Top-Fondsmanager Jan Beckers (#767)
15 Jan 2025 · 73 min
In this OMR podcast episode, host Philipp Westermeyer interviews Jan Beckers, founder and chief investment officer of BitCapital, Germany’s leading retail‑focused technology fund with roughly €1.7 billion AUM. Beckers explains the fund’s structure – a mix of retail and institutional capital – and its active stock‑picking approach that targets global technology leaders such as HelloFresh, Kaspi, Nubank, Duolingo and Nvidia. He highlights the central role of data, AI and proprietary research pipelines in generating alpha. The conversation then shifts to specific case studies: a costly, high‑risk venture in the e‑VTOL maker Lilium, which Beckers describes as the fund’s worst investment but still a technology he believes will reshape mobility; and a short‑term opportunistic trade in Carvana, where the fund captured a 500 % gain before exiting. Beckers also shares his bold view that Germany should consider a sovereign Bitcoin reserve to diversify its balance sheet, and critiques the country’s lack of state support for deep‑tech firms. He discusses his nuanced stance on subsidies, the political landscape, and his limited but cross‑party engagement with policymakers. The interview touches on his perspective on Elon Musk’s platform (Twitter/X) as a free‑speech venue, his assessment of the German automotive sector (important but currently a “sideline” for BitCapital), and the broader challenge of retaining talent in Germany. Beckers predicts Friedrich Merz as the most likely future chancellor, while expressing skepticism about the current government’s performance. Throughout, he emphasizes a long‑term, risk‑aware investment philosophy, the importance of technology for Germany’s economic future, and the need for a more entrepreneur‑friendly environment.
Chapters
Obwohl er schon häufiger im OMR Podcast zu Gast war und sich auch nicht bewusst irgendwo versteckt, ist für seine Leistung, für seine Erfolge der Jan Beckers aus meiner Sicht nach wie vor unentdeckt. Wahrscheinlich einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer der Generation zwischen 30 und 50, sicherlich auf dem Weg zum Milliardär. Außerdem wahrscheinlich einer der erfolgreichsten Aktieninvestoren, Anleger der letzten Jahre weltweit. Wir reden global, also niemand an der Wall Street oder sonst wo in der Welt hat deutlich besser angelegt als der Jan Beckers. Er schlägt die weltweiten Benchmarks mit Digitalfirmen im Wesentlichen. Wie er das macht, wann er Bitcoins gekauft hat, was er sich von Elon Musk wünscht, warum man sich einen deutschen Elon Musk wünschen würde und wie es ihm geht, wenn er innerhalb weniger Tage 30, 40 oder 50 Millionen privatem Geldvermögen verliert. All das gibt es jetzt im großen Jan-Beckers-Update. Und apropos Update und unentdeckt, so wie der Jan Beckers unentdeckt ist, gibt es auch jede Woche Artikel, Posts, Videos, Dokumentationen, Bücher, die mir geschickt werden, die ich mit meinen Kollegen hin und her schicke, die mir Freunde schicken, und die teile ich mit euch kostenlos, werbefrei. Jeden Freitag schicke ich da 3 Links raus mit einem kleinen Text per WhatsApp. Wer das bekommen möchte, einfach googeln: Westermeyer WhatsApp oder Link in den Shownotes. Das Ganze wird möglich gemacht von unseren Partnern von Charles, dem WhatsApp-CM-System, dem wir gerne vertrauen.
Let's go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
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Hallo Jan. Hallo Philipp. Also für alle, die die ersten Podcasts mit dir nicht gehört haben: Du warst mal eine Weile Unternehmer, warst unter anderem auch, kann man ja nachhören, beteiligt am Aufbau von Delivery Hero, von verschiedenen anderen. Du warst sogar mal Chefredakteur von Gründerszene, hast mal Partys gemacht in Münster, deiner Heimatstadt, hast mal BWL studiert, hast dann selber auch eine größere Health-Gruppe aufgebaut, eine größere Mobile-Gruppe aufgebaut. Das war so eine Zeit, wo du operative Business gemacht hast, und dann kam die neue Phase, da hast du angefangen, als Unternehmer Fonds zu gründen.
Genau, so kann man das sagen. Ich habe eigentlich, seit ich 15 bin, nebenbei schon in Aktien investiert und habe irgendwann dann aber gesehen, okay, das macht mir eigentlich am meisten Spaß, und da habe ich auch am meisten Edge. Insofern habe ich dann ein weiteres Unternehmen gegründet, dieses Mal aber BitCapital, und wir sind ein Asset Manager, der eigentlich weltweit in Aktienmärkte investiert und dort den Anspruch hat, dass wir regelmäßig in den Aktienmärkten Titel finden, die irgendwie sich in kürzerer Zeit auch mal verzweifachen können.
Das klingt ja eigentlich jetzt erstmal ziemlich verrückt, und wenn man das häufig so liest, irgendwie hier, weiß ich nicht, Verdopplung oder solche Sachen, dann denkt man immer, okay, das ist ein bisschen übertrieben und kann nicht ganz stimmen. Aber wenn man jetzt mal guckt, seitdem ihr angefangen habt, habt ihr jetzt glaube ich 800% Rendite. Du hast jetzt nach einer Downphase, die es auch gegeben hat, aktuell All-Time-High mit deinen Fonds. Also es ist schon, das ist schon real.
Genau, also ich sag mal, im allerersten Fonds, den wir aufgelegt haben, der nur Institutionellen zugänglich ist, 800% in 7 Jahren. Und in das Produkt, wo jeder investieren kann, in etwas weniger Zeit haben wir glaube ich 500% Rendite nach allen Kosten der Fonds für unsere Anleger gemacht. Warum ist das so viel? Das ist der Global Technology Lead.
Also das, darüber kann man an der Börse investieren?
Genau, das kann jeder eigentlich in fast jeder Brokerage kaufen, zumindest in jeder Brokerage, wo man auch Fonds kaufen kann.
Also wenn man bei Scalable ist oder bei Trade Republic oder so?
Bei Trade Republic nicht, ansonsten aber eigentlich fast überall, wo man Aktien oder Fonds kaufen kann.
Deutsche Bank, Casper?
Ja, ganz entspannt.
Und warum gibt es zwei verschiedene? Also warum gibt es einen, der nur für die Institutionellen ist?
Das hat eigentlich nur mit Regulatorik zu tun. Wir dürfen in dem Fonds, der nicht für Kleinanleger ist, einfach noch etwas freier anlegen von den Policies, und das erlaubt uns dann auch noch mal typischerweise, wenn wir richtig liegen, noch mehr Rendite rauszuholen. Wobei man sagen muss, auch der Fonds für jedermann der hat im Jahresschnitt jetzt 32% in den letzten, ich glaube, 6, 7 Jahren jetzt gemacht. Also auch hat sich insgesamt sehr gut geschlagen.
Dann mal direkt vorab: Wie ist es möglich? Also was siehst du, was, und das muss man wirklich sagen, auf der Welt, in Deutschland auch, aber wirklich weltweit die wenigsten anderen Fondsmanager, es gibt ja tausende und hochbezahlte Menschen mit allen möglichen Abschlüssen, was siehst du, was die nicht sehen?
Ich würde sagen, wir haben es jetzt geschafft, uns ein Team aufzubauen, 40 Leute inzwischen, die eigentlich nichts anderes machen den ganzen Tag, als wirklich sich auf Tech-Aktien zu fokussieren, das aber weltweit. Wir haben, würde ich sagen, von Anfang an eigentlich immer einen guten Riecher gehabt, aber was in den letzten Jahren dazu kam: Wir haben einfach uns viele sehr, sehr gute Datensets, ich sag mal, zusammen kuratiert. Wir haben uns sehr, sehr gute Software geschrieben, in den letzten Jahren natürlich auch unsere eigenen AI-Tools, die noch mal wieder unsere Researcher viel produktiver machen, insgesamt jetzt einfach einen sehr, sehr robusten Prozess entwickelt, der uns erlaubt eben immer wieder Unternehmen zu guten Zeitpunkten zu kaufen, aber wichtig auch diese dann, wenn viel, ich sag mal, im Kurs schon wieder reflektiert ist, das heißt die Kurse gut gestiegen sind, die Unternehmen teurer geworden sind, dann eben sehr aktiv auch zu verkaufen und wieder in günstigere Titel zu reinvestieren. Und dieser aktive Stil, den wir haben, der hat sich jetzt gerade in den letzten 2 Jahren noch mal wieder sehr, sehr deutlich ausgezahlt.
Ich habe jetzt versucht ein bisschen vorab zu gucken, was sind das für Titel. Also mir ist aufgefallen, das hattest du mir glaube ich auch schon vor Jahren erzählt, da bist du schon seit ganz vielen Jahren immer dran, Caspi ist so eine kasachische Fintech-Firma.
Genau, Kaspi ist eine kasachische Fintech-Firma. Die haben es geschafft, allein in Kasachstan, was ja ein Markt von 20 Millionen Menschen ist, Firma aufzubauen, die letztes Jahr 2 Milliarden ungefähr Nettogewinn erzielt hat, immer noch irgendwo um 20, 30% wächst, moderat bewertet ist mit einem KGV von etwa 9. Das war aber gar nicht eine unserer guten Aktien. Also ich sag mal, wahrscheinlich haben sie etwa 80, 90% unserer Aktien in 2024 performt. Die Aktie Sie hat jetzt nicht im Speziellen gut performt. Operativ ja, aber ansonsten sind es einfach weltweit ganz unterschiedliche Titel. Nubank war 2 Jahre lang eigentlich unser größter Titel und dann haben wir sie, weil die Datenlage schwächer wurde und weil einfach die Aktie gut performt hat, vor einigen Monaten rausgeschmissen, also temporär aus dem Portfolio genommen. Und siehe da, die Aktie knickte jetzt auch gerade 30% ein. Insofern gut für unsere Anleger erstmal, dass wir jetzt nicht dabei waren. Genau, eine der besten Fintech-Banken der Welt mit Abstand, auch hoch profitabel inzwischen, tolles Unternehmen weiterhin. Nur genau, wir haben gesehen, Daten haben sich verschlechtert, gleichzeitig ist die Aktie teurer geworden. Die brasilianische Makrosituation hat sich verschlechtert, mit der Regierung einfach, ich sag mal, ihr Haushalt nicht im Griff hat, deswegen hat die Währung abgewertet und wir haben es auch, weil wir eben ein brasilianisches Teammitglied haben, früh kommen sehen, sind raus. Wir werden bestimmt irgendwann mal wieder einsteigen, aber da hat es sich einfach für unsere Anleger einmal wieder ausgezahlt, dass wir diesen aktiven Stil an der Stelle verfolgen.
Aus Deutschland habt ihr, glaube ich, im letzten Jahr nur eine Firma gehabt, HelloFresh.
Ja, wir haben— HelloFresh ist insofern interessant, weil wir waren ja in der Pandemie dort mal investiert, als es wirklich massiv nach oben ging. Es war irgendwie offensichtlich, die Leute müssen zu Hause bleiben, dann bestellen sie ihre Kochboxen. Hat damals für uns sehr gut funktioniert. Dann haben wir sie zwischendurch komplett aus dem Portfolio einmal rausgenommen. Als die Aktie dann stark gefallen war, haben wir mal eine kleine Position aufgebaut, dann fiel sie allerdings noch massiv weiter. Und das haben wir dann zum Anlass genommen, ganz intensiv Research zu machen, und sind dann schnell dazu gekommen, dass der Markt gerade, auch wenn er gerade massiv abverkauft hat, das war so Mitte des Jahres, sich irrt. Und dann haben wir nach viel akribischer Arbeit, vielen Expertengesprächen, viel Daten, die wir uns angeschaut haben, gesagt, hey, hier gehen wir jetzt massiv rein, und haben es dann eigentlich zu unserer größten Position aufgestockt. Und seitdem sind die im Sommer so etwa 70, 80%, oder im Hoch auch 100%, seitdem gestiegen. Und es bleibt weiterhin eine unserer großen Positionen, weil wir einfach ordentliche—
Wie viel Geld habt ihr drin?
