SpaceX: Pip Klöckner und Noah Leidinger entschlüsseln den Mega-IPO (#913)
10 Jun 2026 · 67 min
Pip Klöckner and Noah Leidinger break down SpaceX's planned IPO in mid-June 2026 at a €1.8 trillion valuation. Elon Musk keeps 88-90% voting power through a special share class while selling equity, and SpaceX holds roughly 18-20k Bitcoin. Former Twitter investors like Fidelity and Andreessen Horowitz transferred debt from X and XAI to SpaceX and stand to profit from the offering.
Chapters
Anfang Juni 2026, es kommt der größte Börsengang der Wirtschaftsgeschichte. Die Rede ist natürlich von SpaceX. Am 12. Juni soll es soweit sein. Und für uns war das Grund, eine Konzeptfolge zu machen mit unserem Stammgast, dem Philipp Pip Klöckner aus dem Doppelgänger-Podcast, dessen YouTube-Video von seiner KI-Präsentation beim OMR Festival mittlerweile, glaube ich, 300.000 Views hat, als auch unserem hauseigenen Experten, dem Noah Leidinger vom Ohne Aktien wird schwer Podcast, der sich jeden Tag dezidiert mit Aktien und Digitalfirmen auseinandersetzt. Also zwei wirklich kompetente Gäste und entsprechend haben wir versucht, all die Fragen, die mit dem Börsengang in Verbindung stehen, zu diskutieren. Wie fair ist die Bewertung? Wie ist die Implikation auf den Bitcoin-Kurs? Was für Firmen gehören mittlerweile überhaupt alle zu SpaceX mit dazu? Welche Rolle spielt der Mega-Deal, den sie kürzlich mit Google gemacht haben? Bis hin zu etwas weiter entfernten Fragen: Wie bereichern sich möglicherweise gerade US-Beamte, die selber schon SpaceX-Shareholder sind, an diesem Börsengang. Also alles drin im großen SpaceX-Paket.
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Vielen Dank für die Einladung.
Moin moin! Also steigen wir direkt mal so richtig plakativ rein. Geht der Bitcoin-Kurs wirklich runter wegen SpaceX?
Ist das so, Pip?
Ich glaube, der Bitcoin-Kurs leidet viel mehr unter Prediction Markets, also weil zumindest ein Teil der Krypto-In-Anführungsstrichen-Anleger, glaube ich, zumindest ein Spekulationsmotiv haben. Also ich will das nicht allen unterstellen, aber ich glaube, eine große Menge spekuliert einfach mit Krypto, und ich glaube, die verlagern das Zocken so ein bisschen in die Prediction Markets rein, also Plattformen wie Polymarket oder Cultured auf Coinbase Robinhood.
Also die These mit SpaceX ist ja so, dass man vermutet, ganz viele auch Zocker würden jetzt Bitcoin alle verkaufen und würden ihr Cash aufbewahren, um dann schnell mit SpaceX zocken zu können, sozusagen.
Das ist bestimmt trotzdem auch wahr, würde ich sagen. Also dass prinzipiell dem Markt Liquidität entzogen wird, also dass man andere Aktien oder auch Bitcoins verkauft, um jetzt beim IPO mitmachen zu können, das glaube ich stimmt tendenziell schon.
Ist denn die Bewertung, auf die wir da jetzt alle gucken, irgendwie irgendwas, wo man selbst als Zocker Spaß dran haben kann. Nur glaubst du, dass das, also hast du es mal überlegt für dich?
Ich habe es für mich nicht überlegt, weil ich auch eher langweiliger Investor bin. Ich glaube, als Zocker muss es gar nicht so irrational sein. Also man kann einfach sagen, alles was Elon Musk an der Börse macht, hat so einen Riesenschwung an Fans von ihm, die da reingehen wollen und die beim IPO nicht alle reinkommen werden vielleicht. Dann gibt es einen Pop um 20% und dann gehe ich wieder raus. Also das kann so rein aus Zockerei schon ein rationaler Trade sein. Ich glaube, wenn man auf die Bewertung guckt und sich fragt, ist es jetzt fundamental basiert, ist es sehr schwer, das zu verargumentieren. Muss man sehr große Visionen aufmachen. Wenn wir noch ein bisschen drüber sprechen. Ich glaube, man muss irgendwie glauben, dass SpaceX einerseits im KI-Bereich so viel wert ist wie Anthropic und OpenAI und dann so viel wert ist wie die 2 größten Telco-Giganten. Und dann kommt nochmal ein Riesen-Space-Business on top. Und dann kommt man auf die Bewertung erst. Also Anthropic, gut, wenn er genauso viel wert ist wie bei Anthropic, ist er vielleicht bei 1500 Milliarden. Dann nochmal 400 Milliarden die zwei größten Telcos der Welt, dann kommt man irgendwo in die Range. Also man muss schon wirklich glauben, dass da ein gigantisches Business entsteht, das aktuell noch gar nicht da ist.
Und siehst du das, Klaus?
Ja, würde ich fast eins zu eins unterschreiben. Also es ist nach keinen sinnvollen Maßstäben irgendwie unterschreibbar, die Bewertung. Also 1,8 Billionen sollen das ja sein. SpaceX macht so 19 Milliarden Umsatz, 5 Milliarden Verlust dabei. Und was viel problematischer ist, es wächst total langsam. Keins dieser Businesses wächst noch wirklich schnell. Das Starlink-Business ist das Spannendste, das, was man durchaus als erfolgreich oder sehr erfolgreich bezeichnen kann, was auch letztes Jahr noch mit 50% gewachsen ist, aber inzwischen auch langsamer wächst. Insgesamt wächst, glaube ich, mit 15, 16% die Firma. Also es ist gar keine— vielleicht ist es bestimmt eine Tech-Company, aber es ist keine Wachstumsfirma im Moment. Und die Frage ist, wo soll die Beschleunigung herkommen? Die AI-Sparte wächst mit 12,5%, also es ist das mit Abstand schlechteste KI-Labor, selbst im Vergleich zu chinesischen Unternehmen oder Mistral wahrscheinlich sogar erfolgreicher. Insofern ist die Bewertung nicht nachvollziehbar und trotzdem kann man aber drauf spekulieren. Eine Reporterin von The Verge hat das neulich die Endstufe des kapitalistischen Nihilismus oder so genannt. Das ist einfach alles egal. Es geht nur um Narrative. Die Leute, die investieren, glauben, entweder sind sie vielleicht gar nicht so financially literate, also verstehen die Zahlen gar nicht, und andere setzen wiederum darauf, dass Leute die Zahlen nicht verstehen und es trotzdem hochtreiben, glaube ich. Also ich habe vor einem Vorgespräch so ein bisschen überlegt, was bringt denn institutionellen, also einen schlauen, begabten Investor, dazu, jetzt in den Börsengang zu investieren. Und das Einzige, worauf du spekulieren kannst, ist, dass die Retail-Anleger irgendwie so wie Tesla das wieder unabhängig von allen Fakten einfach quasi sehr hoch bewerten, würde ich sagen.
Wie ist denn da die Situation? Es gab doch auch verschiedene Diskussionen darüber, wie jetzt genau dieser IPO stattfindet, also was oder wer da jetzt zeichnen muss, dass bestimmte Fonds oder ETFs sozusagen auch SpaceX in ihrem Portfolio haben müssen. Um sozusagen bestimmte Branchen dann sauber abzubilden, dass da so Regularien ja sogar verändert wurden. Wie ist aktuell die Lage?
Es gab ja den großen Kampf, erstmal die Frage, wo geht SpaceX an die Börse? Und jede Börse will natürlich so einen Riesenbörsengang für sich haben. Und dann gibt es eigentlich immer das Battle New Yorker Börse und Nasdaq-Börse. Und Nasdaq hat eigentlich eine Regulierung im bekannten Nasdaq-100-Index, also dieser große Tech-Index, wo auch viele ETFs reingehen. Und da gibt es eigentlich Regulierung, wenn du zu wenig Free Float hast, also zu wenig Aktien von deinem Gesamtpaket handelbar sind. Darfst du nicht rein. Und das haben sie jetzt extra für SpaceX geändert, dass SpaceX jetzt doch und auch sofort in den Index kann. Und deswegen ist SpaceX dann auch zur Nasdaq-Börse gegangen. Und das führt jetzt erstmal dazu, dass natürlich die ganzen Nasdaq-ETFs nach paar Tagen die Aktie kaufen müssen. Und da fließen jetzt wahrscheinlich so 5 bis 10 Milliarden schon mal einfach rein. Und die müssen da rein, die können nicht entscheiden, das ist uns zu teuer, sondern die fließen automatisch rein, weil sie ihren Anlegern das Versprechen gegeben haben, alles was bei uns in der Börse ist, ist drin. Sie sagen sozusagen, wir bilden den Markt ab, SpaceX ist Teil des Marktes. Und früher hatten wir Regularien gegen Firmen, die mit nur so einem kleinen Anteil rausgehen. Aber das ändern wir jetzt, weil SpaceX so relevant ist, dass wir sie drin haben wollen. Und ein anderer großer Indexanbieter, da gab es die Überlegung auch bei S&P, und das ist eigentlich der größte ETF und der größte Index, S&P 500. Und die haben auch überlegt, ob sie Regularien anpassen, einerseits auf Free Float, und andererseits muss man dort auch profitabel sein beim S&P 500, damit man rein darf. Und SpaceX ist eben nicht profitabel. Und die haben sich aber letzte Woche dagegen entschieden. Und das ist fast die größere Entscheidung, da wären instant 14 Milliarden circa reingeflossen. Und vor allem, wenn SpaceX jetzt Also aktuell ist es so, die Bestandsinvestoren dürfen noch nicht verkaufen. Der Großteil ist noch gelockt, nennt man das. Und das heißt, in so 5, 6 Monaten und im Jahr können die immer mehr verkaufen. Und das heißt, wenn jetzt SpaceX 2000 Milliarden wert ist, dann werden sie in ein paar Monaten vielleicht 1000 Milliarden Free Float sein. Und wenn das auf dem Niveau ist und die im S&P 500 gewesen wären, hätten da über 100 Milliarden reingeflossen alleine von den ganzen ETFs.
Aber das kommt jetzt nicht.
Das kommt jetzt erstmal nicht.
Okay, und wie wurde die Entscheidung aufgenommen? Also ich hatte das so ein bisschen als positiv, dass auch Leute gesagt haben, Respekt vor dem Rückgrat von S&P, dass die das nicht mitmachen.
Glaube ich auch. Im Zweifel ist S&P so ein bisschen die ältere und wertvollere Brand wahrscheinlich und verwaltet auch mehr Geld. Und für die Integrität der Märkte ist das eigentlich ein gutes Zeichen, würde ich sagen. Und es ist vielleicht sogar sinnvoll, weil Leute, die jetzt breit investieren wollen in amerikanische Titel oder Tech-Titel, Aber zum Beispiel diese vielleicht übertriebenen Bewertungen von SpaceX oder den KI-Unternehmen nicht mitgehen wollen, die können jetzt sozusagen weiterhin sicher in den S&P 500 investieren und gehen dann diese Börsengänge erstmal nicht automatisiert mit.
Es hat aber auch einen Nachteil, sozusagen, wenn du jetzt, wenn es jetzt sofort drin wäre, dann würden sie jetzt mit so 14 Milliarden müssen sie reingehen, weil eben nur 5% der Aktien frei handelbar sind. Wenn wir jetzt sagen, wir gucken 2 Jahre in die Zukunft, fast alle Aktien sind frei handelbar, Und SpaceX ist dann profitabel, kommt doch in den Index und muss halt S&P 500 ab dem Punkt sofort reingehen mit über 100 Milliarden.
Also müssen sie nachkaufen.
Das heißt, es führt dann an dem Punkt zu einer massiven Nachfrage, viel größer als jetzt. Und jetzt wäre es eher stückweise. Also es hat schon auch einen Nachteil.
Es ist eine Wette. Am Ende schließen sie auch eine Wette ab und werden ja bei der Entscheidung, ob sie es machen oder nicht, auch auf die Kursentwicklung irgendwie geguckt haben oder gewettet haben.
Ich glaube, sie haben eher auf ihre Marke geguckt, dass sie sagen, wir wollen die stabile Marke sein. Wir wollen jetzt nicht das Signal nach außen geben, wir gehen jetzt nach der Fahne von Elon Musk und passen für ihn alles an, wie es die anderen gemacht haben. Ich glaube, das war eher das Kalkül. Ich glaube nicht, dass die jetzt überlegt haben, wie entwickelt sich unser Index besser.
