Der schleichende Tod - Langsam aber sicher zur Trennung

In dieser Folge des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren Uli Bott und sein Co‑Host (Bernd) das Phänomen des schleichenden Beziehungsabbruchs. Sie beschreiben, wie Paare – besonders Männer – oft keine klaren Warnsignale wahrnehmen, während Frauen häufig über Monate hinweg nach Worten suchen, um Unzufriedenheit auszudrücken. Unterschiedliche Erwartungen und unbewusste Vorstellungen davon, wie eine Beziehung „sich anfühlen" soll, führen zu Missverständnissen. Die Gesprächspartner identifizieren zahlreiche Red‑Flags: abnehmende Kommunikation, weniger gemeinsame Gesprächsthemen, fehlende körperliche Nähe, abnehmender Blickkontakt, das Gefühl, nicht mehr alles zu teilen, und das Aufkommen von Groll. Sie nutzen Metaphern aus dem Alltag – Auto‑Wartung, Haus‑Renovierung, Sport‑Training – um zu verdeutlichen, dass Beziehungen wie lebende Systeme kontinuierliche Pflege benötigen. Elternschaft wird als Beschleuniger des Verschleißes genannt, weil Zeit und Intimität durch Kinder stark reduziert werden. Weiterhin wird das Bild von chronischen Rückenschmerzen herangezogen, um zu zeigen, dass unbehandelte Beziehungsprobleme mit der Zeit tiefer werden und schwerer zu reparieren sind. Abschließend betonen sie die Notwendigkeit von Ehrlichkeit, offener Kommunikation und einem gemeinsamen Konsens darüber, wann gesprochen und wann geschwiegen wird, und verweisen auf ihre Angebote, Paare beim „Instandhalten" ihrer Beziehung zu unterstützen.
Chapters
Wir hören ja immer wieder von Männern, die total überrascht davon sind, wenn die Frau sich trennen will.
Ja, oder sich getrennt hat. Also sozusagen die, die uns sagen: Ja, ich weiß auch nicht, auf einmal hat sie mich verlassen, vom einen auf den nächsten, auf den anderen Tag.
Also als wäre die Trennung so vom Himmel gefallen.
Ja, ich weiß gar nicht, was passiert ist.
Ja, genau. Und das ist ja dann keine— Also das ist ja auch kein— Also das empfinden diese Menschen ja wirklich so.
Ja, absolut.
Und ich kann mich auch erinnern, also selbst meine Eltern waren ja mal getrennt und mein Papa hat das erst vor gar nicht langer Zeit noch mal mir so erzählt, dass er das auch so empfunden hat, dass er also eigentlich dachte, es wäre alles so gut und zack, war es irgendwie überhaupt nicht mehr gut. Und wir Frauen sind ja dann eher so, dass— also wir sind ja eigentlich so genau das Gegenteil. Das ist ja eigentlich auch wieder spannend, weil Also wir haben ganz viele Teilnehmerinnen, die sich gefühlt monatelang überlegen, wie sie einen Satz sagen, den sie dann sagen, sozusagen, um irgendwie einen Weg zu finden, um auszudrücken, dass sie halt so, wie es gerade ist, nicht glücklich sind.
Und bei den Männern kommt anscheinend nicht an, oder kommen die Warnsignale nicht an oder so, ne?
Das ist ja Es ist einfach ja nur eine unterschiedliche Wahrnehmung, die glaube ich auch wieder mit unterschiedlichen Erwartungen zusammenhängt, wie halt Beziehung, was halt zu einer glücklichen Beziehung dazugehört, wie sie sich anfühlen soll. Ja, wobei das ja auch wieder so ist. Ich fühle ja das, was ich fühlen will. Also ja, aber das ist ja nicht.
Ja, natürlich fühlst du, was du fühlen willst, wenn du das weißt, dass du das unter Kontrolle hast. Das ist aber für viele Menschen ja nicht so.
Ja, das stimmt. Und gleichzeitig finde ich halt so, also ich meine, das war ja bei uns früher auch so, also du hast ja auch gesagt, ist doch jetzt mal gut. Und also wenn ich wieder angekommen bin und gesagt habe, lass mal reden, also das ist glaube ich der meistgehasste Satz, der von Männern am meisten gehasste Satz. Schatz, wir müssen mal reden. Und dann war das auch so, dass du immer wieder gesagt hast, wieso, ist doch alles gut. Also was willst du denn jetzt noch so ungefähr? Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel, und wir haben schon mehrere Spiegel-Bestseller geschrieben.
