Die #gemeckerFREI - HEIT - Podcast 019

Brothers Uli and Bernd Bott discuss their approach to family life without nagging, arguing that constant complaining drains energy and limits freedom. They moved from a heavily scheduled life with rules and homework to one without fixed times or mandatory activities, saying more rules only worsen the problem by creating power struggles and broken promises.
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Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch. Wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallo und herzlich willkommen.
So schön, dass du uns zuhörst heute.
Genau. Wir wollen heute mal über die Gemeckerfreiheit sprechen.
Genau. Also über gemeckerfrei und Freiheit, was ja dann zusammen Gemeckerfreiheit ergibt.
Genau. Und wir sind ja hier gerade in Sansibar und saßen vorher hier so am Meer, am Strand, haben aufs Wasser geguckt und haben uns so die Frage gestellt: Was können wir von dem, wie wir leben, wie wir jetzt leben, was davon können wir eigentlich mit dir teilen? Und wie können wir dich inspirieren, dass das auch für dich möglich ist, ohne Ja, wie soll ich sagen, ohne dass du das Gefühl hast, wir sind so weit weg von dir, dass das überhaupt, dass du gar nicht mehr ansetzen kannst. Weil na klar haben wir heute viele Themen, die, die du vielleicht gerade hast, die haben wir jetzt aufgrund unserer momentanen Situation einfach nicht mehr. Also an was hatten wir zum Beispiel gerade so gedacht?
Wir müssen nicht morgens zu irgendeiner Uhrzeit aus dem Haus. Unsere Kinder müssen nicht morgens zu einer Uhrzeit, zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo sein. Die müssen keine Hausaufgaben machen, haben keine Termine nachmittags mit Fußballtraining oder so.
Und klar hatten wir das früher alles auch, also mit 4 kleinen Kindern und von A nach B fahren und der eine zum Tanzen, der nächste zum Voltigieren, der übernächste zum Fußball, zum Handball. Wie das halt so ist, ja. Und auch da haben wir ganz vieles schon angewendet von dem, was heute eben Gemeckerfrei ausmacht. Und auch wenn wir es gerade so nicht mehr erleben, wissen wir genau, wie dein Alltag womöglich gerade aussieht. Und wir wollen dich einfach bestärken, dass wenn du diesen Weg gehst, den wir gegangen sind, dass das auch für dich möglich ist, ein Leben zu erschaffen, in dem du dich frei fühlst von äußeren Zwängen und Verpflichtungen. Ja, weil ja, bei uns klingelt im Moment morgens nur ein Wecker, wenn wir Bock haben, dass ein Wecker klingelt, weil wir halt Lust haben, früh aufzustehen, Zeit zu haben, nicht so lang schlafen wollen, was weiß ich. Ja, und Gleichzeitig ist jetzt irgendwie halb 12 und wir nehmen trotzdem die Podcastfolge auf, weil du die ja dann auch zu hören kriegen sollst und weil wir Spaß dran haben, die für dich zu erschaffen und zu kreieren. Und was wir halt so bemerkt haben, ist, wenn du anfängst, dir zu erlauben, das Familienleben nach nach deinen Vorstellungen zu kreieren, dass das im ersten Schritt halt nur mal bedeutet weniger Gemecker, ne? Weil Gemecker kostet einfach sau viel Energie, oder?
Ja klar, also erstens kostet Gemecker Energie, und zweitens mal ist es ja immer was, was einengt. Also dieses alles, was, was, wie wir auch immer sagen, inneres Es fängt ja mit innerem Gemecker an. Also da enge ich mich ja selbst schon ein. Das heißt, ich nehme mir ja Freiheit oder erlaube mir dann dadurch überhaupt keine Freiheit.
Ja, und ich würde noch was ergänzen wollen, weil es fällt mir gerade so ein, finde ich eigentlich auch total wichtig, weil wenn wir meckern, wenn also, wenn es mit unseren Kindern so schwierig ist, dass wir meckern, dann ist eigentlich die total klassische Reaktion von von uns Erwachsenen ist, wir brauchen mehr Regeln. Ja. Und Regeln sind ja per se Freiheitskiller.
