Das bisschen Haushalt macht sich nicht von alleine - Podcast 083

Bernd and Speaker A discuss why household task divisions cause resentment in partnerships. Different upbringings create hidden expectations about chores. They suggest listing tasks you hate, assigning clear responsibilities, and using their relationship cards to talk it through.
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Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit sich selbst. Genau, heute haben wir wieder eine Beziehungsfolge für dich, und wir haben ja letzten Monat angefangen, dir unsere Beziehungskarten vorzustellen. Und heute gibt es die zweite Folge dazu, und wir wollen heute über eine Karte sprechen, die heißt: Das bisschen Haushalt macht sich eben nicht von alleine.
Wie gelingt es euch besser?
Genau, und wir wollen einfach die Folge nutzen, mal bisschen zu erzählen, wie wir beim Thema Haushalt ja, so alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt haben, die es so im Leben geben kann, und wollen dich ein bisschen inspirieren, wie du das, oder wie ihr das auch schaffen könnt, wie das bei euch gelingen kann, dass auch Haushalt— und ich mache sogar noch ein bisschen größer— alle Aufgaben, die so gemein für die Gemeinschaft, also für eure Familie, dass alle Aufgaben, die für euch als Familie bestehen, dass die eben aufgeteilt werden. Und ich würde jetzt hier mal die Kinder Betreuung, nicht immer so ein Anführungszeichen, aber ich, also das lassen wir an der Stelle mal außen vor, weil sonst wird es eine Jahrhundertfolge, also eine Ewigkeitsfolge.
Dazu gibt es ja auch eine eigene Karte dann in dem Kartenset, ne? Genau, deswegen ist es hier so, wir haben Haushalt und da sind halt so die Alltagsaufgaben eigentlich alle mit dabei, ja, gemeint, ja, also Garten, Reiseplanung, whatsoever, was man so alles macht, genau.
Und mir ist es total wichtig, dass wir das jetzt zum Anfang erstmal noch mal ein bisschen bisschen größer machen und vom Spülmaschine ausräumen, Wäsche waschen, Bad und Klo putzen, ein bisschen loslösen, weil das nämlich einer der Fehler war, die ich früher gemacht habe. Ich war immer voll penibel darauf bedacht, dass der Bernd jetzt bitte schön genauso viel im Haushalt tun soll wie ich, also im klassischen Haushalt, also eben genau diese Putz- und Koch- und Aufräumdienste. Und habe dabei vollkommen übersehen, welche Aufgaben du einfach übernommen hast und nie drüber geredet hast, dass du die übernimmst. Also sowas wie Rechnungen bezahlen, dich um Stromanbieter kümmern, um Autoversicherungen, irgendwie solche Geschichten. Ja, das waren immer Dinge, die, da war ich halt, das hat halt einfach funktioniert, und mein System hat erstmal kurz immer mal so gedacht, doch so, das geht ja von selber. Ja, und Genauso kann es nämlich sein, dass wenn du jetzt der Meinung bist, der andere, also wie du ja schon weißt, der, die, das andere ist mir vollkommen losgelöst, wie ihr in was für einer Konstellation jetzt zusammenlebt und wer von euch jetzt diese Folge hört, dreht es immer für dich entsprechend hin, ne. Und der andere kann zum Beispiel gar, das kann zum Beispiel sein, dass der andere gar nicht sieht, was du alles tust, weil ihr noch nie drüber gesprochen habt, was alles überhaupt die Aufgaben sind, die für euer Familienleben und fürs Funktionieren eures Lebens, eures Alltags überhaupt notwendig sind.
Ja, und das ist ebenso wichtig und dann auch so spannend, weil ihr dabei halt so viel auch auch hochbringt, was vielleicht auch jemand, sogar einer von euch, sogar gerne machen würde. Aber es macht halt immer der andere, weil es sich halt so ergeben hat. Weil das ja so entsteht ja das Leben zusammen. Die wenigsten haben vielleicht von Anfang an, von euch haben vielleicht von Anfang an begonnen, über jede Kleinigkeit da zu sprechen.
