Conni lernt meckern - Podcast 149

Uli and Bernd Bott, founders of Gemeckerfrei, argue that the Conni children's books teach kids to be overly compliant, suppressing anger and rule-breaking. They say unadapted thinking, creative chaos, and the ability to say no are essential for resilience and creativity in an AI-driven future. Parents should celebrate their children's misbehavior as learning moments, not punish it.
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Ich bin ehrlich gesagt, ich bin ehrlich gesagt fast deshalb am meisten aufgeregt.
Wenn, dann hätte ich ja wirklich gerne eine Folge, wo sagt Conny schwänzt die Schule.
Ja, also. Hallo und herzlich willkommen hier zum Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. So schön, dass du eingeschaltet hast, dass du wieder da bist oder zum ersten Mal hier bist. Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, sind Spiegel-Bestseller-Autoren, begleiten viele, viele, viele Menschen auf dem Weg zu einem liebevollen Familienleben und haben heute eine Folge für dich dabei, die unsere Kids schon sehnsüchtig erwarten.
Genau, weil wir wollten unter die Kinderbuchautoren gehen.
Nein, und ehrlich Ich bin ehrlich gesagt fast deshalb am meisten aufgeregt, ob das, was wir jetzt gleich erzählen, unseren Kids gefällt.
Ach so, okay. Ich weiß gar nicht, ob die unseren Podcast hören.
Unsere Tochter hat gerade gesagt, nein, unsere Tochter hat gerade gesagt, sag mir, wenn es witzig geworden ist, dann höre ich es mir an.
Okay, also wir warten auf eure Feedbacks, ob es witzig geworden ist, und dann sagen wir unseren Kindern, sie sollen sich anhören.
Genau. Also, um was geht es in dieser Folge?
Darum, dass Conny meckern lernt.
Conny lernt meckern.
Es geht um Conny.
Genau. Bestimmt kennst du Conny, oder? Conny, die Kinderbuchreihe Conny. Und vielleicht kennst du auch diese Veräppelungen von Conny. Also Conny kifft.
Und der erste Joint.
Ja, genau. Irgendwie so was.
Und jedenfalls, Conny ist schwanger.
So, und wir sind vor ein paar, also eben schon ein bisschen länger her. Deshalb warten unsere Kinder schon sehnsüchtig. Sind wir mal über diese Veräppelungen von Conny gestolpert und darüber hat sich ein Gespräch entwickelt mit unseren Kids über Conny und was Conny in deren Leben angerichtet hat. Und dann haben wir gedacht, oh, das solltest du vielleicht wissen, damit du noch mal genau überlegen kannst, ob Conny wirklich so eine gute Wahl ist. In eurem Bücherregal, Hörspielregal, wie auch immer. Also ja, genau.
Und jetzt muss man ja dazu sagen, das ist ja, und haben wir jetzt ja hier schon gesagt, unsere Kinder haben das auch gelesen, gehört, weil das ist ja erst mal Kinder finden diese Geschichten ja toll.
Ja, und wenn du, also wir sind dem auch irgendwie, muss ich mal ganz ehrlich sagen, nicht so ausgekommen, weil das war irgendwie, dann bist du beim Kinderarzt im Wartezimmer und dann liegt da so ein Conny-Buch und dann sind die auch beim Kinderarzt, schlägt dann natürlich rum oder so.
Was auch immer. Und dann nimmst du ja in so einem Wartezimmer, nimmst ja freudig alles in die Hand. Ah cool, kann ich dir was vorlesen? Und während du es vorliest, denkst du dir viel, nee, damals, ich weiß nicht, doch, haben wir damals auch schon. Ach du, hm, ja, ich weiß jetzt gar nicht mehr. Also das ist ja, das Schwierige ist ja, die Sachen sind ja gut gemacht, auch die Hörspiele sind gut gemacht und so, das ist auch altersgerecht und so weiter. Unter dem Aspekt ist alles voll.
