2 Jahre Weltreise - unsere Learnings Teil 2 - Podcast 122

Bernd and his family spent two years traveling the world, starting with an eight-week test run. Their youngest son stopped attending regular school to learn independently through experience, while the family navigated visas, work, and constant cultural adaptation across Sansibar, the Cape Verde Islands, and beyond.
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Der ist jetzt eben seit 2 Jahren nicht mehr in der Schule, und wir machen auch keine Online-Schule oder sonst irgendeine Form, irgendein Lernangebot, sondern der lernt Dinge, die ihn interessieren, für sich selbst. Herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Partner und mit dir selbst.
Zur Fortsetzungsfolge 2 Jahre Weltreise, unsere Learnings, unsere Learnings. Genau, und jetzt kommen wir ja doch, das über ein großes Learning haben wir ja letzte Woche schon gesprochen, und jetzt kommen wir noch zu weiteren großen Learnings. Aber erstmal wollten wir das, was wir versprochen haben, machen, sonst vergessen wir das wieder, dass wir mal sagen, wo wir eigentlich waren letztes Jahr überall und vorletztes Jahr. Machen wir die ganzen 2 Jahre. Okay, wunderbar. Also gestartet haben wir in Sansebar, das haben wir ja schon erzählt, letzte Woche im Januar 2022.
Genau. Und nachdem wir dann 8 Wochen zusammen unterwegs waren, wo, was wirklich unsere Testphase waren, wo gerade auch unsere 2 jüngeren Söhne, die damals noch, also die von Haus aus mit uns halt unterwegs auch waren, weil damals waren die 13 und 16. Genau. Rechne, rechne, rechne. Und weil die mussten das ja mitentscheiden. Also du kannst Teenager nicht auf eine Weltreise zwingen, wenn die das nicht wollen. Das wäre absolut gegen gemeckerfrei und alles, was wir vertreten. Und weil wir aber selber auch nicht wussten, ob wir es mögen werden oder nicht, haben wir gesagt, wir probieren es aus.
Also sind wir nach Sansibar, haben wir so alles geklärt, Schule beurlaubt und Von uns aus alles aufgesetzt, was geht. Jemanden besorgt, der sich ums Haus kümmert, und waren 2 Monate auf Sansibar.
Genau, und nach kurzer Zeit hat der Ältere von den beiden schon gleich gesagt, boah, er könnte sich das vorstellen, und der Jüngere hat noch ein paar Wochen gebraucht, und irgendwann morgens beim Frühstück sagt er so aus dem Nichts, übrigens, ich habe mir das überlegt, wir können das machen. So, und damit waren da, uns hat es auch gefallen, das ist ja auch wichtig.
Ja, uns hat es gefallen, wir haben das auch mit Arbeiten und so hingekriegt.
Und dann haben wir halt entschieden, dass wir es machen. Und dann haben wir noch von Sansibar aus einen Makler beauftragt, der unser Haus verkauft hat, sind dann zurückgekommen, haben alles ausgeräumt. Ich glaube, wir hatten uns eine 2-Wochen-Frist gesetzt. Und dann war nach 2 Wochen sind wir dann schon noch mal auf die Kapverden geflogen, weil, und das ist zum Beispiel auch ein total wichtiges Learning, weil Das war ich. Ich musste an der Stelle noch mal weg, damit ich nicht mich wieder einlullen lasse von, ach, hier ist doch auch schön.
Ja, man muss sagen, das ist also mit Hausverkauf, wir haben das schon irgendwie, ich glaube schon in Rekordzeit durchgezogen, aber ist natürlich immer noch, ne, mit Notarterminen und so weiter. Das dauert halt ein bisschen. Ja, das geht jetzt nicht so.
