So stoppst du jeden Wutanfall bei deinem Kind!

Uli Bott, a pedagogue and mother of four, explains why children have tantrums and how parents can stay calm. She shows that punishment and yelling reinforce the behavior, and offers three strategies: stay calm yourself, respond with empathy at eye level, and ask the child non-judgmentally about their feelings. Research shows children mirror their mother's emotional state within seconds.
Chapters
Nein, ich wollte das nicht so! Du bist gemein! Nein! Das kennen wir als Eltern doch alle: Wutanfälle, die einfach auftauchen in Momenten, in denen wir der Meinung sind, alles nach dem Willen und der Vorstellung des Kindes getan zu haben. Zumindest war das gestern noch genauso vollkommen in Ordnung, aber heute gilt anscheinend was anderes. Und keine Frage, das ist sauschwer, da nicht mitzuexplodieren, vor allem wenn uns selbst schon ein langer Tag in den Knochen steckt. Ich bin Uli Bott, ich bin Mama von 4 mittlerweile erwachsenen Kindern und Diplompädagogin. Ich erinnere mich noch gut daran, wie hilflos, überfordert und ausgelaugt ich mich in genau diesen Momenten gefühlt habe. Hätte ich damals schon gewusst, was ich heute weiß, hätte mir das so sehr geholfen. Deshalb gebe ich dir hier in diesem Video die 3 Gründe an die Hand, die dich besser verstehen lassen, warum dein Kind explodiert, und außerdem 3 Strategien, mit denen du ruhig und gelassen auch auf spontane und Meltdowns reagieren kannst. Bevor wir uns anschauen, wie du dein Kind in seinen Wutanfällen besser verstehen kannst, müssen wir uns aber anschauen, warum es so relevant ist, wie wir Eltern reagieren. Denn es herrscht teilweise immer noch der Glaube vor, dass man dem Kind zeigen müsse, dass es so nicht geht, dass man es erziehen müsse und dass Druck, Schreien, Strafen irgendwie dazu beitragen, dass das Kind weniger Wutanfälle bekommt. Das ist einfach totaler Quatsch. Ganz im Gegenteil: Wenn wir als Eltern meckern, motzen, schreien, wenn unser Kind ausflippt, dann bringen wir ihm ja bei, dass Ausflippen eine normale menschliche Reaktion ist. Und jetzt sagt ihr ja gerne: Ja, aber das Kind hat mich ja provoziert. Ich verstehe das und es mag sein. Und gleichzeitig würde dein Kind, wenn es das schon könnte, auch sagen, dass jemand oder etwas es provoziert hat, weshalb es überhaupt wütend geworden ist. Lass uns einfach festhalten, dass wenn wir Erwachsenen uns vom Wutanfall eines Kindes triggern lassen, dann zeigen wir selber genau das Verhalten, das wir beim Kind gerade kritisieren. Wir verstärken also durch unsere Reaktion sein Verhalten. Ein Wutanfall ist einfach ein Notfall, und genau wie es 0,0 helfen würde, wenn ein Feuerwehrmann bei einem Brand hektisch rumschreien würde, hilft es Deinem Kind oder der Situation genauso wenig, wenn du ihm jetzt irgendwie vermitteln willst, dass wütend zu werden das falsche Verhalten ist. Die erste wichtige Grundregel, die du dir mitnehmen kannst, ist: Je lauter und aufgebrachter dein Kind, desto ruhiger musst du werden. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber damit dir das in Zukunft besser gelingt, schauen wir uns jetzt an, was du wissen musst, um bei Wutanfällen gelassen reagieren zu können. Und danach erzähle ich dir, was du ganz konkret tun kannst. Weil niemand explodiert wirklich aus dem Nichts, auch wenn es so ausschaut. Das ist der erste Grund. Du musst verstehen, dass in deinem Kind schon Anspannung angestaut sein muss, die sich dann in Sekunden entlädt. Dafür mag ich dich einladen, dass du mal prüfst, welche Anforderungen im Laufe des Tages an dein Kind gestellt werden, wie sehr es oder Erwartungen erfüllen muss. Bei uns waren Wutanfälle früher häufig das Resultat einer inneren Anspannung bei oder zwischen uns Eltern. Also wenn der Bernd und ich, wenn wir nicht ganz miteinander im Flow waren. Und da kannst du gerne auch mal hinschauen. Zweitens: Dein Kind greift dich nicht an, auch wenn es so wirken mag. Das Verhalten des Kindes ist immer immer seine beste Option. Es ist das