Dein Partner macht nicht mit? - So geht gemeinsam Elternsein - Podcast 006

Uli und Bernd Bott zeigen, wie Partner ohne Kritik und Druck bei der Erziehung mitziehen. Vorleben funktioniert besser als Anweisungen, und Paare müssen nicht die gleiche Leidenschaft für Erziehungstheorien teilen. Offene Kommunikation und das Weglassen von Wertungen schaffen automatisches Lernen.
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Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch. Wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallo, herzlich willkommen.
So schön, dass du da bist, zum ersten Mal da bist, wieder da bist und uns zuhörst beim Gemeckerfrei-Podcast.
Du, Schatz. Ja, du, Schatz. Also ich muss dir was erzählen. Ich muss dir echt unbedingt was erzählen. Ich habe da dieses Buch gelesen, da sagen die, dass bedürfnisorientiertes Erziehen, also dass das vielleicht doch nicht immer so gut ist. Das musst du unbedingt auch mal lesen. Das ist total wichtig, weil ich glaube, das hilft uns gerade mit dem Sohnemann da gerade voll weiter. Das musst du also echt, das ist so spannend und ich habe es dir auch schon aufs Nachtkästchen gelegt und ich habe dir schon den einen Merker reingemacht und hast du das jetzt endlich schon mal gelesen? Und außerdem, ich habe dir doch gesagt, schau jetzt. Wie soll das denn mit uns zusammen funktionieren? Also ich meine, ich kann doch nicht mehr als dir das in Häppchen präsentieren und dann bist du schon wieder, dann sage ich es dir und dann haben wir wieder denselben Salat. Ich bin echt genervt.
Ich habe ja schon vor, das mal zu lesen, aber—
Kennst du das auch? Liebe Leserin, liebe Hörerin, lieber Hörer, kennt ihr das auch? Kennst du das auch? Du bist von irgendwas total begeistert, findest es total großartig, willst es mit dem anderen gerne teilen. Also gerade im Zusammenhang mit Familienleben, wie es mit den Kindern leichter geht. Du hast vielleicht ein spannendes Buch, einen tollen Blogartikel, Podcast, irgendwas, eine Facebook-Gruppe oder auf Instagram oder hast irgendwas gefunden. Irgendjemand hat dir was erzählt. Du hast dich angefangen damit zu beschäftigen, findest es großartig und es stößt halt nicht auf Gegenliebe.
Ja, so kann es gehen. Du merkst, wir haben eine Menge Spaß dabei, das nachzuspielen. Und gleichzeitig glaube ich, kann ich das so gut nachspielen, weil ich das in manchen Themen auch schon so erlebt habe.
Ja klar, haben wir das so erlebt.
Wir haben das ja genauso schon gemacht. Und genau, und jetzt wollen wir dich so ein bisschen mitnehmen, warum das eigentlich passiert. Was da genau passiert und vor allem, wie du es anders machen kannst. Und genau, und dich dann im Endeffekt so kaputt lachen kannst dabei, wie wir gerade, als wir versucht haben, das nachzuspielen.
Also wie kannst du deinen Partner, und jetzt in Familien- und Erziehungsdingen sind es einfach meistens die Frauen, die vorausgehen. Wie kannst du deinen Partner mitnehmen? Wie kannst du den ins Boot holen, dass er auch anfängt, ja, seine Perspektive zu verändern oder ja, den Weg mit dir mitgeht oder dich zumindest machen lässt.
Ja, und wie kannst du das auf eine Art und Weise machen, dass es nicht euch, dass du nicht streiten musst, dass du nichts verlangen musst, dass ihr keinen Druck und keine Spannung da untereinander aufbaut dadurch?
Weil das ist ja das Blödste, was passiert. Also ich erwarte, dass der Bernd ein Buch liest und der Bernd findet schon allein die Vorstellung, dass ich von ihm erwarte, er könnte dieses buch lesen, so zum Kotzen, dass er garantiert über Wochen an diesem Buch vorbeigeht und sich noch vielleicht denkt, extra nicht. Oder was ja auch ganz oft passiert, dass es dann Männer gibt, die lesen es schon mit, aber die ziehen halt andere Schlüsse daraus. Oder manches hast du ja auch gelesen und hast dann, dann haben wir uns, und trotzdem habe ich ganz anders drüber Habe ich ganz was anderes draus gemacht, als du es draus gemacht hast.