Und wenn du dann da bist, weißt du, und dann hast, das war ja, wir haben ja ein total schönes Zuhause gehabt, das ist ja keine Frage. Und dann, dann wird so ein bisschen Frühling und dann wird es wärmer. Und es war irgendwie, es war halt auch gewohnt und irgendwie schön. Und du hast halt so gemerkt, was du auch alles loslassen musst, wenn du jetzt wirklich diesen Schritt gehst. Ja, also ich habe das so gemerkt, so mein Herz hat geblutet bei so unseren ganzen Dekosachen, die ich irgendwie gerade gefühlt gerade erst gekauft hatte und die dann irgendwie halt einen neuen Besitzer finden mussten und so. Und dann habe ich das alles so zusammengeräumt und, und Habe es dabei, ist es mir noch mal so, habe ich alles noch mal so gesehen und fand es halt immer noch so schön. Und deshalb musste ich an der Stelle noch mal weg, um diese, um diese Entscheidung wirklich auch weiter aufrechterhalten und treffen zu können. Weil das war schon ein Moment, wo wir auch noch alles hätten wieder rückabwickeln können, glaube ich. Vielleicht schwierig, aber wie auch immer.
Ist jetzt eine mutige Idee.
Ist ja auch egal. Haben wir ja auch nicht gemacht. Deshalb waren wir noch mal auf den Kapverden, sind dann noch mal zurückgekommen und haben wirklich die letzten Sachen gemacht, die letzten Orgas.
Noch mal was geklärt und so, Vollmachten unterschrieben und was man auch noch so rechtlich machen muss. Gab es noch einiges zu tun vor Ort. 2 Wochen auch noch mal, glaube ich.
Eine, ja. Und dann sind wir nach Costa Rica geflogen.
Ja, stimmt.
Da haben wir uns mit unserem ältesten Sohn getroffen und unsere Tochter war auch mit dabei und wir haben unsere sogenannte Schwiegertochter, also noch nicht verheiratet, aber die Freundin unseres ältesten Sohnes da kennengelernt.
Eingetragene Schwiegertochter quasi.
Genau, die haben wir da kennengelernt, und dann waren wir erstmal krank, ne, und dann erstmal kaputt, erstmal erschöpft und so. Und dann haben wir so gemerkt, wir müssen bisschen vom Gas gehen, also wir noch mal nach Europa zurück. Dann waren wir erst mal auf Zypern.
Wir hatten ja eigentlich vor, so Mittelamerika, Südamerika da zu machen, aber eigentlich wurde das Wetter gerade nicht so passend dafür.
Es hatte eine Braunalgenplage. Es war irgendwie gerade, hatten die USA, hatten wieder nach Covid die Grenzen aufgemacht. Das war alles ausgebucht. Das war irgendwie, hat das, war das schwierig.
Aber nur spannend, weil ich finde, das war so eine Planänderung, wo wir gesagt haben, okay, das war der Plan, aber der funktioniert jetzt gerade irgendwie nicht. Wir machen es anders. Ja, und dann sind wir nach Zypern.
Genau, da haben wir nämlich auch schon ein— wir hatten nämlich 2 Wochen nur Costa Rica gebucht oder 3 und haben dann sofort gemerkt, eigentlich okay, also das ist ein zu kurzer Zeitraum für uns. Weil wenn du 2 Wochen wo bist und noch nicht weißt, wo du anschließend hingehst, dann kommst du an und fängst sofort an, nur zu gucken, wo gehe ich anschließend hin. Das macht total Stress.
Und das ist, wenn man so viele ist, wir sind ja immer Mindestens 4, auf jeden Fall. Eigentlich sind wir meistens zwischen 5 und 7, und da suchst du nicht spontan einfach mal für 3 Wochen wieder irgendwo eine Unterkunft, weil wenn die dann noch ein bisschen, wo jeder seinen Platz hat und so.
