Sonderfolge: Der Zalando-About-You-Plan
11 Dec 2024 · 41 min
In a special OMR podcast episode dated 11 December 2024, host [SPEAKER A] convenes an all‑star panel—Alex Graf, Florian Heinemann and Pip Klöckner—to dissect Zalando’s takeover of the German fashion e‑commerce platform About You. The discussion opens with the surprise of the deal’s announcement and quickly moves into deal economics: a roughly €1 billion transaction, with the Otto family retaining a ~60 % stake after an initial €300‑400 million investment, and an expected €100 million annual synergy potential. The panel evaluates the strategic rationale, highlighting combined logistics (ZEOS), retail‑media, payment and marketing synergies that could lift the merged entity’s EBIT margin from low‑single‑digit to double‑digit levels. They debate the fate of About You’s SaaS arm “Scale”, its integration into Zalando’s logistics unit, and its valuation versus traditional software multiples. The impact on shareholders—both Otto and public investors—receives attention, with Alex Graf noting the market’s positive reaction to the deal despite a modest premium over About You’s three‑month average share price. The conversation shifts to competitive pressures from global marketplace players such as Shein and Temu, and whether the merger creates a “winner‑takes‑all” German marketplace capable of defending against these entrants. Job implications for Hamburg are examined; both Heinemann and Klöckner argue that most synergies will be realized in logistics and procurement, with limited head‑count reductions. The panel also speculates on future M&A, notably a potential acquisition of the UK fashion platform ASOS, and the role of key executives like Tarek Müller and Sebastian Betz post‑deal. Throughout, sponsor plugs for Qonto and Hiscox appear, but the core of the episode remains a nuanced, data‑driven assessment of why the Zalando‑About You merger makes sense for the German e‑commerce landscape and what challenges lie ahead.
Chapters
Große Nachrichten! Am 11. Dezember ist die deutsche Digital-Marketing-, E-Commerce-Unternehmer-, Startup-Community aufgewacht mit der Nachricht, dass Zalando jetzt About You kauft, was von einigen schon seit Längerem vielleicht erwartet wurde. Es wurde darüber spekuliert, jetzt ist es wirklich Fakt und entsprechend lief sofort der Betrieb heiß. Ich habe zahlreiche WhatsApps bekommen, ich bin ganz sicher, viele in unserer Bubble, in unserer Branche haben entsprechend selber viele Fragen und sich ausgetauscht via WhatsApp mit verschiedensten Freunden. Es gab schon ein paar erste Artikel und natürlich auch LinkedIn-Posts. Dazu. Und wir haben uns überlegt, weil das Interesse daran sicherlich groß sein dürfte, stellen wir ein All-Star-Panel an Experten zusammen, ganz spontan, und befragen sie zu ihren Einschätzungen rund um die Themen Übernahme, Bedeutung für Aktionäre, Bedeutung für die Familie Otto, Bedeutung für Tarek Müller, Bedeutung für Arbeitsplätze, Jobinhaber hier in Hamburg insbesondere, die Rolle von TMO und Schien. Also all das, was man sich vielleicht rund um diese Transaktion fragt. Wollten wir wissen von Alex Graf, dem Mann hinter der Kassenzone und hinter Spiker, E-Commerce-Experte seit vielen, vielen Jahren. Florian Heinemann, Gründer von Project A, Mitgründer oder zumindest erster Angel Investor bei Zalando und dann Beirat bei About You und dem Pip Klöckner vom Doppelgänger-Podcast, auch natürlich lange bekannt, E-Commerce-Experte, Aktienexperte. Ich glaube, 3 Leute, die wirklich dazu spannende Meinungen haben, von denen man jetzt gerne hören möchte. Und hier sind ihre Meinungen. Auf geht's!
Let's go!
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Ja, crazy, komplett unerwartet, hätte ich nicht mit gerechnet. Der Markt schaut ja darauf schon seit mehreren Jahren, erwartet ja in der Art so einen Move, und jeder hat immer gesagt, das wird nie passieren, Otto wird niemals verkaufen. Und heute Morgen ist es dann soweit, und dem Aktienkurs hat das sehr gut getan.
Dem von Zalando.
Ja, aber dem Zalando-Kurs nicht, aber dem Aktienkurs von About You.
Wollte ich gerade sagen.
Deutlich über das Angebot, was Zalando abgegeben hat, also deutlich über dem 3-Monats-Durchschnitt des Aktienkurses. Und ich habe mich tatsächlich gefreut, dass Bewegungen im Markt kommen, und ich glaube, es macht total Sinn.
Okay, Pip.
Also der Freude würde ich mich anschließen. Ich glaube, das ist für Deutschland und für den Markt insgesamt genau die richtige Option, die gewählt wurde. Ich finde es nicht total überraschend, aber dass jetzt genau das Setup eintritt, war auch nicht ganz klar. Es gab glaube ich schon verschiedene Optionen. Ich glaube, es war auch relativ klar, dass About You relativ gesehen ganz günstig bewertet ist, wo es verschiedene Gründe dafür gibt, glaube ich. Von daher war das so ein bisschen überfällig und ich glaube, es brauchte so ein bisschen so eine Normalisierung der Märkte, damit man sowas wieder finanziert bekommt, damit man auch sieht, von wo wachsen wir jetzt eigentlich wieder, haben wir den Boden des Marktes schon gesehen. Aber dass das irgendwann passieren würde, war, glaube ich, relativ absehbar.
Flo?
Ja, also ich kann mich dem anschließen. Also genau, es gab ja in der Vergangenheit auch schon mehrfach Gespräche, das war ja auch sozusagen so ein bisschen durchgesickert, hat, die dann immer wieder aus verschiedenen Gründen abgebrochen wurden. Insofern würde ich auch sagen, es war jetzt nicht überraschend, aber es macht, glaube ich, für alle Marktteilnehmer Sinn. Und man hätte wahrscheinlich als Otto einen etwas besseren Deal bekommen, wenn man das vor ein paar Jahren gemacht hätte, sicherlich. Aber der Deal ist ja auch jetzt noch ein guter Deal, und ich glaube, das macht aus Marktlogik total Sinn. Spannende Frage wird natürlich sein, was ist mit Scale, also was passiert damit? Wird das dann Teil des Ganzen? Da gab es ja schon so eine gewisse Abspaltung sozusagen. Wird das sich weiter fortsetzen und versucht man das eventuell sogar komplett abzuspalten? Also insofern, es gibt glaube ich ein paar interessante Fragen, aber sozusagen aus der reinen Handelsgeschäftslogik und auch gegenüber sozusagen der Modeindustrie verbessert das natürlich nochmal die Verhandlungsposition. Ist das ein sehr guter Schritt für alle Beteiligten vermutlich.
Also dann direkt, weil du es gerade gesagt hast, war es ein Erfolg? Also ich meine, für Otto, die das gegründet haben, war es dann wahrscheinlich wirtschaftlich okay. Da wurden ja mal, glaube ich, 300 Millionen so in die Hand genommen, oder zumindest davon war die Rede, und daraus ist dann jetzt dann eine Milliarde geworden. Weiß ich nicht genau, wie die Anteile sich da aufteilen, aber so in der Größenordnung wird es wahrscheinlich passen. Aber für zum Beispiel die Aktionäre, die jetzt irgendwie zum IPO reingekommen sind oder so, war es jetzt ja überhaupt gar kein Erfolg. Also wie würdet ihr jetzt in so gesamtheitlich beschreiben?
