OMR Classic mit Komoot-Gründer Markus Hallermann
3 Jan 2025 · 59 min
In diesem OMR‑Podcast‑Interview spricht Philipp Westermeyer mit Markus Hallermann, Mitgründer von Komoot, über die Entstehungsgeschichte, das Leitbild (Outdoor‑Erlebnisse einfach planen), das daten‑ und community‑getriebene Produkt, das über mehrere Sportarten hinweg personalisierte Touren liefert. Hallermann erklärt, wie die Community das zentrale Asset ist, weil sie kostenfrei Tour‑Empfehlungen erzeugt. Das Geschäftsmodell kombiniert einmalige Kartenkäufe, ein Premium‑Abonnement mit Zusatzfunktionen und native Werbung für Tourismus‑ und Outdoor‑Marken. Das Unternehmen ist seit 2010 gewachsen, hat heute rund 85 Angestellte, 40 Freelancer und etwa 23 Millionen registrierte Nutzer, wobei das Wachstum stark saisonal und durch Word‑of‑mouth getrieben wird. Die Internationalisierung fokussiert sich zunächst auf Europa und Japan, wobei Kern‑Communities (z. B. Gravel‑Rider) als Eintritts‑ und Skalierungshebel dienen. Partnerschaften mit Garmin, Bosch, Apple/Google und anderen Hardware‑Herstellern sind integraler Teil der User‑Journey. Finanzierung erfolgte überwiegend bootstrap‑basiert, unterstützt von Brandenburg‑Frühphasenfonds und dem June‑Fund. Hallermann spricht über die Herausforderungen des 30 % App‑Store‑Umsatz‑Shares, mögliche zukünftige Zahlungsoptionen und die Bedeutung von B2B‑Ads. Das Unternehmen arbeitet remote‑first und verfolgt ein New‑Work‑Modell, das ein attraktives, flexibles Arbeitsumfeld mit Fokus auf Team‑Bindung und persönliche Begegnungen bietet, um im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Abschließend diskutieren sie mögliche zukünftige Monetarisierungspfade (z. B. Buchungen, geführte Erlebnisse) und die langfristige Vision, weiter zu skalieren, ohne das Unternehmen zu verkaufen. Das Interview endet mit einem Aufruf an die Hörer, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen, um den Podcast zu verbessern, und bietet Gewinnspiele für das OMR‑Festival, AirPods Pro und ein Hotel‑Aufenthalt an.
Chapters
Auch im neuen Jahr wollen wir unsere Tradition fortführen und spannende, hörenswerte, besonders relevante Podcasts aus den letzten Jahren neu auflegen, wenn sie gut gealtert sind, wenn sie auch heute noch Relevanz haben. Und das trifft auf jeden Fall auf mein Gespräch aus dem November 2021 mit dem Markus Hallermann, dem Gründer von Komoot, zu. Komoot ist eines der häufig übersehenen Beispiele für einen Digital-Champion aus Deutschland, der weltweit genutzt wird. Die App für Tourenplanung, Fahrradfahrer und Jogger oder Spaziergänger. Komoot, K-O-M-O-O-T, aus Bayern. Der Markus hat es mit seinem Team gebaut. Auf geht's!
Let's go! Go, go, go!
Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt's im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram, und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem und besonders praktisch: Das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Moin Markus!
Servus Philipp, danke für die Einladung.
Ihr seid schon relativ quiet, ne, dafür, dass ihr so eine fette App gebaut habt.
Ja, keine Ahnung. Wir versuchen, uns aufs Geschäft zu konzentrieren, Schrägstrich unser Produkt zu bauen.
Erzähl mal, wie es losging. Also Komoot kennen ja, glaube ich, ziemlich viele, wahrscheinlich nicht alle, aber mittlerweile in Deutschland eine sozusagen Household Name, weil man damit einfach standardmäßig seine Touren plant.
Ja, wir wollen, also eigentlich schon immer wollten wir es so einfach wie möglich machen, Outdoor-Erlebnisse zu planen. Rauszugehen, Spaß zu haben. Das war von Anfang an unsere Mission. Wir haben alle einen technischen Hintergrund, also alle Founder haben irgendwo einen technischen Zugang und auf der anderen Seite einen Sport- und Tourismuszugang zu dem ganzen Thema und haben das Problem gesehen, dass wenn ich in München sitze und mountainbiken gehen will, ich gar nicht so einfach eine Tour bekomme. Und das können wir lösen, oder haben wir geglaubt lösen zu können, und Daran arbeiten wir den ganzen Tag.
Seit wann macht ihr das?
Wir haben angefangen, drüber nachzudenken, irgendwann 2009, so in einem sinnvolleren Rahmen, und gegründet haben wir dann Komoot Anfang 2010.
Und welche Rolle spielt die Tatsache, dass ihr einfach so früh da wart? Da war die App-Landschaft ja noch eine ganz andere.
Ja, ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil war, weiß ich nicht. Wir haben auch mit Sachen gekämpft, dass wir unser eigenes Subscription-System entwickelt haben, das heute ready-made geliefert wird. Ist sicher auf der einen Seite ein Vorteil gewesen, weil die Wiese noch ein bisschen grüner war. Auf der anderen Seite haben wir schon viel Tech-Stack entwickelt, den ich heute wahrscheinlich nicht mehr entwickeln würde.
Aber erklär mal so ein bisschen das Grundprinzip. Also für welche Sportarten, Aktivitäten, wo kommt es ursprünglich her, was ist so die Wurzel und was ist eigentlich der Hauptnutzen?
Also der Hauptnutzen ist, raus in die Natur gehen, aktiv zu sein, und das egal, ob das deine Feierabend-Rennradrunde ist, Mountainbiken, Wandern, der Urlaub, eigentlich immer wenn ich rausgehen will, schöne Erlebnisse haben will. Was das eint, ist, dass es immer darum geht, eine schöne Tour zu haben, die personalisiert sein muss und typischerweise auch an meinem Standort sein muss. Und dieses Problem versuchen wir bestmöglich in der App zu lösen. Was steckt dahinter? Eine große Community, die ihre Daten und ihre Erlebnisse teilt, also Empfehlungen da draußen teilt. Wo ist es schön zum Mountainbiken? Wo ist es schön zum Rennradfahren? Rennradfahren. Wir haben da einen bisschen anderen Ansatz, dass wir uns im Prinzip angucken, was sind die speziellen Merkmale oder das Highlight einer Tour. Also dass wir sagen, wenn du wandern warst, der eine Gipfel, die eine Hütte, das ist relativ einfach. Aber dann an der Isar oder an der Alster das eine Segment, das besonders schön zum Joggen ist, und wir dann über diese Empfehlungen von Nutzern wieder Touren für dich personalisiert bereitstellen. Und mit diesem sehr datengetriebenen Ansatz mithilfe einer Community schaffen wir es halt in Anführungszeichen überall personalisierte Touren zu liefern.
Und man muss sagen, das Kern-Asset ist ja diese Community zu haben. Also ihr habt ja nicht Redakteure, wie man das so meinen könnte, wie früher irgendwelche Magazine, wo dann der Redakteur eine Fahrt irgendwie vorgegeben hat, sondern ihr habt ja wirklich— wie viele Leute? Millionen von Menschen, die da ihre Touren teilen, dass ihr für euch Eigentlich der Gamechanger, oder?
Ja, also das ist, wenn man es aus einer Investment- oder Company-Sicht sieht, dann ist das Schöne, dass wir keine Stückkosten für die Produktion von Touren haben. Das Asset ist die Community, die ihre Recommendations teilen und wir es halt so schaffen, personalisierte Empfehlungen zu liefern, wo sonst überhaupt gar keine da sind. Also wenn ich irgendwo südlich von Wolfsburg die 10 besten Rennradtouren südlich von Wolfsburg, dieses Buch, das gibt es nicht. Weil einfach kein geschäftliches Interesse dahinter ist. In diesen Wolfsburgs dieser Welt wohnen aber die meisten Menschen und wollen am Feierabend oder am Wochenende auch raus, egal ob mit der Familie am Wochenende oder eben die Rennradtour. Und wir schaffen das durch unseren Ansatz über die Community und über unser Daten-Analytics-Machine-Learning-Topic dann tatsächlich, dieses Produkt zu liefern, wo es die meisten Menschen brauchen.
Und die 100-Millionen-Dollar-Frage oder wie viel auch immer die Firma mittlerweile wert ist, wahrscheinlich noch mehr, ist ja, wie hat man diese Community gebaut? Wie habt ihr die incentiviert? Wo kommen die Leute her? Also das will ja jede Brand, so eine tolle Community zu haben, die da sozusagen kostenlos Consumer Generated Content herstellt, sich mit euch identifiziert. Wie habt ihr das aufgebaut?
