Als Eltern streiten ohne dass Kinder leiden - Podcast 054

Uli Bott and Bernd discuss how parental conflict affects children and how to minimize the damage. Kids pick up on every tension between parents, leading to anxiety and guilt. Instead of hiding fights, they recommend honest, age-appropriate communication: tell your child you love them and you're staying their parents, don't blame them for the conflict, and work on your own emotional regulation to reduce arguing in the first place.
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Herzlich willkommen!
Hallo hier beim Gemeckerfrei-Podcast.
Genau, der Podcast für liebevolle Beziehungen in der Partnerschaft und der Familie.
Und wir sind Uli und Bernd und wir freuen uns, dich heute wieder hier begrüßen zu dürfen.
Genau. Und wir wollen heute mal über ein Thema sprechen, das uns selber ziemlich lange auch Kopfzerbrechen bereitet hat. Weil wie geht es eigentlich, wenn wir als Eltern einen Konflikt haben, vielleicht sogar streiten, es sogar mal laut wird? Und versteckt man das am besten vor den Kindern oder Irgendwie vor den Kindern zu streiten hat sich irgendwie auf jeden Fall auch nicht gut angefühlt. Da haben wir irgendwie in unserer Anfangszeit als Eltern, sind wir ziemlich im Dunkeln getappt, wie das eigentlich gehen kann und wollen deshalb einfach mal so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und dir ein bisschen was an die Hand geben, wie du vermeiden kannst oder zumindest reduzieren kannst, dass dein Kind leidet oder wie sehr dein Kind darunter leidet, wenn es zwischen euch Eltern angespannt ist, kriselt, wie auch immer.
Ja, weil ich glaube, das ist an sich jedem klar und ich weiß es von mir selber oder von uns und auch von anderen Eltern und auch von unseren Teilnehmern, dass man sich an sich immer schlecht fühlt, wenn irgend so was passiert ist. Voll. Noch dazu, wenn es eben die Kinder mitbekommen haben. Und dieses Wenn ist eben spannend, weil in Wahrheit bekommen es die Kinder mit, immer mit, egal ob sie dabei sind quasi, oder ob sie nur die, die das, was halt in der Luft liegt, mitbekommen. Aber das ist, davor kannst du ja nicht, das kannst du vor Kindern nicht verbergen.
Genau. Und das war zum Beispiel total spannend für uns, irgendwann festzustellen, dass unsere Tochter Da war die noch gar nicht besonders alt, da hat die das artikuliert schon, also irgendwie Grundschulalter oder so, ja, da hat die das artikuliert, dass es ihre größte Angst wäre, dass wir uns trennen könnten. Obwohl das, also das stand tatsächlich niemals zur Debatte. Und es war jetzt auch nicht so, dass wir uns viel gestritten hätten. Also das konnte man an einer Hand abzählen, wenn es mal wirklich irgendwie laut geworden ist und wir vor Überforderung irgendwie uns nicht mehr zu helfen wussten. Aber Trotzdem hat sich diese Anspannung bei ihr schon in einer Angst, zu einer Angst kanalisiert, sozusagen, dass wir uns trennen könnten. Genau, also da kannst du als Erstes mal mitnehmen, dass dein Kind kriegt es immer mit, egal ob ihr nur innerlich oder innere Anspannung habt, wenn es nur um so Themen geht wie, wer bringt jetzt den Müll runter, oder warum soll ich das schon wieder machen? Also dieses innere Gemecker, von dem wir ja auch immer wieder sprechen, ne. Das war das, was bei uns, was bei unserer Tochter zu diesen Explosionen geführt hat und auch zu der inneren Anspannung geführt hat. Und was es einfach viel besser gemacht hat, als wir das erkennen konnten und lösen konnten, ne. Ja, also das ist mal das Erste: Kinder sind super feinfühlig, sie bemerken jede Anspannung zwischen euch. Und die Kinder sind dann total verunsichert. Und das kennst du von dir auch. Du kommst in einen Raum. Ich kenne das auch von mir früher mit Bernd. Wenn der irgendwie innerlich angespannt war, was habe ich als Erstes gemacht?