In einem Retailfonds heißt es, wir dürfen etwa 10% unserer Portfolio- und unserer Fondsanteile da drin haben, was wir dann, wenn wir hohe Upside sehen, auch durchaus mal machen. Generell haben wir einen dreistelligen Millionenbetrag derzeit über verschiedene Fonds von uns in HelloFresh investiert.
Damit kann man ja fast— ich meine, die Firma war ja zwischenzeitlich, glaube ich, unter einer Milliarde wert. Wenn man dann da jetzt überlegt, man geht da mit 100 Millionen hinter, dann kann man sogar den Kurs auch selber fast ein bisschen mit pushen.
Also mit pushen will man ihn ja nicht, weil man möchte ja irgendwie günstig da reinkommen. Und das heißt an der Stelle, wenn man dann eher, ich sag mal, ein mittelgroßes Unternehmen hat und eine wirklich große Position macht, dann muss man einfach schon im Trading aufpassen. Was heißt, wir haben unseren eigenen, ich sag mal, oder mehrere eigentlich Fulltime-Trader, die irgendwo dafür sorgen, dass wir gerade günstige Block-Opportunities, die sich in Märkten ergeben, also von anderen großen Marktteilnehmern kaufen. Und genau das gab es nämlich. Als wir nämlich rein sind, haben ganz viele andere große Investoren das Handtuch geschmissen und sich gedacht, hey, nachdem die jetzt schon wieder hier ihre Zahlen gerade nicht getroffen haben, gehen wir jetzt raus. Insofern konnten wir eigentlich von anderen Investoren nahtlos übernehmen und insofern war das für uns jetzt von der Tradingaufgabe eigentlich ganz, ganz dankbar.
Okay, und dann ist es auch so, dass du dann in allen Fällen oder gerade bei HelloFresh, kann ich mir vorstellen, das ist ja auch ein deutsches Gründerteam, also auch ein deutsches Management bis heute, dann auch sehr mit denen telefonierst, dich triffst und sowas alles?
Auf jeden Fall. Das hat natürlich sehr geholfen am Ende. Ich sag mal, aus der Berliner Gründerszene kennt man das Unternehmen natürlich schon lange. Ich kannte auch den Gründer schon, bevor er überhaupt HelloFresh gegründet hat. Und es war tatsächlich so, dass dann, nachdem die infolge der Pandemie ihre Zahlen über einen längeren Zeitraum, wie sie die prognostiziert hatten, nicht mehr getroffen haben, weil es einfach gegenlaufende Dynamiken gab. Und da muss man sagen, da war einfach so ein bisschen die Grundstimmung unter anderen Fondsmanagern, ach, das sind, ich sag mal, ein schlechtes Management und die können da alle gar nichts und sonst was. Und da muss ich sagen, da hilft einem natürlich das Wissen, dass man gesehen hat, wie das Unternehmen aufgebaut wurde, auch wie es aus Deutschland heraus Marktführer wurde in den USA, alle anderen Anbieter weit hinter sich gehalten hat, 80% Marktanteil gehabt. Und dann kommt man nicht direkt, oder mit den Einsichten kommt man nicht direkt zum Schluss, hey, nur weil die jetzt mal ein paar Quartale hintereinander die Zahlen nicht getroffen haben, dass es gleich irgendwie ein schlechtes Management ist. Und insofern haben wir halt, ich sag mal, Auch weil wir natürlich irgendwie nah dran sind an diesem Unternehmen und weil wir Wettbewerber kannten, insgesamt viele Gespräche dort geführt haben, auch die ganzen privaten Wettbewerber gesprochen haben, um unser Bild dort zu vervollständigen, haben wir dann gesagt, okay, hier gehen wir die Wette ein, alle anderen verkaufen, wir sammeln diese Stücke auf. Und dann war auch der Turnaround, ist gut sichtbar geworden. Also ich sag mal, er zeichnet sich eigentlich gerade erst ab und wir glauben eben, weitere Upside ist da und deswegen ist es auch weiterhin für uns eine große Position. Aber sonst hast du wenig deutsche Sonst haben wir relativ wenig deutsche Positionen, muss man sagen. Also wir haben natürlich den, man muss es anders sehen, wir haben natürlich den Luxus, für unsere Anleger weltweit zu gucken. Unsere Aufgabe ist ja am Ende, für deutsche Anleger dafür zu sorgen, dass sie eben nicht nur im hiesigen Markt investiert sind, sondern einfach von der Fülle der Chancen in technologisch teilweise einfach ja weiter fortgeschrittenen Märkten, insbesondere natürlich USA, aber auch China, aber auch viele Schwellenländer, dort jeweils die Perlen rauszusuchen und damit irgendwie für deutsche Anleger auch in Zeiten, wenn es in Deutschland gerade schlecht läuft, eine insgesamt gute Rendite zu erzielen.
Aber trotzdem ist ja so aus Makrosicht betrachtet jetzt als Deutsche, die wir beide sind, wäre es ja schon schön, wenn es noch ein paar mehr, aber du findest sie nicht.
Wir werden sie finden, aber ich bin, nein, das ist nicht richtig. Also wir waren, man muss dazu sagen, wir waren lange eigentlich, uns gibt es ja jetzt seit 10 Jahren, sehr, sehr unterinvestiert in Europa, einfach nur aus der Perspektive, dass es wenige relevante Unternehmen für uns gab zu attraktiven Bewertungen. Und ich glaube, das wird sich jetzt in den nächsten 1, 2 Jahren durchaus ändern. Also wir haben mit HelloFresh ja ein schönes Beispiel gefunden. Wir glauben, es gibt auch noch ein paar andere interessante Unternehmen, weil wir hierzulande doch eine Reihe wirklich guter Unternehmen haben. Nicht irgendwie in derselben Breite jetzt wie in den USA, weil die Bewertungen teilweise interessanter sind natürlich und weil natürlich gerade wenn, ich sag mal, die Stimmung so schlecht ist, auch nicht so genau hingeschaut wird. Und insofern glaube ich, dass wir einfach mit unserer Expertise, auch mit den weltweiten Vergleichsmöglichkeiten, die wir haben, in den nächsten Jahren auch in Deutschland, Europa einige sehr, sehr gute Unternehmen picken werden. Wir glauben aber nicht, dass jetzt in der ganzen Breite der Markt all dieser Nebenwerte dort jetzt irgendwie sich gigantisch entwickeln wird, weil wir natürlich einfach weiterhin sehr ernste, teilweise auch hausgemachte Schwierigkeiten hier haben. Und genau insofern gilt einfach, Stockpicking wird uns in diesem Markt, glaube ich, einen großen Vorteil liefern. Insofern, wenn wir ein, paar Jahren noch mal sprechen, dann werden wir glaube ich über noch ein paar andere Gewinner sprechen können, die wir hier gepickt haben.
Eine deutsche Firma, die ihr zumindest auch lange mit im Portfolio hattet, die Tonys, also die Tony-Boxen, Kinderspielzeug, das hattet ihr vielleicht von deren SPAC damals angefangen bis vor kurzem scheinbar. Und da habt ihr gesagt, jetzt ist aber zu teuer geworden.
Ja, ich würde so sagen, am Ende hat sich die Firma operativ durchaus positiv entwickelt, aber auch, ich sag mal, nicht in dem Maße Fortschritte gemacht, insbesondere bei der Profitabilität, wie wir es einfach bei anderen Gelegenheiten gesehen haben. Und dann ist es halt einfach immer eine relative Entscheidung für uns gewesen. Hey, wenn wir irgendwie in Deutschland gerade eine gute Möglichkeit sehen, aber woanders gerade eine sehr gute, dann entscheiden wir uns eben immer für die, für die sehr gute, die wir gerade sehen. Insofern sind wir dort derzeit raus, aber es kann durchaus sein, dass wir irgendwann wieder sagen, hey, jetzt ist gerade spannend oder so, aber jetzt Aktuell haben wir für uns bessere Opportunitäten woanders gefunden.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Businessversicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business-Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos Und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr, natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Aber so von den ganzen großen Magnificent-Seven-Firmen, da haltet ihr euch eh fern, weil das ist euch alles zu wenig Edge?
Nein, gar nicht. Wir sind sehr flexibel. Wir haben, als ChatGPT rauskam, natürlich das Portfolio einmal komplett darauf geprüft, wer sind eigentlich jetzt die nächsten großen Gewinner davon, und hatten dann ein Portfolio, wo gerade zu Beginn sehr, sehr viel Big Tech dann auch drin war. Natürlich mit Microsoft viel Gewinn gewonnen, obviously mit Nvidia, die auch jetzt noch im Portfolio bei uns drin sind, haben mit Meta viel gewonnen auch und sind flexibel, was die Größenordnung der Unternehmen angeht, in die wir investieren. Schauen einfach jeweils, wo glauben wir, können wir für unsere Anleger die meisten Returns erholen und was bildet insgesamt für uns das beste Portfolio von verschiedenen Opportunitäten ab. Und da gehört auch Big Tech dazu, aber nicht in diesem Buy and Hold. Wir kaufen eine Aktie und dann bleibt die da 20 Jahre dann liegen. Das ist für den Privatanleger eine valide Strategie. Für uns ist es aber so, mit dem, was wir inzwischen an Daten haben, mit der Nähe, die wir zu den Märkten haben, in denen wir agieren, können wir eben mehr Return für unsere Anleger rausholen, wenn wir nicht sagen, hey, wir kaufen und dann lassen wir es 10 Jahre liegen, weil es ein ganz tolles Unternehmen ist, sondern wir wirklich aktiv sagen, hey, wird jetzt vielleicht Nvidia gerade ein gutes Quartal oder ein schlechtes, wenn wir eine begründete Aussage dazu haben. Und genau, und da ist natürlich dann Big Tech durchaus auch ein relevanter Faktor für unser Portfolio. Aber wir sind typischerweise immer eher so bei 1 bis 3 der Big-Tech-Unternehmen investiert, wo wir gerade sagen, hey, dort spricht gerade vielleicht deren Geschäftsmodell und die Datenlage dafür, dass sie jetzt gerade besser abschneiden.
Wie viele Positionen habt ihr so insgesamt, die du so überblicken musst?
So typischerweise haben wir so vielleicht etwa 30 Positionen zeitgleich. Aber es gibt natürlich viel mehr Unternehmen, die vielleicht eine potenzielle Position sind oder wo wir gerade in der Watchlist sind, dass wir sagen, eigentlich tolles Unternehmen, ist uns aber die Aktie gerade ein bisschen zu teuer geworden oder wir mögen gerade die Datenlage nicht oder es gibt auch mal Situationen, wo die Datenlage sogar gut ist, wie jetzt, ich sag mal, bei einem Duolingo, wo wir einfach ein sehr gutes Modell hatten, aber gesagt haben, hey, da sind so viele Erwartungen jetzt der Marktteilnehmer rein, deswegen gehen wir jetzt lieber mal vor den Ergebnissen raus. Und hinterher, nachdem die Aktie dann gefallen ist, wieder rein. Und ja, insofern, Duolingo haben wir sehr, sehr lange sehr, sehr viel Geld mit verdient, aber wir haben noch viel mehr für unsere Anleger verdient, weil wir es eigentlich geschafft haben, jeweils die guten Quartalsergebnisse vorherzusagen. Und als sie dann mal eben nur so ein Ergebnis hatten, was Erwartungen offizieller Natur erfüllt hat, aber die inoffiziellen Erwartungen, also der Buy Side, waren höher, da waren wir nicht dabei. Und da hatten sie dann auch mal -30, und das ist natürlich für uns dann super gewesen, weil wir direkt nach diesem -30 die Aktie wieder günstig aufsammeln kann. Das gelingt nicht immer, aber wenn einem, wenn man dort eine relativ gute Trefferquote hat, und die haben wir inzwischen aufgebaut, dann kann man darüber halt sich einen extra Return aufbauen. Und dieser extra Return, wenn man das jedes Jahr schafft, der kumuliert sich dann natürlich.