Und vor allen Dingen haben wir schon viele, viele tausend Eltern und Familien dabei begleitet, ein liebevolles, gemeckerfreies Familienleben zu führen, und freuen dass du heute hier bist.
Ja, und wie du vielleicht schon am Intro gemerkt hast, wollen wir heute so ein bisschen darüber reden, was denn eigentlich so die Anzeichen, wie Beziehungen scheitern oder sich so langsam bergab bewegen, auf ein Scheitern zu. So muss man es ja vielleicht eigentlich nennen.
Ja, oder eigentlich ja auch, wie das eigentlich kommt, dass Beziehungen schlechter werden und so. Ja, also weil Ich glaube, dass wir oft die, also wir kennen die Anzeichen nicht. Das ist ja das, was wir gerade auch schon so im Intro so ein bisschen hatten. Es gibt so unterschiedliche Erwartungen. Wir hatten neulich auch eine Teilnehmerin, die gesagt hat, also wenn sie jetzt noch anfangen würde, mit ihrem Mann über irgendwie neue Ziele oder so zu visionieren oder so über Träume zu sprechen, dann hätte der totalen Stress da drauf, weil er das Gefühl hat, das ist nie genug, was er irgendwie finanziell möglich macht, was er irgendwie bei, also wie er halt, ne, so wie er halt so für die Familie sorgt, wenn sie nie zufrieden ist, sozusagen.
Ja, und das ist ja schon alleine, das ist spannend, weil er da, ne, sie ja eigentlich gar keine Erwartung formulieren wollte. Bei ihm ist aber sofort wie eine Erwartungshaltung ankommt.
Ja, ja, genau. Und gleichzeitig ist es ja oft so, dass wir Frauen so Themen suchen, über die wir halt auch sprechen können. Also das kenne ich von mir zum Beispiel auch total gut, dass ich früher halt auch immer, ich wollte halt immer ein Thema finden, mit dem ich mich über, über das ich mich mit dir unterhalten konnte, weil das mich mit dir unterhalten, das hat sich halt oft so nach Verbindung angefühlt. Dann hat also ich konnte das ja nicht aushalten, wenn wir nebeneinander gesessen sind und geschwiegen haben, zum Beispiel. Ja, so, und ich glaube, das hat viel damit zu tun, was eben vielleicht der eine oder der andere— ich möchte es jetzt gar nicht so auf Männer und Frauen pointen— was der eine für eine Idee oder für eine Vorstellung oder unbewusste Erwartung hat, wie Beziehung sich anfühlen soll. Und der andere hat das halt irgendwie anders. Na also, ist auch die Frage, an welcher, welchen, an welcher Stelle steht die Beziehung so im Lebenskonstrukt? Ja, ich weiß schon, dass du zum Beispiel auch immer wieder gesagt hast früher, es kann sich doch nicht immer alles nur um die Kinder drehen. Und ich, also für mich war das irgendwie so, natürlich dreht sich alles um die Kinder und natürlich dreht sich alles um uns und alles andere muss irgendwie dazu passen. Aber das ist ja auch wieder nur eine Entscheidung und eine Erwartung, die man halt so hat, sozusagen.
Ja, und wo man ja einfach erst mal lernen muss, dass man auch da, dass man anfängt, diese Erwartungen auf den Tisch zu legen von beiden Seiten, um erst mal da auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Ich glaube, das Wichtige ist erst mal zu erkennen, dass nicht jeder dieselben hat. Ja, das ist also das, was Individuelles ist.
Das ist der Schritt davor.
Ja, genau.
Um dann zu sagen: Ach so, ja, okay.
Also Ja, also was weiß ich, dich hat das ja überhaupt nicht gestört, wenn mal keiner geredet hat, zum Beispiel. Du fandest es ja voll angenehm, wenn nicht dauernd Beschallung in deinen Ohren war. Ja, und für mich war das schon Anzeichen davon, dass unsere Beziehung leidet, sozusagen.
Ja, und das ist ja, ne, dann ist es für, wenn es für den einen total wichtig ist, dass man das mal alles bespricht und alles bis ins Kleinste ausmacht, und der andere denkt vielleicht, na ja, ist ja eigentlich gut so, also macht sie halt so, ich mache so und so, und dann ist es gar nicht, und dann hat der eine, der, der eigentlich gerne über alles reden will, das Gefühl, der andere frisst es in sich hinein, ne?