Du hast es auf dich bezogen.
Genau. Ich bin davon ausgegangen, ich habe bestimmt irgendwas falsch gemacht.
Ja, und das machen Kinder auch. Das machen Kinder komplett und dauernd.
Genau, weil die ja, je kleiner sie sind, umso weniger getrennt erleben die sich von anderen Menschen. Das hast du garantiert schon bemerkt, wenn dein Kind mitweint, wenn jemand anfängt zu weinen oder mitlacht, wenn jemand anfängt zu lachen. Also Kinder sind da so mit dem All-Eins-Bewusstsein verbunden, sozusagen, dass die gar nicht ihre Körpergrenzen an der Stelle wahrnehmen können und das differenzieren können. Können und sagen können, das bin ich, das ist meine Mama, das ist mein Papa, sondern das Kind spürt Anspannung und sagt, oh, hier ist was falsch, hier ist irgendwie was, ah, mir geht's nicht gut. Und dann fragt sich im nächsten Schritt, was es selbst falsch gemacht hat.
Ja, weil es sucht ja einen Grund, ne? Genau, das Gefühl hat, es ist dafür verantwortlich oder ist dran schuld, dann muss es ja auch was rausfinden quasi.
Genau. Und was Kinder ganz oft machen, das hast du vielleicht als Kind selber auch gemacht. Wir nehmen als Kinder, nehmen wir sehr gerne eine Schuld auf uns, weil wir unsere Eltern vor Schmerzen bewahren wollen. Und deshalb haben wir zum Beispiel auch selbst Muster von unseren Eltern übernommen, mit denen wir uns selber das Leben schwer machen. Also wir haben Immer aus diesem Gedanken heraus, die Eltern schonen, schützen zu wollen oder denen was Gutes zu tun. Vielleicht auch, um was zurückzugeben für die Liebe, die man bekommt. Keine Ahnung. Ja, also da kann man jetzt, das ist noch mal eine extra Podcastfolge, wenn man da einsteigen wollen würde. Hier an der Stelle ist es erst mal nur wichtig zu sehen, okay, Kinder nehmen die Schuld auf sich. Und wollen ihre— weil sie ihre Eltern vor Schmerz bewahren wollen. Und dann kommt der nächste Punkt, weil das Kind hat ja dann auch das Gefühl, es müsste Partei ergreifen und müsste sich zwischen euch entscheiden. Auch wenn es erst mal gar nicht um Trennung geht.
Und also um Trennung im Sinne von, ein Mann trennt sich. Aber das ist ja, weil der Witz ist ja, was passiert. Und deswegen hat das Kind das Gefühl, sich entscheiden zu müssen, ist, dass ihr euch voneinander entfernt für den Moment. Und dann hat das Kind das Gefühl, es muss quasi in eine Richtung gehen. Weil es nicht mehr, weil ihr nicht mehr nah genug zusammen seid. Wenn ihr euch das vorstellt, das seid ihr so miteinander verbunden, dann seid ihr nicht mehr nah genug zusammen, dass es eben gleichzeitig geht, miteinander geht.
