Robert Bosch vom Supplement-Unicorn Sunday Natural (#716)
21 Jul 2024 · 45 min
In this OMR Podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews Robert Bosch, CEO of the German nutraceutical brand Sunday Natural. Bosch recounts his career from consulting and media (Axel Springer, Groupon, Google) to joining his friend Jörg’s startup, which began in a garage building a capsule‑filling machine. The conversation covers Sunday Natural’s core business model: a fully in‑house value chain (sourcing, formulation, production, packaging, logistics) with strict quality controls – over 250 suppliers, 4,000 lab tests per year, and a ‘True‑Clean‑Label’ policy that mandates full ingredient disclosure. The company offers a massive catalogue of more than 1,000 SKUs, positioning itself as a “toolbox” for micronutrient optimisation across trends such as veganism, longevity, sport and bio‑hacking. Marketing is heavily performance‑driven: SEO/SEA, long‑tail product listings, a strong CRM that sends a single weekly newsletter, and a subscription model that yields high repeat purchase rates. Sunday Natural deliberately avoids affiliate programmes, discount codes and Amazon, relying on fair pricing (≈€15‑25 per product) and a focus on product efficacy as the primary growth lever. The brand has reached roughly 2 million German customers, employs about 600 people (half in Berlin), and recently secured a near‑unicorn valuation (~€800 million) from CVC, which will support international expansion into France, Italy, Poland and beyond. New product lines launched in the year include mushroom coffee, protein powders and other niche supplements. Bosch discusses operational challenges (supply‑chain scaling, handling rapid growth) and the company’s vision of becoming a love‑brand for both consumers and health professionals, while maintaining a disciplined, bootstrapped mindset despite the large investment.
Chapters
Leute, mir war überhaupt gar nicht klar, wie viele Nahrungsergänzungsmittel ihr alle nehmen müsst. Sonst gäbe es Firmen wie Sunday Natural nicht, zumindest nicht mit diesem krassen Erfolg. Sunday, wie die meisten dazu auch sagen, produziert verschiedenste Pillen, Kapseln, Nahrungsergänzungsmittel jeglicher Art. Und vor kurzem ist sichtbar geworden, wie groß die mittlerweile sind. Da ist nämlich ein Investor eingestiegen auf einer Bewertung von fast einer Milliarde. Also ein Unicorn aus Deutschland mittlerweile dürfte es sein. Davon gibt es ja gar nicht so viele aktuell. Und die ganze Story erzählt mir jetzt ein alter Bekannter auch noch. Nämlich jemand, der vor vielen Jahren mal eine ähnliche Firma gemacht hat wie ich mit meinen Partnern im Bereich Display Advertising. Sociomantik hieß die, wo er war. Daneben war er bei Google, bei Axel Springer, bei Ströer, bei Groupon. Extrem viel erlebt. Und dann hat ihn mein alter Freund, nämlich der Gründer von Sunday, zum CEO gemacht. Der Gründer selber spricht überhaupt gar nicht öffentlich, dafür der Robert Bosch. Und damit direkt rein in die Sunday Natural Geschichte mit Robert Bosch. Auf geht's! Let's go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt es bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundensupport, und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Kontoo wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Wir sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Kontoo einen sehr, sehr guten Job Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Hallo Robert.
Hallo Philipp, vielen Dank für die Einladung.
Also ich habe gerade erzählt im Vorspann schon eine recht bunte Vita. Am Anfang deines Lebens sehr viel Medien, sehr viel Marketing.
Ja, also mein Background ist Beratung. Dann hat es mich zu Axel Springer nach Berlin verschlagen. Wollte da eigentlich nur ein paar Jahre bleiben, bin dann über 10 Jahre bei Axel Springer gewesen, in verschiedensten Positionen. Danach mit dem, sagen wir mal, kurzen Ausflug zu Groupon, dann Google 2 Jahre, dann Wettbewerber von dir.
Ja, sehr viel erfolgreicher, auch eine Bootstrap-Firma, muss man sagen, kennen viele heute gar nicht mehr, Sociomantic. Habt ihr auch für mehrere 100 Millionen verkauft nach England damals.
Genau, ging an Tesco, dann Hambi damals und dann darüber dann zu Ströer. Ja, das ganze Thema Digital Out-of-Home, Programmatik Digital Out-of-Home war damals ein Thema und die Vermarkterkonsolidierung. Ja, und dann hat mich mein alter Freund Jörg gefragt, ob ich ihm ein bisschen helfen könnte im Marketing. Er kennt sich da nicht so aus und ob ich ihm ein bisschen zur Seite stehen kann.
Und so bist du in die Nahrungsergänzungsmittelbranche reingerutscht?
So hat er mich dann geködert und mich zu Sunday gezogen.
Dazu muss man sagen, also dein alter Kollege Jörg ist der Gründer, der öffentlich gar nicht auftritt und deswegen auch podcastmäßig hat er gesagt: Bitte Robert, mach du das. Aber die Geschichte ist so groß, dass ich sie einmal wirklich hören wollte, auch wenn der Jörg schweiget, obwohl er mal Ja, öffentlich bei Axel Springer, das weiß man über ihn. Also er war bei Axel Springer im Finanzbereich sogar stellvertretender CFO von Axel Springer, glaube ich, da kennt ihr euch. Und ist dann aber raus und hat irgendwie diesen Megatrend Nahrungsergänzungsmittel gesehen, oder wie kam das?
Ja, der Jörg hat sich mit dem Thema Mikronährstoffe, Heilung beschäftigt und hat sich erst dem Thema grünen Tee verschrieben und hat sich beschäftigt mit Ausscheidung, mit Detox, mit der Heilkraft des Tees. Und über den grünen Tee kam er zu GABA und über GABA gab er Kapseln damals, die er selber produziert hat.
Für sich als erster Kunde.
Für sich als erster Kunde und für sich gesourct als erster Kunde. Kam er dann zu Nahrungsergänzungen und hat halt immer sich damit beschäftigt, wie optimiere ich meinen Mikronährstoffhaushalt, wie werde ich fitter, vitaler und hat sich dann mit Ausbildungen im Bereich Heilpraktiker, im Bereich medizinische Forschung in die Themen reingearbeitet. Und hat dann diese True-Clean-Label-Philosophie runtergeschrieben.
Ein dickes Buch, liegt hier vor mir. Also ihr macht alles inhouse, ihr habt keinerlei Fremdmaschinen und Ähnliches?
Nee, wir arbeiten auf unseren eigenen Maschinen, in unserer eigenen Produktion, eigenes Warehouse. Wir wählen selbst die Schale aus, mit der die Lagermitarbeiter die Produkte rumtragen. Selbst die wird geprüft nach Mineralölrückständen und so weiter. Wir ownen alles selbst, wir kontrollieren alles selbst. Ihr hattet mal eine Weile Lohnabfüller? Wir haben mit einem zusammengearbeitet, da haben wir aber 80% des Volumens gemacht. Also der hat für uns gearbeitet. Wir hatten dort auch unsere eigenen Maschinen stehen und eigene Teams vor Ort. Wir waren sozusagen embedded.
Okay, aber ganz am Anfang hat doch der Jörg selber Maschinen gebaut und dann in der Garage sozusagen produziert.
So ähnlich war es am Anfang. Hat wirklich der CPO aus China eine Maschine besorgt, eine Verkapselungsmaschine, und hat die aufgebaut. Und dann haben die unter Reinraumvorstellungen und Reinheit da unten selber Kapseln gemacht.
