Wo stehen wir beim Thema KI, Pip Klöckner? (#807)
4 Jun 2025 · 61 min
In this OMR Podcast episode recorded at the Ruhr Summit, host Philipp Westermeyer interviews tech entrepreneur Pip (Pip) Klöckner. The conversation weaves between current AI trends – foundational models, OpenAI’s device news, ChatGPT’s market position versus Google and Meta, and the importance of data differentiation – and Pip’s personal health and productivity habits. Pip advocates self‑cooking as a simple longevity hack, regular magnesium supplementation for better sleep, and the use of an Oura Ring to fine‑tune sleep and activity patterns. He shares his fitness goals (running 1,000 km per year, office pull‑ups, frequent sauna visits) and discusses his modest supplement regimen. The duo also debates the ethics of appearing as a TV‑style investor versus staying authentic in their edutainment podcast format, explores the possibility of bringing guest Johannes Kliesch onto a TV pitch, and brainstorms a live reaction format on Twitch/YouTube to deepen audience engagement. Community‑building tactics (newsletter, LinkedIn, Instagram) are highlighted, followed by a sponsor spot for OMR Education’s six‑week AI‑Intensivkurs aimed at marketers. Throughout, Pip’s pragmatic, slightly humorous tone underscores a balanced optimism about AI’s potential while emphasizing personal well‑being and authentic content creation.
Chapters
Zum zweiten Mal in diesem Jahr, zum sicherlich über zehnten Mal Lifetime OMR Podcast Stammgast Pip Klöckner hat seine Einschätzung geteilt zu den aktuellen Entwicklungen in der Digital- und Marketingszene und wir haben das Gespräch geführt auf einer Bühne beim Ruhr Summit in Bochum. Deswegen möglicherweise ganz leise Hintergrundgeräusche. Meine Kollegen in der Audioproduktion haben alles getan, das rauszuoptimieren, aber wer sich wundert, das war Bochum. Und jetzt kommt ohne große Vorrede Pip, beziehungsweise es kommt noch ein Hinweis, und zwar auf meinen kostenlosen, werbefreien WhatsApp-Newsletter, den ich jeden Freitag verschicke, wo 3 Links drin sind. Jedes Mal 3 Links zu Inhalten, die ich in der jeweiligen Woche selber geschickt bekommen habe von Freunden aus der Redaktion, die ich spannend fand. Sei es nun Podcasts, Artikel, andere Newsletter, YouTube-Videos, Dokumentationen, was auch immer. Jeweils 3 Links via WhatsApp kostenlos und werbefrei für euch. Einfach Link in den Shownotes folgen, bei mir in der Instagram-Bio, überall kurz eintragen für den WhatsApp-Nüßletter des OMR Podcasts. So, und jetzt genau rein in diesen Podcast.
Let's go, go, go, go! Herzlich willkommen beim OMR Podcast mit Philipp Westermeyer.
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Herzlich willkommen zum OMR Podcast, Pip, zum zweiten Mal in diesem Jahr. Was treibt dich gerade so um?
Was mich gerade umtreibt? Wir sind hier auf dem Ruhr Summit. Ich habe natürlich über das Thema KI gesprochen und das bleibt, glaube ich, auch definierend für diese Zeit, in der wir gerade leben. Es gibt wenig Sachen, für die ich mich noch interessiere, also geschäftlich interessiere, abseits von KI.
Du bist ja gerade auch so ein bisschen so, bei uns warst du mit einem, also OMR Festival, mit der Premiere der KI-Keynote. Und ich glaube, du reist ein bisschen durch die Republik irgendwie in den nächsten Wochen einige Bühnen und erklärst ein bisschen KI.
Genau, also diese Präsentation, sagen wir, bei euch hat die Premiere immer, danach verändert die sich aber auch. Dadurch, dass sich die, die Branche oder die technologischen Fortschritte so schnell fortbewegen, sieht die Präsentation nach 3 Monaten schon komplett anders aus als irgendwie auf der UMR. Also wenn ich sie bei der Hinterland oder auf dem KI-Gipfel irgendwo halte, dann wird es nicht mehr die gleiche Präsentation sein.
Und was ist innerhalb von KI gerade so das spannendste oder dynamischste Thema, wo am meisten passiert?
Also ich glaube, dieses Jahr wird definitiv das Jahr der Robotik sein. Ihr hattet auf der, auf dem OMR Festival ja auch Neura Robotics da. Also diese Roboter können durch die Large Language Models jetzt sehr gut von Menschen oder vom Anschauen von Videos oder echten Menschen quasi Tätigkeiten lernen. Sie können sich im Gegenteil zu Industrierobotern, also es gab ja seit 20, 30 Jahren Roboter, die in Kfz-Werken ein und die gleiche Tätigkeit 10.000 Mal machen. Aber die neue Generation Roboter kann sich halt auf ganz neue Umgebungen anpassen, das erste Mal, also die sie noch nie gesehen hat. Da gibt es spannende Forschung gerade, dass man Roboter in irgendwelche neuen Ferienwohnungen reinpackt, in denen sie niemals trainiert wurden, aber die können dann die Küche sauber machen oder das Bad putzen.
Also so ein bisschen jetzt aus Laiensicht formuliert: Hardware kommt in den KI-Bereich immer mehr herein. Das war jetzt die ersten Jahre KI, war ja dann doch irgendwie Software und am Ende irgendwelche Apps. Und jetzt ist es dann auch zunehmend Hardware.
Genau, es ist die Kombination aus— ermöglicht wird das alles von den Grundlagenmodellen auch, aber am Ende geht es um Hardware. Und da fängt auch schon das erste Problem an, dass ich vermute, dass dieser Markt in China landen wird am Ende, genauso wie E-Autos, wo China einen Produktionsvorteil und Technologievorteil inzwischen gewonnen hat. Zumindest das ist meine Meinung. Glaube ich, dass bei humanoiden Robotern genau das Gleiche passieren wird. Also man kann jetzt schon für 16.000 Dollar so einen Unitree G1 Roboter kaufen. Der 20 Kilo heben kann, also einen Bierkasten wegschleppen kann. Ich glaube, die meisten Teile kommen so, also die Rotatoren oder Gelenke und so kommen schon aus China. Das heißt, ich glaube, dass humanoide Roboter in wahrscheinlich spätestens 5 Jahren unter 10.000 Dollar kosten werden und überwiegend in China produziert werden. Vielleicht wird die Software, wenn wir Glück haben, aus der westlichen Welt kommen, aber ich glaube, die Hersteller werden in China sitzen. Foxconn sein, sagen, der Auftragsproduzent, der auch die iPhones baut und Autos baut teilweise. Da bin ich mir relativ sicher, ehrlich gesagt.
Und wie passt jetzt in diese Hardwarewelt, oder eigentlich passt ja ganz gut vielleicht sogar rein, diese ganze Akquisition, die jetzt vor kurzem durch die Medien gegangen ist? Okay, der ehemalige Designer da von Apple, Jony Ive, lässt sich jetzt irgendwie kaufen von OpenAI. Transaktion, wo dann auf der Überschrift stand, glaube ich, 506 Milliarden. Ich glaube, am Ende wurde mit Shares bezahlt, aber trotzdem sehr viel Geld für die neue Firma von diesem, von diesem Herrn Alt. Fandest du das überraschend oder nachvollziehbar?
Oder ja, also allein von den Dimensionen, dass man mal eben für 6 Milliarden eine Firma, die kein Produkt hat oder noch mit keinem Produkt rausgekommen ist, zumindest kauft, das ist sicherlich wild. Also zum Kontext gehört wahrscheinlich, dass OpenAI außer diesen Grundlagenmodellen, es ist einfach nur ein Labor für KI, wenn du so möchtest. Also es gibt Produkte wie ChatGPT oder so, aber sie haben ansonsten jetzt keinen festen Userstamm oder so. Und die müssen natürlich, wenn man davon ausgeht, dass diese großen Modelle so commoditized werden, also dass es kostenlose Open-Source-Varianten geben wird, die sehr mächtig sind, dass es 10, 20 kommerzielle Modelle gibt und dass sie sich alle aber nicht groß unterscheiden, dann muss man davon ausgehen, dass damit keine großen Gewinnmargen zu erzielen sein werden. Und das Einzige, was dann sozusagen ein Monopol oder eine sehr profitable Firma begründen kann, ist sogenannte Moats, Burggräben. Und die entstehen entweder durch eine starke technologische Führerschaft, die werden sie glaube ich aber nicht erringen, oder man braucht Kundenzugang oder Netzwerkeffekte oder Daten, die kein anderer hat. Und ich glaube, einerseits hat OpenAI bestimmt dann aus der, aus der letzten Ära der mobilen Endgeräte gelernt, dass man nicht so wie Meta abhängig sein möchte von, von Google und Apple, also den mobilen Operating-System-Betreibern. Das heißt, Allein deswegen, glaube ich, würde man ein eigenes Device bauen. Und gleichzeitig möchte man natürlich auch Nutzer gewinnen. Und allein die Chance, das nächste iPhone zu bauen oder das nächste Device, was jeder bei sich tragen wird, ist— ich glaube, man darf nicht so sehr auf die 6 Milliarden schauen, sondern so, wie du richtig gesagt hast, Johnny Ive hat halt 2% an OpenAI dafür bekommen. Ob der jetzt— und diese Bewertung, dass das jetzt 6,5 Milliarden sind, liegt ja nur daran, dass Softbank oder Masayoshi Son gesagt hat, wir investieren auf einer 300-Milliarden-Bewertung in OpenAI. Und ob man jetzt daran glaubt oder nicht, sagen wir, am Ende hat er seine Idee von dem Produkt gegen 2% an OpenAI getauscht. Für OpenAI ist die Chance sozusagen vielleicht eine 10-20%-Chance, ein Gerät zu finden, was viele Leute nutzen wollen, und damit auch eine der wenigen Differenzierungsmerkmale in ansonsten relativ undifferenziertem Markt für große Modelle.
Aber gibt es ein Gefühl dafür, was dieses Gerät sein soll? Es gab ja schon mal so ein Pin und Brillen und es gibt ja schon so verschiedene Ansätze seit Längerem, aber davon kommt ja so gefühlt keiner weiter.
Es wird angeblich keine Brille und kein Smartphone im herkömmlichen Sinne, also mit einem Display. Wahrscheinlich wird es kein Display haben. Ist ja so eine Art Token oder PIN höchstwahrscheinlich. Ich glaube, es ist noch nicht durchgedrungen, was es sein wird, obwohl das angeblich existiert. Also es ist beeindruckend, wie dicht gehalten wird. Da. Es wird auf jeden Fall versuchen, Kontext zu erheben, also in irgendeiner Art die Location des Nutzers erheben, die Umgebungsgeräusche wahrnehmen, also eine Art Memory entwickeln auch, dass es alles hört und sieht, was wir sehen. Deswegen muss man davon ausgehen, dass man wird es irgendwie mit sich tragen und es wird wahrscheinlich per Sprache aktiviert werden, vielleicht mit einem extra Kopfhörer oder Pin noch mal. Aber mehr ist nicht bekannt.
