Darf ich das - Podcast 074

SPEAKER A and Bernd explore why many people, especially women, struggle to take breaks despite needing them. They trace this to inner drivers like perfectionism and people-pleasing, then offer practical solutions: outsourcing childcare, mini-retreats, and shifting from reactive to creative energy by asking what your body actually needs.
Chapters
Hallo. Hallo und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, in der Partnerschaft und zu dir selbst.
Schön, dass du da bist und uns zuhörst.
Genau. Heute zum Thema: Darf ich das? Darf ich das? Darf— wie geht das? Darf ich das? Es gibt es doch bei will ich, will ich das? Gibt es so was, man immer das unterschiedliche Wort betonen kann.
Will ich das? Will ich das? Will ich das?
Genau. Und jetzt eben statt wollen wollte ich da.
Darf ich das? Darf ich das? Darf ich das?
Genau. Und es geht um Erlaubnis. Ganz großes Thema. Auf jeden Fall für uns Frauen, manchmal auch für Männer. Auf jeden Fall kriegen wir es im Moment in all unseren Programmen mit von Frauen, die sich so schwer damit tun. Und ich habe auch letztens mal in unserer Facebook-Gruppe was dazu gefragt. Frauen, die sich so schwer damit tun, sich selbst gut zu tun, sich zu erlauben, sich Auszeiten zu nehmen, sich zu erlauben, sich Dinge zu gönnen, einfach nur weil sie das Gefühl haben, das täte ihnen jetzt gut. Und da kann ich mich mit meinem früheren Ich auch voll an meine eigene Nase packen, weil mir das total schwer gefallen ist. Also ich habe irgendwie jedes Geld ausgegeben für die Kinder, jede Zeit investiert für die Kinder oder eben dann auch Zeit und Geld investiert, wenn es irgendwie ein Ziel hatte, wie beruflich besser zu werden oder so. Aber einfach nur was zu tun, und wenn es nur ein Blumenstrauß kaufen ist, nur weil ich den jetzt schön fand, das war in meiner Welt lange Zeit einfach überhaupt nicht vorgesehen. Und genauso war eben auch nicht vorgesehen zu sagen, okay, ich bin erschöpft, Und ich brauche jetzt eine Pause. Ich will mir in irgendeiner Form guttun. Ich habe es dann anders gemacht. Ich habe dann Krankheit kreiert. Wenn ich so voll müde war, habe ich mir schon gedacht, eigentlich wäre doch mal wieder ein guter Zeitpunkt, krank zu werden. Und ich kann mich echt an ein paar Situationen wirklich erinnern, wo das einfach funktioniert hat, wo ich einfach den einen Tag gedacht habe, krank werden wäre jetzt nicht so schlecht. Und am nächsten Tag hatte ich tatsächlich Fieber oder Magen-Darm oder irgendwas.
Hoffentlich nicht zu schlimm.
Nö.
Gerade so, dass es gereicht hat, sich ins Bett zu legen.
Ja, um im Bett liegen bleiben zu dürfen. Genau. Ja, also darf ich das? Darf ich mir das erlauben, mir gut zu tun? Und darf ich mir erlauben, mir gut zu tun, bevor es schon zu spät ist? Genau.
Also bevor eine Krankheit kommt, ja?
Genau.
Bevor du eigentlich schon am Anschlag bist.
Genau. Und jetzt ist vielleicht, vielleicht der ein oder andere hier, der sagt: Ja, Blumen kaufe ich mir schon immer oder immer mal wieder ins Wellnesshotel fahre ich schon. Also das gibt bestimmt Menschen, die das an bestimmten Stellen schon für sich zu einem Normal gemacht haben. Und ich, wenn das so ist bei dir, dann will ich dich einfach gern einladen zu sagen: Okay, und an welchen Stellen ist es noch nicht mein Normal? Und die, die sagen, es ist noch überhaupt nicht mein Normal, einfach zu sagen: Okay, Mit was könnte ich denn mal anfangen? Und so glaube ich, dass wir alle, mich eingeschlossen, also ich lerne da bis heute noch dazu, die Dinge absichtslos zu tun, weil sie sich jetzt gerade gut anfühlen. Und da möchte ich dich einfach einladen zu sagen, okay, lass ich, lass mich mal auf die Folge ein, auch wenn ich das an der einen oder anderen Stelle mir das vielleicht schon ganz gut gelingt. Aber es gibt bestimmt noch Stellen, wo du es einfach ausbauen kannst, um einfach noch mehr in dein Strahlen, in deine Freude, in dein Glitzern zu kommen und noch energievoller dich in die Welt zu strahlen.