Absolut, das ist total die Gegenseite.
Genau, und zwar sind die ja für die Kinder und für die Erwachsenen Regelkiller, weil das ganz, Freiheitskiller, weil das ganz Fiese an den Regeln ist ja, dass wir als Erwachsene die uns selber merken müssen. Und uns auch dran halten müssen.
Ja, wir müssen sie uns merken, dann gibt es viele, an die müssen wir uns in Wahrheit ja eben selber auch halten, weil sie nicht nur die Kinder betreffen. Und wir müssen ja auch, wir haben ja auch den Stress, sie eigentlich ständig zu kontrollieren.
Ja, genau.
Und dann ja wiederum zu sagen, das Allerblödste ist ja, wenn ich bis 3 zähle und dann muss ja auch was passieren. Also sprich, ich muss ja dann, dann habe ich auch noch den Stress, dass ich irgendwie irgendwas tun muss, wenn die Regeln— weil eine Regel, die nicht eingehalten wird und es passiert nichts, ist auch doof für die Katze. Da mache ich mich ja voll unglaubwürdig und habe die ganze Energie vorher sinnlos aufgebracht eigentlich.
Und gleichzeitig ist es aber so, dass wir, wenn es halt schwierig wird, uns halt nicht anders zu anders zu helfen wissen. Und wir wussten uns auch oft nicht anders zu helfen und haben so einen Quatsch auch ausprobiert, ne. Und haben, wie viele Nächte haben wir durchdiskutiert, weil ich immer gesagt habe, es muss ohne Regeln gehen, und der Bernd, oder ohne diese krassen Regeln. Und der Bernd immer gesagt, ja doch, ich glaube schon, wir brauchen die. Und irgendwann war ich dann auch an dem Punkt, dass ich dachte, wir brauchen die doch. Und so, und nein, man braucht sie nicht, um das einfach mal ganz klar zu sagen, man braucht sie nicht. Es macht dich nicht gemeckerfrei, sondern es bringt dich dahin, dass du noch mehr meckerst, weil du dich selbst noch mehr einengst, dich, deine Kinder einengst, weil ihr ein komisches Machtgefälle zwischen euch bekommt, weil du dich unglaubwürdig machst, wenn du die Regeln dann doch wieder schleifen lässt, wenn du die Konsequenzen nicht umsetzt, ne. Also so nach, da Gibt es doch diesen Spruch: Wenn ich auf 3 zähle und nichts passiert, hoffentlich merkt mein Kind nie, dass bei 3 nichts passiert. Ja, genau. Also so, ja. Und von dem her, wenn du gemeckerfrei werden möchtest, dann hör auf zu glauben, dass strengere Regeln oder mehr Konsequenzen dir irgendwie gut tun, sondern fang an, dein Inneres Gemecker zu verändern. Fang an rauszufinden, wie du mit deinen Kindern umgehen kannst in den Situationen, die eben schwierig oder anstrengend waren bisher. Lerne, wie du eine Family in Love wirst, ja. Lerne, wie du wirklich intuitiv gemeckerfrei wirst, und dann ist dein Alltag so energievoll und so wenig anstrengend, dass du auch noch den Raum hast zu sagen, okay, ist mal ist mein Job eigentlich wirklich der Job, den ich liebe? Ja, ist der Ort, an dem ich wohne, der Ort, den ich liebe? Ist mein Leben so, wie ich es liebe? Ist unsere Beziehung so, wie wir das lieben? Und dann kannst du die anderen Dinge eben auch Schritt für Schritt verändern und so kreieren, so gestalten, wie du dich eben, wie du und ihr, also ich ich meine immer euch als Familie, wie ihr euch maximal wohl fühlt. Weil es hat ja niemand festgelegt, dass zum Erwachsenwerden dazugehört, dass man ein bestimmtes Leben lebt.