Tatsächlich ist es ja schon verrückt, dass irgendwie bei diesen ganz großen AI-Cases man am Ende so ein bisschen wie in der Kryptowelt noch nach Anwendungsfällen sucht. Es gibt immer was Neues, aber man weiß noch gar nicht so genau, wofür man es gebrauchen kann. Also ich meine, das ist ja bei den Sprachmodellen in Teilen auch noch so. Also es gibt ein paar, glaube ich, die so im wissenschaftlichen Kontext oder so Forschung, da macht es alles schon sehr viel Sinn. Aber es gibt noch nicht diese Killerapplikation eigentlich, weder jetzt auch bei den chinesischen Robotern, von denen du gerade sprachst. Habe ich so ein bisschen gefragt, na ja, was machen die denn konkret? Also jetzt hast du da so einen Roboter, der einen Bierkasten heben kann. Kaufen wir uns dann alle davon einen oder zwei? Oder was machst du? So eine Killer-Applikation generell in der KI, noch ist sie nicht da, oder?
Ich glaube, es gibt einzelne Menschen, die sehr konkrete Use Cases haben, im Research, also Forschungsbereich, vielleicht im Marketingbereich, im kreativen Bereich. Da gibt es Leute, die es viel einsetzen. Aber es ist nicht so, dass jeder Mensch schon wüsste, wie er morgen KI produktiv einsetzen kann. Die, die Applikation, die das so selbstverständlich wie Google gemacht hat oder so, die gibt's noch nicht. Vielleicht, ne, vielleicht. Aber sagen, selbst da haben viele Leute einfach das Problem noch nicht, also das nur ChatGPT lösen kann. Oft sagen, löst die meisten Anfragen, löst Google noch gut genug. Plus, das ist natürlich das andere Problem, nicht nur, dass Modelle commoditized werden, sondern dass alles, was OpenAI aufgebaut hat bisher, bei großen, bei den großen Tech-Konzernen der letzten Generation einfach nur ein Feature ist, ne. Also Google hat auf der Google I/O hat ihren eigenen KI-Fortschritt präsentiert, und es ist jetzt schwer zu erkennen, was OpenAI besser macht, sondern eigentlich hat Google innerhalb von wenigen Monaten sozusagen alles nachgebaut, was OpenAI macht, hat viel eigene Forschung. Meta versucht das Gleiche, im Moment gerade nicht ganz so erfolgreich. Microsoft versucht das Gleiche. Und wie willst du dich differenzieren, wenn du nur, wenn du nur ein Feature eines der großen Tech-Monopole bist?
Aber vielleicht noch mal anders drüber nachgedacht, also jetzt, wenn ich jetzt ChatGPT-Chef wäre, dann können wir schon argumentieren und sagen, dieser ganze Noise, jetzt eine Hardware zu bauen, irgendwelche anderen Sachen zu machen. Ich habe jetzt hier gerade ein B2C-Interface, das jetzt schon, ich glaube, letzte Zahl ist 800 Millionen Menschen regelmäßig nutzen. Also wir reden von 10% der Weltbevölkerung und wachsend. Das ist regelmäßig da und das kann ich ja weiterentwickeln. Ich habe außerdem sozusagen einen Markennamen erschaffen, eine Marke. ChatGPT ist ja eine Marke, die ist ja so groß wie Automarken, wie Getränkemarken, also wie die größten Marken der Welt. ChatGPT ist ja für die meisten Menschen auf der Welt fast jetzt schon auf Augenhöhe mit den großen bekannten Digitalfirmen, vielleicht schon mit dem Netflix oder so von der Bekanntheit, von der Nutzung her. Da jetzt ein Werbegeschäft drauf zu bauen und zu sagen, ich muss einfach gut darin sein, Werbung zu vermarkten, Werbung zu zeigen und immer wieder dafür zu sorgen, dass meine Marke natürlich relevant bleibt. Kooperationen zu machen, dafür zu sorgen, dass Menschen bei mir suchen und nicht bei Google. Das kann ja schon eigentlich eine Aufgabe sein, die eine Firma sehr, sehr erfüllt und sehr, sehr groß macht. Und wenn man überlegt, wie gut sie auch darin sind, dann immer wieder neue Hacks zu haben, dann machen alle irgendwelche witzigen ChatGPT-Virals irgendwie. Wie heißen noch mal diese Studio-Ghibli-Bilder?
Meinst du?
Studio-Ghibli-Bilder. Und es ist ja wirklich marketingmäßig exzellent, was die geschafft haben. Obwohl alle so gleich sind, obwohl alle Tools das Gleiche können, redet die ganze Welt mit großem, großem Abstand von ChatGPT. Also eigentlich ist doch da schon so eine fertige Firma da, auf die man sich konzentrieren können und sagen könnte, na ja, wir machen das jetzt so wie damals halt Google und Meta, machen jetzt ein Werbegeschäft darauf und bleiben halt relevant. Und da müssen wir halt ständig uns neue Virals ausdenken und irgendwie diese Dinge tun. Warum nicht?
Also ich würde einerseits gerne relativieren, sozusagen, dass Nutzer das regelmäßig nutzen. Das stimmt. Aber die Regelmäßigkeit ist noch relativ verstreut. Also Leute, die es wirklich täglich nutzen, gibt es dann doch gar nicht so viele. Das sind deutlich weniger. Aber es gibt Leute, die immer wieder zu ChatGPT zurückkehren. Das stimmt. Aber ich würde dir auch sagen, zustimmen. Dass sie, sagen wir mal, was Marketing angeht und so Marketing-Stunts auch wirklich ganz gut sind und das oft im Griff haben. Es wirkt auf mich auch so, als wenn sie bewusst die Marketingaktion anderer Marktteilnehmer sabotieren. Also dieser Johnny-Ive-Deal ist zur Google I/O am gleichen Tag rausgekommen und hat Google, die eigentlich super Ergebnisse präsentiert haben, super Produkte präsentiert haben, viel Wind aus den Segeln genommen. Das Gleiche haben sie schon mal vor einem Jahr, ich glaube auch zur Google I/O, gemacht. Also sie versuchen fast aktiv mit mit Gegen-PR sozusagen die, die Erfolge von Konkurrenten klein zu machen. Man könnte sagen, es ist eine starke Marke geworden und Marke kann Differenzierung sein in einem vollkommen undifferenzierten Markt. Und ich glaube, Chatbots sind erst mal undifferenziert. Da kommt Telekommunikation zum Beispiel ins Leben. Also warum ist Vodafone auch bei euch präsent? Weil eine Telefonleitung kein exciting Produkt ist, sondern du lädst halt die Marke auf, du gibst dem Ganzen einen Taste und versuchst sozusagen so Wertschöpfung und Extramarge zu generieren. Und ich glaube, dass Large-Language-Modelle oder die Chatbots, die am Ende die Interfaces für Nutzer sind, werden so eine Art Geschmackscharakter haben. Also Claude ist vielleicht besonders lyrisch oder besonders gut für Entwickler. Leute, die trockeneren Research mögen, werden vielleicht eher zu DeepSeek oder zu Grok gehen. Also am Ende wird viel auch wirklich Geschmackssache sein, welchen Chatbot man einsetzt, glaube ich.
Im OMR-Podcast spreche ich ja bekanntlich jede Woche mit Menschen, die ganz offensichtlich etwas bewegen möchten. Und alle von denen treffen Entscheidungen, gehen Risiken ein und treiben ihr Business häufig mit sehr, sehr viel Herzblut voran. Und natürlich passieren dabei auch mal Fehler. Die entscheidende Frage ist deshalb gar nicht, wie man jedes Risiko vermeidet, sondern ob man einen Partner an seiner Seite hat, der das eigene Business wirklich versteht. Und genau dafür gibt's die Business-Versicherung von unserem Partner Hiscox. Hiscox ist seit 1901 als Spezialversicherer tätig Entsprechend haben die extrem viel Expertise und die fließt heute in moderne Business-Versicherungen für Unternehmen, für Gründer oder für Freelancer. Bei Hiscox arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Branchen, die die jeweils individuellen Risiken sehr genau verstehen und deswegen auch gut herleiten können, worauf es bei eurem Geschäft ganz genau ankommt. Sollte euch mal ein Kunde einen Fehler vorwerfen, steht Hiscox an eurer Seite, verteidigt eure Interessen und begleitet euch im Zweifel auch vor Gericht ohne Mehrkosten. Also quasi die Rechtsschutzversicherung ist schon inklusive. Also kein Wunder, dass der Schadensservice mit 4,7 von 5 Punkten bewertet wird. Mit der Hiscox Business Versicherung kann man sich also rein auf sein eigenes Wachstum konzentrieren. Alle Infos und online abschließen kann man unter hiscox.de/omr. Natürlich auch unter dem Link bei uns in den Shownotes.
Aber im B2C-Bereich merkt man ja schon, dass sozusagen jetzt, sagen wir mal, unsere Eltern, die werden wahrscheinlich zu ChatGPT gehen. Das ist da jetzt angekommen bei sozusagen in Deutschland Menschen über 60 oder so. Da wird kein Grok mehr hinkommen, da wird auch kein anderes mehr so schnell hinkommen. Das hat ChatGPT ja schon geschafft. Also diese Marke ist ja schon so groß.
Ja, aber sozusagen unterschätzt nicht die Distributionsmacht der großen Tech-Konzerne. Also WhatsApp wird ihnen das zum Beispiel erklären, dass sie das alles auch in Web, dass sie gar nicht WhatsApp verlassen müssen dafür. Sondern dass sie einfach einen Button in WhatsApp oder in Facebook oder in Instagram drücken.
Aber ist das wirklich so?
Google baut es automatisch ein. Also warum soll ich zu ChatGPT gehen, wenn ich in die Adresszeile meines Browsers, meines Android-Handys oder der Suchmaschine eine Frage eingeben kann und ich bekomme auch den AI-Mode von Google, was letztlich eine sehr ähnliche Experience ist?
