196 Krank hilfst du niemandem gesund als Mama

In this solo episode of the Gemeckerfrei‑Podcast, host Uli Bott (co‑founder of Gemeckerfrei and mother of four) reflects on the hidden costs of chronic exhaustion for mothers and offers a roadmap to sustainable health. Drawing on her own experience of running two businesses while raising young children, she describes how societal expectations and a need for control lead many mothers to ignore early warning signals—fatigue, headaches, back pain, digestive issues, and constant reliance on medication. Bott explains that suppressing these signals accumulates bodily damage, eventually resulting in serious illness. She urges listeners to recognize early symptoms, grant themselves permission to feel weak, and actively prioritize self‑care before a crisis hits. Three concrete steps are presented: (1) decide to take one’s own health seriously, (2) allow oneself to be vulnerable and rest, and (3) relinquish control by trusting partners, grandparents, or other caregivers, thereby creating space for personal recovery. Throughout, she emphasizes that a mother’s well‑being is essential for her children’s well‑being and that modeling self‑respect is a vital part of loving family relationships.
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Und Kontrolle ist nicht Sicherheit. Kontrolle ist einfach eine negative Emotion, weil solange du glaubst, dass du das Zentrum der Familie bist, dass sich alles um dich dreht, dass nur du das kannst, dass nur du weißt, wie es geht, kommst du nicht dahin, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, in der Beziehung und mit dir selbst. Ich freue mich, dass du heute hier bist. Ich bin Uli Bott, ich bin zusammen mit meinem Mann Bernd die Gründerin von Gemeckerfrei. Wir sind Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkelchen und haben mehrere Spiegel-Bestseller geschrieben und schon viele tausend Eltern auf ihrem Weg in ihr liebevolles Familienleben begleitet. Und ich freue mich, dass du heute hier bist. Und ich möchte einfach gerne mal mit dir meine Gedanken teilen zum Thema: Krank hilfst du niemandem und wie du als Mama gesund bleibst. Weil das einfach ein Thema ist, das in unseren Coachings immer und immer und immer wieder, ja, so prägnant ist, so wichtig ist, dass ich einfach so gerne dazu was mit dir teilen möchte, einfach damit du anfängst, das neu zu denken, da umzudenken, aufhörst, so fürchterlich hart zu dir selber zu sein. Und ich möchte in dieser Folge einfach dieses Thema mit dir beleuchten und auch zu gucken, was bedeutet denn krank sein und was bedeutet denn Härte und wie kann das denn anders gehen, trotz all der To-dos, die da jeden Tag auf dich warten und erledigt werden wollen. Weil ich weiß natürlich aus dem Alltag mit 4 Kindern, ja, also der Bernd und ich, wir waren früher beide selbstständig, jeder hatte sein eigenes Business, wir hatten 4 kleine Kinder, ein Haus, 2 Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen. Wie halt so ein ganz normaler Familienalltag aussieht, sah auch unser Alltag aus. Und ich Habe zu den Menschen gehört, die der Meinung waren, Schlaf wird überbewertet und das geht schon mit 3, 4 Stunden Schlaf in der Nacht. Habe mich da irgendwie, ja, habe mich da toll damit gefühlt, dass ich so leistungsfähig war, dass ich so viel hinbekommen habe. Aber am Ende des Tages habe ich halt Raubbau betrieben an mir, an meiner Gesundheit, an meinem Körper. Und ja, Es muss anders gehen. Und es hat mir, hat mich eine Weile gedauert, bis ich quasi aus diesem Erschöpfungstal selber wieder rausgekommen bin. Und bin super dankbar an all die Menschen oder für all die Menschen, die mir auf diesem Weg geholfen haben. Und vielleicht kann ich heute dir die Hand reichen, dass du anfängst, ja, dafür dich neue Wege zu gehen, neue Wege zu finden und einen anderen Umgang mit deinen Ressourcen zu etablieren. Weil am Ende des Tages haben wir dieses