Ja, weil wir haben ja ganz viel Verpflichtungen gelernt oder Pflichtbewusstsein gelernt und dann geht es eben genau bei dem Erlauben ja ganz häufig darum, auch zu sagen, okay, ich nehme mir jetzt eine Auszeit, obwohl ja eigentlich vielleicht noch dies oder jenes zu tun wäre. Ich meine, es ist immer was zu tun, wenn du Kinder hast, wenn du einen Haushalt hast. Das ist ja nie zu Ende. Nur eben auch zu sagen, okay, die Auszeit ist jetzt wichtiger als—
Genau. Und Das ist was total Wichtiges, was du gesagt hast. Es ist nie zu Ende. Das hast du bestimmt auch schon das ein oder andere Mal bemerkt, dass egal wie sehr du dich abrackerst, du bist nie fertig.
Nicht so, dass das nicht mein Thema wäre.
Ja, also wir sind nie fertig mit irgendwas, beziehungsweise immer wenn wir, also muss man mal so sagen, solange wir von dem Muster getrieben sind, dass wir abzuliefern haben, dass wir Leistung erbringen müssen, dass wir erst alles abgearbeitet haben müssen, und dann, wenn wir diese Muster, diesen Perfektionismus, diesen inneren Antreiber von sich anstrengen, von gefällig sein, von schneller sein, von Perfektionismus, also wenn wir diese inneren Treiberverinnerlicht haben, und jeder von uns hat die auf die eine oder andere Art und Weise mal übernommen und abgekauft, dann triggern die uns so, dass wir immer noch Dinge finden. Du kennst es, du hast vielleicht die Küche super aufgeräumt und total da Zeit investiert, und dann machst eine Schublade auf und denkst, oh shit, da sind ja auch noch Krümel drin. Ja, und dann machst du da noch weiter, oder wenn du keine Zeit mehr hast, an der Stelle, hast halt das Gefühl, na ja, ist jetzt schon ganz gut, aber fertig bin ich ja noch lange nicht. Und so sind wir einfach, eigentlich die allermeisten von uns, im Hamsterrad gefangen von Dingen, die wir glauben tun zu müssen, um gut zu sein, um okay zu sein. Diese inneren Antreiber aus der Transaktionsanalyse, die werden beschrieben von Eric Berne, der hat das quasi gefunden, dass wir verinnerlicht haben: Ich bin okay, wenn ich entweder perfekt bin, oder ich bin okay, wenn ich gefällig bin. Das heißt, wenn ich alles, wenn ich so mache, dass alle anderen zufrieden sind. Oder ich bin okay, wenn ich stark bin, wenn ich also beweise, dass mir nichts zu viel ist. Ich bin okay, wenn ich mich beeile, wenn ich möglichst schnell bin. Also ich habe immer gedacht früher, mir geht die Zeit aus, ich muss schneller sein. Oder dann auch eben dieser letzte von den fünf Antreiber nicht bin, okay, wenn ich mich anstrenge. Also das, und das kenne ich auch total gut, dass ich abends ins Bett gefallen bin und mich gut gefühlt habe, weil ich wirklich noch nachts um, weiß ich nicht, um 10 irgendwelche Wände gestrichen habe oder irgend so ein Blödsinn gemacht habe. Also da haben wir ganz viele Antreiber verinnerlicht, die uns haben glauben lassen, dass wir, wenn wir die erfüllen, besonders anders geliebt werden würden. Und es ist einfach eine Lüge.
Ja, es stimmt einfach nicht.
Weil du bist einfach geliebt, einfach nur weil du bist. Sonst könnten wir kein neugeborenes Baby lieben, weil das leistet überhaupt nichts.
Es legt keine Wäsche zusammen, es räumt keine Küche auf, streicht keine Wände.
Es schreit sogar noch blöd rum.
Genau.
Also macht Arbeit. Und wird trotzdem geliebt. Und du warst ja auch mal dieses Baby, und du bist es immer noch. Du bist immer noch der Mensch, der einfach Liebe ist, der geliebt ist, weil er ist. Und wenn du anfängst, diesen Gedanken immer öfter zu denken, dann kann der ein Glaubenssatz werden. Und weil ein Glaubenssatz ist ein Gedanke, den du oft denkst, oder anders gesagt, ein Satz, den du selbst glaubst. Und ein Glaube ist eine nicht durch Fakten belegbare Überzeugung. Also kannst du einfach anfangen, den Satz, dass du geliebt bist, weil du bist, zu glauben. Und dass du nichts falsch machen kannst, nichts tun kannst, was dazu führt, dass du nicht mehr liebenswert bist. Und schon gar nicht bist du nicht liebenswert, wenn du dir Auszeiten gönnst und dir selber gut tust.