Okay, aber ihr habt es gerade schon ein bisschen durchklingen lassen. Was ich erstaunlich finde, wir reden jetzt von großem Börsengang, aber es geht ja nur ein kleiner Teil eigentlich der Firma an die Börse. Das muss man ja auch noch mal vielleicht erklären. Wie viel genau und wie ist da die Planung?
Also es werden so rund etwas weniger als 5% der Firma gehandelt.
Das ist etwas extrem Weniges.
Das ist aber bei, also man muss dazu verstehen, der Börsenkurs oder die Bewertung einer Firma wird immer nur auf einen kleinen Teil der Aktien gemacht. Der Free Float, also sogenannte Free Float, das sind die Aktien, die auch wirklich an der Börse handelbar wären, theoretisch. Das liegt so in der Regel zwischen 5 und vielleicht 60%. In der Regel ist es ganz oft so, dass 40% bei alten Inhabern oder institutionellen Investoren sind. Und daraus, aus diesem, aus dem Kurs des Free Float, rechnet man die Gesamtbewertung quasi hoch. Das heißt, insofern ist das erstmal normal. Dass dann aber nur 5% quasi handelbar sind bei einem Börsengang, das ist schon erstaunlich niedrig, und das macht die macht die Aktie halt eng quasi. Also es gibt zumindest anfangs sehr wenig Angebot und gleichzeitig aber viele Nachfrage von Leuten, die das vielleicht kaufen wollen, um an dem nächsten großen Ding von Elon Musk zu partizipieren. Und diese relativ, also diese relativ starke Nachfrage trifft dann auf ein vermeintlich zu kleines Angebot, dass man dann so ein bisschen künstlich verknappt dadurch. Und das könnte theoretisch dann zu einem, zu so einem Pop am ersten Tag kommen, wobei Elon Musk gesagt, dass er den Retail-Anlegern auch im Vorhinein schon 20, 25% am IPO einräumen will, was auch relativ untypisch ist. Normalerweise lässt man die Retail-Anleger, also die Kleinanleger, so ein bisschen verrecken, weil man weiß, die kaufen eher am ersten Tag, egal wie der Kurs ist, und die sind eigentlich verantwortlich für diesen Anstieg am ersten Tag. Deswegen gibt man denen fast mit Absicht nicht so viele Aktien am Anfang. Aber jetzt muss man selber deuten, glaubt man, dass Elon Musk irgendwie ein Herz für Retail-Anleger hat, oder war sich vielleicht auch sicher, dass das bei institutionellen, also großen Banken, Anlegern und so gar nicht platzieren konnte. Die 75 Milliarden entspricht das ja, diese 5%, ne? Wenn man von 1,8 Billionen ausgeht, dann sind 5% davon rund 75 Milliarden, die er jetzt einsammeln wird, und die muss man erstmal platzieren. Das ist so viel wie die, ich glaube, die Börsengänge der letzten 3 Jahre insgesamt eingespielt haben, mit einem einzigen Börsengang.
Also das heißt, obwohl es nur so wenig ist, ist es wahnsinnig viel Geld in absoluten Zahlen gesehen. Und trotzdem muss man sich ja fragen, warum machen die das? Also so jetzt sozusagen 5% zu floaten, du hast ja ganz andere Auflagen, auch wenn du nur so wenig an die Öffentlichkeit rausgibst, ist es ja dann eine andere Firma als vorher. Du musst halt anders reporten, du hast halt eine ganz andere Art von Auflagen wegen vergleichsweise nur wenigen Prozenten.
Ja, also die Transparenz ist bestimmt schädlich für Elon Musk, also das freut ihn sicherlich nicht, aber er hat den Kapitalbedarf. Also meine Interpretation war, dass er SpaceX mit XAI und X gemerged hat, um xAI zu retten. Ich glaube, xAI wäre nicht weiter finanzierbar gewesen, weil es unter einer Milliarde Umsatz gemacht hat mit KI-Lösungen, aber unheimlich viel schon investiert hat und zugesagt hat in Investitionsversprechen. Gleichzeitig wurde es am Markt eigentlich nicht angenommen. Egal was man jetzt von Elon Musk hält, kann man sagen, dass zu wenig Leute Grok nutzen. Für Unternehmen ist es gar keine Lösung in der Regel. Und dadurch hat xAI nicht mehr den Traction oder Umsatz oder gar Profitabilität gehabt, um weiter finanzierbar zu sein. Und zwar schon hoch verschuldet, um die ganzen Datacenter zu bauen. Das heißt, er hätte jetzt entweder diese Firma abschreiben müssen oder sie retten, indem man sie mit einer größeren Firma verschmilzt. Deswegen hat er sie mit der zu dem Zeitpunkt profitablen SpaceX, die mit Starlink ein super Geschäftsmodell hatte, mit dem Space-Launch-Business auch. Und durch die Verschmelzung konnte man quasi die Mutter SpaceX nutzen, um xAI durchzufinanzieren für eine gewisse Zeit. Aber da xAI so wahrscheinlich zwischen 10 und 15 Milliarden Verlust macht im Jahr, würde ich schätzen, braucht er halt neues Kapital. Und das kann er jetzt mit der vereinigten Firma an der Börse finden, weil die Marke von SpaceX so gut ist und ein bisschen über die schlechten Zahlen von XAI hinwegtäuscht. Gleichzeitig braucht SpaceX Fantasie, weil, wie ich schon eben beschrieben habe, das ist eigentlich ein sehr langsam wachsendes Business. Also es ist ein 4-Milliarden-Markt im Moment, der Space-Launch-Markt, oder insgesamt vielleicht 5 Milliarden, wenn man die anderen Anbieter noch hinzurechnet. Der wächst mit 10, 15, maximal 20%. Er ist sogar geschrumpft. Also das Space-Launch-Geschäft von SpaceX ist sogar geschrumpft im ersten Quartal diesen Jahres. Das heißt, das ist auf dem Papier erstmal eine saulangweilige Firma, wenn man die Narrative jetzt nicht verfolgt. Wenn man jetzt aber diese KI-Fantasie hinzutut und sagt, wir können Datacenter im All bauen, und er berechnet ja so ein bisschen die potenziellen Marktgrößen und sagt, allein der KI-Markt ist 26,5 von 28,5 Billionen Also 26.000 Milliarden ist allein der KI-Marktwert. Und so ist jetzt die Fantasie für das gemeinsame Unternehmen SpaceX dann größer. Also einmal hat er xAI aus der Insolvenz gerettet, würde ich behaupten, oder drohenden Insolvenz gerettet. Gleichzeitig hat er SpaceX viel Fantasie gegeben, indem SpaceX jetzt auch eine KI-Firma ist.
Am Ende ist es ja trotzdem irgendwie endlich. Also ich meine, jetzt kann man das einmal so machen, aber du kannst es ja, dann kannst du wahrscheinlich nochmal 5% floaten, dann kannst du das noch ein paar Quartale so weitermachen. Irgendwann muss er schon echtes Business zeigen. Also ob das KI-Business dauerhaft zu retten ist, das wird man noch abwarten müssen.
Also ich glaube, den großen Vorteil, den er gerade hat, es gibt ja schon, und das ist eigentlich neu in der Wirtschaftswelt jetzt seit 2 Jahren, es gibt einen Weg, wie du sehr viel Kapital einnehmen kannst und das eigentlich relativ sinnvoll anlegen kannst in neue Rechenzentren. Und das machen ja auch sehr viele Firmen. Das machen die großen Big Techs, es gibt auch viele Neo-Clouds, nennt man das, also kleine Firmen, die wirklich zig Milliarden einsammeln und dann einfach Rechenzentren bauen und die Rechenzentren vermieten. Und da gibt es ja viele Firmen, die an sich glauben, dieser Weg, ich sammle Geld ein, baue Rechenzentren, vermiete die, das ist langfristig ein relevanter Markt, weil die Nachfrage durch KI nach Rechenzentren so hoch sein wird. Und dafür hat er ehrlicherweise ein sehr effizientes Vehikel gebaut, weil er so eine hohe Bewertung hat. Also er kann ja jetzt zu einer 1.800-Milliarden-Bewertung 75 Milliarden einsammeln, muss nur wahnsinnig wenig Aktien abgeben und kann dann mit diesen 75 Milliarden Rechenzentren bauen, die er dann vermieten kann. Und das muss man sagen, Grok und so diese Kern-KI, die wächst nicht so stark, aber er hat jetzt gerade zwei große Deals gemacht mit Infopic, mit Google und wird dieses Jahr so an die 26 Milliarden alleine durch diese beiden Deals an Umsatz machen, indem er sein Rechenzentrum, das er auch fairerweise ziemlich schnell gebaut hat, vermieten kann.
Und das Rechenzentrum ist auch unter der Grok-Unit?
Das gehört auch zur Grok-Unit, genau. Und das ist, glaube ich, ehrlicherweise, glaube ich, wie er drauf guckt, ist das der Case. Ich habe jetzt eine Unit gebaut, ich kann wahnsinnig viel Geld einsammeln. Und versuche so viel Rechenleistung aufzubauen, dass ich vielleicht über den Weg sogar noch mit meiner KI vorbeiziehen kann an OpenAI und Anthropic, weil ich mehr Rechenleistung habe irgendwann. Und um das zu schaffen, ist das eigentlich gerade so der einzige Weg, dass halt diese Riesenvision baut. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er zeitnah an Datacenters in Space oder so glaubt oder daran, dass er selbst Chips in dem Ausmaß produziert, wie er das verspricht. Kann mir nicht vorstellen, dass er das selber glaubt. Aber ich glaube, es ist eine super Story, auf der er halt jetzt Rechenzentren bauen kann.
Siehst du es genauso?
Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Ja, also ich glaube, der Plan B ist, die Rechenzentren, die er mal gebaut hat, um Grok quasi auszuliefern, jetzt untervermietet, was profitabel ist. Ich glaube, SpaceX wird tendenziell profitabler werden in Zukunft. Also die Zahlen sehen jetzt schlechter aus, als sie in 6 Monaten aussehen werden, weil eben allein 2 Milliarden im Monat an Umsatz reinkommt von Google und Anthropic. Das heißt, das wird erstmal besser und das ist im Moment ein sehr lukratives Business und könnte noch lukrativer werden, wenn quasi KI-Rechenleistung so knapp bleibt. Datacenter im Space sind, glaube ich, technisch möglich in den nächsten 3 bis 5 Jahren. Sie sind ökonomisch im Moment noch absolut nicht sinnvoll, auch in 3, 4, 5 Jahren noch nicht sinnvoll. Sie werden irgendwann sinnvoller sein. Sie könnten unter einer Prämisse sehr schnell sinnvoll werden, nämlich also ökonomisch sinnvoll, wenn es zunehmend schwer wird, auf der Erde noch überhaupt Building Permits zu bekommen, also Bauerlaubnisse, um Datacenter zu bauen, oder wenn uns die Energie wirklich ausgehen sollte auf der Erde. Dann ist relativ gesehen auch ein teures Datacenter im Weltraum vielleicht eine Lösung. Weil wenn es auf der Erde gar nicht mehr geht oder auch hier wegen Energiekosten unheimlich teuer werden würde, dann könnte es opportun sein, sie auch im Space zu bauen.
Ist denn das schon gesichert, dass wir in Zukunft so viel auch weiter Rechenbedarf haben werden? Also es gibt doch immer wieder so Sprünge, wo dann auf einmal irgendwie eine KI irgendwas kann mit deutlich weniger Rechenpower. Also diese Wetten, die jetzt da abgeschlossen werden, das sind ja auch echte Hardware-Wetten, die dann wirklich Gebäude und alles Mögliche nach sich ziehen. Sind die aus eurer Sicht, also gehen die zwingend auf? Also wird man so viel Computer, wie es immer so heißt, auch wirklich brauchen? Oder gibt es auch ein Szenario, wo dann auf einmal so ein Deep Sea kommt und das geht auf alles, alles viertelt sich oder achtelt sich?
