Eheleute reden, Liebende Schweigen (und sind glücklich❤️) - Podcast 088

Bernd and his co-host explore the Osho quote "Married couples talk, lovers are silent" and the difference between avoidance and conscious silence in relationships. They introduce a one-minute eye-contact exercise from their 54-card deck published by Herder Verlag, where couples practice giving love through their gaze.
Chapters
Wenn du miteinander reden kannst, ist der nächste Schritt an Verbundenheit, miteinander schweigen zu können.
Wir Männer glauben, wir können absolut gut alles Mögliche faken, und es stimmt halt einfach nicht.
Hallo, herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast. Genau, und wir machen gerade dauernd Dinge neu.
Ja, weil es Spaß macht.
Genau. Aber erst mal den Einstieg haben wir jetzt auch gerade noch vergessen.
Genau.
Das ist der Gemeckerfrei-Podcast, der Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Genau. Und wir wollen dich mal mitnehmen in die Entstehungsgeschichte dieses Podcasts.
Genau, weil unsere Idee war, also wir beide führen schon Immer sehr gute, sehr intensive Gespräche über alle verschiedenen Themen.
Genau. Und es gab eine Zeit, da haben wir die vorrangig bei uns zu Hause am Küchentisch geführt. Ja, also so, wenn die Kids dann alle aus dem Haus waren. Und dann haben wir uns an Tagen, an denen wir beide da waren, weil wir von zu Hause gearbeitet haben, haben wir uns dann hingesetzt und haben da Eigentlich oft sind wir so reingestolpert. So muss man es eigentlich auch sagen. Wir sind oft in die Gespräche auch reingestolpert und die waren aber immer so, dass wir anschließend gedacht haben, Alter, da steckt so viel drin. Wenn wir das nur aufnehmen würden, das wäre schon mega Podcast.
Genau, das war so schon lange, lange, lange her. Ich kann mich an den Küchentisch noch erinnern. Das ist schon ein paar Generationen Küchentische her.
So gesehen. Also Und dann ist es uns so ergangen, wie es ja manchmal so ist. Du hast so Ideen für Projekte, die du machen könntest, und die schiebst du auf, weil du immer mit anderen Sachen beschäftigt bist. Und so ging es uns ja erst mal auch. Und dann irgendwann, ich weiß gar nicht, vor eineinhalb Jahren oder so, haben wir ja dann tatsächlich den Gemeckerfrei-Podcast gestartet.
Im Oktober 21.
Ja, genau. Gibt jetzt quasi schon irgendwie an die 100 Folgen, und wir machen es auch total gerne. Wir haben nur letztens irgendwie, wir haben ja dann den YouTube-Kanal gestartet vor Kurzem, dass man eben auch, seitdem machen wir es auch mit Video. Und dann war es irgendwie so, dass wir gemerkt haben, irgendwie haben wir das noch gar nicht so richtig hinbekommen, dass unser Podcast wirklich das ist, was wir früher mal darunter uns vorgestellt haben. Also diese Küchentisch-Atmosphäre, die haben wir irgendwie noch nicht hinbekommen oder noch nicht so, wie wir es gerne wollten. Es war mehr noch so ein Vortrag. Wir hatten immer auch so das Gefühl, wir müssten was abliefern, wir müssten dir was erklären, dir Wissen schenken, keine Ahnung.
Und das wollen wir natürlich trotzdem tun. Ja, das ist ja der Sinn eines Podcasts auch natürlich.
Und gleichzeitig führen wir halt heute immer noch so coole Küchentischgespräche. Heute öfter sind es dann Poolgespräche oder Strand oder wo auch immer. Strandgespräche. Und wir wollen einfach mal versuchen, das wirklich jetzt mal umzusetzen, dich da mitzunehmen in diese, in diese spontanen Gespräche, in dieses Feeling einfach.
Und deswegen haben wir jetzt hier alles so aufgebaut, dass es bisschen mehr nach Gespräch aussieht und sich für uns auch anfühlt. Und wir gucken jetzt, sind so relativ unvorbereitet auch in diese, gehen wir jetzt mal in die Themen rein.