Ja, und es ist ja auch so ein, also es gibt, es ist ja auch so, so sehr individuell, was man für Aufgaben für notwendig auch hält. Also jetzt, was weiß ich, wenn du zum Beispiel jetzt das— da muss man es tatsächlich, glaube ich, mal umdrehen. Irgendwann habe ich dann angefangen und habe immer mal so Autoversicherungen verglichen und habe da irgendwie eine Menge Zeit reingesteckt. Und du hast dann irgendwann halt gesagt, meine Güte, also das lohnt sich ja im Leben nicht, wenn wir da jetzt 30 sparen, und dafür machst du jetzt da irgendwie 2 Tag nichts anderes als Versicherungen zu vergleichen. Ja, also das war noch vor Check24. Ja, genau. Also da einfach auch zu sehen, also welche Aufgabe macht denn eigentlich überhaupt Sinn? Oder ich habe mal Bauklötze gestaunt, als wir eine Putzfrau hatten, die angefangen hat, die Holzdecken abzuwaschen. Also das war überhaupt nicht in meiner Vorstellung, dass man Decken waschen könnte. Ja, und jetzt kann es sein, dass du im Haushalt zum Beispiel ständig irgendwelche Dinge siehst, die gemacht werden müssten, und dich aufregst, dass die niemand außer dir macht, dich überfordert damit fühlst und schlechte Laune entwickelst, nur weil der Standard überhaupt nicht geklärt ist, was eigentlich bei euch sozusagen zum Was ist das Grundlevel? Was macht man vielleicht einmal im Jahr und was macht man einfach überhaupt nicht?
Und was ja so spannend ist, ist, dass man kommt ja, also dieser Standard, den jeder von uns empfindet, der ist ja einfach so entstanden durch das, wie es halt zu Hause war und so. Und am Anfang hast du eigentlich gar nicht die Idee. Und vielleicht hast du als Zuhörer jetzt auch, merkst jetzt gerade, okay, ich hatte eigentlich noch nie die Idee, dass mein Standard nicht der Standard der Welt ist. Aber so, so denken, so war es bei uns ja auch. Jeder von uns hat gedacht, wir Das ist halt so. Und was weiß ich, man hat ja nur einen Teil immer auch mit. Man kriegt ja nicht alles mit, was die Eltern so machen. Das kriegt man nicht unbedingt jeder alles mit. Und dann ja, und dadurch, das ist natürlich ein super Konfliktpotenzial, ohne dass irgendeiner in Wahrheit irgendwas getan hat, weil einfach da zwei Welten aufeinandertreffen. Und es sind Welten, das sind unterschiedliche.
Also ich konnte zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehen, warum du nicht einmal im Jahr das Öl im Auto gewechselt hast.
Ganz von selber.
Von selber. Das ist bei uns halt dann in der Werkstatt gemacht worden, wenn wir das Auto zur Inspektion gebracht haben. Also jetzt ist das gemacht worden.
Ja, weil ich das halt immer so, genau.
Du hast das gekannt von zu Hause und ich habe halt immer gedacht, wann macht der denn jetzt mal diesen Ölwechsel?
Genau.
Macht der den denn nicht? Also hallo.
Ich habe es dann sogar einmal versucht, aber das ist wieder eine andere Story. Da hätte ich ja nach einem Tag auch in der Werkstatt gelandet.
Genau. Also da einfach zu sehen, was Oder auch so was, wenn ich an unseren Nachbarn denke, für den das halt total normal war, einmal die Woche sein Auto zu waschen und dann das irgendwie mit, ich weiß gar nicht, was für Mittelchen einzureiben. Ja, ich weiß gar nicht, was das ist, weil ich das einfach, also das habe ich halt von zu Hause nie mitgekriegt, weil wir hatten halt immer so alte Autos, da hätte jetzt auch Pflegen nichts mehr geholfen.
Und das war jetzt was zum Beispiel, was wir beide nicht, also unsere Autos sind halt so alle halbe Jahr mal so nach dem Winter sind wir mal in die Waschanlage gefahren, wenn man gemerkt hat, man macht sich schon vorbeigehen gar so dreckig. Das ist, da hat es gepasst, genau, das war, da war keiner von uns irgendwie, da hatten wir keinen Konflikt, genau, weil wir gleich drauf waren, weil wir die gleiche Einstellung hatten dazu.
Und es kann eben sein, dass es Themen gibt, da funktioniert es bei euch total simpel, weil ihr da von Haus aus ähnlich tickt. Also was weiß ich, zum Beispiel zu sagen, boah, abends, na, also das war zum Beispiel bei uns auch immer so ein Konfliktpotenzial eine Zeit lang, dass du gesagt hast, abends muss der Tisch abgeräumt sein und die die Spülmaschine an und die Küche sauber, damit du morgens irgendwie entspannt losstarten kannst. Und ich habe gesagt, ist doch scheißegal, ob ich das jetzt abends mache oder morgens mache. Ist irgendwie, also abends, weil dann war ich oft abends so müde, dass ich gedacht habe, das ist jetzt echt mir so viel zuwider, mich jetzt noch mal aufzuraffen. Dann bin ich nur wieder wach anschließend und so. Ja, also das einfach, wo man halt einfach sehen kann, wie unterschiedlich wie wir da strukturiert sind und da einfach eine Bereicherung drin zu sehen.