Also ich glaube, gesichert, also von gesichert kann man bei ganz wenigen Sachen sprechen, glaube ich. Aber ich glaube schon daran, dass wir in Zukunft mehr Rechenleistung brauchen werden, als wir im Moment verbrauchen. Selbst wenn, also Prozesse werden einfacher, gerade das Abfragen von KI, das habe ich im Vortrag zum Beispiel auf der OMR auch gezeigt, dass die Kosten für Inferenz, und die hängen hauptsächlich an der Rechenzeit, sich so um Faktor 10 oder sogar noch mehr jedes Jahr quasi vergünstigen, verbilligen. Das heißt, man braucht immer weniger Inferenz, wenn man mit der gleichen Leistung zufrieden ist. Jetzt ist es aber so, dass Leute immer mehr Leistung haben, also immer bessere KI haben möchten. Das heißt, dieser Effekt kommt gar nicht so stark zum Tragen. Und außerdem ist es so, dass selbst wenn KI jetzt günstiger würde, also man bräuchte weniger Rechenzeit dafür, dann würden wir KI für noch mehr Dinge einsetzen. Höchstwahrscheinlich. Also es ist dieses berühmte Jevons-Paradox, dass wenn irgendwas günstiger wird oder die Inputfaktoren weniger gebraucht werden, dann nutzt man diese Technologie um ein Vielfaches mehr und das überkompensiert in der Regel den sozusagen Einsparungseffekt. Deswegen gehe ich davon aus, dass die Nachfrage nach Rechenleistungen auch weiterhin steigt, ehrlich gesagt.
Okay, okay. Also wenn man das so hört, dann gibt es ja zumindest irgendwie auch rationale Leute, die jetzt nicht Elon-Fans sind, die in die Aktie reingehen werden. Glaubt ihr?
Also du musst halt an so eine— ich glaube, es sind 2 Punkte. Der erste Punkt ist, wenn du zum Beispiel an diese Data-Center-in-Space-Vision glaubst, die liegt halt ultra weit in der Zukunft. Und selbst wenn SpaceX da mit 2045 viel Umsatz macht, willst du ja bis 2045 mit der Aktie noch Rendite machen. Und das kann sich ja jeder mal ausrechnen, wenn er jetzt so eine 1700 Milliarden Bewertung nimmt und dann sagt man, ich will so 10% im Jahr machen oder 15% im Jahr wahrscheinlich mit so einer riskanten Aktie alleine an Rendite, dann ist die Firma ja 2045 schon 20 Milliarden wert. Und dann muss dieses SpaceX-Business so groß sein.
Nicht 20 Milliarden, 20 Billionen.
20.000 Milliarden, genau. Und das heißt, du musst es in die Zukunft auch nochmal rechnen. Ich glaube, das ist der erste Punkt. Und der zweite Punkt ist, als er angefangen hat, mit dieser Datacenter-in-Space-Vision das zu verkaufen letztes Jahr, war gerade so der Moment, wo alle gesagt haben, okay, Energie wird knapp. Wir kriegen nicht mehr so viel Energie, um die Rechenzentren zu betreiben. Das stimmt auch immer noch zum gewissen Teil. Aber gerade ist die größere Knappheit eigentlich bei der Chipproduktion. Also gerade Speicherchips gibt es eine gewisse Knappheit, aber auch bei den normalen Nvidia-Chips und so weiter wird ja eigentlich gerade nur von TSMC produziert, also von einer Firma in Taiwan. Und die will jetzt auch nicht alles riskieren und baut schon sehr stark aus, aber kann nicht noch schneller ausbauen. Und das ist jetzt eigentlich der echte Engpass und den muss Elon Musk jetzt lösen, bevor eigentlich diese Data-Center-in-Space-Vision überhaupt irgendeinen Sinn macht. Und deshalb sagt er, er will selbst Chips bauen. Er will selbst mehr Chips bauen als TSMC und die ganzen Großen zusammenbauen. Und ich glaube, jeder, der sich mal mit Chips beschäftigt hat und wie komplex das ist, er sagt immer, seine Raketen sind das Komplexeste, was es auf der Welt gibt, was je Menschen gebaut haben. Ich glaube, die meisten würden sagen, Chipproduktion ist nochmal einen Tick komplexer. Gerade auch diese ganzen Maschinen von ASML und so weiter. Und das muss eigentlich—
Wo sage ich, was? Also ASML sind diejenigen, die die Maschinen herstellen, um Chips überhaupt produzieren zu können.
Also es gibt einige Player, die die Maschinen bauen. Es gibt ja in so einer Chipproduktion ganz viele Prozesse. Und da gibt es eigentlich in jeder In jedem Prozessschritt quasi so ein Player. ASML ist absolutes Monopol, gibt aber auch noch andere Player, Lam Research, KLA, die in so unternischen Prozessen auch Maschinen bauen und die eigentlich auch nur die oder zwei Player auf der ganzen Welt bauen können. Und das muss jetzt Elon Musk erstmal schaffen, so zu integrieren, wie das jetzt TSMC, Intel und Samsung seit Jahrzehnten machen und perfektioniert haben, bevor überhaupt diese Data-Center-in-Space-Vision zeitnah Sinn macht. Und das ist auch so ein Punkt, Da glaube ich, gibt es fast niemanden, der seriös als institutioneller Investor glaubt, dass er das in den nächsten 15 Jahren wirklich auf so einem Scale schaffen kann. Vielleicht kann er ein paar Chips produzieren, aber nicht in dem Ausmaß.
Wobei es ja für, sagen wir mal, Laien schon auch krass ist zu sehen, dass so viele Chipproduzenten oder irgendwo in der Chipproduktionswertschöpfungskette ansässige Firmen, nehmen wir mal jetzt Nvidia als ein Beispiel oder ASML oder TSMC, das sind alles so Firmen, die man nicht so genau kennt, aber die wahnsinnig erfolgreich sind und angeblich was können, was kein anderer kann.
Und das ist eigentlich, ich habe das in der Wirtschaftsgeschichte noch nicht gesehen, dass so Firmen irgendwas haben, was kein anderer kann. Also ich meine, selbst Google als vielleicht die krasse Firma, auch da gibt es andere Suchmaschinen.
Oder bei Apple, auch da gibt es coole Smartphones, vielleicht sogar bessere. Also bei der, aber es soll halt jetzt Firmen geben, die können irgendwas, was andere nicht können. Also es ist einfach auch irgendwie eine Rarität.
Schon seit Jahren wundert mich das.
Ja, es sind sehr spezielle Modes. Also es ist eine super krass aufeinander abgestimmte Supply Chain. Also auch die Lieferanten von TSMC sind hochspezifisch für TSMC. Deswegen lässt sich das auch nicht einfach in ein anderes Land verlagern. Also man hat mit viel, viel Aufwand das Gleiche in den USA, in Texas oder Houston, glaube ich, eine Fabrik gebaut von TSMC, die relativ gute Yields schafft, also niedrige Ausschussquoten, was sozusagen der Qualitätsmesser ist für Chipproduktion. Aber es war mega aufwendig, da erstmal die Lieferanten zu finden, die die richtigen reinen Rohstoffe liefern und so weiter. Das Wasser, was benutzt wird, muss ultra rein sein und so weiter und so fort. Und das ist einfach jahrzehntelange Erfahrung einerseits. Also da arbeiten auch Menschen aus Taiwan. Es ist nicht so, dass du jetzt irgendeinen amerikanischen Arbeiter hinters Band stellen kannst oder in das Labor stellen kannst oder die Fabrik, sondern du brauchst vorgeschultes Personal, was ganz langsam nach und nach ein paar lokale Leute anlernen kann. Und ja, das scheint eine Skill zu sein. Wir haben es auch gerade in Korea zum Beispiel gesehen. Speicher ist ja so ein anderer Teil der Supply Chain. Da sind so Samsung und SK Hynix die größten Hersteller. Und bei Samsung haben die Mitarbeiter jetzt gestreikt und holen sich 15% der Profits, was dazu führt, dass die quasi eine Sonderrente von 400.000 Dollar bekommen. Das ist das Zehnfache vom Durchschnittsgehalt in Südkorea.
20.000 Mitarbeiter kriegen das.
Ja, also es ist so der sozialistische Traum, dass sie halt sagen, dem Samsung geht es jetzt richtig gut, jetzt schlagen wir mal zu, weil wir sind nicht von heute auf morgen auswechselbar. Die sind in Streik gegangen und kriegen jetzt quasi das Zehnfache vom Durchschnittsgehalt in Südkorea als Sonderrente. Dividende oder wie man es nennen möchte. Das entspricht nur 15% des Operating Profits, muss man auch dazu sagen. Aber so wichtig ist allein das Personal und das ist nur ein Faktor. Es geht um Supply Chain, Zulieferer wieder, wie gesagt, aber auch CapEx, also erstmal sozusagen in Vorleistung gehen und diese Fabs, diese Fabriken aufzubauen, ist auch gar nicht so einfach und es ist ein hochzyklisches Gewerbe. Das heißt, wenn in 3 Jahren dieser Superzyklus vielleicht wieder nachlässt, dann will niemand auf sozusagen einer Fabrik, die 50 Milliarden gekostet hat, sitzen bleiben, wenn keiner mehr Chips haben will. Also Samsung geht es so alle 8 bis 10 Jahre super gut und super schlecht. Und eigentlich musst du so jetzt verkaufen und du musst Chiphersteller immer kaufen, wenn es gerade ihnen schlecht geht normalerweise. Also musst du antizyklisch in diese superzyklischen Hardwarehersteller investieren normalerweise.
Und ich glaube auch, wenn du an Elon Musk, also wenn du sagst, Elon Musk kann Hardware, hat er bei Tesla gezeigt, hat er bei SpaceX gezeigt, ich glaube, der kann Chips wirklich so produzieren und in dem Ausmaß, ist eigentlich der viel rationalere Move, diese ganzen Maschinenhersteller zu kaufen. Und im Zweifel gibt es sogar nur 5, 6 Firmen auf der Welt, die die Wafer herstellen, also die Grundlage für die Chipproduktion, aus denen dann später die Chips rausgestanzt werden. Gibt es zum Beispiel in Deutschland Siltronic. Und wenn er so viele Wafer braucht, wie jetzt alle Firmen zusammen brauchen, dann wird es da einen Riesennachfrageschub geben, mit dem niemand rechnet. Also ich glaube, wenn man tatsächlich an seine Vision glaubt, gibt es an der Börse viele Firmen, die eine effizientere Wette sind, weil es da noch nicht so eingepreist ist.
Also zum Beispiel, du hast gerade eine deutsche sogar erwähnt, ist die börsennotiert?
Siltronic ist börsennotiert, ja genau. Es gibt dann Shinetsu noch in Japan, die sind eigentlich Marktführer bei den Wafern. Es gibt dann die ganzen Maschinenhersteller.
Wir reden von so Firmen, die aktuell so 5, 6, 7 Milliarden Marktwert haben.
Ja, ich glaube, Siltronic war es bei 5, 6. Shinetsu müsste ein bisschen mehr wert sein gerade. Die Maschinenhersteller sind natürlich schon deutlich mehr wert, aber auch ein ASML, also wenn das wirklich kommt in der Form, dann hat ASML einen Riesennachfrageschub. Ist auch die Frage, ob sie es dann überhaupt produzieren können, aber wenn man dran glaubt, dass er das schafft, Wie gesagt, ich wäre da sehr skeptisch, aber ich glaube, wenn man dran glaubt, gibt es effizientere Wetten.
Okay, also einfach in sozusagen die vorgelagerten Firmen reinzugehen, die dafür brauchen.
Ich meine, alleine es gab jetzt in Japan eine Aktie, die total durch die Decke ist, Resinec. Die machen so ein paar Spezialchemikalien, die sie auch teilweise noch in Israel produzieren, also dadurch noch ein bisschen mehr Knappheit. Aber generell gibt es nur 2, 3 Firmen auf der Welt, die so ein paar Chemikalien produzieren, die du auch im Prozess brauchst. Oder es gibt in der Schweiz eine Firma, VAT Group heißt die, die baut die Ventile, damit da Gas reingelassen wird in die Maschinen. Es gibt in dieser Chip-Wertschöpfungskette ganz viele Firmen, die da mitspielen müssen und die mitproduzieren müssen und das alles wird er nicht selbst ersetzen können. Oder auch zum Beispiel Chipproduktion, gibt es eigentlich 2, 3 Firmen, die die Designsoftware machen, also Cadence, Synopsys und Siemens hat da eine Tochter und mit denen werden Chips designt und Chipdesigner können nur mit diesen Softwares arbeiten und die sind ganz tief integriert in der Wertschöpfung. Und wenn jetzt eine Firma kommt, die mehr Chips produziert als alle anderen zusammen, wird es auch bei denen mehr Nachfrage geben.