Aber ist der Jörg so jemand, der das irgendwann als Geschäftsmodell sofort begriffen hat, das ist ein Riesenmarkt hier, oder ist er da als Nerd für das Thema reingerutscht?
Ich würde eher Letzteres sagen. Also die Idee war immer, das reinste und qualitativ hochwertige Produkt bereitzustellen, und er ist in der Suche nach diesen Produkten für sich selbst verzweifelt und hat nicht das gefunden, was er wollte, und hat dann eben selbst Produkte ins Labor vorgegeben, dort entdeckt, dass in den Produkten Sachen drin waren, die nicht gekennzeichnet wurden auf dem Label, weil sie unter gewissen Minimalgrenzen sind, wo du eben nicht kennzeichnen musst. Und das war für ihn ein Punkt, wo er gesagt hat, es muss einen True-Clean-Label-Ansatz geben, es muss alles deklariert werden, das muss alles getestet werden, weil wenn ich es nicht vertrage und es nicht draufsteht, selbst wenn es in einer niedrigen Menge ist, will ich es vorher wissen. Und das hat dann sozusagen diese Expedition in diese Mikronährstoffwelt losgetreten, wo er sich reingearbeitet hat, und eben das Thema Reinheit und Purity.
Wo kommt eigentlich die ganze Ware her? Ich meine, wenn ihr da jetzt irgendwie Nahrungsergänzungsmittel herstellt, da sind in diesen Kapseln ja verschiedenste Sachen drin. Wo kriegt ihr die her?
Weltweit. Also da kannst du nicht sagen, das kommt aus da oder es kommt da. Das sind, wir sourcen von 250 verschiedenen Lieferanten 600 verschiedene Rohstoffe, die wir selber sourcen, testen. Das ist auch eines unserer größten Teams, das ganze Thema Sourcing Quality. Wir haben 4000 Labortests letztes Jahr gemacht, nur dass du mal eine Größenordnung hast, wo wir nur Rohstoffe und Materialien getestet haben nach Reinheit und Qualitätsanspruch.
Also testen heißt, so eine Testgruppe Menschen nimmt ihr?
Nee, testen heißt ins Labor schicken. Okay. Testen heißt in fremde Labore schicken, Labortests machen und wirklich zu schauen, okay, hat das Ding, der Rohstoff die Qualität, die Reinheit, die wir dafür erwarten, und ist es ein Produkt, was wir verarbeiten wollen oder nicht?
Was sind eure Topseller?
Klassiker, ja, also Coenzym Q10, Omega-3, Vitamin B, Vitamin C, Magnesium, also jetzt so die Topseller. Es sind natürlich Volumenprodukte, aber wir sind auch mit unseren— wir haben das breiteste und tiefste Sortiment weltweit. Es gibt niemanden, der ein breiteres und tieferes Sortiment hat als wir. Wir haben über 1000 SKUs in dem Bereich.
Und das ist aber am Ende auch euer Erfolgsrezept. Also ich habe versucht, schon mal mit dir, als du beim OMR Festival auf der Bühne warst, zu verstehen, Wo kommt dieser Erfolg her? Also das eine ist sicherlich, dass ihr einen Trend erwischt habt. Also immer mehr Menschen interessieren sich offensichtlich für Nahrungsergänzungsmittel seit 10 Jahren so.
Ja, also es ist natürlich ein Trend. Die Leute beschäftigen sich mit dem ganzen Thema Mikronährstoffe, Ernährungsumstellung, vegane Ernährung. Also die Veganer natürlich und Vegetarier sind absolute Vitamin-B-Supplementierer. Die Leute werden älter, fangen an, auch dort mehr zu supplementieren. Die Leute sind vor allem gebildeter, sind interessierter. Gibt viel mehr Informationen.
Also Podcasts sind voll davon. Also hier so Andrew Huberman und Co. sind mittlerweile ja große Formate, die auch am Ende so auf euren Trend einzahlen.
Auf jeden Fall. Und wir haben ja unseren eigenen Podcast hier mit dem Nils Behrens.
Ja, schöne Grüße.
Mit Healthwise. Und auch da, also das Thema, die Leute wollen Informationen. Wir haben E-Books, die wir publizieren zu den Themen und arbeiten eng mit Ärzten zusammen. Und das ist einfach ein generelles Thema, dass die Leute nicht mehr sagen, na ja, Frühjahrsmüdigkeit ist Frühjahrsmüdigkeit und alles ist Wechseljahre, sondern dass dass die Leute eben anfangen zu sagen, was ist wirklich los mit meinem Körper und ich will verstehen, was mit meinem Körper los ist.
Aber kann man das auch wirklich dann zuordnen? Also ist ja, ich meine, sehr viel ist ja auch so ein bisschen Glaube daran, oder ist das wirklich?
Nein, Philipp, das ist Wissenschaft, das ist natürlich zuordenbar. Wenn du einen Mangel hast an Jod, wenn du einen Mangel hast an Vitamin D, wenn du einfach einen Mikronährstoffmangel hast, dein Immunsystem nicht funktioniert, du müde bist, bis hin zu krank wirst, natürlich kannst du das zuordnen.
Wie viel Supplemente Supplements nimmst du selber?
Ich nehme eigentlich wenig. Ich nehme 6 verschiedene am Tag.
Ja, 6 mehr als ich aktuell. Nicht schlecht. Naja, was ist das? Was sag mal so ein bisschen, was du da nimmst?
Ich nehme Vitamin-B-Komplex, ja, ich nehme Magnesium, ich nehme Omega-3, ich nehme Q10, ich nehme zurzeit Astaxanthin, ja, weil da mal Neues.
Was macht das?
Astaxanthin ist zum einen Immunbooster, aber zum anderen auch das Beta-Carotin ist auch für die Sonne sozusagen als Sonnenblocker gut. Und es gibt auch viele und Radfahrer, die es nehmen, also auch für Ausdauersport. Und ich laufe ganz gerne, es ist auch ganz gut geeignet. Aber nimm den Mark Wahlberg, ja, der nimmt 26 verschiedene am Tag. Woher weißt du das? Ich habe seinen Arzt kennengelernt, als er in Berlin gedreht hat, und da haben wir ihn im Ritz-Carlton versorgt mit Nahrungsergänzungsmitteln.
Okay, okay, okay. Also ihr habt da einen Ja, dieses, also wenn man den Erfolg versucht zu verstehen, dann habt ihr auf jeden Fall diesen Trend vom richtigen Timing perfekt. Also als es so losging in der Gesellschaft, scheinbar vor 10 Jahren etwa oder 15 Jahren, war Jörg und dann später du da am Start. Okay, aber es gibt ja auch auf der Marketingseite, da muss es irgendwie einen Hebel geben, weil nur damit, dass ihr so was macht, das müssen die Menschen ja auch verstehen. Wie viele Menschen habt ihr in Deutschland, die euch kaufen? Kunden?
Wir werden zum Ende des Jahres 2 Millionen Kunden haben.
Also 2 Millionen Menschen erstmal erreichen ist jetzt ja nicht nur ein Trend oder nur irgendwie das Richtige, die richtige Mischung, sondern ihr habt auch sehr viel Marketing gemacht, aber jetzt nicht so viel richtiges Reichweiten-Brand-Marketing, sonst würde euch ja in Deutschland jeder kennen. Aber als es vor kurzem diesen großen Deal gab, fast eine Milliarde Bewertung, da waren alle überrascht, weil ihr sehr, sehr viel Performance-Marketing gemacht habt, richtig?