Nur, na, jetzt kann dir das halt passieren, dass dir dann so ein 19-jähriger Sohn oder so erzählt, dass er sich quasi seit 15 Jahren die Füße nicht mit Seife wäscht, weil Conny in der Dusche ausgerutscht ist und sich das Bein gebrochen hat. Oder war es in der Badewanne? Ich weiß nicht genau. Also jedenfalls, Conny ist beim Füße waschen ausgerutscht.
Oder sie ist bei— ich glaube, die hat einfach nur Seife auf die Rutsche gemacht und sich dabei das Bein gebrochen. Und dann hat er solche Sorgen gehabt, dass man auf Seife ausrutscht, dass er sich nicht mehr getraut hat, die Füße mit Seife zu waschen. Also er hat es dann schon immer wieder gemacht, wenn er sich irgendwo hinsetzen konnte oder in der Badewanne oder so, wo er eben sitzen konnte. Aber im Stehen hat er Sorge gehabt, dass wenn er die Füße einseift, dass er dann Flachstiefel hier macht.
Genau. Und also bis er 19 Jahre alt war. Also da kann man jetzt mal sagen, Conny war ziemlich erfolgreich.
Ja, also der Der Anker hat auf jeden Fall gesessen.
Genau. Und wir haben uns dann so gefragt und haben so gedacht, okay, also was ist, also einfach noch mal so zu reflektieren und sagen, was ist das eigentlich für ein Mist, wenn ich Kindern, wenn, wo muss ich überhaupt eigentlich achtsam sein? Was bringe ich Kids bei oder mit was konfrontiere ich die so? Und dann haben wir so weitergedacht, haben gedacht, irgendwie gibt es bei Conny nur Sachen, die irgendwie, also Conny ist immer angepasst.
Oder wird halt angepasst, wird angepasst auf die Sachen.
Ja, Conny feiert Weihnachten, Conny und das neue Baby, Conny hilft Mama.
So, musst du jetzt mal 3 Wochen lang lesen.
So, und dann haben wir uns so gefragt, warum gibt es eigentlich nicht Conny und der erste Wutanfall? Oder Conny isst Nudeln. Oder ist nur Nudeln.
Oder Conny und der Nein-Tag.
Ja, genau. Conny sagt nein. Also.
Oder andersrum. Warum gibt es eigentlich nicht Connys Mama wird gemeckerfrei?
Also halt so dieses, diese, wo wir, wie früh wir schon anfangen, Kinder in Schubladen zu pressen oder wie früh wir schon anfangen, Kindern normative Werte mitzugeben, Regeln, von denen wir glauben, die wären irgendwie gut.
Also ich hätte ja gerne, und jetzt wirklich, also ich meine, die mit dem Conny ist schwanger und so weiter, das ist, das ist ein, das ist lustig, ja, aber wenn, dann hätte ich ja wirklich gerne eine Folge, wo Conny schwänzt die Schule oder so.
Ja, weil das ist doch normal.
Ja, und es ist total wichtig, dass, dass Kinder und Jugendliche sich über Grenzen hinwegsetzen.
Absolut. Conny sagt nein, ja. Wie viele Kinder sagen nicht nein? Oder wie viele Kinder lernen, dass das schlecht ist, wenn sie Nein sagen. Und wenn sie dann jugendlich sind und irgendwie angegraben werden, können sie nicht Nein sagen. Ja, also so.
Oder wenn sie irgendwie gemobbt werden oder keine Ahnung, Drogen angeboten kriegen oder sonst irgendwas.
