3 Wege, wie du als Papa die Beziehung zu deinen Kids stärkst

In dieser Solo‑Folge des Gemeckerfrei‑Podcasts erklärt Gastgeber Bernd Bott, warum es für Väter (und Mütter) nie zu spät ist, die Beziehung zu ihren Kindern zu verbessern, und stellt drei zentrale Handlungsfelder vor. Erstens betont er die Bedeutung von echter Anerkennung – ein bedingungsloses Wertschätzen des Kindes als Person, das nicht mit Lob an Leistung gekoppelt ist. Er unterscheidet dabei zwischen Lob (Ergebnis‑Fokus) und Ermutigung (Prozess‑Fokus) und gibt praktische Beispiele, wie Eltern ihre Kinder ermutigen können. Zweitens geht es um emotionalen Zugang bzw. Präsenz: Väter sollen nicht nur als Problemlöser auftreten, sondern aktiv zuhören, eigene Gefühle teilen und bei Bedarf Unterstützung anbieten, ohne sofort Lösungen zu präsentieren. Drittens fordert er authentische Nähe: Eltern zeigen ihre eigenen Schwächen, Grenzen und Unvollkommenheiten, um eine tiefere, vertrauensvolle Bindung zu ermöglichen. Der Podcast liefert konkrete Verhaltensvorschläge (z. B. kurze Gesten, offene Gesprächsangebote) und betont, dass jeder Tag eine neue Chance für Neubeginn bietet. Abschließend ruft Bernd zu Feedback, Abonnements und Social‑Media‑Interaktion auf.
Chapters
Es ist an sich immer so die große Frage, die kriegen wir so oft gestellt: Wie ist das denn? Ich habe jetzt schon so lange Dinge falsch gemacht. Jetzt erfahre ich, wie es geht, aber meine Kinder sind schon 15, 16, 17, sind vielleicht sogar schon erwachsen, sind sogar schon ausgezogen. Und was mache ich denn jetzt? Weil es ist— wie viel habe ich schon kaputt gemacht? Väter und Mütter mit Kindern in jedem Alter stellen uns diese Frage und ich habe darauf eine ganz einfache Antwort. Es ist nie zu spät. Es ist nie zu spät, weil jeder Tag ist ein neuer Tag und am Ende ist auch an jedem neuen Tag jeder von uns neu. Deine Kinder sind neu, du bist neu und du hast immer die neue Chance, wieder von vorne anzufangen. Jeden Tag. Lass uns doch mal hinschauen, was so die drei wichtigen Dinge sind, die eigentlich sich Kinder von ihren Vätern wünschen und die dazu führen, dass du eine tiefe und innige Beziehung zu deinen Kindern aufbauen kannst, die auch weit über den 18. Geburtstag und darüber, dass sie irgendwann ausziehen und so weiter, die da weit darüber hinaus Bestand hat. Weil wir sind ja noch viel länger, also die allermeisten von uns sind ja noch viel länger Eltern eines erwachsenen Kindes in Anführungsstrichen als Eltern eines Kindes, Kindes oder jugendlichen Kindes. Hallo und herzlich Herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Ich bin Bernd Bott und zusammen mit meiner Frau Uli habe ich vor 8 Jahren Gemeckerfrei gegründet. Und wir haben in der Zeit 4 Bücher veröffentlicht, davon sind 3 Spiegel-Bestseller. Wir— Uli ist Diplompädagogin, ich bin ehemaliger Musiklehrer. Wir haben in der Zeit mit Gemeckerfrei eins der größten deutschen Elterncoaching-Unternehmen aufgebaut. Und das Allerwichtigste dabei ist: Wir haben schon Zehntausenden Eltern dabei geholfen, sich ihr liebevollstes, traumhaftestes Familienleben zu erschaffen. Und vielleicht dürfen wir auch dir bald dabei helfen. Du lernst uns vielleicht gerade eben neu hier kennen, oder du bist schon ein treuer Hörer. Auf jeden Fall wünsche ich dich hier herzlich willkommen. Danke, dass du da bist. Es geht heute also darum, um die 3 Dinge, die du als Vater— und Klammer auf, es funktioniert für Mütter wahrscheinlich genauso— ich fokussiere mich heute in dieser Solofolge einfach mal ein bisschen auf die Väter, weil es tatsächlich so ist, dass auch immer mehr Väter zu uns kommen. Ja, vor, als wir vor 8 Jahren gestartet sind, waren es eigentlich wirklich ausnahmslos Frauen, die, die zu uns gekommen sind, die sich dafür interessiert