Snocks-Gründer Johannes Kliesch (#806)
1 Jun 2025 · 67 min
In diesem OMR‑Podcast‑Interview spricht Philipp Westermeier mit Johannes Kliesch, Mitgründer von Snocks (Nox Group). Kliesch schildert seine Entwicklung vom Amazon‑FBA‑Seller für Socken über den Aufbau einer eigenen Marke und eines Shopify‑Stores zu einem Unternehmen mit 130‑140 Mio € Jahresumsatz. Er erklärt die aktuelle Unternehmensstruktur: ein House‑of‑Brands‑Modell, das Marken wie Snocks, Ocean’s Apart und Femtis umfasst, und die Rolle von Private‑Equity, das seit 2022 beteiligt ist. Das Gespräch deckt die Kanal‑Strategie (Amazon, Zalando, About You, eigener Onlineshop), die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Kanäle, das Marketing‑Mix (Performance‑Marketing, Retail‑Media, TV‑Ads, Homeshopping, Skepsis gegenüber TikTok‑Shop) und das CRM‑System (E‑Mail, WhatsApp, App, Sales‑Events). Weiter wird die Beschaffung (China, Pakistan, Sri Lanka, Lieferantendiversifizierung) und die Produktentwicklungs‑Pipeline (2 neue Produkte pro Woche, 30‑35 % Erfolgsquote) erläutert. Kliesch spricht über die Auswirkungen von Konkurrenz wie Shein/Temu, über die Margen‑Ziele (10 % EBITDA), über die Personal‑Strategie (Bewerbungen, Employer‑Branding) und über seine persönliche Markenbildung (Social‑Media, ARD‑Doku, Public‑Speaking). Abschließend diskutieren sie mögliche zukünftige Akquisitionen, die Grenzen des Wachstums und die Balance zwischen öffentlicher Sichtbarkeit und Privatleben.
Chapters
Der Johannes ist mittlerweile zum dritten Mal im OMR Podcast zu Gast und das Schöne daran ist, man kann seine Reise sehr schön mitverfolgen über die Jahre. Angefangen vor einigen Jahren als Amazon-Händler mit Socken, dann Private Equity Exit und jetzt neue Welt. Er kauft selber E-Commerce-Firmen zu, restrukturiert E-Commerce-Firmen, redet von Umsätzen, die Richtung mehreren 100 Millionen laufen könnten, vielleicht sogar noch mehr. Also zum richtig relevanten E-Commerce-Mittelständler. Und bei all dem ist er immer sehr direkt, sehr offen formuliert, sehr angstfrei, teilt seine Informationen und sagt über sich selber, er möchte gerne der Jürgen Klopp des E-Commerce sein. Wie sich das anhört, das könnt ihr jetzt bei uns gleich hören, und wie es aussieht, kann man aktuell in der ARD verfolgen. Da gibt's sogar eine Doku über ihn und sein Leben. Und damit rein ins Gespräch mit Johannes Klisch. Auf geht's! Let's go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeier. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto Konto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de.
Hallo Johannes, danke Philipp für die schöne Intro.
Ja, so ist es doch, oder? Ich meine, als du zum ersten Mal da warst, da war deine Geschichte: Ich bin so ein Amazon-Dealer in Wheeler, ich kaufe mir Socken in China ein und verditsch die dann über Amazon. Und dann war es so, ja, das war gerade mal so Zeitgeist. Dann hast du den Zeitgeist extrem gut, sagen wir mal, genutzt und entwickelt, und man dachte, okay, aber das ist so seine Story. Und es geht jetzt aber immer weiter mittlerweile. Hast du die Firma verkauft, neue Produkte dazu genommen, ist jetzt Private Equity bei euch an Bord und ihr kauft jetzt aus Insolvenzen oder aus auch kleinere Brands dazu. Also ist einiges passiert. Plus du entwickelst dich jetzt ja wirklich so Richtung ARD-Doku über dein Leben. Ich warte so auf die Nachricht jetzt auch Höhle der Löwen oder sowas. Beschreib mal, wo du gerade bist auf deiner Reise.
Ja, du hast es ja schon gesagt, als Amazon-Händler angefangen und dann irgendwie uns als Marke Snocks weiterentwickelt, auch einen Shopify-Store gemacht. Und da stehen wir jetzt so fast 10 Jahre, mache ich das, 9,5, irgendwie so in die Richtung. Und wir machen jetzt so dieses Jahr 130, 140 Millionen Euro Umsatz. Wir haben einen Teil verkauft, aber wir haben immer noch die Mehrheit, mein Cousin und ich. Mein Cousin ist inzwischen operativ ausgeschieden, deswegen, ich mache das jetzt mit einem neuen Geschäftsführer zusammen. Und ja, wir gehen glaube ich durch die verschiedenen Themen durch. Wir haben letztes Jahr Oceans Apart aus der Insolvenz gekauft. Jetzt vor knapp einem Monat haben wir die zweite Firma gekauft, Femtis, deutlich kleiner, machen nur so 2 bis 3 Millionen Euro Umsatz. Die implementieren wir gerade und gucken gerade, wo so das nächste Kapitel hingeht. Wir glauben sehr stark an so ein House of Brands, verschiedene Marken unter einem Dach nach oben bringen. Ich will ja gar nicht zu reißerisch klingen, aber wie so ein Louis Vuitton, die größten Firmen der Welt in unserem Fashion- Segment sind halt mehrere Markenstrategien, auch ein Zara mit Massimo Dutti und so. Deswegen gucken wir schon nebersnox, was können wir noch machen.
Okay, ich meine, das ist schon wirklich ganz geil aufgelegt, weil dieses LVMH, ich meine, das wissen die meisten gar nicht, der glaube ich reichste Europäer, zumindest einer der reichsten Menschen der Welt, ist der Bernard Arnault. Also dieses LVMH angefangen hat auch so ein Luxusmarkenkonsortium über viele Jahre aufzubauen. Das ist natürlich so das absolute geile Endziel, geile Story. Ist denn das Amazon-Game, mit dem du groß geworden bist, gibt's das überhaupt noch?
Ja, also so 25, 30% von unserem Umsatz machen wir mit Amazon nach wie vor, also deswegen so ein Viertel ist es, aber ich würde schon sagen, gegen die Erwartung, tatsächlich ist es mit unser profitabelster Kanal. Zalando About You, wo du ja auch nah dran bist, ist noch profitabler, also Marktplatzgeschäft insgesamt sehr profitabel, Zalando About You super profitabel.
Amazon auch gut, Onlineshop im direkten Vergleich deutlich schwächer, weil man einfach so viel mehr Geld für Marketing ausgeben muss.
Genau richtig. Und man, natürlich ist es auch, man bescheißt sich auch ein bisschen selber, weil wie legst du jetzt die Marketingkosten, wenn jetzt große Influencer posten? Die kaufen dann zu 80, 90%, sehen wir in den Daten, in unserem Onlineshop, aber so 10 bis 30% strahlt auch in Richtung die Marktplätze. Also daher Das kannst du dann auch nicht immer gescheit so messen, aber ist nicht so einfach.
Okay, aber wäre die Story heute noch möglich? Also ist dieses Fenster Amazon nach wie vor überhaupt offen, wenn man jetzt irgendwie zuhört und sagt, okay, diese Story, ich will auch noch mal in diese Welt rein? Würdest du es noch mal so überhaupt jemandem empfehlen, das so zu machen, oder ist das eigentlich jetzt mittlerweile, wenn man nicht schon längst dabei ist, tot?
Boah, ich würde schon sagen, eher tot und zu, so als komplett neuer Amazon-FBA- Seller dann noch mal 20, 30 Millionen nur über Amazon in den, von heute von null in den nächsten 3 Jahren zu machen, ist schon wahnsinnig schwer geworden. Wir sehen aber auch in den Daten, die letzten, also 24 und 23, war Amazon auch, Keywörter wie Socken und so sind nicht gewachsen, sogar geschrumpft durch den Druck mit Temu und Shein. Und dieses Jahr haben, sehen wir zum ersten Mal wieder Wachstumsraten um die 25% gegenüber 24, Year over Year. Also da sieht man auch diese Zollthematik und sowas, Temu und Shein geraten immer mehr unter Druck. Das sehen wir schon auch auf den Amazon-Deutschland-Daten, dass Amazon gerade wieder anfängt zu wachsen nach 2 schwierigen Jahren.
Aber die allgemeine Sorge ist doch, dass jetzt dadurch, dass die in den USA quasi ausgesperrt werden, Temu und Shein, dass die jetzt ihre ganzen Klamotten, die sie alle schon auf Halde haben, jetzt irgendwie nach Europa dumpen müssen und dann quasi in euer Revier reinkommen. Ist das so? Also merkst du das oder hast du die Sorge oder siehst du es anders?
Wir sehen schon, dass CPMs, das ist ja jetzt so eine typische Kennzahl, also oder TKP, also wie viel kostet es mich, um 1000 Leute zu erreichen? Dass dieser Werbedruck jetzt wieder nochmal in Europa steigt, weil USA ausgeschlossen, jetzt schieben sie alles nach Europa. Wir sehen schon, dass die CPMs jetzt nochmal gestiegen sind in Q1, Q2. Gleichzeitig sieht man ja auch schon, Shein und Temu, gerade Temu, PDD ist ja auch an der Börse notiert, die sind schon mehr unter Druck. Also die können jetzt nicht mehr so komplett wahllos Geld raushauen wie die letzten Jahre, nur irgendwie auf Wachstum gehen, sondern die müssen auch mehr auf Profitabilität gucken. Auch Shein-Börsengang wurde ja mehrmals verschoben. Da bin ich auf eine 6- bis 12-Monats-Perspektive schon eher wieder positiv, auch für den deutschen, europäischen Markt, dass ich sage, ich glaube, die hatten ihren Peak und Zenit, wo sie so ein bisschen wie flinke Gorillas und so alles nur auf Wachstum gegangen sind, und jetzt mehr auf Profitabilität. Und das tut uns deutschen E-Commerce-Händlern, glaube ich, allen gut.
Wärt ihr denn deutlich größer, wenn es die nie gegeben hätte? Weil wenn ich jetzt an ein Produkt denke, wo ich denke, eine Firma wie SHEIN, die gerade auch insbesondere Klamotten machen, also der Socke, und die Socke ist halt so ein Ding in der Preisklasse, wo ihr zum Teil auch seid, also jetzt nicht hochpreisig, nicht jetzt Falke oder so, dann denkt man, okay, das ist für euch super schmerzhaft, dass die da so die letzten Jahre so krass gewildert haben. Also haben die euch viel weggenommen?
Ich kann es nicht messen, Bauchgefühl aber schon. Also ich finde die Gedanken, die du geteilt hast, sehr gut nachzuvollziehen. Und dann noch mal irgendwie in den letzten 2, 3 Jahren einfach Makroklima, Die Leute haben weniger Geld etc. Kaufe ich dann für 30 Euro irgendwie meine Socken oder gerade mal für 5 bis 10 Euro bei SHEIN und das ist wirklich Faktor 20 der Preisunterschied.
Also auch zu euch nochmal.
Ja genau, also ein Zwanzigstel, 5% von unserem Preis haben die gekostet. Natürlich auch je nachdem, wie viel Discounts die gegeben haben und andere Qualität, aber zum ersten Schritt ist es natürlich ein wahnsinniger Preisunterschied und auch genau wie du es gesagt hast, SHEIN ist ja vor allem Fashion, Temu macht alles. Hatten wir quasi Doppeldruck, also nicht nur ein Temu, sondern auch ein Shein hat uns wehgetan. Daher, ich könnte mir schon vorstellen, dass ich 10 Millionen Euro als Nox Group mehr Umsatz gemacht hätte in den letzten Jahren, wären die nicht da gewesen. Aber es bringt auch nichts rumzuheulen, wir sind trotzdem geil gewachsen.
