Frust mit Geschenken? So geht´s richtig - Podcast 116

Uli Bott and Bernd share five tips to reduce gift-giving stress around holidays and birthdays. Let kids feel disappointed without fixing it, use shared gifts the whole family enjoys, and stop expecting gratitude. The goal is memories, not perfect reactions.
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Lass dir nicht von irgendwelchen Kleinigkeiten in die Suppe spucken, sondern genieß diese Zeit. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Schön, dass du wieder da bist, eingeschaltet hast zu hörst oder zuschaust.
Genau, heute mit einer Weihnachtsfolge, alle Jahre wieder, die man aber natürlich auch für Geburtstage und andere Anlässe nutzen kann, und zwar für Anlässe, wo es Geschenke gibt. Genau, weil: Wie geht's stressfrei mit Geschenken? Das ist der Titel dieser Folge, weil vielleicht kennst du das auch, Da machst du dir Gedanken. Kinder schreiben Wunschzettel oder malen Wunschbilder oder wie auch immer, lassen dich also wissen, was sie also gerne unterm Weihnachtsbaum, am Geburtstagstisch, wie auch immer, vorfinden würden. Und ihr überlegt und verteilt und besprecht vielleicht auch mit den Großeltern oder Onkel, Tanten, wem auch immer, was es so an Geschenken gibt, geben soll.
Und dann kommt der Abend der Wahrheit oder der Tag der Wahrheit, und nicht jeder macht das, was du dir eigentlich erhoffst, mit Juhu, sondern es gibt vielleicht in der Familie das ein oder andere Kind, das eher so enttäuscht ist, traurig ist.
Ja, und ich meine, manchmal ist es ja schon absehbar, wenn jetzt zum Beispiel so Wünsche dabei sind wie: Ich wünsche mir einen Hund und ein Pferd, und für euch einfach klar ist, dass ihr diesen Wunsch gerade nicht erfüllen könnt. Und dann ist es natürlich schon, und das macht ihr bestimmt auch, dann ist es schon sinnvoll, das schon zu primen, also schon darauf hinzuarbeiten, dass dieser Wunsch also nicht erfüllt werden werden wird. Aber selbst wenn du eigentlich die Wünsche erfüllst, oder von 3, 2 erfüllst, oder, oder, oder, kann es trotzdem passieren, selbst wenn du alle Wünsche erfüllst, kann es passieren, dass dein Kind an Heiligabend da sitzt und Friese zieht, also traurig ist, enttäuscht ist, unglücklich ist.
Kann ja auch gerade passieren, wenn es mehrere Kinder, wenn ihr mehrere Kinder habt und dann so in dem, dann so ein Vergleichen entsteht oder was auch immer.
Dann, wir hatten das mal, da hat unser jüngster Sohn, da war der 5 oder 6, da hat er uns, hat er vor Weihnachten, ist er zu uns gekommen, hat gesagt, übrigens, ich finde das voll unfair, ich bin der Einzige, der kein Laptop oder ein Computer hat. Ich gehe nur noch in mein Zimmer, wenn ich auch so was haben darf, wenn ich auch so was bekomme. Und wir haben dann versucht, dieses Problem sozusagen, oder das, also diese für ihn empfundene Ungerechtigkeit— ich glaube, eigentlich war er schon älter, wahrscheinlich war schon 8 oder 9, das war so, das war zu jung, also der muss so 8 oder 9 gewesen sein. Siehst du, meine Erinnerung ist manchmal schon ich mehr die Beste. Also jedenfalls, er war so dritte Klasse wahrscheinlich. Und dann haben wir so für uns überlegt, wie könnten wir denn aus der Nummer rauskommen? Weil wir haben das auf der einen Seite natürlich vollkommen eingesehen, also wenn du das Jüngste von 4 Kindern bist, dann kriegst du halt eine andere— du wächst anders auf als das Älteste von 4 Kindern. Das lässt sich einfach nicht vermeiden. Und gleichzeitig wollten wir natürlich irgendwie wie so einem 8- oder 9-Jährigen kein PC schenken. Wozu auch?
Ja, also was soll der damit, dass du dann irgendwie ständig reglementieren musstest, dass er da 10 Minuten am Tag dran darf?
Also dann haben wir so überlegt und überlegt, überlegt und sind dann, haben dann so ein günstiges, quasi fast nichts könnendes Tablet gefunden und haben gedacht, das ist doch eine gute Idee.
Kann er ein paar Spiele drauf spielen oder so was?