Ja, voll. Es ist ein bisschen, also man kann es ein bisschen wie mit, mit Geld wieder vergleichen, finde ich, weil es gibt halt die Menschen, die so über den Daumen gepeilt mit ihrem Geld umgehen und in so im Vertrauen sind, und klappt irgendwie immer schon. Und es gibt die anderen Menschen, die müssen alles irgendwie rechnen und müssen irgendwie dann totalen Plan haben und die totale Kontrolle. Aber es gibt nicht, also es ist jetzt nicht so, dass der eine Weg, weder der eine noch der andere führt mehr zum Erfolg. Also es sind einfach nur Menschen, die scheitern und Menschen, die erfolgreich sind. Ja, also wo einfach nur klar ist, auch das muss ich über alles reden oder muss ich nicht über alles reden zum Beispiel, ist auch, das ist kein, kein, das ist keine logische, wie sagt man denn das, keine Kausalität.
Ja, genau, Zusammenhang ist es, keine Kausalität zum Gelingen einer Beziehung unbedingt. Ja, natürlich schon wichtig ist, ist, dass Ehrlichkeit und Offenheit da ist.
Ja, und es ist auch wichtig, dass die Partner darüber im Konsens sind, wann gesprochen wird und wann geschwiegen wird.
Ja.
Ja, und das ist genau zum Beispiel ein Aspekt, weil das ist ein Aspekt oder ein Anzeichen.
Das Miteinanderreden ist das total wichtig, dass ich damit im Reinen bin, wenn ich mal schweige, wenn ich Dinge auch stillschweige, wenn die auch okay sind. Ich meine, wir beide reden ja auch jetzt lange nicht mehr unbedingt über alles, sondern manche Sachen sind einfach so.
Wir haben gelernt, miteinander zu schweigen. Also ja, doch, eigentlich haben wir auch gelernt, miteinander zu schweigen und Weil das war auch, also das ist auch, wenn wir jetzt miteinander schweigen, ist es anders, als wenn du früher über, also nicht reden wolltest.
Ja, ja, ja, das ist eigentlich ein, ein die Zeit miteinander im Stillen genießen.
Ja, genau, würde ich es nennen. Ja, genau. Und das ist, das ist auch ein, ein, eins der Kriterien, die dazu führen, dass Beziehung besser wird. Aber das kannst du halt genau fühlen. Du kannst halt nebeneinander sitzen und beide sagen nichts und es ist so eine unangenehme, so ein unangenehmes Schweigen. So eine, so eine Anspannung, oder es ist halt, du flowst miteinander. Also wir haben das jetzt, also dieses Miteinander-Stille-Genießen haben wir ja eigentlich ganz oft, wenn wir miteinander irgendwie unterwegs sind, also wenn wir gemeinsam irgendwie laufen oder so. Das ist eigentlich so das, wo, wo man, wo das für uns am besten funktioniert. Und wenn man jetzt eben hinschaut, so was Anzeichen sind, woran du erkennst, dass Beziehungen schlechter werden, also wenn Wenn ich da jetzt mal so den da so hingehe, dann ist natürlich Kommunikation oder mangelnde Kommunikation oder Unehrlichkeit in der Kommunikation oder eben die fehlende Absprache, was wie besprochen wird, ist natürlich ein relevanter Aspekt dabei, dass Beziehungen schlechter werden. Und ich würde aber fast, glaube ich, noch einen Schritt noch mal rauszoomen auf Na, weil es ist ja eigentlich, kann man ja sagen, eine Beziehung, die nicht besser wird, wird schlechter.
Ja, das ist einfach so. Das ist, weil es gibt kein, es gibt kein gleichbleibendes Level, das gibt's auch in der Natur nicht und sowas. Es gibt einfach nur, ja, es gibt einfach nur, es wird besser und es muss nicht immer exponentiell gehen. Ja, das ist, und ich glaube, dass es in Beziehungen eigentlich eher Die meiste Zeit geht es einfach stetig. Ja, also natürlich ist es so, ganz genau guckt, ist es wie so ein Aktienkurs, der immer rauf und runter geht. Aber im Grunde ist es einfach eine stetig steigende Kurve. Ja, die macht nicht irgendwie so, ne, sondern das ist nur am Anfang, man kommt zusammen und dann hat man das Gefühl, das ist so. Ja, aber in Wahrheit ist die wirkliche Beziehungsentwicklung fängt ja eigentlich erst nur nach dem, nach diesem ersten crazy Verliebtsein an. Und das ist einfach was, das Es darf halt stetig nach oben gehen, weil sonst geht es stetig nach unten. Es geht oft auch nicht irgendwie schnell nach unten, sondern es geht halt auch. Das ist ja das, worüber ich spreche, das geht halt so langsam, sodass du dich jeden Tag dran gewöhnen kannst, ein bisschen weniger miteinander zu reden, ein bisschen weniger sich zu umarmen oder was auch immer.