Also bei Google sicherlich ein Thema, aber ich bin zum Beispiel jetzt bei WhatsApp und ich nutze WhatsApp sehr intensiv, aber halt nicht für für irgendwelche AI suchen, obwohl ich es da auch immer sehe. Und es erinnert mich so ein bisschen an die Zeit, als wir gesagt haben, guck mal, Google macht das auch in Social Network, die machen jetzt in Brasilien, weiß nicht mehr genau, wie es hieß, da war es dann auf einmal so ein ganz neues Network. Da dachte man, okay, jetzt macht Google Meta kaputt oder Facebook damals kaputt und macht jetzt selber die Social Networks. Und das ist doch klar, dass die das gewinnen werden. Und am Ende haben sie es nicht gewonnen und es gab halt den Platz. Und obwohl alles dafür spricht, dass ein Großer das mal eben auch in der Theorie so locker mitmacht, Am Ende hat der Nutzer dafür ein gutes Gefühl und hat den Wunsch, das in einer anderen App zu machen. Und da gibt es ja viele Beispiele dafür, dass doch der, der, der, der, der Neue, der Entrant in den Markt, dann diese, diese großen Trends mitnimmt und nicht der Alte. Also siehe jetzt Google und hat auch kein Social Networking hinbekommen und viele andere Beispiele, wo ProSieben auch kein Netflix hinbekommen. Also es ist jetzt schon nicht ungewöhnlich eigentlich.
Ja, ich glaube, es gibt viele Beispiele dafür und dagegen. Also vielleicht ist die Chance tatsächlich, dass die großen Tech-Konzerne so ein bisschen was Produktdesign faul geworden sind, weil sie einfach nur immer mehr Funktionen zum Beispiel in Instagram reinladen und wirklich keine großartigen Interfaces bauen. Und vielleicht ist bei ChatGPT gerade so spannend, dass es nur einen Purpose hat. Google hat ja so angefangen, hat angefangen. Also der sozusagen einer der Gründe, warum Google so erfolgreich geworden ist, weil es eine weiße Seite mit einem Suchschlitz war.
Bis heute.
Yahoo war voller Nachrichten und Aktienkurse und Werbung voll und Google hat einfach das einfachste Produkt gebaut und vielleicht ist das auch die Chance für neue.
Ja, vor allem ist ja das alte Problem, du musst dann halt nichts irgendwie kannibalisieren. Du bist einfach neu im Markt als ChatGPT. Du hast jetzt nichts irgendwie, wo du dir dann Gedanken machen musst. Na ja, wenn ich es jetzt so mache, dann verliert aber mein Stammgeschäft irgendwie Reichweite, verliere ich Glaubwürdigkeit, sondern du hast ja nichts anderes zu berücksichtigen. Also okay, ich wundere mich immer darüber, dass jetzt ständig über diese neuen Themen und dass OpenAI irgendwie quasi nach was Neuem sucht. Und das, was sie da haben, nicht ausreichend wertschätzt.
Letztes Thema vielleicht noch, was auch dazugehört, ist, man muss natürlich auch überlegen, wie wichtig Daten sind. Und um das beste Produkt zu bauen, ist natürlich wichtig, den Kontext des Nutzers zu verstehen. Also wo befinde ich mich gerade? Was habe ich gestern gemacht? Wohin bin ich auf dem Weg? Was sind meine Vorlieben? Und so weiter. Und das verstehen Google und Meta natürlich viel, viel besser als ChatGPT. Also ChatGPT hat noch nicht so viele Daten über mich. Das würde aber zum Beispiel super wichtig sein. Also neben Netzwerkeffekten kann halt sozusagen die Anhäufung von Daten auch helfen, noch attraktiveres Produkt zu machen. Und im schlimmsten Fall würde sozusagen ChatGPT irgendwann als Chatbot gegen Google oder Meta verlieren, weil die ihre Nutzer einfach besser kennen.
Okay, das ist ein fairer Punkt, aber es ist relativ, relativ offen.
Wo ich glaube, Max Niederhofer hat auf LinkedIn gestern geschrieben, dass— ich würde es mal paraphrasieren— so, dass die Tech-Welt war schon lange nicht mehr so offen für Konkurrenz. Also vor dem KI-Zeitalter hätten wir wahrscheinlich niemandem mehr als 1% Chance gegen Google und Meta gegeben. Und ich glaube, die Chancen sind auf jeden Fall mehr als 1% im Moment, dass es noch mal ein wirklich relevant großes Unternehmen gibt.
Vielleicht ist das irgendwie auch der Grund, warum ich in den letzten Monaten tatsächlich häufiger in Situationen geraten bin, wo mich Leute angesprochen haben und gesagt haben, wir überlegen ein europäisches oder ein deutsches Social Network. Noch mal neu zu bauen. In einem Kontext, da saßen wir beide, glaube ich, in so einer Brainstorming-Runde zusammen und wurden da eingeladen, das zu diskutieren. Aber mir ist jetzt häufiger passiert. Ist das Zufall, dass so was, dass jetzt gerade diese Überlegungen an verschiedenen Stellen kommen? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich auch ein bisschen politisch getrieben. Das ist das eine. Aber vor allen Dingen viel wichtiger: Hältst du es für möglich? Also kann man diese Frage, die dann häufig gestellt wird, aus Deutschland heraus oder aus Europa heraus noch einen Social Network bauen?
Ja, also ich glaube, die Analyse ist, dass der, der Need oder der Bedarf oder das Verlangen danach gerade kommt, weil einzelne Social Networks wie ehemals Twitter einfach sehr stark in eine Richtung kippen, die Gegenvarianten sehr stark in eine andere Richtung polarisieren, weil wir verstehen, welche Menschen hinter Facebook, Instagram und Meta stehen und weil die Netzwerke letztlich alle monopolisiert sind und sagen, so sehr sie Menschen auch vernetzen und so wirksam sie als Werbenetzwerke sind, bergen sie halt auch vielerlei Gefahren, die wir jetzt erst richtig verstehen, komischerweise. Und das schafft, glaube ich, Bedarf, das Ganze noch mal in gut oder nett, in europäisch, in deutsch zu bauen. Einerseits würde ich sagen, in einer vernetzten, globalisierten Welt machten nationale Social Network nur beschränkt Sinn. Also wir haben das im B2B-Markt mit XING, oder sagen, das ist Arbeitgeber-Arbeitnehmermarkt, mit XING gesehen. Das hat sich letztlich ja relativ stark durchgesetzt in Deutschland, aber konnte am Ende dann doch nicht so richtig gegen LinkedIn bestehen, würde ich sagen. Auch wenn es weiterhin existiert, Umsatz macht, aber es wächst nicht mehr und es verliert tendenziell an Bedeutung bei den attraktivsten Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Würde ich sagen. Und trotzdem glaube ich aber, dass man zum Beispiel um Inhalte herum, also um Videos, um Musik, so wie SoundCloud vielleicht, oder um Podcasts, durchaus noch Netzwerk- oder Diskussionsforen, so was wie ein Reddit oder so, aufbauen kann, wo man vielleicht europäischer, zivilisierter, mit einem vernünftigen Datenschutz diskutiert. Das wird schwerer zu monetarisieren sein dann natürlich auch, Aber ich glaube auch da, das war die Zeit niemals so gut, das noch mal zu probieren wie gerade. Also wenn, dann würde ich es wahrscheinlich jetzt probieren.
Ich meine, ein Aspekt, der auch dafür spricht, ist, wie schnell heute neue Sachen adaptiert werden. Ich meine, wir waren ja beide in der Clubhouse-Zeit mit dabei. Du hast ja gewissermaßen in Deutschland auch mit losgetreten damals mit deinem Kollegen Philipp Glückler zusammen in eurem Podcast und so. Es zeigt ja wieder, von Tagen waren alle bei Clubhouse. Also, und es gibt ja andere Beispiele für Netzwerke, die jetzt wirklich schnell gewachsen sind. Also wir haben schon Beispiele gesehen, dass so eine Adaption sehr schnell gehen kann.
Ja, es gibt ja diesen berühmten Graphen, wo steht, dass irgendwie Google brauchte Jahre, um 100 Millionen Nutzer zu finden. Facebook ging ein bisschen schneller, Instagram war noch schneller, WhatsApp noch schneller, Snapchat, TikTok. Es wird immer schneller, bis man die ersten 100 Millionen Nutzer findet. Und ChatGPT zuletzt natürlich. Die irgendwie innerhalb von wenigen Tagen 100 Millionen Nutzer gefunden haben. Der Grund dafür ist natürlich banal, weil die auf den Schienen quasi aufsetzen, die davor gebaut werden. Also die Leute, die Instagram gefunden haben, haben es gefunden, weil es auf Facebook gepostet wurde. Die Leute, die Snapchat gefunden haben oder Clubhouse, haben es über Instagram gefunden, weil wir es auf Instagram gepostet haben. Also die starke Vernetzung der Welt macht es natürlich so einfach wie noch nie, ein Produkt innerhalb von Stunden oder Tagen an 100 Millionen Nutzer zu disturbieren, wenn man— und gleichzeitig so die, die Infrastruktur dahinter, also Hyperscaler. Früher hättest du so einen Erfolg gehabt, wäre dir halt nach einem halben Tag der Server durchgequalmt. Inzwischen kannst du halt maßlos skalierbare Instanzen bei Amazon haben und quasi unendlich skalieren über Nacht. Wobei OpenAI ja jetzt mit, mit den Bildgeneratoren und dieser Studio-Ghibli-Stunt, das hat ja offenbar auch ihre Kapazitäten ausgelastet, sodass es bis heute noch lange Zeit dauert, ein Bild zu generieren, weil sie einfach nicht genug Ressourcen dafür haben. Aber ich glaube, die Skalierbarkeit von Hardware über die Hyperscaler und sozusagen die Distributionsfähigkeiten der bestehenden sozialen Netzwerke helfen es natürlich, so Trends superschnell in die Welt zu setzen und dann so virale Effekte auch sehr stark zu reiten.
Aber das heißt, alles eigentlich Argumente dafür. Also wenn ich dich jetzt richtig verstehe, würdest du sagen, Na ja, es lohnt sich schon, wenn man jetzt ein paar Millionen investieren kann, so was noch mal zu probieren.
Die Zeit war sicherlich nie, nie besser dafür. Es gibt eine hohe Frustration mit bestehenden Produkten, aber man muss sich natürlich auch fragen, welches Problem ist es, was man, was noch nicht gelöst ist? Also was, was kann dieses Netzwerk dann? Was ist die USP? Was ist irgendwie das neue Feature, was es so viel attraktiver macht, dass das Leute nicht nur kurz so wie bei Clubhouse, sondern wirklich dauerhaft auch dranbleiben an dem Produkt.
Glaubst du an das neue Netzwerk, was jetzt ja gerade hier in Deutschland gegründet wurde? Wir haben es ja gelauncht, Sascha Lobo und Tobias Baukage von Studio Womanz, die haben jetzt ein Campfire, heißt das, ein Netzwerk gemacht, sozusagen am Ende für Podcasts. Also am Ende geht es um Social Network, aber der Grund, den du gerade gesucht hast, sind die Podcasts und der Wunsch von Menschen, und auch von den Podcast-Hosts selber mit der Community zu reden, mit den Zuhörenden zu sprechen. Und könnte das schon ausreichend groß sein als Problemlösen und darauf was Neues zu bauen?
