wir ganz, ganz viel Instagram- und Community-Arbeit. Um rauszufinden, wenn wir direkt mit denen sprechen, was dann dabei rauskommt.
Ist denn so ein Leon am Ende, wie nimmt man die mit ins Boot? Zahlt man denen einmal einen Preis, dann muss man die sozusagen am Umsatz beteiligen, oder wie kooperiert man mit solchen Skinfluencern?
Das ist ganz unterschiedlich und das kann dann der jeweilige Skinfluencer für sich entscheiden. Also man kann mit Sicherheit auch Kooperationen buchen, aber das machen wir bei Skinfluencern jetzt gerade nicht, sondern dann bei anderen Influencer:innen, je nachdem. Wir machen aber sehr, sehr wenig Influencer-Marketing.
Aber wenn der Leon jetzt selber so eine sein Produkt erfindet, dann wird er wahrscheinlich sagen, Mensch, wenn wir da was von verkaufen, hätte ich gerne irgendwie 10% oder irgendwie sowas.
Theoretisch, aber ich glaube, das musst du ihn noch mal selber fragen.
Aber er ist schon wieder dran beteiligt an dem Produkt und ist jetzt nicht einmalig bezahlt worden, stelle ich mir so vor. Weißt du nicht so genau?
Sage ich jetzt nichts zu.
Okay, aber ja, ich meine, am Ende ist ja die Firma auch dann erschaffen worden auf seiner Arbeit, zum Teil zumindest auf seinem Input oder so.
Ich bin ihm für immer unfassbar dankbar. Ich bin auch sehr, sehr froh, dass ich ihn dazu noch als Freund in meinem Leben habe, weil Business ist die eine Sache, aber jemanden zu haben, auf den man wirklich zählen kann und den man auch einfach anrufen kann, wenn man ein Problem hat, ist immer noch für mich persönlich auch noch super wichtig. Deswegen, ich bin ihm super dankbar, aber die ganzen Business-Sachen, die muss er selber beantworten.
Okay, also wer das noch mal nachhören möchte, vor ungefähr einem Jahr war der Leon X Skincare ja im Podcast eine sehr, sehr besondere Figur, der in der Beautybranche ja schon ein großer Name ist, muss man einfach sagen, und auch eine verrückte Geschichte.
Ich glaube, vor ihm haben auch mehrere Leute Angst.
Ja, ja, also auch bis hin zu großen Konzernen.
Ja, aber ich glaube, er findet es auch ganz lustig.
Ja, genau. Also ist das im Ausland genauso herstellbar? Also wenn du jetzt sagst, ihr wollt internationalisieren, welche Länder denkst du da?
Das ist so eine schwierige Frage, weil ich es nicht genau weiß. Also ich kann es jetzt gerade noch nicht so genau sagen. Ich habe vorher immer gedacht Amerika, dann war ich letztes Jahr im November den ganzen Monat in Asien unterwegs. Danach würde ich denken, dass Südkorea auch ein ganz, ganz toller Markt wäre.
Aber da ist ja schon so viel eigene Kosmetik.
Ja, aber ich habe mit mehreren Menschen dort gesprochen und die haben gesagt, dass so wie bei uns K-Beauty einen Hype hat, ist bei denen G-Beauty, also German Beauty, ein Riesenhype. Das heißt, das wäre auf jeden Fall auch sehr interessant. Und dann finde ich natürlich auch interessant, in Europa weiterzuwachsen, ob es Frankreich wäre, ob es die skandinavischen Länder wären.
Also habt ihr noch gar nichts festgelegt, wo ihr jetzt hingeht?
Also wir sind durch Müller Markt in unterschiedlichen Ländern schon vertreten, weil das der einzige Drogeriemarkt ist, der vom Headquarter Quarter aus sein Auslandsgeschäft auch managt. Und unser zweitstärkstes Land nach Deutschland ist Spanien, aber wegen Mallorca.
Liquidität ist der Treibstoff für alles Wachstum, aber lange Zahlungszyklen binden häufig wertvolle Liquidität oder wertvolles Kapital. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Sage ins Spiel. Sage beschleunigt mit Sage Intacct den gesamten Prozess von der Leistung bis zum Zahlungseingang. Die Fakten sprechen für sich: Die Zeit bis zum Zahlungseingang sinkt von etwa 120 auf unter 70 Tage. Eure Rechnungszyklen werden über 50% kürzer. Der Monatsabschluss ist bis zu 73% schneller fertig. Ihr trefft Entscheidungen endlich auf einer aktuellen Datenbasis. Das heißt weniger Kapitalbindung und mehr Liquidität für Investitionen. Und mit dem KI-gestützten Finanzmanagement habt ihr den ganzen Cashflow jederzeit im Blick. Über 2 Millionen Kunden weltweit vertrauen auf die Cloud-Lösung von Sage. Extra für OMR-Hörer gibt's außerdem jetzt ein exklusives Angebot. Ihr bekommt 20% Rabatt auf die ersten 12 Monate. Das Angebot gilt für Sage Intacct inklusive dem Sage Copilot bis 31.12.2026.
Aber wenn du jetzt ins Ausland gehst, du musst ja dann, damit der Abverkauf stattfindet in den Drogeriemärkten, damit die dann euch nachordern, musst du dann auch da die Skinfluencer, die lokalen, alle dann irgendwie in den Griff kriegen, oder?
Theoretisch ja, aber wir sind jetzt zum Beispiel auch in Ungarn oder in Kroatien, läuft es auch ganz gut, und da haben wir gerade keine Aktivierungen. Das macht Müller für sich.
Okay, das heißt einfach, weil die Marke, weil das die— du hast doch jetzt hier für alle, die das Video gucken, die Packung mit dabei, oder die Gefäße, weil das gut aussieht, oder weil das irgendwie— also wie erklärt sich das? Ich meine, der Markt ist voll. In Deutschland braucht man sehr viel Unterstützung, hast du gerade beschrieben. Aber in manchen Ländern wird dann trotzdem gekauft.
