Das größte Geschenk als Papa an deine Kids 201

Coach Bernd Bott explains why a father's full attention is the greatest gift he can give his children. He shows how phones, work stress, and distraction fuel family conflict, then offers concrete steps: put devices away, clear your head, and let your kids lead activities like Lego or bike rides. Consistent presence builds a calmer family and models what matters.
Chapters
Ja, Moment, ja, gleich, gleich. Oh ja, das ist schön. Ja, ich komme auch gleich, ich komme gleich, und dann bauen wir zusammen Lego. Aber noch einen Moment bitte. Ja, ich muss noch ganz schnell. Gleich, gleich. Ja, ich weiß, ich weiß, gleich. Ja, ich hab's gleich, bin gleich so weit. Kennst du auch, oder? Aber jetzt machen wir erstmal das Intro und dann erzähle ich dir, worum es heute in dieser Podcast-Folge geht. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen als Paar, in der Familie und mit dir selbst. Ich bin Bernd Bott und zusammen mit meiner Frau Uli haben wir vor 8 Jahren Gemeckerfrei gegründet. Und wir sind Coaches, wir sind Spiegel-Bestseller-Autoren, wir sind Eltern von 4 Kindern, Großeltern von einem Enkel, und vor allen Dingen haben wir mit der Gemeckerfrei-Methode schon ganz, ganz vielen Menschen, über 10.000 Menschen, dabei geholfen, sich ihren liebevollen und entspannten und schönsten Familienalltag zu erschaffen. Und vielleicht dürfen wir auch dir bald dabei helfen. So, heute eine Solofolge. Ich habe uns beide vorgestellt, obwohl ich nur alleine hier bin heute. Falls du unseren Podcast schon kennst, weißt weißt du, dass wir meistens zu zweit sind. Heute mache ich mal eine Folge solo. Wie du im Einstieg schon gesehen hast, das kennst du sicher auch, ne? Du bist mit den Kindern als Papa und hast dein Handy in der Hand, hast es dabei, ne? Dann ist irgendwas, ja, es ist irgendwas, es schreibt jemand, es ist irgendwas wichtig, oder es interessiert dich was, oder sonst irgendwas, was halt immer wieder so passiert, ja. Und Wir sind halt oft so beschäftigt, ist ja oft auch wichtig, keine Frage. Und dann vertrösten wir die Kinder, ja, dann vertrösten wir andere Menschen, wir vertrösten auch mal unseren Partner, wie auch immer, und sind einfach abgelenkt, sind einfach nicht da. Und wenn wir dann so beschäftigt sind, ja, so wie ich das gerade vorgespielt habe, ne, Kind will Lego spielen, Du hast gesagt: Ja klar, wir spielen Lego, aber ich muss noch schnell, da kommt noch diese E-Mail aus der Arbeit oder eine WhatsApp von der Feuerwehr oder vom Sportverein oder von was auch immer. Du musst noch diese eine Sache erledigen und diese eine Sache und diese eine Sache. Und du verdrückst die Kinder in dem Ding: Naja, die müssen ja schon wissen, das ist ja auch wichtig und so weiter und so fort. Und ganz oft geht es vielleicht auch gut, ja, gerade Erwachsene oder ältere Kinder gewöhnen sich auch schon dran bzw. machen es natürlich dann schon auch genauso. Nur was passiert ganz oft, gerade wenn du kleinere Kinder hast und alleine für sie mal zuständig bist, weil deine Partnerin nicht da ist? Was passiert, wenn du so abgelenkt bist, wenn du die ständig vertröstest? Naja, es gibt halt meistens irgendwie Trouble, ja, es gibt meistens irgendwie Ärger. Und ich möchte eine kleine Geschichte erzählen, und zwar aus dem Coaching, aus dem Coaching mit einem Vater, der zwei Söhne hat und die schon immer wieder mal das Thema haben, dass die Kids sich ordentlich zoffen, ja, ordentlich streiten. Auch so, da fliegt auch mal eine Faust, da gibt es auch mal einen Kratzer und sowas, die schubsen sich auch so, dass die haben Energie, die haben Energie. Und naja, wir haben mal, wir haben so gesprochen, ja, worum geht es denn, was ist denn so, was ist das Thema, was kann ich für dich tun? Und er erzählt vom Wochenende, seine Partnerin, seine Frau war eben nicht da übers Wochenende, die hatte er geschenkt, dass die sich mal ein paar Tage freinehmen kann. Und er war