Ja, und es auch ein bisschen ungewohnt tatsächlich, ne, weil jetzt stehen hier 3 Kameras und irgendwie so noch überlegen, wo muss ich jetzt eigentlich gerade hingucken. Und aber wir probieren es mal aus und wir freuen uns natürlich super über dein Feedback, ne, auch zu sagen Ich mag es eigentlich so lieber oder ich mag es so lieber oder ich finde es total großartig so oder so. Also lass uns einfach wissen, weil also am Ende des Tages können der Bernd und ich, wie wir ja gerade schon gesagt haben, wir können uns super cool miteinander unterhalten, dabei riesengroße, geniale Erkenntnisse haben. Und da brauchen wir eigentlich nicht jemanden, der uns dabei zuhört, also um damit erfüllt zu sein. Also was ich damit sagen will: Wir machen den Podcast ja für dich. Genau. Also wir machen diese Dinge ja für dich und von dem her, lass uns wissen, wie magst du es? Also wie hilft es dir mehr und wie kannst du mehr mitnehmen? Also auf allen Ebenen mitnehmen. Und genau, gib uns gern Feedback, wie dir unsere Experimente gefallen.
Ja.
Heute endlich, dass wir jetzt zum Thema kommen nach irgendwie, weiß ich nicht, 5 Minuten.
Jetzt gibt es hier wieder Struktur im Gespräch.
Genau, wir machen doch immer wieder so Folgen zu unseren Beziehungskarten.
Ich mache es mal ganz nah. Die Glückskarten für deine Partnerschaft.
Genau, und heute wollen wir über ein Zitat reden, das mir vor ein paar Wochen begegnet ist, von Osho. Und danach verraten wir dir, was auf dieser Karte steht, weil das matcht so gut. Das Zitat ist: Eheleute reden, Liebende schweigen. Und das kann man sich erst mal so auf der Zunge zergehen lassen, finde ich. Ja. Was mir halt, als ich das gelesen habe, sofort eingefallen ist, ist, dass es eine Zeit gab, Kannst dich da erinnern, als wir immer noch in Buch dann auf den Holler hochgelaufen sind abends, als die Kids geschlafen haben, dass ich, dass wir das da gelernt haben, miteinander zu schweigen. Ich fand das ja früher furchtbar.
Ja, das stimmt. Und dann haben wir so ein Buch gelesen, mal ein anderes Buch, das haben wir mal zusammen gelesen. Da könnte man auch mal noch Podcast-Folge drüber machen. Und da haben wir angefangen, weniger zu reden. Also wirklich weniger zu reden und mehr zu schweigen. Wenn ich mal wirklich bei den Worten bleibe. Da haben wir das gelernt, bei diesen Spaziergängen.
Ich konnte es nicht aushalten früher. Wirklich, ich konnte es nicht aushalten. Sobald wir irgendwie mal nichts gesagt haben, auch wenn wir im Auto gesessen sind und irgendwie irgendwo hingefahren sind oder so. Ich habe immer das Reden gebraucht, um mir sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist.
Ja, und natürlich immer so als Anti— nicht Antithese ist das falsche Wort— als Anti-Verhalten gegen das, was wir beide ja in unseren Elternhäusern erlebt haben, wo eigentlich das Nichtreden, was kein Schweigen war, ja, genau, das ist jetzt eigentlich geil, ja, das Nichtreden zum, zum, die Normalität war eigentlich, ja, und das Zeichen für eine kaputte Beziehung eigentlich.
Ja, also wo man jetzt vielleicht an der Stelle das auch gut unterscheiden kann, ne, Also nicht zu reden, also nicht zu reden ist nicht Schweigen.
Ja, genau.