Genau, also wir sind wirklich im Lower Funnel des Marketings unterwegs. Unsere Kunden sind auf der Suche nach einem Produkt. Das heißt, du gehst zu deinem Arzt, du sprichst mit deinem Heilpraktiker oder du beschäftigst dich selber und sagst: Mensch, ich will meinen Vitamin-D-Spiegel hochbekommen oder ich will B-Vitamine mit aufnehmen. Und dann fängst du an zu suchen und ich suche Vitamin-B-Komplex, genau, in Google suche Forte oder ich suche irgendwie das als veganes Produkt oder ich suche Vitamin D 5000 mit K2 dabei. Und dann geht es natürlich um den Longtail. Und da ist natürlich ein breites und tiefes Portfolio, wo du viele Produkte anbietest, für jemanden, der sucht und genau auf der Suche nach dem Produkt ist, ideal. Deswegen hat uns natürlich die Kombination aus einem guten Portfolio auch geholfen, SEO, aber auch SEA-mäßig bei Google zu punkten, weil wir einfach zeigen konnten: Lieber Algorithmus, wir haben Vielfalt. Wenn du den Kunden zu uns schickst, der konvertiert, weil der findet, was er sucht.
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Okay, also am Ende vor allen Dingen auch gekaufte Anzeigen, SEA, und dann noch Google Shopping, glaube ich, hattest du mir mal erzählt, ist ein großes Thema.
Genau, ja, und dort eben auch das Thema Preis ist wichtig. Ja, wir haben ganz klares Versprechen auf ein faires Pricing, und wenn du natürlich preislich hochattraktiv bist, das heißt der Günstigste in dem Segment, und ein sehr gutes Produkt anbietest, und dann konvertierst du natürlich. Und das ist auch, was Google natürlich in Betracht zieht.
Aber da haben wir schon hart. Ich meine, da ist schon viel los. Also wenn man so ein bisschen selber recherchiert, also ihr seid ja dabei, ihr seid nicht die einzigen, die da versuchen, sozusagen diese Präparate zu verkaufen.
Ja, aber da ist natürlich dann auch Economies of Scale, und inzwischen haben wir auch eine gewisse Größe erreicht, und wir machen alles selbst. Wir sind als Company, wir haben eine eigene Produktion. Also es geht bei uns los, wir sourcen selbst. Die Rohstoffe werden selber gesourct. Rezepturen werden von uns selbst gemacht. Die Produktion wird von uns selbst gemacht, auf unseren eigenen Maschinen, mit einer eigenen Produktion. Die Logistik. Wir haben also alles inhouse. Marketing, eigenes Fotostudio, eigenes Designteam. Also wir geben nichts raus. Und ich glaube, das hilft uns natürlich auch, kostenbewusst zu sein und dann eben auch so effizient zu sein.
Trotzdem ist es auch so, dass man sieht ja irgendwie, Affiliate macht ihr gar nicht. Also Viele andere machen Affiliate-Marketing, ihr nicht. Gutscheine habe ich auch keine gefunden. Also andere bieten Gutscheine an, so Rabattcodes, macht ihr alles nicht?
Guter Punkt, passt nicht zu uns. Also weil wir vom Pricing so fair bepreist sind, dass wir einfach das Thema Rabatt ist nicht darstellbar.
Was kostet so ein Glas? Also wenn ich so ein—
Bei uns kostet ein Produkt 14,90 € bis 25 €. 24,90 € sind so die Haupt— ist in der Preisrange die Hauptproduktrange.
Das sind so Gläser mit da so, weiß ich nicht, 60, 70 Tabletten drin.
Genau, sind 60 Kapseln oder so, so ein All-in-One bis über 15 €, ja, als Monatsversorgungspaket, ja.
Und die meisten bei euch kaufen auch jetzt nicht nur eine so eine Dose, sondern so ein Glas, so Gläschen, sondern die kaufen dann auch mal so eher so 4, 5 Stück.
Ja, also zwischen 2 und 4.
Und dann ist ja der durchschnittliche Warenkorb auch schon gar nicht so schlecht.
Ja.
Und dann kaufen sie auch, jetzt wenn ich das richtig verstehe, teilweise sehr lange, weil ich meine, wenn man einmal anfängt, sich da so eine Dosierung zu verabreichen, dann macht man es ja bestenfalls bis zum Lebensende.
Genau, also das ist das Schöne. Das Produkt funktioniert und das Abo-Modell am Ende. Ja, also du kannst dir eigentlich ausdenken, aber deine Zahnpasta ist wahrscheinlich auch ein Abo-Modell. Wie oft wechselst du deine Zahnpastamarke? Die kaufst du einmal. Wenn du dich mit der wohlfühlst, bleibst du bei der. Und bei uns ist es so, wenn du bei uns Vitamin D kaufst und das in Badezimmerschrank hast und das nimmst und dich da sozusagen gut fühlst, dein Immunsystem stärkst, du sagst, ich bin dadurch, habe mehr Vitalität, merkst den Effekt, natürlich behältst du es bei.
Aber ist ja trotzdem für euch, ich meine, die Margen, ihr habt das gerade beschrieben, ihr macht das meiste selber, also da gibt es jetzt wenig Zwischenmargen. 50% Marge ist zu viel. Ja, aber 30 könnten es sein. Er sagt es nicht. Aber es ist trotzdem, wenn man das so rein von den Economics jetzt versucht durchzuholen, was ihr da macht, dann ist das ein Produkt, das gut bepreist ist, auch wenn auch irgendwie, ihr seid da sicherlich dann Preisführer, aber dennoch so eine Dose jetzt für 12 Euro oder sowas ist jetzt auch nicht gerade wenig. Dann ist da die Marge hoch, es ist sehr viel Repeat-Käufer, vernünftige Warenkörbe, ihr macht keine Rabatte, ihr macht keinerlei groß Zwischenhändler. Das klingt jetzt erstmal so, wie man sich das so malen würde in der BWL.
Glückwunsch! Wie man sich malen würde, aber wie man halt auch sehr diszipliniert viele Sachen nicht macht. Und natürlich ist es immer tempting zu sagen, man macht Affiliate-Marketing oder man arbeitet mit großen Influencern zusammen, die große Rabattgutscheine bekommen. Und irgendwie habt ihr aktiv ausgeschlagen.
Also kamen auch Influencer auf euch zu und gesagt, Mensch, wenn ich ich das jetzt hier irgendwie bei mir bewerbe, ich bin vielleicht sogar selber Kunde, keine Ahnung, irgendeine reichweitenstarke Person. Habt ihr das aktiv abgelehnt?
Also in dem normalen Influencer-Game mit den Hochcommissions, da sind wir nicht zu Hause.
Okay, aber das heißt, wer da auch immer sich bei euch meldet, das macht ihr gar nicht?
Nein.
Und ihr seid doch noch nicht mal bei Amazon.
Müssen wir doch nicht.
Ja gut, aber es würde tendenziell für mehr Umsatz sprechen.
Dieses Thema, selbst mit dem Kunden in den Dialog zu treten, ist uns einfach wichtig. Und wir haben ein sehr starkes CRM-Team, wir haben sehr starkes CRM. Das heißt, dieses, den Kunden wieder mit Informationen zu versorgen. Unsere Newsletter sind richtig lang, ja, also die sind richtige Bretter, sind die Newsletter mit den Fußnoten, ja. Und da kannst du dich richtig informieren und dann merkst du halt, okay, ich habe das Produkt gekauft, dann kriege ich noch eine andere Empfehlung. Dann kannst du sozusagen CRM ist unser Haupthebel, also sozusagen die Bestandskunden zu versorgen mit Produktinformationen, die an uns zu binden, das ist für uns wichtig.