Und sind nach wie vor Socken euer großes Produkt? Da gibt es mittlerweile jetzt abseits von den Zukäufen auch eigene Produkte. Ihr habt ja Unterwäsche angefangen zu machen. Die relevant sind?
Ja, Herrenunterwäsche ist das größte Singleprodukt oder die größte Kategorie für uns. Dann kommen tatsächlich Socken und Damenunterwäsche, ist für uns gleich groß. Aber auch mit einer Sportkategorie haben wir auch letztes Jahr zwischen 5 und 10 Millionen Euro Umsatz gemacht.
Was heißt Sportkategorie? Was sind da für Klamotten drin?
Zum Beispiel Frauenleggings, was man jetzt auch bei Ocean's Apart kaufen kann. Das ist eine große Kategorie, Jogginghosen und so weiter. Lustigerweise haben wir aber auch so totale Nischenprodukte, Thermounterwäsche, also so Skiunterwäsche. Wahnsinn, machen wir im Jahr, lasst mich nicht lügen, 6, 7 Millionen Euro nur mit einem Produkt Thermounterwäsche. Allein auf Zalando verkaufen wir 3, 4 Millionen Euro Umsatz mit Skiunterwäsche auf Zalando. Also total unspektakulär, aber auch das ist halt genau unsere Kategorie Marktplatz, Basic-Fashion-Bereich, funktioniert für uns sehr, sehr gut.
Und trifft man dann sowas durch Zufall? Also ich meine, dass ihr da einfach Sachen an die Wand werft und dann guckt, was hängen bleibt, oder hattet ihr irgendwelche Tools und gesehen, ah, diese Thermounterwäsche, Zalando, das könnte fit sein? Suchvolumina angeguckt oder ist am Ende Glück?
Die Kombination aus beidem. Also unsere Erfolgswahrscheinlichkeit, wenn wir ein neues Produkt launchen, jeden Samstag kommen bei uns 2 neue Produkte im Schnitt raus, also einmal für Männer, einmal für Frauen, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit zwischen 30 und 35%. Also jedes dritte Produkt ist nur erfolgreich. Wir versuchen natürlich durch Analysen diese Erfolgswahrscheinlichkeit nach oben zu drücken. Mit Amazon-Tools kann man gucken, was geht bei Amazon. Was geht aber auch in anderen Shopify Stores? Was sind Bestselling-Kategorien, Farben und so weiter? Gibt es verschiedene Ebenen, machen wir alles, aber trotzdem merkt man, obwohl wir es so viele Jahre machen, ist trotzdem nur ein Drittel erfolgreich. 2 Drittel schreiben wir ab bzw. verkaufen wir ab und bestellen nie wieder nach.
Okay, wie macht ihr generell Beschaffung? Also ich meine, den Film, den es über euch jetzt aktuell bei ARD auch in der Mediathek noch zu sehen gibt, ganz interessant. Da ist ja zu sehen, wie es angefangen hat. Ihr habt da irgendwie Alibaba bestellt zu deinen Eltern ins Wohnzimmer und dann selber irgendwie da teilweise irgendwie auch mit Verlust weiterverkauft und so. Also ganz so wird es ja heute nicht mehr sein. Also wo holst du die Sachen her und wie schnell kannst du da neue Sachen designen? Das ist ja schon ein wichtiger Teil der Wertschöpfung mittlerweile.
Absolut. Also von der Dauer, wenn ich jetzt hier unsere Füße anschaue, wir haben hier wunderschöne Pantoffeln bekommen. Würden wir jetzt entscheiden, okay, die würden wir als Nox rausbringen, dauert es zwischen so 9 und 12 Monate, bis die finale Ware auch wirklich hier ist. Also die Entwicklung dauert so 3 bis 5 Monate so mit verschiedenen Sample-Runden und dann die richtige Produktion bis zu 6 Monate, weil wir fast alles von uns per Schiff kommen lassen müssen.
Aus China dann?
China viel, Pakistan ist für uns, Sri Lanka. Also wir merken auch total aktuell zu dem Thema, wir waren im Februar, war mein Geschäftspartner das letzte Mal jetzt in China vor Ort wieder. Und das war ja noch vor der ganzen Zollthematik, hat er schon gesagt, ey Johannes, es ist krass, wie sehr in China auch bei den Produzenten Krisenstimmung ist. Gleichzeitig ist in Pakistan, wo wir auch viel machen, ist totale, sage ich mal, goldene Ära, weil die ganzen chinesischen Produzenten halt jetzt aus China auch versuchen rauszugehen und in Pakistan, Sri Lanka, überall investieren. Da sprüht es jetzt, aber in China merken wir, dass es unseren Produzenten echt nicht gut geht. Also und daher unser Ziel ist es immer für jede Bestselling Product, das ist bei uns so 5 Millionen Euro Verkaufsbruttovolumen, 2 Produzenten zu haben in 2 verschiedenen Ländern, dass wir genau diese auch jetzt Zollthematik und so einfach das Risiko streuen. Allein unsere Boxershorts, unser Hauptprodukt, wo wir 20, 30 Millionen Umsatz machen im Jahr, haben wir bestimmt 10 verschiedene Produzenten in 3, 4 Ländern, also dass wir hier sehr gut balanciert sind.
Aber wenn man jetzt so diese Größenordnung hört, das ist schon wirklich massiv und trotzdem gefühlt nicht über jetzt klassisches Marketing aufgebaut, sondern nach wie vor Plattform-Marketing. Also wenn dann nicht mehr bei Amazon, dann jetzt bei Zalando oder bei About You. Also ihr seid schon eher diejenigen, die sehr, sehr geringen Marketingmitteln versuchen, das zu machen und nicht über eine Brand eigentlich, ne?
Ja und nein. Also erstmal Marktplatzgeschäft insgesamt ist bei uns um die 40% vom Umsatz, 60% der eigene Onlineshop und 25, 26% vom Umsatz stecken wir schon ins Marketing. Das heißt, wenn wir dieses Jahr 130 Millionen machen, Gebe ich dieses Jahr 30, 35 Millionen für Marketing aus. Aber da stimme ich dir voll zu, sehr getrieben durch Performance-Marketing oder Retail-Media auch, also auf den Marktplätzen die ganze Klaviatur oder aber auch im Onlineshop mit Influencer-Marketing. Hatte ich gerade noch einen Termin mit Performance-Marketing. TV-Ads machen wir auch, aber dann schon genau wie du sagst, jetzt nicht einfach nur auf Reichweite-Branding zu gehen, sondern sehr irgendwie in D-Marks, in Nischensender rein und hier die Performance hochzuhalten.
Okay, das ist schön. Das hast du mir letztes Mal schon erzählt, dass du so an TV-Sender in der Nische nach wie vor glaubst. Ist es immer noch so?
Brutal. Also die Nischensender, kann ich sagen, jeder E-Commerceler, der über 10 Millionen Euro Jahresumsatz hat, muss TV-Werbung heutzutage machen. Also das funktioniert.
Aber dann bei DMAX, also bei dem Männersender DMAX zum Beispiel, sind die gar nicht so auf dem Zettel eigentlich.
Ja, oder ProSieben Max oder so, das sind die Nischensender, da sind die auch wieder CPMs, TKP deutlich niedriger, weil da jetzt die ganzen großen Mercedes, BMW und so, die die Preise nach oben drücken. Gar nicht reingehen in diese kleinen Dinger. Und da ist, wie Gary Vaynerchuk und diese ganzen Marketing-Gurus, Scott Galloway immer sagen, underpriced attention. Also da kriegst du die Aufmerksamkeit noch relativ günstig. Deswegen, wir glauben sehr stark an TV, haben da viel, viel ausprobiert, geben auch im Monat zwischen 200.000 und 400.000 Euro aus. Aber wir merken schon, wir können da jetzt keine Millionen ausgeben, weil wenn wir dann eher in ARD oder so größere Sender sind, das kostet 10-mal so viel und dann lohnt sich das schon wieder nicht mehr für uns.
Und was ist mit Homeshopping? Ich meine, viele so Modemarken, die man gar nicht auf dem Zettel hat, die sind ja dann richtige Stars im Homeshopping. Da gibt es ja auch so Modedesigner, die kennt man gar nicht so, aber für bestimmte Zielgruppen sind es riesige Stars, weil die so über QVC oder HSE24 und so echt da große Audiences haben, so ein bisschen abseits der Mainstream-Wahrnehmung.
Ja, irgendwie haben wir bisher noch nicht so den Zugang dazu bekommen. Hey, ich würde es mal ausprobieren, so why not, einfach mal machen. Aber du hattest ja auch schon hier die Jungs von Bitterliebe, kommen auch aus Mannheim da. Die mit Judith Williams, die machen einen Großteil ihres Umsatzes genau damit. Also kann ich dich auch nur bestätigen, es gibt, man unterschätzt es komplett, aber wir als Nox haben das jetzt noch nie gemacht, aber ich würde es machen, wenn es hier—
Ich meine, vor allem, du wärst auch ein geiler Präsentator. Also wenn ich mir vorstelle, wenn du da bei HSE24 stehst und sagst, hier die Unterhose, das wird schon funktionieren.
Oh ja, mal gucken, ob ich da jetzt mit Unterhose stehen würde, aber wir würden uns was einfallen lassen.
Also wer jetzt hier zuhört und sagt, okay, ich Ey, das wäre doch mal eine Idee. Ich glaube wirklich, das ist gerade so für euch, wie ihr rangeht an die Sachen, auch was ihr für Produkte habt. Why not? Vielleicht und auch vom Preispunkt her. Ich bin überhaupt kein Experte, aber mein Gefühl ist, es wäre ein Gespräch wert. Also Homeshopping.
Ja.
Was ist mit TikTok Shop? Da hat mir der Tarek vor kurzem erzählt im Podcast, also von About You, das sei für ihn am Ende eine große Enttäuschung.
Wir haben es gar nicht probiert, weil ich will jetzt nicht so dreimal Schlag kriegen, aber Ich finde es nicht so attraktiv, weil aus verschiedenen Gründen. Einmal sehe ich in meiner Beobachtung, dass in Deutschland es mehrfache Anläufe gab und es sich nie durchgesetzt hat, in einer Social-Media-App auszuchecken. Pinterest hat es versucht gehabt. Instagram hatte das auch schon in den USA vor 5, 6 Jahren auch ausprobiert, auch wieder eingestellt. Also technisch ist es ja schon seit vielen, vielen Jahren möglich. Trotzdem hat sich das so in der Form noch nie durchgesetzt in den USA und oder in Deutschland. Deswegen, da war ich schon immer skeptisch. Und TikTok an sich sehen wir, auch hier will ich nicht zu technisch sein, aber wir haben über eine Million schon bei TikTok ausgegeben für Werbeausgaben. Was wir sehen, sind zwei negative große Sachen. Einmal, dass die Zielgruppe, die du dort akquirierst, sehr geringe CLV hast, heißt Customer Lifetime Values, weil die sind sehr sprunghaft. Die sehen morgen wieder eine neue coole Ad und dann kaufen sie bei dem nächsten Sockenunternehmen. Also Die Kaufherrschaft ist so sprunghaft, dass sie sehr wenig für uns wert ist. Und Nummer 2 ist alle Ads, die du dort machst. Also wenn ich jetzt eine Facebook-Ad einstelle, die hebt so bei uns, würde ich sagen, zwischen 1 und 4 Wochen. Bei TikTok, selbst wenn es mal funktioniert, nach 3, 4 Tagen ist schon wieder vorbei. Bist du uncool, ist es durch und dann musst du schon wieder neue Ads machen. Und wenn man diese ganzen Faktoren für uns zusammennimmt, war für uns TikTok-Shop einfach kein Thema. Du musst ständig neue Ads machen. Die Zielgruppe, die du akquirierst, ist nicht so interessant und die Conversion Rate etc. von TikTok Shops selber in Deutschland ist auch einfach nicht gut. Daher ist es für uns jetzt kein Thema. Ich glaube auch nicht in 1, 2 Jahren und ich glaube auch nicht dran, dass sich das in Deutschland für große Marken, ich sage mal E-Commerce-Marken, 10 Millionen plus durchsetzt, dass es einzelne Erfolgsstories gibt mit Creatorn oder so, die dann den ganzen Tag live sind. Daran glaube ich. Das kann auch super gut funktionieren, aber so Dass man ein richtig großes E-Commerce-Business darauf aufbaut in Deutschland, glaube ich überhaupt nicht dran.