Wer profitiert eigentlich von diesem Börsengang? Also ich meine, wir haben jetzt sogar ein bisschen verstanden, warum das Elon Musk irgendwie so— er wird ja auch einen Großteil der Stimmrechte halten und auch weiterhin Aktien halten. Aber so, also eines meiner Lieblings-Fun-Facts war, dass ja sogar das gute alte Rocket Internet, also der Global Founders Fund, da warst du ja glaube ich auch mal eine Weile tätig, zumindest im Umfeld und beratend tätig. Die sind ja vor ein paar Jahren schon, wie man jetzt gesehen hat, mit einer glaube ich 300-Millionen-Position in SpaceX rein, die wahrscheinlich sich jetzt vervielfacht. Also wahrscheinlich macht jetzt Olli Sambor so viel Geld wie Also das ist so ein Fun Fact, wo ich dachte, okay, wow, wer da alles mit drin hängt.
Aber es gibt ja auch noch ganz andere.
Ja, also man kann sagen, jeder, der vor mehr als 12 Monaten investiert hat, verfünffacht sein Geld mindestens, weil 80% der Bewertung von SpaceX wurden in den letzten 12 Monaten gemacht. Also SpaceX hat vor anderthalb Jahren noch so zwischen 200 und 250 Milliarden getradet im privaten Markt. Und durch den Merger von XXAI mit SpaceX hat man die Bewertung und die Vision einfach aufgepumpt auf Richtung 2 Billionen oder 1,8 Billionen. Das heißt, die Altinvestoren kriegen die Möglichkeit, Kasse zu machen. Elon Musk bekommt Exit Liquidity, also die Möglichkeit, vielleicht das, was bisher nur auf dem Papier Vermögen war, auch wirklich in Geld umzusetzen. Muss man dann sehen, ob er verkauft oder weiter an die Firma glaubt. Es wird ihn auf dem Papier erstmal zum ersten Billionär der Welt machen.
Machen. Also er könnte es ja, selbst wenn er das wollte, ja nur einen Teil liquidieren, weil er wie gesagt nur so einen Teil überhaupt free floated, oder er könnte halt dann irgendwelche Blocks verkaufen.
Genau, er könnte auch so Secondaries verkaufen oder so.
Aber wenn dann jemand die Bewertung bezahlen würde, und das muss man auch sehen, dass das dann nicht ganz so einfach ist. Also dieser Laie glaube, er ist jetzt der reichste Mann der Welt, auf dem Papier ja, aber zu liquidieren ist das so kurzfristig für ihn nicht.
Genau, also Cash hat Elon Musk wahrscheinlich keine 10 Milliarden, schätze ich, würde ich denken auf jeden Fall, sondern sein Geld ist halt alles in Firmen. Gebunden, hauptsächlich in SpaceX und Tesla im Moment.
Aber das heißt, es gibt also Profiteure, gibt es noch weitere?
Also genau, also einer der, oder zweitgrößte Profiteur ist sicherlich Antonio García, heißt der glaube ich. Das ist der, mit dem er auch zum Beispiel das DOGE gemacht hat, dieses Efficiency-Ministerium, was er da mal, der auch in der Biografie viel vorkommt, weil er Tesla mitgebaut hat.
Und jetzt übrigens hier noch mal Fun Fact, einen eigenen Fonds geraised hat und jetzt Großinvestor ist bei Zellerfeld in Hamburg. Dem Schuhdrucker.
Das ist Vail Ventures oder Vail Capital Partners, so heißt es nicht.
Genau, da ist jetzt glaube ich, also wenn ich das richtig mitbekomme, ist jetzt also der auch in Hamburg hier groß tätig mit seinem Team.
Ja, ich glaube, dem werden rund 7% der Firma oder 7,3% oder so gehören. Der ist auch der Einzige, der wirklich signifikant Stimmrechte noch hat. Also der gilt als ganz langer Vertrauter von Elon Musk. Der hat jede seiner Firmen bisher unterstützt, also auch Neuralink, auch Boring Company, eben auch das Stoische Ministerium. So ein bisschen Seine rechte Hand kann man nicht sagen, das ist eigentlich Jared Birchall, so sein Fixer und Hausanwalt, aber so einer seiner engsten Vertrauten, ganz sicher. Und der wird so einen 100, 150 Milliarden Windfall haben. Jemand anderes?
Das ist ja so krass viel Geld. Es gibt glaube ich in Deutschland keinen.
Also geht in die Top 20 der reichsten Menschen damit, über Nacht quasi. Aber zum Beispiel, also wer quasi vorm IPO in SpaceX investieren möchte unbedingt, kann einfach eine Alphabet-Aktie kaufen, also die Google-Mutter. Die besitzen 7%, also ein Vierzehntel von SpaceX. Auch Google hat da vor langer Zeit mal investiert, auch Peter Thiel Founders Fund und ein paar andere. Aber die 2 größten Shareholder, die nicht Elon Musk sind, müssten Antonio García oder Weyler Ventures oder Weyler Capital Partners sein und Alphabet, denen 7% an SpaceX gehören.
War das auch der Grund, warum jetzt hier Warren Buffetts Nachfolger mit Berkshire Hathaway so einen großen Deal gemacht hat in Google?
Das glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass, also da kennt Noah sich vielleicht sogar besser aus, aber ich glaube, Warren Buffett hat sich schon immer geärgert, dass er Google nie gesehen hat, weil es natürlich ein super Compounding-Unternehmen ist mit einem super, also im Nachhinein muss man sagen, sehr resilienten Geschäftsmodell, was immer noch bessere Margen holt, immer noch jetzt wieder schneller wächst als denn je, immer wieder neue Märkte erschließt, jetzt mit Waymo, mit Google Cloud Platform, mit YouTube zuletzt, mit Maps, wo sicherlich noch viel vor ihnen liegt. Und jetzt hat sich eine Chance ergeben, glaube ich, da einzukaufen. Gleichzeitig hat Google eine relativ faire Bewertung im Vergleich zum Restmarkt, würde ich sagen, und viel Rückenwind, wie gesagt, mit zukünftigen Geschäftsfeldern, aber mit der am schnellsten wachsenden Cloud-Plattform. Googles Cloud-Sparte ist mit 63% gewachsen zuletzt, macht über 30% operative Marge. Also wenn jemand in Frage stellt, ob dieses ganze Investieren in die Datacenter nicht Schwachsinn ist, du musst halt dann dem Google-CFO oder der CFO erklären, warum sie nicht in eine Geschäftseinheit, die mit 63% wächst bei einem Unternehmen, was über 100 Milliarden Umsatz macht und 30% operative Marge hat, also warum würdest du da nicht deinen letzten Cent reinschmeißen? Es macht total viel Sinn. Also die Nachfrage ist zumindest im Moment da, die kann wegbrechen, die kommt ultimativ auch nur von ganz wenigen Playern dann eben, beziehungsweise nutzen fast alle die OpenAI- oder Anthropic-Modelle. Also, aber ich kann schon verstehen, warum die da Hunderte von Milliarden reinschmeißen.
Aber wir waren gesidetracked, also ich habe das jetzt, weil es ja so viele Investments gerade so durch die Welt fliegen und man liest hier und da was und dann denkt man sich, krass, jetzt investiert irgendwie so Berkshire Hathaway, also die Firma von Warren Buffett, der Nachfolger, der jetzt ja gerade erst ins Amt gekommen ist, der macht den ersten großen Deal jetzt, zack, rein in Google. Deswegen dachte ich, ich bringe es nochmal aufs Tableau und jetzt hast du ja gerade erklärt, wie die Wechselwirkungen sind zwischen Google und also, dass die auch Anteile erhalten an SpaceX und so, dass man dann sozusagen mittelbar mit dabei ist.
Man könnte sagen, sie kriegen da so wahrscheinlich 7 bis 10% Sonderdividende relativ schnell zurück, ne. Also das fließt dann ja quasi als so Other Income heißt das oder Finanzergebnis ins Google-Ergebnis rein beim Börsengang, sobald das liquide ist. Google kann entscheiden, ob sie die Shares behalten möchten oder auch liquidieren über die Zeit, aber sie haben dann quasi so einen Windfall-Profit, den ich meine, Google zahlt keine Dividenden aus oder keine großen Dividenden aus, aber werden vielleicht dann irgendwann wieder Shares zurückkaufen. Im Moment werden sie aber vor allem das Geld nutzen, um es in eigene Datacenter zu stecken oder sich weniger verschulden zu müssen.
Und sie haben ja auch noch Anthropic, da sind sie auch Großinvestor. Also Google hat mit die besten Investments gemacht in den letzten Jahren mit Anthropic, SpaceX, selber noch Waymo.
Aber was also, was da für eine Dimension ist, wir haben es ja gerade jetzt irgendwie erzählt, dass irgendwie so sehr, sehr erfolgreiche deutsche Unternehmer der letzten Jahre, die Zalando gebaut haben, ähnliches Stil, haben mal irgendwie 300 Millionen bei SpaceX reingesteckt haben und damit dann wahrscheinlich doch viel mehr holen als mit allem operativen Business, das sie so gemacht haben.
Also sollte mindestens eine Milliarde, wenn nicht anderthalb Milliarden abfallen. Und es ist, man könnte sagen, dass es mehr als sie an reinen Gewinnen wahrscheinlich mit Rocket gemacht haben, könnte ich mir vorstellen.
Ja, was ja totaler Wahnsinn ist. So, dann habe ich gesehen, sogar Ashton Kutcher ist da in der Shareholder-Liste.
Ja, war glaube ich einer der ersten Investoren. Weiß nicht, ob das war bei OpenAI. Ich verwechsle das gerade mit OpenAI. Da hat er auch sein Geld verdreißigfacht oder so. Auch auf einer relativ hohen Basis schon. Bei SpaceX war er bestimmt auch drin. Sound Ventures oder so heißt er.
Es gibt ja auch unzählige Mitarbeiter, die jetzt irgendwie rumfahren. Also die Immobilienpreise da, wo rund um die großen SpaceX-Standorte sind, schon deutlich gestiegen bei den Luxusimmobilien, weil viele frühe Mitarbeiter halt damals Aktien für ein paar tausend Euro bekommen haben. Und da war SpaceX noch so gut wie gar nichts wert, vielleicht paar Milliarden. Und also gibt es jetzt sehr, sehr viele Millionäre und Multimillionäre, die da rauskommen.
Die Frage ist, ob die alle jetzt wirklich rauskommen, also ob die jetzt alle aus den Aktien, also ob sie es verkaufen können.
Also muss sagen, bei SpaceX war es auch bis jetzt schon so, die haben, waren zwar nie an der Börse, aber haben sehr viel gemacht, dass Mitarbeiter auch schon bestehende Aktien verkaufen konnten. Also es gab immer ganz gute Liquidität. Und jetzt in einem Jahr oder so, das sind ja auch keine großen Summen, ne? 10 Millionen merkst du jetzt bei so einer Aktie nicht, wenn du die verkaufst. Also die kommen wahrscheinlich noch ganz gut raus. Was mich bisschen gewundert hat, war die Gwynne Shotwell, die auch so als Mastermind hinter SpaceX gilt und das ja auch auf jeden Fall treibt. Genau, ist ja auch immer noch aktiv und hat Damals hatte ja sozusagen SpaceX schon immer die Idee, sie wollen Satelliten raufschießen. Und das war schon im Jahr 2005. Und da hat sie aber gesagt, das ist so weit weg, dass es irgendwann klappen wird. Lass erstmal auf die Kunden fokussieren, die jetzt schon Geld haben. Und zwar vor allem auf NASA und die ganzen staatlichen Auftraggeber. Und das war eigentlich ihre Idee, dass man erstmal für die NASA Dinge ins Weltall schießt. Und das hat eigentlich das Business damals gerettet und auch erstmal zu den ersten Milliardenumsätzen gebracht. Und die hat irgendwie nur einen Anteil, der nicht mal 2 Milliarden wert ist, glaube ich, oder so an die 2 Milliarden, und auch nicht viele Stimmrechte. Also die hat da gar nicht so viel rausgekriegt.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso Milchkaffee Flavoured Coffee, Iced Coffee. Alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Aber es gibt ja dann auch so Geschichten, dass verschiedene so amerikanische Beamte oder Leute irgendwie im Umfeld der Regierung, dass die da irgendwo auch sehr große Shareholder sind, oder zumindest jetzt nicht in der Dimension, aber schon auch. Also ich dachte, ist das irgendwie der nächste Scam, was ist die nächste Abzocke, oder ist das nächste irgendwie politische Leute einkaufen, oder wie habt ihr die ganzen Artikel gelesen?