Ich denke, was wir jetzt, wenn wir in neue Märkte gehen, so ein Hauptthema ist, oder eigentlich, wenn man immer so einen Community-Ansatz hat, hat man ein Henne-Ei-Problem. Ohne Content keine Community und ohne Community kein Content. Was wir anders machen, ist, schon wenn wir in einen neuen Markt gehen, können wir weltweit mobile Routenplanung liefern. Das heißt, auch in Japan kannst du im Moment auf der Karte deine Rennradtour zusammenstellen, und wir sind dort vor allen anderen da draußen, dass du diese Route dir selbst handmade zusammenbaust. Und auch dort sind wir vor allen anderen, die da draußen sind, egal ob das Garmin oder ähnliche Gerätehersteller sind. Und damit schaffen wir ein Produkt für eine initiale Community, die dann eine Tour macht und dann sagt, ja, dieser eine Anstieg oder Pass oder Hütte auf meiner Tour war besonders schön. Und so kriegen wir diesen Nukleus, diese initiale Keimzelle hin. Und was dahinter steckt, ist, dass wir den ganzen Tech-Stack für Maps, Navigation, Routenplanung, Routenplanung für unterschiedliche Sportarten dass wir den komplett selbst entwickelt haben und das bei uns liegt, dass wir sowas liefern können.
Aber wie findet jetzt ein Japaner Komoot? Also ich meine, das ist ja ein spezieller Begriff schon, nicht gerade umgangsgängig. Wie kommt der Japaner auf euch?
In den neuen Markt kommt er über Core-Communities, die wir ansprechen. Also wir suchen uns spezielle Communities raus, die dann dieses Produkt brauchen, also wo auch der Product-Market-Fit am größten ist, beispielsweise Gravelrider in Japan. Die sprechen wir gezielt an über spezielle Kanäle einmal oder dann eben auch, dass wir auf Events gehen, in Magazinen sind, die dort relevant sind und so einen initialen Aufschlag machen. Und aber unser größter Wachstumskanal dann ist Word of Mouth.
Das heißt, das gute Produkt in Verbindung mit einer sehr, sehr spitzen Initial-Community.
Ja.
Okay, und der typische japanische Markteintritt ist dann wirklich der Gravelbike-Rider?
In Japan haben wir noch keinen fetten Aufschlag gemacht, sondern unsere Hauptthemen sind im Moment, in Europa zu skalieren, und dort ist es der Gravelrider und über die Core-Community dann in weitere reinzuwachsen.
Ist Gravelbike-Riding auch die Aktivität, die dann bei euch auf der Plattform am meisten geteilt wird?
Nee, das sind schon in Anführungszeichen die meisten Leute gehen schon Rennradfahren oder in Anführungszeichen normales Fahrradfahren, Wandern. Das ist dann schon sehr schnell die Aktivität, die ich jeden Tag mache oder die ich standardmäßig mache, die auch geteilt wird. Und auch der Hardcore-Community- oder Core-Community-Mensch macht sonst Aktivitäten wie Rennradfahren, Fahrradfahren gehen, mit der Familie rausgehen. Also das ist ein großer Unterschied von Komoot zu allen anderen Sport- oder Outdoor-Apps da draußen, dass wir das über alle Sportarten hinweg bieten und die meisten Menschen eben auch mehrere Sportarten machen. Also der Gravel Rider geht typischerweise am Wochenende auch mit der Familie raus wandern oder mit seinen Kumpels Rennrad fahren oder auch mal Mountainbiken. Und dass wir das über alle Sportarten anbieten, ist auf der einen Seite der große Vorteil für den User und auf der anderen Seite eben, dass der spitz angesprochene User dann für alle auch Content generiert.
Aber ihr macht kaum so richtig Werbung für die App sozusagen an den normalen Endkunden. Also ich bin zum Beispiel jetzt keine ganz spitze Zielgruppe, aber ich habe die Schönheit der App tatsächlich erlebt, weil ich selber Fahrradfahren war mit Freunden und mein Kumpel dann alles über Komoot gemacht hat. Und wir hatten da in Schleswig-Holstein die geilsten Strecken, wo ich gefragt habe: Wo kommen denn diese Strecken her? Und er halt: Komoot. So, trotzdem, wenn er jetzt nicht dabei gewesen wäre, dann hätte ich das nicht gefunden.
Ja, das kann gut sein. Wo wir in Anführungszeichen normale Werbung machen, ist dann primär oder zu einem großen Teil auf der Paid-Ads-Seite, dass wir Downloads generieren für Leute, die danach suchen, nach unterschiedlichen Sport-Apps. Und auf der anderen Seite, Word of Mouth, besonders in einem Markt wie DACH, ist schon unser allergrößter Hebel und auch der, der am besten skaliert.
Macht ihr irgendwas, um Word of Mouth zu incentivieren oder so?
Wieder an den Core-Community, also auf User-Seite nicht. Du kannst schon Regionen verschenken oder Ähnliches, aber das, was sich herausgestellt hat, was am allerbesten funktioniert, ist, dass Leute das Erlebnis Schrägstrich des Produktes zu dem Erlebnis geführt hat, teilen.
Okay, okay. Und über andere Social-Media-Plattformen, mittlerweile habt ihr auch sozusagen Influencer auf eurer eigenen Plattform, ne?
Wir haben auf der einen Seite Influencer auf unserer eigenen Plattform, aber wir suchen uns schon auch Ambassador aus, die Komoot als Marke vertreten. Das ist aber wieder auf einer sehr, sehr spitzen Zielgruppenseite. Also ob die dich erreicht hätten, weiß ich nicht. Die hätten vielleicht deinen Kumpel erreicht, der dann die Route plant, das Erlebnis bereitstellt und dich so auch hookt. Aber das ist tatsächlich unser größter, größter Hebel und auf den wir auch eigentlich am stärksten setzen, dass wir sagen, wir wollen ein geiles Produkt bauen, dass die Leute dann auch wirklich weiterempfehlen.
Und du sagst, bei vielen Apps ist es ja so, dass die schon davon profitiert haben, dass sie rausgekommen sind zu einer Zeit, als der App Store nicht so kompetitiv war. Aber das, sagst du, seht ihr jetzt bei der Expansion nicht, sondern ihr kommt in anderen Ländern genauso gut voran wie damals in Deutschland?
Wir kommen sicher in manchen Themen besser voran wie in Deutschland, weil wir ein paar Sachen gelernt haben, das Produkt ein ganzes Ende weiter ist. Natürlich bewegen wir uns jetzt auch in einem kompetitiveren Umfeld. Das fällt mir schwer, dort zu sagen, ob wir jetzt davon mega profitiert hätten oder einen großen Nachteil haben. Aber ja, sind wir schneller gewachsen, weil die Wiese grün war? Weiß ich nicht. Auch Runtastic, die ja um ähnliche User erst mal auch eine Sport-App sind oder eine App, die für ähnliche Aktivitäten verwendet war, auch da war auch immer ein großer Konkurrent. Was kann ich verwenden? Deswegen weiß ich es nicht. Auf jeden Fall sieht man, dass dass es kompetitiver wird, was jetzt Marketingausgaben oder in neue Länder Spendings angeht. Das wird auf jeden Fall kompetitiver und die Landschaft insgesamt reifer.
Wer ist denn euer größter Wettbewerber oder wer sind denn so die Wettbewerber? Garmin hast du genannt.
Ja, Garmin ist ein Stück weit ein Competitor, ist aber primär Partner, einfach weil wir sagen, dass wir den User entlang der gesamten User Journey begleiten wollen. Das heißt, wenn du ein Garmin-Nutzer bist, weil du sagst, du hast diese Uhr oder du hast ein GPS-Gerät, weil du es haben möchtest, dann planst du weiterhin mit komoot deine Route, drückst Speichern und wirst dann von Garmin navigiert. Am Ende ist die Route wieder bei deinem Erlebnis wieder bei komoot. Das heißt, es ist ein integraler Teil deiner User Journey. Wenn wir so die reinen Apps oder Plattformen angucken, gibt es einen großen, der im Rennradbereich unterwegs ist. Und aus den USA und umgekehrt. Auch im Outdoor-Bereich gibt es einen, der sehr von der Editorial-Content-Seite kommt.
Okay, okay. Und wie groß ist die Firma mittlerweile?
Kommt immer darauf an, wie man es misst, in Anführungszeichen, wie groß wir sind. Wir sind jetzt 85 festangestellte Leute mit gut 40 Freelancern zusätzlich. Umgekehrt haben wir zwischen 23 Millionen registrierte User.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Okay, okay. Und wenn man ein bisschen recherchiert, gibt es Statements im Netz. Ich glaube auch, mein Stammgast Sven Schmidt hat schon mal eine Spekulation losgetreten, dass ihr so im DS-Podcast zwischen 20 und 30 Millionen Umsatz macht aktuell.
Da hat er ziemlich gut geschätzt.
Okay, was ja, sagen wir mal, sehr, sehr interessant klingt, wenn man in Anführungsstrichen nur 85 Menschen ernähren muss und Marketing so rauf und runter fahren kann, wie man es gerade braucht.