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten, und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten, also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos Und online abschließen kann man unter hiscox.de/OMR, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Okay, und am Ende hätte ich gedacht, die einzige Chance, die es gibt, ist, dass ihr ja auch sehr viel über CRM macht. Das ist ja so noch ein bisschen so eure Magic Sauce, also gutes CRM zu machen, dass man dann, wenn man dann eigentlich jemanden über TikTok einmal reinzieht, einmal die Adresse hat, dann kann es dir egal sein, ob der noch mal bei TikTok zu euch kommt. Ihr habt den ja dann im System und könnt den ja dann direkt ansprechen. Das hilft aber auch nicht.
Nee, also auch da, ich will gar nicht irgendwie jetzt zu kategorisch denken, aber im Zielgruppenmarketing muss man ja so ein bisschen Schubladen aufmachen. Wenn ich jemand bei TikTok akquiriere, dann ist es der 16-, 17-jährige Junge vielleicht, der auch ein begrenztes Mittel hat, der macht gerade seine Ausbildung etc. Den seine, also auch wenn ich seine Daten habe, er hat einfach nicht die finanziellen Mittel und ist vielleicht auch selber in seinem Leben in der Findungsphase. Er geht dann doch noch mal studieren und so weiter. Also wir sehen einfach rein statistisch, dass diese junge Zielgruppe sehr sprunghaft ist und nicht so loyal. Gleichzeitig auch da Fun Fact Nummer 1: Der höchste CLV, also der höchste Wert eines Kunden, sind die Leute bei uns, die Bing Ads, die wir über Bing Ads einkaufen. Okay, weil das auch hier wieder in Schubladen gesprochen die 50-, 55-jährigen Leute sind, die gar nicht wissen, dass man Bing wechseln kann zu Google als Standardsuchmaschine, weil die einfach das voreingestellt haben im Browser. Und das sind die wertvollsten Kunden, die sind wirklich 30, 40% Mehrwert als Leute, die wir über Google einkaufen. Okay, okay. Und so in Schubladen gesprochen ist es so, also unabhängig vom CRM sehen wir einfach rein von der Zielgruppe der Käuferschaft der verschiedenen Leute ist es einfach total unterschiedlich.
Okay, und sag mal ein paar Worte zu CRM. Ich hätte das mal damals mitbekommen, als wir bei Zalando so ein bisschen tätig waren nach unserem Verkauf, dass fast ein Drittel des Umsatzes über den Newsletter gemacht wird. Also man schickt eine Mail raus und dann wird da sehr stark drauf gekauft. Ist es bei euch auch so?
Tatsächlich genau ein Drittel ist bei uns E-Mail-Marketing und dann kommt noch mal WhatsApp und App oben drauf. Also auch nur so kannst du es schaffen, heutzutage im E-Commerce dauerhaft profitabel sein. Also gerade die Tage wieder die Daten live gesehen, so ein CAC, das heißt Customer Acquisition Cost, wie viel kostet es mich, einen Neukunden einzukaufen? Liegt bei uns so zwischen 60 und 80€. Unser AOV auf den Erstkauf, also der durchschnittliche Umsatz, ist bei uns 40, 45€. Das heißt, ich kaufe jemanden für 70€ ein, aber der macht mir nur 40€ Umsatz. Das heißt, ich verliere ja sofort mal mindestens 30€, sogar noch mehr. Ich habe ja Logistik und diese ganzen Themen. Das heißt, er muss ein zweites oder drittes Mal bei mir bestellen, sonst kann ich kein Geld verdienen. Und das ist jeder, der relevant groß ist, auch hier wieder über 10 Millionen, muss ein gutes CRM machen, sonst funktioniert es im Jahr 25, geht es einfach nicht mehr, weil diese ganzen Marketingkosten so teuer geworden sind.
Okay, und CRM heißt dann aber wirklich auch Newsletter? Das heißt irgendwie eine gute Plattform haben von, weiß ich nicht, Salesforce, HubSpot, SAP, da gibt's alles Mögliche. Und ihr habt ja so eine Plattform und dann schickt ihr raus, überlegt euch, was sind die Headlines, was sind die Angebote, was sind, wann haben die Geburtstag, so das, also so ist das Game. Oder gibt's da noch irgendwelche Advanceden Sachen?
Es geht schon sehr stark auch darum, sein ganzes Geschäftsmodell in diese Richtung aufzubauen. Also zum Beispiel haben wir auch ein Sales Event, eins pro Quartal, wo wir dann auch unsere Überbestände und so abverkaufen, bis zu 50% Rabatt. Und unsere Bestandskunden dürfen dann ein, zwei Tage vorher kaufen. Und zum Beispiel normale Kunden, die nicht in unserem E-Mail-Newsletter angemeldet sind, kommen gar nicht in den Shop rein. Der Shop ist dann gesperrt. Kannst dich gar nicht einloggen, ist so eine schwarze Page, dass sie richtig FOMO haben und sagen, nächstes Mal muss ich echt den Newsletter abonnieren, um das mitzubekommen und so. Und das siehst du ja auch bei allen Großen, also ob es Nike ist, Adidas, die sagen ja auch ihren heißen Scheiß, die krassesten Sachen, die teuersten Sneaker, die kriegst du dann nur in deren App und nur an diesem Tag, dass du wirklich deine Customer nicht nur einmal einen Newsletter rausschickst, sondern wirklich daran erinnerst. Erziehst, wirklich ständig irgendwie in die Newsletter reinzugucken, weil nur dort gibt's ja die geilen Sachen.
Aber ist denn bei euch also das Produkt auch so ein Hero, wie es jetzt bei Nike oder bei Adidas ist? Weil ich meine, ihr macht ja, also die Marke ist noch nicht so heiß wie diese Marken, wie auch, und das Produkt ist ja auch ein Short und jetzt nicht irgendwie so ein Sneaker oder sowas, ne?
Brutal. Und deswegen müssen wir sehr stark über entweder Rabatte geben, zum Beispiel bei uns gibt's immer die intern auch die Messlinie, im CM gibt's bei uns die besten Rabatte und die besten Deals und nicht bei Corporate Benefits oder irgendwelchen Rabattseiten oder Influencer, sondern wenn du unseren Newsletter abonnierst, dann kriegst du immer die besten Produkte, hast schnelleren Versand und die ganzen Sachen, weil genau wie du sagst, unser Produkt ist nicht so sexy, dass wir sagen, hey, die warten jetzt eine Stunde, bis sie das Produkt bekommen oder so, daher muss man sehr stark Preis, exklusive Auswahl, exklusive Deals, Versandzeiten, Kundenservice und so die ganzen Faktoren außen rum gehen.
Und lass mal ein bisschen über dich selber als so als Medienperson reden, weil das machst du ja erkennbar immer mehr, auch jetzt wieder mit Doku und all solchen Sachen, auch bei Instagram sehr präsent, LinkedIn sehr präsent. Hat das schon Einfluss auf euren Umsatz, oder ist es mehr so dein persönliches Hobby und sagst, okay, wenn es mir angeboten wird, mache ich es mit? Schadet nicht. Oder ist das schon auch ein bisschen die Idee, da auch an dem Ende under price attention über die Person die Marke groß machen zu können?
Okay, da muss ich ein bisschen ausholen. Also auf der einen Seite, den Abverkauf von unseren Socken und Unterhosen beeinflusst es nahezu gar nicht. Also unter 1% von unserem Umsatz kommt über diese Personal Brand Johannes Kliech. Deswegen null, bringt nichts. Nummer 2, es hat verschiedene Abstrahleffekte. Wir haben aktuell im Monat zwischen 1000 und 1500 Bewerbungen jeden Monat und wir stellen zwischen 3 und 5 Leute ein. Also das ist ein wahnsinniger Hebel. Also mit die besten Leute im E-Commerce wollen bei Snocks arbeiten, nicht nur wegen meiner Personal Brand, also aber ein riesengroßer Faktor, weil deswegen habe ich ja immer diesen Vergleich oder Metapher gebracht, dass ich gesagt habe, ich möchte der Jürgen Klopp des E-Commerce sein. Ich will, dass die besten Leute zu uns kommen wollen, weil sie sagen, ey, da möchte ich arbeiten. Und das geht wahnsinnig auf. Dann haben wir jetzt so Faktoren, ohne dass ich, sage ich mal, hätten wir die Marke Johannes Kliech nicht so positioniert, hätten wir bestimmt nicht einen Ocean's Apart so günstig kaufen können oder einen Femtis. Ich habe in Q1 jetzt '25, habe ich mit über 40 E-Commerce-Unternehmen gesprochen, die an uns verkaufen wollen, weil es eine coolere Story ist. Verkaufe ich an Snocks und Johannes Kliech als Personenmarke oder an irgendeinen PE-Fonds, Und dann zahlen wir 20, 30% weniger. Also daher, unser Amazon-Account war jetzt vor 3 Wochen mal kurzzeitig gesperrt. Dann kann ich dem Amazon-Deutschland-Chef schreiben und sagen, ey, wie sieht's aus? Warum? Weil ich vor ein paar Wochen auch bei Amazon Speaking gemacht habe. Ähnlich wie bei dir ja auch. Man kann es nicht so richtig messen jetzt in Geld, was ist der Anruf wert. Gleichzeitig, wir haben schon 50.000 Euro am Tag verloren, als unser Amazon-Account zu war.
Warum war der zum Ende?
Wegen, total blödes Beispiel, aber in unserem PE-Fonds ist ein chinesischer PE-Fonds und französischer zusammen und wir müssen den Ausweis von dem Big Boss von dem chinesischen PE-Fonds müssen wir in unserem Amazon-Account hochladen. Das ist halt so Regularien, wenn jemand über so viel Prozent hat und dann muss ich halt irgendwie an diesen Chinesischen, mit dem ich in meinem Leben 2 Sätze geredet habe, muss ich sagen, Ausweis haben. Ja, kann ich bitte deinen chinesischen Reisepass haben? Und den habe ich dann hochgeladen oder mein Team. Und dann haben sie irgendwie noch so diese typische Formel, ja, noch eine Mietabrechnung oder einen Bankauszug, dann kriegt es mal hin. Und dann hast du da nur eine gewisse Zeit. Also es lag an uns und auch nicht am Amazon-Deutschland-Team. Ja, es sind halt solche Geldwäschegesetze und halt so Regularien.
