Die verrücktesten Veränderungen aus 8 Jahren Elterncoaching

In diesem 10‑Minute‑Podcast‑Episode des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren die Gründer Uli und Bernd Bott, beide Eltern von vier Kindern und erfahrene Eltern‑Coaches, ihre achtjährige Erfahrung im Elterncoaching. Sie erzählen, wie der Podcast entstanden ist, welche Formate sie anbieten und warum sie sich als "Katalysatoren" verstehen, nicht als Ärzte. Der zentrale Fokus liegt auf den "Wundern", die sie in ihrer Arbeit beobachtet haben: von dramatischen Verhaltens‑ und Beziehungsänderungen (Kinder, die plötzlich das Bett einhalten, Paare, die wieder Nähe finden) über gesundheitliche Durchbrüche (Absetzen von Schmerz‑, Antidepressiva‑ und Ritalin‑Medikamenten, Linderung von chronischen Schmerzen und Migräne) bis hin zu lebensverändernden Ereignissen (spontane Schwangerschaften, Erfüllung von Kinderwünschen). Sie betonen, dass diese Veränderungen aus einer inneren Arbeit mit Gedanken und Selbst‑Gesprächen entstehen, wobei das Coaching lediglich den Prozess katalysiert. Neben großen Durchbrüchen werden zahlreiche Alltags‑Wunder (z. B. leichteres Zähneputzen, Lernfreude) genannt. Ein klarer Disclaimer wird wiederholt: Sie sind keine Mediziner und geben keine Heilversprechen. Der Ton ist locker‑konversationell, humorvoll und gleichzeitig begeistert von den positiven Resultaten.
Chapters
Nachdem uns das ganz große Freude macht, diese Fragen zu beantworten im Podcast, machen wir damit weiter.
Voll.
Wir haben uns mal überlegt, dass das eigentlich ein ganz gutes Format ist. Noch dazu kann man hier jetzt ja mal erwähnen, wo es jetzt immer inhaltliche YouTube-Videos gibt von dir auf dem Kanal.
Einmal in der Woche.
Einmal in der Woche gibt es ein Video von uns und das ist ein bisschen kompakter von der Zeit. Das sind immer so ungefähr 10 Minuten maximal. Dafür ist es auch inhaltlich dichter und der Podcast wird eigentlich so ein bisschen unsere Plauderrunde hier.
Ja, und damit sind wir eigentlich da, wie wir— und es hat jetzt ein paar Jahre gedauert.
340 und noch was Folgen ungefähr.
Wo du auch siehst, manche— gut Ding will Weile haben, weil Das war ungefähr vor wahrscheinlich 10 Jahren, zu Anfangszeiten von Podcasts in Deutschland. Ja, da sind wir damals in unserem vorvorherigen Zuhause sozusagen am Küchentisch gesessen und haben einfach immer wieder wahnsinnig gute Gespräche geführt. Und da waren wir so gehyped von den ersten Podcasts, die es da so in Deutschland gab und haben die angehört und haben so gedacht, boah, eigentlich müssten wir einen Podcast machen, wo wir nur, wenn wir diese Gespräche führen, Mikro mitlaufen lassen, die einfach da, also ein Aufnahmegerät da mitlaufen lassen, weil das hatte immer, das hatte immer so einen Mehrwert und wir hatten so einen Spaß dran. Und ja, dann hatten wir das so als Idee und damals War es aber so, also vor 10 Jahren, da haben wir ja noch nicht mal Gemeckerfrei gemacht. Da habe ich noch Fortbildungen gegeben. Du warst noch in den letzten Zügen deines Musikerlebens sozusagen. Und also wir hatten alles, aber keine Zeit.
Und ja, dafür da eigentlich ja auch gar keinen.
Also das, wo hätten wir das auch hingeschickt?
Also es gab ja— Wir hätten einfach einen Podcast machen können, aber das war ja nicht— Wir hätten uns auch damals nicht jetzt nur als Podcaster verstanden. Also das ist ja, es gibt ja reine Podcaster. Ja, genau.
Aber damals gab es das noch nicht.
Also nicht in Deutschland, im deutschsprachigen Raum gab es das nicht.