Ich glaube, es gab mal so eine Zahl vor Jahren bei Zalando, dass die teilweise irgendwie fast ein Drittel ihres Umsatzes machen mit irgendwie aus dem Newsletter kommend quasi, aus dem CRM. Ist das bei euch auch solche großen Zahlen, also von Leuten, die sagen, wenn der Newsletter versendet wird oder wenn da der Newsletter bis zu einem Drittel des Umsatzes hebt?
Naja, wir schicken den Newsletter am Sonntag, was ja sowieso schon der stärkste Tag des E-Commerce ist, und weil es Sunday ist und weil es der Tag der Ruhe ist, und deswegen auch der Name Sunday, der Tag, wo du was für dich tust, ja, der Tag, der sozusagen dein Sonntag ist. Und der Sonntag ist sowieso ein starker E-Commerce-Tag, wie wir alle wissen, und deswegen ist der Sonntag auch bei uns der stärkste Tag.
Okay, also Marketing ist ein Treiber, diese spezielle Eignung auch dafür, für Performance-Marketing. Habt ihr denn vor, jetzt mehr Brand zu machen?
Ja, also auf jeden Fall ist das ein Thema. Das ist auch einer der Gründe gewesen, warum wir uns einen Partner gesucht haben und warum wir einen Investor an Bord geholt haben, weil wir gesagt haben, wir wollen das ganze Thema Markenkommunikation auch mehr machen. Und ja, schauen wir uns an, was zu uns passt, was wir da machen können.
Wie groß ist denn die Firma aktuell? Also erstmal Mitarbeiterzahl, wie viele Leute arbeiten bei euch?
Wir sind 600 Mitarbeiter insgesamt, Davon 300 in Berlin.
Und also als du dazu kamst, glaube ich, da gibt es so die Legende, da war also der Monatsumsatz eine Million oder so was vielleicht, und jetzt ist es deutlich mehr.
Ja, deutlich mehr.
Also Faktor 10 oder 20 mehr, aber nicht jetzt Faktor 50 mehr.
Nein, nein, nein.
Also Faktor 20 im Monat, das wären trotzdem fast eine Viertelmilliarde Umsatz, den die ganze Firma macht im Jahr. Mit der Marge, ich stelle jetzt auch mal da, du bist ja nicht so auskunftsfreudig irgendwie, 30%, das wäre schon eine richtig krasse Maschine. Also 250 Millionen Umsatz und 75 Millionen Ergebnis. So, wenn ich mir so vorstelle, das habt ihr jetzt in den letzten 10 Jahren so hochgebootstrapped, schon Wahnsinn.
Ja, so ist es nicht. Es ist ein bisschen zu optimistisch alles, aber ja, es ist nicht schlecht.
Ich meine, es muss ja attraktiv sein, weil die deutsche Startup- oder Gründerszene ist alle aufgeschreckt, als vor einem halben, dreiviertel Jahr die Nachricht kam, okay, bei euch steigt ein sehr großer Product-Equity-Konzern, CVC, mit ein. Und damals wurde dann kolportiert, okay, 800 Millionen Bewertung, also fast ein Unicorn bootstrapped innerhalb von ein paar Jahren in Deutschland. Hat man sehr lange nicht mehr gesehen. Warum habt ihr denn die gemacht?
Wir hatten schon immer wieder Inbounds und Anfragen, die auf uns zukamen, wo jemand gesagt hat, ich will mich beteiligen, das Unternehmen ist uns aufgefallen, das hat eine gewisse Größe. Und da hat der Gründer gesagt, okay, man muss sich die Sachen aber auch anhören. Das würde Sinn machen und auch auf mehrere Schultern diese Verantwortung, ist ein großes Unternehmen dann schon geworden, zu verteilen. Und was wir alles noch vorhaben mit eigener Produktion, in neue Geschäftsfelder gehen. Wir haben ja dieses Jahr Proteinpowders gelauncht, wir haben die diese Coffees gelauncht. Wir gehen so ein Pilzkaffee mitgebracht, also soll gesund sein, ist gesund und hat der hat zum Beispiel auch viel Koffein, den gibt es auch komplett ohne Koffein. Aber wir gehen in andere Segmente, ja, das heißt, da ist es auch gut, einen Investor dabei zu haben, der eine gewisse Expertise mit sich bringt. Wir wollen internationalisieren, ist ein großes Thema für uns, ja. Also wir sind ja momentan Deutschland, Österreich, Schweiz sehr stark. In Deutschland machen wir 70% unseres Umsatzes, sind in Frankreich, wir haben jetzt Italien gelauncht und Polen, aber wir haben in Europa direkt in unmittelbarer Nachbarschaft gibt es ein Marktpotenzial von 10 Milliarden. Also Italien, Spanien ist 3 Milliarden Markt, UK 2 Milliarden Markt, Nordics 2 Milliarden Markt, die Ost-, also die EMEA-Region ist auch noch mal für 3 Milliarden gut. Also es gibt ein super Potenzial und da haben wir gesagt, einen Partner ins Boot zu holen für diese Expansion im Portfolio geografisch und was so ansteht, ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt, der uns da auch mit Expertise und nicht nur mit Kapital—
man muss dazu sagen, CVC ist bekannt, auch Douglas haben die im Portfolio, also eine richtig große Firma. Quality Group auch ein bisschen im Nahrungsergänzungsmittelbereich, aber anders positioniert. Was fällt mir noch gerade so ein? Ich glaube Breitling, Uhrenmarke, also auch irgendwie große. Also das heißt, die sind schon so in dem Segment auf Markenfirmen aus und helfen euch jetzt auch Richtung Fernsehwerbung und so Also um auf den Punkt zurückzukommen: CVC ist sicherlich jemand, der ein super Portfolio hat, was Richtung Brandbuilding auch geht.
Also Breitling, wie du schon angesprochen hast, Tipico war sicherlich ein super Case, wo man sagen kann, von der Wettbude jetzt wirklich zu dem Premiumanbieter mit TV-Werbung, mit Top-Testimonials und so weiter. Also die verstehen Marke, die verstehen Internationalisierung, die verstehen Growth, die denken aber auch unternehmerisch. Und deswegen haben die zu uns gepasst.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Okay, das heißt, dann habt ihr diesen Deal gemacht und dann hat die ganze Szene aufgeguckt und gedacht, okay, was denn da los? Aber du sagst jetzt auch gerade irgendwie 10 Milliarden, das ist Marktpotenzial. Wie viel Anteil kann man da haben? 20, 30%? Das ist zu viel. Zu wenig.
Nein, also wie viel Marktpotenzial? Das Potenzial ist groß, ja, aber ich meine, alles zu seiner Zeit. Ja, 10% wären eine Milliarde. Sicherlich kannst du eine Milliarde Umsatz mit Sunday machen.
Das ist ja schon echt, also wenn dann, dann wäre es schon eine richtig große Firma, also im Sinne von auch sicherlich börsenfähig und alles, vor allen Dingen bei der Marge. Und ihr habt auch irgendwie relevant viele Kunden in Vietnam, hast du noch unterschlagen bislang?
