So lernt dein Kind gaanz alleine zu teilen – ohne Zwang!

In diesem deutschsprachigen YouTube‑Video erklärt die erfahrene Mutter Uli Bott, wie Eltern das Teilen ihrer Kinder ohne Zwang und ohne endlose Streitereien fördern können. Sie beginnt mit einer typischen Spielsituations‑Szene und zeigt, dass das eigentliche Problem im elterlichen Umgang mit Besitz und Eigentum liegt. Durch das Vorleben von gemeinsamem Nutzen von Alltagsgegenständen (Kochlöffel, Werkzeuge, Möbel) und das bewusste Aufweichen von „mein/ dein“-Kategorien lernen Kinder, Bedürfnisse auszuhandeln und kooperativ zu handeln. Bott betont, dass Fairness nicht Gleichheit bedeutet, sondern das, was jedes Kind gerade braucht. Sie gibt fünf konkrete Handlungsanweisungen: (1) gemeinsam mit dem Partner die eigene Besitz‑Einstellung prüfen und öffnen, (2) das Bedürfnis des Kindes nach Nicht‑Teilen respektieren, (3) als ruhiger Leuchtturm bleiben und Lösungen finden, (4) abwertende Formulierungen vermeiden, (5) Zeit investieren, um das Eltern‑Handwerk zu verbessern. Abschließend lädt sie zu einem persönlichen „Herzgespräch“ ein, um Eltern zu unterstützen, die besten Begleiter für ihre Kinder zu werden.
Halt! Wer hat gesagt, dass du dir einfach alles nimmst? Teil das jetzt so, wie ich es euch schon 100 Mal erklärt habe. Und wenn ich das noch mal machen muss, dann kommt die Dose weg und dann hat keiner etwas.
Das ist meins, das darf er nicht haben! Kennst du, oder? Streitigkeiten um Spielsachen gehören zu den nervigsten Themen für alle Eltern von mehreren Kindern. Und nichts scheint zu helfen. Gut zureden scheint vergebliche Liebesmühe zu sein. Jedes Spielzeug zweimal kaufen, dann streiten sie sich halt darum, wem du seins zuerst gegeben hast. Das Spielzeug wegnehmen nach dem Motto, dann hat's eben keiner, führt nur zu allgemeinem Geschrei. Gleichzeitig haben wir ja alle mehrere Kinder bekommen, weil wir wollten, dass sie sich haben als Geschwister, die einander am besten ein Leben lang unterstützen. Ich bin Uli Bott, Mama von 4 erwachsenen Kids, die miteinander durch dick und dünn gehen. Und in diesem Video zeige ich dir, worauf es ankommt, damit zum einen diese täglichen Reibereien aufhören und wie du zum anderen vorgehen musst, damit in der Kindheit das Fundament gelegt wird, dass aus deinen Kindern gute Freunde werden. Und damit das gelingt, dürfen wir als Erstes erkennen, dass wir das viel, viel mehr in der Hand haben, als es im ersten Moment zu sein scheint. Weil natürlich geht es da auch darum, dass das Kind lernt, Bedürfnisse auszuhandeln und miteinander zu kooperieren. Aber für diesen Lernprozess legen wir als Erwachsene mit unserem Verhalten den Grundstein. Wir entscheiden mit unserem Verhalten darüber, wie dieser Lernprozess beim Kind verläuft. Aber der Reihe nach. Die erste Frage, die ich dir stellen will, ist: Welches Verhältnis habt ihr als Eltern zum Thema Besitz und Eigentum. Und da mag ich dir ein paar Fragen stellen. Ja, darf dein Kind mit Haushaltsgegenständen spielen? Also dürfen beispielsweise bestimmte Küchenutensilien zweckentfremdet werden? Und bist du bereit, da auch deinen Besitz zu teilen? Weil natürlich macht es viel mehr Spaß, mit einem echten Kochlöffel in einem echten Topf Sandsuppe zu kochen als mit Plastikzeug. Oder darf das Kind ein Teesieb im Garten verwenden, um Kräuterbrühe zu