Ja, also es war definitiv eins der ersten Probleme oder Wünsche und Herausforderungen, auf die wir, als wir mit dem Podcast vor 4, 5 Jahren angefangen haben, gestoßen sind, dass wir keinen Feedbackkanal zu den Nutzern hatten oder uns mit unseren Hörern und Hörerinnen nicht weiter austauschen konnten. Das heißt, ich glaube, zumindest Teile der Podcast-Branche haben das Bedürfnis, weiterreden, zu können mit ihren Hörern und Hörerinnen oder die einfach diskutieren zu lassen. Ich glaube, den Need gibt es zumindest für Teile. Natürlich muss man sich aber auch committen, glaube ich, dann entsprechend Zeit da reinzustecken, also wirklich mit den Hörern zu reden, zu diskutieren, das zu moderieren. Natürlich auch, weil natürlich wie bei jedem sozialen Netzwerk, da kann man noch so viele Community Guidelines reinschreiben, natürlich muss man am Ende auch für Ordnung Sorgen da. Ich glaube, es ist was, was man kostengünstig probieren kann gerade. Es kostet nicht mal die Welt, so ein Produkt zu bauen, glaube ich. Gerade so was wie Transkription oder so ist durch KI unheimlich günstig geworden, also die richtigen Textstellen zu erkennen in einem Podcast. Wer hat da gesprochen? Was hat der gesagt? Von daher ist es, glaube ich, opportun. Wir würden das jetzt für einen Doppelgänger-Podcast nicht nutzen, einfach weil wir uns damals sozusagen, weil wir genau das Problem hatten, Wir haben uns eine eigene Lösung gebaut mit Discord, wo wir einen Großteil der Probleme eigentlich lösen können. Wir können jetzt nicht einzelne Textstellen so gut kommentieren, das kann man bei Campfire FM sicherlich besser, aber wir haben das Problem schon gelöst, deswegen würden wir es nicht nutzen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es eine Audience findet und dass viele Podcaster daran interessiert sein werden. Aber die Frage ist ja, ob die großen, wirklich großen Podcasts, also wird Tommy Schmitt sich da hinsetzen und mit den Leuten diskutieren oder wird Jan Böhmermann irgendwie, nachdem er aus dem Studio kommt, noch 2 Stunden mit irgendwelchen Leuten chatten im Internet. Das ist halt die Frage, ob die wirklich großen, breiten Podcasts am Ende da signifikant Zeit investieren werden oder Leute anstellen, die das—
also zumindest in der Launchphase bei uns, habe ich jetzt verfolgt, dass Toni Kroos und Felix Kroos nicht nur versprochen haben, Zeit zu investieren mit ihrem Podcast, sondern sogar auch die Rede war von mehreren 100.000 € investiert haben. Und ich glaube, Baywatch Berlin Da wurden auch mehrere 100.000 € da von denen kollektiv an Campfire überwiesen. Also da scheint schon der Glaube und der Wille groß zu sein.
Ja, ich glaube, die sind auch in die Firma investiert und mit dem Studio verbändelt, muss man sagen. Die sind sich jetzt alle sehr nah. Ich nehme an, dass ihr auch investiert habt. Ihr seid ja auch nicht so, nicht so viel, nicht so viel.
Wir haben viel, viel weniger investiert, aber wir dürfen auch mitmachen.
Okay, nur 99.000. Aber ich meine, es macht— also würde ich das gründen, würde ich genauso starten. Ich würde mir natürlich auch die einflussreichsten Podcasts suchen und mit denen starten. Man muss jetzt schauen, wie viele Podcasts das mit annehmen. Ich glaube, es ist auch nur in der Betaphase gerade. Man kann gar nicht als kleiner Podcast schon teilnehmen, wenn ich mich nicht irre.
Also das auf Podcast, da weiß ich nicht. Also Nutzer auf jeden Fall. Du kannst auf jeden Fall—
Nutzer können so viel rein, wie sie wollen, glaube ich.
Aber ich bin mir sicher, wenn ihr es testen wollen würdet, kriege ich euch da irgendwie bei Tobias mal Angemeldet?
Ja, würde ich auch annehmen. Aber wir würden dann quasi, wir hätten dann so ein zweigleisiges System, also wir würden unseren eigenen Discord-Server kannibalisieren. Wenn Nutzer uns jetzt sagen würden, wir würden sagen, Campfire wird jetzt, zeigt erste Zeichen von Erfolg und Nutzer sagen uns, wir würden eigentlich lieber das nutzen als Discord. Ich würde jetzt nicht an Discord, mein Herz hängt nicht daran. Also wenn Nutzer mir sagen, signalisieren würden, Sie würden lieber Campfire nutzen, dann würde ich auch mit dem Doppelgänger zum— oder wir uns abstimmen, darüber zu ziehen. Könnte ich mir vorstellen.
Noch mal übrigens zu den Social Networks, was man jetzt gerade so merkt, das ist nicht nur— hast du gerade gesagt, das ist eine gute Zeit, was zu gründen. Es ist mittlerweile ja auch vollkommen in Ordnung, dass es irgendwie 6, 7, 8 Netzwerke nebeneinander gibt. Also Discord gibt es irgendwie, jetzt gibt es Instagram, es gibt Pinterest, es gibt Reddit, es gibt so viele verschiedene Netzwerke, die alle eine kritische Masse haben nebeneinander. Also früher war es ja so Winner takes all. Dieses Winner takes all gibt es auch nicht mehr. Vielleicht so als Gedanke dazu.
Ich würde schon sagen, dass jede Generation so sein eigenes Netzwerk hat, mit ganz wenigen Ausnahmen. Aber es ist schon so, dass wir, unsere Eltern, die Facebook-Generation ist, dann sagen wir und darunter Instagram, darunter irgendwie Snapchat, TikTok und so weiter. Das heißt, es gibt eigentlich kaum soziale Netzwerke, die mehr als eine Generation wirklich durchdringen, würde ich sagen. WhatsApp ist, wenn man es als Netzwerk sehen möchte, die einzige Ausnahme. Also es nutzen die Großeltern, aber auch die Enkelkinder. Pinterest vielleicht, hat aber dann nicht so ganz LinkedIn.
Also ich bin parallel auf 2, 3 Stück aktiv.
LinkedIn könnte man sagen, aber ich habe das Gefühl, also ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber ich habe das Gefühl, dass die Gen Z und darunter so eine Antipathie gegen LinkedIn, also dass das auch schon so Boomer-Touch hat.
Meinst du?
Also wenn wir über LinkedIn reden im Podcast, dann unser Produzent ist 2 Jahre jünger als wir oder ein bisschen mehr noch. Den interessiert LinkedIn zum Beispiel überhaupt nicht. Also der würde es, glaube ich, wenn ich ihn frage, bestenfalls so als notwendiges Mittel zur Berufswahl oder zum Finden einer Arbeitsstelle sehen.
Aber es gibt doch gerade viele, auch gerade junge Damen hier. Celine fällt mir ein, die da so LinkedIn-Power-Userinnen sind, irgendwie teilweise auch jetzt nicht, also noch recht jung, also jetzt wahrscheinlich so um die 30 oder so.
Aber so unter 25, die sind noch gar nicht in der Geschäftswelt, die kommen erst dann in die studieren alle bis sie 31 sind erstmal. Ja, das mag auch sein, dass es daran liegt, dass noch nicht Arbeiten noch nicht relevant ist, bevor man 30 ist.
Was was hast du zum Studio Women's Exit gehört? Das war jetzt ja auch wir sprachen gerade über Tobias, der das ja mitgegründet. ProSieben hat gekauft irgendwelche.
Ja, also wir haben keine Insights. Ich glaube Philipp hatte recherchiert, dass sie so 300.000, 350.000 Überschuss gemacht haben zuletzt. Ich hatte geschätzt, also bevor ich das wusste, hatte ich geschätzt, dass ich sie irgendwie auf 7 bis 10 oder 7 bis 11 Millionen Umsatz taxiert hätte. Das jetzt, wo ich das EBIT kenne, denke ich, oder den Jahresüberschuss, denke ich, vielleicht ist dann doch ein bisschen weniger Umsatz. Und das ist ja schon das Relevanteste oder eins der relevantesten Podcast-Studios. In Deutschland, aber sehr viel mehr weiß ich auch nicht. Die wurden vorher schon von ProSieben, also von dem, der sie jetzt gekauft haben, vermarktet. Also ProSieben kannte sehr gut die Zahlen, hat sicherlich irgendeine integriertere Strategie damit vor. Die Frage ist natürlich immer, was kauft man damit? Also man kauft ja einfach Produktionskapazitäten, Fachpersonal und Shows, die aber auch nach einem Jahr entschließen können, so, wir wollen jetzt was anderes machen. Also da muss man neu verhandeln mit dem und so weiter. Ich weiß jetzt als Medienkonzern nicht, wie wohl ich mich damit fühlen würde, so was zu kaufen. Also ob ich mir sicher bin, dass ich den Erfolg perpetuieren oder sogar ausbauen kann in Zukunft, stelle ich mir schwer vor, ehrlich gesagt. Aber Glückwunsch an Tobi Baukager.
Was schätzt der Kenner der Business Angel und Business Guy, was schätzt du da für einen Kaufpreis? Was würdest du tippen?
Ja, also wenn ich mir die letzten 2, 3 Podcast-Jahre anschaue, dann würde ich vermuten, dass sie nicht wahnsinnig gewachsen sind in der Zeit, einfach weil der Markt auch angespannt war. Sie produzieren aber sehr erfolgreiche Formate, es kommen auch noch neue dazu. Das heißt also, die Bewertung hängt natürlich von der Profitabilität und der Wachstumsrate hauptsächlich ab. 350.000 ist jetzt kein Riesenüberschuss, ne? Normalerweise würde man sagen, kriegt man vielleicht 10, 12-mal EBIT für. Dann wären wir zwischen 3 und 5 Millionen. Man könnte jetzt überlegen, hat ProSieben vielleicht so eine Art von strategischer Prämie dafür bezahlt, weil sie es glauben, dass man zusätzliche Potenziale noch heben kann, das übers Fernsehen verlängern kann und größer machen kann, vielleicht Advertisern breitere Pakete anbieten. Deswegen denke ich, dass es in dem Bereich war. Also ich vermute, dass es nicht weit über 5 Millionen war, aber auch nicht unter 3 Millionen, würde ich denken.