Ganz im Gegenteil, du wirst dadurch sogar eher wieder liebenswerter, weil du entspannter wirst und weil du nicht mehr die Menschen— also gerade in der Partnerschaft ist es ja auch so, dass man durch den Stress und durch das Am-Anschlag-Sein tendenziell den anderen eher wegschiebt. Ja, und wenn du da wieder dir Energie holst, wenn du da dir aus die Auszeiten nimmst, dann wirst du für den anderen wieder approachable. Also ich finde dafür immer kein deutsches Wort einziehend. Anziehend. Ja, genau.
Dankeschön. Anziehend. Und ja auch, also es ist ja auch voll schön, mal vermisst zu werden, sowohl von den Kindern als auch vom von dem Partner zum Beispiel. Und wir wollen dich einfach einladen, weil was wir einfach beobachten, ist, dass durch diese ganzen letzten Jahre mit Corona und Homeschooling und Homeoffice und all dem vielleicht auch wirtschaftlichen Stress oder Angst vor Krieg und was so in den letzten 3 Jahren alles so in der Welt passiert ist, mit uns passiert ist, dass das schon dazu beigetragen hat, dass ganz viele von uns einfach ein ganzes Stück erschöpfter sind, als sie vielleicht vor 5 Jahren noch waren. Und da wollen wir dich einfach einladen, dass du dir, dass du anfängst, das anzuerkennen, dass du anfängst, ja, auch dich in deinem Erschöpftsein wertzuschätzen und dir zu erlauben, dir gut zu tun und dafür zu sorgen, dass, dass du einfach wieder in deine Kraft kommst, dass du wieder, ja, dass du, dass du deine Lebensgeister wieder wächst, dass du wieder, ja, innerlich aktiviert wirst. Und eine Möglichkeit dazu ist eben zu sagen, okay, ich gönne mir eine Auszeit, ich gönne mir auch regelmäßig Auszeiten. Und das kann ja ganz Kann ja ganz unabhängig vom Budget sein. Ja, das kann ja, du kannst irgendwie in eine Jugendherberge fahren. Du kannst, also ich habe dann mal nur Freunde besucht zum Beispiel, weil das halt dann nichts gekostet hat zu übernachten und habe gesagt, darf ich zu euch kommen und einfach nur schlafen? Ja, und dann habe ich das gemacht.
Oder es gibt ja von jeder Kategorie Hotels oder wie weit du wegfährst oder nicht wegfährst oder ob du dir eine Ferienwohnung irgendwo Oder wenn alleine dein Partner mal alleine mit den Kindern zu den Großeltern fährt, wenn die vielleicht ein bisschen weiter weg sind, dass ihr da zum Beispiel übernachtet, dann einfach mal zu sagen: Okay, pass auf, er fährt mit den Kids übers Wochenende dahin und du hast einfach, liegst einfach in deinem eigenen Bett.
Genau. Einfach da zu gucken, was ist das, was würde uns allen da am besten tun? Wie kann es für uns, wie kann es für uns gelingen? Und Ich habe irgendwann für mich mal kreiert, dass ich gesagt habe, also weil ich ja erzählt habe, mir ist das früher auch schwergefallen. Ich hatte immer, ich habe mich für unentbehrlich gehalten und vielleicht kennt es auch jemand. Und jetzt will ich dir eine bittere Pille verabreichen. Du bist nicht unentbehrlich, du bist es einfach nicht. Also ja, also wenn du gerade noch stillst, okay, an der Stelle, aber dann eben auch zu sagen, können wir Das haben wir dann auch gemacht, dass wir zusammen weggefahren sind und der Bernd hat sich um die Kinder gekümmert und ich bin in der Sauna gelegen. Und wenn das Kind irgendwie Hunger hatte, dann hat er es mir halt gebracht. Oder wir haben uns auf dem Zimmer getroffen oder wie auch immer. Also auch diese Varianten gibt es. Und ja, finde dich mit der bitteren Wahrheit ab, dass du nicht unentbehrlich bist. Und sobald du das einmal geschluckt hast, sozusagen, ist es eine wahnsinnige Erleichterung.