Ja, oder das Kind hat eben das Gefühl, es wird zwischen euch zerrissen, sozusagen. Und dann versucht es wieder von euch Päckchen abzunehmen, damit ihr wieder näher zueinander kommen könnt, sozusagen, um diese Spannung für das Kind, damit die Spannung sich auflösen kann. Und dann kommt das dazu, dass sie Angst haben, dass ihr euch trennen könntet. Das kriegen sie ja eben, also die allermeisten Kinder erleben das ja. Ja, die Anja hatte auch einen Klassenkameraden, da haben sich die Eltern getrennt, Freunde, da waren die Eltern getrennt. Also das ist ja die Lebensrealität unserer Kinder oder vieler Kinder, dass sie Trennungserfahrungen gemacht haben. Und in dem Moment, wenn du dir das so vorstellst, ne, Kind steht zwischen euch und hat das Gefühl, es muss sich total strecken, um bei, um euch beide erreichen zu können, und es hat schon fast das Gefühl, es zerreißt dabei, dann ist naheliegend, dass das Kind Sorge bekommt, dass ihr euch verlieren könntet, dass ihr euch zu weit auseinander entwickelt, dass ihr euch dann am Ende trennen könntet. Und das ist erstmal so die, die Ist-Situation, ne? Was passiert in Kindern, bei Kindern, wenn ihr innere Anspannung habt, bis hin zu Konflikten, oder Streits. Und deshalb jetzt als Nächstes haben wir so ein paar Punkte zusammengetragen. Was kannst du denn tun? Und ich glaube, ganz wichtig ist, dass du einfach total ehrlich bist, dass ihr offen und ehrlich seid, dass ihr— da geht es nicht darum, offen und ehrlich vor den Kindern zu streiten, weil das ist ja oft das, was man dann, was dann Menschen glauben zu sagen, okay, Kinder müssen ja mitkriegen, dass nicht alles immer Friede, Freude, Eierkuchen Eierkuchen ist. Nur wir übersehen dabei ganz leicht, dass das zu starke Emotionen sind, dass das für Kinder, die können das nicht halten, wenn ihr so schwach werdet. Also wenn es eine richtige Streitsituation wird, das überfordert Kinder, die sind einfach von eurer geballten Energie komplett überfordert. Deshalb offen und ehrlich sagen, was ist danach vielleicht, einfach zu sagen, du liebes Kind, je nachdem wie es gerade bei euch läuft, einfach zu sagen, liebes Kind, Papa und Papa, also Papa oder Mama und ich, also je nachdem wer du bist, ja, wir haben es gerade schwer miteinander, aber wir geben trotzdem unser Bestes. Oder du sagst so Sätze wie: Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben. Das ist das, was wir zu unseren Kindern immer gesagt haben. Du brauchst keine Angst zu haben, weil wir hatten zwar gerade Streit, aber wir vertragen uns gleich wieder. Kann sein, es dauert noch 10 Minuten, aber dann vertragen wir uns wieder.
Weil damit nimmst du den Kindern einfach diese Verunsicherung, weil die, die Wenn du— die Kinder nehmen ja wahr, was ist, und indem du es aussprichst, aber sagst, es wird gleich wieder gut, gibst du ihnen ja einen Weg an die Hand. Also du zeigst ihnen den Weg auf, den die ganze Situation gehen wird, und damit gibst du eben auch ihrer Wahrnehmung recht, weil das ist die Gefahr, wenn Wenn du das übertust oder nichts dazu sagst, dann werden die Kinder ja noch mehr verunsichert, weil sie eben gar nicht wissen, was ist denn los?
Also wenn du nur sagst, es ist gar nichts. Ja, es ist nichts. Es ist nichts. Dann lernen die Kinder von dir, dass sie ihrer Wahrnehmung und ihrer Intuition nicht vertrauen können, weil sie fühlen ja was anderes. Aber du sagst, alles ist gut, und dann sind sie maximal verwirrt. Deshalb schützt du sie überhaupt nicht, wenn du die Wahrheit vor den Kindern verheimlichst. Aber eben wie der Bär sagt, du gibst ihnen einen Weg an die Hand, wenn du sagst, gerade ist schwer, aber wir kriegen das hin. Oder vielleicht ist es so, dass du sagst, ja, auch wenn wir mal streiten, Heißt es trotzdem, dass wir uns lieben und da steht gar nichts im Weg, dass wir auf jeden Fall zusammenbleiben? Wenn das eure Realität ist, dann kannst du auch das sagen. Wichtig ist, dass du diese Sätze jetzt benutzt von denen, die wir dir anbieten, die für euch stimmig sind, die zu eurer Realität passen. Und vielleicht ist es dann eben auch folgender Satz, dass du sagst: Ja, ich weiß tatsächlich nicht, ob wir es als Paar schaffen. Aber wir bleiben für immer deine Eltern und wir lieben dich. Oder du sagst so was wie: Ich weiß, es ist gerade schwer, und es tut mir echt leid, dass du das erleben musst. Und dann gibt es noch einen Satz, der ist total wichtig, aus dem— der kommt aus der systemischen Arbeit, dass du einfach dein Kind wissen lässt: Wir werden das gemeinsam meistern, der Papa oder die Mama und ich. Und wir schaffen das. Du musst keine Verantwortung dafür übernehmen. Du darfst Kind sein.