haben. Und mit der Zeit jetzt werden es einfach immer mehr und mehr die Väter. Nicht, dass sich die Väter nicht früher auch schon interessiert hätten. Die sind oft so, wenn jemand bei uns in einem Programm war oder so, dann einfach noch dazugekommen mit der Zeit und haben sich sehr wohl auch dafür interessiert. Ich glaube nicht, dass das Interesse für gute Beziehungen zu den Kindern und zueinander nicht da war. Ich glaube nur, dass es gerade ein bisschen üblicher wird, dass auch wir Männer uns helfen lassen. Und das ist ziemlich cool. War auch für mich ein Weg. Genau. Also was sind die drei Dinge und warum ist es nie zu spät? Lass uns mit dem Letzten anfangen. Warum ist es nie zu spät? So viele Eltern kommen zu uns und sagen: Ja, aber was? Ich habe doch schon so viel falsch gemacht. Ist es nicht schon zu spät? Weil mein Kind ist schon— und jetzt kommt was ganz Witziges. Da sagen die einen: Mein Kind ist schon 3 Jahre alt, mein Kind ist schon 5 Jahre, schon 7, schon 9 und so weiter und so fort. Das heißt, Eltern haben dieses Gefühl, etwas kaputt gemacht zu haben und vielleicht nicht mehr reparieren, in Anführungsstrichen, zu können, unabhängig vom Alter der Kinder. Und ich will dir jetzt einfach mal schon mal diese Entlastung nehmen. Das ist cool, dass du auch erkennst, dass du vielleicht was falsch gemacht hast. Und ich weiß, das tut weh. Und es ist gleichzeitig manchmal auch gut, das zuzulassen und das kurz empfinden, als kleinen Motivationsgeber für die Veränderung. Mir geht es auch immer wieder so, ich habe das auch schon erlebt und ich weiß, wie unangenehm sich das anfühlt und wie das wehtut. Und gleichzeitig will ich dir die Hoffnung geben und die Zuversicht: Du kannst alles wieder, Quote, reparieren. Du kannst alles wieder hinbekommen. Jeder Tag ist ein neuer Tag. Jeder Moment ist ein neuer Tag. Das Leben schenkt dir ständig die Möglichkeit, alles zu zu erneuern. Selbst unser Körper erneuert sich ja ständig, und in bestimmten Zyklen sind wir quasi alle, ist alles in uns wieder neu gemacht, ne. Alle Zellen und so regenerieren sich andauernd. Und genauso ist es mit Beziehungen auch. Es ist nie zu spät für eine gute Beziehung, ja. Du kannst jederzeit damit anfangen, am besten vielleicht heute, jetzt gleich, ja. Das würde ich dir raten, weil in dem Moment, wo du es erkennst, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, es nicht zu machen. So, was sind jetzt die drei, die drei Dinge, die aus meiner Sicht dazu führen, dass du eine coole Vater-Kind-Beziehung aufbaust? Und alle Mütter, die hier zuhören und zugucken, ihr müsst nicht ausschalten, ihr könnt euch auch anhören, ihr könnt auch für euch adaptieren. Ich gehe jetzt mal speziell auf die männliche Sichtweise und auch ein bisschen auf die männliche Energie ein. Ja, und der Punkt Nummer 1 ist echte Anerkennung. Und das sagt jetzt jeder natürlich, ja klar, nur da gibt's eine ganz, ganz wichtige Unterscheidung, weil ich meine damit nicht Anerkennung im Sinne von, das hast du toll gemacht, Das machst du aber gut. Also kein Lob. Und jetzt geht es natürlich gleich los, ich weiß schon, die großen Alarmglocken läuten bei vielen. Der sagt, man soll nicht loben, was ist denn das für ein Typ hier? Ja, ich rede von echter Anerkennung, die unabhängig von irgendeiner Leistung ist, und nicht von Lob, sondern ich rede von Anerkennung, für das Sein. Und wenn du gerne positiv bestärken willst, dann ermutige. Und ich werde das ganz kurz erklären, was der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung ist. Da gibt es auch eine andere Podcast-Folge dazu. Aber sonst sind wir jetzt gleich in einem ganz anderen Thema drin. Nur echte Anerkennung heißt eben: Ich bin stolz auf ein Kind, ich erkenne es an, ich sag dem Kind, egal wie alt es ist, dass