Wer braucht noch Elektrofachhändler, Benedict Kober? (#865)
24 Dec 2025 · 68 min
Benedikt Kober, CEO of Euronics Germany, explains how the cooperative of roughly 1,000 independent electronics retailers with 1,100-1,200 stores and €3 billion in revenue competes against Amazon. The network spans 20-30 km between stores in medium-size towns and rural areas, balances central purchasing with local freedom, and recently launched Pick & Go for city locations. Service, installation, and smart appliances drive growth.
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Vermutlich wird bei vielen von euch zu Weihnachten sehr viel Elektronik- und Technikkram unterm Weihnachtsbaum liegen und das meiste davon dürfte bei Amazon gekauft worden sein. Insofern fast erstaunlich, dass es die Firma Euronics überhaupt noch gibt. Aber es gibt sie und sie haben sogar große Wachstumspläne. Nach wie vor 1200 Geschäfte in Deutschland, über 3 Milliarden Euro Umsatz. Und der Benedikt Kober hat mir erklärt, wie man sich gegen Amazon aufstellt, warum sie mittlerweile einer der größten Starlink-Händler in Europa sind, wie sich stationäre Händler generell von Amazon differenzieren können und warum das Modell einer Genossenschaft gerade in durchaus dynamisch-aggressiven kapitalistischen Zeiten Zukunft haben könnte. Das alles im Gespräch mit Euronics-Chef Benedikt Kober. Auf geht's! Let's go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeier. Wer selbst gerade gründet oder eine kleinere Firma übernommen hat oder Ähnliches, der kennt möglicherweise das Problem. Ein klassisches Geschäftskonto heißt oft Filialtermine, Papierkram und lästige Wartezeiten. Dann gibt es im Arbeitsalltag meistens getrennte Tools für Banking, für Rechnungen und für Buchhaltung, und das alles kostet einfach sehr viel Zeit und ist meistens nicht optimal aufeinander abgestimmt. Und genau hier kommt unser heutiger Partner Qonto ins Spiel. Qonto mit Q am Anfang macht euch das Leben deutlich leichter. Ihr könnt ein Geschäftskonto mit deutscher IBAN in nur 10 Minuten online eröffnen, und zwar komplett ohne jeden Papierkram. Und den Einstieg gibt's bereits ab 0€. Außerdem, und besonders praktisch, das Banking, die Rechnungen, die Buchhaltung, das Ausgabenmanagement kann man dann in einer App machen, nämlich in der Qonto-App. Es gibt außerdem Firmenkarten mit bis zu 360€ Cashback pro Jahr, einen persönlichen Kundenservice und über 2000 Integrationen, unter anderem für Lexware oder für DATEV. Das System von Qonto wächst dann einfach mit euch mit, vom Start Für Selbstständige bis zum Team mit über 250 Mitarbeitenden. Wer einmal wissen möchte, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, der ist eingeladen, bei OMR Reviews unsere Bewertungen dazu durchzulesen. Die sind komplett neutral, würden unsere Bewertung natürlich niemals anfassen, und dennoch wird, glaube ich, klar, dass Qonto einen sehr, sehr guten Job macht. Alle Infos zu Qonto unter qonto.de. Hallo Benedikt.
Hallo Philipp, schön, dass ich da sein darf.
Ja, ja, also Genossenschaft, fangen wir damit mal an. Was ist das eigentlich?
Genossenschaft? Ja, das hört sich erstmal so ein bisschen an wie aus einer vergangenen Zeit, ist aber ein super modernes Format. Das heißt, eine Genossenschaft besteht aus rechtlich selbstständigen Unternehmen, die sich irgendwann mal zusammengeschlossen haben und haben gesagt, jeder einzelne für sich ist top drauf, Aber gemeinsam können wir da viel mehr bewegen. Und die haben sich dann zusammengeschlossen zu dieser Genossenschaft. Ursächlich kommt das so ein bisschen aus dem Wareneinkauf und hat sich dann im Laufe der Zeit eben immer mehr Richtung Dienstleistung, Service, Marketing und so weiter entwickelt. Und auch der Aufbau einer gemeinsamen Marke wie Euronics jetzt eben. Also unsere Händler heißen im Zweifelsfall Radio Müller oder Elektro Westermeyer oder wie auch immer und machen das aber unter einer gemeinsamen Marke, weil natürlich heute Größe und Stärke und auch die Sichtbarkeit in Richtung Endkunde extrem wichtig sind und man am Ende nicht nur das Gefühl vermittelt, sondern einfach weiß, Euronics ist ein großer Konzern. Das ist vielleicht was, was man einer Genossenschaft gar nicht zumutet, erst mal zusprechen würde, ist aber de facto so.
Es gibt ja noch andere Firmen, die man auch erst mal so als Firma wahrnimmt, die aber auch Genossenschaften sind. EDEKA zum Beispiel auch.
Genau.
Wer fällt dir noch ein?
Intersport. Intersport sitzen bei uns um die Ecke. Wir kommen ja aus der Nähe von Stuttgart. Intersport sitzt in Heilbronn. Genossenschaften leben auch vom Austausch miteinander. Also Genossenschaften haben ja ähnliche Themenstellungen, machen viel Erfahrungsaustausch und so weiter.
Und es wird mir immer wieder so erzählt, eigentlich seien Genossenschaften auch so ein bisschen so die Antwort auf viele Herausforderungen der modernen Wirtschaftswelt, wo man sagt, okay, wie kommen wir in dieser absolut harten Wettbewerbswelt auch mit US-Konzernen noch klar? Und dann ist immer wieder so das Thema, so Modelle aus der Vergangenheit Könnten sich ja auch in Zukunft vielleicht bewähren.
Also ich glaube nicht, dass das jetzt ursächlich entstanden ist als Antwort auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, die aus dem Ausland oder so kommen, sondern ich glaube, dass die Erkenntnis, dass man gemeinsam viel, viel stärker unterwegs ist, ist so die Grunderkenntnis. Und natürlich sind für unternehmergeführte Handelsbetriebe die persönliche Nähe zu den Kunden und bestimmte Assets, die einen Mehrwert auch für die Kunden darstellen, Das herausragende, herausragende Motivation, um solche Dinge zu tun. Und das lässt sich natürlich in einer genossenschaftlichen Struktur viel besser abbilden, weil da gibt es noch einen echten Unternehmer vor Ort, während halt in filialgeführten Unternehmen oftmals ein Marktleiter oder ein angestellter Geschäftsführer oder wie auch immer dieses Geschäft macht. Und in Betrieben, wo eben der Unternehmer tatsächlich vor Ort ist, die Kunden teilweise noch persönlich kennt, das ist eine ganz andere Ansprache.
Wie viele Händler habt ihr in eurem Verbund?
Also wir sind in Deutschland ungefähr 1000 Mitglieder mit ungefähr 1100, 1200 Geschäften. In Europa oder weltweit eigentlich, also wir sind Teil dieses Verbundes auch von Euronics International, sind aber rechtlich selbstständige Ländergesellschaften, die sich dann eben wieder auf internationaler Ebene auch zusammenschließen, sind wir Ich würde sagen ungefähr so 5500.
Also ich meine 1100, 1200 Läden in Deutschland, das sagst du so nebenher, das ist jetzt ja nicht so wenig.
Das stimmt.
Ja, also da reden wir dann auch über Milliardenumsätze.
Ja, also die Euronics macht irgendwo so, ich würde mal sagen Pi mal Auge, so um die 3 Milliarden Umsatz in Deutschland.
Und du koordinierst es am Ende, du siehst dann dazu, dass ihr gemeinsam auftretet, gemeinsam einkauft und dass das sozusagen alles ein bisschen strukturell zusammengehalten wird.
Also wir sind der festen Überzeugung, dass unternehmerische Freiheitsgrade für die einzelnen Händler, für die Mitglieder, wie wir bei uns sagen, enorm wichtig sind, dass die eben auch auf regionale Bedürfnisse für ihren Markt vor Ort optimal reagieren können, sich aufstellen können. Also es ist immer so ein Spannungsbogen zwischen Zentralität und Steuerung für das Geschäft und eben auch der Möglichkeit zu individualisieren. Und das ist eigentlich eine Stärke. Also bei uns gibt es kein starres Konzept, was wir einfach über 1000 Geschäfte drüberbügeln, Sondern die Unternehmer vor Ort haben eben die Möglichkeit, aus einem Baukastensystem sich die Dinge rauszusuchen, die für sie, für ihren Markt, für ihr Unternehmen und so weiter optimal entwickelt worden sind.
Also, es ist dann auch kein Franchise, ne? Es gibt ja durchaus auch sowas, es hat ja gewisse Nähe zu Franchise-Konzepten, aber es ist schon fundamental was anderes, ne?
Also, Franchise ist ja ein tendenziell eher starres Konstrukt. Ich würde sagen, wir haben franchiseähnliche Strukturen bei uns in der Organisation entwickelt. Aber eben nicht zu 100%. Also für die, zum Beispiel für die Warensteuerung, für die Angebotskommunikation ist schon wichtig, dass man geschlossen mit einer Stimme gegenüber den Konsumenten da auch auftritt, dass es auch Klarheit gibt und Transparenz über das Leistungsspektrum.
Müssen auch alle Euronics heißen und das ist dann irgendwie, die Marke wird schon überall genutzt?
Ungefähr die Hälfte der Mitgliedsbetriebe firmiert unter der Marke Euronics, gibt aber auch Individualauftritte.
Okay, aber die kaufen alle bei euch ein zum Beispiel?
Die kaufen im Wesentlichen über uns ein, genau. Und es wird dann für die, die unter der Marke Aronix auftreten, eben gemeinsame Werbung organisiert, Dienstleistungen und so weiter, IT, also EDV-Systeme im weitesten Sinne, werden zentral angeboten und auch sehr in der Breite genutzt.
Wo seid ihr im Wesentlichen? Also welche Städte sind, oder welche Regionen deckt ihr in Deutschland so ab?
Also wenn wir jetzt so eine virtuelle Landkarte vor uns hätten, so ein über die gesamte Republik, dann wäre die blau eingefärbt, weil wir haben in der Regel, kann man sagen, so 20, maximal 20, 30 Kilometer bis zum nächsten Euronics-Laden. Also wir sind eigentlich überall. Wenn man jetzt sagt, wo sind wir besonders stark vertreten, dann ist es so, dass wir in den Unter- und Mittelzentren besonders stark sind, aber auch in ländlichen Regionen. Dass wir in Großstädten nicht mehr so stark vertreten sind, hängt einfach auch mit der Entwicklung im Einzelhandel zusammen. Also ich sag, du kommst aus Hamburg, also so Mönckebergstraße und so weiter, oder in Stuttgart auf der Königstraße und so weiter. Das ist ein, ich sag mal, Einzelhandelsumfeld, was extrem ambitioniert ist.
Da haben aber die Kollegen von Mediatouren gerade mitten auf der Mönckebergstraße, wo du es gerade so schön sagst, einen riesen neuen Laden wiedereröffnet sozusagen. Und also da, die glauben daran.
