Deine Veränderung ist kein Trennungsgrund

In dieser Episode des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren Uli Bott und Bernd, die Gründer von Gemeckerfrei und Eltern von vier Kindern, ihre 26‑jährige Partnerschaft und wie individuelle persönliche Weiterentwicklung das Beziehungs‑ und Familienleben prägt. Sie schildern, wie sie zu Beginn ihrer Beziehung sehr unterschiedliche Persönlichkeiten – spirituell‑analytisch vs. bodenständig‑praktisch – hatten und dennoch eine stabile Partnerschaft aufgebaut haben. Ein zentrales Thema ist die weit verbreitete Angst, dass eigene Veränderung zur Trennung führen könnte. Sie entkräften den Irrglauben, dass der Partner von Anfang an denselben Entwicklungsweg gehen muss, und betonen, dass Veränderung ein selbstgesteuerter Prozess ist, der nicht von außen aufgezwungen werden sollte. Durch das Bild einer musikalischen Harmonie erklären sie, dass unterschiedliche „Töne“ (Interessen, Gewohnheiten, Werte) zusammen ein stimmiges Ganzes ergeben können, anstatt nach Gleichheit zu streben. Sie heben die Bedeutung von Achtsamkeit, Selbst‑Ermächtigung und der bewussten Entscheidung, das eigene Leben aktiv zu gestalten, hervor. Praktische Impulse werden gegeben: Selbstreflexionsfragen, die Paare dazu anregen, zu prüfen, welche Unterschiede sie akzeptieren können, wo sie Veränderungsbedarf sehen und wie sicher sie sich dabei fühlen. Beispiele aus dem Alltag (Rauchen, Sport, Musikgeschmack, Handarbeiten) illustrieren, welche Differenzen in einer Beziehung unproblematisch sind und welche potenziell Konfliktpotenzial bergen. Abschließend ermutigen sie die Hörer, ihre eigene Macht zurückzuerobern, Veränderungen bewusst zu steuern und die Beziehung als einen dynamischen, sich entwickelnden Prozess zu verstehen, anstatt sie als statisches Gleichgewicht zu betrachten.
Chapters
Als wir Eltern geworden sind, haben wir ja nach einer Zeit oder eigentlich auch schon relativ schnell gemerkt, dass wir zu einigen Themen durchaus unterschiedliche Ansichten hatten. Durchaus kann man so sagen, was auch zu Konflikten geführt hat. Immer wieder.
Wir kamen ja so ein bisschen von schon zwei verschiedenen Sternen.
Ja, du warst ja schon voll. Also einerseits hatte ich ja das Ganze, das war ja sowieso schon deine Mission, mit Kindern und so irgendwie was Besonderes zu machen und so. Du hast dich ja schon total viel mit, das hat man damals noch nicht so genannt, unbedingt persönliche Weiterentwicklung. Aber du hast es ja schon total gemacht. Du hast es ja schon. Du hast ja total, warst ja auch total spirituell und so was. Und ich war vielleicht eher so der handfeste, bodenständige Typ und habe mir aber auch über vieles gar nicht so sehr Gedanken gemacht davor.
Ich war ja die Analysekönigin.
Ja, das auch. Und irgendwie haben wir es ja doch hingekriegt. Jetzt nach 26 Jahren als Eltern. Sind wir immer noch zusammen. Und nicht nur das, sondern ja auch jeden Tag neu verliebt und haben das ja alles irgendwie zusammengebracht oder und sind da auch auf eine gemeinsame Linie gekommen.
Und das ist ja so eine große Angst, die viele immer haben. Also ganz viele von unseren Teilnehmern, dass das nicht funktioniert, dass das nicht funktioniert, haben die Sorge, wenn sie sich weiterentwickeln, dann geht die Beziehung kaputt oder dann passen sie nicht mehr zusammen.
Bleiben sie quasi in einer Situation, die ihnen nicht gefällt, aus Sorge, weil sie halt Angst haben, es könnte quasi zu einer, es könnte zu einer Distanz oder zu einer Trennung führen. Und manche trennen sich, manche gehen irgendwie so, gehen so einen Weg und trennen sich dann, weil sie schon allein, weil sie nicht glauben, dass es, dass es einen Weg geben könnte.