Es kommt immer darauf an, wann man eine Firma wie interessant findet, aber aus einer finanziellen Sicht ist es auf jeden Fall eine interessante.
Company. Ja, ich unterstelle jetzt mal, musst du nichts zu sagen, aber wenn man so die Umsatzzahlen hört und die Kosten mal dagegen hält, die man sich vorstellt, dann kann da locker ein 8-stelliges Ergebnis, 9-stellig nicht, aber ein 8-stelliges übrig bleiben.
Auch die 9 Stellen, na 8 waren möglich, 18 schon möglich.
Und sag mal, ihr habt das ja Bootstrap gebaut, ne? Ihr habt ja irgendwie am Anfang auch relativ lange alleine gearbeitet. Mittlerweile sind, ist glaube ich der June Fund mit dabei und so, aber im Wesentlichen ist es eine Bootstrap-Company, ne?
Sagen wir es mal so, wir sind jetzt nicht mit Millionen vollgepumpt. Wir haben ganz am Anfang Investment vom Brandenburg Frühphasenfonds bekommen. Das ist so, im Prinzip funktioniert sehr ähnlich wie der HTGF, nur in Brandenburg, und ein bisschen mehr Geld können sie geben. 2013/14 ist dann der June Fund und noch ein paar weitere reingekommen, aber seit dem Zeitpunkt leben wir komplett aus unseren Umsätzen.
Und trotzdem, wahrscheinlich rennen euch jeden Tag irgendwelche Investoren, Private Equity, die Bude ein.
Jeden Tag nicht, aber wir sind auch nicht so präsent, wie du festgestellt hast. Das hat seine Vor- und Nachteile, aber so viele klingeln nicht. Aber es ist im Moment auch nicht wirklich relevant, einfach weil wir ganz gut monetarisieren.
Wenn man Monetarisierung anschaut, hast du gerade gesagt, dann zahlt man aber einmalig bei euch und ist dann Komoot-Nutzer für wie lange?
Hoffentlich bist du Komoot-Nutzer für immer. Wir haben im Prinzip auf der B2C-Seite ein zweigestuftes Geschäftsmodell. Auf der einen Seite verkaufen wir die Karten. Das ist so ein sehr, sehr straightforward für den User Geschäftsmodell, wo du einzelne Regionen kaufen kannst. Sehr klassisch Freemium, deine erste Region schenken wir dir. Wir kommunizieren das als, du kaufst eine Karte, du kaufst die Lizenz für Offline-Turn-by-Turn-Navigation. Funktioniert als Karte deutlich besser und du kannst dort einmalig die ganze Welt kaufen, was sich sehr, sehr attraktiv anhört, für 30 oder 20 Euro die ganze Welt zu kaufen. Und dann haben wir jetzt seit 3 Jahren on top für die High-Engaged-User Premium-Subscription-Modell, was auch extrem gut anläuft.
Was bekommt man denn noch on top, wenn man Premium-Subscription macht?
Du bekommst sowas wie sportspezifische Karten, kannst sehr, sehr leicht Mehrtagestouren planen, bekommst das Wetter entlang der Tour angezeigt, kannst deine eigenen Collections bauen. Du hast auf der anderen Seite, wenn du jetzt deine Radltour an die Ostsee nimmst, einen Versicherungsschutz, der dich dann nach Hause bringt oder ins nächste Hotel, wenn du liegen bleibst oder einen Unfall hast. Und als Sechstes, dass du bei E-Commerce-Partnern kontinuierlich günstiger einkaufst.
Trotzdem mal nachgefragt, weil ich jetzt drüber nachdenke, so aus der Digital-Business-Sicht, dann wäre es doch eigentlich attraktiver gewesen zu sagen, unsere Nutzer schließen ein Abo ab und kaufen nicht einzelne Karten, weil wenn sie die Karte einmal haben, dann haben sie die ja für immer. Das heißt, du hast einmal monetarisiert und dann ist die Karte weg und dann hat er die. Wenn du jetzt ein Abo hättest und dann könnte jemand, der das Produkt geil findet, jahrelang bezahlen. Würden Leute ja machen, siehe andere Apps. Warum habt ihr diese Monetarisierung gewählt?
Hängt damit zusammen, dass wir sehr, sehr früh dran waren. Auch 2010 haben wir schon ein Abo-Modell entwickelt, das aber einfach nicht gezogen hat. Woran das lag? Zum einen, dass dort der Sprung von mobil auf dann im Web bezahlen relativ mühsamer war. Es gab noch kein Abo von Apple bereitgestellt. Und auf der anderen Seite würde ich sagen, hat besonders im DACH-Markt, wo wir stark sind, wo wir stark gewachsen sind, das Jamba-Monatsabo, was die Affinität der Deutschen zu mobilen Abos anstellt, schon deutlichen Schaden genommen. Würde ich es heute noch mal bauen, weiß ich nicht, ob ich es wirklich anders machen würde. Schrägstrich ist es eine der großen Fragen, vor der wir stehen. Dass wir so einen großen Teil der User so gut monetarisieren, ist schon auch ein riesiger Vorteil. Wir schaffen es jetzt im Premium-Subscription schon, riesige Retentions und oder Renewal Rates zu bekommen. Aber wenn man sich viele andere B2C-Abo-Modelle anguckt, dann muss man sich schon fragen, ob die nicht sehr nah an einem One-Time-Payment eigentlich sind.
Aber das heißt, meine Beobachtung ist nicht ganz falsch. Mein Abo-Modell wäre schon eleganter.
Ist das, sagen wir es mal so, wenn ein Abo-Modell perfekt funktioniert, dass man eine sehr hohe Renewal Rate hat, dann ist es natürlich schöner, für immer Umsätze zu generieren.
Klar, aber man kriegt doch nicht mehr gedreht, ne? Aber ich meine, einmal jetzt die Karten verkauft hast, wenn du jetzt einem Nutzer sagst, jetzt kauf bitte das Abo, dann fühlt er sich ja veräppelt, weil er die Karte schon mal bezahlt und eine Annahme, die hat jetzt immer, ne?
Ja, also ich glaube, dasselbe Feature-Set, das zur initialen Monetarisierung geführt hat, dann denselben User wegzunehmen und in ein Abo zu überführen, ist Blödsinn. Oder das kann man schon probieren, war nicht unser Weg, sondern was wir gemacht haben, ist ergänzend ein Subscription-Modell dazuzustellen. Das heißt, auch jetzt, wenn du die Welt einmal gekauft hast, kannst du Premium-Subscription zusätzlich kaufen für eben weitere Funktionalitäten, sodass du ein Upgrade schaffst. Und das funktioniert schon sehr, sehr gut.
Sind eigentlich noch alle Mitgründer an Bord? Ich meine, ihr wart, glaube ich, mal 6 Stück.
Ja, wir sind 6 Mitgründer und alle sind an Bord und alle sind, soweit ich sagen kann, sehr glücklich an Bord.
Okay, ist ja ungewöhnlich, mit 6 Leuten zu gründen. Aber was war der Auslöser?
Ich glaube einfach, dass wir von Anfang an gesehen haben, dass wir ein starkes Team brauchen, das über viele unterschiedliche Skills verfügt, und wir dann Stück für Stück in Anführungszeichen an der Idee, an der Company gebaut haben und dann in dem Moment, wo wir gesagt haben, wir gründen, auch gesagt haben, ja, dann sollen ruhig alle auch daran beteiligt sein.
Macht ihr auch eine Werbevermarktung?
Es gibt ein Ads-Produkt innerhalb von Komoot, das aber auf eine spitze Zielgruppe ist. Das sind auf der einen Seite Tourismusdestinationen und auf der anderen Seite Outdoor-Brands, die werben. Das ist im Prinzip ein natives Werbeformat. Das heißt, dort wird Content, den die produzieren oder in der App haben, einer breiteren Zielgruppe zur Verfügung stellen. Ein einfaches Beispiel ist, wenn du in Hamburg bist, dann will es Tirol dir typischerweise erzählen, dass es in Tirol viel schöner zum Wandern ist als rund um Hamburg, und dass sie mit ihrem Outdoor-Content dich erreichen, das ist bezahlte Reichweite.
Okay, das heißt, es gibt dann jetzt 3 Erlössäulen, aber die Abos, dann der Karten- oder Länderkauf, wie du es nennst, Und dann die Werbung. Noch was Viertes?
Nein, im Moment nicht.
Okay, aber die— oder kommt was? Ist das geplant?
Im Moment auch nicht.
Was wäre da noch vorstellbar?
