Ein Jahr auf Reisen - unsere Learnings - Podcast 067

In dieser Podcast‑Folge feiern die Gastgeber des Gemeckerfrei‑Podcasts ihr einjähriges Weltreise‑Abenteuer und teilen die wichtigsten Erkenntnisse, die sie dabei gewonnen haben. Sie berichten, wie sie mit nur sechs Gepäckstücken und einer Lagerbox in Deutschland auskommen, fast ausschließlich barfuß unterwegs sind und das Auto fast nie nutzen. Sie erklären, warum sie lieber längere Aufenthalte von etwa zwei Monaten an einem Ort bevorzugen, um Routinen zu etablieren, Aktivitäten für die Kinder zu planen (Kiten, Boxen, Programmieren) und das Leben vor Ort zu genießen. Die Eltern diskutieren die Herausforderungen und Chancen des Familien‑ und Teenager‑Alltags auf Reisen: Unschooling, intrinsische Motivation, Umgang mit Langeweile, Entscheidungs‑ overload bei der Wahl von Reisezielen und die Bedeutung von gemeinsamer Entscheidungsfindung. Weiterhin teilen sie Beobachtungen zu Kultur, Märkten und Essgewohnheiten in Afrika, Ägypten und Marokko, sowie ihre Strategien, Arbeit (Podcast‑Aufnahmen, Kunden) und Hausarbeiten auszulagern, um mehr Zeit für Erlebnisse zu haben. Abschließend betonen sie, dass Zeit das wichtigste Gut ist, dass Minimalismus und das Loslassen von Besitz zu mehr Freiheit führen und dass das bewusste Gestalten von Familien‑Reise‑Communitys, besonders für Teenager, ein zentrales Ziel für das kommende Jahr ist.
Chapters
Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie und in der Beziehung.
Schön, dass du wieder oder zum ersten Mal hier dabei bist.
Genau. Heute ist für uns ein ganz besonderer Tag, weil genau heute, wo dieser Podcast rauskommt, am 5. Januar, genau, jährt sich unsere Weltreise zum ersten Mal. Also wir sind jetzt heute—
Unser Aufbruch jährt sich, so muss man ja sagen.
Ja, genau. Der Aufbruch in unsere Weltreise jährt sich zum ersten Mal. Wir sind jetzt heute ein Jahr auf Dauerreise.
Genau.
Und für alle, die sich fragen, wie lange wir das noch vorhaben, können wir einfach ganz easy peasy sagen, bis wir keinen Bock mehr haben. Genau.
Also bis wir uns halt anders entscheiden.
Genau. Und im Moment sieht es noch nicht so aus, als würden wir schon Lust haben, irgendwo wieder sesshaft zu werden, sondern wir finden das eigentlich gerade super spannend, in der Welt unterwegs zu sein. Und wir wollen einfach gerne bisschen diese Folge einfach nutzen, bisschen über unsere Erfahrungen zu erzählen und auch unsere Learnings mit dir zu teilen, sozusagen.
Ja, weil ich finde, oder wir finden, dass es ja Learnings sind oder dass Erfahrungen sind, die einen durchaus auch bereichern können, wenn man nicht auf Reisen ist. Also es geht gar nicht darum unbedingt, sondern eben, dass du da für dich auch was mitnehmen kannst.
Ja, voll. Und schreib uns das gerne, ob wir das so, also ob wir das in Anführungszeichen richtig einschätzen, dass du auch was mitnimmst, wenn du jetzt noch oder auch gar nicht vorhast, auf Reisen zu gehen, und wenn du einfach ein festes Zuhause hast und da gerne lebst. Also was können wir denn erzählen? Also ich habe mal so zusammengesammelt, also ich fand so mal ein wichtiges Wichtiges Ding ist so ein Jahr barfuß.
Ja, bis auf wenige Ausnahmen wirklich 90% des Tages barfuß.
Also ich finde eigentlich mehr sogar.
Es gibt so, wenn man in Afrika durch den Ort laufen muss, sollte man Schuhe tragen.
Ja, könnte helfen. Aber so die meiste Zeit am Strand und wo wir so wohnen und auch die meiste Zeit, wenn wir unterwegs sind, wenn wir irgendwo essen gehen oder so, sind wir alle.
Barfuß.
Und das ist einfach schon mal eine total spannende Erfahrung. Genauso wie ein Jahr Sommer. Ja, ein Jahr Sommer, ein Jahr jeden, eigentlich fast jeden Tag Meeresrauschen. Und was uns auch aufgefallen ist, wir sind so wenig Auto gefahren wie noch nie, seit wir den Führerschein gemacht haben.
Ja, also Man muss ja dazu sagen, wir sind ja nicht mit dem Auto unterwegs, sondern wir sind so unterwegs, also wir fliegen ab und zu, aber wir sind eigentlich auch immer sehr lang, da kommen wir ja gleich noch dazu, dass wir immer sehr lang am selben Ort sind. Und ab und zu mal mieten wir uns ein Auto. Manchmal fahren wir auch mit dem Taxi irgendwohin, wenn es eine weitere Strecke ist, oder mit so Dalla Dalla heißt es hier in Afrika, oder halt im Endeffekt ein Bus. Sehr lustiger Bus. Und aber die meiste Zeit laufen wir eigentlich zu Fuß.