Einfach absolut.
Und da ist auch da den Humor auch. Ich glaube, das ist total.
Ja, total. Und da will ich gleich mal mit so, also alle diese Sachen, alle diese Ebenen haben überhaupt gar nichts damit zu tun, ob ihr zusammenpasst oder nicht. Das ist totaler Bullshit, sondern das ist, wenn ihr da irgendwo Konflikt habt, Fällt euch einfach nur gerade was auf, über das ihr halt noch nicht gesprochen habt oder wo ihr unterschiedliche Prägungen habt und das und darüber halt noch nicht gesprochen habt. Weil wenn man sich das, wenn ihr euch beide in ein Date zusammensetzt, in dem ihr gut drauf seid, in dem ihr ein bisschen lustig drauf seid, in dem ihr über euch selber lachen könnt und dann über diese Sachen redet, werdet ihr merken, dass das ja alles nur, das ist ja, dass es darüber Konflikte gibt, ist aus einem aus einem Higher State eigentlich nicht verständlich. Da kannst du auch dann nur drüber lachen, weil du sagst, es ist doch jetzt egal, ob die Decke gewaschen wird oder nicht. Also davon werde ich doch kein glücklicherer Mensch. Und wenn ich es halt für mich brauche, kann ich es ja einfach machen ab und zu und freuen.
Und kann ja auch, dann kann ich ja auch sagen, hör zu, ich brauche jetzt mal Zeit, kannst du mal dich um die Kinder kümmern, weil ich muss jetzt mal mein, also die Decke, also, ne, weil das, mir ging es dann auch so, nachdem die Putzfrau das erste Mal gemacht hat, habe ich dann immer die Fliegenkacke an der Decke gesehen, und dann habe ich dachte, oh Gott, also müssen wir jetzt noch mal, also irgendwie hatten wir dann keine Putzfrau mehr, die von selber auf die Idee kam und so. Also so, da dann habe ich überlegt, muss ich das jetzt selber machen oder so, keine Ahnung. Ja, also wenn das ein Bedürfnis ist, kann man das, also wenn einem das wichtig ist, wenn man sagt, damit fühle ich mich wohler, kann man das ja auch einfach machen, ne. Also zum Beispiel war das dann so, dass ich konnte ja dann abends noch den Tisch abräumen oder die Spülmaschine einräumen, weil ich wusste, ich mache den Ich tue dem Bernd damit einen Gefallen. Und wenn es halt an Tagen war, wo ich halt irgendwie gemerkt habe, es geht jetzt gerade einfach überhaupt nicht, weil ich vielleicht schon bei den Kids mit eingeschlafen war oder noch irgendwas für die Arbeit machen musste oder wie auch immer, dann habe ich es halt nicht gemacht. Und dann warst du halt damit auch entspannt oder hast es halt dann selber gemacht, ja, so dass da einfach kein Konfliktpotenzial— also wir haben nicht zugelassen, dass das Konfliktpotenzial in unsere Beziehung trägt. Also irgendwann am Anfang hatte das natürlich Konfliktpotenzial.
Ja, das ist ja, wir können das jetzt ja nur so teilen, weil wir es auch erlebt haben und halt da rausgekommen sind. Weil du darfst halt nicht, was ich früher gemacht habe, ich habe das dann oft, also auch bei nicht ausgesprochenen Sachen, habe ich das als fehlende Wertschätzung interpretiert.
Ja, fehlende Wertschätzung. Und ja auch als, also ich habe ja dann schon immer wieder auch so Sachen gedacht wie, jetzt könnte der Bernd doch das mal machen. Wieso macht denn der das jetzt nicht? Ja, also dass da so eine Erwartungshaltung entstanden ist und so ein Dadurch auch so ein, so ein unterschwelliger Groll. Und das ist ja diese Art von Anspannung, die einfach das Fundament einer Beziehung beschädigt.
Ja, absolut.
