Der neue Feind im Kinderzimmer - wie AI zur Bedrohung für Familien wird

Uli and Bernd Bott warn that AI chatbots are becoming emotional competitors for children's attention through constant availability and dopamine-triggering responses. They argue parents often lack the empathetic listening skills that drive kids toward AI, and recommend increasing availability, practicing active listening, and developing AI literacy as a family.
Chapters
Früher war alles besser.
Absolut. Absolut. Als wir klein waren.
War die Welt noch in Ordnung.
Genau, keine Krimis.
Damals. Damals.
Mit 10 das erste Bier irgendwo hinter der Hecke.
Damals musste man als Eltern nur mit einer Sache konkurrieren.
Mit den Freunden.
Ja, mit der Peergroup.
Die hieß damals noch nicht so.
Ja, eine Clique.
Ja, da musstest du halt, weil es gibt ja so, es ist also ab, ich weiß nicht genau, ab einem bestimmten Alter, wird ja der Einfluss der Freunde immer größer und der Einfluss der Eltern nimmt ab.
Ja, gibt es Studien dazu.
Ja, gibt es Studien dazu.
Haben wir nicht gelesen jetzt, aber weiß ich, dass es gibt.
Ja, ich glaube, so mit 12 hast du noch 50%. So ist es quasi so eine, es ist ja wieder auch immer nur so Zahlen.
Nur die Sache ist, dass das früher halt total simpel war, das mitzubekommen.
Ja.
Du hast halt eigentlich gesehen, war dein Kind zu Hause oder war es irgendwie unterwegs?
Ja, und du hast ja auch so ein bisschen mitgekriegt, mit wem es unterwegs ist. Dazu jetzt so auf dem Dorf. Also ich komme ja schon sehr vom Dorf. Du kommst vom bisschen größeren Dorf nebendran. Aber das war schon, da kannte man halt so auch so die, mit wem.
Wenn man hätte wollen, hätte man das können, wissen können als Eltern.
Ja, meine Eltern mussten es nicht.
Ich glaube meine nicht, aber es ist nicht so schlimm.
Meine waren natürlich auch Lehrer in dem Ort, natürlich alle von klein auf gekannt. So, aber jetzt betritt ja ein neuer Player das Feld quasi. Das ist das. Und da ist es halt nicht mehr so, das kriegt man halt, das ist irgendwie nicht so mit unsichtbarer.
Weil heute konkurrierst du als Eltern nicht mehr nur mit der Peergroup, sondern auch halt Mit der AI. Mit dem KI-Bot.
Mit ChatGPT oder wie auch immer.
Ja, ist ja sowieso schon so krass, dass man dem Ding Namen gibt. Also verrückt. Also daran wird es ja schon wieder deutlich. Aber du konkurrierst heute als Mama oder Papa, wenn du ein Kind hast, das würde mal sagen 9 oder 10 Jahre alt ist und das Kind über ein Handy verfügt, dann konkurrierst du heute nicht nur mit der Peergroup, sondern du konkurrierst mit dem KI-Bot. Und darüber wollen wir uns in dieser Podcast-Folge mal unterhalten, was das für Auswirkungen hat und worauf du achten musst.
Hallo und herzlich willkommen, wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei-Podcast.
Ach so, ja, das habe ich vergessen.
Den Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Wir sind Uli und Bernd, die Gründer von Gemeckerfrei, und Und ich konnte jetzt nicht, musste das noch mal sagen, weil es war zu falsch. Ja, sehr gut.
Wir haben 4 Kinder, ein Enkelkind. Wir haben mehrere Spiegel-Bestseller geschrieben.
Und das Wichtigste ist, dass wir schon Tausenden und Tausenden Eltern dabei geholfen haben, sich ihr entspanntestes und liebevollstes Familienleben zu erschaffen.
