Abenteuer Familienleben - so war´s bei uns - Podcast 107

In dieser Podcast‑Folge von Uli Bott (Gemeckerfrei‑Podcast) reflektieren die Gastgeber Bernd und Sprecher A über fast ein Vierteljahrhundert Familienleben. Sie erzählen zahlreiche persönliche Anekdoten, wie ihr Wohnzimmer zu einem kombinierten Wohn‑, Ess‑ und Spielzimmer wurde, in dem große Hängematten, Schaukeln und Seilbahnen für die Kinder installiert waren. Sie beschreiben, wie die Kinder Sofas zu Höhlen, Matratzen zu Rutschen und alltägliche Gegenstände (z. B. Schnur, Klemmen, Fingerfarben) zu kreativen Spielmaterialien machten. Ein zentrales Motiv ist das „Abenteuer‑Bett“, das sie über eBay erwarben, selbst ins Haus transportierten und als Piratenschiff‑Rutsche nutzten. Weiterhin berichten sie von einer großen Kiste voller weißer Bohnen, die als sensorisches Spielmaterial diente. Durchgehend betonen sie eine permissive, spiel‑ und erfahrungsorientierte Erziehung, bei der das Zuhause ein Wohlfühl‑ und Abenteuerort für alle Familienmitglieder ist. Sie ermutigen die Hörer, eigene Abenteuer zu teilen und geben implizite Tipps zu Ressourcennutzung, Nachhaltigkeit und dem Loslassen von Perfektionismus im Familienalltag.
Chapters
Ja, unser Wohnzimmer früher war ein Spielzimmer.
Also es war komplett in Kinderhand.
Der Ort, an dem wir als Familie leben, gehört nicht uns als Erwachsenen, sondern das ist quasi, das muss ein Wohlfühlort für uns alle sein. Hallo und herzlich willkommen hier beim Podcast. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für lustige und liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast, dass du dabei bist heute zu einer hoffentlich sehr unterhaltsamen und amüsanten Folge für dich. Zum Thema Abenteuer Familienleben.
Und wie du vielleicht weißt, heißt unser neuestes Buch so Abenteuer Familienleben. Und wir wollen aber heute in dieser Folge den Begriff Abenteuer mal anders verstehen oder anders drüber reden, als wir es im Buch verstanden haben. Weil im Buch geht es natürlich über das Familienleben, über den Umgang mit Kindern, über die Beziehung zu den Kindern, zueinander als Familie und so weiter. Also auf einer übertragenen Ebene. Und wir hatten aber die Idee, einfach mal über die Abenteuer zu sprechen, die wir so erlebt haben mit unseren Kindern oder unsere Kinder mit uns. Und dann ist uns erst mal ein bisschen was eingefallen und dann hattest du die coole Idee, unsere Kinder eigentlich zu fragen.
Genau. Und deshalb teilen wir mit euch heute einfach so den ein oder anderen Schwank aus unserer Zeit, also aus den letzten, lass mal rechnen, fast 24 Jahren Elternsein und Genau, holen da so ein Baden in Erinnerungen und nehmen dich mit rein, um dich vielleicht auch ein bisschen zu inspirieren, immer mal die coolen Aspekte aus, die schon zurückliegen, wieder hochzuholen, wieder groß zu machen, zu bemerken, und sich das quasi wie so ein, weißt du, wie so ein Fundament, wenn für schlechte Zeiten quasi zu zu bunkern, so ein Erfahrungsschatz, auf den man immer wieder zurückgreifen kann.
Womit wollen wir denn anfangen? Wir haben jetzt gar nichts überlegt. Also schon was überlegt, aber nicht in der Reihenfolge.
Also ich finde ja die Geschichte mit dem, was die Anja jetzt gerade auch noch geteilt hat mit dem Wohnzimmer, damit könnten wir ja gut anfangen. Ja, unser Wohnzimmer früher war ein Spielzimmer.
Ja, das war eigentlich komplett, also es war ein Wohn-Esszimmer, muss man dazu sagen.