machen? Bekommt es echtes Werkzeug? Also solange es natürlich nicht zu gefährlich ist. Teilst du dein Wohnzimmer, sodass die Kinder mitentscheiden, wie aufgeräumt es da ist, welches Spielzeug im Wohnzimmer sein darf? Dürfen aus Sofas, aus Tischen, aus Stühlen Höhlen gebaut werden? Gibst du Bettdecken dafür ab? Darf im Elternbett gehopst werden? Natürlich solange die Kinder nicht zu schwer sind. Aber all das, wenn du bereit bist, deinen Besitz zu teilen, dann erlebt das Kind, dass es mit seinen Bedürfnissen gesehen wird und dass es erwünscht ist. Und wenn es einfach die Dinge mitbenutzen darf, dann ist das sein Vorbild. Wenn jetzt also der kleine Bruder zum Beispiel den Bagger haben will, dann reagiert das Kind genauso gelassen wie du, wenn das Kind den Schraubenzieher oder den Hammer haben will. Fazit: Je weniger du in Kategorien wie mein und dein denkst, umso weniger tut das Kind es. Wir haben da einfach ultra gute Erfahrungen damit gemacht, möglichst wenig Spielzeug einem Kind zuzuweisen. Also die Frage ist, wie sehr kann alles Spielzeug allen Kindern gemeinschaftlich gehören? Wie viel weniger kannst du darüber sprechen, dass das dem und das dem anderen gehört? Weil am Ende profitieren sie ja alle davon, wenn sie gemeinsam Lego haben oder Bücher oder was auch immer. Also von Haus aus zu teilen, ne. Und je mehr du teilst und in Kauf nimmst, dass dabei vielleicht auch mal was kaputt geht, desto leichter lernen auch deine Kinder zu teilen, ne. Das dürfen wir mal auf uns übertragen. Wenn du jetzt sagst, na ja, wenn mein Kind einen Topf mitbekommt in Garten, dann, ne, dann geht der ja kaputt, dann kann ich den natürlich nicht mehr in der Küche benutzen, wenn das Kind Werkzeug bekommt, das es nicht richtig benutzt, dann geht es kaputt. Ja, die Wahrscheinlichkeit besteht, dass dabei was kaputt geht, aber das ist ja genau die Sorge, die der große Bruder hat, wenn er seinen Bagger dem kleinen Bruder geben soll. Also die Sorge, die du hast, weshalb du nicht teilst, ist genau dieselbe Sorge, die dein Kind hat, warum dein Kind nicht teilt. Nur wenn du jetzt anfängst zu teilen und sagst, okay gut, vielleicht bedeutet das, ich muss ein neues Küchensieb kaufen, vielleicht muss ich einen neuen Topf kaufen, vielleicht brauche ich einen neuen Hammer. So what? Uns geht ja nicht darum, dass die alles kaputt machen dürfen. Genauso wie du jetzt sagen würdest, natürlich macht nicht jedes Kind den Bagger dann kaputt. So macht auch nicht jedes Kind einen Kochlöffel oder was du ihm gerade abgibst kaputt. Nur die Bereitschaft zu teilen, Das ist das, um was es an dieser Stelle geht. Und manche, ich höre manche von euch schon, da sagt, ja, aber zum Geburtstag und so, da soll das Kind doch was geschenkt bekommen. Ja klar, und vielleicht gibt es ein, zwei Dinge speziell für dieses Kind, und das, was es dann noch dazu braucht, gibt es gemeinschaftlich. Dann wird halt der Geburtstag ein Festtag für alle Kinder in der Family. Wäre doch auch schön, oder? Gleichzeitig darf es eben auch vollkommen in Ordnung sein, Dinge nicht teilen zu wollen. Gerade wenn ich was geschenkt bekommen habe und das nicht abgeben will, dann darf das in Ordnung sein. Also hör an der Stelle auf, das Kind zu überreden, sondern tröste das andere Kind und gib dem Kind, das gerade nicht teilen will, die Erlaubnis, selbst zu entscheiden, wann es