Ja, und zwar kilometerweit.
Ja, zum Teil. Großartig. Ja, weil es einfach ja sehr, sehr gesund.
Ja, voll.
Einfach mal so 5 Kilometer hin und zurück läuft.
Also einfach 5 Kilometer.
Ja, jetzt hier.
Genau.
Zum Beispiel.
Und das auch so ist, dass auch alle Kids einfach das vollkommen lieben. Mittlerweile rennen sonst alle davon. Und also von wegen Teenager bewegen sich nicht gerne oder so was, können wir einfach überhaupt nicht bestätigen an dieser Stelle. Genau. Drei Kontinente haben wir besucht in diesem Jahr. Zehn Länder habe ich gezählt. Und ja, jetzt wollen wir mal einfach unsere, jetzt fangen wir mal an mit den Learnings.
Also ein ein großes Learning oder was wir eigentlich so dabei halt festgestellt haben, wie befreiend es ist, wenig zu haben, wenig zu besitzen.
Genau. Also wir haben 6 Gepäckstücke. Ja, relativ große, aber naja, 4 davon. Und wir haben noch am Flughafen in Deutschland eine Lagerbox, wo wir ein paar Erinnerungen und so aufgehoben haben. Aber ansonsten ist das alles, was wir besitzen, passt in 6 Gepäckstücke.
Genau, 6 Aufgabegepäckstücke plus natürlich jeder noch seinen Rucksack. Genau.
Und also für alle, die nur mit dem Rucksack reisend sind, haben wir noch viel Gepäck. Aber dafür, dass das wirklich so alles ist, was wir haben und auch alles ist, was wir brauchen, um unser Business zu führen und so weiter.
Also ist das eigentlich schon fast ein halber Koffer mit Technik, mit Stativen und Mikrofonen und so weiter, was wir natürlich jetzt einfach—
und Bücher.
So, dafür brauchen Bücher. Genau, Uli gönnt sich den Luxus. Bücher, echt so, das sind so 10 Kilo Bücher wahrscheinlich, die aber halt, die es nicht als E-Books gibt oder die halt für dich so eine besondere Bedeutung haben. Also das sind echte, in Anführungsstrichen, Bücher, weil sonst lesen wir natürlich viel E-Books, weil unsere Kids lesen auch total viel und das ist, kann man natürlich nicht alles in echten Büchern mitschleppen.
Aber das wollen wir dir auch mal mitgeben, einfach zu gucken, was vielleicht kannst du loslassen? Weil das war mir im Vorfeld überhaupt nicht bewusst, wie befreiend sich das anfühlt, sich um kein Auto mehr kümmern zu müssen. Wie befreiend das ist, kein Haus mehr zu haben oder eine Wohnung, um die man sich kümmern muss. Ja, also das, wie befreiend das ist, wenig Dinge zu besitzen. Ja, das ist wirklich so, als würde man Ballast abwerfen, weil wir haben ja, wir sammeln ja so schnell so viel Konsumgüter an, die wir überhaupt nicht brauchen, die einfach nur irgendwo im Dachboden oder im Keller oder in irgendwelchen Schränken und Schubladen vor sich hin vegetieren, sozusagen. Also das war für uns ein Riesen-Learning zu sehen, wie wie leicht sich das Leben anfühlt, wenn man das, wenn man Gepäck loslässt, wenn man Ballast abwirft.
Ich finde es gerade mit dem Haus, da würde ich gerne mal wirklich auch so für die, ich glaube, das sind schon oft auch die Männer oder vielleicht auch beide zusammen so, wenn du so ein Haus hast, du gehst so rum und denkst, oh, noch 2 Jahre, dann müssen wir die Fassade streichen. Da die Hecke, da gehen schon wieder 3 Pflanzen kaputt. Gut, dann ist gleich wieder ein Loch drin, nächstes Jahr muss da wieder der Gärtner kommen und, und, und, und. Also das sind ja so Dinge, die fallen einem im Einzelnen gar nicht so auf, aber das ist doch immer wieder eine Verantwortung und immer wieder auch ein Ballast.
Ja, und auch Druck, der dadurch entsteht.
Ja, man denkt ja, okay, das kostet dann auch wieder Geld oder es kostet Zeit, je nachdem wie du das machst, ist ja vollkommen egal. Entweder bist du selber ein paar Tage damit beschäftigt oder Es macht halt jemand und du musst es bezahlen und so. Das sind so Sachen. Und wir haben ja, als wir unser Haus ausgeräumt haben, wir haben so viele Sachen ja verschenkt dann an so ein Unternehmen. Das ist in Lindau so eine Art Sozialkaufhaus. Die haben sich so gefreut, immer wenn wir gekommen sind. Die Jungs waren mit dabei und so, haben wir uns letztens erst noch mal drüber unterhalten, wie schön das eigentlich immer war, da dann anderen mit diesen Dingen, die wir auch schon seit vielleicht einem Jahr oder zwei nicht mehr benutzt hatten, oft, weil sie halt bei mir in so einem Haus liegt man es halt im Keller und dann liegt es da Da halt. Und da Menschen so eine Freude zu machen, die dann ja wirklich wieder was damit anfangen können.