Ja, weil man ja auch arbeiten will und das Internet funktionieren muss und so. Also das, und dann sind wir eben noch mal nach Europa, dann waren wir tatsächlich auch eine Weile im Robinson Club. Was uns an der Stelle tatsächlich geholfen hat, weil das war so ein Zwischenschritt zwischen Welt und zu Hause sozusagen. Und die Kids waren happy da. Und dann sind wir von da aus nach Ägypten. Dann waren wir ziemlich lange in Ägypten, auch irgendwie 6 oder 8 Wochen oder so. Haben da ja auch so eine total schöne Nilkreuzfahrt gemacht. Und das waren eben auch so die Momente, wo du sagst, okay, das ist Da lernen die Kids und wir vom Leben, weil das, was man sonst aus den Geschichtsbüchern kennt, haben wir uns halt angeschaut. Und das ist halt Wahnsinn, was das für ein Unterschied macht, was das an, was gelebtes, erfahrenes Wissen für einen Unterschied macht gegenüber Bücherwissen oder YouTube-Wissen.
Und halt auch, wenn du wirklich, wenn du es langsam machen kannst, wenn du nicht so, nicht jetzt sagen musst, bin jetzt 5 Tage in Kairo oder 3 Tage in Kairo und muss jetzt da alles anschauen. Sondern da in Ruhe wirklich die Dinge lernen kannst, immer wieder Zeit hast, miteinander darüber zu sprechen und dann zu sagen, ach, jetzt würde mich das noch interessieren, das würde ich noch gerne wissen, und das dann wieder rauszufinden. Also für uns und für die Kinder.
Also da auch zu sagen, okay, also ein großer Unterschied zwischen Leben auf Reisen und in Urlaub fahren ist, dass du bei Leben auf Reisen einfach Zeit hast. Ja, wir haben dann in Luxor, das ist ja eine so eine altertümliche Stadt in Ägypten, wo eben das sogenannte Tal der Könige ist, und da sind halt die klassischen Ausflüge, machen halt dann 3 Sachen an einem Tag, ne, Tal der Könige, Tal der Königinnen, dann noch irgendwie die Statue von weiß ich nicht mehr und den Ballonflug und dann noch Tempel in der Stadt, diese 2, ja genau, von Luxor und der andere, genau, ich muss mit dem, ist egal, Kids wüssten es noch, das ist der Unterschied zwischen uns und den Kids, ja, und wir haben das halt in 5 Tagen gemacht und jeden Tag eine Sache und gleichzeitig uns dann aber eben auch noch Zeit gehabt, abends irgendwie uns auf so Markt übers Ohr hauen zu lassen, auch solche Sachen einfach zu erleben, ja, da bisschen das Leben das aktuelle Leben auch mitzubekommen. Und dann sind wir nach Marokko anschließend, einfach auch zu bemerken, wie unterschiedlich Menschen auch sind, also wie unterschiedlich Mentalitäten sind, wie auch vielleicht, also wir haben uns das dann erklärt mit dem raueren Atlantik, das einfach so, also wohl auf den Kapverden als auch in Marokko, da haben wir es einfach als rauer empfunden, so von der, vom Miteinander, nicht unfreundlich oder so, aber irgendwie hier halt so ein bisschen rauer und auch ein bisschen hektischer schon jetzt im Vergleich zu Sansibar.
Ist ja auch Afrika, weil ja, Afrika ist ja riesengroß und da so Nordafrika ist schon ein bisschen geschäftiger, ein bisschen hektischer auch. Ja, ist schon so.
Ja, total spannend.
Ja, und dann haben wir die kälteste Stadt in Marokko, da waren wir klugerweise, weil wir vorwiegend unseren Surfern und Kitesurfern waren wir da. Aber da fährt man durch die Wüste bei 45 Grad und innerhalb von 10 Kilometern droppt die Temperatur auf 18 Grad runter.
Wahnsinn. Also Naturphänomene.
Spannend.
Spannende Phänomene. Und dann waren wir anschließend, dann haben wir tatsächlich uns entschieden, noch mal nach Sansibar zu gehen, weil es uns da so gut gefallen hat und wir uns da in die Insel verliebt haben. Und dann waren wir noch mal, ich glaube, 3 Monate da, waren dann auf dem Festland, haben Safari gemacht. Genau, und sind anschließend nach Thailand.