Und der, also die Fondsfamilie, du hast ja gerade schon beschrieben, der institutionelle, dann der, den man an der Börse handeln kann, der von uns bekannteste Fonds auch, wo jeder investieren kann, der heißt BIT Global Internet.
Nee, sorry, somit sind wir, wir sind gestartet mit dem Internet Leaders, haben ihn dann aber umbenannt in BIT Global Technology Leaders, was besser ausdrückt, dass wir eben in ein breites Spektrum von Technologien mit dem Fonds investieren. Damit sind wir gestartet und das ist jetzt auch unser bekanntester und größter Fonds an der Stelle.
Also dann diesen institutionellen und dann habt ihr noch einen Fintech-Krypto?
Genau, wir haben einen reinen Fintech-fokussierten Fonds, der hat jetzt auch, glaube ich, ich glaube letztes Jahr so knapp 65 oder 70% gemacht, also in ähnlichen Größenordnungen. Da haben wir einen reinen kryptofokussierten Fonds, also für, wo auch jedermann investieren darf. Der hat dann eine Mischung aus Crypto Equities, das sind insbesondere auch die gerade interessantesten Crypto-Miner, die derzeit alle noch von dem AI-Rückenwind profitieren, weil sie halt sehr, sehr günstige Energieverträge eingesammelt haben, die auch für die ganzen anderen Datencenterbetreiber jetzt spannend werden. Dann haben wir darüber hinaus noch den Global Leaders Fonds, der insgesamt ein breites Spektrum, auch einige Nicht-Technologieunternehmen, die aber gut positioniert sind und ordentlich wachsen, hat. Und dann haben wir dieses Jahr gestartet, weil viele Anleger uns nachgefragt haben, nach einem defensiv aufgestellten Fonds, der also auch mit Hedges sehr aktiv arbeitet, der beispielsweise jetzt in der Phase, wo im Sommer der NASDAQ mal durchaus runterging, dann einfach einen geringeren Drawdown hat. Das ist der BIT Defensive Growth Fund.
Und die gesamte Fondsfamilie, wie viel ist da jetzt Assets under Management?
Wir haben aktuell 1,7 Milliarden in unseren Fonds.
Und da ist auch relativ viel Geld von dir selber drin, ne?
Genau, ich bin selber mit einem dreistelligen Millionenbetrag in unsere Fonds investiert, bin damit der größte Anleger in unseren Fonds, bin natürlich darüber auch sehr incentiviert, dass wir eine wirklich gute Performance liefern.
Genau, und das soll an der Stelle auch so Sag mal, und es gibt in Berlin, um das einmal so abzuschließen, auch die Legende, dass du ganz früh schon irgendwie Bitcoin und so gesehen hast. Also ist das für dich alles überhaupt noch relevant, oder hast du insofern irgendwo Bitcoins liegen, wo du sagst, okay, das ist das viel größere Asset für mich?
Zur Größe verschiedener Assets will ich da nichts sagen, aber ja, Bitcoin habe ich früh gesehen. Beim allerersten Mal habe ich auch noch gesagt, ja, irgendwas wie Bitcoin wird sich durchsetzen, aber ob es Bitcoin ist, I don't know. Und ich bin auch busy gerade, dann habe ich irgendwann, ich sag mal Richtung 500 oder so muss der Preis gewesen sein, das erste Mal zugegeben, und seitdem auch relativ vielen Freunden, Familie zugeraten zu kaufen. Und genau, rate auch immer noch, rate auch immer noch zu. Das ist so die häufigste Frage, die man kriegt: Ist es jetzt nicht zu spät? Und dann ist glaube ich die richtige Antwort: Der Bitcoin wird sicherlich wieder crashen, aber er wird wahrscheinlich auf einem höheren Niveau crashen. Und ich Ich denke schon, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin in 5 bis 10 Jahren bei Weitem höher steht, hier ist sehr, sehr groß in dem Marktumfeld, in der Welt, in der wir leben. Und insofern halte ich es für Anleger für wichtig, dass man dort seine Exposure hat. Gerade wenn man jung ist, gerade wenn man am Ende, ja, ich sag mal, sich eine Altersvorsorge aufbauen muss, dann bietet es sich wirklich an, Exposure dort zu haben.
Okay, okay. Noch andere Sachen, also die dich sozusagen, offensichtlich hast du dann selber für dich auch viel Geld verdient mit den Fonds. Also der Bitcoin hat das separat getan, deine Firmen waren dein Grundstock sozusagen, um überhaupt in diese Lage zu kommen. Hast du ja erfolgreiche Firmen mitgegründet oder gehabt, das ist sozusagen deine wirtschaftliche Story, oder gibt es noch sozusagen separate Immobiliengeschichten, die du machst oder irgendwas in der Art?
Ehrlich gesagt habe ich gesagt, Immobilien ist nichts für mich, einfach in dem Sinn, ich wollte mich nicht verzetteln. Ich wusste genau, ich bin sehr, sehr gut bei Technologieinvestments, es gibt viele andere Leute, die gut sind bei Immobilien. Zudem habe ich eigentlich schon den Anspruch für mein eigenes Geld, dass ich, wenn ich investiere, irgendwo zwischen 20 und 40% damit pro Jahr machen kann. Das wird bei Immobilien, bei manchen Projektentwicklungen ist wahrscheinlich möglich, aber ansonsten ist es eher nicht möglich. Und insofern verzichte ich auf Immobilien selber in meiner Anlage und fokussiere mich wirklich auf, ich muss sagen, in den letzten Jahren sehr viel auf Aktien und auf Krypto. Darüber hinaus noch Beteiligungen, genau, Venture Capital derzeit. Nur moderat und in irgendwie ein paar Jahren bin ich vielleicht auch in der Assetklasse mal wieder aktiv. Aber aktuell muss ich einfach sagen, Tech-Aktien bewerten wir deutlich mehr.
Und auch vor allen Dingen dann offensichtlich die, also geht ja nicht anders, börsennotierten Firmen. Also das heißt, du hast selten mit dann privat gehaltenen Firmen zu tun, wo ja auch sehr viel Wert liegt. Also ich meine, es gibt ja jetzt echt häufig diese These, dass halt Leute auch die privaten Firmen viel länger halten, weil sie keine Lust haben, die ganzen Gewinne und das Wachstum mit der Börse zu teilen und dass da eigentlich viel viel mehr sozusagen Value Creation gerade ist. Da bist du entspannt?
Ich würde sagen, ganz wenige Venture-Fonds haben es geschafft, unsere Returns in den Public-Märkten zu schlagen. Zumal man ja auch sagen muss, der Benefit davon ist, wir sind jederzeit liquide, man kann jederzeit rein und rausgehen. Ich bin überzeugt davon, dass auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich nur ein kleiner Bruchteil der VC-Fonds an unsere Performance rankommen wird. Insofern bin ich auch konsequent sehr auf unsere Fonds einfach fokussiert. Was meine Arbeitszeit angeht, natürlich noch eine Reihe von Beteiligungen, die sich im Laufe all der Jahre aus Angel Investments und Unternehmertum angesammelt haben, aber das ist eigentlich so organisiert: Mein Family-Office-Team kümmert sich um diese Beteiligungen, und wenn ich da mal helfen kann, dann mache ich das gerne, aber ansonsten bin ich wirklich in meiner Arbeitszeit 100% auf BitCapital fokussiert.
Und wie siehst du aktuell die deutschen Aktienmärkte insgesamt? Ich meine, da ist ja immer so ein bisschen, vor kurzem habe ich in einem Anlegerbrief gelesen, das sei jetzt nur noch so ein C-Nebenwerte-Marktplatz, die deutschen Börsen. Also wie ist da dein Blick drauf?
Ja, es ist schon schade, dass auch was die Börsenlandschaft angeht, einfach, ich sag mal, Deutschland, aber auch Europa insgesamt ins Hintertreffen gerät. Es wurde massiv überreguliert an den Märkten. Es gibt insgesamt auch wenig Liquidität, vergleichsweise wenig an den deutschen, europäischen Börsen. Es gibt, und das kommt uns natürlich zugute, es gibt sehr wenige wirklich aktive Investoren, die natürlich dann über Trading auch Liquidität in Märkten generieren. Und ich sag mal, wenn ich mit vielen Unternehmen hier spreche, die sind natürlich auch angesichts des ganzen Regulierungswahnsinns, den wir erlebt haben in den letzten Jahren, recht frustriert, wenn sie in Europa und in Deutschland notiert sind. Und ich hoffe, dass da jetzt mal ein bisschen Bewegung reinkommt. Aber ja, aktuell ist es tatsächlich so, die große Musik spielt inzwischen ja noch deutlich mehr, als es vor einigen Jahren war, in anderen Märkten. Ich meine, aus Deutschland ist ja beispielsweise auch Linde, eins der besten Unternehmen, abgewandert. Genau, und wenn das nicht so komplex wäre für ein Unternehmen umzulisten, dann wären auch leider schon mehr abgewandert.
Also wenn ich jetzt sozusagen all die Jahre, wo ich dich verfolgt habe, da hatte ich so 2, 3 andere deutsche Fondsunternehmer mit ähnlichem Konzept so immer in einer Peergroup. Ich glaube, mittlerweile trifft das nicht ganz, weil du da deutlich erfolgreicher bist. Aber nehmen wir mal den offensichtlichsten, Frank Thelen, 10x DNA, vom wirst du auch schon häufig irgendwie gehört haben. Wie siehst du das? Ist das für dich eher problematisch, weil er ja auch sehr viel, sagen wir mal, Enttäuschung teilweise dabei hat? Mittlerweile muss man auch sagen, liegt er ja auch wieder auf einem echt guten Niveau, also hat sich ja wieder gut entwickelt. Aber wie Magst du den Vergleich, magst du ihn nicht?
Ach, also wir haben uns damit ehrlich gesagt weniger beschäftigt. Ich habe durchaus zwischendurch immer mal mit Frank Thelen mich dazu auch ausgetauscht, aber für uns ist es eher so, wir sehen eher das viel größere Problem darin, dass Deutschland insgesamt keine Aktienkultur hat, insgesamt die Deutschen viel zu wenig in Aktien investieren an der Stelle. So, insofern begrüßen wir es eigentlich alles, was uns Deutsche dazu bringt, mehr in Aktien, insbesondere auch in Technologie anzulegen. Finde ich eigentlich super. Und so, und wir konkurrieren viel mehr mit dem Sparbuch, was ja sogar von unserem Bundeskanzler hoch gelobt wurde, obwohl es irgendwie keinen Sinn macht. Aber wir konkurrieren viel mehr mit dem Sparbuch. Wir konkurrieren dann noch mit ETFs und mit dem Mythos, ein aktiver Fonds könne ja keinen ETF schlagen, was natürlich auch großer Quatsch ist an der Stelle. Aber zumindest damit konkurrieren wir. Aber ich freue mich auch über jeden, der einen Tech-ETF investiert, weil das ist auch kein schlechtes Investment an der Stelle. Und insofern, das sind eher die Themen für uns. Und ich glaube, andere Marktteilnehmer, da finde ich schon fast beeindruckend, ich frage mich immer, in derselben Zeit, wo wir und Cathie Wood investieren, haben wir glaube ich, sagen wir jetzt mal, in dem Retailfonds 500, 600% Rendite gemacht und Cathie Wood glaube ich 50%. Da frage ich mich, da frage ich mich, wer, und die wird ja sogar gehypt noch dafür, ne. Da frage ich mich wirklich, wie macht die das? Also es ist ja insofern interessant, aber ja, ich sag mal, mit unserem, mit unserer Performance konnte sie bei Weitem nicht mithalten. Spannend, dass sie trotzdem so viele Assets hat, was irgendwie zeigt noch mal, wie ineffizient.