Ja.
Aber das war komplett in Kinderhand. Komplett in Kinderhand, ja.
Genau, und ich hatte das schon als Kind so erlebt. Meine Eltern haben das mit unserem Wohnzimmer eine Zeit lang so gemacht, dass die ihr Wohnzimmer im ersten Stock hatten und im Erdgeschoss war Kinderspielzimmer. Und wir haben es dann kombiniert. Also bei uns war das Wohnen, Kinderspiel, Essen, Esszimmer, alles in einem. Und da hing unter anderem auch eine Hängematte.
Also eine richtig große Hängematte. So eine organische 2-Personen- oder 4-Personen-Hängematte. Also die hing auch so quer wie so eine Art Raumteiler eigentlich. War auch herausfordernd, bis die mal so befestigt war, dass das dann wirklich alles ausgehalten hat.
Genau.
Am Anfang ein paar Mal uns entgegengeflogen.
Oder zwischendurch, als die Kinder größer wurden. Genau, aber einfach so diese Möglichkeit zu schaukeln, quasi ins, in die Wohnung zu holen, ins Wohnzimmer zu holen. Und zum einen mit der Hängematte, da konnten, das hat sogar funktioniert, sich da mit einem Baby im Tragetuch reinzulegen. Das hat funktioniert mit 8 Kindern gleichzeitig und die dann da anzuschubsen und Wir hatten dann zum Beispiel mal, also da stand ein Regal mit den Spielen, die wir so hatten, und da war ein Spiel, das hieß Zickezacke, Zickezacke, ab mit dir nach Hühnerkacke hieß das.
Es hieß nur Zickezacke, Hühnerkacke.
So genau. Und ich habe einmal, als ich ein Kind da angeschaukelt habe in der Hängematte, ist mein Blick da auf dieses Spielregal gefallen und dann habe ich irgendwie das übertragen und habe dann, war Hängematte schaukeln, war dann immer Zickezacke, Zickezacke, ab mit dir nach Hühnerkacke. Und wir haben da Geschichten erzählt und haben dann so, und wieso kommst du denn jetzt wieder? Ich habe dich doch weggeschickt und alle Hühnerkacke und so.
Und zwischendrin musstest du aufpassen, dass das Kind nicht da rausfliegt vor lauter Lachen. Sie haben sich in die Hängematte gesetzt wie eine Schaukel quasi.
Ja, genau. Wir hatten aber auch immer noch mindestens eine Schaukel im Wohnzimmer hängen.
Ja, die hingen da.
Und da abwechselnd auch mal Ringe oder so zu hängen. Genau. Und da einfach, um einfach Bewegung im Haus auch zu ermöglichen und Spaß und Freude und dieses ganze Wissen, was Schaukeln im Gehirn bewirkt, was das einfach für eine Stimulation ist fürs ganze Nervensystem und wie das beruhigend wirkt. Und dann haben die, sind die da drin rumgeturnt und an die Decke geklettert. Und irgendwann war es die, war die Challenge dann, wenn man so fest angeschaukelt worden ist, dass man mit den Füßen an die Decke gekommen ist. Irgendwann hatte dann unsere Decke auch eine Macke.
Aber die Jungs miteinander, der eine den anderen angeschaukelt und dann voll mit den Füßen in die Holzdecke.
Genau, und da einfach so, also für uns war da immer so wichtig, und das ist was, was wir dir vielleicht mitgeben können, dass das, wo wir als, der Ort, an dem wir als Familie leben, ist nicht, gehört nicht uns als Erwachsenen, sondern das ist quasi, das muss ein Wohlfühlort für uns alle sein. Und dann zu sagen, okay, zwischenzeitlich haben wir dann Abendszeit, mit der Schneeschaufel oder mit dem Besen uns den Weg zum Sofa freigeschaufelt, dass wir dann da noch ein bisschen Platz hatten, um mal gemütlich auf dem Sofa zu sitzen. Oder wir hatten so eine Liegelandschaft, um da— Das ist dann gleich die nächste Geschichte. Genau, weil das, was unsere Kids nämlich auch sagen, was immer so cool war, war, dass unsere Sofas, egal welches wir gerade hatten, waren immer dafür verwendbar, Höhlen zu bauen.