Und deswegen, ganz kurz für alle, die jetzt zum ersten Mal das richtig, die Story hier mitnehmen. Der PE ist bei euch eingestiegen vor 3 Jahren?
Ja, 22, sehr gut.
Und damals war die Bewertung so halb öffentlich, ne?
Ja, so halb öffentlich.
Wir hatten das schon mal ein bisschen hier angenähert, das war schon im 9-stelligen Bereich, ne?
Knapp drunter, aber in so einer Größenordnung waren wir auf jeden Fall, also zwischen 50 und 100 Millionen. Und wenn man da die Mitte nehmen würde, dann wäre man bestimmt nicht weit weg.
Okay, und, und Die Idee ist ja, dass es jetzt weitergeht, dass jetzt sozusagen, oder wie heißt der Fonds selber?
Café.
Franzosen, ne?
Es sind Franzosen mit Chinesen zusammen. Die haben also deren Limited Partners, heißt es ja, die in diesen Fonds investiert sind, ist die L'Oréal-Familie und sowas. Und also sehr französische Firmen, die dann in China Fuß gefasst haben und andersrum. Das ist so ihre Edge.
Es gibt ja viele Geschichten, wo auch Private Equity irgendwo investiert, und dann hört man von Gründern, die dann unzufrieden sind oder gar nicht drüber sprechen wollen, oder man kriegt es nur so mit, weil das sagt ja keiner dann irgendwie alles. Aber du klingst ja sehr, sehr positiv.
Ich muss sagen, also natürlich hat man auch hitzige Gespräche, und zum Beispiel von der Ocean's Apart Übernahme waren sie im ersten Schritt nicht so begeistert. Und da musste ich dann, liebe Grüße auch hier an den Fabian, auch der wird es eh nicht hören, aber das war dann schon mal ein Telefonat abends. Er war Skifahren, und dann habe ich ihn abends angerufen, habe ich gesagt, ich brauche jetzt die Unterschrift. Hat er gesagt, ah, ich weiß nicht. Und dann habe ich schon mal gesagt, ey du, Fabian, wenn ich nicht mehr so Lust habe auf die Firma, dann hast du ein Problem. Deswegen, ich würde mich freuen, wenn du unterschreiben würdest. Also, was ich damit sagen will, die sind smart genug zu wissen, ich habe 75% der Stimmrechte. Sie brauchen, sie müssen mich bei Laune halten, sind wir mal ehrlich. Keyman Risk ist auch ein großer Nachteil. Und wenn ich etwas möchte, müssen sie natürlich ausbalancieren. Möchten sie was groß dagegen sagen? Weil wenn sie mich nerven und ich die Lust verliere, dann kann es der Firma auch schnell schlechter gehen. Aber es ist ein sehr partnerschaftliches Verhältnis und deswegen meine ich so, die verstehen das sehr gut und sie sind ja ganz bewusst mit einer Minderheit reingegangen, mit all ihren Vorteilen als auch Nachteilen, dass man von jungen Gründern vielleicht auch abhängig ist und die bei Laune halten muss. Und dieses, ich sage mal, Relationship, Management machen sie sehr gut und deswegen die drei Jahre muss ich sagen, die haben mich zum besseren Unternehmer gemacht. Davor war ich auch jetzt bin ich noch wild, aber davor hatte ich vielleicht noch viel wildere Ideen. Aber die haben mich dann manchmal dann auch kritisch hinterfragt. Ja okay, warum willst du denn auch schon Zappard kaufen? Wie sind denn wie ist der Businessplan die letzten zwölf nächsten ersten zwölf Monate so und nicht nur so auf sein Bauchgefühl hören und deswegen bin ich sehr dankbar, dass sie mir auch in diesen letzten 3 Jahren extrem viel beigebracht haben.
Aber einmal ganz kurz für alle, die jetzt zuhören, auch weil du sagst, du hast da eine gewisse Verhandlungsmacht. Ja, du hast jetzt auch für den normalen Menschen schon durch die erste Tranche, den ersten Verkauf ausgesorgt. Das machst du jetzt alles noch, weil es Spaß macht und weil man auch keine Lust, kein Problem hat mit noch mehr Kohle. Aber eigentlich reicht schon. Also du bist jetzt auch mit dem Fahrer unterwegs. Wenn man sich auch mal wieder trifft, dann Fahrer dabei und so, also jetzt nicht so, wie das mal früher war. Das ist schon jetzt irgendwie bei dir Real Business und irgendwie Real Money.
Auf jeden Fall bin ich zu einem Vermögen gekommen, wo ich auch sehr dankbar dafür bin. Und du sagst es auch selber, ich habe noch richtig Bock. Also ich bin noch on fire, ich will das größer machen. Und für mich geht es im Leben darum, ich, die ersten 6, 7 Jahre von Snocks habe ich mir ein wahnsinniges Leben ermöglicht. Das hätte ich nie in meinem Leben für möglich gehalten.
Man muss ja dazu sagen, das hast du mir glaube ich an der ersten Vorher wurde zu Gast was erzählt. Du hast ja mal angefangen als Auszubildender bei der Bank in Mannheim, ne?
Ja, ja.
Und dann warst du ein bisschen frustriert, dann wollten die dich irgendwie in die Filiale abschieben, konnte man aber in der Doku sehen. Und dann, also das ist noch gar nicht so lange her, also wann warst du sozusagen noch der Bankazubi, der irgendwie einen Job machen sollte, den er auf jeden Fall keinen Bock hatte?
2016, also jetzt 9 Jahre.
Also von da bis ich fahre mit dem Fahrrad zu Events und habe ausgesorgt und verhandle mit Private Equity über irgendwelche Käufe. Ist schon eine Wahnsinnsreise.
Voll, und dafür bin ich unfassbar dankbar. Und vor allem bin ich am meisten dankbar dafür, dass ich das machen kann und es mir immer noch so viel Spaß macht. Ich liebe meinen Job, ich mache das jeden Tag von ganzem Herzen, weil ich da so Bock drauf habe. Und du hast ja auch schon einige Gründerpersönlichkeiten in deinem Podcast gehabt, die dann einen Teil verkaufen ihrer Firma und dann fallen sie in so ein Loch, so what's next und sonst was. Und das habe ich auch selber mitbekommen in meinem eigenen Umfeld und auch im erweiterten Umfeld. Das ist eine ganz schöne Bürde. Also so Geld zu haben, Millionen zu haben, das liest sich natürlich pressetechnisch immer mega. Aber das bringt auch auf einmal Herausforderungen mit in deinem Leben und stellt dich vor Fragen, die du dich davor noch nie beschäftigt hast.
Also was mache ich mit dem Geld? Muss ich jetzt irgendwie andere Leute sozusagen mitversorgen vielleicht? Sowas in der Art?
Ja, das bestimmt. Das kann jeder, glaube ich, für sich selber entscheiden. Aber so, mache ich das jetzt noch? Weil eigentlich müsste ich es ja nicht mehr. Also ganz viele verlieren dann auch den Drive und so das Why. Warum mache ich das? Weil ich müsste ja morgen eigentlich gar nicht mehr arbeiten.
Hast du dir irgendwas Verrücktes gegönnt? Hast du irgendwas Verrücktes gemacht? Wo man so sagt, okay, das war jetzt schon ein crazy Move war drin?
Bestimmt ein paar crazy Moves, aber das möchte ich so in der Form nie in die Öffentlichkeit zerren. Aber auf jeden Fall, zum Beispiel mit meiner Frau war ich dieses Jahr auf dem Coachella. Das ist jetzt finanziell jetzt nicht komplett crazy, aber es war geil. Also einfach die Zeit mit meiner Frau, mit unseren Hunden genießen zu können. Wenn wir morgen Bock haben, irgendwas Verrücktes zu machen, dann mache ich es. Zum Beispiel jetzt am Wochenende ist Formel 1 in Monaco, würde ich gerne hingehen. Wir haben jetzt morgen, nee, am Samstag spielt ein Freund von uns im DFB-Pokalfinale, deswegen können wir nicht hin.
Was, wer ist denn das?
Der Stefano Russo, der spielt bei Alemannia Aachen, ist ja eine Wahnsinnsstory gerade, ist ein guter Freund von uns.
Über Bielefeld?
Ja, ja.
Nicht Aachen, Bielefeld.
Ja, sorry, Bielefeld, vor lauter Namen.
Der ist da, der ist da. Okay, dann gehst du zum Pokalfinale.
Ja, ja. Sonst würde ich zum Beispiel jetzt Formel 1 dieses Wochenende gehen nach Monaco. Das wäre jetzt so was, was ich natürlich vor 10 Jahren mir hätte niemals leisten können. Und jetzt ist es auch total irrational. Da würde ich jetzt sagen, okay, komm, ich zahle die 30.000, 40.000, 50.000 € und sag, das ist mein Kindheitstraum. Ich will das meinen Kindern mal erzählen, wie ich irgendwie in Monaco war. Aber ich gehe nicht hin. So viel dazu.
Hat denn die ARD-Doku, das ist ja schon das größte Piece jetzt, was man bislang von dir gesehen hat, irgendeinen Impact gehabt? Also hast du danach gemerkt, es melden sich noch mehr Leute, die Bewerbungszahlen gehen hoch oder Leute schreiben dir oder weiß nicht was? Hat das noch mal signifikant sich ausgewirkt oder gar nicht so sehr?
Fun Fact: Du hast es glaube ich letzte Woche oder vor 2 Wochen in deinem WhatsApp-Newsletter noch gemacht. Vielen Dank hier für deine Props.
Ich habe es auch gerne geguckt.
Ja, ich habe es gesehen und danach habe ich richtig noch mal gemerkt, so eine Welle, so Himbeersahnetorte hat mir noch mal geschrieben hier von Babygut Business. Da hat man noch mal gemerkt, Dass es noch mal einen Schub kam. Aber davor ist, würde ich sagen, der Doku-Effekt, so habe ich es auch intern erklärt, dass, und wir versuchen das gerade auch mit Zahlen zu belegen, ist, eine Doku schaust du nicht über eine Person, die du gar nicht kennst. So, wenn du, das interessiert dich dann tendenziell eher nicht, sondern Leute, die schon mal einen Touchpoint mit dir hatten, vielleicht hier im OMR-Podcast mal gehört oder woanders. Ah ja, ich habe mal die Story gesehen und dann siehst du das bei ARD oder in der Mediathek. Und diese Bindung zu erhöhen dann nochmal. Also du lernst dann wirklich jemand noch intensiver kennen. Das ist, glaube ich, die Kunst. Und da sind wir wieder bei der Analogie bei Formel 1. Die haben sich ja genauso, nenne ich es mal, refinanziert die letzten Jahre, als sie dann gekauft wurden. Also Formel 1 war vorher CVC, wurde dann gekauft von einem anderen Media-Equity-Unternehmen. Und dann kam ja diese Netflix-Doku raus und dann sind die Umsätze, haben sich verdoppelt und so ein bisschen Sehe ich das bei meiner Personal Brand, dass es die Leute, die mich schon mal kannten, noch mal enger an mich gebunden haben. Oder zum Beispiel, ich habe ja auch in der Doku dann so ein bisschen Einblicke, was ich nie mache, in mein Privatleben gemacht. Zum Beispiel, dass ich auch meinen Eltern, sind sehr schwer krank, dass ich denen viel ermöglicht habe durch den Deal und so.