Ja, zwei Spiele, ein Hörspiel, und dann kann er da mal noch irgendwie eine Folge Feuerwehrmann Sam oder was er damals geguckt hat, halt irgendwie schauen. So, also das war so unsere Idee zu sagen, okay, wir, ne. Und das Ding ist halt sofort dann wieder bei uns, das steht nicht im Kinderzimmer. Man konnte das super gut einstellen mit Kindersicherung und so weiter. Das war so dafür an sich ganz gut aufgesetzt.
Aus unserer Sicht.
Und unser ältester Sohn fand es halt so richtig kacke. Der hat zwar alles gekriegt, was er sich gewünscht hat, aber er fand es halt, ne, also ein Tablet damals, ein Tablet, ne, das war halt so groß. Und das war dann auch, hat ja überhaupt keine Rolle gespielt, dass es quasi nichts konnte. So, ne. Und dann war der so traurig, und dann bin ich mit dem— ich weiß noch, wir waren bei meinen Eltern, und ich bin mit dem im Flur gesessen und habe ihn einfach traurig sein lassen, habe ihn begleitet durch seine Gefühle. Und das ist nämlich schon der dritte, also wir haben 5 sozusagen Tipps für dich vorbereitet, 5 Punkte, und das ist eigentlich schon einer davon, ne. Also Begleite dein Kind durch deine Gefühle, aber durch seine Gefühle, durch deine— Gott, Bernd, warum? Wir sind viel Yoga gemacht heute.
Oh Gott, also begleite das Kind durch seine Gefühle und erlaub auch, also erlaubt alle, dass die auch da sein dürfen. Das ist einfach, ne?
Aber lass uns vielleicht mal bei den, von den 5 Punkten, beim ersten starten.
Ja, weil der erste ist eigentlich schon, wenn man die Reihenfolge hat, schon im gewissen Sinn.
Ja, genau deshalb meinte ich.
Ja, der erste Punkt ist einfach, der hat nämlich mit dir selber zu tun. Deswegen ist es auch der erste. Da geht es einfach darum, lass deine Erwartungen los. Lass alle Erwartungen los, ob deine Geschenke gefallen und ob die jetzt den, du kennst es ja, du denkst dann, boah, der kriegt jetzt dies und das, dann muss das Kind ja ausflippen vor Freude oder so was. Ja, lass diese Erwartungen einfach los. Und geh völlig neutral in den Weihnachtsabend, in die Bescherung, oder eben wenn du es jetzt für Geburtstag nutzt, ist ja vollkommen egal, für den Moment, wo es die Geschenke gibt.
Genau, also lass das los, lass die Erwartung los. Und was uns früher nämlich immer wieder mal passiert ist, da waren Weihnachtsgeschenke, das war für uns so, dass wir uns echt auch finanziell gestreckt haben, um das möglich machen zu können. Und das ist natürlich eine blöde Kombination, Weil wenn du auf irgendwas verzichtest, um deinem Kind irgendwas möglich zu machen, und dein Kind sagt dann, ja, ich find's aber kacke, ne, dann, das ist halt, das wird halt dann schwierig, da auch gelassen bleiben zu können. Also aus heutiger Sicht würde ich einfach empfehlen, erlaub dir die Geschenke, die du machst, so an deine Möglichkeiten anzupassen, dass du auch vollkommen entspannt damit sein kannst, wenn dein Kind das, was es da kriegt, nicht einmal anguckt. Ja, weil das kann passieren, weißt du, da ist irgendwie Anfang Dezember oder November und ihr sagt so, was wünscht ihr euch zu Weihnachten, Wunschzettel, tralali tralala, und dann wird sich was gewünscht Und 4 Wochen später ist es einfach schon überhaupt nicht mehr so cool. Ja, das ist— vielleicht hat das Kind nur was ausgesucht, weil es halt den Auftrag hatte, einen Wunschzettel zu machen. Vielleicht hat das Kind gerade eine Phase gehabt, wo, was weiß ich, Bauernhof total toll war, aber halt blöderweise ist am 20. Dezember halt die Phase vorbei gewesen. Und dann hilft halt helfen halt die nächsten Schleichtiere zum Thema Bauernhof, helfen dann halt nicht mehr unbedingt, weil das Kind ist diesem Thema entwachsen. Das kann halt immer passieren.
Deswegen ist es so wichtig, dass du sagen kannst, okay, es ist mir an sich egal, die Reaktion kann mir egal sein. Nicht im Sinne von, ja, so blöd egal, sondern ich kann einfach gelassen damit sein.
Ja, Liebe gibt und lässt frei. Wenn du aus Liebe schenkst, dann ist dein Akt, deine Handlung mit dem Verschenken zu Ende.