Ja, genau. Höhlen bauen ist ja auch was, was Kinder, also das habe ich als Kind auch schon immer getan. Ich weiß, meine Eltern hatten auch so ein altes Sofa, das so Einlegepolster hatte, und da konnte man dann Häuser und Höhlen draus bauen und so. Und so ähnlich war das da ja auch. Dann haben wir damit mit Bettlaken und mit weiß Gott was.
Wir haben immer überlegt, mit welchen Hilfsmitteln können wir von wo nach wo, können wir Schnüre spannen, von wo können wir mit was für Klemmen irgendwelche Decken verstecken, festmachen. Dann haben die immer unsere ganzen Bettdecken aus dem ganzen Haus— wir haben so eine Zeit lang alle auf dem Erdgeschoss geschlafen. Dann haben die alle Bettdecken geholt und alle Laken geholt und haben dann da Höhlen gebaut. Lass mal gucken, ob wir noch ein Foto finden, dann posten wir mal noch eins bei Social Media oder so, ne. Aber dieses, dieses Bedürfnis nach Verstecken, dieses Bedürfnis nach sich zurückziehen, ziehen, dieses Bedürfnis nach Kreativsein, ne, das ist ja nicht nur so, dass wir das quasi zugelassen haben, sondern wir wollten ja, dass die das machen. Also wir fanden das total gut, wir haben die da einfach dabei unterstützt. Und wenn das dann halt bedeutet hat, dass wir halt uns abends irgendwie noch so ein Fleckchen auf dem Sofa gesucht haben, weil die Höhle halt unbedingt bis zum nächsten Tag bleiben musste, dann haben wir uns halt noch ein Fleckchen gesucht, ne. Oder eine Zeit lang hatten wir eine Matratze im Wohnzimmer liegen, die haben sie dann immer als Rutsche ans Sofa, ja, genau, die Matratze übers Sofa gelegt und die als Rutsche benutzt und so. Ja, was wenn, also was wenn du gar nicht viel Spielzeug brauchst, sondern was wenn es einfach nur Utensilien braucht, die verwendet werden dürfen, um die Spielthemen kleiner Kinder zu bedienen, ne? Und das ist eben Objektpermanenz, also Verstecken, das ist das Verbinden von Dingen, das ist Transportieren von Dingen, das sind Erste-als-ob-Spiele und eins fehlt jetzt noch.
Ich weiß es gerade nicht.
Ja, warte mal ganz kurz. Ja, ja, das ist, ich habe schon so lange nicht mehr drüber geredet. Verbinden von Dingen, Verstecken, Transportieren und Schwerkraft. Ja, genau. Als Obstspiele und Schwerkraft.
Schaukeln, Sachen runterwerfen, rutschen. Das ist ja alles Schwerkraft.
Genau. Genau.
Ja, so eine Art Seilbahnen haben sie auch mal wieder mal gebaut, dann mit diesen Schnüren. Das kann dann immer mal, wenn da irgendwas gespannt war, kam dann die Idee, man kann da was dranhängen und so weiter.
Ja, oder auch so, vielleicht, das kennt ja vielleicht auch jeder von euch, so die Idee, lass mal die Fensterscheiben schön anmalen mit Fingerfarben. Und aber was passiert, wenn du nicht nur eine Fingerfarbe zur Verfügung stellst? Und dann auch noch den kreativen Prozess von Kindern ermöglichst, dann hast du ganz schnell nicht irgendwelche bunten Blumen, also gelbe, rote, blaue Blumen, sondern dann hast du ein kackbraunes Fenster.
Alles übereinander und jeder hier und jetzt machen wir da und jetzt passiert dies und jetzt passiert jenes. Das ist dann so diese Schichtbilder.