Aber Ab und zu werde ich gefragt, wie denn unsere Homeoffice- oder Präsenz-Policy sei. Wir haben de facto bei OMR keine ganz einheitliche Policy für alle, aber jeder weiß, ich bin ganz großer Fan von Präsenzoffice und wir haben verschiedene Nespresso-Maschinen im Büro natürlich. Und ich bin wirklich überzeugt, Menschen kommen ins Büro, wenn es einem hier gut geht, und dazu trägt Nespresso bei. Es gibt immer wieder Gesprächsstoff an der Kaffeemaschine, vielleicht auch demnächst über den Kaffee selber. Es wird nämlich eine B2B- Limited Edition geben von Pumpkin Spice, also Nespresso und dann die Sorte Pumpkin Spice, passend zum Herbst, zu Halloween. Wer die ganzen Vorzüge von Nespresso erleben möchte, der muss gar nicht unbedingt extra zu uns ins Büro kommen, sondern kann das auch in seinem eigenen Unternehmen erleben. Einfach die Vielfalt von Nespresso, Milchkaffee, Flavoured Coffee, Eiskaffee, alles könnt ihr auch haben. Ihr könnt Nespresso-Kaffee unverbindlich in eurem Unternehmen testen. Ihr bekommt für 3 Monate eine Nespresso Pro Maschine kostenfrei ausgeliehen und müsst nur euren Wunschkaffee dazu kaufen. Zum Start gibt's außerdem kostenfrei eine Kaffee Masterclass. Habe ich auch sehr genossen. Man kann da vor allen Dingen seine Lieblingskaffees entdecken und direkt bestellen. Das Ganze kann man ganz einfach starten bei uns über den Link in unseren Shownotes und die Kollegen und Kolleginnen von Nespresso melden sich direkt bei euch.
Okay, ein anderes Thema, wo gerade extrem viele Leute was, was gründen und was bauen, mich total überrascht, ist Telekommunikation. Also wir reden jetzt ja im Jahr 2025 hier und auf der einen Seite kommen jetzt N26 und Revolut, also zwei Banken mit Telekommunikationsangeboten raus. Dann ist es so, Hakan Koç, der Gründer von Auto1, hat vor einem Jahr schon angefangen, im Telco-Space was Neues zu gründen. Jetzt kürzlich kam raus, Lars Hinrichs, Gründer von XING, macht jetzt ein neues Telco-Unternehmen. Simsalasim heißt es, glaube ich. Was da los? Warum machen jetzt alle möglichen Menschen Telco in diesem Jahr?
Ja, also ich glaube, einerseits ist der Markt für Telekommunikationsdienstleistungen super commoditized, also sagen die Produkte sind relativ undifferenziert. Am Ende unterscheidet man sich bisschen über Preis und und Marke oder Geschmack oder wie man das nennen will. Also ist jetzt nicht so, dass mir jemand also der eine sagt, er hat ein besseres Netz. Wir wissen so viel besser ist das dann vielleicht aber auch gar nicht am Ende. Deshalb eigentlich dann Telefonvertrag ist Telefonvertrag würde ich jetzt sagen als Laie sagen. Aber was das sozusagen noch mehr dereguliert oder commoditized hat, ist natürlich auch die eSIM unter anderem. Also dass ich mit einer E-Mail oder einer SMS dir eine SIM-Karte schicken kann auf die modernsten Handygeräte und dass ich sie auch parallel nutzen kann, zum Beispiel für Roaming. Also ihr kennt das vielleicht, ihr seid mal kurz irgendwie in einem Außer-EU-Land in Nordafrika oder Südostasien und auf einmal soll man 5 € für 100 Megabyte zahlen oder so was. Und da kann man jetzt einfach per eSIM, Better Roaming oder Gix oder welche anderen, oder das, wie heißt es, Global One von Hakan, weiß gar nicht mehr, einfach sozusagen als Sekundär-SIM runterladen und habe 2 SIM-Karten und immer den besten Tarif zu super fairen Bedingungen. Also ich glaube, dieser technologische Durchbruch hat es einfach noch einfacher gemacht für Leute, den Vertrag zu wechseln oder einen zusätzlichen Vertrag.
Aber alle haben schon einen Handyvertrag. Also es ist am Ende schon in weiten Teilen Verdrängung. Also jetzt auch bei dem, was N26 probiert, oder was der Lars Hinrichs probiert. Man muss schon irgendwie jetzt hart auf Verdrängung gehen, man muss darauf wetten, dass man das bessere Marketing vielleicht macht, den besseren Preis hinbekommt.
Also ich glaube, es wird schwer, jetzt die wertvollsten Kunden, die vielleicht doch noch 50 bis 100 € im Monat ausgeben, in so einen Vertrag sozusagen zu wechseln. Also ich würde jetzt nicht anfangen, meinen Vertrag zu wechseln deswegen. Die Frage ist Es kommen ja jedes Jahr 500.000 neue Konsumenten in den Markt rein, also die jüngste Generation. Und schafft man es, dass die eben nicht an der Aldi-Kasse— das ist ja auch ein gutes Beispiel, dass du Handyverträge inzwischen an der Discounterkasse kaufst— eigentlich schaffst du es, dass die mit deinem Produkt über noch günstigeren Vertriebsweg Kontakt bekommen als eben im Vodafone-Laden, im T-Punkt-Laden oder an der Aldi-Kasse?
Aber welcher Vertriebsweg sollte das sein? Weil eigentlich sind ja alle Vertriebspartnerschaften, die man so schließen kann, längst verstopft. Also die Bild-Zeitung hat einen Partner, Aldi hat einen Partner, die anderen Lebensmitteleinzelhändler haben alle ihre Telco-Partner. Also was sehen diese Menschen, worüber man da jetzt wachsen kann?
Man sieht das so ein bisschen im Strommarkt eigentlich, ganz ähnliches Produkt, ja, also auch Utility, oder wie sagt man, würde man Versorgungsbetrieb oder so. Im Strommarkt gibt es ja auch so Fußballvereine, so Union hat glaube ich einen eigenen Stromtarif, oder viele andere Vereine haben eigenen Stromtarif. Und genauso kann theoretisch rein technisch, wenn du dann die Infrastruktur dahinter vollkommen sozusagen mit Technologie steuerst, kann jeder Influencer einen eigenen Telefontarif haben. Oder jede Brand, jeder Sportverein oder jeder größere Sportverein könnte eigentlich seinen Fans einen eigenen Tarif anbieten. Und dafür steht halt da oben, wo normalerweise Vodafone oder T-Mobile steht, steht dann Eisern Union oder so im Telefon. Vielleicht bewegt das Leute. Ihren Tarif zu wechseln, sozusagen aus Treue zur Marke.
Aber hast du dir die verschiedenen Unterlagen angeschaut, überlegt, da zu investieren? Oder?
Ich glaube ehrlich gesagt, dass keins der Modelle langfristig— also eben weil es so kommoditized ist und weil noch mehr Produkte den Markt überschwemmen werden. Ich konnte tatsächlich mal in Gix investieren über einen Patrick von Home2Go, mit dem ich oft zusammen investiere. Ich glaube, der ist bei Gix. Das ist so was Ähnliches wie das, was Hakan baut, investiert, die genau das Gleiche machen, eine eSIM-Lösung. Ich glaube halt, es werden so viele Produkte auf den Markt kommen, dass kein relevant großes Unternehmen entstehen wird, was wirklich eine sehr, sehr kompetitive, eine sehr hohe Marge hat, einfach weil die Marge so weggekämpft wird vom Wettbewerb, würde ich denken.
Letzte ganz große Telco-Paukenschlag hat es nicht gegeben. Ich habe im Manager Magazin gelesen, ich glaube, Kasper Schlenk, unser Freund und Kollege, hat es geschrieben. Der Tim Höttges, der CEO der Telekom, wäre wohl angeblich der erste Kandidat gewesen für das Digitalministerium. Jetzt hat er es nicht gemacht und stattdessen ist ein anderer Podcastgast von mir geworden, der auch bis vor kurzem CEO war von Mediasaturn, der Carsten Wildberger. Was hast du dir gedacht, als du die Personalie gelesen hast?
Also ich kenne ihn nicht persönlich, ich bin mit seinem Werk jetzt auch nicht super vertraut. Ich Man könnte sagen, Media Saturn oder das Economy hat die Transformation zu einem digitalen Unternehmen halb geschafft, aber es ist auch kein großes Vorbild, wie man es perfekt macht, glaube ich. Ich finde, man kann Unternehmern die Chance geben, in die Politik zu gehen. Ich habe auch Respekt davor, wenn Unternehmer das tun, weil es finanziell erst mal ein Rückschritt ist, bin ich mir relativ sicher. Vielleicht kann man später dann wieder monetarisieren, aber erst mal verzichtet man auf viel Gehalt, was was für Tim Höttges vielleicht ausschlaggebend war. Ich weiß es nicht, warum er es nicht gemacht hat. Gleichzeitig sehe ich wenig historische Evidenz dafür, dass Unternehmer besonders gute Politiker werden. Also wir haben gerade in den USA einen Unternehmer oder TV-Unterhalter und Unternehmer an der Macht, und der scheint jetzt wirtschaftlich nicht besonders begabt zu sein, weder vorher in seinem Unternehmerleben noch als Präsident. Ich kann mich in Deutschland an keinen erfolgreichen Unternehmer in der Politik erinnern. Also Clement Luther Späth vielleicht, wobei der auch so Affären anhängig hatte und jetzt auch nicht übermäßig begabt war, glaube ich. Also ich verstehe, dass man gerade, wenn man selber Unternehmer oder Startup-Unternehmerin oder so ist, denkt, wir brauchen mal Startup-Culture irgendwie in der Politik und ein bisschen mehr Rückenwind und Aufbruchkultur. Aber ich, also ich habe in der Vergangenheit nicht viele erfolgreiche, also in der Geschichte, wo ich mich daran erinnere, wenig erfolgreiche Unternehmer in der Politik gesehen, ehrlich gesagt. Was vielleicht auch daran liegt, dass die Politik so verkrustet ist, dass Unternehmer darin nicht vorankommen. Vielleicht ist das auch Teil des Problems. Aber dass das jetzt zwangsläufig die besseren Politiker wären oder das Land wirtschaftlich stärker voranbringen— also ich will gar nicht dagegen argumentieren, aber solange mir es noch keiner bewiesen hat, muss ich ja nicht aus ideologischen Gründen daran glauben. Ich sage auch nicht, dass alle anderen Berufspolitiker jetzt deswegen deutlich bessere Politiker wären, aber Jetzt dieser Standardschluss, einer aus der Wirtschaft wird es besser machen, das hat einfach noch niemand bewiesen.
Wobei jetzt, sagen wir mal so, 100 Jahre zurück, so die Senatoren, die es mal gab, oder so, damals war das ja so viel enger verknüpft. Da glaube ich, gibt es Beispiele für, wo das dann sozusagen so aus der Bürgergesellschaft dann auch Politiker oder so ein Zwitterwesen, Unternehmer, Politiker, die das dann ganz gut gemacht haben. Aber wahrscheinlich in den letzten Jahrzehnten nicht so viele Beispiele. Wobei der Carsten Wildberger ist ja auch jetzt jemand, der schon auch große Strukturen kennt. Der war jetzt ja jetzt nicht Startup, der war ja glaube ich bei BCG vorher, bei der Unternehmensberatung. Da war der in Australien, wenn ich mich richtig erinnere, bei einem Telco, glaube ich. Dann war er bei Deutsche Telekom auch noch mal im Vorstand, dann war er bei E.ON im Vorstand und jetzt war er Headchef von Mediasaturn. Also ist ja schon, der hat ja schon einige große Giganten da so von innen gesehen und wahrscheinlich in seinem Leben Strukturen angeleitet mit mehreren 100.000 Leuten. Also das ist ja auch schon ein bisschen Politik.