Wo setzen wir da schon? Und ich glaube, es wird nicht so eine lustige Folge, wie ich gerne wollte, dass es lustig wird. Ja, weil am Ende des Tages wollen wir dich ein bisschen wachrütteln, auch damit zu sagen, okay, was willst du eigentlich, dass deine Kinder wir für Werte vermittelt bekommen. Und schau dir gut an, welche Medien nutzt ihr dafür, um diese Werte zu vermitteln. Und jetzt eben auch noch mal zu sagen, okay, ich will eigentlich gar kein angepasstes Kind, weil das angepasste Kind ist zwar im ersten Moment halt schön pflegeleicht, in Anführungszeichen, aber es lernt halt die Dinge nicht, die es auch braucht, um später in seinem Leben bestehen zu können. Wir haben jetzt gerade in der Selbstliebe Toolbox wieder Frauen, die schreiben, dass sie sich zum ersten Mal trauen, ihre Meinung zu sagen, dass sie jetzt anfangen, für sich einzustehen, dass sie das erste Mal einen halben Tag ohne Kinder irgendwie in die Therme gehen. Also wo du einfach sagst, okay, wie viel— da ist so viel Angepasstsein und so viel Funktionieren müssen steckt in unseren Köpfen und Das tut uns doch nachhaltig nicht gut. Also diese Frauen sind in der Selbstliebe Toolbox, weil sie Selbstliebe lernen wollen. Können wir uns darauf einigen, dass deine Kinder keine Selbstliebe oder kein cooles Selbstbild entwickeln, wenn sie ständig mit so perfekten, angepassten, braven Mädchen konkurrieren müssen?
Ja, das ja dann, wenn dann mal was, wenn es mal was macht, was nicht so toll ist, dann ja total. Das sind ja immer, ist ja in diesen Stories immer drin, dass es dann so hingebogen wird, also dass Dass sie dann so, dann sagt die Mama, das darf man mal nicht und das muss man so. Die sagt das natürlich auch mal so ein bisschen überpädagogisch dann, aber dann lenkt ja Conny ein und lernt dann, wie das richtig geht. Und die Kinder lernen dadurch. Und das Gefährliche ist ja dabei, wenn du jetzt zum Beispiel Kindern so ein Buch vorliest oder wenn die ein Hörspiel hören, dann ist denen ihr Unterbewusstsein so was von offen. Da wären wir Erwachsene froh, wenn wir das einfach so aufmachen könnten und uns einfach mit einer Hypnose, die wir auflegen oder so, uns so die Wahrheiten reinpflanzen könnten, und dann ist es dann auch wieder zu, und dann ist es nämlich festgezurrt. Das ist das, was da, was, was bei, so, so sind Kinder noch, und, und das ist, das ist das, das Gefährliche daran.
Und deshalb hat es bei unserem Sohn funktioniert, dass der über 14, 15 Jahre lang Angst hatte, dass er auf Seife ausrutscht, weil das so ins Unterbewusstsein, das sind diese, diese tiefsitzenden Glaubenssätze, die, die du auflösen willst, wenn du neue neue Verhaltensweisen entwickeln möchtest. Und jetzt einfach mal zu sagen, können wir einfach die Welt mal ein bisschen bunter machen? Und da meinen wir bunt nicht, da, also wir sind jetzt nicht die, die sagen, es muss in jedem Kinderbuch eine Mama-Mama-Kind-Familie oder Multi-was-weiß-ich sein. Also das darf schon so da, also nicht, die dürfen auch vorkommen. Ich finde nur, es ist manchmal dann, dann Dann wird die Diversität so in die andere Richtung, springt es über, als würde angepasst sein oder nicht angepasst sein, sich nur an der Geschlechtsdefinition festmachen, was ja auch wieder totaler Unfug ist. Aber so dieses ganz normale Kindsein fehlt. Also jetzt mal blöd, der Michel aus Lönneberga, der von Astrid Lindgren, der hat halt einfach Der war halt einfach ein Kind, das halt Mist gebaut hat. Also positiv Mist, der halt einfach sich nix geschissen hat, sozusagen.