Das hat auch nichts damit zu tun, ob man sagt, also da sind ja auch viele Kunden und so weiter, aber Es ist natürlich am Ende auch betriebswirtschaftlich, muss sich das rechnen. Und bei uns ist es halt so, im Gegensatz zu einem Konzern, der ja sozusagen die Gesamtergebnisse aller Filialen zusammenrechnen kann, bei uns muss jedes einzelne Haus profitabel sein und muss jeder für sich den Standort rechnen. Und wenn man zumindest mal in der Vergangenheit, da mag Bewegung reingekommen sein, waren natürlich die Mietpreise gerade in den großen Innenstädten und so weiter für unsere Branche echt ambitioniert.
Aber das heißt auch, ich habe immer das Gefühl, der Einzelhandel in Städten verändert sich so, dass eigentlich nur noch die großen Städte überhaupt ausreichend Lauf haben und dass viele so, du hast gerade so Mittel- und Unterzentren das glaube ich genannt in der Fachsprache, aber so am Ende kleinere Städte, dass da eigentlich fast die Innenstädte veröden. Aber das nehmt ihr nicht so wahr?
Das ist unterschiedlich. Also den Effekt spüren wir schon. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, Also in Großstädten sind wir vielleicht nicht auf den High Streets vertreten, sondern eher dann in den, ich sag mal, in Berlin würde man sagen in Schöneberg oder in Prenzlauer Berg oder in Hamburg vielleicht ein bisschen außerhalb von der City. Da gibt es durchaus diese Nahversorgungsfunktion, wo eben auch kleinere Betriebsgrößen durchaus sehr erfolgreich und auch wirtschaftlich profitabel arbeiten können. Große Flächen, die ja auch einen entsprechenden Bedarf an Kundenfrequenz brauchen und so weiter. Das ist natürlich nicht ganz so leicht erstmal zu kreieren, was eben für großformatige Flächen bedeutet, dass sie da unter Druck kommen, weil einfach die Kundenfrequenz, egal ob jetzt in Mittelunterzentren oder auch in den großen Städten, tendenziell ja eher rückläufig ist. Also wir haben viele Leute in den Städten zwar, aber manchmal, wenn ich so durch Stuttgart laufe, habe ich das Gefühl, die wollen, die gehen alle Kaffee trinken, die gehen alle irgendwie flanieren, vergnügen sich dort. Aber für den Einzelhandel ist es natürlich tendenziell immer schwieriger, die Leute auch in die Geschäfte reinzubekommen. Das hat unterschiedlichste Gründe. Und für die Auftritte, die wir normalerweise besetzen, haben wir ideale, wir nennen das Betriebstypen, also Größen von Geschäftsmodellen entwickelt, die am Ende auch profitabel sind. Weil bei uns ist es eben so, dass die Unternehmer natürlich ein wirtschaftliches Interesse haben, ihre Betriebe dort auch profitabel zu führen und sich auf Flächen zu bewegen, die sich am Ende in Sachen Personal, Sachkosten und so weiter tatsächlich dann auch rechnen.
Was ich total erstaunlich fand, also du hast jetzt ein bisschen das Pech, dass ich vor ein paar Monaten unseren heutigen Digitalminister, den Herrn Wildberger, den Carsten, hier zu Gast hatte. Ich glaube, du hast es wahrscheinlich, ich vermute mal, du hast es gehört, als er noch Mediatourenchef war, war er hier zu Gast und hat mir schon so ein bisschen von eurer Branche erzählt.
Ich habe mal reingehört, ja. Du hast mal, ja okay.
Gut zu wissen. Jedenfalls sagte der, und das fand ich total interessant, es sei noch extrem viel Potenzial da, neue Läden aufzumachen, auch in Deutschland. Dachte mir, das kann ja gar nicht sein, das ist doch, der Markt ist doch wahrscheinlich längst, also mit stationären Elektronikmärkten gesättigt. Aber er sagte nein. Und wie siehst du es?
Ich würde sagen, da ist Potenzial, aber vielleicht nicht für Formate, die schon ein bisschen in die Jahre gekommen sind. Also wir Wir sehen eben, dass sehr großformatige Läden aufgrund der Anforderungen, die man dort hat, was die Umsatzanforderungen, aber auch Personal und so weiter, tendenziell eher ein bisschen schwieriger betreiben zu sind, zumindest mal mit den klassischen Geschäftsmodellen. Da gibt es ja auch andere Ideen. Wir haben gerade einen neuen Betriebstyp entwickelt, der nennt sich Euronics Pick and Go. Das heißt, Das ist gerade für Großstädte etwas, wo man sagt, mit einem hohen Convenience-Faktor, wo man sagt, da gibt es Parkplätze direkt vorm Geschäft. Also in vielen Großstädten gibt es ja keine Parkplätze mehr direkt in der City. Das heißt, wir suchen uns jetzt auch bewusst Areale aus, gemeinsam immer mit einem Unternehmer vor Ort. Das machen wir nicht selber als Regiebetrieb oder so, sondern unsere Unternehmer gehen da in das wirtschaftliche Risiko, solche Flächen zu besetzen.
Also Parkplätze sind das Killerkriterium.
Nicht nur, nein, es ist, es ist vom Konzept her, also wie soll ich es beschreiben? Parkplätze sind wichtig, um die, um die Erreichbarkeit und auch einen gewissen, ich sage mal, Komfort für die Leute. Wie komme ich dahin? Weil du willst ja nicht unbedingt was durch die halbe Stadt tragen, um jetzt irgendwas in dein Auto zu packen. Und deswegen sind Parkplätze vor Ort schon mal extrem wichtig und die Erreichbarkeit, also an der Hauptverkehrsstraße. In irgendeiner Form, dass die Leute da gut hinkommen können.
Was verkauft ihr am meisten? Also was kaufen die Leute dann auch bei solchen neuen Konzepten bei euch? Also ist dann der große Fernseher oder ist es dann irgendwie der Kopfhörer oder schnell irgendwie, ich habe einen, weiß ich nicht, einen AirPod verloren und hole mir da mal ein neues oder ein Ladekabel oder was holt man da?
Also für solche Formate wie jetzt das Pick& Go, glaube ich, ist es eigentlich das komplette Vollsortiment. Das heißt aber, Die Leute werden ja jetzt nicht ihre Waschmaschine mitnehmen oder ihren großen Fernseher, sondern diese Formate sind immer so aufgestellt, dass ein bestehendes stationäres Geschäft im Hintergrund auch die Service- und Dienstleistungskomponenten abdecken kann. Das heißt also Lieferung, Installation und so weiter. Also wir sind ja ein sehr serviceorientiertes Unternehmen und unsere Mitglieder, die da drin perfekt sind. Aber natürlich kann ich auch mal, wenn ich Zubehör brauche und so weiter, das kann ich natürlich dort auch kaufen.
Was so generell über alle Märkte, also was ist euer Brot und Butter? Was wird da bei euch gekauft? Was bringt die Kunden da in den Laden rein? Womit verdient ihr im Wesentlichen euer Geld? Welche Produkte?
Ja, also es ist so, dass wir das komplette Programm anbieten, vom Fernseher über die Waschmaschine zum Notebook, Handy und so weiter. Wenn du jetzt dir die Frage stellst, wo sind wir besonders stark, also wo haben wir eine große Marktbedeutung? Dann ist es sicherlich im Bereich Unterhaltungselektronik und im Bereich der Haushaltsgeräte, sowohl bei den Großgeräten als auch Kleingeräten, also Waschmaschine, Trockner, Kaffeemaschine und so weiter. Das sind die Stärken. Im Bereich PC Multimedia, wie wir das nennen, oder Telekommunikation sind wir gut, aber haben sicherlich noch Luft nach oben.
Ich hätte jetzt irgendwie gedacht, du sagst jetzt vielleicht so der Airfryer oder so die Sachen, wo jetzt alle hinterher sind, also gefühlt ist es die letzte große Haushaltsinnovation, die ich wahrgenommen habe, wo ich in meinem persönlichen Umfeld feststelle, auf einmal hat selbst mein Bruder irgendwie einen Airfryer da stehen bei sich. Und das muss ja für dich Gold wert sein.
Das ist also definitiv, aber wenn das die letzte Innovation ist, die du von uns wahrgenommen hast, dann müssen wir dringend an unserer Kommunikation arbeiten.
Nicht jetzt von euch konkret, aber so generell von der Branche.
Ich verstehe das schon.
Also so Saugroboter habe ich jetzt irgendwie auch mal die Diskussion ob man sowas brauchen kann. Aber ansonsten, ich meine, Fernseher, klar, da tut sich auch jedes Jahr was Neues, aber da sind jetzt gefühlt die Entwicklungen eher nicht sprunghaft.
Ich bin da selbstbewusst genug zu sagen, dass es würde deinen Podcast sprengen, wenn wir über alle Innovationen sprechen würden, die die Branche in den letzten 1, 2 Jahren rausgebracht hat. Hammerpaar aktuell gerade. Ja, also es gibt wahnsinnig viele Dinge, gerade im Bereich der Kleingeräte. Wir haben, wir haben letztes Jahr einen Boom erlebt an Eismaschinen zum Beispiel. Wir haben jetzt einen Effekt, dass wir auch im Bereich Beauty und Körperpflege mit neuen Produkten kommen. Ich habe jetzt auf der größten Messe für Unterhaltungselektronik und Home Appliances, auf der, auf der IFA in Berlin, Innovation for All, das sagt ja auch schon der Name eigentlich, was das Programm ist.
Genau, der neue Name, ne? Das ist ja auch meine internationale Funkausstellung, oder?
Das war vielleicht ein bisschen angestaubt. Die 2 Zentimeter Staubschicht haben wir entfernt, und die Messe hat sich da komplett neu aufgestellt.
Innovation for all. Okay, gut, also man gibt wieder Zeit. Ja, also was würde da vorgestellt?
Naja, zum Beispiel, zum Beispiel auch, also wir leben ja davon, dass wir einen Mehrwert für Endkunden kommunizieren. Wenn ich, wenn ich ein technisches Produkt habe und irgendwie das Gefühl habe, das ist nur so ein Gadget und ich habe keinen echten, keinen echten Nutzen davon, Dann werden die wenigsten dafür auch Geld investieren wollen. Das heißt, sie müssen echten Nutzen rüberbringen. Zum Beispiel jetzt einen Wärmepumpentrockner gesehen, der nie wieder gereinigt werden muss. Hast du zu Hause einen Trockner?
Ja.
Ja. Hat er so eine Klappe an der Seite? Ja. Ja. So. Was machst du mit der Klappe?
Regelmäßig Staub rausmachen und so was.
Sehr gut. Weil sonst was passiert?
Dann schaltet er selber ab.
Irgendwann hast du da möglicherweise dann mal, dass sich das Ding selber abfackelt.
Ja. Oh, ich krieg das nur, sagen wir mal so, mein Einfluss ist immer ganz piepen.