eine Leben, und unser Körper ist das Instrument, mit dem wir dieses Leben leben können. Und es gibt eine Zeit, in der wie soll ich das sagen, haben wir die Endlichkeit oder auch die Verletzlichkeit unseres Körpers nicht im Blick. Und da sind viele von uns, die immer und immer wieder über ihre eigenen Grenzen drüber latschen und sich mehr abverlangen als der Körper leisten kann. Und das kostet nicht sofort, das summiert sich. Und ich glaube, so wie du heute mit dir umgehst, das hat einen Rieseneinfluss darauf, wie du alt wirst, wie gesund du bist im Alter, wie langlebig du bist, wie, ja, was für ein, wie viele Jahre oder Jahrzehnte Jahrzehnte du noch glücklich und gesund leben kannst. Deshalb lass uns da mal drauf gucken. Na, wo betreibst du gerade schon Raubbau an dir selbst? Na, welche Wehwehchen übergehst du? Und ich habe absichtlich Wehwehchen gesagt, ne. Wo hast du dich dran gewöhnt, dass dir immer wieder der Rücken weh tut? Gut, oder dass das mit der Verdauung nicht so ganz gut klappt, oder dass dir halt regelmäßig übel ist, wenn du was gegessen hast, oder immer mal wieder der Magen weh tut, oder du, na, Kopfschmerzen hast, ne. Wir hatten Kunden, die waren, haben über Jahre, war das ihr normal, dass sie jeden Tag 1, 2 Ibuprofen geschluckt haben, weil sie so Kopfschmerzen hatten, und es war für die total normal. Nein, das ist nicht normal. Ist auch nicht normal, wenn du das halbe Jahr morgens mit Halskratzen aufwachst, oder wenn dir einfach der Fuß weh tut beim Gehen, oder wenn du dich nicht richtig bewegen kannst, weil dir dann irgendwas irgendwo wie weh tut, oder wenn du immer Wassereinlagerungen hast. Oder, oder, oder. All das ist nicht normal, das sind Warnsignale. Und auch bevor der Körper schon solche Signale sendet, ist dieses Gefühl von Müdigkeit oder dieses Gefühl von nicht mehr zu können, die Sehnsucht nach einer Pause, nach Zeit mit dir selbst, Der Wunsch nach Ruhe, endlich mal Ruhe, endlich mal keiner, der an dir klebt, irgendwas von dir will. Ich habe früher mal gesagt, wenn die Kinder im Bett waren und dann kamen die Katzen an und sind mir auf den Schoß gesprungen, dann, ich hatte einfach keine Ressourcen mehr dafür. Und so viele Frauen erlauben sich das nicht. Nicht mehr zu können, erlauben sich das nicht, müde zu sein, erlauben sich das nicht, erschöpft zu sein, weil wir Frauen oft unbewusst glauben, dass es nicht geht, dass wir das nicht dürfen, dass es so schlimm ja nicht ist. Und dabei sind die Signale, die unsere Körper senden, halt Warnsignale. Am Anfang sind es kleine. Erstmal ist es nur die Müdigkeit, erstmal ist es nur die Erschöpfung, erstmal ist es nur der Wunsch nach Ruhe. Dann werden es Kopfschmerzen, dann ist es mal der Hexenschuss, dann tut der Bauch weh, dann zieht es in der Hüfte, dann tut die Hand weh, der Hals, die Nebenhöhlen sind irgendwie ständig entzündet. Der Kopf pocht, Tinnitus. Und so kannst du jedes Symptom, das du kennst, hinzufügen. Und die Frage, die ich stellen mag, oder die ich dir mitgeben will, ist: Warum nimmst du diese Signale nicht ernst? Warum übergehst du Hörst du die? So viele Frauen übergehen diese Signale. Wenn du auch dazu gehörst, frag dich, warum. Wenn du jetzt eine Grippe hättest und 39,5 Fieber, dann müsste der Alltag auch ohne dich funktionieren. Dann müsste jemand da sein, der sich um die Kinder kümmert, wenn du im Fieberdelirium im Bett liegst. Aber warum muss es erst so schlimm werden, bevor du dir Hilfe holst, bevor du dir erlaubst, nicht mehr zu können? Das ist doch skurril, das ist doch total verrückt! Du bist doch keine Maschine, die unendlich kann. Du darfst doch erschöpft sein, du darfst doch Zeit für dich brauchen. Auch wenn du eine super tolle Mama sein willst, und die bist du sowieso, das ist ja keine Frage, ne. Und wir Frauen, so viele von uns, wir warten auf den inneren Crash, bis bevor wir uns Hilfe holen, weil— und ich weiß, wie das ist— es wirkt so, als wäre es