Oder andersrum, wenn du Amerikaner wärst, wenn du jetzt deinen Fonds, weiß ich nicht, aus New York heraus managen würdest und würdest da sozusagen so ein bisschen den, den größeren Lifestyle pflegen und man würde sagen, okay, das ist der Typ von dem und dem Fonds. Also muss man dich ja fast fragen, spielst du die Aufmerksamkeitsökonomie richtig oder sagst du, ich kann nicht anders, ich bin nur so?
Fairerweise, ich würde sagen, wir sind viel, viel besser im Investieren als in der Vermarktung bis jetzt. Wir haben ja auch bewusst, als wir angetreten sind, habe ich einfach gesagt, okay, ich investiere mein eigenes Geld. Freunde, die mich kannten, andere Leute, die mir auch was zugetraut haben, auch mit investiert. Und wir haben ja am Anfang auch gar keine aktive Vermarktung gemacht. Wir wurden dann gefunden, weil die Performance so gut wurde, und jetzt ist es so, dass wir jetzt aktiver in die Vermarktung gehen, weil ich finde es eigentlich schade, dass so viele Leute den Fonds noch nicht drin haben, was teilweise sogar dann auch, ich sag mal, in meinem eigenen Freundeskreis haben viele ihn nicht, und ich wundere mich dann auch irgendwie darüber. Aber da muss man auch sagen, es ist dann auch etwas, was vielleicht ein bisschen Zeit an der Stelle braucht, und darüber hinaus muss man sich natürlich auch fragen, ob wir nicht noch irgendwann auch in anderen Märkten Märkten, die eben für Produkte, die grundsätzlich eine hohe Rendite bringen können, die aber auch mal eine hohe Volatilität haben, wenn es schlecht läuft, wie beispielsweise im Jahr 2022, wo wir irgendwie Zinsen und dann auch noch eine große Beteiligung in Russland hatten, wo man dann einfach auch mal wirklich ein richtig schlechtes Jahr hat. Es gibt Märkte, die, ich sag mal, besser damit umgehen können und einfach viel aktiver in hohe Renditen, aber auch mit Volatilität mal investieren. Insofern müssen wir uns natürlich auch fragen, okay, wollen wir noch mal andere Märkte auch jenseits von Deutschland adressieren, wobei ja zumindest eins unser Anliegen auch aktiv bleiben wird, einfach deutsche Gelder besser weltweit in Tech zu investieren.
Das heißt, von diesen 1,7 Milliarden erst in deinem Management aktuell, da sind auch dann 80, 90% deutsches Geld?
Das ist, glaube ich, 90% plus deutsches Geld.
Stell dir mal vor, du würdest mit der Performance in den USA unterwegs sein und dann würdest du sagen, okay, ich investiere jetzt mal und kaufe mir mal einen Teil von den Los Angeles Lakers oder sowas, dann würden alle über dich schreiben, okay, Okay, who's the guy?
Dann wäre ich aber auch wieder ziemlich distracted, wenn ich irgendwie noch einen Teil der Los Angeles Lakers hätte.
Das wäre ja nur, um die Story zu schreiben, damit Leute sagen, wer ist der Typ, und dann voll investieren.
Ja, das stimmt, klar. Mit mehr Marketing-Spendings und sonst was können wir auch noch schneller bekannt werden. Auf der anderen Seite baut man sich dann natürlich auch wieder eine Marketingorganisation zu groß vielleicht auf. Insofern, ich würde so sagen, ja, wir freuen uns über deutlich mehr Assets, aber wir finden es auch gar nicht schlecht, wenn das Ganze ein bisschen organischer einfach stattfindet. Und ich sag mal, je mehr Menschen uns über Mund-zu-Mund-Propaganda finden und über Weiterempfehlungen, desto am Ende, ich sag mal, schlanker und weiterhin sehr fokussiert auf unser Produkt können wir dann eben auch wachsen.
Also ich meine, es ändert sich auch ein bisschen das Spiel, wenn du jetzt, sagen wir mal, Größenordnung 2 Milliarden zu investieren hast, ist eine andere Aufgabe, als wenn du jetzt 200 Milliarden hättest. Also ich meine, dann musst du ja ganz anderes Stockpicking machen. Das stimmt.
In einem 200-Milliarden-Fonds bist du dann auf einmal auf größere Titel insgesamt gesamt in diesem Fonds definitiv fokussiert, weil du eben nicht mehr so aktiv traden kannst. Was du natürlich in der Situation dann machst, ist, dass du grundsätzlich mehrere Fonds hast, vielleicht einen, der irgendwie vor allen Dingen kleinere Titel covert, und einen, der eben größere covert. Aber genau, ich sag mal, wir leben aber, oder ich sag mal, wir investieren aber in einer Assetklasse, die erstmal sehr, sehr groß ist. Und insbesondere bei den eben nicht deutschen Titeln ist die Liquidität der typischen Aktien, in die wir investieren, irgendwo ein paar hundert Millionen am Tag. Insofern ist dort noch reichlich Raum nach oben für uns erstmal.
Okay, das heißt, trotzdem ist schon der Traum da, wenn wir uns in 2 Jahren wieder treffen, managst du eher 10 Milliarden als 2?
Auf jeden Fall wollen wir sehr, sehr ordentlich weiter wachsen. 10 Milliarden klingt jetzt recht ambitioniert. Auf der anderen Seite muss man sagen, wir wachsen natürlich vor allen Dingen auch mit der Performance dieser Fonds und dann gucken wir einfach mal. Ich sage mal, für uns das Wichtigste ist einfach, dass die Performance weiterhin stimmt. Letztes Jahr hatten wir uns aufgerufen, zu Anfang des Jahres intern, dass wir 15% Alpha erzielen in 2024. Jetzt haben wir glaube ich über 30% erzielt. Das sollte man nicht für selbstständig halten, aber wir werden wieder mit einer ähnlichen Zielsetzung ins Jahr gehen. Und wenn wir das schaffen und das über viele Jahre schaffen, dann werden wir automatisch, ich sag mal, nicht nur aus einfach der Steigerung der AUM unser Kundenwachstum sondern auch, weil mehr Menschen uns finden und mehr Menschen in unsere Fonds investieren.
Okay, okay. Sag mal ein paar Worte zu den ganz großen Aktien, die gerade so in aller Munde sind. Tesla macht ihr gar nicht, ne?
Wir sind zwischendurch auch bei Tesla investiert, aktuell für uns keine zu große Position, was schade ist, weil es war uns ein bisschen zu teuer im Laufe des Jahres. Ich würde sagen, wir haben Wir haben den Trump-Trade in vielen anderen Aktien ganz positiv hinbekommen. Tesla war uns schon ein bisschen zu teuer. Im Nachhinein muss man natürlich sagen, sie hat sich gut entwickelt, kann sich auch weiterhin noch gut entwickeln. Bei uns ist es eigentlich so, wir finden die Aktie halt recht teuer und wir finden einfach viele gute andere Aktien, wo wir wissen, die werden dieses Jahr eigentlich noch viel mehr wachsen als ein Tesla, selbst wenn Tesla irgendwie sich dieses Jahr gut entwickelt. Insofern ist es für uns häufig die sicherere Variante, eben gerade nicht in Tesla investiert zu sein, weil wir es einfach zu teuer finden. Wir sind insgesamt, muss man sagen, gerade auch in den letzten 1, 2 Jahren sehr bewertungssensitiv unterwegs. Das heißt, man guckt einfach sehr genau auf, welches KGV haben vielleicht die Unternehmen, in die wir investieren, und was, wie steht das im Vergleich zum Wachstum. Ich sag mal, die letzte Zahl dort, als wir es einmal, das ganze Portfolio einmal ausgerechnet hatten, war, wir haben einen Durchschnitts-KGV, also ein Gewinnverhältnis von 25. Das ist deutlich geringer beispielsweise als bei Big Tech.
Das Ergebnis produzieren, um das alles—
genau. Und Big Tech liegt jetzt irgendwie im Schnitt etwas über 30. Bei uns aber das Interessante, das durchschnittliche Wachstum dieser Unternehmen liegt bei 35%, und bei Big Tech, oder auch wenn du jetzt NASDAQ oder sowas nimmst, ich sag mal, liegst du eher so irgendwo zwischen 8 und 15% oder so. Das heißt anders ausgedrückt, wenn quasi in einem Jahr an der Stelle der Kurs sich nicht bewegt, dann ist das Unternehmen irgendwie mal um 35% günstiger geworden. Das heißt, der Kurs wird sich wahrscheinlich bewegen, wenn das Unternehmen weiterhin ein hohes Wachstum dort zeigen wird. Und genau, insofern diese Bewertungssensitivität, die wir in den letzten Jahren auch noch mal deutlich erhöht haben, die hilft uns dann natürlich auch sehr, wenn es mal wieder eine Schwächephase gibt, wenn man einfach sagt, ich sag mal, alles, was gerade vielleicht nicht irgendwie sehr profitabel es wird wieder besonders abverkauft. Das war eben in 2022 eher der Fall, und da waren wir in Summe in deutlich weniger profitable Unternehmen investiert, was in der Marktphase dann uns sehr zum Nachteil geraten ist. Insofern war es ein großes Learning für uns noch mal, dass wir einfach diese Bewertungsdisziplin noch einmal viel mehr in unseren Investmentprozess eingebaut haben, und das, genau, das hat sich jetzt in den letzten 2 Jahren gut ausgezahlt.
Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B- Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen, Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Ich bin großer Fan der Bücher von Michael Lewis. Kennst du Michael Lewis als Autor, der diese Bücher geschrieben hat, irgendwie The Big Short oder irgendwie über Sam Bankman-Fried jetzt, Go Infinite und so?
Ich habe ein bisschen, glaube ich, da mal mitgelesen.
Also mein Börsenwissen von vielen, ich habe immer da Praktikum gemacht und war so Investmentbank früher, aber ansonsten ist mein Wissen, wieso die Wall Street funktioniert, sehr stark von diesen Büchern geprägt.
Und am Ende ist ja schon die Frage, dann hast du wahrscheinlich auch The Intelligent Investor gelesen. Ja, genau, sowas mag ich auch.