mit den Kids alleine, was er auch oft macht, wo, was jetzt nicht, das grundsätzlich kein Problem, grundsätzlich kein Thema. Und es war halt leider so, dass dann an dem Wochenende so einiges reingeploppt ist. Ja, seine hat ein eigenes Business, eine eigene Firma, und da war was schiefgelaufen, da musste er sich kümmern. Und dann gab es am Haus einiges zu erledigen, dann hat es zu Hause noch ausgesehen, weil die Kids natürlich ordentlich da rumgefegt hatten und so weiter und so fort. Und er hatte 1000 Sachen im Kopf. Dann glaube ich, wollten auch seine Eltern kommen irgendwie und so weiter. Und dann wollte er auch, dass da nicht so aussieht, dass da bisschen ordentlich ist. Na, du kennst das wahrscheinlich, wie das halt so ist. Und dann hat er auch noch seine Frau immer wieder getextet aus dem Wellnesshotel, hat gesagt, so, soll sie jetzt lieber in die Sauna gehen quasi oder lieber, oder lieber ins Dampfbad, so ungefähr. Ich sag's jetzt bisschen lustig. Ja, aber was dann auch noch dazu kam, dass quasi die, was von ihm wollte. Und er war halt ziemlich gestresst und er war halt in Gedanken immer irgendwo. Und jetzt kannst du dir wahrscheinlich vorstellen, was passiert ist. Es ist halt mit den Jungs halt so richtig geknallt, es ging so richtig der Trouble ab. Und er hat es dann auch irgendwie hingekriegt und so weiter. Und ich habe ihm einfach ein paar Fragen gestellt. Dann habe ich gesagt, ja, was war denn so? Also erstmal habe ich natürlich gefragt, wie war das Wochenende, wie war es denn du, wie hat es denn losgegangen? Hat er so erzählt, dass dies und jenes war. Dann habe ich gesagt, na ja, was glaubst du, warst du denn für deine Kids nicht? Und dann hat er kurz nachgedacht und hat gesagt, na ja, ich war für meine Jungs halt nicht präsent. Ich war nicht da, weil ich war irgendwo überall. Und noch dazu war das nicht— war nicht entspannt abgelenkt, was vielleicht noch ein bisschen besser funktioniert hätte, also was vielleicht nicht ganz so extrem dann zu so extremen Folgen geführt hätte. Weil wenn du angestrengt bist, wenn du gestresst bist, merken das die Kinder ja sowieso schon. Muss ja kurz mein Mikrofon anstecken, das hat nicht mehr so viel Akku, sehe ich gerade. So, wenn die Kinder— wenn du gestresst bist, wenn du angestrengt bist, das merken die Kinder sowieso schon. Und wenn du jetzt noch nicht präsent bist, dann wird es für die Kids super extrem, weil dann sind sie ja nicht nur— dann bist du ja nicht nur nicht präsent, sondern du bist auch noch nicht gut drauf. Das heißt, sie bemerken Anspannung, sie bemerken irgendwie eine negative Stimmung, und das in der Kombination ist ein ergibt ein Höllenfeuer, ganz leicht, sagen wir mal so. Das ist einfach eine ganz, ganz ungesunde Mischung. Jetzt ist die Frage, was kannst du tun? Ja, weil das ist natürlich das, das ist das, was mein, mein Coachee wissen wollte, und das ist, was du jetzt auch wissen willst. Ja, wenn du willst, dass deine Kids, dass das deine Kids bei dir sind, dass deine Kids dir folgen können, dass die auch entspannt sein können und dass sie nicht ständig was von dir brauchen, also sprich, dass nicht ständig Konflikte entstehen, irgendwas kaputt geht oder so was, dann kannst du dem ganz einfach erreichen, und zwar indem du eben lernst, präsent da zu sein. Indem du lernst für deine Kinder oder wenn du mit deinen Kindern bist, dass du da bist. Dass du dieses Ding hier einfach mal liegen lässt im Raum nebenan, in der Schublade, vielleicht auch nicht mitnimmst an den Spielplatz. Und wenn, dann nur ausgeschaltet. Falls du Sorge hast, du müsstest vielleicht einen Notarzt rufen können im Notfall oder so, ja, dann kannst du es ja mitnehmen, aber halt nicht— hol es nicht raus. Also, und es ist nicht nur das Handy, es ist natürlich vieles andere auch, was einen ablenkt. Es geht jetzt nicht nur das— der Vorteil am Handy ist, dass es was Äußerliches ist, mit dem kann ich was tun. Aber es geht ja auch um