Ja, eine echt interessante Anekdote: In Vietnam gab es Studien zu Vitamin D, Vitamin D2, und dass es wachstumsfördernd ist. Und der Vietnamese will natürlich große Kinder haben und hat sich dann mit dem deutschen Produkt, mit deutschem Engineering und aus Deutschland kommend beschäftigt. Und da wir dann auch das attraktivste Pricing hatten und ein sehr attraktives Vitamin-D-K2-Babyprodukt haben, haben wir auf einmal festgestellt, dass auf unserer Website Hunderte von diesen Produkten bestellt worden sind, von Einzelpersonen. Und dann haben wir gesagt, irgendwas stimmt da nicht. Dann haben wir das erstmal unterbunden, haben gesagt, du kannst nicht mehr als 10 Produkte bestellen, und sind der Sache auf den Grund gegangen. Und dann gab es Leute, die das wirklich per Rollkoffer, Hand Carry, grau exportiert haben nach Vietnam. Inzwischen haben wir dann eine Firma, die ist angemeldet, das Produkt ist registriert, haben ein eigenes Team vor Ort sitzen, sind dort auch im Retail zum Beispiel bei dem größten Kinderwaren- oder Kinderwarenausstatter, ja, aber haben dort auch über 2 Millionen Produkte schon verkauft.
Okay, okay, wow. Und also Zufall Ja gut, aber es ist ja ein hilfreicher Zufall. Warum macht ihr den so streng? Also da macht ihr jetzt mal Retail, aber in Deutschland zum Beispiel jetzt nicht. Also warum würde es sich nicht auch lohnen, mittlerweile bei der Produktpalette einen eigenen Laden zu machen?
Ein eigener Laden ist immer natürlich irgendwo tempting, dass man sagt, ein Flagship Store wäre doch sicherlich was. Aber Retail profitabel zu betreiben, ist noch mal einfach ein anderes Game. Und wir sind gut positioniert im D2C. Und das Wichtige für uns ist ja die Kundenbeziehung. Und die kannst du halt im Retail nie so intensiv aufbauen, wie du sie im D2C aufbauen kannst. Und ich glaube, ein Punkt, der wichtig ist: Wir arbeiten mit über 5000 Ärzten und Therapeuten in Deutschland zusammen. Wir haben ein Team von 10 Leuten, die nur Ärzte und Therapeuten schulen, ausbilden, besuchen und mit denen Studien machen, die auch mit denen Produkte gemeinsam entwickeln. Mit Ärzten gemeinsame Produkte. Wir haben in Berlin zum Beispiel mit dem Institut für Schilddrüsenforschung, mit dem Dr. Johannes Richter, eine Schilddrüsenmischung entwickelt.
Und die kaufen dann auch Tausende von Menschen?
Die kaufen dann auch Tausende von Menschen, weil die sich eben mit dem Thema rund um die Schilddrüse beschäftigen. Gibt es auch ein E-Book dazu, gab es auch einen Podcast dazu. Und das ist für uns einfach wichtig, diesen direkten Kontakt Endkonsumentenkontakt auch über die Ärzte zu haben und das direkte Produktfeedback. Und wenn du natürlich da über einen Retail gehst oder über einen Zwischenhandel, dann hast du das nicht mehr.
Okay, okay. Wer sind denn eigentlich, ich meine, wenn man das so jetzt googelt, dann sieht man da ganz viele Anbieter, also auch kleinere. Viele Marken sagten mir jetzt gar nichts. Wer sind denn so die relevanten Wettbewerber, die ihr da habt?
Es gibt immer pro Kanal verschiedene Wettbewerber. Es gibt in der Apotheke sicherlich Pure Encapsulations, relevanter Wettbewerber.
Da habe ich übrigens im Vorfeld gehört, dass die alleine, also sie gehören zu Nestlé, dass die alleine irgendwie fast 50 oder über 50% Marge an die Apotheke abgeben müssen. Das zeigt, wie profitabel das Segment ist.
Oder wie teuer der Kanal ist.
Korrekt, korrekt, korrekt. Genau, also okay, in der Apotheke gibt es also, okay, pure Encapsulations.
Online gibt es sicherlich einen Vitaminexpress oder solche sozusagen Online-Brands, die halt darüber stark über den Versand oder über den Versandkatalog arbeiten. Dann gibt es natürlich im Handel in der Drogerie Drogerie, was wir aber nicht als Wettbewerbsprodukt sehen, weil es eine ganz andere Positionierung, ganz andere Qualität, ganz anderes Produkt eigentlich ist. Aber irgendwo fällt es auch drunter. So was wie Abtheil und Taxofit oder irgendwie solche Brands gibt es ja auch. Dann gibt es einen Foodspring, der vielleicht im Bereich Superfoods in unserer Richtung ist. Ja, also es gibt so nicht diesen einen Wettbewerber. Es gibt vor allem keinen Wettbewerber, der so ein breites und tiefes Portfolio hat wie wir. Und ich glaube, in diesem ganzen Thema Heilung und Zusammenarbeit mit den Ärzten und wirklich was sozusagen bewirken auf der Mikronährstoffebene, da sind wir alleine. Da würden wir uns sogar ein bisschen mehr Wettbewerb auch wünschen.
Um den Markt zu evangelisieren?
Genau.
Ja, weil es ist immer noch so ein Rätsel, dass man so 1000 SKUs, das ist ja schon auch echt brutal viel. Das ist ja eine Riesenlogistik, die dann nötig ist, das alles irgendwie sauber zu steuern. Und das klingt jetzt erst mal so, als wenn das zu viel wäre. Aber du sagst, das große Portfolio, hat schon Sinn. Also im Marketing ist mir klar, dass man dann da sozusagen, weil wenn man bei Google die Listings dominiert mit den verschiedensten Produkten, da ist es hilfreich.
Aber ansonsten, es klingt mir vor allem, aber Philipp, vor allem in der Therapie ist es klar. Wenn du als Arzt dich mit deinem Patienten beschäftigst oder als Heilpraktiker, oder wenn du selber ein Spitzensportler bist und dich optimierst, und ich kann dir sagen, in unserer Kundendatei, you name it, ja, also Goldmedaillen, Champions League, whatever, kaufen alle bei uns.
Aber ihr nutzt die dann gar nicht als Testimonials?
Können wir uns nicht leisten.
Aber ihr könntet die doch fragen, die sind doch echte Kunden. Rein theoretisch könnte man doch mit denen sprechen. Also die Olympiasieger, so viel Geld verdienen die doch alle gar nicht. Also es sei denn, du bist jetzt gerade Fußballer, Basketballer, also es ist doch irgendwie.
Also sicherlich überlegen wir jetzt auch in dem ganzen Thema Brand- und Awareness-Marketing, auch da aktiver zu werden. Aber mir geht es eher darum, diese Gruppe, die wirklich aus ihrem Körper das Maximale an Leistung rausholen will und die ihren Körper optimieren will, oder auch chronisch Kranke, die einfach nur sich heilen wollen, die finden bei uns genau das Produkt, was sie suchen. Und deswegen ist dieses breite Portfolio unser Anspruch. Wir wollen die Toolbox. Also das ist so von uns wirklich die Philosophie des Unternehmens, der Toolbox-Provider für ein happier, healthier life. Und in der Toolbox gehört eben dazu, dass du halt einmal sozusagen sagst, Mensch, ich habe Vitamin-D-Mangel, ich nehme jetzt 10.000 oder 20.000er Dosierung, bringe erstmal meinen Pegel hoch, und dann stelle ich mich ein mit 2.000 oder mit 5.000, weil ich sage, ich nehme das so. Und dann optimierst du, und dadurch brauchst du zum Beispiel die Vielfalt. Oder du nimmst ein Magnesium, wo du sagst, Mensch, ich vertrag es nicht, weil ich krieg Durchfall, ja, weil ich zu viel nehme. Dann muss ich eine andere Darreichungsform haben, ja, und dann musst du eine andere Form haben, und dann beschäftigst du dich damit. Deswegen, es gibt nicht dieses One size fits all. Und wenn du den Anspruch hast, der Toolbox-Provider zu sein, dann hast du halt 1000 SKUs.