Bisschen weniger Tiefe, bisschen weniger Erfüllung im Miteinandersein, bisschen weniger Sehnsucht und so weiter, bisschen weniger Sex und was dann noch alles dazugehört. Und das ist ja, also ich finde, Man kann es besonders gut auch jetzt mit Sport vergleichen, weil ich meine, wenn du halt einfach keinen Sport machst, dann bauen sich halt einfach deine Muskeln mit der Zeit ab. Fertig. Also es wird halt einfach. Also du kannst halt nicht einfach sagen, jetzt habe ich irgendwie ein Jahr lang Sport gemacht und jetzt höre ich damit auf und zack, bleibt so, wie es ist. Nein, es bleibt nicht so, wie es ist. Und selbst wenn du, wenn du Sport weitermachst und du machst immer nur die Übungen, mit denen du vor einem Jahr mal angefangen hast, das ist halt Das wird dich halt nicht— es ist, es geht nicht weiter, stagniert oder wird eben halt schlechter, weil du musst dich— ja, das wird halt schlechter. Und das ist das, was glaube ich vielen nicht so klar ist, dass es wichtig ist, also dass eine Beziehung ein lebendiges Konstrukt oder vielleicht sogar ein lebendiges Wesen ist, deshalb mit, an dem man arbeiten muss.
Ja, ja, dem auch gerade, gerade jetzt, wenn du hier zuhörst oder unsere Zuhörer, sind ja Eltern zu 99%, und dann da hast du ja Situation, also allein wenn du das, wenn das erste Kind in die Familie kommt, hast du ja so einen Impact, dass du einfach total gucken musst, dass du halt in der, an der Beziehung eben auch dran bleibst, weil so viel weniger Zeit da ist auf einmal, ne, und es ist ja, das ist klar, jeder, der also so, weil du ja Sexualität angesprochen hast, wenn nach so einer Geburt ist jetzt nicht so, dass das in der gleichen, sehr oft schon in der Schwangerschaft nicht mehr in der gleichen Intensität vielleicht weitergeht wie davor. Und das, wenn jetzt jemand auch 2 oder 3 Kinder hat hintereinander, dann sind es halt sofort 4, 5, 6 Jahre, wo wenig Zeit ist, wo viel Fokus auf was anderes ist. Wo keine, wenig Zeit für Sexualität, für wirklich lange intime Zeit miteinander ist. Und da musst du aktiv, also das ist ja das, was wir erleben auch an den Eltern, die dann auf einmal sagen, ja, jetzt sind die Kinder, das ist das jüngste Kind, 5, 6 Jahre alt, kommt in die Schule oder so, und ich merke so, okay, ja, wir funktionieren vielleicht noch gut, ja, aber mehr ist da nicht, aber mehr ist da nicht mehr.
Und es ist eigentlich, also ich meine, dein Auto würdest du jetzt auch nicht 5 Jahre nicht zur Inspektion bringen. Also ich kann mich erinnern früher an unsere Diskussionen, was du immer, wo du immer gesagt hast, jetzt muss man das am Haus renovieren oder das muss man machen oder so, weil das halt auch da nicht geht, dass du halt einfach da jahrelang alles irgendwie, also wenn du halt alles jahrelang schleifen lässt, dann geht es halt alles mehr und mehr kaputt. Und also, aber da ist uns das oft noch, also offensichtlicher, da sehen wir das auch.
Wenn du eine Holzverkleidung am Haus hast und die fällt halt runter, dann ist es ja zu spät. Oder wenn du ein Dach hast und es regnet rein oder so. Wenn du ein altes Haus hast und es fängt an, richtig reinzuregnen, dann ist es ja schon fast zu spät. Das ist aber so, das sind ja einfach nach außen sichtbare Dinge und das haben wir halt auch gelernt. Also das haben wir, manche von uns. Also das hat man dann auch gelernt. Okay, ich muss da drauf achtgeben, dann gebe ich da drauf acht.