Was wir halt rausgefunden haben, ist, dass es halt der größte Irrglauben schlechthin ist, zu denken, dass der andere den Weg immer sofort von Anfang an mitgehen müsste. Also wenn ich jetzt da mal vor 30 Jahren von dir gewollt hätte, dass du irgendwie vegan bist, nach chinesischer Fünf-Elemente-Lehre isst, keinen Kaffee trinkst und nicht mehr rauchst, dann gäbe es uns heute nicht mehr als Paar. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern, Großeltern von einem Enkel, Spiegel-Bestseller-Autoren.
Und das Allerwichtigste ist, dass wir das große Glück haben, wirklich, dass schon so, so, so viele Menschen mit unserer Unterstützung, oder dadurch, dass sie meckerfrei für sich auch entdecken konnten, ja, ihr bestes, liebevollstes Familienleben erschaffen konnten. Weil das ist unser Antrieb und unsere Mission. Wir freuen uns, dass du heute hier bist und uns deine Zeit schenkst.
Ja, wir reden über das, darüber, wie man sich als Paar— wie, was passiert denn, wenn sich einer weiterentwickelt, wenn sich einer verändert? Und ist es schlimm? Sollte man sich besser nicht verändern? Na ja, das ist ja die Frage, die sich die Leute stellen.
Das stimmt. Aber schon allein bei der Vorstellung wird es mir so eng ums Herz, dass ich es kaum aushalten kann. Weil also wir, wir sind ja fest davon überzeugt, dass Leben Veränderung ist. Also überall, wo man hinschaut im Leben, in der Natur, überall. Also es gibt keinen Stillstand, es gibt nicht den Zustand.
Also das ist Eis, ist, wenn es sich ja selbst Eis nicht bei 0 Grad Kelvin, aber da ist eh alles tot, da bewegt sich kein Molekül mehr. Das ist der einzige Moment, wo keine Bewegung mehr stattfindet, weil er eigentlich dadurch, dass wir ja auch also nicht im Spirituellen, sondern im Physikalischen gesehen ja aus Schwingungen bestehen, ist es ja ständig in Bewegung. Schwingung ist ja eigentlich was, was dauernd sich bewegt. Und deswegen gibt es das, es gibt die Nicht-Veränderung, das gibt es nicht.
Ja, und da bin ich halt dann einfach total simpel, weil dann kreiere ich mir lieber eine Veränderung in die Richtung, in die ich gehen will, als dass mich das Leben sozusagen irgendwohin treibt. Also ja, weil das ist meistens eher, also wenn ich mich nicht bewusst verändere, dann befinde ich mich eher relativ schnell in der Abwärtsspirale.
Ja, total. Oder halt dahin. Ich bin ja dann quasi auch dem Zufall ausgeliefert, weil ich ja, oder den anderen Menschen oder was auch immer. Ich bin ja dann nicht am Steuer.
Das Problem dabei ist ja, also eigentlich wäre es ja auch gar nicht mal so schlecht. Also jetzt so aus buddhistischen Grundsätzen oder so könnte man ja auch einfach sich dem Leben hingeben und dem Zufall sozusagen überlassen. Das Problem dabei, also Problem in Anführungszeichen, Dabei ist halt einfach, dass wir Menschen in unserem heutigen Bewusstseinsgrad halt oft nicht gewahr sind, wie oft am Tag wir eigentlich uns Sorgen machen, uns ärgern, in irgendwelchen negativen Emotionen rumhängen. Und damit, das ist halt dann, wenn wir es dem Zufall überlassen und uns gleichzeitig oft beschweren, Sorgen machen, uns ärgern und so, dann erschaffen wir halt in der Regel eher Dinge, die wir nicht so gerne mögen, als dass wir Dinge erschaffen, die wir gerne mögen.