ich es mag, unabhängig von irgendwas, unabhängig von irgendwas, was es gerade tut oder was es getan hat. Vielleicht auch genau dann, wenn du schon merkst, es hat eigentlich gerade das Gefühl, es hat alle enttäuscht, und das ist alles schief gegangen. Echte Anerkennung. Und jetzt gibt es da auch wieder zwei Ebenen. Die Anerkennung musst du natürlich einerseits kommunizieren, aber davor als allererstes musst du sie auch fühlen. Und Fühlen ist natürlich so eine Sache, die vielleicht dem einen oder anderen schon gar nicht so leicht fällt. Deswegen lass mich dazu eine ganz kurze Anleitung mal geben. Wenn ich merke, ich tue mir schwer, jemanden dafür anzuerkennen, dass er einfach ist, egal davon, was er tut, was er leistet und so weiter, dann bin ich zu sehr im Außen und nicht im Innen, in der Herzverbindung, in der Liebe. Und wenn du da wieder hinkommen willst, dann kannst du— gibt es eine Methode, wenn du dich da noch dran erinnern kannst, ich hoffe es, wenn du dabei warst, ist, du erinnerst dich an den Moment kurz nach der Geburt oder an dem Moment, wo du kurz nach der Geburt dein Kind das erste Mal gesehen hast, im Arm gehalten hast, gespürt hast, wie auch immer. Weil in dem Moment Sind wir manchmal ein bisschen erschöpft, aber gleichzeitig einfach nur glücklich und dankbar dafür, dass dieses kleine Wesen da ist. Und dieses Gefühl kannst du eigentlich dein Leben lang immer wieder benutzen und daraus dann dem Kind die Anerkennung geben. Und dann musst du auch gar nicht viel drüber reden, weil ganz viel davon einfach schon aus deiner Haltung kommt. Und die Worte ergeben sich dann meistens von selbst. Wenn du jetzt natürlich jemand bist, merkst du nur: Ich denke immer mal so was, aber ich sage es nie. Dann darfst du schon mal lernen, da auch mal kurz den Außenlautsprecher anzumachen, um die Gedanken auch auszudrücken. Wenn du was toll findest oder wenn du dein Kind gerade magst. Gleichzeitig ist es oft auch so ein einmal so kurz den Arm auf die Schulter legen, mal ein High Five geben. Vielleicht auch mal eine Umarmung anbieten, einfach mal so, einfach mal so. Man sieht sich irgendwo im Haus im Vorbeigehen oder sowas und einfach mal in den Arm nehmen. Oder auch mal so ein bisschen so einen witzigen Stupser mit der Schulter, je nachdem wie alt deine Kinder sind. Und sowas kann man ja etablieren, das kann man ja so ein bisschen anfangen, um einfach immer im Kontakt zu sein und zu sagen, Hey, ich sehe dich, weil die wichtigste Grundform der Anerkennung ist einfach schon: Ich sehe dich, ich nehme dich wahr. Und ich nehme dich wahr, auch wenn gerade nichts ist, wenn du gerade auf dem Sofa flachst und auf dein Handy glotzt. Ich nehme dich wahr. Du musst nicht was leisten, um von mir wahrgenommen zu werden. Du musst für meine Anerkennung nichtstun, du hast sie, vollkommen egal was ist. Erstmal im Innen, dann im Außen. Also erster Punkt: echte Anerkennung. Ja, ganz kurz jetzt noch zu Lob und Ermutigung, weil ich weiß, dass das sonst sowieso wieder tausende Fragen aufwirft. Also Definition ist: Lob hebt das Ergebnis raus und Ermutigung bestärkt den Prozess. Bestes Beispiel ist Bildermalen von einem Kleinkind. Kleinkind malt Bilder mit Wachsmalstift. Wir wissen alle, wie lustig diese Bilder aussehen. Und jetzt kommt ein Kind mit dem Bild und sagt: Schau mal, Papa, was ich gemalt habe. Und dann sagst du: Boah, tolles Bild! Ist die erste Reaktion und das ist gelobt. Ist in dem Fall nicht so cool, weil 5 Minuten später kommt das Kind mit einem Bild, ist schon nur noch halb so viel gemalt und sagt: Boah, Papa, guck mal, tolles Bild! Oh ja. Tolles Bild und so weiter und so fort. Irgendwann weißt du nicht mehr, was du sagen sollst. Am Ende sagst du noch, du bist aber ein großer Künstler, was natürlich Quatsch ist in