Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)

Uli from Gemeckerfrei explains why parents sometimes feel intense anger toward their kids despite loving them. Instead of blaming the child, he suggests naming your feelings out loud, which research shows lowers amygdala activity and helps you regulate emotions and find solutions together.
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Wer hat es zumindest im Geheimen schon mal gedacht, dass er sein Kind am liebsten an die Wand klatschen würde? Im einen Moment lieben wir unsere Kinder abgöttisch, im nächsten bringen sie uns zur Weißglut, und gleichzeitig plagt uns das schlechte Gewissen, weil in der perfekten Instagram-heile-Familien-Welt ist natürlich niemand von seinen Kindern genervt. Nur was, wenn es vollkommen normal ist, dass unsere Kids uns so an unsere Grenzen bringen, dass das Monster in uns erwacht und wir Dinge denken, die wir uns nie hätten vorstellen können zu denken? Hi, ich bin Uli von Gemeckerfrei und in diesem Video zeige ich dir, dass es vollkommen normal ist, überfordert zu sein, unsere übliche Reaktion als Eltern aber nicht normal ist und wie es stattdessen anders geht. Eine Teilnehmerin von uns hat es mal treffend beschrieben: Durch ihre Kinder hätte sie gelernt, was es bedeutet zu lieben. Sie würde durch die Kinder eine Liebe fühlen, die sie vorher nicht kannte, und sie liebt ihre Kinder abgöttisch. Aber, und das hat sie extrem schockiert, mit ihren Kindern hat sie auch angefangen, Hass zu empfinden. Auf eine Art, die sie vorher nicht kannte. Wenn Situationen richtig aus dem Ruder gelaufen sind, wurde sie zur Furie. Sie kannte sich selbst nicht wieder. Sie hätte dieselben Kinder, die sie vor 5 Minuten noch abgeknutscht hat, jetzt am liebsten zum Teufel gejagt, an die Wand geklatscht etc. Sie hat Sachen gesagt und getan, für die sie sich zu Tode geschämt hat. Und vielleicht kennst du das auch. Das erste Ziel dieses Videos ist, das öffentlich zu machen, weil da spricht ja keiner drüber. Und wenn wir Mamas oder Papas uns schämen, dann wird's davon ja nicht besser. Und das zweite Ziel dieses Videos ist es, aufzuzeigen, welchen Fehler die meisten Eltern an dieser Stelle machen. Also dein Kind triggert dich, es weckt negative Gefühle in dir, von denen du nicht wusstest, dass du die fühlen kannst. Und unsere erste Reaktion ist, dass wir irgendwie wollen, dass das aufhört, und zwar möglichst schnell. Und der Weg, den wir alle von klein auf gelernt haben, ist, die Verantwortung dafür jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Als Kind hast du gelernt: Weil du so trödelst, ist der Papa ärgerlich. Weil du so schreist, ist die Mama traurig. Also wollen wir, dass unser Kind sich ändert, damit wir uns nicht mehr so fühlen müssen. Wir denken, wir ticken aus, weil das Kind dies oder das nicht tut, nicht hört, whatever. Wie du dich aber fühlst, das hat mit dem Verhalten deines Kindes einfach überhaupt nichts zu tun. Das erkennst du schon daran, dass manchmal dein Partner schon fuchsteufelswütend ist, während du noch total gelassen bist bei dem, was das Kind gerade tut. Oder andersrum. Ein Kind kann kein Gefühl in dich reintun, es kann es nur auslösen. Und gerade wenn du wie die Teilnehmerin, von der ich dir oben erzählt habe, durch deine Kinder viel tiefere Gefühle fühlst, dann ist es einfach nur ein Indiz dafür, dass du dich, bevor du Kinder hattest, von deinen Emotionen abgetrennt hast und dass deine Kinder dich dabei unterstützen, wieder in Kontakt mit deinen Emotionen zu kommen, zu den positiven wie den negativen. Und wann immer du das Verhalten des Kindes ändern willst, damit du dich wieder gut fühlst, bist du auf dem Holzweg. Das ist einfach nur eine Vermeidungsstrategie, um weiterhin nicht in Kontakt mit deinen Emotionen kommen zu müssen. Was du aber stattdessen tun kannst, ist: Nimm wahr, welche Gefühle in dir lebendig sind. Atme tief ein und aus, und dann sag ja zu diesem Gefühl. Also ja, ich bin ärgerlich. Ja, ich bin wütend. Ja, ich bin— ja, ich fühle Hass. Ja, da ist ein Gefühl von Ärger in mir. Ja, ich könnte ausrasten. Liberman und andere haben in zahlreichen Studien zeigen können, dass negative Gefühle sich innerhalb von Sekunden auflösen, wenn wir Ja zu ihnen sagen, weil dadurch die Amygdala-Aktivität messbar absinkt und in der Folge der rechte präfrontale Kortex anspringt. Dadurch lernst du, deine Emotionen zu regulieren, statt also wie früher Deine Gefühle zu verdrängen, lernst du durch das Jasagen zu einer Emotion genau das Gegenteil, nämlich du lernst, deine Gefühle anzunehmen und in der Folge sie zu regulieren. Und dann wirst du handlungsfähiger und kannst mit deinem Kind gemeinsam nach Lösungen suchen. Manche Eltern äußern jetzt die Bedenken, dass das Kind dann nicht lernt, welches Verhalten angemessen ist und welches nicht. Doch die Wahrheit ist, dass das Gegenteil davon passiert. Emotional kompetente Erwachsene sind in der Lage, ihre Kinder liebevoll und klar zu führen. Denn solange du das Kind für deine negativen Gefühle verantwortlich machst, rutschst du selbst in die Rolle des Kindes, dessen Wohlergehen davon abhängig ist, wie sich dein wirkliches Kind verhält. Also du wirst quasi zum Kind, das sich gut fühlt, wenn sich dein echtes Kind richtig verhält, und sich schlecht fühlt, wenn sich dein echtes Kind schlecht verhält. Das ist doch total verquer. Wenn du da tiefer einsteigen willst, kannst du dich gerne kostenlos für unsere Gemeckerfrei-AI eintragen. Das ist ein virtueller Coach, der dich dabei unterstützt, all die Situationen, die in deinem Familienalltag gerade schwierig sind, zu lösen. Vollkommen gratis und kostenfrei.










