Die wichtigste Routine im Familienalltag - Podcast 188

In dieser Podcast‑Folge von Uli und Bernd Bott (Gemeckerfrei) wird das gängige Bild von festen Schlaf‑ und Alltagsroutinen für Kinder kritisch hinterfragt. Anhand einer konkreten Geschichte einer überbuchten Feier eines 7‑jährigen Jungen zeigen sie, wie starre Zeitpläne zu Übermüdung und Stress führen können. Die Gastgeber argumentieren, dass das eigentliche „einzige“ notwendige Ritual nicht ein festes Zeit‑ oder Verhaltensmuster ist, sondern die Fähigkeit des Kindes, flexibel auf wechselnde Situationen zu reagieren – unterstützt durch eine klare, konsequente Elternführung, die Sicherheit vermittelt. Sie illustrieren das Konzept mit Beispielen aus ihrem eigenen Familienleben (flexible Essenszeiten, variierende Schlafenszeiten, unterschiedliche Wickel‑Methoden) und erklären, wie solche Anpassungen das kindliche Gehirn geschmeidig machen und Selbst‑Führung fördern. Abschließend betonen sie, dass Eltern in unvorhergesehenen Momenten ihre eigene Flexibilität zeigen und die Führung behalten müssen, um dem Kind Halt zu geben. Der Podcast endet mit einem Aufruf zum Abonnieren und zur Bewertung des Kanals.
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Brauchen Kinder feste Schlafenszeiten? Brauchen Kinder feste Rituale, feste Regeln, feste Routinen? Oder kann es auch was anderes geben?
Wer fängt an?
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Schön, dass du heute wieder hier bist oder uns zum ersten Mal siehst oder hörst. Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind Eltern von 4 Kindern, die Gründer von Gemeckerfrei und sogar Großeltern von einem Enkel. Ja, nicht unterschlagen, den darf ich nicht unterschlagen.
Genau, und wir sind mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren, wir haben schon viele, viele Zehntausend Menschen dabei begleitet, ihr liebevolles, glückliches Familienleben zu erschaffen und und freuen uns, dass du hier bist zu einer Folge, wie wir finden, die super spannend ist und die vielleicht an der einen oder anderen Stelle dazu geeignet ist, dein Weltbild auf den Kopf zu stellen. Das sind ja immer die Folgen, die wir persönlich am allerliebsten mögen, weil wir finden, dass die Welt bunt ist und dass neue Perspektiven unfassbar spannend sind, um Beziehungen noch lebendiger, glücklicher und fröhlicher und erfüllter zu gestalten. Deshalb, heute geht's los, und zwar zum Thema: Was ist die einzig sinnvolle Routine aus der Sicht von Gemeckerfrei?
Und dazu muss man ja mal sagen, dass es ja so rumschwirrt als, als Meinung oder auch als angebliches Wissen oder sogar für manche als Gesetze, dass es so verdammt wichtig ist, dass Kinder, auch schon kleine Kinder, und dass sich das so durchzieht durch das Ganze, die ganze Kindheit, dass es feste Routinen und Rituale gibt.
Genau, dass das das ist, woran Kinder sich orientieren, dass ihnen das Halt gibt und Sicherheit vermittelt. Und da geht es überhaupt nicht darum, dass wir nicht wollen, dass ein Kind sich sicher fühlt. Wir haben nur die Erfahrung gemacht und dass es keinen Halt hat. Natürlich wollen wir, dass Kinder sich gehalten fühlen.
Wir wollen, dass Kinder sich sicher fühlen.
Und wir wollen aber, dass das auch zum Leben passt. Und die Folge ist entstanden, weil mir letztens eine unserer VIP-Kundinnen geschrieben hat und gesagt hat, ihr 7-jähriger Sohn war mit Papa unterwegs und die waren erst auf der einen Feier bis halb 7 und dann ist der Papa mit dem Kind anschließend noch auf eine andere Feier gegangen und dann war es irgendwie 10 oder halb 11 und dann sind die nach Hause gekommen und dann kam es, wie es kommen musste, das Kind war über verdreht, und es hatte dann noch Hunger, und es wollte noch dies, und es wollte noch das. Und sie war so in dem Zwiespalt, den Papa machen zu lassen, weil es nicht ihre Baustelle ist, und gleichzeitig aber zu sagen, ah, ich sehe das Unheil schon kommen, und ich bin die, die das die ganze nächste Woche dann wieder ausbaden muss, weil das Kind dann schräg drauf ist. Was du vielleicht auch schon alles kennst, was du selber glaubst und denkst, wenn dein Kind zum Beispiel zu spät ins Bett kommt. Und da wollen wir einfach mal, das wollen wir mal als Anlass nehmen und sagen: Hallo, ganz kurz zwischenrein, ne?