Weil es dir die Freiheit gibt.
Genau, weil dein Partner kann mit den Kindern alles genauso gut wie du, außer eben stillen. Aber alles andere kann er genauso gut wie du. Und wenn du da aufhörst zu glauben, dass die Welt in Chaos oder deine Familie in Chaos versinkt, wenn du dich mal rausziehst, dann ist das einfach ein wahnsinniges Geschenk für deine Kinder, deinen Partner, weil die was miteinander erleben können, was sie nicht erleben können, wenn du dabei bist. Und weil es dir, wie der Bernd gerade schon gesagt hat, eben die Freiheit schenkt, dich auch wieder als Frau fühlen zu können. Und natürlich kommen da Ängste vorbei, ne. Also was fand ich das ätzend? Das erste Mal alleine in Hotel zu fahren und alleine am Tisch zu sitzen und dann eben so alleine zu essen. Ja, fand ich erstmal, oh, was denken die anderen? Ja, so fand ich irgendwie total schräg. Ich habe dann tatsächlich manchmal auch einfach gar nichts gegessen, weil ich nicht im Hotel alleine sitzen wollte, also abends oder so. Oder habe mir halt irgendwie im Supermarkt was gekauft, weil Room Service hätte ich mir an der Stelle auf gar keinen Fall erlaubt. Ja, so früher. Und aber das ist ja auch noch eine Option. Kannst auch einfach was aufs Zimmer bestellen, wenn du es nicht magst. Oder du gehst halt da drüber und sagst okay, ist meine Komfortzone, die erweitere ich jetzt mal und Ich mache das jetzt einfach und lerne das wieder, ich als Frau zu sein. Genau. Und was halt ganz oft passiert, was wir eben auch zurückgemeldet bekommen, was ich auch von mir kenne, ist, dann bist du quasi halt vielleicht im Wellnesshotel und ich bin dann losgefahren. Ich erinnere mich an einmal, da, da Da bin ich weggefahren, kurz nachdem ich, glaube ich, unser drittes Kind irgendwie abgestillt hatte. Oder war das dann damit so der letzte, der war das so der, das der letzte Schritt hinzu irgendwie so. Dann bin ich irgendwie, glaube, zwei Nächte in so ein Wellnesshotel gefahren und ich war echt bepackt mit Journal, mit Büchern, mit Hörbüchern, mit Podcasts, was ich alles irgendwie in diesen zwei Tagen, also ich wollte zwar mal Ich wollte zur Kosmetik, ich wollte in die Sauna, ich wollte ins Hammam, ich wollte, und zwar also so richtiger Freizeitstress, wo ich gedacht habe, all die Dinge, auf die ich jetzt quasi jahrelang, die ich jetzt jahrelang nicht, die zu kurz gekommen sind, die muss ich jetzt in diese 2 Tage packen.
Keine gute Idee.
Nein, und noch dazu war ich einfach so erschöpft an der Stelle. Ich war einfach, ich wollte einfach nur schlafen. Schlafen. Mir war das schon zu anstrengend, die ganze Zeit in die Sauna, aus der Sauna. Und ich habe wirklich dann einen Tag von diesen— ich glaube, es waren insgesamt dann 3 Tage, die ich weg war, so 2 Nächte, 3 Tage. Und ich habe bestimmt einen Tag davon nur im Bett verbracht und geschlafen. Und das hat ewig gedauert, bis ich mir das erlauben konnte. Also dass ich dann— ich habe— ich weiß, dass ich dann noch zurückgefahren bin und irgendwie das blöd fand. Ja, und anstatt einfach anzuerkennen, wenn der Körper einfach so erschöpft ist, wenn du einfach so ausgelaugt bist, dann ist da kein Input möglich. Es ist nicht möglich, was, das wäre wieder Yang-Energie, machen, machen, machen, machen, also männliche Energie. Und an der Stelle geht es einfach ganz oft um Yin-Energie, um einfach zu sein, um einfach gar nichts zu tun außer atmen und in die Luft starren und schlafen, wenn Luftstarren nicht mehr geht.
Ja, weil es eben, ich meine, Schlaf ist die essenzielle körperliche Energiequelle, die einfach notwendig ist und die halt mit kleinen Kindern speziell in der Phase zu spät, zu kurz kommt. Und das darfst du halt dann wieder aufholen. Das darfst du tatsächlich. Als Erstes ist es meistens genau das, was es braucht.