Ja, weil es ja jeder auch wieder anders versteht und auch anders verstehen will vielleicht dann immer mal, ne?
Ich glaube, es gibt schon auch so gesellschaftliche Meme, dass man einfach davon ausgeht, oder viele Paare, ich verallgemeinere jetzt, und wenn es bei dir anders ist, kannst du uns auch gerne dazu schreiben. Aber viele Paare funktionieren so, dass davon ausgegangen wird, dass die Mamas dass gerade mit den kleineren Kindern besser können als die Papas?
Oh, auf jeden Fall. Also ich weiß ja noch, wie es mir gegangen ist als Geburt unseres ersten Kindes. Also witzig, dass ich mich daran erinnern kann. Schon ganz schön lang her, aber wie unbeholfen ich mich in vielem gefühlt habe. Also vieles, was jetzt noch gar nichts mit dem, was man vielleicht unter und also so mit ganz so alltäglichen Sachen, ja, vom Windelwechseln bis zu was weiß ich. Ja, das ist ja.
Ja, ich glaube, ich war genauso unbeholfen und ich habe aber halt gleichzeitig, war für mich klar, dass das, also da, dass ich das irgendwie können kann, habe ich irgendwie nicht infrage gestellt. Und du hast es, glaube ich, mehr infrage gestellt. Und das ist, glaube ich, genau dieses gesellschaftliche Meme.
Ja, und ich meine, das ist Kannst du als Zuhörer jetzt so oder Zuhörerin jetzt gerade so empfinden bei dir oder nicht? Das ist an sich auch egal. Aber es gibt immer Bereiche, in denen wir diese Meme haben und in uns haben. Genau so dieses ganze Kinder begleiten oder nehmen wir das Wort, das wir eigentlich immer ungern benutzen, Kinder erziehen. Also dieses Thema, da gibt es halt auch eine ganze Menge Meme und da Ist halt die Frage, wer sich da kompetent fühlt und wen es auch interessiert.
Ja, voll.
Das Theoretische vielleicht. Also dieses ist ja nicht unbedingt theoretisch, aber wer halt auch Lust hat, sich damit zu beschäftigen, noch zusätzlich.
Ja, und ich, das ist auf das mit dem Interesse gehen wir ja gleich noch mal ein. Ich wollte gern noch zu dem Kompetentfühlen was sagen, weil das finde ich total wichtig, weil Das eine ist ja, ob du der Meinung bist, dass du es besser kannst, wenn du jetzt eine Zuhörerin bist als dein Partner. Ist ja der eine Standpunkt. Der andere Standpunkt kann ja auch sein, dass du gar nicht der Meinung bist, dass du es besser könntest. Aber er glaubt trotzdem, dass du es besser kannst. Also das geht ja aus verschiedenen Richtungen und das äußert sich ja in ganz vielen Dingen, wie zum Beispiel wer entscheidet Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln? Wer entscheidet, wann mit Beikost angefangen wird? Wer entscheidet, in welche Kita? Wer macht die Vorschläge? Wer wählt aus, was ein Kind bei welchem Wetter anzuziehen hat? Wer geht zum Kinderarzt? Wer entscheidet, was das Kind zu essen bekommt? Wer entscheidet über das Schlafensgeh-Ritual? Wer wählt die Zahncreme aus? Also das sind ja 100.000 Kleinigkeiten. Welcher Schnabelbecher, welcher Hochstuhl, welche Wippe, welches Laufrad etc. pp. Das sind 100.000 Kleinigkeiten, wo wo sich immer, wo immer und immer wieder auch sich abzeichnen kann, wer zu dem Thema sozusagen die Hosen anhat. Und wer da einfach eher sagt: Ja, wenn du meinst, dass das das Richtige ist, dann mach das mal so.
Ja, und das, was ich da jetzt gleich schon mal vorwegschicken will, bevor wir da noch eintauchen, ist, dass da dass man da komplett die Wertungen rausnehmen darf.
Voll.
Weil das ist an sich vollkommen. Und das ist das, was ja auch das Schöne ist an unserer Zeit heute, dass sich das ja immer mehr auflöst und viele Paare das ja schon sehr individuell verteilen. Diese Zuständigkeiten oder Kompetenzen.