Wir haben festgestellt, bei diesem Podcast sind die meisten unserer Zuhörer und Zuseher, ganz genau gesagt sind es 74% der Zuschauer und Zuhörer, sind nicht Abonnenten unseres Kanals oder des Podcasts. Und deswegen will ich dich jetzt bitten, wir würden diese Zahl gern auf unter 50% senken, und dafür brauchen wir deine Hilfe. Also geh jetzt kurz, wenn du auf YouTube bist, musst du einfach nur unter dem Video auf Abonnieren klicken. Ansonsten in der Podcast-Plattform, wo du gerade bist, sei so nett und lass uns ein Abo da. Wenn du nach der Folge begeistert bist und sogar noch Zeit hast, freuen wir uns auch noch über eine Bewertung, am besten natürlich mit 5 Sternen. Damit hilfst du uns, dass wir diesen Podcast weitermachen können, dass wir euch weiter hier coole Themen bringen können und unterstützt damit Die Gemeckerfrei-Mission, die Welt für Kinder schöner zu machen. Vielen herzlichen Dank und jetzt viel Spaß weiterhin mit dieser Folge.
Das wollen wir mal als Anlass nehmen und sagen, okay, brauchen Kinder feste Schlafenszeiten? Brauchen Kinder feste Rituale, feste Regeln, feste Routinen? Oder kann es auch was anderes geben, was dem Kind Halt und Sicherheit vermittelt?
Ja, und da kann man sich ja erstmal anschauen, wie ist denn unsere heutige Lebensrealität so? Also wie ist die Moderne, wie ist das moderne Leben als Erwachsener, ne? Bist du da immer so festgeschrieben in den Dingen, ja? Hast du da so feste Abläufe? Ja.
Und gibt's die Momente, wo du zum Beispiel noch die dritte Folge von deiner Lieblingsserie suchtest obwohl du weißt, dass der Wecker morgen schon bald wieder klingelt? Oder bist du jemand, der auch mal einen übern Durst trinkt? Bist du jemand, der mal zu viel Schokolade isst? Bist du jemand, der mal noch zu lange mit der Freundin telefoniert und dadurch irgendwelche Dinge nicht fertig bekommt, die du dir vielleicht vorgenommen hast. Also unsere These ist, die meisten Erwachsenen kommen ganz gut im Leben klar, ohne dass sie sich selbst in so ein enges Korsett pressen, wie viele Eltern ihre Kinder pressen.
Ja, weil sie, und das ja deine Beispiele waren ja genau das, weil sie in manchen Situationen spontan entscheiden über das, was sie vielleicht, wie sie es vielleicht immer gemacht haben, oder über das, wie sie sich vorgenommen haben, auch wie es geplant ist, oder wie sie auch glauben oder wissen, dass es am besten für sie wäre. Ja, oder wie, ja, oder wie ein Teil von ihnen das denkt. Drüber hinauszugehen, weil es jetzt gerade so schön ist, weil es jetzt gerade Spaß macht, weil es gerade spannend ist, was auch immer, weil es gerade ein gutes Gespräch ist. Und man sagt, ich kann jetzt nicht an der Stelle einfach sagen, du, ich muss jetzt weg.