dem Moment. Wenn du jetzt aber stattdessen sagst: Oh, du hattest aber Spaß am Malen, oder? Was ist denn da drauf? Was hast du denn da gemalt? Dann bestärkst du den Prozess und baust eine Verbindung auf, weil du lässt dir was drüber erzählen, anstatt einfach eine Bewertung abzugeben. Und das ist genau das. Und deswegen kann dann, kannst du auch sagen, keine Ahnung, jetzt älteres Kind lernt auf irgendeiner Schularbeit, lernt eine Woche lang Mathe und hat eine 4, und du sagst einfach nur, ich finde es geil, wie viel du gelernt hast, du hast voll Gas gegeben dafür. Das Kind, ja, ist aber scheiße, ich habe trotzdem eine 4. Sagst, ja, aber du hast, ich finde es einfach cool, dass du dich dafür reingekniet hast. Was dein Ziel nicht erreicht, das verstehe ich findest trotzdem cool, weil du hast einfach, du hast die Arbeit reingesetzt. Und es ist leider nicht immer so, dass die Arbeit das Ergebnis bringt, was man sich gerade wünscht. Wenn du Bock hast, könnte ich dich beim nächsten Mal unterstützen. So in der Art. Das ist Ermutigung. Und du merkst, jetzt kannst du ermutigen in dem Moment, weil egal ob das Kind eine 4 oder eine 1 hat, wenn das Kind eine 1 hat, kannst du sagen: Cool, du hast einfach, ich habe gesehen, wie viel du gelernt hast, wie viel du dafür getan hast. Und ist natürlich schön, dass du dafür jetzt eine 1 bekommen hast. Das kannst du dann schon sagen. Du darfst es schon mal auch rausheben. Nur Lob sollte nicht dein Hauptvokabular der positiven Bestätigung sein. Gut, das war dieser kleine Exkurs als Fußnote, einfach dass wir da jetzt keine Diskussion bekommen. So, der zweite wichtige Punkt, den kann man, über den habe ich auch schon öfter gesprochen, Präsenz nennen oder eben emotionaler Zugang, echte Nähe. Kinder wünschen sich, und je älter sie werden, umso mehr drücken sie das auch aus, zumindest vielleicht gegenüber Dritten, die wünschen sich, dass du für sie verfügbar bist auf einer emotionalen Ebene. Nicht nur im Sinne von, kannst du mich da und dahin fahren, kannst du mich da abholen und sowas, ne, nicht nur als Problemlöser. Und da wird natürlich für manche von uns Männern nicht so leicht, kann ich auch voll nachvollziehen, weil Probleme lösen wir am liebsten. Es gibt nichts Schöneres, wie wenn bei der LEGO-Eisenbahn was kaputt kaputt ist, dann sag, geh mal in die Werkstatt, oder wird das da repariert, oder bei der Holzeisenbahn eigentlich eher, kann man mehr reparieren, was auch immer, ja. Nur, und es ist auch cool, und das sollst du auch nicht aufhören, ja. Nur gleichzeitig ist es eben auch wichtig, auf einer emotionalen Ebene da zu sein. Und wie geht das? Das geht einerseits dadurch, indem du auch mal Einfach so Dinge sagst wie: Oh, ich merke gerade, du wirkst auf mich ein bisschen traurig oder ein bisschen enttäuscht oder niedergeschlagen. Kann es sein? Bock, sollen wir da mal drüber reden? Davor schon mal keine Angst zu haben, solche Angebote zu machen, und gleichzeitig auch dich selber emotional zu zeigen. Nicht jetzt emotional im Sinne von wütend werden oder so, sondern auch mal Auch mal, wenn deine Kinder schon ein bisschen älter sind, auch mal zu sagen, boah, heute war irgendwie XY, war halt einfach total frustrierend in der Arbeit oder was auch immer. Also, und jetzt ohne eine Misthaufen-Austauschbörse hier zu eröffnen zu Hause, aber einfach auch mal auch ein bisschen deine emotionale Situation nach außen zu legen, dass man so, dass da einfach eine Art der Kommunikation drüber entsteht. Jetzt gerade mit älteren Kindern, ja, ich sag so ab 14, 15 oder so, kann man durchaus auch auf so einer Ebene mal sprechen. Oder eben auch mal, wenn du merkst, Kind ist von irgendwas frustriert, sei das jetzt vom schlechten Ergebnis des eigenen Fußballspiels oder von Freund, Freundin hat