Ich glaube, das ist ein Mix aus den Inhaltsstoffen, die die Menschen kennen, die sie suchen, und dann ist Social Media auch ein Riesenthema. Ich war letztes Jahr in China und habe mit jemandem darüber gesprochen, dass wir unsere Produkte ja nicht so leicht nach China bringen können, weil es da Tierversuchspflicht gibt und wir das nicht machen. Und dann meinte er irgendwann, naja, eure Sachen gibt's ja schon längst hier. Und ich meinte, nein. Und dann hat er mir sein Handy gezeigt, hat sein, ich weiß nicht, wie das Depandor zu TikTok heißt, aber hat das aufgemacht und es war voll mit No-Cosmetics-Produkten, die alle importiert waren. Und ich habe das nur angeguckt und meinte, wie, das kann man hier alles kaufen? Und er meinte, ja, natürlich, das kann man hier gerade alles kaufen. Das gibt die unterschiedlichsten Wege, wie das dann darüber kommt. Und die fanden das schon, also er hat dann erklärt, dass es quasi das Konstrukt gibt, dass Influencer:innen dann in Deutschland sind oder das dann rüberbringen und das dann vorstellen. Und das würde da, meinte er, richtig gut laufen. Und ich habe noch nie irgendwas davon mitbekommen.
Was heißt, die kaufen das doch gar nicht bei euch ein, sondern es ist ja wirklich Das wird separat produziert und euer Logo wird gefälscht und da draufgeklebt?
Nein, das sind die Produkte, die kriegen die irgendwoher, ob die die aus den Drogerien holen oder wie auch immer. Aber das waren unsere Originalprodukte.
Aber wenn das da gut läuft, dann müsst ihr doch merken, dass da welche Mengen rübergehen. Also stell mir das vor.
Ich habe jetzt ja keine Zahlen, aber er hat mir auf jeden Fall schon unzählige Videos zeigen können, wo die Leute das quasi zeigen. Wir sind also, wir kamen ja eigentlich daher quasi, was ich denke, was das Ganze verkauft. Ich glaube, es sind die Inhaltsstoffe, die man quasi lernt, die man halt irgendwie googelt oder halt Social Media. Und das gibt es ja auch auf unterschiedlichen Sprachen. Ich weiß nicht, vielleicht hast du das auch schon mal gesehen, dass jemand im deutschen Drogeriemarkt steht und irgendwie eine Liste hat mit Übersetzungen zum Beispiel und was auf TikTok gesehen hat, dann einmal auf Reise ist in Deutschland und dann die Sachen mitbringt, weil die Leute in anderen Ländern den deutschen Drogeriemarkt auch ganz, ganz toll finden und wissen, dass man da gute Produkte für einen guten Preis bekommt. Von daher, ich glaube, das ist auf jeden Fall eine Sache. Und dazu dann vielleicht auch noch, dass es halt sehr bunt ist. Also die Produkte ergeben wie einen Regenbogen und ich glaube, dass das auch optisch sehr schön ist.
Also eure neuen Kosmetikprodukte, der Regenbogen?
Ja.
Aber es ist doch trotzdem auch ein Wahnsinnsverdrängungswettbewerb im deutschen Markt schon allein. Ich hatte jetzt auch über die Jahre, jetzt haben wir so Doctor Brands, also so Hautärztinnen, Dermatologinnen. Barbara Sturm war auch eine Person.
Das ist ja alles irgendwie klar preislich zum Teil andere Segmente.
Aber da ist ja schon extrem viel los, oder?
Ja, 100%, aber die werden ganz woanders verkauft als meine Produkte. Und für mich ist immer der Drogeriemarkt das Ding. Das heißt, meine Hauptkonkurrenz ist im Drogeriemarkt und das ist auch dann viel, ob quasi die Eigenmarke gekauft wird oder wir.
Und Barbara Sturm oder andere, die sind dann eher in Luxushotels oder in irgendwelchen Spaßhotels? In der Parfümerie.
Also die sind bei Sephora, Douglas, sowas.
Und da wollt ihr nicht hin?
Das kann ich, glaube ich, mit meiner jetzigen Marge überhaupt nicht stemmen.
Weil die haben so eine hohe Margenerwartung, oder?
Ja, also ich war schon mal in Gesprächen mit unterschiedlichen Kanälen, und da sind wir auf jeden Fall nicht zusammengekommen.
Aber wenn die sagen, hey, mein Einkaufspreis wäre, weiß ich nicht, irgendwie—
Weil ich die gleichen Angebote mache für alle und das dann halt einfach nicht halten kann. Weil bei mir mit der Drogerie ist es ein sehr, sehr starkes Hand-in-Hand-Arbeiten, und teilweise kann ich die Produkte für den gewissen Preis nur machen, weil die Drogerie mich unterstützt und weil wir uns uns gemeinsam in der Mitte treffen und sagen, wir wollen coole Produkte in die Drogerie bringen, wir wollen das Regal aufwerten. Weil du kennst das ja bestimmt auch selber, wenn du mal da bist, du kaufst nicht nur die eine Sache, du kaufst auch noch dazu andere Sachen. Du kaufst noch was für die Haare, noch was zu essen und so weiter. Das heißt, für die ist das wichtig, dass das Regal wächst. Und das kann ich natürlich von den Parfümerien nicht beurteilen, weil ich noch nicht mit denen gearbeitet habe. Aber so weit sind wir auf jeden Fall bisher noch nicht gekommen.
Die verzichten vielleicht ein bisschen auf Marge zu deinen Gunsten, weil du denen die Leute in den Laden reinholst mit deinen Produkten und das Geld wird dann woanders verdient. Und bei einem Douglas ist es halt eher so, dass die da jetzt keinen Bock drauf haben, auf Marge zu verzichten, weil sie haben andere Produkte ohnehin schon, die Leute in den Laden reinholen, und sie möchten dann von dir eine hohe Marge, die du aber nicht abgeben möchtest.
Vielleicht, wenn man mit den Parfümerien mehr arbeitet, vielleicht funktioniert das dann. Aber ich bin bisher immer an der ersten, am ersten Pitch gescheitert. Aber ist auch nicht schlimm, es läuft super gut und ich bin auch sehr, sehr happy da, wo ich bin.
Aber wenn man jetzt mal so auf einen so einen Tiegel jetzt mal so drauf guckt hier, was kostet es im Laden jetzt hier dieses?
Also der in groß?
Der 120H Liquid Hydrator?
Genau, das ist unser Bestseller mit Leon zusammen. Der in groß kostet 9,95 €. Also das ist jetzt gerade die Mini, die Reisegröße. Doppelt so groß kostet 9,95 €.
Und was würdest du sagen, also was kostet der Hersteller?
Das kann ich dir nicht sagen.
Also du möchtest es mir nicht sagen?
Ich möchte es dir nicht sagen.
Darf ich es aufmachen?
Ja klar.
Also wir reden dann aber schon wahrscheinlich eher so von einem Euro oder so was.
Das kann ich dir nicht sagen.
Mehr oder weniger. Aber also das muss man jetzt wahrscheinlich nicht mit 3 Euro. Was kostet nur die Verpackung?
Ich weiß auch nicht. Halt mich das.