Und irgendwie, also ich glaube, es war wirklich einfach ein Zeitproblem. Also ist ja auch egal. Jedenfalls haben wir dann irgendwann, also Jahre später, haben wir dann mit dem Gemeckerfrei-Podcast gestartet.
2021 im Oktober.
Ja, genau. Also 5 Jahre später als damals sozusagen. Ja, so eigentlich. Ja, genau. Und Dann war das erst mal, kann man vielleicht an der Stelle auch mal erzählen, das war echt zäh für uns mitunter.
War nicht so leicht, dass wir überhaupt so locker da ins Gespräch gekommen sind und so. Das war alles so ein bisschen Lernphase.
Ja, also weil da dürft ihr ja verstehen, Dass bevor es den Gemeckerfrei-Podcast gab, gab es ja mal einen Podcast für Erzieherinnen von dir. Von dir.
Da hatte ich ja nichts damit zu tun. Also nur technisch.
Ja, genau. Und also das war ja sozusagen ein Weiterbildungs-Podcast.
Ja.
Also da habe ich mir richtig Mühe gegeben. Guten Inhalt zu präsentieren. Und dann haben wir angefangen, Podcast zusammen zu machen. Und du warst halt schon damals so, dass du gesagt hast, wir machen das so, wie wir es jetzt machen. Und ich war ehrlich gesagt die Bremse, weil ich das nicht hingekriegt habe, weil ich war so in diesem— also ich habe einfach so viele Jahre unterrichtet, Dass mir das einfach voll schwergefallen ist, weil ich immer dachte, das muss mehr Mehrwert haben. Ihr müsst da mehr mitnehmen. Wir müssen da ein Konzept, also das muss alles Hand und Fuß haben. Du schmeißt gleich den Tonständer um.
Nein, nein, nein, nein. Ich schmeiß gar nichts um.
So, also das war und das ist mir einfach so schwergefallen.
Na ja, ich glaube, heute geht es um Wunder. Das kann ich, habe schon mal ein bisschen in die Fragen reingespickt. Die erste Frage geht um Wunder. Und da darfst du dich jetzt wundern, was jetzt gleich kommt.
Genau. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd Bott. Wir sind die Gründer von Gemeckerfrei und Eltern von 4 Kindern.
Die sind jetzt zwischen 17 und 26, also schon richtig alt. Und wir sind außerdem mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren, haben schon 100.000 Eltern dabei begleitet, ihr liebevolles Familienleben Leben zu erschaffen. Und du bist hier richtig, wenn du zu den Eltern gehörst, die einfach wissen wollen, wie Elternsein heute wirklich geht, die keinen Bock mehr haben auf alten autoritären Scheiß, aber gleichzeitig auch von der Weichspülpädagogik und diesem ganzen Gentle-Sonstwie-was-Parenting erschöpft sind. Wenn du zu denen gehörst, bist du hier richtig. Schön, dass du da bist.
Und unsere Kinder sind zwar alt, aber wir natürlich nicht.
What?
Du hast gesagt, unsere Kinder sind schon alt. Hab ich gesagt, wir sind nicht alt.
Okay.
Gehen auch.
However, wunderbar. Wir haben vor ein paar Wochen unsere Teilnehmer gefragt, was sie von uns gerne wissen wollen.
Und eine Frage ist: Ihr habt bestimmt durch eure Arbeit schon viele Wunder bewirkt oder erlebt. Was waren für euch die größten?
Also ich finde, das in größer oder kleiner einzuteilen ist ja schon einfach schwierig.
Ja, das ist total schwierig. Und ich muss jetzt noch eine Sache loswerden. Ich weiß, ich bin nicht so ernsthaft, aber ich habe ständig den guten Gildo Horn im Kopf mit Wunder gibt es immer wieder. Noch dazu, wo wir vor einem halben Jahr auf einem Meditationsretreat einen Musiker getroffen haben, der jahrelang bei ihm in der Band gespielt hat. Das war cool und das finde ich gerade sehr lustig. Also alle, die das Lied kennen, Ohrwurm ist geschenkt.
Ja, genau. Ja, weil mir ging es auch gerade so.
Und es ist ein alter Schlager, aber es ist tatsächlich gar nicht so verkehrt von der Herangehensweise, auch immer wieder Wunder zu erwarten im Leben.