Und das ist ein bisschen das. Und jetzt sind wir die Letzten, die irgendwie die großen Loblieder auf früher loslassen. Nur dieser Bereich war natürlich früher, als Kinder noch wirklich nur bis mittags Schule hatten und dann irgendwie draußen gespielt haben. Noch leichter. Also jetzt bei mir war das auch so, dass das, was uns, wo es hieß, ja, da dürft ihr hin, wenn ihr draußen spielt, da dürft ihr nicht hin. Da gab es schon Sachen, wo eigentlich sockenklar war, da gehen die sowieso hin, auch wenn wir sagen, sie dürfen da nicht hin. Aber wenn wir sagen, sie dürfen dahin, dann machen sie ja noch eins weiter. Aber so war halt für uns, das haben wir natürlich, das schneidet man erst dann später, wenn man größer ist oder selber Kinder hat. Aber so war halt klar, So konnten wir halt da Grenzen überschreiten. Ja, da hat jetzt keiner ein großes Ding gemacht, wenn es mal aufgeflogen ist, sondern gesagt, wir wissen schon, dass ihr das nicht dürft oder so. Aber weil es ja schon so ein bisschen so eine Pufferzone gab, ne, das war so eingeplanter Regelbruch. Und der ist total wichtig, ja, dieses Unangepasstsein dürfen, weil auch was entdecken dürfen, weil erst da wird es ja oft spannend.
Absolut. Na, und ich glaube, das sind so zwei Dinge, die wir da, also du hast den einen Part mehr im Kopf und ich habe den anderen Part gerade im Kopf, und ich würde die gern quasi noch mal für die Zuhörer einfach noch mal kurz hervorheben, ne. Auf der einen Seite zu sagen, okay, wo kannst du dein Kind in der Form mehr Kind sein lassen, dass du den Regelbruch sozusagen erwartest, mit einplanst, und als was, also insgeheim als was Großartiges feierst, weil dann da passiert Folgendes, nämlich dass das Kind lernt, dass es eigene Entscheidungen trifft. Und das ist das, was viele Erwachsene nicht können. Das ist, das ist das, was wir jetzt in den Toolboxen mit euch auch trainieren, Entscheidungen zu treffen. Und das ist der eine Part, dass du mit diesen in deinen Alltag, euren Alltag nimmst und guckst, wo kannst du eigentlich den Regelbruch Wo kannst du den eigentlich feiern? Also wenn dein Kind mit der Taschenlampe im Bett noch irgendwie liest oder noch länger Hörspiel hört, als es eigentlich erlaubt ist, oder eben weiter weg geht, später nach Hause kommt, sich den Süßigkeitenschrank leer isst oder so irgendwas, da das einfach als, als was feiern, wo dein Kind sich nicht anpasst. Das ist der eine Part. Der andere Part, das war das, glaube ich, was dir wichtig war, und was mir wichtig war, war eben so dieses: Lass uns doch mal aufhören zu glauben, wie ein perfektes Kind, oder lass uns neu definieren, wie ein perfektes Kind aussieht. Weil, also ich meine, ist ja sowieso schon schwieriger, ob man jetzt von einem perfekten Kind verallgemeinert sprechen kann. Aber wenn man jetzt, ne, also eine Conny ist auf jeden Fall mal gar kein perfektes Kind, weil die ist halt zu angepasst. Also lass uns doch dieses ganz normale Kind sein, mit Wutanfällen, mit: Ich kann es nicht aushalten, wenn jetzt der Fernseher ausgemacht wird. Ich habe keinen Bock auf Hausaufgaben. Ich, nein, ich räume die Spülmaschine nicht aus. Nein, ich gehe jetzt nicht ins Bett. Nein, diesen Pulli ziehe ich nicht an, und die Zähne darfst du mir auch nicht putzen. Ja, das sind doch, das ist doch der normale Alltag den alle von uns irgendwann