Es gibt so, und das passt ja, weil wir gerade in Australien sind, es gibt bei den Aborigines, ist es so, dass ein Geschenk, in dem Moment, wo du es dem anderen gibst, kann der damit machen, was er will, und es ist keine Der, der Schenkende hat überhaupt kein Gefühl dazu. Also der, der, für den ist es vollkommen egal, ob der andere das verkauft, ob der das weiter schenkt, ob der es behält, aber damit ganz was anderes macht, wofür es eigentlich gedacht ist. Ja, du hast ihm eine Salatschüssel geschenkt und er pflanzt Blumen ein, was auch immer, vollkommen egal. Und so diese Haltung zu haben, genau.
Und da ist nämlich dann schon der zweite Punkt, der schließt da quasi an. Der Beschenkte bestimmt die Qualität des Geschenks.
Der ist aber ein bisschen abstrakt. Nein, du erklärst mal.
Der Beschenkte bestimmt die Qualität des Geschenks. Das ist ja eigentlich genau das, was der Bernd gerade schon gesagt hat, ne, dass der, der das Geschenk bekommt, der entscheidet, ob das was ist, was er gerne behalten will, ob das was ist, worüber er sich freut, ob das was ist, was er benutzt, ob das was ist, was er nur ins Regal stellt, ob das was ist, was er verkauft, was er weiterschenkt, worüber er sich freut oder was er doof findet. Der Geschenkeempfänger bestimmt und entscheidet, welche Qualität das Geschenk für ihn hat. Und du als Mama oder Papa gibst es frei und sagst, ich habe es aus Liebe gegeben, es war ein Liebesdienst. Na, weil sonst ist ja Geschenke schenken schnell ein Handel. Ich schenk dir, was du dir wünschst, dann musst du mich lieben und glücklich sein und dich freuen und mir deine guten Gefühle schenken quasi. Ja, und dann an Weihnachten entspannt sein und mit dem spielen, damit wir in Ruhe essen können, whatsoever. Dann wäre Schenken ein Handel. Schenken ist aber kein Handel, und deshalb sind die ersten zwei Punkte so wichtig, ne. Du lässt alle Erwartungen los, und der Beschenkte darf entscheiden, wie er das Geschenk empfindet, was das Geschenk für ihn für eine Qualität hat, und was er dann damit macht. Genau. Dann kommt der dritte Punkt, den haben wir ja quasi schon vorgespoilert. Das war sogar der Stimmt, wir haben den 4. vorgespoilert. Der 3. ist: Erlaube deinem Kind, an Weihnachten enttäuscht oder gestresst zu sein. Ja, also geh auch da ein Stück weit davon aus, dass das passieren könnte, ohne das jetzt so, ohne zu sagen, oh Gott, jetzt ist wieder Weihnachten, jetzt werden wieder alle gestresst sein.
Nein, das nicht, aber so ein bisschen sozusagen, okay, auch das kann passieren, auch das kann sein, und ich weiß genau, ich liebe auch das einfach weg. Ich kann das einfach, ich kann damit umgehen, ich kann darauf reagieren. Vielleicht auch als Paar, dass ihr mal darüber gesprochen habt, dass ihr sagt, okay, wir beobachten so ein bisschen, wie geht es denn den Kids, welches Kind braucht denn vielleicht wann was. Und wenn es dann eben mal darum geht, dass man mal eine halbe Stunde auf dem Flur sitzt mit so einem Kind, oder oder sonst irgendwas macht, was die Stimmung wieder hebt. Und wenn man sagt, okay, lass uns dann doch jetzt irgendwie eine blöde Weihnachtsgomödie gucken, dass alle irgendwie, dass selbst wenn das wäre, dass ihr irgendwie in der Lage seid, halt die, die alles aufzugreifen, was da ist, und die Haltung zu haben, alles darf sein.
Absolut.
Und jeder darf sein, wie es ihm gerade geht.