die, um das im Kopf, ja. Du hast am Donnerstag oder am Freitag vielleicht ein Team-Meeting und weißt, das ist— da gab es irgendwie einen Konflikt, der muss am Montag geklärt werden. Und das, dann denkst du da immer wieder drüber nach. Oder es ist sonst irgendein Problem. Wenn du ein eigenes Business hast, ja, hast du ständig könntest du ständig irgendwas im Kopf haben, ja, was du, worüber du nachdenkst, was du lösen musst, wo du gucken musst, wie machen wir das, wie kann das weitergehen, ne. Da gibt's finanzielle Sorgen, dann gibt's Sorgen mit Personal und so weiter und so fort. Das kann alles immer sein. Und da geht's darum, das auch geistig quasi wegzulegen, ja, um sich davon loszumachen. Weil nur dann kannst du präsent sein, wenn du nicht irgendwo anders bist. Und du sollst eben nicht woanders sein, sondern du sollst halt, wenn du mit deinen Kindern bist, oder das heißt, du sollst, empfehle ich dir, dass du mit deinen Kindern bist, weil die Präsenz, wenn du ihnen das schenkst, dann kannst du sie auch führen, und dann gibt es auch weniger Stress, und in der Folge hast du dann mehr Zeit. Und kommst vielleicht sogar dazu, die Dinge mal noch was zu erledigen, ums Haus rum oder sonst irgendwas, was du eigentlich erledigen möchtest. Aber nur dann, wenn du es dir nicht mehr vornimmst. Weil präsent mit den Kindern zu sein, heißt eben nicht, irgendwo anders zu sein im Kopf. Warum hilft es so viel? Warum tut es den Kindern so gut? Warum führt es dazu, dass du eine entspanntere Zeit hast mit deinen Kids und im Endeffekt der coole Papa bist, der du vielleicht gerne auch, oder der ich hoffe, dass du sein willst. Weil die Kinder brauchen deine Präsenz, die Kinder brauchen dich, und die Kinder wollen die Verbindung mit ihren Eltern. Und die Kids holen sich diese Verbindung auf die eine oder auf die andere Art. Wenn sie sie nicht so bekommen, weil wir nicht präsent sind, weil wir ständig am Handy sind, weil wir geistig ständig irgendwo anders sind, dann müssen sie irgendwas machen, was unsere Aufmerksamkeit holt. Und am präsentesten und am aufmerksamsten sind wir halt, wenn wir irgendwie sauer oder wütend werden. Und den Kindern ist es unterbewusst vollkommen egal, ob du da gerade positive Energie reingibst oder negative Energie, weil es ist beides Energie und es ist beides Verbindung. Und die allermeisten Menschen, und ich nehme mich da früher nicht aus, ich war genauso ganz, ganz, ganz, ganz doof, ist ein ganz, ganz doofes Ding, aber es machen eigentlich fast alle Menschen, außer die schon länger bei uns. Mitgereist sind. Weil was, was wir machen, ist, wir geben ihnen ganz, ganz viel Aufmerksamkeit. Immer dann, wenn irgendwas Blödes passiert ist, dann wenn sie sich gestritten haben, dann wenn was kaputt gegangen ist, was auch immer. Immer dann, wenn wir uns ärgern, weil damit kommen wir voll in die Präsenz. Wir sind voll in der Mitte und total da. Wenn du gerade in so einem Wutanfall steckst, ja, kommst ja nicht auf die Idee, jetzt das Handy rauszuholen, um mal zu gucken, ob dir dein Nachbar schon auf deine WhatsApp geantwortet hat, ob wir morgen Abend zusammen grillen oder so was. Kommst du nicht auf die Idee, weil du bist ja gerade stinkesauer und du bist halt voll bei der Sache. Und jetzt, um eben das— also Kinder tun das, die nehmen das in Kauf, dass sie diese negative Aufmerksamkeit und Zuneigung von dir bekommen. Um überhaupt irgendeine zu bekommen. Wie kannst du den Kreislauf durchbrechen? Du gibst ihnen einfach ungefragte, positive, hundertprozentige Präsenz. Ja, das heißt, du gehst hin, es ist Samstag, wir machen mal das Beispiel, es ist Samstag, deine Frau ist irgendwo weg auf einem Ausflug oder auch mal im Wellnesshotel man seiner Frau ja mal gönnen für ein paar Tage. Ist immer coole, coole Sache, ja, gerade wenn die Kinder noch klein sind. Und dann bist du einfach ab morgens, bist du da. Du bist da, du machst Frühstück, bist für die Kids da. Du hast nichts