Ja, und genau diese, das ist es, was ja einfach passiert, so Stück für Stück, wenn du diese— wenn du gemeckerfrei wirst und damit immer mehr Freiheit hast in dem Bereich, geht auf einmal dieser Horizont auf. Das ist das, was wir dir, wo wir dich auch inspirieren wollen, weil nur auf der Basis funktioniert dann, dass du, dass du in allen Bereichen die Freiheit hast für andere Entscheidungen. Oder zumindest einfach zu gucken, was, was entspricht mir noch und was entspricht mir vielleicht nicht mehr. Oder was habe ich ähnlich, so wie ich meinen Kindern, ich gedacht habe, Kinder bräuchten Regeln, was in meinem Leben habe ich eigentlich noch gemacht, weil ich halt, weil man das halt so macht.
Ja, wir zum Beispiel sind jahrelang nicht umgezogen, weil wir dachten, dass wir den Kindern das uns nicht antun könnten.
Genau. Und dann hat uns einer mal gesagt, die Kinder sind es, die das, der ganz viel umgezogen ist geschäftlich und so, der hat gesagt, die Kinder, die sind ja mal sofort, die haben ja gleich wieder neue Freunde. Für ihn war das viel schwieriger.
Ja, voll. Ja, aber da, also wir kennen das eben auch, wenn man sich da Also wie sich das anfühlt, wenn das Leben— fehlen mir gerade so ein bisschen die Worte— aber wenn man sich diese Freiheit wirklich zu entscheiden, wie aus dem Herzen oder wie man es haben möchte, wenn sich das einfach anstrengend oder schwer anfühlt oder man das Gefühl hat, das ist doch unmöglich, und dann eben zu sagen, okay, ich gehe halt Schritt für Schritt für Schritt für Schritt Schritt für Schritt. Ja, nur was eine coole Entscheidung wäre, wenn du von uns was lernen möchtest und dich von uns inspirieren lassen möchtest, und davon gehe ich aus, dass das so ist, sonst würdest du nicht unseren Podcast hören. Ja, also wenn du dich von uns inspirieren lassen magst, dann stell uns nicht auf irgendeinen Thron und denk, das können nur wir, oder denk, das ist so weit weg von dir, das schaffst du nie, sondern ich möchte dich einfach erinnern, wir haben auch da angefangen, wo du vielleicht gerade stehst, oder vielleicht sogar noch weiter drunter sozusagen. Und wir sind einfach den Weg gegangen, wir haben einfach diese Freiheit in uns entwickelt, wir sind gemeckerfrei geworden, indem wir das Gemecker in uns verändert haben, indem wir also unser Inneres und Äußeres Mecker verändert haben. Wir haben angefangen, viel mehr darüber zu sprechen, wie wir es haben wollen, statt darüber, was schiefläuft, was nicht gut funktioniert. Und ich war früher die Analystin vor den Herren, ja, konnten wir stundenlang, und ich war schon, glaube ich, die treibende Kraft. Also da muss ich, das nehme ich gerne auf mich. Wir konnten stundenlang Probleme analysieren, bis uns halt mal jemand gesagt hat, dass das halt nicht die klügste Idee ist, wenn man nicht weiter Probleme kreieren möchte. Und so haben wir halt, das sind wir da Schritt für Schritt weitergegangen. Und deshalb gibt es bei uns auch genau die Programme, die es bei uns gibt, weil jedes Programm einen bestimmten Schritt abbildet, der dir hilft, diese auf dem Weg in die innere und dann eben auch in die äußere Freiheit. Und erst ist es die Freiheit von Gemecker, und dann wird es die Freiheit von Erwartungen, die Freiheit von Zwängen, die Freiheit von: Man muss aber doch. Die Freiheit, ein Leben, sich davon zu befreien, ein Leben zu führen, das sich nicht glücklich anfühlt. Ja, weil schau, ich bin vor kurzem, hatte ich Geburtstag. Ich bin 45 Jahre alt geworden, glaube ich zumindest.
Ich bin 46 geworden, kurz davor.