Und ich habe noch zudem, das habe ich jetzt die ganze Zeit überlegt oder gewartet, wo ich das anbringen kann, weil ich habe noch so ein gutes Beispiel dazu, dass du vorher gesagt hast, dass das ihr aus einem Higher State heraus einfach sofort merkt, dass das nicht beziehungsentscheidend ist. Also das, wie ihr Haushalt macht oder wie ihr die Aufgaben verteilt oder wer was gerne macht oder nicht gerne macht, dass das nichts damit zu tun hat, ob ihr als Paar zusammen halt glücklich alt werden könnt. Das kannst du— also der ist— da ist mir ein Vergleich dazu eingefallen, wenn jetzt der Bernd sagt, ich mag Türkis, und ich sage, boah, ich mag Pink, ja, dann ist es ja jetzt, und jetzt muss ich Türkis nicht mögen, damit ich dem Bernd das lassen kann, dass er Türkis mag. Also es ist jetzt ein bisschen komisch, weil Türkis magst du wirklich nicht, aber also ja, aber jetzt mal, nimm das einfach, mir ist es gerade nichts anderes gut, einfach die Farben, einfach, ne, bei Farben zu sagen, also, oder ob der Bernd jetzt lieber Nudeln oder Reis isst, genau. Also das ist mir doch irgendwie Jacke wie Hose. Ja, so, und das kann er machen, wie er will. Also, oder ob er lieber Kartoffeln mag oder Wodka mag. Und ich ja auch. Und das würde niemand von uns, würde auf die Idee kommen. Also zum Beispiel früher, als wir noch nicht vegetarisch gelebt haben, da, oder mal nicht vegetarisch gelebt haben, wir haben das ja immer wieder so gewechselt, aber als du Fleisch gegessen hast, zum Beispiel, hast du ja ganz gerne Fleisch gegessen, und ich mag einfach kein Fleisch, also eigentlich noch nie. Und da wärst du jetzt auch nicht auf die Idee gekommen, hättest gesagt, also du musst dich jetzt trennen, weil ich mag, weil ich kein Fleisch mag.
Das hast du, kann ich mir jetzt gar nicht mehr erinnern, aber ich habe ja sogar gesagt, du brauchst es, also ich habe das ja auch für mich selber gekocht dann oder so, oder halt gebraten oder was. Also das habe ich ja, wenn ich jetzt ja auch nie erwartet an der Stelle.
Ja, und gleichzeitig war es für mich überhaupt kein Problem, das zu machen. Ich mochte es halt.
Es gibt ja auch Vegetarier, die wollen es einfach gar nicht anfassen, und dann ist es ja auch okay.
Genau, aber das ist nichts, nichts Beziehungsentscheidendes. Also das ist kein all diese Themen, und da merkst du, und, und selbst diese Themen gleich mit eben diesen Haushaltsthemen, das ist nicht beziehungsentscheidend. Es geht nur darum zu sagen, wie finden wir einen Weg, wie wir damit umgehen können. Und dafür haben wir eben auf der Karte so ein paar Fragen gesammelt, und ein paar davon teilen jetzt mal mit dir. Also wo ihr einfach, wie ihr euch einfach zusammensetzen könnt und was euch leiten, wie ihr euch leiten lassen könnt, um da eine gute gemeinsame Ebene zu finden. Was wäre denn da so eine Frage?
Also ich finde, ich suche jetzt einfach random welche aus, ja, über die wir auch noch nicht so viel vielleicht jetzt gesprochen haben. Ich finde eine halt total cool, die ist einfach, wer kann welchen Job nicht leiden? Genau, weil da können wir, das ist auch so eine, mit der Frage kann man sich auch hinsetzen und jeder macht mal so eine Liste und dann guckt man mal, weil ganz oft wird man vielleicht finden, pass auf, das mache ich gerne, oder das ist mir auch egal, das kann ich machen, das ist jetzt, weil alleine wenn ich sage, boah, das ist also da, ja, und der andere sagt, naja, also mir ist halt scheißegal, ja, ich kann es machen, ich kann es lassen, also dann mache ich es halt, ja. Und so, das ist schon, das ist schon total geil, weil man, da kriegt man schon so Ekel-Aufgaben vielleicht los, ja.