Weißt du? Ja, voll. Und weißt du, das sind ja, also wo fängt man denn da an? Also das ist ja schon ein Wunder, wenn man jetzt sagt, okay, da kommen Eltern zu uns, deren Kinder haben Möbel durchs Zimmer geschmissen und Glasvitrinen zerdeppert. Und damit haben die dann aufgehört. Also das ist doch schon ein Wunder. Oder wir haben Kunden, die durften das Haus nicht verlassen, weil das Kind es nicht zugelassen hat, dass die Eltern das Haus verlassen. Und heute sagt dieses Kind: Soll ich den Schlüssel mitnehmen oder ist jemand zu Hause, wenn ich nach Hause komme?
Eigentlich freut es sich, wenn gerade mal keiner zu Hause ist.
Ja, oder Wenn Teilnehmer sagen, ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich den Typen mal heirate, aber jetzt fühlt es sich richtig an.
Ja, und witzigerweise bei der Story, also wenn du jetzt die gleiche meinst, da gibt es ja mehrere. Ja, aber bei der einen Story hat er sogar eher dann den Antrag gemacht. Also bei ihr hat sich das verändert zu sagen, na ja, okay, also eigentlich so dieses so ein bisschen aus so einer So ein Dings, na ja, so will ich mich auf den nicht festlegen, mich in so was wie eine Ehe binden will ich eigentlich auch nicht und so. Und dann bei uns im Programm und dann so der Shift, einfach nur der Gedanke, okay, wäre vielleicht doch eine Option. Ja, wäre vielleicht doch schön. Und dann macht er einen Antrag und die Schwiegermutter sagt, sie zahlt das Fest. Ja, das ist auch geil.
So, also so, oder ich weiß echt nicht, wie viele gemeckerfreie Babys es schon gibt, die also nicht nur, weil Menschen schwanger, dass Menschen schwanger geworden sind, weil während sie bei uns im Programm waren, sondern dass Menschen schwanger geworden sind, die entweder einen langen, unerfüllten Kinderwunsch hatten und dann auf einmal, auf einmal schwanger geworden sind. Oder Menschen, die aufgrund dessen, wie sich die ganze Familiendynamik verändert hat, sich dann entscheiden konnten, noch dem Wunsch nach noch einem weiteren Kind nachzukommen. Also das sind ja alles Wunder.
Und jetzt eine Sache ist wichtig, weil wir kommen jetzt gleich noch zu, also es gibt ja da eine Menge Stories. Oder zwei Sachen finde ich, sind mir wichtig. Das eine ist mal, wir sind keine Ärzte und wir behaupten auch nicht, dass wir da irgendwas Also wir reden nicht über Heilung, weil das dürfen wir nicht.
Ja, das ist der Disclaimer an dieser Stelle.
Das ist ein wichtiger Disclaimer. Versprechen wir auch nicht. Können wir nicht versprechen. Dürfen wir nicht.
Nee.
Das Zweite ist, dass das natürlich, ich meine, das passiert durch unsere Unterstützung, aber das ist jetzt nicht, also und es ist ja bei allen diesen Dingen so, dass also ein Heiler heilt ja auch nicht die Person, sondern die Person heilt sich immer selbst.
Ja, und der Heiler ist quasi nur der Katalysator, oder also wir sind, wir verstehen uns nur, wir verstehen uns nur als die, die Krücke, die jemand halt braucht, um diese Ergebnisse zu erzielen. Also wir sind so, also das ist im Rahmen unserer Programme, durch die Zusammenarbeit mit uns ist es passiert, aber gemacht haben die Menschen das selbst. Ja, und das ist einfach auf allen Ebenen. Also wir haben Menschen, die waren auch länger in unserer Begleitung. Da habe ich dann irgendwann nach irgendwie 4, 5 Monaten mal erfahren, dass die, bevor die zu uns ins Coaching kamen, jeden Tag 2 bis 3 Schmerztabletten genommen haben. Also ganz konventionell. Ich sage jetzt absichtlich keine Marke, ja, so die einfach schmerzmittelabhängig waren, um den Tag zu überstehen. Und dann erzählte mir so beiläufig, dass sie jetzt schon seit 4 Wochen nicht ein Schmerzmittel genommen hat. Ja, so. Wo ich so denke, boah, krass. Also das ist ja mal voll krass. Und wie viele Leute? Also das kann ich gar nicht mehr an— also da brauche ich schon mehr als zwei Hände, um die Menschen abzuzählen, von denen ich das weiß. Die Dunkelziffer ist ja auch an der Stelle total groß, weil das erzählen ja meistens nur die Kunden, die in den höheren Programmen dann irgendwann sind, weil man mit denen so eine enge Beziehung hat. Aber wir haben unfassbar viele Kunden, die Antidepressiva absetzen konnten, die Burnouts überwunden haben, die einfach jahrelange Medikamentengaben einstellen konnten bei sich, bei ihren Kindern. Wir haben Eltern, deren Kinder kein Ritalin mehr nehmen müssen. Wir haben also das, wir haben Menschen, die sich fast nicht mehr bewegen konnten, weil sie so starke Rückenschmerzen hatten, Schulterschmerzen hatten, die jeden Monat Migräne hatten, die einfach das nicht mehr haben.