Immer schön reinigen. Das ist gut. Es gibt aber jetzt ein Produkt, das musst du nicht reinigen über die gesamte Lebensdauer. Und die Energieeffizienzklasse, das ist ja bei Elektrogeräten, also gerade im Großgerätebereich extrem wichtig zu sagen, was für eine Energieeffizienzklasse hat ein Gerät, also was Stromverbrauch und so weiter anbelangt. Die hält sich über die gesamte Lebensdauer, während bei den anderen Geräten, also auch bei deinem möglicherweise durch die Verschmutzung, weil du es nicht ganz wegkriegst, über die Lebensdauer vielleicht irgendwann mal dann die Energieeffizienzklasse A dann zu B oder C wird.
Aber da kaufen sich jetzt Menschen dann sozusagen vor dem Kaputtgehen des alten Trockners einen neuen, weil sie sagen, Mensch, das will ich jetzt haben?
Würde total Sinn machen. Passiert eher so, dass wir leben extrem in unserer Branche vom Ersatzbedarf. Das heißt, es wird dann ausgetauscht, wenn es kaputt ist.
Das meine ich. Also wenn man wirklich ein neues Produkt, das halt alle reinzieht, wo man einen Airfryer, das ist halt so, den hattest du noch nicht gehabt, das gab es noch gar nicht. Und dann kommt so was. Und was du gerade meintest mit so Körperpflege, da bin ich auch neugierig. Was gibt es da Neues? Im OMR Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt es die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig. Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Businessversicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Also im Bereich Körperpflege ist jetzt zum Beispiel eine Maske vorgestellt worden, die jetzt in den Handel geht, die das Hautbild von denen, die das regelmäßig anwenden, und zwar mit medizinischen Tests bewiesen, nachhaltig verbessert. Der Grundgedanke, ich kenne zufällig ein bisschen die Story dahinter, war, dass mal überprüft worden ist, wie viel Geld Menschen im Jahr so für Kosmetikprodukte ausgeben. Alle, die Kosmetik verkaufen, mögen mir das jetzt verzeihen, ist relativ viel Geld.
Ja, aber riesige Margen.
Das weiß ich gar nicht, aber ich weiß, dass der Markt einige Milliarden groß ist. Und natürlich, wenn du die regelmäßig, die Cremes, und das war, ich gehe mal davon aus, dass das auch was bringt, sonst würde man es ja wahrscheinlich nicht machen.
Ich hoffe auch.
Und da gibt es jetzt einen Hersteller, der sich hingesetzt hat und hat gesagt, kann man das vielleicht auch auf einem erschwinglichen Niveau über ein technisches Produkt lösen und hat jetzt so eine Maske. Das sieht ein bisschen, ich könnte sagen, so wie Crow, ich komme ja aus Stuttgart, so aus. Und die setzt er regelmäßig irgendwie 20 Minuten drauf und dann gibt es eine Verbesserung des Hautbildes oder der Gesamterscheinung und so weiter, weil es eben, da sind Kühlpads eingebaut und LEDs und ich weiß nicht, also ich bin jetzt kein, ich bin weder Arzt noch Aber die Wahrheit ist wahrscheinlich auch, ihr macht den Großteil eures Umsatzes, machen dann wahrscheinlich, also stelle ich mir vor, auch irgendwie Handys oder sowas aus, oder nicht? Handys ist ein wichtiger Bereich bei uns, vor allem im Vertragsgeschäft, weil Menschen ja, ich sag mal, das Handy, also der reine Hardwareersatz ist die eine Geschichte, aber wir sind sehr spezialisiert auf das Thema Vertragswesen, das heißt also mit den großen Netzbetreibern, das richtige Produkt zu finden für die Bedürfnisse, die jemand dort braucht. Aber klassisch, ich würde gerne noch mal zurückkommen auf das Thema Ersatzgeschäft. Das ist eigentlich so die, die, die, die, die Säule von dem, was wir haben, weil wir haben natürlich in Deutschland schon eine Haushaltspenetration, die ist relativ hoch. Das heißt also Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine und so weiter haben relativ hohe Haushaltspenetrationsraten. Und da im Moment nicht so wahnsinnig viel gebaut wird in Deutschland, ist natürlich ein großer Teil unseres Geschäftes der Ersatzbedarf. Und da geht es immer um Bedarfsermittlung, auch vielleicht mal eben eine neue Generation energieeffizientes Produkt. Oder vielleicht haben sich auch Bedürfnisse geändert. Oder früher, ich sage mal, für Alterfernseher war irgendwie 55 Zoll so eine Standardgröße. Mittlerweile sind wir bei 65 Zoll und größer, was auch in deutschen Haushalten Standard ist. Und da helfen wir gerne durch die entsprechende Beratung und die Unterstützung, da das richtige Produkt zu finden.
Also ohne dass ich jetzt hier irgendwie von euch bezahlt werde, von irgendwem, ich habe auch tatsächlich bei Fernsehen nach vielen Jahren eine Ersatzbeschaffung gemacht und mir diesen The Frame geholt. Kennst du wahrscheinlich, diesen Fernseher, den man so wie so ein Bild an die Wand hängen kann. Das war schon Durchbruch, also schon wirklich geil, muss ich auch sagen. Da erlebe ich das dann, aber ist halt selten. Man geht dann, ich bin da wahrscheinlich einmal im Jahr oder zweimal im Jahr bei einem Elektronikfachmarkt.
Aber das ist ein schönes Beispiel. The Frame ist ein Konzept, was vor einigen Jahren entwickelt wurde aus der Intention heraus zu sagen, der Fernseher, wenn er an ist, dann ist klar, dann guckst du da was, du guckst Sport oder Filme oder was auch immer. Aber was ist denn, wenn der Fernseher aus ist? Dann ist es für manche, also auch von ihrem Empfinden, was ein großes schwarzes Viereck im Wohnzimmer anbelangt, vielleicht nicht optimal.
Da kannst du eine Bildgalerie auswählen oder auch eigene Bilder hochladen und dann siehst du da wirklich, das sieht echt gut aus. Ich finde, es sieht ganz gut aus.
Ja, also es gibt viele, das kennen wir aus Gesprächen mit unseren Mitgliedern, die mit Kunden auch sprechen, wenn, bedienen jetzt Klischees, wenn Männer sagen so nach dem Motto, ich möchte gerne großen Fernseher haben, weil Fußball und das soll alles authentisch und so weiter. Und wenn sie dann gemeinsam mit ihrer Partnerin kommen, sagen, ja, aber so ein großes Ding kommt mir nicht ins Haus. Dann ist es natürlich schon mit einem Argument zu sagen, aber Schatz, der Fernseher sieht gut aus, auch wenn er gar nicht an ist, auch wenn ich gar keinen Fußball gucke.
Ist denn jetzt nächstes Jahr ist ja Fußball-WM, ist es, sagen wir mal so, dass du jetzt oder ihr alle euch Sorgen macht, wenn sich Deutschland vielleicht mal nicht qualifizieren würde für die WM? Wäre das wahrscheinlich prozentual bei euch im Umsatz erkennbar?
Das läuft eigentlich immer so ab, dass im Vorfeld, also erstmal müssen sie sich qualifizieren.
Ja, genau.
Ich will jetzt nicht das Orakel sein. Also ich gehe fest davon aus, dass sich Deutschland qualifiziert. Die Qualität ist ja da. Und wenn du qualifiziert bist, dann gibt es immer so was wie eine Vorfreude, die wir dann in den Abverkäufen bei TV natürlich dann auch immer sehen. Das heißt also immer so 2 Wochen, bevor es losgeht, geht es noch mal sprunghaft nach oben, vielleicht auch 4 Wochen vorher.
Also wir reden dann von 10% mehr als normal oder eher so 50% mehr als normal?
Ja, das kann man gar nicht so 100% voraussagen. Also es gibt einen spürbaren Peak in den Abverkäufen und der hält eigentlich immer an, so bis erst mal Ende der Vorrunde. Und dann kommt es tatsächlich darauf an, ob Deutschland weiterkommt oder nicht.
Kaufen die Menschen noch mehr Fernsehen, wenn wir weiterkommen?
Ja, es gibt tatsächlich dann noch mal Kurzentschlossene, die sagen, also Achtelfinale bitte dann mit der richtigen Glotze.
Okay.
Tatsächlich, ja.
Okay. Und gibt es andere Sachen, die euch irgendwie, sagen wir mal, Wachstum bescheren? Weil ich stelle mir so vor, dieses Beschaffen, also Nachbesetzungs- oder Ersatzgeschäft, man will ja wachsen, man will ja jetzt ja nicht warten, dass dann irgendwo ein Trockner kaputt geht oder eine Waschmaschine oder ein Fernseher, und man sucht ja nach Wachstumsimpulsen, dann kommen die von euren Produzenten, also von den Marken, mit denen ihr arbeitet. Wie könnt ihr denn selber Wachstum erzeugen? Also neue Märkte öffnen, habe ich gehört, ist hier und da noch möglich. Ja, was noch so?
Ich glaube, die Kombination aus dem, was— also wir können ja nur das verkaufen, was die Hersteller an Innovationen dann auf den Markt bringen. Wir selber produzieren ja nichts, sondern wir vermarkten eben die Dinge, die über die Hersteller dann auch in den Markt eingeführt werden. Wichtig ist aber die Kommunikation. Also was ich halt immer wieder feststelle, ist, wenn man mit Menschen über bestimmte Vorzüge von Produkten spricht, dann ist da oft relativ wenig Basis vorhanden, dass Menschen schon mal verstehen, wofür das gut ist. Es sind halt technisch erklärungsbedürftige Produkte, und deswegen ist ja auch wichtig, dass du zu jemand gehst, der dir das so erklären kann, dass du auch verstehst, warum soll ich das jetzt kaufen. Wenn am Ende nur kommt, dass er sagt, ja, das ist schön, aber irgendwie sehe ich da keinen Nutzen für mich drin, wird die Investitionsentscheidung anders ausfallen. Das heißt also, was wir tun, ist zu versuchen, über Angebotskommunikation über alle Kanäle die Dinge so zu penetrieren und unterstützend mit den Industriekampagnen zu verzahnen, dass es auch medial beim Endverbraucher ankommt und dass daraus dann auch eine Nachfrage generiert wird.
Aber ich habe das Gefühl, es sind viele Sachen, also wenn man so drüber nachdenkt, wann bin ich früher jetzt in Hamburg oder in Essen, wo ich herkomme, mal in Elektronik CDs kaufen früher, DVDs kaufen, es gibt alles de facto zumindest in meiner Welt eigentlich nicht mehr. Dann so war so diese PlayStation-Thematik auch so, das ist jetzt ja auch immer mehr, dass das so eigentlich nur noch diese Cloud-Lösung wird. Also ihr habt auch sozusagen fast ein bisschen das Problem, sozusagen die Herausforderung, dass viele Hardware-Sachen, die man sich früher gekauft hat, jetzt einfach zu Software werden.