Krass. Ich meine ja, also die Menge und dann auch vor allem, dass ihr natürlich dieses, dass dieser Anstoß immer da ist, so viele Leute es auch suchen und kaufen. Also ich meine, ich verstehe schon dieses Movement und ich hätte gedacht, dass die Szene nicht so groß, aber 2 Millionen Kunden jetzt hast du ja gesagt, Größenordnung, das ist ja schon echt, den können wir wahrscheinlich noch viel mehr verkaufen. Wenn man überlegt, das sind ja wahrscheinlich auch alles dann so sehr Ja, aber überleg doch mal vegan.
Jeder Veganer muss Vitamin B supplementieren. Ist allein schon Megatrend. Also wir brauchen jetzt gar nicht von irgendwelchen Nischen sprechen. Also allein das Thema vegan ist ein Riesenthema, was sich damit beschäftigt, welche Mikronährstoffe fehlen mir durch meine vegane Ernährung.
Das ist natürlich für euch perfekt, dass es so große Trends gibt, an die ihr quasi andocken könnt. Longevity, vegane Ernährung. Sport, all diese Sachen, da kann man sich perfekt—
der Trend Bio, ja, überleg mal, ja. Also früher hat man das abgetan und hat gesagt, okay, Bio, das sind irgendwelche Freaks, die Bio kaufen, vor 30 Jahren. Inzwischen ist Bio ganz normaler Standard. Und selbst wenn du nur Bio kaufst, kriegst du nicht über dein Bio-Gemüse noch die Mikronährstoffe, die du brauchst. Du musst dann supplementieren.
Lass mal bei CM kurz reingehen. Kannst du sagen, also das Ich meine, du bist ja näher dran, wie ihr das macht. Also klingt jetzt so einfach, wir schicken sonntags Nüsse da raus. Also da wird wahrscheinlich schon tiefer jetzt drüber nachgedacht. Also für uns auch immer die große Frage, wer macht wirklich gutes CRM? Ist von außen noch gar nicht so einfach zu erkennen. Aber sie wird schon sagen, CRM ist mit euer größter Erfolgsfaktor.
Unser größter Erfolgsfaktor ist das Produkt, weil das Produkt funktioniert. Wenn du ein Produkt hast, was funktioniert, dann kaufst du das auch zum zweiten mal. Und ich glaube, das ist schon mal die Grundvoraussetzung, weil ich sage, unser CRM-Team ist exzellent, aber wenn wir ein schlechtes Produkt hätten, dann würde auch das Team das nicht hinkriegen. Wenn das Produkt nicht wirkt und du sagst, ich habe eine schlechte Produkterfahrung, dann kaufst du das auch kein zweites Mal. Das heißt, die Produktwirkung ist das A und O. Und wenn der Produkt-Market-Fit da ist und du den Impact hast, dann kannst du natürlich über ein CRM-Team entsprechend sehen, okay, was ist das für ein Kunde, welches Produkt hat er gekauft, ja, okay, auf was für einem Nährstoff- Nährstofftrend ist der, wie hoch ist sein Warenkorb, was hat er sich da sonst noch eingelegt in den Warenkorb.
Das habt ihr alles sozusagen optimiert.
Genau. Und das ist natürlich—
Wie viele Mails kriegt ein Kunde von euch pro Woche? Eine nur?
Eine.
Nur eine?
Er kriegt durchschnittlich eine, würde ich sagen. Ja, manche kriegen dann noch ein Offline-Mailing. Wir haben auch, wir schicken auch Offline-Mailings raus, funktioniert in unserer Zielgruppe auch sehr gut. Ja, wir sind ja auch ein bisschen älter, wir sind also über 40, hauptsächlich weiblich. Ja, also ja, okay, okay.
Also ist für mich irgendwie auch phänomenal, dass ihr das ganze Social-Media-Thema nicht so macht. Also ich meine, am Ende macht ihr Marketing, wir hätten das Gespräch auch vor 10 Jahren führen können, so Google und dann CRM. Normalerweise, wenn ich so von solchen FMCG, sage ich mal, Trends höre, ist immer irgendwie Influencer involviert, immer Instagram, TikTok. Bei euch alles kein Thema?
Philipp, wir mussten First Purchase positiv Als Bootstrap-Company kannst du nicht sagen, ich warte auf den zweiten Einkauf und ich rechne mir irgendeine Kohorte schön und sag beim dritten, da habe ich einen super CLV. Wenn du Bootstrap bist, musst du am Monatsende die Gehälter bezahlen. Das heißt, wenn das Cash nicht da ist und du nicht Cashflow-positiv bist und nicht EBIT-positiv bist, dann funktioniert das Business nicht. Das heißt, wir waren gezwungen, Marketing zu machen, was funktioniert. Und wenn wir Influencer gefunden haben, und wir haben bis zu 400 Micro-Influencer und Nano-Influencer gehabt, die für uns auch funktioniert haben irgendwo, aber sag ich mal, der große Influencer, Influencer, wo ich sage, jetzt nehme ich hier mal 5-, 6-stellig Brandgeld in die Hand und buche den und hoffe, dass dann über die Brand Awareness in den nächsten Monaten irgendwie der Return on Ad Spend kommt. Das ist einfach in unserem Game nicht drin gewesen. Das war einfach nicht unser Playbook.
Aber es hätte sein können, rein theoretisch, weil ich meine, die Leute haben ja dann bei euch ein Abo quasi. Am Ende ist ja, haben wir schon drüber gesprochen, ist ein Abo-Modell. Das heißt, die kaufen dann jahrelang weiter. Also es ist schon, ihr habt sozusagen, obwohl ihr das nicht nötig habt, den Riesenvorteil, dass die Leute euch dann echt lange haltbar erhalten. Bleiben.
Wir haben sehr loyale Kunden, ja.
Also Größenordnung jahrelang oder 5, 6, 7 Repeat-Käufe.
Wie lange kaufst du schon deine Zahnpasta?
Ernsthaft, so lange bleiben die dann da?
Ja.
Krass.
Ich meine, wenn du einmal anfängst, Vitamin D zu supplementieren, und das solltest du tun, also so wie du aussiehst, sollte ich dir einen Tipp geben. Nein, aber wirklich. Und du merkst sozusagen Energielevel, Mut, Immunsystem, Erkältungen, fitter. Natürlich nimmst du das weiter.
Stell dir vor, du kommst nach der Arbeit nach Hause und dein Keller steht unter Wasser. Die Nerven liegen blank, du bist gestresst und brauchst dringend Hilfe. Das Letzte, was du jetzt willst, ist eine blecherne Computerstimme, die dir sagt: Für Schadensmeldungen drücken Sie die 1. Aber mit ElevenLabs kann das auch so ablaufen: Hallo, hier ist Eleven.
Was kann ich für Sie tun?
Hey, ich habe ein Problem. Mein Keller steht unter Wasser.
Oh nein, das tut mir leid. Machen Sie sich keine Sorgen. Unser Ziel als Versicherung ist es, Ihnen das Leben in dieser stressigen Situation leichter zu machen und nicht noch zu erschweren. Ich nehme den Schaden für Ihren Keller sofort auf.
Aber wie kann das sein, dass KI so menschlich klingt?
Das ist der neue Expressive Mode von ElevenLab. Ich erkenne den Stress in deiner Stimme und passe meine Tonalität an. Ich höre nicht nur Wörter, ich verstehe die Emotion dahinter. Ich kann seufzen, lachen oder wie jetzt einfach eine beruhigende Stütze sein, während ich parallel den Gutachter für dich buche.