Also wenn du Lust hast, nutz das neue Jahr vielleicht, um ein bisschen oder auch ein bisschen viel auszumisten. Was uns dann, also mich mehr als den Bernd herausgefordert hat, war wirklich so diese Erkenntnis, kein Zuhause mehr zu haben, also keinen Ort mehr zu haben, an den man ganz normalerweise, also ganz wo es ganz normal ist, dorthin zurückzukehren. Und da habe ich so gemerkt, krass, wie sehr das auch als Konzept in uns verankert ist, weil also.
Ja, ich habe es da ja ganz leicht, weil ich bin einfach bei dir zu Hause.
Ja.
Deswegen muss ich aber nur dich immer einpacken und dann ist alles gut.
Okay, also da habe ich echt, da war ich so ein paar Mal, dass ich auch nachts echt wach geworden bin, so in den ersten Wochen und dann irgendwie wirklich schweißgebadet aufgewacht bin und gedacht habe, meine Güte, also haben wir irgendwie, haben wir sie noch alle oder hatten wir einen Knall oder? Also wo ich auch mal wirklich so immer wieder meine innere Motzkuh auf die Bühne gesprungen ist und darum gezetert hat, dass das doch alles eine Scheißidee gewesen wäre. Aber glücklicherweise bin ich ja schon ganz guter Motzkuhbändiger und die hat mich, ich habe die dann mit der Zeit vom Gegenteil überzeugt, dass das schon echt eine coole Entscheidung war.
Ja, und das Coole ist, dass es, das ist bei solchen Dingen einfach mal total wichtig, wenn man sich dafür entschieden hat, dass man dann schon diesen Schritt geht, auch diese Zweifel auszuhalten und umzuwandeln und da weiterzugehen, weil erst daraus die Freiheit entsteht, jetzt irgendwann in in 5 Jahren, in 10 Jahren, was weiß ich, wann es uns so gehen wird, an irgendeinem Ort zu sagen, boah, hier gefällt es uns so, hier lassen wir uns nieder. Oder wir sagen andersrum, jetzt hätten wir gern wieder so einen Ort und suchen den dann halt.
Ja, oder auch wenn wir wieder nach Deutschland zurückgehen oder so, ist ja vollkommen—
Selbst das kann passieren. Ja, alles ist möglich. Nur wichtig ist halt, dass ja auch das dann wieder aus der Freude und aus dem Wollen entsteht und nicht aus dem Müssen oder aus dem Mangel raus.
Ja, genau. Und nicht aus dem, weil Die Angst macht es ja erst mal eng und dann kommt man, wenn man da nicht bewusst mit umgeht, kommt man schnell dahin, dass man sich blöd redet. Und dann revidiert man so eine Entscheidung mitunter auch und hat gar nicht sich selber die Chance gegeben, da reinzuwachsen. Weil natürlich ist es ein Hineinwachsen. Das hört sich immer so easy an. Ja, wir sind auf Reisen gegangen, wir sind ausgewandert. Also das ist ein riesiger persönlicher Entwicklungsschritt für uns alle gewesen. Das darf man schon auch ganz klar so sehen, weil da kommen wir auch gleich schon zum nächsten Schritt oder zum nächsten Learning. Wenn du Urlaub planst, dann hast du ja immer die Qual der Wahl zu sagen: Okay, wo gehen wir denn dieses Jahr hin? Was von unserer Liste vielleicht, wo wir unbedingt mal hinwollen oder so. Also falls ihr so eine Liste habt, wir haben das nicht, aber was Was erfüllen wir uns denn dieses Jahr? Und du hast eigentlich immer das Gefühl, du musst dich ja entscheiden, weil du kannst ja nur ein-, zweimal im Jahr irgendwie Urlaub machen. Und wenn du dann auf Weltreise bist, dann stehst du irgendwie vor so einer Weltkarte und hast so einen Finger in der Hand und sagst: Und wohin jetzt denn? Also wenn du dir jetzt so wie bei Deutschlandreise oder Weltreise oder so diese Fähnchen vorstellst, die man so in die Karte pickt oder irgendwie sagst: So krass, ich Ich kann jetzt eigentlich in die allermeisten Länder dieser Welt, kann ich mit meinem Reisepass und dem entsprechenden Visum einreisen. Und jetzt habe ich so viel Freiheit, dass ich erst mal das aushalten muss, so viel Wahlmöglichkeiten zu haben und dann trotzdem eine Entscheidung zu treffen.
Ja, weil es ist ja Und das weiß man ja sogar aus psychologischen Studien, dass je größer die Auswahl, umso schwieriger ist die Entscheidung. Wenn du in ein Geschäft kommst und der verkauft eine Sorte Marmelade, dann kaufst du halt entweder oder kaufst nicht. Aber wenn, dann kaufst halt die Erdbeermarmelade. Wenn der aber 25 Sorten hat, dann stehst du vor dem Regal und gehst vielleicht raus und kaufst eben gar keine, weil du ja gar nicht mehr, weil es dich halt überfordert. Und das war da auch so wirklich am Anfang so: Okay, was machen wir denn? Und das ja dann noch zu viert oder zu fünft oder zu sechst, wir sind ja immer mal, wie viele wir sind, muss ich auch mal erst wieder nachzählen, weil sich das immer wieder ändert zur Konstellation. Und dann ist ja jeder dann noch mit seiner eigenen Idee dann da dabei.