Also die erste Stufe in einer Beziehung, glaube ich, also zumindest unsere Erfahrung, ja, würden wir schon empfehlen, dass ihr einfach über vieles redet, bis hin zu alles. Also jetzt nicht im Sinne von, ich muss jedes Problem analysieren, das ist ja jetzt nicht der Gemeckerfrei-Ansatz, aber wir haben schon sehr viel darüber geredet, wie geht's Wie geht es mir damit? Wie geht es dir damit? Was brauchst du an dieser Stelle? Was brauche ich an jener Stelle? Wie machen wir das? Wie planen wir das? Ich habe das mit den Kindern erlebt. Was hast du mit den Kindern erlebt? Und so. Also wir haben schon sehr, sehr viel geredet, weil wir halt auch aus dieser, wie der Bernd ja gerade gesagt hat, weil wir aus dem Nicht-Reden kamen. Wenn jetzt deine Eltern, also wenn Reden schon dein Normal ist, dann musst du das vielleicht nicht mehr erst entwickeln. Also wir haben schon viele Kundinnen auch, oder Kunden, bei denen ist nicht Reden auch noch das Normal. Also prüft das erstmal für dich nach: Ist Reden, über alles sprechen können, schon euer Normal in der Beziehung, oder eben nicht? Und wenn es schon dein Normal ist, dann ist der nächste Schritt— und das ist das, was wir eben erlebt haben und weshalb ich so happy war, als ich das so auf den Punkt gebracht neulich gelesen hab, weil wenn du miteinander reden kannst, ist der nächste Schritt an Verbundenheit, miteinander schweigen zu können, ja, sich sicher sein zu können. Jetzt habe ich dich gerade unterbrochen. Nein, nein, nein, nein, nein. Sich sicher sein zu können, dass alles gut ist, dass die Energie zwischen uns fließt, ohne dass darüber gesprochen werden muss. Also im ersten Fall nutzt du Worte, um in Verbindung zu kommen, und im zweiten Schritt verzichtest du auf Worte, um dich noch tiefer zu verbinden.
Ja.
Und jetzt machen wir es schon, gell?
Ja, und das ist tatsächlich so, dass du, dass du ja dabei lernst, auch gar nicht mehr alles aussprechen zu müssen, und trotzdem ist es da.
Ach so, du meinst jetzt nicht mehr aussprechen zu müssen, z.B. dass Dass man sich eben jetzt über die Augen sagt oder im Schweigen klar ist, dass man verbunden ist und sich liebt, dass man das nicht mehr sagen muss.
Genau.
Also ist ja auch so, je mehr man davon ausgeht, dass man selber für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist, zum Beispiel, desto weniger kommst du auf die Idee zu sagen: Heute habe ich mich voll— Da hast du das, das hast du falsch gemacht und da war das blöd und da habe ich mich deshalb doof gefühlt. Sondern es ist ja eher so, dass du dann sagst: Boah, also Was ich zum Beispiel immer wieder sag zu dir, sind so Sachen wie hier ich an der Stelle. Ich brauche mal deine Hilfe, weil ich komme da gerade selber nicht raus aus dem Gefühl. Zum Beispiel. Es hat jetzt wenig mit uns zu tun, sondern wenn es mal irgendwas anderes ist im Business oder so, dass ich einfach das Gefühl habe, ich brauche mal jemand, der mir hilft, das Gefühl hinter mir zu lassen oder loslassen zu können. Und dann Sage ich das aber auch genauso. Ich sage da nicht: Boah, das hast du falsch gemacht und deshalb ist es jetzt blöd. Sondern ich sage: Hier, du, ich komme da gerade nicht raus. Ich habe da gerade ein Thema mit. Kannst du mir mal helfen?
Ja, weil durch dieses Schweigen kommt man halt dazu. Im Endeffekt ist es ja auch bisschen dieses Reiz-Raum-Reaktion, was wir immer wieder sagen, weil wenn ich mir angewöhne, einfach nicht immer gleich zu reden, Dann kann ich diesen Schritt halt auch gehen zu sagen, okay, das ist gerade eine Emotion, die habe aber ich gemacht, die hat mit mir zu tun, die lasse ich durchfließen. Und jetzt kann ich erstmal sagen, okay, jetzt kann ich, so wie du es ja gerade gesagt hast, den anderen um Hilfe bitten oder auch merken, ich brauche eigentlich gar nichts mehr, sondern ich lasse es einfach durchfließen. Und das sagt man über die 90 Sekunden, und wenn es mal 3 Minuten sind, ist ja auch egal, ne. Und Und ich muss gar nicht mehr drüber sprechen, weil das, was bei dem Reden passiert, ist, dass ich ja, dass die Tendenz besteht, dass ich ja sofort drüber spreche, und dann bin ich eben im Affekt.