irgendwie kennen. Und ein Aspekt, warum wir davon nicht so gestresst waren, ist einfach, dass wir gar nicht erwartet haben, dass es anders ist. Weil nur weil das Kind schreit, ich lass mir keine Zähne putzen, musst du ja nicht darauf einsteigen und mit dem Kind rumschimpfen. Es findet, es gibt ja Wege, wie man es dann trotzdem lösen kann. Das ist ja das, was ihr bei Gemecker frei lernt. Aber erstmal ist es Ist ein Kind, hat ein Kind die ganze Bandbreite von: Ich fange an, die Welt zu erleben, und das bringt es mit. Und das ist normales Kindsein. Ja, und das kein, kein kreativer Mensch, also egal in welchem Bereich kreativ, da kannst du Steve Jobs nehmen, genauso wie was weiß ich, Paul McCartney oder also aus allen, allen Ja, aus allen. Ich wollte irgendwie halt Tech und Kunst und Musik, also aus allen Lebensbereichen, irgendwelche Autoren, was auch immer, ne. Also jeder, der kreativ ist, muss unangepasst sein, weil nur unangepasstes Denken ermöglicht Kreativität. Und wenn du nicht möchtest, dass dein Kind, wenn es erwachsen ist, einfach so eine Maschine ist ist, die halt Maschine im Sinne von, die einfach nur tut, was ihr gesagt wird, programmiert ist. Ja, genau. Ja, dann musst du diese Unangepasstheit fördern. Und gerade heute in Zeiten von künstlicher Intelligenz, wo diese programmierten Tätigkeiten oder programmierbaren Tätigkeiten immer mehr wegfallen. Wie sagt man das denn richtig? Ja, das stimmt.
Das ist schon, das ist ja, das wird Ganz vieles von dem, was heute noch Menschen machen, so im mittleren Bereich, fällt einfach weg.
Hast du noch ein paar Beispiele vielleicht?
Ja, im ganzen Rechtsbereich in den USA sind die halben, ist alles in den Anwaltskanzleien, von den unteren Angestellten bis zu den, also die unteren, die jetzt so Sekretärinnen, die sind noch da, weil das ist relativ kompliziert, aber in der Mitte, die ganzen Rechercheabteilungen dünnen immer weiter aus, macht komplett AI, brauchst du keine, brauchst du für simple Beurteilungen, für die Recherchen und so weiter, brauchst du schon keine Menschen mehr. Das macht dort schon komplett. Ja, und das sind ja Menschen in Deutschland, sind es ja Rechtsanwaltsgehilfen. Das ist jetzt eine gute Ausbildung eigentlich, wo du sagst, okay, das Kind hat Ausbildung gemacht, Rechtsanwaltsgehilfin, da hast du immer einen Job. Vergiss es, das wird in 10 Jahren nicht mehr da sein, wahrscheinlich. Da wird von jetzt sind noch 10 in der großen Kanzlei, dann ist noch eine, und die eine oder der eine muss die AI bedienen können. Die Jobs werden nicht von der AI weggenommen, sondern von Menschen, die mit AI umgehen können, und die müssen aber kreativ wieder sein, weil nur dann kannst du Ding dazu bringen, dass es tut, was es soll.
Ja, genau, weil das ist nämlich das. Ich weiß nicht, ob du selber jetzt schon mal mit, mit AI irgendwie gespielt hast, aber wenn man das anfängt, das Schwierige daran ist ja, dass diese, diese Maschine sozusagen dazu zu bringen, das zu tun, was du haben möchtest. Und dafür musst du kreativ sein, musst in der Lage sein, um die Ecke zu denken. Du musst in der Lage sein, Gedanken zu denken, die du üblicherweise nicht denken würdest. Und das ist unangepasstes Denken, neue Struktur.
Verstehen und lernen dafür.
Ja, voll.
Eine andere Art der Kommunikation ist auch anders, als jetzt in Google was zu tippen.