Ja, Geschichten erzählen beim Malen, also beim Malen Geschichten erzählen. Und dann haben sie sich noch eine Trittleiter geholt und am Ende des Tages war dieses große Sommerfenster komplett braun. Man hat nichts mehr gesehen. Nichts. Gar nichts. Genau. Und was, wenn du all diese Prozesse nicht zucken musst, sondern das einfach freudig begleitest, weil es Ausdruck von Kreativität ist?
Und ja, da hilft es natürlich, wenn du jetzt kein 10.000 Designer-Sofa zu Hause stehen hast, sondern sagen kannst, okay, das ist vielleicht einfach gerade halt etwas, was jetzt in diese Phase für uns als Familie passt. Ja, das sind Möbel, die da reinpassen. Und dann, dass du da auch eine Gelassenheit hast. Und was, was ist so schlimm dran, wenn du dann sagst, okay, den Holzboden, wenn die Kinder dann, es gibt ein Alter, dann ist es gut und dann schleifst du den halt ab oder legst ein neues Laminat rein oder so. Das ist vielleicht alles. Also das ist es alles wert. Es ist alles wert.
So viel Fun.
Ja, so viel Spaß. Und eben genau das, weil ich meine, jetzt, wir hatten auch, finde ich, wahnsinnig viel Spielzeug und witzigerweise kam jetzt aber nichts. Es kam jetzt kein, von uns hat keiner gesagt, das tolle Lego. Also wir hatten tolles Lego und die haben viel damit gespielt. Aber das war jetzt nicht das, was jetzt als Feedback zum Thema Abenteuer kam, sondern da kamen eben genau diese Dinge, wo irgendwas Ja, weil es geht auch nichts darüber an Spielzeug, das eigentlich kein Spielzeug ist, ist das Attraktivste.
Ja, zum Beispiel Telefone für kleine Kinder, die dann womöglich auch im Planschbecken landen.
Wir hatten quasi die Schnurlostelefone zur damaligen Zeit, waren ja noch ziemliche Knochen. Und das war auch eins, das war eigentlich cool, das hat so Design. Von so einer Uhrmarke, sah ziemlich schön aus. Sah ziemlich cool aus und hat auch sehr gut funktioniert. Und irgendwie ist es im Garten gelandet.
Ja, die Anja hat damit gespielt, glaube ich. Und dann habe ich es gesucht und gesucht und gesucht. Und dann habe ich es schlussendlich im Planschbecken gefunden. Dann war es tot.
Ja, ist auch, wir haben es trocknen lassen, aber hat auch nicht mehr funktioniert. Irgendwie auch logisch.
Also, und all die Dinge kennt ihr garantiert. Wir wollen noch eine Geschichte erzählen. So aus dieser, aus der Sparte. Alles für die Kinder möglich machen. Was ich immer noch total cool finde, was ich damals aber noch ein Stück weit aus so einem Perfektionsdrang rausgemacht habe. Irgendwann kamen wir so auch an den Punkt, dass wir gedacht haben, so ein Abenteuerbett, vielleicht kennst du das auch, so ein Abenteuerbett für die Kids wäre irgendwie schon voll cool. Und dann, das war so zu Zeiten, da hat man viel bei eBay gemacht. Ich weiß gar nicht, ob man das heute noch macht. Also wir waren da halt immer mal bei eBay.
Ja, es gab auch diese Abenteuerbetten jetzt Nicht, das kam eigentlich erst so, dass es die schon fertig gab.
Ja, genau.
Muss man auch dazu sagen. Inzwischen kannst du das ja quasi mit so Konfiguratoren, Onlineshops, und dann baust du dir das da zusammen, wie du willst. Ja, und das war damals halt noch nicht. Da haben das halt manche so selber gebaut. Ich jetzt nicht, aber eben genau.