Also ich glaube, was man schon sagen muss, wenn man sich jetzt die Kosten anschaut, für wie viel schießt SpaceX Dinge ins Weltall und für wie viel hat es die NASA früher gemacht oder für wie viel machen es andere Anbieter, ist es schon zu großen Teilen rational, da die Aufträge hinzugeben. Also klar gibt es wahrscheinlich ein paar Ausschreibungen, gab jetzt auch ein paar Ausschreibungen, die so ein bisschen gedeichselt wurden, dass dann die Ausschreibung genauso war wie ein Produkt, das SpaceX entwickelt hat, im Radarbereich zum Beispiel. Aber ich glaube, im Großen und Ganzen hat die USA da schon einen ganz guten Deal gemacht mit dieser Eigenentwicklung von SpaceX. Und in diesem Kern-Weltraumgeschäft würde ich auch sagen, haben sie einen super Job gemacht, sind auch bis heute mit Abstand der führende Player im Markt. Ist halt kein wahnsinnig großes Geschäft und wächst nicht mehr. Und dann gibt es halt das Starlink-Business, das schon attraktiv ist und wächst. Aber ich glaube, das sind jetzt nicht die großen Volumen oder die großen Deals, die da irgendwas an der Bewertung treiben.
Okay, aber es gibt also zumindest Artikel, vielleicht kann man auch sagen, deutsche Presse, die da besonders kritisch hinguckt irgendwie, dass da irgendwelche State Officials da Shares haben, was man ja so hier zumindest nicht kennt. Firmen, die privat sind, auf einmal dann da Leute beteiligen auf staatlicher Seite. Das ist eher ungewöhnlich, ne?
Obwohl dann eine Rüstungsindustrie immer eine gewisse Nähe ist, ne? Auch von Lockheed Martin sind dann Leute irgendwo in der Regierung oder gehen dann später zu Lockheed Martin und so. Das ist da ein bisschen üblicher, glaube ich.
Also, und trotz all der Zweifel und Skepsis, wenn man das noch mal so ein bisschen rekapituliert, wie das mal losgegangen ist, noch gar nicht so lange her, da irgendwie hat Elon Musk die Idee gehabt, irgendwie wir fliegen zum Mars, ich brauche jetzt mal Raketen. Und ist dann ja wirklich, glaube ich, kann man ja auch in seiner Biografie nachlesen, zum ersten Mal nach Russland geflogen und hat dann da irgendwelche versucht, so russische Altraketen zu kaufen für, weiß nicht, was er damals so hatte, ein paar Hunderttausend, ein paar Millionen.
8 Millionen, glaube ich, wollte er die ersten 2 kaufen.
Und dann haben ihn ja die Russen noch verarscht oder da irgendwie Kohle abgenommen und irgendwie nichts geliefert oder das ist nur Quatsch geliefert. Und dann muss es ja wohl so gewesen sein, dass er dann da in seinem normalen Flugzeug zurückgeflogen ist und auf dem Rückflug dann so angefangen hat, sowohl zu malen, wie kann man selber Raketen bauen. Also so wird es ja beschrieben in dem Buch. Man denkt sich, okay, he has come a long way. Von man sitzt mal so im Flugzeug und malt oder so Raketen auf, bis jetzt, okay, es gibt das alles.
Ja, also was man SpaceX oder Elon Musk da sicher zugutehalten muss, ist, dass er die Launchkosten, wenn man das so pro Kilogramm rechnet oder so, um Faktor 70, 80% inzwischen verbessert hat. Und da sparen unter anderem dann eben auch die NASA oder die Regierungsflüge, die zur ISS gehen oder so. Also das hat er schon, ich meine, es sind auch 25 Jahre vergangen bis dahin. Die Firma war ein-, zweimal wirklich an der absoluten Grenze zur Insolvenz auf dem Weg. Aber das hat auf jeden Fall geschafft, also die Raumfahrt deutlich günstiger zu machen, ganz neue Konzepte zu ermöglichen wie Starlink zum Beispiel. Also 10.000 Satelliten ins All zu schießen, wäre früher einfach wirtschaftlich fast unmöglich gewesen, beziehungsweise hätte dann eben Satellitentelefon 500 Euro im Monat kosten müssen.
Ist denn das Starlink-Business als solches auch, also es ist ja lange das wahrscheinlich so bekanntest oder greifbarst. Denn das Raketen-Business ist halt ein Business mit Starten und das AI-Business ist ja nochmal wieder ein ganz anderes und dann noch nicht mal so erfolgreich. Aber das Starlink-Business ist ja das, was man so vielleicht jetzt kennt, wo auch jeder mittlerweile kann tatsächlich zum Media Markt, Saturn gehen und dir irgendwie einen Starlink holen, was man so kennt. Da hast du aber gerade beschrieben, das ist gar nicht so ein gutes Business, wie man eigentlich meinen würde.
Also es ist ein gutes Business, es hat erstmal pro forma auch relativ hohe Margen, aber es wird so ein bisschen querfinanziert vom Launch-Business. Also das Launch-Business ist unter anderem deswegen unprofitabel, weil es mehr oder weniger kostenlos oder so mit Verrechnungspreisen die Starlink-Satelliten mit ins All nimmt. Ansonsten würde es nur für andere Kunden fliegen, wäre SpaceX oder sagen der Space-Launch-Part von SpaceX wahrscheinlich profitabel. So ist das nicht, weil er quasi viel von Starlink mitgenommen hat letztes Jahr. Deswegen schrumpft das Ergebnis auch gerade. Was bei Starlink wichtig ist, was man wissen sollte, ist, dass diese Satelliten nach 3 bis 5 Jahren abgeschrieben werden, weil sie dann von der Erdumlaufbahn in Verbrennungsumlaufbahn geschossen werden, also künstlich abgestürzt werden, weil sie einfach ihre Nutzungsdauer dann erreicht haben. Das heißt, man muss immer wieder 10.000 Satelliten und mehr ins All schießen. Und Starlink macht natürlich vor allen Dingen dann Sinn, wenn es kein bodengewohntes Internet gibt. Also wenn du ein Boot hast, ein Campervan, Wohnmobil, eine Yacht, irgendwo ein Haus an der Ostsee in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder im Schwarzwald, wo es wirklich kaum oder kein Internet gibt. Aber mit zunehmendem Breitbandausbau wird der Markt für Starlink eigentlich kleiner und nicht größer in Zukunft.
Und da kann man, kann Starlink sich noch weiterentwickeln, dass man dann eines Tages wirklich die Telekom und die Telekoms, die es so gibt, die verschiedenen Telcos angreifen kann, auch in dicht besiedelteren Räumen?
Oder ist das auf Dauer, ja, aber Telekommunikation ist halt ein komplett commoditized, Low Margin, Low Growth Business, ne? Also da ist ja nichts Spannendes dran eigentlich. Also ich will jetzt irgendwie der Telekom nicht die Attraktivität absprechen, aber das würde jetzt auch bei langem nicht die Bewertung rechtfertigen. Also dass der nächste Schritt, oder was man so als nächsten großen Plan ankündigt bei Starlink, ist halt, dass du mit dem normalen Handy Starlink nutzen kannst. Also du brauchst diese Antennen gar nicht mehr, sondern du hast so ein Satellite-to-Earth-Netzwerk, mit dem du quasi vom Handy schon Starlink nutzen kannst. Aber im Tunnel, also wie gesagt, das ist ja eigentlich auch ein gelöstes Problem mit 5G, also warum brauchst du das überhaupt? Und da, wo 5G nicht funktioniert, im Tunnel oder so, Da wird Starlink auch erstmal nicht funktionieren. Deswegen ist das vielleicht wieder was, was in manchen Bereichen der Welt wertvoll ist, aber insgesamt halte ich es nicht für aussichtsreich.
Also man muss sagen, sie machen gerade so um die 11 Milliarden Umsatz zu 4 Milliarden Gewinn und das ist auch Gewinn nach Abschreibungen.
Also auch wenn man—
genau, nur Starlink. Also auch wenn man die Abschreibung rausrechnet und sie haben jetzt so 10 Millionen Kunden und die Kundenanzahl auch im letzten Jahr verdoppelt. Also wächst schon noch sehr solide. Man sieht, dass der Preis runtergeht, weil sie halt mehr jetzt auch in Entwicklungsländer und so weiter gehen, wo sie halt nicht ganz so hohe Preise durchdrücken können. Und ich glaube, das muss einmal klar sein, wenn das Richtung— im Zweifel T-Mobile hat über 100 Millionen Nutzer. Wenn es irgendwann mal in diese Range gehen sollte und das vielleicht auch wirklich von Leuten jetzt in der Stadt genutzt wird, werden halt die Preise massiv runterkommen und damit auch tendenziell die Margen. Also das Gute ist, du hast eigentlich die Satelliten oben und kannst die Höhe auslasten, ohne jetzt wieder die Startkosten zu haben. Also es hat einen ganz guten operativen Hebel eigentlich, das Geschäft. Aber ich glaube auch, die Frage wird irgendwann sein, für wie viele Leute kann das relevant sein? Goldman Sachs prophezeit bis 2030 140 Milliarden Umsatz. Das heißt, sie wollen das vervierzehnfachen, das aktuelle Geschäft, in den nächsten paar Jahren. Das halte ich schon für sehr sportlich. Übrigens glauben sie im KI-Bereich, dass SpaceX bis 2030 auf über 300 Milliarden Umsatz kommt. Also soll schneller wachsen als OpenAI. Soll dann in dem Jahr auch 70 Milliarden an freiem Cashflow haben. Und das, was auch spannend ist, das Space-Launch-Business, da ist Goldman Sachs auch nicht so bullish. Das wollen sie nur verdoppeln in den nächsten Jahren.
Warum ist denn Goldman auf diesen anderen Sachen so bullish? Kann man sich nicht erklären?
Weil Goldman Sachs und Morgan Stanley den IPO machen und die sich alle gestritten haben. Also es gibt auch die Anekdote, dass der Goldman Sachs CEO in die DMs von Elon Musk geslided ist auf X und ihn da angeschrieben hat. Und die haben sich halt geprügelt, dass sie den großen IPO machen können, die beiden. Und deswegen von Morgan Stanley gibt es auch die Prognose, bis 2040 macht SpaceX 3000 Milliarden Umsatz, was schon ziemlich absurd ist. Aber die haben halt einen Druck, das zu verkaufen.
Ich glaube, was man nicht vergessen sollte, ist, also man sollte nicht den gleichen Fehler wie bei Tesla machen, also dass man glaubt, dass Elon Musk quasi den Monopolisieren kann. Also es gibt ja schon auch Konkurrenz. Also sagen wir mal, Starlink ist ein attraktives Produkt. Ich wollte es jetzt gar nicht zu sehr schlecht machen. Aber Jeff Bezos launcht ja mit LEO oder was ehemals Projekt Kuiper war, quasi einen Konkurrenten dazu. Und Jeff Bezos und Amazon haben eigentlich eine viel bessere Möglichkeit, das zu verwerten. Also dir irgendwie Internet nach Hause zu schicken, auf deinen Amazon-TV-Stick dein Internet-Service-Provider zu werden und die Daten, die daraus entstehen, zu nutzen. Ist für Amazon, die schon ein Media-Imperium und ein E-Commerce- oder Logistik-Imperium haben, viel, viel attraktiver als Elon Musk. Also Amazon könnte dir, ich würde behaupten, für $10 im Monat Internet anbieten, weil sie allein aus den Daten und dem Werbung-E-Commerce-Volumen, was sie dadurch zusätzlich generieren, so viel weitere Gewinne machen könnten. Das heißt, Starlink wird nicht auf Ewigkeiten Monopolmargen haben können, sondern es gibt chinesische Firmen auch inzwischen in dem Bereich, die Konkurrenten sind. Aber vor allen Dingen Jeff Bezos, bei dem ist jetzt letzte Rakete, wo irgendwie, ich glaube, paar hundert Satelliten an Bord sind, leider in die Luft gegangen.
Angeblich 2 Jahre zurückgeworfen oder sowas, ne?
Ja, genau. Also du kannst ja nur immer ein gewissen Zeitfenstern, die starten. Aber also früher dachten wir auch, es wird niemand wieder ein anderes Elektroauto kaufen als Tesla. Und wir haben jetzt gesehen, dass es ganz anders gekommen ist. Trotzdem will ich nicht sagen, dass Tesla-Investoren eine schlechte Entscheidung getroffen haben, natürlich. Also der Kurs hat sich trotzdem gut bewegt. Aber ich würde davon ausgehen, dass Starlink nicht auf Dauer irgendwie Margen von 50% haben wird, wahrscheinlich.