Ja, genau. Und das hat halt niemand So gut wie niemand. Die allermeisten haben das halt nicht gelernt in Bezug auf Beziehung, dass das halt genauso ein, also dass das nicht einfach so nebenbei da ist, sondern dass das halt genauso eine Sache ist, ein Wesen ist, das Fokus und Aufmerksamkeit benötigt, um gedeihen zu können. Ja, das ist eine Pflanze, die du hegen musst.
Intervalle, die da kein Schaden vorgeschrieben ist, ist nicht gut.
Nein, das ist ja, das ist die, die, wenn Beziehungen, wenn Beziehungen anfangen schlechter zu werden, also wenn du das eben versäumst, die Beziehung zu pflegen, dann, dann treten halt so Schmerzen auf. Also das ist ein bisschen vielleicht auch wie so Rückenschmerzen. Und jetzt kann es natürlich mal sein, du hast Rückenschmerzen, weil du einen Hexenschuss hast, weil du dich irgendwie verhoben hast. Dann musst du halt ein paar Tage Ruhe geben und dann ist es in der Regel wieder gut. Das gibt es natürlich in Beziehungen Beziehungen auch. So sagst jetzt, haben wir uns irgendwie 4 Wochen lang fast nicht gesehen und irgendwie jetzt müssen wir mal ein Wochenende miteinander verbringen, um wieder den Beziehungstank zu füllen. Das ist natürlich relativ einfach. Schwieriger ist das, weißt du, so dieser Rückenschmerz, mit dem du halt morgens aufwachst, der so chronisch wird, der so, wo du sagst, ja, wo du dich, na, gehst mal zum Physiotherapeuten oder so vielleicht, aber eigentlich gewöhnst du dich mehr oder weniger dran, dass der halt da ist.
Es kommt halt einfach davon, dass du schlecht sitzt am Schreibtisch oder so was. Und das machst du halt ständig weiter. Ja, genau, das ist das.
Ja, oder zu viel die Kinder hebst oder was, der Kuckuck, der ist ja vollkommen egal. Nur halt zu sehen, wir sind halt so Gewohnheitstiere. Was nicht schlimmer wird, was nicht, das ist das, was du vorher mit dieser Kurve gemeint hast, auch was halt nur so langsam schlechter wird, dass da gewöhnen wir uns halt auch dran. So wie du halt nicht, also wenn du so, und dann nimmst du mal ein Kilo zu und noch ein Kilo und noch ein Kilo und nach einem Jahr passt passen die ersten Hosen nicht mehr oder so. Und dann denkst du halt, okay, habe ich ein bisschen zugenommen. Aber wenn du eigentlich da mal Fotos vergleichst, stellst du fest, oh, das ist nicht nur ein bisschen gewesen. So, und das ist, so werden halt auch Beziehungen schlechter. Und die Schmerzen in Beziehungen, die sind, über die können wir jetzt einfach noch ein bisschen reden, ne. Also die Schmerzen, die Schmerzen in Beziehungen, das ist ja quasi eigentlich immer, wenn du dich im Beisein des anderen, oder wenn du an den anderen denkst, wenn du anfängst, dich mehr schlecht zu fühlen als gut zu fühlen. Das sind die Rückenschmerzen in Beziehung.
Genau, wenn du, wenn du, wenn du dich ärgerst, wenn du also so in dir, wenn du irgendwelchen Groll hast, das ist ja immer, wenn du denkst an den anderen und denkst eigentlich mehr negativ, mehr mit negativen Gefühlen als mit positiven Gefühlen. Genauso, wenn du dich schuldig fühlst, ist dieselbe Nummer eigentlich.
Und wenn, was unsere Kunden oft auch erzählen, was auch so ein klassisches Phänomen ist davon, dass die Beziehung schlechter wird, ist einfach, wenn die Kommunikation so dysfunktional wird, ne, wenn du eigentlich nur noch über Orgazeug redest, wenn, wenn da überhaupt kein Raum mehr ist für irgendwelche tiefergehenden Gespräche, wenn man, wenn du dich dann halt oft schon wieder in die Haare kriegst, also wenn es, wenn die, wenn die Gespräche halt dann immer irgendwie in Meinungsverschiedenheiten enden, oder auch, na, wenn Ja, auch wenn so, wenn so, so tägliche Berührungen einfach weniger werden.
Also es müssen noch gar nicht immer die Umarmungen sein, aber es ist auch so dieses sich im Vorbeigehen mal über die Schulter streichen oder über den Rücken streichen oder sowas, ne.