Schluss gemacht oder sonst irgendwas, oder es ist irgendwas in der Schule oder was weiß ich, ja. Führerscheinprüfung durchgeflogen, whatsoever, ja. Und dann auch mal von, dann erzählt ruhig mal von dir, erzähl mal eine ähnliche Geschichte, wo dir was nicht geklappt, wo bei dir was nicht geklappt hat. Weil Kinder haben ganz lange dieses Ding, Väter schaffen so alles, kriegen so alles hin und so, ne, machst ihn da leicht. Und das, das erzeugt, also wenn du, wenn du bist, wenn du immer wieder mal Schwäche zeigst, also deine Schwäche, die du ja auch hast in bestimmten Dingen einfach, wenn du die mal wieder zeigst, ist es halt ein total guter gutes, guter Verbindungspunkt zwischen euch, ne. Also es geht um Nachfragen, Zuhören, und es geht eben um auch mal keine Lösung präsentieren, sondern erstmal nur zuhören, und wenn, dann höchstens fragen: Hättest du da von mir gerne einen Impuls dazu? Ja, ich habe das tatsächlich durch, dadurch gelernt Dass ich auch, was man auch im Coaching macht, so habe ich das auch gelernt, dass ich das mit den Kindern oftmals, dass ich sie eigentlich überfahre, weil ich sofort eine Lösung raushaue, anstatt erstmal nur zuzuhören und dann zu sagen: Okay, ich bedauere das, dass es dir so geht, oder es tut mir leid. Achtung, es tut mir leid nicht im Sinne von: Ich übernehme die Schuld dafür oder so, sondern einfach nur: Es tut mir halt leid, dass es so ist. Und dann sagen: Hättest du gerne Unterstützung von mir? Willst du gerne Impulse von mir? Und dann 50% der Zeit sagen die Kids nee und 50% der Zeit sagen sie ja. Manchmal sagen sie auch: Ja klar, gerne. Was meinst du, warum ich es dir erzähle? Ja gut, ich frage halt trotzdem, weil ich ja nicht einfach was überstülpen will, ungefragt. Und in dieser Achtsamkeit kommt man eben auf eine total coole Verbindung miteinander. So, dritter Punkt überschneidet sich bisschen mit dem zweiten Punkt, ist aber authentische Nähe. Also sei kein— ich habe eigentlich jetzt in den zweiten Punkt schon so ein bisschen reingewurschtelt, muss ich ehrlich sagen. Bin immer nicht so, nicht so hundertprozentig strukturiert bei sowas, sorry dafür. Also zeig dich in deiner Gesamtheit mit deinen eigenen Gefühlen, aber auch mit dem, wo du an deine Grenzen stößt, wo es für dich mal nicht gut geht, wo du mal nicht weiterkommst. Ja, wie gesagt, Du sollst keine Jammerkultur entwickeln, aber du sollst den Kindern zeigen, ja, ich bin ja auch nicht perfekt, weil niemand ist das. Wir wären das gerne, ja, ich weiß, nur wir sind es halt nicht, und es ist vollkommen cool so. Ich glaube, das ist der ganze Sinn dessen, dass wir auf der Erde sind und so unperfekt sind, weil uns das ja auch eine Menge Spaß bereitet, dieser Unperfektionismus, weil dadurch können wir viel lernen. Wenn wir schon perfekt wären, könnten wir nichts lernen. Was würden wir dann noch machen den ganzen Tag? Also durch so eine Ehrlichkeit und so ein, so ein Maskenablegen kannst du zu deinen Kindern und gerade zu deinen Söhnen eine sehr tiefe und langanhaltende, nachhaltige Beziehung aufbauen. In diesem Sinne, es waren die 3 Punkte, ne, echte Anerkennung, ich wiederhole es noch mal, echte Anerkennung, emotionaler Zugang und authentische Nähe. Das sind die 3 Punkte, die ich dir heute hier mal gerne mitgeben wollte in dieser Podcastfolge. Ich hoffe, dir hilft es was. Vielleicht machst du dir noch paar Notizen, kannst ja noch mal zurückspulen und dir für die Umsetzung da noch ein bisschen was aufschreiben. Gleichzeitig freue ich mich natürlich, wenn du mir dazu unter diesem Video, falls du jetzt zuschaust bei YouTube, einen Kommentar hinterlässt. Falls du den Podcast hörst in einer der Podcast-Plattformen, dann hinterlass uns doch gerne eine Bewertung. 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