Genau, und gleichzeitig ist es ja aber so, dass es die Option jetzt ohne, also keine Marmelade zu kaufen, gibt es ja an der Stelle nicht, weil es eben diesen Ort an dem man die Nulllinie quasi ja nicht mehr gab. Und das heißt, man muss eine Entscheidung, man muss sich für eine der 25 Sorten oder entsprechend der vielen, vielen Länder auf dieser Erde entscheiden. Und da hast du auch noch was Wichtiges gesagt, weil wenn man jetzt eher egozentriert wäre, dann wäre es vielleicht so, dass ich sagen würde, okay, ich habe das Gefühl, ich will jetzt nach XY. Aber ich bin ja nur ein Viertel, ein Fünftel, ein Sechstel von uns. Und deshalb geht es eben immer darum, gemeinsam auch Ziele zu finden, wo wir alle zusammen den Wunsch und das Bedürfnis haben, dahin zu gehen und diese Gegend, dieses Land zu erleben. Also das war erst mal für uns so ein bisschen herausfordernd und wir haben uns noch so eine kleine Überbrückungshilfe quasi dann eingebaut, indem wir eine Zeit lang mal im Robinson Club waren, was ja schon irgendwie sehr deutsch ist natürlich und uns aber so eine gute, das war so ein ganz guter Moment oder eine ganz gute Möglichkeit, uns da in das Reisen einzugrooven.
Ja.
Genau.
Ja, und dann gleichzeitig haben wir aber alle zusammen festgestellt, wie cool es einfach ist, immer wieder was Neues zu entdecken und immer wieder was Neues zu sehen und neue Kulturen kennenzulernen.
Ja, und die so in uns aufzusaugen und auch zu erkennen, zu erleben, wie auch unsere Jungs, wie neugierig die sind, also wie die sich dann, worüber sich die dann alle informieren. Da haben wir uns vor einiger Zeit, haben wir uns uns darüber unterhalten, weil hier die richtige, das richtige Local-Essen ist oft sehr kohlenhydratlastig. Und dann haben wir uns sozusagen unterhalten.
Also eigentlich besteht es hauptsächlich aus Reis und Bohnen. Reis und Bohnen und vielleicht noch Maisbrei oder eben Kokosnuss in der Soße oder so.
Oder es ist so, dass du halt so als mit unserem Bedürfnis nach Gemüse oder so das Matcht halt einfach meistens nicht besonders gut. Und dann haben wir uns so gefragt, weil die hier halt auch spielen ja ganz viel Fußball am Strand und sind total drahtige, fitte Menschen. Und wir uns so gefragt haben, wie das denn sein kann. Und dann sagt der Johannes, unser Jüngster, so halt aus dem Off kommt so: Ja, ja, ich habe das mal nachgelesen. 45% dessen, was die essen, sind Früchte, also die ernähren sich zu 45% von Obst. Und dann sagst du natürlich: Ach so, ja klar, das ist ja schon eine Menge Vitamine und was weiß ich.
Ja, und jetzt ist ja hier noch gar nicht so lange her, dass die allermeisten, oder es sind ja viele immer noch quasi auf offenem Feuer kochen. Das heißt, Kochen und so ist richtig Arbeit. Und jetzt natürlich Obst, also die Mangos vom Baum zu holen und zu schälen, oder die schneiden sie dann nur auf und essen es dann aus der Schale raus und so, das ist natürlich viel cooler und bei der Hitze auch, reichte das ja auch vollkommen aus, ne?
Ja, aber so, dass eben die Kids von sich aus das Interesse haben, immer wieder sich auch über die Kulturen, über die Orte, über den Finanzstand, also so wie arm, reich ist ein Land? Was ist so, was gibt's für Löhne? Wie leben die Menschen und so, dass die da von sich aus einfach dieses, so ein großes Interesse immer wieder haben, sich auch darüber zu informieren. Das hat mich tatsächlich wirklich auch, also überrascht mich bis heute immer wieder, ne.
Das haben wir uns gleichzeitig auch so total cool dabei sind, sich so darauf einzulassen. Ja, das ist zum Beispiel halt, das ist, hier gibt es so einen Afrika, oder jetzt hier in Tansania, ich glaube, aber fast in ganz Afrika ist es Pole Pole. Das heißt so ein bisschen langsam, langsam. Ja, also kein so ein Stress, ne, sondern halt, du kannst halt auch auf alles mal warten, oder du gehst dann so im Obststand, und dann hat der halt kein Wechselgeld, und dann sagt er halt, du sollst kurz warten, und dann ist 15 Minuten weg, bis er irgendwo bei seiner Uroma Geld gewechselt hat oder so, keine Ahnung. Voll cool in dem Sinne. Aber da bin ich auch immer wieder überrascht, wie unsere Jungs, wie flexibel die da oft sind, sich darauf einfach einzustellen.