Das ist richtig, dafür gibt es neue Produkte. Die wahnsinnig spannend sind. Und ich finde immer wichtig, dass der Grundreflex einfach sein muss, Probleme zu lösen, Lösungen anzubieten für Themen, wo Kunden einfach einen Bedarf haben. Also ich sage jetzt mal so ganz banal, wenn jemand ein bestimmtes Thema hat, also zum Beispiel gehen wir mal so in Pflege, Beauty-Bereich. Da gibt es eben spezielle Produkte, die ganz neu konzipiert sind, zum Beispiel für Hairstyling, die auf bestimmte Besonderheiten im Hairstyling nochmal Rücksicht nehmen. Im Bereich Bodenpflege, wir haben ja früher alle, wir kennen diese Staubsauger mit den Beuteln und so weiter, und irgendwann hat sich mal einer hingesetzt und hat gesagt, nee, das Ding mit dem Kabel durch die Wohnung zu ziehen, wo du dann die Vase vom Schrank kippst, ist allen schon mal passiert. Wir machen das jetzt mal über einen Handstick oder Robotersauger. Sind ja total geniale Erfindungen und werden auch ständig weiterentwickelt über entsprechende Tools, Software, KI und so weiter. Oder das geht ja dann bis dorthin. Ich habe jetzt auf dieser nicht mehr Funkausstellung Innovation Forum zum Beispiel was gesehen. Gibt es aber auch schon von anderen Herstellern. Wo der Roboter in der Küche sozusagen unter die Möbel drunter fährt, damit er verschwindet. Sonst hast du ja den Roboter irgendwo da in deiner Wohnung drin und vielleicht möchtest du das nicht für die Gesamtästhetik deiner Wohnung. Und da werden jetzt Lösungen entwickelt, dass der sich automatisch, ohne dass irgendwie der halbe Staub wieder in der Wohnung verteilt wird, dann auch entleert. Oder wir haben das Thema Nass-Trockensauger, also für Böden, ob das dann Parkett oder ob das Steinboden oder wie auch immer ist. Ist eine wahnsinnig wachsende Kategorie.
Wenn man jetzt dir zuhört und sagt, okay, ich bin eh so ein Elektronik-, so ein Gadget-Nerd und habe ich Bock drauf und ich suche gerade eine neue Möglichkeit, mich selbstständig zu machen vielleicht, und ich würde gerne so einen Elektronikfachmarkt aufmachen und ich habe jetzt hier von Benedikt gelernt, es gibt da noch so Möglichkeiten, ich gehe ins Risiko, nehme mir einen Kredit. Also A, wo würde man das am besten machen? Dann würde man zu euch kommen und würde sich euch vielleicht anschließen, weil man dann ein paar Vorteile hat.
Na klar.
Und kann man damit in den ersten, sagen wir mal, 5, 6, 7 Jahren seiner Tätigkeit Millionär werden?
Also das mit dem Millionär werden, ich glaube, das hängt am Ende von vielen Faktoren ab. Aber man kann zumindest damit vernünftig Geld verdienen. Da bin ich fest davon überzeugt. Das wäre tatsächlich, also ich höre daraus, du überlegst noch mal, dich beruflich neu zu orientieren. Dann lass uns doch drüber sprechen, wo wir in Hamburg einen Standort finden. Also Hamburg zum Beispiel ist, ist eine Stadt, wo in den letzten Jahren viele, viele Einzelhandelsflächen, gerade auch in unserer Branche und so weiter, verschwunden sind. Aber es gibt ja einen Bedarf auch für stationäre Geschäfte. Ist ja nicht so, dass ganz Hamburg nur online einkauft. Wir haben auch starke Händler, gerade in Hamburg, die einen extrem guten Job machen und die teilweise, ich sag mal, extrem viel Zuspruch haben. Da geht's aber dann drum, um das spezielle Paket. Die sagen also, gerade im Bereich der, der Haushaltsgroßgeräte ist es ja, du bestellst jetzt nicht irgendwie nur Kühlschrank und Herd und so weiter alles im Netz und baust es dann irgendwie selber ein, sondern da geht es ja darum, das muss ja passen. Der Klassiker Linksanschlag oder Rechtsanschlag beim Kühlschrank kann entscheidend sein, ob das hinterher in deiner Wohnung funktioniert. So, und da sind viele einfach, dass sie sagen, das möchte ich dann von jemand mich beraten lassen, der das auch wirklich versteht, der einfach professionell da an das Thema rangeht. Und inklusive dann, ich sag mal, Installation und, und auch der Betreuung danach.
Aber ihr würdet dann gucken, so 20 Kilometer muss man den Leuten ja so einen Schutz geben, oder das, das werden die jetzt nicht witzig finden, wenn ich jetzt auf einmal einen Markt aufmache neben dem schon bereits gut laufenden?
Nee, also es gibt ja, es gibt ja keinen Gebietsschutz, ist ja gar nicht erlaubt, sondern man würde eine Potenzialanalyse machen und sagen, was gibt's da an Wettbewerb schon im näheren Umfeld. Natürlich geht man nicht irgendwohin, wo dann sozusagen die Kaufkraft schon überabgedeckt ist, sondern man würde sich, und dafür haben wir natürlich bei uns Spezialisten in unserer Zentrale, die das, die die Standortbewertung dann mit dir gemeinsam vornehmen, dann ein Modell suchen. Wir würden auch mit dir zusammen zur Bank gehen, um eine Finanzierung zu bekommen. Wir haben Sortimentskompetenz, haben wir sowieso.
Also das ist ja wirklich wieder doch viele Menschen, die was gründen wollen, auch vielleicht was gründen müssen, weil sie mit ihrem Traumjob oder dem dann doch nicht so zufrieden sind oder irgendwie entlassen wurden jetzt gerade oder sowas. Also ich mag es ja, Leute geben, die jetzt was Eigenes machen wollen. Das heißt, ihr könntet davon ein paar absorbieren und denen absolut so Märkte verschaffen, und dann können die damit jetzt nicht sofort Millionen verdienen, aber die können da dann doch irgendwie auch ein paar hunderttausend Euro übrig halten.
Absolut. Wir würden wahrscheinlich erstmal schauen, welche bestehenden Standorte zur Verfügung stünden. Weil es gibt oft auch in, in selbstständigen Unternehmerfamilien Nachfolgethema. Das ist ein allgemeines Problem im Mittelstand, dass es nicht so viele Nachfolger gibt, weil die sich beruflich vielleicht, also die Kinder im Zweifelsfall, anders orientiert haben. Die Angestellten, die vielleicht auch so einen Laden übernehmen können, haben oft nicht die Möglichkeiten, vielleicht das zu tun, wollen es auch nicht. Du musst ja auch zum Unternehmer geboren sein, das Wollen Selbstständigkeit. Es bedeutet ja auch was, ne. Also da ist halt um 18 Uhr ist halt nicht, nicht fertig, sondern du bist Unternehmer, bist du 7 Tage die Woche, 24 Stunden. Und da gibt es attraktive Standorte, die noch keine Nachfolge geregelt haben. Und dann würde man erstmal bestehende Standorte angucken, weil nämlich ein etablierter Standort immer leichter zu betreiben ist als ein Standort von Grund auf neu aufzusetzen.
Auch dann sofort mit Millionenumsätzen, weil dann Manchmal gehören auch manche mehrere Standorte. Das heißt, du kaufst da richtig schon eine gut laufende Firma unter eurem Dach.
Von bis. Also wir haben Standorte, die haben 100, 150, 200, 300 Quadratmeter Verkaufsfläche bis hin zu großen Fachmärkten mit 1500, 1600 bis hin zu filialisierten Betrieben. Also wir sind, also Euronics darf man sich nicht so vorstellen, dass das so one size fits all, sondern wir haben homogene, also insgesamt sind wir ein heterogener Laden, aber mit homogenen Zielgruppen, also innerhalb der Händlerschaft. Und deswegen gibt's da alles.
Kann man das jetzt noch guten Gewissens Leuten empfehlen, wo sich der Markt jetzt noch mal ändert? Wir haben gerade über Mediatouren gesprochen, ich nehme an, schon einer eurer relevanten Wettbewerber, und da ändert sich ja gerade einiges. Da habe ich gerade, das Kartellamt hat glaube ich grünes Licht gegeben, dass die chinesische Großfirma JD, die kaufen jetzt für 4 Milliarden sich das ganze Ding, also auch erstaunlich, die machen ja auch zig Milliarden Umsatz und für 4 Milliarden geht es jetzt über den Tisch und gehört jetzt den Chinesen, die am Ende auch ganz viel von der Ware selber herstellen. Also das ist so eine Wertschöpfungskettenverlängerung, wird das werden. Machst du dir da Sorgen?
Also wir beobachten es natürlich, aber Angst ist nie ein guter Ratgeber, sondern wir versuchen natürlich mit den veränderten Marktbedingungen unsere Stärken noch stärker zu betonen. Um die Dinge zu tun. Es ist immer schwierig, in die Zukunft eine vernünftige Prognose irgendwie abzugeben, weil wir es halt alle nicht wissen. Aber es gibt Anzeichen zu sagen, diese Veränderungen, die gerade im Markt stattfinden, werden zu einem stärkeren Fokus in bestimmten Bereichen führen, auch was online anbelangt. Und ich glaube, dass es eine gewisse Fokussierung auf den stationären Handel, gerade im Fachhandel, im mittelständischen Fachhandel geben wird. Weil ich so wie die Wettbewerber, die jetzt nach Deutschland und nach Europa kommen, in ihren Heimatländern unterwegs sind, vielleicht ein bisschen anderes Geschäftsmodell haben. Und ich könnte mir schon vorstellen, dass die versuchen, möglichst viel davon auch in ihren neuen Strukturen umzusetzen. Das wird bedeuten, dass da stationärer Umsatz frei wird, der von irgendjemand bedient wird. Weil es ist ja nicht so, dass die Kunden dann plötzlich weg sind. Die seid ihr in den Läden gekauft haben.
Also, du erwartest, um es mal sozusagen in meinen Worten umzuformulieren, du sagst irgendwie, kauft jetzt eine Onlinefirma, kauft jetzt Mediatouren, die Wahrscheinlichkeit, dass die da in Deutschland erstmal eine Onlinefirma draus machen, ist sehr groß und dann schließen sich vielleicht sogar einige Märkte und dann ist für euch Wachstumspotenzial.
Das könnte ein Szenario sein, wie gesagt, in ein paar Jahren sind wir schlauer, aber wir werden uns darauf vorbereiten, weil wir einfach fest davon überzeugt sind, dass unsere Herangehensweise mit einem entsprechend hohen Dienstleistungsgrad dass das eine breite Akzeptanz bei Endverbrauchern findet.
Also aber wenn man, um bei euch zu bestehen, muss man ganz stark auch selber beraten und dann aufbauen und zu den Kunden ganz eng am Kunden sein. Nur die Sachen ins Regal stellen, das ist ja nicht keine Option.
Natürlich nicht. Also wenn es nur um, wir nennen das Box Moving geht, ich sage, das können andere besser als wir. Das ist nicht unsere Kernkompetenz, nicht unsere Stärke, sondern Für uns ist der persönliche Kontakt zu den Kunden und die perfekte Beratung, aber auch die Betreuung danach mit dem kompletten Dienstleistungsportfolio, das ist unser Geschäftsmodell.