Ich kann ja mal ganz kurz sagen, weil diese Frage kam auch per WhatsApp heute öfter bei mir an, und wenn man jetzt mal rein aus einer Finanzperspektive guckt, dann darf man, glaube ich, diese, das, was du gesagt hast, nicht einnehmen. Ich bin zum IPO eingestiegen, habe jetzt irgendwie 70% verloren, ist immer noch total doof, sondern man muss ja schauen, wie hat sich der Markt grundsätzlich entwickelt, wie haben sich vergleichbare Produkte am Markt entwickelt, und dann ist es, dann muss man sich ja die Frage stellen, können diese beiden Unternehmen zusammen mehr erreichen als im Vergleich zu Einzelunternehmen. Und das können sie aus meiner Sicht auf jeden Fall. Florian hat das gerade schon ja gesagt mit den Synergieeffekten, die dazu zu erwarten sind. Der Markt liegt am Boden, es ist ein super Zeitpunkt, das zu machen. Aber 1+ 1 wird hier aus meiner Sicht ganz klar 3. Und die Investoren, die ja drin sind, müssen sich ja fragen, da ist ja niemand gezwungen drinzubleiben seit dem Börsengang, die müssen sich ja fragen, diese 3,50€, die es glaube ich vor dem Offer wert war. Wie kann ich da meinen Wert maximieren, wenn ich das verkaufe und morgen irgendwie Aktien von Mercedes kaufe oder von Microsoft kaufe? Und ich glaube, es ist einfach eine extrem gute Möglichkeit jetzt gewesen, diese Konsolidierung herbeizuführen. Und dieses Wertwachstum, was Zalando in Summe dadurch erzielt, ist glaube ich ein viel schnelleres, ein viel besseres, als es beiden Unternehmen alleine möglich gewesen wäre. Deswegen ist das jetzt das Beste, was man machen konnte. Ist das ein bisschen doof aus Sicht der Gründungsgenese? About You wurde mal gebaut als Wettbewerber zu Zalando, klar, aber das muss man ganz klar trennen von den Kapitalmarktoptionen, die es gerade gibt, und das ist, glaube ich, die beste Option, die die beiden Unternehmen gerade machen konnten.
Flo?
Vielleicht noch mal zu deiner— zu diesen Fakten zurück. Genau, es ist jetzt ungefähr bei einer Milliarde, ne, und Otto hat da ja ungefähr 300 investiert, dann kam natürlich noch mal das Bestseller-Geld dazu, und ich glaube, der Otto-Anteil inklusive Familie und so weiter ist irgendwie bei 60%, ne. Das heißt also, wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass es irgendwas zwischen 300 und 400 war, dann hat man daraus jetzt quasi 600 direkt gemacht, ne. Das erstmal so die direkte, das heißt, da gibt es einen Gewinn, aber der ist jetzt nicht riesig. Aber ich würde auch Alex komplett recht geben. Das Wichtige ist ja die Wertperspektive going forward. Und Zalando war ja mal über, ich glaube, 24 oder 25 Milliarden wert. Fairerweise natürlich zu einer ganz anderen Zeit mit anderen Bewertungsmultiples. Ist jetzt, glaube ich, gerade bei 8,5 oder 9 Market Cap. Das heißt also, dass das jetzt das gemeinsame Unternehmen sich wieder Richtung 20 Milliarden Bewertung bewegen kann über die Zeit, das ist, glaube ich, nicht unrealistisch. Und ich meine, dann macht man aus den 600 irgendwann paar Jahre dann vielleicht doch mal doch wieder eine Milliarde. Und dann fängt so langsam, glaube ich, auch an, finanziell relevantes Unternehmen zu sein. Und wie Alex auch schon richtig gesagt hat, also ein Investment für Otto. Und wie Alex ja richtig gesagt hat, man muss ja mal gucken, wie ist die Wertperspektive going forward und die Wahrscheinlichkeit, dass die positiv verläuft. Und die würde ich auch sagen, ist in der Kombination, auch weil Zalando natürlich auch finanziell noch mal ganz anders aufgestelltes Unternehmen ist, was Cashreserve und so weiter angeht, also auch mit solchen Krisen gut zu überstehen. Da ist wahrscheinlich die Wertentwicklungsperspektive oder die Wahrscheinlichkeit einer guten Wertentwicklungsperspektive als Gesamteinheit auch aus Ottos Sicht sicherlich eine bessere.
Und Pip?
Ja, ich glaube, man muss sich vor allen Dingen anschauen auch, was wären die Alternativen gewesen? Also einerseits muss man sagen, ja, About You hat 73% verloren oder 72% seit dem IPO, aber in der Zeit sind so Competitor wie Asos oder Boohoo haben über 90% Börsenwert verloren. Zalando ist relativ stabil geblieben in den letzten 5 Jahren, aber hat jetzt auch nicht viel Rendite gemacht, fairerweise. Wäre man jetzt alleine weitergelaufen, dann wäre, glaube ich, relativ klar, dass weder Zalando noch About You es geschafft hätten, einerseits wieder zweistellig zu wachsen und andererseits auf eine EBIT-Marge von 10% zu kommen. Und ich glaube, das Szenario eröffnet sich zumindest. Das wird nicht einfach, glaube ich, aber es ist jetzt möglich. Ich glaube, dass About You auch so überlebt hätte. Also die waren Free Cashflow-positiv inzwischen, hatten starken positiven operativen Cashflow, der so ein bisschen aus dem Working Capital finanziert wurde, glaube ich, aber generell Also glaube ich, waren beide Unternehmen ganz gut aufgestellt, aber es waren relativ langweilige Unternehmen mit einstelligen Wachstumsraten und mit niedrigen einstelligen EBIT-Margen. Und ich glaube, durch die Konsolidierung kann man es jetzt schaffen, einerseits die EBIT-Marge, die vor allen Dingen durch die stark gestiegenen Fulfillment-Kosten gedrückt wird— in den letzten Jahren sind durch die Arbeitskosteninflation oder Lohnkosteninflation quasi Fulfillment-Kosten stark angestiegen, und wenn man ein bisschen überskaliert hat während Corona, Und da sind natürlich die Hauptenergiepotenziale, wenn man zwei Player zusammentut, die in den Märkten ja sehr stark überlappen. Es sind viele in den gleichen Regionen aktiv. Das heißt, sie können jetzt— ich glaube, About You kontrahiert teilweise auch externe Logistik. Das heißt, vielleicht kommt man da auch schneller aus den Verträgen wieder raus und kann stattdessen sozusagen mit die Zalando-Logistik auslasten. Das heißt, da wird es echte Synergieeffekte geben, also nicht nur Blabla-Synergieeffekte, sondern ich glaube, welche, die sich in den nächsten 3, 4 Jahren ganz klar materialisieren werden. Ich glaube, beim Payment kann man zusammen bessere Konditionen bekommen. Ich glaube, im Marketing kann man ein paar Effizienzen schaffen. Bei General Admin kommt es ein bisschen drauf an, ob man, wie stark man die Firmen weiterhin trennt und die Marken. Aber auch da wird man sicherlich was sparen können. Payment wäre wie gesagt ein Beispiel dafür. Von daher ist die Chance, dass man wieder auf eine zweistellige EBIT-Marge kommt, auf Sicht von 1 bis 2 Jahren, glaube ich, deutlich höher und vielleicht auch wieder zweistelliges Wachstum hinbekommt.