Und wir freuen uns, dass du heute hier bist und wahrscheinlich so wie all unsere Hörer Hörerinnen zu den Eltern gehörst, die nicht mehr auf der Suche sind nach dem nächsten coolen Tipp, sondern die endlich wirklich wissen wollen, wie Elternsein heute geht. Ja, so ist das.
Also KI im Kinderzimmer, ja, die neue Bedrohung sozusagen, ja, die Bedrohung für die Beziehung zum Kind.
Ja, also Bis so letztes Jahr oder vorletztes Jahr hast du halt, oder vielleicht auch schon vor 3 Jahren, ich will mich jetzt nicht älter machen, als ich bin, ja, so, aber bis vor ein paar Jahren hast du als Eltern halt mit TikTok oder Instagram oder Snapchat oder weiß der Kuckuck, was es da sonst noch, YouTube und sonst wie gibt, konkurriert, und das Das ist ja so, da hat das Kind einfach diese Dinge konsumiert. Das ist also eigentlich, hat es das ja so ein bisschen, ich würde mal sagen, ne, früher war es der Fernseher, dann waren es irgendwie so soziale Medien. Also ist auch kacke und ist auch gefährlich und macht süchtig und so, also will ich gar nicht drüber sprechen. Nur jetzt mit den KI-Bots erreicht es ja noch mal neues Level.
Ja, weil du halt, also ja, du hast natürlich in sozialen Medien, haben Kinder auch mit anderen Leuten dann kommuniziert und so weiter, auch da Beziehungen aufgebaut. Aber das, was halt schon sehr, sehr abstrus in Anführungsstrichen ist, ist, dass halt Menschen, nicht nur Kinder, es passiert Erwachsenen auch, hier uns geht es jetzt halt speziell um Kinder dabei, ja, eine Beziehung aufbauen zu einem KI-Bott.
Ja.
Und also eine emotionale Beziehung. Ich meine, tendenziell baue ich auch eine Beziehung mit dem auf, weil ich frage den ja auch manche Sachen und dann sage ich, nee, stimmt das oder was weiß ich. Also das ist ja natürlich auch eine Art Beziehung. Aber ich würde jetzt nicht das Mir macht das jetzt nichts, wenn der irgendwann auf einmal weg ist.
Ja, wäre halt auch schade, weil dann muss ich wieder die Sachen selber suchen. Aber es gibt einfach unterschiedliche Level, die man das nutzen kann. Und da braucht man einfach schon auch eine gewisse Reflektiertheit, um sich bewusst zu sein, um sich, während du auch mit so einem KI-Bot arbeitest, bewusst darüber zu sein, dass das eine Maschine Maschine ist. Also ich meine, wir reden ja auch nicht mit dem Staubsauger, also manche reden auch mit dem Staubsauger und sagen, du Scheißding, jetzt funktioniert's. Aber so ein KI-Bot ist eine Maschine, mit der sich der Teenager unterhält. Und dieser KI-Bot hat ja ein paar Eigenschaften, die an der Stelle halt richtig scheiße sind.
Ja, und das eine, die eine, die ich jetzt als sehr, sehr schwierig einfach erachte, ist, dass der redet dir nach dem Mund.
Ja, und der hat immer Verständnis für dich.
Ja, genau.
Und der lobt dich. Also der geht voll auf die Dopaminausschüttung, sagt: Das ist ja eine tolle Ansicht, die du da hast. Und so, also das ist ja, also das, also wenn schon die roten Benachrichtigungsdinger bei den Bei Facebook oder bei anderen, also so diese, diese, dass du irgendwelche Benachrichtigungen hast, die anzeigen, wenn die schon, also das ist ja, wird ja schon benutzt, um Dopamin auszuschütten. Aber wenn du jetzt eine Maschine hast, die voll in dieses Dopaminmuster reinkrätscht und dir die ganze Zeit Honig um den Mund schmiert und dir sagt, wie toll du bist und dich belohnt und Verständnis für dich hat, dann wird es für Eltern halt echt schwierig, mit diesem Ding zu konkurrieren.