Darf ich das mal ins Gesicht?
Du kannst das überall, wie du möchtest. Das ist wie Wasser. Du kannst das einfach in deine Hand schütten.
Und dann bringt es mir welchen Effekt?
Feuchtigkeit. Es bringt dir Feuchtigkeit, stärkt deine Barriere. Das macht man einfach mal so morgens, abends, oder einfach so, ja, wann du möchtest.
Ja, aber es hat jetzt keine so nach dem Motto, da ist jetzt die Haut in 10 Jahren, sieht ja noch besser aus, oder es ist eher so Wohlfühlgefühl auf der Haut und dann ist gut.
Nein, das hilft nachhaltig. Das wird definitiv, wenn du den jetzt, wenn du jetzt vorher quasi nichts benutzt hättest und jetzt sagen würdest, ich benutze den morgens und abends für die nächsten 10 Jahre, dann wird deine Haut mit Sicherheit anders aussehen als ohne den. Wenn du nichts gemacht hättest, weil deine Haut verliert ja über den gesamten Tag Feuchtigkeit, egal ob du es willst oder nicht. Also das ist ganz, ganz normal. Und das z.B. hilft quasi. Und wir haben den z.B. auch gemacht, weil er so easygoing ist. Du musst den nur in deine Hand machen, du brauchst kein Wattepad, du kannst ihn überall hinmachen, er hängt dir nicht im Bad. Das heißt, er hat keine weißen Rückstände, was manchmal irgendwie doof ist. Ich benutze den für alles. Ich mache mir den auch auf die Kopfhaut, wenn die irgendwie gestresst ist. Ich mache mir den auf dem Rücken, Ich mache den sogar auf meinen Hund.
Auf deinen Hund?
Ja.
Okay, okay. Darf ich dich kurz fragen?
Deine Haut sieht ja jetzt sozusagen hier im Studio schon auffällig gut aus. Ist das geschminkt oder ist es einfach Hautpflege?
Also ich trage natürlich heute schon Make-up, aber das ist auf jeden Fall Hautpflege.
Ja, okay.
Ich verwende besonders jeden Tag seit Jahren Sonnenschutz und ich glaube, dass das schon einen sehr großen Unterschied macht. Und egal wann, Ob draußen regnet, schneit, ich trage Sonnenschutz.
Weil du sagst, ein bisschen UV-Strahlung kommt immer durch die Wolkendecke durch?
Ja, die kommt auch sogar in Räume rein und 80% der Hautalterung kommt von der Sonne.
Okay, das heißt, welchen Sonnenschutz nutzt du da? Auch einen von No Cosmetics wahrscheinlich?
Das ist unser neuester, deswegen habe ich den mal mitgebracht, weil ich den super gerne verwende, weil der mattierend ist und sehr easygoing. Und genau, den habe ich heute drauf.
Okay, und dann bräunst du dich gar nicht? Also, oder das würde eine Verrückte legen sich in die Sonne sozusagen nach dem Motto? Nee, das macht einfach keinen Sinn für die Haut.
Das macht keinen Sinn. Und ich weiß nicht, ob du es auf die Entfernung siehst, aber ich habe sehr viel Sommersprossen und ich bin deswegen natürlich auch ein Hauttyp, für die das viel gefährlicher ist. Und deswegen bräune ich mich nicht wirklich.
Okay, also jetzt verstanden, wo ihr gerade steht, und wo ihr hin wollt. Was glaubst du, kann man denn erreichen? Ich glaube, die Barbara Sturm hat ja verkauft ihre Firma mit 80 Millionen Euro Umsatz. Da war mal zwischenzeitlich von mehreren 100 Millionen, glaube sogar von einer Milliarde Unternehmenswert die Rede.
Crazy.
Ja, crazy. Haben auch einige dann gesagt, Mensch, also ich habe die Barbara mal kennengelernt, die war mal bei uns hier im Podcast und so. Und die war ja global unterwegs, ne, die Marke ist eine globale Luxusbrand. Insofern noch mal anderer Markenwert wahrscheinlich bei ähnlichem Umsatz. Aber dennoch ist das also jetzt 80 Millionen Umsatz, wirst du ja schon auch bald knacken dann.
Vielleicht, ich hoffe es.
Aber es gibt jetzt keinen Plan für einen Exit?
Nee, nee, nee, erstmal für ein Wachstumsziel, also was man 100, 200 Millionen Umsatz oder sowas. Es gibt ja Leute, die sagen, darauf bereite ich mich jetzt vor, wir planen damit, wir stellen die Strukturen so ein, weil wir davon ausgehen, dass wir im nächsten Jahr, weiß ich nicht, da und da sind.
Also jetzt gerade versuche ich, die Strukturen ein wenig anzupassen intern. Ich habe das meinem Team, als wir im Januar damit angefangen haben, so ein bisschen so erklärt: Wir sind halt sehr, sehr schnell gewachsen auf sehr wenig Zeit. Uns gibt's jetzt 8 Jahre und wir haben das Ganze— ich mache das zum ersten Mal, ich habe noch nie vorher gegründet, ich war noch nie vorher Geschäftsführerin. Das heißt, man konnte sich das so ein bisschen vorstellen, als hätten wir eine Gartenlaube gehabt und irgendwann haben wir dann gemerkt, ach komm, bauen wir mal eine Garage dran und noch ein Schlafzimmer. Und so sah das dann auch irgendwann von der Personalstruktur und der Meetingstruktur auch aus. Und dann mussten wir das Ganze quasi einmal kurz neu denken, haben alle Menschen, die wir da haben, betrachtet und haben es geschafft, ohne Unternehmensberatung auch einfach niemanden zu kündigen, sondern haben das komplett neu strukturiert mit den Menschen, die wir hatten.
Wie viele seid ihr jetzt aktuell?
90. Und so haben wir das dann neu aufgebaut, und ich habe mir dann Hilfe geholt, habe Leute geholt, dass ich— weil vorher hatte ich eine Boardstruktur, also Board of Directors, und das waren dann aber trotzdem 8 Menschen, die jeden Tag an mich reported haben, plus noch ein paar andere, und das war dann trotzdem einfach zu viel. Das heißt, ich habe jetzt eine neue Struktur, wo quasi neben meinem engsten Team, die mir noch irgendwie so helfen, noch 2 weitere Leute da sind, einmal für HR, Finance und einmal für Sales und Marketing, einfach um das ein bisschen mehr zu bündeln. Wir haben eine neue Meetingstruktur gemacht mit so monatlichen Meetings, wo wir das dann in ein paar Stunden alles irgendwie runterrattern und wir viel effizienter sind. Und das war jetzt dieses Jahr auf jeden Fall notwendig, weil die Internationalisierung konnte ich auf dem Konstrukt vorher nicht machen. Das hätte nicht funktioniert, das wäre irgendwo schiefgegangen. Das heißt, für mich war erstmal wichtig, aus dieser Gartenlaube ein richtiges Haus zu bauen. Und jetzt haben wir das und jetzt würden wir gerne nächstes Jahr dann internationalisieren und darauf bereiten wir uns jetzt gerade vor.