Naja, also was Komoot ja macht, ist, wir sind Teil deiner Experience oder deiner User Journey rund um schöne Erlebnisse. Und wie du gesagt hast, ich kann mit Komoot auch meinen Urlaub planen und wir sitzen ja dort am Anfang der Journey. Das heißt, du fängst an, darüber nachzudenken, wo du denn hingehst. Und dort ist jetzt der Erste, der reinkommt, und erzählen will, dass du besser ins Tirol fährst. Tirol-Werbung. Aber dann willst du ja typischerweise das passende Wanderhotel oder das passende Mountainbike-Hotel, wo du gut aufgehoben bist. Und wenn wir jetzt schon die User Journey abbilden, dann ist es jetzt in Anführungszeichen No-Brainer zu sagen, warum kann ich nicht auch mein Hotel dort buchen? Oder warum dann nicht auch eine Guided-Wanderung vor Ort? Oder wenn du an deinen Transalp denkst, warum nicht der Guided Transalp? Also ich glaube, wenn es rundum geile Erlebnisse da draußen im Outdoor-Bereich. Da gibt es noch viele, viele Anknüpfungspunkte, wie man weiter monetarisieren kann. Uns geht es im Moment immer darum, erst mal ein geiles User-Produkt zu bauen und dann, wie du so ein bisschen an der Monetarisierung vom Tourismus siehst, wie können wir dann Partner in die User Journey integrieren, sodass es für den User auch einen Mehrwert darstellt. Und nicht, wie können wir einfach einen Banner hinflatschen, der irgendwas bewirbt.
Aber ist aktuell 70% des Umsatzes die Karten?
Nee, weniger. Premium ist unser Subscription-Modell, ist schon deutlich stärker. Und B2B, die nativen Ads, sind gut im 10-12%-Bereich.
Und sag mal, der Name Komoot kommt aus dem kleinen Walsertal oder so, habe ich gelesen?
Ja, kommt aus dem kleinen Walsertal. Das heißt einfach und praktisch. Das ist ein Walser Dialekt. Das sind so, ja, das sind eingewanderte Walliser Schweizer, die dort nach Österreich eingewandert sind. Das ist dort, wo wir herkommen. Und was wir eben, wie ich am Anfang gesagt habe, wir wollen es jedem so einfach wie nur irgendwie möglich machen rauszugehen. Und deswegen soll Komoot einfach und praktisch sein, dass ich einfach nur die App aufmache und ein geiles Erlebnis fahre.
Was ist denn die meist hochgeladene oder bearbeitete Gegend bei euch? Ist das das Kleinwalsertal oder wo sind die meisten Strecken, wo sind die meisten Menschen aktiv?
Dort, wo sie wohnen. Einfach dadurch, dass wir einen Service anbieten, dass ich eben meine Feierabendtour, meine Wochenendtour machen kann, da sieht man, dort werden die Touren dort hochgeladen, wo die Menschen wohnen. Also NRW-Ballungszentren sind dort, wo am meisten Touren hochgeladen werden. Rund um Berlin, rund um Hamburg, rund um München. Also gar nicht so das, was man klassisch im Kopf hat. Die meisten Touren werden in Tirol hochgeladen. Dort sind halt in Anführungszeichen relativ wenig Menschen, die regelmäßig Outdoor-Aktivitäten machen. Einmal, zweimal im Urlaub. Aber die meisten Menschen gehen halt Fahrradfahren, Wandern, Laufen, da wo sie wohnen.
Und gibt es bei euch auch ein Editorial-Team, das sozusagen inhaltlich noch mal nacharbeitet oder selber auch dann sozusagen Regionen bearbeitet, die nicht so frequentiert sind?
Auf der Seite, dass wir den User-Content nacharbeiten, das ist auf einer sehr geringen Seite. Primär irgendwelche Complaints, ob es falsch ist oder ob es nicht erlaubt ist oder Ähnliches. Wo wir schon investieren, ist mit Partnern in Content, in unseren eigenen. Wie gesagt, dass wir sehr spitze Zielgruppen haben, dass wir beispielsweise speziellen Gravel-Content erstellen. Also wir haben schon einen großen sehr, sehr großes Editorial-Team, das auf der einen Seite Partner unterstützt oder dann passend zur Brand gemeinsam Content erstellt.
Verfolgst du die Diskussion, die es gerade rund um Apple gibt, also den Apple App Store? Da gibt es ja Epic oder Spotify, die nicht so gerne so viel Geld an Apple bezahlen würden. Ihr seid ja genauso betroffen. Wie siehst du das Thema?
Natürlich sind wir genauso betroffen. Die machen schon einen sehr, sehr großen Schnitt.
Ich glaube, 30% im ersten Jahr.
Im ersten Jahr sind es die 30%, im zweiten Jahr die 15% beim Abo, die dort fällig werden für uns. Man kann sowohl Apple als auch Google schon zugutehalten, dass sie mit dem App Store ein System geschaffen haben, der erstmal ganz, ganz viel ermöglicht hat. Ob das diesen großen Revenue Share wert ist und ob das wirklich dagegensteht, ist aus meiner Sicht sehr fraglich. Und vor allen Dingen, dass man ein System geschaffen hat, wo man mit so viel Druck arbeiten kann und keine Alternativen hat, ist schon betrachtenswert, würde ich sagen.
Das heißt, auch der Umsatz von euch, ist der dann nach dem Share, oder ist dann die größte Position bei euch Kosten, ist dann das, was ihr an Google und Apple abgeben müsst?
Der Stückkosten, ja. Also wenn du eine Karte kaufst, dann ist der größte Share an Google und App.
Okay, das heißt, ihr vereinnahmt einmal den Umsatz, aber gebt dann direkt dann die 30% wieder raus?
Ja, also von deinen 30 € für die Karte kommt ein deutlich geringer Teil bei uns am Konto an.
Also dann im Ersten nur 20?
Ja, der Staat hält ja auch noch die Hand auf, die Umsatzsteuer geht auch noch weg, kommen knapp 18 €, irgend so was kommt bei uns an.
Und jetzt gibt es ja dann dieses Urteil, dass jetzt Apple es doch zulassen muss, dass irgendwie auch andere Zahlungsdienste akzeptiert werden. Geht ihr jetzt in die Richtung? Versucht ihr jetzt irgendwie andere Zahlungsoptionen einzubauen?
Langfristig glaube ich, wird es in die Richtung gehen. Also viele dieser Argumente kann man nachvollziehen. Es ist ja innerhalb Apple, würde ich sagen, warum kann man nicht Apple Pay— jetzt viele der Argumente sind ausgehebelt komplett, wenn Komoot Apple Pay statt iTunes integrieren würde, dann wären viele der angeführten Argumente aus meiner Sicht komplett weg. Wir selber warten noch ein Stück weit ab, wann sich denn die Urteilslage in unterschiedlichen Ländern verfestigt. Das macht ja auch, so wie ich es verfolge, einen Unterschied, ob man im Moment in der USA sitzt oder was Korea gemacht hat, wo sie ja noch mal ganz andere Daumenschrauben ansetzen und noch mal ganz anders unterwegs sind. Also ich glaube, es wird noch ein dauern, bis man dort irgendwo vielleicht dann auch von Apple zu wieder einer globalen, anders gelagerten Lösung kommt.
Okay, aber es ist schon ein Thema, was du logischerweise sehr eng verfolgst.
In jedem Fall. Macht ja einen deutlichen Unterschied, ob man 30% mehr oder weniger Umsatz hat.
Ja, also ich meine, das ist ein Urteil und zack, wäre es einige Millionen mehr für euch.
Ja, leider stellt man halt auch fest, dass es eben nicht nur ein Urteil ist, sondern dann gehen die wieder in Revision und das Urteil ist ja nur in den USA und für wen gilt es denn eigentlich wirklich und was hilft es, wenn es das Urteil gibt, aber es sich überhaupt nicht durchgesetzt bekommt, weil wir eine App einreichen, die einfach trotzdem hängen bleibt und wir in Deutschland dann gegen Apple klagen müssten. Also leider ist es eben nicht nur das eine Urteil, aber wir beobachten es auf jeden Fall mit Spannung, wie es sich konsolidiert.
Bist du im Austausch mit anderen Unternehmern hinter, sagen wir mal so, umsatzstarken Apps wie bei euch? Also mit wem redet man da in Deutschland? Oder sprichst du mit den Spotify-Kollegen? Oder gibt es da so Austausch?
Wir reden schon immer wieder mit Gründern aus Deutschland. Es ist gar nicht so einfach, Leute zu finden, die vor ähnlichen Problemen stehen, also eine B2C-App bauen und dann ähnliche Metriken haben und ähnlich über ein Produkt denken. Aber beispielsweise die Blinkist-Leute, mit denen sprechen wir relativ oft und finde ich, das ist ein sehr, sehr sinnvoller Austausch, weil eben auch Subscription-Modelle, sehr ähnliche Probleme, sehr ähnliche Topics den ganzen Tag.
Und sag mal, was ist denn sozusagen bei euch der Ausblick? Also du hast jetzt gesagt, Internationalisierung ist ein Thema, verkaufen auf jeden Fall nicht, weitere Business Cases einbauen. Machst du den Job die nächsten 10 Jahre?