Ja, weil die Buddhisten natürlich, um das noch mal kurz aufzugreifen, was man dazu natürlich eigentlich klären muss, ist, dass die natürlich eben genau diese Achtsamkeit ja ständig üben. Also dieses auch dieses buddhistische Nichtstun ist ja kein Nichtstun, sondern es ist ja an sich eben ständig in dieser Achtsamkeit und in diesem Gewahrsein zu sein. Und dann bin ich natürlich ständig, was denke ich gerade oder was will ich gerade denken? Und so weiter. Das ist natürlich auch ist ja kein so ein Loslassen, also kein so ein Vor-sich-hingammeln eigentlich. Aber das ist ja das, was wir eigentlich meinen mit dem, wenn die, dass dann die Veränderung von außen kommt. Wenn du halt nur, ne, du stehst auf, du gehst zur Arbeit, du machst alles immer gleich, ja, du, du, und du lässt es halt auch mit dir geschehen, dann bist du halt ein Spielball der Einflüsse von außen.
Ja, voll. Und da haben wir eigentlich schon so ein großes Problem identifiziert, sozusagen, dass halt so viele Menschen vergessen haben— vielleicht ist das das richtige Wort— eigentlich vergessen haben, wie mächtig sie eigentlich sind.
Ja. Vergessen oder eigentlich noch nie bemerkt haben.
Ja, wie mächtig sie eigentlich sind und dass sie halt in der Lage sind, dass sie ihr eigenes Leben kreieren können, ihre eigene Partnerschaft, ihr eigenes Familienleben. Und also wir sind ja da eigentlich so ein bisschen ein gutes Beispiel dafür, weil das ja nichts von dem, was jetzt gerade da ist, sozusagen, ist uns in den Schoß gefallen oder so, sondern es ist einfach entstanden dadurch, dass wir Schritt für Schritt uns unsere Macht wieder erobert haben, sozusagen. Also jetzt Macht im Positiven, also eine Ermächtigung, dass wir uns die sozusagen erobert haben. Und ich glaube, das ist ein total wichtiger und wesentlicher Schritt für jeden, der in so einem Veränderungsprozess ist, dass er bemerkt und dass er anfängt zu glauben, dass er sich verändern kann und dass er das selber in der Hand hat, sich zu verändern.
Ja, und ich meine, das ist ja, wir haben ja da im Intro schon bisschen drüber geredet. Entschuldigung, das schneide ich raus. Wir haben ja im Intro schon mal drüber geredet, wie das eigentlich bei uns war, ne, wie das, als wir so angefangen haben, als wir Eltern geworden sind, oder auch noch davor schon, ja. Als wir zusammengekommen sind, waren wir ja schon, wir waren ja schon eigentlich total unterschiedlich.
Eigentlich so, dass sich keiner, das, also da hat wirklich gepasst, dieses Gegensätze ziehen sich an, hat wirklich gepasst.
Genau, total. Also ich weiß noch, wie, wie, wie, wir haben, sind ja in der Schule zusammengekommen, also wir hatten ja schon viele Menschen um uns, die uns auch jeweils gekannt haben, ja, die einen mich besser und dich halt nur so von Dings, weil wir eigentlich keine überlappenden Freundeskreise in dem Sinn hatten. Also nicht nur in dem Sinn, sondern überhaupt nicht, kann man eigentlich sagen. Und irgendwie, also ich habe schon das Feedback gekommen, hä, ja, ich auch, geht's dir noch gut mit der Streberin da und so, ja, ja. Dein Feedback hat sich wahrscheinlich anders angehört. Ja. Naja, und irgendwie hat es ja anscheinend doch funktioniert, wie man heute sieht.
Ja, und ja, und das Wesentliche ist einfach, wenn du anfängst, da so diese— wenn man so anfängt, diese Macht für sich wieder zu erobern, dann kommt man halt auch dahin zu erkennen, dass es den anderen nicht dazu braucht, dass man sich— dass eine Veränderung stattfindet, auch in der Beziehung. Also du hast irgendwann, das kam irgendwie, also das war nie so, dass ich gedacht habe, wann hört der jetzt endlich mal, kann er nicht mal mit Rauchen aufhören? Ich fand es jetzt nicht besonders lecker, noch nie, also so, ja. Und aber ich habe da nie drüber nachgedacht, dass ich jetzt will, dass du aufhörst zu rauchen, weil das war, also du hast halt einfach geraucht, fertig, so war es halt. Und irgendwann kamst du halt und hast gesagt, ich habe mir das jetzt überlegt, ich höre jetzt mit dem Schmarrn auf, ich rauche jetzt mal noch 3 Zigaretten am Tag oder 5, ich weiß nicht, irgendwie so eine Zahl hattest du gesetzt, ein paar Tage, und dann hast du es irgendwie komplett aufgehört. Und aber das, das war, also hätte ich da an dich hingebenzt, dass du das jetzt mal aufhören sollst, würdest du heute noch rauchen, garantiert.