Was man auf jeden Fall auch sagen muss, ist, der hat es ja scheinbar geschafft, wahnsinnig effizient zu sein. Ich habe gelesen, bei SpaceX arbeiten nur 22.000 Mitarbeiter. Also das ist ja eine Zahl, wenn man das jetzt in Relation setzt zu der Bewertung und zu dem, also das ist ja schon mit vergleichsweise wirklich wenigen Leuten, selbst pro Kopf Umsatz ja nicht schlecht.
Also so, kann das so bleiben?
Ist das Elon-Musk-Style? Ist euch die Zahl auch ins Auge gefallen? Habt ihr gedacht, na ja gut, ist einfach so, wie es ist?
Also ich glaube, man darf es nicht ins Verhältnis zur Bewertung setzen, weil das haben wir schon gesagt, die Bewertung ist halt in gewisser Weise ein bisschen absurd. Es ist jetzt deutlich schlechter, als zum Beispiel Nvidia ist. Ich glaube, am Ende der Vorteil ist halt, du brauchst halt so große Raketen, die kannst du immer wieder nutzen. Du brauchst im Zweifel gar nicht so viele Leute, die das jetzt machen. Aber ich glaube, also ich würde auch immer sagen, unternehmerisch und auch wie er das aufgezogen hat und auch wie er die Firmen managt, das macht er schon gut. Er hat zum Beispiel auch dieses eine Rechenzentrum, über das ich gesprochen habe, das hat er schon sehr schnell da auch hingestellt. Also er kann das ja auch und ich will ihm auch sein unternehmerisches Talent gar nicht absprechen. Das wäre auch sehr mutig. Trotzdem muss man sagen, man kann sich auch mal zum Beispiel Tesla angucken, wie sich das in den letzten Jahren entwickelt hat. Und klar, Tesla hat viel geschafft in den letzten 5 Jahren, aber auch keinen Riesensprung mehr gemacht. Also über die Roboter wird zwar gesprochen, aber da gibt es viele chinesische Player, die hochkommen. Im Self-Driving ist Waymo, zumindest was man auf der Straße sieht, viel mehr visibel. Also es ist auch für ihn alles nicht so super easy. Und ich glaube, das ist auch wichtig, wenn man auf so was guckt wie die Chipproduktion, die er anschieben will. Wenn das wirklich so easy wäre für ihn, hätte er schon längst Chips designt, so wie Alphabet das macht, und würde mit den Chips zig Milliarden Umsatz machen. Also wenn das alles so einfach wäre, dann haben ja andere Firmen in den letzten Jahren auch gezeigt, so ein Amazon hat auch eine wahnsinnig starke Chipsparte mittlerweile. Wieso hat SpaceX das nicht, wenn das für ihn alles so easy ist?
Lass uns nochmal ganz kurz sprechen über, also das AI-Business haben wir besprochen, das Space-Business ist auch einigermaßen, glaube ich, den Leuten klar, was da passiert. Da fliegen die Raketen, die dann auch die Satelliten absetzen. Dann gibt es das, Starlink-Business haben wir jetzt auch ein bisschen drüber gesprochen. Gibt es noch ein drittes oder viertes Business, das signifikant ist, das man noch wissen sollte?
Also offiziell gibt es diese 3 Bereiche: Space Launch, Connectivity, das ist Starlink, und xAI oder AI. Aber in AI versteckt sich einerseits AI-Infrastruktur, das ist die Vermietung der Datacenters. Das Zweite ist sozusagen die Subscriptions für Grok, die relativ wenig Umsatz machen, aber einigermaßen wachsen. Und das Dritte ist natürlich das alte X, also ehemals Twitter, versteckt sich auch noch da drin, was ein signifikanter Teil des Umsatzes ist. Was man da zum Beispiel sehen kann, ist, dass dann diese Gesamtheit von XAI, all das zusammen macht ein Drittel des Umsatzes, das das alte Twitter gemacht hat. Also es liegt heute noch bei nur 30% oder so von dem Umsatz, den Twitter mal zu seinen besten Zeiten gemacht hat.
Krass, trotz der ganzen neuen Sachen.
Also er muss 70, 80% der Werbeumsätze verloren haben, hat ein bisschen AI-Umsätze jetzt hinzubekommen wieder, aber nicht maßgeblich. Und deswegen ist das im Vergleich immer noch deutlich kleiner, als Twitter damals war, zum Beispiel. Und es, wie gesagt, die AI-Sparte wächst mit 12,5%. Das ist wirklich super. Also wenn man überlegt, wie viel Rückenwind AI hat, ne? Anthropic hat sich verzehnfacht gegenüber dem Vorjahr, OpenAI ist 3-, 4-mal Vorjahr gerade von der Größe, und xAI, das angeblich drittbeste Labor, wächst mit 12,5%, also einem Achtel.
Also das alte Twitter ist spielt keine große Rolle mehr. Die Werbung muss ein bisschen brutal eingebrochen sein. Die Reichweite ist ja teilweise noch da.
Spielt wirtschaftlich keine Rolle. Vom Einfluss her ist es leider noch relevant, muss man wohl sagen.
Und ich meine, und die ganzen Investoren, die ihm damals geholfen haben, das Twitter sozusagen zu kaufen, das sah ja inzwischen auch recht schlecht aus. Und da dachte ich mir, okay, jetzt hat er sich mit großen Jungs verzockt, die dann irgendwie ihm da teilweise viele Milliarden geliehen haben. Aber die werden wahrscheinlich jetzt auch alle ganz gut rauskommen und irgendwie an SpaceX irgendwie beteiligt werden in einer Form, sodass die dann alle sagen, Gott sei Dank habe ich damals dem Elon geholfen bei Twitter, denn es hat sich für mich im Nachhinein gelohnt.
Genau, das sind so Fidelity und die Saudis, die haben ja die Twitter-Übernahme mitfinanziert, auch Andreessen Horowitz zum Beispiel. Und die kriegen jetzt Liquidität. Also erstmal trägt die Schulden von X und XAI jetzt SpaceX. Ich glaube, die haben so 20, 30 Milliarden Schulden geerbt. Allein 2 Milliarden Schulden, also Zinsen müssen die zahlen im Jahr dafür.
Dafür.
Genau, haben auch, aber jetzt kommt neues Cash rein. Aber die können jetzt, also müssen es erstmal nicht abschreiben. Also Fidelity und so, die das fair bewerten müssen, hatten es ja schon zu mehr als die Hälfte abgeschrieben. Und ja, jetzt können sie es wahrscheinlich mit Gewinn verkaufen sogar, also kriegen ganz gute Rendite auf den Deal, wenn man, also wenn er zeigt sich dann doch für viele Leute jetzt auch als auf der Profiseite.
Mit Elon Geschäfte zu machen kann sich lohnen, ne?
Ja, also was Financial Engineering angeht, ist das glaube ich sein absolutes Meisterstück, diese Transaktion. Also aus dem Nichts eigentlich 1,5 Billionen Wert zu schaffen. Diese Firmen waren einzeln keine 500 Milliarden wert und jetzt sollen sie zusammen 1,8 Milliarden wert sein, obwohl sie kaum Synergien haben. Obwohl es keiner der Firmen mit Ausnahme von Starling wirklich gut geht, würde ich behaupten, oder sie irgendwie spannend wären.
Es gibt noch ein spannendes bisschen mit Cursor, was er jetzt dazu kaufen will, dieses Coding-Startup, die so ein bisschen wie Cloud Code kennt man ja sehr, womit man programmieren kann quasi mit KI, und das will er jetzt zukaufen. Das kann ihm so ein bisschen Wachstum geben, wenn er damit eigene Aktien zahlt, und ich glaube, das ist wieder der Faktor, den man nicht unterschätzen kann. Er hat halt jetzt eine sehr wertvolle Währung einfach geschaffen, die er auch nutzen kann, um zuzukaufen. Und das ist auch der große Unterschied.
Die eigene Aktie, ne?
Die eigene Aktie. Und das ist der große Unterschied zu Tesla, weil eigentlich würdest du sagen, wenn deine Aktie so überbewertet ist, versuch alles, deine Aktie zu verkaufen und Cash reinzukriegen für die Aktie, wenn die Leute das zahlen. Das konnte er bei Tesla aber nur begrenzt machen, weil er da keine speziellen Stimmrechte hatte. Und wenn zu viele Aktien verkauft wurden, ist er verwässert worden und sein Anteil ist immer kleiner geworden. Und er hat ja auch in den letzten Jahren immer wieder gesagt, er muss sich überlegen, ob er noch bei Tesla mitarbeitet, weil sein Anteil so klein und so irrelevant ist. Und jetzt bei SpaceX ist es ja so, er hat 88% der Stimmrechte oder um die 90% der Stimmrechte durch so eine spezielle Aktienstruktur. Und das heißt, auch wenn er Aktien verkauft oder wenn andere Investoren Aktien verkaufen und SpaceX Geld einnimmt, bleibt er der, der da alles entscheiden kann. Und ich glaube, das ist schon ein relevanter Faktor, was jetzt für ihn dieses SpaceX-Vehikel einfach viel, viel wertvoller macht, weil er damit immer mehr Cash einsammeln kann, Deals machen kann und trotzdem weiß, er hat den Einfluss.
Es gibt ja auch weiterhin die Spekulation, dass er eventuell Tesla übernehmen würde. Mit SpaceX, einerseits um die Herrschaft über Tesla wieder so ein bisschen zu festigen, weil er da eben zu wenig, ja, ausübende, ja, zu wenig, einfach zu wenig Stimmrechte hat letztlich. Und an SpaceX gehören ihm 42% der wirtschaftlichen Rechte und wie gesagt mehr als 80%, fast 90% der Stimmrechte. Und jetzt einerseits hat er beim letzten Tesla-Earnings-Call sehr pessimistisch, für seine Verhältnisse sehr pessimistisch geklingt, geklang, also so ein bisschen, als würde er die Firma fast schlecht reden wollen, um sie günstiger kaufen zu können. Daraus könnte man so ein bisschen schließen, dass er sie vielleicht von der Börse nehmen möchte mit SpaceX oder sie kaufen will oder so. Auf dem Papier macht das, da gibt es keine großen Synergien wieder, genauso wie bei den anderen Mergern, die er davor gemacht hat. Aber es könnte quasi einfach, dann hätte er halt seine eigene, seine eine X-Company, mit der ihm alles sozusagen, sein gesamtes Konglomerat gehört, und hätte alles unter einer Governance-Struktur, wo es eigentlich keine Governance, also außer die von ihm selbst, gibt.
Und die haben auch noch erstaunlich viele Bitcoins. Also wenn wir jetzt sagen, okay, es gibt jetzt diese 3, 4 Geschäfte mit Twitter und dann noch irgendwie Cursor, das sie vielleicht kaufen wollen, das noch nicht zu ihnen dazugehört. Aber dann habe ich gelesen, fast 20.000 oder 18.700 Bitcoins besitzt SpaceX, was ja auch schon massiv ist und einer der größten Bitcoin- Holer der Welt.
Ja, natürlich im Vergleich zu der Bewertung ist es total irrelevant. Also wenn du 1700 Milliarden Bewertung hast, dann irgendwie paar Milliarden Bitcoin zu haben, das spielt da keine große Rolle. Sieht man tatsächlich jetzt öfter bei Börsengängen. Also auch Figma zum Beispiel, dieses Design-Tool, die hatten auch Bitcoins auf der Bilanz und scheinen sich aktuell auch nicht so gut zu entwickeln. Ich glaube, spannend ist im Bitcoin-Fall wieder, es gibt ja diese eine große, der größte Bitcoin-Investor der Welt ist ja so eine Holding MicroStrategy oder nur noch Strategy heute. Und das ist eine börsennotierte Firma, deren Sinn besteht nur daraus, Bitcoin zu kaufen. Und die hatte in den letzten Jahren eigentlich genau die gleiche Logik, die man jetzt bei Musk auch sieht. Die war deutlich mehr als die Bitcoins wert, die sie hatte. Und das heißt, was MicroStrategy gemacht hat, sie hat einfach Aktien verkauft und hatte selbst vielleicht nur 10 Milliarden Bitcoin, hat dann für eine Milliarde Aktien verkauft und konnte dann für die Milliarde wieder viel mehr Bitcoins kaufen. Und war immer an der—
Wie kommt sowas? Also warum kann eine Firma sozusagen, wo die nur Bitcoin hält, dann mehr wert sein als die Summe der Bitcoins?