Ich hoffe, dass ich den Job weit länger als die nächsten 10 Jahre machen. Also für alle unsere Gründer ist es wirklich geil, so eine Company zu bauen und ein Problem für User zu lösen. Was im Moment unser Hauptthema ist, ist international zu skalieren und die Company wie auch das Produkt voranzubringen.
Aber da in Europa, hast du gesagt?
Im Moment Europa. Das ist die Welt. Ist jetzt so eine Frage, was wir nächstes Jahr machen. Das sind gerade unsere Fragen, wie wir global skalieren. Wir sehen in sehr, sehr vielen Märkten, dass es sich schon deutlich bewegt, ohne dass wir was tun. Aber da wird uns in den nächsten Jahren sicher beschäftigen, wie wir das weltweit skalieren.
Welche Rolle spielen denn Kooperationen? Also du hast jetzt gerade auch mit Garmin erzählt, dass ihr mit so einem Hardware-Partner kooperiert. Gibt es da noch andere? Also vom Fahrradhersteller ist ja einiges denkbar. Macht ihr da was?
Ja, wir sind auf der einen Seite eben alles, was GPS, egal ob das Device am Lenker oder die Uhr angeht. Das kann sein, dass das sehr spezialisierter wie Garmin ist, aber auch mit Apple Watch entwickeln wir eigene Apps, oder Google mit Samsung Tizen, jetzt wieder Google. Und umgekehrt sind wir schon auch im E-Bike-Bereich vertreten. Also Bosch ist einer unserer größeren Kooperationspartner, einfach weil es auch extrem gut passt. Ich habe ein Fahrrad, das mich plötzlich enabelt, weit mehr zu erleben und dann auch die passenden Erlebnisse zu bekommen. Da kommt Komoot wieder ins Spiel, um mich dann eben auch zu navigieren und zu sehen, wo ich hin muss. Das sind so die Gründe.
Ist das was, was bei euch inbound reinkommt, oder macht ihr da, sagen wir mal, sehr viel Business Development, ruft Firmen an und schlagt euch quasi aktiv vor?
Nee, da müssen wir uns schon drum kümmern. Also langsam kommt sowas auch inbound, aber das ist schon was, worum wir uns sehr strategisch eine ganze Weile gekümmert haben und auch immer noch tun.
Bekannter Partner bei uns: eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist: Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke. Aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen, denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben.
Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel.
Das Firmenfitnessangebot von eGym ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026. Und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes. Und seid ihr starker Corona-Gewinner gewesen? Also ist jetzt die letzten Jahre noch mal besonderes Wachstum zu sehen, weil die Leute alle in Deutschland irgendwelche Touren gesucht haben und dann bei euch gelandet sind und nicht mehr irgendwo am Strand gelegen haben in Ägypten?
Ja, also das eine ist, dass ich nicht in den Urlaub gefahren bin. Das ist auf jeden Fall ein Teil. Was für uns der viel stärkere Teil war, ist, dass praktisch deine Freizeitaktivitäten weggefallen sind. Also du konntest nicht ins Kino gehen, ins Café gehen, dich mit Freunden treffen, sondern eigentlich das Einzige, was noch übrig geblieben ist, oder zumindest eins der wenigen, das übrig geblieben ist, ist rauszugehen, Fahrrad zu fahren, wandern zu gehen, die Natur zu erleben und das in Anführungszeichen auch noch alleine, wo du festgestellt hast, dass du ja jetzt die passende Tour finden musst. Und deswegen sind wir schon ein sehr, sehr starker Profiteur der Einschränkungen.
Also das heißt, so viel Wachstum wie in den letzten Monaten wahrscheinlich in den nächsten Jahren schwierig wieder hinzubekommen?
Ja, in jedem Fall. Also wir versuchen alles schnellstmöglich zu wachsen. Wenn man sich Komoot anguckt, dann sind wir im Durchschnitt für die wichtigsten KPI immer um die 70-80% Year-over-Year gewachsen. Letztes Jahr waren es gut 50% mehr. In dem 70-80%-Bereich ist schon unsere Ambition, kontinuierlich zu sein und zu bleiben.
Jetzt hast du ja auch schon gesagt, ihr wollt es eh nicht verkaufen, aber trotzdem, nur um den Zuhörern ein Gefühl zu geben, wenn man jetzt die Wachstumszahlen hört und wenn wir gerade ein bisschen uns in den Eckdaten schon mal lang gehangelt, dann seid ihr auch schon auf dem Weg zu einem etwas übersehenen vielleicht deutschen Unicorn?
Ich finde die Bewertungsthematik immer ein bisschen schwierig, aber wir tun auf jeden Fall alles, in diese Richtung zu kommen, was die Eckdaten angeht. Wie diese Eckdaten dann von wem auch immer in Company Value umgerechnet werden, kann man ja verschiedenste Ansätze wählen. Aber sagen wir es mal so, wir sind nicht Lichtjahre davon weg. Wir sind aber auch von noch niemandem als Unicorn bewertet worden.
Ja, okay, fangen wir mal hier an, das Thema langsam in der Szene einzupflanzen, dass da irgendwelche Marktbeobachter euch nicht ständig vergessen.
Ja, von mir aus sollen die uns durchaus auf der Liste haben, wofür dann auch immer.
Man konnte nachlesen, dass jemand, der ein sehr, sehr gutes Händchen hat, der René Benkö aus Österreich, mal bei euch investieren wollte, aber es hat irgendwie nicht geklappt. Habe ich in der Recherche gesehen.
Das hat nicht geklappt, primär weil wir sagen, wir bauen eine unabhängige Company, ein unabhängiges Unternehmen, und der ja durch die Signa Sports United ein sehr strategisches Interesse hat. Also wir arbeiten mit denen auf einer operativen Ebene sehr, sehr gut zusammen, aber wir haben gesagt, wir wollen keinen strategischen Investor, und darum hat es nicht geklappt.
Das heißt, auch die Adidas-Kollegen, die ja mit Runtesting unterwegs sind, oder jetzt Könnte man sich vorstellen, Fahrradhersteller oder Ähnliches. Das wollt ihr bewusst nicht?
Nee, aus unterschiedlichen Gründen. Also einmal wollen wir eine Company bauen und nicht in Anführungszeichen die Community für wen auch immer bauen. Und umgekehrt macht es dann auch aus einer Company-Sicht, aus meiner Sicht, wenig Sinn, strategische Investoren zu haben. Oder zumindest für uns macht es wenig Sinn, strategische Investoren zu haben.
Aber auf eurer B2B-Seite sind durchaus Top-Firmen gelistet. Also ich hatte verstanden, dass da jetzt, sagen wir mal, Tourismusverbände für Tirol und Ähnliches werben, aber ihr habt ja auch Telekom, Lufthansa, das sind schon irgendwie Big Names, die da bei euch Werbung schalten.
Auf der einen Seite Werbung schalten, Werbung geschaltet haben oder auf einer Service-Seite zusammenarbeiten. Also was haben wir mit der Telekom gemacht? Dass du im Prinzip Regionen geschenkt bekommst. Das ist eine relativ einfache Werbepartnerschaft. Mit der Lufthansa ging es eine ganze Zeit lang darum, wenn du jetzt in eine Destination, wenn du nach Mallorca fliegst, dann ist ja das Fliegen ein Teil des Erlebnisses, aber du bist ja primär nach Mallorca geflogen, um dann dort was zu erleben, und da helfen wir halt auf der Outdoor-Seite weiter. Das heißt, das ist dann auch eine Service-Kooperation. Die wir mit unterschiedlichen Leuten haben.
Was bekommt man eigentlich als Top-Creator bei euch? Gibt es irgendein Incentive?
Fame. Also für einen Teil der Leute, also ein Teil der Leute teilt Inhalte einfach nur, weil sie was Gutes tun wollen, weil sie sich als Teil der Community sehen und sagen, ja, ich möchte das, was ich profitiere davon, auch ein Stück weit wieder zurückgeben. Ein anderer Teil hilft es dann zusätzlich zu incentivieren, dass wir haben Pioneer Community heißt es, dass wenn ich jetzt in Rosenheim, dort wo ich bin, die besten Wandervorschläge mache, dass ich einen speziellen Status bekomme. Erstmal Experte, und wenn ich der Allerbeste in der Region bin, Pioneer. Das ist so eine zusätzliche Incentivierung.
Das ist ein bisschen wie der blaue Haken bei Instagram.
Ja, den bekommst du ja, glaube ich, wenn du, oder weiß ich nicht, wenn du eine verifizierte Persönlichkeit bist. Ich weiß nicht, ob das mit der Qualität deiner Fotos zu tun hat. Wo man es vielleicht kennt, ist bei Google Places oder Foursquare hat es ja ähnlich mit seinen Krönchen gemacht. Das sind so die Mechanismen dort.
Also ich meinte eher so eine virtuelle Auszeichnung. Also ihr zahlt kein Geld aus, logischerweise, sondern die Person bekommt einfach eine Anerkennung im Rahmen eines kleinen Stickers bei euch in der App dann.