Und das ist, da wird man sich vielleicht fragen, ja, Elterncoaches, was hat das damit zu tun? Soll jetzt jemand seine Psychopharmaka absetzen, bloß weil er in ein Elterncoaching geht? Ja, ich verstehe dich, das gemeckerfrei ist halt mehr als ein, also es geht halt drüber hinaus, weil gemeckerfrei ist ja jetzt keine Kein Konzept, wo du lernst, okay, mein Kind will seine Hausaufgaben nicht machen, also mache ich jetzt ABC und dann macht seine Hausaufgaben wieder. Ja, das ist das Ergebnis von Gemeckerfrei, aber so funktioniert der Weg nicht, sondern der Weg ist deine Veränderung, der Weg ist deine Sicht auf dich selbst, aufs Leben und damit auch auf deine Kinder und auf euch als Familie und auf euch als Paar. Und daraus entsteht diese Veränderung und daraus entsteht eben diese Veränderung, die beginnt in dir. Und deswegen passieren da solche Wunder, dass eben Menschen sagen: Hoppla! Ich kann mich erinnern an eine Kundin sogar, die gesagt hat, sie hat es gar nicht gemerkt. Also sie hat auf einmal vergessen, dieses was auch immer, war irgend so ein, ich kenn mich ja da nicht aus, irgend so ein Medikament da zu nehmen. Sie hat es einfach vergessen und hat nach einer Woche gemerkt: Scheiße, ich nehme das jetzt seit einer Woche nicht mehr. Wollte es gerade wieder nehmen und denkt sich: Hoppla, Moment, hat sich ja gar nicht— Also mir geht es ja genauso gut wie oder sogar besser, weil das ja normalerweise auch, also das ist ja nur ein Dämpfer, diese, diese oder nicht nur, aber diese Medikamente dämpfen einen ja oft total. Und damit hat sie es eigentlich erst gemerkt. Also das ist wirklich spannend und berührend, finde ich es ja, was da passiert, weil Menschen halt dann ihr Leben auch wieder genießen können. Ja, voll.
Na also, weil ich würde da gerne noch mal kurz einhaken, was du sagst, weil äußeres Gemecker ist ja immer die Folge von innerem Gemecker und inneres Gemecker ist ja einfach das, wie du selber mit dir sprichst, also wie du mit dir umgehst und Die meisten Menschen gehen einfach super schlecht mit sich selber um und sie merken es noch nicht mal, weil 75 bis 80% der Gedanken, die wir jeden Tag denken, die sind unbewusst, die merken wir gar nicht. Und das heißt, die allermeisten Menschen schaden sich jeden Tag selbst mit dem, was sie denken. Und es spielt gar keine Rolle, ob sie denken, ich bin ein Depp, oder übers Kind denken, du bist ein Depp. Also ich mache jetzt so ein profanes Beispiel. Wenn man es ein bisschen intellektueller macht, macht es keinen Unterschied, ob du denkst, jetzt habe ich das wieder nicht hingekriegt, oder warum hat das Kind jetzt wieder keine Hausaufgaben gemacht? Das ist das Gleiche. Es ist der gleiche Gedanke in Grün, weil beides Mal schwingt dieser Gedanke in einer negativen Frequenz. Und diese negative Frequenz, die sorgt einfach dafür, dass— und das ist wieder wissenschaftlich belegt— dass das Immunsystem instabiler wird. Das führt dazu, dass dein Körper minderwertige Proteine Produziert. Und wir wissen