Weil man sozusagen dachte, das ist eine gehebelte Wette auf den Bitcoin. Also teilweise hatte sie noch Schulden. Und vor allem, wenn du als Bestandsinvestor drin bist und die Firma macht das und die Firma ist dreimal so viel wert wie der Bitcoin, verkauft eigene Aktien und verkauft damit wieder Bitcoin, macht sie ja mit diesem Trade, also mit dieser Kapitalerhöhung, sofort Gewinn. Und wenn du drinsteckst als Investor, ist natürlich super und kannst das Momentum nach oben mitnehmen. Gerade in den letzten Monaten hat man gesehen, die Stimmung Bitcoin ist schlechter geworden und die Aktie ist natürlich viel stärker gefallen als der Bitcoin. Aber da ist so ein bisschen dieselbe Logik, die man auch bei SpaceX jetzt sieht, dass man eigentlich mehr wert ist als das, was drinsteckt, und dann kann man eigentlich auf der Basis gut Kapital einsammeln.
Stell dir vor, du kommst nach der Arbeit nach Hause und dein Keller steht unter Wasser. Die Nerven liegen blank, du bist gestresst und brauchst dringend Hilfe. Das Letzte, was du jetzt willst, ist eine blecherne Computerstimme, die dir sagt: Für Schadensmeldungen drücken Sie die 1. Aber mit ElevenLab Labs kann das auch so ablaufen.
Hallo, hier ist Eleven. Was kann ich für Sie tun?
Hey, ich habe ein Problem! Mein Keller steht unter Wasser!
Oh nein, das tut mir leid. Machen Sie sich keine Sorgen. Unser Ziel als Versicherung ist es, Ihnen das Leben in dieser stressigen Situation leichter zu machen und nicht noch zu erschweren. Ich nehme den Schaden für Ihren Keller sofort auf.
Aber wie kann das sein, dass KI so menschlich klingt?
Das ist der neue Expressive Mode von Eleven Labs. Ich erkenne den Stress in deiner Stimme und passe meine Tonalität an. Ich höre nicht nur Wörter, ich verstehe die Emotion dahinter. Ich kann seufzen, lachen oder wie jetzt einfach eine beruhigende Stütze sein, während ich parallel den Gutachter für dich buche.
Also echte Empathie skaliert durch KI. Große Player wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut nutzen diesen Service bereits, um Kunden wirklich abzuholen. Es ist nicht mehr Mensch gegen Maschine, sondern Maschine für den Menschen. Erlebe die Zukunft der Kundeninteraktion auf elevenlabs.io/omr. Und ja, auch meine Stimme wurde mit ElevenLabs erstellt.
Was ich jetzt interessant fand, wo wir gerade über Trading und Bitcoin und noch generell Anlage Ich habe letzte Woche eine E-Mail bekommen von Trade Republic. Ich glaube, ihr werdet auch wahrscheinlich Kunden sein oder Testkunden haben, oder ja, wir kennen die ja nun sehr gut, auch als ehemaligen Partner in deinem Podcast. Christian Hecker auch schon ein paar verschiedene hier im Podcast gewesen. Wahnsinn, was die da aufziehen. Und da wurde dann mir eine Mail zugeschickt nach dem Motto, wir sind jetzt bestätigt worden als offizieller SpaceX-Broker, oder du kannst über uns jetzt SpaceX kaufen. Was war das denn?
Also gab ja ein paar verschiedene, die das hatten. Flatex, glaube ich, hatte das auch. Also einige Broker, ist jetzt nicht nur Trade Republic. Ich glaube, grundsätzlich ist halt genau der Punkt, Elon Musk gibt Privatanlegern relativ viel Zugang und hat jetzt auch in, gibt es auch paar Meldungen, in allen möglichen Ländern gibt es halt für Privatanleger Zugang zu dem Deal. Und da kann man jetzt quasi bieten und dann kann man gucken, wie viele Anteile man kriegt. Ich glaube, es ist so ein bisschen eine blöde Situation, weil der IPO sehr schlecht läuft. Dann willst du eigentlich nicht drin sein. Wenn er sehr gut läuft, kriegst du wahrscheinlich nur sehr wenige Anteile. Aber insgesamt glaube ich, gibt es einfach den Zugang, den sonst nur Profi-Investoren gehabt haben. Ist jetzt per se gar nicht schlecht. Ich glaube, man muss da vorsichtig sein, das nicht jetzt als Werbung zu verkaufen. Du musst jetzt mitmachen und nicht zu werblich zu sein. Grundsätzlich gibt es aber viele Privatanleger, denen bewusst ist, oder viele, die auch denken, ich gehe da rein, erwarte diesen Pop, über den Pip vorher gesprochen hat, und gehe dann sofort wieder raus.
Okay, okay. Bist du eigentlich irgendwie in SpaceX in irgendeiner Form drin? Weil ich meine, du warst ja schon, ich glaube, du bist ja Investor in OpenAI, du bist Investor in Anthropic über über irgendeine Art von Secondary Deals und so diesen Special Purpose Vehicles, so SPVs. Das machst du ja ab und zu mal mit, dass du da so Firmen mit reinkommst. Bei SpaceX auch?
Ich hatte mal opportunistisch auf 500 Milliarden SpaceX gekauft. Da war aber schon relativ klar, dass sie einen Börsengang machen werden und dass der über eine Billion, eher 1,5 Billionen war damals so das, was geredet wurde. Und ich will jetzt nicht sagen, dass das wie kostenloses Geld wirkt, aber sonst schien mir vom Risk-Return-Vertretbarkeitssystem Genau, aber Glückwunsch mit einem üblichen kleinen fünfstelligen Betrag. Okay, aber der kleine fünfstellige Betrag, wer ist jetzt dann das Vierfache wert? Oder dreieinhalb, vierfach. Genau, genau, genau. Ansonsten, ich glaube, für Trade Republic wird es erstmal gute Werbung sein. Also ich kann mir vorstellen, dass viele Leute Assets under Management dahin verlegen, also bei anderen Banken liquidieren, um es zu Trade Republic zu bringen. Im besten Fall bleibt es da, oder die Gewinne werden reinvestiert, oder man hält die Aktie vielleicht sogar länger. Also ich kann mir vorstellen, dass sie da 50, 100, 150 Millionen an zusätzlichen AUM rüberziehen von anderen Anbietern. Genau, also Kundengelder einfach generieren. Ich kann mir auch vorstellen, dass viele Positionen liquidiert werden. Ob das dann sozusagen für die langfristige Anlagestrategie schlau ist, wenn man jetzt seine ETFs verkauft, um beim Börsengang mitzuspekulieren, davon würde ich eher abraten. Also das, wenn man jetzt sagt, mit 5% seines Ersparten Möchte man auch mal so eine Wette machen, dann kann man machen, glaube ich.
Das hat bei dir auch am Ende funktioniert.
Genau, ich habe eine Altersvorsorgekasse und eine Spekulationskasse und mit der Spekulationskasse kann ich so was machen.
Wie bist denn du damals reingekommen, also bei SpaceX?
Über eine Secondary-Plattform.
Okay, das heißt, du hast selber gesagt, okay Mensch, ich bemühe mich mal. Da gibt es ja verschiedene, da glaube ich, kann jeder erstmal einen Account anlegen ab einem gewissen Jahreseinkommen oder Vermögen, das man nachweisen muss.
Nur dann kannst du damit traden.
Akkreditierter Investor sein, je nach Land gibt es da verschiedene Regeln. Genau, also irgendwie über 5 Millionen Net Worth oder über 500.000 Einkommen im Jahr. Es gibt für jedes Land so ein bisschen andere Regeln.
Dann könnte man wahrscheinlich jetzt, werden ja regelmäßig Sachen angeboten, jetzt in irgendwie OpenAI rein oder solche Sachen, wo halt schon Secondaries laufen.
Und Noah hat ja davon erzählt, dass bei SpaceX immer Liquidität gab. Also man hat ehemaligen Mitarbeitern oder frühen Investoren immer erlaubt, teilweise Shares zu verkaufen. Und so konnte man damals, ich glaube im Vorfeld der Merger war das, also man wusste schon Elon Musk will das für 1,2 Milliarden Billionen natürlich merchen. Gleichzeitig gab es aber noch Leute, die bereit waren für 500 Milliarden zu verkaufen und man wusste auch schon, das wird wahrscheinlich an die Börse gehen demnächst nach dem Merger, weil man sozusagen sich die Schulden von XAI und die Burn Rate von XAI einverleibt, muss man damit eigentlich an die Börse gehen. Deswegen weiß jetzt nicht, ob das Arbitrage war, aber es wirkte für mich so, als kann man da so eine Informationsasymmetrie ausnutzen. Nutzen damals noch. Also es ist weniger als ein Jahr her, ne. Also da war vieles von dem, worüber wir heute reden, zumindest grundsätzlich absehbar, würde ich sagen. Bin noch nicht sicher, aber ja.
Und was erwartet ihr jetzt für, sagen wir mal, den, also als Impuls, wenn jetzt das Ding dann gut funktioniert oder einigermaßen so, also wenn es einfach da ist an der Börse, ist das dann, wird das jetzt genau beobachtet von den Leuten bei Anthropic, bei OpenAI, bei den nächsten großen Börsengängen, die so im Raum stehen, oder hat das eine große Signalwirkung?
Auswirkung? Ich glaube, dafür auf jeden Fall. Also wenn man jetzt sehen würde, das funktioniert nicht so gut, gibt zum Beispiel keinen IPO-Pop, oder sie kriegen es vielleicht gar nicht zu einem Preis, immer sehr optimistisch schon sofort einen Preis festgelegt, zu dem sie an die Börse gehen wollen. Und eigentlich macht man ja einen Prozess, wo man erstmal sich austauscht mit Investoren und ein bisschen den Preis dann im Prozess festlegt. Und SpaceX hat gesagt, wir machen den Preis fix. Wenn man jetzt sieht, den können sie nicht durchsetzen, das wäre natürlich ein sehr schlechtes Signal. Und dann hat man es ja in den letzten Jahren immer wieder gesehen, dass auch größere Börsengänge abgeblasen wurden. Weil eben kein gutes Umfeld mehr war. Und jetzt auch die letzten Tage war die Börsenstimmung gerade nicht mehr so gut, ist so ein bisschen dieses KI-Klima gekippt. Wenn das so weiter bleibt, dann werden wir Anthropic und OpenAI vielleicht gar nicht mehr an der Börse sehen. Wenn es gut läuft, natürlich schon.
Ich glaube, für OpenAI ist es tatsächlich eine große Gefahr. Bei Anthropic würde ich, also prinzipiell gebe ich Noah recht, ich könnte mir vorstellen, dass Anthropic so selbst unter widrigen Umständen rausgehen könnte, weil sie zumindest derzeit ganz gute Zahlen haben und dadurch aber auch so ein bisschen Druck, weil sie werden wahrscheinlich, ich habe ja gesagt, sie verzehnfachen sich gerade, hatte so aus Versehen Monat, wo sie wahrscheinlich profitabel waren, je nach Betrachtungsweise. Und das wäre natürlich ein guter Zeitpunkt, um quasi ein IPO zu machen. Die Zahlen werden wahrscheinlich nicht noch besser, würde ich vermuten. Deswegen sollte Anthropic glaube ich trotzdem rausgehen. Und ich glaube, die Zahlen zumindest derzeit sind gut genug, um es auch zu schaffen, wenn SpaceX jetzt eher enttäuschend wird. Für OpenAI wird es aber glaube ich auf jeden Fall herausfordernd. Es könnte sein, dass die dann es vielleicht gar nicht mehr schaffen. Kaufen, wenn SpaceX enttäuschend werden sollte.
Gibt es noch andere Implikationen, also jetzt auf andere Firmen, offensichtlich auf Personen, auf politische Ereignisse, auf irgendwelche—
also man müsste mal überlegen, ob man, also ob man alles andere shorten muss, weil diese Firmen so viel Liquidität aufsaugen werden. Also die Börsengänge von OpenAI und Tropic werden ja auch anderthalb Billionen wahrscheinlich so in dem Dreh sein. Wenn die jetzt 10% floaten würden, dann werden das noch mal 300 Milliarden an Liquidität, also noch 4-mal so viel wie bei SpaceX jetzt an die Börse geht. Selbst wenn nur 5% floaten, dann wären es doppelt so viel. Aber dann würden wir, wie gesagt, 6, 7, 8-mal so viel ausgeben, wie alle Börsengänge eines Jahres normalerweise verbrauchen, nur für die 3 Firmen. Und Google hat gerade 85 Milliarden noch mal zusätzlich eingesammelt an Liquidität. Meta hat angekündigt, das Gleiche machen zu wollen gerade.