Welche Rolle spielt dein Vater noch?
Mein Papa ist beratend tätig, das heißt, wenn ich irgendwie eine Kalkulation fertig habe oder so, dann frage ich ihn doch noch einmal kurz, aber sonst ist er nicht mehr wirklich da.
Aber beteiligt seid ihr alle als Familie? Ich glaube, deine Mutter ist beteiligt, deine Schwester, du, also die Firma gehört wirklich der ganzen Familie?
Ja.
Aber auch niemand anderem? Nein. Und diese Produktionsunternehmen, waren die nicht auch mal beteiligt an der Firma?
Quasi no ist fifty-fifty. Also Robert ist 50% und die Familie Kroll ist 50%.
Okay, okay, okay. Das heißt, dann ist er doch irgendwie mit dabei.
Genau, wir haben uns damals wirklich einen Handshake einfach gegeben und haben ohne Vertrag gestartet. Wir standen schon in der Drogerie, da gab es noch gar nichts.
Und okay, dann doch mal die Frage nach, also Investoren, die Firma hat jetzt ja schon sicherlich einen relevanten Wert. Was würdest du sagen, wie viel ist jetzt wert?
Ich bin da ja null drin, also ich bin ja wirklich bei diesem ganzen Startup-Language mit irgendwie skalieren und so weiter, weiß ich nicht. Ich stand vor 4 Jahren bei einem Event und eine Dame hat mir erzählt, dass sie einen Exit machen will, und ich habe noch, wusste nicht, was das ist. Ich hatte noch nie von dem Wort Exit gehört. Ich mache ganz, ganz viel nach Bauchgefühl, und deswegen weiß ich nicht, was der Unternehmenswert wäre, woran man aufhängt. Und ich habe auch noch nie mit jemandem gesprochen, um das dann mal rauszufinden, weil ich jetzt gerade an einem Punkt bin, ich will das jetzt ja gerade gar nicht abgeben. Ich habe ja gerade viel zu viel Spaß.
Also es kommen auch nicht ab und zu mal Leute vorbei und würden gerne sich beteiligen?
Doch klar, aber ich mache mit denen keine Calls, weil das ist ja unnötig. Also ich, dann würde ich ja deren und meine Zeit verschwenden, weil ich will es ja eh nicht machen gerade. Das heißt, die fragen dann. Ich wurde auch letztens für ein Magazin angefragt, was genau dafür irgendwie ist. Also irgendwie ein Magazin, wo man reingeht, wenn man, keine Ahnung, verkaufen möchte. Genau, aber da habe ich dann auch gesagt, warum soll ich denn jetzt mit euch ein Interview führen? Nicht weil ihr nicht nett seid, aber das ist ja total viel Aufwand für euch und für mich, und dann sind ganz viele Leute einfach nur frustriert, weil ich das halt gerade trotzdem nicht machen will.
Aber eines Tages vielleicht mal, so in 5, 6 Jahren vielleicht irgendwann.
Ich sage immer, sag niemals nie. Jetzt gerade kann ich es mir nicht vorstellen.
Weil, okay, aber du siehst da noch so viel Perspektive und ich glaube, du hast auch noch was ganz Neues in der Pipeline, ne?
Ja, ich habe noch nie darüber geredet, das ist ganz komisch.
Aber ich freue mich ja, dass ich dich darauf ansprechen darf.
Du hattest mir im Vorfeld gesagt, dass du das irgendwie mal teilen würdest, was das nächste große Projekt ist.
Ja, ich habe noch mal gegründet und diesmal eine Make-up-Brand.
Okay, also alleine aber?
Alleine, ja. Meine Schwester hilft mir und jemand aus meinem Team, und ich habe noch nie darüber gesprochen. Und weil ich irgendwann entscheiden musste, wann rede ich denn das erste Mal darüber, haben wir euch gefragt, ob das vielleicht mit euch live gehen darf. Also auf jeden Fall Make-up, definitiv. Ich bin gerade noch ein bisschen in der Findungsphase. Der Launch wird an meinem Geburtstag stattfinden, am 12. September. Und jetzt gerade bin ich bei einem Building-the-Brand-live-Ansatz und nehme die Community ganz viel mit. Und ich bin sehr, sehr gespannt. Das ist eine sehr persönliche Sache irgendwie. No läuft natürlich weiter, aber No ist so die Brand meiner 20er, und gefühlt ist jetzt die neue Brand meine 30er. Ganz anders gedacht und mit sehr, sehr viel persönlichem Touch, wenn man mich kennt, aber natürlich auch trotzdem irgendwie weitergedacht. Es wird auch online only werden erstmal. Ja, ich bin sehr, sehr gespannt.
Wie wird's denn heißen?
Also die Abkürzung ist TRCD.
TRCD, wofür steht das denn?
Für The R Code. Und das ist quasi, das ist die Marke, ist dafür da, dass man seinen eigenen quasi Code findet, dass man sich selbst findet. Und ja, mehr kommt dann bald überall auf allen Kanälen. Aber das R steht für mich, mein Zweitname. Ist mit R. René heißt du mit Vornamen. Genau, und der Zweitname meiner Schwester zum Beispiel ist Rosalie. Das ist auch eine Gemeinsamkeit, die wir haben, und irgendwie habe ich dann gedacht, dass ich gerne was machen möchte für ganz, ganz starke Frauen, natürlich auch Männer, die Make-up tragen, aber ich wollte, dass man sowas Eigenes macht, was ganz stark ist und was bold ist, und da bin ich sehr, sehr gespannt drauf.
Und das hätte man unter der Marke Noh nicht machen können?
Theoretisch schon, aber ich wollte es noch mal alleine probieren.
Aber spielen da wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle oder ist es eher nach dem Motto noch mal neue Herausforderung oder wie kommt es? Also wenn man eine Marke hat, ist es ja wahnsinnig schwer, eine groß zu bekommen und die auch noch irgendwie nicht aus dem Fokus zu verlieren und jetzt eine zweite zu machen. Da hätte ich jetzt sozusagen als, wenn ich jetzt dein Vater wäre, würde ich sagen: Oh, bloß nicht! Lass uns erstmal irgendwie mit der einen Marke klarkommen. Also ich sehe es ja bei mir, bei OMR versuche ich das immer irgendwie unter die OMR-Marke zu bekommen. Aber du denkst ja anders. Warum?