Ja, genau. Was wir auch festgestellt haben, ist, dass wir echt Slow Traveller sind. Also als wir einmal für zwei, nur für zwei Wochen was gebucht hatten, sind wir quasi schon in Stress verfallen, als wir angekommen sind, weil du eigentlich, wenn du nicht weißt, wo du nach diesen 2 Wochen hingehst, dann fängst du eigentlich in dem Moment, wo du ankommst, an zu suchen. Und selbst wenn du das Land schon weißt oder die Gegend schon weißt, musst du ja auch eine Unterkunft finden, die wieder irgendwie für alle Bedürfnisse passt. Und das ist echt Arbeit. Also Unterkünfte finden ist echt Arbeit und das da hat keiner von uns Bock drauf, das zu oft zu tun, sondern wir sind dann schon gerne längere Zeit einfach an einem Ort, einfach um auch so eine gewisse Routine entwickeln zu können, dass die Jungs zum Beispiel einfach kiten gehen können oder Boxlehrer finden, dass sie boxen können, dass wir jemanden finden, mit dem wir Yoga machen können, also dass sich einfach so eine gewisse Alltagsroutine auch einstellen kann. Und wir haben so, wir sind jetzt glaube ich so zu dem Schluss gekommen, dass eigentlich 2 Monate so eine ganz coole Zeit ist. Hier sind wir jetzt dann 3 Monate und da merkt man schon, das ist ein bisschen lang. Da freuen sich jetzt alle schon auf wieder auf Tapetenwechsel.
Ein typischer Sinn auch des Lebensstils ist eben dann immer wieder mal sich mit Neuem und Unbekanntem zu konfrontieren. Also es ist ja auch eine Absicht, dass wir dann wieder wohin kommen, wo wir noch keine Ahnung haben, wo wir nicht wissen, Wo ist das nächste Geschäft? Wo ist das nächste Restaurant? Und so, sondern eben alles wieder neu organisieren müssen. Und die Routinen ändern sich dann ja auch wieder, weil sie sich einfach an die Gegebenheit vor Ort anpassen dürfen. Und das ist so geil, weil ich liebe zum Beispiel eigentlich Routinen, aber ich merke halt auch, dass sie an sich nach einer gewissen Zeit dann auch nerven, weil es halt zu routiniert wird.
Langweilig wird. Und ich finde es halt total spannend, dass dass also dieser ganz explizite Wunsch nach Tapetenwechsel kam jetzt von den Kids. Also die haben gesagt, es reicht uns jetzt hier, ne, die wollten unbedingt noch mal hierher. Deshalb wegen der Kids sind wir noch mal hier auf Sansibar. Und die haben aber jetzt ganz klar gesagt, sie wollen also unbedingt weiter, sie brauchen was Neues. Und da einfach mal zu erleben, wie das so einen, den Geist von Teenagern dehnt und wie flexibel macht, das finde ich einfach, es macht große Freude.
Ja, und dass man immer wieder auch bewusst auch als Eltern Situationen schafft, wo es eben so, dass das auch mal entstehen kann, weil das kannst du nur spüren, wenn du es halt erfährst, wenn du sagst, okay, jetzt freue ich mich drauf, dass wir in 3 Wochen hier die Düse machen. Ja, dann das ist einfach diese Gefühle, genau wie Langeweile, muss einfach erstmal entstehen, das Kind Kinder das erkennen und dann selber daraus Schlüsse ziehen.
Ja, voll.
Das ist eine wertvolle Erfahrung.
Und eben auch zu gucken, wo kannst du denn dein Leben, oder wo könnt ihr denn euer Leben immer wieder spannender gestalten? Ja, wo können die Kids, wo können auch deine Kids mitentscheiden und dieses, euer Leben mitkreieren und mitgestalten? Weil das ist ja das, was dabei passiert, wenn wir da zu viert oder zu sechst da sitzen oder zu zu siebt und überlegen, wo fahren wir als Nächstes hin, wo treffen wir uns wieder, wie und so weiter, dann ist das ja, dass wir gemeinsam unser Leben gestalten. Was auch total wichtig ist, im Blick zu haben für alle, die sich auch mal schon mal mit dem Gedanken tragen, reisen zu gehen, weltreisend zu sein, ist kein Dauerurlaub mit ständiger Aktivität.
So, und ständige Aktivität meinst du jetzt hier einen Ausflug, da schnorcheln, dort XYZ und dann hier Sightseeing und dort Sightseeing und so die ganze Zeit. Das ist es nicht. Das ist auch, das könnte keiner verarbeiten.
Ja, ist viel zu anstrengend.
Viel zu anstrengend.
Kannst du mal für eine Woche oder zwei im Urlaub aushalten, aber dann bist du auch k.o., wenn du wieder nach Hause kommst. Kommst.