Ganz kurz, Flo, weil du das gerade gesagt hast, bleiben denn die Ottos jetzt an Bord? Also das habe ich gar nicht so bislang nachvollzogen. Also das Investment von denen läuft jetzt weiter, die haben dann demnächst Anteil an Zalando?
Also das wäre zumindest meine Interpretation. Also wäre zumindest meine Interpretation. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Otto quasi jetzt zu dem Preis komplett aussteigen würde, auch bei About You, sondern ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass man quasi die Shares rollt in Zalando-Shares. Und ob man das jetzt sozusagen technisch so macht, dass man erst den Kaufpreis kriegt und sich dann Shares kauft oder direkt Shares kriegt, das weiß ich jetzt ehrlicherweise nicht. Aber meine Vermutung wäre schon, dass Otto weiterhin an der Wertentwicklung wird teilhaben wollen. Das wäre meine ganz starke Vermutung. Also weil, wie gesagt, ich glaube, der innere Wert von About You auch aufgrund von Scale, aber auch aufgrund des Handelsgeschäfts, was ja wie Pip gerade auch dargelegt hat, der eigentlich auf gar keinen Fall in einer schlechten Verfassung ist. Gerade im Vergleich zum Gesamtmarkt würde es mich sehr wundern, wenn Otto Otto hat ja eigentlich jetzt auch keinen Druck. Also klar, Otto ging es jetzt die letzten Jahre nicht super, aber gerade mit der Familie im Hintergrund gibt es da ja keinen Grund, irgendwelche Assets unter Wert zu verkaufen. Und deswegen wäre meine Vermutung schon, dass man jetzt die Wertentwicklungsperspektive, die wir gerade aufgezeigt haben, dass man das genauso einschätzt und die auf jeden Fall wird mitgehen wollen. Weil die Frage wäre ja, was würde Otto besser mit dem Geld machen? Also würden die jetzt das Geld nehmen und irgendwo anders reinstecken? Also meine Vermutung wäre schon, dass sie auch sehen werden, dass dass die Wertentwicklungsperspektive hier gemeinsam sehr gut ist. Und dementsprechend würde es mich sehr wundern, wenn Otto da jetzt aussteigen würde, sondern die werden halt Shareholder bei Zalando, da irgendwas Hocheinstelliges wahrscheinlich dann, wenn ich das so über den Daumen peile, werden dann wahrscheinlich einer der relevanten Shareholder von Zalando. Und ich kann mir auch vorstellen, dass das da durchaus auch eine Repräsentanz dann im Aufsichtsrat gegeben sein wird, so, und dass man dann eher sagt, wir werden Teil davon. Also dafür hat sich Otto ja immer stärker geöffnet. Also hat man ja auch jetzt gesehen mit Advent zusammen Hermes voranzutreiben. Also Otto, glaube ich, hat sich ja in den letzten Jahren etwas flexibilisiert, sage ich jetzt mal, im Verhältnis zu früher, was sozusagen auch das Eingehen von Partnerschaften und Minderheitskonstellationen angeht.
Aber das heißt auch, diese These, die ich jetzt ja ein paar Mal irgendwo gelesen habe, Otto braucht Geld und muss jetzt sozusagen About You zu Geld machen, die stimmt dann nicht, weil wenn es jetzt so wäre, dann würden sie ja dann nicht drinbleiben, dann würden sie das Cash nehmen.
Ja, also ich glaube, dass jetzt ein Handelsgeschäft viel Geld braucht und natürlich auch eine Reihe von Baustellen hat, die viel Investitionen benötigen. Das ist, glaube ich, schon so. Das ist ja auch kein Geheimnis. Es wird ja auch offen kommuniziert. Aber ich glaube, die Lage ist jetzt auf gar keinen Fall so, dass man da jetzt irgendwas unter Wert weggeben würde. Das glaube ich nicht.
Also gerade kein Asset, was jetzt die Wertentwicklungsperspektive hat wie ein in Zalando eingebrachtes About You Ja, also diese klassischen Synergieeffekte, die liegen ja auf der Hand, ja, dass man da ein bisschen besser gegenüber den Marken agieren kann, dass man so ein paar Marketingfunktionen zusammenführen kann, dass man sich diesen ganzen Stab jetzt spart, wahrscheinlich bei About You, der für die Kapitalmarktseite zuständig ist. Das ist jetzt mein Verständnis. Das braucht man ja nicht mehr. Das läuft ja alles in der Zalando-Aktie. Das ist das eine. Der Zeitpunkt ist natürlich deshalb spannend, weil ja erst vor 3 Wochen der Kapitalmarkttag war von About You zum Thema Scale. Dann haben sie zum ersten Mal Zahlen veröffentlicht mit dem Ziel, viel darüber mit dem Kapitalmarkt sprechen zu können.
Also Scale ist die About You interne E-Commerce-Softwarelösung, die eine ganz andere Margenprofil hat als klassischer Handel und die, von der alle in der Vergangenheit sagten, Mensch, Scale, die helfen anderen Shops zu bauen, ähnlich wie dein Spiker ja auch, und die sollen sehr erfolgreich sein.
Genau, und dann, das wurde ja erstmal zum ersten Mal öffentlich gemacht vor, ich glaube, vor 3 Wochen war es circa, und jetzt kam der Kauf, und in der Pressemitteilung von About You heute zu der sozusagen zum Verkauf steht ja auch, dass der dass Scale ein Teil von ZEOS wird. ZEOS ist ja die Logistiksparte von Zalando, mit der sie Logistikdienstleistungen an Dritte verkaufen. Ich glaube mittlerweile auch an Unternehmen, die nicht mehr über Zalando verkaufen, sondern es ist ein Serviceunternehmen. Und dieses Servicegeschäft insbesondere hat ja verschiedene Einnahmekomponenten. Im Bereich Logistik ist jetzt die Software-Einnahmekomponente nicht so groß. Du brauchst halt irgendwie ein Lager, was du betreibst, und hast entsprechend hohe Kosten. Das Softwaregeschäft ist natürlich total spannend. Das hat ja auch Tarek erzählt bei Scale, dass sie es ja schaffen, 1% Take Rate zu erreichen bei den Unternehmen, mit denen sie da handeln. Das heißt, wenn du da so 300, 400, 500 Millionen Euro Onlineshops für große Marken betreibst, können da schon siebenstellige Take Rates rauskommen pro Jahr, was im Wesentlichen Software Take Rates sind.
Für Scale, ja.