Da kommen wir zu Wort. Ich meine, deine Eltern sind ja ganz niedlich, wie die da über dich reden und so was.
Genau, das war einfach noch mal, glaube ich, eine andere Perspektive. Ich hatte jetzt auch eine Anfrage von RTL, wo es jetzt darum ging, so mein Gehalt offenzulegen und blabla, wo ich so war, ey, ich für mich persönlich war die ARD-Doku, war das cool mal zu machen, das hat Bock gemacht, aber ich will jetzt keine TV-Persönlichkeit in dem Sinne werden und jetzt ständig das.
Das ist meine nächste Frage. Ich war vor ein paar Tagen mit dem CEO kurz im Gespräch von Endemol Shine. Das ist die Firma, die, ich glaube, ich sage es jetzt richtig, die Hülle Löwen. Produziert, hat mich gefragt, hast du eine Idee, wer noch Löwe werden kann? Und da habe ich überlegt und dann habe ich ein, zwei Leute vorgeschlagen. Ich habe an dich nicht gedacht, aber eigentlich, also muss ich jetzt nachtragen, hier insofern jetzt mal der öffentliche Nachtrag. Ich werde dem Kollegen gleich noch mal schreiben und sagen, ich habe noch einen. Aber würdest du überhaupt machen? Also wenn jetzt so, wäre sowas auch was für dich, jetzt so TV-Juro oder mal für eine Staffel oder so?
Sofort, ich hätte richtig Bock drauf, muss ich wirklich sagen.
Alter, okay, das wird kommen, das muss kommen, das muss kommen. Also liebe Kollegen bei RTL, bei Ende Moll Scheiner, Das macht ja total viel Sinn eigentlich.
Also ich muss sagen, ich selber habe damals Nox unter anderem, ich durfte gerade mit Frank Thelen, da habe ich jetzt schon 2 Podcasts aufgenommen, er war bei uns zu Gast, ich war jetzt gerade beim OMR Festival bei ihm zu Gast und haben dann darüber philosophiert und ich habe ihm dann gesagt, ey Frank, du warst unter anderem einer der Gründe, warum ich Bock hatte auch auf Kunden und das meine ich von ganzem Herzen. Höhle der Löwen, das auch nicht alles 110% echt und natürlich ist ein TV-Format, aber Höhle der Löwen hat Gründen in Deutschland cool gemacht. Genauso wie OMR das auch nochmal für Startups nochmal cooler gemacht haben. So, ich sehe, und das meine ich ohne zu schleimen, aber OMR und Höhle der Löwen hat es dazu gebracht, dass heute junge Leute, 18-, 19-Jährige, in ihre Instagram-Bio schreiben CEO blablabla. So, das hat, als ich vor 10 Jahren angefangen habe, haben sich die Leute auf dem Dorffest ausgelacht dafür. So, jetzt schreibt es jeder. Hey, hier Matcha-Bar, Pilates-Studio, CEO und alles. Das ist der Grund dafür. Und deswegen, wenn ich da meinen Teil dazu beitragen kann, ey mega, es wäre eine coole Geschichte für mich, dass ich vor 10 Jahren angefangen habe, dieses Format zu gucken und selber irgendwann da zu sitzen und reinzukommen.
Also wenn ich das jetzt so höre, also die werden ja verrückt das nächste Mal, vor allem ich weiß, es gibt ja Überlegungen, ich hoffe, das darf man auch so sagen, aber warum auch nicht, immer mal wieder auch neue Löwen dazu zu nehmen. Und hat man ja über die Jahre verfolgt, dass Dass das irgendwie da immer wieder neue Menschen reinkommen.
Und wir kaufen ja auch E-Commerce-Firmen und so, also genau die Zielgruppe. Also daher, also ich habe Bock. Ich bin am Start.
You heard it here first. Okay, mal gucken, was draus wird. Thema: Ihr kauft E-Commerce-Firmen. Und eine Sache vielleicht noch zu deiner Medienpersönlichkeit, was du ja auch schon auch machst. Also deine Eltern waren jetzt in der Doku drin und mir, ich bin jetzt ein paar Jahre älter als du, geht es trotzdem so. Hat da immer so gewisse Hemmschwellen und die sind bei dir vielleicht aufgrund der Jahre Unterschied oder auch bewusst deinen anderen Lebensstil anders. Ich stelle das fest, du bist wirklich komplett frei dabei, Instagram und so Sachen reinzuhauen, du nicht nur offen Zahlen zu teilen, auch wirklich sehr präsent zu sein, zu posten, zu pushen. Auch deine Frau, Hochzeit habt ihr da jetzt bei Instagram rauf und runter laufen lassen. Ich habe wirklich, ich kenne alle Details eurer Hochzeit, wenn ich meine App aufmache. Sehe ich euch da immer. Das ist schon, sagen wir mal, hat schon eine gewisse Qualität, wo man sich ja als reflektierter Mensch schon mal Gedanken darüber macht: Habe ich jetzt Bock drauf? Aber es ist für dich irgendwie ein No-Brainer: Ich mache das. Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice. Und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee. Alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunsch-Kaffee dazukaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingscafés entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Also erstmal geil, dass du uns da so verfolgst.
Ich kann nicht anders. Ich mache Instagram auf und dann sehe ich sofort irgendwie, okay, da ist wieder Johannes und so.
Es war auch lustig, letztes Jahr war es glaube ich auf der OMR, da war ich mit meiner Frau und dann haben wir uns kurz gesehen, bei Vodafone standen und da hast du meine Frau auch so Vorderkant hast gesagt, ja, du bist immer auf dem Markt und so.
Ja, wirklich, ja, ich sehe die ja immer. Und ihrem Account folge ich jetzt nicht, aber deinem.
Also wir haben, ich für mich habe so gewisse Grundregeln, so Privates, also Hochzeit und so haben wir gezeigt, aber ich zeige jetzt nicht, wie ich, was ich den ganzen Tag mache. Also es ist schon der Fokus E-Commerce, meine Arbeit. Also ich will E-Commerce-Persönlichkeit sein und mich darauf fokussieren und zeige jetzt nicht den ganzen Tag, da fahre ich jetzt hin, da fliege ich jetzt hin. So Lifestyle-Sachen möchte ich nicht zeigen. Ich möchte fachliche Sachen machen. Da haben wir bestimmt links und rechts auch Sachen ausprobiert und würden bestimmt auch noch viel mehr Reichweite bekommen, wenn wir jetzt irgendwelche— und das hat auch ARD immer wieder versucht— was für Autos fährst du? Das, das. Nein, ich möchte das alles nicht zeigen. Ich möchte fachlich und für mein Lebenswerk SNOX anerkannt werden. Darauf habe ich Lust.
Damit brauchst du dann schon— es war ja zumindest nach meiner Meinung irgendwo in Italien. Schon auch so larger than life. Also so heiratet jetzt nicht gerade jeder.
Voll. Deswegen sage ich ja, Hochzeit war auf jeden Fall ein Kindheitstraum, das so groß und krass zu machen. Das war geil. Das war vielleicht so was. Das Verrückteste, was ich jetzt mit der Kohle gemacht habe, war unsere absolute Traumhochzeit zu ermöglichen.
Aussicht auf sechsstellige Kosten für so eine Hochzeit.
Vielleicht, vielleicht.
Also ich habe da keine Erfahrung mit, aber es hat auf jeden Fall sehr, sehr TV-tauglich. Auf jeden Fall.
Aber ich stimme dir auch voll und ganz zu, dass meine Frau und ich oft daheim sitzen auf der Couch und uns dann genau diese Fragen stellen, reflektieren, weil diese Öffentlichkeit, so wie hier, ganz, ganz viele Vorzüge. Sonst wäre ich bestimmt auch nicht in der Form dreimal im OMR-Podcast gewesen, weil es auch noch viel tollere Geschichten gibt, wo wir auch ja hier sind und sowas. Okay, mein Name zieht, weil ich schon eine Community aufgebaut habe, dann kriegt er auch Reichweite. So, es hat ja viele Vorteile, sonst wären wir hier nicht so in Kontakt gekommen. Aber es gibt auch ganz viele Nachteile. Also wir hatten auch leider schon in unserem Privatleben dadurch komische Zettel in unserem Briefkasten.
Ach wirklich?
Ja, also ganz viele auch einfach komische Diskussionen im erweiterten Freundeskreis und dumme Sprüche und ah ja, der junge reiche Kerl. Also so, wo ich sage, ich würde doch lieber viel mehr inkognito sein. Aber es ist dann immer so eine Aufregung.
Du hast in der Doku auch gesagt, dass wenn die Firma noch erfolgreicher wird, musst du irgendwann aus Mannheim, deinem Geburtsort, wegziehen, weil dann ist Mannheim einfach für dich zu klein geworden?
Ja, also ich bin jetzt rein in Mannheim. Auch das, ich will da nicht eingebildet oder so rüberkommen, aber ich habe schon in Mannheim manchmal oder immer häufiger Probleme, ob es angesprochen werden, aber vor allem auch komische Situationen, dass mich gerade letztens hier, musste auch mein Assistent Murat mir da unterstützen, dass ich Mit dem Fahrrad komme ich zur Arbeit gefahren und dann standen vorm Büro irgendwie zwei junge Kerle, die mir dann mich die ganze Zeit folgen. Ah, was hast denn du da für eine Uhr an? Was hast du für einen Rucksack? Ah, können wir das mal angucken? Also da habe ich schon komische Momente einfach so und das ist schon ein Riesendownside von diesem ganzen Thema Öffentlichkeit. Aber ich möchte mich nicht darüber beschweren, weil das ist halt die Downside und das kommt halt mit dieser Öffentlichkeit. Und das glaube ich auch mal irgendwann für meine Kinder und auch für meine Frau. Irgendwie für meine Eltern so auszutarieren, wann ist genug und wann sind vielleicht die Nachteile auch mehr. Also diese Frage beschäftigt mich schon auf einer wöchentlichen Basis, denke ich immer wieder drüber nach und habe deswegen auch schon viele Sachen auch einfach abgelehnt, ob es ZDF ist und so weiter, wo es einfach darum ging, Hauptsache bekannt zu werden. Das möchte ich gar nicht. Ich möchte relevante Community, ich möchte einen Impact haben, ich möchte jetzt nicht so bekannt wie möglich sein. Also dann würde ich andere Sachen machen, aber möchte ich einfach nicht so, weil da ja zu viele negative Sachen mitschwingen.
Auf der anderen, auf der Business-Seite sagst du, ist es trotzdem, oder es ist möglich, in den nächsten Jahren aus eurer Firma ein Milliardenumsatzunternehmen zu machen?
Eine Milliarde Umsatz, auf gar keinen Fall. Also wir sind jetzt bei 130, das ist eine Verachtfachung, Versiebenfachung. Das also in den nächsten 5 Jahren auf keinen Fall. Auf 10 Jahre You never know. Wenn in diese Richtung zu kommen, da muss es schon sehr stark mit M&A irgendwie vorangehen. Und das, dann kann ich mir das schon vorstellen. Aber das ist so weit weg. Dafür bin ich zu Pragmatiker. Also ich würde jetzt unterschreiben, in 5 Jahren mal 300 Millionen Umsatz. Das wäre schon Wahnsinn, weil es ist natürlich auch eine Wette und es ist toll, was wir schon 9 Jahre geleistet und erreichen konnten. Aber es kann immer auch wieder drehen. Wir kommen gerade aus 3 Jahren E-Commerce-Krise. Ich würde mich jetzt gerade einfach mal freuen, wenn es wieder ein bisschen leichter ist, ein bisschen mehr Rückenwind und man nicht um jeden EBITDA-Punkt total kämpfen muss.