Also ich bin 45 und das mag sich jetzt vielleicht komisch anhören, aber mir ist in den letzten Monaten echt so bewusst geworden, Dass die Nummer hier schon irgendwie endlich werden könnte. Also ich weiß nicht, wie das bei dir ist. Also ich hatte so, ja, mit Anfang 30 hatte ich das ja mal, dass ich gedacht habe, boah krass, es gibt echt Sachen, die werde ich in diesem Leben nicht mehr erleben. Also ich werde in diesem Leben keine alte, erst, also ich werde nicht erst mit mit 40 mein erstes Kind kriegen, weil als ich 40 war, war mein erstes Kind schon 18. Also mit Anfang 30 ist mir das mal wie so siebentheiß so bewusst geworden, dass es eben Dinge gibt, die werde ich in diesem Leben nicht erleben, weil ich andere Entscheidungen getroffen habe. Und ungefähr genauso, wie mir das damals bewusst geworden ist, ist mir vor ein paar Monaten eben bewusst geworden, dass ich gedacht habe, krass, Selbst wenn ich 90 werde, habe ich die Hälfte schon erlebt, sozusagen. Ja, und ich merke halt, ich bin eigentlich mit jedem Tag weniger bereit, mein Leben zu vergeuden mit Tagen, die sich nicht gut anfühlen.
Ja, und das finde ich, ist ist ja schon, wenn ich nur das eigene Leben betrachte, schon wichtig und krass und sage, okay, wieso sollte ich eigentlich nur eine Stunde damit beschäftigen, mich nicht gut zu fühlen? Und in Bezug auf Beziehung mit den Kindern ist es ja für mich oft fast noch krasser. Also, wie wichtig ist es da eigentlich. Also da zählt einfach jeder Augenblick.
Ja, und ich bin einfach nicht bereit, die Kinder, also den Kindern irgendwie beizubringen, dass man das eben aushalten muss, dass man da eben durch muss, dass es besser wird, wenn. Also Ich kann mich auch erinnern, dass ich zu unserer Tochter mal gesagt, früher mal gesagt habe: Mein Gott, das sind jetzt noch 2 Monate Schule, dann hast du es geschafft oder so. Und einfach zu sagen: Nee, wenn es sich nicht gut anfühlt und man auch keinen Weg findet, wie man machen kann, dass es sich gut anfühlt, dann muss man einfach gucken, wie kann man es verändern. Und das ist für uns die größte Form von Freiheit, überhaupt. Und ob das für dich dann am Ende des Tages oder im Laufe deiner Reise bedeutet, dass du auch irgendwo am Meer sitzt und aufs Wasser guckst, oder ob du dort leben bleibst, wo du jetzt lebst, ob du deinen Job wechselst, so wie wir das vor ein paar Jahren gemacht haben, als wir Gemeckerfrei gegründet haben, oder ob du in dem Job, den du machst, einfach bis an dein Lebensende total glücklich bist, spielt überhaupt keine Rolle. Wenn du halt einfach bei Gemecker frei gelandet bist, weil du merkst, dass im Zusammenleben mit deinen Kindern, mit deinem Partner, deiner Partnerin, dass da noch mehr möglich ist, dann, dann geh dafür los und schau, was sich auf dem Weg für Türen öffnen, Was für Wünsche, für Sehnsüchte entstehen, und erlaub dir da, deinem Herzen zu folgen. Und wir haben mal da angefangen, wo du heute stehst. Und wenn du magst, geh so lange den Weg, den wir gegangen sind, bis du da bist, wo du glücklich bist. Und wir freuen uns, wenn wir dich ein bisschen inspirieren dürfen, dass mehr möglich ist als das, was man gemeinhin für möglich hält.
Ja, das hast du sehr schön gesagt.
Alles Liebe.
Ich würde noch ganz kurz anschließen, einmal jetzt eine Bitte. Das machen wir nicht in jeder Folge, aber wenn du, wenn dir diese Folge gefallen hat, wenn dir der Podcast generell gefällt oder Auch wenn es jetzt deine erste Folge war, dann freuen wir uns, wenn du uns eine Bewertung, am liebsten natürlich eine 5-Sterne-Bewertung, hinterlässt.
Genau, vielen Dank, alles Liebe, tschüss!
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