Ja, und gleichzeitig haben wir schon, ja, und gleichzeitig haben wir schon auch immer noch Teilnehmer, also was heißt immer noch, aber wir haben auch viele Teilnehmer, bei denen ist es zum Beispiel ganz normal, wenn sie sie einen Tag lang von wegen der Arbeit oder sonst wie irgendwie weg ist, dann kocht sie Essen vor oder legt die Kleider raus oder hat schon den Sportbeutel gepackt für die Kinder. Also da, wo auch irgendwie so klar ist, da sind die Kompetenzen halt auf die Art und Weise verteilt. Und wichtig ist uns an der Stelle, oder wozu wir euch einladen wollen, ist einfach, dass ihr da das mal reflektiert für euch, dass du für dich mal feststellst, wie ist denn das eigentlich bei uns? Wie machen wir das denn eigentlich? Wo, was? Wo erwarte ich vielleicht auch von meinem Partner ein Interesse für ein Thema, wo ich eigentlich entscheiden will? Also wo will ich eigentlich von ihm nur, dass er sagt, ja, macht es mal so? Und wo will ich eigentlich, dass er wirklich seine Meinung äußert? Weil wenn ich ganz ehrlich bin, dann war zu den Zeiten, wo ich dem Bernd früher irgendwas präsentiert habe und gesagt habe, da lies das mal, das ist spannend, oder lass uns das mal so machen, da wollte ich schon, dass er sagt, ja, machen wir so, weil Ich war ja der Meinung, dass das gut ist. Ich hatte ja das schon ausgewählt und ich war ja der Meinung, ich weiß ja, wie das geht mit den Kindern und er soll das jetzt mal bitte schön mitmachen.
Ja, und das ist ja das. Auch daran ist ja nichts falsch, wenn ich das gemeinsam bewusst umsetze. Das, was jetzt unser großes Anliegen ist, ja, ist zu sagen, okay, schaut eben drauf und sprecht am besten halt sogar drüber.
Genau. Und dann ist es eben auch, dann geht es eben auch darum zu sagen, okay, was, wenn das sowieso so ist, dass du viele Kompetenzen im Zusammenhang mit den Kindern übernimmst oder einige Sachen zumindest, wo du sozusagen den Hut auf hast. Dann haben wir das zum Beispiel so gelöst, der Bernd und ich, dass ich habe halt die Bücher gelesen und habe manche Sachen dann darüber erzählt. Erzählt und die allermeisten Dinge habe ich einfach gemacht. Und der Bernd hat sich es bei mir dann abgeguckt und hat es nachgemacht. Weil ich meine jetzt mal ganz blöd, jeder Mama, jede Mama, jeder Papa will ja eine gute Beziehung zu seinen Kindern haben. Und in dem Moment, wo du, Bernd, was beobachtet hast, dass ich was mit den Kindern auf eine bestimmte Art und Weise gemacht habe, was funktioniert hat, hast du es dir doch abgeguckt und hast es auch so gemacht.
Ja, logo. Also so doof ist ja niemand. Das ist es. Und das ist jetzt, würde ich jetzt gerne mal allen, eben allen Müttern, die zuhören, wirklich mitgeben. Auf die Art und Weise, indem du gar nicht drüber redest und vor allen Dingen nichts verlangst, also nicht zu deinem Partner sagst, mach das mal so und so, oder du, ich habe jetzt bei der Uli gehört, du musst es so und so sagen. Furchtbar. Also das funktioniert nicht. Ja, kann ich dir, also Ich habe den Partner noch nicht gesehen, den Mann noch nicht gesehen, wo das auf die Art und Weise funktioniert. Oder die Frau, kann ja auch sein. Nur, aber wenn du es vormachst, wenn es einfach funktioniert, entweder macht er es einfach nach oder er fragt dann.
Ich würde es auch gar nicht vormachen nennen, weil da habe ich immer noch so was, du stellst dich vor ihn und sagst das. So geht es. Nein, sondern du machst es einfach.
So meine ich das. Du machst es einfach. Du lebst es einfach und zack, zack, entweder kommt ihr dann sowieso ins Gespräch drüber, weil er sagt: Sag mal jetzt hier, was ist mit dem Zähneputzen los? Putzt ihr nicht mehr oder was? Ich höre ja gar nichts mehr. Ich mach das jetzt so und so. Ah cool, probiere ich auch mal aus. So, entweder kommt ihr ins Gespräch oder es läuft halt ganz, ich würde am liebsten sagen subversiv, also quasi automatisch und unterschwellig. Und das ist eigentlich die beste Methode, finde ich, den Partner mitzunehmen.