Und gibt es da immer ausreichend Leute, die das auch machen? Ich bin selber immer wieder, wenn ich da so einen Markt erlebe, überrascht. Da gibt es ja echt Leute, die wirklich eine hohe Kompetenz haben für Rasierer oder für Kopfhörer. Und wenn man da mal nicht samstags nachmittags reinläuft, sondern dienstags vormittags und da ist nichts viel los, dann ist da teilweise mit dieser hohen Leidenschaft erklären dir dann da Leute, welchen Rasierer ich jetzt nehmen sollte. Ja. Das ist wahrscheinlich eigentlich kriegt man die nach wie vor? Also gibt's da nicht auch Fachkräftemangel und sowas? Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenzpolicy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice. Und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht. Und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, Der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee. Alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazukaufen. Zum Start gibt es außerdem kostenfrei eine Kaffee-Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Fachkräftemangel gibt es. Das ist eine der größeren Herausforderungen, die wir haben. Wenn man ihnen ein interessantes Umfeld bietet, und ich glaube, die Branche ist sehr interessant, weil es einfach Spaß macht, auch mit den Produkten, und sie ordentlich bezahlt, dann kriegt man die Leute auch. Der Unterschied gerade jetzt zu Aronix und zum mittelständischen Fachhandel ist, dass wenn du in 4 Wochen hingehen würdest, dass dieselbe Person da immer noch ist. Wir arbeiten nicht mit Promotoren, sondern das ist inhabergeführt. Zum Beispiel, wir haben kürzlich mal eine Analyse gemacht, wie lange die Betriebszugehörigkeit in den Geschäften bei uns ist. 11 Jahre, das ist eine verdammt lange Zeit. Also wir haben wenig Fluktuation und eine lange Betriebszugehörigkeit. Und in dem, in dem Zeitraum baust du dir natürlich auch unheimlich viel Kompetenz, Leidenschaft und Produktkenntnis auf, die du dann an die Kunden weitergeben kannst.
Wenn du jetzt sozusagen irgendeinen Wettbewerber rausnehmen könntest, wäre es denn dann Mediatouren, oder wäre es Amazon, oder, oder wäre es Temu, oder wen würdest du am liebsten von der Karte streichen, damit ihr noch weiter nach vorne kommt?
Also Wettbewerb ist für uns immer Ansporn, also wir, wir sehen, wir sehen sportlich, insofern nein, das, das ist also Da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Was ich grundsätzlich grenzwertig finde, ist, dass jeden Tag Millionen von Paketen, und wahrscheinlich sind da nicht nur Textilien oder Dekoartikel und so weiter drin, sondern irgendwie auch Technik aus China nach Europa kommen unter Ausnutzung aller Regulierungslücken, die es da bei uns gibt. Wir sind ja sehr liberal, was das anbelangt, lassen das zu. Da würde ich mir von der Politik schon wünschen, dass sie das Thema mal aktiv angehen. Es geht nur um Chancengleichheit, weil wenn jemand sozusagen von allem entlastet wird, was du als Unternehmen in Deutschland oder in Europa an Vorgaben hast, auch an Regulierung, was du alles bringen musst, sind am Ende, das ist kein fairer Wettbewerb. Und da würde ich mir einen faireren Wettbewerb wünschen, indem man sozusagen das Level dessen, was Firmen da bringen müssen, mal auf ein gleiches Niveau zieht.
Also okay, das heißt, die ganzen Versender da aus China, die da teilweise irgendwie so ungeprüfte Ware hier rüber—
wir empfinden das als extrem unfair, was da im Moment passiert.
Aber trotzdem habe ich irgendwie im Vorgespräch so ein bisschen rausgehört, es gibt auch auf einmal so Firmen aus Holland, also jetzt nicht aus China, die da auch wahnsinnig in den Markt reinwachsen. Ich hätte von denen noch nie gehört.
Ist ein anderer Angang.
Die heißen Blue Cool Blue. Cool Blue. Und machen ein Riesenwachstum im Elektronikfachhandel. In Deutschland auch. Aus einer holländischen Firma.
Da gibt es eine klare Strategie. Die gehen da auch sehr transparent damit um, was sie vorhaben in Deutschland. Und ja, wie gesagt, es steht mir völlig fern. Das zu kommentieren. Aber wir gucken uns das an und wissen auch, was da, in welche Richtung das gehen wird. Das sehen wir, also das nehmen wir durchaus ernst, was da passiert.
Also die machen richtig Märkte auf?
Die machen, sie gehen in, ich sag mal, regionale Zentren. Also gerade hat bei uns um die Ecke in Stuttgart auch dort ein Logistikzentrum eröffnet. Also es sind regionale Hubs, aus denen dann Regionen bedient werden. Ist ein spannendes Modell. Ob es aufgeht, wir werden es am Ende sehen. Es gab schon mal andere Firmen, die mit ähnlichen Ansätzen, mit eigener Logistik und so weiter in Deutschland gestartet sind. Mal gucken.
Wenn ich mir jetzt dein Leben vorstelle, dann fliegst du auch regelmäßig wahrscheinlich nach Asien und da führst dann also Einkaufsverhandlungen. Ist dann so, dass man dann da erstmal hofiert wird, weil da kommt jetzt jemand, der jetzt für Millionen oder für, der halt richtig groß Ware abnimmt, also am Ende einen Kunden, einen Top-Kunden, oder ist es so, dass du da jetzt jemand bist, der eigentlich Glück haben muss, dass er die Ware überhaupt bekommt und dass irgendwie andere Länder, andere Handelsketten auch die Ware haben wollen, so viel gibt es gar nicht und man ist da so ein bisschen Fassbittsteller? Wie ist denn da so die Machtgefälle?
Also grundsätzlich ist es so, dass also viele Hersteller kommen ja aus dem asiatischen Raum oder aus, aus USA, die haben nicht immer eine, eine klare und, und, und nachvollziehbare Einschätzung, was den europäischen Markt anbelangt. Also die, die kennen ihren Heimatmarkt, die kennen im Zweifel große Märkte wie eben USA, die ja völlig anders ticken als so ein dezentrales Deutschland oder Europa, ne. Also so Sachen wie Verbundgruppen und so gibt es dort zum Teil eben gar nicht. Deswegen muss man da sehr viel, theoretisch müsste man da sehr viel erklären, verstehen das natürlich dann auch, wenn man es, wenn man es richtig rüberbringt. Aber wie soll ich sagen, die, die, die Bündelung von Einkaufsmacht, damit man eben auch in den Konzernzentralen Gehör findet, ist ja mit ein Grund, warum wir Euronics International gegründet haben.
Muss ja dann schon so sein, dass da in Korea, wenn du dann da sagst bei Samsung, ich kaufe mal für 10 Millionen Euro Handys.
Das wird schon mal, also bei aller, bei aller, ich sag mal, bei allem Selbstbewusstsein, was wir auch haben dürfen und so weiter, aber als, als deutscher CEO alleine für, ich sage jetzt mal, 3 Milliarden Umsatz oder zweieinhalb oder was auch immer, das sind, das sind dann am Ende keine Größenordnungen, wo du sozusagen ganz weit oben dort in den Konzernzentralen Gehör findest, sondern das machen wir dann tatsächlich über international, wobei Deutschland natürlich als der größte, als die größte europäische Volkswirtschaft immer einen Fokus hat. Also wann immer jemand aus Deutschland kommt, ist der automatisch interessant, weil dann immer heißt, da wohnen 80 Millionen Menschen und die haben auch Budget auszugeben und so weiter. Deswegen steht Deutschland grundsätzlich immer im Fokus, ist immer interessant. Aber um wirklich auch bei Ankaufsverhandlungen oder Konditionsverhandlungen und so weiter dort eine entsprechende Verhandlungsbasis aufbauen zu können, ist es schon gut, dass wir uns international da zusammengeschlossen haben. Wo wir dann mit einer Stimme sprechen, und da reden wir halt dann über 23 Milliarden oder 24 Milliarden.
Okay, aber ich meine, es gibt so viele, die scheinbar da so brutal viel einkaufen können, dass man da jetzt als solcher 3-Milliarden-Laden eher so, sagen wir mal, auf der zweiten Ebene empfangen wird.
Also das empfinde ich nicht so. Das hängt aber auch damit zusammen, dass wir über viele Jahre ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut haben. Also unsere Branche ist extrem, würde ich sagen, ist People's Business. Also man muss die richtigen Leute kennen, die Entscheider, nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern am besten auch weltweit. Deswegen, also wir fliegen immer im Herbst nach Asien, um uns mit den Leuten dort vor Ort auch zu treffen. Das wird auch erwartet. Also das hat auch ein bisschen was mit Kultur zu tun. Der Kunde kommt zum Produzenten. Das ist in unserer Branche. In anderen Branchen mag das anders sein, weiß ich nicht. Aber in unserer Branche wird es erwartet, und dann kennst du auch die Leute, und dann nehmen die dich auch wahr, auch als deutscher CEO in Anführungszeichen, der vielleicht nur für 3 Milliarden Umsatz steht. Aber für die großen Themen ist es, ist es gut, wenn wir als internationalen Angang dort vorstellig werden.
Sag mal ein bisschen was zu online, weil ich habe da immer so ein gemischtes Bild. Ich hatte vor 2, 3 Jahren mal den Arndt von Wedemeyer hier im Podcast, den Gründer von Notebooksbilliger. Wahnsinnsgeschichte, das gehört ja mir bis heute alleine, auch Milliardenumsätze, auch nicht nur Notebooks, der Name sagt es, aber mittlerweile auch eine breite Palette und es muss wohl sehr gut laufen. Ich höre nur, der Arne hat auch erzählt, irgendwie kauft er in Mallorca irgendwelche Häuser und so und dann noch eins und noch eins. Also das läuft wohl top. Gleichzeitig dann Cyberport, kennt man ja auch, gehört glaube ich zu Burda, habe ich vor kurzem gelesen, auch viel Umsatz, aber gar nicht so einfach. Aber es gibt ja eine Reihe von Anbietern, die jetzt nicht Amazon sind, Hat man da vielleicht auch irgendwie geschlafen bei euch, dass es die überhaupt gibt, weil ihr seid schon länger am, also, oder konnten sich da die einzelnen Händler bei euch gar nicht gegen wehren? Wie siehst du diese Welt und was wollt ihr da machen?
Überhaupt nicht. Also ich würde sagen, dass wir online als Teil unseres hybriden Geschäftsmodells einen extrem guten Job machen. Also die Euronics hat in toto, würde ich sagen, über alle Vertriebsformen und so weiter einen Online-Anteil von circa 20%. Das ist weniger als der Gesamtmarkt in Deutschland in unserer Branche hat, aber man darf natürlich eins auch nicht verkennen: Unsere DNA ist stationär, also die Nähe zum Kunden, und da spielt natürlich das Vertrauensverhältnis eine extrem große Rolle. Und es gibt eben Dinge, die kannst du aufgrund von welchen Kriterien auch immer online kaufen, kannst wahrscheinlich, machst relativ wenig falsch, und es gibt andere Dinge, da ist Kunde extrem wichtig, dass sie vielleicht also Online-Recherche, die berühmte Customer Journey, ist ja klar, überwiegend online beginnen. Und dann gibt es aber, also wir merken das immer dann, wenn es so Warenkorbabbrüche gibt oder wenn wir über bestimmte, wie auch immer, Kriterien sagen können, da hat jetzt einer auf der Webseite geguckt und jetzt kommt er in den Laden, dann sind es natürlich wesentliche Vorgänge. Uns ist ein Kunde, der sich online bei uns informiert und dann in den Laden kommt, ist eigentlich der Glücksfall, also der Idealzustand, weil du dann eben die Chance hast, noch mal im persönlichen Gespräch Bedarfsermittlung und das richtige Ding auch zu verkaufen.