Also ich habe einfach an irgendeinem Punkt vor so 2 Jahren gemerkt, dass ich N.O. liebe und dass N.O. auch für immer mein Baby sein wird, aber dass ich gerne noch mal neu denken würde, weil die ganze CI und das ganze Thema ist ja auch jetzt 8 Jahre alt und ich liebe das. Ich würde daran nichts ändern und deswegen war für mich klar, ich ändere nicht N.O., sondern ich denke noch mal neu. Was würde ich jetzt tun, wenn ich jetzt noch mal neu starten würde? Und dazu kam, dass ich auch mental auf jeden Fall sehr, sehr nah immer am Burnout war die letzten Jahre und irgendwas brauchte, was noch mal mir so mein Feuer zurückgibt. Ich habe ganz, ganz viel irgendwie das Gefühl gehabt, dass ich nur funktioniere, dass ich nur von Termin zu Termin hopse und von dem nächsten zum nächsten, vom Launch zu Launch. Und ich wollte noch mal die Möglichkeit haben, in mich zu gehen. Was ist eigentlich das, was ich machen würde, wenn ich komplett eine grüne Wiese hätte, wenn ich richtig sagen würde, ist mir alles egal, ich habe richtig Bock Und dann hat sich das irgendwie so ergeben. Wir haben am Anfang überlegt, was wir machen können, und dann irgendwann war klar, dass es Make-up wird. Und es ist definitiv ein Small Business wieder. Wir bootstrappen wieder. Also das wird sehr, sehr interessant, wo das hingeht.
Also jetzt kein Geld von NOW rübergenommen sozusagen? Oder du könntest ja dann was auszahlen, was du dann hättest als Basis für die neue Modellierung.
Natürlich brauche ich ein bisschen Startkapital.
Das produziert dann schon irgendwie der NOW am Ende?
Ja, woher soll ich sonst nehmen? Aber es ist trotzdem so, dass ich keine Fremdgelder drin habe, keine Investor:innen. Und noch mal komplett neu anfangen wollte.
Und wieder online, also nicht mehr über die Drogerien und sowas. Also was ist bei online dann besser? Die Marge wahrscheinlich, klar.
Das unter anderem, aber auch, dass ich mir das nicht zugetraut habe direkt mit der Drogerie. Ich habe bei NOW ja Hilfe gehabt von Robert und von meinem Vater und jetzt so eine riesige Drogeriedistribution, ich weiß auch nicht, ob die Marke da unbedingt funktionieren würde. Ich habe mich das einfach gerade nicht getraut und deswegen habe ich gesagt, ich mache es online. Da habe ich auch ein bisschen mehr Kontrolle über den Launch, über wie das alles läuft. Ich habe keine Ahnung, ob auch nur eine Person am 12. September das kaufen wird. Kein Plan.
Was ist denn das genau für ein Produkt? Also ich meine, was kommt denn da raus? Was genau kann man damit machen?
Hier ist auf jeden Fall quasi das dekorative Kosmetik, aber mehr verrate ich noch nicht.
Okay, okay. Aber vor allem natürlich dann für Frauen, also als Kernzielgruppe.
Außer man möchte sich als Mann schminken.
Okay, aber das ist schon Schminke am Ende. Und ist es denn im Preissegment ähnlich? Also ist es ein Drogerieprodukt oder ist es dann auch eher so in die Preisregion Barbara Sturm und andere?
Nee, nein, nein, nein, nein, nein, eher, also es wird ein bisschen teurer werden, einfach weil ich ja jetzt gerade alles noch mal neu aufbaue und alleine irgendwie neue Kartons zu bestellen und neues Papier und keine Ahnung stresst mich alles gerade enorm. Ich muss so viele Entscheidungen treffen und natürlich muss ich gucken, dass es sich trotzdem rechnet, aber ich bin definitiv nicht in dem Luxussegment.
Ich habe vor 2 Jahren mal einen Podcast gemacht mit Cosnova. Kennst du wahrscheinlich auch, ne? Das ist ja eine der krassesten Wirtschaftsgeschichten überhaupt in Deutschland seit den letzten 10, 20 Jahren. Also gerne noch mal, wer das jetzt hier hört und das nicht mitbekommen hat, also die Firma sitzt in Frankfurt und da haben ein Ehepaar auf Basis der Marken Catrice, heißt eine Marke, und die andere heißt Essence, wirklich in diesem Kosmetik-günstigeren Segment einen Milliardenkonzern aufgebaut. Ist das nicht auch dann krasser Wettbewerb?
Das werde ich nicht stemmen können, die Preise. Also ich glaube, dass wir uns in unterschiedlichen Konkurrenzbereichen befinden.
Also die sind günstiger? Ja. Und aber das heißt, du bist dann irgendwo dazwischen, also du bist dann irgendwo teurer als die, aber günstiger als jetzt irgendwie die ganzen Dr. Brands und sowas, über die wir gerade sprachen. Und wer ist denn dann so Wettbewerber? Wo guckst du so hin, oder was ist denn so Ganz unterschiedlich.
Also ich habe erstmal versucht, das Ganze anders zu sehen als das, was ich bisher mache, und habe halt für mich versucht, was zu finden, und habe für mich quasi das versucht zu finden, was ich täglich verwende, was ich gerne neu hätte, und bin erstmal nur nach der einfach der Funktion gegangen, nach dem, was ich wirklich benutze, was ich ganz, ganz toll finde. Ich produziere auch in unterschiedlichsten Bereichen quasi oder unterschiedlichsten Ländern, einfach nur weil ich das Beste finden wollte für mein Produkt. Und deswegen würde ich sagen, dass es nicht unbedingt vergleichbar ist mit irgendwas, weil es natürlich auch nicht bei Sephora zum Beispiel ist. Wenn wir jetzt sagen würden Sephora, dann hast du ja auch so Marken wie Haus Labs von Lady Gaga oder sowas oder Rare Beauty von Selena Gomez. Die habe ich mir natürlich im Vorfeld angesehen und die sind ultra cool. Aber mein Ansatz war es nicht, irgendeinem schon Existierenden hinterherzueifern, sondern zu gucken, was bin ich, was macht mich richtig, richtig happy und worin geht auch meine Schwester als Design Head komplett auf. Und ja, deswegen würde ich sagen, eine direkte Konkurrenz jetzt gerade kann ich nicht so easy bestimmen, weil es super eigen ist und ich halt wirklich geguckt habe, okay, was gefällt mir.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice. Und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee- Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingscafés entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Aber ist ja interessant zu hören, so unterschiedlich wie Menschen halt gründen. Manche Menschen denken sehr stark in Wertschöpfungsketten, manche denken sehr stark an, welche Kundengruppen gibt es da draußen, die noch so underserved sind oder so. Und du denkst halt Worauf hätte ich Bock?