Dann habe ich ewig lang, habe ich so ein Abenteuerbett bei eBay gesucht und irgendwann habe ich eins gefunden und mein Papa hat uns dann sogar noch gesponsert, weil das wurde irgendwie halt, die Dinger sind echt zu Goldpreisen gehandelt worden. Ja, und dann war es aber so, dass ich das irgendwie, das war glaube ich 5 Stunden Fahrt entfernt, wo ich das gejagt habe sozusagen. Und dann ist der Bernd da mit unserem Auto hingefahren und hat es da abgeholt und der Aufbau und so, das war alles dann auf dem Dach. Das sah wirklich—
Wir mussten ja, der, der das verkauft hat, dem sein Sohn war halt dann 13 und dann wollte er das nicht mehr, wollte jetzt ein cooles Jugendzimmer haben und der Papa hatte das für seinen Sohn gebaut. Also das hast du auch so gemerkt, der hat echt auch ein Stück Herzblut mit dem Bett mitverkauft quasi. Und dann haben wir das bei ihm abgebaut. Wir mussten es auch über seinen Balkon bei uns runter und so, und dann, weil man manches nicht eben nicht zerlegen konnte, den Turm glaube ich mit der, mit der Leiter, mit der Treppe und so, was hat er fest verbaut gehabt. Und wenn man das zerlegt hätte, dann, dann hätte ich irgendwie da 3 Tage wieder zusammengebaut. Dann hatte ich das also das meiste irgendwie auf dem Dachträger angefangen.
Und dann haben wir das irgendwie bei uns ins Haus gehievt.
Über den Balkon hochgehievt. Mit Nachbarn und so weiter. Und dann da durch die Terrasse reingewurschtelt. Wir haben es irgendwie halt reingekriegt.
Irgendwie hat es funktioniert. Und dann war es irgendwann aufgebaut. Und dann denkst du ja bei so einem Abenteuerbett mit Rutsche und oben mit Steuerrad und Schiff und war auch noch so in Blau und so angestrichen. Denkst du, ja, da spielen die halt jetzt Piratenschiff und so was. Haben die auch gemacht. Aber die der größte Spaß tatsächlich war, von der Rutsche oben runterzuspringen auf den Boden. Und damit man sich da nicht wehtut, haben sie da wieder alle Decken aus dem ganzen Haus zusammengesucht, Matratzen, ähnliche Kissen, alles, was irgendwie lose und weich war, ist in diesem Kinderzimmer verbaut worden. Und dann sind die da oben runtergesegelt und es muss sich angefühlt haben wie Fliegen, weil das war wirklich Es war also wirklich nur, das Bett ging bis knapp unter die Decke und es war dann über, weiß nicht, 3, 4 Meter sind die dann nach vorne gesprungen.
Dann haben die natürlich an der Wand, also das ging natürlich, irgendwann kam natürlich eine Wand und da haben die natürlich dann auch irgendwas, irgendeinen Polster hochkant gestellt. Und als die dann das, die lernen das ja, die üben das ja ständig und mit der Zeit sind die halt dann schon voll gegen das, was da an der Wand war. Das hat im ganzen Haus, ich habe im Keller Musik und ich habe immer wieder so Brumms gehört. Meine Schüler solche Rocken. Mit manchen Schülern, die eigentlich ungefähr so gleich alt sind wie so Grundschüler, den bin ich dann mal hoch und habe das gezeigt, dann durften die auch mal springen. Das war mal zu erlebenswert.
Und das wertvollste Geschenk, um das vielleicht jetzt noch mal abschließend zu erzählen, weil wir es jetzt über Spielzeug und so auch hatten. Das wertvollste Geschenk, das wir jemals unseren Kindern besorgt haben, sozusagen, war eine Bütt, also eine Kiste. Mit, ich glaube, 50 oder 60 Kilo weißen Bohnen.
So viele waren das?
Das waren so viele.
Also trockene weiße Bohnen, nicht in Soße.