Genau, von San Sebastian nach Thailand.
Genau, dann waren wir auf Koh Phangan, das ist auch so eine Auswandererinsel oder so eine Reisen-Digitale-Nomaden-Insel.
Ja, so Expats. Früher haben da ganz wenig Thais gewohnt und heute auch noch, aber sind jetzt ganz viele, ganz multinational, sehr spannende Mischung da, ganz spirituelle Insel mit Gibt da, ich weiß nicht, ob es irgendwo auf der Welt so konzentriert alle so viele Arten von Yoga gibt.
Auf so kleinem, so wenig Platz eigentlich. Und das war aber auch total cool, weil da halt auch total viel Angebot, weil es da so viel Angebot gibt für Dinge, die halt sowohl die Kids gerne gemacht haben, als auch wir gerne gemacht haben. Und Was, wenn du jetzt kannst natürlich sagen, es sind so, so Expat-Enklaven oder so was, hat ja nichts damit zu tun, das Land kennenzulernen. Das ist uns an der Stelle schon vollkommen klar. Und das ist, wir versuchen halt immer so eine Mischung zu finden aus Momenten, wo wir Länder explizit kennenlernen, und Momenten, wo wir quasi, wo wir uns schon auch eine Struktur suchen, die uns, zu uns passt, wo wir die Dinge tun können, die wir gerne tun, wo die Kids die Dinge tun können, die sie gerne tun, weil das ja auch so eine Art von Alltag dann ist. Es geht ja nicht darum, jetzt irgendwie jahrelang sozusagen in so einem Urlaubsmodus zu sein und zum Beispiel eben immer keinen Sport zu machen, weil man ist ja im Urlaub oder so was, ja, sondern es geht darum halt, das Leben, also die Welt als sein Zuhause zu empfinden und Orte zu finden auf dieser Welt, wo wo jeder von uns sich halt zu Hause fühlen kann. Und das fängt an dabei, was wir für Temperaturvorlieben haben, das geht weiter, wenn es darum geht, also ich zum Beispiel bin halt so eine Yoga-Tante, Yoga und Pilates und, und so, und ist halt, ich suche mir halt immer Orte, wo das geht, oder wo man gute Massagen bekommt und irgendwelche spirituellen Experiences machen kann, ne, so. Und unsere Jungs sind halt Surfer und Boxer und brauchen dafür halt immer ihre Spots, wo sie das tun können. Und so, so, du brauchst auf jeden Fall immer die besten Cafés. Und so, so geht es halt darum, auch Weil es, also jetzt, als wir zum Beispiel jetzt nach Australien kamen, auch die Freude, dann mal in einem großen normalen Supermarkt einkaufen zu gehen, wo es halt auch westliche Produkte gibt, zum Beispiel, weil das ist ja auch wieder was, wenn du das monatelang in Südostasien nicht hast, dann ist es auch cool, wenn du das halt, dann lernst du das halt auch noch mal anders zu schätzen, wenn du es dann mal wieder hast. So, und da immer so, da, das ist eins, eins der Learnings, die wir mit dir teilen wollen würden, sagen, okay, es geht immer um so einen Wechsel aus Ländern, Kulturen, Menschen kennenlernen und aber auch Orte finden, wo man einfach anknüpfen kann, weil es Dinge gibt, die einem vertraut sind. Ja, sind wir immer noch gar nicht ganz fertig, wo man überall war, weil nach Thailand, Thailand, Thailand, war mein Bangkok, Koh Lanta, war mal Bangkok ein paar Tage, genau, Großstadt.