Ja, Worte können halt verbinden und distanzieren zugleich. Und bei Worten, wenn man viele Worte benutzt, also anders, solange man nicht zusammen schweigen kann, versucht man über Worte Nähe herzustellen, und das ist halt nur bedingt erfolgreich, weil Worte halt nur so ein mini kleiner— also man sagt ja irgendwie, von dem, was ich zu dir sage, sind 92% meine Körpersprache und der Tonfall, und 8% ist der Inhalt dessen, was ich sage. Also das ist ja verschwindend gering, und oft nutzen Menschen Worte, ohne dass die Haltung dahinter stimmt. Und dann sendest du inkongruente Botschaften, und dann gehen die Missverständnisse erst richtig los. Ja, und wenn ich mir einfach sicher sein kann, dass wir miteinander verbunden sind, dass wir miteinander schwingen, dass wir auf einer Ebene sind, dann kann ich über Dinge reden, aber ich muss nicht mehr drüber reden. Und das ist der große Unterschied. Das ist auch das, was Osho mit diesem Zitat meint: Eheleute reden, Liebende schweigen. Das heißt nicht, dass Liebende nie miteinander reden, aber sie haben nicht das Bedürfnis, um ihre Beziehung zu festigen, reden zu müssen, sondern sie können wechseln zwischen Stille und Sprechen und auf beiden Seiten, von beiden Seiten das Beste sozusagen mitnehmen. Und für mich ist immer ein Zeichen, wenn ich— je tiefer ich mit mir verbunden bin, desto besser kann ich erfüllt mit dir schweigen.
Ja, was mir zu dem, was du über die Haltung, die man hinter dem hat, worüber man spricht oder was man sagt, noch auffällt, und da würde ich gerne, das würde ich gerne so ein bisschen für die Männer, die es vielleicht auch hören, raushauen an der Stelle und auch für die Frauen, weil es fürs andere Verständnis auch fügt. Weil wir Männer glauben, wir können absolut gut alles Mögliche faken, und das stimmt halt einfach nicht. Noch dazu, je verbundener ihr als Paar seid, und das seid ihr auch, immer gemerkt, das seid ihr auch, wenn ihr noch nicht gut schweigen könnt. Das ist vollkommen egal an der Stelle. Also zumindest seid ihr Zumindest merkt eure Partnerin da total viel, weil ich glaube, dass es so, wie vielleicht auch wir gerade aufwachsen in unseren Gesellschaften oder so, einfach die Frauen da diesen Anteil an Intuition, an Fühlen-Können vielleicht besser ausgebildet haben. Ich weiß es nicht. Vergiss es einfach, du kannst das nicht faken, und dann ist es oft besser, einfach still zu sein. Also dann, wenn ihr dann schon, wenn ihr schon schweigen könnt und du sagst dann einfach erstmal nichts. Oder du sagst manchmal, das weiß ich auch noch, am Anfang ist uns das öfter so gegangen, dass du gesagt hast, was ist denn los? Ich habe gesagt, ich möchte es erstmal selber durchkauen, schleudern, rauslassen, bevor ich drüber sprechen will.
Ich brauchte das immer vorher. Also wenn ich gefühlt habe, dass da was zwischen uns oder dass in Bernd irgendwas brodelt, dann konnte ich das schwer aushalten, nicht zu wissen, was los ist, weil ich das halt, das war für mich gefährlich. Ja, da hat sich für dich gefährlich angefühlt. Und ich konnte es auch nicht beim Bernd lassen in dem Moment. Und dann habe ich eben, habe ich immer wieder halt dann auf die rumgehackt und gesagt, was ist denn los? Was ist los? Und dann war das total hilfreich, dass du irgendwann gesagt hast, du, ich, ja, ja, ich merke schon, mit mir ist gerade nicht gut, aber ich Muss es jetzt für mich selber erst mal klarkriegen. Das wird jetzt nichts helfen, wenn ich das jetzt sage, weil das führt nur zu Streit.