Das sind ja schon so Kleinigkeiten, wenn du zu deinem Kind sagst, wir fahren gleich, und dann steht die Nachbarin draußen, verwickelt dich in ein Gespräch und du stehst da eine Viertelstunde quatschend und das Kind wartet eine Viertelstunde im Auto, obwohl du ins obwohl du das Kind vorher vom Lego weggerissen hast, weil ihr jetzt unbedingt sofort los müsst. Also all diese, all diese Beispiele meinen wir an der Stelle. Und jetzt mal zu sehen, okay, was, wenn Kinder auf eine andere Art und Weise Halt und Sicherheit vermittelt bekommen können als durch diese festen Strukturen? Und jetzt sagst du, ja, okay, dann ist das Kind jetzt im Beispiel unserer Kundin, dann ist das Kind am nächsten Tag vielleicht müde. Okay, jetzt mal ganz ehrlich, es gibt 100.000 Gründe, warum man am nächsten Tag müde sein kann, weil man in der falschen Schlafphase aufgeweckt wird, weil man nachts schlecht geträumt hat und wach war, weil man gerade einen Wachstumsschub hat und sowieso mehr Schlaf braucht, weil es zu heiß war, man unruhig geschlafen hat, weil es zu kalt war, weil das Kuscheltier gefehlt hat, weiß der Kuckuck, gibt 1000 Gründe. Und es gibt andererseits auch wieder die Möglichkeit, dass du eben viel zu wenig geschlafen hast, aber weil das, was du abends erlebt hast, dich so erfüllt und energetisiert hast, dass du deshalb überhaupt nicht müde bist. Also bei uns zum Beispiel, wir waren vor Kurzem nördlich des Polarkreises und haben die Mitternachtssonne erlebt, und wir haben uns wirklich um halb 3 ins Bett gezwungen, weil, weil wir halt gesagt haben, wir müssen jetzt mal schlafen gehen, und sind auch morgens relativ früh aufgestanden, weil wir das alles erleben wollten. Und ich war an den Tagen überhaupt nicht müde, weil ich war voll geflasht von all den Eindrücken. Einfach jetzt zu sagen, okay, kann ich anfangen zu glauben, dass mein Kind weniger feste Rituale und Routinen braucht und dass es das, was es tatsächlich braucht, was anderes ist, nämlich Trommelwirbel. Und das ist die einzige wirklich wichtige Routine, die aus unserer Sicht Kinder brauchen?
Das ist Flexibilität.
Die Fähigkeit, flexibel zu sein. Was, wenn das Wichtigste ist, dass du dein Kind darauf trainierst, dass es sich an unterschiedliche Situationen immer wieder neu gut anpassen kann?
Und es fängt halt schon ganz klein an, um jetzt mal aus diesem— wir haben jetzt gerade viel über die älteren Kinder gesprochen. Aber das ist schon, wenn Mama wickelt anders als Papa. Also du kannst natürlich, und ich weiß, da gibt es glaube ich ganze Bücher drüber, dass man das immer gleich machen soll. Immer zuerst das Bein, das Bein, das dazu sagen, dies, jenes. Kann man auch machen. Nur was, wenn das überhaupt nicht schlimm ist, wenn es die Mama so macht und der Papa so? Selbst wenn es die Mama am Tisch macht, der Papa am Boden oder was auch immer. Und das Kind einfach merkt, ja okay, jetzt ist der, also selbst so ein Säugling ist ja nicht doof. Das merkt macht der schon, ne? Und später erst recht die Kinder, die, die kennen das schon, ja, die, die kriegen das schon geregelt. Und davon auszugehen, okay, das ist überhaupt nicht schlecht, wenn die sich da umstellen müssen, sondern das hilft ihnen von Haus aus, Flexibilität zu erlernen und die Fähigkeit zu erlernen, flexibel zu sein, ja, und immer wieder sich neu an neue Situationen anpassen zu können.
Weil es doch auch total schön, schau, jetzt ist der Sohn mal unserer Kundin, dann war der Jetzt noch auf dem zweiten Fest. Ich meine, es war, es ist Sommer, es ist tolles Wetter gerade, es ist, was, wenn diese, die Erinnerungen, die er da mitnimmt, wenn das Erinnerungen sind, von denen er sein ganzes Leben lang zehrt? Und jetzt zu sagen, okay, ich muss nicht am nächsten Tag müde sein, weil ich spät ins Bett gegangen bin, ich muss nicht frustriert sein, weil es heute nicht das Abendessen gibt, das ich üblicherweise gewohnt bin. Wir haben das bei unserem jüngsten Sohn eine Zeit lang erlebt, gelegt. Wir haben sonntags, war das nämlich immer so, da gab es bei uns sozusagen Brunch und dann Abendessen. Und für den war das eine Zeit lang total schwierig zu verstehen, dass es dann nur zwei Hauptmahlzeiten am Tag gibt und nicht wie sonst immer unter der Woche Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Und dann hat er sich satt gegessen mit dem, was dann eigentlich für uns unser Abendessen war, so ein frühes Abendessen, und kam dann beim ins Bett gehen, aber ich habe noch nicht Abend gegessen, ich muss jetzt noch Abendessen, weil er halt von der Woche so darauf trainiert war, dass es 3 Mahlzeiten gibt. Und dann hat er eine Zeit lang natürlich noch eine dritte Mahlzeit gekriegt, wir haben ihn ja nicht hungrig ins Bett geschickt, aber haben dann halt gleichzeitig mit ihm das auch, ihn in das damit einbezogen, zu sagen, guck mal, also das ist jetzt das Mittagessen und das Abendessen in einem. Wir haben jetzt hier quasi das Frühstück, ist das Frühstück und das Mittagessen, und das Abendessen ist das Mittagessen und das Abendessen, und deshalb ist es jetzt an diesen Tagen anders. Und das trainiert Flexibilität, das macht das Gehirn geschmeidig. Und jetzt gibt es viele Menschen, da sagen, okay, aber wenn es so flexibel ist, dann hat das Kind keinen Halt und dann fühlt es sich nicht sicher. Das war der Einstieg.