Also, also ja, Bangkok ist geil, aber krank. Es ist irgendwie beides. Genau, und dann waren wir—
dann sind wir noch mal nach Tansania, weil wir meine Eltern— ja, meine Eltern haben so große Augen gekriegt, als wir von der Safari erzählt haben. Und dann haben wir die einfach eingeladen und haben noch mal eine Safari gemacht, was ich jetzt nicht unbedingt empfehlen würde, in einem Jahr zwei Safaris zu machen, aber unter dem Aspekt, dass wir eben meine Eltern eingeladen haben, war es halt cool. Und du weißt ja, wie das ist mit Eltern. Man weiß immer nicht, wie lange man noch die Möglichkeit hat. Und deshalb haben wir es halt einfach gemacht und reingeschoben und hatten da eine coole Zeit auch miteinander. Und ich fand es auch total cool, dass alle Kids gesagt haben, sie kommen noch mal mit. Und so, da waren wir da zu neunt unterwegs. Ist ja quasi schon eine Gruppenreise. Das war schon auch echt anstrengend. Also das muss man auch dazu sagen.
Sozial gesehen war das ein bisschen anstrengend.
Genau. Und dann waren wir anschließend, sind wir noch mal nach, waren wir noch mal in Ägypten. Das ist auch so dieses, immer mal so Orte finden, wo man noch mal hin wollte.
Und noch mal Leute treffen und so.
Genau. Und dann waren wir in Schweden, weil das wollte unser jüngster Sohn.
Da haben wir mal eine kleine Camper-Tour und Wetter-Reset gemacht.
Genau.
Und haben im kalten Bach gebadet und so.
Genau. Durchwandern in der Sonne.
Voll schön. Und gutes schwedisches Brot und Butter gegessen.
Genau. Und dann, wenn du monatelang kein Brot gegessen hast, ist das auch wieder cool. Und dann sind wir nach Indonesien, weil wir uns da wieder mit unseren älteren Kindern getroffen haben, die in Indonesien waren und sich da gerne mit uns treffen wollten. Dann waren wir auf Lombok und auf Bali. Und jetzt sind wir in Australien.
Zu siebt.
Genau, mit eben unseren 4 Kindern und unserer Schwiegertochter. Also unseren 5 Kindern eigentlich. Und hier bleiben wir jetzt noch ein paar Wochen. Und dann gehen wir nach Neuseeland.
Ja, auch alle zusammen.
4 Wochen dann Neuseeland, glaube ich.
Relativ kurz. 6 Wochen. Oh, hat sich schon wieder verlängert.
Ne.
Was?
Und dann schauen wir mal. Dann wissen wir es noch nicht genau. Eigentlich wollen wir gerne nach Französisch-Polynesien. Das müssen wir gerade wettertechnisch technisch noch ein bisschen abchecken, ob es das tatsächlich wird oder was wir dann tun werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend.
Was haben wir noch so vor auf der Pipeline stehen? USA.
Und da waren wir nämlich noch nie.
Nee, noch gar nie. Wollten wir kurz vor Covid, wollten wir mal hin, alles gecancelt.
Am Tag, nachdem die Grenzen zugemacht worden sind, wäre unser Flug gewesen.
Genau, ist er dann nicht mehr.
Ist er nicht mehr, genau. Und dann noch so Südamerika, Mittelamerika wollten wir ja dann auch noch mal irgendwann. Schauen wir mal. Genau.
Aber du siehst schon so, die Pläne sind eigentlich immer nur so weit vor wie nötig, sage ich mal. Ja, manchmal gibt's halt so, wenn wir so Spots haben, wo wir uns wieder treffen wollen, das muss man dann natürlich planen. Und daran macht sich dann manches andere ja auch fest, weil wir wollen ja nicht ständig irgendwie hin und zurück um die halbe Welt fliegen.
Nein.
Und aber es ist schon immer noch sehr spontan, finde ich.
Ja, finde ich auch.