Genau.
Eigentlich schon verrückt, wie man die Leute damit auch locken kann.
Ja, auf der einen Seite locken, das funktioniert, es kommt eben auf die Persönlichkeit an, aber ich finde es gar nicht so verrückt. Wenn man sich jetzt Wikipedia anguckt, dann in Anführungszeichen gibt es ja noch viel verrücktere Communities, wo man nicht mal Fame bekommt, sondern einfach nur an einem gemeinsamen Werk arbeitet, das danach viel besser ist als davor, und per se finde ich das schon was, Faszinierend ist, dass die digitalen Plattformen oder Möglichkeiten so was geschaffen haben, dass Community Engagement Probleme löst.
Gibt es noch andere Communities? Also das finde ich einen superspannenden Gedanken. Also bei Wikipedia, das ist ja weltweit eines der wahrscheinlich Top-Beispiele. Ihr seid ein Beispiel. Wo guckst du noch hin? Also welche Community von ihrer Mechanik und Struktur her beobachtest du noch? Um davon zu lernen vielleicht?
Also wo es ja ähnlich ist, ist dann bei Developern alles, was Stack Overflow angeht, wo ja im Prinzip Fragen beantwortet werden oder Insights gegeben werden. Ich denke, wir selber setzen auf OpenStreetMaps auf. Das funktioniert recht ähnlich wie Wikipedia, aber für Geodaten. Ich glaube, es gibt ein paar Beispiele und ein paar sind halt in Companies. Inkludiert und ein paar sind tatsächlich wie Wikipedia, da fallen mir nicht zu viele Beispiele ein, wirklich freie Enzyklopädien oder Nachschlagewerke oder Datenbanken. Leider sieht man noch relativ wenig wirklich Erfolgreiche oder ich kenne relativ wenig wirklich Erfolgreiche von der ganzen Open-Data-Seite von staatlicher oder EU-Seite. Da wird sich aber vielleicht auch ein bisschen was bewegen.
Und innerhalb von Firmen, sagst du dann, die gerade genannten sind ja schon Top-Beispiele, also Stack Overflow und so was.
Stack Overflow, und ich meine, wir haben ja die Community auch auf Komoot, wo man sagen kann, die Inhalte werden geteilt. Ich meine, was ist noch eine riesige Community, wenn man sich YouTube anguckt, also was man heute alles in Anführungszeichen mit einem einfachen Video löst, was vor einiger Zeit unlösbar geworden wäre oder sehr, sehr schwierig. Es ist ja dort auch ein riesiger Schatz an Wissen entstanden, aber halt in Anführungszeichen der Unterschied zu Wikipedia und YouTube ist, das eine ist eine Company, das andere ist wirklich eine freie Enzyklopädie ohne Owner und ohne irgendeine Vorgabe.
Ist es für euch auch ein Grund, sagen wir mal, quiet zu sein, damit die Community da nicht das Gefühl hat, dass ihr zu merkantil drüber nachdenkt?
Ach, das weiß ich nicht. Also nee, eigentlich nicht. Also die Community, die weiß ja auch in Anführungszeichen, also Die Top-Content-Creator haben jetzt zu einem großen Teil auch für das Produkt bezahlt. Das heißt, die meisten werden den gedanklichen Sprung schaffen, dass wir damit Geld verdienen. Natürlich, ich weiß nicht, ob das wirklich was verhindert oder positiv oder schlecht ist, aber deswegen sind wir nicht quiet, sondern einfach, weil wir keinen großen Sinn darin sehen, ultra laut zu sein.
Wissen das, gibt es auch Beschwerden? Also ich meine, wenn ich jetzt mir vorstelle, ich wohnt jetzt in Hamburg hier an so einer Fahrradstrecke und dann durch euch kommen jetzt noch viel mehr Menschen da lang gefahren, weil sie das jetzt entdecken und Leute dann sozusagen sagen, hier beim Westermeyer durch den Vorgarten musst du fahren, das ist mega geil. Da gibt es doch wahrscheinlich Leute, die das richtig scheiße finden und die sich aber fragen, wo kommen die ganzen Fahrradfahrer her, die in den letzten Jahren hier nicht waren?
Ja, also einmal ist dein Garten wirklich so geil?
Nein, nein, nein, nein, nein. Es war doch nur ein random Beispiel.
Diese Beispiele gibt es. Ich meine, wir haben inzwischen 14 Millionen User in Deutschland. Das ist schon ein signifikanter Marktanteil von denen, die dann da draußen unterwegs sind. Und wir stellen schon fest, dass die wirklich unsere Vorschläge nutzen. Und dann passiert es schon, und ich formuliere es mal so rum, dass die Konflikte, die es draußen in der Welt gibt, dann auch auf einer Plattform ausgetragen werden und wir die dann in Anführungszeichen managen müssen. Also das Beispiel, dass es durch deinen Garten geht, ist jetzt ein recht einfaches. Das stört deine Privatsphäre, wenn du dich bei Komoot meldest, dann überprüfen wir, ob das wirklich dein Garten ist oder ob du nur gerne hättest, dass das dein Garten ist, aber in Wirklichkeit halt einfach ein schönes Stück an der Alster ist, das jeder betreten darf. Das sind sehr typische Fälle und so was müssen wir überprüfen und da stellen wir schon fest, dass das Wachstum der letzten Monate auch dort uns vor Herausforderungen gestellt hat, solche Themen plötzlich zu handeln.
Ich meine, es gibt ja auch andere Fälle. Während du jetzt gerade erzählt hast, stelle ich mir vor, du bist jetzt irgendwie ein Kioskbetreiber für Fahrradfahrer und dann könnt ihr dem ja sehr viel Traffic zuführen oder halt auch weniger. Oder man kann entdecken, wo sind Routen, wo kann man vielleicht irgendwie ein kleines Restaurant eröffnen, weil da auf einmal so viele Leute langfahren. Also da gibt es wahrscheinlich jetzt zig Cases, wo ihr die echte Welt stark beeinflusst über die App.
Ja, ich würde mir wünschen, dass mehr Leute auf die positive Incentivierungsidee kommen. Das ist was, was wir mit unterschiedlichen Stakeholdern machen. Also es gibt Hotels, die in Regionen richtig gute Strecken ausarbeiten oder die besten Highlights sharen, weil sie dann als Hotel präsent sind und gesehen werden. Den ultracleveren Kioskbetreiber habe ich noch nicht getroffen, aber vielleicht jetzt mit dir, dass das ein Thema bei uns wird. Das sind dann Leute, oder manchmal verstehe ich es nicht, die dann sich beschweren, dass so viele Wanderer auf meinem Parkplatz sind. Ich mir denke, ja, verkauf ihnen halt das Bier und das Sandwich und freu dich drüber, dass sie da sind. Aber es ist schon mit Corona ein Narrativ entstanden, dass es aus irgendeinem Grund sehr schlecht sein soll, dass Menschen rausgehen. Statt sich zu denken: Ja, es ist voll geil, dass die rausgehen und wie kann ich Teil davon sein und das unterstützen?
Aber das heißt jetzt ganz konkreter Marketing-Hack: Wenn du jetzt ein Hotel hast irgendwo auf dem Land, dann könnte man über euch tendenziell Routen anlegen, sich da positionieren, für einen ganz anderen Kanal aufbauen, der dann am Ende für das Hotel für Auslastung sorgt. Gibt es da Beispiele dafür?
Ja, wir haben Mountainbike-Hotels, die bei uns aktiv sind. Diese Beispiele gibt's. Die Hürde ist verglichen mit Fake-Rezensionen auf Amazon oder Booking deutlich schwieriger, weil du ja für den User valuable Content generieren musst. Wenn du das kannst, sind wir froh, dass du bei uns bist, und die User auch, und du dann auch.
Wie lange ist denn so eine Strecke, die man im Schnitt anlegen muss? Also wenn ich jetzt sitze und überlege, ich würde auch mal gerne irgendwie Traffic erzeugen über euch, also Menschen anlocken. Was muss ich denn bieten? 20, 30 km Fahrradstrecke, oder, oder wieder die Antwort ist gar nicht so leicht.