Aber am Ende arbeiten ja Notebooks billiger dagegen an. Die wollen ja den Kunden quasi im Online-Ökosystem halten und am besten dem erklären: Brauchst nicht mehr in den Laden gehen, gibt einen guten Preis hier bei mir und dann schicken sie dir nach Hause.
Ja, ist ja auch nicht so, dass die Kunden bei uns nicht online kaufen. Ich sage ja, wir haben einen Anteil von 20%, das ist okay. Aber wir haben natürlich gleichzeitig erstmal eine sehr hohe Click-and-Collect-Rate, und auf der anderen Seite ist ein Teil unserer stationären Umsätze natürlich online getriggert. Deswegen sage ich, also wenn ich mich entscheiden muss, ob jemand online bei uns kaufen soll, weil wir ihn da erreichen über die entsprechenden Touchpoints, oder ob er in Laden kommen soll, wo noch mal eine Veredelung seines Bedarfs und so weiter stattfindet, da habe ich eine klare Präferenz.
Und ihr versucht jetzt aber auch online weiter auszubauen. Ich habe gehört, ihr versucht auch einen Marktplatz jetzt zu errichten und sowas.
Also unsere auronix.de ist ein Marktplatz, weil wir die gesamte Produktpalette aller unserer Händler dort vereinen. Also es gibt ja zwei Ansätze. Ich sage mal, ein zentrales Unternehmen, du hast ein großes Warenlager und ballerst dann die Produkte online irgendwie raus, oder, und Dafür haben wir uns dann am Ende entschieden, die, die Service, die Sortimentsstärken unserer Mitglieder zu bündeln auf einem Marktplatz. Das heißt, du gehst auf die Euronics-Szene, es ist erstmal egal, welcher Händler die Ware hat. Also es könnte auch sein, du hast einen Warenkorb mit 3 Sachen und bekommst die Dinger am Ende auch von 3 unterschiedlichen Händlern. Kommt auf die Verfügbarkeit an, nicht jeder Händler hat ja alles, ja. Und das ist eine absolute Stärke, das ist unser Marktplatzkonzept. Was extrem viel vom Ansatz her erstmal Leute für Euronics, aber dann auch für die stationären Geschäfte nochmal aufmunitioniert. Das Zweite, was du vielleicht gehört hast, wir haben gerade nochmal eine neue Plattform gegründet, die heißt Eumondo, wo wir auch über die Vermarktung von, sondern eine sinnvolle Vermarktung über eine zweite Marke von Internetrückläufern, von Ausstellungsstücken und so weiter unsere Mitglieder unterstützen, damit sie eben auch diese Ware sinnvoll vermarkten können.
Aber man ist da schon strukturell so ein bisschen in der Klemme, wenn man für die ganzen Händler auch verantwortlich ist. Die haben ja generell am liebsten natürlich den Kunden bei sich im Laden, und je mehr man jetzt sozusagen in Richtung Notebooksbilliger oder auch Amazon geht, desto mehr schadet man seinen eigenen Mitgliedern. Das wollen die ja wahrscheinlich. Deswegen stelle ich mir dein Leben auch ein bisschen im Spagat vor.
Wenn dein Onlineangebot nicht attraktiv ist, dann bricht der Kunde ja sehr viel früher ab. Also die Chance, ihn fürs Geschäft auch zu attraktivieren, wird ja höher, indem du ihn online erstmal überzeugst, weil der Einstieg eben sehr oft über digitale Medien erfolgt. Das heisst also, online nicht zu forcieren, wäre ein riesengrosser Fehler alleine als Eintrittsgate. Wo Kunden erstmal mit Euronics in Berührung kommen.
Apropos Berührung kommen, also jetzt marketingmäßig gesprochen, das ist ja einfach eine Serviceleistung, die ihr erbringt. Wo kann man Euronics sehen? Also ich habe irgendwie gelesen, bei der European League of Football, da wart ihr mit am Start. Das ist ja sozusagen jetzt nicht die allererste Sportart, ist auch nicht die NFL, aber es ist zumindest irgendwie eine Story gewesen in den letzten Jahren. Wo noch so?
Wir haben jetzt im zweiten Zyklus unser Engagement für die UEFA Women's Champions League und die entsprechend, also mit der UEFA Women's Football Agreement verlängert. Hatten das jetzt schon 5 Jahre und haben jetzt nochmal verlängert. Das heißt, wir engagieren uns nicht nur in Deutschland, sondern eben mit Euronics international im Bereich Frauenfußball. Wir glauben, dass das ein super Match ist. Wir wissen, dass die Zielgruppe, auch Frauen extrem technikaffin ist und dass es uns gelingt, darüber auch neue Zielgruppen zu erschließen und Kundengruppen für Technik zu begeistern.
Aber da stelle ich mir auch vor, den Händlern zu erklären, dass jetzt deren quasi Geld für Frauenfußballwerbung ausgegeben wird, stelle ich mir auch nicht so einfach vor.
Das ist super einfach, weil die, ja, das ist super sympathisch.
Gut, das ist ja erfreulich.
Also ich glaube, also jetzt, ich meine, ich gucke ja selber Fußball. Ja, so ist es ja nicht. Aber was mir an Frauenfußball unheimlich Spaß macht, ist, dass das ein sehr ehrlicher Sport ist, wo ich sage mal Kommerzialisierung und sonstige Dinge noch gar nicht so sehr im Vordergrund stehen. Und das findet mittlerweile auf einem Leistungsniveau statt, wo man sagen muss, à la bonne heure. Und auch jetzt war ja erst kürzlich die EM in der Schweiz mit Rekordzuschauerzahlen. Das zeigt ja, dass wir da auf dem richtigen Weg sind und, und, und auch diese, diese Unterstützung für dieses Thema total viel Sinn macht, weil das an Popularität und, und auch an Attraktivität permanent zunimmt.
Okay, was noch so? Also, wo guckt ihr noch hin?
Das ist das eine. Wir engagieren uns noch im Bereich Gaming. Da gibt es noch was, was gerade ausgearbeitet wird.
Macht ihr klassische Fernsehwerbung und all die Sachen auch?
Ja, ja klar.
Das ist ja dann wahrscheinlich, ich meine, ihr habt ja schon ein relativ großes Marketingbudget, aber wenn man sich das so vorstellt, da kann man schon einiges mit machen.
Ja, also die Mittel für Marketing könnten immer mehr sein, das ist klar. Also wenn du unsere Marketingleute fragst, sagen die klar, natürlich noch mal, ne. Aber wir geben das sehr zielgerichtet aus auf unsere Unternehmensziele und versuchen halt über den kompletten Blumenstrauß an Instrumentarium, was uns da zur Verfügung steht, mit unseren Dienstleistungspartnern das Optimale aus dem Budget rauszuholen, also nach Effizienzkriterien am Ende auch vorzugehen.
Und dann guckt man, ich habe mal diese Vokabel Drive-to-Store gelernt, also ist das auch was, ich meine, kann jetzt so eine Frauenliga oder eine europäische Football-Liga, also sieht man da irgendeinen Drive-to-Store, dass dann sozusagen die Leute ja sehen dann, oder irgendwie, dass das Geld, das man da in die Hand nimmt, dass es dann am Ende Menschen in die Läden bringt?
Also ich glaube, derjenige, der den Algorithmus entwickelt, dass man sagen kann, aus dem einen Euro, den man für ein Fußballsponsoring eingesetzt hat, hat man das und das an Umsatz generiert, der muss noch geboren werden. Aber wir sehen halt insgesamt eine Entwicklung. Das heißt, wir sehen über Social Media, über andere Dinge sehen wir natürlich die Zugriffe, auch die Conversion Rates. Die dann entsprechend sich entwickeln. Aber ich glaube, es ist immer die Summe der Maßnahmen. Es ist nie eine Einzelmaßnahme, die den Erfolg bringt, sondern immer die Summe der Maßnahmen. Und es ist halt mittlerweile schon sehr komplex geworden, auf welchen Feldern man da insgesamt unterwegs sein muss.
Ist eigentlich sowas wie so ein Starlink und so für euch auch? Verkauft ihr sowas auch? Also, das irgendwie hilft?
Also, ich glaube, wir sind einer der größten Starlink-Vermarkter in Deutschland überhaupt.
Ach wirklich? Das heißt, das ist schon was, wo man dann wirklich auch um was mitmachen kann, dank SpaceX am Ende?
Ja, weil das Produkt natürlich unheimlich interessant ist, weil es einfach Probleme löst. Das, was ich vorher gesagt habe.
Also es löst ein echtes Problem. Ich meine, das mit der Gesichtsmaske vielleicht auch, aber bei dem Internet, da kann man sofort—
Du brauchst keine Gesichtsmaske, macht ja keiner.
Vielen Dank, vielen Dank. Noch nicht. Aber bei Starlink, ich meine, das ist ja wirklich so, wenn man irgendwo auf dem Land wohnt und hat kein Internet und hätte gerne, dann kann das Ding helfen.
Naja, also flächendeckendes Internet ist in Deutschland ja leider immer noch ein Thema. Und was viele zum Beispiel, aber das ist jetzt nur so ein Use Case, zu sagen, wenn du zum Beispiel eine Ferienwohnung hast und du hast eben einen klassischen Anschluss, dann bezahlst du den 12 Monate, weil du den gebucht hast. Bei Starlink hast du zum Beispiel den Vorteil, dass du eben, du kannst es in der Hauptferienzeit, du kannst es für einen Monat, 2 Monate, 3 Monate, 5 Monate buchen, und danach, wenn die Ferienwohnung leer steht, brauchst du es nicht. Also du musst da nicht bezahlen. Das heißt also, das ist die eine Geschichte. Die andere Geschichte ist, du hast aufgrund der, der geringen Rüstzeiten, die du brauchst, um das System überhaupt zu installieren, du hast innerhalb kürzester, innerhalb von einer halben Stunde hast du Internet. Klassisches Beispiel: Neubaugebiet, Glasfaser wird noch verlegt, dauert noch. Du wohnst schon da drin, aber hast noch kein Internet, weil die Leitungen noch, ne, und so weiter. Was machst du jetzt? Ja, da kann das helfen. Und ich will damit nicht sagen, dass die anderen Lösungen sind extrem wichtig und unsere Kunden sind extrem zufrieden mit dem, was sie an Vertragsprodukten auch in diesem Dauerschuldverhältnis und so weiter über uns buchen können. Aber es ist eine sinnvolle Alternative für bestimmte Use Cases, wo halt nun mal kein Sendemast in der Nähe ist, wo bestimmte Erfordernisse gerade in ländlichen Regionen oder im Gebirge, weiß ich nicht, Und so weiter. Geh mal an den Bodensee, da hast du einfach ein Problem. Ja, wenn du am Bodensee entlang fährst, hast du ständig Netzabbrüche, ja, weil du ständig zwischen Deutschland, Schweiz, Österreich irgendwie hin und her geschaltet wirst. Da ist einfach schlechter Empfang, ja, so, und da kann das schon helfen.