Was würde ich jetzt gerne benutzen?
Und fragst dich dann scheinbar gar nicht so sehr, kann man das jetzt irgendwie profitabel verkaufen, herstellen? Wie ist der Wettbewerb? Sondern du sagst einfach, das will ich jetzt gerne, und dann wird es da schon einen Markt für geben, so ungefähr.
Darum geht es mir auch damit gar nicht, sondern ich wollte noch mal ein neues Herzensprojekt schaffen, weil Noh gibt es ja weiterhin. Also Noh wird weiterhin mein Baby bleiben, das ist mein Firstborn, also das gibt es weiterhin. Aber ich wollte das Ganze noch mal anfangen in der Zeit, Die Zeit, wo Noh ganz klein war, die war wunderschön. Es ist jetzt auch ganz, ganz toll, aber es ist jetzt halt einfach ein Ausmaß und ein Riesenapparat von Menschen und von unterschiedlichen Prozessen, die dabei sind. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass mir dieses Persönliche, einfach irgendwie am Esstisch zu sitzen mit meiner Schwester und mit Annie, die mir dabei helfen, zu sitzen und einfach zu sagen, oh, das ist richtig geil, das machen wir so, wie cool, das hat mir so ein bisschen jetzt gerade wieder gefehlt. Und ich merke, dass ich seit anderthalb Jahren wo ich das mache, und ich halte das die ganze Zeit geheim, einen anderen Drive wieder dafür habe und mich richtig darauf freue. Aber ich weiß überhaupt nicht, wie es in Zukunft laufen würde. Ich habe keine Ahnung, wie das Ganze—
du bleibst doch CEO von NOW, was ja auch wenigstens ein Fulltime-Job ist, ne?
Natürlich. Aber ich werde mich irgendwie— man würde auch denken, ja klar, wie du sagst, ist also, ist die komplett wahnsinnig? Weil natürlich, ich mache schon eine komplette Brand, ich bin das Gesicht der Brand, aber Aber ich habe das ja die letzten anderthalb Jahre auch geschafft, nur dass es keiner wusste. Also ich habe die letzten anderthalb Jahre die Marke ja schon aufgebaut und es hat nur einfach keiner gewusst. Und ich glaube, man hat es noch nicht wirklich angemerkt. Das heißt, ich denke, ich bin schon in der Lage, dass mein Team mir hilft und dass die mich da teilweise vertreten und dass ich trotzdem mir die Prioritäten setze und dass ich das trotzdem hinkriege. Hoffen wir es mal.
Ja, hoffen wir mal.
Sonst sprechen wir in ein paar Jahren und dann sage ich, oh, das war eine richtig dumme Idee.
Ich habe ja, also ich kenne, wir kennen uns ja nicht, ja, und ich habe also will jetzt, ich habe nur so ein bisschen so, ist auch übergriffig wahrscheinlich, aber so väterliche Sorge, wenn ich das so denke, fuck, jetzt macht sie da noch eine zweite Sache und bei der ersten, ich meine, es läuft ja so gut, es ist wirklich, glaube ich, so, so schwer und wahrscheinlich ist ihr das gar nicht klar, eine Firma hinzubekommen, die profitabel ist, die bootstrapped ist. Ich glaube, also ganz viele Gründer, die dann in sowas reinstolpern, also die denken, das sei normal. Ich glaube es nicht. Also für mich ist es schwer, dass so viele Leute es versuchen, davon träumen, in so eine Position zu kommen, in der du jetzt mit NOW bist. Und deswegen hätte ich gesagt, da muss man sehr gut drauf aufpassen.
Auf jeden Fall.
Oder halt sagen, okay, ich möchte was Neues machen, dann gibt man es halt weg und sagt, okay, dann mache ich jetzt da einmal einen Verkauf oder einen Teilverkauf vielleicht und dann werden sich andere Leute darum kümmern, weil sie da Geld investiert haben, und ich habe auch schon ein bisschen mir was gesichert, und dann kann man sich um was Neues kümmern. Aber also so hätte ich jetzt wahrscheinlich jemandem empfohlen. Du hast mich ja auch nicht genau danach gefragt, aber ich wollte es also—
Also das ist mir definitiv bewusst, aber Know ist ja mein Baby, und deswegen würde ich das niemals abgeben, um was Weiteres zu machen, weil ich auch nicht so naiv bin und denke, dass das das nächste Know wird. Das soll es auch gar nicht. Das Das ist überhaupt nicht der Ansatz. Ich wollte ein weiteres Herzensprojekt, in dem ich noch mal irgendwie anders denken kann, anders frei sein kann. Und das tut aber nichts davon ab, dass mein Erstgeborenes natürlich da ist und mir unfassbar wichtig ist und da trotzdem ganz, ganz tolle Produkte in den nächsten Jahren kommen werden und auch eine Internationalisierung definitiv. Und das andere wird einfach erstmal klein sein, wird ein Side-Project quasi sein für die— du hast ja gesagt, mein Account ist sehr klein. Also 26.000 Follower vergleichsweise.
Also ich meine jetzt für—
ja, aber dafür, die ist das also für— das ist quasi nicht für die Riesenbühne, sondern das ist für die Menschen, die irgendwie da Lust drauf haben, die Lust haben, meinen Weg zu begleiten, mein Gründer:innendasein, mein Alltag. Und ja, ich habe halt einfach die letzten Jahre immer wieder gemerkt, ich möchte mal was machen, was sichtbar ist, weil ich treffe ganz viele Menschen, die No verwenden, wo ich nicht weiß, ob die das heute Morgen verwendet haben. Und ich treffe teilweise Menschen, die wissen, was ich mache, und die sagen, oh, ich trage gerade deine Creme auf dem Gesicht. Aber das sehe ich ja nicht. Und ich habe die ganze Zeit gedacht, ich hätte mal gerne was, was man aus der Tasche holen kann, und dann sehe ich, dass das gerade da ist.
Ich wollte etwas machen, was irgendwie visuell ist, was mir quasi den Lippenstift oder so rausholt. Dann siehst du, ah, guck mal, es ist der von deiner neuen Marke.