Für Scale und jetzt natürlich für Zalando. Und Zalando hat ja noch eine deutlich bessere und tiefere Verbindung zu den großen europäischen Marken. Wie es im Ausland ist, weiß ich nicht. Wenn sie es da jetzt alleine schaffen, mal 20, 30 neue Scale-Kunden zu generieren pro Jahr, alleine darüber kann man in den nächsten 5 bis 10 Jahren die Transaktion schon bezahlen, wenn die Margen so korrekt sind, die da ausgewiesen wurden. Und das ist halt dieser Zeitpunkt, dass es so nah zusammenliegt, das finde ich halt ganz spannend. Und das ist ja, wenn man sich mal ganz so nett, nett von außen anschaut, was ist denn an diesen Unternehmen so spannend, weil die haben ja schon eine hohe Überschneidung in den Zielgruppen, eine hohe Überschneidung in den Marken, ist das eigentlich die Erweiterung, die Zalando ja auch braucht in ihrem Plattformgeschäft, um produktunabhängige Erlösströme aufzubauen? Das, was wir ja im Buch besprechen, das, was ich mit Flo Heinemann ja auch immer in den Podcasts bespreche, sozusagen. Das klingt jetzt aus meiner Sicht natürlich ein bisschen biased, weil ich ja selber auch ein Softwareanbieter bin in einer anderen Zielgruppe, als das Scale macht. Wir haben nicht so diesen Fashion-Fokus, aber Dass das so zeitlich nah beieinander liegt und das ja auch die große interne Story werden sollte jetzt von About You, das finde ich schon sehr auffällig.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes. Aber ich habe jetzt auch da bei LinkedIn schon ein bisschen rumgeguckt. Da gab es Hinweise, dass Scale dann doch nicht so wertgeschätzt wird, wie das teilweise Tarek oder andere auch gesehen haben.
Nach dem Motto: Im Börsenkurs.
Im Börsenkurs. Auch im Kaufpreis jetzt. Also jetzt in der Transaktion. Wir haben ja gerade gehört, irgendwie ungefähr eine Milliarde. Es war ja schon mal die Rede davon, dass alleine Scale irgendwie mit den SaaS-Multiples, die man da anlegen müsste, und den Umsätzen, die es da aktuell gibt, dass die schon eine halbe Milliarde oder mehr wert seien. Und dass deswegen About You schon teilweise in der alten Bewertung, also vor der Übernahme waren die ja so 500, 600 Millionen wert, da war ja schon die Rede davon, dass es eigentlich ein Quatsch ist, weil alleine Scale so viel wert sei. Und jetzt sieht man, dass es dann scheinbar doch nicht so ist. Oder Pip?
Ich bin bei Scale auch nicht ganz so bullish, ehrlich gesagt. Also was Alex sagt, stimmt glaube ich alles. Also die Option 1% des Deals. Des GMVs zu vereinnahmen oder des Revenues. Klingt natürlich spannend. Ich glaube, das Problem, was ich bei Scale sehe, ist, dass du halt fast nur über Logos, also über neue Kunden, wachsen kannst. Und dass die Kunden, die typischerweise Scale wählen, würde ich behaupten, ist so ein bisschen das Hospiz des E-Commerce, und dass die jetzt nicht mehr große, große Wachstumsraten haben. Das heißt, große ambitionierte Unternehmen, die zweistellige Wachstumsraten haben, bauen sicherlich ihre eigene E-Commerce-Infrastruktur oder benutzen Spryker, nehme ich an.
Aber das ist korrekt, das ist 100% korrekt analysiert hier. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle.
Ich habe das Gefühl, wenn man sich die Logos bei Scale anschaut, dann sind es einerseits verbundene Unternehmen aus dem Otto-Konzern, was selbstverständlich ist, muss man jetzt nicht drumherum kritisieren, und dann eben doch Marken, die vielleicht nicht mehr ganz so schnell wachsen und denen so ein bisschen IT-Kompetenz fehlt und Marketing- und Softwarekompetenz. Und von daher ist es natürlich ein Produkt, was sicherlich gut ankommt bei diesen Kunden, aber für wirklich spannende Software-Businesses brauchst du halt diese doppelte Expansion, nämlich einerseits, dass du mit neuen Kunden wächst und dann in den Kunden sozusagen eine Revenue Expansion hast, also jedes Jahr 10, 20% mehr pro Kunde verdienst. Und das sehe ich bei diesen Kunden halt nicht. Du kannst natürlich versuchen, immer tiefer so vorzudringen in die Wertschöpfung, dass du irgendwie ein bisschen Marketing noch für die mitmachst, ein bisschen Payment vielleicht, irgendwelche Kreditabfragen und so weiter, und dadurch noch mal eine Nachkommastelle Prozent mehr verdienst. Aber es ist, glaube ich, wirklich schwer, sozusagen zu expandieren auf dieser Kundenbasis. Und ich glaube, das führt einerseits dazu, dass das TME-Segment bei About You ja gerade nicht mehr wächst, ne, sagen wir, weil sie genau den Druck vom Markt, den ihre Kunden spüren, der wird quasi in das TME-Segment weitergegeben. TME ist nicht nur Scale, sondern auch Media und Enabling, also noch andere Sachen. Aber man sieht, dass dieses Segment, das mit Kunden wachsen würde oder mit Kundenumsetzung wachsen würde, gerade nicht wächst. Und ich glaube, das hätte auf einem Einzelverkauf von Scale oder des TME-Segments immer so ein bisschen gelastet. Und deswegen kann man denen jetzt nicht so 100% ein Software-Multipel rankleben, glaube ich, zumindest keins der besseren. Vielleicht kann man denen 4-mal Umsatz dafür geben oder so, aber sicherlich nicht 6- oder 8-mal Umsatz und sagen, das wird jetzt bald ein Software-Business mit 40% EBIT-Marge. So einfach ist es dann leider, glaube ich, nicht, auch wenn es prinzipiell erstmal ein spannendes Modell ist, wofür es einen Markt gibt.
Flo?
Was ich schon sehe, auch noch mal jetzt reagierend auf das, was Pip gesagt hat, dass sicherlich schon auch bei größeren Firmen, jetzt nicht unbedingt bei den Technologiekompetenten, da gebe ich dir recht, aber ich glaube schon bei den größeren, so ein bisschen die Awareness dafür steigt, dass man vielleicht doch eher eine Standard-E-Commerce-Lösung, dass die völlig ausreichend ist. Also man kann eben auch schon argumentieren, dass auch so Firmen wie jetzt ein Adidas oder so was vielleicht gar nicht unbedingt jetzt einen Eigenbau, total Riesen-IT-Team brauchen, sondern dass die eigentlich mit einer Shopify-Enterprise-Variante oder mit einer Scale-Variante eigentlich auch okay klarkommen. Und aber wenn das zutrifft, dass die Awareness eben schon dafür steigt, dass ich schon relativ viel Technologiekompetenz benötige, also Organisation, um wirklich zu profitieren von einer relativ stark Customized- oder Eigenbaulösung. Wenn sich das durchsetzt, und das zumindest jetzt mal meine subjektive Wahrnehmung, dann hast du vielleicht jetzt nicht unbedingt die innovativsten Unternehmen, aber du hast eben schon relativ große Unternehmen. Hast jetzt auch einen Harrods, du hast Manchester United, glaube ich, die jetzt gerade Scale-Kunde geworden sind, und du hast eben mehr Internationale. Und also sprich, das, was du jetzt ja vor ein paar Jahren noch hattest, dass das primär jetzt deutsche Marken waren, die darauf gegangen sind, auch ein Deichmann interessanterweise, so dass sich, wenn sich das eben international internationalisieren lässt, diese Wahrnehmung, dass du zumindest über ein paar Jahre darüber eben neue Logo-Wachstum erzielst. Ob dann die bestehenden Firmen wachsen, genau, also ob jetzt Harrods besonders innovatives E-Commerce-Unternehmen wird, das wahrscheinlich nicht. Aber dass du vielleicht dann über Internationalisierung die Chance hast, dass es da ein gewisses Wachstum gibt, rechtfertigt das jetzt ein 10-mal-ERR-Multiple? Wahrscheinlich eher nicht. Aber die Margen sind natürlich trotzdem gut. Also das ist ja das, was du auch in dem Kapitalmarkt-Review da gesehen hast. Das waren ja schon echt gute Margen, gerade im Verhältnis. Also macht es die Marge, das Margenprofil von einem Zalando besser, auf jeden Fall. Und wird es dazu führen tendenziell, dass natürlich auch das Media, dass das Retail-Media-Business, das, was ja das Zweite drin ist, was dann in der Sparte drin ist, das müsste sich natürlich eigentlich durch die verbesserte Marken— durch die verbesserte Marktposition des Unternehmens eigentlich auch noch mal verbessern. Also insofern, ich sehe das vielleicht nicht ganz so kritisch. Und das Einzige, was so ein bisschen dagegen spricht, fairerweise, oder was ich auch noch mal als relevanten Faktor sehe: Ein About You ist sicherlich für, für sozusagen größere internationale Marken weniger gefährlich, sozusagen dort auf eine Plattform draufzugehen als jetzt ein Zalando. Also ich glaube, der so dieses Argument, ich kann, es kann ja, also das jetzt ein Deichmann sozusagen eine Zalando-besessene Softwareplattform verwendet, ist ja schon noch mal so ein Stück weit absurder, ne, als das jetzt das bei einem About You der Fall ist, weil natürlich Zalando noch mal eine ganz andere Marktposition hat. Und da muss man sicherlich auch gucken, ist sozusagen die subjektiv empfundene Konkurrenz zu einem Zalando größer, als das bei einem About You der Fall war. Und dafür spricht natürlich ein bisschen was.