Das ist cool. Das ist halt auch so ein, passt auch noch mal zu der Folge davor. Falls du die nicht gehört hast, hör dir die auch noch mal an, weil das ist, also das ist was, was ich sehr liebe daran, ist, dass es dich eigentlich ständig aus deiner Bequemheitszone, deiner Faulheitszone rauskatapultiert, weil du kommst nach spätestens 3 Monaten Denn man darf mit so einem normalen Touristenvisa eh in keinem Land bleiben meistens. Heißt, nach spätestens 3 Monaten kommst du wieder woanders hin. Da sieht es anders aus. Du musst wieder neu— also selbst wenn es jetzt ein relativ entwickeltes Land ist, wo es Läden gibt, aber auch da, du musst alles rausfinden. Du musst gucken, wenn du Auto fährst, wie sind die Vorfahrtsregeln. Also erstmal, auf welcher Straßenseite fährst du? Das merkt man aber sehr schnell.
Ja, all diese Dinge. Fährt man Auto, fährt man Roller?
Muss man entscheiden. Geht man nur zu Fuß? Wie funktioniert das Gesten- gehst du in dem Land, gehst du in dieser Kultur einkaufen oder wird dir eigentlich alles geliefert? Das ist ja total unterschiedlich auf der Welt.
Ja, voll. Also da kommst du ständig aus deiner Komfortzone raus.
Das Gehirn wird ständig gefordert, dann wieder sich da neu, dass du dich in ganz vielem wieder neu aufstellen musst. Und das ist total cool, weil es total belebend ist. Auch wenn es manchmal kurz nervt vielleicht.
Ja, genau, manchmal nervt es kurz. Und gleichzeitig ist es, ich würde es auch nicht missen wollen. Der Bernd und ich haben zum Beispiel so eine Angewohnheit, das ist jetzt schon eine Gewohnheit geworden. Schon wieder abstrus, aber immer wenn wir in eine neue Unterkunft kommen, tauschen wir die Bettseiten. Weil ich weiß nicht, was ihr für ein Paar seid. Also wir waren früher so ein Paar, wir hatten halt jahrelang jeder eine Bettseite, dieselbe. Also wir haben nicht getauscht und jetzt tauschen wir immer. Jetzt finde ich eigentlich schon, dass wir immer tauschen, langweilig. Aber also ich lege mich jetzt glaube ich aber nicht mit dem Kopf ans Fußende, weil das finde ich glaube ich auch doof.
Vor allem wenn ich andersrum liege. Aber du kannst dich diagonal legen und ich bleibe normal liegen. Nein, Quatsch.
Okay, also wir finden, werden auch da wieder was finden. Na, aber bevor jetzt diese Folge auch schon wieder zu Ende ist sozusagen und wir Labertaschen da rumgelabert haben sozusagen, wollten wir ja vor allen Dingen noch was zum Thema Schule teilen, weil das ist glaube ich was, was halt für viele von euch total spannend und total interessant ist, weil Unser, also unser jüngster Sohn wäre ja üblicherweise in Deutschland noch ganz normal in der Schule, und der ist jetzt eben seit 2 Jahren nicht mehr in der Schule. Und wir machen auch keine Online-Schule oder sonst irgendeine Form, irgendein Lernangebot, sondern der lernt Dinge, die ihn interessieren, für sich selbst. Und das funktioniert Funktioniert 1A-Kanone, perfekt. Was dieses Kind in diesen 2 Jahren alles gelernt hat, geht auf keine Kuhhaut. Also da schlackern wir nur so mit den Ohren regelmäßig, weil der weiß gefühlt zu allem alles und schaut YouTube-Videos auf Englisch in doppelter Geschwindigkeit, hat einen englischen Wortschatz, kann sich überall verständigen, kriegt alles geregelt.
Ist auch extrem mutig. Also das ist auch überhaupt kein, ganz egal wo, an welchem Flughafen, in welcher Stadt, wo, wenn du dem sagst, kannst du mal, oder wenn halt die Frage ist, wer kann denn mal da jetzt hingehen oder wer kann das mal rausfinden oder kann hier mal fragen, da geht der genauso vor wie unsereins. Das ist vollkommen egal.