Ja, nachahmen, Lernen über Nachahmen funktioniert halt bei uns allen am allerbesten. Und ja, klar, kann es auch mal sein, also hatten wir auch Situationen, wo wir dann über Punkte einfach diskutiert haben, wo ich eine andere Meinung hatte als der Bernd. Und da geht es halt dann darum, eine gemeinsame Linie oder einen gemeinsamen Weg zu finden, der für uns gepasst hat. Was nicht bedeutet, dass jeder immer gleich reagieren muss, weil wir sind ja keine Aliens oder Roboter, sondern einfach zu sagen okay, Kinder können ja das auch verstehen, wenn es heißt, beim Papa geht es so, bei der Mama geht es so. Aber das ist noch mal eine extra Folge, wo wir noch mal drüber sprechen können. Nur jetzt geht es einfach nur mal darum, ja, was, wenn gemeinsam Eltern sein eben auch bedeuten darf, dass einer von euch sich intensiver mit bestimmten Themen auseinandersetzt und der andere einfach mitgeht und es nicht notwendig ist, dass gemeinsam Eltern sein bedeutet, dass ihr beide dieselbe Passion, dieselbe Leidenschaft, dasselbe Interesse entwickelt, auch gerade an den theoretischen Hintergründen und an den ganzen Backgroundinformationen. Was, wenn das voll in Ordnung ist? Wenn ihr da auch Arbeitsteilung betreibt, so wie ihr das im Haushalt vielleicht auch macht oder beim Geldverdienen macht oder bei anderen Themen macht, wo der eine halt in was besser ist und der andere macht es nicht. Also ich habe jetzt hier unseren Pool zum Beispiel, da keine Ahnung, wie man den pflegt. Das macht immer der Bernd. Und ich käme im Leben nicht auf die Idee, mich darüber zu beschweren, dass er das macht oder das irgendwie blöd zu finden und gleichzeitig kommst du, glaube ich, auch nicht auf die Idee, mich dafür blöd zu finden, weil ich das eben nicht mache, sondern das haben wir halt so untereinander aufgeteilt. Und genauso kann man sagen, okay, ich bin halt derjenige, der, ich interessiere mich halt, wie geht Elternsein noch anders, leichter? Und der Bernd interessiert sich halt eher für andere Themen. Und dann, ja, jetzt sind wir, sind wir jetzt an der Stelle gerade ein bisschen Dafür vielleicht ein schlechtes Beispiel, weil wir sehen auch noch unsere Arbeit sozusagen. Aber ich glaube, du verstehst, was wir meinen.
Ja, es gibt doch in jeder Partnerschaft Bereiche, wo einer einfach irgendwas macht. Nehmen wir bei uns Zimmerpflanzen. Also du fragst mich zwar manchmal, findest du den Übertopf schön? Soll ich den kaufen? Ich überlege dann ganz kurz, ob ich ihn so, ob es irgendwas gibt, was für mich so dagegen spricht, dass ich nicht sage: Oh ja, der ist wunderschön, kauf den. Aber in 99% der Fälle sage ich das. Oder sagst du jetzt, ich würde jetzt gerne, da sollte jetzt Pflanze XY stehen, dann frage ich noch mal kurz, was hat die, welche Farbe, einfach nur, um nicht ganz blöd dazustehen. Aber dann ist es mir vollkommen egal. Und andersrum ist es ja genauso. Du wirst bei euch so was finden. Ja, wir sprechen hier gerade in Podcast-Mikrofone rein. Die habe ich ausgesucht und gekauft. Das ist Uli gerade egal. Ich muss ihr nur sagen, wo sie reinreden soll.
Absolut.
Die können blau sein, grün sein, gelb sein, die können lächeln oder blöd gucken, das ist egal. Also die gucken natürlich gar nicht, aber du weißt, was ich meine. Und das geht auch in diesen Bereichen, die jetzt auch überlappen, also wo man ja zwar gemeinsam was zu tun hat, aber es ist trotzdem überhaupt nicht schlimm.
Nee, gar nicht.
Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass es total befruchtend ist. Und man hat ja auch Dinge, die man komplett gemeinsam macht. Das ist bei den einen der Garten, bei uns ist es die Arbeit, bei den anderen ist es der Urlaub, der Sport, was auch immer. Also auf den immer so komplett auf Augenhöhe. Es gibt ja auch Themen, die muss man miteinander besprechen, wie Schulwahl oder welche Kita oder was. Das ist ja klar.
Aber selbst da kann sein, dass einer von euch einfach die Hosen anhat und sich informiert und einfach dem anderen dann das nur noch vorschlägt, sozusagen. Sozusagen. Und ich glaube einfach, dass, um das noch mal zusammenzufassen, das Wichtigste ist, wenn du möchtest, dass dein Partner die gemeckerfreie Reise mitgeht, ist das Erste Wichtige, dass du es nicht von ihm erwartest und verlangst, ja, dass du nicht von ihm erwartest, dass er genau dieselbe Leidenschaft und Begeisterung dafür hat, wie du sie vielleicht gerade hast, dass du nicht von ihm erwartest, dass er jetzt irgendwelche Sätze sich von dir vorsagen lässt, oder dass du ihn einfach auch ausprobieren lässt, ja, dass du es einfach machst in dem Vertrauen, dass er es auch lernen wird, weil er eine genauso geile Beziehung zu euren Kindern haben will wie du auch. Und dass du auch nicht dann da stehst und so miteinander so nach dir so innerlich mit den Fingern tippelst und so, wann setzt das jetzt um, wann macht er jetzt, ich lass ihn doch schon, wann macht er denn jetzt endlich, sondern wirklich loslässt und sagst, ja, es ist seine Reise und er wird seinen Weg damit gehen und ich gehe meinen. Und in dem Moment, wo du ihn lässt, fühlt er sich auch nicht mehr kritisiert oder angegriffen. Und dann lässt er dich nämlich auch wieder. Weil das, wann Männer, und das ist jetzt das Nähkästchen-Geplaudere, ne, wann Männer am meisten pissig reagieren, wenn du mit was Neuem ankommst, ist, wenn sie das Gefühl haben, du kritisierst sie dafür, wie sie es machen.
Ja, und sie müssten sich mit was beschäftigen, was sie, worauf sie keine Lust haben oder auch—
Was sie glauben nicht zu können.
Was sie glauben nicht zu können oder nicht zu verstehen. Weil das ist das, das, und das kann ich jetzt von mir sagen, von früher her, dass das sehr, sehr oft der Fall ist. Okay, ich habe überhaupt keinen Schimmer, wovon sie spricht. Ja, also so mit diesem, oder klar, dann, ich weiß noch, eine Zeit lang haben wir mal das mit so einer Kommunikationsmethode ausprobiert. GFK heißt es. Und dann, da hat man so Sätze, kann doch jetzt nicht so einen Satz üben. Muss ich dann irgendwie einen Zettel rausholen oder so. Ich bin bei so was auch nicht, ich glaube dann immer, ich könnte es mir nicht merken. Habe ich inzwischen auch gemerkt, dass ich das nur glaube, ich mir zwar schon merken kann, und trotzdem kam mir das halt total strange vor. Und das hat immer wieder sofort eine Ablehnung in mir erzeugt, einfach weil ich glaube, okay, dann mache ich es, dann kann ich es nicht, oder ich verstehe es nicht, oder was auch immer. Dann sage ich lieber, und das passiert auch unbewusst bei den meisten, ja, dann sage ich lieber, das ist doof, weil dann, ja, weil Männer ja grundsätzlich häufiger den Schuldigen in Anführungszeichen Anhaltungszeichen im Außen suchen.
Das heißt, wenn sie das Gefühl haben, sie können irgendwas nicht, sagen sie nicht wie viele von uns Frauen, oh, das kann ich nicht, sondern die sagen dann eher, oh, das ist blöd, was hast denn da wieder für einen Scheiß? Ja, was soll denn das jetzt wieder? Und dadurch kriegt ihr natürlich, gibt es natürlich Reibereien und Spannungen an der Stelle. Wenn du aber einfach sagst, okay, können wir, da könntest du ja mal drüber sprechen, zu sagen, du, ich probiere mich einfach aus, was der weißt, was ich glaube, was ein cooler Weg ist mit den Kindern, ist es in Ordnung, wenn ich einfach ausprobiere? Kannst mich einfach machen lassen. Ich lass dich, du machst, also du machst es auf deine Art und ich mache es auf meine Art. Und wir können uns ja, lass uns mal in 4 Wochen sprechen, wie es funktioniert. So, das sind ja, aber diesen Druck rauszunehmen, auch dass er nicht glauben muss, nur weil du dich jetzt mit irgendwas beschäftigst, muss er jetzt jemand anders werden. Ich glaube, das ist Auch total wichtig und wesentlich.