Ja, das ist ja das, was viele, was auch in dieser Begründung mit dem Wickeln und so weiter, was daherkommt, oder auch mit den Ritualen, dass man das ins Bettgehen immer gleich macht und so weiter. Das ist ja die Idee dahinter, ist den Kindern damit Halt zu geben, weil vielleicht auch Erwachsene die Erfahrung gemacht haben, dass ihnen selbst manche Routinen Halt geben.
Ja, und gleichzeitig haben viele von euch vielleicht schon erlebt, wenn es dann zum Beispiel abends mal später wird, dass es dann mit den Kindern nicht gut funktioniert, dass das dann, dann hat es noch Hunger, dann ist es überdreht, dann kommt es nicht rein, dann blablabla, muss es noch 100 Geschichten vorgelesen kriegen. Also irgendwie läuft es nicht so smooth und nicht so rund wie an den Abenden, wo ihr es so macht wie immer. Und jetzt glauben viele Menschen, und das ist ein riesengroßer Irrglaube, dass es daher kommt, dass das Kind die feste Struktur und das feste Ritual braucht. Stimmt aber nicht, weil das Einzige, was passiert, wenn ihr es anders macht, ist, dass du als Mama oder Papa die Dinge anders tust. Und jetzt schau da mal hin, wenn es zum Beispiel statt abends 19:30 Uhr ist es schon 21:30 Uhr, also 2 Stunden später. Und was macht dein Elternsystem automatisch, wenn dein Kind erst um 21:30 Uhr Richtung Bett sich aufmacht, sozusagen?
Es plant schon den Worst Case, also alles, was jetzt nicht funktionieren kann. Das Kind ist überdreht, es ist eigentlich schon zu müde zum Schlafengehen, kriegst das Zähneputzen nicht hin. Gleichzeitig machst du dir Sorgen, was morgen ist. Da kommt er wieder nicht aus dem Bett, dann klappt es in der Schule nicht, weil er müde ist und so weiter und so fort.
Und was noch dazu kommt, viele Eltern sind um 21:30 Uhr jetzt als Beispiel nicht mehr so gerne im Elternmodus, sondern die sind da eigentlich schon im Ich-habe-meinen-Feierabend-Modus und ich hätte jetzt gerne zack, zack, jetzt ist es schon so spät. Geht jetzt, soll es aber schnell gehen. Du musst ja auch schon müde sein. Also jetzt zapp, zapp, zapp, zapp, zapp. Schnell, schnell, schnell, schnell, schnell. So, und was jetzt passiert, ist, wir als Eltern gehen aus der Führung.
Weil du auch selber keinen Plan mehr hast, weil du sonst, wenn du die Routine gewohnt bist, ist die Routine dein Plan.
Ja, jetzt willst du es schneller machen, weil es schon so spät ist. Damit verlässt du deine Routine, also deinen Plan.
Und die Uhrzeit hat ja schon deine Routine auseinandergeworfen. Meistens ist ja dann, weil irgendwas anderes war, sowieso schon alles andere noch irgendwie anders, und du selber musst ja erstmal Flexibilität zeigen. Ja, und da kommt eben genau diese, kommt diese Divergenz zum Tragen, und dann hast du selbst keinen Halt mehr, und dann kannst du auch keinen Halt mehr geben und führst eben das Kind nicht an der Stelle.