Und auch wenn der jetzt eben, wenn wir an einer neuen Location sind und er seinen Sport wiederfindet oder seine, wo er Leute kennenlernt oder wie auch immer, dann Das frage ich immer mal so: Magst du das mit mir zusammen? Nein, mach ich alleine. Na so, und das ist vollkommen selbstständig und vollkommen selbstverständlich. Und also, wir gaben noch keinen Tag, an dem wir gedacht hätten, dass wir Schule vermissen, oder dass es vielleicht eine blöde Idee war, das so zu machen, oder dass wir darauf achten müssen, dass der noch klüger wird, oder dass der nicht gut vorbereitet ist aufs Leben, auf die Art und Weise.
Und was man halt dazu sagen muss, ist, dass wir halt viel Zeit gemeinsam verbringen, viele Gespräche führen über Dinge, die uns halt interessieren, die wir irgendwo beobachten, oder auch was die, was die Jungs eben irgendwo gesehen oder gehört haben. Da sprechen wir auch drüber. Und man da ja oft in so— wir sind natürlich immer auch neugierig auf Neues und aufs Leben und wollen ja dann auch Dinge wissen, die wir noch nicht wissen. Also wir kommen in so Gesprächen immer irgendwo hin, wo man weiß jetzt gerade keiner von uns. Okay, und dann googelt halt einer, meistens lassen wir es die Kids machen, weil die machen das eh schon schneller als wir, und dann erzählt er es wieder uns und allen anderen und man spricht da wieder drüber. Und das ist halt eine extrem coole und effiziente Art zu lernen, weil es halt am Interesse und an der Begeisterung dranhängt oder darauf basiert, wollte ich sagen.
Als Sie angefangen haben zu surfen, haben Sie gelernt, wie Wellen eigentlich entstehen? Und dann haben wir halt ganz viel über Meeresstürme und so weiter gelernt. Also wie gesagt, das ist, ich bin jetzt weniger die Person, die sich das dann alles im Detail merkt. Ich staune einfach immer nur darüber, was die wissen und was die sich dann auch, was sie auch in einem Jahr noch wissen. Also das ist auf Kommastellen von Prozenten genau merken sich die Dinge. Das ist War also, ich bin davon wahnsinnig fasziniert und begeistert und es macht auch total große Freude und gibt ihnen natürlich, gibt auch den Kids insgesamt natürlich auch einen totalen, das ist eine totale, ich nenn's mal Befriedigung, ist nicht ganz das richtige Wort, aber dass die halt auch die sind, die diese Dinge dann bei uns rausfinden. Wir sagen schon auch unser ältester Sohn oder unsere Tochter, wenn wir uns irgendwas fragen, sagen, wie ist denn das eigentlich da und damit, und dann weiß keiner so genau wirklich, und dann sagen wir, müssen wir den Johannes oder den Jakob fragen. Und dadurch haben die halt auch diese Rolle, ganz im Speziellen eigentlich sogar wirklich der Johannes, der so diese Rolle hat, für uns Informationen zu beschaffen. Und das ist in der heutigen Welt, geht es nicht darum, dass du alles weißt, es geht darum, wie du an die Information kommst. Und das lernt der halt da in einer Geschwindigkeit auf Art und Weise am Exempel. Das kann keine Schule leisten. Würden wir wieder auf Reisen gehen? Das steht auf unserer Liste als Punkt. Aber was vielleicht schon auch wichtig ist, was ich gerne jetzt hier noch reinschmeißen möchte, ne, Weil natürlich haben wir immer mal Angst.
Ja, das wäre der nächste Punkt. Genau, natürlich kommen wir irgendwo an und sagen, shit, das haben wir uns da angetan.