Genau, und das wollte ich. Danke. Jetzt hast du mir quasi den Cliffhanger wieder zurückgebracht, weil ich habe mir das nämlich dann irgendwann, habe ich mir die Erlaubnis darüber selbst gegeben, dass ich mir gesagt habe, okay, ich habe jetzt dann am Ende des Tages irgendwie 8 oder 9 Jahre meines Lebens gestillt, war irgendwie 4-mal schwanger und habe irgendwie in dieser Zeit ja so viel gegeben, ne. Und so, ne, und immer in den Jahren, in denen ich gestillt habe, habe ich sowieso nicht durchgeschlafen. Und also da sind so viele Jahre, haben sich da summiert, in denen ich quasi über mein, über meine Grenzen gegangen bin. Ich habe das total gerne gemacht, das ist überhaupt keine Frage, aber gleichzeitig eben zusagen, ich habe da, da habe ich eigentlich noch so viele Tage gegeben, da kann ich noch viele Tage nehmen.
Ja, auf jeden Fall. Wenn einem das hilft, sich das so aufzurechnen.
Ja, es gab einen Moment in meinem Leben, da hat mir das geholfen.
Und es ist einfach auch geil, wenn man sich von Anfang an einfach nur erlaubt, weil einfach, weil Punkt.
Und Und wenn es dann eben dazu führt, dass du sagst, ich jetzt ist nass, hat letztens eine geschrieben, mein Mann ist weggefahren mit den Kindern, ich hätte jetzt das ganze Wochenende Zeit und könnte tolle Dinge tun und ich komme nicht vom Sofa hoch. Ja, dann ist auf dem Sofa sitzen oder auf dem Sofa liegen jetzt genau das Richtige.
Guck, dass du die Nummer von deinem Lieferdienst für Essen noch in der Nähe hast.
Genau.
Und gut ist es. Ja, weil ja, das ist oft halt das Erste, einfach nichts zu tun.
Genau. Und es kann auch sein, dass das eine ganze Weile dauert. Es kann gut sein. Ich bin dann das erste Mal, nachdem ich da ins Wellnesshotel gefahren war und wieder zurückgekommen bin und gedacht habe, jetzt habe ich ja sogar noch einen ganzen Tag geschlafen. Jetzt habe ich also, jetzt muss ich Bärenkräfte haben, jetzt bin ich voll in meiner Kraft. Und es hat so 10 Minuten angedauert, dieses Gefühl. Weil wenn du halt einfach jahrelang lang dich über deine Grenzen gegangen bist, dann ist das halt nicht weg mit 3 Tage erholen. Genauso wie wenn du halt, das hatten wir letztens auch mit einer VIP-Kundin, wenn du halt 30 Jahre ein Muster bedient hast, dann ist das halt nicht nach einem Monat aus deinem System geschliffen. Also dann darf das halt auch mal Also Veränderung kann superschnell gehen und wir arbeiten mit vielen Methoden, die auch Veränderung sehr schnell möglich machen. Und gleichzeitig ist es halt so, dass Dinge, die du dir bis auf Zellebene antrainiert hast, die dürfen halt auch bis auf Zellebene wieder verändert werden, damit dann eben du frei bist von, von so einer alten Gewohnheit. Und wenn du eben jahrelang zu wenig geschlafen oder zu schlecht auf dich geguckt hast, weil es eben vielleicht nicht anders gehen oder du es dir doch nicht erlauben konntest, dann darf es halt auch ein bisschen dauern, bis du wieder in deiner Kraft bist. Das macht doch nichts.
Ja, es dauert nicht so lang. Der Vorteil ist, dass das Verändern, das bewusste Verändern natürlich viel schneller geht als diese 10, 20, 30 Jahre davor. Das ist das schon. Nur wir sind ja immer so ungeduldig, wir Menschen. Es gibt ja diesen Satz: Wir Wir überschätzen, was wir in kurzer Zeit schaffen können, und unterschätzen, was wir regelmäßig und über einen längeren Zeitraum schaffen können. Das ist das. Wir hätten ja dann eben gerne, jetzt habe ich einen Tag geschlafen, jetzt muss es eigentlich wieder gut sein.
Genau. Noch dazu, wenn wir das machen mit folgender Intention: Ich schlafe jetzt einen Tag, weil dann habe ich wieder Kraft.
Genau.