Ja, weil du bist halt immer der Arsch, der halt auch mal was Unangenehmes sagt, ne? Das ist das, also ja, und nicht immer so nur Wie soll ich sagen?
Opportunistisch bist.
Opportunistisch, genau, das war das Wort. Das habe ich gesucht. Du bist natürlich ja auch unterstützend. Du bist als Eltern ja immer unterstützend, aber unterstützend sein heißt halt auch mal.
Ja, und gleichzeitig kannst du dir halt von der, also das wäre jetzt ja so dieser Dreh quasi zu sagen, okay, wir wollen jetzt hier nicht so ein Mecker-Podcast machen, wo wir nur auf KI-Bots schimpfen oder so.
Das will ich überhaupt nicht.
Technikfeindlich sind wir überhaupt nicht. Sondern zu sagen, okay, du darfst einfach sehen, das Auch wenn du es vielleicht noch nicht gemerkt hast als Mama oder Papa, das ist da, wenn dein Kind anfängt, mit einem KI-Bot viel Zeit zu verbringen, und das kriegst du halt üblicherweise erst mal gar nicht mit, dann dürfen halt bei dir so ein bisschen die Alarmglocken schrillen. Nicht weil KI grundsätzlich irgendwie schlecht wäre, sondern weil die Art der Beziehung, die Menschen zu einem KI-Bot aufbauen, kritisch sind. Und uns geht es eigentlich darum, dass du die positiven Aspekte von der Beziehung, die das Kind zu deinem, zu einem KI-Bot hat, dass du die dir abguckst und darauf achtest, dass du eine bessere Beziehung zu deinem Teenager aufbaust, so dass du als Mama oder Papa attraktiver bist als der Bot. Das ist eigentlich die Idee. Weil schau, wenn man das jetzt mal zerdröselt. Jetzt haben wir gesagt, also wir haben gesagt, dass der dir nach dem Mund redet, ist jetzt gefährlich. Ja, du sollst natürlich als Mama oder Papa, will ich natürlich meinem Kind nicht nach dem Mund reden. Aber der KI-Bot hat immer Zeit.
Ja.
Also da darf ich mich halt auch fragen, wie verfügbar bin ich und wie oft vertröste ich mein Kind auf später?
Ja.
Der hat immer Verständnis. Der KI-Bot hat immer Verständnis.
Und das kannst du auch haben, zum Beispiel, weil das ist zum Beispiel leicht zu imitieren. Und das ist ja, das ist lustig, weil es erinnert mich jetzt auch daran, wie ich mit unserem Team manchmal, wenn wir da Kommunikationstraining machen, Dann ist es ja auch so, das ist ja eigentlich da eine Regel, dass du erst mal Verständnis hast für das, was der andere sagt. Also auch wenn jetzt ein Kunde was sagt, wenn es jetzt um den Kundensupport geht, das sagst du ja. Oh ja, das verstehe ich, da habe ich volles Verständnis dafür. Oder wenn ich es noch nicht verstanden habe, noch mal nachzufragen, um eben erst mal Verständnis zu haben und das auch emotional ernst, also emotional authentisch zu äußern. Mitfühlend Mitfühlend sein und Verständnis haben kann ich immer.
Ja klar. Nur das machen wir als Eltern ja oft nicht.
Ich glaube gerade, Männer verstehen das noch, Männer tun sich da noch schwerer oft, habe ich das Gefühl. Weil das heißt nicht, dass du dem zustimmst, was der andere, das heißt nicht, dass du das so lassen willst. Das heißt nicht, dass du der Person irgendwie recht gibst, weil es in dem Moment überhaupt nicht um Recht geben oder nicht Recht geben geht, sondern es geht erst mal nur um das Verständnis. Und das ist das, was wir ja wollen. Erst mal gesehen, dann fühlt sich der andere gesehen und das ist eine super Basis. Das ist eigentlich die notwendige Basis für jede weitere Kommunikation.