Und das ist auch, wenn sich das so anhört, als könntest du das nicht zu, oder wo man sagt, okay, das Kind muss dazu eigentlich erst mal älter sein, dass das überhaupt versteht. Nein, das kann das Kind, versteht es auch. Wenn es es noch nicht versteht.
Genau.
Also weil wichtig ist dabei natürlich deine Haltung dahinter wirklich zu sagen: Okay, du darfst Kind sein, du brauchst dafür keine Verantwortung zu übernehmen. Wir als Eltern, Mama und Papa, Papa und Mama, ich und Mama, ich und Papa, wir schaffen das. Dass du da dem Kind die Last von den Schultern nimmst oder eben dafür sorgst, dass es sie vielleicht überhaupt erst gar nicht auf sich nimmt.
Genau. Und deshalb ist es, deshalb haben wir jetzt auch nicht nur einen Satz oder zwei Sätze gewählt, sondern wirklich zu sagen, nimm den oder, oder wähl selber einen eigenen. Lass dich nur von uns inspirieren, was für euch passt, dass ihr einen Satz wählt, der kongruent ist zu euch, wo du sagst, da kann ich wirklich meinem Kind Halt und Sicherheit vermitteln, wenn ich das sag. Na, zu sagen, okay, wir haben es gerade schwer miteinander, aber wir geben unser Bestes. Du kannst uns vertrauen. Wir hatten gerade Streit, aber wir vertragen uns gleich wieder. Ja, auch wenn es mal schwer ist, wir bleiben zusammen. Wir bleiben immer deine Eltern. Und auch bedauern, ja, zu sagen, es tut mir leid, dass wir es gerade nicht besser hinbekommen, dass du das miterleben muss, sozusagen. Weil ganz ehrlich, das haben wir, also beim Bernd und mir war das definitiv so, dass wir uns das anders vorgestellt haben. Also wir sind nicht Eltern geworden in der Idee zu sagen, komm, lass mal gucken, dass wir mal freitags streiten, damit unsere Kinder wissen, wie sich Streit anfühlt. Uns war wichtig, dass wir offen kommunizieren, weil wir aus unseren Erfahrungen heraus, ja, beim Bernd haben Bernds Eltern haben viel gestritten. Das hat eigentlich dazu geführt, dass du sehr lost warst, ne, also verloren warst in der Situation. Meine Eltern haben nicht gestritten, aber sich dann trotzdem irgendwann mal getrennt, weil zu wenig geredet. Also beides ist, also wir hatten so beide Extreme, die nicht so hilfreich waren oder nicht so erfolgreich waren. Und deshalb einfach zu sagen, okay, wir haben uns natürlich vorgestellt, dass wir unsere Themen mit Reden so lösen können, dass gar keine große Anspannung entsteht. Und heute können wir das auch. Aber das war halt einfach ein bisschen ein Weg, den wir dahin gegangen sind. Und da haben uns eben diese, diese Aspekte, die wir jetzt mit dir geteilt haben, auch super dabei geholfen. Und vielleicht helfen sie dir ja auch. Was wir abschließend noch mit dir teilen wollen, ist einfach noch mal so ein Gedanken, ob Kinder lernen müssen, dass Eltern streiten. Also ist es in deiner Lebensrealität vorgesehen, dass Streiten was ist, was üblicherweise zum Alltag dazugehört? Oder ist Streiten eigentlich sozusagen das Worst-Case-Szenario, das, was nur noch übrig bleibt, wenn wir uns gar nicht mehr anders zu helfen wissen? Weil wir sagen ja immer, wer meckert, hat vergessen, wie großartig er ist. Und wer stark meckert oder streitet, hat es halt besonders vergessen. Und das ist ja in vielen Situationen, oder eigentlich in allen Situationen, wo Streit entsteht, ist ja einfach mindestens einer der beiden beiden total in Not, und dann entsteht Streit. Das ist ja nichts, wo man sagt: Ach so, ja, also finden wir so schick, lass mal wirklich ein Thema wieder finden. Also setzt du dich am Wochenende mit deinem Partner hin, deiner Partnerin, und sagst: Lass uns mal ein Thema finden, wo wir so richtig nicht einer Meinung sind, damit wir uns mal wieder zoffen können? Macht doch keiner.