anderes zu tun. Du musst an diesem Wochenende, oder du musst an diesem Samstag, oder in dieser Zeit, die du dir vornimmst, dass du dir für die Kids präsent bist. Musst du nichts tun, außer mit den Kids zu sein. Und wenn es heißt, dass du mit ihnen Lego spielst, dann spielst du mit den Lego. Wenn Fußball spielst, dann spielst du Fußball. Wenn ihr Fahrradfahren geht, geht ihr Fahrradfahren. Wenn die Kids gerne was Playmobil spielen und du sollst zugucken, dann guckst du dabei zu und guckst zu und machst sonst nichts. Ganz oft ist es ja so, mit so Kindern, die noch sowas spielen wie Playmobil, Lego, so diese, diese diese Fantasiespiele machen. Da ist man als Erwachsener oft so ein bisschen außen vor, weil wenn man so versucht mitzuspielen, dann sagt man ja, dann mache ich das und so, dann ist es nein, das ist falsch, ist ja so weiter, ja, darf man sich nicht immer so einschränken. Manchmal, oder ganz oft, ist einfach so, dass einfach das nur dasitzen und Zugucken schon vollkommen ausreicht. Ein Riesengeschenk an die Kids. Für dich selber natürlich die Herausforderung, da zu sitzen und nichts zu tun, oder außer nur zuzugucken. Vielleicht auch mal einen Kommentar abzugeben, aber nicht zu viele Kommentare am besten, je nach Kind. Manche mögen das, aber viele Kinder mögen auch nicht so viele Kommentare. Und schenk ihnen deine Präsenz. Oder macht natürlich was zusammen, klar, wenn ihr einen Ausflug macht oder irgendwas, irgendeine Aktion macht, aber dann mach's für die Kids. Sag nicht, komm, wir graben jetzt ein Loch im Garten, weil du einen Teich anlegen willst. Und die Kids haben natürlich nach 3 Spatenstichen keinen Bock mehr, auf das Loch zu buddeln. Und dann darfst du halt auch nicht weitermachen müssen. Also wirklich, wenn du ihnen Präsenz schenken willst, dann lass in dem Fall die Kids führen. Mach mit ihnen mit. Guck, dass es ihnen entspricht. Und schenk ihnen einfach diese Zeit. Lagerfeuer machen, wenn ihr eine Feuerschale habt, oder besorgt eine. Sowas wie eine Feuerschale im Garten zu haben, ist grandios mit so Kindern. Wenn du nicht weißt, was wir gerade machen, dann hast du ein paar Würstchen in der Tiefkühltruhe und dann machst du Lagerfeuer und dann werden Stöcke geschnitzt und Würstchen drauf und fertig. Und schon ist wieder ein Abenteuer passiert. Ich glaube, dass solche Sachen, muss nicht immer das Riesentohu-Wabohu sein. Das sind so ganz simple Sachen oft. Sei präsent, sei für sie da, schenk ihnen deine Papa-Zeit, deine Energie, ja, indem du nicht abgelenkt bist von irgendwas. Und du wirst sehen, dass du es total genießen kannst, weil du wirst es total genießen, da sagst, oh krass, cool, ich habe einfach mal das Handy 2 Stunden nicht in die Hand genommen, ja. Ich habe 2 Stunden mal nicht an XY gedacht, sondern ich war einfach total da. Ich war total mit den Kindern und wir haben einfach nur eine schöne Zeit verbracht. Weil damit bist du deinen Kindern auch ein Vorbild, genau gegen dieses Ganze, diese ganze kurzlebige TikTok-Instagram-Welt, ja, die sich auf nichts mehr, wo sich keiner mehr auf irgendwas konzentrieren kann. Niemand ist in der Lage, überhaupt überhaupt mal präsent zu sein für eine Zeit lang. Und das kannst du deinen Kindern beibringen, das können die lernen von dir, wenn du dir eben einfach, indem du es ihnen vormachst, indem du dieses Vorbild bist, indem du immer wieder für sie da bist und dir genau diese Zeit nimmst. Das ist das größte Geschenk, das du ihnen geben kannst. Das größte Geschenk, das du ihnen geben kannst, ist ihnen immer wieder präsent deine Aufmerksamkeit und deine Zeit zu schenken. Ich hoffe, diese Podcastfolge hat dich ein bisschen inspiriert. Ich hoffe, du nimmst dir was mit, und ich würde mich sehr freuen, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist. In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe und danke fürs Zuschauen und Zuhören.
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