Und gleichzeitig ist ja, also so wie wir jetzt ja reisen, arbeiten wir ja auch noch. Wir nehmen jetzt ja auch die Podcastfolge auf hier und machen alles ganz normal, sprechen mit unseren Kunden, mit unserem Team und so weiter. Und auch dafür braucht es Zeit. Und so Kids, Teenager brauchen auch Zeit einfach zum Nichtstun.
Für das Gehirnwachstum. Weil genauso wie die Muskeln im Schlaf wachsen, wächst das Gehirn im Schlaf. Und Teenager-Gehirne bauen sich ja mächtig um. Von dem her brauchen die einfach Ruhepausen und Phasen zum Schlafen, zum Nichtstun. Zeiten ohne Trubel. Was wir dann natürlich schon machen.
Genau, das ist quasi immer wieder, also wir machen auch immer wieder Urlaub, so richtig Urlaub. Also dann gehen wir zum Beispiel Sightseeing, haben Ägypten, haben wir eine ganze Menge angeguckt. Da sind wir auf dem Nil gefahren mit so einem Schiff, dessen Namen ich immer falsch ausspreche.
Dahabir.
Dahabir, genau. Und waren da bei den Pyramiden und den gefühlten 50.000 Tempelruinen und haben uns da alles Mögliche erklären lassen. Und irgendwann konnten wir schon fast Hieroglyphen lesen. Das war voll cool. Und genau.
Dann waren auch in Marrakesch zum Beispiel. Ja, genau.
Marrakesch ist eine tolle Stadt mit Riesenmärkten und bunt und laut auch.
Und es riecht überall nach Gewürzen und nach Dingen, von denen du nicht wissen willst, was es ist.
Ja, und nach Marihuana und sonst was, was die da alles verkaufen. Aber es ist einfach wunderbar. Also echt sehr bunt und sehr trubelig.
Es war auch spannend zu erleben, weil wir ja jetzt in vielen afrikanischen Städten waren, auf vielen dieser Souks, also dieser Märkte. Und wie da, wie wir da auch alle schon viel, viel entspannter sind als wir, als damals, als wir zum ersten Mal auf so einem Markt waren. Ja, also wie man sich auch daran gewöhnt und anpasst. Ja, ja, genau.
Oder an Straßenverkehr, ne?
Ja, genau.
Wir waren in Kairo und unsere Jungs waren am Anfang noch voll gestresst und seitdem die in Kairo waren, denke ich mir manchmal schon, muss wieder bisschen aufpassen, weil die gehen einfach über jede Straße drüber.
Genau. Na, oder also das sind quasi Zeiten, die wir ganz bewusst uns frei halten, auch jetzt, wo wir wenig oder gar nicht arbeiten, um dann einfach Zeit zu haben, das Land zu erleben, wo wir gerade sind. Aber danach braucht es auch immer wieder diese Phasen von Ruhe. Das muss dann auch reinsickern, verarbeitet werden und braucht dann eben wieder eine Pause davon. Und genau. Das ist so im Moment ein Rhythmus, mit dem wir uns so total wohlfühlen. 2 Monate an einem Ort, immer mal wieder zwischendrin für 3, 4, 5, 6, 7 Tage irgendeine Art von Erlebnis und ansonsten Alltag in der Fremde sozusagen. Genau. Genau. Und wir lieben es halt auch. Und das ist das, wo du auch wieder lernen darfst, dass du dir, du machst dir die Welt, wie sie dir gefällt. Wir lieben das einfach, wenig Hausarbeit zu tun zu haben und in Ländern zu sein, wo wir das easy abgeben können, wo das üblich auch ist, dass es Menschen gibt, die das gerne für einen machen, weil wir haben jetzt, wir haben mal gezählt und ich glaube, wir haben letztes Jahr, also ich habe keine 10 Mal gekocht letztes Jahr. Oder ich, wir waren einmal in Deutschland in der Ferienwohnung, in dem Ferienhaus, da haben wir meine Eltern getroffen. Da habe ich mal eine Woche lang Wäsche gewaschen, selber.
Stimmt.
Und aber so, aber sonst haben wir das halt wirklich outgesourcet und Weil das nicht die Dinge sind, die uns die größte Freude machen. Aber dafür haben wir die Zeit halt mit anderen Dingen gefüllt. Also ich habe zum Beispiel jetzt letztes Jahr zwei komplette Buchmanuskripte geschrieben. Und wir haben halt ganz viele andere Dinge gemacht.
Ich halte immer unglaublich viel für gemeckerfrei. Da passiert total viel. Auch viel Zeit zu lesen zum Beispiel, uns selber weiterzubilden, weiterzuentwickeln. Wir haben natürlich viel Zeit für Yoga. Solche Sachen tun uns gut.