unmöglich, als ginge es einfach nicht, als wäre es finanziell nicht möglich, dass man mal wegfährt, sich eine Massage gönnt, sich eine Putzhilfe gönnt oder jemand, der einen mit den Kindern unterstützt, oder was auch immer, ne. Wir glauben dann, es geht finanziell nicht, wir glauben, es geht zeitlich nicht, wir können das unseren Partnern, Großeltern, wem auch immer nicht zumuten. Wir glauben, nur wir könnten das richtig gut mit den Kindern. Wir glauben, es steht uns nicht zu, erschöpft zu sein, wir wären dann keine guten Mamas, wir wenn wir uns Hilfe holen. Das ist doch verrückt, weil das Bedürfnis nach Ruhe oder nach Pause, das verschwindet ja nicht von alleine. Ich habe früher dann immer gedacht, naja, wenn die mal alle durchschlafen, wenn ich mal nachts wieder schlafen kann, wenn, wenn ich mal nicht mehr stille, wenn und so weiter. Nix. Es wird nicht besser, wenn die Kinder größer sind. Es wird nicht besser, wenn du wieder durchschläfst. Weil was ja passiert in der ganzen Zeit, in der du eben Raubbau an deinem Körper betreibst, summiert sich das. Die Erschöpfung, der Grad an Erschöpfung summiert sich. Je länger du auf dem Zahnfleisch gehst, je mehr Symptome du hinnimmst und wegdrückst, umso schlimmer ist dein Zustand, umso erschöpfter, ausgezehrter oder kränker ist dein Körper und damit du selbst. Und das bisschen, was das ausmacht, dass du dann nachts nicht mehr aufwachst, zum Beispiel, das reicht nicht aus, um diese Erschöpfung auszugleichen. Ganz im Gegenteil, für mich war es dann oft sogar so, dass wenn ich selbst mal so 2, 3 Tage weggefahren bin, bin ich gefühlt erschöpfter wiedergekommen, als ich, als ich gefahren bin, weil diese Auszeiten waren halt mehr oder weniger wie so ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil ich so am Limit war. Und erst da, dann habe ich mir erlaubt, erschöpft zu sein, habe angefangen zu schlafen, habe mir erlaubt, mich auszuruhen. Und dann hat mich diese ganze Erschöpfungswelle erstmal überrollt, und ich war noch erschöpfter als davor, gefühlt. Und zu verstehen, dass das einfach nur bedeutet, brauchte noch mehr Zeit mit mir, für mich. Ich brauchte noch mehr Erholung. Und vielleicht brauchst eben auch du mehr Erholung, weil krank hilfst du einfach niemandem. Wenn du weitermachst und über diese Bedürfnisse hinweggehst, also wenn es nur das Bedürfnis nach Ruhe ist, oder über die körperlichen Symptome hinweggehst, dann folgt halt Krankheit. Es wird schlimmer. Dein Körper, ne, der klingelt erst leise mit einem so Erschöpfung, müde, ruhig, muss schlafen, müde. Und wenn du das nicht hörst, werden es Kopfschmerzen. Wenn du die wegdrückst oder mit Medikamenten zum Verschwinden bringst, werden es Rückenschmerzen. Dann wird es eine Grippe, dann wird es eine chronische Nebenhöhlenentzündung, und dann wird es womöglich noch was Schlimmeres. Also Du kannst nicht Raubbau an deinem Körper betreiben und darauf hoffen, dass es irgendwann von selber wieder weggeht, sondern es gilt, ganz aktiv dir gut zu tun, ganz aktiv auch deinen Kindern vorzuleben, was es bedeutet, sich selbst ernst und wichtig zu nehmen, vorzuleben, wie man sich selbst gut tut, dass es eben nicht normal ist, irgendwelche Tabletten zu nehmen, weil man irgendwelche Wehwehchen hat, sondern dass die Wehwehchen Warnsignale sind, die weggehen ganz von selbst, wenn du dir selber besser tust, wenn du dich, wenn du dich besser um dich kümmerst. Und was braucht's, um dieses Hamsterrad zu verlassen? Erstens, die Entscheidung für dich. Hab doch klar, wenn du jetzt die Treppe runterfällst vor lauter Erschöpfung und du liegst mit dem gebrochenen Haxen im Krankenhaus, dann bist du noch viel mehr von deinen Kindern weg, als wenn du jetzt sagst, hier eine Stunde jeden Tag, 2 Stunden jeden Tag ist meine Zeit für mich. Da schlafe ich, mache ich Sport, schau in die Luft. Oder was auch immer dir gut tut. Lass es nicht drauf ankommen, dass dein System dich in die Knie