Genau. Und das war dieser, diesen Schritt, den ich da gegangen bin, der war, der war für mich total wichtig, weil das genau das war genau dieser Punkt zwischen den beiden Ebenen. Und der, das ist mir jetzt eben gerade wieder eingefallen, wie wir das über die über die Connection und über die Haltung gesprochen haben. Finde ich total wichtig dabei.
Und was wir halt gelernt haben, wie man halt dieses Schweigen trainieren kann, das haben wir eben auf eine unserer Karten gepackt. Und das wollen wir jetzt mit dir teilen.
Ich halte die auch noch mal in die Kamera.
Dann kann man mal sehen, wie schön.
Ja, genau, weil das ist echt. Die sind so toll geworden. Mit den Augen Liebe schenken.
Genau. Und wie geht das? Wir machen euch das mal vor. Ihr setzt euch gegenüber, kann so ein Abstand sein wie jetzt bei uns oder auch ein bisschen näher, und dann schaut ihr euch einfach gegenseitig in die Augen und sagt euch über die Augen: Ich liebe dich. Und seid einfach still. Ihr könnt einen Wecker stellen, Für eine Minute. So lange machen wir es jetzt hier nicht, damit du nicht so lange da sitzen musst. Ja, aber so geht Schweigen lernen. Sich über die Augen Liebe schenken. Und wenn ihr das trainiert, dann könnt ihr das auch im Alltag ständig nutzen. Da ist irgendwas schwierig mit den Kindern und ihr schaut euch kurz an und Der, der es gerade schwer hat mit den Kindern, kriegt vom anderen einfach so eine Portion Liebe rübergeschickt, zum Beispiel. Und damit kannst du so viel mehr Verbundenheit in eure Beziehung bringen, und das führt dann einfach dazu, dass die Unsicherheit verschwindet. Vielleicht eben, wenn du auch aus so einer Geschichte kommst, dass du sagst: Meine Eltern haben zu wenig geredet. Wir müssen doch über alles reden. Und dein Partner vielleicht schon einfach das Kotzen kriegt, wenn du wieder kommst und sagst: Schatz, wir müssen reden. Ja, so. Und dann einfach zu sagen: Okay, wir stärken dieses unsichtbare Band zwischen uns noch mehr, um dadurch die nächste Entwicklungsstufe zu nehmen. Also zu sagen, wir haben gelernt, miteinander zu reden, und jetzt lernen wir, miteinander zu schweigen. Und danach lernen wir, das eine mit dem anderen abzuwechseln, weil beides hat ja seine Berechtigung. Also wenn es zum Beispiel darum geht, was macht ihr am Wochenende, oder wohin geht euer nächster Urlaub, oder was muss alles eingekauft werden, dann hilft ja Reden schon.
Natürlich, organisatorisch. Genau. Also das muss schon besprochen werden.
Ich mag auch ganz abschließend noch, ich mag so ein Beispiel dazu ganz gerne oder so einen bildhaften Vergleich, wo du dir so die Entwicklung auch noch mal, wo du die noch mal verstehen kannst für dich. Angenommen, jemand ist farbenblind, der sieht nur Grautöne. Das ist, er kann reden, er sieht Grautöne. Jetzt sieht er dauernd Grautöne. Jetzt lernt er irgendwann, vielleicht lässt er sich die Augen operieren, auf jeden Fall auf einmal kann er Farben sehen. Jetzt sieht er Farben und Grautöne, und jetzt kann er ja entscheiden, will ich gerade Farben sehen oder will ich Grautöne sehen. Also jetzt kann ich zum Beispiel, auch wenn ich Farben sehen kann, ja mal entscheiden, ich mache jetzt Schwarz-Weiß-Bilder oder ich mache Farbbilder. Und so kann ich dann, habe ich das ganze Spektrum zur Verfügung und kann mir halt situativ passend auswählen, will ich jetzt alles, also will ich Farben oder will ich nur Schwarz-Weiß? Aber üblicherweise verhalten wir uns in der Gesellschaft so, dass wir alle so tun, als wären wir farbenblind und würden sagen: Ja, das ist aber so, dass es nur Schwarz und Weiß gibt oder Grautöne. Und es stimmt nicht. Also wenn du jetzt zum Beispiel so— so ging es mir nämlich früher. Ich war dann, bin nämlich total am Anfang, als ich das gehört habe mit dem Schweigen können und so, bin ich ja Amok gelaufen, weil ich fand es ja so ein Riesenwert, dass wir uns Frieden erarbeitet hatten. Und das war aber aus heutiger Sicht war ich da farbenblind. Ich habe nur, also nur Grautöne gesehen. Und ich bin total froh und dankbar, dass wir diesen Shift geschafft haben, dass wir die Farben in unser Leben eingeladen haben, also dass wir das Schweigen für uns entdeckt haben, weil das war für uns in unserer Beziehung ein Riesenshift. Und es ist auch ein Riesenshift mit unseren Kindern, dass man miteinander sein kann. Und jeder sich auch wohlfühlt, wenn man gemeinsam in einem Raum ist, ohne viel zu sprechen. Und in anderen Momenten sprechen wir total viel, weil wir halt voll die Quasselstrippen sind.