Ja, weil es ja auch wichtig ist, also wenn du anfängst zu verstehen, dass Zeit das wichtigste Gut ist, das du in deinem Leben geschenkt bekommen hast, dann fängst du an, die Zeit anders zu nutzen und anders mit ihr umzugehen. Und diesen Stress und diese Anspannung, was man glaubt, alles schaffen, leisten, machen zu müssen, also diesen Perfektionismus, wenn man den anfängt abzulegen und sich auf die Dinge fokussiert, die einem Freude machen, die Dann wird dein Leben einfach um Vielfaches bunter und schöner. Ich glaube, wir müssen noch ein bisschen weitermachen, weil sonst wird es eine Stunde. Lass mich mal kurz. Also was ich auch total spannend finde oder was wir total spannend finden, ist, wie sich einfach der, wie das eigene Ego, also dieser Ego-Verstand zur Ruhe kommt, wenn man feststellt, dass Menschen in anderen Ländern Dinge komplett anders machen, als wir das gewohnt sind, und dass es aber trotzdem funktioniert und dass es einfach nicht den einen richtigen Weg gibt, sondern immer eine Vielzahl an Möglichkeiten. Und das hat mich so innerlich weit werden lassen und tut mir also unfassbar gut.
Ja, das stimmt. Und was glaube ich jetzt auch, was für viele Zuhörer total spannend ist, ist natürlich diese Geschichte mit der Schule und unseren Kids. Ja, genau. Also das, und die ins Unschooling so zu begleiten oder den Weg dahin zuzulassen, so muss man es eigentlich sagen, das war schon eine Challenge. Ja, auch für uns.
Das war auch krass für uns, weil wir ja keine Erfahrung damit hatten, ob das, was wir da machen, Irgendwie funktioniert ja.
Und du hast es schon immer so gesagt, du hast schon immer so gesagt, das System muss erst mal raus aus den Kids. Das muss rausfließen lassen. Und da, das war tatsächlich was, das durfte man aushalten. Weil da ist auch der Medienkonsum zeitweise mal nach oben geschossen. Zeitweise nach oben geschossen. Ja, also auch so der jetzt relativ so Seriensuchten oder was auch immer halt. Also war jetzt nicht so, nicht jetzt, dass es ständig irgendwelche Wissensvideos gewesen wären oder so, aber es hat sich dann doch mit der Zeit eben genau dahin verschoben. Also auch da das auszuhalten, dass da auch eine gewisse Langeweile oder dann auch ein Überdruss entsteht. Ja, man kann halt irgendwann, macht halt auch keinen Spaß mehr, ja, sich da berieseln zu lassen. Und wir hatten ja gehofft, Dass so ein eigenes, eine eigene Wissbegierde entsteht.
Ja, voll.
Und das hat mal sehr gut funktioniert.
Das hat mega funktioniert und funktioniert immer noch weiter. Läuft immer noch. Da sind Sie ja noch mittendrin quasi. Aber das einfach zu erleben, dass die intrinsische Motivation, also die Motivation aus sich heraus, sich mit Themen und Dingen zu beschäftigen, die ist in allen Menschen angelegt und in vielen Menschen verschüttet. Durch die Ergebnisorientierung unseres Bildungssystems. Und natürlich hat es bedeutet, dass die Kids das aushalten mussten, dass sie Langeweile haben und dass sie lernen mussten, dass Langeweile sich nicht mit Medienkonsum tilgen lässt, weil das halt genauso langweilig bleibt auf Dauer, sondern dass sie dieses Vakuum halt mit Dingen füllen müssen, die ihnen Freude machen und dass sie dafür raus rauszufinden dürfen, was macht ihnen eigentlich Freude? Und das machen sie einfach großartig. Der Johannes hat jetzt Boxen gelernt, die kiten beide. Der Jakob wird immer besser im Programmieren. Der fängt an rauszufinden, dass er sich für Luft- und Raumfahrttechnik wahnsinnig interessiert. Erzählt uns da ständig eine Entwicklung, Entdeckung nach der anderen. Wenn wir einfach sehen, ob er da einen Weg einschlägt und für sich da einen Beruf auch draus macht.
Ja, der überlegt, ob er sich quasi ein angelsächsisches Abitur, also das A-Level da macht, um dann halt da irgendwo studieren zu können auch.
Genau.
Aber halt aus eigenem, nicht jetzt, weil wir gesagt haben, okay, jetzt hast du den Realschulabschluss, jetzt machst du weiter am Gymnasium oder machst jetzt irgendwo ein Abitur, sondern jetzt halt einfach so, wenn er halt sagt, jetzt, wenn ich da Bock drauf habe, mache ich das.
Genau. Oder auch so, dass der Johannes dann, der hat sich dann zum Geburtstag eine Gitarre gewünscht, weil er gesagt hat, er will Gitarre spielen lernen. Und das macht er. Also weißt du, immer wenn Kinder aus einer Eigenmotivation anfangen, was zu lernen, dann sind die da einfach so begeistert dabei, dass die auch so schnell sind. Und dann macht es ihnen auch so Freude, weil sie so schnell Erfolge haben. Und dann ist es einfach, dann ist es wie so ein Perpetuum mobile, das befeuert sich gegenseitig. Und da könnte man jetzt noch ganz lang weiterreden, wofür die sich alles interessieren und so weiter. Aber ich glaube, es wird sonst jetzt wirklich zu lange. Also das war wirklich was, da haben wir, das hat uns total begeistert, dass das tatsächlich so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt haben. Ja, genau. Und dass die Kids natürlich auf eine Art und Weise zusammengewachsen sind und sich unterstützen, das ist für uns als Eltern, und zwar alle vier, bzw. mit der Freundin von unserem ältesten Sohn zusammen alle fünf, das ist natürlich Gänsehaut-Feeling für alle Eltern, glaube ich.