Ja, kann sein.
Oder wir wären nicht mehr zusammen, wahrscheinlich auch das. Ja, so, also dass dieses, die, diese, dieses, diesen Glauben, glaube ich, das ist das, was, was vielen Menschen einfach, glaube ich, fehlt und was so ein bisschen unsere Idee hinter dieser Podcast-Folge ja auch war, zu sagen, okay, wie könnt ihr da draußen anfangen zu glauben, dass der andere sich mit verändert, wenn du dich veränderst, oder wenn du einfach bist, wie du bist, in beide Richtungen?
Ja, ja, ja. Und sein, also wenn du bist, wie du bist, und halt das machst, was du machst, und dich so veränderst, wie du dich veränderst, ist es an sich ja nicht der, der, die Idee ist ja Oder die Sorge ist ja, dass das irgendwie gegeneinander sein könnte. Und es ist natürlich, wenn man so das Gefühl hat, ich muss den anderen nach meinem Ebenbild schaffen oder so, oder ich muss, ich brauche eine Art von Gleichheit oder eine Harmonie in Anführungsstrichen. Wobei der Begriff Harmonie eigentlich immer falsch verstanden wird. Da kommt immer der Musiker mit durch, weil der heißt ja eigentlich unterschiedliche Töne, die dann wieder miteinander gut miteinander schwingen und sich toll miteinander anhören. Das ist ja eigentlich genau das Richtige. Also der eine ist ein C, der andere ist ein G und das klingt gut zusammen, sind aber unterschiedliche Töne, so gesehen. Das ist ja eigentlich der Zustand, der Idealzustand.
Ja, und das wird aber oft verwechselt, um das aufzugreifen, weil wir unter Harmonie oft verstehen, dass jeder eine Gleichheit ist.
Also der gleiche Ton quasi.
Ja, genau.
Beide sind ein C. Nur dann ist es gleich. Nicht die Idee, dass aus zwei Tönen eine coole Harmonie entsteht. Und jetzt, wenn wir in den Jazz gehen, dann klingen auf einmal Töne zusammen gut, die man normalerweise sagen würde, das klingt überhaupt nicht gut zusammen. Und das ist eigentlich das, was mit uns passiert. Das ist eigentlich so ein richtig schräger Jazzakkord, wo man erst mal sagt, hm, und dann, wenn man sich ein bisschen dran gewöhnt hat, merkt man, oh, das ist eigentlich viel geiler wie der alte Volksmusik-Kram, den ich sonst immer gehört habe. Ja, voll. Ja, genau, das ist diese, dieses, dieser Wunsch nach Gleichheit, der oft auch erst nicht am Anfang in einer Beziehung kommt, sondern irgendwann später.