einfach, Proteine ist einfach Lebensbaustoff. Also wenn dein Körper minderwertige Proteine produziert, wirst du einfach krank. Und in der Folge, wenn dein Körper anfängt, hochwertigere Proteine zu produzieren, dann wirst du halt gesünder. Und so kannst du eben auch körperlich gesünder werden. So wie jetzt zum Beispiel auch eine andere Kundin von uns, die, die konnte ja keine Radltour mit ihren Kindern machen, konnte keinen Spaziergang mit den Kindern machen, konnte nicht zum Spielplatz gehen, weil sie so Rheuma krank war und mittlerweile kann die das halt alles machen und fährt in Urlaub und macht Wanderurlaube und geht in Trampolinpark und was weiß ich. Also weil halt einfach auch Rheuma nur eine Kondition ist, die am Ende des Tages im Kopf entsteht bzw. halt im Kopf zu verändern ist. Ja, ich will jetzt wie gesagt kein Heilversprechen und so weiter. Und natürlich gibt es aus schulmedizinischer Sicht da andere Begründungen. Ich kann dir nur— die Frage war ja nur, habt ihr Wunder erlebt? Und ich sag halt, das gehört für mich zu den Dingen, die ich in die Kategorie Wunder packe, weil die halt so berührend sind und erst mal auch nicht zu den Dingen gehört hätten, die ich logischerweise erwartet hätte. Also weil es ja so ist, wir sind ja eigentlich Elterncoaches und ja, wenn Kinder dann aufhören, irgendwie Möbel durch die Gegend zu schmeißen, ja, das ist, das versteht mein Verstand.
Ja, wenn Jugendliche wieder mit ihren Eltern reden, whatever, das ist ja alles so.
Wenn Schule kein Thema mehr ist, das ist, also das sind natürlich auch Wunder.
Wenn wir das nicht hinkriegen würden, wären wir komplett am falschen Platz. Das muss man ja dazu sagen. Dann hätten wir jetzt auch nicht seit 8 Jahren, würden wir das nicht seit 8 Jahren erfolgreich machen und hätten auch nicht so viel Spaß dran, weil es wäre ja dann für die Katz. Also das so.
Und gleichzeitig aber eben zu sagen, es funktioniert selbst an den Stellen, wo alle außer uns sagen, das Kind muss in die Klinik, das ist hochgradig in die psychiatrische Klinik, dass Kinder, die Tics haben, die ein sehr, sehr, sehr eingeschränktes Leben nur noch leben können, weil sie so von ihrer eigenen, in ihrer eigenen Welt so gefangen sind. Also wenn ich da ein Beispiel rausgreife und sage, ein Kind, das Sachen nicht in Mülleimer schmeißen kann, weil eklig und es nur noch daneben schmeißt, das mit nur zwei Nahrungsmittel isst und oder zwei Lebensmittel isst, nur mit einer ganz speziellen Gabel isst, die eine Viertelstunde lang spülen muss, eine halbe Stunde das Bett untersuchen muss, bevor sie sich ins Bett legen kann abends. Also wirklich, wo jeder andere oder viele andere, also wir waren jetzt halt im Umfeld dieser Familie die einzigen, die gesagt haben, nee, Okay, das kriegen wir hin. Und heute?
Das ist alles weg.
Alles weg. Alles weg. Es ist einfach— und das Kind ist einfach ein freies Kind. Und das Umfeld steht daneben und sagt: Wie habt ihr das gemacht?
Und die Eltern sind auch wieder frei.