Da bin ich mir zum Beispiel auch nicht so sicher. Also ich glaube, die viele Großkonzerne, wo ich mal so reinschauen konnte, du siehst bestimmt noch viel mehr rein, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die wesentlich unbürokratischer sind als deutsche Behörden, ehrlich gesagt. Also wenn man sich die natürlich vielleicht auch aufgrund von Bürokratie, die sie wiederum erfüllen müssen, aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass deutsche Großunternehmen besonders unbürokratisch sind.
Er kennt das Umfeld, also ist jetzt nicht so, jetzt total so einen Kulturschock erleiden wird, weil er sagt, okay, scheiße, ich komme jetzt hier aus dem 8-Mann-Startup, hier konnte ich alles alleine ansagen, sondern er kommt jetzt ja aus größeren Strukturen, die auch eine gewisse bürokratische Hinsicht tragen.
Der kann so Strukturen und Organisationen bestimmt super navigieren, der wird bestimmt große Beratungen finden, die helfen, eine Potenzialanalyse für Entbürokratisierung und Digitalisierung zu machen. Das wird die ersten anderthalb Jahre seiner Amtszeit wahrscheinlich brauchen, bis man irgendwie weiß, wo man ansetzen kann. Aber wir müssen auch abwarten, was jetzt sein Schlachtplan wird. Also ich habe jetzt noch keine Agenda oder keinen 100-Tagesplan gesehen, aber wenn wir den sehen, können wir uns ja noch mal treffen und den dann diskutieren.
Okay, okay. Ansonsten, der Bitcoin ist auf All-Time-High. Wir sprechen hier irgendwie im Mai '25. Monsterkurse. Ist das für dich persönlich ein großer Grund zur Freude oder ist dein Depot deswegen besonders gut gerade?
Oder was denkst du dabei?
Also ich bin nicht signifikant in Krypto investiert, also für meine Verhältnisse zumindest. Aber ich habe so ein bisschen Exposure, sodass wenn er mal durch die Decke geht, dann bin ich nicht halbe Million, Million so ungefähr. Nee, ich glaube vielleicht alles zusammen sechsstellig oder so könnte ich mir vorstellen.
Aber ja, das sind alles zusammen sechsstellig, ist ja nicht mal ein Bitcoin. Also hast du nicht mal einen?
Ich habe keinen ganzen Bitcoin mehr. Ich hatte mal mehrere sogar, aber wäre vielleicht schlau gewesen, die zu behalten im Nachhinein. Ich habe keinen ganzen Bitcoin, nicht dass ich wüsste zumindest. Ja, der profitiert jetzt natürlich davon, dass die jetzige US-Regierung als einerseits sehr kryptofreundlich bis zu dem Ausmaß, dass sie selber sogenannte Shitcoins oder Scamcoins betreiben, also der Trump Coin oder hier der Javier Milei hatte auch an so einem fast Krypto-Betrug teilgenommen oder Pump-and-Dump-Scheme. Das hilft abstruserweise, also man könnte argumentieren, es gibt so viel Awareness wie noch nie in der US-Regierung für das Krypto-Thema, sozusagen, die ist deutlich kryptofreundlicher als die demokratische Regierung zuvor. Und gleichzeitig schaden natürlich die Sachen, die Trump selber oder so ein Javier Milei macht, die Trump-Familie, eigentlich der Glaubwürdigkeit, weil es natürlich genau den Krypto-Skeptikern recht gibt, dass wenn der US-Präsident quasi seinen eigenen Krypto-Scam aufsetzt und da jetzt 220 so ein Rattenrennen veranstaltet, wo Leute, wenn sie die 220 Leute, die am meisten vom Trump-Coin kaufen, kriegen privates Dinner mit ihm. Also gelebte Korruption, anders kann man es ja nicht nennen. Also es ist vor der, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, also angeblich, das macht er mit seiner privaten Zeit und deswegen soll es angeblich keine Korruption sein, aber Am Ende kriegen Leute mit Zugang zum Präsidenten der USA, sagen, wenn sie sein, es, also wenn die die Coins kaufen, steigt natürlich der Wert. Dadurch ist der Wert des Trump-Coins so weit gestiegen, dass das, was man der Trump-Familie sozusagen als wirtschaftlich Berechtigten zurechnen kann, 10 Milliarden wert geworden ist. So viel Geld hat Trump in seinem ganzen Leben noch nie gehabt, wie er jetzt in seinem eigenen, aber dem Bitcoin scheint es alles nicht zu schaden.
Also der Bitcoin scheint davon zu profitieren sogar.
Genau, weil insgesamt diese Regierung eben als kryptofreundlich gilt, überlegt, eine Krypto-Reserve zu bauen. Es gibt immer mehr Firmen, die seine andere Firma, diese Media, die also DGT ist das Kürzel, Trump Media Group, die auch Trust Social betreibt, die ist ja hochdefizitär, aber auch die nehmen jetzt 3 Milliarden Kredite auf. Muss man sich fragen, wer gibt denen 3 Milliarden Kredite, wenn die Firma so schlecht läuft? Aber um Bitcoins zu kaufen. Und das wird wahrscheinlich so den nächsten Krypto-Boom wieder befeuern erstmal. Und das antizipiert der Kurs jetzt oder reagiert auch einfach daraus. Man kann jetzt aber nicht sagen, dass sich in den letzten 2 Jahren irgendwelche signifikanten neuen Krypto- oder relevanten neuen Krypto-Use-Cases ergeben haben. Also entweder kauft man Bitcoin immer noch, weil man dran glaubt, weil man denkt, vielleicht zunehmend, weil man dem Dollar nicht mehr traut. Das wäre Könnte man sagen, neuer Use Case oder einer, der stärker wird, dass man dem Dollar als Währung aufgrund der Fiskalsituation in den USA immer weniger vertraut. Das könnte Bitcoin attraktiver machen. Also man könnte fast argumentieren, die fahren sozusagen die USA und den Dollar so gegen die Wand, bis Bitcoin zwangsläufig, zumindest in Dollar gemessen, also in Euro ist er immer noch nur 95.000 wert, in Dollar schon 110.000, weil der Dollar so an Wert verliert. Müssen wir ein bisschen schauen, also ist der Dollar, der an Wert verliert, oder der Bitcoin, der an Wert gewinnt, der gerade den Preis so treibt?
Irgendwelche anderen Anlageentscheidungen, die du in den letzten Wochen getroffen hast? Also Startups oder eben auch größere Firmen, wo du dich beteiligt hast oder so?
Ich beschäftige mich also in— ich schaue gerade tatsächlich viel auf Public Markets, also börsengelistete Firmen wieder. Also ich investiere weiter in Startups und Fonds und teilweise beteilige mich auch an späteren Runden an KI-Unternehmen, also über Secondaries. Nicht, dass ich jetzt selber Millionen ausgeben würde, aber So kleinere Tickets in Robotik, in KI. Aber ich habe weiterhin 2 Hypothesen, glaube ich. Die sind jetzt nicht super überraschend, weil es schon bereits sehr große Unternehmen sind. Aber ich glaube, von dem ganzen KI-Boom werden die Hyperscaler, also Amazon, Microsoft, Google, weiterhin sehr stark profitieren, weil dann die Rechenzeit mit der hohen Zuverlässigkeit und guten Margen abgenommen wird bei ihnen und die zwischen 18 und 30% Wachstum wachsen mit ihrem Cloud-Geschäft. Gerade bei Amazon zunehmend, aber auch bei Google und Microsoft ist das Cloud-Geschäft eigentlich ein großer Werttreiber dieser Unternehmen. Hyperscaler werden weiter gewinnen, ist die eine Hypothese, weil immer mehr Datacenter gebaut werden und so weiter. Die andere Hypothese ist, dass die Unternehmen, die jetzt quasi schon die Softwareverkäufer für große relevante Unternehmen sind, dass die noch mehr gewinnen werden. In einer Welt, wo man Software noch einfacher bauen kann mit KI, werden Unternehmen weiterhin ihren bestehenden Handelspartnern vertrauen. Und es wird eben wichtig sein, wer hat schon Zugang zu meinen Daten, weil ich will nicht als großes Unternehmen mit 40 verschiedenen Start-ups zusammenarbeiten, sondern eigentlich will ich, dass mein Salesforce, mein Oracle, mein SAP, mein Microsoft oder Google quasi meine Unternehmensdaten, also mir erlaubt, mit KI was mit meinen eigenen Daten zu machen. Dafür will ich nicht 10.000 neue Produkte einkaufen, sondern ich werde in Zukunft einfach erwarten, dass die Leute, die eh meine Daten, also meine Single Source of Truth oder System of Record sind, also wo meine Unternehmensdaten liegen, und das ist SAP, Oracle, Microsoft und so weiter, Salesforce. Also ich vertraue darauf quasi, dass ich weiter mit diesen Tools arbeite, wo meine Daten bereits sind, und erwarte, dass darauf aufbauen, Anwendungen gebaut werden von diesen Vendoren oder Softwareunternehmen. Und ich glaube, dass es schwerer wird für kleine Software-Startups und dass die Großen quasi— die hat also Microsoft, sind 3 Billionen Konzern, SAP ist 300 Milliarden wert, das sind schon riesige Unternehmen. Aber der Markt für Software wird bis 2030 in Anführungsstrichen nur 900 Milliarden groß sein. Aber wenn man überlegt, dass KI jetzt beginnt, einzelne Berufsfelder Berufsbilder, also erstmal Tasks, dann Berufsbilder und irgendwann ganze Abteilungen zu ersetzen. Also die Marketingabteilung, Compliance-Abteilung, vielleicht Rechtsabteilung, vielleicht Analysefunktionen, große Teile von Programmierung. Das heißt, wenn die KI beginnt, ganze Berufsbilder zu übernehmen, dann ist der Gesamtmarkt für Software eben nicht mehr der Softwaremarkt, sondern der Dienstleistungsmarkt, also das Gehalt von uns allen, wenn du so möchtest. Und wenn das weiter von den großen Softwareunternehmen bereitgestellt werden, dann sind sozusagen die Bewertungen, die wir heute sehen, nur der Beginn der Software-Ära.
Bist du bei SAP investiert?
Ich habe es immer überlegt. Ich ärgere mich, dass ich es nicht getan habe, weil sie sich super entwickelt haben. Ich glaube, die managen die Cloud-Transition eigentlich ganz gut.