Ja, gerade wie, wie es hier auch dann noch ist, eigentlich für die anderen wie eine, wie eine fünfte, wie ein fünftes Geschwister, so da reingewachsen. Und ich glaube auch, dass das viel damit zu tun hat, dass die Kids halt nicht von so einem Schultag schon so an sozialer Interaktion überfordert sind, wenn sie sich dann sehen als Geschwister, sondern ja eigentlich auch so viel Rückzugsmöglichkeit haben, dass wenn die zusammen sind, dann ist es auch ein Dauergequassel. Also dann sind wir voll abgeschrieben und unterhalten sich was an, da verstehen wir natürlich zum Teil nichts davon. Und aber wir unterhalten uns auch alle miteinander natürlich cool. Und das ist einfach echt total schön.
Und jetzt kannst du vielleicht sagen, ja gut, die haben ja nur sich oder so was. Ja, das stimmt, die haben viel, haben jetzt schon viel Zeit miteinander. Nur was, wenn sie auch sich das ausgesucht haben, auf der Wolke Geschwister zu sein bei uns in der Familie? Familie, weil sie eben gerne Zeit miteinander verbringen. So könnte man es ja auch denken. Und da kommt natürlich noch eine Sache dazu, die uns auch so das Herz aufgehen lässt, dass eben auch unsere großen Kinder, die ja schon alleine gewohnt haben in Deutschland, dass die eben auch so gerne so viel Zeit mit uns verbringen. Jetzt waren wir 7 Wochen lang irgendwie zu siebt hier immer unterwegs und jetzt immer 3 Wochen zu fünft und dann treffen wir uns wieder in Asien zu siebt. Und so geht das irgendwie ständig hin und her. Unser ältester Sohn und seine Freundin haben dann schon in Asien dann für die Zeit, nach der wir uns getroffen haben, haben sie schon eine Unterkunft gemietet, wo andere von den Kids die auch besuchen gehen können und so. Also irgendwie total großartig, was da für eine Dynamik entstanden ist. Also das, ich hätte nicht für möglich gehalten, kann ich nur jetzt gerade für mich sprechen, weil der Bernd und ich noch nicht drüber geredet haben. Aber ich hätte nicht für möglich gehalten, dass dieses familiäre Miteinander, das ja sowieso schon auf so einem krassen Niveau eigentlich war, dass ich selber immer nur staunend danebenstehen konnte, dass das sich noch mal so abgelevelt hat. Das ist wirklich auch eins der Learnings, die ich mitnehmen würde.
Ja, und was du als Zuhörer da mitnehmen kannst, ist einfach, dass da immer noch was geht. Also da musst du auch nicht auf Reisen gehen dafür, jetzt nur einfach diesen Horizont auch aufzumachen. Ich hätte mir das, so wie das jetzt ist, das hätte ich mir nicht vorstellen können. Ja, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass wenn Partner dazu kommen, von unseren Kindern, dass die mit den anderen, also die, das ist mit den anderen Geschwistern auch sofort so Spaß haben, so best friends sind und Themen haben zusammen, ne. Die sitzen da zu zweit, also die, die Freundin von unserem Ältesten und, und unser Jüngster, die, die sind auch hier eine Stunde, anderthalb da zusammen auf der Liege gesessen, haben sich über irgendwas unterhalten, ja. Also total, total krass. Ich bin der Da steht mir nur der Mund offen immer. Wow, also das habe ich mir noch nicht mal manifestiert oder vorgestellt. Das ist einfach nur so passiert.
Ja, genau. Ja, also stimmt nicht ganz, weil ja unsere Vorstellung ist immer dieses, wir sitzen alle mit ganz vielen an einer großen Tafel und haben alle miteinander Spaß.
Das stimmt schon, ja.
Aber die Details, und da ist wieder dieses, das Wie ist nicht unser Business. Und einfach zu sagen, da kann kann es noch so viel cooler werden, als man sich es überhaupt nur vorstellen konnte.
Genau.
Genau. Und unsere Challenge quasi, unsere Reise-Challenge jetzt für dieses Jahr ist, dass wir einfach Orte finden, an denen sich Familien mit Teenagern, also vermehrt auch Familien mit Teenagern aufhalten, also Reisefamilien mit Teenagern, damit da eben gerade die Jungs auch die Möglichkeit haben, über Kite-Kumpels oder Boxtrainer hinaus noch andere Jugendliche kennenzulernen, um eben die Wahl zu haben, ob sie das mögen oder nicht. Und dafür ist halt hilfreich, wenn es ein paar mehr gibt als jetzt hier in Afrika, weil ja einfach, weil und das finden wir raus. Also falls du da Experte bist, wo man die findet, schreib uns gerne an. Und ansonsten würde ich sagen, wir machen einfach jetzt den Sack von dieser Folge zu, weil wir haben eh schon so lange geredet.
2 oder 3 draus machen. Genau.
Lass es dir gut gehen.
Alles Liebe für dich.
Alles Liebe. Tschüss.
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