Und diese Dinge, die einem so im Nacken sind, sitzen, wo man das Gefühl hat, boah, das müsste ich jetzt endlich mal machen. Also sowas wie Kühlschrank auswaschen vielleicht, ja, wo der andere sagt, boah, jetzt finde ich so widerlich, das mag ich einfach nicht machen. Und du sagst vielleicht, was ist jetzt da schon dabei, das habe ich doch in 10 Minuten erledigt, ja. Und dann könnt ihr das einfach, könnt ihr da die Verantwortung euch gegenseitig zuweisen. Das ist nämlich eine zweite Frage: Wer übernimmt für was die Verantwortung? Weil wir ganz oft oft eben dann, wenn es nicht ausgesprochen ist, dann denken wir mal, der andere könnte doch mal, und warum macht er denn nicht, sieht er jetzt nicht, dass das Gras schon wieder 3 mm gewachsen ist, ja, so, oder sieht die jetzt nicht, dass das Gras schon wieder 3 mm gewachsen ist, um es einfach mal geschlechtsneutral zu betrachten, oder kann die nicht sehen, dass ich jetzt schon wieder so und so viele Obstbäume geschnitten habe im Garten, oder weiß der überhaupt, ja, oder also was zum Beispiel bei uns auch so ein spannendes Thema war, ist, wenn ich irgendwelche Blümchen eingepflanzt habe, wo ich der Meinung war, ich mache es für uns voll schön.
Und du hast gedacht, das ist ja ihr Hobby, jetzt wirklich nichts, was irgendwie mir was bringt, außer dass man dann wieder gießen muss oder sonst was, was damit so alles passiert, keine Ahnung, wieder einpflanzen muss, weil die Kinder es wieder ausgegraben haben.
Und ich habe gedacht, ich habe jetzt quasi was auf unserer Familien Liste. Also ich habe quasi Guthaben angehäuft auf einer Wer-macht-was-Liste, auf einer imaginären Wer-macht-was-Liste. Und der Bert hat gedacht, ich habe ihm noch zusätzlich Arbeit beschert mit meinem Hobby.
Genau. Und ihr seht, wie viel Humor da drin steckt. Und das ist auch so was, das kam mir jetzt gerade bei dem mit dem Kühlschrank auswaschen. Weil wenn jetzt zum Beispiel ihr was findet, wo ihr sagt, da habt ihr beide keine Lust, dann habe ich da zwei Hacks dafür. Der eine ist natürlich, Vielleicht könnt ihr jemand ganz anders finden, der das für euch macht. Das ist also mein Lieblings-Hack an der Stelle. Aber der zweite, wenn das für euch gerade nicht vorstellbar ist oder so, ist dann macht zusammen, macht draus eine Party und belohnt euch danach dafür. Also sagt okay, pass auf, jetzt ist Samstag, die Kinder dürfen jetzt einen Film gucken, wir waschen zusammen den Kühlschrank aus, machen dazu entweder irgendeinen lustigen Comedian an oder halt Musik oder irgendwas, was uns da dings. Ja, wir reden entweder aus Spaß die ganze Zeit darüber, wie blöd das ist, oder wie auch immer. Und danach gehen wir alle miteinander Eis essen oder Kuchen essen oder wandern oder whatsoever. Ja, was euch halt belohnt, euch dann dafür quasi gemeinsam.
Und ich finde, jetzt ist eher Kühlschrank auswaschen vielleicht noch so ein Beispiel, wo du sagst, na ja, das ist zu zweit. Ja, aber also mir ist was anderes eingefallen, weil was ja in vielen Familien, zumindest so wie ich das bisher erlebt habe, so ein Thema ist, sind so Nicht-Erledigungen, gelegte Papierstapel, die sich auf irgendwelchen Esstischen oder irgendwelchen Kommoden oder in irgendwelchen Schubladen stapeln.
Ja, genau.
Wir hatten dann in unserem letzten Haus, hatten wir extra eine Kommode direkt gegenüber vom Esstisch mit vielen Schubladen, damit wir das wenigstens aus dem Sichtbereich verfrachten konnten.
Ich habe einen kleinen Stapel davon immer noch im Koffer jetzt mit dabei.
Dafür haben wir neulich ein Papier gehabt, um den Gecko zu retten.
Das war praktisch, das war eins aus dem Stapel, das hätte auch gleich da bleiben können.