Mega Rally gehabt in den letzten 1, 2 Jahren, also sich erheblich, ich glaube sogar verdoppelt oder mehr als verdoppelt im Wert. Also hast du nicht gesehen.
Man konnte lange Zeit nicht sehen, wie erfolgreich die Cloud-Transformation funktioniert. Dann wurde es klarer, dann hat die Aktie auch schon reagiert. Aber ich glaube sozusagen, wenn man überlegt, wie viele Unternehmen weltweit auf SAP laufen, und jetzt muss man sich fragen, wenn man so ein bisschen da drin steckt, dann weiß man, wie schwer das ist, SAP zu integrieren und davon jetzt auch zum Beispiel wieder wegzumigrieren. Das überlegt man sich, glaube ich, dreimal, ob man jetzt einem neuen Startup Zugang zu den Daten gibt oder ob SAP das überhaupt zulässt oder ob sie das mindestens mit daran verdienen werden.
Aber bist du jetzt investiert oder nicht?
Ich bin gerade in SAP nicht investiert, aber ich glaube, so ein Korb aus, ich habe das im Newsletter Samos genannt, also Also die, die ich gerade genannt habe: Salesforce, SAP, Oracle, Microsoft und Alphabet, also Google. Das sind, glaube ich, die großen Software-Suiten, die Unternehmen auch nutzen und die Zugang zu den Daten der Unternehmen haben. Dass das als Korb aus 5 Aktien besser funktioniert als der Gesamtmarkt, könnte ich mir gut vorstellen.
Man muss hier für alle, die jetzt vielleicht nicht so tief in den Börsenzahlen drinstecken, noch mal klarmachen: SAP alleine ist mehr wert als der gesamte restliche DAX. Also es sind ja 40 Firmen im DAX. SAP ist so wert wie, ist mehr wert als die 39 anderen, die da noch drin sind. Ist schon ein Wort.
Ist halt eins der wenigen Tech-Unternehmen in Deutschland mit Weltrang. Also SAP wird von, ich glaube, sie machen 30% des Umsatzes in USA. Deswegen mussten sie sich jetzt auch so ein bisschen da den Trump-Forderungen, glaube ich, beugen. Also, es ist ein internationales Unternehmen, es hat Margen wie ein Softwarekonzern, es ist relevant, es hat starke Lock-ins. Also, wenn du einmal auf SAP wechselst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du in den nächsten 10 Jahren noch mal eine andere Software wählst. Sehr berechenbar, ist jetzt ein SaaS-Business, ist ein Cloud-Business, also gerechtfertigt. Und dass andere Unternehmen sozusagen relativ gesehen nicht so viel wert sind, also dass die Autoindustrie jetzt irgendwie auf zwischen 4 und 8 Mal Gewinn tradet, also mit sehr günstigen Multiples, ist leider wahrscheinlich auch realistisch, wenn man sozusagen den Erfolgszug von China im Autogeschäft sich anschaut.
Bekannter Partner bei uns, eGym Wallpass. In ganz vielen Gesprächen hier im OMR Podcast bekomme ich das Gefühl, dass sich sehr viele Firmen Gedanken machen, wie sie gute Leute finden. Aber was ja genauso wichtig ist, Wie hält man die guten Leute eigentlich? Und da spielt mittlerweile Gesundheit eine wirklich große, große Rolle. Ich habe eine Zahl gesehen, die hängen geblieben ist, und zwar 88% der Angestellten sorgen sich, dass ihre aktuellen Arbeitsbedingungen langfristig ihre Gesundheit beeinflussen. Viele Firmen kommen dann mit einem One-Fits-All-Fitnessangebot um die Ecke. Aber das reicht natürlich nicht, um alle Angestellten sinnvoll anzusprechen. Denn die Bedürfnisse sind häufig sehr, sehr unterschiedlich. Die einen gehen lieber ins Gym, die anderen wollen Yoga machen, andere wollen lieber schwimmen, klettern oder einfach einen Ausgleich zum Arbeitsalltag haben. Und genau hier kommt unser Partner Wellpass ins Spiel. Das Firmenfitness-Angebot von EGYM ermöglicht den Zugang zu verschiedensten Bewegungsformen, egal ob Paddel, Yoga, Massagen oder, oder, oder. Das zeigt mir auch gleichzeitig schon, dass betriebliches Gesundheitsmanagement dann am besten funktioniert, wenn es strategisch gedacht wird und nicht einfach mit dem Gießkannenprinzip. Wie so ein moderner BGM-Ansatz, also betrieblicher Gesundheitsmanagement-Ansatz, aussehen könnte und wie Unternehmen dabei sinnvoll Wellpass integrieren könnten, damit es wirklich Wirkung erzeugt, das zeigt das neue Paper BGM Matchplan 2026. Und genau das kann man kostenlos, ihr habt es schon geahnt, runterladen. Den Link dazu gibt es bei uns im Linktree in den Shownotes.
Ich habe mir vorgenommen, mit den Leuten, mit denen ich regelmäßig Podcasts mache, hier auch ab und zu mal das Thema Longevity einfließen zu lassen, weil es in meinem Umfeld immer mehr um sich greift. Man sieht irgendwie Nahrungsergänzungsmittelfirmen gehen durch die Decke. Alle reden von irgendwelchen Whoops und Uras und überall sieht man das. Von Paul Ripke bis Kai Pflaume, alle am Start. Du eigentlich auch? Wie sieht dein Longevity-Game aus?
Also ich habe eigentlich noch nie aktiv über das Thema Longevity nachgedacht, aber man wird zwangsläufig damit konfrontiert. Ich versuche trotzdem natürlich ein paar Sachen zu machen, um, oder das habe ich schon immer gemacht, das habe ich auch schon vor 10 Jahren gemacht, glaube ich. Aber ich glaube prinzipiell, dass es gut ist, sich zu bewegen in der Art, die einem immer liegt. Ich habe früher lange Spaziergänge gemacht, jetzt trainiere ich dazu noch ein bisschen irgendwie.
Trainieren heißt laufen gehen, oder?
Ich gehe tatsächlich, das liegt aber auch so ein bisschen an der Situation, dass ich jetzt dass ich viel im Homeoffice arbeite, einfach um eine Auszeit zu haben, gehe ich tatsächlich ins Fitnessstudio, wirklich ein paar Mal die Woche. Ja, es ist nicht mein natürliches Habitat, um das gleich dazu zu sagen. Also lieber mache ich einen langen Spaziergang immer noch. Aber um so eine kurze Auszeit und so einen kurzen Break zu bekommen, mache ich das. Aber wie gesagt, da muss jeder, glaube ich, auch finden, was, was für ihn oder sie selber die beste Möglichkeit ist, sich mindestens eine halbe Stunde am Tag zu bewegen.
Was machst du auch? Auch Klimmzüge oder Bankdrücken oder was? Wie muss man sich gut fühlen?
Was man da halt so macht. Du spürst natürlich sofort, wie unangenehm mir das ist. Versuchst mich jetzt zu ärgern. Ich weiß, beim nächsten Mal muss ich dann mit dir an der Klimmzugstange hängen oder so. Ja, genau, genau. Und ansonsten, ich glaube, ein sehr einfacher Hack ist aber super wichtig. Ich versuche tatsächlich viel selber zu kochen. Also wenn man möglichst wenig fertige Nahrungsmittel isst, glaube ich, und einfach nur die Mahlzeiten selber zubereitet, wenn man die Zeit dafür hat, dann ernährt man sich automatisch gesund. Also wenn man vergleichen würde, was in so eine Industriepizza oder Lasagne oder so reinkommt, mit dem, selbst wenn man das versucht, so fett, salzig und süß wie möglich zu kochen, würde man das nicht hinbekommen im Vergleich zu jetzt einem Industrieprodukt, was man aus der Tiefkühltruhe packt. Also allein der Fakt, selber zu kochen, also es ist auch schon wieder Bewegung und positiver Stress für die meisten Leute, würde ich behaupten. Und man isst automatisch frischer, gesünder, kauft vielleicht sogar vorher noch selber ein oder so.
Aber ich sage ganz ehrlich, das heißt, der Longevity-Hack von Pip ist selber kochen.
Ich finde es ja, ich finde selber kochen gesund. Ich glaube, es ist eine gute Familienaktivität. Man kocht in der Regel relativ ausgewogen. Also du musst nicht noch 20 Supplements dazu.
Nimmst du welche rein?
Ich nehme manchmal bei Bedarf irgendwelche Sachen. Aber das Einzige, was ich regelmäßig nehme, ist tatsächlich vorm Schlafengehen Magnesium, weil glaube ich, für einen entspannteren Schlaf sorgt. Weiß auch, es kann auch vollkommen psychosomatisch sein.
Oder trackst du irgendwas an dir?
Nein, ich habe so einen Oura Ring. Ich erzähle Leuten immer, die fragen, was das geändert hat, dass ich vorher gut geschlafen habe. Und jetzt erzählt mir der Ring, ich habe Schlafprobleme. Und als ich ihn gekauft habe, dann sagte er erst mal so, man soll jetzt um 10 oder 10:30 ins Bett gehen. Dann bin ich 10:30 ins Bett gegangen. Also früher bin ich so um 1 ins Bett gegangen und um 6:30 aufgewacht oder so. Dann habe ich dem Ring gefolgt und bin um 10:30 ins Bett gegangen. Dann war ich um 4 wach, weil ich 6 Stunden geschlafen habe. Und dann dachte ich, vielen Dank, mein Schlaf ist jetzt deutlich besser geworden. Aber was tatsächlich gut ist, ist, wenn man wirklich glaubt, man hat schlecht geschlafen, also man war gefühlt die ganze Nacht wach oder irgendwas hat einen umgetrieben im Schlaf, dann sieht man eigentlich, dass man netto trotzdem seine 6 Stunden oder 7 Stunden vielleicht bekommen hat. Das wiederum ist ein ganz gutes Gefühl. Aber ansonsten, ich glaube, man entwickelt für die meisten Sachen auch ein natürliches Gefühl. Also am Anfang habe ich so Schrittzähler irgendwie auf dem Handy oder von dem Ring genutzt. Aber irgendwann weißt du auch, wenn du dich eine Stunde bewegt hast, dass du wahrscheinlich 6000 Schritte gemacht hast. Also ist ja alles kein großes Hexenwerk. Also okay, letzte Frage: Was machst du denn so? Machst du so Eisplanches oder so?
Nee, nee.
10-mal Sauna in der Woche?
Nee, ich gehe laufen. Tatsächlich habe mir vorgenommen, dieses Jahr 1000 Kilometer zu laufen und mache meine Klimmzüge im Büro. Wie du ja weißt, da wurde ich hier noch nie zu überreden konnte, aber Ja, ab und zu finde ich mal jemanden, der mitmacht.