Nee, natürlich nicht.
Ja, also wir alle haben doch die Vorstellung, dass wir liebevoll und echt und gut miteinander auskommen. Und das hat nichts mit toxischer Positivität oder so was zu tun, sondern das ist, glaube ich, einfach in uns angelegt, weil ja auch Streiten und negative Emotionen tauschen unfassbar viel Energie kostet. Also Schau mal, wie anstrengend das ist, wenn du, wenn ihr Streit habt, wie, wie, ja, wie viel Energie das allein kostet. Und wir haben ein anderes Bild dafür entwickelt. Also es geht bei Gemeckerfrei immer überhaupt nicht darum, irgendwas unter den Teppich zu kehren, weil ganz ehrlich, wenn du was unter den Teppich kehrst, hast du irgendwann eine Riesenbeule im Teppich und dann fallen alle drüber. Also da muss man ja, das ist ja Da explodiert es ja irgendwann, kracht es ja da richtig zusammen. Darum geht es überhaupt nicht. Sondern was, wenn ein Streit eigentlich vergleichbar ist mit einem Unfall beim Autofahren? Das passiert mal. Aber niemand legt es darauf an. Und du würdest deinem Kind, wenn es Autofahren lernt, auch nicht sagen: Du, übrigens, das ist ganz normal, dass du regelmäßig Unfälle baust. Sondern wir würden unsere Kinder oder wir schicken unsere Kinder ins Fahrsicherheitstraining, damit sie möglichst jede Situation unbeschadet meistern können. Und je höher deine Beziehungskompetenz ist und desto besser könnt ihr als Eltern aufhören zu streiten, ohne irgendwas unter den Teppich zu kehren, ohne toxisch positiv zu sein, sondern in einer vollkommen lebendigen, echten Beziehung, wo alles da sein darf. Und wenn ihr diese Beziehungskompetenz erwerbt, ist es quasi das Fahrsicherheitstraining für eure Kinder, weil dann lebt ihr den Kindern vor, dass eine Beziehung ohne Streit wunderbar funktioniert und was Wunderbares ist und dass man keinen Streit braucht für Lebendigkeit.
Ganz im Gegenteil, wenn es lebendig genug ist, dann kommst du ja mit allen Themen schon viel früher gemeinsam in Berührung und in Austausch. Und dann kann an sich gar kein Streit in dem Sinne mehr entstehen.
Ja, das ist der so, so wichtige Aspekt, weil üblicherweise sagen wir, es wäre lebendig und echt, wenn wir miteinander streiten, dabei tragen wir ja erst ganz viel inneres Gemecker mit uns rum, bevor wir irgendwann eskalieren. Und dann kommt es zum Streit. Nur was, wenn du schon den ersten Moment, wo sich zwischen euch oder für dich nicht gut anfühlt, wenn du da einfach sagen kannst: Hör mal, hier fühle ich mich gerade Ich habe gerade das Gefühl, ich werde übergangen, oder ich bin gerade verzweifelt, oder ich weiß mir gerade nicht mehr weiter, oder ich brauche, dass du mich mal in den Arm nimmst, oder mir fehlt Kontakt, oder was auch immer. Und dadurch sind die Situationen so winzig, dass sie sofort, die sind da und weg. Genau. Und während du auf der Reise bist, selbst diese Beziehungskompetenz zu erwerben, kommt es vielleicht das ein oder andere Mal eben noch zu Streit oder Anspannung zwischen euch. Und damit deine Kinder da unbeschadet davon bleiben, nutzt doch gerne die Sätze, die Ansätze, die Tipps, die wir gerade hier mit dir geteilt haben, und macht's euch dadurch ein bisschen leichter. In diesem Sinne wünschen wir dir noch einen wundervollen Tag und alles Liebe.
Alles Liebe.
Tschüss.
Tschüss.
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