Wie ist denn, wenn man jetzt so ein, sagen wir mal, E-Commerce-Business wie ihr betreibt, dann was ist denn da eine Marge oder EBITDA-Punkt, sagst du dazu, die da jetzt gut ist, wo man sagt, das macht einen guten Job? Also was kann man erreichen? Kann man da 10% schaffen?
Ja, 10% ist so das Goal 2025 für Also wenn ich jetzt hier sitze, ich darf nicht über unseren Gewinn reden, die Abmachung habe ich mit unseren Investoren. Aber wenn ich sage, hier 130 Millionen Umsatz und 10% wären ja 13 Millionen Gewinn, das sage ich mal, wäre super. Und bestimmt arbeiten wir in dieser Plus-Minus-Größenordnung, ist es immer.
Mehr kann man auch nicht schaffen, weil ansonsten hast du mit Logistik, Einkauf, Marketing einfach, das kriegst du die Kosten nicht runter.
Also es gibt natürlich auch Nischen, die auch in deinem Podcast waren, mit Nahrungsergänzungsmitteln oder so, wo man sagt, hey, höhere Retention, Menschen, vielleicht auch höhere Margen am Produkt. Da gibt's bestimmt auch Ausreißer, aber es geht ja auch hier um eine breite Masse. Also ich glaube, als E-Commerce oder genereller Händler, gerade wo wir uns in diesem Marktumfeld befinden, würden fast alle 10% EBITDA-Marge unterschreiben, also würden sich freuen, wenn sie die hätten. Es gibt aber auch immer Ausnahmen. Gerade hier auf dem Weg hierher haben wir gerade über eine ganz andere Nische gesprochen, kann ich auch nichts darüber sagen, aber Da gibt es auch mal 30, 40%. Also auch in Q1, wo ich mir die ganzen E-Commerce-Firmen angeschaut habe, da gab es echt verrückte Nischen, wo ich sage, wow, da gibt es halt nicht so viele, aber die, da wird richtig Kohle verdient prozentual. Aber der Markt ist vielleicht dann auch kleiner. Aber 10% ist schon richtig gut.
Ich hatte das im Podcast mit Tarek besprochen und ihn danach gefragt, eigentlich gilt dieselbe Frage auch ein bisschen für dich. Jetzt hast du also unternehmerisch ja sehr viel Erfolg und hast einfach da auch ein Händchen für Marketing, für diese ganzen entscheidenden Sachen im E-Commerce, die wahrscheinlich auch wahnsinnig hilfreich wären, wenn ihr angefangen hättet, statt mit E-Commerce mit Socken, mit Nahrungsergänzungsmitteln. Also eigentlich wärst du wahrscheinlich dann ein Vielfaches so wohlhabend und ein Vielfaches so erfolgreich, hättest du jetzt nicht Socken gemacht, sondern Pillen, sage ich mal. Das ist ja jetzt wirklich krass, was da so entsteht. Hast du mal drüber nachgedacht? Ärgert dich das? Denkst du dir, fuck, ey, es ist einfach auch, man ist sowieso stark produktabhängig. Es wirst wahrscheinlich sagen, ich bin dankbar für das, was ich habe. Ist ja auch richtig. Aber man denkt schon, gerade mit deinem sozusagen Skillset und ist ja beim Tarek ähnlich. Hätte man dieses Thema erwischt, wäre wahrscheinlich alles anders.
Tarek hat es ja auch sehr gut bei dir beantwortet. Also vor allem gerade, wo jeder in Deutschland drauf schaut, ist Quality Group, also Moore und ESN. Die machen das auch Weltklasse. Execution-wise Christian Wolf und so. Wow, wie die das machen, brutal. Und das würde ich oder hätte ich so nicht hinbekommen. Wie die Influencer-Marketing machen, ist absolute Champions League. Wie die Content-Marketing machen, das sieht alles so locker flockig aus. Aber ich kenne Christian auch schon jetzt ein paar Jahre und man kennt sich ja in der Szene und so. Und wir haben ja auch Influencer, die die gebucht haben und so. Was die da aufgebaut haben, ist Monster. Und man darf auch nicht unterschätzen, was die auch in Produktentwicklung erreicht haben. Dieses Chunky Flavor, diese ganzen Sirups und so, das sind auch geniale Produkte. Und ich stimme dir schon zu, unabhängig von der Quality Crew, das ist Champions League.
Es gibt ja noch Sunday Naturals, es gibt ja noch eine ganze Reihe von anderen, die jetzt irgendwie, also es gibt, ich glaube mittlerweile gibt es 3 oder 4 Milliarden, Koro, also alle latent anders, nicht nur Nahrungsergänzungsmittel, aber schon alle so in diesem Space Food am Ende.
Ja. Also ich würde mir schon zutrauen, dass ich bestimmt auch eine 10 Millionen Euro Umsatz Supplement Brand hinbekommen hätte.
Auch mehr.
Vielleicht auch mehr, aber eine Milliarde oder so, dass ich sage, viel größer als Nox, das glaube ich nicht. Also erstmal Glück, das wissen wir alle, aber auch ganz rational runtergebrochen, das ist auch schon wahnsinnig schwierig. Also auch diese ganze Produktentwicklung, man braucht da wirklich auch eine Edge. Aber wo ich schon Neid ist immer so ein ekliges Wort. Was super geil ist in diesem Food-Supplement-Bereich, es gibt richtig, richtig viele Strategen dort, an die du auch mal exiten kannst. YFood irgendwie an Nestlé verkauft, Ankerkraut ja auch. Da gibt es einfach sehr viele Strategen, die solche E-Commerce-Food-Startups kaufen. Und das ist zum Beispiel für uns schon ein großes Thema, weil an wen verkauft man Snocks? Also in LVMH sind wir viel zu wenig Luxus. Dann gibt es so ein, zwei andere Gruppen, zu denen auch Supreme und so gehört. Sind wir auch zu wenig Luxus. Aber so vor 5 Jahren hätte ich wahrscheinlich gesagt, ein Zalando oder ein Peek und Cloppenburg oder so was, wo ich sage, irgendwie so mein Tommy Hilfiger oder so. Aber den meisten von denen geht es ja auch gar nicht so prächtig, dass sie jetzt sagen, hey, ich habe irgendwann mal, das ist nicht die Firmenbewertung von Snocks jetzt, aber irgendwann mal 500 Millionen und kauf Snocks oder so einfach mal so. Deswegen ist das eher, wo ich sage, das wird schwer. Das heißt realistisch, wenn ich mal die Firma verkaufen sollte, dann wird es wahrscheinlich wieder ein PE sein, weil so einen richtigen Stratege sehe ich gerade nicht realistisch für uns.
Ja, guter Punkt, kann ich total nachvollziehen. Aber ihr seid jetzt ja auch aktuell eher dabei, selber einzukaufen. Ich meine, das ist so ein bisschen der Weg jetzt zu gucken, was kann man günstig bekommen. Also Ocean's Apart, ich hatte das nicht so auf dem Zettel, aber es war schon auch über Jahre so eine Influencer-Brand, die recht groß geworden ist, dann Probleme bekommen hat. Die verkaufen vor allen Dingen Legends. Und am Ende kam die Nachricht, ihr habt es übernommen.
Ja, so einfach. Die waren im Peak bei 100 Millionen Umsatz, hatten fast 20% EBITDA. Wahnsinn. Und wurden, ich hoffe, ich darf das sagen, aber wir hauen es mal raus, sie wurden für über 200 Millionen verkauft an einen schwedischen und chinesischen Fonds. Also 200 Millionen. Und dann wurde innerhalb von 2,5, 3 Jahren diese 200 Millionen Wert vernichtet, muss man ja wirklich sagen. Also jetzt, ich darf nicht über den Kaufpreis sprechen, aber der bewegt sich so zwischen, ich sag mal, insgesamt Investment zwischen 5 und 10 Millionen mit Working Capital und so, so eine Größenordnung sind wir unterwegs. Und davon haben ja nur die Banken was gesehen und nicht mehr der ursprüngliche Eigentümer. Also der hat wirklich 200 Millionen ausgegeben und das ist komplett abgeschrieben. Und das ist schon Wahnsinn zu sehen, was da auch im Markt abgeht, und ist aber auch schlecht für uns alle im deutschen E-Commerce. Es gibt ja so ein paar von diesen großen E-Commerce-Exits in den letzten Jahren, die die allerwenigsten so noch funktioniert haben.
Ein HelloBody, ja, auch an Henkel verkauft worden, war glaube ich dasselbe Gründerteam und selber selbe Struktur dahinter, so ein bisschen, ne?
So ein bisschen, da will ich gar nicht größer drauf eingehen. Die haben das aber genial in der Zeit sehr gut gemacht. Bevor alle anderen haben die verstanden, wie man das ganze Thema Influencer-Marketing macht und haben guten Exit-Kanal. Ocean's Apart 200 Millionen, Henkel 300 Millionen, aber die beiden Marken sind danach beide eingebrochen.
Ja, also was hast du darin gesehen? Also ich meine, jetzt war der Wertverfall ja schon dann da und dann hast du irgendwie da gesessen und gesagt, okay, ich sehe ja trotzdem was drin. Also was?
Also ich sehe, dass die Markenbekanntheit von Ocean's Apart ist Unfassbar stark. Also gerade gibt es ja so ein Tveo in Deutschland oder ein Oase, die auch richtig Gas geben. Die ist super.
Oase ist übrigens auch der Chris Wolf mit dabei, der auch Quality Group gemacht hat. Ein junger Typ, kommt demnächst mal wieder im Podcast. War auch schon mal da, Gründer von der Quality Group, auch wilder Typ. Aber der hatte mir beiläufig erzählt, dass dieses Oase, also diese Klamottenmarke, auch unter anderem von ihm ist. Wahnsinn eigentlich.
Ey, brutal. Und deswegen meine ich, brutal smart exekutiert. Wird bestimmt bald nochmal in einem Podcast kommen. Aber was ich gesehen habe in Ocean's Apart, dass die Markenbekanntheit sehr groß ist, die auch gerade vor 2 Wochen habe ich irgendwie Schlag den Star abends eingeschaltet und dann hat da eine der Teilnehmenden, die da angetreten ist, auch Ocean's Apart getragen, ohne dass wir das bezahlt haben. Weil sehr große Markenbekanntheit, echt sehr gute Produkte, muss man sagen, gerade wenn man sie trägt. Der Ruf hat unfassbar gelitten, weil auch teilweise schlechte Qualität im Umlauf war, weil sie die Qualitätssicherung nicht hinbekommen hat. Und daher haben wir da eine große Chance gesehen, also weil das Teuerste, was man machen kann, ist Markenbekanntheit aufzubauen.
Aber ist denn, also Ocean's Apart, mir geht's zumindest so, ich hätte das so in die Kategorie Influencer-Brand reingetan. Ist jetzt nicht, also bei, sagen wir mal, bei Moncler, da verstehe ich das total. Da gibt's ja auch diese Geschichte, wo so ein Typ, Ruffini heißt der da, so eine abgehalfterte Outdoor-Marke kauft und dann macht er so ein Luxus-Ski- und Outdoor-Brand draus und jetzt ist es Milliardenhype so ungefähr. Aber da verstehe ich, diese Marke hat dann irgendwie jahrzehntelange oder jahrhundertelange Tradition fast. Das war ja bei Ocean's Apart eigentlich gar nicht der Fall. Ist eine andere Kategorie. Ist aber so ein bisschen so, die Marke gibt es ja auch erst seit vielleicht 10 Jahren und trotzdem sagst du, das hat dich überzeugt.