Genau, weil Weihnachten ist ja, ganz ehrlich, ist ja Weihnachten auch so überladen an Erwartungen, und zwar ja nicht nur an die Kinder, sondern in, also Also gerade wenn ihr noch Besuch bekommt oder irgendwo zu Besuch seid, dann ist diese ganze, dieses Ganze, diese ganzen Tage sind so aufgeladen mit Erwartungen, mit wo ihr euch vielleicht unter Druck setzt, ob es euren Eltern gefällt, wie es mit den Schwiegereltern ist, dass ihr vielleicht schon angestrengt davon seid, was alles in diese paar Tage reingequetscht werden soll, ne. Also das ist, das ist so überladen, dass das überhaupt kein Wunder ist, wenn der ein oder andere austickt. Und schon alleine nur, also wir haben es oft ja sehr simpel gehalten an Weihnachten, um es für die Kids entspannter zu machen. Und auch da ist immer mal ein Kind ausgetitscht, und eben aus diesen Gründen, dass es eben enttäuscht war, dass eine Phase vorbei war, dass es das unfair fand, was ein Geschwister gekriegt hat, und eben auch, weil dieser ganze Tag schon so anstrengend war. Für viele ist es ja dann auch oft so, zu gucken, okay, wie machen wir das eigentlich mit der Bescherung? Wann gibt es eigentlich die Geschenke? Habt ihr wirklich darauf geachtet, dass eure Kinder an diesem Heiligen Abend genug zu essen bekommen?
Ja, auch schon vorabends, also vor dieser Bescherung.
Ja, also sind es— war Zeit, noch mal frische Luft zu tanzen, sich auszutoben? Also habt ihr den Tag in Anführungszeichen kindgerecht gestaltet, oder seid ihr eigentlich— war der ganze Tag schon so, dass eigentlich die Kids die ganze Zeit funktionieren mussten? Und selbst wenn du keinen Besuch bekommst und du sagst, und jetzt stellen wir den Baum, und dann wird der geschmückt, und dann passiert dies, und dann muss noch mal gesaugt werden, und dann soll es hier schön sein, und dann hier Kerzen, und dann dort das und jenes— das ist ja Einfach, also natürlich macht ihr das irgendwie zusammen und natürlich finden das die Kinder auch irgendwie toll, aber trotzdem ist da halt viel Druck, viel Anspannung, viel Erwartung, wie es jetzt schön ist und schön wird, und wenig Raum für eigene Befindlichkeiten. Und das kann halt dann auch am Heiligabend sich in Frust über Geschenke äußern. Ja, genau, weil wir haben das auch ganz oft erlebt, dass dann im ersten Moment fanden sie irgendein Geschenk doof, und am nächsten Tag war es total toll.
Ja, das wollte ich genau, das habe ich mir schon die ganze Zeit gemerkt, noch als Bonustipp am Ende rauszugeben. Ja, mach auch daraus an dem Abend nicht so ein großes Ding, sag, na ja, wenn du willst, vielleicht kann man es ja umtauschen. Es kann ja auch immer sein, ja, wenn es jetzt noch komplett was Verpacktes ist oder so. Aber oft ist es tatsächlich so, dass die Sachen, die erst mal das Uninteressanteste waren oder sogar eben zu so einem Frust geführt haben, später dann auf einmal die voll cool geworden sind.
Weil eben, und das ist der fünfte Punkt, den wir noch mit euch teilen wollten, weil es ganz oft eben so ist, dass das Kind mit seinem Frust, mit seinem Gemecker, mit seiner Trauer auf die Anspannung reagiert, die zwischen den Großen oder im gesamten System gerade rumschwirrt. Ja, eine Oma, die angespannt ist, weil jetzt wieder die irgendwelches Essen gekocht hat und die Kinder schon wieder vom Tisch aufstehen, weil der Opa oder der Onkel, der angestrengt davon ist, dass man kein Gespräch zu Ende führen kann, weil es ständig irgendwie um die Kinder geht. Also da sind ja ständig Befindlichkeiten, das sind ja nicht nur die Bedürfnisse der Kinder, sondern sind ja auch die Bedürfnisse der anderen anwesenden Personen, die damit einfließen. Und wenn Die wenigsten Erwachsenen sind in der Lage zu sagen: Ich habe jetzt dieses Bedürfnis, ich habe jetzt jenes Bedürfnis, ich brauche jetzt das, können wir bitte so, können wir bitte das? Sondern die meisten Erwachsenen schlucken das runter, hoffen oder erwarten, dass alle anderen doch sehen, was ihnen jetzt wichtig wäre, und dass sie das doch merken und darauf reagieren.
Und dann dadurch entsteht aber eine Anspannung, die ist gar nicht unbedingt böse. Das muss auch das Wärt ihr jetzt nur als Erwachsene zusammen, würdet ihr halt sagen, ja, es ist halt mit der Verwandtschaft immer eine Stunde gut und dann wird es anstrengend. Das ist genau, wo du sagst, okay, du als Erwachsener kannst jetzt sagen, naja gut, ich weiß ja jetzt, um 10 oder um 11 fahren die alle wieder heim und gut ist, ja. Aber Kinder können das halt nicht, für die ist diese Anspannung sofort spürbar und dann äußert sich das halt, weil sie es ja auch nicht benennen können.