Ja, natürlich. Ja, natürlich. Was meint ihr, was das für ein Leben ist, wenn du so gegängelt bist, weil es deinem Kind so schlecht geht. Und das ja, aber das sind ja alles Eltern. Zu uns kommen ja nur Eltern, die es gut machen wollen. Also und die schon damals schon ihr Bestes geben, aber es halt dann so schiefgeht. Und dann zu lernen, okay, wie kann ich, wie muss mein Bestes denn aussehen, dass mein Kind auch frei und glücklich groß werden kann? Und dann verändern sich die Dinge. Und das sind also ich. Ich bin so demütig, weil und wie das, wie du ja gesagt hast, nicht weil wir das gemacht haben, sondern ja, es ist unsere Unterstützung. Und ich hatte jetzt gerade mit einer Kundin da letzte Woche noch mal so ein Abschlussgespräch, wo die gesagt hat, das war so crazy. Sie hat mich so für verrückt gehalten, als sie so am Ende war und dachte, also ja, dann gehe ich halt in die Klinik. Und ich so, ich muss dann wohl gesagt haben, ich habe mich gar nicht mehr so genau erinnert. Ich muss dann gesagt haben: Hör auf, mit dem Kind zum Arzt zu gehen. Das denkt sonst noch, es wäre krank. Und sie hat sich gedacht: Ja, was soll das sonst sein? Das Kind ist krank. Und ich so: Nee, das ist nicht krank, das kriegen wir hin. Und ja, that's it.
Also ja, Wunder gibt es immer wieder.
Ja, ständig und an jeder Stelle. Und es ist für jeden ein Wunder was anderes. Für den einen ist es ein Wunder, wenn einfach auf einmal das ins Bett gehen funktioniert. Für den anderen ist es ein Wunder, Wunder, wenn ihr euch als Paar wieder näher kommt. Für den Übernächsten ist es ein Wunder, wenn körperliche Beschwerden verschwinden. Es sind doch alles Wunder. Es ist ja unsere Frage, unsere Definition, was wir als Wunder betrachten.
Ja, und ich glaube, viele Menschen würden halt das, für das sie nicht explizit irgendwas getan haben, ganz schnell als Wunder bezeichnen. Und das ist ja das, was eben oft passiert. Weil, und also jeder, der so sich in der Persönlichkeitsentwicklung bisschen auskennt oder uns auch schon länger kennt oder zuhört, weiß es so, dieses Ding, ja okay, also meine Gedanken erschaffen meine Realität. Viele Menschen sagen das schon, ich weiß nicht, ob es alle glauben, die das schon so sagen, weil das ist ja noch mal, also das ist ja der eine Schritt, ist das erstmal zu akzeptieren, der zweite Schritt ist es zu glauben, und der dritte Schritt ist es zu erfahren. Der kommt manchmal vorher, Und das ist ja schon oft, auf einmal ist die Möglichkeit offen. Ach so, man könnte auch das erleben, dass ein Kind einfach ins Bett geht.
Ja.
Und dann auf einmal am nächsten Abend geht das Kind einfach ins Bett. Ohne Gedöns, Geschrei, putzt sich die Zähne oder lässt sich die Zähne putzen, je nach Alter. Und es funktioniert alles. Und das sind so die alltäglichen Wunder, um das noch mal so aufs Kernthema zurückzubringen, die passieren. Und die in jeder Form, und wenn es nur ums Zähneputzen geht oder wenn es um Krankheiten geht, angebliche Krankheiten oder whatsoever, die mich immer wieder dankbar machen und mit Freude erfüllen, dass das einfach für die Menschen da passiert.
Ja, voll. Und während du das jetzt so gesagt hast, ist mir noch mal so ein Beispiel eingefallen. Das würde ich jetzt zum Abschluss vielleicht noch reinschmeißen, weil auch so So ein Kind, das immer mit den Eltern wegen Lernen und so halt so Zoff hatte und auf einmal kommt es und sagt: Boah, ich habe gerade Spanisch gelernt, es hat voll Freude gemacht. Ja, das ist doch auch ein Wunder. Also das ist ja diese, dieses Rauh. Also egal, was es vielleicht gerade ist, was auch vielleicht jetzt deinen Zuschaueralltag quasi schwer macht. Wenn du einfach nur mal dir vorstellst, wie wäre dein Leben, wenn das nicht mehr da wäre, wenn sich das verändert? Hätte. Und das ist doch, das sind doch schon die alltäglichen Wunder. Und wenn du dann merkst, dass halt die anderen Wunder auch noch dazu kommen, dass du eben, weil, na, also wir haben ja mit den Menschen nicht dran gearbeitet, Depressionen oder sonstige Kopfschmerzen oder sonst was zu verändern, sondern es ist einfach by the way im Prozess passiert. Ja, in diesem Sinne, alles, alles Liebe für dich.
Bis zum nächsten Mal.
Tschüss.
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