Ja, und das glaube ich passiert besonders, wenn einer anfängt, neuen Weg zu gehen, häufig eben die Frauen. Ja, also zumindest so kriegen wir es mit, wenn, wenn eine Frau anfängt, einen neuen Weg zugehen, dann entsteht so dieser ganz große Wunsch, dass der andere den Weg mitgeht. Und das Problem, das dahinter steckt, ist, dass wir als Frauen— und das weiß ich auch von mir selber noch— dass ich wollte, dass du das mitgehst oder auch so machst, weil ich dann nicht unsicher sein musste, ob meine Idee eine coole Idee ist. Also, oder andersrum gesagt auch, ich war dann so— gab auch Sachen, da Da war ich so von überzeugt, dass ich wollte, dass du das mitmachst. Aber eigentlich war ich im Kern damals noch total unsicher. Also das war eigentlich, weißt du, wenn ich einfach nur sicher gewesen wäre, dass das halt cool ist, mit Engeln zu sprechen, dann hätte ich das einfach machen können, ohne da Und wenn ich mir sicher gewesen wäre, dass das, dass ich, dass ich nicht als verrückt abgestempelt werde oder irgend so was, dann hätte ich das einfach machen können und dich einfach in Frieden lassen können. Weil ich meine, es gibt 1000 Sachen, da machen wir Dinge unterschiedlich. Also was weiß ich, du machst halt einfach nicht gerne Yoga. Ich finde halt, also auf dem Laufband laufen halt stinklangweilig. Das machst du halt eigentlich. Gerne oder so und auch was weiß ich früher. Ich habe ja früher Badminton gespielt. Das, also man sollte dir vielleicht nicht unbedingt einen Schläger in die Hand geben. Also, oder ich kann ja überhaupt kein, also um jetzt auch mal mich noch zu dissen sozusagen. Ich kann ja überhaupt, also ich meine, ich habe mal versucht, Gitarre zu spielen, das war furchtbar. Also ich habe das einfach überhaupt nicht hingekriegt. Kann ich einfach nicht so. Also mit viel Üben hätte ich es vielleicht, aber ich meine nicht im Ansatz. Du nimmst es halt, du nimmst jedes neue Instrument in die Hand und kriegst da irgendwie Töne raus, die nach was klingen. Egal was es für ein Gerät, wollte ich schon sagen, für ein Instrument ist. Und das ist ja vollkommen da. Das ist ja, also da gibt es, ich will einfach nur sagen, ich glaube, jedes Paar hat so Bereiche, wo das vollkommen in Ordnung ist, dass da eine Unterschiedlichkeit ist.
Ja, wo das überhaupt nicht stört, wenn der eine das Musikinstrument ist, ein gutes Beispiel, weil das ist halt Da geht man mal davon aus, das ist so. Ja, es stört einfach nicht.
Ja, es ist ein Talent oder wie auch immer.
Oder auch unterschiedliche Sportinteressen, wie du ja gesagt hast. Selbst unterschiedlicher Musikgeschmack. Geht der eine halt nach Wacken und der andere in die Oper. Das ist ja selbst, das ist für viele Paare gar kein Thema.
Ja, genau. Und oder was wir immer, was immer bei uns ein gutes Beispiel ist, in den, bei Bei unseren Teilnehmern oder so, weil es halt schon viele Frauen gibt, die gerne Kinderkleidung selber nähen, was ich ja zum Beispiel auch überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil das würden also gar nicht.
Ich schon.
Ich habe das auch mal gemacht. Also jetzt macht das alle weiter. Das war total cool.
Ich bin ja voll fasziniert davon. Aber ich.
Um Gottes willen. Da habe ich das Gefühl, ich müsste mit den Füßen nähen. So, und. Aber da erwartet ja auch keiner, dass der Partner das auch macht. Ja, zum Beispiel.
Oder wenn er gerne an irgendwas rumschraubt, an Autos oder sonst was, oder Heimwerker ist und irgendwelche Regale baut, sonst was.
Ja, genau. Und da ist das vollkommen, also da ist überhaupt nicht so dieser, dieser Need oder diese Sorge oder dieser Anspruch, dass der andere sich jetzt auch verändern soll.
Ja, und da kommen wir ja später noch dazu. Ich wollte schon wieder Sachen verraten, die ich vielleicht noch gar nicht verraten will.
Ah, verstehe. Also, aber vielleicht können wir erstmal für diese Woche an der Stelle sogar zu einem Schluss kommen, so mit dem mit der Idee, dass du vielleicht mal dein Alltagskind da fragst und sagst: Okay, wo ist das eigentlich für mich in Ordnung? Wo kann ich das eigentlich total gut nehmen? Oder wo will ich das eigentlich sogar? Wo finde ich das eigentlich sogar gut, dass wir unterschiedlich sind? Und wo Stört mich, dass der andere sich nicht verändert? Und wie sicher oder unsicher bin ich selber in Bezug auf diese Themen? Ja, man kann sie das mal vielleicht auch sehr nette Tasse Tee, Kaffee oder irgendwas, machst dir mal ein paar Gedanken, schreibst dir das mal auf, und nächste Woche geht's weiter.
Bis dann, alles Liebe, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören.
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