Stell dir vor, du kommst nach der Arbeit nach Hause und dein Keller steht unter Wasser. Die Nerven liegen blank, du bist gestresst und brauchst dringend Hilfe. Das Letzte, was du jetzt willst, ist eine blecherne Computerstimme, die dir sagt: Für Schadensmeldungen drücken Sie die 1. Aber mit ElevenLabs kann das auch so ablaufen: Hallo, hier ist Eleven.
Was kann ich für Sie tun?
Hey, ich habe ein Problem. Mein Keller steht unter Wasser.
Oh nein, das tut mir leid. Machen Sie sich keine Sorgen. Unser Ziel als Versicherung ist es, Ihnen das Leben in dieser stressigen Situation leichter zu machen. Und nicht noch zu erschweren. Ich nehme den Schaden für Ihren Keller sofort auf.
Aber wie kann das sein, dass KI so menschlich klingt?
Das ist der neue Expressive Mode von ElevenLabs. Ich erkenne den Stress in deiner Stimme und passe meine Tonalität an. Ich höre nicht nur Wörter, ich verstehe die Emotion dahinter. Ich kann seufzen, lachen oder wie jetzt einfach eine beruhigende Stütze sein. Während ich parallel den Gutachter für dich buche.
Also echte Empathie skaliert durch KI. Große Player wie die Deutsche Telekom, Klarna und Revolut nutzen diesen Service bereits, um Kunden wirklich abzuholen. Es ist nicht mehr Mensch gegen Maschine, sondern Maschine für den Menschen. Erlebe die Zukunft der Kundeninteraktion auf elevenlabs.io/omr. Und ja, auch meine Stimme wird wurde mit ElevenLabs erstellt. Wenn man jetzt dann also sagt, okay, klingt ja ganz spannend, auch wenn man so einen Markt macht. Die Frage hast du vielleicht erwartet, kommt immer, wenn man das gut macht bei euch, was für eine Marge kann man denn machen in eurem Geschäft?
Du meinst jetzt am Ende, wie viel Umsatzrendite man am Ende sehen kann? Alles das differiert, also in einem Es gibt ja unterschiedliche Ansätze, also je nachdem, wenn man Vollsortiment und so weiter geht, dann ist es sicherlich ein bisschen weniger. Mit einem hohen Dienstleistungsportfolio hat man einfach bessere Renditemöglichkeiten, also es ist von bis.
Aber wir reden schon jetzt eher über einstellige Prozentpunkte.
Einstellig, ja.
Also jemand, der es gut macht und 5% schafft, der macht schon einen guten Job.
Der macht einen guten Job, ja.
Und es gibt auch dann mal jemand, der hat ein Jahr, da ist dann -1 oder -2, gibt es auch bei euch im Portfolio?
Natürlich gibt es auch mal auch mal ein Jahr, wo man sagen würde, das ist jetzt nicht so ganz gut gelaufen. Das hängt an unterschiedlichen Dingen zusammen. Ich meine, im Moment ist gerade Handel generell in Deutschland aufgrund der, ich würde sagen, eher angespannten Grundstimmung im Land ein bisschen schwieriger als sonst. Wir hatten aber auch natürlich gerade während Corona Jahre, wo wirklich sehr gutes Geld verdient worden ist.
Aber das wollte ich gerade fragen, also man merkt auch schon so jetzt Jahre des Nichtwachstums oder des wenigen Wachstums, das ist doch schon, das setzt sich schon bei euch ganz klar die Zahlen auch über. Also man ist ja so ein Medienthema auch irgendwie, Wachstumsrate und wie geht's wieder voran und so, aber man merkt einfach im Moment, die Leute kaufen weniger.
Konsumstimmung ist eben nun mal ein sehr stark, wie schon das Wort sagt, stimmungsabhängig und wenn du keine positive Grundstimmung im Land hast, Dann sind die Geldbeutel tendenziell eher zugeknöpft. Das heißt, die Leute überlegen sich dreimal, was sie kaufen. Es gibt die, die auch wirtschaftliche Zwänge haben und sagen, ich kann im Moment nicht oder muss dann Gürtel ein Stück weit enger schnallen, weil halt Inflation, Energiekosten und so weiter bestimmte Dinge auch sehr herausfordernd sind. Und es gibt die, die eigentlich kaufen könnten, dies aber trotzdem nicht tun. Das ist dann die erhöhte Sparquote in Deutschland. Das Gute ist, das Geld ist nicht weg, das ist noch da, das liegt aber auf den Konten. Das bringt uns im Handel aber nichts. Wir hätten gerne, dass sie es ausgeben. Weißt du, wie hoch die Sparquote in Südeuropa ist? So, und in Deutschland? Auch nicht. Also in Deutschland liegt die Sparquote, ich sag mal, oberhalb 11, 12, 13% im Moment.
Des Haushaltseinkommens?
Ja, ja, dessen, was die Leute verdienen, was sie davon auf die hohe Kante legen. In Südeuropa liegen wir eher so bei 1 oder 2%. Das ist eine Einstellungsfrage. Das ist ja, ja, die, naja, also die, die wirtschaftliche Entwicklung in, in manchen Ländern, gerade in Südeuropa, ist ja, ist ja gut, ist ja deutlich positiver als bei uns. Ja, auch Griechenland. Wenn ich überlege, ich kann mich noch gut erinnern, als wir mit einem sorgenvollen Auge nach Griechenland geblickt haben, so nach dem Motto, sind das die Ersten, die jetzt irgendwie umfallen, und haben wir alle ein Problem mit dem Euro? Heute zahlen die ihre Schulden schneller zurück, als sie müssten. Ja, also was ich damit sagen will, ist, das Geld ist zumindest mal bei einem Teil der Bevölkerung, wäre durchaus vorhanden, um mehr in Konsum zu investieren. Ist eine psychologische Frage. Genau. Und das kriegen wir nur mit einer positiven Grundstimmung in Deutschland hin. Und wir warten noch, dass die endlich losgeht.
Sag mal, ein Thema, was ja in Deutschland ein riesen psychologisches Thema auch ist, ist das Auto. Also die ganzen Autohersteller und so. Wenn ich jetzt so verfolge, was sich da so tut, ja, auch diese ganzen chinesischen Anbieter und so, kommen die nicht auch bei euch und klopfen an und würden sich wünschen, dass ihr dann so Elektroautos verkauft und sowas?
Da hast du schlecht recherchiert.
Macht ihr schon?
Haben wir schon gemacht, tatsächlich. Aber ja, wir haben, wir haben vor der Pandemie, also ungefähr ein Jahr vor der Pandemie, angefangen mit einem chinesischen Elektroautohersteller. Zu kooperieren. Also wir haben Autos verkauft bzw. vermittelt, muss man sagen. Die Firma heißt Aiways. Das ist jetzt nicht der größte chinesische Anbieter aller Zeiten, aber wir haben in der Zeit, ich würde sagen, etwas über 800 Autos verkauft, vermittelt, was nicht so schlecht ist für jemanden, der ja nicht aus der Automobilbranche kommt.
In deutschlandweit, oder?
In Deutschland, ja, ja, ja, ja, über ungefähr 40 Stützpunkthändler. Das heißt, wir waren der Erste, der in der Elektronikbranche überhaupt ein Elektroauto vermarktet hat.
Warum habt ihr das nicht weiter ausgebaut dann, oder warum ging das nicht?
Also, ich will es mal so sagen, als die Idee damals aufkam, haben mich Leute für völlig verrückt erklärt und haben gesagt, dass ich jetzt spinne. Jetzt will er Autos verkaufen, warum das denn? Ich sage, naja, Leute, aber ein Elektroauto ist am Ende Ein großer Computer mit einer übergroßen Batterie und vier Rädern. Ja, und wenn wir das Problem der Mechanik noch lösen können, es gab damals eine Kooperation mit ATU, die eben für Reifen und Karosserie und so weiter, dann ist es doch nichts anderes als ein Elektronikprodukt. Weil so kann man sich fragen.
Ich stelle mir jetzt eher so vor, so ist es. Xiaomi ist ja glaube ich so der, der ist angeblich die chinesischen Porsches herstellt.
Ja.
Wenn ich mir jetzt angucke, was Autohausbetreiber über Jahrzehnte an Kohle verdient haben, und ich wäre jetzt bei euch Händler, dann würde ich sagen, okay, wie ist meine, wo ist meine Chance? Okay, jetzt hier den neuen Porsche irgendwie bei mir im Autohaus, also im Elektronikmarkt quasi zu haben, das wäre doch ganz cool.
Wir haben 40, 50 Händler ausgebildet, weil du musst natürlich dann in diesem Business trotzdem noch ein Stück weit lernen. Also da geht es ja darum, wenn du Probefahrten machst, worauf musst du achten, wenn die Autos vermittelt werden? Wie ist das auch mit den ganzen Versicherungsthemen und hin und her? Und wer ist eigentlich in dem Vertrag? Wer hat welche Rolle? Also unsere Händler mussten da schon ausgebildet werden und haben da auch extrem gelernt. Aber wir sind heute bereit, wenn wir wieder einen Ansatzpunkt hätten, könnten wir von heute auf morgen auch wieder anfangen, Elektroautos zu vermitteln.
Aber was heißt Ansatzpunkt? Das heißt, die Hersteller selber wollen gerade nicht, oder?
Also die deutschen Hersteller, glaube ich, haben da ihre eigene Vertriebsstrategie. Da spielen wir Stand heute noch keine Rolle. Mit ausländischen, also in erster Linie chinesischen Anbietern, sind wir im Kontakt. Aber es ist natürlich, man muss eins auch sehen, die Eintrittsbarrieren auch für chinesische Autos nach Europa sind ja nicht unerheblich. Du musst viele, viele Voraussetzungen, Bürokratie und so weiter und Sachen erfüllen, um hier erstmal überhaupt tätig werden zu können. Das ist schon mal eine Hürde. Das Zweite ist, wir haben natürlich jetzt dann über die ganze Zolldiskussion, oder nicht nur Diskussion, sondern de facto auch Veränderung der Rahmenbedingungen, natürlich Dinge, dass ich das Gefühl habe, dass die chinesischen Hersteller sich auch sehr stark auf den asiatischen Markt konzentrieren, wo sie erstmal geringere Eintrittshürden haben, und eigentlich auf den Moment warten, wo sie auch in Europa produzieren, um dann eben auch den europäischen Markt zu bedienen. Da sind wir aber im Hintergrund mit dem einen oder anderen bereits im Gespräch, und ich finde, wir sind gut aufgestellt für das Thema, weil wir schon gezeigt haben, dass wir es können.