Aber genau, also nur zurück zu, also zurück dazu, ne, also einfach zu sagen, okay, dann macht man halt sowas wie irgendwie Rechnungen sortieren oder abheften, Ablage machen oder so, macht ihr das halt genauso, wie der Bernd gerade beschrieben hat, ja, um einfach zu sagen, okay, was wir beide nicht gerne tun, da müssen wir halt irgendwie irgendwie einen Weg finden, wie wir damit umgehen können, ja. Und das findet ihr aber nur raus, wenn euch klar wird, dass ihr das beide nicht leiden könnt, ja. Und auch über Erwartungen zu sprechen, ne. Was hast du für Erwartungen an mich? Also ich hatte zum Beispiel dann manchmal total Stress früher, dass ich irgendwie dachte, du erwartest, dass ich irgendwie was Bestimmtes koche, zum Beispiel. Oder wenn ich, das dass wenn du mal über Nacht weg warst, weil du ein Gig hattest oder sowas, dass ich irgendwie mir den Stress gemacht habe und gedacht habe, es müsste irgendwie sauber sein, wenn du wieder kommst, oder irgendwie so. So, das hast du auch oft gehabt, dass du gedacht hast, putzen, bevor ich wieder komme, oder du musst, wenn ich weg bin mit den Kindern, also was besonders Gesundes kochen, ja, was irgendwie halt einfach totaler Blödsinn ist, weil du hast einfach ja sowieso dauernd gekocht und coole Sachen gekocht. Und aber dieses Gespenst von, wenn der Papa da ist, gibt's Pommes, ja, das geistert dir noch irgendwie so rum. Und da wolltest du immer dann extra dagegen und hast dich dann irgendwie noch mal gestresst. Also das waren schon mal die ersten zwei Fragen. Jetzt lass uns mal gucken, gibt es noch eine Frage, die wir, genau, die wir teilen können? Ich finde, die letzte teilen wir noch. Ups, jetzt geht der Bildschirm dunkel. Wie finden wir eine gute und für uns beide passende Balance zwischen Perfektionismus und Chaos, in der wir beide aufblühen.
Ja, das ist mega. Das kam mir schon vorher bei dem Rasenmäher-Beispiel, weil es gibt ja einfach unterschiedliche Typen Menschen und unterschiedliche Art und Weisen, wie man sich wohlfühlt und wie man seine Sachen erledigt kriegt. Die einen sagen einfach Samstagvormittag wird Rasen gemäht und die anderen sagen Rasen gemäht wird dann, wenn das Wetter schön ist, wenn ich gerade Lust habe und wenn der Rasen halt wieder so hoch ist. Dass man ihn mähen muss. Und es ist nichts. Das sind jetzt zwei Extreme, aber es ist ja nichts davon ist gut oder schlecht oder besser oder schlechter, sondern es ist einfach nur. Und das ist ja genau das, eure Mischung aus Chaos und Perfektionismus, aus Planung, aus Go with the Flow zu finden.
Ja, genau.
Auch eben durch gemeinsame Gespräche das rauszufinden und dann zu sagen, okay, so, so machen wir es, so funktioniert es für uns. Und das ist ja dann auch wieder nicht in Stein gemeißelt. Es ändert sich ja auch über die Zeit. So funktioniert es jetzt gerade, und wenn es anders ist, wenn es anders wird, machen wir es anders.
Und da einfach, ne, das ist dieses, diese, dieses Gespräch über diese Mischung aus Chaos und Perfektionismus ist auch wieder super dafür geeignet, um eben Prägungen und Glaubenssätze aufzudecken, was wie zu sein hat. Weil nichts hat irgendwie zu sein.
Immer wenn du an so einen Punkt kommst, das ist schon eine geile Einladung zu sagen, okay, Hey, das mache ich jetzt mal komplett anders, einfach nur um, um dieses, diesen Brainfuck, den man ja dadurch eigentlich hat, den dann wieder zu verändern und aufzubrechen.
Genau, wir wünschen dir, dass diese Folge dich dabei unterstützt, euch dabei unterstützt, vollkommen entspannt zu werden mit allen Themen, die ihr so als Paar, für euch als Familie zu, oder für euch als Paar ja auch nur, also der so zu lösen habt und wünschen dir, dass es dadurch leichter, cooler, lustiger wird. Und wenn du Lust hast auf mehr Inspiration und die anderen Fragen, die auf der Karte stehen, dann schau dir die Karten gerne mal an. Gibt es überall im Buchhandel. Und wenn du magst, dann mach sie doch zu eurem—
Macht das, holt euch das. Ja, wir machen das. Wir machen den Link in die Shownotes natürlich zu dem Kartenset. Und da könnt ihr dann zum Beispiel auch jeden Abend so eine Karte ziehen. Das haben wir schon von ein paar gehört, ja. Die sagen, wir machen dann abends mal eine, ziehen zwei und so.
Und da könnt ihr einmal die Woche, ja, wie ihr wollt, ja.
Und einfach miteinander weitergehen. Es gibt nichts Schöneres.
Absolut. Habt's schön, alles Liebe!
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