Die saugen quasi alle anderen börsennotierten Firmen trocken.
Die Frage ist so ein bisschen, wo das Geld herkommen soll, ne? Können wir wieder, wenn man jetzt so ein bisschen, du hast ja nach Politik gefragt, also Trump möchte sicherlich gerne Zinssenkungen haben. Das ist glaube ich kein Geheimnis, dass er daran arbeitet. Billiges Geld würde immer helfen, sowas noch weiter zu befeuern. Also wenn die Zinsen sinken, werden solche, alle Investitionen in Aktien relativ gesehen attraktiver. Die größte Gefahr ist glaube ich, was ich auch im Vortrag auf der OMR erwähnt habe, die günstigen Modelle aus China, also die wirklich 90, 95% der Leistung für 10% der Kosten anbieten. Im Moment für viele Use Cases reicht das schon. Ein Großteil der Startups arbeitet mit chinesischen Open-Source-Modellen inzwischen, also auch der US-Startups. Das ist schon eine große Gefahr, würde ich sagen. Aber auch darauf könnte Trump reagieren, indem er einfach großen Firmen verbietet, mit chinesischen Open-Source-Modellen zu arbeiten, aus Sicherheitsgründen oder was weiß ich. Also da könnte man damit rechnen, dass es neuen Protektionismus gibt oder einen Backstop, dass der Staat Garantien für Datacenter ausspricht. Ich rechne eigentlich fest damit, dass es so eine Art Tax Credits geben wird für Datacenter-Ausbau, um das noch weiter zu zu beschleunigen, also dass man quasi Steuergutschriften bekommt für das Geld, was man investiert. Also da gibt es noch ein großes Toolset an politischem Handeln. Selbst sollten sich jetzt noch mehr Risiken abzeichnen, kann man darauf wahrscheinlich noch reagieren und wird reagieren, weil jeder in der Trump-Administration weiß, dass die gesamte US-Wirtschaft gerade an diesem KI-Thema und KI-Narrativ hängt eigentlich.
Ich glaube, worauf man sich generell einstellen kann, ist, dass die Börse noch volatiler wird tendenziell. Also man sieht ja jetzt schon, es gibt wenn Nvidia Quartalszahlen liefert, ist die Börse halt super nervös. Sind die viel besser als erwartet, dann ist die Börse relativ stabil. Aber selbst wenn sie nur halb so gut sind oder nur knapp über den Erwartungen, fällt oft die Gesamtbörse relativ stark, der gesamte Techmarkt. Sieht man auch bei Broadcom mittlerweile, so der andere große Chipplayer, der wahrscheinlich noch gar nicht so bekannt ist jetzt in der breiteren Masse. Und ich glaube, solche Firmen werden vor allem OpenAI und Anthropic auch total werden. Und wenn man dann mal ein Quartal sieht, oh, bei Anthropic wird das Wachstum langsamer, dann kann es schnell gehen, dass auch alle anderen Chip-Aktien abschmieren, weil dann denkt man, wenn sich jetzt das Wachstum verlangsamt, werden die nächstes Jahr oder in 3 Jahren weniger Rechenleistung brauchen, dann werden weniger Rechenzentren gebaut, dann werden weniger Chips produziert. Also die Börse denkt ja gerade sehr langfristig und sehr optimistisch und das führt halt immer dazu, dass es auch relativ viel Downside gibt.
Es gab ja gerade diese Äußerung von dem Uber Chief Operating Officer, der gesagt hat, er spürt so ein bisschen den ROI von KI gar nicht und er limitiert jetzt mal, was jeder Uber-Mitarbeiter ausgeben kann, auf 1.500 Dollar im Monat. Und das hat sofort die Märkte bewegt, ne. Und dann die, die Chip-Stocks und Memory-Stocks sofort einstellig. Also sie hat wahrscheinlich 100, 200, 300 Milliarden an Marktkapitalisierung vernichtet, weil alle sofort auf dieses Narrativ gegangen sind. Jetzt ist da wieder jemand, der sagt, KI lohnt sich gar nicht und es macht alles keinen Sinn. Und ja, der Markt ist da wirklich sehr volatil und sehr, sehr ängstlich bei sowas auch gerade wieder. Zu Recht, ne. Also wir sind ja so Man sagt mal so, man weiß nicht, ob man 1998 oder im Jahr 2000 ist. Es fühlt sich immer wie der vorzeitige Höhepunkt an. Es ist alles sehr bubbly, frothy, sagt man im Englischen. Alle sind gierig. Es gibt diese typischen Exzesse. Man versucht noch mal, dass jeder da investieren kann. Es werden Kryptowetten gemacht, diese Perpetuals, Prediction Markets auf IPOs, lauter Sekundär- und Tertiärprodukte, die eigentlich nur noch darauf wetten, wie das alles ausgeht am Ende. Und das sind ja so alles Exzessphänomene, die typischerweise im Höhepunkt der Bubble eintreten. Aber es kann auch sein, dass wir 1998 sind, so, und die 2 größten Jahre der Börse noch vor uns stehen. Das weiß man halt nicht. Beides ist möglich.
Okay, also wir werden es beobachten. Ist das denn irgendwie so ein Anlass? Gibt es irgendwelche Partys oder so Lounge-Partys, IPO-Partys? Ist euch irgendwas zu Ohren gekommen? Werdet ihr das irgendwie, werdet ihr aufbleiben und das irgendwie live verfolgen?
Oder ich habe schon gehört, dass es ein, 2 Livestreams auf jeden Fall geben wird. Es gab ja selbst bei Nvidia teilweise über Quartalszahlen gibt es so Watch- oder Livestream-Partys, wo man sich dann die Zahlen zusammen angeguckt. Es wird sicher beim IPO auch geben von SpaceX.
Aber ihr habt noch keine Termine im Kalender nach dem Motto SpaceX-Livestream?
Also wir werden bestimmt unseren Podcast in den Abend verschieben, damit wir den Tag so ein bisschen miterlebt haben. Am Freitag ist ja die Erstnotierung und ich glaube, Leute betrachten das schon mit viel Sorge, aber auch Erwartungen. Also ich bin auch gespannt. Bis vor 2, 3 Wochen hätte ich noch gesagt, ich rechne fest mit dem Pop aufgrund der zu wenig Angebot an Aktien. Jetzt wo der S&P 500 aber so ein bisschen bei seiner Strategie geblieben ist, und man mehr und mehr zu Retail-Anlegern gibt, das heißt, die Nachfrage von Retail-Anlegern vielleicht auch schon so ein bisschen bedient wird mit dem IPO, also sie müssen es dann gar nicht mehr an der Börse nachkaufen, könnte es auch sein, dass der Pop gar nicht so groß wird. Aber also ich kann mir zwischen SpaceX ist am ersten Tag schon 3 Billionen wert und macht 60% plus und sie verlieren 20% alles vorstellen noch.
Es gab ja riesige Werbeaktionen jetzt schon im Vorfeld auch von der JP Morgan CEO Jamie Dimon, der eigentlich immer eher so ein bisschen konservativer Der hat ja mit Elon Musk einen Livestream gemacht vor Tausenden JP-Morgan-Kunden und ihn dann zu Space gefragt, den er als den neuen Thomas Edison bezeichnet. Die Mama von Elon Musk war auch da. Die Bank of America hat parallel dazu genau dasselbe gemacht, auch so ein Riesenevent mit Tausenden Kunden, was eigentlich total untypisch ist. Und das hat mich, muss ich sagen, so ein bisschen— also wenn es jetzt total easy wäre, wieso wird Elon Musk da jetzt auftreten müssen? Und wieso muss sich da jetzt Jamie Dimon hinstellen, dem das sicher nicht ganz so gut gefallen hat, dass er das jetzt da so ein bisschen pushen muss? Das könnte schon darauf hindeuten, dass es nicht ganz so easy ist, diese 75 Milliarden zu verkaufen. Was vor allem spannend ist, weil diese 80 Milliarden von Alphabet, die haben ja auch für 80 Milliarden Aktien verkauft, hat man gar nicht gemerkt. Das haben die einfach so in den Markt gedrückt. Und da merkt man halt schon, SpaceX kann halt funktionieren, wenn die Stimmung gut ist. Und Google oder Alphabet kann halt auch gut funktionieren, wenn die Stimmung nicht so gut ist, weil dann Business dahinter ist und die Zahlen dafür sprechen.
Zufällig auch gerade eine große Out-of-Home-Kampagne, hast du bestimmt gesehen, in Starlink, so an Bahnhöfen in München. Ich glaube, Hamburg auch gibt es viel Werbung für Starlink. Für Städte ja eigentlich gar nicht so viel Sinn macht. Also der Sweet Spot für Starlink ist ja eigentlich nicht unbedingt in Großstädten, sondern eher flaches Land vielleicht mit schlechten Verbindungen. Also ich gehe davon aus, dass es auch so ein bisschen PR dahinter ist und dass man versucht, den Preis für die Kampagne so ein bisschen zu rechtfertigen mit allgemeiner PR und vielleicht auch dem Rekrutieren neuer Aktionäre.
Okay, also der Super Bowl für Wirtschaft oder das WM-Finale für Wirtschaft, wenn alles zusammen jetzt in wenigen Tagen. Vielen, vielen Dank für eure Einschätzung, für die Kommentierung, für ja für so viel Hintergrund. Dankeschön.
Sehr gerne. Ich habe zu danken.
Danke.
Also wer mehr wissen möchte, Doppelgänger Podcast gibt es verschiedene Folgen, wo es auch unter anderem um SpaceX geht und Elon Musk und und die ganzen KI-Firmen. Bei dir gibt es auch jeden Tag viel Content ohne Aktien mit Share Podcast. Also es gibt mehr. Das war der Omer Podcast. Vielen Dank.
So, wem diese Folge gefallen hat, wer sich für SpaceX und auch für Raumfahrt interessiert, dem empfehle ich dringend eine Folge mit Hans Königsmann, aufgenommen im Jahr 2025.
Also ihr müsst etwas runterscrollen.
Hans Königsmann war einer der ganz, ganz frühen, fast schon Mitgründer von SpaceX, ein Deutscher. Der war zu Gast.
Also Hans Königsmann, OMR googeln.
Oder ein anderer Kandidat, auch ein Deutscher, Marco Fuchs, der macht OHB, eine Satellitenfirma, also auch Weltraum. Er ist Zulieferer von SpaceX und der war 2023 im Podcast. Also auch gerne googeln: OHB UMR Podcast.
Ihr werdet's finden.
In eigener Sache und zwar werde ich doch seit Jahren wirklich häufig gefragt, ob mir für eine offene Stelle irgendwo jemand einfällt und zwar als Arbeitnehmer, als Mitarbeiter an einem spannenden Projekt in einem größeren Unternehmen wie auch immer vom High-Profile-Job bis zum ganz normalen Profil ist alles dabei und häufig ist mir wirklich schon mal jemand eingefallen und ich habe Intros gemacht, Leute zusammengebracht, dann kam häufig Monate später eine WhatsApp mit: Danke, heute ist mein erster Arbeitstag, oder: Danke, passt perfekt. Wie auch immer, meistens hatte ich schon längst vergessen, dass ich da zwei Seiten zusammengebracht hatte. Und genau das möchte ich jetzt etwas professioneller aufziehen. Deshalb haben wir nach einiger Zeit des Testens jetzt ein eigenes Produkt erschaffen innerhalb von OMR, und zwar OMR Executive Search. Haben dafür extra einen neuen Kollegen an Bord geholt, und zwar den Sebastian Sebastian Herrgott, also ja wirklich Herrgott. Er ist seit ganz vielen Jahren in der Branche und bringt genau solche Leute aus der Branche zusammen und hilft mir dabei. Wer also jetzt hier zuhört und gerade jemanden sucht auf Leadership-Ebene oder auch einen drunter im Marketing, in Digital, in Sales, in KI, dann schreibt uns bitte an ahead@omr.com. Ahead@omr.com. Das erste Gespräch mit Sebastian oder mit mir, kostet gar nichts. Wir hören einfach zu, was oder wen ihr sucht, und dann wird der Sebastian oder auch ich für euch aktiv werden. Also meldet euch bitte, auf geht's! Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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