Sondern wichtig ist zu sagen, ich schlafe jetzt, ich schlafe jetzt einfach so lange, bis ich wieder Kraft habe. Und cool ist halt, je früher du damit anfängst, weil was für uns auch ein ganz wesentlicher Grundsatz ist, ist zu sagen: Take action instead of reaction. Also sei du Gestalter, Schöpferin deines Lebens, anstatt auf die Umstände zu reagieren. Und wenn du so lange wartest, bis du auf dem letzten Loch pfeifst und gar nicht mehr kannst oder vielleicht sogar schon krank wirst, dann kannst du nur noch reagieren. Wenn du einfach sagst: Körper, was brauchst du jetzt gerade? Körper, wie geht's dir gerade? Mensch, also, ne, ich selbst, was brauche ich jetzt gerade? Und dem folgst, dann übernimmst du die Führung, dann bist du die Schöpferin. Und ja, text action sozusagen. Ja, genau. Und das ist ein, ein so kleiner, aber so wahnsinnig effizienter und bedeutsamer Unterschied, ob du auf die Dinge in deinem Leben reagierst oder ob du sie erschaffst. Weil das der Unterschied ist zwischen Ermächtigung und Entmächtigung. Und du kannst dich nur ermächtigen, wenn du in deiner Kraft bist. Deshalb, wenn du gerade kraftlos bist, ist das wirklich der erste Schritt zu sagen: Ich komme wieder, ich hole mir meine Kraft zurück. Schau, und das ist auch schon wieder ein Schaff-, ein Erschaffungsmodus, Schöpfermodus. Ich hole mir meine Kraft zurück, nicht: Ja, ich bin so erschöpft, ich muss mal gucken, wie das wieder weggehen könnte. Das ist Reaction. Wenn die Kinder groß sind, wenn ich dann mal durchschlafe, wenn dies, wenn das. Das ist Reaction. Das ist nicht Schöpfermodus. Und wir wollen dich einfach einladen. Hol dir deinen Schöpfermodus zurück und tu dir gut. Darfst du das? Ja, von uns große, fette, dicke Erlaubnis. Du darfst.
Du darfst. Du darfst. Und du darfst das.
Genau. Und alles, was du gerade noch nicht für möglich hältst, kannst du einfach möglich machen, indem du dich einfach fragst: Wie kann es gehen? Na, ich habe das Gefühl, ich müsste mal 3 Tage, 5 Tage, eine Woche Auszeit von meiner Family haben. Anstatt zu sagen: Ja, aber das geht nicht, weil— dann bist du nämlich wieder im Reaktionsmodus— sagst du: Okay, wie kann es gehen? Wie kann es gehen? Wie kann ich das möglich machen? Und dann bist du im Schöpfungsmodus.
Und für alle Männer, die die Folge hören, vielleicht auch alleine hören, ihr seid die besten Supporter an der Stelle für das Frauen. Schickt sie weg, genießt es auch. Ich habe das echt immer auch genossen, diese Wochenenden oder diese Zeiten. Das ist einfach auch voll schön. Macht mit den Kindern da draußen ein cooles Erlebnis. Das auch nämlich damit, wenn dann die Kinder sagen, boah, und das war so und so, dann kann deine Partnerin sich auch leichter fallen lassen.
Voll. Und das macht also, es gibt einfach, jeder von uns, glaube ich, mag das auch mal, alleine für die Kids verantwortlich zu sein. Und wir Frauen haben das im Alltag üblicherweise öfter. In vielen Rollenkonstellationen zumindest. Und wenn also alle Männer, die ich da, die das, von denen ich mitbekommen habe, dass sie das erlebt haben, die lieben das, weil die sind ja auch gerne die verantwortlichen Väter. Und gleichzeitig, und denen gebe ich da jetzt auch noch mit, gilt es natürlich, alles, was wir jetzt gesagt haben, wo wir jetzt dich als Frau mehr angesprochen haben, gilt für Männer natürlich ganz genauso. Wir erleben halt, dass es besonders den, also dass es in der Mehrzahl den Frauen schwerer fällt, es Männern oftmals leichter fällt zu sagen, ich gehe jetzt mal Fahrrad fahren, ich gehe jetzt mal ins Fitnessstudio, ich gehe jetzt mal Musik machen, ich gehe jetzt mal Konsole spielen, ich gehe jetzt mal dies, ich gehe jetzt mal das. Von dem her haben wir jetzt die Folge mal vorrangig an dich als Frau ausgerichtet. Aber wenn du dich als Mann eben da ertappst, sagst du, so, das bin ich Auch? Na, dann hört sie einfach als Babykönigin gemacht und habt's wunderschön und viel Freude beim Erlauben. Tschüss!
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