Damit bin ich eigentlich angefangen mit diesen Ist das denn, also man hat immer das Gefühl, das sind ja trotzdem irgendwie so die smartesten Leute der Welt, die da gegen wahnsinnig viel Kohle, dann ist der Trend hingegangen zu dem ganzen so High-Speed-Trading und so, da musst du wahnsinnig nah dran sein. Jetzt kommst du um die Ecke und es klingt, also die Zahlen sind fantastisch, aber es klingt halt von dem, wie du es machst, so simpel eigentlich. Ja, wir interessieren uns halt für Tech, damit kenne ich mich aus, da gucken wir hin, haben wir jetzt ein gutes Team und Und dann gleichzeitig schon fast auch verrückt nach dem Motto, wir gucken auf der ganzen Welt, wir gucken bei großen, bei kleinen Firmen. Da würde man jetzt eigentlich sagen, ach, da haben wir nicht mal Fokus. Also wenn man das jetzt so hören würde, dann denke ich mir, okay, kann nicht sein. Also hast du einfach so ein Wahnsinnshändchen, also selber so ein Näschen, oder sagst du, na ja, meine Entscheidungen am Ende sind es gar nicht mehr, weil wir sind so viele Leute, ich gucke mir gar nicht mehr alles an? Versuch mal ein bisschen näher klarzumachen, wie das funktioniert. Weil Highspeed verstehe ich, da sind Leute, die einfach schneller dran sind. Oder die halt irgendwie ganz andere Fragen stellen, um halt irgendwie einen Edge zu generieren. Aber bei dem, was du machst, sitzt glaube ich in Berlin, ne?
Genau, wir sitzen mit dem Headquarter in Berlin.
Ist doch nicht besonders nah dran an irgendeiner relevanten Plattform oder so. Also wie geht's?
Genau, also ich sag mal erstmal das, was du meinst. High-Frequency-Trading ist natürlich ein komplett anderes Geschäft, hat natürlich mit fundamentaler Analyse oder so etwas gar nichts zu tun. Und damit haben wir auch nichts zu tun. Das ist ein reines, ich sag mal, Tech-Ressourcen- Game. Bei uns ist es so, unsere Returns stützen sich aus mehreren Quellen. Das eine ist natürlich unsere Analyse, also wirklich unsere Analysten, die sich Unternehmen angucken. Natürlich haben das andere auch. Man sollte vielleicht dazu sagen, als ich, bevor ich BitCapital aufgesetzt habe, habe ich, ich sag mal, in den etwa 10 Jahren davor, wo wir den ganzen Track Record rekonstruieren konnten, hatte ich auch, wo ich es nebenbei gemacht habe, 26% IRR erzielt. Das heißt, da auch ein, ich sag mal, Wert, der eigentlich, ich sag mal, die typischen Fondsmanager ausgeschaltet hat.
Und da hast du selber mit deinem sozusagen Deutsche-Bank-Depot?
Das war einfach mit meinem eigenen, in meinem eigenen Depot und auch jetzt gar nicht extrem getradet, sondern einfach eine gute Titelauswahl gehabt, weil ich es ja noch als Privatanleger hatte. Also ich glaube, und ich habe mir natürlich in den letzten 7 Jahren ein echt gutes Team dort, in dem ich das jetzt 100% gemacht habe, handkuratiert, die eigentlich den ganzen Tag nichts anderes machen. So, dann haben wir uns aufgebaut, und das kam natürlich erst mit BitCapital dazu, wirklich spannende Daten und Insights, wie wir mit diesen Daten umgehen an der Stelle. Und teilweise auch Daten, wo ich glaube, in dieser Form nutzt die niemand weltweit. Also man kann sie zumindest nicht kaufen teilweise. Also teilweise gibt es Daten, die wir zukaufen, das sind irgendwie Payment-Daten oder so. Das sind, ich sag mal, Datensets, für die du auch mal im Jahr einen 7-stelligen Betrag oder so hinlegen kannst. Das heißt, Das limitiert natürlich auch schon die Zugänglichkeit, aber es ist jetzt nicht so, dass niemand das hat. Aber zumindest in Deutschland, muss man sagen, wird es sehr, sehr wenig genutzt, weil in Deutschland halt auch wenig für Asset Management gezahlt wird. Die typischen Asset Manager, die mit ähnlichen Daten arbeiten wie wir, sitzen eigentlich eher in New York, vielleicht noch mal in London. Dann kommt hinzu, dass wir uns einfach sehr, sehr gute Software— also wir haben ja, ich sag mal, ein sehr starkes Engineering-Team, sehr, sehr gute Software. Aufgebaut haben, die unsere Analysten wieder produktiver macht, die aber auch eben selbstständig gerade uns, ich sag mal, bestimmte Patterns flaggt, die wiederum spannend sind, die wir dann wiederum mit unseren Analysten hinterfragen. Insofern schaffen wir es relativ oft zu erkennen, wenn gerade eine Aktie eine besonders gute Phase hat, vielleicht weil wir es an den Daten sehen, vielleicht weil es aus der, ich sag mal, Mischung aus Daten und Gesprächen, die wir führen, haben, und das dann mit einem weltweiten Ansatz. Das heißt, wir sind auch in China vertreten, Wir können immer wieder, also es gibt ja immer wieder gerade Märkte, die gerade mispriced sind, und wir haben es einfach bis jetzt in fast allen Marktphasen gut geschaffen, dass wir jeweils die gerade wichtigste Marktphase frühzeitig erkannt haben. Wir waren ganz früh dabei bei den Corona-Gewinnern, haben damals, als auch viele Corona für gar nicht so relevant gehalten haben, das Portfolio gehedgt damals und einfach ganz konsequent die offensichtlichen Gewinner Gewinner früher als andere gekauft. Wir waren dann aber auch wiederum, ich sag mal, aus Corona-Gewinnern wieder in die nächste Welle rein rotiert. Wir haben sehr früh erkannt, dass GenAI das wichtigste Thema der Märkte wird. Also ich sag mal, haben wir 2023 breitgetreten, dass GenAI dominieren wird. Das haben wir auch 2024 wieder vorhergesagt, und wir werden auch für 2025 sagen, GenAI wird ein extrem wichtiges Thema sein. Und dann kommt es natürlich drauf an, in welche Einzeltitel investiert man dann. Und ich sag mal, dieser sehr aktive Ansatz, wie wir ihn verfolgen, so, der wird— ich kenne ein paar, ich würde sagen, typischerweise sind das Billionär-Family-Offices, die das machen, ein ganz paar Hedgefonds noch, die auch ähnlich agieren.
Aber genau, das ist generell, oder auch Fondsmanager, wo du sagst, die inspirieren mich, die finde ich cool.
Da haben wir einen guten Austausch, wir haben einen guten Austausch, und das ist ein munterer Ideenaustausch, wo die von profitieren, wo wir von profitieren, mit vielen der top amerikanischen Manager. Wobei man auch dazu sagen muss, die sind sehr beeindruckt von den Returns, die wir halt haben, weil die haben auch ein gutes Portfolio, aber die haben auch nicht die Returns, die wir jetzt in den letzten Jahren hingelegt haben. Und da zählen die Top-Namen der Branche eigentlich dazu.
Beispiel?
Coatue beispielsweise. Okay, das ist ein Fonds, ich glaube so 50 Milliarden oder sowas, haben die einen super Ruf, Top-Zahlen und wirklich gut gemanagt. Aber auch genau, ich sag mal, auch im Austausch mit denen, die gehen davon aus, dass wir einen ziemlich guten Riecher haben.
Ich meine, das ist ja, muss sagen, dass da arbeiten auch Leute, die von den besten Schulen der Welt, dann irgendwie so die mega Lebensläufe, irgendwelche Raketenphysiker aus Stanford, so, die dann da alle auch Und am Ende, man erkennt auch ein bisschen, wenn man eine große Leidenschaft dafür hat, dann ist es auch aus Deutschland möglich. Ich will nicht sagen, die kochen nur mit Wasser, weil das würde ich jetzt so ein bisschen, ja, aber es ist halt trotzdem machbar.
Am Ende muss man ja auch so sagen, man sollte, wenn man für etwas eine große Passion hat, da sehr konsequent seinen Weg gehen und immer besser in dem werden. Und das ist wahrscheinlich auch ein Rezept, aus dem wir weiterhin in Deutschland in vielen Nischen, in vielen Bereichen weiterhin sehr, sehr erfolgreich sein können und worauf wir setzen sollten. Einfach jeden Tag irgendwo etwas besser werden im Prozess, jeden Tag etwas drosseln. Und absolut, ich sag mal, bei allem Pessimismus werden auch in den nächsten Jahren in Deutschland noch tolle Unternehmen entstehen. Ich glaube, dass auch extrem wichtig wird, dass wir eigentlich diesen vorhandenen Mittelstand, den wir haben, diesen weiterhin als Stärke ausbauen können. Vor allen Dingen müssen wir dafür natürlich so ein bisschen die Rahmenbedingungen schaffen, die einfach in den letzten Jahren extrem schlecht geworden sind, um, ja, um, um, und jetzt auch das Mindset einfach, weil natürlich, ich sag mal, infolge von irgendwie null Wachstum, Rahmenbedingungen schlecht, und mir fällt es auch, also wenn ich weltweit reise, das Ansehen Deutschlands in der Welt ist einfach sehr gesunken. Unter, ja, in den letzten Jahren und auch irgendwo unter einer Bundesregierung, die uns auch nach draußen nicht gut repräsentiert hat.
Wie viele Tage bist du wahrscheinlich so im Jahr unterwegs?
Die Hälfte.
Okay, und dann machst du wirklich, guckst dir vor Ort Sachen an, triffst Managements?
Genau, das ist einfach dann andere Investoren treffen, andere Unternehmen treffen, Märkte sich anschauen, ne. Ich sag mal, die asiatischen Märkte bereisen vor Ort mit Experten, sprechen, einfach jeweils mit spannenden Eindrücken nach Deutschland zurückkommen und das dann wiederum in eine Perspektive zu setzen, wo investieren wir gerade. Unser Team ist ja auch teilweise eben verstreut, also teilweise Berlin-Headquarter, teilweise aber auch eben in anderen wichtigen Märkten.
Wie viele Leute hast du insgesamt bei dir im Team?
Wir haben bei BitCapital, haben wir 40 Leute oder 45, glaube ich, jetzt aktuell in Fulltime. Und wir arbeiten dann natürlich noch mit externen Experten zusammen, die jeweils wiederum auf einzelne Fachgebiete uns noch mal eine tiefere Expertise geben, weil sie beispielsweise nur ein ganz spezifisches Thema bearbeiten und da der Technologie-Guru schlechthin sind.
Was ist denn bei euch sozusagen die durchschnittliche Fondsgebühr? Also wenn man jetzt sagt, irgendwie bei euch gibt man 100 Euro rein, was kostet dann deine Leistung?
Also ich sag mal, gucken wir einfach jetzt mal auf den Flex- Flagship-Fonds. Und der Flagship-Fonds, wenn du jetzt Anfang des Jahres 100 € investiert hattest, dann hast du glaube ich jetzt nach Ende des Jahres 168 € gemacht. Und das ist schon dann nach den Kosten, die, die wir bekommen. Das heißt, wir bekommen irgendwie 1,80 € oder sowas, bzw. von den 1,80 € gibt's dann auch noch wieder Kosten, die dann runtergehen. Das heißt, da macht sich irgendeine Bank aus. Das heißt, die Nettorechnung ist, wir haben sagen wir mal vielleicht 1,40 €, 1,30 € verdient und du hast 68 verdient. Aber ich sage, recht fairer Deal.
Aber 1,5% ist das dann so die Größenordnung?
Also ich glaube, es gibt natürlich auch verschiedene Shareklassen, gibt auch eine, wo wir gar keine Management-Fee nehmen, nur Performance. Und ungefähr, ich sag mal, 1,7, 1,8% ist die Managementgebühr, die wir chargen.
Das, was ja auch in sich dann vollkommen zu Recht, immer, du hast ja auch verdient, dennoch ein gutes Business ist, weil wenn man sich jetzt überlegt, ne, sagen wir auf eine Milliarde, 1% sind schon 10 Millionen und irgendwie fast 2 sind 20 Millionen und du hast also ein bisschen mehr und in Anführungsstrichen nur 40 Leute, die kann man damit ja dann ganz entspannt bezahlen. Das heißt, die Firma, die das alles betreibt, die ist auch profitabel?