Ich muss noch ein bisschen abnehmen, bevor ich einen Klimmzug schaffe wieder.
Und ansonsten mache ich jetzt auch nicht so viel. Also trinke jetzt wenig Alkohol. Also jetzt nichts Verrücktes. Also das Laufen und die Übungen sind wahrscheinlich das Krasseste.
Aber 1000 Kilometer im Jahr sind ja auch nur 3 Kilometer am Tag eigentlich.
Okay, oder man kann auch sagen zweimal die Woche 10 Kilometer laufen. Ist nicht verrückt. Also ich will das jetzt gar nicht hier hoch. Ich bin jetzt nicht Jonas Deichmann und es ist kein, kein— aber man muss dranbleiben. Wenn du mal irgendwie 10 Tage krank bist oder erkältet bist, dann solltest du ja nicht laufen gehen. Und dann hast du noch mal irgendwie eine Reise oder ein Event oder so, dann musst du schon mal dann irgendwie 3-mal die Woche 10 Kilometer laufen gehen. Das ist dann schon schwieriger und dann regnet es mal eine Weile und ist mal kalt. Also für mich ist es so, ich glaube, das werde ich schaffen. Ich hoffe, dass ich es schaffen werde. Ich bin da nicht dran, aber auch nicht ganz auf der Höhe. Jetzt kann ich meinen Sommer ein bisschen aufholen. Also für mich ist es gut. Also klar, Jonas Deichmann läuft das irgendwie wahrscheinlich einen Monat, aber ich bin halt auch noch geschäftstätig irgendwie so. Insofern für mich ist das Laufen und aber auch Klimmzüge und ein bisschen so die Sache. Ansonsten auch jetzt Nahrungsergänzungsmittel mache ich aber auch ein bisschen, muss ich zugeben. Habe ich mir mal so was verschreiben lassen. Ich kann immer nicht genau sagen, was. Ich weiß nur die Dosen, aber die habe ich mir dann mal gekauft. So riesige Dosen. Von was? Ich weiß, es ist Vitamin D, da ist dabei und solche Sachen. Aber ich weiß noch nicht mal genau, weil ich morgens immer nur so im Halbschlaf noch in die Dose reingreife und mal gucken, was ich da mache, wenn sie leer ist. Aber das ist da so mein Ding. Aber was ich dich eigentlich fragen wollte, bevor du jetzt den Spieß umgedreht hast, ist, wenn unser Podcast hier erscheinen wird, da wird es schon eine Folge gegeben haben mit Johannes Kliesch, den du ja auch kennst. Den, wo ich versucht habe, ihn davon zu überzeugen, dass er doch der richtige Mann sei für die Höhle der Löwen, wo ich musste doch gar nicht überzeugen. Er hat das auch so gesehen und eigentlich war es so, dass ich vor kurzem mal jemanden kennenlernte, der da in der bei der Produktionsfirma erzählte, es wird nach neuen Löwen gesucht und ob ich Ideen hätte. Und da habe ich ja vergessen, den Johannes vorzuschlagen. Deswegen habe ich es live im Podcast quasi ihnen vorgeschlagen und er sofort angenommen. Also ob die ihn wollen, weiß ich nicht, aber er wollte. Für dich wäre das ausgeschlossen, dass du dahingehst und Und wenn ich dich jetzt da vorgeschlagen hätte, wärst du mir dann böse gewesen? Spinnst du? Oder würdest du da nicht auch mal so einen Gastauftritt machen?
Nee, ich würde es tatsächlich eher nicht machen. Also ich glaube, es wäre super. Bitte.
Es wären neue Hörer für den Podcast.
Ja, ja, das wäre vielleicht ein Pro-Argument. Ich glaube sozusagen, das würde ich das tun, dann würde ich eine Rolle performen, die ich im echten Leben nicht tue. Also es hat mit meinem Alltag, also das, was da sozusagen als Investorenalltag verkauft wird, hat mit meinem Alltag nichts zu tun. Ich weiß es nicht, wie das mit den anderen Leuten ist, aber so ist das Showgeschäft. Beim Showgeschäft hat keiner, genau deswegen nenne ich die Leute, die da sitzen, ja auch immer TV-Unterhalter und nicht Investoren. Also es sind welche, sagen wir, die ich auch schätze, dadurch durchaus, aber sagen wir, wer sich dahinsetzt, wird in dem Moment TV-Unterhalter, und Das muss der Zusehende oder die Zusehende verstehen und die Leute, die sich da hinsetzen. Und ich habe für mich entschieden, ich werde kein TV-Unterhalter. Wir machen als Podcast irgendwie ein Edutainment-Format, versuchen Wissen irgendwie auch ein bisschen unterhaltsam zu vermitteln. Aber sozusagen Unterhaltung im Sinne, ich spiele Leuten was vor, was nicht der Realität entspricht, und performe da, Investor zu sein, das Entspricht meinem Selbstbild zum Beispiel nicht. Also ich will gar nicht so sehr urteilen darüber, ob das für andere Leute das Richtige oder Falsche ist. Das sind ja alles mündige Personen, die ein Management haben oft und so. Ich glaube, Johannes, also einerseits dadurch, dass er selber Konsumentenprodukte gebaut hat, also Endkonsumentenprodukte, so Retail-Commerzprodukte, passt vielleicht schon viel besser dahin. Ich glaube auf jeden Fall, dass er ein Talent hätte. Dafür. Und wenn er sich da sieht und das Spaß macht, dann habe ich überhaupt keine Hard Feelings oder Judgment dafür. Also ich würde, wir können einfach so verbleiben. Ich glaube, er passt da viel besser hin als ich.
Ich habe es mir jetzt zur Mission gemacht.
Würdest du denn hingehen?
Wir quatschen jetzt rein.
Um auch die Frage umzudrehen, denn du investierst ja auch regelmäßig sozusagen. Du hattest schon deine eigene Zeitung, bist irgendwie am Flughafen auf Plakaten zu sehen.
Ich habe mir jetzt vorgenommen, ich quatsche jetzt da den Johannes rein. Das fände ich irgendwie so eine witzige Geschichte, wenn das passieren würde. Auch so ausgelöst, so ein bisschen durch die Gespräche. Aber ich glaube, man muss auch viel Zeit mitbringen. Also das Hauptargument ist Zeit. Also ich habe vor kurzem mal mitbekommen, wie viel Zeit da reinfließt bei den Leuten, die das machen, und das ist einfach sehr, sehr viel. Und das ist, ich weiß gar nicht, ob der Johannes das schon weiß, oder ich habe das mal mitbekommen und dachte mir, okay, ich könnte es wahrscheinlich gar nicht zeitlich schaffen, weil mit 2 Podcasts die Woche und allem, was wir so machen, Aber er hätte Bock und lass uns daran arbeiten, wenn er das erst wird. Und wenn nicht, dann würde ich bei dir noch mal anklopfen und dann würde ich noch mal denen sagen, bei Ende im Wohlsein, du bringst irgendwie eine krasse Community mit, wenn man sieht, wie die Halle bei uns voll war, als du auf der Bühne standest, wie deine YouTube-Videos geguckt werden und so. Du bist einer der ganz wenigen Digitalexperten, die wirklich eine eigene Community, einen eigenen Fanclub haben, das hat sonst keiner. Insofern, wenn ich da was zu sagen hätte, ich würde dich auf jeden Fall noch ein bisschen bequatschen.
Ich würde am ehesten vielleicht so ein Twitch-Reaction-Format machen oder YouTube-Reaction-Format, also dass man quasi die Sendung laufen lässt und dabei dem ganzen Kontext—
das wäre doch eigentlich was. Lass uns doch mal überlegen, wenn ich einen Sponsor finde, der sagt, okay, ich bin jetzt irgendwie ein großes Tech-Unternehmen und ich will wirklich in der Breite gesehen werden, dann gibt es Brought to you by OMR, den Twitch DSDS Reaction Stream. Eigentlich wäre das eine Entwicklung, die man jetzt so mal probieren könnte.
Also Livestream, man muss natürlich schauen, dass das— also ich würde nicht wollen, dass das rein destruktiv oder irgendwie Comedy wird, sondern man würde natürlich schon vermitteln wollen irgendwie, warum stellt er jetzt diese Frage, oder hätte man eine andere stellen können, welche wurde nicht gestellt, warum die Markteinschätzung vielleicht, der Markt ist zu klein, oder der ist Da gibt es schon Produkte. Also das wäre vielleicht ganz lustig. Und so parallel für Leute, die wirklich am Wissen interessiert sind oder Hintergründen, da würde ich mich vielleicht noch eher sehen.
Aber siehst du, aber wir haben ein Produkt gefunden. Wer mehr von Pip hören möchte, lesen möchte, sehen möchte, wie das geht, ja noch nicht, denn demnächst im Twitch-Stream. Aber hören geht im Doppelgänger-Podcast oder regelmäßig auch bei uns. Gibt es bei uns alte Folgen für alle, die jetzt zum ersten Mal reingehört haben. Hier, ich glaube, über 10 Folgen, die wir mittlerweile über die Jahre gemacht haben zusammen. Es gibt einen Newsletter, den du schreibst, der jeden Montag rauskommt. Es gibt dich natürlich auf allen oder auf einigen sozialen Plattformen, bei LinkedIn und bei Instagram. Hier zeigt die Uhr auf dem Rucksack mit null. Deswegen werde ich mich jetzt hier ordnungsgemäß von dir verabschieden. Vielen, vielen Dank.
Ich habe zu danken.
Alles klar.
Überall reden Menschen von KI, auch gerne hier im Podcast. Damit ihr auch mitsprechen könnt, gibt's jetzt von meinen Kollegen von OMR Education einen KI-Intensivkurs. In 6 Wochen wird man vom KI-Anwender zum KI-Enabler, insbesondere im Marketing. Man bekommt vermittelt, wie autonome Agentensysteme im Marketing eigenständig konzipiert, verknüpft und bei euch im Unternehmen verankert werden. Ihr seht, wie ihr die Effizienz eures Teams nachhaltig steigern könnt, und ihr könnt komplexe Marketing-Workflows anschließend automatisieren. Unser Kurs von OMR Education dauert ungefähr 6 Wochen und kombiniert Theorie und Praxis. Der zeitliche Aufwand liegt bei ungefähr 4 bis 5 Stunden pro Woche. Der Kurs richtet sich ganz konkret an Marketing-Leads, an Digitalstrateginnen und Strategen, an KI-interessierte Menschen mit mehreren Jahren Berufserfahrung, die selber KI-fest werden wollen und vor allen Dingen auch KI fest in ihre Prozesse integrieren möchten. Nach Abschluss des Kurses gibt es außerdem ein Zertifikat von uns, von OMR Education. Alle Infos und Anmeldung dazu unter edu.omr.com/intensivkurs oder hier hinter dem Link bei uns in den Shownotes.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
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