Ja, 10 Jahre ist besser als irgendwie 1, 2 Jahre. Also deswegen, das ja Ocean's Apart ist für E-Commerce-Verhältnisse schon ein alter Hase. Also hat schon irgendwie in dieser, ich sag mal, Influencer-Brand-Legacy auf jeden Fall einen Namen und auch viele Influencer sind Brands. Konkretes Beispiel, Ocean's Apart hatte eine Million Euro Schulden an Influencern noch und dann haben wir gesagt, wenn wir die Marke übernehmen, wir möchten trotzdem den Influencern was zurückgeben. So, wir können nicht sagen, wir übernehmen es als Nox, die bleiben auf ihren Schulden sitzen und dann buchen wir sie einfach weiter mit Sockso. Das fühlt sich moralisch total falsch an. Also was haben wir gemacht? Wir haben mit den 10, 15 größten Partnern von Ocean's Apart der letzten Jahre, sind wir auf die zugegangen, haben gesagt, hey, können wir einen Deal finden, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten? Dann müsst ihr jetzt nicht komplett alleine auf den Schulden sitzen bleiben und so weiter. Und von diesen 15 Leuten haben 14 gesagt, sie lieben Ocean's Apart, sie wollen weitermachen. Klar, weil wir denen auch Geld zahlen, aber das zeigt, dass sie auch innerhalb dieser Influencer-Welt und deren Communities ein total gutes Standing hatten. Auch wenn, Ocean's Apart Shitstorms hatte und auch Leute Ocean's Apart nicht mögen, habe ich die Chance darin gesehen, sie haben auch eine gewisse Legacy und eine Community.
Aber vor allen Dingen in Deutschland oder mittlerweile europaweit?
40% des Umsatzes von Ocean's Apart kommt aus dem Ausland und das ist natürlich für uns auch sehr attraktiv. Also es ist bei Snocks, bei Snocks ist so 10, 15% aus dem Ausland, also noch sehr deutschlandlastig. Genau, und deswegen muss man auch einfach sagen, wir haben dann eine Marke zu dem Zeitpunkt letztes Jahr eingekauft, die hatte 30, 35 Millionen Euro Umsatz, 10 Millionen Euro Lagerbestand für, ja, ich darf nicht den Kaufpreis sagen, aber ich sag mal einstelligen Millionenbereich.
Bekannter Partner bei uns, eGym Wellpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist, Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke. Aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen. Denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen. Klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitness-Angebot von EGYM ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wieso ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt. Das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026 und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes.
Ein befreundeter Unternehmer hat mir das Pitchdeck geschickt, hat gesagt, wäre das nicht was für dich, euch. Habe ich es mir angeguckt, immer interessierter Typ. Oh ja, dann habe ich es meinem Geschäftspartner Rehan geschickt und der war eigentlich dann sofort, ey, lass das machen. Und ich war so, echt, wirklich? Also da war ich sogar mal der, der so, doch, ich habe da Bock drauf. Dann haben wir mit dem Insolvenzverwalter geredet, dann waren so ein bisschen Verhandlungen und dann war eigentlich ein anderer, sage ich mal, ein Chinese, der hat so 20, 30% mehr als wir geboten. Und dann waren wir raus. Die, sage ich mal, haben uns auch nicht die Daten gegeben und so. Und also die haben uns gezeigt, sie haben, der Insolvenzverwalter, M&A-Berater, nicht so Bock auf uns, weil sie halt jemand anderen haben, der viel mehr zahlt. Dann war ich in den Flitterwochen hier, die Hochzeit, die jetzt schon ein paar Mal Thema war, war ich in Namibia. Und auf einmal ruft mich Rehan an, mein Geschäftspartner, und sagt, Johannes, der Insolvenzverwalter hat uns angerufen, der Chinese ist abgesprungen, sie wollen den Deal jetzt doch mit uns machen. Und dann habe ich gesagt, Rehan, Halt die jetzt noch irgendwie eine Woche hin. Ich bin in den Flitterwochen. Ich komme jetzt nicht wegen diesem Deal nach Hause. Meine Frau soll auch mal was von mir hören. Halt die noch eine Woche hin. Wenn ich zurückkomme, dann machen wir den Deal. Aber wir diktieren dann die Konditionen, weil die haben uns erst, sage ich mal, nicht ernst genommen. Jetzt wollen sie mit uns machen, in die Kiste gehen. Aber jetzt diktieren wir die Spielregeln. Und so kam es dann auch, dass wir für 40% weniger als unser ursprüngliches Angebot haben wir dann auch schon zur Partei wirklich kaufen können.
Läuft gut soweit?
Wir sind sehr zufrieden. Also durfte ich hier auch auf der OMR Stage bei euch darüber sprechen. Wir sind sehr zufrieden, aber wir merken auch solche operativen Pain Points, die wir selber auch unterschätzt haben. Zum Beispiel der Lieferant ist auf Ware erst hocken geblieben. Jetzt wollen wir natürlich bei dem nachbestellen, dann sagt er ja cool, das sind wir Vorkasse. Vorkasse. Wir sind natürlich auch nicht mehr Prio eins bei dem. Jetzt lässt er sich ein bisschen Zeit und was viele nicht wissen, ist so eine schwarze Leggings. Kann ich jetzt nicht einfach sofort zum Snocks-Produzenten umziehen. Der hat andere Maschinen, anderes Garn. Das dauert wieder 3, 4 Monate. Das heißt, November, Dezember, die ersten 2, 3 Monate, als wir es übernommen haben, lief Ocean's Apart brutal, super profitabel. Jetzt haben wir einfach keine Ware mehr da und wir kriegen nicht schnell genug Ware nach von den Bestselling-Produkten. Wir haben nur noch die Scheißware da, wenn ich das so sagen darf. Und der Produzent liefert nicht so, weil der hat jetzt auch keine Eile. So, er wurde schlecht behandelt. Von den alten Eigentümern. Jetzt gibt er sich natürlich auch keine Mühe, weil für ihn ist es ja immer eine Marke und da, ja, müssen wir das Playbook, das du im Kopf hast, ist dann auch so über Marktplätze von Zalando und About You zu gehen.
Also hast du da jetzt, du hast die Marke gesehen, aber du musst ja auch gedacht haben, okay, was kann ich jetzt mit dieser Marke besser machen als die bisherigen Eigentümer? Und ich meine, die Marke hatten die ja auch schon. Insofern hast du dann, was hast du da gesehen? Was war es? Okay, ich kann jetzt mit der Marke besser umgehen als andere. Du kannst anderen Einkauf machen, weil du über Snorks Einkaufserfahrung hast. Okay, und dann kannst du die Produzenten über Zeit auswechseln, verstanden. Aber was noch?
Logistik kann man auch zusammenlegen. Gerade die andere Firma, die wir auch gekauft haben, Femtess, so Periodenunterwäsche, sehen wir zum Beispiel 50% Logistikeinsparung auf jede Bestellung. Also können wir einsparen durch die Zusammenlegung der Logistik. Bei Oceans Apart dauert es noch ein bisschen, weil die ein großes Lager haben, aber will ich nicht drauf eingehen. Kundenservice zusammenlegen, Marketing, wie du sagst, Marktplätze, zum Beispiel ein Oceans Apart oder auch ein Femtess kommen gar nicht so leicht auf Zalando oder About You drauf. Da brauchst du eine gewisse Größe, durch unseren großen Account bei Snocks, wir sind ein großer Kunde für Zalando, kriegen wir die sofort auf die Marktplätze drauf. Also auch da hast du Skalierungseffekte. Influencer, die wir buchen, die uns durch Snocks kennen, können wir sagen, hey, wollt ihr nicht für die 2 anderen Marken auch posten? Wir haben ja die Daten, welche Influencer gut funktionieren. Und operative Exzellenz, also wir machen E-Commerce seit 8, 9 Jahren, wir haben so ein langweiliges Produkt wie Socken so groß gemacht, dass ich das Selbstbewusstsein habe, und da kann ich für unser Team sprechen, dass wir glauben, dass wir so gut darin sind in diesen einzelnen Disziplinen, Google, CM, was wir hatten, dass ich glaube—
Wie groß ist das Team mittlerweile, weißt du das? Wie viele Leute hast du da?
140 Vollzeitleute sind wir.
Eigentlich noch ein relativ kleines Team für die Umsatzgröße, ne? Effizient.
Ja, effizient. Man muss sagen, wir machen die Logistik auch nicht selber, sonst wären wir wahrscheinlich 200, 300 Leute. Aber ja, wir wollen lieber wenige Leute haben, aber die extrem stark. Und zum Beispiel, um so ein Gefühl dazu zu bekommen, man sagt so, Umsatz pro Mitarbeiter im E-Commerce-Bereich ohne Lager, muss man sagen, ist gut, wenn man zwischen 500.000 und 700.000 ist. Also jemand, der eine 10-Millionen-Brand hat, geteilt durch 500.000, sind also so 20, 25 Vollzeitleute, kannst du die maximal haben. So, bei Ocean's Apart, durch diese ganzen Synergien und Abteilungen zusammenlegen, schaffen wir jetzt bei 1,2 Millionen Umsatz pro Mitarbeiter zu sein. Also halb so viel Personal benötigen wir, weil wir Sachen zentralisieren können. Kundenservice, wir können Buchhaltung und all diese Themen können wir zentralisieren und haben fast nur noch Leute im Marketing, Influencer-Marketing und so weiter. Und das ist unsere These. Daran glauben wir, dass wir das hinbekommen, müssen uns aber auch erst mal zeigen, dass wir es schaffen. Ein Kofler hat es ja auch in die Richtung probiert oder auch diese Amazon-Aggregatoren, wo es in der Theorie im Businessplan alles toll aussieht. Wir müssen das jetzt auch erstmal diese Gruppe beweisen.
Also, weißt du, die Social Chain Group hieß es ja, war ja börsennotiert, dann am Ende Riesenärger, weil das dann nicht funktioniert hat. Damals, dieser Pitch, den gab es schon mal sozusagen von denen, ne?
Genau, und daher, ich will lieber in 2, 3 Jahren kommen und dir die Zahlen dann zeigen von Ocean Zapato und sagen, ja, Monster, weil es ist jetzt ein halbes Jahr her. So, manche Sachen funktionieren, manche nicht. Ich möchte jetzt hier nicht sitzen, dass ich der dritte, vierte deutsche Unternehmer bin, der das jetzt versucht und jetzt sagt, ich mache alles besser.
Also Aber ihr habt noch weitere Akquisitionen noch vor. Also ich meine, ihr habt jetzt irgendwie Periodenunterwäsche gemacht, da gibt's jetzt ja auch schon ein oder anderen Player. Ich hatte mal einen Podcast, Oja, glaube ich, die beiden Damen, die sind da auch schon. Also hast du gesagt, okay, der Markt ist groß genug, ich gehe da auch mit rein?