Ja, aber es gab auch die Jahre, wo wir es nicht waren und wo wir natürlich trotzdem konsequent gesagt haben, hey klar finanzieren wir das jetzt oder vor allen Dingen ich an der Stelle natürlich dann einfach durch und dazu muss man auch sagen, in all der Zeit, seit ich BitCapital aufgebaut habe, habe ich viel mehr Geld verdient durch die Wertsteigerung meiner eigenen Fondsanteile, als ich irgendwo dort an Gebühren verdient habe. Und das ist auch so ein bisschen, wir betreiben die Firma in dem Stil, dass wir wirklich sagen, hey, wir möchten einfach wirklich richtig gut performende Fonds haben, und die finden dann im Laufe der Zeit natürlich auch ihre Abnehmer, und dann haben wir am Ende alle zusammen.
Ich finde das nicht schlimm, also ich meine, ich finde es in Ordnung, dass du da eine gut laufende Firma hast. Ja, absolut, das Produkt ist ja stark, also Gerade jetzt kann man das sagen. Wie war es denn für dich eigentlich die Jahre, wo es mal nicht so gut lief? Ist es denn für dich so, dass du da auch wirklich graue Haare kriegst und dich fragst, was mache ich hier eigentlich, oder kommst du da relativ locker drüber weg?
Also graue Haare habe ich zum Glück noch nicht so viele, aber das war natürlich schon keine schöne Erfahrung an der Stelle, weil also am Ende muss man ja sagen, wir hatten ungefähr ein Jahr, in dem es schlecht lief, und die anderen Jahre lief es ja eigentlich ziemlich gut. Aber dieses eine Jahr, und das ist natürlich so Ende, ich sag mal Ende 2021, bis Ende 2022. Das war an der Stelle natürlich schon taff, weil das eine ist natürlich, man verliert selber viel Geld, aber man selber kann damit umgehen, weil man ja auch weiß, dass es sich wieder umdreht. Aber es war wichtig, aber es war insofern wichtig, weil natürlich viele Anleger, die dann reingekommen sind, natürlich auch gerade dann immer reinkommen, wenn es gerade gut läuft. Und insofern, ich sag mal, Anleger, die von Anfang an dabei waren, vielleicht irgendwie ihre 3, 4x gemacht haben, Die können natürlich leichter damit umgehen, wenn es dann erstmal runtergeht, als die Anleger, die gerade frisch reinkommen. Insofern war es damals dann natürlich schmerzhaft für uns, schmerzhaft für die Anleger. Und was wir dann, ich sag mal, in dem Jahr natürlich auch vor allen Dingen als unsere Aufgabe gesehen haben, war letzten Endes aufzuklären, dass am Ende Tech volatil ist, dass wir auch immer sagen, wenn du in unsere Fonds investierst, sieh es als mehrjähriges Investment, langer Investmenthorizont. Und dass wir es auch für wichtig halten, gerade eben nicht dann in der Phase, wenn es jetzt mal eben stark runterging, genau dann zu verkaufen, weil du natürlich dann im Grunde genommen so ein bisschen eben dann verkaufst, wenn es gerade eigentlich alles wieder günstig geworden ist. So, und das war schon eine Aufgabe und das hat viel weniger Freude bereitet, aber es war sehr nötig, als natürlich in einem guten Markt unterwegs zu sein, wo man einfach, ich sag mal, bestenfalls. Und ich bin ja auch bewusst bei uns nur Chief Investment Officer, aber kein Geschäftsführer, wo ich mich einfach sehr aufs Investieren konzentrieren kann und zwischendurch vielleicht noch meinen eigenen Podcast mache. Beckers Bets heißt der.
Ja, allerdings.
Ja, auch in Zusammenarbeit. Ja, genau, den man einmal monatlich hören kann. Und ansonsten vielleicht noch ein bisschen Medienarbeit mache oder so, aber ansonsten mich sehr, sehr sehr auf eigentlich unser Investmentgeschäft fokussieren können. Das ist das deutlich angenehmere Arbeiten. Aber letztlich muss man auch sagen, diese, ich sag mal, dieses schmerzhafte Jahr, was wir dort hatten, hat natürlich auch dazu geführt—
Hat dich das auch 20, 30 Millionen gekostet, so privat?
Deutlich mehr. Deutlich mehr? Deutlich mehr. Aber trotzdem muss man, trotzdem muss man dazu sagen, dass wir in diesem Jahr extrem viel gelernt haben und unser Investmentprozess eben, wie er jetzt funktioniert und wie wir es auch gesehen haben, wenn jetzt mal ein Drawdown, der ist einfach noch mal deutlich gestählter aus so einem Jahr hervorgegangen. Insofern muss man wahrscheinlich sagen, auch wenn es natürlich im Nachhinein jetzt, wo wir irgendwie wieder bei den Höchstständen sind, jetzt alles sehr schön, aber wahrscheinlich im Nachhinein gut, dass wir so ein schlechtes Jahr mal zu einem jungen Zeitpunkt unserer Firma hatten, wo wir vielleicht, ich sag mal, unsere Assets eher, sagen wir mal, ein paar hundert Millionen oder damals vielleicht eine Milliarde oder sowas dann gewesen ist, als wenn wir sagen, hey, wir wachsen jetzt noch massiv, und dann haben wir mal eine Phase, in der wir diese Learnings eben noch nicht durchgemacht haben. Drawdown wird immer mal wieder kommen, das muss man auch im Kopf haben, wenn man in Technologie investiert, aber auch generell in Aktienmärkte. Man muss mit etwas Volatilität leben können, ohne Volatilität auch keine Rendite. Aber trotzdem wird es so sein, in künftigen Märkten erwarten wir, dass wir einfach deutlich deutlich stabiler dastehen können. Deswegen muss man sagen, es war ein schmerzhaftes, aber wahrscheinlich auch für uns als BitCapital sehr, sehr wichtiges Learning, was wir damals gemacht haben.
Sag mal, und jetzt hast du, oder ich habe in der Vorbereitung des Podcasts natürlich alles Mögliche gelesen, aber auch, dass du sozusagen separat von dem Fonds jetzt gegen alle Trends auch wieder in Lilium investiert hast, also privat.
Ja, da muss man, also da muss man Folgendes zu sagen: Lilium war ja uns eines der wenigen schlechten Investments, was wir in unseren Fonds gemacht haben. Genau, also an der— also noch sind sie ja notiert an der Börse. Es war für uns eins der wenigen schlechten oder eins, der in den letzten 2 Jahren war es wahrscheinlich mit das schlechteste Investment, was wir gemacht haben, was sehr, sehr schade war, weil aus unserer Sicht ist eigentlich die Technologie extrem vielversprechend. Das wird auf jeden Fall werden wir in den nächsten Jahren, ich sag mal, mit dieser Technologie im realen Alltag begegnet werden. Und es gibt weltweit nur eine Handvoll eigentlich ernstzunehmender Spieler, von denen ist Lilium definitiv einer. In den USA ist es den Companies aber beim Fundraising viel, viel leichter gefallen. Die haben vor allen Dingen halt staatlich und vom Militär noch sehr, sehr viel Geld bekommen. Fundraising war leichter. Insofern war es eigentlich für Lilium Nur das Thema, dieser enorme Kapitalbedarf, den so ein innovatives Produkt benötigt, den hat man in Deutschland nicht zusammenbekommen. Auch weil es an der Stelle keinerlei Rückendeckung der Politik gab. Das heißt, in allen Ländern der Welt fliegt Luftfahrt, also auch ein Airbus und sonst was, wäre auch nicht ohne staatliche Support weitergekommen. In Deutschland hat es dafür leider keinen Cent gegeben. Und das hat am Ende Ende, obwohl irgendwo Tencent da Hunderte Millionen reingesteckt hat, andere Investoren reingesteckt, dazu geführt haben, dass Lilium das Geld ausgegangen ist und es da auch an der Börse dann keine Rettung mehr für gab. So, und jetzt bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es zwar ein Hochrisikoinvestment ist, aber ein sehr, sehr potenziell auch sehr, sehr aussichtsreiches und auch eines, was eigentlich für den Standort Deutschland extrem wichtig wäre, weil wir dort irgendwo auf unsere industriellen Kernkompetenzen setzen können. Man darf auch nicht vergessen, Lilium hat ja in dem jetzigen Stadium schon eine Million an Aufträgen in den Büchern gehabt. Es war ja nicht so, dass es dort irgendwie keinen Proof dafür gab, von wirklich schlauen Fluggesellschaften, die das gekauft haben, dass die ein spannendes Produkt haben. Und jetzt war es so, da war vor, ich sag mal, gut einiger Zeit oder vor ganz kurzer Zeit, was, hey, es könnte sein, dass es jetzt einmal alles aus ist, oder aber es gibt eine Chance, dass es jetzt weitergeht, auch mit, ich sag mal, Geld, was dann sehr kurzfristig von einigen Privatpersonen zusammenkommen müsste. Und was hoffentlich die Möglichkeit gibt, aber es ist noch keine Sicherheit, dass dann in den nächsten, ich sag mal jetzt in den nächsten Wochen genügend Geld zusammenkommt, dass man dann wieder mit ein paar hundert Millionen vor allen Dingen einen sehr, sehr erfolgreichen ersten Flug demonstrieren kann. Und da es auch im Vorfeld eigentlich immer wieder Investoren gab, die auch, ich sag mal, Interesse hatten, ein paar hundert Millionen da reinzustecken, wenn vielleicht noch irgendwo der deutsche Staat sich beteiligt hätte und ein bisschen mehr auch aus Deutschland gekommen wäre, glaube ich. So, das ist eine Wette, eine der ganz wenigen in den privaten Märkten, wo ich gesagt habe, da stecke ich jetzt noch mal Geld rein. Wohlwissend, eine 7-stellige Summe habe ich da reingesteckt, wohlwissend, dass es auch etwas ist, was sofort weg sein kann. Aber ich habe eigentlich gesagt, ist eigentlich das bessere Venture-Capital-Investment aus meiner Sicht, weil wenn es funktioniert, mache ich vielleicht irgendwo ein 10- bis 50x daraus in gar nicht so langer Zeit, weil die Technologie wurde schon 10 Jahre lang eben entwickelt. Davon steht schon sehr, sehr viel. Wenn es nicht funktioniert, so ist es halt, dann ist es Venture Capital an der Stelle.
Okay, aber das heißt, du hast irgendwie offensichtlich die Hoffnung, dass das irgendwie in den nächsten Monaten wieder richtig zum Fliegen kommt?
Also es kann alles gehen, von das wird eine der besten Companies, die wir in Deutschland haben, und auch eine der spannendsten in den nächsten Jahren. Das ist ein realistisches Szenario. Szenario und mit irgendwo einer zweistelligen Prozentsatz Eintritt wahrscheinlich. Und auch von, es überlebt ein paar Monate nicht, und auch das ist irgendwo denkbar, ne.
Also insofern, und ich höre jetzt, habe schon rausgehört, du hättest dir gewünscht, dass irgendwie der Staat da auch was treibt.
Also ich sag mal, ich bin eigentlich kein Freund von Subventionen, aber wir als deutscher Staat werfen Subventionen überall hin und geben so viel Geld für die Vergangenheit an der Stelle aus, irgendwie bisschen zu Kohlesubventionen und sonst was, die wir da lange rausgeschmissen haben. Das wäre eine der, der Unternehmen gewesen, wo aus unserer Sicht, aus der Betrachtung vieler, ich sag mal, Tech-Interessierten Sinn gemacht hätte, weil die Folgewirkung davon einfach sehr, sehr groß hätte sein können. So, aber generell, wenn wir sagen, okay, es gibt in Deutschland gar keine Subventionen, finde ich super, mache ich auch mit, ne, alle Subventionen weg meinetwegen. Aber wenn wir Subventionen geben, das wäre eines der förderungswürdigen Projekte gewesen. Ich glaube, am Ende, so wie ich es gehört habe, waren es leider nur, ich sag mal, ja, politische Grabenkämpfe, die es dort gab in der Koalition, auch von Seiten, wo man es nicht unbedingt erwartet hätte, wo letzten Endes das Unternehmen untergegangen ist.