Also wenn man es jetzt mal praktisch runterbricht, wenn das Kind kommt und sagt: Schule ist so scheiße. Dann würde halt der KI-Bot sagen: Oh, das verstehe ich.
Genau.
Das kenne ich selber. Natürlich kennt der KI-Bot das nicht selber. So, jetzt aber zu sagen, okay, bist du, wenn dein Kind kommt und sagt, Schule ist echt scheiße, kannst du dich da als Mama oder Papa dahin bekommen, dass du halt nicht sagst, ja, stell dich doch nicht so an, ist doch nicht so schlimm.
Sondern einfach zu sagen, boah, ja, ich komm. Erzähl mal. Boah, ja, ich muss ja erst mal nur, wenn ich jetzt auch selber gerade keine Story dazu parat habe oder vielleicht auch ein bisschen brauche, aber ich kann erst mal einfach nur, das ist natürlich auch wieder so ein Ding, das zu spiegeln, einfach nur zu sagen, boah, ja.
Ja, I feel you.
Erzähl mal.
Und erzähl mal, das ist ja schon der nächste Schritt. Der erste Schritt ist, ja, verstehe ich. Kann ich nachfühlen. Und der zweite Schritt ist: Erzähl mal. Und damit machst du die Tür auf, dass dein Kind dir Dinge erzählt. Und da darf man halt als Eltern, als Mama, als Papa richtig krass hingucken. Und es wird auch schmerzhaft für den ein oder anderen sein, da ehrlich hinzugucken und zu sagen: Bin ich dafür verfügbar? Oder bin ich eigentlich schon so am Anschlag und so im Überlebensmodus, dass ich eigentlich ständig immer entweder schon eine Lösung daherplapper oder frag: Warum ist denn das jetzt so? Und hast du nicht mal jetzt was anders gemacht? Und, und, sondern kann ich, kann ich denn den, den Wettlauf sozusagen Oder das Wettrennen. Kann ich das Wettrennen annehmen und sagen, ich werde in unserer Familie oder in unserem Zuhause verständnisvoller sein als jeder KI-Bot? Ja, ich mache mich als Kontaktperson attraktiv.
Und da gehört halt auch dazu, dass du Prioritäten setzt. Also um die Zeit halt auch zu haben, muss ich halt immer wieder auch die Priorität setzen und sagen, okay, ich lasse jetzt halt auch mal was liegen.
Ja.
Unterbreche was, wenn mein Kind kommt.
Dir darf halt klar sein, wenn du keine Zeit hast, der KI-Bot hat immer Zeit.
Ja.
Und wenn du 5-mal keine Zeit hattest, wird das Kind kein 6. Mal kommen, sondern dann wird es halt seine Themen mit dem Bot diskutieren.
Und jetzt eins, also haben wir vorhin schon gesagt, wir müssen noch mal sagen, dass wir nicht, wir sind überhaupt nicht technikfeindlich.
Gar nicht, wir nutzen das Zeug alles.
Wir nutzen das Zeug alles. Unsere Kinder nutzen das Zeug. Ich habe mich, bevor wir aufgenommen haben, auch noch kurz mit unserer Tochter unterhalten, die ja auch AI nutzt, immer wieder, um sich selbst zu coachen. Und dann sage ich zu ihr, weil sie hat mich gefragt, was wir jetzt aufnehmen, weil die Kinder müssen immer kurz hier für 20 Minuten, dann können die hier nicht durchs Wohnzimmer laufen. Und dann sage ich so, ja, weil der ja so people-pleased und dann immer einem nach dem Mund redet und sagt, sie meinen überhaupt nicht. Aber du sagst ihm das ja auch. Also man kann es sogar so benutzen. Du kannst den auch so benutzen, dass er dir blinde Flecken aufzeigt.
Manchmal erst der Kritiker.
Genau, du musst so was sagen. Du musst was sagen. Ich habe das auch schon mal ausprobiert und gesagt, gib mir mal voll auf die Zwölf.