Ja, natürlich wache ich manchmal auf nachts und denke mir so, oh, was habe ich gemacht, bin ich des irren Wahnsinns? Ja, so natürlich. Also immer dann, wenn wir halt an unseren eigenen Themen vorbei beikommen, wo halt uns noch was triggert, kann das schon mal passieren, dass wir das auch dann eben aufs Reisen pointen. Ja, weil das weiß ich, wir, ne, das vielleicht auch noch mal wichtig zu sagen, du lernst ja überall auf der Welt total nette Menschen, also es gibt ja überall auf der Welt total nette Menschen, und du lernst die auch kennen, du kannst, man kann die auch kennenlernen, und manchmal, ne, wenn Wenn das noch nicht so war, oder wenn wir irgendwo waren, wo ich noch so niemanden kennengelernt habe, so, wo ich so gedacht habe, wie geht denn das jetzt hier, und wahrscheinlich kriege ich das nicht hin, oder sowas, oder wie geht es auch für die Kids, oder so. Und da kann es schon mal kurz sein, dass ich einfach auch mal nachts aufwache und denke so, was war das für eine doofe Idee, sozusagen. Und dann ist halt einfach nur für mich dran, mit dem Thema wieder weiterzugehen, den nächsten Schritt zu gehen, die nächste Erfahrung zu machen und es wieder aufzulösen. Deshalb, man muss keine Angst haben vor der Angst. Irgendwie total normal, Angst zu haben vor Dingen, die du noch nicht kennst. Wichtig ist einfach nur dann, wie gehst du damit um und gehst du einfach weiter, lässt du dich davon aufhalten oder nicht.
Und du hast in einem nicht reisenden Leben ja auch immer wieder Angst vor Dingen.
Voll, das ist das, was man glaube ich auch so leicht auf Silbertablett legt. Es gibt auch, weil Reisen ist nicht Urlaub, wir sind nicht im Dauerurlaub, wir leben in der Welt. Und genauso wie jeder zu Hause mal einen Scheißtag haben darf, kann halt auch jeder auf Reisen mal einen Tag haben, wo du sagst, hier kann ich mich heute mal ins Bett legen, ich komme erst morgen wieder raus, weil besser nicht. Also red mich, sprech mich heute nicht an. Ja, so ungefähr. Das darf es natürlich auch mal geben. Und Tendenziell würde ich sagen, gibt es viel weniger, als es das vielleicht früher gab. Und gleichzeitig, wenn es halt mal gibt, dann ist ja auch vollkommen in Ordnung, ne? Und also vielleicht als Abschlusssatz, ja, uns scheint irgendwie gefühlt die ganze Zeit die Sonne aus dem Allerwertesten, aber nicht, weil es ein Hype nach dem anderen ist und immer, immer nur größte Faszination ist, sondern weil wir entschieden haben, glücklich zu sein, weil wir uns nicht mit faulen Kompromissen zufriedengeben, weil wir immer gucken, wie können wir es drehen, deichseln, sortieren, organisieren, dass es für alle erfüllend und befriedigend ist, und weil wir in der Lage sind, die anderen Dinge anzunehmen, hinzunehmen, uns dem Leben hinzugeben, leben und das Beste draus zu machen. Und alles sind Fähigkeiten, die kann man lernen. Damit sind wir nicht geboren, sondern die haben wir uns erarbeitet, die haben wir entwickelt, die haben wir in uns integriert. Und ich mag dir abschließend einfach nur Mut machen, ne, habe zwar der Anfang von der letzten Folge und es ist jetzt der Schluss von dieser Folge. Wenn du in dir die Sehnsucht fühlst, wenn du merkst, merkst, da sind Werte in dir, die du noch nicht lebst, die dir wichtig wären, dann geh dafür los und lass dich nicht aufhalten. Und dann wirst du irgendwann die oder der sein, der anderen Menschen vielleicht davon erzählt, wie er selbst sich sein glücklichstes Leben erschaffen hat. So, danke fürs Zuhören.
Vielen Dank für diese, dass du uns jetzt bei diesen 2 Folgen hoffentlich zugehört hast, zusammengehören und bis zum nächsten Mal. Bis dann, alles Liebe, tschüss! Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal!
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