Authentisch das, was zu deinem Hotel passt. Also wenn du jetzt das Hardcore-Mountainbike-Hotel bist, dann erstellst du nicht komplette Strecken, also als Service dann die komplette Strecke, aber in deiner Destination dann in deinem Vorgarten der beste Trail. Wenn du der Tourenwanderer, Tourenradlwanderer-Hotel bist, dann schaust du, dass du möglichst an einem Radweg oder an einem Fluss oder einem Kulturgut dein Hotel hast und lieferst entsprechenden Content. Also ich glaube, unauthentischen Content auf Komoot zu präsentieren, ist noch ein schwieriges Unterfangen oder nicht erfolgsversprechend, sondern Wenn du als Hotel dein Publikum gefunden hast, dann kannst du es auch bei Komoot ansprechen. Ich glaube nicht, dass es viele schaffen, authentischen Content auf Komoot zu generieren, obwohl sie das nicht selbst leben oder entsprechende Skills haben.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle. Aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazukaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingscafés entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Gibt es denn noch andere Hacks, die Menschen jetzt machen? Es ist ja immer so, wo neue Plattformen entstehen. Jetzt haben wir gesagt, ihr habt irgendwie fast 30 Millionen Nutzer, das ist ja schon sehr, sehr viele Menschen, die man über euch erreichen kann. Und wenn man jetzt clever auf eurer Plattform agiert, sei es nun der Kiosk, das Hotel, habe ich was nicht gesehen? Was machen noch Menschen, um sozusagen die neu entstehende Infrastruktur auszunutzen?
Da kommen unterschiedlich schlaue Menschen schon auf verschiedene Hacks, aber ich will jetzt unsere Community und unser Support-Team nicht mit zu viel Arbeit belasten. Indem ich die jetzt öffentlich teile.
Okay, aber die 30 Millionen, in welchem Rhythmus sind die online? Also sind jetzt wahrscheinlich keine monthly active User, ne?
Ja, es sind also die, die 30 Millionen, die hat man beim Umsatz, oder sind jetzt ziemlich genau bei 23 Millionen Usern. Wir haben das Interessante bei Komoot, nee, nicht monthly. Das Interessante bei Komoot ist tatsächlich, dass die unterschiedlichen Frequenzen wie Leute tatsächlich Outdoor-Sport betreiben, sich auch bei der Plattform widerspiegeln. Deswegen viele typische Metriken, die man sich jetzt angucken würde, also ein DAU-over-Mau-Ratio zum Beispiel, ist bei uns ein sehr, sehr blödes, weil dann einfach viele Leute halt in Anführungszeichen einmal im Monat rausgehen, radeln, wandern. Und wir haben mehrere Millionen auch an Monthly Actives, die aber von ihrer Frequenz komplett unterschiedlich sind. Also wenn wir uns User-Kohorten angucken, dann ist eins der spannenden Sachen bei Komoot, dass viele Leute 6 Monate verschwinden und im nächsten Jahr wieder 3-mal kommen und dann wieder 6 Monate weg sind. Und das macht jetzt, wenn man sich die Maus anguckt, eine sehr spannende Thematik, die wenig mit anderen Plattformen vergleichbar ist.
Das heißt, ihr habt auch ein starkes Saisongeschäft. Wenn ich jetzt mir den Kartenkauf vorstelle, dann ist bei euch im Sommer auch richtig was los und dann im Winter wird es ein bisschen ruhiger.
Genau, egal ob das der Kartenkauf wie auch die Touren, die hochgeladen oder geplant werden. Man sieht immer so einen Weihnachtsurlaubspeak oder einen Neujahrsgutvorsätze-Peak, aber per se ist unser Geschäft extrem wetterabhängig. Also man kann mit unseren Userzahlen auch sehr gut das Wetter messen.
Wie groß ist denn Mallorca für euch? Gibt es da viele Touren?
Ja, ja, also man sieht schon, dass dort, dass das für viele Outdoor-Sportler eine gern genommene Urlaubsdestination ist.
Noch irgendwelche anderen, die man sicher auf dem Blick hat? Wo fahren Deutsche jetzt aktuell hin und kaufen Touren?
Also tatsächlich ist Innerdeutschland ein Riesenthema. Also der Wochenendausflug geht halt ruckzuck 200, 300 Kilometer weg oder dann in die Alpenländer Österreich, Schweiz, Südtirol.
Okay, das heißt, da sind auch die meisten Touren dann, also die meisten Käufe, oder ist das am meisten Nachgefragte?
Da sind die meisten Touren außerhalb der Heimatregion. Also es ist wieder, die meisten Leute machen die Feierabend-Wochenendtour. Also du machst irgendwie, einfach ein dummes Beispiel zu nehmen, 10-mal machst du eine Tour daheim, einmal in der Urlaubsdestination. Und wenn du sie dann in der Urlaubsdestination machst, dann ist Österreich, Schweiz, Innerdeutschland und ja, Mallorca ist schon auch ein Thema.
Und gibt es da nicht auch irgendwelche Trends, dass man sieht, Menschen fahren jetzt auch in Tschechien oder in irgendwelchen entlegeneren Regionen, auf die man nicht sofort kommt?
Ja, die gibt es schon. Es ist immer so ein bisschen die Frage für mich, inwieweit ist denn Komoot ein valides Messinstrument dafür, oder ist in Anführungszeichen unser Wachstum in neuen Märkten da viel entscheidender? Also ich würde jetzt sagen, für die meisten dieser Fragen oder für viele dieser Fragen macht man besser eine repräsentative Studie, als dass man unsere Daten heranzieht, weil auch ganz viel Wachstum bei uns, egal ob in Regionen oder pro Sportart oder Ähnliches, durch unsere Aktivitäten getrieben werden und nicht der Markttrend sind.
Seid ihr denn sehr eng mit eurer Community? Auch trefft ihr die mal persönlich? Habt ihr da zu den Top-Creatorn also einen Austausch oder passiert das alles und ihr halt verhaltet euch eher passiv?
Nee, wir haben ein sehr, sehr großes Community-Team, und das, egal ob das, oder zum Teil geht das in Richtung Top Creator, und zu einem Teil geht das in Richtung die Core Communities, die dann die Trendsetter oder die Szene für unterschiedliche Sportarten. Und sehr, sehr oft fällt es überein, und dort haben wir einen sehr, sehr guten Kontakt, Schrägstrich relativ viele Community Manager.
Was für euch entscheidend, dass die Stiftung Warentest euch nochmal gekürt hat als Testsieger bei den Wander-Apps zum Beispiel? Spürt man so was?
Auf jeden Fall schadet das nicht und das ist für uns eine große Ehre, dass wir das geschafft haben. Es ist aber auch nicht so bei der Größenordnung, die wir im DACH-Markt haben, dass wir deswegen neue Server kaufen müssen. Das passiert nicht. Also wir merken, weil wir in irgendeinem Media sind, gehen plötzlich die Downloadzahlen riesig hoch. Das merken wir nicht, sondern das ist primär Word of Mouth nach dem Wochenende, wann du deinen Kumpel getroffen hast zum Rausgehen. Das ist der viel größere Hebel als Stiftung Warentest.
Okay, okay. Also das heißt, User Acquisition Cost werden dadurch nicht geimpacted?
Natürlich langfristig in jedem Fall, aber es ist nicht so, dass wir einen direkt korrelierbaren Effekt sehen.
Okay, was ist denn euer— machen wir schon ein bisschen drüber gesprochen, das macht sehr viel Word of Mouth. Gibt es denn irgendeinen Paid-Kanal, wo ihr so mal User Acquisition Costs habt, die sich sofort rechnen, wo du weißt, wenn ich da Geld ausgebe, die Leute kaufen dann auch am Ende eine Karte oder schließen Abo ab?
Ja, wir machen das über Search Ads. Search Ads auf Downloads funktionieren sehr, sehr gut. Wir haben schon den Vorteil, dass wir dort ja, sehr erfolgreich investieren können.
Das heißt, am Ende ist Google euer bester Kanal?
Google, aber auch Apple App Store gehen ja auch die Install Ads. Facebook ist ein Thema primär. Das sind die Themen, die wir auf der Performance-Seite machen.
Und so die ganz großen Sachen, also in die Breite zu gehen, Fernsehwerbung oder so, macht keinen Sinn?
Ob das Sinn macht, weiß ich nicht. Noch machen wir es nicht.
Einfach weil keine Ressourcen?
Weil keine Ressourcen auf der Teamskalierungsseite und wir noch nicht zu der Entscheidung gekommen sind, wo wir sagen: War voll geil, wir machen jetzt mal Werbung vor der Tagesschau.
Ich meine, wenn man sich jetzt die Größe anguckt der Community und auch die Touren in den Heimatregionen und so und dann die guten Vorsätze, dann könnt ihr ja schon so ein bisschen Parship-artig im Januar Fernsehen alles voll buchen.
Das sind auf jeden Fall sehr, sehr gute Überlegungen. Ein Thema ist, dass wir Wo kommen wir her? Wir sind ein extrem produktgetriebenes Team, wachsen übers Produkt, über die Community. Das ist das, wo wir wirklich, wirklich stark sind. Und wir sind jetzt dran, solche Teams auch intern aufzubauen, um solche Fragen anständig beantworten zu können. Da stehen wir, dass wir, wenn man sich einen DACH-Markt anguckt, dass wir dort ein Team aufbauen, wo man dann sagen kann: Macht Fernsehwerbung Sinn oder nicht? Habe das Problem, dass ich da nicht der richtige Ansprechpartner bin oder keine Knowledge habe, um so was zu tun. Aber wir freuen uns über viele Bewerbungen und Mitarbeiter, die solche Fragen beantworten können.