Habe ich auch schon gemacht.
Zu dem und dem Thema. Und dann kriegst du auch richtig eine Kriegst du auch richtig eine vor den Latz geknallt. Also kriegst es sehr klar, das ist immer noch freundlich meistens, aber kriegst es sehr klar dargestellt. Das ist total cool, das kann man total gut benutzen. Also das ist gar keine Frage. Das würde ich jetzt aber mit 12-Jährigen noch nicht großartig anfangen.
Gar nicht, das musst du lernen. Du bist heute der, also du als Mama oder Papa bist heute der, der lernen muss mit KIs umzugehen. Und du bist der, der diese, also diese Gefahr, also ich, Gefahr in Anführungszeichen, der diese Gefahr auch im Blick hat, dass du weißt, dein Kind nutzt sein Handy heutzutage nicht mehr nur für blödes Social-Media-Scrollen, sondern, oder für irgendwelche Videospiele oder so, sondern dein Kind nutzt nutzt sein Handy heute auch, um mit einer KI zu interagieren. Und den Zug darfst du halt nicht an dir vorbeifahren lassen. Und du musst dich als Mama oder Papa attraktiver machen, als halt der KI-Bot ist, und musst auch gucken, also so wie du jetzt auch sagst, hast du dich mit unserer Tochter darüber unterhalten, und wir unterhalten uns immer wieder mit ihr drüber, was der ihr, also was sie mit dem macht und wie sie das macht und was sie für Antworten kriegt und wo sie es auch im Business nutzt und wie sie, also so dieses gemeinsam auch exploren und halt gucken, wie kann man das sinnvoll nutzen und das dem auch dieses Bewusstsein schärfen, dass der halt, der KI-Bot, dass das halt eine Maschine ist. Und viele, schon viele Erwachsene, selbst wenn wir sehen, wie unsere Teilnehmer unser andere KI benutzen, dann kommt man dahin, dann, das wirkt immer so, dass Menschen dazu wirklich persönliche Beziehungen aufbauen. Und das ist halt kritisch, wenn das Jugendliche machen, die das noch nicht überblicken können.
Ja, weil es ist einfach keine echte Person, kein echtes Gegenüber, ist nicht real.
Nein. Es ist nicht real und es lügt. Es mitunter. Und das ist halt deshalb, finde ich zum Beispiel, ich nutze es auch an vielen Stellen, aber ich nutze es nur bei Dingen, an Stellen, wo ich ein Grundverständnis selber habe, weil ich nur damit sicherstellen kann, dass ich erkenne, wann ich angeschwindelt werde. Und das passiert immer wieder.
Total herausfordernd am Ende, nämlich dass du dich nicht, du kannst dich nicht drauf verlassen. Wenn auch selbst wissenschaftliche Themen oder so, jetzt denkst du, es wäre eigentlich relativ klar, wo es herkommt. Die machen ja irgendwelches Zeug dazu.
Also irgendwelche Studien vorgeschlagen, die es überhaupt nicht gibt. Aber mit allem voll detailliert. Also total krass. Und das muss einem halt bewusst sein. Und das musst du auch mit Kindern besprechen. Also wie oft sitzen wir zusammen und überprüfen mit einer anderen KI mit den Kids, zusammen, ob eine Information von einer KI stimmt, weil so dieses—
jetzt hat mir einer ein Thema, weil die einfach halluzinieren und die Deepfakes aufzudecken.
Also so, das hatten wir ja, glaube ich, vorletzte Woche auch schon mal irgendwie. Aber das ist also, ich finde schon, dass wir als Eltern jetzt in den letzten 1, 2 Jahren noch mal, noch mal eine ganz andere Art von Medienkompetenz entwickeln müssen.
Einfach wieder eine neue Art, wie wir uns damals, als Facebook rauskam, relativ schnell da angemeldet haben. Da waren wir noch kleiner und dann haben wir gedacht, okay, das wird was, da wird man nicht drum rumkommen. Wir müssen selber ein bisschen verstehen, was das ist.