Also echte Empathie skaliert durch KI. Große Player wie die Deutsche Telekom, Klarna und Nutzen diesen Service bereits, um Kunden wirklich abzuholen. Es ist nicht mehr Mensch gegen Maschine, sondern Maschine für den Menschen. Erlebe die Zukunft der Kundeninteraktion auf elevenlabs.io/omr. Und ja, auch meine Stimme wurde mit ElevenLabs erstellt. Ist denn doch bei all dem trotzdem noch ein bisschen so, also du sagst das, aber eine Placebo-Wirkung ist da gar nicht. Das ist halt wirklich alles.
Das ist Wissenschaft.
Okay, na gut, okay, okay, okay. Ich muss das mal ausprobieren, wenn ich das so höre. Ein Wahnsinn! Und man denkt ja immer so am Anfang bei kleineren Brands, okay, da ist es, aber das scheint ja wirklich ein größeres Rad zu sein oder eine größere Menge an Menschen, die jetzt mitmachen. Anders wären die Umsätze ja gar nicht vorstellbar.
Aber die Leute haben auch immer mehr Schlafprobleme, Wechseljahre, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen. Ich meine, was haben die? Ich meine, das ist alles Lösung. Deswegen haben wir 1000 SKUs, deswegen arbeiten wir mit 150 Ärzten zusammen und entwickeln mit 150 Ärzten Produkte. Also das ist schon eine echte, also diese Produktentwicklung und dieses permanente Optimieren und Innovation bereitstellen. Also es gibt auch keinen, der so viel Innovation bereitstellt wie wir. Wir haben dieses Jahr 100 Produkte schon gelauncht.
Also vom Pilzkoffein?
Genau, wir haben dieses Jahr die Mushroom Coffees gelauncht, was ein Riesensegment ist, weil die Leute sozusagen auf ein gesünderes Kaffee gehen wollen. Wir haben Proteinpowders gemacht, weil Proteinpowders nicht nur ein Pumper-Thema ist oder ein Sportthema ist, sondern weil Proteine einfach ein Thema für gesunde Ernährung ist, für Muskelabbau, vor allem auch im Alter. Ja, das sind einfach auch Themen, die zu uns gehören.
Ja, krass. Also wenn man es also nicht sehen würde, müsste man es erfinden. Das ist ja wirklich so das perfekte Geschäftsmodell scheinbar. Und ich meine, Danach wird gesucht. Erstaunlich. Ich war mir bislang so nicht in der Schärfe klar. Vor allem, dass man auch dagegen den bestehenden Handel ankommen kann. Ich meine, ihr habt ja nicht nur Wettbewerber, die jetzt sozusagen selber Hersteller sind, sondern ich meine, rein theoretisch gibt es ja in jeder Drogerie und überall eigentlich Möglichkeiten, sich Sachen zuzukaufen. Ich meine, ihr tretet ja auch an gegen dm, gegen Rossmann. Da gibt es ja auch überall Präparate, die Art. Aber wie heißt das, Reformhäuser überall?
Ja, das sind alles unterschiedliche Wettbewerber. Also ich sag mal, die Blisterpackung aus dem Drogeriemarkt, wo du die Kapsel oder die gepresste Magnesiumstearat-Tablette durchs Aluminium drückst, ist glaube ich nicht vergleichbar mit unserem Produkt, was aus dem Apothekenglas kommt und was eine wirklich reine Kapselhülle hat. Und auf der anderen Seite hast du die Apotheke angesprochen, die ist halt auch ein deutliches Eck teurer, und das spielt uns natürlich auch in den Trend hinein.
Gibt es da viel Preisvergleich und so was in dem Bereich? Also richtig aktive Preisvergleichsseiten für so was?
Preisvergleichsseiten so nicht, aber natürlich ist der Kunde ein sehr aufgeklärter Kunde, der sich informiert und sagt, okay, ich suche Vitamin C 1000, und dann gibt er das natürlich ein und sagt, was kostet Vitamin C 1000, was darf das kosten? Und wenn es bei uns 14,90 kostet und in der Apotheke kostet es 19,90 oder 24,90, dann wird er natürlich sagen, ich kaufe es bei uns.
Also was ist die Vision in 10 Jahren? Also abseits vom Marktanteil, über den wir gerade schon sprachen, eine Milliarde Umsatz, okay, sind ja immer so, aber was so, gibt es so eine größere Vision, für was in 10 Jahren die Firma geworden ist?
Viele glückliche, gesunde Menschen, Kunden.
Du hast ja schon insofern einen interessanten Werdegang, dass du eingestiegen bist so als Co-CEO und dann nach dem Investment bist du dann sozusagen freiwillig noch mal als CMO, hast du dich sozusagen verändert?
Also die Reise zu und mit Sunday, also auch dieses, dass mich der Gründer da so reingezogen hat und ich das am Anfang gar nicht verstanden habe, wie gut das für mich ist und wie groß das ist. Und das ist schon was Besonderes. Und auch, dass ich das erste Mal voll hinter einem Produkt stehen kann und sagen kann, das ist was, was echt Menschen hilft. Und wenn du da im Kundenservice das Feedback bekommst von Leuten, die irgendwie ihre Krankheiten damit in den Griff bekommen haben und die einfach ein gesünderes, glücklicheres Leben führen, kann ich sagen, ich kann mir nicht vorstellen, für eine andere Firma zu arbeiten. Und deswegen habe ich dann auch entschlossen und gesagt, selbstverständlich will ich dabei bleiben und freue mich über eine Commercial-Rolle und mache das, was ich kann und was ich gerne habe. Und da geht es nicht um Ego oder um Titel oder um irgendwas, sondern wir haben so viel vor. Die Firma kann so groß werden. Wir haben so ein Potenzial und da will ich dabei sein.
Krass. Also das heißt, man kann auch sehen, dass der Trend immer weiter wächst. Also dieses ganze Longevity und so.
Ich meine, ich sehe es ja, Longevity, Biohacking. Aber auch schau es dir an, ja, ich meine, die Nahrungsmittel werden nicht gesünder, die Leute werden älter, die Leute werden schlauer, aufgeklärter, ja. Also jeder wird was für sich.
Ich meine, die Nestlés dieser Welt, die gucken da in Teilen auch drauf, aber die haben also, kommen mit euch nicht klar. Also ihr habt da sozusagen die beste Positionierung. Positionierung gerade?
Wir haben eine eigene Positionierung. Ja, wir sind die Love Brand auch für Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, Kliniken. Wir sind, wenn es um das Thema Heilung geht, sind wir halt eine echte Love Brand.
Und wo ist der Haken? Also was, was gibt's, was sind die größten Risiken, oder was macht euch ab und zu mal schlaflose Nächte?
Schlaflose Nächte macht uns das Wachstum zu Also wir sind teilweise stark gewachsen und da rede ich nicht nur von Out of Stock, wo man sagt, Mist, man kann nicht mehr liefern, man kriegt das Rohmaterial nicht her. Also das sind so die Themen. Einfach Handling the Growth ist ein Thema und auch der Fokus. Also wir können so viel machen, wir haben so viele Produktideen auch und ich glaube, wenn wir schlaflos sind, dann ist es Fokus und Handling Growth.
Krass, also ja, beeindruckende Geschichte. Also wahrscheinlich mittlerweile dürfte die Firma schon jetzt die Milliardenbewertung überschritten haben, unterstelle ich jetzt mal. Ihr wachst ja weiter, oder? Also seit der Übernahme weitergegangen?
Wir sind gut unterwegs.