Ja, auch das war eine Opportunität, da kann ich so viel sagen. Femtis war profitabel, aber so E-Commerce-Bewertung, wenn man jetzt hier zuhört, selber E-Commerce-Bewertung Unternehmen hat, kann man sagen, so zwischen 6 und 10 mal EBITDA ist so eine Online-Shop, nicht Marktplatz, sondern so eine Online-Brand aktuell so wert. Ein Femtis, auch hier darf ich nicht im Detail reden, aber haben wir deutlich unter 3-mal EBITDA kaufen können und die waren profitabel, weil aus einer Opportunität heraus. Und das heißt auch hier einfach Arbitrage-Multiple, sagt man dazu. Also wenn wir so einen Femtis bei uns integrieren, lass uns jetzt mal 3-mal EBITDA sagen, hätten wir für die bezahlt. Und ein Snocks ist eher hoffentlich, toi toi toi, 10- bis 15-mal. EBITDA-Wert habe ich ja nur, wenn ich das halte, habe ich ja schon einen gewissen Uplift, sehr ordentlichen Hebel. Genau, und wenn ich dann noch schaffe, was ich eben erklärt habe, die Logistik zusammenzulegen, also da noch mal EBITDA, absolutes Einsparungspotenzial, dann kann da in der Theorie schnell eine sehr spannende Story draus werden, ohne dass ich die Marke jetzt selber verdreifachen muss im Umsatz, sondern einfach profitabler. Das läuft dann solide.
Bist du auch offen, also wenn jetzt jemand zuhört und sagt, ich habe irgendwie E-Commerce Also ihr sucht E-Commerce-Firmen, das ist das Einzige, oder Brands, oder Fashion muss es sein, oder wer wärst du jetzt auch, willst du jetzt auch Elektronikhändler nehmen oder sowas?
Nee, schon am liebsten Fashion-E-Commerce-Unternehmen. Ich habe auch mit anderen sehr großen Unternehmen in Deutschland gesprochen, auch Luxusmarken und so, weil ich es einfach spannend fand. Dann sitzt da der kleine Johannes auf einmal bei so einer Marke, ich darf nie die Namen nennen, aber die 200, 300 Millionen Euro Umsatz machen, also größer als wir waren. Die insolvent sind, aber wir haben halt ein gutes Cashpolster und könnten die tatsächlich auch kaufen, weil wir auch keine Kredite, nichts auf unserem Balance Sheet haben. Haben wir dann auch nicht gemacht, aber das ist natürlich schon so spannend, dann laufe ich da rein und dann, ja. Aber auf den Punkt zu kommen, am liebsten, also E-Commerce auf jeden Fall. Wir hatten jetzt auch mal mit einem Retailer gesprochen, kann ja auch eine spannende Andockung sein bei uns. Ja, aber gerne bei mir melden, einfach LinkedIn schreiben.
Ich habe mich, aber Läden traust du nicht zu? Also viele haben ja dann auch Läden und sowas zusätzlich, ne? Das wäre das für euch ein Gutes, nichts zu machen. Also wenn man so ein richtig auch Ladengeschäft an sowas hat.
Also diesen einen Player, den ich gesagt habe, der hatte in Deutschland, ich glaube, 20, 30 eigene Läden, auch in Luxusstraßen und sowas.
Klingt ein bisschen so wie Wormland oder so.
Ich darf nicht drüber reden. Das haben wir uns angeschaut und haben dann geguckt, wie viel verbrennt dieses Retailgeschäft. Und wenn das der Haupt-Cashburn ist, und das ist ja fast immer der Fall, dann trauen wir uns das nicht zu, weil das können wir nicht besser. Wenn jetzt der Fall ist, dass das Offline-Geschäft profitabel ist und die verlieren eigentlich nur online Geld, und da ist aber unsere Expertise, dann könnte ich mir das schon zutrauen, weil ich sage, hey, man hat einen sehr, sehr guten operativen Geschäftsführer für das Retail-Geschäft, beteiligt den irgendwie dran oder irgendwie macht man das Konstrukt. Wir kümmern uns um online und dadurch haben wir als Gruppe, Snocks Group, haben wir auf einmal 10% von unserem Umsatz. Machen wir auf einmal offline, sind noch mehr diversifiziert. Das kann schon spannend sein. Also das muss man sich im Einzelfall dann immer wieder angucken.
Okay, okay, okay. Also es ist irgendwie bei dir richtig Dynamik drin. Halten wir fest, Exit noch nicht so richtig klar. IPO, könnte man das auch machen wahrscheinlich, ne?
Die Berenberg Bank ist ja hier in Deutschland so eine der IPO-Macher. Und die haben mir auf jeden Fall schon oft geschrieben. Und habe ich mich auch getroffen. Wirklich liebe Grüße, die hören das bestimmt. Sehr, sehr smarte Jungs und die sind bestimmt eine sehr gute Adresse, wenn man IPO macht. Ich sage aber auch andersrum, wenn es noch an die Börse zu bringen, also naja, jetzt nicht, aber in 1, 2, 3 Jahren, also ich weiß es nicht. Also dann Tarek hat es ja auch vorgemacht, also das sind eher dann Marktplatzmodelle oder so, wo du dann noch mal eine ganz andere Wachstumsfantasie hast, wo ich sage, okay, nichtsdestotrotz, ich glaube, so eine Quality Group, wo wir drüber geredet haben, war ja auch immer mal wieder Gerüchte, dass der eher großes Ziel ist mal ein IPO zu machen. Wenn in Deutschland ein zwei Player an die Börse gehen im E-Commerce-Bereich und das auch wirklich gut funktioniert, und dann öffnet sich bestimmt auch noch mal ein Börsenfenster, wo ich sage: Ey, vielleicht never say never, aber rational. Also da müssten schon ganz ganz viele glückliche Umstände zusammenkommen. Aber On ist ja auch eine tolle Story hier aus Österreich Schweiz, auch eine wahnsinnige Aktie. Ja, aber wenn ich mir alles angucke, Allbirds war auch an der Börse im E-Commerce, diese Brillenfirma aus den USA, das waren eher alles eher schlechte performende Aktien als die Ausnahmen wie On Running. Daher glaube ich eher PE leider kein viel im Rad.
Also ich meine, ich muss gerade denken, ich hatte vor einem halben Jahr den Carsten Wildberger, der ist Digitalminister geworden, ist der davor Chef von Mediasaturn, ist ja nicht nur eine reine Onlinefirma, aber die man ja auch sehr viel online mittlerweile. Wenn ich dich jetzt so sehe, deiner Dynamik und so, rein theoretisch müssten auch solche Firmen bei dir anklopfen und sagen, was würdest du uns empfehlen, du kennst das Business, oder nicht jetzt das Elektronik-Business, aber trotzdem, führst du solche Gespräche, oder könntest du ja, also so, jetzt hast du gerade 300 Millionen Umsatz, ich meine, mit der Saturn ist doch glaube ich signifikant größer, aber bist du auch in solchen Gesprächen schon dabei?
Ja, ich, wie soll ich das sagen, ich durfte Aufsichtsrat hier von BabyOne auch mal sein. Auch da habe ich mal meine Erfahrung sammeln dürfen, aber auch bei anderen Unternehmen. Einer der größten Streamingdienste hier auf der ganzen Welt, ein, sage ich mal, ein farbenfrohes Logo. Dürften wir mit unserer Beratungsfirma auch unseren Teil dazu beitragen, dass sie erfolgreich sind. Also, oder ein L'Oréal Paris, oder ich bin gerade in zwei große, ja, sehr bekannte Marken auch involviert, wo ich sehr nah dran bin am Marketing, denen zu helfen, zu unterstützen, wo ich Aber wie ihr schon merkt, rumkruxe überall NDAs unterschrieben, dass ich nicht darüber leider reden darf. Aber ja, da bin ich in Gesprächen, das macht mir viel Spaß. Da geht es mir null ums Geldverdienen. Bei 2 Mandaten verlange ich gar kein Geld, weil ich gesagt habe, ich will einfach nur lernen, ich habe da Bock drauf, weil ich liebe, was ich mache. Ist mir viel wichtiger zu gucken, was daraus wird. Und daher finde ich das schon spannend. Also ich war auch mal bei einem sehr großen Wie soll ich dazu sagen, vor die an verschiedenen, zum Beispiel auch an so einem Galerie mal dran waren, ob sie die kaufen sollen. Und die rufen mich dann schon an und fragen mich dann nach meiner Meinung.
Das klingt nach Düsseldorf, meinem Freund Ernest.
Ich weiß es nicht, aber so, da fragen mich schon Leute dann.
Was hältst du davon?
Genau, ist jetzt nicht so, dass ich da 3 Stunden bei denen dann bin und dann hier irgendwelche Excel-Tabellen baue, sondern so strategischen Blick drauf. 5, 6 Fragen stelle, Customer Acquisition Cost, Retention und so, diese ganze meine Online-Brille, weil ich da sehr operativ auch bin, die ganzen Zahlen verstehe. Gerade am Montag bin ich ja, ich habe ja gesagt, ich bin in Berlin am Wochenende, am Montag darf ich jetzt auch einen Tag dann Beratung machen bei einem sehr bekannten Unternehmen. Das mache ich dann schon, um mich selber quasi auch weiterzubilden und intakt zu sein und zu sehen, okay, weil ich lerne da ja auch, was machen die, können wir das für unsere Firmen adaptieren. Und das macht mir ja richtig viel Spaß.
Okay, okay, okay. Andere noch irgendwelche Medienprojekte außer Hülle Löwen, was demnächst kommt, wie wir gehört haben, oder wo ich jetzt entschieden habe?
Nee, muss ich sagen, wir konzentrieren uns da selber auf unsere eigene Reichweite aufzubauen, dass wir selber die Reichweite ownen. Wir machen YouTube, wir machen Podcast, wollen da einfach viel raushauen. Und das ist auch so die Erkenntnis der letzten Jahre, ist einfach, Die Reichweite ist im B2B-Bereich sowieso scheißegal. Also der Om Air Podcast, sagst ja immer wieder, hat so um die 100.000 Zuhörer pro Folge, aber trotzdem hast du da drauf ein 100 Millionen plus Business aufgebaut.
So Wahnsinn.
Und es gibt andere Podcasts, die haben viel mehr Reichweite und haben ein viel kleineres Business aufgebaut. Deswegen meine ich, mach so YouTube-Videos, bringe ich 2 Videos die Woche raus, die haben pro Ding zwischen 2.000 und 5.000 Aufrufe, also nicht viel. Aber gerade habe ich so eine Shopify-App rausgebracht, die ist direkt gechartet und ist einer der meist runtergeladenen Shopify-Apps jetzt in den letzten 2 Wochen gewesen, weil die Werthaltigkeit, darum geht es und darauf konzentrieren wir uns mit unserer Personal Brand. Ich sage immer wir, weil dahinter ist ein Team aus 4, 5 Vollzeitleuten, wirklich auch Unternehmen entstanden, die sich nur darum kümmern und darauf konzentrieren wir uns und jetzt nicht bei RTL, ZDF oder so reinzukommen. Weil das ist nicht mein Ziel, möglichst bekannt zu werden, egal welcher Preis.
Okay, also es wird auf jeden Fall nicht langweilig und ich bin ziemlich sicher, wir sitzen, weiß ich nicht, in ein, zwei Jahren wieder irgendwo zusammen und dann gibt es dann wahrscheinlich dann Geschichten von den nächsten Übernahmen oder von, weiß ich nicht, dem nächsten PE-Fonds, der euch gekauft hat oder was auch immer. Also ich drücke dir die Daumen. Vielen Dank, dass du da warst.
Danke dir, Philipp.
Perfekt. Ciao, ciao. Ciao. Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu. Und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch? Was können wir noch besser machen? Und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen, oder zumindest zu versuchen, ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse? Was können wir tun? Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie zum Beispiel 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro oder ein OMR Report eurer Wahl. Und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel Vier Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen und Wie gesagt, vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören nach hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank vorab. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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