Okay, ich meine, ich kann mir vorstellen, jetzt bei VW und so, die werden sich das auch überlegen, wenn klar, die haben natürlich eine riesige Infrastruktur mit Autohäusern und allem da geschaffen, da wird man nicht so schnell einfach was Neues machen können, nicht in Deutschland. Aber vielleicht, dass man mal so Tests macht. Und ich meine, ihr habt ja den Kunden im Laden, da dem sein Auto mal zu zeigen.
Also es war eine super Erfahrung zu sehen, wie Menschen— also es sind zwei Dinge passiert. Einmal haben wir Kunden, die noch gar keinen Kontakt zu Auronix hatten, zu Auronix gebracht. Die haben gesagt, ist ja toll. Also die sind wegen Auto gekommen. Und ich kenne einen, der ist dann 200 Kilometer gefahren, um dann anschließend auch die Haushaltsgeräte da zu kaufen. Ja, also Ist ganz interessant. Also man hat da positive Effekte generiert, also fürs normale Geschäft. Nee, nee, einfach weil man, weil man dann die Möglichkeit hatte, eben über den, der sagt, also das mit dem Auto super, ich bestelle eins, das war alles top, aber jetzt hatte ich mal Gelegenheit zu gucken, neuer Kaffeevollautomat, neuer Fernseher, neuer Weinkühlschrank und so weiter, das mal zu sehen. Also da ist Geschäft generiert worden und Kundenkontakte sind extrem wichtig.
Welche Marke würdest du dir, also wenn jetzt jemand zuhört, von welcher Marke Würdest du am meisten Autos verkaufen können, glaubst du? Was würde am besten zu euch passen? Würdest du lieber den Porsche haben oder lieber den VW oder lieber den Mitsubishi oder den Audi? Was würdest du haben?
Also von den— ich glaube halt, deswegen habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil ich einfach glaube, dass die europäischen Hersteller aufgrund ihres Vertriebsnetzes, Stand heute zumindest, mit uns diese intensiven Gespräche eher nicht führen würden. Von den chinesischen Herstellern gibt es einige. Die also mit unterschiedlichsten Ansätzen dort unterwegs sind. Da könnte ich mich jetzt gar nicht wirklich entscheiden, mit wem. Also Xiaomi hätte jetzt zum Beispiel, weil du es vorher angesprochen hast, natürlich einen Vorteil, weil wir mit Xiaomi aufgrund der anderen Produktkategorien bereits eine Verbindung haben. Es würde sich erstmal anbieten. Oder wenn morgen ein anderer Hersteller, es war in der Vergangenheit ja immer mal die Rede davon, dass Apple ein Auto bringt, dann Sony sollte mal ein Auto bringen und so weiter. Also wir beobachten das sehr genau und stehen da auch im Kontakt. Und dann ist immer die Frage, wer sich dort auch auf uns einlässt und die Stärken, die Auronix da bereits entwickelt hat, dann auch nutzen möchte für sich.
Wer ist euer wichtigster Zulieferer? Also von wem kauft ihr, wenn der wegbrechen würde? Ist es ein Apple, weil dann auf einmal keine iPhones mehr bei euch wären? Oder ist es eher ein Samsung, weil dann alles Mögliche nicht mehr da wäre?
Die sind alle extrem wichtig. Wir haben natürlich, wir haben natürlich in jeder Kategorie gibt es die Marktführer oder die Champions, die da unterwegs sind. Ein paar Namen hast du jetzt im Prinzip schon mal genannt, aber das ist—
Wenn ich irgendwas übersehe, also gibt es irgendeinen, wo man gar nicht dran denkt? Starlink war mir gar nicht so klar, dass sie für euch auch Relevanz haben oder ihr für die. Aber was, irgendeinen Überraschungskandidaten, irgendeine deutsche Firma?
In einzelnen Kategorien ja. Du musst halt immer sehen, wenn ich Vollsortiment anbiete, habe ich natürlich von Haus aus schon mal ein viel höheres Umsatzvolumen, wenn ich über alle Kategorien unterwegs bin. Wenn ich spezialisiert unterwegs bin, jetzt nehmen wir mal ein deutsches Beispiel, die Firma Liebherr, die ja sehr stark im Bereich Kühlen, Gefrieren unterwegs ist, ist ein absolutes Premiumprodukt, mit dem wir sehr gut unterwegs sind. Auch sehr profitables und einträgliches Geschäft machen, die Firma Miele und so weiter. Also mir würden jetzt alle, die jetzt zuhören und sagen, warum hat er mich nicht genannt, mögen mir das verzeihen, aber da gibt es ganz, ganz, ganz, ganz viele, speziell in den einzelnen Segmenten dann noch mal.
Okay, okay, verstanden. Und wenn man jetzt sagt, irgendwie habe ich Bock drauf, von Kühlschränke bis Starlink und vielleicht sogar demnächst irgendwelche Autos von Xiaomi, dann kann man sich bei euch melden?
Natürlich, selbstverständlich.
Das ist ja vielen, glaube ich, gar nicht so klar. Also ich meine wirklich, das ist bei Franchise-Konzepten, ist es vielleicht noch mal offensichtlicher, dass man auch so eine Carglass-Ladung aufmachen kann, wenn man das möchte, aber, oder McDonald's. Aber das jetzt, das wirklich eine echte Chance auf eine Selbstständigkeit ist, irgendwie ist—
wir würden, wir würden, also ich glaube, wir würden individuellen Plan mit jedem entwickeln, wie er, also es ist ja von Haus aus—
aber ihr sucht auch, oder? Ja, also man kriegt jetzt, sag mal, ich hoffe, dich da jetzt nicht, deine Kollegen nicht zu kränken, aber Kriege ich das jetzt nicht, oder ich kriege es zumindest nicht so mit, dass man jetzt merkt, Mensch, da ist jetzt jemand, der sagt, Euronext, hier komm zu uns, wir machen mit dir ein geiles Berufsleben.
Ja, das liegt daran, dass diese, dass das, was du in der, ich sag mal jetzt, in der Öffentlichkeit vielleicht vermisst, eher, eher dann in den Läden stattfindet. Also wir versuchen, Leute in den, in den bestehenden Betrieben zu qualifizieren. Also wir haben zum Beispiel eine Akademie, wo wir Führungsnachwuchskräfte ausbilden zum Unternehmer. Weil nicht jeder ist zur Selbstständigkeit erstmal geboren, sondern muss dahin auch entwickelt werden. Und das machen wir dann. Das kriegst du nicht mit, weil wir uns die Leute in den Betrieben, von denen wir schon wissen, die sind gut, die haben Potenzial und so weiter, die suchen wir uns schon aus. Aber wenn jetzt einer von außen kommen würde und sagen, also ich habe jetzt keine Lust mehr, keine Ahnung, meinen bisherigen Job, ich würde mich gern selbstständig machen. Oder junge Menschen, die von der Uni kommen und sagen, nee, also ich habe mir das angeguckt, Controlling im großen Betrieb ist nichts für mich, ich würde lieber mein eigenes Ding machen. Dann darf er sich wirklich gerne bei uns melden. Es ist aber halt nicht der klassische Weg, wie wir Nachfolgekonzepte besetzen, aber wir hätten auch dafür eine Lösung. Wir würden den wahrscheinlich erstmal, würden dem ein individuelles Programm schneidern, ihn erstmal auch in den bestehenden Betrieb einbauen, qualifizieren und uns dann um die Rahmenbedingungen zu kümmern.
Okay, also ich hoffe, dass der ein oder andere sich vielleicht meldet.
Ganz sicher.
Wer weiß, vielleicht ist er life-changing jetzt hier. Für den ein oder anderen, du hast ja schon gesagt, du willst das machen. Ja, genau, ich würde auch so, ja, ich habe es wirklich mal überlegt, also ob so als Absicherung von OMR. Ja, ich hatte das schon mal ein Gespräch gehabt hier mit, ehrlicherweise bei Burger King, das ist ja keine Genossenschaft, das ist ein Franchise. Da habe ich schon überlegt, ob ich nicht irgendwie so nebenher in Hamburg ein, zwei Burger King Läden betreiben kann, weil OMR ist ja auch, machen da diese riesige Medienzauberei, und dann irgendwann sagt man, von den Investoren habe ich jetzt genug gehört, oder das mit dem Event, das geht mir jetzt auf den Zeiger. So ein Burger King oder auch ein Domino's Pizza, das ist ja einfach ganz solide Geschäft, und ihr wahrscheinlich auch. Also das heißt, ich würde das wirklich mal als Absicherung— was kann man schaffen so für einen Umsatz mit so einem, wenn ich jetzt ein, zwei Läden mache?
Es hängt von der Verkaufsfläche ab.
In Hamburg jetzt so, was hast du da durch?
Nein, ich würde in Hamburg wahrscheinlich ein Fachgeschäft machen, möglicherweise auch auf einen Warenbereich konzentriert. Das könnte zum Beispiel die weiße Ware sein und so weiter. Kannst du ja, je nachdem, auf 300 Quadratmetern kannst du so anderthalb Millionen, kannst du schon machen.
Anderthalb Millionen, dann sagst du irgendwie, wenn ich es gut machen würde, dann würden 5% übrig bleiben, so Größenordnung. Ja, why not, würde mir schon einige Podcasts abnehmen, wenn die dann nicht mehr funktionieren würden. Vielen Dank also fürs Angebot und fürs Gespräch, für beides.
Sehr gerne, sehr gerne.
Danke dir.
Ciao, ciao!
Jede Woche hören hier sehr, sehr viele Menschen zu und wir alle im Team, ich ganz besonders, sind dafür natürlich sehr dankbar. Und jetzt möchten wir euch mal wieder etwas besser kennenlernen. Wer sind eigentlich unsere Hörer? Was beschäftigt unsere Hörer? Welche Themen interessieren euch? Was können wir noch besser machen? Und deswegen kommen wir mal wieder mit einer Umfrage um die Ecke. Mit euren Antworten helft ihr logischerweise uns, diesen Podcast noch besser zu machen oder zumindest zu versuchen. Ihn noch besser zu machen. Wir wollen ja wirklich wissen, was sind Wünsche, Interessen, Bedürfnisse, was können wir tun. Die ganze Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 5 Minuten, also im Vergleich zum Podcast hören extrem wenig. Und natürlich gibt's auch was zu gewinnen. Unter allen, die mitmachen, verlosen wir Preise wie z.B. 2 Tickets fürs OMR Festival nächstes Jahr, einmal AirPods Pro oder ein OMR Report eurer Wahl. Und es gibt zusätzlich die Chance auf eine Übernachtung im Hotel 4 Jahreszeiten für 2 Personen hier in Hamburg. Also diese 5 Minuten könnten sich sehr lohnen und wie gesagt vor allen Dingen für euch, wenn dann das Zuhören nach hinten raus noch besser wird. Deswegen sucht bitte den Link in unseren Shownotes im Linktree und gebt hier eure Meinung, eure Antworten ab. Vielen, vielen Dank vorab. Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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