Also du hast generell auch Erfahrung damit, irgendwie wenn irgendwas am Boden liegt, dann zuzukaufen und zu sehen, dass da noch Wert da ist. Also ich habe das beobachtet bei einer Firma, Carvana heißt die, so eine Art Auto1 aus USA, USA. Das ist auch eine verrückte Story, wie du das gesehen hast, wann man da rein muss und wie die dann wieder hochgekommen ist.
Ja, Carvana war ein sehr schönes Beispiel, wie man auch in Public Markets mal ein Unternehmen finden kann, was in kurzer Zeit, ich sag mal, für uns hat so etwa 500% in 6 Monaten gemacht. Wobei wir dann, wobei man dann, dann sind wir raus, weil uns es dann erstmal schon wieder zu teuer wurde. Und die Aktie hat sich danach noch vervierfacht. Das heißt, da wäre auch ein möglich gewesen.
Also von 3€ auf zwischenzeitlich 4€ Aktienpreis.
Wir haben irgendwo so bei 7, 8, 9 oder sowas gekauft, dann ging sie für uns auf, ich sag mal, etwa 50. Wir haben auf dem Weg nach oben dann genommen, und jetzt, dann ging sie bis in der Spitze auf 250. Aber da waren wir schon, wir haben gesehen, ein eigentlich sehr, sehr vielversprechendes Geschäftsmodell an der Stelle. Naja, also ich sag mal, Carvana, also sind verwandt an der Stelle. Aber einen Online-Gebrauchtwagenhändler mit eigentlich sehr, sehr spannenden Economics, der auch für die Kunden viele Vorteile mitgebracht hat, mit auch, ich sag mal, insgesamt sehr, sehr starker Execution. Aber wie dann so viele Unternehmen in der Zeit, wo Geld for free war, haben die dann einfach extrem aufs Gaspedal getreten, sehr, sehr viel Geld ausgegeben. Und als dann Geld auf einmal nicht for free war und der Markt sich so ein bisschen drehte, kamen dann noch weitere Schwierigkeiten dazu. Auf einmal sah es für viele Beobachter so aus, als ob diese Firma jetzt bankrott gehen würde. So, und das war auch ein realer Case, das hätte auch passieren können. Nur wir haben halt die Eintrittswahrscheinlichkeit davon viel geringer gesehen als der Markt, auch weil— und das war vielleicht noch mal der, der— ich weiß nicht, ob den logischen Schritt jetzt viele gemacht haben— auch weil die eigentlich die Besitzerfamilie dahinter Milliarden schwer war, vorher auch viel Geld rausgezogen hätte. Und ich hätte mich schon auch sehr gewundert, warum du dann ein eigentlich vielversprechendes Unternehmen pleitegehen lassen würdest. So, und es gab aber dann letzten Endes auch wiederum Datensets, die wir uns angeguckt haben und die dann auch zum richtigen Zeitpunkt wieder dafür sprachen, dass das Geschäft sich eigentlich belebt. Haben mit vielen anderen Marktexperten gesprochen, mit anderen Investoren, haben mit dem Unternehmen, mit der Eigentümerfamilie nicht, wir haben mit dem Unternehmen selber dann gesprochen und wir haben mit Menschen gesprochen, die letzten Endes ich sag mal, den CEO gut kannten und einschätzen können. Wir haben selber keinen direkten Draht zu ihm damals herstellen können.
Aber, und man muss auch sagen, deutsche Gebrauchtwagenhändlerfamilien kennen ihn glaube ich auch ganz gut.
Das könnte sein, ja, das kann sein. Aber man muss auch dazu sagen, das war jetzt für uns kein sehr großes Investment, weil es natürlich ein spekulatives auch war an der Stelle. Und ich sag mal, wir haben etwa einen Prozent des Fonds investiert und haben da vielleicht dann so etwa 5 raus gemacht, bevor wir dann aus Vorsicht wiederum, und weil die Aktie einfach schon sehr gut gelaufen war, dann uns temporär verabschiedet haben.
Sollte sich Deutschland auch eine strategische Bitcoin-Reserve zulegen?
Es wäre sehr, sehr smart, wenn wir das tun würden an der Stelle. Wird wahrscheinlich nicht kurzfristig passieren, aber es wäre definitiv mal ein bold Move aus Deutschland, den uns auch niemand zutrauen würde, gerade wenn man nach draußen guckt bei dem, bei dem Image von was wir jetzt uns leider auch aufgebaut haben. Es würde uns sehr helfen, weil wir auf einmal in einer Assetklasse spielen würden, wo wir vielleicht das dort eingesetzte Geld in den nächsten Jahren vervielfachen. Und man darf sich immer noch daran erinnern, wir in Deutschland können uns sehr, sehr günstig Geld leihen, und wir leihen uns am Ende Euro, was eine Währung ist, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren weiter weiter abwerten wird. Und wenn Deutschland ein First Mover wäre, wäre sogar bei so einer Aktion, dann wäre es natürlich sogar möglich, dass danach man einen Stein ins Rollen bringt. Ist es sehr realistisch, dass wir das jetzt kurzfristig machen? Ich fürchte nicht. Ich würde es mir aber sehr wünschen. Habe mich auch sehr gefreut, als Christian Lindner beispielsweise da als Erster mit dem Vorschlag herausgekommen ist an der Stelle. Und ich hoffe, dass auch noch mehr Politiker in Deutschland, in Europa das aufgreifen. Und ich würde mir eine ernsthafte Debatte darüber sehr wünschen.
Ich hatte letztens eine Situation, die ihr wahrscheinlich alle kennt. Ein bestelltes Geschenk kam einfach nicht an. Status im Tracking? In Zustellung? Was macht man, wenn es langsam eng wird? Wahrscheinlich verbringt man viel Zeit in Service-Hotlines. Aber mit unserem heutigen Partner ElevenLabs könnte das auch so laufen.
Hi, Hi Philipp, hier ist dein 11Labs Agent. Geht es um deine Bestellung?
Ja, die ist immer noch nicht da.
Hmm, lass mich das kurz checken. Ah, dein Paket hängt wegen einer falschen Hausnummer wohl im Verteilerzentrum. Ich habe die Adresse korrigiert und deine Zustellung auf Express geändert. Soll ich dir die Bestätigung direkt aufs Handy schicken?
Das klingt gut, aber kannst du kurz erklären, wie das möglich ist?
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Ich meine, man muss dazu sagen, haben wir ja gerade auch schon gehört, wenn das so käme, wärst du sicherlich auch Profiteur dessen direkt. Also weil du, ist ja offensichtlich, das nur mal am Rande. Aber ist es denn nicht trotzdem so, jetzt gibt es Leute wie dich oder den Christian Hecker von Trade Republic oder den Eric Podszewajd von Scalable oder Leute, die wirklich jetzt im Finanzmarkt auch greifbar Erhebliches geschafft haben, noch gar nicht so alt sind. Habt ihr keinen direkten Draht, keinen Einfluss? Ihr sprecht zum Beispiel, glaube ich, mit Christian Lindner schon mal am ehesten. Vielleicht gibt es einen Draht zu Robert Habeck, Wirtschaftsminister. Hast du so ein politisches Händchen oder eine Nähe oder sind das vollkommen separate Welten? Welten?
Ich bin durchaus politisch interessiert und habe in den letzten 10 Jahren versucht, jeweils mit den schlauen Leuten unterschiedlicher Parteien mich auseinanderzusetzen, und versuche dort auch immer— das waren immer, ich sag mal, irgendwie Themen, die typischerweise unseren digitalen Standort oder so betreffen— dort meinen Input auch Politikern weiterzugeben und das Ganze irgendwo parteiübergreifend, ich sag mal, Alle mit wirklichem Einfluss in unterschiedlichsten Parteifarben sind da sehr, sehr willkommen. Und ja, insofern finde ich es wichtig, dass man dort auch aus der Digitalszene den Dialog aktiv sucht und ja, würde eigentlich hoffen, dass das noch mehr Menschen an der Stelle machen.
Ich meine, du könntest ja auch noch viel stärker eingreifen. Wenn man jetzt hört, was du bewegen kannst wirtschaftlich, könntest du ja auch sagen, ich spende jetzt mal ein paar Millionen an irgendeine Partei oder so und da wirklich sofort, jetzt Elon Musk sei relevant, Zugang verschaffen und Gehör und Aufmerksamkeit. Aber davor schreckt man dann doch zurück.
Ich würde sagen, ich bin dort eher jemand, der gerne aus dem Hintergrund agiert. Ich bin durchaus auch als Jugendlicher irgendwo politisch interessiert gewesen, habe auch mal überlegt, da hat man sich irgendwie für Politik interessiert, für Umweltschutz, auch irgendwie überlegt, ob ich da aktiv werde. Aber ich finde das Geschäft, ich sag mal, zu mühsam. An der Stelle und wäre, glaube ich, auch nicht der richtige Mann dafür. Ich sag mal, tagtäglich mir den ganzen Unsinn anzuhören, den entweder ein Elon Musk sich anhören muss oder aber den irgendwie die Politiker in Deutschland, die wir haben, sich anhören müssen. Das ist leider einfach, ich sag mal, kein dankbares Geschäft. Es ist gut, dass es weiterhin fähige Menschen gibt, die das tun.
Und eine Parteinähe, irgendeine Sympathie zu einer bestimmten Partei?
Also ich unterstütze irgendwo in Deutschland alle guten Parteien, die wirklich aktiv unser Land aufbauen, und ich bin nicht festgelegt auf irgendwie eine Partei. Ich habe kein Parteibuch, ich habe auch unterschiedlich gewählt zu unterschiedlichen Wahlen an der Stelle. Und ich sag mal, bei mir sind sind die einflussreichen Politiker aller Parteifarben irgendwo, die bei uns in Deutschland Fortschritt wollen, willkommen.
Wie siehst du die politischen Aktivitäten von Elon Musk? Ich meine, unternehmerisch spricht er jeden Unternehmer an, weil man denkt, okay, krass, was der Typ gebaut hat. Wie siehst du jetzt so die ganzen letzten Monate?