Oder einfach, dass vielleicht Scale demnächst rausgenommen wird, tatsächlich aus der—
genau, das spräche halt fürs Rausnehmen. Aber dagegen spricht natürlich das, was Alex ja sagte, dass Ceos ja offenbar als Heimat für Scale angekündigt wird.
Kurze Ergänzung zum Margenprofil, sagen muss man pro forma mal sagen, dass sich das ja in dem Fall sozusagen durchs EBITDA formuliert und sozusagen aktivierte Software da eine wichtige Rolle spielt, sagen wir, dass man also die Selbstentwicklung quasi aktiviert und dadurch das EBITDA-Ergebnis anders aussieht. Also ob sozusagen der Net Profit oder ob es jetzt 10 Millionen positiven Cashflow im Quartal macht, müsste man noch mal schauen. Ich glaube eher nicht. Und zu den Kunden, wie Adidas und so, aber das ist jetzt nicht super wichtig. Mein Gefühl wäre, dass die größeren Kunden im Zweifel immer gerne auf ihr System of Records setzen, und dann bei Salesforce, Adobe oder SAP landen, damit sie es dann doch alles aus einer Hand haben. Ob das richtig ist, ist eine ganz andere Frage.
Ja, das ist absolut falsch.
Trotzdem widerspreche ich dir. Hätte ich mir gedacht, dass wir da übereinstimmen.
Ein Thema, was heute Morgen hier fehlt, aber in der Runde eigentlich als Einschätzer der Situation, habe ich mit dem euch allen bekannten Sven Schmidt telefoniert, und der hat sofort gesagt, naja, aus seiner Sicht macht es deswegen Sinn, weil da Marktplatzlogiken bedient werden, Und zwar sei es halt so, dass man kann das bei Amazon sehen, dass erfolgreiche Händler mittlerweile eigentlich eher Marktplatzbetreiber sind. Und im Marktplatzgeschäft ist es halt so, es kann eigentlich nur einen geben. Bei Marktplätzen sei es ein bisschen Winner takes all. Und es war halt für beide nicht einfach, ein Marktplatz zu werden, weder für Zalando noch für Bauti. Die müssen das aber werden, um mit dem Wettbewerb von Amazon, aber vor allen Dingen mit Temu und Shein klarzukommen. Der Druck scheint da so groß zu sein, dass die jetzt vielleicht unter dem Druck gesagt haben, okay, Hey, wir machen diesen Merger vor allen Dingen auch mit dem Blick, dann einen erfolgreichen, großen, einheitlichen Marktplatz zu haben. Das habt ihr bislang noch nicht so eingeschätzt. Würdet ihr es dennoch teilen oder nicht?
Also ich teile das nicht. Also SHEIN ist mit Abstand die größte Herausforderung für beide, für About You und für Zalando. Und die sozusagen die Fähigkeiten, die SHEIN mitbringt, insbesondere in dieser, die machen ja so eine Art Factory-to-Consumer, indem sie das Warenrisiko massiv reduzieren, weil sie halt sehr, sehr eng quasi an dem verkauften Produkt erst produzieren und damit schaffen sie halt viel mehr Scoots auf die Plattform zu bringen. Das ist das eine, was diese Transaktion nicht löst. Also sie kommen quasi gar nicht auf dieses unfassbar longtailiges Business, was Shein hat. Damit finden sie keine Antwort. Und die zweite große Herausforderung, die Shein ja jetzt in den Markt bringt, unter anderem Temu auch, ist, dass sie eine App bauen und einen Kundenzugang bauen, bei dem sie nicht mehr darauf angewiesen sind, dass der Kunde außerhalb dieser App erstmal anfängt zu suchen, sondern es wird einfach quasi Interesse und Nachfrage wird über diesen massiv individualisierten Feed erzeugt. Und sowohl About You als auch Zalando sind Unternehmen, die quasi gar nicht in dieser App-First-Welt gebaut worden sind. About You ist ja noch ein bisschen jünger als Zalando, aber auf die Shein-Herausforderung ist diese Transaktion keine Antwort aus meiner Sicht.
Flo oder Pip zur Marktplatzfrage?