Und die einzige Routine, die es braucht, ist deine Flexibilität verbunden mit deiner Bereitschaft, in jeder Situation die Führung zu behalten. Wenn du dein Kind wissen lässt, hier ist alles sicher, hier ist alles gut. Also wenn du zum Beispiel mit deinem Kind durch den dunklen Wald gehst und das hat da ein bisschen Angst und du sagst, alles gut, du bist hier sicher, wir sind safe, ich bin bei dir, ich pass auf dich auf, ist alles gut, kann das Kind lernen, sich sicher zu fühlen in der Situation. Dies erstmal unsicher findet. Wenn das Kind sich irgendwo nicht traut hochzuklettern, kannst du ihm mit deiner Führung die Sicherheit vermitteln, dass es das schaffen kann, oder dass es das ausprobieren darf, dass es auch in Ordnung ist, wieder runterzukommen. Du führst das Kind. Und genauso in Situationen, die anders laufen als geplant, die anders laufen als immer, da geht es darum, dass du klar in der Führung bleibst, dass du sagst: Ja, es ist jetzt schon spät. Ja, kann sein, du bist schon müder als normal. Wir Wir machen jetzt den Ablauf, der dir gut tut, um jetzt schlafen zu können. Und ich nehme mir als Mama oder als Papa, wenn es auch, wenn es dann schon später geworden ist, die Zeit, trotzdem dafür zu sorgen, dass es ein Ablauf ist, der dir als Kind gerade gut tut. Ich erwarte nicht von dir, dass du jetzt, wo du ja eh schon müde bist, auf mein Bedürfnis nach Ruhe eingehst.
Und das Ganze in der Hälfte der Zeit über die Bühne bringst. Sondern ich bin eher bereit, da auch noch ein bisschen Puffer zu geben. Und du machst dir halt auch bisschen einen Plan. Du machst dir einen Plan außerhalb des, also einen neuen Plan. Weil es ist, nur weil eine Routine oder normaler Ablauf verlassen ist, heißt ja nicht, dass es einen Ablauf gibt, der jetzt die Situation genauso gut lösen kann. Und deswegen, dass es nicht einen Ablauf gibt, sondern den gibt es natürlich genauso. Nur weil wir so in den Stress kommen und schnell, schnell machen wollen, bauen wir einfach nur Druck auf und Druck erzeugt gar nichts. Druck erzeugt dann Gegendruck und dann hast du erst ein richtiges Problem. Und deswegen ist wichtig, genauso cool dranzugehen, als wäre das das Normalste von der Welt. Weil das gibt ja auch den Halt, diese Einstellung. Es ist das Normalste von der Welt, dass alles anders ist.
Ja, und das schafft einfach, das hilft deinem Kind, deinen Kindern im Leben flexibel zu sein, ja, einfach sich mit verändernden Situationen super gut arrangieren zu können. Und dadurch, dass du durch deine Führung dem Kind Halt vermittelst, durch deine Klarheit, lernt das Kind, durch das, wie sich das von dir abschaut, mit der Zeit sich selbst zu führen. Und dann ist es in der Lage, dynamisch und flexibel mit Veränderungen umzugehen. Dann ist zum Beispiel die Lieblingslehrerin mal längere Zeit krank und es kommt eine Vertretungslehrerin, Lehrerin und ein Kind sagt, ja mir doch wurscht. Weil bin ich ja gut, also was ist das, was ist dein Problem, wenn irgendjemand anders sagt, das ist blöd. Oder wenn die Lieblingshose nicht gewaschen ist oder wenn das Lieblingsspielzeug kaputt geht oder wenn ihr in Urlaub fahrt.
Ihr seid an einem neuen Urlaubsort. Jeder kennt es mit kleineren Kindern, wo du sagst, okay, die ersten 3 Tage sind eigentlich beim Teufel, weil die Kinder, so klein müssen die gar nicht sein, weil sie sich schwer tun, da anzupassen. Lassen, ne? Und dann, und aber du hast auf einmal ein flexibles Kind, ist ja cool, hier ist alles neu, so mag ich das, so kenne ich das, cool.
Da kann ich wieder was Neues erleben.
Da kann ich zu denen sagen, was ich will, sagt keiner was, was auch immer.
Also die Kombination oder die Routine, die wir für sinnvoll erachten, ist die Kombination aus Flexibilität und klarer Führung. Und das wollen wir dir, wollten wir gerne dir mitgeben und freuen uns auf dein Feedback dazu. Und wenn du es ausprobieren magst und hoffen, dass du dir damit schon in vielen, vielen Situationen deinen Familienalltag um ein Wesentliches erleichtern kannst. Hab viel Freude damit.
Alles Liebe.
Bis zum nächsten Mal.
Tschüss.
Tschüss.
Sehr gut.
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Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