Wer kennt wen? Oder weißt du diese ersten Vorläufer?
Ja, genau, das war ich noch.
Wo dann auch unser ältester Sohn war dann auch mal und so, weil da hat es so angefangen. Also du musst halt als Eltern heutzutage musst du halt einfach up to date sein. Und das ist kein Nice-to-have und das ist kein, du bist irgendwie fortschrittlich, sondern die Gefahr, die wir sehen, und ich möchte an der Stelle nicht schwarzmalen, aber ich möchte einfach drauf aufmerksam machen, ist die Gefahr, die wir sehen, ist, dass dass dein Kind in eine, noch mal auf einem anderen Level, in eine virtuelle Realität abrutscht, wo ihm nicht mehr bewusst ist, dass es eine virtuelle Realität ist. Das war ja schon bei Videospielen schwierig, wenn du früher Schlagzeugschüler hattest, die gemeint haben, sie könnten Eis laufen, weil sie das irgendwie auch bei der Wii, auf der Wii so gut können oder so was. Ja, das wurde dir, da wo wir uns damals schon an den Kopf gefasst haben. Aber wenn du jetzt eben mit so einem KI-Bot dich unterhältst wie mit einem Menschen, und mit der, die ja Mitgefühl mit dir hat und Verständnis für dich hat und dich feiert und so, dann wird der, die, der Grat zwischen, wie sagt man, zwischen Fake und echt oder der Grat zwischen Maschine und Mensch, das wird halt immer schmaler. Und da glaube ich, Da muss man echt auf der Hut sein.
Ja, da muss man auf der Hut sein und muss den Kindern quasi auch eine Kompetenz beibringen. Also die müssen eine Kompetenz erwerben und deswegen brauchen wir als Eltern diese Kompetenz, um ihnen beibringen zu können: Schau mal, so sieht eine echte Beziehung aus, so sieht echte Kommunikation aus zwischen zwei Menschen, so hat jemand Verständnis. Und so ist dann auch mal jemand, der dann vielleicht auch ganz liebevoll und verständnisvoll sagt, also irgendwie verrennst du dich hier gerade.
Das Problem ist natürlich, und jetzt hoffe ich, dass ich nicht dich abwürg, weil das Problem ist natürlich so, so in dem Moment, wo wir als Erwachsene keine gute Beziehungskompetenz haben und schon bei euch in Familien nicht mehr gescheit miteinander geredet wird und nicht viel miteinander geredet wird, da ist ja dieser KI-Bot noch interessanter. Weil, und das könnte jetzt halt für jeden, der hier zuschaut, noch mal der Impuls sein zu sagen, verflixt, Spätestens jetzt muss ich lernen, wie eine gute Kommunikation in der Familie aussehen kann. Also wie sieht eine gute Kommunikation mit meinem Partner, meiner Partnerin aus? Wie sieht eine gute Kommunikation mit meinen Kindern aus, mit meinen Eltern? Whatever. Damit die Kinder überhaupt eine Chance haben, gute Kommunikation in echt zu erleben. Und das ist eine Herausforderung.
Das ist definitiv eine Herausforderung.
Und die gilt es anzugehen, weil wenn ihr zu Hause nicht miteinander reden könnt, verliert ihr euer Kind an eine KI. So bitter es klingt, bisschen schwarzmalerisch, aber ich glaube, dass es auch dieses Hingucken braucht. Um wirklich den Schritt in die Veränderung zu gehen. Oder?
Ja. In diesem Sinne.
Ich habe drauf gewartet.
Vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Viel Freude beim Experte werden im Umgang mit KIs und noch besser, noch viel mehr Freude beim Kommunizieren lernen, damit dein Kind ein geiles Kommunikations- Vorbild zu Hause hat. Alles Liebe, bis dahin, tschüss!
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