Ja, also ich glaube, bei der Marktplatzfrage würde ich dem schon eher zustimmen, weil es denen natürlich schon hilft, ne. Also da jetzt eine auf der Retail-Media-Seite, was ja zusammenhängt mit dem Marktplatz und sicherlich auch wahrscheinlich verbesserte Gebühren irgendwie zugunsten von Zalando durchzusetzen. Ich glaube, das ist schon, das ist schon so, weil ich meine, beim Marktplatz zählt natürlich schon Größe und beide betreiben ja einen Marktplatz und beide betreiben Retail Media. Und ich denke schon, dass ihnen das helfen wird. Und ich glaube, was Shein und Temu angeht, muss man eben mal gucken, weil ja schon, wenn man jetzt auch mit Leuten bei Google spricht und bei Meta, der Werbedruck von deren Seite hat massiv abgenommen jetzt im letzten Jahr, ne. So, das heißt, man muss jetzt auch mal schauen, was ist sozusagen im eingeschwungenen Zustand der Werbedruck, den Temu und Shein sich wirklich leisten können. Und man hat eben so ein bisschen den Eindruck, die haben erstmal rausgehauen aus allen Rohren und dann mal so ein bisschen nachgerechnet, wie ist denn eigentlich Lifetime Value und wie ist denn eigentlich Retention, den wir haben, und was ist denn eigentlich das, was wir da verdienen pro Kunde, und dann jetzt noch mal so ein bisschen nachgesteuert. Ich glaube, es wird sehr oder massiv nachgesteuert. Weil ich meine, die waren jetzt unter den 10 größten Werbespendern bei Google und Meta, glaube ich, global, wenn ich das irgendwie richtig gesehen habe. Und das war natürlich Wahnsinn. Und das ist jetzt offenbar nicht mehr der Fall. Offenbar auch, weil die ursprüngliche Annahme, was da an Retention kommt und was da an Einnahmen pro Kunde kommt, gegebenenfalls eben doch nicht ganz so gut ist. Das heißt, ich sehe das weiter so, das ist weiterhin eine massive Bedrohung, und man muss sich auf jeden Fall darauf einstellen. Aber ich glaube, so die erste total harte, überfallartige Angriff, der ist jetzt zumindest erstmal wieder so ein bisschen abgeflaut. Und ich glaube, das gibt jetzt auch Zalando und About You jetzt in Kombination schon die Zeit, ihren Marktplatz noch mal besser aufzustellen und vielleicht auch eben gemeinsam, und da hilft das natürlich schon, da hilft natürlich schon absolute Größe, ihre eigene Interpretation von dem Manufacturing-to-Consumer-Modell aufzubauen. Weil letztendlich, um glaube ich, würden wir alle vermuten, E-Commerce der Zukunft wird ja so aussehen, dass du immer eine Kombination hast aus Marktplatz, altem Handelsgeschäft, Eigenmarkengeschäft und Manufacturing-to-Consumer in irgendeiner Kombination mit einem arrondierten oder mit einem angedockten Infrastrukturgeschäft, um noch mal ein anderes, besseres Margenprofil zu haben. So, und letztendlich braucht ja jede Firma dann ihre eigene Konfiguration von diesen Elementen. Und auch das Manufacturing-to-Consumer-Modell fällt dir natürlich leichter, wenn du da einen zweistelligen Milliardenbetrag an Durchsatz hast, als es jetzt für About You alleine wäre. Der Tara hätte auf der K5 mal ein bisschen was zu gesagt, dass sie da sozusagen eine Nearshoring-Variante von wählen wollen, also nicht mit chinesischen Manufacturern, sondern eher mit portugiesischen und türkischen, und da versuchen wollen, auch mit einem anderen Nachhaltigkeitsanspruch ein Manufacturing-to-Consumer-Modell aufzubauen. Das fällt dir natürlich in der Kombination vermutlich leichter.
Also ich würde Sven und Flo sozusagen bei der Plattform-Theorie recht geben. Ich glaube, da gibt es auch nichts hinzuzufügen. Was Shein und Temu angeht, würde ich sagen, das war ganz klar die große Herausforderung der letzten 2 Jahre und die wird in Zukunft tendenziell kleiner, würde ich behaupten. Das sieht man, also einerseits kann man das, glaube ich, daraus schließen, dass sowohl About You als Zalando ja im letzten Jahr langsam wieder anfangen zu wachsen. Das ist so ein bisschen, glaube ich, Marktdynamik, aber ein bisschen ist auch der abnehmende Druck von Shein und Temu, den Florian gerade gut beschrieben hat. Da sieht man eigentlich auch sozusagen outside-in, kann man das ganz gut sehen. Dass die Webseiten, die Google-Trends-Nachfrage und so weiter nach Temu und Shein sinkt. Ich glaube, Shein hat den Zeitpunkt für ein IPO verpasst. Also die werden mit relativ schlechten Zahlen jetzt dieses Jahr an die Börse gehen müssen. Man hat ja versucht, das letztes Jahr schon an die Börse loszuwerden. Das hat nicht geklappt, weil es in den USA nicht an die Börse gehen konnte. Deswegen wird es jetzt in London an die Börse gehen, aber so spät, dass man wahrscheinlich die 2024er Zahlen zeigen muss, und die werden nicht gut aussehen, bin ich mir relativ sicher. Also das Wachstum wird irgendwie vielleicht noch bei 20% liegen, aber mehr deutlich drüber. Und Temu hat eigentlich das gleiche Problem, dass sie nur noch international durch die Öffnung neuer Märkte wachsen und in den Märkten eigentlich auch überall stagnieren oder nur sehr langsam wachsen. Deswegen, das, also das ist kein Grund, sich zu entspannen oder zurückzulehnen, glaube ich, für die deutschen Player. Also natürlich kommt der Druck weiter nach China, und das sind die Modelle, sind per se erstmal effizienter und sinnvoll. Aber ich glaube, sozusagen der massive Angriff, der ist jetzt wirklich so, zumindest hat sich das so ein bisschen moderiert, glaube Müssen wir uns jetzt massiv Sorgen machen hier in Hamburg um Arbeitsplätze?
Also ich sitze ja hier und kenne zahlreiche Menschen, die bei About You hier in Hamburg arbeiten. Wird es davon in Zukunft deutlich weniger geben?
Na ja, hier in deinem Dokument steht ja schon was von 100 Millionen Euro Synergieeffekten pro Jahr. Die müssen ja irgendwo herkommen. Viele dieser Synergieeffekte werden wahrscheinlich aus Gehältern kommen. Einiges werden vielleicht bessere Einkaufskonditionen sein. Nein, ich bin der Meinung, dass man wahrscheinlich diese Kapitalmarkt-Reporting-Sparte spart. Das sind ja schon viele Leute, die da arbeiten. Das wird dann bei Zalando zusammengeführt. Davon arbeiten wahrscheinlich auch einige. Aber dadurch, dass ja beide Unternehmen ja noch separat laufen lassen, wird das zumindest nicht kurzfristig passieren. Und es ist ja noch ein bisschen offen, wie man sich da zum Thema Marken aufstellt, ob es einen bestimmten Markenfokus dann eher bei About You gibt. Die wollen ja beide wachsen, diese Unternehmen. Ist ja nicht so, dass die jetzt irgendwie sich einmal konsolidieren, auf der gleichen Ebene weiter wachsen. Also wir werden ja auch weiter wachsen, aber effizient wachsen. Und sie brechen ja nicht runter, woher diese Synergieeffekte am Ende kommen. Aber es wird sicherlich sozusagen die eine oder andere Stelle nicht mehr notwendig sein.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso- Im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingscafés entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes, und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch. Seht ihr das wahrscheinlich ähnlich, oder?
Ja, also mein Gefühl wäre jetzt schon, da, da, da, ich weiß gar nicht, ob die primäre Quelle jetzt Personalkosten sein werden. Also gerade baut Hughes ja sehr schlank auch aufgestellt, was Entwickler angeht. Haben glaube ich 150 oder 180 Entwickler, also echt nicht viel im Verhältnis auch zum Zalando. Viele von denen kümmern sich auch um Scale, das wird man ja nicht abbauen. Genau, also ich glaube, auf der AR-Perspektive schon. Meine Vermutung wäre schon gewesen, dass Einkaufskonditionen und sowas wie Payment, dass das vermutlich die Kernquelle, Hauptquelle ist. Aber das müsste man sich wahrscheinlich auch noch mal ein bisschen genauer angucken. Aber ich würde mir jetzt ehrlicherweise um Arbeitsplätze keine großen Sorgen machen. Es ist natürlich nur sozusagen, was schon Thema wird, wenn man sozusagen eine Abstraktionsebene höher geht, geht. Das sind natürlich schon recht unterschiedliche Unternehmenskulturen, hätte ich jetzt mal so von außen. Also ich war ja bei beiden auch mal so ein bisschen drin, so insofern.
Also das eine hast du ja mit aufgebaut, Zalando, das andere hast du auch mal.