zwingt, sondern trainier mit deinen Kindern, dass es normal ist, dass es Zeiten gibt, in denen du nicht als Mama verfügbar bist. Entscheide dich, dich ernst zu nehmen. Entscheide dich, jede Erschöpfung ernst zu nehmen, jeden Kopfschmerz, jede Übelkeit, jeden Rücken, jedes Rückenleiden ernst zu nehmen, als Symptom zu erkennen, dass du über deine Grenzen gegangen bist, und gleich das wieder aus. Also entscheide dich dass du wichtig bist. Weil wie sollen sich deine Kinder ernst genommen fühlen, wenn du ihnen vorlebst, dass du dich selbst nicht ernst nimmst? Das funktioniert nicht. Der zweite wichtige Schritt: Gib dir die Erlaubnis, schwach zu sein. Was ist denn das für ein Unfug, zu glauben, wir Mamas müssten alles schaffen? Das musst du nicht, und es ist auch überhaupt nicht möglich. Und jeder von uns weiß das, weil du fängst Selbst wenn du mal alles geputzt und gemacht hast, kannst du 5 Minuten später wieder von vorne anfangen, weil das nächste Chaos kommt bestimmt. Und für die Kinder, wenn du viel Zeit mit denen verbringst, macht es keinen Unterschied, ob du jetzt eine Stunde mehr oder weniger da bist. Das macht keinen Unterschied. Nur die Frage ist, in welcher Qualität bist du da und mit welcher Energie bist du Bruder. Also, er gibt dir die Erlaubnis, schwach zu sein. Und dann kommt noch der dritte Punkt, den ich dir mitgeben will, und der ist super entscheidend: Gib Kontrolle ab. Fang an zu glauben, dass andere deinen Job genauso gut machen können wie du. Weil solange du glaubst, dass du das Zentrum der Familie bist, dass sich alles um dich dreht, dass nur du das kannst, dass nur du weißt, wie es geht, kommst du nicht dahin, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Solange du glaubst, dass du das Zentrum der Familie bist, solange du glaubst, es braucht dich und es geht nicht ohne dich, bist du einfach auf dem Holzweg und du rennst in dein Verderben. Und da gilt's einfach, Kontrolle abzugeben. Und so viele Frauen stecken da drin fest, in diesem Hamsterrad, dass sie glauben, sie müssten das alles kontrollieren. Bei ihnen laufen die Fäden zusammen. Die Papas sind Wir sind für die Kinder genauso gut wie wir Mamas. Anders, aber genauso gut. Und Kontrolle abgeben bedeutet, Vertrauen zu lernen, Urvertrauen wachsen zu lassen. Und Kontrolle ist nicht Sicherheit. Kontrolle ist einfach eine negative Emotion. Und das fand ich super spannend, als ich das gelernt habe, dass Kontrolle nichts Positives ist, was wir ja immer glauben, ne. Wir haben alles im Griff, wir haben alles unter Kontrolle, wir haben alles analysiert, wir wissen alles. Kontrolle ist wie Wut, ne. Wutanfälle, wenn wir selber wütend werden, das ist relativ leicht, das als was Negatives zu betrachten. Aber wenn wir alles kontrollieren wollen, dann glauben wir, das wäre was Positives. Und da sind wir auf dem Holzweg, weil Kontrolle ist eine negative Emotion. Also damit du gesund werden kannst oder gesund bleiben kannst, weil krank hilfst du niemandem, musst du anfangen, Kontrolle abzugeben, deinen Kindern zu vertrauen, deiner besseren Hälfte zu vertrauen, den Großeltern zu vertrauen, der wen ihr sonst als Kinderbetreuung habt, zu vertrauen. Und loslassen. Andere Menschen in dein System lassen, damit Raum für dich entsteht, damit du dir gut tun kannst. Weil nur wenn es dir gut geht Bist du für deine Kinder hilfreich, ein cooles Vorbild? Ich wünsche dir von Herzen, dass dir das, dass dich die Folge inspiriert hat, dass dir das hilft, dir zu erlauben, dir Zeit für dich zu nehmen, und zwar bevor du sie so dringend brauchst, dass dein Körper den, ja, wie soll man sagen, den, den Notschalter drückt und du wirklich krank wirst. Sondern nimm die kleinen Symptome, nimm die Erschöpfung, die Müdigkeit, die Kopfschmerzen etc. zum Anlass, Pausen zu machen, dir gut zu tun, für dich zu sorgen. Alles Liebe für dich, viel Freude beim Umsetzen. Tschüss!
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