Oder halt auch einen Soforteffekt. Also, oder auch einen Soforteffekt, der quasi da ist, wo man sagen kann, guck mal, jetzt ist vorher, nachher. Und ich schwöre auf meine Produkte, aber da muss ich ja immer schon ein bisschen hoffen, dass die Person mir jetzt vertraut. Du ja gerade eben auch. Ich muss hoffen, dass du denkst, ah okay, aber macht das wirklich was? Und das ist bei Make-up was ganz Schönes, dass man da sich selbst ausdrücken kann, dass man das anders interpretieren kann und dass man da eigen sein kann, aber trotzdem diesen Soforteffekt hat. Und Und da hatte ich irgendwie Lust drauf. Von daher mal schauen, wie es so weiterläuft.
Ich meine, es ist ja bei No auch jetzt, glaube ich, besonders hart, haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, wenn da kommt so was wie SheGlam. Also eine, ich glaube, von welcher chinesischen Firma ist das noch mal gemacht?
Von Shein, oder?
Von Shein. Also die überschwemmen damit ja gerade auch wirklich den Handel. Ich glaube, der Christopher hat es mir erzählt, auch bei dm sind die mittlerweile drin. Also hat man da Unruhe.
Mittlerweile, glaube ich. Ein Jahr oder so.
Ja, aber ich meine, ich hätte sogar fast vermutet, dass die der Grund sein könnten, dass ihr nicht mehr so stark wart.
Aber das ist schon Dekorative, glaube ich. SheGlam, oder nicht? Ich weiß nicht, ich habe noch nie was von denen gekauft.
Also sie haben keine Liquid Hydrator?
Nee, haben die nicht. Deswegen, ich habe das noch nie so doll als meine Konkurrenz gesehen.
Aber am Ende ist es doch so, man konkurriert ja wahrscheinlich um ein verfügbares Budget der jüngeren Frauen. Ja. Und wenn sie sich dann halt einen Liquid Hydrator kaufen, dann haben sie kein Geld mehr für was Dekoratives. Oder umgekehrt, oder?
Natürlich, du kannst dein Geld nur einmal ausgeben, klar. Deswegen gibt es ja auch dann teilweise halt Dupes von uns. Was sind Dupes? Also quasi Produkte, die nachempfunden wurden von anderen Brands und die dann teilweise günstiger sind. Aber das tut mir als Marke nicht unbedingt einen Abbruch, weil die Leute wissen ja, was sie gekauft haben. Und wenn sie dann dafür vielleicht die 10 € für den Liquid Hydrator nicht hatten, dann haben sie vielleicht an einem anderen Punkt dann wiederum das Geld, die 8 €, um meinen Cleanser zu kaufen.
Das heißt, diese Dupes gibt es auch bei dir? Ja, das heißt, da gibt es dann also vorkommen nebeneinander eure Produkte und sozusagen eure Produkte in günstiger. Die stehen im selben Regal mehr oder weniger.
Die Formulierung ist natürlich nicht 100% die gleiche, aber ich glaube, wenn du später mal in den Drogeriemarkt gehst und dich mal umschaust, dann wirst du das ungefähr nachempfinden können, was ich gerade meine.
Sind eigentlich diese Hauls immer noch so wichtig, wie sie früher mal waren?
Ja, aber diesmal bei Kurzformaten halt. Aber das ist definitiv noch ein Riesending, Drogeriemarkthaul zu zeigen, was man gekauft hat.
Ja, und da bist du auch weiterhin dabei, da irgendwie zu pushen und sagst, hey, beim nächsten Mal hoffentlich mit.
Ja, ich schreibe auch darunter, wenn sie uns gekauft haben, natürlich. Ich investiere sehr viel Zeit da rein, Social Media zu konsumieren, um zu sehen, wer meine Produkte benutzt. Ich habe zum Beispiel Anfang des Jahres eine Creme, die es nur online gab, in Rossmann gebracht. Und dann auf einmal war mein TikTok voll mit Leuten, die die Creme probiert haben und die finden, dass die nach Mayonnaise riecht. Und nach dem 12. TikTok, was sagt, dass die Creme nach Mayonnaise riecht, hat mein Team eine Nachricht von mir mit: Hey Leute, das funktioniert nicht. Wir müssen noch mal drüber nachdenken. Können wir irgendwas ändern, dass die nicht nach Mayonnaise riecht? Und jetzt haben wir dann quasi daran gearbeitet. Ja, das ist also das ist das Urea da drin. Also Urea kennst du bestimmt, oder Harnstoff. Heißt das eigentlich?
Harnstoff.
Ja, Harnstoff ist Urea. Hast du Urea schon mal gehört? Nee. Okay, wow. Also an sich ist das in ganz vielen Bodylotions drin. Das ist quasi pflegend für die Haut. Das sagt man auch, dass man das auf raue Ellenbogen gut machen kann. Ist in ganz, ganz vielen Produkten Urea. Und das riecht halt—
Oreos kenne ich, diese Cookies.
Aber okay, das ist aber eine andere Geschichte.
Nee, mit Urea. Und Oreos, Und Urea ist ein ganz schöner Wirkstoff, riecht aber teilweise nach quasi Mayonnaise oder so ein bisschen wie Ammoniak. Und das ist einfach so. Andere Brands verwenden aber Parfüm, dann riechst du das nicht so. Wir sind aber parfümfrei. Das heißt, man riecht es bei uns halt eher. Und deswegen arbeiten wir jetzt gerade daran, dass wir eine Version der Creme, also dass wir die überarbeiten und eine Version rausbringen, die nicht riecht. Das habe ich aber nur rausgefunden, weil ich Social Media noch so viel verwende, weil ich die ganze Zeit Social Media gucke, schaue, was die Leute wollen, was die was denen fehlt, was sie suchen.
Das heißt, am Ende übersetzt TikTok und Instagram oder noch was anderes?
Ja.
Also, oder gibt's eine andere Plattform, die für euch relevant ist?
Also als Ads ist Pinterest noch sehr gut und YouTube Shorts konsumiere ich gerne, ist aber ganz oft recycelter Content eigentlich von TikTok oder so, den ich da angezeigt bekomme.
Und sonst Facebook mache ich Was gebt ihr eigentlich aus für bezahltes Marketing im Jahr? Also sind das auch schon wirklich relevante Summen, Millionen, oder?