teilen möchte. Genauso wie du halt vielleicht zum Beispiel sagst: Ja, mein Meinen Lidschatten darf mein Kind mitbenutzen, aber den Lippenstift, den will ich nicht abgeben, weil ich weiß, dass der dann kaputt ist und ich mag den halt selber so gerne. Das ist ja vollkommen in Ordnung, aber da würdest du auch nicht haben wollen, dass dann dein Mann kommt und sagt: Ja komm, der Lippenstift ist uns doch nicht so wichtig und stell dich nicht so an. Das bedeutet also, dieses Teilen lernen, da steckt ein ständiger Tanz drin. Dahinter. Das ist ein ständiger Tanz zwischen wenig Besitz definieren und so das Verständnis für gemeinschaftliches Eigentum zu fördern und auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Nicht-Teilen zu respektieren. Wenn du dann gleichzeitig noch aufhörst zu denken, dass es Fairness gäbe, wird es noch leichter, weil Fairness bedeutet einfach nie, dass alle dasselbe bekommen. Ich hatte zum Beispiel mal eine Freundin, deren Papa hat ihrem Bruder einen Wäschetrockner geschenkt, und weil er seine Kinder immer gleich behandelt hat, hat er dann auch ihr einen Wäschetrockner geschenkt. Das hat dazu geführt, dass dieser Wäschetrockner niegelnagelneu im Schuppen vergammelt ist, weil sie war so eine Öko-Tante, die hätte im Leben keinen Wäschetrockner benutzt, und die hätte sich halt viel mehr drüber gefreut, wenn ihr Papa ihr eine Getreidemühle geschenkt hätte. Also Fairness bedeutet nicht, dass jeder das Gleiche bekommt, sondern Fairness bedeutet, dass jeder das bekommt, was er gerade braucht. Also was kannst du ganz konkret tun? Setz dich mit deinem Partner oder deiner Partnerin zusammen. Überlegt, welche Einstellung ihr gerade zum Thema Eigentum habt und wie ihr das lockern könnt. Also wo könnt ihr in euch Räume für eure Kinder öffnen? Wie viel weniger Verbote kann es in eurem Zuhause geben? Gleichzeitig als zweiter Punkt: Respektiere das Bedürfnis deines Kindes nach Nicht-Teilen. Begleite das Kind, das dann gerade vielleicht traurig ist. Drittens: Bleib ruhig und gelassen und der Leuchtturm und finde mit deinen Kindern eine Lösung. Aber lass dich nicht triggern. Verzichte viertens unbedingt auf Sätze wie: Du bist doch schon groß. Lass doch den Kleinen, oder der versteht es noch nicht, oder du hast doch schon so viel. Und fünftens: Ja, Kinder ins Leben begleiten kostet Zeit. Je weniger du weißt, wie Elternsein geht, umso mehr Zeit kostet es dich, weil du immer mit Versuch und Irrtum arbeiten musst. Je besser du weißt, was du tun kannst, desto leichter wird es. Buch dir deshalb gerne ein Herzgespräch bei uns und lass uns zusammen herausfinden, wie du die beste Mama, der beste Papa für dein Kind sein kannst. Damit Geschwisterstreit möglichst bald der Vergangenheit angehört.
Weil wir haben ja alle mehrere Kinder bekommen, weil wir wollen, dass die sich haben, dass das Geschwister sind, die sich ein Leben lang unterstützen. Und genau das entsteht in diesen kleinen alltäglichen Momenten, in denen dein Kind erlebt, ich muss hier nichts verteidigen. Weil das Kind muss heimlich lernen, es Teil von ganz alleine, sobald es nichts mehr zu verteidigen gibt. Und wenn dein Kind mal nicht bekommt, was es will, dann folgt vielleicht mal ein Wutanfall. Und wie du genau in solchen Momenten ruhig bleibst, zeige ich dir hier.
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