Warum ist sowas so selten in Deutschland? Weil es einfach so wenig Gebiete gibt, die so perfekt geeignet sind wie das, wo noch sozusagen alles zusammenkommt, Trend, sozusagen die Möglichkeit überhaupt mit hohem hoher Profitabilität auf der ersten Transaktion reinzukommen. Ich meine, man würde sich ja wünschen, es gäbe noch in ganz anderen Segmenten weitere Firmen wie eure, aber ich meine, du hast jetzt einmal Produktpassion.
Also Trend ist wichtig, aber diese absolute Produktpassion und das Commitment fürs Produkt, ich glaube, das ist das, was ich sagen kann, das ist unser Erfolgsrezept. Und Es gibt viele deutsche Unternehmen, die erfolgreich sind, weil sie ein exzellentes Produkt entwickelt haben. Also ich meine, da kommt Deutschland her. Wenn du dir unsere Ingenieursgeschichte von Deutschland anschaust, siehst du, Produktentwicklung und Engineering ist das, wo wir stark sind.
Und sind das bei euch auch sozusagen Lebensmittelchemiker oder für Menschen, die bei euch arbeiten?
Es gibt eine medizinische Abteilung, die Rezepturen formuliert, die Produkte, wie gesagt, Institut für Schilddrüsenforschung, Professor Stossier für Basenpulver, Katharina Burkhardt für die Frauenprodukte. Also wir holen uns die Experten rein, wir entwickeln mit denen gemeinsam die Produkte.
Ja, aber dennoch ist es halt aber das Gefühl, eine der ganz wenigen Geschichten, die wir— oder hast du noch ein paar andere gesehen letzten Jahren? Ich meine, du hast Sociomantic miterlebt, das kann man nicht vergleichen, sehr, sehr Text, sehr Advertising getrieben, muss man auch sagen, war dann irgendwann auch vorbei. Also sozusagen diese ganze Retargeting-Welle wurde dann irgendwann von Google Facebook sozusagen doch so dominiert und übernommen. Und all diese Player, wie wir damals einer waren, wie ihr damals einer wart, auch wenn auch größer, konnten so nicht dauerhaft existieren. Ansonsten hat man jetzt kaum Beispiele gesehen, wo sozusagen jetzt Bootstrap sowas Großes möglich war.
Ja, und das ist halt auch ein profitables Business. Das muss man eben auch so sehen. Also wenn wir uns viele Gründungen anschauen der letzten Jahre, wurde halt auch viel gegründet, wo es kein Businessmodell gab. Da wurde zwar ein Unternehmen gegründet, was aber nichts richtig unternommen hat, sondern naja, also das ist schon für uns damals, als wir auch Leute gesucht haben und nicht die Top-Gehälter zahlen konnten und da im Berliner Markt jeder gesagt hat, ich gehe mal dahin und die verkaufen auf dem, was weiß ich, Lebensmittellieferdienste, Pizzadienste, gebrauchte Autos Plattform und was es da alles gibt, wo er gesagt hat: Mensch, wir wollen die denn alle wirklich nachhaltig Geld verdienen? Aber die zahlen alle wahnsinnige Gehälter und auf dem Papier sind die ganzen Mitarbeiter schon alle irgendwie super beteiligt. War das für uns schon auch schwer und das war sicherlich wurde da auch viel in den letzten Jahren auch mal gegründet, wo man noch nicht klar war, wie man damit später Geld verdient. Und ich glaube, unsere Gründung und diese Disziplin und dieses eben halt 10 Jahre sich wirklich hart zu bemühen, ist halt was anderes, als mit gefundetem Geld mal schnell irgendwas aufzupumpen.
Aber trotzdem, es ist halt so die Mischung aus Timing und Zugang zu dem Geschäft auch irgendwie, jetzt ist es keine Hochtechnologie. Der Jörg Schweikart scheint ja selber da den ersten Anstoß selber gegeben zu haben. Also das hat man einfach irgendwie selten. So einen Megatrend brauchst du irgendwie auch.
Ja, also es ist sicherlich eine einmalige Geschichte und da kamen viele Faktoren zusammen.
Und am Ende für dich auch das bislang lukrativste Engagement deines Lebens?
Dazu sage ich nichts. Die Frage müssen wir rausschneiden.
Aber es ist ja naheliegend. Ich meine, jemand, der jetzt da früh dabei war, der CEO ist, wenn dann so ein Deal kommt, wo dann mutmaßlich 800 Millionen Bewertung, ihr habt die Mehrheit abgegeben, da ist ja schon auch viel Geld geflossen offensichtlich.
Ich kann dir sagen, Sunday war nicht das Unternehmen, wo ich hingegangen bin wegen Geld. Da hätte es wesentlich lukrativere Angebote damals gegeben. Das war ein echtes Herzensthema.
Und sagst du, bleibst du, also war ja meine einfach, du kannst dir auch gut vorstellen, die nächsten Jahre dabei zu bleiben.
Coole Company, cooles Team, cooles Produkt, bin dabei.
Na gut, also ich habe es verstanden. Wir haben ja schon mal auf dem Festival drüber gesprochen, also da war ich zum ersten Mal richtig platt. Ich muss zugeben, als du mir schriebst, Mensch, ich habe hier einen neuen Job, und da hattest du mir glaube ich auch was, einen Riegel oder so zugeschickt, da dachte ich mir, okay, also es gibt so viele Food Brands, ob das jetzt klappt, ich wünsche es Und dann habe ich irgendwie dann die ersten so Gerüchte gehört. Hast du gehört, was der Robert jetzt macht? Irgendwie das muss ja richtig gut laufen. Und dann dauert es eine Weile und dann sah ich irgendwie hier CWC. Krass!
Ist dein Wunsch in Erfüllung gegangen, Philipp?
Ja, gut für dich, gut für euch, gut für euch. Vielen Dank, dass du gekommen bist.
Danke, danke für die Einladung.
Ja, sehr, sehr gerne. Und wir grüßen an die Kollegen Hintergrund.
Mache ich. Bis dann.
Alles klar.
Ciao, ciao.
Überall reden Menschen von KI, auch gerne hier im Podcast. Damit ihr auch mitsprechen könnt, gibt es jetzt von meinen Kollegen von OMR Education einen KI-Intensivkurs. In 6 Wochen wird man vom KI-Anwender zum KI-Enabler, insbesondere im Marketing. Man bekommt vermittelt, wie autonome Agentensysteme im Marketing eigenständig konzeptioniert verknüpft und bei euch im Unternehmen verankert werden. Ihr seht, wie ihr die Effizienz eures Teams nachhaltig steigern könnt, und ihr könnt komplexe Marketing-Workflows anschließend automatisieren. Unser Kurs von OMR Education dauert ungefähr 6 Wochen und kombiniert Theorie und Praxis. Der zeitliche Aufwand liegt bei ungefähr 4 bis 5 Stunden pro Woche. Der Kurs richtet sich ganz konkret an Marketing-Leads, an Digitalstrateginnen und Strategen, an KI- interessierte Menschen mit mehreren Jahren Berufserfahrung, die selber KI-fest werden wollen und vor allen Dingen auch KI fest in ihre Prozesse integrieren möchten. Nach Abschluss des Kurses gibt es außerdem ein Zertifikat von uns, von OMR Education. Alle Infos und Anmeldung dazu unter edu.omr.com/intensivkurs oder hier hinter dem Link bei uns in den Shownotes. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
More from Mario


Vom Hafenarbeiter zum Milliarden-Textilimperium: Tom-Tailor-Gründer Uwe Schröder (#945)