Insgesamt, ja, ich weiß nicht, ich glaube, wir machen das immer an Prozenten fest, aber also jetzt dieses Jahr werden wir auf jeden Fall über 1 Million sein bei Marketingausgaben. Also das ist schon wichtig für uns, dass wir halt einfach auch Aktivierungen machen im Drogeriemarkt beispielsweise, dass du diese, dass diese Wobbler zum Beispiel, die so an dem Regal dranhängen, kennst du die? Oder du hast eine auf dem Boden Aktivierung oder sowas.
Oder halt dann natürlich den Drogeriemarkt selber, ne?
Genau, das bezahlst du. Oder wir sind auch wirklich im klassischen Marketing, also wirklich in halt Zeitungen, als Zeitungen, ja. Oder zum Beispiel, wenn man jetzt gerade, waren wir zum Beispiel, wenn du bei Eurowings geflogen bist und du hast deine Bordkarte ausgedruckt zu Hause, dann war da unsere Werbung Also sowas zum Beispiel haben wir auch.
Aber in Zeitungen? Also es erscheint mir jetzt total abwegig, junge Frauen in Zeitungen erreichen zu wollen.
Na, zum Beispiel, es gibt auch Mama-Zeitungen, die super wichtig sind, die halt irgendwie sich Tipps holen. Zum Beispiel, ich glaube, die heißt Luna Mom zum Beispiel, und das sind halt für Mütter eine Zeitung, und da zum Beispiel machen wir das sehr gerne.
Oder gibt's da auch immer so Codes drauf, also ich meine so, dass du scannen kannst und so?
Nicht scannen, sondern da steht dann halt einfach, was du eingeben musst.
Ah, okay, aber das heißt, ihr macht dann sozusagen Printwerbung direkt mit Wir machen Printwerbung, wir machen Plakatwerbung, aber immer mit Tracking-Code, mehr oder weniger. Also meistens, ja, genau, das rechnet sich auch dann ganz gut.
Also das ist natürlich breit gestreut, aber du kannst es ja schon durch den Code ein bisschen messen. Und dann genau haben wir halt die unterschiedlichen Aktivierungen, ob dann Print, ob Plakat, Fernsehen haben wir mal probiert, hat gar nicht funktioniert. Ja, Unterschiedliches.
Und Plakate dann irgendwie auch so richtig so streuermäßig in der Stadt?
Okay, digital und nicht digital, genau. Also digital gibt es ja diese an so einem Kiosk oder so, kennst du das? Dass da so ein Screen durchläuft und dann halt ganz normale, also ob Litfaßsäulen oder normale Plakatwände auch.
Aber das wird jetzt mit deiner neuen Marke wahrscheinlich dann alles müssen—
Das wird nicht passieren, nee.
Das musst du dann alles über online aufbauen. Ja. Aber du weißt wahrscheinlich schon, welche Influencerinnen, welche Creator dir da gefallen würden und wen man sich da wendet?
Ich habe schon an ein paar Menschen gedacht, ja, aber wir reden das erste Mal darüber. Ich habe es noch niemandem erzählt. Schauen wir mal, wer Lust hat.
Okay, krass. Also ja, Glückwunsch, was für eine Geschichte.
Also danke.
Man könnte jetzt ja auch sozusagen eigentlich wahrscheinlich sagen, das war's mit meinem Berufsleben, ich gehe dem jetzt mal so ein Angebot an. Und ich schätze mal schon, dass man für die Firma, wenn jetzt so, ich glaube, 6, 7 Millionen Ergebnis ist ja das, die öffentliche Zahl, ne, das Wachstum natürlich ein bisschen flach gerade, also wenn es, das hilft nicht, aber Aber die Marke, vielleicht kriegt man da was zwischen 50 und 100 Millionen für, wenn dir davon die Hälfte gehört. Nehmen wir mal an, wenn man bekäme 100 und dir gehört davon die Hälfte, eurer Familie, dann wären das 50 für euch. Ich würde jetzt schon ausreichen eigentlich für deine nächsten 60 Jahre oder 70.
Also ich bin ja nicht alleine da drin, sondern meine ganze Familie. Und meine Schwester ist noch mal 5 Jahre jünger als ich, die ist 25. Und ich glaube, dass wir beide uns einig sind, dass wir noch nicht fertig sind, dass wir jetzt gerade mit 25 und 30 uns noch nicht ready fühlen für den Liegestuhl oder den Schaukelstuhl.
Vielleicht fühlt mein Vater sich anders, wenn man ihn fragen würde, aber er hat ja auch keine Doku und sagt, Mensch, irgendwie lass mal jetzt ein bisschen was verkaufen.
Der lässt uns komplett machen. Es gibt sehr wenige Menschen, glaube ich, die so laid-back sind wie mein Vater. Der ist einfach nur, ihr kriegt das schon hin, ihr macht das, ihr habt meine Telefonnummer, wenn ihr mich braucht.
Und er ist noch berufstätig?
Er ist beratend tätig, sagen wir es mal so.
Aber du hast ja viel erzählt.
Ich glaube, man kann sich ganz gut vorstellen, was ihr da Und ja, bin gespannt, ob das jetzt so weitergeht. Also die neue Marke, ich, okay, Instagram werde ich sie vielleicht sehen, weil in den Drogeriemärkten erstmal noch nicht.
Ja, mal schauen.
Aber es ist wirklich krass, ich meine, was so Drogeriemärkte mittlerweile für eine Kraft haben, auch für eine soziale Station sind für Leute, für eine Rolle haben in der Gesellschaft. Das ist also, man denkt jetzt aus der Ferne erstmal so, ist ein Drogeriemarkt, aber es halt mehr als das. Das ist eine Businessplattform, ist eine soziale Plattform für Leute. Ja, also na ja, vielen Dank.
Danke dir.
Alles klar, ciao ciao. Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu, und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch? Was können wir noch besser machen? Und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen, oder zumindest zu versuchen, ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse? Was können wir tun? Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt's auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie zum Beispiel 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro, oder ein OMR-Report eurer Wahl. Und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel Vier Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen. Und wie gesagt, vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören nach hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank vorab. So, wem es bis hierher einigermaßen gefallen hat, dem gefallen möglicherweise auch die schon erwähnte Folge mit dem dm-Chef und Eigentümer Christoph Werner von vor einigen Wochen oder die Folge mit Leon X Skincare aus dem letzten Jahr oder mit der Dr. Brand Königin Barbara Sturm, die war vor einigen Jahren hier zu Gast. Jeweils immer bitte googeln: Barbara Sturm OMR Podcast oder Leon X Skincare OMR Podcast und ihr werdet diese Folgen sofort finden.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
More from Mario


Vom Hafenarbeiter zum Milliarden-Textilimperium: Tom-Tailor-Gründer Uwe Schröder (#945)