Ja, oder auch so dieses, wie viel habt ihr Blickkontakt? Also wenn der Blickkontakt anfängt weniger zu werden, ne, das ist ja auch so ein Anzeichen dafür, dass Beziehung schlechter wird, oder Wenn man so merkt, dass es eigentlich Dinge gibt und immer mehr Dinge gibt, die man mit dem anderen nicht teilt.
Und da geht es jetzt gar nicht um Geheimnisse, sondern einfach, dass du merkst, oh wow, da habe ich eigentlich gar nicht, da spreche ich einfach nicht drüber, weil ich, ja, weil wir nicht drüber sprechen.
Ja, das war in unserer Entwicklung sozusagen, war das auch so mal so eine Erkenntnis, wo wo wir das so festgestellt haben oder so, dass das nicht für uns beide gleichermaßen normal war, dass der andere, also dass es nichts gibt, was der andere nicht von einem weiß. Ja, so, und also das ist ja am Ende des Tages auch ein Indiz dann dafür, dass der andere eben halt nicht deine erste Ansprechperson ist. Und Das erleben wir halt, dass das halt für so eine Beziehung schon ziemlich cool ist, wenn du halt einfach weißt, dein Partner oder deine Partnerin ist nicht nur dein Partner, sondern halt dein Best Buddy. Ja, also das ist halt die Person, mit der du halt alles teilst. Und ich finde, was auch so ein wichtiger Punkt ist, ist einfach so die Sehnsucht. Also wenn die Sehnsucht, also wenn, na ja, also wenn du so für dich bemerkst, ich finde es eigentlich gar nicht so schlecht, wenn der andere nicht da ist, weil dann, dann gibt es weniger Anspannung oder dann quatscht mir keiner rein oder whatever. Und im Unterschied zu ihr seht euch 2 Stunden nicht und seid schon irgendwie die erste SMS am Tippen oder WhatsApp oder was auch immer, weil halt Weil so viel immer passiert in eurem Leben, was ihr mit dem anderen halt einfach teilen wollt. Also jetzt nicht im Sinne von, ich kann nicht ohne den anderen sein, sondern so im Sinne von, ich lass dich so gerne an meinem Leben teilhaben, weil ich das halt, weil das halt unser Leben ist. Das sind also Anzeichen, dass Beziehungen schlechter werden.
Das sind so die ersten Schmerzen, also das sind Red Flags, die sich eigentlich so zeigen.
Und das gilt es halt. Das ist halt wie mit den Rückenschmerzen. Wenn du halt immer an derselben Stelle Rückenschmerzen hast, dann ist es halt vielleicht nicht der klügste Move, alles wie bisher weiterzumachen und zu hoffen, dass die irgendwann weggehen, weil die sind dann halt irgendwann, heißt es halt dann Bandscheibe rausgesprungen oder wie bei einem Mann von einer Kundin von uns Bandscheibe nicht mehr da oder irgend so was, was halt dann am Ende gravierende Folgen hat, wo du halt mit viel Aufwand dann wieder dafür sorgen musst, dass es vielleicht irgendwie wieder gut wird. Also ich meine, so eine Bandscheibe, die weg ist, ist ja erst mal einfach weg. Ja, Vertrauen in einer Beziehung, das nicht mehr da ist, ist halt erst mal weg. Also nicht, dass man da nicht auch wieder was tun kann, aber der Aufwand, den es braucht, um es zu verbessern, wird halt immer größer, je tiefer ihr euch schon in die scheiße geritten hat. Und ich weiß schon, dass das total, also dass wir dazu neigen, so nach dem Motto, ich will gar nicht, ich gehe gar nicht zum Zahnarzt, weil dann merke ich nicht, was alles blöd ist. So, ja, aber es hilft ja nichts.
Ja, und es ist einfach so, um das Bild mit dem Auto oder mit dem Haus noch mal hochzuholen, ist reparieren, instand halten ist immer der bessere Weg als reparieren müssen. Es ist immer der bessere Weg.
Ja, das Problem ist halt, dass die meisten nicht wissen, wie Instandhalten bei Beziehungen geht.
Dafür gibt's uns, dafür gibt's uns.
Genau. Und wenn du es halt lernen willst, dann mach dich hier, wir machen dich auf den Weg und halt deine Beziehung instand, damit ihr es schön miteinander haben könnt.
Ja, vielen herzlichen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Alles Liebe für dich, bis zum nächsten Mal.
Tschüss!
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