Aber das war wirklich, das war für diese ganzen, was ich eben schon erzählt habe, für die Spielthemen, für diese ganzen Sinneserfahrungen. Das hat der Jakob bekommen, als der zu Weihnachten, als der ein Jahr war. Oder eineinhalb war der dann da. Und dann große Plastikbox. Und dann ist der da drin gesessen und der da drin sitzen und dann konnte man das nur so als Sinneserfahrung, Sinnesbad, das über den Kopf rieseln. Und wir hatten er ungeschlagen. Wir hatten diese Bohnenkiste, bis wir 2019 da ausgezogen sind. Ja, und das war wirklich, also, ne, es war das coolste Geschenk.
Das hat sich aber ja auch, das hat sich auch als Erwachsener, wenn du einfach mit den Händen da reingefasst hast, total toll angefühlt.
Und dann haben die das benutzt für Kaufladen und für mit dem Bagger zu transportieren und für alles Mögliche. Und bis unter jeder Heizung und überall in jeder Ritze haben wir dann noch große dicke weiße Bohnen gefunden, als wir ausgezogen sind. Abgezogen sind.
Und die, die bis ausgekauft haben, Einheitskörper sind irgendwo drin gesteckt. Da passiert nichts dabei. Ist auch, falls du es nachmachen willst, gesundheitlich unbedenklich.
Wir haben extra mit der Notrufnummer telefoniert und uns beraten lassen. Ab 3 kleingekauten, geschluckten Bohnen wird es kritisch.
Kleingekaut, wenn du es nur schluckst, ist es halt wie Melonenkerne und das ganze Zeug, da passiert gar nichts.
Kommt wieder raus.
Ja, ja.
Aber also informiere dich. Selber. Wir sagen jetzt nicht, mach das nach, informier dich selber. Wir sagen, haben nur erzählt, dass etwas, was eigentlich gar nicht als Spielmaterial gedacht war, hat jahrelang jedem Spielzeug den Rang abgelaufen. Und für alle, die jetzt noch— den möchte ich jetzt noch kurz den Disclaimer machen für alle, die jetzt sagen, aber das sind doch Lebensmittel und damit spielt man nicht. Überleg dir mal, wie viel Rohstoffe gebraucht werden, um einen Legostein herzustellen. Und überleg dir, wie viel Rohstoff das ist, eine Bohnenpflanze wachsen zu lassen. Und für die Kids war das ja nicht, wir spielen mit Essen, weil die haben ja weiße Bohnen nicht gegessen, sondern das war halt einfach ein, wie Sand quasi.
Ja, und es ist in dem Sinne ja nichts anderes. Ich meine, es wächst.
Wir haben es über 10 Jahre benutzt. Gesetzt und dann noch weiter verschenkt.
Das waren auch Bio-Bohnen sogar, ja, also von dem her war es auch ganz schön wertvoll, alles zusammengerechnet dann, ja.
Und ja, genau, und jetzt freuen wir uns natürlich, wenn du Lust hast, unter dieser Folge bei YouTube oder in den sozialen Medien einfach mal dein größtes Abenteuer zu kommentieren, wo du sagst, ah, das war so cool, und da haben wir Dinge möglich gemacht, und da da erinnern wir uns noch so gerne dran, da geht uns so das Herz auf und das war so voll mit dem Herzen bei den Kindern.
Oder vielleicht auch was, wo du sagst, das mache ich jetzt, das mache ich jetzt auch, das ist eigentlich cool, oder ich lass jetzt auch mein Sofa zur Spielelandschaft werden.
Ja, wenn es das nicht eh schon ist. Weil jeder steht ja woanders und einfach, wir wollten dich einfach ein bisschen mitnehmen in unsere Vergangenheit, hoffen, dass dir das Freude gemacht hat. Hat. Und ja, wenn wir dich noch ein bisschen inspirieren konnten, bisschen entspannter, relaxter und lustiger, humorvoller zu sein und das Zusammenleben mit deinen Kindern bisschen zu genießen, dann bisschen mehr zu genießen, dann freuen wir uns natürlich von Herzen.
Alles Liebe, tschüss! Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns Freuen wir uns darauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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