Ja, aber es ist zum Beispiel auch so, dass zum, um jetzt zum Beispiel Suchmaschinen gut zu füttern, um Informationen aus dem Web zu finden, musst du in der Lage sein, unangepasst zu denken, weil du musst Fragen stellen können. Das ist ja immer wieder, das kannst ja du so viel besser als ich, ich zum Beispiel. Du findest immer Ergebnisse und Antworten, die finde ich nicht. Und jetzt Achtung: Wer von uns beiden war als Kind angepasster? Dreimal darfst du raten. Das war eindeutig ich. Ich war angepasster. Ich habe mich— ich wäre— ich bin— müsste man meine Mama fragen. Aber also aus meiner persönlichen Wahrnehmung bin ich relativ nah an Conny drangekommen. Das mit Conny räumt auf, das hat nicht so gut funktioniert, aber der Rest war relativ, na also so, das und jetzt kannst du sagen, okay, ich habe es ja auch zu was gebracht, war vielleicht nicht so schlimm, aber es war echt Arbeit. Also ich würde, ich feier jeden Moment, in dem unsere Kids nicht angepasst sind. Ich feier jeden Moment, ich feier auch jedes Nein, auch wenn es, also wenn es mich anstrengen könnte.
Und das Ding ist, das fällt mir jetzt noch eine Sache nämlich ein, weil die Angst, die glaube ich viele haben, ist, dass wenn ein Kind unangepasst ist, dass es dann auch unverschämt wird oder respektlos wird und so. Das ist totaler Quatsch, das hat damit gar nichts zu tun. Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.
Ich würde sogar echt sagen, das ist im Gegenteil, weil wer unangepasst ist und zu seiner Meinung stehen kann, der kann doch auch die Meinung von anderen stehen lassen, weil für den doch, der hat doch gelernt, dass eine eigene Meinung zu haben nicht gefährlich ist.
Ja, und der kann sich, der respektiert sich ja selbst, und damit respektiert er andere auch wirklich. Nicht nur er lernt, der Angepasste respektiert auch die anderen Menschen, aber nur weil er es erlernt hat, weil es eine Regel ist, weil es ein, weil es im System gehört. Der andere respektiert Menschen einfach, weil er Weil Respekt für ihn eine Grundhaltung ist und ein Grundwert ist.
Also wenn dein Kind das nächste Mal mit dreckigen Schuhen ins Haus läuft, wenn dein Kind dich das nächste Mal Scheiß-Mama, Scheiß-Papa nennt, wenn dein Kind das nächste Mal sein Zimmer nicht aufräumt, wenn dein Kind das nächste Mal Theater beim Zähneputzen macht, wenn dein Kind das nächste Mal dein Gemüse, das du gekocht hast, verschmäht, dann feier das doch. Und wer Bock hat, schreibt an Conny und sagt, können wir mal Conny und der erste Wutanfall bekommen, bitte?
Oder Connys Mama lernt meditieren.
Ja, genau. Ja, auch eine Idee. Also einfach zu sagen, können wir mal wegkommen von diesem gleichgeschalteten, angepassten, unrealistischen Kindheitsideal? Und können wir mal anfangen, die Welt aufzumachen und all die Facetten mit reinzunehmen? Die zu Kindsein eben auch gehören. Und schreib uns, wenn du die Folge gehört hast, also witzig ist sie nicht geworden, ist mir schon klar, das brauchst du also nicht mehr schreiben, aber schreib uns gerne rein, wie sehr dich das entspannt, wenn du das feierst, dass dein Kind einen Wutanfall hat. Wie sehr dich das entspannt, wenn du das feierst, wenn ein Kind dein Gemüse nicht isst und so weiter.
Wenn es statt die Hausaufgaben zu machen, eine Riesen-Lego, sonst irgendwas baut oder Chaos erzeugt.
Also am Ende wird dein Alltag viel entspannter und dadurch schon viel gemeckerfreier, wenn du die Bewertung auf richtiges und falsches Verhalten veränderst. Aber probier es aus und gib uns ein Feedback, ob es für dich auch so ist. Danke fürs Zuhören.
Vielen Dank, bis zum nächsten Mal mit Conny, die motzt.
Genau, bis bald.
Tschüss! Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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