Beste, was es gerade kann. Es lernt noch, sich zu regulieren. Es lernt, mit Enttäuschungen umzugehen. Es lernt, Bedürfnisse auszuhandeln. Vergleicht es gerne mit einem Säugling. Der kann noch nicht laufen, und niemand würde sich darüber aufregen, dass er das noch nicht kann. Und genauso ist ein Kind, das spontane Wutanfälle hat, das hat einfach die Fähigkeit noch nicht gelernt. Das ist kein Grund auszuflippen oder ärgerlich zu Drittens: Dein Kind handelt für sich, nicht gegen dich. Für dein Kind bist du der Nordstern, du bist das Alpha und das Omega. Es hat überhaupt keinen Grund, dich zu verärgern. Ganz im Gegenteil, es ist ja darauf angewiesen, dass du es versorgst und liebst. Es handelt deshalb niemals gegen dich, auch wenn es mal so aussehen mag. Und jetzt kommen wir dazu, was du ganz konkret tun kannst. Erstens: Bleib ruhig und gelassen. Sag dir selber den Satz: Es ist für sich, nicht gegen mich. Es handelt aus seiner besten Option. Zweitens: Stell dir vor, was würdest du tun mit einem Kind, das beim Fahrradfahren lernen hinfällt? Du würdest es trösten, oder? Also statt dich angegriffen zu fühlen oder auszuflippen, geh auf Augenhöhe zu deinem Kind, empfinde Mitgefühl. So ein Wutanfall ist schließlich super anstrengend für uns Menschen. Und dann kannst du es fragen: Kann es sein, dass du gerade total wütend bist? Auch wenn es für dich natürlich total logisch ist, dass das Kind gerade wütend ist, wenn du es fragst: Kann es sein, dass du gerade wütend bist? Hilfst du ihm, dass sich die Emotion lösen kann. Und zwar machst du es auf eine Art und Weise, die ihm nicht zuschreibt, dass es jetzt bestimmt wütend ist. Weil Menschen, die sowieso gerade schon wütend sind, können eine Sache ganz bestimmt nicht haben, wenn andere wissen, was mit ihnen ist. Deshalb nimm diese Formulierung: Kann es sein, dass du gerade wütend bist. Und sei der sichere Hafen, der dem Kind hilft, sich selbst zu regulieren. Das ist der dritte Punkt. Sarah Worters konnte nämlich in Studien zeigen, dass Kinder innerhalb von Sekunden auf den emotionalen Zustand der Mutter reagieren. Wenn du also ruhig und gelassen reagierst, dann kann dein Kind sich an dir orientieren und sich selbst beruhigen. Je lauter dein Kind, desto leiser wirst du Je aufgebrachter dein Kind, desto relaxter wirst du. Und das kann dir gelingen, indem du anfängst, Wutanfälle als Unfälle zu betrachten. Die passieren, wenn das Kind noch nicht weiß, wie es seine eigenen Bedürfnisse und die der anderen unter einen Hut bekommt. Die gehören einfach zum Menschsein dazu. Und hätten wir selbst als Kinder erlebt, dass es in Ordnung ist, wütend zu werden, werden, dann hätten wir heute viel weniger Probleme damit, wenn unsere Kinder wütend werden. Je gelassener du also lernst, darauf zu reagieren, desto schneller wird dein Kind lernen, sich zu regulieren. Wiederhole mantramäßig den Satz: Es handelt für sich, nicht gegen mich. Und bleib der Leuchtturm für dein Kind, an dem es sich orientieren und auf den es sich verlassen kann. Und vertrau darauf, dass dein Kind lernen wird, sich mit seinen eigenen Bedürfnissen auszudrücken und dass die Wutanfälle weniger werden und vorbeigehen, genau wie dein Kind lernt, trocken zu werden, nachts durchzuschlafen oder alleine zu spielen. Es gibt allerdings einen Grund, der dazu führt, dass Wutanfälle hartnäckiger Teil deines Alltags bleiben, als dir lieb ist, selbst wenn du den Eindruck hast, du würdest das alles anwenden. Wenn du also verstehen willst, warum das so ist, und ganz individuell an deinen Situationen arbeiten willst, dann trag dich gern kostenlos für unser Gemeckerfrei-AI-Freebie ein. Das ist ein virtueller Coach, gefüttert mit allem Gemeckerfrei-Wissen, und der ist 24/7 für dich erreichbar. Wir haben diese AI entwickelt, weil es uns ein Herzensanliegen ist, dass du dein Familienleben wirklich genießen kannst. Deshalb klick auf den Link, trag dich einfach ein. Wie gesagt, es kostet dich keinen Cent.
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