Und sie beziehen es auf sich.
Sie beziehen es auf sich und dann äußert es sich halt in irgendwelchen Dingen, dass eben das das falsche Playmobil-Set ist, whatsoever.
Und was ich noch sagen wollte zu diesem Kinder durch die Gefühle begleiten, ne, da ist auch einfach so total wichtig, dass ihr als Eltern so miteinander agiert, dass wenn einer merkt, boah, ich kriege es gerade nicht hin, ich nehme es einfach persönlich, ich bin angefressen davon, ich habe mir so eine Mühe gegeben, ich schaffe es einfach gerade nicht, ich das auszuhalten, dass mein mit so viel Liebe gefundenes, erdachtes, verpacktes Geschenk nicht gewürdigt wird, dann auch zu sagen: Kannst du gerade? Würdest du das gerade machen? Bist du weniger— strengst dich gerade weniger an? Bist du besser in der Lage, das Kind dadurch zu begleiten? Weil wichtig ist an der Stelle ja, ne, also es dürfen ja auch unsere Gefühle Da sein. Nur schwierig wird es halt, wenn wir anfangen, unsere Kinder für unsere Gefühle verantwortlich zu machen. Und gleichzeitig wird es halt auch schwierig, wenn, also wir können halt schlecht unsere Kids durch ihre Gefühle begleiten, wenn wir selber eigentlich mit uns beschäftigt sind. Deshalb hilft es halt an der Stelle, wenn ihr als Eltern ein Team seid und euch gegenseitig dabei auch unterstützt.
Ja, und ich habe noch einen Bonustipp, den ich mir schon die ganze Zeit jetzt merke. Bin ich gespannt. Guck drauf, was wir immer gemacht haben, fast immer eigentlich, oder ich würde sogar sagen immer, ist noch geguckt, dass es ein Gemeinschaftsgeschenk gab. Oft war das irgendein Spiel oder was, ja, also ein Brettspiel oder so, als die Kinder alt genug waren. Davor waren es Bauklötze oder so was. Ja, irgendwas, wo aber alle schon direkt was damit tun konnten. Und zwar relativ einfach dann, je nach Alter natürlich. Wird das älter, braucht man auch mal kompliziertere Spiele. Wobei gerade die bisschen Älteren, die kriegen ja dann oft nicht mehr jetzt ein Lego-Set, wo sie sagen können, geil, da kann ich jetzt gleich mal anfangen zu bauen. Sondern die kriegen vielleicht dann einen Gutschein für einen Mofaführerschein oder für ein neues Fahrrad oder so, manchmal ja auch nur von denen, falls sie sich da irgendwas zusammensparen wollen. Und dann ist es oft so, dass denen total langweilig wird. Ja, voll. Und wenn es halt dann noch irgendwas gibt und wenn das so ein Lotti-Karotti-Spiel ist, was sie mit ihren kleinen Geschwistern machen können oder so was, dann ist halt wieder was da, womit man die Zeit auch füllen kann.
Ja, genau.
Das hat immer total viel geholfen, da auch den, gerade wenn noch Besuch dann da war, einfach auch den Abend zu füllen für die Kids.
Ja. Beschäftigt zu sein. Und ja, voll, voll sehr cool. Genau, von dem her, habt einfach, wünschen wir euch sauberschöne Feiertage, ja, sauberschöne Weihnachten. Wir hoffen, dass euch die Punkte ein bisschen helfen, dass ihr es entspannt habt miteinander. Und ja, ansonsten Könnt ihr euch ja gerne das nächste Jahr vornehmen, das dafür zu nutzen, zu lernen, wie es geht. Weil schau, unsere Kinder sind jetzt schon so alt, dass da ist keiner mehr, der gerade diesen Zauber von Weihnachten, Geschenke und Magie und Christkind und weiß ich nicht, da können wir eigentlich dann schon wieder auf die Enkel warten, sozusagen. Dauert noch ein bisschen. Und von dem her, genießt die Zeit, lass dir nicht von irgendwelchen Kleinigkeiten in die Suppe spucken, sondern genießt diese Zeit und, und build memories, ja, also sammle Memories, sammle Erinnerungen, die einfach, ja, über die ihr dann noch Jahre später immer und immer wieder sprechen könnt und die ihr mit euch tragt und die so euer innerer Schatz sind. Alles Liebe, alles Liebe, bis bald, tschüss!
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