Ja, absolut.
Und gleichzeitig kannst du, ich habe das ganz oft auch, habe ganz oft so Sachen auch gesagt wie: Du, ich probiere da jetzt mal was aus. Ich weiß auch nicht, ob das funktioniert. Das nimmt halt für euch beide den Druck, weil sonst hast du als Mama, wenn du dich zum Beispiel mit Gemeckerfrei beschäftigst und probierst da manche Dinge aus, hast ja ganz schnell dann auch die Situation, dass er dann sagt: Ja, was Was machst du denn da jetzt? Funktioniert jetzt trotzdem nicht. Was ist so? Einfach zu sagen: Ja, ich behaupte ja auch nicht, dass es funktioniert. Ich habe halt nur davon gelesen, ich habe davon gehört, ich möchte es halt mal ausprobieren. Und na ja, also können wir ja dann immer noch mal drüber sprechen, ob wir glauben, dass es ein guter Weg für uns ist. Also auch von deiner Seite aus nicht so absolut zu behaupten, du hast jetzt die Weisheit mit Löffeln gefressen, sondern eben zu sagen: Du weißt auch noch nicht, ob das jetzt das Gelbe vom Ei ist, aber ich würde es halt gern mal ausprobieren. Da, dann findet ihr auch gemeinsam einen Weg. Nur wenn du immer erwartest, dass er gut findet, was du vielleicht selber noch nicht mal weißt, ob du es so richtig gut findest, das funktioniert natürlich nicht. Weil in dem Moment, wo du dir so noch unsicher bist, wie soll er dir die Sicherheit geben, wenn er selber auch unsicher ist?
Das kann nicht gehen, das kann nicht funktionieren.
Was du halt zusätzlich machen kannst, ist, dass du dir halt schon mal vorstellst, wie ihr alle zusammen eure Family, wie ihr halt liebevoll, freundlich, klar und ohne Gemecker miteinander umgeht.
Und mit viel Spaß.
Ja, genau, Konfetti.
Genau.
Ja, also das ist, was du tun kannst, wenn du möchtest, dass dein Partner die gemeckerfreie Reise mitgeht und wie ihr zusammen gemeckerfrei werden könnt.
Genau.
Und wenn du tiefer schon einsteigen willst und wenn du merkst, du hast Bock zu lernen, wie kann ich denn klar und liebevoll sein? Wie sage ich denn ein liebevolles Nein, das auch ankommt? Ja, wie mache ich das denn, wenn mein Kind immer in bestimmten Situationen austickt, Wutanfälle kriegt, oder halt immer mal jede Woche, jeden Tag Situationen gibt, in denen ich mehr mecker, in denen du mehr meckerst, als du meckern möchtest? Wenn du ein für alle Mal lernen möchtest, erfahren möchtest, wie du in jeder Situation ohne Gemecker reagieren kannst, dann sei doch dabei in der nächsten Runde Gemeckerfrei Toolbox, dem Schatzkästchen für jede Meckersituation sozusagen, und lern einfach in 4 Wochen, wie es anders geht. Wir starten wieder nächste Woche am 4. November. Genau. Und du kannst dich in den Shownotes, sind die Links, kannst dich anmelden. Und falls du die Podcastfolge zu einem anderen Zeitpunkt hörst, kannst dich auch auf die Warteliste eintragen und wirst benachrichtigt, falls es wieder startet.
Genau. Und wenn du jetzt die Podcastfolge direkt hörst, solltest du noch wissen, dass es immer einen Early-Bird-Preis gibt, der je früher du dran bist, umso eher bekommst du den noch.
Genau.
Ich kann jetzt schlecht was dazu sagen, wie lang der sein wird, weil ich ja nicht weiß, wann du die Folge hörst. Aber Deswegen heißt der Early Bird: Je früher der Vogel, desto Wurm.
Je früher Vogel, desto Wurm.
Je früher der Vogel, desto Wurm.
Genau. In diesem Sinne bis nächste Woche.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Genau. Alles Liebe für dich.
Tschüss.
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