Ich würde sagen, dass es gut ist, dass es mit Twitter oder X eine Plattform gibt, auf dem freie Meinungsäußerung weiter möglich ist. Ich finde, dass wir in Deutschland fast schon in vielen Medien zu viel Selbstzensur haben. Es muss einfach möglich sein, Meinungen zu besprechen, die auch, ich sag mal, mal kontrovers sind oder so. Das finde ich gut. Ich glaube, Elon Musk selber ist einfach viel zu weit weg von deutscher Politik, als dass er sich jetzt hier wirklich auskennen könnte, ne. Und insofern würde ich es begrüßen, wenn er einfach weiterhin nur eine Plattform für den Diskurs stellt und sich als Unternehmer einbringt. Ich glaube, in den USA wird er mit dem, was er dort macht in puncto Entbürokratisierung, glaube ich, einen mega positiven Impact für sein Land entfalten. Insofern würde ich sagen, würde ich gerne dazu aufrufen, wer könnte das in Deutschland sein, der das machen könnte? Ja, das, da sollten wir wirklich einmal drüber nachdenken. Also ich finde es wirklich gut, wenn es in Deutschland einen profilierten, fähigen, guten Unternehmer gibt, der Bock hat zu sagen, hey, ich packe jetzt mal an, möchte meinen ganzen Elan, mein ganzes Wissen hier in Deutschland zur Verfügung stellen. Wir haben mindestens genauso viel, wenn nicht noch viel, viel schlimmere Bürokratie als in den USA. Und dieser Ansatz ist extrem wichtig, und ich finde, davon könnten wir in Deutschland sehr profitieren. Und das sollte dann aber nicht Elon Musk sein, weil der ist auch in Amerika beschäftigt, und, sondern würde mir wünschen, wir in Deutschland kriegen das aus unserer Szene hierhin. Und ja, wer Wer da sich berufen fühlt von den sehr qualifizierten Menschen, die es da gibt. Ich fände es super, wenn das jemand macht und würde das sicherlich mit Ideen und Tat irgendwie supporten. Aber ich möchte auch nicht derjenige sein, der da in erster Reihe das macht, weil am Ende mein Auftrag ist BitCapital und ich glaube, ich leiste meinen Beitrag, indem wir deutschen Anlegern schon mal ihr Geld gut investieren und vermehren. Und da sind wir gut drin und ich glaube, irgendjemand anders wäre viel besser drin, der, ich sag mal, die deutsche Bürokratie auseinanderzunehmen.
Jetzt bist du ja jemand, der sehr stark an der Börse und von Aktien lebt. Hast du dich entsprechend, kann man das so sagen, gefreut, dass Donald Trump gewonnen hat?
Ich muss das so dazu sagen: Ich fand Donald Trump immer sehr, sehr unsympathisch einfach, und ich habe auch nicht gedacht, dass er gut für Amerika wäre. Jetzt ist allerdings in den letzten Jahren etwas passiert, wo man sagt, die Bürokratie, das ganze Überhandnehmen von Entwicklungen in den USA, USA haben dort ein Umdenken verursacht, wo man eigentlich sagen muss, die USA waren gelähmt. Ich war geschockt, dass die USA es nicht geschafft haben, 2 bessere Kandidaten zu finden als eigentlich aus meiner Sicht— das war immer, ich mit Freunden darüber gesprochen haben— Biden und Trump. Wie kann es wahr sein, dass die Demokraten diesen offensichtlich viel zu alt gewordenen Menschen dort laufen lassen? Das macht er einfach gar nicht. Ich konnte es mir nicht erklären. So, und wenn man jetzt vergleicht, letzten Endes, wer ist da von den beiden für das Land USA besser, dann denke ich, dass Trump der bessere Präsident dort sein wird. Die Kapitalmärkte haben auf jeden Fall ihre Wahl damit getroffen, dass es wahrscheinlich zumindest immer aus wirtschaftlicher Sicht so sein wird. So, das macht ihn wahrscheinlich trotzdem nicht sympathischer, aber zumindest glaube ich, aus einer wirtschaftlichen Sicht ist er wahrscheinlich für die USA der bessere Kandidat.
Gut, was habe ich noch? KI, haben wir schon viel drüber gesprochen. Ich meine, das hast du auch schon am Anfang gesagt, da erwartest du auch dieses Jahr wieder das große KI-Jahr. Vielleicht noch mal eher so ein bisschen was, am Ende ist ja Automobil auch alles Tech. Deutsche Automobilaktien, sind die jetzt unterbewertet oder nicht? Und würdest du, kannst du dir das vorstellen, ist es für euch zu weit weg?
Ich glaube dazu, müssen wir erst noch mal als Land einen guten Turnaround hinlegen in vielerlei Hinsicht. Und ich würde sagen, A, bin ich noch ein bisschen skeptisch, ob und in welchem Ausmaß wir das jetzt schaffen. B, bin ich kein Experte für Automobilaktien. Und genau, und würde insofern C, dort einfach mal derzeit an der Seitenlinie bleiben, auch wenn ich dazu sagen muss, dass ich es extrem wichtig für Deutschland halte, dass wir weiterhin eine starke Automobilindustrie haben. Insofern alles, wenn ich dann mal— ich habe in meinem Leben, glaube ich, 3 Autos gekauft, waren immer irgendwo deutsche Fabrikate und deutsche E-Autos letzten Endes, um hier unsere Wirtschaft, ich sag mal, anzutreiben. Weil ich glaube, es muss auch klar sein, wenn uns die Automobilwirtschaft wegbricht, dann bricht uns auch ganz viel vom Maschinenbau weg. Also Insofern ist es einfach eine Schlüsselbranche und wir sollten als Land sehr, sehr viel dafür tun, dass diese wieder erfolgreich wird. Als Anleger, als Investor bin ich nicht investiert, auch weil es ja nicht, ich sag mal, jetzt vordergründig unser Kerngebiet ist. Könnte irgendwann der Case kommen, dass wir glauben, wir können eine spannende These darauf entwickeln, vielleicht. Aber ich sag mal, derzeit sind wir definitiv an der Seitenlinie.
Siehst du als Investor, als Beobachter der politischen Welt irgendein anderes Szenario, als dass Friedrich Merz Kanzler ist in ein paar Jahren?
Monaten? Ja, man sollte, man sollte im Kopf halten, wie schnell sich auch Sachen noch drehen können an der Stelle. Es ist aber sicherlich das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario, wenn man sich einfach mal die deutsche Parteienlandschaft anguckt.
Wäre es gut? Wäre es das Bestmögliche?
Also ich würde mal, ich würde mal so sagen, ich glaube, dass Scholz kein guter Kanzler war. Das muss einfach jeder einräumen, der die letzten 4 Jahre sich angeguckt hat. Und ansonsten sehe ich einfach keinen der gerade die Chance auch nur annähernd darauf hätte. Und insofern ist eher die Frage, gibt es eine Konstellation, eine Koalition, die Deutschland in den nächsten 4 Jahren wieder zusammen auf einen Erfolgskurs führen kann, wo man also sich zusammenraufen kann und über verschiedene Parteigrenzen ein Programm hinbekommt, was funktioniert? Das ist, glaube ich, die entscheidendste Frage. Dass Friedrich Merz dann Kanzler ist, ist sehr, sehr wahrscheinlich, glaube ich, wenn man sich alle derzeitigen Umfragen anguckt.
Okay, sag mal, du hast ja eine hohe Sympathie für Deutschland, das hört man so raus, auch deinen Willen zu unterstützen. Liegt es auch daran, dass du jetzt nicht in New York dein Business machst? Weil du könntest es ja, ich meine, du bist irgendwie nicht jetzt irgendwie an Maschinen gebunden, an Fabriken gebunden, an irgendwelche Lieferketten gebunden oder sowas. Du könntest sagen, ich kann das vielleicht sogar besser machen, irgendwie global rumfliegen, wenn ich in New York leben würde oder irgendwo anders. Aber du bist in Berlin.
Also ich glaube, das hängt vor allem natürlich zusammen, dass ich irgendwo hier in Deutschland groß geworden bin, hier 40 Jahre gelebt habe und hier viele gute Zeiten hatte, Freunde, Familie. Das ist einfach, ja, da wächst natürlich eine Heimatverbundenheit mit. Und natürlich auch, wenn man irgendwie die Chance hatte, zweimal Deutschland im Endspiel bei der Fußball-WM zu sehen, in Italien, in Brasilien, so, dass das schweißt natürlich einen an das Land zusammen, und insofern ist da natürlich eine große Verbundenheit einfach da, und das jetzt unabhängig davon auch, wo ich jetzt selber mit BitCapital oder sonst was meinen Beruf ausübe.
Das heißt, du bist jetzt hier und du bist nicht in den nächsten Monaten irgendwo dann in Miami oder sowas, wo man ja auch solche Businesses betreiben könnte. Es gibt ja viele deutsche Unternehmer, die auch gerade irgendwie, ich höre von vielen auf Mallorca, ich höre von einigen irgendwie in USA und so. Das ist bei dir nicht der Fall?
Also ich sehe mich auf jeden Fall sehr präsent weiter in Deutschland, aber ich glaube auch, Deutschland muss jetzt die Standortrahmenbedingungen einmal so verbessern, dass es für viele Unternehmer Sinn macht. Sonst wird es passieren, dass ganz viele Talente auch— ich sag mal, gerade wieder eine Studie gab es von, dass Hochschulabsolventen gerade sich alle gut vorstellen können auszuwandern. Und das sollte uns mal sehr zu denken geben, wenn Deutschland nicht die Rahmenbedingungen so hinbekommt, dass Talente jung wie alt hier arbeiten wollen und auch jetzt, ich sag mal, egal ob jetzt mit oder ohne Migrationshintergrund, wir brauchen die smarten Talente hier. Wenn die hier nicht arbeiten wollen, dann haben wir ein Problem und dann betrifft es, dann können wir eigentlich einpacken hier.
Okay, also wollen wir hoffen, dass sich viele an dir orientieren, dass es irgendwie auch vielleicht ein paar mit dir investieren, dass es dann auch weiter so gut läuft, du hier die Stimmung hebst sozusagen für viele Leute. Ja, bin ziemlich beeindruckt von dem, was du so in den letzten Jahren gemacht hast. Das über die Jahre gerne verfolgt und werde es auch in Zukunft weiter verfolgen. Drück dir die Daumen. Ich glaube, irgendwann wird der Moment kommen, wo man dich vielleicht noch mehr weltweit wahrnehmen sollte oder müsste. Mit dem Track Record, ich bin echt immer baff, dass das nicht der Fall ist. Also du bist ja auch gut darin, da so ein bisschen den Ball flach zu halten und vielleicht auch die letzten Jahre, aber dennoch, eigentlich müsste man noch mehr ein bisschen sagen, okay, was macht der Typ da? Das ist ist ja wirklich globales, ganz großes Tennis.
Wir freuen uns über jeden, der das hier zum Anlass nimmt, sich unsere Fonds anzuschauen. Und ja, glauben am Ende, wenn wir alle in Deutschland mehr in Technologie und in Aktien investieren würden, dann würde damit automatisch auch mehr Fokus auf Technologie, auf Wirtschaft einhergehen. Und das, das würde uns sicherlich gut tun gerade.
Es ist für mich wirklich erstaunlich, und es gibt ja auf der Welt auch nicht viele Fonds jetzt das, was Ähnliches machen wie du, die besser gelaufen sind. Das stimmt. Also wirklich ein, ein, ein, ein Unicorn.
In Europa kann man das nachgucken, gibt eine Datenbank. In Europa sind wir glaube ich aus 16.000 Fonds die Nummer 1 mit irgendwie 200-300% Vorsprung, wenn wir jetzt mal auf die Zeit, seitdem es uns gibt.
Crazy.
Also dafür sehr moderat und auch hier ohne Personenschutz einfach mal locker vorbei gekommen. Vielen, vielen Dank.
Ja, ich danke dir.
Alles klar, ciao, ciao.
Ich war keine gute Chefin und heute coache ich Führungskräfte. Und ich wurde mit 22 Jahren Führungskraft und musste ganz schön hart dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Heute bin ich Spiegel-Bestsellerautorin und erreiche auf LinkedIn Millionen Menschen. Wir sind Emma Isadora Hagen und Svantje Almers. Das ist Out of Office, der Business- und Karriere-Podcast. Wir teilen mit euch Karrieretipps, die wirklich funktionieren. Egal, ob es um Gehalt, Selbstmanagement oder die Frage geht, wie man kritische Gespräche richtig führt. Und dazu teilen wir mit euch die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und ordnen für euch den Hot Tea aus der Businesswelt ein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann abonniert den Kanal und seid ab jetzt jeden Mittwoch mit uns out of office.
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