Das war nach Krieg, sage ich jetzt mal, ne. Also das irgendwie auch jetzt 12 Jahre her. Und beim anderen war ich im Beirat. Genau, es ist natürlich schon, sind etwas, glaube ich, schon in der Wahrnehmung etwas andere Kulturen. Und da muss man, glaube ich, auch gucken, was ist sozusagen das neue Führungsmodell? Und also Zalando ist sicherlich da schon etwas weiter fortgeschritten hin zu einem etablierten Unternehmen mit der ganzen Entwicklung, als das ein About You ist. Ohne das jetzt zu bewerten, ist das sicherlich schon einen Ticken anders. Ich glaube schon, dass sozusagen die handelnden Personen, die kenne ich ja eigentlich alle ganz gut, dass sie glaube ich schon gut miteinander auskommen werden. Das ist glaube ich schon okay, aber trotzdem muss man eben gucken, wie konfiguriert sich das jetzt und wer hat da, wird da welche Rolle haben? Übernimmt jetzt da Tarek sozusagen die Konsumentenseite auf Zalando dann mit und so, ne? Es wird Betz jetzt der Ober-ITler von insgesamt Zalando und so. Also ich glaube, das sind ja schon ein paar ganz interessante Fragen, woraus sich dann letztendlich wahrscheinlich auch ergeben wird, wie ist so ein Unternehmen dann in Zukunft aufgestellt?
Ich glaube, es ist denn, meinst du denn, dass Tarek langfristig an Bord bleibt?
Musst du Tarek fragen. Ja, der ist ja noch jung. Also Bürgermeister von Hamburg kann er, glaube ich, auch immer noch werden. Also ich glaube, da ist noch ein bisschen Zeit. Da wird es ja wahrscheinlich dann auch den einen oder anderen Wechsel geben die nächsten 10, 20 Jahre. Da gibt es genügend Möglichkeiten, wo er noch reingrätschen kann auf der Seite. Also meine Vermutung wäre schon, dass auch die klare Erwartungshaltung auf Vereinbarungen sein wird, dass das zumindest jetzt mal auch Tarek und der Sebastian Betz müssen ja dabei bleiben. Es geht ja erst mal gar nicht anders. Ich meine, Vermutung wäre auch, dass ein Hannes Wiese, also dass da auf jeden Fall für einen 2-, 3-Jahreszeitraum vereinbart ist, dass sie da auf jeden Fall an Bord sein werden. Und da muss man halt mal gucken.
Ja, was denkst du?
Ja, ich glaube, dass in Hamburg gar nicht so viele Arbeitsplätze wegfallen werden. Also die Investor Relations Abteilung ganz Vermutlich würde ich sagen, dass da konsolidiert wird. Das macht ja einfach Sinn und vielleicht ein paar Gemeinfunktionen. Ich glaube, ein Großteil der Synergien wird einfach in der Fläche, sprich in der Logistik, passieren. Ist ganz interessant. About You macht tatsächlich doppelt so viel Rohertrag pro Mitarbeiter wie Zalando. Das liegt ein bisschen daran, glaube ich, dass sie die Logistik eben outsourcen und das dann durch Kontraktfirmen machen lassen. Aber man kann jetzt nicht About You vorwerfen, dass sie der ineffiziente Teil dieser neuen Unternehmung seien. Werden. Wie gesagt, doppelt so viel Rohertrag pro Mitarbeiterin. Und wie gesagt, in der Logistik glaube ich, kann man viel sparen. Ich glaube auch, dass— ich hielt es sogar für schlau, nicht gemeinsam einzukaufen, sondern das Sortiment zumindest, also Teile des Sortiments unabhängig voneinander zu bestimmen. Man kann vielleicht trotzdem irgendwie hier und da bessere Konditionen durchdrücken, da wo man gemeinsam einkaufen kann, und kann natürlich auch die Verfügbarkeitssituation besser steuern, wenn man auf gemeinsames Inventar zugreift. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man den Einkauf zumindest eine Zeit lang noch unabhängig voneinander macht, oder hielte das vielleicht sogar auch für sinnvoll, weil die Sortimente ja doch nicht deckungsgleich sind und man eine gewisse Identität noch in jedem Unternehmen braucht. Deswegen würde ich glauben, dass es Hamburg jetzt gar nicht so hart trifft, ehrlich gesagt.
Also dann summa summarum, ich schließe so ein bisschen ab: Ein guter Tag für die deutsche Digitalwirtschaft, ein solider Tag auch trotz allem für den Standort Hamburg. Und das Leben von Tarek und den Kollegen dort wird sich nahezu ähnlich weiter fortsetzen könnten. Also noch noch kein Eingriff in die Bürgermeisterwahl in wenigen Wochen.
Ich werde sogar weitergehen. Ich glaube, es ist sozusagen das ist der Auftakt für eine neue Eco-Mers-Rallye in den nächsten fünf Jahren. Also wenn du ein Teil von dem stimmt, was Pip gerade gesagt hat, Sushi und Temu, meine Daten sozusagen sind stimme ich ja nicht ganz so optimistisch. Dann sozusagen werden wir zurückblicken in fünf Jahren hier in den nächsten Emergency Podcasts. Sagen, da hat es angefangen, da ist wieder richtig losgegangen.
Also ich war, also wenn ich jetzt Robert Gens wäre und Tarek zusammen, die müssen sich das jetzt ja in Zukunft gemeinsam überlegen, also ich würde mir jetzt noch ASOS kaufen, ja, wenn ich die wäre. Okay, weil die haben es beide nicht geschafft, vernünftig in UK unterwegs zu sein. ASOS liegt am Boden, ich meine, die machen, wir sind 300 Millionen auch glaube ich wert, sowas an der Kante, also wirklich finster, und haben ja wirklich eine gute Marktposition in UK. Dem Konsumenten ist ja egal, was der Börsenkurs ist. Die wollen einfach nur vernünftige Mode haben. Und da hast du sofort eine sehr gute Position im UK-Markt. Du hast mit Bestseller schon gemeinsamen Shareholder, der ist überall dabei. Der Anders Paulsen ist ja sozusagen das verbindende Element zwischen ASOS, About You und Zalando. Mit allen der handelnden Personen sehr gut bekannt. Also wenn ich Anders Paulsen wäre, würde ich sagen, so Jungs, jetzt bitte den Vollzug auch noch in Richtung UK. Und das würde ich zumindest mir sehr gut überlegen. Aber es wäre spannend, weil Zalando hat ja eigentlich seine Kriegskasse vorher nur sehr rudimentär genutzt. Also mit HiSociety war glaube ich der größte Einkauf, wo man sagen kann, okay, also HiSociety ist eine super Firma, aber das ist jetzt kein mutiger Schritt irgendwie, ehrlicherweise bei der Größenordnung von Zalando. Das ist jetzt schon eine Ecke mutiger. Und ich finde jetzt mit ASOS, das wäre eigentlich noch mal Also eigentlich müsste man die Gelegenheit nutzen, aber gut, wir werden sehen. Ich habe ja keinerlei Einflussmöglichkeiten, insofern mal schauen.
Du warst bei der Weihnachtsfeier vor Ort und es ist dir nicht klar gewesen, dass jetzt sowas passiert?