Was für eine Reichweite haben eigentlich die größten Influencer auf eurer Plattform? Also wenn ich mich da jetzt hocharbeite, kann ich dann auch so eine Art, weiß ich nicht, Lena Gercke sein von Komoot und da habe ich dann irgendwie voll mit 100.000 von Leuten?
Ob es Lena Gercke schafft, weiß ich nicht. Aber es gibt die Leute, die geilen Content generieren und produzieren. Es gibt schon Leute, die haben ein paar 10.000 Follower.
Okay, wow, die könnte man dann auch wieder monetarisieren. Also gehen die hin und machen da was draus?
Ob die das schon machen, weiß ich nicht. Das ist ja in Anführungszeichen ähnlich wie bei Instagram, die können es ja auch an uns vorbeimachen. Und für uns ist das jetzt ein Thema, wo ich sage, ja, wenn die ihre Reichweite monetarisieren, geil, das freut mich.
Aber ich meine, 10.000 Follower ist ja schon in der Nische oder in der Zielgruppe der Qualität Also vielleicht ist es ein neuer Berufszweig jetzt: Komoot-Influencer.
Komoot-Influencer, ja, vielleicht ist es das. Freut mich und glaube, ist schon eine Richtung, in die wir gehen. Ich meine, wenn wir eine erfolgreiche Content-Creating-Community haben, dann ist das in jedem Fall ein Thema.
Es gibt da immer nur ein Erfolgsrezept bei Plattformen: früh dabei sein.
Es hilft in jedem Fall. Also musst du deinen Garten doch selber auf Komoot stellen.
Bist du selber auch noch sehr aktiv da? Also Bist du nach wie vor, ich glaube aus dem Allgäu habt ihr mal angefangen, irgendwie Touren aufzubauen. Machst du noch viel Touren, die du hochlädst und so?
Also ich komme ursprünglich aus dem Kleinwalsertal, genau da haben wir angefangen. Ich schaue schon, dass ich viel rausgehe und draußen unterwegs bin. Ich meine, unser Company-Setup mit Remote First ermöglicht das ja auch, dass ich in Anführungszeichen auf dem Dorf lebe und dann die Vorzüge des Dorfes auch genießen kann. Und ich gehe schon egal ob mit der Familie oder selber mit dem Rennrad raus und lade das auch bei Komoot hoch.
Gibt es kein richtiges Büro von euch? Sitzt ihr alle dezentral?
In Deutschland muss man immer ein Büro auf jeden Fall, einen Briefkasten haben. Wir haben ein Büro in Potsdam, unser Stammsitz, denn das gibt es. Die meisten Leute, oder die meisten ist vielleicht falsch, 60% unserer Leute arbeiten auch von Büros aus, also kein Homeoffice. Und ich denke, das ist jetzt, wenn man sich die ganze Corona und Remote Work und Homeoffice— man muss, glaube ich, damit man das erfolgreich macht, dort schon sehr, sehr gut sich darum kümmern, was denn die Leute machen und wie wirklich. Und bei uns sind 60% der Leute remote, aber in Offices. Und auch ich arbeite nicht von zu Hause aus in meinem keinem Stübchen, sondern in einem Büro einen Kilometer weg von zu Hause.
Das heißt, in dem Potsdamer Büro sitzen dann nur 20, 25 Leute rum?
Ein bisschen weniger. Und wir treffen uns dort für so Sachen wie die Boardmeetings. Aber per se sind die Leute inzwischen in, ich glaube, 14 europäischen Ländern verteilt. Und in den meisten Städten oder Ähnliches sind es immer nur 1, 2 Leute, die dort die dort leben und arbeiten. Innsbruck beispielsweise ist einer der Hotspots.
Okay, und da sind, da leben dann eure Entwickler oder Content Producer, Marketingleute?
Egal eigentlich. Also das ist, du kannst bei uns tatsächlich arbeiten, von wo aus du willst. Und Innsbruck ist jetzt ein Beispiel, wo sowohl Entwickler als auch Marketingleute leben, einfach weil es halt von der Lebensqualität, wenn es einem um Outdoor geht, sehr, sehr hoch ist. Und umgekehrt bieten wir ja ein Umfeld, wo es tatsächlich wurscht ist, wovon du arbeitest oder woher du arbeitest, solange— und das ist eins der Themen, die wir bei Remote aufgesetzt haben— wir machen keine asynchrone Arbeit. Das heißt, du musst in europäischen Zeitzonen dich aufhalten, aber dann ist uns das völlig egal. Und zwischendurch, in Anführungszeichen, weiß ich auch nicht, wo die Leute sind.
Sag mal, jetzt bei dem Remote-Working-Modell. Da ist ja so, dass viele das auch quasi aus der Not heraus gemacht haben mit Corona, wie ihr, aber jetzt halt zurückdrehen. Und auch wir überlegen zu sagen, hey, wir machen 3 Tage Büro, 2 Tage Homeoffice und so. Da bist du aber kein Fan von?
Nee, also einmal haben wir Remote First schon weit vor Corona gebaut, was dann für uns auch ein großer, großer Vorteil gegenüber allen anderen war, die dazu geforscht wurden. Und wir sind da kein Freund davon, weil ich mir denke, dass man sich das Schlechte aller Welten kauft. Warum machen wir remote? Weil wir den Leuten ermöglichen wollen zu leben, wo auch immer sie wollen. Und in dem Moment, wo ich 2 Tage zurück in Anführungszeichen ins Büro muss, habe ich, kann ich nicht mehr leben, wo ich will, sondern muss im Prinzip immer noch am selben Standort leben. Und deswegen sehe ich da keinen wirklichen Vorteil drin. Und umgekehrt sagen wir auch, dass alle Prozesse, und da geht es ja primär um Kommunikation und wie funktioniert der Austausch, wenn man remote geht, dabei auch funktionieren müssen. Und das ist manchmal mit Arbeit verbunden und neuer Kreativität verbunden. Wie schafft man das wirklich? Aber auch wir, wir hatten vorher, dass wir 6 Gründer sind. Wir machen alle Strategie-Meetings. Alles muss remote funktionieren, weil wir sagen, Wenn das nicht funktioniert, wird die Company langsam, weil wir uns nur alle Quartal zur Strategie unterhalten können und nicht, wenn es sein muss. Und deswegen denken wir, dass man remote entweder ganz oder gar nicht macht. Aber diese 2-Tage-, 3-Tage-Modelle, sehe ich den Vorteil nicht.
Und du glaubst auch, dass die Firma, wenn ihr jetzt mal 500 Leute seid eines Tages, dass man das dann weiter so durchziehen kann?
Ja, gibt es ja auch inzwischen sehr erfolgreiche Beispiele, die das schaffen.
Auf welcher Branche?
Trello ist so ein Beispiel, die das sehr, sehr erfolgreich gemacht haben. Und ich hoffe schon auch, dass wir dort nicht nur auf der Produktseite, sondern auch wie man arbeitet und was man arbeitet. Also wir sind schon einer der Vorreiter und das ist jetzt positiv, weil wir Leuten ein attraktives Arbeitsumfeld bieten können. Umgekehrt schon auch mit Lernen verbunden. Wo muss man Prozesse wie ausgestalten? Was macht man, dass man trotzdem eine große Teambindung hat, die Leute sich persönlich kennenlernen? Das sind schon Themen, über die wir uns mehr Gedanken machen müssen, als wir uns vielleicht machen müssen, wenn wir an einem Standort sind. Aber für uns war das eine sehr, sehr bewusste Entscheidung, um auf dem Arbeitsmarkt kompetitiv zu sein oder halt was ganz anderes bieten zu können als viele andere. Und da glaube ich, bieten wir ein Arbeitsumfeld, was einmalig nicht ist, aber seinesgleichen wahrscheinlich sucht.
Okay, also das klingt ein bisschen wie die Zukunft des New Work oder des Arbeitens, gleichzeitig vor allen Dingen der Outdoor-Aktivitäten. Danke dir für die Einblicke und wie gesagt, es gibt nicht so viele. Insofern besonderen Dank, dass wir da jemand sein konnten, dem du ein bisschen was erzählt hast.
Ich sag danke, hat mich sehr gefreut, mit dir zu sprechen.
Ja, absolut. Ich wäre auch gerne bei dir im Dorf vorbeigekommen, wir hatten es ja versucht. Am Ende ist es jetzt remote geworden. Passt auch zu euch.
Wollte gerade sagen, wir sind daran schon gewöhnt, dass es funktioniert immer auch remote.
Alles klar. Danke dir, Markus.
Ciao, ciao. Danke dir.
Ciao. Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch? Was können wir noch besser machen? Und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen, oder zumindest zu versuchen, ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse? Was können wir tun? Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie zum Beispiel 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro oder ein OMR Report eurer Wahl. Und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel Vier Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen und wie gesagt, vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank für Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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