Ja, und weil es ja das Sprechen ist ja dann oft einfach ein gemeinsames Denken auch. Das ist das, was wir jetzt ja, wie wir am Anfang erzählt haben, auch versuchen, hier im Podcast immer mehr einzufangen für euch. Weil das dann so ein, das ist so ein gemeinsames Erkenntnisse gewinnen.
Ja, und dann schaffst du quasi so miteinander von einem Energielevel ins nächste, weil du dich so hoch potenzierst. Und das ist natürlich, weißt du, das ist total simpel für uns, wenn es Themen sind, die uns gerade einfallen, die neu sind für uns, und da machen wir das total intuitiv. Quasi, da ist es schon so unsere normale Kompetenz. Was wir jetzt ein bisschen trainieren und wo ich schon merke, dass da ist noch Luft nach oben, ist einfach so dieses: Wie macht man das, wenn man ein Thema, wenn das jetzt einfach ein Thema ist, von dem wir denken, das könnte dir helfen, das für uns jetzt aber gerade schon, dass wir quasi schon bearbeitet haben? So würde ich vielleicht sagen.
Ja, und gleichzeitig versucht man natürlich jetzt unter der Beobachtung, unter der wir gerade stehen, auch sich ein bisschen besser zu formulieren und ein bisschen klarer zu sprechen. Zumindest ich, weil ich sonst manchmal ein bisschen— ja, bei Uli ist das immer gestochen scharf.
Ich bin eine Labertasche.
Ja, bei mir ist es manchmal— ich versuche jetzt hier mehr in ganzen Sätzen zu sprechen.
Okay.
Habe ich schon auch an den letzten Podcastfolgen gemerkt, dass ich da aufpasse. Aufpassen dürfte.
Okay, also wie gesagt, wir freuen uns auf dein Feedback.
Aber noch kurz was zu den Karten sagen, dann?
Ja.
Fände ich super. Genau, also haben wir ja schon in die Kamera gehalten. Gib mir doch die, dann nehme ich die als Beispiel. Ja, das gibt, es gibt da auch, ich nehme jetzt mal die Kamera hier, weil die mir am nächsten ist. So sehen die Karten aus. Hinten ist dann immer natürlich noch genauer was zu der Übung erklärt. Und es gibt, das siehst du schon, da steht drauf, Invest in Love. Es gibt 3 Kategorien. Die eine ist eben Invest in Love, die andere ist Good to Know und die dritte ist Open Your Heart. Das sind einfach 3 verschiedene Themen mit verschiedenen Übungen. Sind insgesamt 54 Karten. Ja, und kannst du, ist erschienen im Herder Verlag, kannst du überall bestellen, wo es Bücher gibt und wo es andere Sachen gibt.
Genau. Und Ansonsten freuen wir uns wie gesagt über dein Feedback, gerade auch zum neuen Format.
Super, YouTube-Kommentare und so weiter, Daumen hoch und Kanal abonnieren.
Alles Liebe, bis bald, tschüss!
Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, Dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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