Nein, das war vor 3 Tagen, ich habe es nicht verstanden. Also genau, also genau, es müssen da ja ein paar Leute gewusst haben, ehrlicherweise, aber die haben alle— also sowas verkündest du ja nicht innerhalb von 3 Tagen oder bereitest ja nicht in 3 Tagen vor, das ist ja ein monatelanges Projekt. Aber genau, also diesmal haben sie wirklich dicht gehalten.
Pip, noch ein Abschlussgedanke?
Ja, also positiv gesehen würde ich es auch sagen, der Vorteil ist sozusagen, dass das weiterhin in deutscher Hand bleibt und Deutsche sich sozusagen daran an der Börse beteiligen können. Ich bin vorher nicht dazu gekommen, als ich dann über die Alternativen gesprochen habe, weil ich bin mir relativ sicher, dass im Hintergrund natürlich zum Beispiel Private-Equity-Player versucht haben, zusammen mit Ansgar Heuchpausen, also der Bestsellergruppe, deren ASOS Zalando und About You investiert war, versucht haben, den Markt zu konsolidieren. Ich glaube, das war eben schwer wegen der Mehrheitsverhältnisse bei About You zum Beispiel, weil die Otto-Gruppe so stark war dort. Aber ich bin mir relativ sicher, dass irgendwie CVC, Apollo, Bain und so weiter, Apex ständig antichambriert haben in Dänemark bei Pausen und versucht haben, die Firma vom Markt zu nehmen. Also weil About You zuletzt wirklich so günstig war. Florian sagt vollkommen zu Recht, Asos ist glaube ich gerade mit einem Achtel des Umsatzes bewertet. About You war bei ungefähr einem Drittel des Umsatzes vor diesem Angebot. Das ist schon relativ günstig, wenn du glaubst, dass du das Fulfillment zusammenlegen kannst und hast dann quasi einfach ein paar Storefronts, die du effizient betreibst. Dann kannst du, glaube ich, eine sehr, sehr mächtige europäische Modegruppe bauen. Und vielleicht sogar, es gibt ja in den USA nicht wirklich große Fashion Player, wenn du so möchtest. Es gibt Revolve, die mit zweieinhalb Mal Umsatz bewertet sind, also dann deutlich mehr als Zalando, und also mehr als das Doppelte als ein Zalando oder Baojiu. Von daher ist das, glaube ich, ein spannendes Setup und bringt wirklich neue Dynamik in den Markt und neue Fantasie.
Und ich finde, die Zalando-Aktie ist ja trotzdem erstmal runtergegangen heute. Würdest du jetzt, du bist ja von allen hin der am allertiefsten in Aktienfrage drin ist, jetzt investieren bei Zalando?
Ja, das soll kein Investment Advice sein, also, aber ich war vorher sozusagen mit einer kleinen Position in Baojiu investiert, so, das freut mich natürlich jetzt. Ich glaube, dass Zalando nach der Transaktion besser dasteht. Ich glaube, die Transaktion wäre vorher nicht so einfach möglich gewesen. Ich glaube, also Zalando hat zweieinhalb Milliarden Cash, glaube ich, aber trotzdem zahlt man das aus dem Cash. Du musst ja trotzdem dein Sortiment vorfinanzieren und so weiter. Das heißt, vielleicht auch Financiers für die Transaktion zu finden, wäre gar nicht so einfach gewesen, sowohl für Private-Equity-Player als auch für Zalando, weil du kaufst ja hier ein noch unprofitables Unternehmen, oder sagen wir, was zwar positiven Cashflow macht, aber jetzt auch nicht klar ist, dass sie die Transaktion selber tragen können. Man könnte darauf wetten, zum Beispiel, ob ASOS tatsächlich in nächster Zeit übernommen wird. Vielleicht möchte man dem Markt aber auch erstmal zeigen, dass man so eine Transaktion hier verdauen kann, bevor man das nächste kauft. Ich weiß nicht, wie aggressiv das Zalando-Management da ist, aber ich würde sagen, Zalando steht heute besser da als vor 3 Monaten.
Aber ihr habt den Tipp rausgehört, also der Pip sagt irgendwie eigentlich gar nicht unbedingt Zalando kaufen, sondern entsprechend dem, was Florian gesagt hat, eher jetzt ASOS kaufen und darauf spekulieren, dass Florian recht hat. Das könnte sich kurzfristig lohnen, wenn das nämlich so kommt. Also insofern Es waren auch ein paar Investmenthinweise drin. Wir geben, wir machen ja keine Anlageberatung, ganz klar und schon häufig erwähnt, aber ein paar Gedanken kapitalmarktseitig sollen erlaubt sein, wenn auch nur sehr aus der Ferne und ohne Anspruch auf irgendwie, dass das Geld auch wirklich mehr wird. Aber interessant war es, finde ich, allemal. Vielen, vielen Dank, dass ihr euch hier irgendwie kurz dazu geschaltet habt, irgendwie 40 Minuten kompakt hier auf die Nachricht des Tages reagiert. Jetzt mal gucken, wann Tarek auf meine WhatsApp Wie es dann weitergeht. Vielen, vielen Dank.
Der hat gerade Taunhäuser, glaube ich.
Beantwortet gerade ein paar Fragen zum Standort Hamburg und seiner Bürgermeisterwahl.
Genau, 2032. Genau. Alles klar, Männer. Vielen, vielen Dank. Ansonsten der Hinweis, wer mehr von euch hören möchte, es gibt ja zahlreiche Podcasts, den Manzli Heine, den Weimarkassenzone, den Doppelgänger-Podcast, wo das sicherlich, ich nehme an, am Samstag in der Folge Thema sein dürfte. Ihr habt ja heute auch die letzte Folge wahrscheinlich auch ohne die News dort gehabt.
Leider, ja.
Insofern dann alles Weitere in der Tiefe am Samstag. Dabei, Doppelgänger. Vielen, vielen Dank. Ciao, ciao.
Danke auch.
Ein Thema, das im Podcast immer wieder aufkommt: In Europa denken wir oft, wir müssten uns entscheiden. Wollen wir die schnellste, beste Technik aus Übersee oder den sicheren Datenschutz aus der Heimat? Entweder Qualität oder Compliance. Umso erfreulicher aber, dass der Weltmarktführer für KI-Voice-Agenten direkt hier aus Europa kommt. Hört selbst.
Hey, ich bin ein ElevenLabs Agent. Wir sind nicht nur eine europäische Lösung, wir sind das weltweit leistungsfähigste System für autonome KI-Sprachagenten. Wir bieten die realistischsten Stimmen und die intelligentesten Modelle. Bei uns bekommt ihr keine europäische Alternative, sondern den globalen Goldstandard.
Du sagst also, mit ElevenLabs muss ich keinen Kompromiss eingehen?
Genauso ist es. Du musst keine Qualität opfern, um sicher zu sein. Unsere Agents werden komplett in der EU gehostet und sind DSGVO-konform und für Enterprises gemacht. Wir verbinden uns per API mit euren Systemen und lösen Probleme am Telefon oder im Chat in Millisekunden.
Und Folgendes spricht ebenfalls für sich: Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut setzen bereits auf den Weltmarktführer für KI-Kundeninteraktion, auch Auch Bertelsmann und Freenet vertrauen auf ElevenLabs. Also hol dir das Beste aus beiden Welten: weltweite Spitzentechnologie und europäische Sicherheit. Starte jetzt auf elevenlabs.io/omr. Und auch meine Stimme wurde übrigens mit ElevenLabs erstellt. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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